Kati Ernst: Warum mein Podcast das bessere Business ist als meine 10-Mio-Marke
Founder Mode16. Juni 202601:43:52

Kati Ernst: Warum mein Podcast das bessere Business ist als meine 10-Mio-Marke

Die meisten Founder wollen mehr. Kati Ernst will weniger.


Sie hat ooia, die Marke, die das Wort Periodenunterwäsche erfunden hat, ohne einen Cent Investorengeld auf über 10 Millionen Umsatz gebaut und sich dann ganz bewusst als CEO obsolet gemacht. Heute baut sie mit Lifestyle of Longevity einen der größten deutschen Gesundheitspodcasts mit 200.000 Downloads im Monat. Wir packen ihr komplettes Playbook aus: Bootstrapping statt raisen, der saubere Ausstieg aus der eigenen Firma und die Longevity-Hacks, die wirklich in den Founder-Alltag passen.


Timestamps:

00:00 - Trailer & Intro

01:12 - Simplify: Warum sie Instagram gelöscht hat, obwohl ooia damit groß wurde

06:07 - Periodenunterwäsche ohne Investoren: ooia bootstrapped auf über 10 Millionen Umsatz

18:14 - Der größte Bootstrap-Fehler: Warum sie heute doch Geld geraist hätte

22:11 - Sich selbst abschaffen: Wie sie ihre Firma ans eigene Team übergeben hat

33:45 - Vom Mikro im Wohnzimmer zu 200.000 Podcast-Downloads im Monat

49:09 - Same-Time Sleep und Junk Sleep: Die Schlaf-Hacks, die wirklich was bringen

1:02:14 - Radical Acceptance: Warum Stress als Founder nicht dein Feind ist

1:21:41 - Zwei Founder, fünf Firmen, drei Kinder: Wie sie Founder Family Balance lösen

1:34:41 - „What's the worst that could happen?" Warum wir mehr Gründerinnen brauchen


Kati Ernsts Links:

💼 Kati auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mrs-kati-ernst/

🎧 Lifestyle of Longevity (Podcast): https://www.lifestyleoflongevity.de/

🌿 ooia: https://ooia.de/


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[00:00:00] Wir müssen die Frauen, die Unternehmen gründen, sichtbar machen. Wir brauchen halt auch wirklich ganz, ganz viele davon, die halt Probleme lösen und Arbeitsplätze schaffen und Wirtschaftsleistungen irgendwie hier ranbringen. Davon brauchen wir auch sauviele. Ich wünsche mehr Menschen würden einfach sehen, wie viel man erleben kann, wenn man sich einfach mal traut, das zu probieren. What's the worst thing that could happen? Dann scheiterst du. So what? Du wirst dich so krass weiterentwickeln, selbst wenn du das Ding frontal gegen die Wand fährst oder vielleicht besonders dann.

[00:00:28] Wir müssen das viel mehr zelebrieren. Ja, diese Ode an das Unternehmertum, an die Freiheit, die es uns gibt. Der Nummer 1 Hack, wenn es um das ganze Thema Schlaf geht, noch wichtiger als wie lang man schläft, ist, dass man jeden Tag ****** Du schläfst dann zwar, aber du erreichst den Tiefschlaf nicht. Ich hab sogenannten Junk Sleep, Schlaf, der eigentlich nichts bringt. Wenn deine mentale Gesundheit nicht gut ist, strahlt es auf alles andere aus. Scheiß auf den Rest, fix that first. Du bist ein besserer Manager, eine bessere Managerin, ein besserer Gründer, Gründerin, wenn du ****** bist.

[00:01:02] Kathi, schön, dass du da bist. Die meisten Founder wollen mehr, du willst weniger. Simplify ist dein Motto des Jahres. Erzähl mal. Ja, so Gründen ist ja ganz schön viel. Und Gründen und Ehrenämter und Kinder und Eltern und Freunde und Podcasts und so Speaker-Sachen ist noch mehr.

[00:01:26] Ja. Und ich hab, glaube ich, einfach in den letzten Jahren genau mich viel damit beschäftigt, was sind eigentlich die Sachen, die mich so wirklich erfüllen. Also mich nicht noch unbedingt reicher machen oder irgendwie einflussreicher machen, sondern mich wirklich erfüllen. Ja, mich erfüllen und irgendwie auch einen Beitrag leisten und glücklich machen.

[00:01:51] Und ich finde, wenn wir da alle ganz kritisch drüber nachdenken und versuchen, uns von unserem Ego auch zu lösen, im Sinne von, was denken denn Leute außen von mir, was erwartet das außen von mir, wie sehe ich außen aus, wenn ich X, Z mache, dann würden wahrscheinlich viele Leute in unserer Startup-Szene feststellen, dass sie ganz schön viel von dem, was sie machen, eigentlich gar nicht machen müssten, machen sollten. Und ich bin ja immer so gewesen, dass ich sehr gerne versucht habe, Sachen nach meinen eigenen Regeln zu machen und nicht nach dem, wie man sagt, so macht man das übrigens.

[00:02:21] Und deswegen versuche ich jetzt mal gerade in dieser Phase des Lebens etwas mit so strip to the max. Also gucken, wie viel kann ich denn abschaben, sodass am Ende nur noch die Essenz bleibt, die wirklich mir und anderen Menschen Wert beiträgt. Ja, schauen wir mal. Was erfüllt dich auf der einen Seite und was hast du aussortiert, wenn dein Leben Tinder wäre, wo ist Swipe Right und Swipe Left?

[00:02:48] Swipe Right, alles, was damit zu tun hat, dass ich Beziehungen intensiviere mit einer Handvoll Leute, die mir wirklich sehr, sehr viel bedeuten. Also da wirklich so viel investieren an Zeit, an Aufmerksamkeit und Liebe und Gedanken, wie es geht. Und was ich zum Beispiel ja gemacht habe, ist, dass ich, was ja viele Leute komplett absurd halten, aber ja zum Beispiel Instagram ja quasi gelöscht habe.

[00:03:12] Also das ist ja ein Kanal, mit dem unsere Firma Uya sehr stark gewachsen ist, wo ich als Personal Brand, sage ich mal, jetzt auch sehr stark gewachsen bin als Gründerpersönlichkeit. Und das mache ich einfach nicht mehr. So habe ich einfach mit aufgehört. Okay. Und ihr damit Zeit freigekauft? Oder mentalenergie freigekauft?

[00:03:34] Genau, Headspace. Wirklich Headspace. Für die Sachen, die wichtiger sind. Ich habe eine Zeit lang dann die Zeit reinvestiert in LinkedIn, weil ich gesagt habe, okay, wenn ich schon, wenn ich irgendeine Social Media irgendwie rausnehme, wo ich das Gefühl habe, der Wertbeitrag ist da nicht so gut und der Braindrain ist irgendwie zu riesig, dann lass doch mal investieren in was anderes,

[00:03:53] was trotzdem diese Persönlichkeitspositionierung weiterhin nach außen machen kann, weil Leute ja irgendwie wissen wollen, was man macht, in Anführungsstrichen. Also zu Recht, sonst wusste man ja auch gar nicht, was man so großartig erzählen soll der Welt. Und das war auch gut, das hat auch total gut funktioniert. Ich finde LinkedIn ist ein saudankbares Medium, also vor allen Dingen im Vergleich jetzt zu Instagram zum Beispiel. Aber auch da habe ich jetzt seit dem Sommer beschlossen, dass ich da wirklich deutlich weniger mache.

[00:04:24] Weniger posten oder weniger konsumieren? Beides. Beides. Weil ich einfach denke auch, weißt du, wenn ich etwas ganz interessant finde, dann schreibe ich schnell was dazu, aber ich mache mir jetzt keinen Postingplan mehr, keinen Contentplan, kein irgendwie in der und der Taktung muss ich das und das machen. Nicht, dass das falsch wäre, das ist gleich für Leute, die gerade den Schwerpunkt legen müssen auf öffentliche Sichtbarkeit super sinnvoll und das funktioniert auch. Aber ich darf mir halt gerade erlauben, das nicht zu machen und das ist auch cool.

[00:04:52] Auch ein Luxus. Ja, für uns funktioniert es sehr gut, aber für mich war auch der Unlock, über andere posten zu können. Nicht den ganzen Tag meine Gedanken zu teilen, das ist mir total unangenehm. Ich habe ein paar Sachen gesehen und so, aber meine Erfahrung ist jetzt auch nicht das Maß der Welt. Und seit ich den Podcast mache, kann ich ja fünfmal die Woche posten über spannende Storys von den Gästen. Und das fällt mir deutlich leichter.

[00:05:42] Immer so Vereinbarkeitsthemen oder irgendwie so diese, wo ich einfach denke, ja, aber das ist nicht das, womit ich mich tagtäglich am meisten beschäftige und wo ich denke, dass ich wirklich den Riesenwertbeitrag leisten kann. Und daher, ich will eher die Plattform benutzen, um zu versuchen, Leute zu finden, die sich mit ähnlichen Branchen wie ich beschäftigen oder ähnlich, weiß nicht, sich den Kopf zermatern über Brandbuilding oder solche Geschichten. Stichwort Brandbuilding. Du hast eine Brand gestartet, eine D2C-Brand, eine Direct-to-Consumer-Brand, die verkauft physische Produkte.

[00:06:13] Periodenunterwäsche war das allererste Produkt. Heute macht die Company über zehn Millionen Umsatz. Ja, mehr. Also achtstellige Umsätze seit dem dritten Jahr, glaube ich, der Firma. Wo steht ihr grob? Ja, schon niedrigerer zweistelliger Bereich, aber es ist mehr als zehn. Mehr als zehn, okay. Mehr als zehn, weniger als 50, sagen wir, irgendwo dazwischen. Und ihr seid, du schreibst, eine Female Empowerment Company.

[00:06:36] Wir streben nach gesellschaftlichem Wandel durch Unternehmertum, durch innovative Produkte für Frauen, die Diskussionen anregen und deren Alltag sorgenfreier machen. Was sagst du jetzt, fast acht Jahre nach Gründung, in der Reflexion, was sind Vor- und Nachteile von so einer Mission-Driven Company? Also wir haben uns ja selber eine Triple-Bottom-Line sozusagen auferlegt, als wir die Firma gegründet haben. Was bedeutet das?

[00:06:58] Genau. Das war von vornherein die Überzeugung, dass wir nicht nur zum Geldverdienen da sein wollen. Also wir wollen irgendwie mehr machen als nur Geld irgendwie multiplizieren. Aber auf der anderen Seite wussten wir auch, dass wir keine NGO machen wollen. Ja, also wir wussten, dass wir schon was im gesellschaftlichen Bereich machen wollen, beziehungsweise da kam ja die Idee her.

[00:07:24] Die Idee kam ja wirklich aus der Idee, krass, was würde das für Frauen verändern, wenn einfach Periodenprodukte irgendwie, wenn es da noch mehr Alternativen gäbe at a reasonable scale. Und das heißt, wir wussten aber, wir wussten, so NGO ist es auch nicht. Es ist schon ein Business. Ich habe ja auch zu Social Entrepreneurship promoviert. Daher hatte ich schon ein Verständnis davon, wie man zumindest in der Theorie gesellschaftlichen Wandel durch Unternehmertum kreieren kann.

[00:07:50] Viel kraftvoller, denke ich heute auch noch, als wenn du in einem Non-Profit-Bereich unterwegs bist. Du hast einfach viel mehr Aufmerksamkeit, einfach Kapital zur Verfügung, um deine ganzen Themen zu positionieren und so weiter. Und dann hatten wir noch ein drittes Ziel, was wir uns auch von Tag 1 aufgelegt haben. Und das war die unternehmerische Freiheit oder die Arbeitsfreiheit, die wir uns erlauben wollten. Wir wollten wirklich versuchen, einen Job zu bauen, eine Firma zu bauen, die auf eine Art und Weise arbeitet, dass die im Einklang ist mit der Art und Weise, wie wir leben wollen.

[00:08:19] Wir waren ja, als wir gegründet haben, bereits Mütter. Also ich hatte drei Kinder, Christine zwei. Dabei ist auch geblieben. Und wir hatten diese große Herausforderung. Ich war ja zwölf Jahre vorher bei McKinsey gewesen, habe mich immer wahnsinnig stark mit meinem Job identifiziert und habe diesen Job als Beraterin wahnsinnig gerne gemacht. Und Christine war ja bei mehreren Einkaufsabteilungen zuletzt mehrere Jahre bei Zalando, Leiterin von großen Einkaufsabteilungen.

[00:08:47] Und das heißt, wir waren beides Frauen, die total viel sich mit ihrer Arbeit identifiziert haben und lernen wollten und vorankommen wollten und Karriere in Anführungsstrichen so machen wollten, also Lust hatten. Aber zeitgleich hatten wir halt oder haben wir diese Kinder und wir hatten jetzt auch keine Lust, deren Aufwachsen komplett abzugeben an jemand anders.

[00:09:07] Und irgendwie, und ich finde, das ist ehrlicherweise heute immer noch so, wir haben einfach in der Industrie, in der wir unterwegs waren, in Konzernen nicht die Arbeitsmodelle gefunden, die das abbilden konnten. Ja, die haben entweder total dazu gecatert, dass du deine Kinder siehst, aber dann war es das eigentlich auch mit dem steilen Aufstieg. Oder, dass du halt nicht die Kinder siehst und dafür dann Karriere machen kannst. Und dann wird vielleicht auch noch gefördert, wie dein Kind betreut wird und so weiter und so fort. Das ist ja auch alles super, aber wir wollten irgendwie beides.

[00:09:36] Und haben daher gesagt, lass mal versuchen, eine Firma zu bauen, die so ist. Und wenn es funktioniert, ist ja super. Und wenn nicht, können wir ja beide immer noch was anderes machen. Das heißt, diese drei Ziele hatten wir und wir haben vom ersten Tag an versucht, die gleichwertig zu behandeln. Also die Entscheidung, die wir getroffen haben, zu versuchen, anhand dieser drei Dimensionen zu bewerten. Also ist es, kreiert das Profit auf irgendeine Art und Weise, sinnvolle Art und Weise? Hat das einen Beitrag zu dem, was wir hier eigentlich als Mission haben oder widerspricht dem zumindest nicht?

[00:10:04] Und schränkt es uns irgendwie ein in der Art und Weise, wie wir leben, in einer Dimension, die wir gar nicht hergeben wollen? So. Und so sind wir reingestartet und das war für uns total gut, das so als North Star immer zu haben, um es daran zu orientieren. Was sind so taktische Dinge, die ihr gemacht habt, um das dritte Ziel zu erreichen? Also sprich, eure Kids nicht in der Ferne bei irgendwelchen anderen Personen aufwachsen zu sehen, aber das mit dem anspruchsvollen Founder-Alltag unter einen Hut zu kriegen?

[00:10:31] Ja, also wir haben beide durchaus immer, also es war überhaupt keine Frage, wenn das Kind irgendwie eine Aufführung, eine Konferenz, eine I don't know what, ja, war einfach no discussion, da geht man hin. Wir waren beide immer abends im Abendbrot zu Hause. Das war total klar. Also wir haben beide auch unterschiedliche Modelle, aber die Kinder nachmittags betreut. Oder in meinem Fall, ich habe sie längere Zeit lang nicht morgens betreut, das hat mein Mann komplett übernommen, aber dann nachmittags. So und haben da verschiedene Sachen gemacht.

[00:11:00] Also das war so im Day-to-Day. Wir haben aber, glaube ich, auch strategische Entscheidungen getroffen, die dadurch beeinflusst wurden. Zum Beispiel die Überlegung nach dem Periodenunterwäsche, so als Kategorie, klar war, okay, da etablieren wir uns, das ist, glaube ich, ganz gut, war dann die Frage, okay, nimmst du das Produkt und gehst international, also same product, bigger markets, oder nimmst du gleiche Kundin und bietest ihr mehr Produkte an? Und die Entscheidung eben zu sagen, wir erweitern erstmal Kategorien, bevor wir über Ländergrenzen hinausgehen,

[00:11:29] war auch eine, die mit dieser dritten Dimension zu tun hatte, weil wir einfach nicht Lust hatten, so viel zu reisen. Weil wenn du in Frankreich bist, musst du irgendwann auch nach Frankreich mal dein Gesicht zeigen. Genau, gerade mit den, weil die Firma eben auch viel aufgebaut war, auf Basis von PR und einfach den Geschichten, die wir erzählt haben. Das war einfach ein Thema, wo wir wussten, da kommt viel Reisetätigkeit dazu, wahrscheinlich auch ein Team aufbauen, alleine wegen der Sprachbarrieren. War klar, also damals gab es ja noch nicht so viel AI, was einem dabei hilft. Da hätte man ein Team wahrscheinlich aufbauen müssen in den Ländern.

