Darius Göttert ist mit 25 General Partner des Young Founders Fund und investiert in Gründerinnen und Gründer unter 26. Parallel hat er mit dem Young Founders Network eine Community mit über 2.000 Mitgliedern und 16 Standorten aufgebaut. Im Gespräch geht es darum, warum junge, lean gebaute Teams im KI-Zeitalter die besseren Wetten sind, wie man unternehmerischen Spirit schon in die Schule bringt und warum Europa die zukunftsträchtigsten Firmen bauen kann.
00:00 - Das Who-is-Who der Startup-Szene an einem Ort
01:35 - Young Founders Network und Fund: die Karte seiner Welt
04:02 - Warum gerade du? Der Emerging-Fund-Manager-Pitch
06:09 - Warum Under-26-Gründer den besseren Return bringen
08:43 - Was junge Leute wirklich vom Gründen abhält
10:57 - Drei konkrete Wege, Unternehmertum in die Schule zu bringen
15:36 - Was Berlin von München lernen kann
17:25 - Contrarian Belief: In Europa kann man die Zukunft bauen
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[00:00:05] Der Ereignis ist wirklich mehr Ruhe. Ja, hier ist ein bisschen mehr Ruhe. Geil. Spontanes Interview. Letztes Mal hast du mich geschnappt, Darius, da waren wir bei den German Startup Awards. Da stand da und wollte meinen Avocado Teller zurückbringen an die Bar. Da hast du gesagt, Felix, hier ist das Mikro, hast du einfach drangesteckt und mich da so überfallen. Ja. Und angefangen mir Fragen zu stellen. Das machen wir heute andersrum. Perfekt. Ich freue mich drauf. Wie geht's dir? Gut, es ist so ein crazy Event. Es sind so viele geile Leute da. Wer ist von draußen?
[00:00:35] Es ist wirklich Wahnsinn. Das Who's Who der deutschen Startup-Szene ist da. Ich glaube, Julian und sein Team haben ja alle zusammengebracht heute. Wir sind seit einer Stunde nur am Upcatchen, am Talken, am Leute-Treffen. Das machst du wieder, oder? Du steckst den Leuten das wieder in dein Mikro. Ja, ich wollte eigentlich Content drehen, aber wir haben so viele, ich mache ja ein paar verschiedene Projekte und wir haben so viele Themen, die wir halt kurzfristig mit den Leuten besprechen wollen, dass wir gar nicht dazu kommen, Content zu drehen. Deswegen mal schauen, ob das über den Tag noch besser wird. Aber jetzt gerade geht es primär um Fund, um Hackerhäuser, um YFN-Community und weniger um eigenen Content.
[00:01:04] Was macht den Tag für dich zum Erfolg, wenn du heute Abend rausgehst und sagst, es hat sich richtig gelohnt, hier zu sein? Du, ehrlicherweise, der Tag ist jetzt schon Erfolg. Ich darf ganz viele Freunde wieder treffen, ich darf ganz viele spannende neue Leute kennenlernen. Es gibt mir ja extrem viel Energie. Wir sehen uns eigentlich mal wieder. Du, und ehrlicherweise, über so einen Tag entstehen ja eh immer Dinge. Also sei es potenzielle neue Kooperationen, sei es, dass man potenzielle LPs für den Fund trifft, sei es tolle Gründer kennenzulernen, in die man investieren kann. Also der Tag ist jetzt schon Erfolg und kann nur noch besser werden.
[00:01:34] Ich spiele mal einen Überblick. Also es gibt Young Founders Network. Das ist der Elias, der draußen steht, zum Beispiel unsere Community-Management macht. Den Clips macht sehr engagiert. Es gibt aber auch den Young Founders Fund. Gib mir mal kurz eine Karte von deiner Welt, wie bei Game of Thrones im Info. Weißt du, was sind die verschiedenen Themen in deinem Leben? Ich probiere es einmal ein bisschen darzustellen. Also das eine Thema Young Founders Network. Haben wir mal gegründet, vor mittlerweile gut zwei Jahren. Es ist eine Community für junge Gründerinnen und Gründer unter 25 hier in Deutschland. Fokussieren uns ja darauf, schon in der Schule
[00:02:03] jungen Menschen unternehmerische Bildung nahezubringen. Das heißt, wir fangen irgendwo an wirklich mit außerschulischen Angeboten. Sei es ein Inkubator, sei es irgendwie Nachmittagsunterricht, in Anführungszeichen, sei es ein Summer Camp, sei es Online-Kurse und verschiedenste Angebote. Und das ist deutschlandweit aktiv? Das ist deutschlandweit. Wir haben knapp 2000 Member mittlerweile. Wir haben 16 Standorte in ganz Deutschland, also einzelne quasi City Circle, wo man sich treffen kann, beziehungsweise Chapter nennen wir das. Und dann haben wir nationale Events, wo die ganze Community zusammenkommt.
