Wie wird man zum größten Coachingausbilder Europas? Alexander Müller (Greater)
Founder Mode02. Oktober 202602:26:35

Wie wird man zum größten Coachingausbilder Europas? Alexander Müller (Greater)

Er hatte den Insolvenzantrag schon vorbereitet. Heute macht seine Firma 35 Millionen Euro Umsatz. Alexander Müller ist Gründer und CEO von Greator, der Plattform für Coaching und Persönlichkeitsentwicklung, die das Greator Festival mit 16.000 Menschen pro Tag und das jährliche Europa-Event von Tony Robbins in der Lanxess Arena veranstaltet. Du erfährst, warum er Subway ein extrem schlechtes Franchise-System nennt, wie Greator mit 60% weniger Mitarbeitern 60% mehr Umsatz gemacht hat und warum der Anruf beim Insolvenzanwalt einer der leichtesten Momente seines Lebens war.


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00:00 - Trailer & Intro

01:39 - Vom Schüler-Vorstand zum ersten Azubi: Was sein alter Chef Roman Rademacher über ihn schreibt

06:15 - Mit 19 den ersten Subway in Bocholt eröffnet: Warum er Subway heute ein schlechtes Franchise-System nennt

15:13 - Mit 15 neun Tage im Seminar: Wie die Krise seines Vaters zur Mission von Greator wurde

41:50 - Greator Festival und Tony Robbins: 16.000 Menschen in der Lanxess Arena, über 6 Millionen Fixkosten

57:13 - 35 Millionen Umsatz, 4% Rendite: Warum Coaching keine Gelddruckmaschine ist

01:01:03 - HV Capital steigt ein, dann kommt Covid: 150 Mitarbeiter und 18 Millionen Funding

01:12:02 - Eineinhalb Jahre Brände löschen: Wer bist du, wenn die Firma wegbricht?

01:19:46 - Das Bild von Kap Hoorn: Mit 60% weniger Mitarbeitern 60% mehr Umsatz

01:28:55 - Der Anruf beim Insolvenzanwalt: Warum es kein Fehler war, sondern eine Fehleinschätzung

01:43:10 - KI als Coach: Warum sie Coaching endlich Mainstream macht

02:01:32 - Druck aushalten: Seine größte Superpower ist auch seine größte Schwäche


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[00:00:00] Als Unternehmer zu scheitern. Für mich fühlte sich das damals an, als würde ich sterben. Die Verluste sind größer geworden und es ist dann ein bisschen ausgeartet durch die Covid-Krise, sicherlich auch durch Fehlentscheidungen, die ich getroffen habe, dass wir auch in Summe wahrscheinlich 15 Millionen geburnt haben. In der Coachingbranche wird immer gerne nachgesagt, dass das Geldmacherei ist. Ich wünschte manchmal, dass da mehr dran ist. Dieser Anruf beim Insolvenzanwalt war der schlimmste meines Lebens. Ich habe den Anwalt angerufen und das war gleichzeitig einer der leichtesten Momente meines Lebens.

[00:00:24] Der Kampf war weg. Ich bin gescheitert. Ich konnte wieder atmen. Ich stand da wirklich auf Messerschneide, dachte, dass ich es nicht mehr verhindern kann. Dann habe ich wirklich innerhalb von zwei, drei Wochen nochmal drei Millionen Funding gewonnen. Der Investor hat einfach genauso wie ich dran geglaubt. Wir machen dieses Jahr 35 Millionen Euro Umsatz. Die Hälfte mit langen, intensiven Coachingprogrammen. Die andere Hälfte mit Events. Der Kernnutzen ist wahre Transformation. Das Potenzial, was Coaching einfach an Menschen eröffnet, das sollte man wirklich selbst mal erlebt haben. Ein guter Freund hat mich dann tatsächlich damals einmal im Coaching gefragt, Alexander, wer bist du denn?

[00:00:54] Wenn alles wegbricht. Und da habe ich gesagt, nichts. Über 20 Jahre Persönlichkeitsentwicklung ist ja weit gekommen. Woran erkennst du das? Wann du auf dem Pfad bist, das ist eigentlich so eine PR-Nummer versus ich bin wirklich connected mit dem, was ich da gerade machen will? Das Allerwichtigste ist, dass du dich selbst überzeugst. Selbst für sich Klarheit zu haben. Was will ich denn? Ich glaube, es gibt so Lektionen in der Welt, die kannst du nur verinnerlichen, wenn du sie durchlebt hast. Was war für dich die größte unvermittelbare Lektion, die du durch diese Erfahrung mitgenommen hast?

[00:01:28] Die heutige Folge wird präsentiert von Konto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Und jetzt zum Gespräch mit Alexander Müller, dem Gründer von Grater. Alex, ich habe deinen alten Chef gefragt zu dir. Roman Rademacher war hier schon im Podcast. Tatsächlich. Der macht die Wasserparks hier auf Blasbahn, auf dem See und dem Meer. Du hast ja mit ihm gearbeitet und ich habe ihn gefragt, sag mal der Alex, der kommt, wir recorden hier, was sind das für ein Typ? Weißt du, was der gemacht hat, der Roman? Er hat gesagt, weißt du, normalerweise schicken mir Leute dann so eine Sprachnachricht oder so, ich telefoniere kurz mit ihm und hat gesagt, ich habe da mal was vorbereitet.

[00:01:58] Ich wollte eh schon einen LinkedIn-Post schreiben zu Alex. Keine alten Bilder bitte. Keine alten Bilder, aber einen LinkedIn-Post, der nicht veröffentlicht ist. Ich drucke ja gerne immer LinkedIn-Posts aus, aber der ist unveröffentlicht. Also Premiere auch für dich. Willst du wissen, was Roman über dich schreibt in der Zukunft? Wir haben Mitarbeiter Nummer zwei. Ich hoffe nur Gutes. Unser allererster Azubi holt heute Barack Obama und Tony Robbins nach Deutschland. Schon mal eine gute Hook. Damals war er 17 und wollte einfach nur raus aus der Berufsschule. 2002 fragte ich meinen alten Berufsschullehrer, also Roman,

[00:02:26] ob er jemanden für eine Ausbildung zum großen Aufsinnungskaufmann hätte. Er fragte in seiner Klasse und ein 17-Jähriger meldete sich sofort. Alexander Müller. Für Alex war das sein Exit-Ticket. Er hörte umgehend mit der Schule auf, um bei uns anzufangen. So fängt der LinkedIn-Post an. Sein Weg, mehrere ausverkaufte LANXESS Arenen in Köln mit 15.000 Menschen, Barack Obama und Tony Robbins nach Deutschland geholt, Richard Branson's Neckar Island für seine erste Masterclass gemietet. Da habt ihr euch wieder getroffen nach über 20 Jahren, schreibt Roman hier. Und dann beschreibt er ein bisschen weiter.

[00:02:56] Ich will das nicht alles spoilern, ist ja Romans-Post. Aber er sagt, man hat es ihm damals schon mit 17 angemerkt, dass er mehr will und auch mehr schaffen wird. Und es gibt diesen einen Satz. Karriere macht nur, wer studiert. Alex hat nicht studiert, trotzdem bucht er heute Obama. Woran erkennst du bei einem jungen Menschen, das mehr drin steckt, als sein Zeugnis zeigt? Ja, wegen dem Zeugnis hat er mich bestimmt nicht eingestellt. Ich habe danach noch studiert, aber das war ein paar Jahre später. Nee, tatsächlich, Roman hat mich aus der Schule rausgeholt.

[00:03:26] Tatsächlich habe ich damals Fachabi gemacht. Also Fachabi habe ich noch abgeschlossen, so ist es nicht. Also habe schon einen ordentlichen Abschluss. Aber tatsächlich hatte ich damals so eine Schüler-WG, da renne ich mich noch dran. Da haben wir eine Firma gegründet. Das war damals irgendwie so ein Projekt von einem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Und da hatten wir einen Lehrer, das war so eine AG. Und da haben wir eine Firma gegründet, die Event-Design AG. Und da haben wir Events organisiert, so als Schüler-WG mit 16, 17 Jahren.

[00:03:54] Und das hat so viel Bock gemacht. Ich war dann plötzlich der Vorstandsvorsitzende. Wir haben echte Partys organisiert, haben für unseren Schulleiter damals, glaube ich, seinen 50. Geburtstag organisiert, so richtig professionell und so weiter. Haben auch echt Geld vereinen genommen, haben dann Aktien verkauft. Das war, wie gesagt, so ein organisiertes Projekt. Und es hat so viel Bock gemacht. Also man musste dann 75 Aktien a 10 Euro verkaufen, um 750 Euro Eigenkapital zu haben, um ja irgendwie die Aktivitäten, die man hatte, dann zu finanzieren. Und das hat so viel Bock gemacht, dass ich gedacht habe, boah, Schule macht keinen Bock. Wir haben plötzlich, das war, glaube ich, eine Doppelstunde angesetzt die Woche,

[00:04:24] 90 Minuten für die AG. Und ich glaube, wir haben dann irgendwie 10, 20 Stunden die Woche gearbeitet, freiwillig. Und da habe ich gedacht, irgendwie muss ich hier raus. Und dann kam genau der Lehrer rein und sagte, hier wird ein Azubi gesucht. Und da habe ich mir die Firma angeschaut. Und ich glaube, drei Monate später habe ich angefangen. Interessant. Und ich meine, dieser Satz, Karriere macht nur, wer studiert. Vielleicht können wir den für heute umändern, zu sagen, Karriere macht nur, wer das richtige Mindset hat. Das ist dein Business. A, bei dir selber, aber B, auch das, was du verkörperst in deiner Firma. Was war dein innerer Dialog zu der Zeit, als 17-Jähriger, dass du sagst, hier, scheiß auf die Schule, ich gehe da jetzt arbeiten,

[00:04:53] ich werde da jetzt Azubi. Also ich habe vorher schon gemerkt, dass wenn ich Dinge mache, an denen ich Spaß habe, dass ich dann einen krassen Antrieb habe und auch dann Dinge bewegen kann, mehr als wenn ich keinen Spaß dran habe. Ich war DJ, habe dann irgendwie auf vielen Partys aufgelegt, das hat richtig Bock gemacht. Ich habe dann selbst Partys organisiert. Dann kam diese Schüler-AG, wo ich dann auch Dinge unternommen habe. Ich habe immer gemerkt, wenn ich irgendwo Bock drauf habe und was organisiere, mache, eine Idee habe, eine Vision habe und das verfolge,

[00:05:22] dann entsteht da eine Energie, eine Kraft. Und wenn ich für Französisch lernen muss oder für irgendein Fach, wo ich keinen Sinn drin sehe, wo ich Schwierigkeiten habe, wo der Lehrer mir auf die Nerven geht, dann entsteht keine Energie und da ist dann nur Frust, da habe ich keinen Bock drauf und das gibt mir keine Energie. Und das habe ich dann verfolgt und deswegen auch der Schritt dann raus, nicht das Abitur zu machen, sondern sich mit dem Fachabi zufrieden zu geben. Ich bin nach der 10 abgegangen, hatte keine Abschlussprüfung, bin nach der 12 dann abgegangen, hatte quasi keine Abschlussprüfung, weil ich eigentlich die 13 Jahre hätte vollmachen müssen

[00:05:52] für das Wirtschaftsabitur. Das heißt, ich habe mich immer vor den Abschlussprüfungen gedrückt und habe dann gewusst, wenn ich aber eine kaufmännische Ausbildung mache, meine Fachabitur plus die kaufmännische Ausbildung in Summe, darf ich dann trotzdem studieren. Und habe das dann nachher auch noch nachgeholt, habe dann noch einen Bachelor in International Management gemacht. Aber letztendlich habe ich da meinem Herzen gefolgt, was ich dann später auch viele Male gemacht habe, dass ich letztendlich immer das mache, wo ich richtig Bock drauf habe. Du, zum witzigen Sidequest, du hast mal einen Subway aufgemacht in Bocholt. Den ersten Subway, das ist zu pressewirksam.

[00:06:21] Diesmal habe ich dein Insta ausgedruckt. Tatsächlich, wir haben gerade ein 20-jähriges Jubiläum gehabt, damals mit meinem guten Freund Christian. Den Subway gibt es noch. Ich habe geschaut in Google Maps. Tatsächlich, nach 20 Jahren gibt es den noch. Ich habe den nach zwei Jahren erfolgreich verkauft. Guck mal, wer da drunter kommentiert hat. Roman. Roman natürlich. Tatsächlich bin ich direkt nach zwei Jahren Ausbildung von Wibbit Sports, was übrigens eine richtig coole Firma war, wo ich unglaublich viel gelernt habe. Roman und Robert damals waren die Gründer. Die machen so riesen auflastbare Wasserparks. Kennt man vielleicht aus Urlaubsregionen, wo man so einen Eisberg hat oder so einen Wassertrampolin.

[00:06:50] Und da habe ich zwei Jahre gelernt. Tatsächlich gerade so Marketing, so Inszenierung, wie man damals Broschüren macht, damals Werbefilme haben die gehabt zu einer Zeit, das ist wirklich über 20 Jahre her, wo nicht jeder eine Kamera hatte, dann Werbefilme zu haben. Damit hat man sich abgehoben. Wir waren damals eine Firma mit drei, vier Mitarbeitern. Aber nach außen hin sah das irgendwie alles nach mehr aus. Und das war extrem professionell, was die gemacht haben. Und da habe ich viel über Marketing gelernt, über Corporate Identity, was wie gesagt heute vieles Selbstverständliches vor 20 Jahren, aber alles andere. Und habe dann aus der

[00:07:21] kaufmännischen Ausbildung heraus entschieden, mich selbstständig zu machen. Weil auf der einen Seite war die Firma cool, gleichzeitig bist du Azubi in so einem Fünf-Mann-Betrieb. Und bei aller Förderung, die ich da erfahren habe, hat man natürlich dann schon irgendwie gemerkt, du bleibst dann doch vielleicht irgendwie ewiger Azubi oder es ist ein Unterschied, irgendwo angestellter zu sein, als wenn du dein eigenes Ding machen kannst. Und habe mich damals entschieden, mit einem guten Freund, der auch so alt war wie ich, war damals so bei der 19, 20, ein Subway-Fastfood-Restaurant zu öffnen, was damals zumindest cool war, sowas nach Bochel zu bringen. Was hast du aus der Systemgastronomie gelernt, was dich heute immer noch prägt in deinem unternehmerischen

[00:07:51] Handeln? Also Subway ist ein extrem schlechtes Franchise-System, extrem schlechtes. Deswegen habe ich da sehr, sehr viel gelernt, wie man Franchise nicht macht, wie man erfolgreich expandieren kann auf den Schultern von Franchise-Partnern. Die haben damals über 30.000 Standorte weltweit gehabt. Und wie viel haben sie davon selbst betrieben, was würdest du tippen? Also McDonald's hat damals ähnlich viele Standorte gehabt, natürlich pro Standort viel, viel mehr Umsatz. Und McDonald's hatte damals eine Quote von 40 Prozent weltweit von diesen über 30.000 Standorten,