[00:11:58] Und ja, hätte einfach viel mehr Reisen bedeutet. Und daher war das für uns mit einer Dimension zu sagen, nee, nee, machen wir nicht. Wir machen erstmal gleiche Kunden, mehr Produkte und gucken dann weiter. Was ist eine Sache, die ihr nicht gemacht habt aufgrund der zweiten Dimension, also aufgrund des Impacts? Da ist, glaube ich, ganz stark dieses ganze Thema Produktion. Also wir produzieren vom ersten Tag an nur in Produktionsstätten, die auf GOTS-Standard sind. Das ist ein Standard in der Textilbranche, der sehr, sehr hoch ist, was die Arbeitsbedingungen betrifft vor allen Dingen.

[00:12:27] Von den Menschen, die da arbeiten. Und in der Textilindustrie ist es einfach so, dass die meisten Näherinnen halt Näherinnen sind und nicht näher. Das heißt, es sind Frauen, die komplett in dieser Wertschöpfungskette aktiv sind. Und ich finde, es geht einfach nicht, dass du sagst, du machst ein Produkt, was irgendwie feministisch ist auf eine Art und Weise oder für Frauen ist und beutest aber entlang deiner Wertschöpfungskette Frauen in anderen Teilen der Welt aus, die du halt nicht siehst. Aber Hauptsache, du kriegst das günstigste Produkt irgendwo aus manchen Teilen von Asien zum Beispiel.

[00:12:56] Dadurch war unser Produkt von vornherein und ist auch bis heute einfach ein bisschen teurer. Ist auch besser, aber ist eben auch teurer. Und wir kommunizieren das gar nicht so groß, aber das ist uns einfach total wichtig. Das hat einfach von unserer Marge dann auch immer genommen, weil wir einfach wussten, ich werde jetzt nicht irgendwie Frauen für meinen Profit ausbeuten in der Land der Wertschöpfungskette, weil das einfach meinen Prinzipien widerspricht, wie ich mir die Welt vorstelle. Gab es Aspekte, wo die Mission euch das Leben schwierig gemacht hat?

[00:13:26] Ja, da zum Beispiel. Klar. Also wir haben ja die Produktkategorie sozusagen, wir haben ja das Wort erfunden, Periodenunterwäsche. Also das gab es vorher nicht. Es gab halt Periodpanties und dann haben wir halt überlegt, okay, wie nennen wir das denn in Deutschland? Nennen wir es auch Periodpanty? Oder hört sich ja besser an, aber viele Frauen in Deutschland sind ja trotzdem nicht so firm, dass sie wissen, was das heißt und haben beschlossen, Periodenunterwäsche ist das Wort. In dem Markt, in dem wir sind, war es ja dann aber irgendwann so, dass die Commodization einfach angefangen hat.

[00:13:54] Also sobald, klar ist, dieser Markt ist attraktiv und da gibt es tatsächlich Interesse und Menschen finden solche Produkte gut, kommen natürlich Wettbewerber, Wettbewerberinnen auf das Spielfeld und da gibt es durchaus eine große Gruppe heutzutage, die sehr stark preisorientiert agiert. Wenn man zum Beispiel in eine Druckerie geht, zu DM-Bonn oder so, da sieht man ja Periodenunterwäsche, die ganz anders bepreist ist als unsere. Und ja, das musst du halt aushalten. Das musst du aushalten, dass es so Challenger gibt,

[00:14:24] die so ein Niedrigpreissegment aufmachen und die Kundin trotzdem, weil sie ja einfach sich in dem Bereich noch nicht so gut auskennt, auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkennt, was der Unterschied ist und schlimmstenfalls mit dem billigen anfängt und denkt, die ganze Produktkategorie ist scheiße oder nichts für sie, weil sie einfach mit suboptimalen Produkten vielleicht anfängt. Mit dem falschen Produkt gestartet ist. Okay, verstanden. Und ihr habt die komplette Bootstrappe, die gehört immer noch die Hälfte. Herzlichen Glückwunsch. Danke.

[00:14:52] Was waren die härtesten Lektionen aus dem Bootstrap-Weg? Ich meine, du hättest auch Geld raisen können. Wahrscheinlich habt ihr euch die Frage gestellt. Wir haben es ja versucht. Also wir haben ja zu Beginn, als wir gegründet haben, hatten wir ja verstanden, das Gründer-Playbook ist ja, ich raise eine Runde und haben da gar nicht großartig drüber nachgedacht, sondern haben ja verstanden, das macht man halt so und haben dann ja versucht, Investoren, Investorinnen zu finden und ich sag mal, wir haben jetzt nicht den riesen Outreach gemacht, wenn man ehrlich ist,

[00:15:21] aber wir haben schon Outreach gemacht und wir waren schockiert, ehrlicherweise, wie mau die Rückmeldungen waren, weil wir echt gedacht haben, Moment, diese Produktkategorie ist a proven business case, gab es damals schon in den USA, Australien, UK, also proven business case. Eine Frau, zwölf Jahre McKinsey, irgendwie in Apparel-Bereich, irgendwie da gearbeitet, die andere Einkaufsleitung bei Zalando, unter anderem von der Damenunterwäsche.

[00:15:51] Weiß ich jetzt nicht auf dem Paper, was da jetzt, what's not to like. Und wir hatten zu der Zeit ja auch schon unsere Kickstarter-Kampagne angefangen, um so ein bisschen, auch so ein bisschen Market-Data zu haben, ist die Nachfrage wirklich da und die war ja innerhalb von sieben Stunden oversubscribed, also in einer wahnsinnig schnellen Zeit. Und trotzdem war es schwierig, also trotzdem war es wirklich schwierig und am Ende haben wir ja keine Runde beisammen bekommen, also war eine Mischung aus, wir wollten manche Sachen nicht oder die Leute wollten manche Sachen nicht, wir auch immer haben am Ende alle beschlossen, wir lassen es,

[00:16:21] wir machen das nicht, wir bootstrapen das Ding, aber das heißt also, wäre jetzt falsch zu sagen, ich hätte es nicht versucht, ich habe es schon versucht und habe mich dann aber relativ schnell dann bewusst dagegen entschieden, zusammen mit Christine, weil wir eben gesehen haben, da ist doch Interesse am Markt, wir haben doch voll den Aufwind gerade, dann lasse mal ausrechnen, wir kriegen das doch schon irgendwie organisch skaliert, das Ding. Das dauert dann zwar ein bisschen länger, als wir ursprünglich gedacht haben, aber ich glaube, es klappt schon und wir hatten ja wirklich das Glück,

[00:16:50] dass der Markt uns auch die Zeit gegeben hat, das zu machen, weil diese Produkte sind einfach nicht unkomplex, das heißt, wir hatten einfach schon ein paar Jahre, ein, zwei Jahre so ein bisschen Ruhe und konnten da auch die Firma organisch skalieren. Die Leute haben dann zum Teil mit, also wir haben dann so eine Vorbestelloption eingeführt auf der Website, dass Leute sozusagen, weil wir ja ständig ausverkauft waren, wir haben ja wirklich alles, was wir hatten, immer genommen und wieder in die Neuproduktion gesteckt, aber bei so Textilprodukten ist ja der, die Vorlaufzeit sind ja so vier, fünf Monate ungefähr, ja, das heißt, wir konnten,

[00:17:18] also das musste einfach dann Schritt für Schritt gehen und immer ein bisschen verzögert gehen und die, wir haben dann, wie gesagt, so eine Vorverkaufsoption online angeboten, da wurde immer angezeigt, wann dieses Produkt das nächste Mal geliefert wird und sichere dir sozusagen eine Panty aus dem nächsten Drop und die Leute haben zum Teil wirklich mit zwölf Wochen Vorlaufzeit diese Produkte gekauft. Ja, notmacht erfinderisch, ich meine, das ist auch gut, sonst hätte man das, wenn man viel Geld auf dem Konto gehabt hätte, vielleicht gar nicht erst probiert,

[00:17:47] diese Option anzubieten und so sagst du, sehr gut, wieso können die Kunden, Kundinnen nicht einen Teil meines Cashflows vorfinanzieren. Ja, genau und so hat es ja sehr gut funktioniert, diese Firma, wie gesagt, zu skalieren, weil wir, ja, dann auch, wie gesagt, mehr Cash hatten durch die Vorverkäufe und es einfach nicht die Auswahl gab in dem Moment in dem Markt, dass wir das nicht hätten machen können. die Barriers to Entry waren zu hoch, als dass jetzt jemand innerhalb von einem halben Jahr was anderes hingekriegt hatte. Was gibst du Gründerinnen und Gründerinnen auf dem Weg, die heute an dem Punkt stehen

[00:18:17] und sich fragen, hey, sollte ich probieren, Geld zu raisen, sollte ich bootstrappen, vielleicht sind beide Pfade möglich mit dem, was du heute weißt. Ja, du sagst ja richtigerweise, das ist nicht immer möglich, also daher, es gibt ja einfach Vorhaben, da brauchst du einfach wirklich richtig Kapital am Anfang, aber ich würde schon Menschen dazu animieren, mal den Gedanken durchzuspielen, was wäre wenn, also wie funktioniert dieses Business Model und das Wachstum dieser Firma, wenn ich kein Kapital aufnehme, ja, einfach mal durchspielen und gucken, was es ist, weil ich glaube, da müsste mir zustimmen, die meisten Leute, die man kennt,

[00:18:46] die mit Investoren und Investorinnen gegründet haben, sagen ja dann doch, wenn ich das nächste Mal gründe, mache ich es alleine. So, ja, lustigerweise sage ich ja, wenn ich das nächste Mal gründe, mache ich es mit Investoren und Investorinnen. Also ich glaube, the grass is always greener on the other side. Was wir sicherlich, jetzt muss ich im Nachhinein sagen, das ist glaube ich ein Fehler, den wir gemacht haben. Ich meine, war ja auch die erste Firma, die ich gebaut habe, daher, ja, und gibt ganz wenig Unternehmen nur, die,

[00:19:15] von denen man öffentlich weiß, dass die gebootstrapped sind und in, sag mal, Startup-Manier gewachsen sind und was ist da das Playbook, gibt es halt auch nicht wirklich. Wir hätten nach so zwei, drei Jahren, hätten wir Geld raisen sollen. Warum? Weil, das wäre der Moment gewesen, wo wir dann größere strategische Investments hätten machen müssen. Zum Beispiel US Expansion, ja, oder, ne, also einfach wirklich, wo man viel Geld in die Hand hätte nehmen müssen, weiß nicht, eine halbe Million Euro oder so und das machen. Und wir haben uns halt immer gesagt, ja, ja,

[00:19:45] wir brauchen kein Geld, weil wir haben ja das Geld auf dem Konto, das können wir alles machen. Aber man agiert wirklich, wenn es dein Cash ist, dein Bankkonto, wo du deine eigene halbe Million Euro überweisen musst, machst du das anders als mit Investorengeld. Und natürlich sollte das theoretisch nicht so sein, aber es ist so, ja, man kauft ja auch, man invest, man holt sich das ja auch mit einem Risiko von Investoren, Investorinnen rein. Und, ähm, wir hätten das, glaube ich, machen sollen, weil wir, glaube ich, einfach dann doch, als es dann doch so groß war,

[00:20:15] dass es für uns nicht mehr failen durfte, ähm, nicht manche Moves gemacht haben, die teurer gewesen wären, die wichtig gewesen wären, um die Firma wirklich auf, sag ich mal, zu einer Global Brand zum Beispiel werden zu lassen, weil sie hätte das Potenzial gehabt. Ja, interessant, und du sagst den Unterschied psychologisch, wenn es komplett dein eigenes Geld ist, ist nochmal schwieriger, einen großen Wurf zu starten, viel zu investieren, als wenn man weiß, nee, das Geld ist genau dafür da, wenn du es raised, wenn du fünf Millionen raised, dann sollst du damit ja USA machen, irgendeine Maschine kaufen,

[00:20:44] eine kleine Firma kaufen, whatever, ist so, mehr Marketing ausgeben. Und man hätte ja wahrscheinlich dann auch Leute, Leute reingeholt, die sich genau damit auskennen, ja, sondern man hätte sich auch Know-how reingeholt, was dieses Thema, zum Beispiel US Expansion jetzt eben, ne, hätte man jemanden reingeholt, der das schon mal gemacht hat, vielleicht mit einer Brand. Ähm, ja, also ich glaube, das war ein unternehmerischer Fehler, den wir gemacht haben auf dem Weg. Also ich würde auch wiederum, wenn du, also, wenn du schaffst, dein Modell so aufzubauen, dass du bootstrappen kannst, dann fang auf jeden Fall so an. Jedes Jahr, dass du erfolgreich bist,

[00:21:12] hast du eine stärkere Positionierung gegenüber zukünftigen Investoren, Investorin. Und dann hol aber irgendwann das Geld rein, wenn du merkst, der Markt konsolidiert, ne, es ist irgendwie, die Stimmung wird langsam anders hier bei mir, in meinem Home-Turf. Ich habe ein paar größere Ideen, wie man jetzt wirklich so, ähm, größere Moves machen könnte, dann hol mir Partner rein und auch Kapital dafür. Mhm. Gab es sonst Sachen im Rückblick, wo du sagst, dir hätte ich gerne anders gemacht mit meinem Wissen heute?

[00:21:42] Nee, ich bin auch vom Typ her so, dass ich, ganz wenig so denke, oh, Fehler, falsch, es ist alles immer so, oh ja, Learning, da haben wir das gelernt und das dann anders gemacht und so, weißt du? Also, das ist gar nicht, ähm, in meinem Kopf verbucht als, Fehler, das musst du anders machen, sondern eher eine Lernreise. Ich glaube, das mit dem, mit dem Geld aufnehmen nach einer gewissen Zeit ist, glaube ich, das Einzige, wo ich wirklich, sage, das war ein größerer Move, wo ich es mir im Nachhinein für die Firma anders wünschen würde. Und eine Sache finde ich

[00:22:12] bei euch interessant, du bist ja heute im Board, du bist ja operativ ein Stück weit raus, du musst jetzt nicht jeden Tag da ins Büro laufen und irgendwie die Marketing-Meetings machen, sondern du hast es geschafft, da ein Team zu installieren und das ist ja oft der Traum, weißt du, von vielen, die sagen, ja, ich gründe die Firma und dann entweder raise ich Geld und verkaufe ich sie oder irgendwann stelle ich einen GF ein oder eine Geschäftsführerin und dann soll der oder die das Unternehmen führen und ich bin dann irgendwie auf Bali. Und dann klingt das immer so einfach und ehrlich gesagt, ich habe super selten gesehen, dass es funktioniert. Ich kenne viel mehr von diesen Horror-Stories, Fauna geht raus,

[00:22:42] Company geht den Bach runter, Fauna muss wieder zurück und die Company retten. So von der Art kann ich dir zehn Geschichten erzählen, aber dass es wirklich funktioniert, rauszugehen und die nächste Reihe sozusagen ranzuzüchten und sich selber diese Freiheit auch ein Stück weit zu erarbeiten, hört man selten. Erzähl mal, wie kam es dazu, was war dafür nötig, die Company so zu bauen, dass das möglich war in eurem Fall? Ja, also die beiden Frauen, also ich bin ja jetzt vor fast anderthalb Jahren operativ rausgegangen

[00:23:11] und Christine ist ja ein halbes Jahr, nachdem ich rausgegangen bin, auch rausgegangen. Also es war so ein bisschen so ein staggered Approach, aber trotzdem ziemlich gleichzeitig. Und ich habe beschlossen, dass ich rausgehe, ein Jahr, bevor ich rausgehe. Also es war schon eine längere Zeit, hatte jetzt auch gar nichts mit so Kündigungswissen oder sowas zu tun, so denkt man ja auch nicht nach, wenn man eine eigene Firma hat, sondern es war wirklich, es war sozusagen zum Ende des Jahres vorher habe ich dann beschlossen, in einem Jahr möchte ich gerne raus und ich gebe mir jetzt dieses Jahr,

[00:23:41] um alles in Place zu bringen, dass das funktioniert. Und ich glaube, das war das Erste, einfach da Zeit, das wirklich ganz bewusst zu gestalten über längere Zeit hinweg, dass es funktioniert. Und das Zweite ist ja, dass die Frauen, die die Firma von uns übernommen haben oder die jetzt als GF sind, das waren ja eigentlich unsere ersten Mitarbeiterinnen. Also es war mein erster wirklich großer Hire im Marketingbereich. Molly hat damals

[00:24:10] als Junior Performance Marketing Frau angefangen und mir die Ads abgenommen, die ich bis dahin immer eingestellt hatte bei Meta. Und Clara war die Erste im Textilbereich, den Christine eingestellt hat, im Bereich Produkt. Und wir haben ja einfach die beiden jetzt zuerst wirklich sehr unbewusst, aber einfach als Mitarbeiterin erst mal entwickelt über die Jahre hinweg. Und waren ja auch sehr viel da und waren auch sehr erreichbar für die und hatten einfach einen sehr intensiven Austausch immer. Und dann habe ich zumindest

[00:24:39] bei Molly schon dann irgendwann die letzten Jahre schon angefangen zu überlegen, okay, was braucht sie eigentlich? Was brauchen wir eigentlich, damit du mal das machen kannst, was ich mache? Also ohne mit ihr darüber zu reden. Aber in meinem Kopf. Weil bei Molly war zum Beispiel die zusätzliche Herausforderung, dass sie kein Deutsch spricht. Und das ist ja bei Marketing, bei Direct-to-Consumer durchaus ein Thema. Das heißt, da mussten wir wirklich lange Zeit auch so überlegen, okay, also wie funktionieren solche Modelle, wenn die Person dann gar nicht die Sprache des Landes spricht? Was für Tools müssen wir mal

[00:25:09] ausprobieren? Was für Tests müssen wir... Verstehst du? Also es ist einfach kompliziert. Wie wärst du einen Deutschkurs, Molly? Ja, natürlich. Also so gut kannst du schon Deutsch, aber es ist ja was anderes, als wenn du wirklich Marketing in der Sprache machen kannst. Wenn du Marketing-Kampagne schreibst. Das ist schon was anderes. Also sowas. Aber das habe ich dann angefangen, wirklich die Jahre vorher schon angefangen zu überlegen und mit Coaches zu diskutieren. So wie könnte man sie denn da hinkriegen? Weil ich wusste, sie ist die Frau dafür. Ja, und ja, da war das einfach gut,

[00:25:38] dass wir einfach frühzeitig diese Menschen schon an uns sozusagen... Na, gebunden ist falsch. Wir haben nichts strategisch gemacht, um die jetzt mehr zu halten, als wenn anders, aber wir haben sie sehr stark entwickelt. Wir haben eine sehr enge persönliche Beziehung zu ihnen aufgebaut und es ist bis heute so, wir hatten gestern gerade wieder Board-Meeting und es ist einfach richtig cool. Wenn wir vier zusammenarbeiten, das ist einfach richtig gut. Das basiert einfach auf über fünf Jahren intensivster, vertrauensvoller Arbeit. Ich vertraue dem Blind. Ich weiß ganz genau, wie die denken.