[00:02:33] Das sind teilweise Events, das sind so 150 Leute. Wir haben eine eigene Conference, da sind knapp 1000 Leute dieses Jahr. Wo ist die Konferenz? In Berlin, im Neuland, im November. Berlin, was ist Neuland? Neuland ist, Neuland kennst du, die alte Philip Morris Zigarettenfabrik. Ah, was der Martin Aira macht. Genau, der Martin macht das. Da machen wir dieses Jahr die Konferenz. Das ist ja quasi im Smart Village Bogenhausen von Lukas Koppitz in München und diesmal halt in Berlin. Und auf diesem Young Founders Network, was sich so über die Zeit aufgebaut hat,
[00:03:02] wo tolle Companies drin sind oder tolle Gründerinnen und Gründer drin sind, haben wir entschieden, lass uns doch einen Young Founders Fund machen. Was macht der Young Founders Fund? Das ist ein klassischer Venture Capital Fonds. Wir haben im Endeffekt ein Zielvolumen von 10 Millionen Euro, mit dem wir dann in Gründerinnen und Gründer unter 26 in Deutschland investieren. Das heißt, wir sind der erste Investor. Wir packen 50.000 bis 100.000 Euro in die Companies rein, in die Teams rein. Auch nur ein Initial Ticket. Und wollen damit im Endeffekt 100 Portfoliofirmen aufbauen über die nächsten drei Jahre. 100 Portfoliofirmen? 100 Portfoliofirmen, genau. Machen nur einen Check.
[00:03:30] Normaler Fund würde vielleicht so 20, 25 machen. Genau, es ist eher das Tiny VC-Modell, würde ich sagen, von Philipp. Nachher haben wir Jens Labinski von Angel Invest. Der hat auch schon Masseninvestments. Ja, Jens auch super. Die haben ja auch richtig tolle Investments gemacht. Wir haben gestern erst gecallt. Aber das ist so der Ansatz. Und was wollen wir damit? Also zum einen ist natürlich die Renditeerwartung in so einem Fonds immer sehr, sehr hoch. Und zum anderen... Okay, empfehle ich dich mal aus der LP-Perspektive. Ich mache Fundinvestment, ich bin mit dem Partner. So bei Fonds. Erste Frage an die Merging Fund Manager.
[00:03:59] Warum bist du genau der Richtige dafür, diesen Fonds zu treiben? Ja, das Schöne ist, dass ich das nicht alleine mache. Wir haben quasi eine Dreierkonstellation. Ich bin der mit dem Access zum Netzwerk. Ich bin ja selber erst 25, deshalb habe ich sehr guten Zugang über YFN, was ich mit aufbauen durfte. Über Start Munich, über das Unternehmertum-Netzwerk, über mein Hackerhaus in München. Das zweite, was wir jetzt noch in Berlin bauen. Aber auch über Sigma Squared. Ich scout ja für Evo und 10X. Du hast ja gar nicht viele Wörter gesagt. Erklär mal kurz, was ist Sigma Squared? Was ist Evo? Sigma Squared ist auch eine Community für Gründerinnen und Gründer unter 26,
[00:04:28] die auf der ganzen Welt vertreten ist. Da geht es im Endeffekt darum, vor allen Dingen die zusammenzubringen, die auch schon unternehmerisch etwas weiter sind, die schon wirklich erfolgreich gegründet haben, die schon erste Umsätze haben, die aber auch in der Regel was mit einem gewissen Impact für die Gesellschaft machen, aber vor allen Dingen auch skalierbare Firmen aufbauen. Evo ist das, ich sage immer, das europäische YC. Das stimmt natürlich nicht ganz. Evo ist auch weltweit aktiv, machen jetzt natürlich auch viel in den USA. Aber vom Daniel Dibold gegründet ist das im Endeffekt ein... Evo, smarter Founder, hat mich im Podcast drin. Folge kann man jedem empfehlen.
