Paul Aierle und Lukas Tomasek sind 14 und haben mit ihrer App KlausurBuddy gegen 1.500 andere Teams gewonnen. KlausurBuddy baut aus den eigenen Lernunterlagen eine Klausur nach Lehrplan und korrigiert sie in Echtzeit. Damit haben die beiden den Startup-Teens-Wettbewerb gewonnen, 10.000 Euro Preisgeld kassiert und ihren Siegerpitch bei Axel-Springer in Berlin gehalten.
00:00 - Trailer & Intro
01:57 - Der Pitch im Axel-Springer-Haus: was den beiden kurz vorher durch den Kopf ging
04:41 - Rund 50 Trockenläufe und ein Testpitch mit hartem Feedback: so entstand der Siegerpitch
06:41 - „Schreibe die Klausur, bevor du sie schreibst": die Idee hinter KlausurBuddy
08:47 - Wie KlausurBuddy funktioniert, und welche Note Feliks im Selbsttest bekommen hat
17:50 - Von der Google-Suche zum ersten Platz: der Weg durch den Startup-Teens-Wettbewerb
28:50 - Sein Lehrer sagte, KI könne keinen Code schreiben. Dann fand Lukas Claude Code
32:18 - Wie KI an deutschen Schulen wirklich ankommt, aus Sicht von zwei Schülern
38:54 - „Wir werden belächelt": wie Mitschüler und Lehrer auf die Firma reagiert haben46:04 - 50.000 Euro für die Firma? Und was bei 50 Millionen passieren würde
Paul & Lukas' Links:
💼 LinkedIn Paul Aierle: https://www.linkedin.com/in/paul-aierle-75721a346/
💼 LinkedIn Lukas Tomasek: https://www.linkedin.com/in/lukas-tomasek-5a96a83b9/
💻 KlausurBuddy: https://klausurbuddy.com/
[00:00:00] Wir werden belächelt. Ja, hahaha, mit 14. Ihr seid doch viel zu jung. Ihr seid in der Klasse 8D und habt eine Firma gegründet, die KlausurBuddy heißt, mit der ihr den ersten Platz erreicht habt im Startup-Teens-Wettbewerb. Man sitzt doch jeden Tag vor seinen Schulsachen, vor dem Tag vor der Klausur und dann denkt man sich so, ist man wirklich gut vorbereitet? Wie ändert man das? Und dann haben wir die Lösung gefunden, wenn man die Klausur schreibt, bevor man sie schreibt. Er leidet den Nutzer sein Materialum, mit dem er halt arbeiten will. Zurück kommt eine schulechte Klausur und das Coole ist, die KI korrigiert es dann auch gleichzeitig. Der Nutzer hat einen Nutzer mit seinem Materialum, mit dem er halt arbeiten will. Zurück kommt eine schulechte Klausur und das Coole ist, die KI korrigiert es dann auch gleichzeitig.
[00:00:29] Der Nutzer bekommt dann in Echtzeit Feedback. Ich hab's gestern getestet, ich fand's mega gut. Ich hab mir eine Klausur geben lassen für 10. Klasse, Baden-Württemberg, Geschichte. Ich hab eine 4 bis 5 bekommen. Ich hatte halt diesen Gründerblick. Du hast ein Problem. Wir arbeiten noch mit Excel, in Manche, das ist alles überholt. Aber du denkst, du hast eine Lösung. Da dachte ich mir, ey, komm, ich baue das Ding. Erst mal machen und dann sieht man schon, was kommt. Es gab doch so einen Mim. Was passiert, wenn es schief geht? Und dann sagt der andere so, dann bin ich da, wo du bist.
[00:00:59] Cool, Jungs, schön, dass ihr da seid. Um's kurz zusammenzufassen, was ist bisher passiert? Ihr seid in der Klasse 8D vom Gymnasium Höhenkirchen-Sigertsbrunn. Ihr seid 14 Jahre alt und habt eine Firma gegründet, die Klausur Buddy heißt, mit der ihr euch gerade durchgesetzt habt gegen 1500 andere Teams und den ersten Platz erreicht habt im Startup-Teens-Wettbewerb. Congrats. Dankeschön. Freut uns. Wahnsinn. Wie ist die Lage in Höhenkirchen-Sigertsbrunn?
[00:01:28] Die Lage, gut. Jetzt sind bald Ferien, jetzt ist jeder froh. Wir haben was zu arbeiten. Wir haben jetzt ein paar Presseanfragen. Wir müssen da das abarbeiten. Wir sind jetzt hier im Podcast und sind froh, hier zu sein. Und freuen uns jetzt auf das Gespräch und sind gespannt. Ja, ich bin froh, dass ihr hier seid. Habe ich gesagt, es ist mir eine Ehre, dass ihr hier euren allerersten Business-Podcast ausgewählt habt. Premiere quasi.
[00:01:57] Erzählt mal von dem Moment vor dem Pitch. Ihr habt bei dem Wettbewerb mitgemacht, da Unterlagen eingereicht, wurdet ausgewählt und vor zwei Wochen standet ihr in Berlin im Axel Springer Hochhaus und musstet vor der Jury pitchen. Wie war der Moment kurz davor, bevor der Pitch losging? Was ist euch durch den Kopf gegangen? Woran habt ihr gedacht? Wovor hattet ihr Angst?
[00:02:19] Ja, das erste Mal muss ich sagen, ich war so aufgeregt davor. Ich habe, glaube ich, da gab es so Getränkeschrank, konnte man sich Getränk rausnehmen. Ich habe mir gedacht, ich habe so viel Cola getrunken, obwohl das eigentlich nicht gut ist. Dafür, für die Aufregung habe ich so viel Cola getrunken, die, glaube ich, noch nie. Mir schmeckt eigentlich Cola auch gar nicht so gut, eher Spezi. Aber dann kurz vor dem Pitch, wir hatten an dem Tag Abistreich tatsächlich in der Schule. Und was ganz lustig ist, aus unserer Schule war auch jemand im Finale und hat dann auch gewonnen in einer anderen Kategorie.
[00:02:49] Und der ist in der Q12, ist da ein bisschen besser vernetzt. Und da wurde ein Riesenbanner aufgehängt vor unserer Schule. Stürzt die Schulleitung, also mit dem Namen der Schulleitung. Das war so ungefähr das Letzte, was wir vom Pitch mitbekommen haben, dass wir uns darüber totgelacht haben, was denn zu Hause hier in München beim Abistreich passiert ist. Das war ganz cool, weil wir sind dann locker in den Pitch gegangen. Eigentlich auch, man muss sagen, lockerer, als wir sonst gegangen wären.
[00:03:15] Und das hat uns dann nochmal vielleicht geholfen. Und während dem Pitch, ich war so im Tunnel, ich hätte dir danach nichts mehr sagen können, während der Jury saß. Selbst wenn die danach rausgekommen wäre aus dem Raum. Das war so ein Fokus. Ich habe eine aus der Jury fokussiert, die nett geguckt hat, geleichelt hat. Waren alle nett, aber sie hat halt nett geguckt während dem Pitch. Und da habe ich mich auf die fokussiert. Und dann haben wir da unser Ding gemacht. Und ich glaube, der Lucas hat auch noch ein paar Sachen zu sagen, wie es ihm ging. Er war ein bisschen cooler als ich.
[00:03:44] Hast du auch voller Cola und voller Koffein? Nein, nein, also ich habe versucht, Paul ein bisschen zu beruhigen. Ich wusste ja beide, dass wir uns wirklich gut vorbereitet haben auf den Pitch. Und dann habe ich gesagt, komm Paul, wir schaffen das. Und sind wir da reingegangen, haben unseren Pitch gemacht, waren hochkonzentriert. Und die Jury war, glaube ich, sehr begeistert. Ja, mega. Congrats. Und da sind ja schon zwei Golden Nuggets dabei. Einmal so, mach dich locker quasi. Ihr habt dann die witzige Situation aus München, aus der Heimat mitgekriegt. Konntet euch ein bisschen entspannen.
[00:04:10] Und das Zweite, das ist echt ein guter Public-Speaking-Tipp. Such dir die eine Person im Publikum, die irgendwie nett ist, die dir an den Lippen hängt. So diese eine Person, die gibt es ja immer. Und konzentrier dich nur auf die, weil dann kriegst du positives Feedback. Und das macht dich ja auch lockerer. Genau. Und da haben wir dann auch mit dir, das hat uns auch jemand gesagt, der sich da ein bisschen auskennt. Und der auch, wo Pressesprecher ist, da mit dem haben wir das ein bisschen geprobt. Der hat uns ein bisschen geholfen. Und der hat uns dann auch so Tipps gesagt. Such dir welche im Publikum und geh denen rum. Du musst Präsenz zeigen. Und das hat dann auch die Jury am Ende gesagt, dass das wirklich gut gemacht wurde.
[00:04:41] Wie habt ihr euch sonst vorbereitet? Wie war der Weg dahin? Wie habt ihr das geübt? Und wie habt ihr den Pitch quasi strategisch aufgebaut? Also wirklich, erstmal haben wir ihn selber natürlich gelernt. Und da danken wir uns auch unseren Eltern, weil die haben beide, sowohl mein Vater und Pauls Vater, haben dann beide in den Wochen davor bei ihnen auf der Arbeit so ein kleines Jury-Team zusammengestellt und das mit uns zusammen geprobt. Ach krass. Okay. Das war eigentlich recht cool, weil das sind natürlich auch Leute, die Ahnung haben. Und die haben uns dann wirklich wertvolles Feedback dann für den finalen Pitch gegeben.