[00:08:21] die sie selbst betrieben haben. Wirklich? Damals hatten die 40 Prozent, inzwischen müsste das geringer sein. Deutschland weniger, glaube ich. Damals waren es, glaube ich, 40 Prozent, wenn ich mich da nicht irre. Subway, glaube ich, keine Ahnung, 1 Prozent. Null. Die haben nicht einen einzigen Standort, nicht einen einzigen selbst betrieben. Das ist immer so ein Zeichen dafür, wenn man das selbst wirtschaftlich nicht hinbekommt. Die werden natürlich sagen, wir wollen das gar nicht und so weiter, aber letztendlich hat man sich da eher so ein bisschen einen eigenen Arbeitsplatz gekauft. Das heißt, das ist gerade alles so wirtschaftlich, dass du vielleicht gerade ganz schlecht davon leben kannst. Viele konnten das nicht einmal. Wir hatten damals

[00:08:50] einen extrem guten Standort. Wir hatten damals die erfolgreiche Eröffnung, wie es damals gab. Wir haben so den 200. Laden aufgemacht. Wir waren dann so in den Top 20, Top 30 Prozent vom Umsatz in Deutschland. Sind dann von 200 Standorten in Deutschland auf 700 Standorte gewachsen in der Gruppe. Wir hatten einen Standort, wollten schon den zweiten, dritten aufmachen, hatten einen Investor mit dabei und haben dann irgendwann gemerkt, das ist gerade so eine schwarze Null, nachdem wir uns so kleine Gehälter ausgezahlt haben, dass man als Anfang 20-Jähriger einigermaßen leben kann. Und wenn man weiß, dass man in den Top 30 Prozent der Umsatz

[00:09:19] trotzdem nichts verdient ist, trotzdem, also gerade so verdient, aber eher so ein Gehalt, aber kein Unternehmerlohn sozusagen, dann stimmt da was nicht. Und wir haben dann damals verkauft, sehr gut verkauft, auch zur richtigen Zeit verkauft, bei diesen 700 Standorten nach zwei Jahren, die es in Deutschland gab. Und kurze Zeit, also zwei, drei, vier Jahre später gab es dann wieder 200 Standorte. Dann war ein ganz kurzer Riecher. Stark wieder zurück, okay. Werbung. Willst du wissen, was die Produktion vom Founder Mode Podcast an externen Kosten mit sich bringt? Ich verrate es dir in 30 Sekunden. Neulich saß ich auf dem Paletten

[00:09:48] und habe mir genau die Frage gestellt. Und ich weiß noch, wie ich das früher gemacht hätte. Ich hätte irgendwo eine CSV-Datei exportiert, in Excel reingeladen, eine Pivot-Tabelle angelegt und drei Nervenzusammenbrüche später vielleicht ein Ergebnis gehabt oder auch nicht. Heute frage ich einfach mein KI-Tool, weil unser digitales Geschäftskonto von Konto hat einen MCP-Server. So kann ich Kontostände prüfen, Transaktionen durchsuchen oder Ausgaben nach bestimmten Kategorien auswerten. Und nichts davon muss ich von Hand machen, weil mein KI-Tool macht das für mich. Die externen Kosten bei Founder Mode für die Produktion sind übrigens etwa 12.000 Euro im Monat.

[00:10:18] Gar nicht so günstig. Mach doch einfach mal den Test und frag deine Hausbank, ob sie einen MCP-Server hat, um deine KI-Tools an das Geschäftskonto anzudocken. Wenn nicht, wechsel zum digitalen Geschäftskonto von Konto, geh dafür auf Konto.com, Konto mit Q, benutze den Code Founder Mode, um das Produkt inklusive der KI-Features sechs Monate kostenlos zu nutzen. Werbung Ende. Und was hast du gelernt? Also wenn du sagst, hier, das war schlecht, da konnte man viel mitnehmen, was würdest du anders machen in der Rückschau, wenn du jetzt entweder Franchise nehmen oder Franchisegeber? Also grundsätzlich einmal,

[00:10:48] ich meine, die sind damals, Subway ist an sich eine riesen Erfolgsgeschichte, wenn man so möchte. Die haben über 30.000 Standorte eröffnet. Da hat man ja vieles richtig gemacht, aber halt schon auf dem Nacken sozusagen der Franchisegeber. Also die haben zum Beispiel viele Dinge falsch gemacht, die haben das Produkt nicht gut lokalisiert. Also Produkte waren in Amerika, in Deutschland komplett gleich. Man hat da wenig angepasst. Man hat letztendlich zu aggressiv, viel zu schnell ist man gewachsen. Das heißt, die ganzen Strukturen, den Support vor Ort, die Auswahl der richtigen Franchisepartner etc.

[00:11:18] war katastrophal schlecht. Letztendlich haben die immer nur, sind einfach nur gewachsen, gewachsen, gewachsen, aber ohne die qualitativen Strukturen nachzuziehen. Und das hat sich dann irgendwann gerecht, zumindest bei Deutschland und auch vielen anderen Ländern. Genau, deswegen hat man, also ich habe, aber was habe ich gelernt? Eigentlich ehrlich gesagt, ich habe gelernt, dass alles möglich ist. Gar nicht jetzt auf Subway bezogen, sondern ich war damals 19, 20, ich hatte, mein Dispo war bei minus 2000 und habe mir aber in den Kopf gesetzt, ich mache mich selbstständig und ich glaube da dran.

[00:11:48] Damals war meine Rechnung, also ich hatte damals nicht das Selbstbewusstsein, auch nicht die Idee, war natürlich auch das Internetzeitalter, war noch irgendwie gefühlt weit weg oder dann war das Jahr 2000, also eher in den Anfangsschuhen und ich war jetzt nicht irgendwie bei der Dotcom-Blase dabei. Aber das war 2005, also es fing gerade an, aber die Startup-Welt war eine andere in Deutschland, als sie heute ist. Ich hatte nicht das Selbstbewusstsein mit einer eigenen Idee, mich selbstständig zu machen zur damaligen Zeit. Deswegen war für mich Franchise schon ein super Weg und habe mich dann wie ich bewusst entschieden, ich mache das.

[00:12:18] Ich musste dann die Eigenkapital besorgen. Mein Vater hat mir damals ein Darlehen von 1200.000 Euro gegeben. Mein Freund hatte auch keine Kohle beiseite, der hat das gleiche Darlehen von seinem Vater bekommen. Da hatten wir 25.000 Euro, haben uns dann nochmal 100.000 von der Sparkasse vor Ort geliehen, haben dann einen Mieter überzeugt, einen 219-20-Jährigen Mietvertrag zu geben, wo wir 5 oder 10 Jahre, einen Franchise-Geber überzeugt, uns eine Lizenz zu verkaufen, haben die ersten 15 Mitarbeiter eingestellt, um den Laden zu betreiben. Kannst du noch gut schlafen? Dein Dad hat dir 12.500 Euro gegeben, bei der Sparkasse hast du 100 Euro Schulden, du überzeugst da Leute, die doppelt so alt sind wie du

[00:12:47] von der Idee, von der du nicht weißt, dass es funktioniert. Ich konnte super schlafen, weil ich wusste, das funktioniert. Zumindest mal wusste ich, 30.000 Menschen haben das vor mir geschafft. Und wenn wir uns wirklich anstrengen, und Franchise ist ja schon ein bisschen mal nach Zahlen und viele haben es vor dir geschafft, selbst wenn es schlecht läuft, also wir werden irgendwo im Mittelfeld landen, irgendwie werden wir das hinkriegen. Also das heißt, ich wusste, so viel Selbstbewusstsein hatte ich dann in dem Alter schon. Wenn wir uns anstrengen, wenn wir das machen, was die uns irgendwie mit an die Hand geben, wenn wir unsere eigene, wenn wir einfach Gas geben, und das haben wir getan,

[00:13:17] dann wird das erfolgreich. Und das hat sich dann ein Stück weit auch bestätigt. Und das war damals einfach eine unglaublich spannende Zeit. Natürlich hast du irgendwie Rückschläge gehabt, irgendwie drei Wochen vorher, vorher Öffnung, hat das Bauamt erklärt, naja, ihr müsst hier irgendwie noch eine Nutzungsänderung machen, die dauert drei Monate. Ich sage, ja in drei Wochen ist ja Öffnung. Ja, nee, das dauert drei Monate. Ich sage, nee, kann ja nicht, wir haben ja in drei Wochen eine Öffnung. Sagt er, nee, das dauert drei Monate. Ich sage, nee, kann ja nicht, weil wir haben ja drei Wochen eine Öffnung. Wir hatten in drei Wochen eine Öffnung, aber wir mussten dann wirklich Postbote spielen zwischen den einzelnen

[00:13:46] Bauämtern und die ganzen anderen Behörden, die da eingebunden sind, haben wir die Poststelle gespielt, weil ansonsten hätte es wahrscheinlich echt drei Monate gedauert. Also man muss dann die Hürden, die einem gestellt werden, muss man dann irgendwie versuchen zu nehmen. Stichwort Mindset, Was geht da in euch vor? 19-Jährige, also woher nimmst du das Selbstbewusstsein, dann zu sagen, nee, wir machen den Laden auf? Wenn du gerade dreimal Nein gehört hast? Gibt es andere, die hätten gesagt, okay gut, dann dauert es halt noch ein bisschen? Ja, ich weiß nicht. Wahrscheinlich schon, dass meine Eltern mich irgendwo so erzogen haben, dass sie mir, wie auch immer es ihnen

[00:14:15] genau gelungen ist, mir Selbstbewusstsein nicht immer ermöglicht haben. Ich glaube, man muss das ja irgendwie selbst bekommen, aber die Rahmenbedingungen, die meine Eltern mir gesetzt haben, ich glaube schon, dass sie sehr gesund waren, dass sie mir immer viel zugetraut haben. Das fängt irgendwie, man sieht das heute auf Spielplätzen, dass irgendwie Kinder gar nicht mehr alleine auf dem Spielplatz touren dürfen und werden direkt irgendwie aufgefangen und dürfen sich nicht wehtun. Und wenn sie weinen, wird man direkt, also diese Helikoptereltern, das waren meine Eltern nicht, aber eher im liebevollen, positiven Sinne, dass man mal hinfallen durfte, dass man zugetraut wurde, der kann da auf das Klettergerüst gehen.

[00:14:45] Also da erinnert mich wirklich als Kind, dass da, oder haben meine Eltern mir später auch mal erzählt, dass es hieß, wie kannst du das Kind auf dem Klettergerüst alleine klettern lassen und so weiter. Das heißt, ich glaube, man lernt das am Ende des Tages in jungen Jahren. Und tatsächlich habe ich, und das war dann auch schon fünf Jahre eher, also von meinem ersten Seminar, was ich besucht habe, zum Thema Persönlichkeitsentwicklung bis zu Subway, habe ich tatsächlich zu dem Zeitpunkt schon zwei Seminare mitgemacht, die beide so acht, neun Tage gedauert haben. Da bin ich mit meinem Vater hin. Und das erzählst du oft, die Geschichte, dass du mit 15

[00:15:15] zum ersten Mal in so ein Persönlichkeitsentwicklungsseminar reingegangen bist. Warum? Das war tatsächlich schon, wie gesagt, vier, fünf Jahre vorher und das hatte mir schon unglaublich viel gegeben, was für das Thema Ziele setzen, Selbstbewusstsein, sich klarzumachen, was will ich eigentlich und dann aber auch dafür loszugehen. Was dann auch in solchen Situationen hilft, wenn dann halt das Bauamt da sitzt. Und das kam so ein Stück weit damals, weil mein Vater war eigentlich ein erfolgreicher Unternehmer, war immer so, der Held meiner Kindheit, so der starke Vater,

[00:15:45] Unternehmer, Vorstandsvorsitzender vom örtlich größten Tourenverein und ist dann tatsächlich irgendwann, als ich so, hat sich so schleichend angefangen, hatte dann so seinen Höhepunkt, so mit bei mir 13, 14, 15 Jahren dann, dass er letztendlich in so eine Lebenskrise gekommen ist, hat dann seine Firma verkauft, hatte Phasen, wo er sicherlich depressiv war, auch in Behandlung war, wo er aus heutiger Sicht wahrscheinlich sagen würde, Burnout, Boreout, also gefühlt so alles zusammen, was sich dann auch gesundheitlich gezeigt hat,

[00:16:15] dass er viele körperliche Beschwerden hatte, aus dem Bett nicht mehr rausgekommen ist und das war dann so ein anderer Vater, den ich erlebt habe und der mich natürlich auch wieder geprägt hat, also der vermeintlich starke Vater, also vermeintlich im Sinne von so der Kraftvolle, der sehr erfolgreich war im Außen, aber den es dann irgendwann eingeholt hat, dass er sich im Inneren irgendwie ausgebrannt gefühlt hat und irgendwie nicht glücklich, nicht im Reinen irgendwo mit sich oder mit seinem Leben war. Was hat es mit deinem jugendlichen Kopf gemacht, dieses Vorher-Nachher-Bild zu sehen

[00:16:44] von dem Held deine Kindheit? Also ich kann das heute sehr klar sehen, aber halt, weil ich mich da bis heute sehr intensiv mit beschäftigt habe, weil das schon mit mir ganz viel gemacht hat. Bewusst hat er es damals nicht so viel mit mir gemacht, also dass mir das damals sehr bewusst war, außer, dass mich das natürlich irgendwo belastet hat, so einen Vater zu sehen, der dann irgendwie aus dem Bett nicht rauskam. Der hat dann aber die Kurve gekriegt, total krass, indem er angefangen hat, tatsächlich Seminare zu besuchen, Persönlichkeitsentwicklung. Also die Ärzte konnten ihm irgendwie nur bedingt weiterhelfen, er war auch teilweise in Therapie. Ich erinnere mich auch,

[00:17:12] dass wir mal im Krankenhaus besucht haben, aber nicht, weil er eine Verletzung hatte, sondern weil es irgendwas in der Psyche war, also so eine Art Therapie gemacht hat. Das war aber ein paar Jahre vorher und er ist dann zum Seminar gegangen und vielleicht waren es auch zwei, drei und der hat dann ja von wenigen Monaten einen ganz krassen Shift gemacht. Und das spürst du natürlich als Kind, als Jugendlicher und das hat mich total neugierig gemacht und der konnte mir irgendwie schwer erklären, was er da macht, außer irgendwie, ja, man arbeitet da so an Glaubenssätzen

[00:17:41] und an Gedanken und so und wenn man das heute anders sagen würde, wüsste ich das, und heute mit der, keine Ahnung, mit dem Podcast und mit Social Media weiß jeder irgendwie, was ein Glaubenssatz ist und was Meditation ist und was irgendwie das Thema Mindset bedeutet, nur Also wir reden von vor 25 Jahren. 25 Jahre, Münsterland, dieses Jahr 2000, da waren das alles keine Begrifflichkeiten. Das Wort Coaching, das gab es irgendwie, ich glaube, so eigentlich im Sprachgebrauch, nicht außer irgendwie vielleicht im Sport und aber wir haben ja Angeboten, komm doch mal mit. Also gar nicht so,

[00:18:11] bitte komm mit, sondern wirklich so, wenn du Interesse hast, komm mit. Und dann seid ihr zusammen hin, Vater, Sohn, Aktivität? So ungefähr, ja genau und das war ein ganz kleines Seminar, irgendwie drei, vier Leute, aber es ging neun Tage lang und es ging neun Tage lang da drum. Also heute kann ich das auch ausdrücken, damals hätte ich es gar nicht erklären können, was da passiert ist. Letztendlich haben wir uns neun Tage, hat man sich mit sich selbst auseinandergesetzt, mit seinen Glaubenssätzen, mit dem, was es in dem Kopf, in einem denkt und das war ein Prozess über neun Tage, wo man immer mehr vom Denken ins Fühlen kommt, weil bis heute glaube ich,

[00:18:41] ist ja so ein bisschen, gerade in der westlichen Welt, aber wahrscheinlich auch in der gesamten Welt so ein bisschen die Herausforderung, dass wir sehr stark im Verstand sind, dass wir sehr stark im Kopf sind, was auf der einen Seite eine Stärke ist, wir haben eine hohe Fähigkeit zu analysieren, Dinge zu durchdenken. Gerade Founder. Gerade Founder. Und ich glaube, jeder kennt das von sich. Auf der anderen Seite sprechen wir immer davon, dass die Dinge im Einklang sein dürfen. Die Gefühle, die Emotionen, die Intuition, die innere Stimme, das Körpergefühl.