[00:26:08] Wir wissen, wie wir einander Feedback geben. Wir wissen, wie wir auch schwierige Themen und Situationen miteinander durchsprechen und da eine gute Atmosphäre haben und einander immer sehen und weiterentwickeln, sowohl menschlich als auch professionell. Und das ist einfach richtig cool. Das klingt super, so ein Board-Meeting. Insofern ist es, hey, die Company läuft da mit den beiden auf Autopilot. Hast du trotzdem einen Anteil in dir drin, der da gerne nochmal reinspringen würde und sagt, oh, da war es jetzt doch eine Sache, die hätte ich anders entschieden oder wäre irgendwie cool, doch da früher informiert gewesen

[00:26:38] zu sein oder sowas? Also natürlich. Also wir hatten ja dadurch, dass wir keine Investoren und Investorinnen hatten, hatten wir ja nie ein Board. Ja, das existierte nicht. Also unser Reporting-Format, da würdest du wahrscheinlich drüber lachen. Das waren total so Excel-Dinger, weil auch das, ne, musste ich ja dann auch zwei Jahre vorher überlegen. Ich habe ja den Finance-Bereich auch mitgeleitet. Wir haben da nie jemanden eingestellt im Finance-Bereich. Das heißt, das hing wirklich die ganze Zeit an meiner Hand und das war zum Teil in so historisch gewachsenen Excels.

[00:27:08] Und wenn du dann überlegst, okay, also irgendjemand muss da jetzt von außen drauf gucken und das verstehen, musst du auch ganz überlegen, was da komplett neue Tools du da einführst und wieso und weshalb. Also das hat auch mehr als das Jahr gedauert, da dieses ganze Finance-Thema da zu übergeben. Aber dementsprechend, wir hatten halt nie ein Board, deswegen waren die Strukturen dafür nie gegeben. Das heißt, wir finden jetzt auch immer noch so ein bisschen, was sind denn die richtigen Taktungen, was sind denn die richtigen Guardrails, zu welchen Themen müssen wir denn

[00:27:37] wann informiert sein und so weiter und so fort. Aber das ist ein gemeinsames Herantasten an das, was wir optimal halten und da geben wir uns alle einfach gegenseitig Zeit. Und erzähl mal die ersten Wochen, nachdem du da raus warst, was hast du mit deiner neuen freien Zeit gemacht? Naja, das war ja gar nicht so ein Cut in dem Sinne, sondern es war ja, also mein Ziel war ja dann in dem Jahr, ich habe immer gesagt, ich will das so schaffen, dass ich am Ende des Jahres ihr gar nicht merkt, dass ich weg bin.

[00:28:06] Also ich möchte mich nach und nach obsolet machen, eigentlich. Jede Woche eine Stunde weniger? Ja, nicht nur eine Stunde, aber so einfach ganz bewusst die Verantwortung vor allen Dingen, das Challengen, das Denkvermögen so übergeben an andere. Weil am Ende, man macht ja dann, wenn die Firma schon so etablierte Strukturen hat und eine Teamstruktur und gute Leute, die das machen, ist es ja gar nicht so, dass man, man hat ja wahnsinnig wenig operative Verantwortung noch. Es ist ja wirklich eher so, ich bin dann diejenige,

[00:28:36] die irgendeinen Datasheet sieht und denkt, hm, das ist doch irgendwie komisch. Da müsste man doch reingehen. Oder ne, dieses kleine Störgefühl hat in einem Moment oder irgendwas sieht und denkt, Moment, was heißt das eigentlich für uns? Das sind ja diese Sachen, die kannst du auch super schwer beibringen. Das ist so, ähm, und dann ist ja die Frage so, wenn ich jetzt nicht im Meeting gewesen wäre, hätte irgendjemand das gemerkt oder wäre jemand darauf gekommen? Und das ist einfach, dann mit Zeit hinweg einfach dann ganz bewusst

[00:29:06] immer wieder auch die Verantwortung dafür abzugeben. So übrigens, ich werde jetzt nichts sagen, also ich sitze jetzt hier, aber ach voll. Wie hast du das ausgehalten? Weil das ist ja auch so, ich meine, klingt gut und Verantwortung abgeben, klar, aber dann siehst du halt irgendwie, dann spürst du das Störgefühl, du weißt ganz genau, da ist was falsch, aber weißt dann auf der anderen Seite, ich will da jetzt ja bewusst nicht wieder reinspringen. Wie hast du das geschafft, da loszulassen? Ich wusste einfach, wie wichtig es ist, dass ich da rausgehe. Und daher, alles andere musste auch dem,

[00:29:35] in dem Sinne untergeordnet werden. Und ich habe die Sachen ja schon thematisiert, ich habe sie ja dann einfach verzögert thematisiert zum Beispiel, jetzt nicht in den Meetings, sondern dann im Debrief von Meetings, so übrigens. Folgende Themen würde ich mir nochmal angucken, oder hast du schon mal an das und das gedacht oder wie auch immer. Also ich wusste ja dann noch, das kommt irgendwo hin, diese Information. Aber ich wusste einfach, es ist für die Organisation und für mich einfach wichtig, dass das jetzt auch übergeht in die nächste Phase und dann muss man einfach auch

[00:30:04] die Streuverluste ertragen, die währenddessen dann einfach auftreten. Und gab es die die erste Woche, als du gar keinen internen Termin mehr hattest und sagst, hier ist mein Schluss, wir sehen uns beim nächsten Board Meeting? Ja, es war schon, also ich hatte sicherlich schon so Momente einer leichten Identitätskrise. Also die hatte ich schon sicherlich. Gar nicht so unbedingt, weil ich das Gefühl hatte, ich will die Kontrolle behalten oder die machen alles falsch.

[00:30:34] Überhaupt nicht, gar nicht. Also meine Überzeugung, dass das die richtigen Leute sind für die Firma, die war absolut da, das war es gar nicht. Oder die Hybris, dass ich irgendwie alles besser machen würde, zero. Aber schon so ein bisschen so, wenn ich nicht die CEO von UIA bin, wer bin ich denn dann eigentlich? Ja, also... Was hast du rausgefunden? Ja, du, I'm still in the process. Und ich wusste ja, es war ein bisschen einfacher für mich, glaube ich, weil ich ja schon über viele Jahre hinweg

[00:31:02] nicht mehr nur das gemacht habe, sondern ich hatte ja, als ich rausgegangen bin, schon seit einem Jahr den Podcast schon angefangen, den Lifestyle of Longevity, der sehr, sehr groß geworden ist, sehr schnell als Podcast. Und ich hatte ja auch verschiedene Support-Themen. Ich war damals schon im Vorstand beim Startup-Verband. Ich hatte längere Zeit einen Ehrenlehrstuhl an der Uni in Münster. Also ich hatte ja eh schon meine, mich so ein bisschen in mehreren Rollen, auch beruflich, also jetzt das Private ganz ausgeklammert, allein beruflich schon an so verschiedenen Stellen angefangen,

[00:31:34] dass es nicht so war, dass jetzt plötzlich alles weg war von 100 auf 0, sondern es war halt von 100 auf 75 oder sowas am Ende. In der Busyness, also so in den Themen, die man macht und dem Kalender, der füllt sich ja dann irgendwie durch alle möglichen Sachen. Und gleichzeitig bei mir, als ich rausgegangen bin, ich habe mir das auch irgendwie ein bisschen leichter vorgestellt, allein die Frage, triffst du eine neue Person, stellst dich vor, was machst du? Ich habe früher gesagt, ja, ich bin der Felix von RegioHelden, so hieß meine Firma, dann bin ich das eben nicht mehr. Und dann bin ich der Felix, der jetzt irgendwelche

[00:32:03] Angel Investments macht und am Reisen ist und sich neue Themen anschaut. Also das klingt ja irgendwie total all over the place. Ja, dieser Satz. Ich wusste nicht, wie ich mich da vorstelle. Total. Ich finde, dieser Satz ist auch bis heute schwierig für mich. Ist aber sehr deutsch auch, ne? Wir orientieren uns sehr daran, so wer, was ist mein Job und das bin ich. Und wir sind ja alle so viel mehr als das. Sowieso. Was ich aber in der Zeit gelernt habe, ist, wie stark ich mich als Unternehmerin empfinde.

[00:32:34] Also ich sehe mich, was jetzt meine berufliche Laufbahn betrifft, ich sehe mich als Unternehmerin. Ich bin Unternehmerin. Und das ist eine Sache, die mir auch wichtig ist. Und ich würde mich daher auch immer, wenn jemand mich fragen würde, was ich mache, ich würde mich auch im beruflichen Kontext immer erstmal vorstellen, also ich bin Unternehmerin. so. Weil ich glaube, ich auch beim Podcast, ist ja auch ein Unternehmen, ist ja ein Medienunternehmen sozusagen. Auch alles, was ich mir am Startupverband mache oder die verschiedenen Startups, mit denen ich so interagiere,

[00:33:03] das hat ja alles damit zu tun, das Unternehmerische zu feiern und zu applizieren und unternehmerisch nachzudenken oder bei verschiedenen Boardthemen. Genau. Und daher glaube ich, das ist das, was ich heutzutage sage. Ich sage, ich linke das nicht an eine Firma, aber ich sage, ich bin Unternehmerin. Und manchmal sage ich, ich bin Podcasterin. Es macht wirklich einen Unterschied, ob ihr Foundermode auf eurer Podcastplattform bewertet. Jede Bewertung hilft uns, weiter ausgespielt zu werden und damit können wir

[00:33:32] noch krassere Gäste einladen. Also drückt Kurzpause, gebt eine Bewertung ab, dauert zwei Sekunden, hilft uns enorm. Viel Spaß. Erzähl mal vom Podcast. What's the story? Wie kam es dazu? Ja, der Podcast, das war schon wild. Also das ist, den haben wir dann vor jetzt zwei Jahren gestartet, zwei Jahren und ein bisschen. Lifestyle of Longevity heißt der. Und ich kam ja aus einer Phase heraus, wo ich gesundheitlich,

[00:34:01] während wir UIA skaliert haben, ja auch angefangen haben, meine persönliche Gesundheit umzustellen. Ich hatte die ganze Zeit, die ich bei McKinsey gearbeitet habe und dann die Kids gekriegt habe und so weiter, hatte ich ehrlicherweise für meine eigene Gesundheit nicht viel getan. Ich hatte jetzt überhaupt nicht ungesund gelebt. Also ich war jetzt kein Fastfood-Junkie oder Softdrinks oder none of that. Ja, ich habe, glaube ich, ein total durchschnittliches deutsches Leben gelebt und hatte die deutsche Frauenkleidergröße.

[00:34:29] Aber das war im Endeffekt so, dass man dann mit Ende 30, Anfang 40 sagen muss, da ist man noch nicht krank, aber gesund ist man schon lange nicht mehr, ehrlicherweise. Wo hast du denn den höheren gesundheitlichen Preis bezahlt? Bei zwölf Jahren McKinsey oder bei sieben Jahren D2C-Brand Bootstrap? That's a good question. Naja, zum Glück habe ich es ja mitten in den sieben Jahren umgestellt. Das heißt, da waren nur drei Jahre und ein bisschen. Aber die spürte man dann eher, weil man ja einfach älter wird und der Körper einem weniger verzeiht. Und es war vor allen Dingen

[00:34:59] dann in der Corona-Krise, als dann rauskam, dass viele Menschen, die schwere Verläufe haben, ja metabolisch nicht so gesund waren. Also nicht nur die älteren Leute hatten ja schwierige Verläufe in Corona, sondern auch die Leute, die Diabetes hatten oder fettleibig waren oder so. Und da habe ich mich damals angeguckt und habe gedacht, joa, also so wirklich metabolisch gesund bist du, glaube ich, nicht. Hast auf jeden Fall einige Kilo Fett zu viel an dir. Und stell dir mal vor, du kriegst jetzt diesen Virus, so,

[00:35:29] und deine Kinder verlieren dann ihre Mutter. Von einem Tag auf den anderen, wegen der Sache, die du selber in der Hand hast. Also es gibt ja viele Sachen, die wir nicht kontrollieren können. in diesem Leben. Aber so meine metabolische Gesundheit, die habe ich schon zu einem sehr großen Teil in der Hand. Und da habe ich wirklich gedacht, das war immer ein Thema für Zukunfts-Kati. Das ist die beste Kati. Ja, das war Zukunfts-Kati-Stuff. Die ist befreundet mit Zukunfts-Felix. Die musste sich darum kümmern.

[00:35:58] Und in dem Moment war plötzlich klar so, nee, da ist jetzt was, das könnte auch jetzt Kati betreffen. Und habe dann wirklich mein Leben komplett umgestellt. Und diese Reise hatte eben auch mit einer sehr großen optischen Veränderung zu tun, weil ich über 20 Kilo abgenommen habe. Und das fällt dann schon auf, wenn Menschen so viel abnehmen, weil sie einfach anders aussehen. Du machst Sport, siehst du plötzlich einfach auch fitter aus und so. Das heißt, viele Menschen haben das mitbekommen. Und ich habe gemerkt, da ist total viel Interesse da, was ich denn da jetzt

[00:36:27] eigentlich gemacht habe. Ja, was hat die denn gemacht? Ja, und dann habe ich halt angefangen, damals, als ich ja noch die Socials hatte, so ein bisschen darüber zu erzählen. Und habe gemerkt, das Interesse ist riesig groß. Und interessanterweise hatte Christine, meine Mitgründerin bei UJA, einen parallelen-ähnlichen Weg aus anderen Gründen. Aber hatte auch sich sehr intensiv mit ihrer Gesundheit beschäftigt. Und wir sind halt irgendwann dieses Longevity-Rabbit-Hole gefallen. Und haben dann auch aber gesehen, so in Deutschland gibt es da

[00:36:57] noch nicht besonders viel zu. Und vor allen Dingen nichts von Frauen. Es sind halt überall Dudes, die sich darüber unterhalten. Kennt ihr, Albrein Johnson, Huberman und so weiter, so diese amerikanischen Longevity-Papste. Genau. Und auch in Deutschland gab es da durchaus deutschsprachigen Content, aber sehr stark wissenschaftsbasiert, sehr lang, sehr unpraktisch. Und die durchschnittliche Frau, so Mitte 40, mit Kids, Job, allen möglichen Verantwortungen, die sie hat, die hat halt keine Zeit, keine Lust,

[00:37:27] sich drei Stunden über Muskelschwund, irgend so einen theoretischen Abriss anzuhören. Da haben wir gedacht, okay, da ist doch was. Und haben daher einfach gedacht, komm, wir machen das einfach mal einen Podcast. Stell dir das Mikro auf, wir machen das. Mein Mann hat gesagt, er schneidet das. Also ganz so basic. Und dann haben wir es gemacht und das ging direkt so krass durch die Decke. Ich glaube, die erste Folge war direkt, ich glaube, Platz zwei der deutschen Gesundheitscharts oder so. Also crazy. Wirklich? Ja. Und wir nur so, okay, okay.