[00:05:11] Wie oft habt ihr das quasi geübt in so einem Trockendurchlauf, bevor ihr dann quasi vor der echten Jury standet? Boah, also so zu zweit mal anrufen und machen bestimmt 50 Mal oder so. Aber so... 50 Mal? Ja, also wir haben halt dann abends telefoniert und zweimal durchgemacht. Aber so richtig mit Jury und Feedback und so das Ganze zweimal. Das hat aber wirklich gut getan. Beim ersten Mal wurden wir richtig rasiert. Das müssen wir vielleicht noch sagen, weil beim ersten Mal, da hatten wir so einen Pitch, wo viel zu viel drin war.
[00:05:42] Und da wurden wir... Was heißt rasiert? Die haben gesagt, ey, ihr seid richtig scheiße. Aber die haben halt gesagt so, ja, es ist einfach nicht gut. Und danach haben wir uns halt wirklich verbessert und haben die Sachen umgesetzt. Und ich glaube, ohne das eine Mal, wo wir beim ersten Mal, beim Lucas, dein Vater, in der Arbeit, wo wir dann nicht so rasiert geworden wären, dann wäre das auch nicht so viel geworden, wie es jetzt ist. Okay, okay. Also nächstes Nugget, lass dich mal rasieren. Lass dich mal rasieren. Lass dich mal roasten. Und das Zweite, was du gesagt hast, mach lieber weniger statt mehr.
[00:06:09] Die Tendenz von vielen Faunern ist ja, so viel wie möglich reinzupacken. Man denkt ja immer, ja, ich muss die Leute überzeugen, da muss ich denen ganz viel sagen. Aber die Kunst ist eigentlich, wenig zu sagen. Was habt ihr weggelassen? Ganz viel über kleine Details. Letztendlich haben wir dann auch gelernt, indem wir mit unserem Kontakt da, der Pressesprecher ist, gesprochen haben. Und der hat uns gesagt, hey, ihr braucht diese Kernmessages, die ihr runterschreiben müsst und die in diesem Pitch drin sind. Und dann haben wir uns nochmal hingesetzt, den Pitch komplett neu geschrieben. Und da waren dann unsere Kernmessages drin.
[00:06:38] Und ich glaube, das ist der Jury auch gut rübergekommen. Okay, okay. Dann die Spannungskurve ist ja jetzt hoch. Dann erzählt doch mal, wenn jemand von Klausurbuddy, von eurer Firma noch nie was gehört hat, wie ist der Pitch? Wie erklärt dir das jemandem von außen? Also, man sitzt doch jeden Tag vor seinen Schulsachen, vor dem Tag vor der Klausur. Und dann denkt man sich so, ist man wirklich gut vorbereitet. Man lernt zwar seine Sachen auswendig aus dem Buch,
[00:07:05] aber das ist für uns nicht, das haben wir Erfahrungen mitgemacht, haben unsere Mitschüler natürlich auch gesagt, man fühlt sich immer noch nicht so sicher. Und da war unsere Idee, wie ändert man das? Das war unser Problem. Und dann haben wir die Lösung gefunden, ja, wenn man die Klausur schreibt, bevor man sie schreibt, also man schreibt schon mal die Klausur, bevor man sie schreibt, das ist immer unser Werbespruch, sagen wir so schon, schreibe die Klausur, bevor du sie schreibst, dann würde das Ganze doch viel besser gehen. Dann geht man doch beruhigter in so ein Gespräch. Das ist doch genauso wie mit dem Pitch,
[00:07:34] den hat man hundertmal geübt. Und beim hunderteinsten Mal hat es dann halt wirklich gut geklappt. Das war dann vor der Jury. Und das haben wir uns das Gleiche bei der Klausur gedacht und haben uns schlau gemacht. Dann hat Lukas einfach mal freie Hand, mal programmiert an einem Wochenende, hat mich angerufen oder da hat mir dann in der Schule davon erzählt, hat mir gesagt, schau mal Paul, ich habe das und das gemacht. Ich war total begeistert. Und dann hat er gesagt, komm, du bist doch so cool, du kannst so gut reden, du schreibst Leute an, die du nicht kennst, wie jetzt zum Beispiel dich. Wie mich.
[00:08:03] Ja, das mag er zum Beispiel nicht so gerne. Paul ist halt das Marketing-Genie. Und das Gehirn hinter der ganzen App. Ja, die Genie sind ein bisschen hochgegriffen. Und dann haben wir das gemacht und dann dachten wir so, ja, bei ChatGBT kann es gleich auch. Was können wir anders machen wie ChatGBT oder Gemini oder alle anderen KI und name it machen? Und dann haben wir gedacht, ja, die Lehrpläne, die gibt es doch überall online. Und dann haben wir die mit eingearbeitet. Und jetzt erstellt unser Programm deine Klausur, deine Klausur nach deinem Lehrplan.
[00:08:34] Weil es gibt ganz bestimmte Sachen wie Operatoren oder AFB, AFB 1 bis 3, die ganz wichtig sind. Und wonach jeder Lehrer, nach dem Muster muss jeder Lehrer seine Schulausgabe, egal in welcher Schule man ist, erstellen. Okay, mega. Lukas, erklär mir mal, du hast das Produkt gebaut. Also wie läuft das Produkt ab? Was ist ein Beispiel dafür, wie ein User das konkret einsetzt, um sich für eine Klausur vorzubereiten? Also natürlich erst mal die Klausuren. Da lädt ein Nutzer grundsätzlich sein Material hoch, mit dem er halt arbeiten will.
[00:09:03] Dann wird das Ganze über die API an die KI geschickt. Und zurückkommt eine hoffentlich schulechte Klausur, also so wie sie am nächsten Tag geschrieben werden kann. Die kann er dann noch bearbeiten. Und das Coole ist, die KI korrigiert es dann auch gleichzeitig. Das heißt, der Nutzer bekommt dann in Echtzeit Feedback. Verstanden. Ich habe es gestern getestet. Ich fand es mega gut. Ich habe mir eine Klausur geben lassen für 10. Klasse, Baden-Württemberg, Geschichte. Dann habe mich abfragen lassen zum Niedergang der Weimarer Republik.
[00:09:31] Muss sagen, ich habe nicht so gut performt. Ich habe eine 4 bis 5 bekommen bei der Testklausur. Also das hat mich gut herangenommen. Aber der Flow war gut. Und ich fand auch interessant, dass ich ja selber meine Unterlagen hochladen musste. Also ihr habt ja nicht gesagt, guck mal hier, so sieht das aus. Sondern der Flow sieht ja so aus, so lade bitte deine eigenen Notizen und Lernmaterialien hoch. Ihr seid ja quasi kein Verlag, der selber die Fragen stellt. So habe ich es verstanden. Ja, das ist auch rechtlich gesehen ein bisschen schwierig mit dem Verlag.
[00:10:01] Wir können nicht einfach Schulbücher hochladen, wo wir gar keine Rechte dran haben. Und außerdem ist das auch das Ding, jeder macht, jeder Lehrer macht es dann doch wieder ein bisschen anders. Und man macht ja den Stoff nicht in der Reihenfolge vom Buch immer. Und da wollen wir dann auch dem Nutzer ein bisschen die Möglichkeit lassen, es persönlich auf ihn zuzuschneiden zu lassen. Weil wir dann am Ende ja auch nicht schauen können, wie genau fragt es der Lehrer ab. Und wenn man sein eigenes Material hochlädt, dann sind ja auch oft Beispielaufgaben dabei oder so, wie der Lehrer sie dann auch oft in der Schulaufgabe verwendet.
[00:10:31] Und das nimmt unsere KI oder das greift unsere KI auch mit auf. So können wir dann jedem ein persönliches Erlebnis bieten, sage ich jetzt mal. Das ist natürlich auch der größte Vorteil von KI. Wenn man sie wirklich nutzen kann, ist es super, um sich zu personalisieren, um zum Beispiel diese Klausur an diese eine Schulaufgabe anzupassen. Verstanden. Und dann nimmt es dann den Kontext von dem Bundesland, von der Schule, von dem Lehrer und so weiter, weil es dann doch sehr spezifisch ist.