[00:19:10] Also wie viel Körpergefühl hast du eigentlich, wie viel nimmst du wahr, wie viel Wahrnehmung hast du, wie stark nimmst du deine Sinne wahr, im Gegenüber, wie sehr spürst du andere Menschen etc. Und wenn man das mal so realisiert oder wieder in dieses Fühlen reinkommt, merkt man meistens erst, wie weit man wieder von diesem eigenen Fühlen weg war. Gab es in diesem neuntägigen Seminar so diesen five second moment of change, diesen Moment, wo du gedacht hast, was, uh, da ändert sich gerade was in mir, da verschiebt sich die... Also da gab es sicherlich mehrere dieser Momente in diesen neun Tagen,

[00:19:39] weil man wieder viel sensibler wird und dann irgendwann anfängt, sich selbst zu beobachten, was es eigentlich in einem denkt. Und wenn man wieder mehr bei sich ist, wenn man wieder mehr ins Gefühl kommt, wenn man wieder mehr diese eigene Intuition, die Stimme, es hört sich alles jetzt wie so Plattitüden an, aber dieses bei sich ankommen, aber wirklich nicht wie so ein Konstrukt, sondern es wirklich fühlt, dieses wieder, man fühlt sich selbst, man hat wieder eine viel höhere Klarheit, man weiß wieder viel mehr für sich, was will ich eigentlich, was will ich nicht.

[00:20:08] Man kann wieder viel einfacher für sich intuitiv Entscheidungen fällen und nicht aus dem Konstrukt heraus, aus dem Stress heraus, aus einer, ja, aus einer, ich muss jetzt hier eine Entscheidung fällen heraus, sondern aus einer inneren Klarheit und Ruhe heraus, aus einem inneren Frieden heraus, dann spürt man, dass das ein schönerer Zustand ist und ich weiß noch, am letzten Tag dieser neun Tage gab es so eine sehr lange Meditation, die man da macht, wo mich das jemand durchgeführt hat, wie so eine, ja, geführte Meditation und da ging es wie ich darum,

[00:20:38] ja, wie es gerade beschrieben hat, eigentlich nur einfach bei sich anzukommen und einfach nur in der eigenen Stille, im eigenen Sein zu sein und dadurch, dass du da acht, neun Tage darauf vorbereitet wirst, gelingt das in einer Intensität, wie das so im Alltag, das ist auch ganz schwer zu beschreiben, ist, also, ich verstehe auch total, wenn jeder Fauna oder jeder das vielleicht noch nicht erlebt hat, denkt, wovon redet der da gerade eigentlich, das hört sich vielleicht ein bisschen abstrakt an, stellt dir wirklich so einen total riesen inneren Frieden, so eine innere Leere, aber nicht Leere im negativen Sinne,

[00:21:07] sondern eine Leere im Sinne von Stille. Das habe ich da in so einer tiefen Form gespürt, wie ich es vorher noch nie bei dem gespürt habe und das hat auch letztendlich ein paar Tage, ein paar Wochen in einer total abgeschwächten Form ein paar Monate angehalten, was ich mit viel höhere, das Gefühl. Ich konnte dieses Gefühl mitnehmen, natürlich nicht in dieser starken Intensität wie diesem Moment natürlich, der Alltag, der holt einen dann natürlich schnell wieder ein und im Seminar ging es da drum, irgendwie, wie kann ich mit meiner französischen Lehrerin besser klarkommen

[00:21:36] und wie komme ich von der 5 runter, weil mich das total gestresst hat und keine Ahnung, wie kriegt man denn eigentlich eine Freundin, die ersten hatten irgendwie Freundinnen und ich irgendwie noch nicht und wie geht das denn eigentlich und Beziehungen und so, wie halt so ein 15-Jähriger, was man da halt so im Kopf hat, und da hat sich viel für mich dann gelöst, auch zu diesen Themen, aber das Leben stellt dann natürlich als 15, 16, dann 17-Jähriger neue Herausforderungen, dann war es plötzlich die Mathe-Note, die dann mal abgerutscht ist. Es ist so, dass danach sozusagen alles für immer gelöst war, aber ich habe dann, ich weiß noch, zwei Jahre später

[00:22:06] wieder mal so ein Seminar gemacht, weil dieses Gefühl und diese Erinnerung an dieses Gefühl, diesen Zustand, das habe ich nie wieder losgelassen und in diesem Seminar ist schon extrem viel passiert, deswegen rückblickend, wie Steve Jobs irgendwie so schön gesagt hat, rückblickend versteht man irgendwie das Leben und wenn man dann so die Dots sozusagen zusammenführt. Du kannst es nur in der Rückschau connecten, du weißt dann gar nicht, welcher Dot das da gerade war oder was das ausführt. Und ich habe damals tatsächlich, hat sich für mich eine Frage so eingeschlichen, die ich damals nicht beantworten konnte und letztendlich bis heute nicht so richtig,

[00:22:36] warum ist das nicht Mainstream? Warum muss ich als 15-Jähriger in so ein komisches Seminar und ich konnte ja nicht drüber sprechen, ich konnte meinen Freunden nicht erzählen, ich war jetzt neun Tage in so einem Seminar und haben uns wie wir uns an Glaubenssätzen und haben so Übungen gemacht und uns reingefühlt und gespürt. War dir das unangenehm? Voll. Also das war völlig unnormal und man will ja als 15-Jähriger nicht unnormal sein und das ist heute ja teilweise vielleicht noch unnormal sowas zu machen, aber vor 15, 20 Jahren war das irgendwie, da wurde es angeguckt wie ein Alien

[00:23:06] und was hat der denn? Welches Problem hast du denn? Und ich hatte damals kein Problem, ich hatte keine Lebenskrise, ich hatte als 15-Jähriger es war alles in Anführungsstrichen normal und das hat es mich nie wieder so richtig losgelassen. Warum ist das nicht Mainstream? Warum wird das in der Schule nicht gelernt? Warum haben meine Eltern mir nicht vorher am Abendtisch davon erzählt? Weil sie selbst nicht den Zugang dazu hatten, das Wissen darüber nicht hatten. Und ja, wenn man jetzt so 25 Jahre später drauf schaut und dann auch sprechen wir wahrscheinlich gleich noch drüber,

[00:23:35] was ich dann so die letzten auch insbesondere beruflich, sage ich mal, die letzten 13, 14, 15 Jahre gemacht habe, dann ist das ein Stück weit, dass ich es immer mehr in mein berufliches Unternehmertum eingezogen habe mit der Aufgabe, warum ist das nicht Mainstream und einiges dafür zu tun, dass es mehr Mainstream wird. Werbung. Okay, als Founder weißt du, Systeme wie Shopify, Stripe, Klana, PayPal, die leben auf dem Mars und Dativ lebt auf der Venus. Das führt dazu, dass sie nicht die gleiche Sprache sprechen.

[00:24:06] Das Problem kennst du vielleicht, dass Bestellungen, die in deinem Shop-System oder bei Stripe ausgelöst werden, steuerlich nicht sauber erfasst in Dativ ankommen und das macht ganz vielen Foundern Kopfschmerzen. Die Payment-Systeme denken in Bestellungen, Abos und Auszahlungen. Dativ denkt in Buchungssätzen, Konten und Steuersätzen. Mein Kumpel Marco hat ein Unternehmen gegründet, was die Übersetzung macht. Pathway exportiert die Daten aus deinem Shopify, aus deinem Stripe sauber und erfasst sie steuerlich richtig in Dativ. Im Schnitt sparen Unternehmen

[00:24:35] damit 8.000 Euro an Steuerberaterkosten, weil die eben nicht mehr manuell jede einzelne Bestellung zuordnen müssen. Wenn du dich als Founder aus Wesentliche konzentrieren willst und nicht auf die Buchhaltung, dann gehst du Pathway, dann sag denen, dass du über Foundermode kommst, dann erstatten die dir die Einrichtungsgebühr, die bis zu 1.000 Euro betragen kann. Werbung Ende. Diese beiden Ebenen, die du gerade beschrieben hast, es gibt die Ebene so, ich habe in der realen Welt ein reales Problem, ich bin nicht gut in Französisch, schlechte Note oder keine Freundin und so weiter. Dann kannst du sagen, gut, dann lern halt Vokabeln oder sprich halt mehr Frauen an. Also das ist ja dann oft

[00:25:03] diese Founder-Intuition zu sagen, ja gut, wenn du zu wenig Umsatz machst, dann musst du halt mehr Leute anrufen oder also so quasi eben hier und jetzt und so die praktische Ebene und die andere Ebene, ist die die drunter liegt, so mein Mindset, meine Psyche, meine Einstellung dazu zu sagen, ja okay, vielleicht sind es gar nicht die Vokabeln, sondern eher meine Einstellung zum Lernen, weil ich irgendwie kein Interesse daran habe oder bei den Frauen ist es vielleicht eher ein Schamgefühl. Ich habe in meinem Leben noch nie eine Frau angesprochen, glaube ich. War überhaupt nicht mein Ding. Aber man hat ja oft eine innere Barriere und da hilft dann sozusagen dieser Ratschlag im Hier und Jetzt,

[00:25:33] auch nicht viel, weil man den nicht umsetzen kann. Wie beschreibst du diese innere Ebene für jemand, der da bisher noch nicht viel drüber nachgedacht hat oder auf der Ebene unterwegs war? Ja, ich glaube, dass ja immer dieses Innen und Außen, dass beides irgendwie zum Leben dazu gehört. Sprechen wir vielleicht auch noch drüber, ich glaube an das Thema Manifestieren zum Beispiel, dass man sich vieles im Leben manifestieren bewusst erschaffen kann. Ja, da geht es um eine innere Arbeit, dass man sich erstmal mit sich auseinandersetzt, was will ich denn überhaupt? Ja, aber wenn ich dann weiß, was ich will, zum Beispiel eine bessere französische Note, weniger Ärger mit meiner französischen Lehrerin, weniger Druck, weniger Stress,

[00:26:04] dann ist es zum einen richtig und das haben meine Eltern mir vorher schon probiert einzutrichtern, lerne mehr Vokabeln. Also die Karte sozusagen war auch schon gezogen, hat aber auch nur bedingt funktioniert, weil da war ganz viel Widerstand, da war ganz viel Angst, da war ganz viel Konflikt mit meiner französischen Lehrerin, teilweise so ein emotionaler, ausgesprochener Konflikt, den ich da gespürt habe. Die mochte mich nicht, die mag mich nicht. Aber auch ganz viel Mindset von, ich hänge da so hinterher, ich werde nie Französisch lernen können, ich werde das nie richtig verstehen können. Das ist nicht meine Sprache und für mich sind das böhmische Dörfer

[00:26:34] und ich hänge da schon so hinterher, wenn ich andere in der Klasse reden höre, ich habe keine Chance. Das heißt, es sind so viele Glaubenssätze, die da sind, feste Überzeugung, tiefgreifende Überzeugung, wenn die da sind, wenn die nicht entkräftigt werden, dann werden die, und ich glaube, das war so die, vielleicht neben diesem, dieser Meditation, dieses Haar-Moment, dieser Haar-Moment, in dieser Meditation, von der ich gerade gesprochen habe im Seminar, aber das ist eigentlich so die zweite große Erkenntnis, die bis heute, finde ich, eine hohe Wahrheitsgehalt in meinem Leben hat. Wir glauben immer,

[00:27:04] die Außenwelt ist so, wie sie ist und deswegen zum Beispiel geht es uns gut, deswegen geht es uns schlecht. Also das Wetter, es regnet, es blitzt, deswegen habe ich jetzt schlechte Laune, weil ich möchte eigentlich Sonne und möchte mich in die Sonne setzen. Oder der Kunde kauft nicht, deswegen habe ich keine Ahnung und nicht die Umsätze, die ich vielleicht brauche, wir haben viel, viel mehr Einfluss auf unsere Lebensrealität, wie es in uns aussieht, finden wir im Außen viel, viel mehr wieder. Und ich glaube, diesen Paradigmenwechsel,

[00:27:33] den mehr und mehr zu realisieren, dass wir uns die Welt kreieren, wie wir sie empfinden. Also wenn ich gute Laune habe, habe ich einen viel höheren Einfluss auf meine Abschlussquote, um jetzt mal ein ganz einfaches Beispiel zu machen. Oder wenn ich mich nicht vom Etat, das ich nicht beeinflussen kann, abhängig mache emotional, sondern irgendwo eine andere emotionale Resilienz habe, dann kann ich auch einen richtig schönen Tag bei schlechtem Wetter haben. Natürlich kann ich das Wetter nicht per se verändern, außer ich entscheide mich auf Mallorca zu leben.

[00:28:03] Selbst da habe ich einen großen Einfluss drauf, wo ich lebe und welches Wetter ich empfinde. Aber ich habe viel, viel mehr Einfluss auf die Lebensrealität, die ich empfinde, als ich glaube. Das heißt, an dieser inneren Haltung und Einstellung zu arbeiten, an den eigenen Glaubenssätzen. Wie stehe ich zur Französischlehrerin? Wie stehe ich zu Französisch? Und wenn es wieder dieses alte Beispiel wieder zu überstrapazieren, wenn ich da einfach realisiere, vielleicht ist da gar nicht so ein großer Konflikt zwischen mir und meiner Französischlehrerin. Vielleicht bilde ich mir das teilweise ein. Vielleicht hat sich das hochgeschaukelt. Vielleicht spürt sie aber auch meinen Widerstand, den ich habe,

[00:28:33] Französisch und ihr gegenüber, weil ich die ziemlich bescheuert fand, diese Lehrerin. Und vielleicht kann ich auch daran arbeiten. Ich strahle plötzlich was anderes aus und sie reagiert ganz anders auf mich, unterstützt mich vielleicht mehr und arbeitet nicht gegen mich. Das war nämlich mein Gefühl, dass jeder im Unterricht gegen mich gearbeitet hat. Ich glaube, das ist so ein wichtiger Punkt, diese Ausstrahlung, die man hat, gell? Als Fauna oder im Vertrieb, du machst irgendwie Cold Calls und die andere Person, die merkt ja, wie du drauf bist. Du machst Fundraising, so und gehst in den Pitch rein. Aber wenn du selber nicht dran glaubst oder wenn du nicht gut drauf bist, strahlst du das aus, die andere Person wird das sofort mitschneiden.