[00:37:55] Und es war interessant, weil es das zweite Mal war, dass wir das hatten, dass wir das Gespür hatten, okay, jetzt sind wir genau zur richtigen Zeit an genau dem richtigen Thema. Das war bei Ui ja schon so. Das war ja wirklich diese vierte Welle des Feminismus. Das ganze Thema so Frauenrechte, Gleichstellung, Bedürfnisse von Frauen war einfach Nummer eins auf der Agenda. Das war der perfekte Zeitpunkt für dieses Produkt. Und so war es jetzt halt beim Podcast auch. Ja, es war einfach der Moment, wo Leute Lust hatten, sich mehr mit ihrer eigenen Gesundheit zu beschäftigen,

[00:38:24] praktische Hinweise zu bekommen. Und ja, wir waren da und haben einfach diesen Need total erfüllt sofort. Krass, krass, krass, krass. Und es ist groß geworden, indem Zuhörerinnen und Zuhörer sich, das weitergeschickt haben. Ja, genau. Also, so erklären wir uns das. Wir haben niemals Werbung oder sowas gemacht, aber wir sind seitdem, wir sind, ich glaube, noch nie aus den Gesundheitscharts rausgefallen. Das ist, also wir sind Top 30, Top 40, einfach so konstant, manchmal weiter oben, manchmal weiter unten.

[00:38:54] Das heißt, man wird auch ganz gut entdeckt von Menschen, die anfangen, einen zu suchen. Okay. Und letztendlich, wir haben ja auch ein Buch geschrieben dann zu dem Thema, das bringt natürlich auch Leute rein, aber der wächst immer noch. Life's to the Lufthin, J-R-T. Genau, das ist so ein Einsteigerbuch, würde ich jetzt mal sagen, für Menschen, die wirklich so die ersten Schritte gehen wollen in dem Bereich, ihr Leben irgendwie gesünder und auf längere, gesundere Zeit auszurichten, irgendwie da ein paar Tipps zu kriegen. Die findet man sehr gut in diesem Buch. Ja, und der Podcast ist einfach gewachsen

[00:39:24] und wir haben jetzt, ich meine, wie viel war das jetzt? Ich glaube, wir haben im Moment so 200.000 Downloads im Monat oder so. Krass. Okay, Wahnsinn. Wie viele Folgen macht ihr? Macht mehrere pro Woche, oder? Zwei. Zwei, immer fest zwei. Genau. Wir hatten jetzt manchmal eine, wenn es irgendwie so blöd ist mit Feiertagen oder so, dass man weiß, da wird wahrscheinlich das Interesse für die zweite Folge nicht da sein. Nee, aber eigentlich zwei. Wahnsinn. Und jetzt ist es ein kleines Media-Business, quasi monetarisiertes. Ja, Ich habe gestern reingehört, da war dann Seeberger ein Partner, Beleda war ein Partner, da hört man dann die Werbespots,

[00:39:53] dann hatte ich Bock, mir direkt ein Studentenfutter zu kaufen. Sehr gut. Habe ich dir erzählt. Ein paar gute Müsse zu essen. Genau. On the go, die Seeberger Snacks, unbezahlte Werbung in diesem Fall. Nee, also, nee, absolut. Wir haben nach dieser ersten Folge haben wir E-Mails gekriegt von Firmen, die bei uns werben wollten. Nach der ersten Folge? Nach der ersten Folge. Nach der ersten Folge. Dann haben wir gesagt, interessant, und dann haben wir das ein paar Monate, so ein halbes Jahr haben wir das alleine gemacht. Also,

[00:40:23] selber verhandelt und dann eben fest eingebrannt, die Ads. Aber den wirklichen Hebel hast du ja gerade bei so Podcasts, die Evergreen-Format haben, wie jetzt eures auch, hast du ja, wenn du anfängst, dynamische Ads zu machen. Also, Impressionen zu verkaufen, so wie man das auch bei Meta oder sowas verkaufen würde. Ich weiß gar nicht, wie viele Leute wissen über Podcast-Business, deswegen erkläre ich das ein bisschen. Es gibt da zwei Möglichkeiten. Entweder du, wenn du das ganz alleine deinen Podcast gestaltest, ist sicherlich so fest eingebrannte,

[00:40:52] so Burned-In-Ads sicherlich der erste Weg. Du machst einen Vertrag mit jemandem und machst dafür eine Werbung für die und die bleibt für immer drin in dieser Turnspur, die du hochgeladen hast. Aber wie gesagt, den wirklichen Hebel hast du, wenn du anfängst, Impressionen sozusagen zu verkaufen. Wenn du Ad-Slots freigibst in deinem Podcast und das wird einfach dynamisch, je nachdem, was gerade verhandelt wurde mit verschiedenen Firmen, einfach ausgespielt, bis die x-tausend Impressionen hatten bei dir im Podcast. Und genau so hatten wir ja auch angefangen. Wir hatten zuerst

[00:41:20] die Ads eben fest eingebrannt und haben dann aber nach einem halben Jahr dann uns eine Vermarktungsagentur gesucht, bei denen wir auch unseren Podcast hosten und da stellen wir halt eben diese Ad-Slots ein. Und wir haben jetzt eine Mischung, zum Teil haben wir Werbepartner über die, wo die dann die Werbung sozusagen einfließen lassen. Und wir haben auch einen Freelancer, der für uns arbeitet, der Kundenakquise macht sozusagen und in dieses Tool einpflegt. Und genau, das hat direkt

[00:41:50] mein Einkommen bei UJA eins zu eins abgelöst sozusagen. Wahnsinn. Okay. Und die Kostenstruktur ist ja im Vergleich, also ist total interessant, so ein Unternehmen wieder zu gründen, weil wie gesagt, ganz andere Kostenstrukturen, also gar keine Kostenstruktur quasi im Vergleich zu einem jetzt einem Produkt-basierten D2C-Startup, ja, wo du ja mit ganz schmalen Margen die ganze Zeit rum hantierst. Und hier ist ja quasi alles Marge. Ist alles Marge auf der einen Seite

[00:42:19] und auf der anderen Seite hast du keine Marketing-Spendings, das ist ja das Nächste. Also die Frage, wie kriegst du die User rein? So musst du viel Marketing machen bei UJA, die Facebook-Ads schalten, hast du gesagt, aber Podcast wächst organisch, wenn das Produkt gut ist. Genau. Musst du dann nicht die Google- und Meta-Steuer zahlen und 10% vom Umsatz 20% abgeben. Ich weiß nicht, ob du diese Erfahrung auch gemacht hast mit den Menschen, die in eurer Community sind, aber ich erlebe schon und das kann ich von mir als Podcast-Hörende, ich höre total gerne Podcasts, auch absolut bestätigen,

[00:42:49] die Art von Beziehung, die du aufbaust zu den Menschen, die deinen Podcast hören, beziehungsweise sie zu dir, du baust ja keine wirkliche Beziehung zu ihnen auf, aber die Beziehung der Menschen zu dir ist wirklich next level. Ja, das ist krass. Weil du bist quasi, also ich erkläre es mir so, du bist ja bei denen, du begleitest die ja in ihrem Leben. Du bist da, wenn die aufräumen, wenn die Auto fahren, wenn sie ihr schlafendes Kind durch die Gegend schubsen, wenn die kochen. Ja, du bist, oder bei uns ganz viel, beim Sport, beim Joggen

[00:43:18] oder im Fitnessstudio. Das heißt, du begleitest die in ihrem Alltag und die hören stundenlang dein Content. Das ist nicht so ein 30 Sekunden Instagram Reel, sondern stundenlang hören die deine Stimme. Du bist, du bist literally in dem Körper, weil du ja in diesen In-Ehe-Kopf hörst. Du bist im Kopf. Und das macht was mit Menschen. Das macht so krass was mit Menschen und wenn wir das Glück haben, Menschen aus unserer Community zu treffen, die sind so oft so emotional, weil wirklich für die, das ist,

[00:43:48] als ob sie jemanden treffen, den sie wahnsinnig gut kennen. Die haben eine ganz emotionale Beziehung zu einem und das ist für uns natürlich total schön. Also, wir freuen uns immer, wenn wir dann Menschen treffen, jetzt gerade am Wochenende durften wir wieder ein Paar treffen und das ist einfach richtig, richtig schön und natürlich auch sehr berührend immer zu hören, was unsere Arbeit so bei denen im Leben ausgelöst hat. Was hast du über Longevity gelernt in dem ganzen Prozess, speziell aus der Founder-Perspektive, was du davor nicht wusstest?

[00:44:18] Ja, ich glaube, was, also, es gibt ja ab und zu so böse Zungen, die behaupten würden, Longevity-Lifestyle, das ist ja einfach nur das, was man gesund leben nennt. Also, auch bei einem Longevity-optimierten Lifestyle hat man nichts gegen Salat und nichts gegen Sport, da deckt sich schon sehr viel. Aber was es ja verändert, ist, dass es dem Ganzen so einen Warum und so ein Ziel gibt. Ja, also, ich glaube,

[00:44:47] wenn du dir überlegst, warum willst du eigentlich diesen Sport machen? Warum möchtest du eigentlich deine Ernährung umstellen? Warum möchtest du eine bessere Entscheidung treffen bei deinem Schlaf oder nicht? Hilft es absolut, wenn du so einen größeren Rahmen hast, so eine Why. Und das ist immer, ich habe das ein paar Mal mit Leuten zusammen gemacht und das ist auch immer ein total bewegender Moment, wenn Menschen sich eigentlich überlegen, warum eigentlich? Also, wofür? Wen interessiert also, was ist denn interessant? Und dann ist es ganz oft eben,

[00:45:16] bei mir ist es ja ganz stark, ich will noch so viel von der Welt mit meinen Kindern entdecken, auch wenn die erwachsen sind. Ja, ich möchte mit denen und ihren Kindern und vielleicht mit ihren Kindeskindern möchte ich große Abenteuer haben. Ja, und möchte Wertbeitrag haben irgendwie zu der Gesellschaft, in der ich lebe. Und ich habe da eine ganz große Lust, da fit und agil und zu sein, um daran teilzunehmen, um wirklich was machen zu können. So, ich habe ganz große Erlebnisdurst von der Welt, ja,

[00:45:46] und ich mag so eine ganz große Erlebnisdichte von meinem Leben, ja, ich möchte alles spüren, alles schmecken, alles mitkriegen, alles miterleben. Und so ein Longevity Lifestyle, der ist halt eben nicht nur für die Zukunftskati, wenn sie, weiß nicht, 80 ist und immer noch irgendwie super gut Sport machen kann und irgendwie super agil ist und mitmacht bei allem, was Spaß macht, sondern das ist halt für die Kati heute auch einfach ein krasser Unterschied, ja,

[00:46:15] weil die Menge an Energie, die du hast, wenn du dein Leben für ein langes Leben ausrichtest, ist einfach absurd. Also, du hast einfach so viel mehr vom Hier und Heute, wenn du dein Leben für später aufstellst, was ja ein bisschen absurd ist, aber das ist so. Ja, interessant. Und das ist das widest Ziel, dir da auch so stark geholfen hat. Ich meine, das ist ja eine Frage, wir hatten neulich ein Recording gemacht mit den Chefs hier von der Years Clinic, David Clinic in Berlin, machen Checkups und so weiter, haben die Story erzählt,

[00:46:47] auch interessantes Business und im Grunde ist natürlich so das Takeaway zu sagen, ja, viele wissen ja, was sie tun sollten, so Schlaf, gut hinkriegen, Ernährung, viel Proteine, viel Gemüse, Workout, Krafttraining und so weiter, dann hast du ja schon mal einen Großteil sozusagen der Dinge gemacht und dann kommen so die spezielleren Sachen mit Supplements und irgendwelchen, weiß ich nicht, dann gibt es irgendwie Peptide und keine Ahnung, dann sind wir dann ins Rabbit Hole abgedriftet mit denen. Aber die große Frage ist ja gar nicht so die Information, ja,

[00:47:16] was soll ich denn jetzt eigentlich machen? Viele wissen es ja schon und du sagst, bei dir hat geholfen, dieses Why zu haben. Genau das Why, aber das, was du gerade betriffst, ist glaube ich einer der Haupttreiber für unseren Podcast. Die Tatsache, dass das, was theoretisch gut ist, übersetzt werden muss in ganz konkrete, tagtägliche Empfehlungen. Beispiel, wir sollten alle viel mehr Salat und Gemüse essen. Haben wir alle verstanden? Wissen wir schon, seitdem wir ganz klein sind, machen irgendwie immer noch die meisten von uns nicht.

[00:47:46] Aber die Aussage, jeden Teller, den du dir kochst oder zusammenstellst oder beim Restaurant bestellst, stell sicher, dass die Hälfte davon aus Obst oder Gemüse ist. Das ist die gleiche Information, aber viel praktischer. Und das ist ein Hauptteil unserer Arbeit, dass wir versuchen, die Empfehlung, die es gibt, so runterzubrechen, dass es quasi eher ein Hack ist. Also eher was, wo die wirklich ganz genau wissen, ah, das muss ich machen. Also dieses Ding

[00:48:15] muss ich machen. Und da haben wir die Erfahrung, dass das wiederum den Leuten viel einfacher fällt. Weil sie sozusagen, meistens ist es fast so routinenartig ausgedrückt. Und dann versuchen sie die Sachen halt, weil sie ganz genau wissen, ich habe jetzt folgenden Leitsatz oder folgende Regel oder folgende Routine. Und irgendwann machen die die, dann fühlen sie sich besser, dann machen sie es immer weiter und irgendwann denken sie gar nicht mehr drüber nach, sondern es ist ganz automatisch so, dass sie immer die Hälfte des Tellers aus Sobs oder Gemüse haben zum Beispiel. Hast du noch ein paar andere von diesen sehr greifbaren,

[00:48:45] sehr taktischen Routinen? Also müsst ihr euch reinhören alle bei Kati in Podcast. Ihr seid ja in der Podcasting-App offensichtlich gerade, müsst ihr einmal rüberkommen. Klicken zu Lifestyle of Longevity und abonnieren. Das ist auch gut für Growth. Und V-Nummer, dann müsst ihr auch noch abonnieren, wenn ihr schon dabei seid. Aber in der Zwischenzeit gebt mir nochmal zwei, drei sehr praktische Tipps, wo ihr das Feedback bekommt, dass die im Alltag wirklich geholfen haben, weil man sie umsetzen kann. Ja, also ich glaube, der Nummer eins Hack, wenn es um das ganze Thema Schlaf geht und Schlaf ist,

[00:49:16] ich will gar nicht anfangen zu erzählen, wie wichtig Schlaf ist, so oder Regeneration, aber auch für die Energie einfach, ist, dass man jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett geht. Das ist, finde ich, noch wichtiger, als wie lang man schläft. Ja, also manche Lebensphasen sind ja einfach so, da fehlt einem vielleicht die eine oder andere Stunde in der Nacht, aufgrund von Kindern oder Arbeit oder was auch immer. Das ist ja auch ganz normal. Aber wenn man es schafft, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und wann das auch immer bei dir ist, ist erstmal sekundär.

[00:49:45] dann hilfst du deinem Körper einfach immer wieder zu wissen, in welchem Moment er eigentlich welche Hormone ausschütten soll. Sind wir halt hier gerade in der, okay, jetzt muss Felix langsam einschlafen Phase oder in welcher sind wir denn gerade? Und indem wir immer wieder verschieben, wann wir einschlafen, verwirren wir den Körper und da kann er uns ja gar nicht optimal aussteuern an Müdigkeits- oder Wachheitshormonen. Und diese Welle, einfach zu verstehen, wo die ist beim eigenen Körper und die zu reiten jeden Tag. Also ich habe kein Nachmittagstief.

[00:50:13] Habe ich wirklich seit die mehreren Jahren nicht mehr. Ich werde nicht nachmittags müde oder so. Das ist einfach weg, weil ich einfach diese Energiewelle vor meinem Körper reite. Und das ist einfach so ein geiles Gefühl, wenn du die ganze Zeit Energie hast und nicht irgendwie mit der Nachmittagsmüdigkeit kämpfst. Also das ist auf jeden Fall was. Wir nennen das Same-Time-Sleep. Ja und ehrlicherweise ein großes Thema auch in dem Kontext ist einfach zum Beispiel einfach nachmittags keinen Kaffee mehr mit Koffein zu trinken. Ab wann? Kommt drauf an, wann du ins Bett gehst.

[00:50:43] Aber nimm, wann du ins Bett gehst und zieh davon nochmal 10 Stunden ab. Okay, okay. Wenn ich um 10, wenn ich sagen 22 Uhr ins Bett gehe, dann wärst du schon bei 12 Uhr mittags? Ja. Okay. Ja, weil Koffein einfach eine wirklich lange Halbwertszeit hat. Und du wirst zwar einschlafen, also auch die Menschen, die abends beim Italiener sich noch so ein Espresso gönnen, die schlafen ja dann ein und denken, ja, das ist bei mir alles gar kein Problem. Das habe ich früher gemacht. Heute kann ich das nicht mehr. Aber also früher war das kein Problem, so in meinen 20ern. Also jetzt spüre ich es richtig, wenn ich das mache. Ah ja, okay.