[00:11:01] Erzählt mal so ein bisschen Zahlen, Daten, Fakten. Wie viele Leute nutzen das gerade? Monetarisiert ihr das? Wie ist die Traction? Also es nutzt es schon. Also jetzt dafür, dass wir so früh sind, nutzen es schon ganz viele Schüler. Aber wir sind natürlich jetzt auch in der Wachstumsphase. Was gut ist, wir decken unsere Kosten nämlich jetzt schon. Wir decken das Ganze jetzt schon, weil wir haben kaum Kosten. Und dann wollen wir jetzt die nächsten Wochen und jetzt sind ja noch vor den Sommerferien, da möchte eigentlich keiner mehr was von der Schule wissen. Und nach den Sommerferien planen wir dann eigentlich schon so einen großen Marktstart,
[00:11:31] wo wir dann bis auf ein Jahr planen wir jetzt mindestens mal in die vierstelligen Notarbeiter. Okay, tausende von Nutzern. Genau, so ungefähr. Jetzt sind wir ja noch eigentlich in der Testphase, bauen das Ganze noch fertig, versuchen das zu verbessern in Zusammenarbeit mit anderen Schülern und Lehrern. Und dann sagen wir so, ab nächstem Schuljahr im September geht es dann richtig los. Ja, ja, ja. Ist ja das Timing-mäßig natürlich für so ein Produkt schwierig,
[00:11:58] weil klar sind Sommerferien, alle wollen ins Freibad oder Fortnite spielen und sich nicht auf die Klausuren vorbereiten, ist klar. Aber heißt natürlich dann gerade September, Oktober kommt wieder die heiße Phase und darauf bereitet ihr euch vor. Sehr cool. Wie kommt ihr jetzt mit 14 Jahren auf die Idee, eine Firma zu gründen? Erzähl mal, was war der Funken? Wer hat da wen angerufen? Wo standet ihr an dem Moment, wo ihr gesagt habt, ey guck mal, lass doch mal was starten. Lass einfach mal loslegen. Ich hab keine Ahnung. Also so, was es hat, ist es so aufgebaut.
[00:12:25] Ich interessiere, ich schaue schon und Lukas auch, wir interessieren uns schon seit der ersten Klasse für Nachrichten. Ich bin immer ins Bett gegangen nach der Tagesschau in der ersten Klasse. Und damals, ich hatte zwar immer viele Freunde, aber das fand halt jeder komisch an mir so ein bisschen. Und dann, und er war in einer anderen Grundschule als ich und dann kam mir in eine fünfte Klasse. Wir kannten uns erstmal nicht. Und dann war er da und hat sich genauso für Politik und Geschichte interessiert wie ich. Und ich meine, dann findet man sich halt so zusammen. Gleichgesinnte treffen sich.
[00:12:55] Und dann entwickelt sich das Ganze weiter. Dann interessiert man sich, dasselbe, man wird vielleicht auch mal für Finanzen und für Aktienmärkte und für, wie funktioniert so eine Firma? Was ist wichtig bei so einer Firma? Und in der Phase waren wir gerade. Und dann kommt Lukas einfach, das kann er vielleicht nochmal selber schildern, wie das Ganze abgelaufen ist und sagt mir, schau mal, wir haben da eine Webseite, da gründe ich jetzt eine Firma. Und dann sage ich, ah cool, wir finden sowieso in der Schule, wird viel zu wenig darüber unterrichtet. Und dann dachten wir halt, ja, wir machen es besser als die Schule.
[00:13:24] Wir können nicht immer nur motzen, sondern auch mal machen. Und das haben wir dann gemacht. Und dann kann Lukas vielleicht nochmal schildern, wie er das Ganze aus seiner Situation sieht. Boah, ich hatte halt diesen Gründerblick. Du hast ein Problem, aber denkst dir, du hast eine Lösung. Da dachte ich mir so erstmal, boah, wie mache ich das denn? Und ich kann schon ein bisschen länger programmieren. Eigentlich auch ziemlich gut. Und dann habe ich mich da hingesetzt und am Wochenende eigentlich die Grundversion einmal hingemacht. Und dann kam halt dieser Anrufe bei Paul und haben ihm gesagt,
[00:13:51] hey Paul, ich habe dir was auf die Beine gestellt, schau es dir mal an. Und so hat sich das Ganze dann entwickelt. Und wir haben ihn zusammengefunden und sind jetzt dabei, unser erstes eigenes kleines Startup zu gründen. Und der hat ein Stück weit euer eigenes Problem gelöst. Das ist ja der beste Weg, um quasi ein Produkt zu bauen. Zu sagen, hey, ich merke da so, ich habe ein Problem. Ich will mich besser vorbereiten. Ich habe die ganzen Unterlagen. Ich schiebe die immer so in Chat-GBT rein, aber irgendwie ist das Ergebnis vielleicht nicht so gut. Ich baue da eine Lösung für meine eigene Challenge. Ja, genau.
[00:14:21] Wir sind ja beide selber Schüler. Und darum kennen wir halt das Problem einfach. Und das kann halt auch kein anderer von sich erwarten. Das ist eben so das Ding auch mit jeder großen Firma oder anderen Firmen, die sowas Ähnliches machen könnten. Das ist halt einfach nicht so. Wir sind einfach mit Herz dabei. Und wir wissen einfach auch, wir wissen, wie unser Produkt funktioniert. Wir probieren es selber aus. Es ist schwierig, wenn man sein eigenes Produkt nicht selber ausprobiert. Oder nicht schwierig. Das ist halt einfach nicht so gut. Dann können wir wissen selber, wo dann die Probleme liegen.
[00:14:50] Können es dann selber so verbessern, weil wir sagen, ah, schau mal, das war nicht so gut. Und natürlich läuft nicht alles gut. Das kann ja nicht sein. Das wäre das erste Produkt, das die erste Version ohne Fehler überstanden hätte. Wir sind halt die Schüler, die dann letztendlich auch das Produkt nutzen. Ja. Und erzähl mal, Lukas, du hast gesagt, du hast dir selber Programmieren beigebracht. Wie kann man sich das vorstellen? Wie hast du angefangen, das zu lernen? Was waren da deine Ressourcen? Wie war der Weg für deine eigene Ausbildung?
[00:15:16] Boah, also ganz grundsätzlich war das so, ich habe irgendwann mal so gesehen, dass man ja hacken kann und so. Und dann fand ich das ganz cool. Und hacken natürlich nicht. Und keine Ahnung. Da dachte ich halt so, ja, man muss Programmieren dafür lernen. Mich hingesetzt und habe das halt mit YouTube-Tutorials und ein paar kleinen ersten Projekten angefangen. Aber so richtig lag das, es lag halt so jetzt ein bisschen brach.
[00:15:39] Und jetzt mit diesem Projekt, da habe ich mich wieder voll reingelesen, habe viel gearbeitet, auch mit KI zusammen und habe das Ganze auf die Beine gestellt. Also eigentlich war es größtenteils Eigensinitiative. Und habt ihr so eine Peergroup im Sinne von, hast du gerade gesagt, Paul, Gleichgesinnte finden zusammen? Also gerade für euch in eurem Umfeld? Habt ihr Schüler, die so ticken wie ihr, die auch programmieren und ihre Apps umsetzen oder seid ihr da relativ alleine? Also eigentlich sind es ja wir beide.
[00:16:07] Darum haben wir uns auch gefunden, weil wir waren halt doch nie so wirklich die Standardjugendlichen. Also wenn man früher Zeitung und Tagesschau gesehen hat. Und ich finde, darum haben wir uns auch so gefunden. Aber so wirklich andere, schwierig. Vielleicht einer und ein sehr guter Freund von uns, mit dem wir auch, das ist eigentlich so eine Dreiergruppe in unserer Klasse, mit denen wir uns sehr, sehr gut verstehen, haben wir noch andere Freunde. Der holt sich immer Sperrmüll und macht es aufs Leidenschaft, baut es auf.
[00:16:36] Wenn er zum Beispiel alte Fahrräder sind, dann baut er die wieder auf und tut sie neu lackieren und sowas. Und dann verkauft er sie auf Ebay. Das ist vielleicht auch nochmal sowas, das geht vielleicht nochmal schon so in die Richtung. Auch dieses Unternehmergeist, dass er dann einfach, er möchte es einfach verkaufen. Und ich finde auch die Leidenschaft dafür zu haben, dass er solche Sachen neu aufbaut. Ich glaube, da würde kaum ein Jugendlicher einfach zum Schwermüll gehen oder sie umfahren oder auf Ebay surfen, ob er irgendwas Kaputtes finden kann, was er aufbauen kann und dann teurer verkaufen kann.
[00:17:06] Ja, das ist interessant, wenn man mit erfolgreichen Unternehmern spricht und die fragt so, hey, wie war deine Jugend, was hast du gemacht? Ganz viele von denen erzählen so eine Geschichte, die sagen, hey, ich hatte diesen Ebay-Handel oder ich habe Webseiten gebaut für die kleinen Unternehmen in meinem Dorf. Oder ich habe die Computer repariert oder ich habe die Partys veranstaltet oder ich habe irgendwas auf dem Schulhof verkauft. Und es ist interessant, dass Unternehmertum sich oft sehr früh zeigt und viele anfangen so mit so einem Side-Hustle was zu bauen, dabei zu lernen, so die ersten unternehmerischen Schritte zu machen.
[00:17:39] Wenn euch Founder Mode gefällt, hinterlasst einen Kommentar, hinterlasst eine Bewertung und abonniert den Channel. Ihr tut uns damit einen riesen Gefallen und verpasst auch die nächste Episode nicht. Danke. Bei Startup-Teams gibt es ja einige Leute, die so ticken. Wie seid ihr denn darauf aufmerksam geworden? Ich habe Google eingegeben, wie kann man bekannt werden. Wir hatten das Produkt und dann kam Startup-Teams-Webseite. Und dann habe ich mir das angeschaut und habe mir einen Nugas angerufen und gesagt, komm, dann machen wir doch mit.