[00:04:58] War irgendwie gefühlt drei Stunden lang. Ich habe trotzdem irgendwie 20.000 Leute angeschaut. Unbedingt. Der Typ ist wirklich on point. Mathematiker, der zum Gründer wurde, der zum VC wurde. Wobei, VC ist er eigentlich gar nicht. Er würde sich gar nicht als Investor sehen. Er sieht sich mehr als Co-Unternehmer und das stimmt auch. Ja, und das stimmt auch. Hat ein sehr spezielles Modell, wie er da drauf schaut. Ja, und im Endeffekt, Evo macht ja genau dieses Modell, dass man halt sagt, hey, man gründet gemeinsam mit Unicorn Foundern und entwickelt dann halt über die Zeit das nächste Dekakorn. Und das machen sie ja on scale.
[00:05:28] Naja, long story short, dadurch habe ich einen guten Access zu den Talenten, auch hier an der Code University. Mein Fahrpartner hat vor zwei Jahren sein Startup verkauft. Kalimoto ist quasi das Google Maps für Motorradfahrer. Und unser dritter im Bunde hat über 75 Investments schon gemacht. Hat also directs in Startups, einige Vorinvestments. Das heißt, wir sind von der Konstellation her gut aufgesetzt. Ich glaube, ich ganz allein könnte das wahrscheinlich nicht machen. Aber die Kombination aus gutem Access zu unserer Zielgruppe
[00:05:55] und der Erfahrung passt dann schon ganz gut. Also ich habe verstanden, du hast Access. Das ist schon mal die Grundlage. Nächste Frage. Wieso sind unter 26-jährige Founder für mich als Investor, die die dem besseren Return bringen? Ja, das ist eine sehr gute Frage. Ich werde das mal mit der Y-Combinator-Statistik beantworten. In den letzten zwei Jahren ist das Durchschnittsalter um vier Jahre gesunken auf mittlerweile 25,6, 25,8 Durchschnittsalter am Y-Combinator. Tendenz weiter fallend.
[00:06:23] Das heißt, die Gründerinnen und Gründer werden immer jünger. Und ich glaube, gerade mit AI, dass die nächste Gründergeneration anders denkt. Man denkt nicht mehr, wie kann ich irgendwie ein Team aus tausend Leuten aufbauen? Wie kann ich diese Riesenstruktur aufbauen? Sondern wie kann ich mit meinem Co-Founder und Cloud Code oder welchem KI-Tool auch immer und vielleicht einem Top-Top-Top-Team aus 10, 12, 15 Leuten das nächste Milliardenunternehmen aufbauen? Und ich glaube, diese Denkweise hat sehr geschiftet,
[00:06:51] auch so gegenüber Foundern, die schon 20 Jahre im Game sind. Und wir glauben, dass deswegen da sehr gute Firmen sehr lean entstehen können. Und wenn ich mir Langdog zum Beispiel anschaue, die nur eine Pre-Seat-Runde gemacht haben und aus der Pre-Seat-Runde auch... ...gründer Lennart, kommt von der Coach University, hat zwischendurch die Coach University mal quasi geführt als Chef, das war so ein Sidequest in seinem Leben, ist rausgegangen, hat Langdog gegründet, zu YC gegangen, ist zurückgekommen, hat jetzt eins der schnellstwachsenden AI-Companies hier und hilft Mittelständlern, AI zu implementieren. Genau so ist es.
[00:07:20] Ich hätte gar nicht besser pitchen können, das ist grandios. Und was die mittlerweile in ARA machen, ohne dass sie jemals eine Folgefinanzierung gemacht haben, ist halt ein Case, der beweist, hey, man kann mit einer Anschubfinanzierung, die wir über einen Fonds geben kann, halt sehr gut skalieren. Interessant. Siehst du das bei jungen Faunen, dass die ein Stück weit Venture-Capital kritischer werden? Also so diese Überschrift Seedstrapping, zu sagen, ich brauche vielleicht gar nicht mehr 100 Millionen, mir reicht es, wenn ich ein, zwei habe. Ja, ein paar Leute muss ich bezahlen und das MacBook, das kaufe ich mir auch noch, aber so viel mehr brauche ich nicht. Siehst du so einen Trend in diese Richtung?