[00:29:03] Ich glaube, gerade als Fauna kennen wir das doch. Wir haben doch Phasen, also ich erinnere mich jetzt an diese, als 19-Jähriger habe ich mich tatsächlich, das war auch nach einem Seminar witzigerweise, es war dann sogar so das zweite oder ich glaube vielleicht auch das dritte Seminar schon gewesen sein, was ich damals besucht habe und habe mich danach entschieden, mich selbstständig zu machen. Und das hört sich jetzt nachher blöd an, weil die Fragen, die stelle ich mir heute auch. Mein Sohn ist jetzt 14, wenn er in fünf Jahren zu mir kommen würde, würde sagen, kannst du mir Geld leihen, ich mache ein Subway auf, würde ich denken, das Kind will jetzt ein Subway aufmachen und für mich war das wirklich wie,

[00:29:32] jedes Hindernis fühlte sich damals nicht wie ein Hindernis an, sondern wie eine Hürde, über die ich jetzt rüber springen darf und das war wirklich, mit allen Widerständen, die da waren, ist das wirklich, so habe ich es damals empfunden, leicht gegangen. Warum? Weil ich aber total im Flow war. Und ich glaube, das kennen wir founder auch, wir haben diese Phasen, vielleicht gerade, wenn wir eine neue Idee haben. Also für mich sind das auch die spannendsten Phasen eigentlich. Neues Projekt, eine neue Idee, etwas wo dieses, wie sagt man hier, Stunde Null sozusagen schlägt, immer wieder so aus der, aus der neuen Kraft heraus irgendwas Neues macht.

[00:30:01] So richtig in den Flow kommt, man das Gefühl hat, Bäume rausreißen zu können, die ersten Dinge funktionieren gut. Und das habe ich in dem Moment gefühlt. Wir kennen aber auch die anderen Phasen. Und da ist schwer rausgekommen, wo man das Gefühl hat, egal was ich mache, alles läuft gegen mich. Covid. Keine Ahnung, damals Funding, gehen wir vielleicht auch noch drüber, Funding eingesammelt, achtstellige Beträge, hohe achtstellige Beträge, haben gerade investiert, Leute eingestellt, hatten eine ordentliche Burnrate,

[00:30:31] dann kommt plötzlich Covid, können keine Events machen, jeden Monat eine Million Burn. Eine Million, das ist verbrannt. Eine Million verbrannt im Monat. Das ist viel Holz. Das ist eine Menge, eine Menge, Menge Holz. Gleichzeitig, Covid hört ja bald wieder auf, dann können wir wieder Events machen, lass das jetzt mal zwei, drei Monate sein, dann beruhigt sich alles. Die Erwartungshaltung von Investoren und von uns selbst war, Team erweitern, jetzt Vollgas geben, jetzt nicht abbremsen lassen, nur wegen ein paar Monaten Covid und so weiter. Also Covid ging dann ja bekanntlich nicht nur drei Monate,

[00:30:59] sondern knapp zwei Jahre sozusagen, so diese heiße Phase, wo dann irgendwie zwischendurch weite Teile gar nichts ging im Eventbereich. Unsere Strategie alle drei Monate immer wieder angepasst werden musste, immer wieder Fundingrunden, den Burn nicht runtergekriegt. Also da habe ich eineinhalb Jahre, egal was ich gemacht habe, es hat nichts funktioniert. Obwohl ich, wahrscheinlich, die Welt war gegen, ich habe noch nie so viel gearbeitet, ich habe noch nie, mich so sehr motiviert und immer wieder aufgerafft, immer wieder neue Energie, immer wieder, ne, die Phasen gibt es auch.

[00:31:28] Und da wieder rauszukommen sozusagen aus diesem emotionalen Mindset, egal was ich mache, es klappt irgendwie nicht. Was hilft dir da heute nach 25 Jahren Persönlichkeitsentwicklung? Was hat sich für dich rauskristallisiert, gerade in so einer stressigen Phase, wo jetzt nicht irgendwie mal eine schlechte Woche ist, sondern wirklich schlechtes, fatal, schlechtes Jahr? Also jetzt in den letzten Jahren kann ich glücklicherweise sagen, dass sich das nie wieder so zugespitzt hat. Klar, mal eine schlechte Woche, schlechter Monat natürlich, aber jetzt nicht über eine längere Phase. Am Ende des Tages immer eine Mischung aus

[00:31:59] tägliche Routinen zu haben, die einem gut tun. Bei mir ist es, wenn ich täglich eine Stunde Sport mache, ein bisschen meditiere, ein bisschen Zeit für mich habe, dann hilft mir das schon enorm, um mit einer guten Energie in den Tag zu gehen und dann auch durch den Tag zu gehen. Regelmäßig, also ich habe immer ein, zwei Coaches, die mich begleiten. Ja, mal wirklich wöchentlich, mal monatlich, mal Quartalsebene. Das kommt ein bisschen darauf an, das ist gerade eher ein privates Thema, was mich bewegt, eher ein berufliches Thema, wo ich gerade nachschärfen darf, was ja häufig auch sozusagen miteinander einhergeht.

[00:32:29] Mindestens einmal im Jahr eine Woche rausziehen, wirklich ein ganz intensives Seminar mitmachen, wo ich wirklich eine Woche Handy aus, voller Fokus auf mich, auf, ja, wieder Glaubenssätze, Mindset, Manifest. Du sagst nicht, die in den Jakobsweg laufen und einfach nur selber nachdenken, sondern sagst rausziehen und dann aber Seminar begleitet mit anderen Teilnehmern. Ja, ich finde eigentlich immer Unterstützung dazu, wenn es ein Betreat ist, dass man irgendeine Begleitung hat, wenn es ein Coaching ist, also dann halt mit einem One-on-One-Coach,

[00:32:57] dass ich mich einfach so alleine rausziehe, um mich neu auszurichten, mache ich eigentlich fast nie, außer mal wie ein paar Stunden oder so, damit man sich mal irgendwie Zeit für sich nimmt natürlich. Weil meine Erfahrung ist, dass wir so sehr in unseren Gewohnheiten, Gedenkmustern drinhängen, und es viel, viel effizienter ist, wenn wir das mit Unterstützung machen, sozusagen als Sparing-Partner. Wie war es auch oft die Unterstützung, also auch Coaches dazuzunehmen oder aber auch diese räumliche Distanz zu schaffen?

[00:33:26] Also alleine wirklich nicht im Office zu sein, vielleicht nicht mehr in der gleichen Stadt wegzufahren, teilweise auch nur eine Konferenz zu besuchen oder so irgendwo anders hinzugehen und diesen Tapetenwechsel mitzunehmen, hat bei mir oft dazu geführt, dass man die Sachen viel mehr von außen sieht und das ist ja oft die Aufgabe zu sagen, okay, ich stecke da jetzt irgendwie voll drin in der Scheiße, so jeden Tag nächste Hürobsbotschaft und die Frage ist ja, gibt ja diesen Spruch in Dow, Zoom out, also wenn es dir irgendwie schlecht geht, probiere rauszuzumen, das große Ganze zu sehen, was ja wieder einfach gesagt ist, so wenn da gerade Covid ist und die Lanzessereena zu ist, für die du gerade irgendwie

[00:33:55] drei Milliarden Euro gezahlt hast, aber rauszuzumen quasi durch Distanz hat bei mir auch immer gut funktioniert und bei mir war es auch immer so Austausch mit Peers, also Coaching habe ich viel gemacht, aber auch andere Unternehmer, also um diese Perspektiven zu kriegen, so über die Entrepreneurs' Organization und so weiter, gibt es so Forum-Format, dann quasi da regelmäßig zusammenzusitzen, auch Stichwort Routinen, so egal wie es mir gerade geht, so dieses Treffen ist heilig und dann zu sagen, gut okay, da kriege ich jetzt irgendwie acht Perspektiven auf mein Problem und vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wie es für mich gerade in der Situation wirkt, das hat mir viel geholfen.

[00:34:25] Ja, die EO ist ja super, auch ein super Format, habe ich persönlich noch nicht gemacht, aber kenne das Format an sich, wie du sagst, aber ist auch sehr, sehr, sehr, sehr verletzlich, glaube ich, wie man sich da zeigt, das heißt, was ich stark finde, weil ich glaube, wie ich dieses, nicht nur zu Events zu gehen, wo es nur höher, schneller, weiter geht, sondern wo man sich auch verletzlich zeigen kann und wo man mal sagen kann, wenn es gerade nicht läuft und die Perspektive, es gibt ja auch andere Events, die ich auch kenne, wo das halt nicht so einfach möglich ist, aber das habe ich tatsächlich zusätzlich gemacht, diese Unternehmertreffen, wo ich auf Masterminds gehe,

[00:34:55] Ja, du treibst es auf die Spitze, fliegst an Neckar Island und dann hängst du mit dem Branson, das musst du gleich mal erzählen. Ja gut, das ist ein eigenes Format, was ich dann mache, was auch cool ist, aber wo man dann selbst Gastgeber ist, aber tatsächlich habe ich auch viele Masterminds als Teilnehmer besucht, über die letzten zehn Jahre wahrscheinlich insgesamt 25 Stück würde ich tippen, wo ich mich mit anderen Unternehmern treffe und dann eher, das ist dann aber schon eher, klar auch Mindset, aber eher so Business Mindset, dass ich von diesen Leuten dann häufig inspiriert bin, weil wenn du irgendwie zwei, drei Tage mit 20 anderen Unternehmern bist, die alle mehr oder weniger sehr erfolgreich sind,

[00:35:25] das inspiriert, das weckt in mir auch so einen sportlichen Wettbewerb, also ich fühle mich dann danach extrem motiviert, aber gar nicht aus so einer negativen Ich zeig's dir heraus, sondern eher so krass, mit welchem Mindset die unterwegs sind, mit welchem Erfolg und dann bin ich wieder motiviert zu sagen. Das ist witzig, oft geht man mit so einem, mich geht er oft mit so einem geteilten Gefühl, auf der einen Seite bin ich mega motiviert und denke, geil, was da alles möglich ist, was die alle für ein Rad drehen und dann denke ich auf der anderen Seite, oh, was bin ich denn für ein kleiner Wurm, wenn der Typ da drüben da gerade irgendwie

[00:35:55] drei Milliarden Umsatz macht mit irgendwelchen Airlines in Australien oder so. Da gibt's ja klar immer diesen Moment von oh scheiße, was bist du für ein kleines Wurmtchen. Oh shit, Imposter-Syndrom kickt und auf der anderen Seite. Genau. Aber gleichzeitig gibt's mir auch immer wirklich so einen sportlichen Wettbewerb von schau mal, was möglich ist und dann auch selbst zu realisieren, welche eigenen Fähigkeiten da sind und sich wieder daran zu erinnern, worum geht's denn. Und das ist auch wieder geil dann zu sehen, die kochen auch nur mit Wasser. Der macht ja halt seinen drei Milliarden Umsatz so, aber der hat auch das Problem, dass sein Head of Sales da gerade irgendwie gekündigt hat oder whatever oder irgendwie seine Frau will, dass er mehr zu Hause ist.

[00:36:25] Also gibt da so, da schaust du hinter die Kulissen, diesen Effekt finde ich immer am besten zu sagen, ja also bei allen läuft's irgendwie gleich scheiße oder gleich gut. Und grundsätzlich finde ich, die Menschen ohnehin am Inspirations nicht nur die drei Milliarden machen, sondern die drei Milliarden machen, die aber glücklich sind. Ja. Weil davon gibt's ja die allerwenigsten, muss ich mittlerweile sagen. Und mit dem möchte ich übrigens nicht tauschen. Ich möchte nicht das Leben mit Elon Musk tauschen. Auf gar keinen Fall. Auch nicht mit Steve Jobs oder wahrscheinlich auch nicht mit Bill Gates oder ich könnte jetzt weitere Namen aufzählen, weil das ist ja die große Kunst. Ich würde aber mein Leben, hätte ich wahrscheinlich getauscht mit dem Leben von Richard Branson.

[00:36:55] Ah ja. Deswegen finde ich beispielsweise die Insel und sein, er ist ja auch mit dabei, seine Person so unglaublich inspirierend, weil er für mich einer, ich kann keinen zweiten nennen auf dieser Ebene, der wirtschaftlich so erfolgreich ist, der so viel Unternehmen aufgebaut hat, der Milliarden verdient hat, gleichzeitig aber total bodenständig ist, auf allen anderen Ebenen des Lebens. Familie, der hat zwei wundervolle Kinder, der hat eine 50-jährige Ehe geführt, die Frau ist leider

[00:37:25] vor einem halben Jahr verstorben, 50 Jahre eine glückliche Ehe geführt, zumindest zwei weite Teilen glücklich. Zwei wundervolle Kinder, den Sohn konnte ich auch kennenlernen, super bodenständig, ist unser Alter. Der hat alle Abenteuer erlebt, die man da leben kann, irgendwie vor einer Weltumrundung mit einem Luftballon, also mit einem Heißluftballon, hat aber auch sämtliche andere Sachen gemacht, keine Ahnung, Formel-1-Teams besessen. Der hat unglaublich viel Gutes getan, unzählige Stiftungen, selbst aufgebaut. Der hat BL das gegründet, der hat fast mal den Irakkrieg verhindert,

[00:37:53] damals mit Nelson Mandela zusammen, hatten die schon, Salam Hussein überzeugt, dass der ausgeflogen werden sollte. Das Flugzeug war schon unterwegs, dann ist Busch einmarschiert, kann man in seinem Buch nachlesen, hat er auch schon mit Besönia schon erzählt. Der hat unglaublich, der ist gerade in der Ukraine, ist der im Hintergrund, ich war jetzt gerade wieder da, vor zwei Wochen, der ist mit, ich weiß nicht, ob ich das jetzt sagen darf, der telefoniert regelmäßig mit hohen politischen russischen Vertretern, ukrainischen natürlich auch, aber russischen, um versuchte Verhandlungen aufzunehmen,

[00:38:23] im Namen der Elders, diese Organisation, die er gegründet hat, wo ehemalige, einflussreiche Regierungschefs, wie Nelson Mandela, hat das damals mitgegründet, aber ein Tutu, ich weiß nicht, ob der noch lebt, jetzt habe ich auch gerade gestorben, wenn ich mir nicht irre, aus Südafrika, also mit sehr vielen namhaften Leuten, quasi so eine Art Ältestenrat, also mit namhaften Politikern, die aber inzwischen sozusagen, nicht mehr wirklich aktiv sind, aber so ein Ansehen in der Welt haben, dass sie übergreifend, sage ich mal, auch über die Länder hinweg eine gewisse Reputation haben

[00:38:53] und versucht dort auf oberster Ebene zu vermitteln und sich für Frieden einzusetzen. Das macht er bis heute und jetzt bin ich ein bisschen abgewichen, aber auf allen Ebenen diesen Erfolg zu haben und gleichzeitig hatte sich da seine Trauminsel hingestellt, hat da irgendwie ständig Gäste, schönste Insel, die ich in meinem Leben gesehen habe und ist bodenständig, macht heute super viel Sport, ist gesund, ist 75, 76 Jahre alt, geht jeden Tag Kitesurfen, läuft da mit der Badehose rum und spielt mit den Leuten Schach und diese Mischung und das finde ich eigentlich, worum geht es am Ende des Tages im Leben? Wir wollen doch alle irgendwie

[00:39:22] ein erfülltes, friedvolles, schönes Leben führen, wo wir uns wohlfühlen und deswegen die Milliarden ist das eine und ich glaube, die bringen uns nicht, statistisch wahrscheinlich auch nachweisend, nicht zu diesem Gefühl, aber wenn man das schafft, auf allen Ebenen erfolgreich zu sein, finde ich das unglaublich inspirierend. Auf meiner eigenen Faunareise habe ich super viel von anderen Unternehmern gelernt und das ist auch der Grund, warum wir diesen Podcast machen. Jede Woche liefern wir euch spannende Storys und konkrete Learnings von erfolgreichen Gründern.