[00:18:08] Ich habe nicht mal meinen Eltern Bescheid gesagt, weil wir erst mal dachten so, da kommt sowieso keine Antwort. Ich habe dann irgendwann mal nach zwei Wochen geschaut, ob da überhaupt eine Antwort kommt. Da stand dann normalerweise, da haben wir die KI-Antwort ganz oben, normalerweise kriegt man eine Antwort. Und dann haben wir uns da beworben, haben dann einen Businessplan gemacht, unseren Businessplan so hingeschrieben, wie wir dachten, dass er ist. Wir sind da unter die Top 5 gekommen und dann hieß es da, ja, es gibt ein Voting. Die Top 2 kommen weiter, eine Wildcard gibt es.
[00:18:38] Und dann dachten wir uns so, ja, oh, da müssen wir uns unser Netzwerk austesten. Aber auch unsere Schule hat uns da sehr unterstützt. Die haben das auf die Webseite geschrieben. Die haben es ins Elternportal, Elternbriefe. Und dann sind wir ganz, ganz knapp Zweiter geworden mit 0,5 Prozent Abstand zu den Dritten, die auch eine sehr coole Idee hatten. Sie haben es dann auch nicht über die Wildcard geschafft. Und dann, so ist es halt leider für uns zum Glück oder leider mal entscheidender halt.
[00:19:05] Jede Stimme hat entschieden, wie wir es in der Werbung noch mal gemacht haben. Und da kam dann, im Zuge dessen kam auch unser erster SZ-Bericht raus, weil wir da auch Leute vom SZ angeschrieben haben. Noch nicht so großflächig wie jetzt. Aber da hatten wir halt einfach ein bisschen Glück. Im Merkur kam ein Bericht und dann sind wir da Zweiter geworden. Und haben uns, das war während dem Matheunterricht, wo wir es mitbekommen haben. Normalerweise darf man ja nicht aufs Handy schauen. Ich habe eine Apple Watch, da kriege ich immer Mitteilungen drauf. Und dann sehe ich so, Startup-Teens-E-Mail.
[00:19:34] Dann frage ich meine Mathelehrerin, weil die wusste natürlich auch davon Bescheid, ob ich kurz drauf schauen kann. Und dann stand der Erste, also dass wir weitergekommen sind. Und dann haben wir uns natürlich mega gefreut. War da kurz Party in der Mathestunde? Ja, wirklich. Da haben sich alle gefreut für uns. Also ist der Wettbewerb grundsätzlich eigentlich, sind wir bloß daraus gekommen, weil wir Aufmerksamkeit gebraucht haben. Also ich meine, wenn man ein Produkt hat, man kann das beste Produkt haben, aber die Kunden kommen halt nicht von alleine.
[00:20:03] Und da hat Paul halt ein bisschen geschaut, wie wir denn da an Reichweite kommen. Ja, interessant. Und ich meine, vor allem vor dem Hintergrund, dass ihr sagt, ihr habt jetzt kein Marketingbudget, ihr wollt jetzt nicht morgen 100.000 Euro ausgeben für irgendwelche Instagram-Ads oder irgendwas, sondern ihr müsst ja Wege finden, die erstmal kostenlos sind oder sehr wenig kosten, wo man mit Zeit mehr erreichen kann als mit Budget. Und da habt ihr euch quasi für den Presseweg sozusagen entschieden. Ich meine, das ist ja auch eine coole Story. Die zwei 14-Jährige gründen, bauen das Lerntool, was sie selbst gebraucht hätten. Du, ich hab dir da mitgekriegt.
[00:20:33] Mir schreiben die ganze Zeit Leute an, die wollen in den Podcast kommen. Ich sag den allen ab, aber Paul hatte mir geschrieben auf LinkedIn, hat gesagt, hier, guck mal, wir sind 14, haben eine Firma gegründet. Da dachte ich, das ist ja geil, die Geschichte muss ich verstehen. Mega cool. So ist es. Und da muss man Glück haben. Und das hatten wir jetzt. Wir hatten sehr viel Glück. Und das braucht's halt auch manchmal. Ja, beides. Glück können Timing, die richtigen Leute um einen rum. Ja, ja. 100 Prozent. Was war das Unerwartetste aus diesem ganzen Wettbewerbsprozess, wo ihr jetzt nachgegangen seid? Ah, das hätte ich gar nicht gedacht, dass das passiert.
[00:21:02] Was hat euch selber überrascht? Das wären die Top 5. Ja, die Top 5. Ich glaub, Lukas. Wir haben dieses Video gemacht. Es war zwar gut, wir haben uns sehr angestrengt, aber keine Ahnung, wir fanden jetzt unser Video, wenn man es mit den anderen vergleicht, nicht das Beste. Und das war dann halt einfach so ein bisschen der überraschende Moment, wo wir auch dachten, wo wir auch größer gedacht haben. Also wo wir dachten so, boah, das kann wirklich was werden. Das kann schneller gehen, als wir dachten. Weil normalerweise ist dann mal ein Jahr nichts. Das kann auch mal sein.
[00:21:32] Ein Jahr lang arbeitet man dran und keiner sieht's. Und dann kommt auf einmal, nach nicht mal zwei Monaten, wo wir das machen, kam dann die Nachricht, dass wir in die Top 5 kommen. Und dann, dass wir in die Top 3 kommen, das war uns dann mehr klar, als dass wir in die Top 5 kommen. Okay, okay. Und sag mal, ihr habt jetzt gerade im Nebensatz, habt ihr so lockerflockig gesagt, ja, dann haben wir den Businessplan geschrieben und den da eingereicht und so weiter. Sag ich, das ist ja interessant. Also wie habt ihr das denn gelernt, so einen Businessplan zu schreiben? Ich weiß nicht, ob das in der achten Klasse auf dem Lehrplan steht. Wahrscheinlich nicht.
[00:22:01] Bei mir in der Schule stand es zumindest nicht da drauf. Also programmieren eigendidaktisch verstehe ich, da kann man sich reinfuchsen. Aber wie habt ihr denn gelernt, so einen Businessplan zu schreiben? YouTube. YouTube ganz viel. Natürlich kann man auch KI zur Hilfe nehmen. Das ist auch ein, finde ich, sehr legitimes Tool jetzt dafür. Und natürlich Eltern. Eltern gefragt, ganz viel. Aber den Businessplan tatsächlich nicht, den wir da eingereicht haben. Wir haben einen internen Businessplan. Aber den Businessplan, den habe ich einfach selber.
[00:22:30] YouTube-Videos angeschaut, KI ein bisschen gefragt. Und dann waren da so solche Sachen, wo wir halt einfach nicht wussten, wo ich nicht wusste. Das ist zum Beispiel so ein Gant-Diagramm, Gant-Diagramm, wo man halt seinen Zeitplan aufzeichnen musste. Und wir hatten keinen Zeitplan. Wir haben das gestartet und hatten erstmal nicht mal so viel Plan. Und dann mussten wir uns erstmal darüber Gedanken machen. Und das haben wir dann alles gemacht. Und das hat uns ganz viel gebracht. Und jetzt sind wir heute hier. Ich glaube nicht, dass wir ohne den Medbewerb hier sitzen würden, mit dir reden würden.
[00:23:00] Und sagt mal, so Support von den Eltern habt ihr gesagt. Den hattet ihr von Anfang an. Kommt ihr aus dem unternehmerischen Elternhaus? Was machen eure Eltern? Also habt ihr das quasi vorgelebt bekommen ein Stück weit? Oder wie wurdet ihr da quasi aufgezogen? Also Unternehmertum jetzt direkt nicht. Aber ich würde sagen, dass die beiden da sehr viel Ahnung von haben. Und natürlich dann auch hinter uns stehen. Also unsere beiden Väter, die unterstützen uns mit am meisten. Unsere Mütter natürlich auch. Aber die stehen da richtig hinter uns, beraten uns und freuen sich auch für uns. Wenn man zwei Berufe machen will.
[00:23:30] Mein Vater ist Sales Manager. Und meine Mutter ist Buchhalterin. Und Lukas Vater macht ja bei einer Bank, arbeitet er. Banker. Ja, das ist interessant. Meine Eltern, die waren beide Lehrer. Die sind in Rente. Aber quasi auch Beamten im wahrsten Sinne des Wortes. Es war jetzt nicht so, dass sie unternehmerisch super aktiv waren. Aber haben es mir auch immer ein Stück weit ermöglicht. Und gesagt, ja, mach halt dein Ding. Und ich habe dann die Abi-Partys organisiert. Und die kleine E-Commerce-Firma gegründet. Und so ein ganz vieler der Eltern ist ja quasi, die Kids auch einfach mal machen zu lassen. Zu sagen, ja, probier es halt. Und da quasi erstmal nicht im Weg zu stehen.
[00:23:59] Und die Kinder ihrer Neugier folgen zu lassen ein Stück weit. Klingt ja bei euch so, wie wenn das der Fall gewesen wäre. Ja, auf jeden Fall. Das ist ganz absolut. Unsere Eltern stehen hinter uns. Und wenn die Familie nicht hinter einem steht, meine Mutter genauso. Und seine Mutter genauso. Dann hilft es nicht. Man braucht auch Eltern, die da einfach mal machen lassen. Und die auch einen mal bremsen, wenn wir auf dem falschen Weg sind. Hilft es natürlich auch, wenn man Eltern hat, die einem mal wieder auf den richtigen Pfad bringen. Wie läuft das rein praktisch ab?