[00:07:48] Oder siehst du diese Global Ambition, zu sagen, nee, jetzt erst recht, ich muss 500 Millionen raisen, weil die Amis haben 500 Milliarden geraised? Du, es gibt sicherlich immer beide Tendenzen. Also ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ein Ding des Alters ist, ob man jetzt eine sehr große Company aufbauen möchte oder eher eine kleine Line Company. Ich glaube, traditional business und boring business gibt es ja auch schon immer. Das heißt, es gab schon immer Leute, die sich entschieden haben, hey, mir reicht ein hochprofitables Unternehmen mit 1, 2, 3 Millionen im Jahr. Und dann gab es immer die, die gesagt haben, ich möchte jetzt das nächste SpaceX bauen. Und genauso sieht man das in der Generation auch.
[00:08:17] In welche würdest du lieber investieren? Der, der sagt, ich will das nächste SpaceX bauen, und das ein bisschen delusional ist, oder der, der sagt, mit einer Million baue ich dir eine 100 Millionen. Ich glaube, wir brauchen mehr Delusion. Also wir brauchen mehr Ambition insgesamt in Europa und da würde ich auch gerne rein investieren. Und ich glaube, der Trend geht aber dahin. Also wir merken das. Ich habe das Gefühl, wenn man heutzutage auch in Europa bei den richtigen Investoren größere und verrücktere Ideen pitcht, dass man da ankommt und dass das deutlich mehr Zuspruch bekommt als noch vor 2, 3, 4 Jahren. Was hält junge Leute davon ab zu gründen, wenn du mit denen in Kontakt bist?
[00:08:47] Was hörst du, was sie sagen? Warum sie es nicht tun? Ja, das ist eine gute Frage. Ich glaube, im Gegenteil sieht man, es gründen immer mehr junge Menschen. Was es braucht, sind Vorbilder. Das heißt wirklich Leute, die zeigen, die vielleicht ein Jahr oder two years ahead sind, die zeigen, hey, ich habe aus der Schule daraus gegründet. Wir machen ja alles, was wir machen, ist ja darauf ausgelegt, dass junge Menschen gründen können. Das fängt an halt mit diesen Community Buildings, geht weiter mit irgendwie Content, den ja diverseste Mitglieder von uns auf Social Media posten, um die Leute zu erreichen. Das geht weiter, dass wir mit den Bildungsministerien sprechen,
[00:09:16] dass wir unternehmerische Bildung in die Schulen kriegen. Das geht dahin, dass wir einen Crashkurs Bürokratie gemacht haben, weil Gründung ja doch was Komplexes ist, wo wir quasi in 10 YouTube-Videos erklärt haben, wie man überhaupt eine GmbH gründet in Deutschland oder eine Firma gründet in Deutschland. Das heißt, was wir probieren, ist die Einstiegshürde immer weiter runterzusetzen und gerade jungen Gründerinnen und Gründern den Weg leichter zu machen. Und dann, klar gibt es immer noch die Argumente, Thema Sicherheit und Thema, ja, meine Eltern möchten aber, dass ich studiere oder dass ich eine klassische Ausbildung mache. Aber ich glaube, immer mehr Menschen verstehen auch,
[00:09:46] dass so dieser klassische Weg auch nicht mehr so funktioniert. Dass es halt nicht sicher ist, wenn du einen Bachelor und einen Master machst, dass du dann irgendwo im Konzern anfängst und die nächsten 45 Jahre arbeitest, dann in Rente gehst. Du warst Stuttgart, oder was? Dann ist es so zu Daimler, zu Mercedes zu gehen, sondern aber so, denkst du auch, was ist mit dieser Industrie in den nächsten Jahren? I don't know. Ist das so sicher, wie es mal war? Wahrscheinlich nicht. Ich glaube, das Sicherste ist, auf seine eigenen Skills und seine Erfahrung zu setzen und dann was Eigenes umzusetzen. Und ich glaube, wenn das Erste oder das Zweite oder auch das Dritte nicht funktioniert, so die Skills, die man lernen darf, wenn man selber Projekte macht,