[00:39:52] Damit ihr keine Folge verpasst, drückt den Abo-Button und werdet informiert, wenn die nächste Fauna-Mod-Folge rauskommt. Was hast du von Branson gelernt, was nicht in seinen Büchern steht? Also in seinen Büchern steht schon extrem viel, deswegen, diese Bodenständigkeit, also der ist wirklich bodenständig und das hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, wenn man auf einer Privatinsel in der Karibik lebt und sich da die Topstars, die die Hände in die Klinke geben.

[00:40:22] Aber wenn man ihn erlebt, er sucht nicht den großen Auftritt, wenn er auf seiner Insel ist und er irgendwie Besuch hat, sondern er interessiert sich wirklich für Menschen. Spätestens nach der zweiten Frage beim Frühstück, beim Mittagessen heißt es immer, was machst du denn eigentlich? So nach dem Wort, ich will nicht über mich reden, weil das macht er den ganzen Tag. Und das ist kein, nicht so dahergesagt, sondern man spürt, er interessiert sich für Menschen. Also er ist einfach ein super neugieriger Mensch, der interessiert sich für Menschen. Ich habe ihn jetzt häufiger Male schon erlebt. Er merkt man auch immer, wenn man vielleicht in so einer Gruppe so jemand hat, der vielleicht eher so ein bisschen

[00:40:52] so eine Art Außenseiter ist, der vielleicht nicht in der Gruppe super integriert ist, versucht er den immer zu integrieren. Übernimmt er die Rolle, den zu integrieren? Letztes Mal konnte einer kein Englisch, er macht dann so einen englischen Talk mit mir, wo wir dann immer ein paar Themen sprechen. Aber einer hat kein Englisch verstanden. Da hat er den ganzen Tag organisiert, hat dann sichergestellt, dass der so einen automatischen KI-Übersetzer im Ohr hatte. Bevor wir das Interview gemacht haben, war er immer ganz wichtig herauszufinden, ob das technisch alles funktioniert. Und das war wirklich keine Show, sondern das hat er für den einen Mann gemacht. Und da merkst du einfach,

[00:41:22] ich habe ja nicht vier, fünf Mal eine ganze Woche erlebt, in verschiedenen Situationen. Sowas kannst du halt nicht spielen, sondern das ist halt echt. Und das musste er nicht mehr machen mit 76 auf seiner Insel, sondern das ist dann halt gelebt erst mal, ich will, wie ich als glücklich war, aber auch gelebt, wie sagt man, meine echte Liebe hört sich so abgedrutschen an. So Caring würdest du wahrscheinlich im Englischen sagen, das ist so, nichts darauf wert, dass es eine gute Atmosphäre ist, dass alle mitziehen. Und wenn er dich fragt am Frühstücksbuffet, was machst du?

[00:41:52] Was erklärst du ihm? Was macht Grater? Wie ist heute deine Antwort, wenn jemand das noch nie gehört hat? Letztendlich verstehe ich uns als Plattform für Coaching und Persönlichkeitsentwicklung. Das heißt, auf der einen Seite haben wir eine Community von vielen Menschen, die sich für Persönlichkeitsentwicklung interessieren, für Coaching, für inneres Wachstum. Und gleichzeitig versuchen wir, die besten, größten, erfolgreichsten, wirkungsvollsten Coaches mit denen zusammenzuarbeiten und Events zu kreieren, Begleitungscoaching-Programme zu entwickeln online, um Menschen in ihre Kraft zu bringen.

[00:42:22] Und das machen wir jetzt seit über zehn Jahren. Das ist im Kern das, was wir tun. Und wenn wir das jetzt so wie so eine Blaupause aufmalen, würde quasi vom Geschäftsmodell, die macht um die 30 Millionen Umsatz. Kann man das im Kuchendiagramm so ein bisschen aufsplitten, was da so die Produkte sind? Erklär mal, wie das Business dahinter funktioniert. Also wir haben angefangen vor über zehn Jahren so als das deutsche TED, das heißt so inspirierende Vorträge, haben wir auf Bühnen gebracht, haben es dann auf YouTube veröffentlicht. Vor zwölf, dreizehn Jahren, haben wir gerade kurz vorher darüber gesprochen, ja schon Podcast gehabt.

[00:42:50] Also waren so dieses Thema, so das Mainstreaming zu machen. Das war von Anfang an so ein Stück weit die Idee. Vor 13 Jahren gab es halt keine Podcasts, es gab keine YouTube-Videos, mit Persönlichkeitsentwicklung, geschweige denn mit Vorträgen, mit professionell gefilmten Inhalten von Coaches, von Experten. Das gab es damals alles nicht. Wir haben aber einen Bedarf gesehen. Wir kannten die Coaches damals schon und ich selbst habe davon regelmäßig profitiert. Und letztendlich haben wir das von Anfang an immer sehr professionell gemacht. Das heißt, professionelle Events, professionelle Technik,

[00:43:20] von Anfang an irgendwie so ein bisschen auf TV-Niveau, was damals halt neu war. Und das ist dann immer größer geworden, die Events sind immer größer geworden. Und das bis heute sozusagen, kann man so über den Daumen sagen, dass unsere Großevents, das sind im Kern zwei Stück, das ist aber unser Greater Festival. Langsdass Arena in Köln. Ja, LANXESS Arena, wo wir einmal im Jahr zwei Tage zusammenkommen mit, dieses Jahr waren 16.000 Menschen, die dann jeden Tag kommen, also jeden Tag 16.000 Menschen am ersten oder zweiten Tag. haben über fünf Bühnen, haben dort über 150 Coaches,

[00:43:49] Experten, die dort auftreten zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Coaching, Spiritualität, aber auch Führung, Unternehmertum, KI natürlich. Ich meine, all die Herausforderungen, die wir heute als Menschheit, als Menschen, als Arbeitskräfte sozusagen haben, die alle Herausforderungen versuchen wir dort irgendwo zu beantworten. Mit Vorträgen, mit Workshops, mit Interviews. Dann haben wir ein zweites großes Event, auch in der Langsdass Arena, mit Tony Robbins. Der hat ja... Wahrscheinlich der bekannteste Coach,

[00:44:20] Persönlichkeitsentwickler der Welt, oder? Genau, der hat jetzt nächstes Jahr sein 50-jähriges Bühnenjubiläum, also unglaublich. Wann war der auf der Bühne zum ersten Mal? Wie alt wurde? In 17. Okay, früher angefangen wie du. Der hat tatsächlich früher angefangen, schon auf der Bühne. Und der letztendlich, witzigerweise, wie sich da manchmal die Wege kreuzen und auch die Missionen, der hat genau diese gleiche Mission, dieses Coaching Mainstream zu machen und dem ist es halt unglaublich gelungen. Der hat das Wort Coaching... Der hat ja ein Business gebaut, oder? Da gehört da viel Immobilien und Real Estate und solche Sachen dazu,

[00:44:50] aber der hat so viele Firmen, Ja, der investiert natürlich. Der ist Großunternehmer, Investor, ne? Das geht inzwischen weit über das Coaching hinaus, aber auch sein Coaching-Bereich ist unglaublich erfolgreich groß. Ich meine, seit 50 Jahren aufgebaut. Und da gibt es einmal im Jahr macht er in Europa ein sehr großes Event, beziehungsweise wir machen das Event für ihn. Da sind wir quasi Veranstalter. Und das macht er auch nur mit euch, oder? Das macht er nur mit uns. Ihr seid Europa, Tony Robbins quasi. Genau. Das machen wir jetzt im dritten Jahr in Folge, dass wir da 13.000, 14.000 Menschen live dabei haben vor Ort. Plus nochmal online

[00:45:19] sind auch nochmal 2.000, 3.000 Leute live dabei. Wie heißt das Event? Unleash the Power Within. Okay. Entfalte deine eigene Kraft. Und das sind vier Tage, ganz intensiv, inklusive Firewalk, wo man über heiße Kohle läuft am ersten Abend mit 13.000, 14.000 Mann. Wie oft bist du schon über heiße Kohle gelaufen? 2.000, 3.000 Mal. Tut das weh? Nein. Wenn man da mit einem richtigen State drüber läuft, mit der richtigen Intensität, dann tatsächlich tut das nicht weh. Und bei 13.000 Menschen verletzt sich keiner. Das ist wirklich spannend. Ha.

[00:45:53] Krass. Jeder, der vor Ort war, der kennt das Gefühl und der weiß, das ist jetzt kein Fake oder da gibt es keinen Trick oder so, sondern da geht es wie ich darum, ist auch keine Hexerei, die da stattfindet. Wenn ich da halt ängstlich drüber laufe, um mit Tippels, wenn man nach der Hälfte oder drei, vier versucht umzukehren oder so, das sind wahrscheinlich dann die Verletzungen, die passieren. Wenn man halt nicht klar ist, wenn man nicht straight drüber geht, wenn man nicht im richtigen State ist, darum geht es letztendlich, in den richtigen Situationen den richtigen State zu haben,

[00:46:22] eine richtige Haltung zu haben und damit in der Klarheit die Dinge anzugehen, das ist letztendlich so ein Stück weit die Metapher, die da im Firewalk geübt wird. Genau, das ist unser zweites Event, wo wir für Tony Robbins dieses Event veranstalten, selbst quasi Veranstalter sind. Das ist natürlich für mich ein Traum gewesen, das hat vor drei Jahren angefangen, dass wir da eng zusammenarbeiten und halt mit dem erfolgreichsten, größten Coach, der diese Branche, gerade aus Amerika, aber inzwischen natürlich auch weiter darüber hinaus, so geprägt hat und einfach seit 50 Jahren wirklich mit vollem Herzen, mit voller Energie dieses Thema in die Welt bringt,

[00:46:52] und unzähligen Menschen damit geholfen, inspiriert hat, zusammenzuarbeiten. Ist natürlich für jemanden, der den Anspruch hat, mit den besten Coaches zusammenzuarbeiten und die Menschen mit diesen Events und Coaching-Programmen weiterzubringen, ist natürlich das Schönste, dass sowas dann irgendwann nach vielen Jahren passiert ist. Was kostet so ein Ticket bei Tony Robbins? Es fängt an im Vorverkauf bei 700 Euro für vier Tage. Das ist die günstigste Kategorie und dann gibt es Upsells nach oben. Genau, und dann gibt es, wenn man direkt vor der Bühne sitzt und eben noch ein Catering-Paket dabei hat, dann geht es auch hoch bis auf 3.000, 4.000 Euro für vier Tage. Das ist interessant,

[00:47:21] dass diese amerikanischen Anbieter das so gut hinkriegen, quasi die unterschiedlichen Zahlungsbereitschaften abzugreifen. Dass du im Grunde natürlich eine sehr ähnliche Experience hast, aber dann hast du halt anderes Catering, und du sitzt da vorne und kriegst auch irgendwie noch ein Buch und hast dann unterschrieben oder kannst ein Foto mit dem machen und so weiter. Und also die Zahlungsbereitschaft geht ja oft exponentiell nach oben für solche Packages. Es ist auch wirklich so, und das ist ja beim Fußball genauso, also ich habe Schalke-Dauerkarten, keine Ahnung, mein Ticket kostet irgendwie 40 Euro, sitzt auf der Gegend geraden. In der Nordkurve bezahlt man wahrscheinlich noch unter 20 Euro für ein Stehplatzticket und inzwischen bezahlt man 450 Euro,

[00:47:52] wenn man da ein Catering dabei haben möchte, obwohl die Plätze gar nicht so viel besser sind. Plötzlich wird das Ticket zehnmal so teuer, wo man jetzt nicht zehnmal mehr Leistung bekommt, aber es wird die Kaufbereitschaft von Businesskunden dort abgegriffen. Bei uns ist es letztendlich ähnlich und man muss auch sagen, zum einen könnten wir die Tickets nicht für 700 Euro anbieten, wenn es nicht auch die 3.000, 4.000 Euro Kunden geben würde. Ich habe gerade mit dem VfB-Präsidenten gesprochen, der meinte halt auch, der Grund, dass Leute 20 Euro bezahlen können für ein Ticket, liegt halt auch daran, dass die Mittelstände da halt Hunderte von Euro

[00:48:21] oder Zehntausende von Euro für eine Loge raushauen. Das finanziert natürlich auch einen großen Teil vom Betrieb. Absolut. Und deswegen sind nur 700-Euro-Tickets möglich und generell kann man sagen, das ist ja auch immer spannend, wenn Leute hören, irgendwie 700 Euro für vier Tage, so viele Menschen. Wir haben da Produktionskosten, Fixkosten bei dem ganzen Event von über 6 Millionen Euro. Aha. Die weg sind, ob ich mal ein kommt oder nicht. Da sind auch keine Marketingkosten oben drauf, die kommen noch oben drauf.

[00:48:51] So eine Arena zu mieten, wir haben da Produktionskosten und so weiter. Das ist jetzt halt im Vorfeld alleine die Securities, die im Eingang stehen und die Leute da reinlassen, kosten 400k, hast du gesagt. Also tatsächlich haben wir, ich glaube, das ist, nage mich bitte nicht auf eine letzte Nachkommastelle drauf fest, aber bei den Events hinweg haben wir nur Security-Kosten, das sind wirklich nur, ja ich sag mal, Einlasspersonal, um mal irgendwie einen Notausgang zu versperren, was da keiner rausgeht, zahlen wir 400.000 Euro im Jahr. So, da schätzt man auf, dass diese großen Events einfach aufgrund der Tatsache,

[00:49:20] dass sie groß sind, schon so viel Logistik drumherum erfordern, dass halt schon hunderte von Euro pro Person weg sind, in Anführungszeichen. Ja und generell ist, um die Hade zu betreiben. Man hat ja generell gehört, dass Gastrokosten nach Covid so extrem gestiegen sind, Personal, Wareneinsatz etc. Und das ist generell auf die gesamte Eventbranche anwendbar. Also Technikkosten, Personal für Technik, Security-Personal, das ist alles Catering-Kosten, die wir haben auf so einem Event, um auch Premium-Kunden dann sozusagen zu verkatern. Das sind teilweise Preise,

[00:49:50] wenn man die Einkaufspreise da hört oder die Summen, die da zustande kommen, dann versteht man irgendwann auch, dass, wenn ich nicht gerade keine Ahnung, wie heißt sie, unsere amerikanische Künstlerin, die gerade geheiratet hat. Taylor Swift? Taylor Swift, wenn ich gerade Taylor Swift-Künstlerin und so eine Tournee macht. Ansonsten, große Events sind weniger lukrativ, als man sich das als Kunde meistens so vorstellt. Also wenn wir bei so einem Event, ist eigentlich egal, welches Event wir da nehmen, wenn wir da irgendwie auf 10% Gewinnrendite wirklich kommen,

[00:50:19] wenn man eine Vollkostenrechnung macht, dann sind wir glücklich. Wirklich? Das heißt, wenn du sagst, es gibt 6 Millionen Produktionskosten, dann machst du dann keine 7 Millionen Umsatz. Da kommen noch Overhead-Kosten dazu. Wir haben 75 festangestellte Mitarbeiter, die Events organisieren, die Coaching-Programme machen. Wir haben Werbemarketing-Kosten, die oben drauf kommen. Wie gesagt, wenn ich mit dem Event dann 10% Rendite mache, dann bin ich happy. Und von deinem Geschäftsmodell, du machst grob die Hälfte der Umsätze mit dieser Art von Events, mit eurem eigenen Festival, mit Tony Robbins, also ein paar andere kleinere Events.