[00:24:29] Im Impressum steht, Lukas, ich glaube dein Vater drin. Wie funktioniert das? Auf wen läuft das Firmenkonto oder der Stripe-Account? Oder wer bezahlt die Large Language-Modelle? Boah, also das ist alles noch ein bisschen messy. Da werden wir uns jetzt mit dem Anwalt hinsetzen. Und das schön runterschreiben. Aber theoretisch läuft es halt jetzt viel über Eltern jetzt noch. Dann werden wir viel auf die GmbH hoffentlich auslagern können. Aber jetzt stehen da halt unsere Eltern dahinter.
[00:24:57] Haben die Angst, dass irgendwann von einer Open-AI-Rechnung kommt über 20.000 Euro, weil ihr einen Bug im Code habt? Das basiert ein bisschen auf Vertrauen. Aber ich müsste sie fragen. Ich gehe schon. Sie hoffen auf meine Kompetenz, dass da kein Bug ist. Es geht auch andersrum. Wir hatten neulich ein Gast, Daniel Menini heißt er. Der hat auch super früh angefangen. Verschiedenste Geschäftsmodelle zu betreiben. Die Firma lief auch auf seinen Vater. Und der hat ihn dann irgendwann gefragt, weil auf seinem Konto dann plötzlich 40.000 Euro drauf waren. Und der hat sich dann Sorgen gemacht andersrum, weil er sich gefragt hat, was macht mein Sohn denn den ganzen Tag?
[00:25:27] Wieso kommt da so viel Geld auf mein Privatkonto? Als Vater so hat seine Karriere gestartet. Ja, kann es laufen. Die Überraschung kann in beide Richtungen gehen. Ihr habt jetzt 10.000 Euro gewonnen. Das war das Preisgeld von dem Wettbewerb. Für was wollt ihr das Geld einsetzen? Das ist eine Firma, ganz klar. Also alles ins Himmel. Wir wissen doch nicht, ob wir eine UG gründen oder eine GmbH. Da setzen wir uns natürlich zusammen jetzt mit vielen Anwälten. Leuten, die Ahnung haben, mehr Ahnung haben als wir von so einer Gründung.
[00:25:55] Und eine GmbH braucht man das Kapital. Dann bräuchten wir dann noch fremdes Kapital von unseren Eltern oder von Bekannten. Müssten wir dann schauen, wo wir das Kapital kriegen würden. Und dann starten wir durch, hoffentlich im September. Okay. Und wenn ihr sagt, ihr habt das Geld dann auf dem Firmenkonto und könnt es ausgeben, was glaubt ihr für was wollt ihr das am besten in die Hand nehmen? Also mehr irgendwie Programmierleistung, Marketing hochfahren? Also habt ihr eine Idee quasi, wie ihr euer Kapital einsetzt?
[00:26:21] Also jetzt zuerst einmal, wenn damit die Anwälte größtenteils bezahlt und dann Kapital sparen. So wie es immer ist. Ja. Aber ich sage so, wenn wir irgendwann mal Umsatz machen, dann ist mein Traum mein eigenes Firmen-MacBook. Okay. Geil. Und natürlich Marketing. Marketing kostet so viel Geld. Man braucht Werbung. Wir müssen, ich weiß nicht, wie lange das mit dem PR noch so funktioniert, wie es jetzt ist. Das kann nicht immer funktionieren. Das ist jetzt einfach der Schwung vom Sieg, würde ich mal auch ein bisschen sagen.
[00:26:50] Und die Story lässt sich jetzt noch gut verkaufen, weil wenn wir mal 16 oder 17 sind, vielleicht ist es dann auch nicht mehr ganz so besonders. Und dann ist Werbung einfach total teuer. Ja, das stimmt. Das stimmt. Auf der anderen Seite denke ich mir, ich meine, so eine Geschichte, so ob du 14 bist oder 16, so die Story ist immer cool und ich meine, am Ende müsst ihr auch über das Produkt überzeugen und dass da irgendwie neue Features dazukommen, die Userzahlen hochgehen. Ich glaube, mit so einer PR-Story habt ihr einen Vorteil, den viele andere nicht haben. Weil ihr seid einfach quasi erstmal ungewöhnlich im positiven Sinne. So wie bei mir in meiner Inbox.
[00:27:19] So die ganzen Leute, die mir irgendwas verkaufen wollen. Und dann kommt ihr mit der Geschichte. Wenn du jetzt reingeschrieben hättest, ich bin 16, hab eine eigene Firma gegründet, wäre für mich genauso interessant gewesen. Also ich glaube, ihr könnt es auch ein paar Jahre reiten, die Welle. Brauchst du nicht? Hoffentlich. Ich drück auf jeden Fall die Daumen. Erzählt mal so ein bisschen, Leute reden immer von AI Native. Ich gründe jetzt eine Firma, die ist AI Native. Wenn ich heute eine Firma gründe, das AI quasi schon von Anfang an eingebacken ins Geschäftsmodell.
[00:27:48] Ihr seid ja im wahrsten Sinne des Wortes AI Native. So in dem Moment, als ChatGPT rauskam, da wart ihr 10 oder 11 Jahre alt wahrscheinlich. Könnt ihr euch in den Moment erinnern, als ihr zum ersten Mal mit AI interagiert habt? Wie war das für euch? Boah, also ich weiß noch, damals war ja AI lang nicht das, was es heute ist. Ich glaube, die ersten Sachen, die ich mit ChatGPT gemacht habe, waren halt Gedichte schreiben. Da dachte ich mir, boah, das kann ja gut Gedichte schreiben und Texte und so. Und ich finde, da hat sich in 2026 jetzt ziemlich viel in der AI-Welt getan.
[00:28:18] Und ich finde, das ist auch ganz was anderes, als es damals war. Da musste man quasi ganz neue Sachen lernen. Ja, bei mir ist das Gleiche. Also Gedichte schreiben war das Erste. Wir waren da, wie alt waren wir da? Wir waren zwölf, glaube ich, als wir das erste Mal benutzt haben. Und dann mussten wir in Deutsch Gedichte schreiben und haben das mit KI gemacht. So einfach ging das. Und dann kommt man irgendwann mal auf die Idee, ah, man kann ja nicht nur Gedichte schreiben, sondern man kann ja auch andere Sachen machen, Bilder generieren und dann geht's halt weiter. Und dann kann man damit Klausuren generieren.
[00:28:47] Irgendwann mal die, und jetzt kann man Klausuren generieren mit KI. Du kannst Code generieren, Lukas. Wie war das für dich zum ersten Mal zu sehen, ah krass, ich kann dir was eingeben und dann baut sich quasi der Source Code automatisch und ich kann ein Produkt entwickeln mit normaler Sprache quasi? Also ich bin immer noch beeindruckt von Cloud Code. Und das Lustige finde ich, ein Zitat von einem meiner Lehrer am Anfang des Schuljahres. Der meinte, dass die KI keinen Code schreiben kann, weil die ja einzelne Variablen falsch setzt. Da hängt's ja schon.
[00:29:14] Und dann habe ich mich so ein bisschen reingelesen, weil mich das Ganze beschäftigt hat und so. Und dann bin ich auf Cloud Code gekommen und das zeigt ja eigentlich das Gegenteil. Damit kannst du ja quasi alles bauen, was du dir denken kannst. Das ist einfach beeindruckend. Wie ist dein Tech Stack quasi, wie du jetzt das Produkt baust? Größtenteils Cloud Code. Natürlich auch meine eigene Leistung. Superbase als Database. Alles Free. Versal als Domain und Host. Und Zahlungen halt über Stripe.
[00:29:42] Und die Cloud API, weil wir haben uns für Cloud, also das Modell selber entschieden, über die API, also wie die Klausuren entstehen, weil es einfach das beste Modell für deutsche Sprache ist. Nutzt ihr da immer die neuen Modelle? Seid ihr da mit Fable 5 und Opus 4.8 und so weiter unterwegs? Oder geht euer Use Cates auch mit den Modellen, die ein bisschen günstiger sind? Also Fable, das wäre jetzt ein bisschen Overkill für so ein paar Klausuren. Das ist viel zu viel. Also wir arbeiten gerade mit Sonnet 4.5. Das ist noch nicht die aktuelle Version.
[00:30:11] Da muss ich nochmal ein bisschen updaten. Das ist aber das, weil da kommen ja allein jeden Monat neue Versionen aus. Und das reicht eigentlich völlig für hochqualitative Klausuren. Und so preislich, also habt ihr das verglichen? Ich meine, du hast es vorhin erwähnt, ihr seid profitabel, ihr seid kostendeckend. Ihr habt ja auch zahlende Nutzer entsprechend. Auf der anderen Seite müsst ihr natürlich dann Anthropic auch bezahlen. Wie schaut ihr da drauf? Also wie stellt ihr sicher, dass ihr auch immer genug Geld reinholt, um die Tokens zu bezahlen, dass nicht jemand aus Versehen irgendwie zu viele Klausuren generiert oder sowas,
[00:30:41] wenn die Rechnung zu hoch wird? Ja, da haben wir natürlich einen Businessplan deswegen, wo wir das natürlich alles ausgerechnet haben, durchgerechnet haben. Unsere Preisstrukturen sind natürlich schon so gewählt, dass wir da genug Rücklagen haben, genug Sicherheiten haben. Aber wir sind sehr, sehr profitabel, weil die API-Kosten noch nicht so hoch sind. Das kann man, glaube ich, nachlesen. Das kommt natürlich immer drauf an. Das kann vielleicht Lukas nochmal sagen, wie die API-Kosten aufgebaut sind.