[00:10:16] wenn man selber Unternehmen gründet, sind ganz anders, als wenn du in ein Konzern gehst. Wie kriegen wir mehr unternehmerischen Spirit in die Schulen? Ich finde es genau der richtige Hebel, da anzusetzen. Ich hatte neulich einen Podcast-Gast, Katja Ernst. Ja, cool. Hat eine Female Health Company gegründet und die sagte aber auch, bis in ihre 30er rein, die kommt von McKinsey, hatte sie gar nicht die Vorstellung darüber, dass sie auch Gründerin sein kann, weil sie keine anderen Gründerinnen kannte. Die war halt im Studium bei McKinsey hat da eine gute Karriere gemacht, aber es hat gedauert, bis sich dieser Horizont so geöffnet hat, zu sagen, ja, für mich ist das auch eine Option. Ergo, ich glaube, genau das, was du gesagt hast,
[00:10:45] wenn man diese Vorbilder an die Schulen bringt und einfach diesem Funken überträgt, zu sagen, ja, vielleicht ist es ja eine Möglichkeit, was Eigenes zu starten. Also da öffnet sich, glaube ich, ganz viel Fantasie. Was ist der beste Weg, das hinzukriegen? Drei konkrete Sachen, die man machen kann. Das eine ist Live Teach Us. Live Teach Us ist eine grandiose Initiative von Ludwig Thiede gegründet. Live Teach Us ersetzt die eine Million Ausfallstunden, die es jede Woche an deutschen Schulen gibt, weil halt Lehrermangel, weil Krankheiten und Co. Das heißt, du und ich und alle anderen können in die Schulen gehen und können unsere praktischen Erfahrungen
[00:11:14] in Unterrichtsstunden vermitteln. Das ist ja geil, weil die Schüler sind eh da, da fällt irgendwas aus. Die dritte Stunde, irgendwie Lehrer ist nicht da, die sitzt in der Inno rum. Du gehst hin und erzählst, warum du einen Podcast gestartet hast oder ein Venture-Studio und wie deine Anfänge liefen und warum du dich für Unternehmertum entschieden hast. Das ist der Hammer. Kannst es direkt machen, kannst dich direkt anmelden nach deinen 20-Podcasts heute. Live Teach Us. Live Teach Us. Tolle Initiative. Das zweite, was wir machen, ist Startup in School. Das machen wir im Rahmen der Nationalen Gründungswoche. Da gehen wir mit Dutzenden Gründerinnen und Gründern
[00:11:44] an hunderte Schulen in ganz Deutschland und halten dort quasi vorbereitete Unterrichtseinheiten. Also wir machen es den Leuten, die sich engagieren wollen, so einfach wie möglich. Wir bereiten das vor. Wie funktioniert Unternehmertum? Wie funktioniert Gründung? Die bringen immer noch eine eigene Perspektive quasi mit rein. Aber dann sind wir Teil dieser Projektwoche, die im November stattfindet und gehen damit an so viele Schulen wie irgendwie möglich. Da auch, wenn da jemand Lust hat mitzumachen, gerne bei mir melden. Schreibt mal rein in den Chat. Ich lese das ja alles. Hier hat jemand geschrieben, Abu Ludwig Goat. Keine Ahnung. Aber,
[00:12:14] also wenn ihr unter 25 seid, dann schreibt es mal rein oder wenn ihr in den Chat oder wenn ihr so ein Programm an eure Schule bringen wollt. Ich glaube, Darius ist hier der Richtige, um das zu machen. Und das ist der dritte Punkt. Also geht an die Schulen, sprecht mit den Lehrern, bietet Projekttage an. So, wir kriegen fast alles umgesetzt. Wir haben Engagierte, die haben Bock, wir haben das Know-how dazu. Initial wollten wir ja mal zu den ganzen Ministerien gehen. Also ist ja Ländersache, die ganze Bildung. Wir wollten zu 16 Ministerien plus auf Bundesebene und denen sagen, packt einfach mal unternehmerische Bildung in die Schulen, weil das braucht es ja. und dann haben wir
[00:12:44] relativ schnell gemerkt, so leicht ist es halt nicht. Deswegen machen wir alles Außerschulische, was irgendwie geht. Also connectet euch. Was ist der größte Bildstand in der Schule? Die sind ja oft auch so ein bisschen wirtschaftsfremd, das ist mein Eindruck. Da kommt jemand, der ist aus der Wirtschaft, oft wieder ein bisschen skeptisch zu sein. Will da jemand Einfluss nehmen auf unseren, weiß ich nicht. Ja, es sind ja extrem intelligente Menschen, die da Lehrerinnen und Lehrer geworden sind. Die hätten ja auch Unternehmer werden können. Also sie haben sich ja bewusst für die pädagogische Laufbahn entschieden. Also rein vom oder stelle ich jetzt mal, der Großteil hätte wahrscheinlich auch