[00:51:11] Und es war auch vorher ein Problem. Du hast es halt noch nicht gesehen, weil du schläfst dann zwar, aber du erreichst den Tiefschlaf nicht. Ja, und heute würdest du das vielleicht an einem Wearable sehen, wo du dann wirklich siehst, ich schlafe ein, aber ich habe sogenannten Junk Sleep. Schlaf, der eigentlich nichts bringt, weil du eine längere Zeit weder in die Tiefschlafphase reinkommst, noch in die Traumphase. Du bist einfach am Schlafen, aber in so einem Leichtschlaf, dass dein Körper nicht so wirklich was davon hat. Junk Sleep. Okay, Wahnsinn. McDonald's im Schlafzimmer. Genau. Und genau, Alkohol macht genau das Gleiche.

[00:51:42] Ja. Also, wenn man diese Sachen, also ich trinke super gerne Kaffee. Kaffee ist auch ein Superfood. Kaffee ist mega gut für die Gesundheit. Daher will ich überhaupt niemandem sagen, dass er oder sie keinen Kaffee trinken sollen. nur bitte irgendwie vormittags bis mittags. Ich hatte immer irgendwann einen Podcast von diesem Sleep-Typen, wie heißt der, Matthew Walker, angeschaut, immer auch die Alkoholfrage und dann hat er gleich geantwortet. Und dann sagt er, ja, also klar, Alkohol, klar, also weglassen, natürlich das Beste, aber wenn du es machst, dann bitte tagsüber. Ja, genau. Dann mach wenigstens Daydrinking, dass du abends wieder halbwegs nüchtern bist.

[00:52:12] Ja, aber wo wir gerade bei den Substanzen, sage ich mal, sind, oder den Sachen, wo eigentlich wir alle wissen, das ist ja jetzt nicht so super für unsere Longevity oder unsere Gesundheit, muss man, glaube ich, eine Sache auch verstehen, die wirklich wichtig ist. Es gab, letztes Jahr oder so, gab es eine Studie in Nature, ein ganz großes, super angesehenes wissenschaftliches Journal, die angeguckt haben, riesen Datensatz, ältere Menschen, wie gewisse Lebensmittel, die sich zu sich nehmen, korrelieren mit gesundem Altern.

[00:52:43] Da waren halt so Sachen bei, wie, was weiß ich, viel Greens, super gut, also super Korrelation mit gesundem Altern. Okay, no one's surprised. Da war eine Liste von, ich weiß nicht, 30, 40 Produkten und ich habe das angeguckt und da sah ich plötzlich, da steht Fast Food super positiv korreliert mit Langlebigkeit. Und ich so, hä, das ist ja schon super merkwürdig. Komplett kontraintuitiv. Ja, was ist denn da los? Und die Erklärung, und die leuchtet mir wiederum total ein, ist, dass Menschen, wenn die in dem Alter Fast Food essen,

[00:53:13] heißt es, dass sie außer Haus essen. Dann sind die aktiv. Genau. Die sind eingebunden in Gemeinschaft, die gehen dahin, wo andere Leute sind. Die haben ein Sozialleben, die sind beteiligt irgendwo, ja, die machen sich nicht ihre Burger und Pommes zu Hause, sondern da sind die irgendwo anders. So. Und will sagen, wenn es dein großes Lebensglück ist, dass du ein paar Freunde hast, mit denen du einmal im Monat so einen abendlaunigen Abend hast, mit einer guten Flasche Wein, ja, und ihr sitzt da irgendwie bis Frühmorgens und trinkt diesen Wein

[00:53:42] und genießt das und habt Spaß, ja, hör bloß nicht damit auf. Das wäre kompletter Quatsch. Das wäre nicht gesund für dich. Ja, wir müssen alle schon diese Freuden erhalten und vor allen Dingen die Freuden, die uns verbinden mit anderen Menschen, ja, und daher, wir werden alle nicht 100 werden, wenn wir uns alle Sachen, die uns Spaß machen, verbieten, sondern wir werden halt 100, wenn wir es schaffen, die Sachen, die wir lieben, die vielleicht jetzt auf den ersten Blick nicht so gesund sind für unsere Gesundheit, halt nicht zu viel werden zu lassen,

[00:54:11] sondern da ein gesundes Maß zu finden und das ist nicht einfach, aber ich finde es auch wirklich wichtig zu verstehen, dass ein Longevity Lifestyle wirklich nichts zu tun hat mit so einem asketischen, verzichtsorientierten Leben, sondern es ist ein sehr volles, sattes, fröhliches Leben mit sehr vielen guten Sachen, auch im Hier und Jetzt. Was interessant ist, gerade bei Fauna oder im Freundeskreis beobachtet, die Leute, die in diese Rabbit Hole reingehen, die sind dann natürlich am Optimieren, dann irgendwann am Overoptimieren quasi, haben die irgendwie drei Variables und 50 Supplements

[00:54:41] und essen dann nach 18 Uhr nichts mehr und das ist der Punkt, wo du dann kein Dinner mehr mit denen machen kannst und wo es dann irgendwie schade wird. Ja, total und ich meine, da muss jede Person die eigenen Grenzen finden, wo man merkt, das tut mir noch gut und das tut mir nicht mehr gut. Bei mir zum Beispiel ein ganz großer Hebel bei meinem ganzen Fettabbau war intermittierendes Fasten, also dass ich ein deutlich kleineres Fenster hatte am Tag, wo ich gegessen habe, zu wo ich nicht gegessen habe, weil die meisten Menschen dadurch dann einfach weniger Kalorien pro Tag zu sich nehmen,

[00:55:10] ganz automatisch, ohne zu kontrollieren, was sie essen und das ist, wenn man das ganze Thema so Zellreinigung und sowas anbetrifft, besser, wenn man nicht mehr abends isst. Also wenn man Frühstück isst, Mittagessen isst und dann aufhört zu essen. Aber für mich war immer klar, das mag ja sein, dass es besser ist, aber wie du sagst, da esse ich mit meiner Familie, wenn ich mal mich mit Freunden treffe, ist es da, wo wir essen, wenn es Abendveranstaltungen gibt, wo ich hingehe, dass es abends, mag ja sein, dass das auf dem Papier jetzt besser ist, aber für mich,

[00:55:40] für mein reelles Leben, für meine Happiness, ist es einfach besser, wenn ich das morgens mache. Und dann habe ich halt einfach nicht gefrühstückt und das hat kaum jemand gestört, außer mich. Okay, okay. Gib mir nochmal einen Tipp zu Workouts. Jetzt haben wir über Nahrung gesprochen, Hälfte des Tellers, so habe ich mir gemerkt. Ja, Proteine ist klar. Proteine natürlich brauchen wir nicht drüber reden, aber ist ja klar, bitte nicht nur Fleisch, sondern gerne auch mal das eine oder andere Tofu-Stück. Greens und Gemüse. Abends zur gleichen Zeit das Bett gehen, kein Espresso beim Italiener habe ich mitgenommen, Alkohol haben wir drüber gesprochen,

[00:56:10] aber sag mal mal Workout, wie kriegt man das aus Fauna hin im Alltag? So alles drunter und drüber, bist du irgendwie unterwegs auf Reisen, irgendwie Hotel oder andersrum zu Hause bei mir mit den zwei Kids. Ich war auch morgens auf, da ist richtig Action, kann ich mich auch noch nicht gleich aufs Pelleten setzen. Was sagst du, was sagst du Busy Foundern für Sport? Ja, also ich glaube, es gibt immer einen Zeitpunkt für alles. Wenn halt gerade, gerade wenn kleine Kinder da sind, wenn gerade nicht die Energie oder die Lebensphase da ist, wo man das machen kann, dann darf man auch

[00:56:40] milde zu sich selber sein. Man sollte aber immer den Deal mit sich selber haben, dass man alle sechs Monate sich nicht mehr hinterfragt, geht es jetzt vielleicht doch wieder? Ja, also wenn diese Phasen da sind, mach den Deal mit dir selber, meinetwegen Kalendereintrag, der Alba alle halbe Jahr sagt, re-evaluate, wie kriege ich das Workout rein? So, das ist vielleicht die erste Aussage. Zweite Aussage, ist es wirklich so, dass die ganzen anderen Sachen, die du machst, wichtiger sind, als dass du fit bist? Also really? Das irgendwie eine Stunde Schur fix mit irgendeinem random Marketing-Team,

[00:57:09] ist das really more important? Die letzten sechs E-Mails abends? Genau, weil du bist einfach leistungsfähiger, wenn du Sport machst. Also du bist besser in dem, was du tust. Ja, du musst quasi, du nimmst jetzt halt raus, damit die Zeit, die du reintust, x-fach effizienter ist. Ja, du bist ein besserer Manager, eine bessere Managerin, ein besserer Gründer, Gründerin, wenn du diese Sachen machst. Ja, also, und das ist in dem Moment vielleicht ein bisschen schwer auszuhalten, aber hinterfrage doch radikal, ob diese Sachen wirklich wichtiger sind,

[00:57:38] als deine Fitness und dein Energielevel. Und ich behaupte einfach nein. Und wenn du es dann machst, gibt es natürlich verschiedene Sachen, dass du dir überlegst, wie viel kannst du geben? Ich habe ja angefangen mit 15 Minuten am Tag. Ich habe einfach gesagt, ich mache jeden Tag ab jetzt Sport, weil mir fällt es einfacher, Sachen umzustellen, wenn ich sie jeden Tag mache. Sonst habe ich immer dieses Teufel links, Engelchen rechts Ding, so hä, mache ich jetzt Sport oder nicht? Und ab dem Moment, wo klar war, nee, morgens, das Erste, was du machst, ist 15 Minuten Sport. Non-negotiable.

[00:58:07] Es ist eine Viertelstunde früher auf und dann wird einfach irgendwas gemacht. So fing das bei mir an. und weißt du, was ist es, was du rausschneiden kannst? Und wenn du anfängst, rauszuschneiden und es der Anfang ist, wenn du noch nicht wirklich ein Mensch bist, der viel Sport macht, mach dir keinen Kopf darüber, was du gerade machst. Mach das, worauf du Bock hast, was leicht verfügbar ist, was du zu Hause machen kannst, wo du coole Musik bei hören kannst, die dir Spaß macht, whatever it is, mach einfach irgendwas, irgendwas. Komm einfach rein in den Groove,

[00:58:35] dass Bewegung selbstverständlich ist, dass das zu deinem Leben dazugehört, dass you are an active person, you are an athlete, um genau zu sein, weil wer bestimmt dann einfach mal Athlet ist oder nicht. Das ist einfach ein neues Verständnis davon. Du bist ein Mensch, der sich jeden Tag bewegt. Und von da kannst du dann anfangen zu verfeinern. Aber erst mal überhaupt anfangen, das zu einer Identität zu machen, dass das zum eigenen Leben dazugehört, ganz selbstverständlich. Und ja, ich glaube, das wäre der erste Schritt.

[00:59:04] Und natürlich am Ende, wenn du dann am Ende bist, ein longevity-optimierter Trainingsplan wäre sechsmal die Woche, dreimal davon Krafttraining, zweimal Ausdauer, einmal Hit. Jeweils ungefähr eine Stunde, Hit natürlich nicht, aber der Rest ungefähr eine Stunde lang. Das wäre, sage ich mal, ein longevity-optimierter Trainingsplan. Interessant. Und Hit abgegrenzt zu Cardio. Cardio wäre kontinuierlich. Ich sitze auf dem Fahrrad oder ich gehe laufen. Pace ist konstant. Und Hit ist High-Intensity-Training. Ich mache, der Puls geht hoch, geht wieder runter, geht wieder hoch, geht wieder runter. Genau. High-Intensity wäre wirklich, du ballerst so hart,

[00:59:34] dass dein Puls so hoch geht, wie er gehen kann. Also bis zur Maximalherzfrequenz. Das machst du dann aber nur so 20, 30 Minuten. Länger hältst du es gar nicht aus. Ist auch gut so. Und das machst du aber bitte nur einmal die Woche. Also diese Leute, die auch dreimal die Woche zu Spinning gehen, das ist auch nicht sinnvoll. Erst recht nicht, wenn du gründest, weil dein Cortisol-Level ist eh schon am Anschlag. Und wenn du jetzt auch noch dreimal die Woche irgendwie Spinning reinballerst, wird das nicht besser. Einmal die Woche ist okay, aber bitte nicht dreimal. Und stattdessen eben, wenn man Kardio macht oder Ausdauer, wirklich Zone 2.

[01:00:03] Und Zone 2 wäre bei manchen Leuten Joggen, bei manchen Leuten ist es schnelles Gehen, bei vielen Menschen ist es schnelles Gehen. Weil das ist wirklich die Zone, wenn man es jetzt nicht den Puls misst oder so, die Zone, wo du noch gut durch die Nase atmen kannst. Also wo du keinen Stress damit hast, nur durch die Nase zu atmen. Und die meisten Leute, die ich joggen sehe, die sind nicht mehr in Zone 2. Die sind irgendwo, in Zone 3 oder Zone 4. Rote Kopf, Puls 180, Zone 5, gib ihm.

[01:00:34] Ja okay, wenn es Zone 5 wäre, würde ich es ja noch verstehen, aber die sind meistens in dieser Todeszone dazwischen. Und die ist halt wirklich einfach Quatsch, weil du belastest dein Herz zu doll für das, was du da als Benefit hast. Ja, das ist einfach eine Quatschzone, was regelmäßige Workouts betrifft. Und bist dann auch auf dem Trainingsplateau, kommst dann auch gar nicht mehr weiter wahrscheinlich, wirst du dann nicht schneller? Das weiß ich gar nicht. Das weiß ich tatsächlich nicht. Aber du bist auf jeden Fall so, du bist in einer Pulsfrequenz, wo dein Herz übermäßig viel arbeiten muss

[01:01:04] für die Ausdauer-Benefit, den dein Herz-Kreislauf-System dadurch hat. Das heißt, lieber langsamer, auch wenn es sich komisch anfühlt und die ganzen Leute dich erstmal angucken. Aber find mal, wo dein Zone 2 ist. Kannst du natürlich alles testen, ohne Ende, mit Daktat-Levels. Aber wenn du das alles nicht machen willst, dann kannst du auch einfach nur versuchen, durch die Nase noch zu atmen. Und ich bin ja zum Beispiel den Berliner Halbmarathon dann mit Nasenatmung gelaufen, weil ich einfach gesagt habe, nee, das ist so, wie ich laufe. Dort laufe ich jetzt einfach 21 Kilometer so. Ja, krass.

[01:01:33] Ich hätte es vom Laufcoach mal gehört, ich weiß nicht, was dran ist, aber er sagt, laufe in dir besser, wenn du willst, entweder lang und langsam, also so eine Halbmarathon-Strecke, aber mit einem Siebener-Pace oder so, oder Intervalle. Also 400 Meter, gib ihm, aber dann wieder Pause und immer wieder hoch, runter. Ja, hört sich ja ähnlich an, aber aus anderen Gründen wahrscheinlich, ist er dann eher auf Performance optimiert. Und erzählen wir mal, um es abzuschließen, Stichwort Mental, Longevity, haben wir ein bisschen drüber gesprochen, so Founder, stressiger Alltag, tausend Sachen, noch Kinder zu Hause irgendwie

[01:02:01] und das E-Mail-Postfach wird nicht leerer. Du hast eine Sache geschrieben, das fand ich interessant, radikale Akzeptanz. Was ist das mentale Modell, was ist das Tool der Akzeptanz gegen oder fühlen Stress? Ich glaube, der Schritt davor, ist ja zu verstehen, dass Stress an sich nichts Schlimmes ist. Ja, also viele Menschen werden ja heute, gerade die jüngeren Generationen, so erzogen, dass man bloß keinen Stress haben darf, weil Stress ist super schlecht und Stress vermeide ich

[01:02:31] und das ist irgendwie ganz schlimm, wenn ich Stress habe. Das stimmt aber nicht. Also Stress ist super gut für unseren Körper. Wir, also erstmal ist es total gut für unseren Körper, also vor allen Dingen kontrollierter Stress, wenn wir uns in einer Sauna, einem Eisbad, einem Hittraining, wenn wir uns ganz bewusst einem Stress aussetzen, wo der Körper denkt, ach du meine Güte, was ist denn jetzt eigentlich los und dann aber lernt, dass es mir zehn Minuten später total gut geht und alles ist fein, dann lernt er, oh ja cool, das ist ja, Stress ist doch nicht so schlimm, weil bin ja irgendwie jetzt gewachsen,

[01:03:01] bin fitter geworden, habe irgendwas Neues ausprobiert. So, die meisten Sachen, die uns stressen, sind für uns komplett außerhalb unserer Kontrolle. Ja, das sind Sachen, die auf der Welt passieren, die der Nachbar macht, die das Kind macht, die irgendwas, wo ich gar nicht jetzt entscheiden kann, soll mir das passieren oder nicht,

[01:03:30] sondern es passiert einfach. das heißt, wenn ich dann in einen Modus reinkomme, wo ich versuche, Stress zu vermeiden, wird meine Welt sehr klein und ich fühle mich die ganze Zeit ganz schlimm, weil ich habe die ganze Zeit das Gefühl, ich muss das vermeiden, es passiert aber trotzdem und ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll, weil ich habe nie geübt, wie mein Körper oder mein Geist damit umgeht, wenn ich Stress habe, weil ich habe es da die ganze Zeit vermieden. So, das wird einfach nur immer schlimmer. Also, Schritt eins ist, verstehen, Stress ist gar nicht dein Feind, Stress ist, zumindest dosiert, total gut.