[00:31:11] Aber das ist ein niedriger Cent-Bereich sind die von dem her. Und was zahlt ein User bei euch, wenn er bezahlt? Alles von ab 5 Euro. Ab 5 Euro. Bis ein Jahr. Ein Jahr kriegt man dann für 140 Euro. Wenn ich ein Jahr im Voraus bezahle? Nee, wir arbeiten mit Abos. Das heißt, du kannst dir ein Monats-Abo kaufen, je nachdem von Standard ab 5,99 bis hoch, bis 12,99 pro Monat und halt auch Pässe.
[00:31:39] Das heißt, ein Klausurenpass für ein paar Wochen, falls man in der harte Klausurphase ansteht, Halbjahrespass und Ganzjahrespass. Verstanden. Okay. Gibt es schon Leute, die wirklich ein Jahr im Voraus oder ein halbes Jahr im Voraus gekauft haben? Nee, also so weit sind wir da jetzt auch noch nicht. Das ist ein guter Hack im Pricing. Es gibt so ein paar Firmen, ich meine, ihr macht ja Consumer Subscription, so würde die Kategorie heißen, wenn man die einordnet. Und viele Consumer Subscription-Firmen laufen sehr gut, weil sie teilweise zwei, teilweise drei Jahre im Voraus
[00:32:09] quasi die Nutzer bezahlen lassen. Und da hast du quasi deine Kunden, die deine eigene Bank sind quasi und dir quasi ja Geld leihen, weil sie dann die Nutzung zwei Jahre haben. Habt ihr das Gefühl, AI ist bei euch an der Schule präsent? Also ich meine, der eine Lehrer hat gesagt, okay, die AI kann nicht programmieren. Die Aussage war schon mal unqualifiziert, würde ich sagen. Wie ist AI im Schulalltag aus eurer Sicht gerade angekommen? KI ist gefährlich. KI ist ganz gefährlich. Das wird dein Leben ruinieren. Und KI, es wird einfach,
[00:32:38] ich weiß nicht, ob es grundsätzlich in Deutschland so ist, bei vielen Leuten, erstmal die Nebenwirkungen, also erstmal die Risiken sehen. Das stört erstmal. Erstmal sagen, ja, jede dritte Antwort ist falsch. Das wird erstmal sehr negativ betrachtet von Lehrern. Nicht erstmal sagen, schau mal, es gibt Unterschiede bei Lehrern. Da müssen wir nicht, wir haben auch Lehrer, die sagen, schau mal, so könnt ihr es sinnvoll einnutzen. Dann gibt es Lehrer, die sagen, nee, KI wollen wir gar nicht machen. KI ist gefährlich, war es auch immer. Und da haben wir auch einfach die Grundstimmung,
[00:33:07] so sehen wir auch einfach, so sehen wir bei jetzt die Grundstimmung, eben auch in der Schule. Da tut sich jetzt einiges, aber ich finde, KI wird viel zu wenig im schulischen Kontext genutzt, weil ich bin der festen Überzeugung, dass KI mit den Menschen arbeitet und nicht gegen den Menschen. Das finde ich, das finde ich einen ganz wichtigen Satz, dass KI mit den Menschen arbeitet. Weil mir fehlt auch irgendwie diese Bildung hinzu, ich sehe jeden Tag, was mit Cloud Code, Cloud Cowork möglich ist, was diese Modelle können.
[00:33:38] Die können dir die lästigen Aufgaben im Alltag abnehmen. Und in der Schule denke ich nicht, dass wir sowas beigebracht bekommen. Das muss man sich alles selber erarbeiten. Wie ist die Stimmung bei euren Mitschülern? Also Lehrer verstanden, eher reserviert, eher negativ. Wie schätzen eure Mitschüler das ein? Die nutzen es zwar, aber ich würde auch nicht sagen, was heißt sinnvolle Nutzung, im Jugendalter macht mal seine Hausaufgaben damit. Ja. Aber das ist im Schulkontext nicht sinnvoll,
[00:34:06] weil man muss dafür lernen. Hausaufgaben sind eben dafür da, vor allem in der achten Klasse jetzt. Da kann man Mathe nicht einfach nur noch durch nichts lernen machen. Das sehen wir selber. Da müssen wir die Hausaufgaben machen. Aber so wie man es wirklich sinnvoll nutzt, das kriegen unsere Lehrer vielleicht mal in einem Nebensatz. Aber das Zeigen, das nochmal zu sagen, schau mal, so geht es. Mal im Unterricht, sich mal eine Dreiviertelstunde Zeit zu nehmen, anstatt die nächste Formel in Physik zu lernen, die man nie vergessen wird nach dem Abitur, ist halt einfach nicht,
[00:34:36] das ist einfach nicht da. Das ist nicht gegeben. Und wir arbeiten noch mit Excel in Mathe. Das ist alles überholt, meiner Meinung nach. Also Mitschüler sind zumindest mal offener, aber sie nutzen die Tools, klar, um Hausaufgaben zu machen und so weiter. Aber es ist nicht das Gefühl, dass es so, dass es irgendeine Institution gibt, die euch das quasi strukturiert beibringt. So wenn ihr das lernt, dann ist der Lehrer YouTube. Also was ich bei Schülern noch viel vermehrter sehe, ist eben, dass niemand dir beibringt, wie du diese ganz modernen,
[00:35:05] neuartigen Tools nutzt, heißt mit KI arbeiten. Das Einzige, was die KI benutzen, ist, um ihre Abfotografien und Hausaufgaben da mitzumachen. Und die wissen bis nicht mal, was prompt heißt. Was ist denn eure Beobachtung, wie ihr quasi als Generation AI Native, AI einsetzt, im Vergleich zu Leuten, die älter sind, also eure Eltern zum Beispiel oder andere, die sagen, Ü30 sind, beobachtet ihr da einen Unterschied in eurer eigenen Nutzung zu deren Nutzung? Also ich muss sagen, mein Vater hat sich da sehr gut,
[00:35:33] also der hat sich da wirklich lange rangesetzt, hat sich bei Freunden, die auch selber sind, erkundigt. Dann gibt es natürlich die Leute, die da sehr negativ dagegen stehen. Das gibt es immer so. Das kann man ja auch sehen gegenüber dem Handy. Da sind manche Großeltern oder Opa und Opas sind komplett gegen Handys, wollen es nicht, lehnen es ab und dann gibt es welche, die sind da sehr offen dagegen. Gibt es immer alles und so sehe ich das auch bei erwachsenen Leuten. Da gibt es natürlich, ich würde sagen, ab Ü30 ist man dann, grundsätzlich gibt es halt bei 50-50
[00:36:03] und ab Ü50 dann tendenziell dagegen. Aber mein Vater hat sich da wirklich drangesetzt und arbeitet auch mit KI. Also wenn er sich mit Kunden beschäftigt, dann macht er das nicht mehr alleine und googelt, sondern macht das mit KI. Nutzt da verschiedene Tools und so wird das, sehe ich in Zukunft auch. Er wird nicht ersetzt, seine Arbeit wird einfach nur erleichtert, weil viele einfach Angst haben. Oh nein, es gibt keine Jobs mehr in der Zukunft. Ja. Und seht ihr selber aber auch einen Teil kritisch?
[00:36:33] Ich frage mich das selber, weil ich denke, mein Default mittlerweile, wenn ich mir irgendeine Frage stelle, dann denke ich weniger drüber nach, dann gebe ich es ja erstmal und klaut einen. Also ich merke bei mir selber natürlich eine krasse Produktivitätssteigerung dadurch und ich lasse Cowork irgendwie auch alles machen und gleichzeitig denke ich mir, ah, ist doch schon gut, mal ein bisschen selber drüber nachzudenken. Also seht ihr das, seht ihr das auch so? Oder wie ist eure persönliche Sicht da drauf? Was, ich will jetzt nicht sagen Risiken, weil ich total auf eurer Seite bin, dass ich glaube, dass es halt auch die größte Chance gerade ist und ein ultra wertvolles Werkzeug.
[00:37:02] Aber seht ihr ein Stück weit eine Downside, immer alles sofort mit AI zu machen? Boah, also manchmal, manchmal wüsste ich mich schon, wie ich einfach so Fragen eingebe oder so, Dinge mache und mir denke, boah, das wäre jetzt nicht nötig. Und ich denke, das ist das Kritische. Wenn du Sachen machst, die eigentlich unnötig sind und die mit KI viel einfacher gehen, du dir Zeit und Geld sparst, dann alles okay. Aber sobald du so Sachen machst, die du eigentlich selber machen könntest, dann denke ich, da sollten wir ja drauf aufpassen. Macht Sinn.