[00:50:49] Mastermind auf Necker Island bringt wahrscheinlich auch noch ein bisschen Umsatz. Aber die andere Hälfte vom Umsatz sind Coaching-Programme, Coaching-Ausbildung. Erzähl mal von der anderen Seite. Genau. Also wir haben so 6, 7 Coaching-Programme, die wir anbieten, die wir über die Jahre so aufgebaut haben, mit führenden Experten. Und das sind meistens so 6- bis 12-monatige intensive Programme, die Menschen durchlaufen. Das ist die Ausbildung zum Coach. Das ist die Ausbildung zum Redner, die wir anbieten, zum Speaker. Um auf der Bühne sozusagen

[00:51:18] eine Keynote halten zu können mit allen Fähigkeiten, die man dafür braucht, von Storytelling über Rhetorik, rhetorische Fähigkeiten. Wie erzähle ich, wie baue ich eine Rede auf, wie strukturiere ich eine Rede, wie positioniere ich mich eigentlich als Experte sozusagen mit einer eigenen Geschichte. Das ist auch ein 12-Monats-Programm, was wir anbieten. In person oder wie läuft sowas ab? Es ist immer, also alle Programme sind eine Mischung aus aufgenommenen Inhalten, wie eine Online-Akademie, aus vielen Live-Sessions, die wir machen per Zoom, wo man wohl jetzt echte Experte in den Austausch geht

[00:51:47] mit unseren Teilnehmern. Meistens Austausch untereinander in irgendeiner Form. Übungssessions, die man macht, dass man untereinander sich vernetzt und sein Peers sich austauscht. Und dann meistens auch mit Treffen vor Ort, dass wir nochmal so zwei, drei Seminartage haben, wo man dann nochmal intensiv vor Ort im Seminarcharakter sozusagen zusammenkommt. Das ist meistens immer eine Mischung aus diesen Aspekten. Wir haben die Lebensschule gegründet mit Dieter Lange. Dieser Lange ist so einer der führenden Weisheitslehrer, sage ich mal, diese fernöstliche Weisheiten. Was ist ein Weisheitslehrer? Der fernöstliche Weisheiten, also am Ende des Tages

[00:52:16] so die Prinzipien des Lebens, die ja gerade im Fernosten, im Buddhismus, im Hinduismus, gerade wenn man nach Asien schaut, da werden glaube ich diese, was vielleicht bei uns sozusagen die katholische Kirche ist, da werden diese, diese Weisheiten haben dann eine sehr hohe, aus meiner Sicht, Wahrheit im Sinne von, da kann man sehr viel ableiten von diesen Weisheiten fürs eigene Leben, was Prinzipien angeht und er schafft das, wie kaum ein anderer, diese fernöstlichen Weisheiten wirklich so für den westlichen Anwender greifbar zu machen. Was heißen denn diese,

[00:52:46] die Dinge, die der Buddha quasi schon gelehrt hat, was heißt es denn für so westliches Leben? Das ist interessant, weil auch die Vermittlung von diesen Botschaften ja oft sehr asiatisch ist, also im asiatischen Raum ist ja viel Storytelling, viel Beispiel und die Deutschen, die wollen ja immer so die Blaupause und das Framework und irgendwie, okay, wie komme ich von A nach B und der Mönch, ich habe mal so einen die Passaner Retreat gemacht in Thailand, war da auch eine Woche und dann sitzt da jeden Tag der Mönch um 5 Uhr morgens und erklärt die Geschichte vom Affen und dem Mangobaum und so die ganze Zeit noch Storytelling und du denkst so, okay, wann sagt der mir jetzt mal, was ich eigentlich machen soll, aber die Vermittlung

[00:53:16] passiert ja über Geschichten, so da können sich die westlichen Leute etwas davon abschneiden, weil wenn ich einmal die Geschichte von dem Mangobaum verinnerlicht habe, dann kann ich es mir wahrscheinlich besser merken, aber du sagst, seine Aufgabe, Dieter Lange, ist gut darin, das zu übersetzen sozusagen, diese Weisheiten, die tausende von Jahre alt sind auf unser westliches Gehirn. Das macht er halt auch seit 40 Jahren, also der ist ähnlich lange unterwegs wie in Tony Robbins, ist halt auch inzwischen 75, also der weiß, wovon er redet, der coacht Nationalspieler,

[00:53:46] Fußball-Nationalspieler, die gerade bei der WM waren, der coacht Dachs-Vorstände seit vielen Jahren, der coacht, also neben, ich habe nicht eine andere Führungskräfte, Firma, also der ist wirklich seine deutschen, wirtschaftselite sozusagen, gern gesehener Coach, auch im One-on-One, der einfach, der mich auch schon gecoacht hat, auch gerade in schwierigen Situationen. Was macht dir so jemand gut? Was ist der Grund, warum jetzt ein Dachs-Vorstand, Nationalspieler, du, wieso geht dir zu dem und nicht zu irgendeinem anderen? So, was würdest du sagen, was ist seine Superpower? Also seine spezielle jetzt,

[00:54:16] dass er wirklich diese Lebensprinzipien, ich glaube, dass unser Leben, wie das Leben funktioniert, was wir immer als Zufall betrachten oder als ist halt so oder als Schicksal oder was auch immer, dass es schon gewisse Lebensprinzipien gibt und wenn man die versteht, dann kann man plötzlich vieles verstehen, was im Leben passiert, warum die Dinge so sind, wie sie sind, warum wir auf Dinge so reagieren, warum wir vielleicht unglücklich sind, glücklich sind, warum die Dinge im Flow sind, nicht im Flow sind, warum gewisse Dinge erfolgreich sind, privat, beruflich etc., Firmen erfolgreich sind,

[00:54:46] was Erfolgreiche von weniger erfolgreichen Firmen sozusagen unterscheidet. Wenn man diese Prinzipien verinnerlicht hat und dann eine gute Intuition hat, bei sich ist, dann kann man plötzlich im Coaching eines Unternehmens, eines Individuums plötzlich diese Prinzipien anwenden und diese hohe Komplexität, die irgendwo das Leben, die jede Situation mit sich bringt, plötzlich ziemlich vereinfachen und diese Prinzipien daraus stellen. Würdest du sagen, er hat eine Gabe darin,

[00:55:16] das zu erkennen und quasi diese Vereinfachung Er vereinfacht Komplexität und kann das an Prinzipien ableiten. Also Beispiel, wenn eine Firma nicht erfolgreich ist, die Grundsatzfrage wahrscheinlich, die er stellen würde, ich möchte jetzt nicht zu sehr an seinem Namen reden, weil am besten lädt es ihn auch mal ein, dann kann er das viel schöner auf den Punkt bringen, dass beispielsweise ein Unternehmenszweck, eine Firma einen Unternehmenszweck haben sollte. Die Leute wollen Sinn, jeder Mitarbeiter möchte Sinn haben, er möchte etwas nachgehen, was ihn erfüllt,

[00:55:45] was irgendwo einen höheren Sinn gibt. Eine Firma sollte einen höheren Sinn sozusagen haben. Wenn eine Firma keinen Unternehmenszweck hat oder die Mitarbeiter den Unternehmenszweck nicht kennen oder nicht in eine Richtung gehen, dann hat das Auswirkungen auf eine Unternehmenskultur, auf einen Unternehmenserfolg beispielsweise. Das macht er jetzt aber nicht mit spirituellen Weisheiten, sondern er kann das sehr, sehr konkret machen, welche Firmen das positiv vorleben und welche halt nicht. Ja, interessant. Und er geht wieder weg von der praktischen Ebene, also nicht Vokabeln lernen, sondern wieso willst du denn überhaupt, wieso sitzt du hier in der Französischstunde sozusagen?

[00:56:15] Warum laufen die Vertriebszahlen gerade nicht etc.? Da sozusagen eine Etage tiefer zu gehen, was sind die Wirkungszusammenhänge und da ist er unglaublich stark drin. Was kostet so ein Programm mit ihm, wenn ihr das verkauft über eure Plattform? Ja. Also es sind, sagst du, sechs bis zwölf Monate und das liegt dann etwa bei 6.000, 7.000 Euro, dass man dort quasi begleitet wird. Okay. Und das ist quasi, wenn man das jetzt zusammennimmt, ihr macht das jetzt nicht nur mit Dieter Lange, sondern mit einigen anderen Coaches oder Creatoren auf eine Weise.

[00:56:44] Greator kommt ja von Great und Creator. Ihr habt da quasi Content Creator auch ein Stück weit. Ja, also es kommt von Great und Greatness. Also schon Greatness und Creator. Aber damit meinen wir weniger jetzt die Creator, die Content kreieren, sondern vielmehr, dass du selbst der Creator hat einer eigenen Greatness. Okay, verstanden. Also es geht so ein Stück weit, die Menschen, Leute, unser Slogan ist It's in you. Ein Stück weit den Menschen daran zu erinnern, dass sie selbst dafür verantwortlich sind, ja, für das, was sie im Leben vorfinden und wie glücklich sie im Leben sind.

[00:57:13] Und diese Art von Programmen, die verkauft ihr dann wahrscheinlich so ein paar tausend Mal pro Jahr. So kommt dann die andere Hälfte auf den Umsatzstand. Genau. So würde ich es ableiten. Also ziemlich simpel, wenn man die Mathematik da macht, wir machen dieses Jahr 35 Millionen Euro Umsatz. Wenn man das jetzt mal ziemlich simpel macht, ist es die Hälfte um 17,5 mit langen, intensiven Coaching-Programmen und die andere Hälfte mit Events. Die sind zwei großen, aber auch noch ein paar kleineren sozusagen. Und wenn ich sage, es ist sehr vereinfacht gerechnet. Ein Coaching-Programm kostet 5.000, 6.000 Euro oder so. Dann musst du das bei 3.000,

[00:57:43] 3.000 Mal verkaufen. 3.000 Teilnehmern, die wir jedes Jahr intensiv begleiten. Ja. Und ist die Seite profitabler als die Events? Du sagst, die Events sind schwierig, Geld zu verdienen. Ich glaube, am Ende des Tages ist das schon vergleichbar. Also es ist nicht profitabler, nee. Also das Unternehmen, also es gibt es jetzt ja ein paar Jahre, sind jetzt irgendwie circa 13 Jahre am Markt. Wir hatten die ersten Jahre, haben wir jeden Euro und immer hatten direkt immer investiert. Hatten dann die Phase unter Covid, wo wir halt Investoren reingenommen haben.

[00:58:12] Sollte wir da noch genauer drüber sprechen. Ist ja ein fauleres Podcast hier. Also habt ihr auch spannende Erfahrungen machen dürfen, was passiert, wenn man plötzlich Venture Capital mit reinnimmt. Haben dann aber auch Jahre gehabt, wo wir massive Verluste hatten, wie es ja üblich ist, wenn man Venture Capital hat. Ich meine, ich brauche kein Eigenkapital ins Unternehmen reinnehmen, wenn ich das auch nicht investiere und dann auch Verluste mache sozusagen. Dann kann ich auf Eigenkapital verzichten. Haben dann auch bewusst investiert. Es ist etwas größer geworden, die Verluste sind größer geworden und es ist dann ein bisschen ausgeartet durch die Covid-Krise, sicherlich auch durch Fehlentscheidungen, die ich getroffen habe,

[00:58:42] dass wir auch Jahre hatten, wo wir während Covid in Summe wahrscheinlich 15 Millionen gebürnt haben. Krass. Was man dann auch in der PLL natürlich ablesen kann. Und haben dann aber wieder die Kurve gekriegt, sind dann letztendlich von unserem VC-Case, von einem aggressiven Wachstums-Case weggegangen, haben in der Spitze 150 Mitarbeiter gehabt und sind dann aus Covid mit 50 Mitarbeitern raus. Also stand da wirklich auch vor, ja inzwischen sind es fünf Jahren, auf Messerschneide. Haben uns von 100 Mitarbeitern getrennt in zwei Phasen.

[00:59:14] Ich habe einen Insolvenzanwalt auch schon mal angerufen gehabt, mit da das vorzubereiten, weil ich dachte, in zwei Wochen ist es so weit, ich muss alles einreichen. Man denkt dann ja eh schon mit der Geschäftsführerhaftung am Ende des Tages eh schon irgendwie immer mit drin, weil man dann doch irgendwie dann immer zu spät erkennt und die Flinte ins Korn wirft und dachte, dass ich es nicht mehr verhindern kann, was dann auf den letzten Meter noch möglich war. Und haben dann aber wieder voll auf Profitabilität gegangen. Voll auf Profitabilität heißt dann aber im Coaching-Markt, wenn du als Plattform, ich meine, wir haben ja Experten, die wir bezahlen,

[00:59:43] wir haben 75 Mitarbeiter, wir haben eine hohe Qualität in allem, was wir machen. Ob es jetzt Eventproduktion sind, Videoproduktion, wir denken da sehr nachhaltig. Sonst könnten wir auch nicht so lange schon am Markt sein und auch so eine Reputation haben. Dann ist man froh, wenn man nachher 10% Rendite hat. Du hast hier so eine Guidance rausgegeben, das steht in einer deiner Jahresberichte drin, dass ihr 27 Millionen Umsatz plant in 2026. Hast du jetzt übertroffen in 35, aber hier steht sogar drin, Umsatzrendite von 4 bis 5% wollen wir sicherstellen. Also finde ich krass. Also, dass du sagst, okay, wenn wir 10% erreichen, das ist spannend,

[01:00:13] warum ich das denn abgegeben habe. Das ist aus dem Jahresabschluss. Ja, das ist aus dem Bundesanzeiger. Okay. In der Bilanz hat dann der Steuerberater reingeschrieben, dass ich eine Umsatzrendite von 4 bis 5... Okay. Ja, also tatsächlich... Fand ich interessant, dass du jetzt so eine Guidance quasi abgebst. Das ist von 2024. Ist das also ein bisschen veraltet? Ja, genau. Wir haben tatsächlich 2025, genau darauf bezieht sich, das bezieht sich auf 2025, hatten wir glaube ich 4% Umsatzrendite. Ja. Deswegen, mit 10% haben wir schon ein gutes Jahr. Schon im besten Jahr hatten wir mal,

[01:00:43] ich glaube Bilanz bereinigt, hatten wir mal 13, 14%. Aber wir hatten auch schon mal diese 7 Millionen Verluste oder 8 Millionen Verluste in einem Jahr während Covid. Deswegen, ich sage immer spaßeshalber, der Coachingbranche wird immer gern nachgesagt, dass es Geldmacherei ist. Die machen sich die Taschen voll. Genau. Geldmacherei. Ich wünschte manchmal, dass da mehr dran ist, als es tatsächlich ist. Erzähl mal, wir sind jetzt gerade im Überflug durchgegangen, über so eine krasse Achterbahn, die du gefahren bist, profitabel, dann Geld geraced, dann viel Geld verbrannt, Insolvenzanwalt,

[01:01:13] also da war schon mal ganz viel drin. Erklär mir mal von diesem Jahr, 2021 auf 2022, so 150 Mitarbeiter in der Spitze runter auf roundabout 50. Nämlich Mitte dieses Jahr. Also wir sind in Covid reingegangen, deswegen ich muss ein bisschen ausholen, 2020 halt, mit sehr erfolgreichen Jahren, die wir hatten. Wir waren gebootstrapped, haben die Firma aus eigener Kraft, dem wir einfach wieder jeden Euro investiert haben, so auf 10 Millionen Euro Umsatz gebracht. Dann kam das Interesse von VC, also wir haben uns da gar nicht so bemüht,

[01:01:42] sondern die kamen auf uns zu und meinten, wir entspannt, was ihr da macht und Coaching ist im Kommen und habt ihr nicht Interesse, das irgendwie noch digitaler zu machen, vielleicht zu internationalisieren? Die haben euch gar nicht überlegt, sondern kam von außen, dass jemand gesagt hat, hey, ich finde diesen Markt interessant, der wächst offensichtlich. Tatsächlich? Ja, tatsächlich. Haben das gerne angenommen. Wie hast du damals darüber nachgedacht? Weil sagen wir, wenn dir einer 10 Millionen bietet, zu sagen, okay, ich nehme es, so liegt nahe. Auf der anderen Seite geht ja auch eine gewisse Gefahr einher, im Sinne von, da entsteht eine krasse Erwartung,

[01:02:11] du musst das Geld returnen, das ist zwar Eigenkapital, aber wenn du einmal auf diesem VC-Pfad bist, hast du diese Pfadabhängigkeit, sagt Flo Heinemann immer, dann musst du auch dieses Riesenunternehmen bauen und so weiter. Was ging dir durch den Kopf in der Zeit? Ist spannend. Also es ist, glaube ich, so häufig im Leben, wenn man so wirklich wüsste, auf was man sich da einlässt, dann überlegt man sich das natürlich. Oder würde ich es heute nochmal machen? Mit dem Wissen, was ich heute habe, wahrscheinlich nicht. Aber für die damalige Situation war es, glaube ich, trotzdem eine richtige Entscheidung. Warum?