[01:03:59] Schritt zwei ist zu verstehen, du kannst das eh nicht kontrollieren, ja, Stress wird kommen und gehen, wie er will, du musst einfach akzeptieren, dass er da ist, wenn er da ist. Einfach dem Stress die Augen gucken und sagen, ach interessant, jetzt ist hier mal wieder richtig wild, ja, so akzeptiere ich und nehme ich das hin. Das, was du kontrollieren kannst, ist, wie du darauf reagierst, ja, was machst du damit? Was, wenn du feststellst, ist es Stress, das ist das, was du entscheidest, ja. Lässt du zu, dass dieses Thema

[01:04:28] überhand gewinnt? Nimmst du dir strukturiert Zeit zu überlegen, wie du das vielleicht minimieren, delegieren, anders machen kannst? Und es ist sehr viel einfach zu lernen, so bewusst einfach wahrzunehmen, wenn Sachen passieren, die vielleicht nicht super sind und die eher so von außen so interessant mäßig anzugucken, als sich irgendwie zu verlieren in diesem Gefühl. und daher, ja, ich glaube, das ist das, was in diesem Rahmen

[01:04:58] von Radical Acceptance auch relevant ist. Gar nicht zu versuchen, immer die Welt unbedingt oder die Systeme, in denen wir leben, klar können wir versuchen, die zu verändern, aber das wird ja alles, das ist ja alles eine Frage eher von Jahrzehnten als jetzt von Minuten und daher einfach für sich selbst so die Tools zu bauen, Stress aushalten, zu lernen und genau, das kriegen wir dann eigentlich die meisten von uns gut hin. Aber generell, mentale Gesundheit, finde ich, ist eine interessante Dimension, denn ich finde, auch aus der Erfahrung heraus mit meiner Co-Founderin Christine, mentale Gesundheit

[01:05:28] ist im Gegensatz zu den anderen Dimensionen von Longevity oft die, wo du entweder gar kein Problem hast oder richtig Probleme hast. Ja, also das ist im Gegensatz zu Sport, ja, es gibt ganz viele Leute, die machen so ab und zu Sport oder so, ne, so, oder essen meistens gut oder so, weißt du, da gibt es nämlich ganz viele diese grauen Bereiche so und das ist ja auch total cool. Bei emotionaler Gesundheit ist meine Erfahrung, entweder Leuten geht es einfach gut, die haben da keinen Stress, die sind irgendwie sauresilient

[01:05:57] und alles ist gut oder die haben da eine Baustelle und dann ist einfach sehr oft wirklich sehr viel sehr schlecht. Weil wenn deine mentale Gesundheit nicht gut ist, strahlt es auf alles andere aus, ja. Und deswegen sage ich auch immer, wenn du merkst, dass das eine Baustelle ist für dich, weil du das Gefühl hast, dass du Richtung Burnout gehst, weil du sehr sehr traurige Gedanken hast, weil du nicht mehr schlafen kannst oder ne, weil du Gedankenspiralen hast, so. Ich würde immer sagen, scheiß auf den Rest,

[01:06:28] fix that first. Weil das ist das eine Ding, was sozusagen alles andere überschatten kann, wenn es nicht funktioniert. Das ist aber so ein 1-0-Ding. Deswegen, wenn es gerade dein Thema ist, dann da voll rein. Wenn es nicht das Thema ist, herzlichen Glückwunsch, kannst du dich um die anderen Sachen kümmern. Interessant. Und hast du beobachtet, dass es Tools gibt, bei dir selber oder bei anderen, die da gut funktioniert haben? Wie meinst du, in akuten Stresssituationen? Was du gerade formuliert hast mit der Akzeptanz zu beobachten,

[01:06:57] eher interessant, als direkt darauf zu reagieren, ist ja fast schon philosophisch. Also bist du quasi im Buddhismus schon drin und sagst, okay gut, die externen Faktoren, die muss ich ein Stück weit hinnehmen. Aber das ist ja auch ein Skill, das ist ja wahrscheinlich auch ein Muskel, den man trainieren kann. Total. Ich glaube, es ist wirklich, also Meditation wäre sicherlich die Methode, mit der man das tatsächlich lernen kann. Und da gibt es ja mittlerweile wirklich viele Apps, Headspace, Calm und so weiter und bezahlte Werbung, wo man einfach sich das beibringen lassen kann.

[01:07:27] Ich selber versuche es seit Jahren eine Meditationspraxis zu etablieren und scheitere krachend. Immer wieder. Ja, ich bin immer saugestresst, wenn ich meditiere. Ich finde es sauanstrengend. Das ist einfach, it's not for me. Aber, also auf dem Papier ist das sozusagen die beste Art und Weise, was zu lernen. Was ich aber glaube ich schon, also man muss dazu sagen, emotionale Gesundheit ist bei mir auch so eine Nicht-Baustelle. Ja, da habe ich einfach Glück. Beschäftige mich aber natürlich trotzdem mit den verschiedenen Tools, die es da gibt,

[01:07:57] was mich einfach interessiert. Und weil ich weiß, dass mein Leben besser wäre, wenn ich meditieren würde, aber I just can't. Aber diese Beschäftigung damit hat mich schon darin geschult, mich zu lösen von sozusagen meiner selbst und von außen so ein bisschen immer wieder auf mich zu gucken. Ja, und das ist schon eine Muskel. Und vielleicht kommt es auch mit dem einfach zunehmenden Alter, dass man sich anfängt, damit zu beschäftigen. Und man sagt ja auch nach dieser Phase des Lebens, wo es sehr stark um das Produktive

[01:08:26] und das Machen und das Schaffen und Erreichen geht, bei sehr vielen Menschen ja eine eher spirituelle, religiöse Phase kommt mit der Suche nach dem Warum, nach dem Beitrag, nach dem Größeren. Und das spüre ich schon auch bei mir, dass diese Themen anfangen, größere Bedeutung zu bekommen. Ich bin nicht gläubig erzogen worden oder ähnliches, ich bin nicht Teil von irgendeiner Kirche, aber ich spüre, dass diese Themen, die in diesem ganzen Kosmos sind, anfangen,

[01:08:56] mehr Raum einzunehmen in meiner Gedankenwelt. Und ja, ich glaube, das kommt einfach auch dann mit dem Alter. Ja, ich glaube auch tendenziell, dass ältere Menschen, also so beobachte ich es, auf der Dimension oft ein Stück weit entspannter sind und andersrum junge Leute, die Vollgas geben im Business, oft ja so ein sehr eindimensionales Leben haben und eine Identität stark an eine Säule wie Business geknüpft haben, da noch ein Stück weit unentspannter sind. Ja. Erzähl trotzdem mal von Disziplin, also Meditationsroutine ist nicht so dein Ding,

[01:09:25] dich da selber zu zwingen, aber sonst, ich habe ein bisschen rumgefragt und Leute, um dich rum sagen, ja, die Kathi ist schon eine, die zieht schon richtig durch, die ist schon diszipliniert, hat Amy gesagt, von Art Night. Ja. Es ist nicht Disziplin. Was ist es? Es ist ein Versprechen an mich selbst, immer wieder neue Sachen auszuprobieren, von denen ich weiß, dass sie gut für mich wären und dann schon ein Commitment mit mir selber zu machen,

[01:09:54] die für eine gewisse Zeit lang durchzuziehen. Und dann aber auch sagen zu dürfen, das ist überhaupt nichts für mich. Also das Meditationsbeispiel ist da ein gutes, ja. Ich weiß, dass es für mich gut wäre, eine gute Meditationspraxis zu haben, deswegen sage ich mir einmal im halben Jahr, nehme ich mir einen Monat, wo ich sage, so, ja, diesen Monat, jeden Tag, die neue App, wir machen das jetzt, so. Und dann mache ich das auch und dann ist es aber jedes Mal

[01:10:23] so eine Qual, dass ich dann nach Ende des Monats sage, Halleluja, ich darf wieder damit aufhören. Und ich mache das mit verschiedenen Themen und zum Glück ist es so, dass die meisten Sachen bei mir nicht den Effekt haben wie Meditation, sondern so sind, dass ich die viel cooler, lustiger, besser finde als die anderen Sachen, die ich bis jetzt gemacht habe und dann einfach weitermache. Also, zum Beispiel, ich habe, ich habe dir erzählt, dass ich den Halbmarathon gelaufen bin, das war 20, oh, 24, bin ich den Halbmarathon in Berlin gelaufen.

[01:10:53] Ich habe erst 2022 mit dem Laufen überhaupt angefangen, weil ich dachte nicht, dass ich, also Laufen war überhaupt nicht meins und, also Sport ja generell nicht, aber Laufen erst recht nicht und dann habe ich mir aber eine Triathlon-Challenge war das gestellt. Das war ein Monat mit 30 Tagen und ich habe gesagt, zehn Tage gehe ich laufen, zehn Tage gehe ich schwimmen, zehn Tage bike ich, so. Und die, ich war frühe Leistungsschwimmerin in der Kindheit, also bis ich Teenager war,

[01:11:22] daher dachte ich, vielleicht finde ich so wieder zum Schwimmen, so. Und das Ergebnis diesen Monats, ich habe, wie gesagt, ich habe das Commitment getroffen für einen Monat und habe das dann in einem Monat auch durchgezogen, also da muss man sagen, da habe ich schon Disziplin, dann diesen einen Monat Vertrag mit mir selbst durchzuziehen und dabei habe ich gemerkt, dass Schwimmen wirklich ganz schlimm, also saukompliziert, man steht da im Dunkeln irgendwo in Berlin in einer riesigen Schlange morgens um halb sechs, alles ist nass, du hast tausend Sachen mit den Handtüchern und sowas, die Haare und dann ins Büro, oh Gott, also regelmäßig schwimmen,

[01:11:53] furchtbar, aber Joggen, komisch, geht überall, geht auch auf Reisen, brauche ich ja nur meine Turnschuhe, könnte ich überall machen, habe irgendwelche Städte entdeckt, krass, okay, bin ich Läuferin gewonnen, also gut, wer definiert, was eine Läuferin ist, ich bin Läuferin, ich bin keine gute Läuferin, aber ich bin eine Läuferin gewonnen und genau das ist es, es ist einfach dieser, dieser Persistent Anspruch, dass ich,

[01:12:22] dass noch geiler geht, das Leben geht noch geiler, Leben ist schon geil, aber geht noch geiler und ich bin dafür verantwortlich, immer wieder neue Sachen auszuprobieren, ob die das nicht noch geiler machen. Interessant, wie du es formuliert hast, ich mache da ein Commitment an mich selber, ich schließe einen Vertrag ab mit mir und dann will ich mich auch dran halten und das ist ja auch ein gutes Tool, zu sagen, gut, wenn ich mir selber nicht vertrauen kann quasi, so, wer soll mir dann extern vertrauen, also quasi das heilig zu halten, wenn ich es mir selber versprochen habe, diese Challenge zu machen. Genau,

[01:12:52] also, weil ich finde, einen Monat kriegen die meisten Leute sich selbst auch so dazu, diesen Vertrag mit sich selber zu haben, wenn man will, kann man das ja auch mit Freund, Freundin, Partner, Partnerin machen, das fällt manchen Menschen vielleicht einfacher und dann ist es ja wirklich so, das ist ja wirklich wie bei Habits einfach so, wenn du das einen Monat gemacht hast, wird es ganz oft so sein, dass du das gar nicht mehr so schlimm oder komisch oder anstrengend oder sonst irgendwas findest, sondern du merkst schon die ersten Sachen daran,

[01:13:22] die vielleicht gar nicht so schlimm sind, du fühlst vielleicht irgendwas, was irgendwie cool ist, du hast irgendwas Neues daran entdeckt und schwuppdiwupp wird plötzlich ein Teil von deinem Leben. Aber wichtig ist einfach, dass du dir auch erlauben darfst, zu sagen, okay, aber das und das ist es nicht. Das finde ich super. Also erstens quasi, sich mal selber zu zwingen, okay, und nach 30 Tagen, sagst du ja auch, du hast ein Habit aufgebaut, wenn du es irgendwie 30 Mal machst oder 20 Mal oder irgendwas in dieser Größenordnung und dann hast du ja zwei Outcomes. Entweder hast du die Habit aufgebaut oder du merkst, nee, es fällt dir immer noch schwer und dann lass das halt. Das ist dann wieder die Abfahrt.

[01:13:51] Ist ja auch okay. Genau. Ich nenne es immer, das ist der Trüffelschwein-Hack, weil es geht ja darum, dass du Routinen findest, die du die nächsten 80 Jahre weitermachen willst. Ja, es geht ja nicht darum, dass du zwei Monate irgendeine Diät durchziehst. That's not what we are looking for. Wir suchen die Routinen, die wir machen können, für jeden Tag die nächsten 80 Jahre. so. Und die werden bei mir andere sein als bei dir, weil das sind wirklich nur so eine Handvoll Sachen oder gleich zwei, die wir da finden,

[01:14:21] wo jeder von uns sagt, cool, finde ich einfach mega. Riesen Upside für mich, keine krasse Downside, will ich jetzt ab jetzt immer machen. Aber find die, ja, sucht die, findet die, macht die, weil die werden so einen krassen Unterschied machen in dem, was eure Lebensqualität auch im Hier und Jetzt betrifft und natürlich dann später hoffentlich dafür sorgen, dass ihr nicht wie die meisten Leute die letzten zwölf Jahre eures Lebens irgendwie multiple chronische Krankheiten habt. Ja, das wollen wir alle nicht. Bei mir ist zum Beispiel, ich hab Krafttraining über diese Kurse entdeckt. Also ich hab immer wieder probiert,

[01:14:50] ins Gym zu gehen, es ist einfach nicht mein Ding. Dann diese Maschinen zu sitzen, das ist langweilig, das ist irgendwie nicht sozial, ich hab irgendwie nie Freunde gefunden, mit denen ich das gemacht hab. Podcast hören war mir dann auch irgendwie zu doof. Also ich bin nie reingekommen, hab zehn Anläufe gestartet, so in etwa. Und hab dann aber diese, auch so Hitkurse oder sowas oder Berries in Berlin, um bezahlte Werbung. Wobei, die könnten mir eigentlich mal ein paar Free Classes geben, so oft wie ich über Berries spreche. Ja, auf jeden Fall. Das ist meine Krafttraining-Routine, da ein, zwei Mal die Woche hinzugehen,

[01:15:20] so in diesem Kurs, mit Musik, mit so einer Person, die dich da durchführt, so einem Instructor, super geil. Das kann ich, weiß nicht, bis ich 80 werde machen kann, aber in absehbarer Zeit. Ja, schön. Aber es war experimentieren nötig. Genau, und ich war tatsächlich noch nie bei Berries, aber... Du, lass mal gehen, ist richtig geil. Genau, als Hit, ich bin ja immer noch eine Paladin-Maus, ich hab ja mit Paladin angefangen, unbezahlte Werbung, und es ist immer noch so, dass ich finde, es ist das geilste Hit-Workout überhaupt und das einmal die Woche,

[01:15:50] jetzt nur noch, aber ja, dann geht's richtig ab. Erzähl mal von deinem Umfeld. Amy, hab ich gerade erwähnt, coole Gründerin, aber du hast noch ein paar andere Frauen um dich rum. Es gibt diesen Close Circle, Franzi Hardenberg hatte geschrieben, auch eine enge Bekannte von dir. Seit acht Jahren teilen wir Erfolge und Rückschläge, Freude und Leid, unternehmerische und private Herausforderungen und schaffen gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse, die wir alle nie wieder vergessen werden. Auf diesen Reisen wird auf jeden Fall so viel gelacht, wie lange nicht. Jede wird gehört

[01:16:20] und es gibt keine Themen, die man nicht ansprechen darf. Der jährliche Reminder an euch, build your circle. Es ist wundervoll. Nicht deine Worte, aber die von Franzi. Aber du bist Teil dieser Gruppe mit ein paar coolen Unternehmerinnen. Lea, Sophie Kramer ist dabei, Verena Pauster ist dabei, Amy ist dabei, ich glaube, die Anna Alex, die Outfittery gemacht hat mit der Julia Bösch, die ist auch dabei. Also irgendwie, du hast da so einen coolen Circle. What's the heck? Also the heck is build your circle. Also finde die Menschen,

[01:16:49] die in einer ähnlichen Phase sind wie du und sich die gleichen Fragen stellen wie du und mit denen du auch irgendwie Bock hast, mehr Zeit zu verbringen und investiere ganz bewusst Zeit darin, da Beziehungen entstehen zu lassen. Weil wir haben uns ja, also man muss dazu sagen, der Close Circle ist gegründet worden vor meiner Zeit als Unternehmerin. Ja, also diese Runde wurde etabliert, da war ich nicht beteiligt.