[00:37:33] Wie seht ihr so Unternehmertum in eurer Generation? Ich hatte mal mitgeschnitten, Berufswunsch von vielen jungen Leuten. Nummer eins ist Influencer werden. Ist das wirklich so? Wollen eure Mitschüler alle Influencer werden? Wie ist so das Bild für Unternehmertum so bei euch? Also finden die Leute cool, ein Startup zu gründen oder habt ihr das Gefühl, die sind da eher reserviert? Erklärt erstmal, ob die alle Influencer werden wollen. Das würde mich als erstes interessieren. Erstmal Influencer, erstmal habe ich eher das Gefühl, sie haben erstmal gar keine Ahnung, was sie werden wollen. Also haben nicht so einen Plan dahinter. Warum sie jetzt überhaupt Abitur machen
[00:38:03] oder warum sie was auch immer machen. Aber Influencer natürlich, ich glaube vor allem, das ist jetzt eher bei Jüngeren so. Ich war in der fünften Klasse, eher so würde ich sagen. Und dann ab der achten Klasse erkennt man oder ältere Mittelstufe, sage ich mal, erkennt man dann so ein bisschen, dass das schwierig ist, dass es eine Arbeit ist, dass man da jeden Tag präsent sein muss, weil man sonst einfach nicht mehr gesehen wird. Und ich glaube, das Verständnis ist früher nicht so da. Früher will man Pilot werden
[00:38:32] und so sehe ich Influencer auch als Berufswunsch jetzt. Das ist jetzt halt nicht mehr Feuerwehrmann und Pilot, sondern eher halt Influencer. Und in unserer Klasse redet man nicht so über seine Zukunft, würde ich mal sagen. Also ich kann jetzt nicht sagen, was der Berufswunsch ist von meinen Freunden oder von all meinen Freunden, von ein paar schon, aber von all meinen Freunden könnte ich jetzt nicht sagen. Wenn ihr so sagt, hey, ich will ein Unternehmen gründen, ich will Founder sein, ist das ein Thema, was mit anderen resoniert, wo die sagen, ja, finde ich cool, dass ihr das macht
[00:39:01] oder begegnet euch da eher Skepsis? Wir werden belächelt. Also größtenteils von Lehrern und anderen Schülern ist da jetzt nicht wirklich Positives, sondern eher so ein bisschen, ja, ha, ha, ha, mit 14. Ihr seid doch viel zu jung. Das hat uns auch ein bisschen traurig gemacht. Wir haben nämlich ein paar Leute gefragt, ey, können Sie doch mal bitte unser Tool ausprobieren, das würde uns mega helfen. Sogar Lehrer, die, ich möchte die Lehrer wirklich nicht ins Kritische ziehen, aber die Lehrer, die wirklich nett sind,
[00:39:30] die auch wirklich gut mit uns können, haben wir das Gefühl auf jeden Fall, haben uns dann auch, haben dann gesagt, ja, sie machen es, aber haben unser Tool nicht mal ausprobiert. Das hat uns ein bisschen erschrocken auch und Mitschüler, sie haben uns belächelt zum Teil, aber dann, wie es erfolgreich wurde, haben sie uns schon unterstützt und wir haben auch, wir haben das Glück, dass wir relativ beliebt sind in der Klasse, das, also, da können wir, cool. Also, damit wir meinen, dass wir jetzt nicht die kompletten Außenseiter sind, nur weil wir die beiden Unternehmer sind, sondern wir sind da wirklich viel drin
[00:40:00] in der Klassengemeinschaft, also alles gut. Genau, also, das hat sich auch in Grenzen gehalten, da habe ich, habe ich schon schlimmere Sachen gehört, auf jeden Fall, ich weiß nicht, wie es da möglich war, aber gehört von anderen Founder-Stories, weil ich mich dann ja auch mal in deinem Podcast gehört habe oder auch in andere Podcasts gehört habe, da habe ich schon andere Sachen gehört, so ist es jetzt nicht bei uns, dass wir nur negative Sachen hören. Ja, aber das ist schon recht geil, also ich meine, Nummer eins, wenn ihr irgendjemand aus eurem Umfeld habt, der eine Firma gründet,
[00:40:30] unterstützt die Person, so nutzt das Produkt, fragt nicht als erstes nach einem Gutscheincode, sondern fragt erstmal danach, so hey, wie kann ich dir Feedback geben und dann alle Lehrer, die dazuhören, so natürlich müsst ihr die Software von den beiden Jungs nutzen, so ist doch klar, einfach aus moralischen Gründen, um die zu supporten, bestimmt hören ja ein paar Lehrer zu, also die müssen sich da ja anmelden und auf der anderen Seite auch rein strategisch, so ein Tool wie Klausurbuddy ist ja ein Teil der Zukunft, also es wird ja auch den Alltag von einem Lehrer ein Stück weit verändern, dass es die Möglichkeit gibt, diese Sachen so zu generieren,
[00:40:59] also alleine aus Marktforschungsgründen muss man das doch machen, also finde ich es skandalös, dass die Lehrer das nicht genutzt haben. Shoutout an alle, die dazuhören, sofort anmelden unter Klausurbuddy und das durchtesten, ich habe es gestern gemacht und am besten noch ein Abo abschließen und zwar nicht ein Abo, sondern so ein Jahresding, direkt hier, was hast du gesagt, 140 Euro im Vorfeld, das machen, also damit die beiden Jungs hier mit ihren 14 Jahren supporten, ist doch geil, dass ihr das macht. Ja, das wird uns supporten, wer weiß, ihr seid die Nutzer der ersten Minute, das bringt euch sicherlich noch einen Vorteil,
[00:41:29] in der Zukunft, wenn unser Ding, der Lerngigant Nummer 1 wird in Deutschland. Ja. Das ist unser Ziel, unsere Vision. Zu wem schaut ihr auf, was sind so Leute, die euch inspirieren, wo ihr sagt, ah, das ist cool, von denen könnte ich was lernen? In unserer, in unserer, in unserer Ad-Tech, ähm, das war tatsächlich ganz lustig, unser größter, was sagen ich, Split-Bewerber, die haben jetzt schon näher Simple Club, ähm, boah, ich habe den Namen jetzt vergessen, der, auf jeden Fall war der Gründer, ähm,
[00:41:59] ich glaube Nikolaus, Nikolaus hieß er mit Vornamen, ähm, ähm, Nikolaj Schork, meinst du vielleicht? Genau, Nikolaj Schork, der ist in der Jury gesessen. Oder Alexander Giesekes, ja. Der ist in der Jury gesessen. Bei uns, ja. Genau, nee, der sitzt normalerweise immer in der Jury, nur dieses Jahr ist er zufällig nicht in der Jury gesessen, sondern nur im Publikum, weil er danach, ähm, wohin musste. Und das war eigentlich ganz lustig, weil wir theoretisch gesehen ein Mitbewerber von ihm sind, wir sehen uns eher als Neben, also als Ergänzung, also als Ergänzung zum Tool von denen.
[00:42:30] Und natürlich schauen wir auch solche Leute auf, aber wenn wir jetzt mal so allgemein, ähm, Unternehmertum und Entrepreneurship, ähm, schauen, bei mir ist Steve Jobs, weil ich einfach sein Marketing wirklich, wie der auf so einer Bühne steht, wie der sein Produkt vorstellt, die ganzen Keynotes, das finde ich brutal. Und Lukas, musst du sagen, was sind deine Vorbilder? Boah, also, ich fand ihn im Mars, also jetzt abgesehen von seiner politischen Agenda, aber ich fand ihn halt einfach ein cool Mensch, weil er eine Vision hatte, er will aufs Mars fliegen
[00:42:59] und er setzt das Ganze um, mit allem, was er hat und traut sich. Ja, ja. Ja, und ich finde, das kann man auch mal sagen, ich meine gerade bei so polarisierenden Leuten, kann man sagen, oh, Elon Musk, der ist total verrückt und so weiter und politisch irgendwie abgedriftet und hat irgendwie 100 Kinder und irgendwie, ich glaube, mit dem willst du auch nicht tauschen, so auf der persönlichen Ebene, auf der anderen Seite kann man sagen, ja, ist doch auch krass, dass wir zu unseren Lebzeiten so eine, also quasi so eine Macht der Natur beobachten können, in Echtzeit, wie die eine Industrie nach der anderen disruptet und auch Einblick gibt, wie das alles funktioniert. Also ich glaube, auch von so kontroversen Personen
[00:43:29] kann man ein Stück weit lernen, wie die ihr Handwerk machen, weil das Handwerk macht auf jeden Fall gut. Groß denken, das zeigt er uns in Europa auf jeden Fall. Man muss ja auch sagen, es gibt genug Leute, es gibt genug Leute, es wurde ja erst jetzt der Rekord gebrochen. Ich glaube, das hast du bestimmt mitbekommen, dass für die meisten, in dem, jetzt ist es für das Quartal, für das Halbjahr, für das Halbjahr, die meisten Startups seit jemals, wenn das kein gutes Zeichen ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
[00:43:59] Dann ist es, dann muss man hier behalten, dann muss man wirklich schauen und dann haben wir auch, dann sehe ich auch eine gute Zukunft für uns. 100 Prozent. Und ihr macht es vor im jungen Alter. Was ist eine Sache, wo ihr sagt, da würdet ihr euch mehr Support wünschen oder es wäre cool, wenn sich irgendwas ändern würde, was euch das Leben leichter machen würde als junge Unternehmer? Auf jeden Fall mehr. Also wir brauchen halt dieses Feedback von den Lehrern. Das ist für uns essentiell und dass wir da einfach mehr Rückhalt bekommen von nicht nur unseren Eltern.