[01:02:40] Wir hatten selbst diese Ambitionen, stark zu wachsen. Also wurde auch häufig so gefragt, auch in der Phase und auch danach kam nicht da wahnsinnig viel Druck von den Investoren und so weiter. Nee, kam nicht. Aber vielleicht habe ich es noch nicht so empfunden, weil den Druck habe ich mir selbst gemacht. Das ist meistens so bei allen Foundern, oder? Mir inklusive, so auch die meisten, die ich spreche. Ich sehe ganz selten in so einem Board, dass da so ein VC wirklich sagt, hey, du musst jetzt hier... Nee, überhaupt nicht, sondern ich bin selbst mein größter Druckmacher, ich bin mein größter auch Kritiker sozusagen.

[01:03:10] Was ich damals nicht gemacht hätte, ich hätte nicht jeden VC reingenommen, das ganz klar. Das war ein VC, den ich auch persönlich kannte. HV. Wo auch HV Capital, die einfach auch sehr erfolgreich sind, muss man sagen, die irgendwie in alles erfolgreich investiert haben, Deutschland gegründet wurde. Vor allem auch Consumer-Themen, Flixbus, HelloFresh, Zalando und so weiter, das sind alles so große Consumer-Themen, die die gemacht haben. Jetzt seid ihr auch ein Consumer-Thema. Ja, deswegen, das hat uns natürlich zum einen beeindruckt, dass so ein Investor natürlich auch Interesse hat. Und gleichzeitig kann ich den Partner, wusste, dass er auch wirklich das Thema Coaching versteht,

[01:03:38] auch selbst ein persönliches Interesse an dem Thema hat. Das war für mich so eine wichtige Grundvoraussetzung, dass man so ein bisschen das Produkt versteht, weil wenn man damit keine Berührungspunkte hat, dann wollten wir jetzt nicht nur so ein Zahleninvestment sein, so spannende Branche, Zahlen, gehen wir mal rein, sondern man sollte schon das Potenzial, was auch wirklich in dem Produkt drin ist, wirklich Menschen weiterzubringen, also dieses Potenzial, was Coaching einfach in Menschen, ja was Menschen eröffnet, das sollte man wirklich verstanden und auch selbst mal erlebt haben. Und das war der Fall. Sondern so sind wir dann rein in das Investment. Das heißt,

[01:04:07] das, was wir eh vorhatten, zu wachsen, digitaler zu werden, internationaler zu werden, das hätten wir eh alles gemacht, aber natürlich nicht in der Entschlossenheit, natürlich nicht mit den vollen Kassen, mit der Intensität, mit der Schnelligkeit, wie wir es dann auch gemacht haben, was gleichzeitig natürlich auch das Problem war, was dann entstanden ist, weil zum einen sind wir dann voll auf Wachstum gegangen, waren Leute eingestellt, wollten digitaler werden, das war damals so die Zeit, vielleicht erinnerst du dich an der Callen App, diese Meditations-App ist damals nicht weggegangen, irgendwie zwei Milliarden Bewertungen nachher, Headspace war damals extrem groß,

[01:04:38] Masterclass.com, diese ganzen Self-Improvement Apps, diese, ich sag mal, dein Coach in der App war damals so ein Stück weit die Idee von uns, dass du, und das gab es damals so noch nicht so richtig, dass du wirklich eine App hast, die vieles vereint, die nicht nur Meditation hat, sondern auch tiefgreift nach Inhalte. Und das war die VC-Story. Das war ein Stück weit unsere VC-Story, die wir gemeinsam mit unserem VC erarbeitet haben, wo wir ein Potenzial gesehen haben, und so ein Stück weit dieses 20-Euro-Abo, Netflix, Colm, Spotify, Headspace, Masterclass.com, so in diese Richtung zu gehen,

[01:05:08] und das dann wirklich mit Top-Coaches auszustatten, international zu skalieren. Bis heute gibt es das nicht, erfolgreich am Markt. Warum? Also heute sind diese Colm und Headspace auch nicht mehr stark bewertet. Das heißt, die Bereitschaft wirklich, oder eine hohe Masse zu erreichen von Abos, ist super schwierig, weil der Markt natürlich mit Podcast, mit Spotify, mit YouTube erstmal von leicht konsumierbaren Inhalten in der breiten Masse

[01:05:37] extrem überflutet ist. Das heißt, die Bereitschaft wirklich, oder Customer Inquisition Cost, Customer Lifetime Value zu gering, Customer Inquisition Cost zu hoch. Churn ist immer ein Thema, aber Churn ist immer ein Thema. Die fallen wieder raus, nach drei, vier Monaten. So Spotify, Netflix, so ein bisschen the winner takes it all. Die sind sehr sticky, da bist du einmal drin, da gehst du nicht mehr raus. Die haben krasse Netzwerkeffekte, dass du halt, ja, am Ende des Tages ziehen, die natürlich alle Contents irgendwo vereinen, die nachher auf ihrer Plattform. Das heißt, dieses Game hat am Ende des Tages kaum einer wirklich erfolgreich gespielt, in so Nischenbereichen,

[01:06:07] wie jetzt Coaching sozusagen im Verhältnis zu Spotify noch eine Nische logischerweise ist. Und wie gesagt, die wenigen erfolgreichen Apps, die damals kommen, Headspace, die gibt es noch, die haben natürlich auch einen gewissen Erfolg, aber die hohen Erwartungen, die damals Investoren dann, sie hatten mit zwei Milliarden Bewertungen und so weiter, sind natürlich heute auch völlig im Sand zerrieselt. Und wir sind aber, muss man sagen, gar nicht so weit gekommen, sondern wir haben gerade angefangen zu skalieren, Tech-Teamer aufzubauen, hatten Product-Launch vorbereitet. Dann kam Covid, wir konnten plötzlich unser restliches Geschäftsmodell,

[01:06:36] große Events organisieren, war damals noch mindestens genauso eventlastig wie heute. Ist plötzlich pulverisiert worden. Wir haben jetzt keine riesen Covid-Holfen bekommen, die sowas komplett oder ansatzweise kompensiert hätten. Ihr habt dann auch nicht so diesen Move gemacht, okay, jetzt all in auf digital. Ich erinnere mich gerade an Tony Robbins, der in dieses riesen Studio gebaut hat, wo so gefühlt 200 Bildschirme an der Wand waren, wo er mitten drin stand und gesagt hat, okay, jetzt bin ich halt digital. Wenn die Leute nicht zu mir kommen, dann komme ich halt zu den Menschen sozusagen. Also haben wir auch gemacht

[01:07:04] und ohne diese Erfolge in diesem Bereich wird es uns heute auch definitiv nicht mehr geben. Deswegen, es gab es schon Bereiche, die erfolgreich waren. Wir haben damals, am Anfang von Covid, wir hießen damals Gedanken tanken, haben wir dann umgeschwenkt auf Grater, haben quasi die Marke umbenannt, um auch international eine Marke zu haben, die funktioniert. Das war Anfang Covid, Mai haben wir eine Coachausbildung, die erste, würde ich sagen, erfolgreiche digitale Coachausbildung in Deutschland gelauncht mit einem sehr großen Erfolg. Wir haben inzwischen auch über 5.000, 6.000, 7.000 Coaches in Deutschland ausgebildet.

[01:07:33] Wahrscheinlich der größte Ausbilder von Coaches, den es wahrscheinlich in Europa, sag ich mal, die letzten zehn Jahre gegeben hat. Und da gab es auch schon erfolgreiche Bereiche, aber gleichzeitig dieser Eventbereich, der komplett weggerauscht ist. Aber natürlich haben wir auch Fehler gemacht. Von schlechtem Timing bis Fehler. Wir haben damals unglaublich aggressiv Personal hochskaliert. Wir hatten immer eine extrem gute Unternehmenskultur. Das war auch so ein Stück weit unser Asset, was wir hatten. Und dann skalierst du hoch von, ich sag jetzt mal,

[01:08:02] vor Covid 60, 70 Mitarbeitern. Dann wären Covid schon so, waren wir schon bei 120, haben dann weiter hochskaliert auf 150. Plötzlich hast du Lockdown, du hast Homeoffice. Später hatten wir mindestens 50 Prozent der Leute, die wir, sag mal so, nach drei, vier, fünf Monaten Covid-Begin hatten, waren nie im Office gewesen. Das heißt, du hast plötzlich eine Unternehmenskultur, die sich komplett wandelt von komplett remote, was auf der einen Seite super funktioniert hat. Wir erinnern uns alle noch, alle waren verwundert, wie gut das remote funktioniert. Aber nachhaltig,

[01:08:31] die Unternehmenskultur zu erhalten, ist super schwierig. Plötzlich hast du dich noch mit Kulturthemen beschäftigt, noch mit Problemen, die du vorher so nicht hattest. Hast du dir aber auch gar nicht mehr richtig produktiv hinbekommen. Du hast Mitarbeiter gehabt, wo du im Nachhinein realisiert hast, gemerkt hast, die waren nie wirklich wirkungsvoll. Die sind nie wirklich je auf Speed gekommen, auf Geschwindigkeit, auf Impact gekommen, weil alles viel zu anonym war, viel zu, bis du die ongebordet hattest, bis du gemerkt hast, dass die emotional vielleicht schon gekündigt hatten. Alles wurde behäbiger. Deswegen sind wir gefühlt

[01:09:01] eineinhalb Jahre lang eigentlich noch in so einem Krisenmodus gewesen, aus Leute eingestellt, Kulturthemen versucht, in den Griff zu kriegen, jedes Quartal wieder umgeplant, weil doch irgendwie keine Events gingen und als dann irgendwie dann doch wieder absehbar im halben Jahr könnte man ein Ticketverkauf und reden halt von Groß-Events, die auch ein Stück weit behäbig sind. Die kannst du nicht irgendwie drei Monate vorher anfangen zu planen. Also wird sich zu sehr in andere Details reingehen. Das langweilt, glaube ich, die Leute jetzt. Das ist auch inzwischen fünf, sechs Jahre alt. Aber das war eine unglaublich schwierige Zeit,

[01:09:30] weil es zu viele Wechsel gab in der Strategie bei uns. Der Fokus von, wir machen jetzt Digitalprodukte, gleichzeitig wollen wir aber auch Events weitermachen, wissen aber nicht genau wann. Dann hast du das Online-Coaching-Geschäft, was jetzt ja kein 10 Euro, 20 Euro Abo ist, sondern das ist ja intensive Coaching-Ausbildung, die auch damals schon in diesem Preisbereich von 5.000, 6.000, 7.000 Euro waren. Die liefen gut. Das war der Bereich, der damals dann auch gut lief. War aber eigentlich gar nicht der Bereich, auf den wir uns konzentrieren wollten, sondern wir wollten uns ja

[01:09:58] auf unser neues App-Abo, was international ausgerollt, konzentrieren. Das heißt, keine einfache Gemengelage und dann gleichzeitig machst du eine Funding-Runde nach der nächsten, weil wir hatten irgendwie 2019 vor Covid hatten wir 8 Millionen eingesammelt. Das war unsere erste große Investitionsrunde. Wir hatten auch gar keine weiteren geplant, aber dann hast du einen höheren Burn als gedacht, die Einnahmen auf der Eventseite brechen weg, plötzlich musst du nachfinanzieren, dann hängst du, kennen die Founder, die ja bei dem VC-Game drin sind, plötzlich hängst du im Fundraising drin. Ein bisschen wie Crack. Dann fängst du einmal damit an,

[01:10:28] dann machst du immer weiter und die nächste Dosis ist höher. War nicht geplant, aber die nächste Dosis brauchst du dann doch, wie es bei Crack ja. Crack, das ist ein harter Vergleich, aber bei der ersten Dosis denkst du auch noch nicht dran, dass du einmal die dritte und vierte Dosis auch noch brauchst und dir das dann nicht mehr aussuchst. Das heißt, ja, die zweite, dritte, vierte Dosis musste dann auch eingesammelt werden. Jeder, der Fundraising gemacht hat, weiß, wie intensiv das ist, dass es eigentlich ein Fulltime-Job ist. Neben dem Fulltime-Job irgendwie eine Kultur zu retten und quartalsweise die Strategien umzuplanen, haben dann nochmal insgesamt, müsste nachher 17,

[01:10:58] 18 Millionen gewesen sein, die wir eingesammelt haben und auf der einen Seite glaubst du ja an die Geschichte, die du, die Strategie, die du hast, die du den Mitarbeitern erzählst, weil du musst Mitarbeiter motivieren, du musst eine Perspektive geben, du musst eine Strategie entwickeln, du musst selbst dran glauben, das ist erstmal das Allerwichtigste, da musst du deinen Mitarbeitern das glaubhaft machen, die dahinter kriegen, da musst du Investoren finden, die daran glauben, die bereit sind, entweder nochmal Geld zu investieren oder neue Investoren zu gewinnen und die bereit sind, zu investieren. Damals auch fantastische Bewertungen, das war ja auch während Covid, als die Bewertungen auch teilweise

[01:11:28] sich sehr positiv entwickelt haben für Startups. Was war die Bewertung? In der Spitze mal 65 Millionen. Okay. Deswegen auf dem Papier ist man dann auch schon... In irgendeiner Excel ist man dann super reich, gell? Also ich glaube, irgendwo mal, wie heißt das hier, wie heißt man, ab 30 Millionen Privatvermögen? Ultra High Net Worth Individual. Ja, genau so, so in der Excel-Tabelle stand das auch irgendwo mal. So, die Realität sieht dann plötzlich anders aus, weil wenn du dann irgendwann merkst, Scheiße, und das ist natürlich ein Prozess,