[00:13:14] Unternehmerinnen oder Unternehmer werden können. Aber die haben sich ja bewusst für Pädagogik entschieden. Das heißt bewusst nicht für Unternehmertum. Und natürlich kommen da irgendwie zwei Welten aufeinander. Was nicht heißt, dass es nicht diverseste Lehrerinnen und Lehrer gibt, die sich sehr engagieren. Also bei mir hat auch Unternehmertum mit einer sehr engagierten Lehrerin in der Schule angefangen. Deswegen, das gibt es schon. Und denen muss man aber dann noch helfen, bestmögliche Angebote für die Schüler zu bringen. Okay. Wo wünschst du dir mehr Support?
[00:13:45] Ich glaube, insgesamt müssen alle mehr noch eine Vorbildrolle einnehmen. Also die ganzen erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmer, die heute hier sind, jeder muss eigentlich zweimal im Jahr irgendwo an der Schule und mal 90 Minuten einen Vortrag halten. Jeder muss irgendwie bestenfalls auf Social Media was berichten. Jeder sollte in deinem Podcast darüber reden. Und da müssen wir schauen, dass wir gerade auf Social Media die Zielgruppe junge Menschen erreichen. Da sind sie nun mal am meisten. Und ich glaube, da hilft einfach auch Masse, wenn halt auf Instagram und TikTok und Co. nicht nur Get Rich Quick ist und nicht nur Hey, komm ins nächste Ponchi Scheme,
[00:14:15] sondern da muss halt auch wirklich die unternehmerische Startup Journey rein. Oder wie gründet man einen Podcast? Ja, wir müssen einfach machen, weil die haben alle Bock drauf. Also wenn du dir hier fragst, hey, wirst du dich engagieren, wirst du mal in die Schule gehen, hast du mal 90 Minuten, so ist dann nur eine Stunde. Dann sagen die alle, ja, mach ich. So nur dann im Alltag geht es irgendwie unter. Ich glaube, wenn ihr das facilitiert, wenn ihr so einen Concierge Service macht, so einen TikTok-Concierge Service, schnappt euch die Anna Alex von der Bildung und sagt, komm, wir machen jetzt mal eine Stunde TikToks und das ist dann auch genug Content für ein paar Monate. Und die hat aber keine weitere Arbeit. Ja, das ist ein paar Monate.
[00:14:44] Also dann kriegt man das, glaube ich, ins Rollen. Ich mache den Termin in der Schule. Du musst einfach nur auftauchen. Hier Freitag 15 Uhr. Ja, und das ist eine Large Scale. Ja, finde ich gut. YFN und die Startup-Services der Universitäten, die haben im Chat gefragt. So wäre es nicht in der Möglichkeit, da mehr zu kooperieren? Ihr und die Unis? Wir haben gleich Herrn Schönberger von Unternehmertum hier aus München. Finde ich gut. Ja, ich bin ja seit neun Jahren in München. Regelmäßig Touchpoints machen wir auch. Die ganzen Startup-Factories, die sind ja gerade am Entstehen, sage ich mal. Ich war jetzt im Rahmen der Deutschland-Tour auch in fast jeder Startup-Factory,
[00:15:13] habe mir das angeschaut. Ich habe gerade wirklich einiges in allen Bereichen und in allen Areas des Landes. Und da probieren wir natürlich auch mal sehr nah dran zu sein. Weil zum einen haben wir, ich meine, wir setzen jetzt zum Teil noch eine Stufe früher an, also schon in den Schulen. Das heißt, wir haben natürlich auch Talent, was dann studieren möchte, was irgendwo auch in der Startup-Factory sehr viel Know-how und Hilfe bekommen kann und probieren also irgendwie möglich zu kooperieren. Wir sind hier in Berlin. Wie siehst du sowas wie Unternehmertum, was aus München kommt? Eine Frage im Chat war hier, wann ist sowas wie CDTM in München?