[01:17:16] Ich bin quasi später da rein nominiert worden, sozusagen. Gott sei Dank, weil wirklich Freundinnen fürs Leben gefunden. und die haben vor meiner Zeit sehr strukturiert sich darum bemüht, wie kann man Menschen, sozusagen Trust-Based Relationships zwischen Menschen kurzzeitig sehr intensiv entstehen lassen. Und das ist eben durch sehr bewusstes Verbringen von gemeinsamer Zeit

[01:17:44] und ganz strukturierten Angehen an persönlichen Themen. Was zum Beispiel von der Struktur, also ohne das persönliche Thema zu nennen, aber wie nähert ihr euch einem Thema in einem Meeting oder wie ist das Setup, in dem ihr euch da austauscht? Also wir, das war ja von Anfang an so, dass ein Kernbestandteil von dem Ganzen war, dass man jede Woche gemeinsam verreist über mehrere Tage hinweg. Also wirklich ganz bewusst alle weg von Arbeit, weg von... Jede Woche? Jedes Jahr. Jedes Jahr, Entschuldigung, jedes Jahr. Einmal... Jede Woche, das ist ein Circle. Ich will auch in den Circle. Jede Woche,

[01:18:14] jede Woche mehrere Tage. Das wäre gut. Okay, jedes Jahr. Genau, jedes Jahr. Um dieses Thema Zeit zusammen verbringen, also intensive Zeit zusammen verbringen und dann auch Strukturen zu benutzen, dass in dieser Zeit ganz systematisch jede Person gehört wird in den Themen, die sie gerade beschäftigen, auf die die Gruppe dann reagieren kann. Welches Format dafür wählt, das ist einmal den Menschen selber gestellt, aber schon eine gewisse Struktur da reinzubringen. Und daran glaube ich schon, ich glaube, da haben in den letzten Jahren auch diese Fragekarten geholfen, von denen Lea und Verena

[01:18:44] ja auch selber welche rausgebracht haben. Diese Fragekarten, die man dann abends sich stellen kann. Das ist ja auch nur ein Tool dazu, wie wir Menschen schneller, besser kennenlernen können. Weil unsere Leben sind ja so voll. Also uns mangelt es ja meistens nicht an Kontakten. Also zumindest an Gründern, Gründerinnen mangelt es selten an Kontakten, weil wir häufig eher extrovertiert sind, viel unterwegs sind, Netzwerke haben, die wir uns so rein und raus bewegen können.

[01:19:12] Aber wie baut man dann da noch wirklich so tiefe Freundschaften, Trust-based Relationships auf? Und da helfen einfach wirklich so ganz strukturierte Fragen, ganz bewusst sich Zeit für die Leute zu nehmen und richtig rein zu investieren, diese Freundschaften zu entwickeln. Ja. Was wäre in deinem Leben nicht passiert, wenn du den Close Circle nicht gehabt hättest? Oh, viel. Wirklich viel. Also mehrere von ihnen sind wirklich sehr, sehr,

[01:19:41] also es sind alles sehr gute Freundinnen und ein paar von denen wirklich extrem enge Freundinnen geworden, die ich auf gar keinen Fall missen werde. Also weder als sozusagen Menschen in meinem Leben, aber auch als Ratgeberin, was meine Firmen betrifft, mein berufliches Leben. Also beide Seiten. Das ist ja das Schöne, wenn du dir halt so einen Kreis baust, dass du Leute findest, man hat ja Freunde, die Freunde sind, weil sie Kati, die Privatperson Kati mögen.

[01:20:11] Aber wer sind die Menschen, die den Teil von dir kennenlernen, aber eben auch mit dir diskutieren können? Was weiß ich, was sind gerade die besten Marketingkanäle und wie ist eigentlich der ROI bei dir bei dem und dem Thema? Was sind da viele Leute? Okay, jetzt kann mein Sohn auch noch dazu hören. Ein kurzes Cameo hier im Podcast. Hallihallo. Willst du den Podcast-Gästen mal Hallo sagen, Eddie? Ja. Sag mal Hallo. Wie heißen die? Die heißen Kati und dann hören noch ganz viele zu, von denen wir die Namen nicht wissen. Aber sag mal Hallo Kati.

[01:20:43] Kann ich da sprechen? Ja, da kannst du einsprechen. Hallo. Hallo. Kati hat Hallo gesagt und freut sich. Next Generation of Podcasters. Next Generation of Podcaster ist auch hier im Raum. Podcaster. Podcaster. Schwieriges Wort. Okay. Freundschaften, Business. Genau, dass man diese beiden Seiten eben abdeckt.

[01:21:12] Ja, dass man, ich meine, ich hatte auch das Glück, dass ich das ja auch zu Hause hatte. Also da mein Mann ja auch Unternehmer ist, hatte ich zum Glück auch immer jemanden in meinem sehr engen, privaten Umfeld, mit dem ich diese Themen auch besprechen konnte. Aber es ist wirklich schön, wenn da so Freundschaften entstehen, die dann auch so vertrauensbasiert sind, dass du auch weißt, du kannst da alles erzählen. Das ist, das bleibt in dem Kreis. Das wird da diskutiert. Wir nehmen uns gegenseitig alle so ernst und mögen uns alle so sehr, dass wir wirklich auch voller Herzblut da versuchen, einander immer zu unterstützen. Und ja, ist wahnsinnig wertvoll.

[01:21:41] Willst du noch mehr podcasten? Ja. Jetzt hören wir von deinem Mann. Du hast angesprochen, der ist auch Founder. Ich glaube, ihr seid das einzige Couple slash Ehepaar, wo beide Partner es zur Höhle der Löwen geschafft haben, unabhängig voneinander. Genau, wollte gerade sagen. Stefan und Anne Lemke von Ankerkraut, die sind da ja durchaus zu zweit des Öfteren zu sehen gewesen. Stimmt. Genau, wir waren getrennt da. Lustigerweise, als ich da war, ich war ja nach ihm da, hat mich da nie mehr drauf angesprochen. Ich war ja fest davon ausgegangen,

[01:22:11] dass das Teil von der Storyline wird oder so. Aber nö. Haben die nicht auf dem Schirm gehabt? Ich weiß es nicht. Also auf jeden Fall kam es, ich glaube, die hatten schon auf dem Schirm, weil ich hatte es in irgendeinem Kontext erwähnt. Aber es war mir ja recht. Also musste ja nicht sein. Mein Mann war damals mit seiner ersten Unternehmung da. Die haben eine Sportfirma gegründet, die später dann Exletics hieß. So eine Hindernisläufe. So ein Sport-Event, so Hindernisläufe, oder? Genau, Hindernisläufe.

[01:22:37] Und haben da auch eine Submarke gemacht, Maddie Angel, gleiche Konzept, aber für Frauen. Also nur für Frauen. Und haben das skaliert europaweit. Und dann verkauft. Und genau, dann hat er andere, kleinere Gründungen gemacht, im SaaS-Bereich, auch Konferenzbereich, also auch wieder Event. Und sind ja jetzt gerade frisch wieder gegründet. Artist hieß die Firma, die Konferenzfirma. Also kennt man im Software-Bereich. Also große Konferenz, wo man hingehen konnte. Genau.

[01:23:07] Und haben jetzt neu gegründet. Pace Race. Pace Race. Genau, das ist ein neues Sport. Ein neues Running-Format. Genau, ein neues Running-Format, das sie sich selber ausgedacht haben. Ich glaube, es wird mega cool. Ist eben ein neues Konzept für Menschen, die gerne laufen. Und die nicht so gerne immer alleine laufen wollen. Sondern vielleicht auch mit anderen Freunden. Ist ein Social Running-Konzept, wo man mit vielen Menschen, die auch an unterschiedlichen Geschwindigkeiten gerne laufen, zusammenlaufen kann. Verbunden mit einer großen Party. Und ich glaube, das wird mega. Startet ja jetzt diesen Sommer. Genau.

[01:23:37] Das macht immer. Aber das ist krass. Also ich meine, ihr habt jetzt zwischen euch, wenn ich richtig mitgezählt habe, fünf Firmen. Oh ja, dem Podcast als Business. Xletics, Artist, Pace Race. Fünf Firmen, drei Kinder. Krass. Ja. Was bei uns vielleicht so ein bisschen anders läuft, dass bei anderen Leuten, wo beide beruflich ambitioniert sind,

[01:24:04] ist, dass wir uns so ein bisschen abwechseln damit. Also nicht im Alltag, nicht im Sinne von, wir schlagen ab und dann ist der Nächste dran. Sondern im Sinne von, wir besprechen immer relativ klar, wer welche Verantwortlichkeiten hat und wer wie viel Gas gerade geben darf. Und zwar nicht im Sinne von pro Woche, sondern eher im Sinne von so dieses Jahr oder die nächsten Jahre. Also als mein Mann, Mathis heißt der, als der Xletics gegründet hat,

[01:24:34] da war ganz klar, er darf jetzt mal eine Runde Gas geben und ich halte den Rücken frei, was die Kinder betrifft. Sprich, Kind ist krank, ist klar, ich gehe hin, ich kümmere mich drum. Das war ja die Zeit, wo ich dann, in der Zeit habe ich ja auch noch zwei Kinder bekommen und habe dann die Elternzeit schwerpunktmäßig gemacht und so. Da war klar, ich bin diejenige, die sozusagen Family Stuff macht. Aber mit der großen Vereinbarung,

[01:25:01] dass das sozusagen irgendwann auch andersrum sein wird. ja, dass sozusagen ich jetzt eine Zeit lang zurückgehebe, aber wir dann irgendwann auch Rollen tauschen. Und das war ja dann auch so, als ich dann angefangen habe, oder als Uia dann sehr stark skaliert ist, war ein Jahr, wo sich sozusagen beide Startup-Jobs überschnitten haben, das war crazy. Aber dann habe ich eben Uia skaliert und er ist eben in die hauptsächliche Versorgerrolle gewechselt

[01:25:30] und hat ja auch ein paar Jahre lang kein operatives Geschäft gemacht von irgendeiner Art, sondern war hauptsächlich einfach wirklich hier für die Kids und unsere ganzen Family Businesses, unsere Investments, Immobilien, keine Ahnung was, hat alles Mögliche gemacht. So, und das, da hatte ich meine fünf Jahre sozusagen, wo ich, wo klar war, ich mache, ich habe eine carte blanche, Termine zu machen, Reisen zu machen, Geschäftsreisen zu machen und so weiter. Er hält mir da den Rücken frei.

[01:25:58] Und jetzt ist es ja jetzt wieder gerade geswitcht seit Anfang diesen Jahres. Dass er wieder die carte blanche hat quasi und seine Firma aufbauen kann. Wobei wir beide immer, auch wenn wir diejenigen waren, die gerade dran waren mit Skalieren, wir schon beide immer involviert waren in das Leben der Kids. Also sehr aktiv. Es war nie so, dass es so 100-0 war, sondern eher so 70-30 oder so. Krass. Nimm mich ja mit in so ein Board-Meeting, was ihr dann da führt, bei euch,

[01:26:28] wie ihr die Zeit dann da aufteilt. Da sagst du dann, okay, du hast jetzt noch ein Jahr und dann dreht sich's wieder oder wie geht ihr da ran? Und was bedeutet diese Aufteilung? Ja, also als wir das das erste Mal gemacht haben vor ein paar Jahren, ist es schon ein sehr bewusstes einfach mal auflisten von allen Aufgaben, die so anfallen zu Hause. It's not very sexy, muss man sagen. Es ist wirklich pretty tedious, aber ich finde wirklich sehr sinnvoll, dass man auch diese ganze Mental Load einfach mal zu Papier bringt. So an die Geburtstagsgeschenke denken

[01:26:58] von der Oma, an die Karte, die man noch dahin schreiben wollte, an die neue Gummistiefel, die für die Kita gebraucht werden. Das sind sozusagen die verschiedenen Kategorien, die es gibt, einfach mal aufgeschrieben werden und da so eine grobe Zeit pro Woche dran gehauen wird, damit man so einen Überblick bekommt, okay, wer macht eigentlich gerade was? So. Und dann überlegt, okay, ist das eigentlich entsprechend dem, was wir jetzt als Paar eigentlich wollen, wie wir aufgeteilt sind? So. Passt das zu dem, wie wir gerade denken, dass es sinnvoll ist?

[01:27:26] Und wenn die Antwort nein ist, dann müssen halt Sachen neu verteilt werden. Dann krieg ich halt irgendeine Aufgabe, die er vorher hatte und manche eignen sich dafür besser, andere eignen sich vielleicht schlechter, aber es ist einfach so ein gemeinsames Diskutieren, wie man das hinkriegt. Und dann, wenn die neu verteilt sind, dann brauchst du halt ein paar Wochen bis Monate, bis es sich wieder so richtig eingeruckelt hat und natürlich kommt und dann ... Und da habt ihr ein System, da habt ihr ein Miro-Board und dann schiebst du die Gummistiefelbesorgung von links nach rechts.

[01:27:56] Das ist ein G-Sheet, aber ja. Das ist ein Google-Sheet, okay, aber ihr kommen beide von McKinsey, muss man sagen. Ja, das stimmt. Und ja, also ich erlebe einfach, dass dadurch, es ist viel weniger implizite Annahmen über irgendetwas, ja, wo dann doch die eine Person immer mehr schuld hat als die anderen, weil implizit angenommen wird, dass die sich schon darum kümmert oder so, sondern es steht einfach, wer das macht. Das ist für die Kinder auch cool, weil die ja auch wissen, was die erwarten können, von wem und wann.

[01:28:26] Aber insgesamt ist es schon so, dass wir beide, auch wenn wir gearbeitet haben, immer wahnsinnig, es klar ist, die Prio 1 sind, ist einfach die Familie und die Kids. Das ist einfach eine 1 und wir lieben unsere Jobs und unsere Firmen und die ganzen Sachen, die wir machen. Aber unsere, unser Right to play bei den Kids, ja, das Recht zu haben, uns an ihrem Leben zu beteiligen, indem wir involviert sind, uns kümmern, da sind, uns interessieren, ja,

[01:28:56] non-negotiables sind bei Sachen, ja, das ist einfach, das ist die Nummer 1, wir reisen ja auch wahnsinnig viel mit den Kindern, meistens irgendwie mehrere Monate im Jahr, die wir irgendwie mit denen im Ausland sind. Jetzt wird der Schulpflicht ein bisschen schwieriger, aber auch das haben wir schon des Öfteren irgendwie gelöst bekommen. Wie habt ihr das gelöst? Ja, wir haben zum Teil aus beruflichen Gründen eben im Ausland irgendwie Sachen machen müssen, da dürfen die Kinder durchaus mit müssen, dann halt gehomeschoolt werden oder im Ausland sich in der Schule einschreiben.

[01:29:26] Also da gibt es in jedem Bundesland Regeln, wie das ist und es muss auf der einen Seite natürlich vom Kultusministerium aus eine Möglichkeit dazu geben und da muss natürlich die jeweilige Schule da kooperativ sein und natürlich dementsprechend die Leistung des Kindes so sein, dass es okay ist, ja, also wenn das Kind grundsätzlich Probleme hat in der Schule, ist glaube ich auch nicht so sinnvoll, das dann da rauszuziehen, aber wenn das nicht so ist, kann man da schon Möglichkeiten finden. Gibt es sonst was, worüber wir sprechen können,

[01:29:56] was ich von dir lernen kann zum Thema Founder, Family Balance, so ich glaube Work-Life-Balance ist irgendwie Bullshit, Founder Family Balance ist wahrscheinlich ein Thema, ich habe zwei kleine Kids, eins hast du ja gerade kennengelernt, ist Nachwuchs-Podcaster, meine Frau hat jetzt drei Jahre sich um die Kids gekümmert, will jetzt wieder arbeiten, also wir müssen uns überlegen, wie man da einen Modus findet, sie ist selbstständig, muss man sagen, wird jetzt keine riesen Firma aufbauen, aber natürlich ihre eigenen Projekte umsetzen. was kann ich noch von dir lernen, was können wir von dir lernen. Ich glaube,

[01:30:25] Nummer eins Thema ist wirklich das ganze Thema Transparenz, also ganz klar kommunizieren, was brauche ich eigentlich zum Beispiel im nächsten Jahr für Kapazitäten, für das, was ich beruflich vorhabe, was brauchst du, okay, wie kriegen wir das eigentlich gerade hin, so, wie kann man das denn umsetzen? Wir hatten ja zum Beispiel auch eine Zeit lang, wo ich gesagt habe, du, du kannst gern wieder ein bisschen mehr machen, ich kann mehr bei den Kindern machen und zu der Zeit gab es Pace Rage noch nicht, da hat mir Mann ja auch ganz bewusst gesagt, weißt du, was will ich gerade gar nicht?