[00:44:30] Und allgemein kann man vielleicht sagen, so weit sind wir noch nicht, aber auch, dass es vielleicht ein bisschen einfacher ist, vor allem für junge Leute. Es ist vielleicht ungewöhnlich und auch gut so, dass es viele Hürden gibt, wenn man jung ist, 14 Jahre alt ist, aber auch das ganze Bürokratische. Das muss allgemein gesehen, wenn es jetzt nicht auf unser Produkt ist. Ja, ihr habt da auf jeden Fall jetzt was vor, wenn ihr eine GmbH gründen wollt mit 14. Es gibt also Möglichkeiten, sich da irgendwie bei Gericht quasi dafür freizuschalten. Ich kenne ein paar Leute, die das um 17 oder so gemacht haben, aber die sagen jedes Mal,
[00:44:59] es war auf jeden Fall ein relativ nerviger Prozess. Ja. Haben sich eure eigenen Noten verbessert, seit ihr eure Firma gegründet habt oder eher verschlechtert? Also jetzt, jetzt die letzten Monate haben wir uns natürlich da sehr drauf konzentriert, aber wir sind beide eigentlich relativ stabile Schüler. Also so einen großen Input hat man da jetzt noch nicht gesehen. Wir haben beide immer ein bisschen gelernt für einzelne Klausuren, natürlich selber mit unserem Tool. und ich denke, das ist eigentlich ganz gut gelaufen. Ja. Oder Paul? Deine Physik? Ja, also es ist, man muss sagen, es ist ein solides.
[00:45:29] Wir sind keine Musterspieler, wie man sich vielleicht denkt von so Leuten, 1,0er Schnitt. Aber es ist jetzt auch nicht so, dass wir einen Dreierschnitt haben. Irgendwas dazwischen, kann man sich jetzt denken. Was verpasst ihr aufgrund eurer Firma? Habt ihr das Gefühl, es gibt Sachen, die andere machen, die ihr gerade nicht macht, weil ihr euch einfach einschließt und arbeitet? Also gibt es irgendwas, was ihr vermisst? Oder ihr sagt, nein, eigentlich nicht. Ich glaube, das Alter kommt noch, wo man weggeht und wir vielleicht dann mal doch woanders sein müssen. Oder wir sagen, schau mal Lukas, wir haben jetzt so viele Kunden, da gibt es irgendein Problem. Wir können uns halt nicht weggehen.
[00:45:58] Aber zum Glück ist es mit 14 noch nicht so. Ich glaube, das kommt jetzt die nächsten zwei Jahre. Wenn der Nikolaj und der Alexander von Simple Cup jetzt um die Ecke kommen und sagen, ey Jungs, richtig geil, ich gebe euch 50.000 Euro und ich will eure Firma kaufen, werdet ihr schwach? Wir wollen eine Studie bauen, um den Kindern zu helfen, um ganz vielen Schülern zu helfen. Und wie schon gesagt, wir sind profitabel, wir brauchen das Geld nicht. Uns geht es wirklich darum, Schülern zu helfen und uns geht es auch,
[00:46:28] und wenn dann jemand nächstes Jahr sagt, ja, wir bieten euch 50 Millionen Euro, dann wird jeder schwach. Da haben wir dann wirklich ein Problem. Da habt ihr kein Problem. Okay, okay, 50 Millionen. Das kommt auf die Sichtweise an. Das stimmt, das stimmt, fair, fair. Ja, sehr cool. Und was glaubt ihr, wo steht Klausurbuddy, wenn euch jetzt keine 50 Millionen gibt, aber wenn ihr das jetzt ein paar Jahre weitermacht, sagen wir, wenn ihr Abitur macht,
[00:46:57] wo steht die Firma dann? Boah, also unser Endziel ist ja eigentlich, eins der Go-To-Lerntools in Deutschland zu werden. Dass wir wirklich vielen Schülern, vielleicht sogar Millionen von Schülern helfen können, sich wirklich auf ihre Klausuren vorzubereiten. Und warum nicht dann mal expandieren in die Dachräume? Ja. Das sind so Sachen, das machen wir uns Gedanken rüber und wir wollen groß denken, weil wer klein denkt, da gibt es ja das Sprichwort, wer klein denkt, der bleibt auch klein. Geil. Finde ich mega,
[00:47:27] dass ihr mit 14 das schon groß denkt. Was gibt die anderen auf dem Weg, die jung sind und sagen, hey, ich würde da gerne, ich würde auch gerne was starten, ich habe da eine Idee, aber ich weiß vielleicht noch gar nicht, wie ich die umsetzen soll. Vielleicht habe ich auch keinen Partner, ihr beide habt ja offensichtlich zusammengefunden, aber es gibt viele, die haben diesen Drive, die hatten vielleicht nicht das Glück, sozusagen ihren Counterpart zu finden. Was sind die Learnings aus eurer unternehmerischen Tätigkeit bisher, die ihr weitergeben könnt, dann an andere junge Leute speziell, die Lust haben, was zu starten? Also einfach anfangen. Es war ein random Wochenende
[00:47:56] und mir war langweilig und ich dachte mir, hey, komm, ich baue das Ding. Also, wenn ihr irgendeine Idee habt, irgendein Problem seht und die perfekte Lösung in eurem Kopf habt, startet einfach. Das Ganze baut sich auf. Also, in der ersten Sekunde hatte ich auch nicht die Idee, mit Paul das Ganze zu machen, der mein Marketingmann wird, sondern lasst das Ganze einfach kommen und baut. Einfach machen. Einfach machen und das war bei uns auch das Problem, nicht die Nebenwirkungen
[00:48:26] oder die Sachen, Nebenwirkungen sehen, sondern einfach, ja, was kann ich schaffen und danach schauen, was passieren kann. Erstmal machen und dann sieht man schon, was kommt richtig geil und nicht erst genau, wie du sagst, nicht über die Risiken und alles kann schief gehen. Das ist nur dieses deutsche Mindset. Andersrum kannst du die Frage stellen, was ist, wenn es alles klappt? Was ist, wenn wir Millionen von Schülern dazu befähigen, bessere Noten zu schreiben? So, ist doch mega geil und selber auf dem Weg als Unternehmer uns weiterentwickeln, persönlich, coole andere Personen darüber kennenlernen,
[00:48:56] vielleicht irgendwann eine finanzielle Unabhängigkeit, wenn sie hier arbeiten. Was ist, wenn es alles klappt? Ja. Das hoffen wir. Und da gab es auch so ein Meme, da gab es auch so ein Meme, habe ich gesehen. Ja, was passiert, wenn es schief geht und dann sagt der andere so, dann bin ich da, wo du bist. Ja, genau, genau, was für deine, genau, wenn deine Firma gegen die Wand fährt und so weiter, ja, dann bin ich halt Angestellter, so wie du. Ja, da habe ich das, das ist natürlich sehr überspitzt, aber war ein bisschen passend. Geil, Jungs, mega cool, dass ihr das macht.
[00:49:26] Congrats zum ersten Platz. Wir werden euch weiter beobachten. finden es richtig cool, dass ihr so früh Gas gebt und euer Schicksal in die Hand nehmt. Wo finden Leute euch online? Wo kann man euch erreichen und wer sollte sich bei euch melden? Einfach auf klausurbuddy.com und eigentlich können sich alle melden, die hin und wieder mal eine Klausur schreiben. Sehr gut. Das sind ja einige in Deutschland. Ja, Schüler. Und natürlich auch die Eltern, die vielleicht wollen, dass sich die Noten ihrer Kinder verbessern. Das ist ein guter Pitch, weil die haben das Geld. Ja, eben, eben.
[00:49:56] Wir würden unsere Zielgruppe eigentlich als Gelderteile bezeichnen. Ja. Okay, also alle Eltern, die zuhören. Also wir selber wissen ja auch, wie lernverrückt Eltern sind. Also, als meine Mutter würde sowas sofort kaufen, hätte es damals das für mich gegeben. Also alle Eltern, die zuhören, sofort anmelden. Alle Lehrer, die zuhören, sofort die Jungs unterstützen. Feedback geben, damit ihr euer Produkt verbessern könnt. Und auch aus anderen Bundesländern. Das ist uns vielleicht noch wichtiger, wenn jetzt jemand aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Schleswig-Holstein,
[00:50:26] wo auch, wo er zuhört. Einfach anmelden. Ihr findet unsere E-Mail-Adresse im Impressum oder es gibt auch ein Feedback auf der Seite. Einfach uns Feedback geben, das hilft uns am allermeisten. Und dann gibt es auch kleine Rabatte natürlich, wenn ihr uns da Feedback gebt. unsere einzigen Up-Panels an so weit die.com gehen. So machen wir es jetzt alle. Geil, dass ihr dabei wart, Jungs. Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt und den ersten Podcast eurer Business-Karriere hier gemacht habt. Es war meine Ehre. Ich habe viel gelernt. Ihr habt mich inspiriert.
[00:50:57] Ich glaube, ich schicke die Folge direkt meinem Sohn. Der ist drei Jahre alt. Das ist eine Inspiration. Kann ja nicht früh genug starten. Vielleicht versteht ihr es noch nicht so ganz. Vielleicht warte ich noch ein, zwei Jahre. Aber wenn er soweit ist, dann schicke ich ihm die Episode. Mega cool, dass ihr dabei wart. Danke, Lukas und Paul. Dankeschön.