[00:15:42] Also München hat ja viel gemacht, um die Unis mit der Wirtschaft, die Forschung mit Startups zu verbinden. Was glaubst du, hier in Berlin ist eine Maßnahme, die helfen würde? Wir haben ja auch eine Startup-Factory in Berlin-Brandenburg. Das ist uni. uni.science, kann sich jeder mal anschauen online. Das machen sehr hochintelligente und gut vernetzte Menschen. Der Thomas Heimann ist der Aufsichtsratsvorsitzende. Der glaube ich auch hier ist heute. Der ist auch hier heute. Genau, hat auch schon mit Helmut gesprochen. Das heißt, der Know-how-Transfer findet da statt. Und man merkt auch bei uni, jetzt im Rahmen der Uni Future Week, die auch diese Woche ist,
[00:16:12] da werden die richtigen Player zusammengebracht. Was es aber auch braucht darüber hinaus, und ich bin großer Fan von wirklich studentischer Ausgründung, aus dem Studium heraus ins Unternehmertum zu gehen, auch vielleicht mit der Offenheit zu sagen, ich breche mein Studium dafür ab, wie ich es gemacht habe und fokussiere mich auf die Firma, halte ich für hochrelevant. Ich finde aber genauso Initiativen, wie Julian Teike das hier macht und auch andere Unternehmer das machen, essentiell. Es braucht die Leute, die selber mal erfolgreiche Firmen aufgebaut haben, die das Ökosystem prägen. Und es braucht wirklich,
[00:16:42] also die Storys erzählen, dass Julian gefühlt, egal wann ich hier hinkomme, wenn das Donnerstagmorgen um 8 Uhr ist, dann sitzt der ja vorne und quatscht schon mit den ersten Gründern und gibt irgendwie seinen Witten weiter. Und das ist approachable. Und das bräuchten wir auf einer Large Scale. Und wenn jedes Ökosystem zwei, drei erfolgreiche Unternehmer hat, die sagen, ich nehme das jetzt in die Hand und ich gebe das jetzt an die nächste Generation weiter und gründe mit den neuen Firmen, so dann kommt dieses Flywheel richtig zum Laufen. Und das wollen wir. Das wollen wir, ja. Ein Chat hat übrigens aufgeklärt, Ludwig ist der Gründer von Life Teacher.
[00:17:12] Wir haben das mal verstanden. Abu heißt sowas wie Macher auf Arabisch. Geil. Goat heißt greatest of all time. Okay, super. Also sehr... Danke an den Chat. Ja, Ludwig. Letzte Frage an dich. Was für eine Überzeugung hast du, die viele andere für falsch halten? Was ist dein Contrarian Belief? Ich glaube, man kann in Europa die zukunftsträchtigsten Firmen gründen. Und ich glaube, man muss nicht ins Silicon Valley um Unicorns oder Degacorns oder Centicorns zu bauen. Ich glaube, wir haben alles, was es braucht an Talent in Europa. Wir tun uns selber zum Teil etwas schwer. Absolut.
[00:17:42] Aber ich glaube, und deswegen baue ich ja auch hier und deswegen bauen ja auch hunderte Leute, die heute hier sind, hier in Deutschland und Europa, dass wir aktiv die Zukunft gestalten können. Und das sollten wir machen. Sehr gut. Mein Belief ist, unterschätzen nie 19-Jährigen. Ich glaube, wenn du 19 bist, dann 18 ist vielleicht ein bisschen... Aber 19... Wie heißt es, Elias? 17. 17. Sag mir mal, was geht? Gibt es mal den Download draußen? Elias machte die Clips vom Community Management. Ein bester Mann. Bei YFN engagiert. Nichts bei uns gerade in der Wien.
[00:18:11] Sehr gut. Schön, dass du hier warst. Danke dir, Felix. Danke dir.