[01:30:55] Ich finde das richtig cool mit denen gerade. Es ist gerade, bei mir ist die Priorität gerade, dass ich weiter die begleite jetzt in dieser Lebensphase, okay, cool, sau cool, dann machen wir 50-50, ein Jahr haben wir 50-50 gemacht, das war auch crazy. Aber genau, dass man die eigenen Bedürfnisse kommuniziert kriegt, dass man den anderen auch sieht in den Bedürfnissen, die die andere Person hat und da wirklich mal diese nervige Aufgabe macht, wirklich die Sachen einfach mal wirklich durchzusprechen ein paar Stunden lang und zu verteilen

[01:31:25] und grundsätzlich einfach der beste Cheerleader zu sein von der anderen Person, was das beruflich betrifft, wie es irgendwie geht. Ja, also da einfach immer mitzudiskutieren, mit anzufeuern, mit den Rücken freizuhalten, und einfach zelebrieren, wie cool es ist, was die andere Person macht. Und bei uns ist es auch in der Familie ganz oft Thema, wir reden ganz viel über unternehmerische Themen, auch am Abendbrotstisch oder so.

[01:31:55] Das ist einfach ein ganz normaler Teil von unser aller Leben, dass die Kinder auch alles mitkriegen, was wir machen oder mich jetzt auch immer mehr begleiten bei Terminen oder so. Und auch sehen, was die Eltern machen und auch ein Verständnis dafür entwickeln. Absolut. Dein G-Sheet interessiert mich. Vielleicht können wir, mal gucken, vielleicht wenn Leute das in die Kommentare schreiben, ob sie das G-Sheet haben wollen, vielleicht kannst du es open sourcen. Ja, nee, that's not gonna happen. That's not gonna happen, aber die,

[01:32:24] wir haben tatsächlich so eine Übung gemacht, als ich mit dem ersten Kind schwanger war. Das ist das erste Mal, dass wir das gemacht haben. Und dieses Sheet finde ich leider nicht mehr, aber ich habe online damals einen Fragebogen gefunden, wo es quasi darum ging, worüber man sich so unterhalten sollte, bevor man es dann mit Kindern kriegt. Nun gut, das war jetzt dann schon unterwegs, aber ich dachte, besser jetzt als später. So wie die 50 Co-Founder-Questions, aber für die Schwangerschaft. Genau, und ganz ehrlich, das war sau wichtig,

[01:32:54] weil wie oft kriegt man eigentlich mit, dass, ja, vor allen Dingen die Frauen dann gedacht haben, ja, ich dachte schon, dass du vielleicht beruflich ein bisschen zurücktrittst, wenn jetzt Kids da sind, weil ich will schon. Und dann so, hä, wieso? Aber ich verdiene doch mehr und es war doch klar, dass ich hier, ich kann doch nicht hier, kriege doch gerade hier Bereitsleitung übertragen, da kann ich doch nicht hier anfangen, hier Teilzeit zu machen. Ja, also ganz viele interessierte Annahmen sind halt da und da waren so Themen drauf, wie, was sind die wichtigsten Werte, die wir unseren Kindern mitgeben wollen? Wie sieht ein durchschnittlicher Montag aus?

[01:33:24] Wie sieht ein durchschnittlicher Sonntag aus? So Fragen waren das. Und das war damals ein total interessantes Gespräch, aber es hat 100 pro die Weichen dafür gesetzt, dass wir beide wussten, okay, wir wollen beide involviert sein, sehr stark in das Heranwachsen von unseren Kindern, aber wir wollen beide auch wirklich uns beruflich auch verwirklichen. Ja, das ist einfach eine Sache, die uns wichtig ist, die nicht weggehen darf, auch wenn die Family da ist, da müssen wir irgendwas finden und wir sind da auf Augenhöhe, da ist nicht einer wichtiger als der andere,

[01:33:54] sondern wir haben beide das Recht, da die Erfüllung zu suchen und dem nachzugehen. Das ist unser Job eben, Strukturen zu finden, in denen das möglich ist, beides. Und die Idee hat tatsächlich die Luisa Plasberg dann zu einem Unternehmen gemacht, die hat Equally gegründet und die bieten strukturiert Sachen an, bezahlte Werbung, die im Herrn dabei trifft, solche Gespräche zu führen. Ja, nicht nur während der Schwangerschaft, sondern glaube ich auch in so Punkten, zum Beispiel, Kind geht jetzt in die Kita,

[01:34:25] beide fangen wieder an zu arbeiten und so weiter. Also Equally kann man sich da mal angucken. Okay, okay. Und wer dazu noch Content hat, ist das vielleicht auch gut für die Kommentare. Vielleicht finden wir den Ursprungs, die Ursprungsübung irgendwo. Ja, ich habe es echt gesucht, dann ein paar Jahre später aber nicht wieder gefunden, aber es war hilfreich. Wie können mehr Frauen gründen? Du bist im Startup-Verband aktiv? Ja, da bin ich im Vorstand. Unter anderem für das Thema? Genau, ich glaube, das ist, ich glaube, es sind zwei große Themen,

[01:34:55] die von dem eins, glaube ich, schneller zu lösen ist. Das eine ist, glaube ich, das ganze Thema Role Models. Ja, also, du wirst halt nicht das, was du nicht sehen kannst. Das stimmt wirklich. Ich konnte mir erst Mitte 30 überhaupt, ist mir überhaupt den Sinn gekommen, dass ich eine Firma gründen könnte, weil ich davor einfach noch nie eine Unternehmerin kennengelernt hatte. Noch nie. Und es ist mir gar nicht aufgefallen, dass ich keine kennengelernt habe. Das ist nichts, was mir gefehlt hat. Aber sie begegneten mir,

[01:35:25] sie begegneten mir halt einfach sehr spät. So, das heißt, wir müssen, glaube ich, einfach die Frauen, die es gibt, die Unternehmen gründen, die sichtbar machen. Also vielen Dank auch, dass du auch Frauen hier in deinen Podcast eben reinholst, dass er vielleicht irgendwie dabei helfen kann, bei irgendeinem Kind mithört, irgendeine Teenie-Tochter von irgendjemandem hier parallel mitzuhört und sich denkt, ah ja, cool, das können ja auch Frauen machen. Das ist ja interessant. Da gab es Studien, ich glaube, in Schweden zuletzt, dass irgendwie Mädchen, die im Freundeskreis der Familie

[01:35:54] sozusagen Unternehmerinnen haben, x-fach eher daran interessiert sind. Also es ist wirklich, du musst es halt irgendwie sehen. Das ist, glaube ich, ein Großthema. Und das Zweite ist einfach die Tatsache, dass Frauen immer noch sowohl von den Systemen, die wir haben, als auch von den, einfach der Gesellschaft, in der wir leben, einfach eher diese Care-Arbeit zugesprochen wird. Ja, wir sind am Ende die Kinder großziehen, die Großeltern pflegen, sich darum kümmern, dass das Haus ordentlich aussieht und so weiter.

[01:36:24] Und das ist einfach ein kulturelles Thema. Ja, das ist sehr tief verwurzelt, dass das so ist. Und damit verbunden auch der Glaubenssatz ist, es ist entweder Kind oder Karriere, die Vereinbarkeit ist schwierig. Naja, die Vereinbarkeit ist ja auch schwierig. Also wenn der andere nicht was macht. Ja, also ich glaube, wenn, und da ist eben dieses Problem, weswegen wir das ja sozusagen zeitlich abwechselnd machen. Weil wenn du es

[01:36:53] zeitlich gleichzeitig machst, so auf 50 Prozent zu gründen, ist wirklich schwierig. Das ist schwierig. Eine Teilzeitgründung, ja, also man redet ja immer wieder mit Leuten, die jetzt auch so als Angels vielleicht investieren und mitarbeiten, so Founding Angel-Geschichten oder so. Und dieses Mitarbeiten, aber nur paar Tage die Woche oder so, oder ein paar Stunden, das ist schwierig. Ich glaube, es ist einfach schwierig.

[01:37:22] Daher sich zu überlegen, wie kann man denn, was für Modelle gibt es denn, wo man sich abwechseln kann, dass man, wenn man Vollgas gibt, auch einfach Vollgas geben kann. Und das ist, dafür ist natürlich Unternehmertum hervorragend geeignet, weil in welchem Konzern kannst du sagen, ach ja, jetzt drei Jahre lang bitte kurz mal auf die Bremse, aber dann möchte ich gerne so richtig und mit Vorstand oder allem drum und dran. Ich finde, da müssen wir auch einfach Unternehmertum und die Möglichkeiten, die es uns gibt, einfach selbst zu gestalten, wie wir arbeiten, wann wir arbeiten, mit wem wir arbeiten,

[01:37:51] woran wir arbeiten. Wir müssen das viel mehr zelebrieren, diese Ode an das Unternehmertum, an die Freiheit, die es uns gibt. Ich glaube, wenn das mehr Frauen erkennen würden, und da versuche ich ja, I tirelessly try, das möglichst vielen mitzuteilen, dass es nicht diese Hustle-Culture nur ist und nicht dieses, du schließt dich irgendwo ein und siehst nie wieder deine Freunde und so, sondern nein,

[01:38:20] es ist die maximale Arbeitsfreiheit. Du machst das, was du willst. Ja, und du hast es gezeigt mit der Triple-Bottenline, wie du es beschrieben hast, sodass du Profit machen kannst, dass du einen Impact schaffen kannst, aber eben auch, dass du gestalten kannst, wie du arbeitest, so von der räumlichen Flexibilität über die Zeiten, wie du es machst, ob du, wenn die Kinder im Bett sind, dann eben nochmal irgendwie weiterarbeitest und davor aber nicht und so weiter. Also ich meine, das ist ja das Geile im Unternehmertum, du kannst es dir bauen, wie es dir gefällt. Das ist ja so ein Belangstrumpf-Prinzip.

[01:38:50] So sagt ja keiner, dass du Venture Capital raisen musst und ins Ausland gehst und nur am Reisen und irgendwie 100 Stunden Arbeit musst. Kannst du machen, wenn du willst. Genau. Dann kannst du halt die anderen Sachen nicht, aber es sagt ja keiner, dass das das Maß aller Dinge ist. Genau, aber wir reden halt wahnsinnig viel halt über die Cases. Ja? Ja. Und ich verstehe es, weil wir brauchen ja auch in Deutschland mehr Unicorns. Es ist ja gar nicht so, als ob wir nicht diese Gruppe an Unternehmern und Unternehmern und Unternehmern. Die brauchen wir auch, ja? Aber wir brauchen halt auch

[01:39:19] wirklich ganz, ganz viele davon, die halt mittelständische Unternehmen gründen, ja? Und einfach Probleme lösen und Arbeitsplätze schaffen und Wirtschaftsleistungen irgendwie hier ranbringen, ja? Davon brauchen wir auch sauviele. Und da gibt es einfach ein Facettenreichtum, den man sich kaum vorstellen kann. Und über die reden wir einfach zu wenig. Und wenn, ich glaube, mehr Frauen und Männer, Männer, die gerne auch aktiv Väter sein wollen oder die ein Ehrenamt haben,

[01:39:48] was ihnen wichtig ist oder einen Hund haben, mit dem sie gerne viel Zeit verbringen, die Gründe können ja vielfältig sein, warum du nicht nur arbeiten willst. Wenn die sehen würden, wie viel Gestaltungsspielraum du hast, wenn du Firmen gründest, das ist wirklich, und ich würde mir so wünschen, dass gerade Menschen, die irgendwie gut ausgebildet sind, sich einfach trauen, einfach auch mal zu versuchen, Sachen zu machen, wie sie denken, dass es für sie passen würde. Was ist das Schlimmste, was kann passieren? Ja, okay, dann scheiterst du. So what?

[01:40:19] Was du in einem Jahr, wenn du sagst, ich nehme jetzt ein Jahr und versuche diese Firma zu bauen, auf die ich Bock habe. Das, was du in dem einen Jahr lernst, ist ein x-faches von dem, was du lernst, wenn du weiter die Stelle machst, die du gerade machst. 100 Prozent. Aber auf jeden Fall. Du wirst dich so krass weiterentwickeln, selbst wenn du das Ding frontal gegen die Wand fährst oder vielleicht besonders dann. Ja, also du wirst krass viel lernen. So, das heißt, jedes Jahr, was du einfach dir nimmst und sagst, ich mache das jetzt einfach, wird für dich mega.

[01:40:49] Und dann mach es doch einfach nach deinen eigenen Regeln. Und wenn das dann nach deinen eigenen Regeln nicht funktioniert, kannst du dir doch immer überlegen, ob du es dann nochmal versuchst nach den Regeln, von denen du gelernt hast, wie es eigentlich sein sollte. Oder ob du einfach zurückgehst in das, was du vorher gemacht hast und dir irgendwo im Konzern oder in einem Mittelständler wie auch immer einen Angestelltenjob suchst. Aber weißt du, es ist einfach, ich wünsche mehr Menschen, wir würden einfach sehen, wie viel man erleben kann, wenn man sich einfach mal traut, das einfach mal zu probieren. Amen, das war die Ode

[01:41:19] ins Unternehmertum. Ich finde es super. Und alle, die zuhören, können es ja weiterleiten. Entweder an eine Frau, die auf jeden Fall mal gründen sollte oder an einen Typen. Egal. Alle, wir wollen alle. An alle. Wir wollen das alle gründen. Ich habe viel mitgenommen, Kathi. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Ja, super gerne. Danke schön. War richtig viel dabei. Für dich fragt. Wir probieren die Geschichten weiterzutragen. Wir hatten super viele coole, tolle Frauen, Gründerinnen hier im Podcast dabei. Du bist auf jeden Fall neu in meinen Top 3. Highly appreciated. Vielen Dank, Felix, auch für die sehr vielfältigen Fragen

[01:41:48] und dein Interesse an den ganzen verschiedenen Themen. Danke sehr. Und wer dir folgen will, Lifestyle of Longevity in der Podcast App, direkt rüber switchen und einmal abonnieren. Foundermode in dem Zuge auch abonnieren. Es hören so 80 Prozent der Leute zu, die nicht abonniert sind. Ist das bei euch auch so? Bei Foundermode ist das so. Ich habe es lange nicht mehr kontrolliert, aber wir haben zuletzt Leuten wieder gesagt, dass sie abonnieren sollen. Ja, ich glaube, es funktioniert. Ich habe es mit den Doppelgänger-Jungs mal diskutiert, die wollten das nicht machen, weil es ihnen komisch vorkam, aber ich glaube, es funktioniert, den Leuten zu sagen, sie sollen es abonnieren.

[01:42:18] Also, aber was würdest du denn denken, was ist wichtiger, wenn eine Person sagt, sie macht jetzt eine Sache für dich? Soll sie dich lieber abonnieren oder einen Kommentar schreiben oder eine Folge mit jemandem teilen? Ich glaube, teilen ist das Allerbeste. Ich glaube, teilen ist das Allerbeste, weil es bringt ja dann mehr Leute rein, wenn jeder das macht, dann hat es eine gewisse Viralität. Ich glaube, danach ist es das Folgen, weil das allein dazu führt, dass es dann halt auf der Startseite wieder angezeigt wird, bei Spotify, bei YouTube, bei Apple, wie auch immer, dass halt die neuen Folgen dann wieder in den Feed reinkommen. Man vergisst es ja schnell. Also, wie viele Podcasts

[01:42:48] habe ich einmal gehört, weil mich irgendwas interessiert hat, aber dann gar nicht mehr gemerkt, was danach kam. Kommentare, ja, also bestimmt gut dieses Engagement auf YouTube und so, aber ich weiß nicht. Okay, also, ihr abonniert, aber ihr schickt diese Folge auch jemandem, wie du gerade gesagt hast, der damit was anfangen kann. Wo finden Leute dich sonst? Online, wer soll sich melden, wer soll sich nicht melden? Du willst ja Simplify. Sag mal, wer sich nicht bei dir melden soll. Oh nee, so bin ich nicht. Man kann sich immer sehr gerne bei mir melden.

[01:43:18] Ihr könnt immer eine DMs leiden bei LinkedIn. Da versuche ich einigermaßen, Herrin meiner Kontaktanfragen zu werden. Das ist das soziale Medium, wo ihr mich am ehesten findet, aber ansonsten, wie gesagt, kati at lifeselflongivity.de Könnt ihr gerne eine E-Mail hinschreiben, falls ihr irgendwie denkt, die Kati, die hat doch bestimmt was zu sagen zum Thema XYZ, was mich gerade brennend interessiert. Pass auf, was du dir wünschst. Da können sich auch viele Leute melden, aber weil du hast zu allen Themen was zu sagen, oder zu vielen zumindest, ist mein Eindruck. Schön, dass du da warst. Danke, Kati. Danke.