[01:11:57] der nicht von heute auf morgen startet, sondern der geht über Wochen, Monate, du glaubst irgendwann nicht mehr dran. Was war der Moment, dass du nicht mehr dran geglaubt hast? Dass du gemerkt hast, okay, da bahnt sich was an, was dann im Endeffekt darin gemündet ist, dass du dann 100 Leute rausnehmen musstest? Was war der Moment, wo bei dir im Kopf der Schalter umgelegt hat? Also diesen einen Moment gab es nicht, sondern das ist eher der schleichende Moment von, das haben wir vorhin kurz drüber gesprochen, diese Phasen, wo es nicht läuft, wo du immer mehr Frustration hast, wo du nicht im Flow bist und denkst,

[01:12:27] alles, was ich anpacke, wird zu Gold, sondern egal, was ich tue, nichts klappt, so das andere Extrem. Und das hat angefangen von, nach drei Monaten Covid, so, boah, irgendwie anstrengend und blöd. Nach sechs Monaten, boah, irgendwie anstrengend und blöd. Nach neun Monaten, scheiße anstrengend und blöd. Du kommst dir vor wie ein Feuerwehrmann, der ein Feuer löscht und das kannst du mal machen, ein Feuer löschen, drehst dich um, da oh, das noch eins, das zweite Feuer löschen. Ja, und dann machst du ja keine Pause, weil wenn es brennt, musst du Feuer löschen und dann hast du plötzlich auch Superkräfte, wenn es brennt. So,

[01:12:57] wenn du aber eineinhalb Jahre Brände löscht, dann sind irgendwann deine Superkräfte weg und du hast nicht mehr Zeit zu regenerieren. Du fährst zwar in den Urlaub, aber du kannst nicht abschalten, weil du bist eigentlich gerade in einer Fundingrunde und musst schauen, wie die nächsten drei Millionen geclosed werden, obwohl gerade die Zahlen nicht so gut sind, aber so, das heißt, das ist so eine schleichende Phase, wo immer mehr Frustration entsteht, wo du immer mehr den Glauben an dich selbst verlierst und wo du, und am Ende des Tages habe ich es körperlich irgendwann gemerkt. Was hast du gemerkt? Ja, einfach,

[01:13:26] ich habe zugenommen, ich habe keinen Sport mehr gemacht, habe nicht mehr meine Routinen reingefunden, ich war einfach energetisch nicht mehr positiv und bin irgendwie, ich habe immer mehr Schwierigkeiten gehabt, mich zur Arbeit zu schleppen, also zu schleppen hört sich jetzt so an, also ich hatte jetzt kein Burnout, ich bin immer aus dem Bett gekommen, aber ich bin da jetzt nicht irgendwie morgens Schakka durchs Büro gelaufen, sondern die Laune leidet drunter und so weiter. Jetzt kam noch Covid hinzu, wo ja eh, sage ich mal, alles irgendwie auch privat schwieriger war, dass man irgendwie

[01:13:55] nicht toll reisen konnte oder dass das soziale Leben irgendwie auch eingeschränkt war, das kam natürlich alles, ja eh so ein Gefühl, so eine gesellschaftliche Depression, die irgendwie da war, das kam natürlich irgendwie alles hinzu. und aber dann Stück für Stück zu realisieren, ich glaube eigentlich selbst nicht mehr dran und das ist dieses, da sind wir wieder bei Sinnhaftigkeit, da sind wir bei, wenn du selbst nicht daran glaubst, an die Vision der Firma, an die Strategie, wie willst du andere Menschen davon überzeugen? Wenn du dich selbst nicht motivieren kannst, wie willst du andere Menschen motivieren? Wie will eine Firma erfolgreich werden

[01:14:25] in so einem Moment, wie willst du eine Restchance haben, wenn du selbst nicht dran glaubst? Wie war dein innerer Dialog zu der Zeit? Genau so, also irgendwann war es dann wirklich so scheiße zu realisieren, du hast da dir quasi ein Luftschloss gebaut im Sinne von, wir schaffen das noch und wir können die, damals 150 Mitarbeiter, wir sind immer schon auf 100 runter. Das war eine so eine, in Anführungsstrichen, kleine Sanierungsrunde, so ein nice try und dann gehen wir mal auf 100 runter und können fast alles weiter irgendwie machen und trotzdem noch an der großen Idee

[01:14:56] festhalten, müssen nur noch einmal einen Schritt zurückgehen und dann zwei Schritte vor etc. Dann aber zu realisieren, nee, das war nur ein kleiner Zwischenschritt, das Ding geht vorne und hinten nicht auf. Und die zweite Runde, die tut weh. Die erste, da haben Leute noch ein gewisses Verständnis, sagen okay, ist gerade alles schwierig, verstehe ich und so weiter. Du trennst dich ja auch von den ersten Dritteln, das heißt, es ist immer schwer, sich von Mitarbeitern zu trennen, aber umso größer der Schnitt ist, natürlich umso emotional schwieriger ist es, aber auch von der Performance her umso näher muss man sich auch von Menschen trennen, die man eigentlich auch

[01:15:26] nicht nur menschlich, sondern auch fachlich irgendwo gerne halten möchte, halten muss. Und gleichzeitig war es aber eine Situation, dass es wie ums Überleben ging. Und auf der einen Seite, deswegen ist es heute schwer, irgendwie rüberzubringen, weil auf der einen Seite war das das Schlimmste, was ich mir hätte vorstellen können. Also ich habe kein Problem, ein Projekt gegen die Wand zu fahren. Ich habe kein Problem, auch mal zu scheitern in dem Sinne. Ein Projekt zu scheitern oder Fehler zu machen,

[01:15:56] Fehler einzugestehen, aber als Unternehmer zu scheitern, mit dieser Unternehmung zu scheitern, das war für mich das Allerschlimmste, was ich mir hätte vorstellen können. Wovor das war meistens Angst? Für mich fühlte sich das damals an wie ein Tod. Also als würde ich sterben. So und es gab vielleicht einen so einen Moment, tatsächlich ein guter Freund und auch Coach von mir, Francisco, mit dem wir beispielsweise auch heute ein sehr intensives Coaching-Programm haben, Francisco Medina, der mich dann tatsächlich

[01:16:25] damals einmal im Coaching gefragt, Alexander, wer bist du denn, wenn alles wegbricht? Und da habe ich gesagt, also direkt wie aus der Pistole geschossen, nichts. Und wie auch gesagt, über 20 Jahre Persönlichkeitsentwicklung, ist ja weit gekommen. Scheiße. Scheiße, ich bin meine Firma. Aber so geht es vielen. Voll. Voll geht es vielen. So ging es mir genauso. Ich war meine Firma und meine Laune war meine Umsatzlinie. Ja.

[01:16:56] Und so, die Umsatzlinie war eineinhalb Jahre lang scheiße. Das, wofür wir gerne angetreten sind, cool Events zu machen, war auch nicht mehr da. Digital lief es zum Teil gut, zum Teil nicht. Das, was gut lief, digital ist immer auch emotional, unemotionaler als Events, als Begegnung mit Menschen etc. Das heißt, gefühlt seit zwei Jahren keinen Erfolg gehabt. Seit zwei Jahren gekämpft. Und jetzt stehst du vor dem Aus, dass alles in sich zusammen kracht. Und das, womit du identifiziert bist, die Firma, die Vision, aber natürlich auch das Ego

[01:17:26] im Sinne von der CEO, der erfolgreich ist, der, keine Ahnung, zwei Jahre vorher noch Obama nach Deutschland geholt hat und so weiter, der ist einfach mal so richtig krachend gescheitert. Sondern es gibt ja nicht nur, sagen wir mal ehrlich, es gibt ja nicht immer nur Leute, die es dir gönnen, wenn du erfolgreich bist. Ja, es gibt ja auch mal Leute, die es dir nicht gönnen, die sich denken, Mensch, warum ist denn die Firma so erfolgreich? So, das spielt ja auch noch, dass du denkst, die bekommen deine Kritiker, die bekommen alle Recht. Einmal Zahltag, alle Recht. So,

[01:17:56] das heißt, am Ende des Tages auf allen Ebenen scheiterst du gerade mal. So, und sich dann zu fragen, wer bin ich denn eigentlich ohne all die Rollen? Ja, da sind wir bei Francisco Medina Coaching, da sind wir bei Dieter Langer, den wir gerade hatten, Weisheiten. Wer bist du ohne die Rollen? Weil, du bist nicht Deutscher, du bist nicht der CEO von Greater, du bist, also, wer bist du wirklich? Was hat die Frage mit dir gemacht? Also, erst einmal, wie gesagt, war da ja nichts. und gleichzeitig weiß ich dann ja, das ist dann eher wie die Ratsstelle, die sagt, im Moment, stopp, du hast doch schon so viele Bücher gelesen,

[01:18:25] das steht doch immer, du bist all das gar nicht. Und dann spürst du da rein und dann merkst du erstmal, du spürst erstmal gar nichts, außer Frust und Leere und nicht diese schöne Leere, von der ich vorhin gesprochen habe, sondern diese Scheißlehre, die wir auch kennen, so dieses, Langeweile, aber im negativen Sinne. Ja, und dann irgendwann sie wieder zu sich zu finden. Das war ein Weg von bestimmt mehreren Monaten und wieder zu erkennen, was einen ausmacht, wenn all das wegbricht. Zu auch erkennen,

[01:18:55] in deinem Umfeld beispielsweise, wer hält gerade zu dir? Wer hält dir die Stange? Wer ist bei dir? Wer unterstützt dich? Wem ist es egal, ob du erfolgreich bist oder nicht. Diese Menschen kennt ja jeder, der bei einer Krise war, wo es mal nicht so läuft. Ich meine, ich war damals wahrscheinlich auch phasenweise unerstehlich, könnte ich mir vorstellen. Wenn du so frustriert bist, wenn du nicht rauskommst aus dieser Situation, dann bist du ja auch nicht der, nicht der, nicht der Mensch, wo man jetzt, Das ist auch nicht das Zentrum der Party. Nee, nicht das Zentrum der Party und auch nicht das Zentrum zu Hause. Sondern aber wer, wer bleibt bei dir? Wer ist in dem Moment da? Wer hat Verständnis für dich? Mitgefühl.

[01:19:25] Sodass, dass, dass, sich darauf zu besinnen. Dann merkt man, ach, von dem wird man geliebt. Warum wird man denn von dem geliebt? Nicht wegen dem Umsatz? Nicht wegen der Rolle. So, und diesen Kern wieder vorzudringen, wer bist du denn wirklich? Wofür wirst du geliebt? Wofür wirst du geschätzt? Wofür schätzt du dich selbst? Und nicht, wie gesagt, für diese Rollen, die du dann innehast. Und das ging dann her, tatsächlich, das war dann, weil wir die Namen jetzt gerade hatten, Dieter Lange und Francisco, das waren tatsächlich zwei Menschen, nämlich in dem Moment, in dieser Phase, sag ich mal,

[01:19:54] das war wahrscheinlich über mehrere Monate, sehr unterstützt haben, auch gecoacht haben. Ich habe mich ein anderes Coaching, das war mit Dieter Lange. Ich hatte tatsächlich den Anwalt angerufen und hatte gesagt, wir hatten wieder eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Zwei, drei Monate später war das Geld schon absehbar wieder unterwegs. Ein Event, es war wieder ein Lockdown, es war wieder klar, nächstes Jahr das Event im Mai, das wird nichts. Zehn Millionen Euro Umsatz veranschlagt für ein riesen Festival, was geplant war, das wird erstmal nichts. Dadurch auch Cash-in,

[01:20:24] mehrere Millionen sozusagen in der Cash-in-Forecast waren pulverisiert. Und da war klar, das geht hier so nicht weiter. Aber wir hatten ja schon runtergesized auf 100 und jetzt ein Modell zu finden, ich habe erstmal keins gesehen. Und da hatte ich ein Coaching mit Dieter Lange und sagte, Alexander, wenn alles nicht wäre hier, was würdest du denn gerne machen? Ich sag, also eigentlich mit einem coolen,

[01:20:54] kleinen, schlagkräftigen Team coole Events machen, paar coole Coaching-Programme. Und so wie früher, früher im Sinne von pragmatisch, wie es jahrelang sozusagen auch funktioniert hat, coole Sachen machen mit den besten Leuten und ja, mach das doch. Danke. Gut davor, aber wie? Es geht ja nicht. Warum geht das nicht? Und da hat er mir ein Bild gegeben, hat sich so eingebrannt, sagte, stell dir vor,

[01:21:23] du bist jetzt gerade ein großes Schiff, du hast viel Ladung. Du bist unten am Kap Horn, unten, wo es stürmisch ist, südlichste Zippe von Südamerika, in Chile, wo es dann quasi auf die andere, auf die andere Seite geht. Und das ist einer der heftigsten Segelreviere der Welt, wenn da richtig Sturm ist, wenn da richtig Action ist, da durchzukommen, ist für den größten Segler eine Herausforderung. Und manchmal, wenn du mit einem großen Boot unterwegs bist, musst du vor so einem Sturm Ladung abwerfen.

[01:21:53] Musst du Besatzung von Bord gehen lassen, das war der Metapher dafür. Und das tut weh. Aber es ist ein Überlebenskampf, anders kommst du da nicht rum. Kannst du dich entscheiden, sinkt das Boot oder die Hälfte der Ladung. Oder die Hälfte, oder die, genau. Und gleichzeitig, wenn du dann losgehst, erst mal, du musst eine Besatzung haben, die bereit ist für den Sturm. Die sagt, Alexander, wir gehen durch den Sturm durch. Egal was kommt. Die committed ist. Weil wenn du in dem Sturm drin bist, da kannst du keinen Streit gebrauchen, da kannst du keine,

[01:22:23] da müssen alle Gas geben und alle voll entschlossen sein. Das heißt, du musst die richtigen Leute für den Sturm auswählen. Und wenn du einmal lossegelst, gibt es kein Zurück mehr. Du musst einmal voll. Eine Kehrtwende, die bringt dich um. Dann musst du durchziehen. Aber Alexander, wenn du durchziehst mit der richtigen Besatzung und du dann da durchkommst, dahinter, der Sturm, der ist schneller vorbei, als du denkst. Und da hast du die Südsee, da hast du die Schönstrände und da hast du und du musst den Leuten davon erzählen, dass die Südsee dahinter ist. Ansonsten werden die da nicht durchkommen. Aber dann werdet ihr ankommen.

[01:22:53] Also die Südsee wird schneller gehen, als du meins. Es hat sich so eingebläut, übrigens witzige Anekdote an der Stelle. Ich habe Dieter ein paar Monate später habe ich ihn daran erinnert, an die Geschichte, die Kaporen, die er mir erzählt hat, die so inspirierend war. Er sagte, welche Geschichte? Das ist ja die Kapongeschichte, die du bestimmt regelmäßig erzählst. Mein Nordständer in den letzten Monaten. Die Geschichte, die mein Leben gerettet hat. Er so, was? Der konnte sich an die Geschichte nicht erinnern. Die war so geil erzählt, dass ich dachte, das ist seine Klassiker,

[01:23:24] Manager, CEO Geschichte, die er hat, wenn Leute im Sturm sind gerade. Nee, das hat er tatsächlich in dem Moment sich intuitiv aus dem, das ist seine Fähigkeit. Du hast nach Fähigkeiten diese lange gefragt. In so einem Moment dir dieses Bild zu geben. Und bis jetzt fühle ich dieses Bild, weil ich war in diesem Sturm und keiner hat Bock, die Ware abzuladen oder Mitarbeiter zu entlassen, von Bord gehen zu lassen. Und wir haben dann tatsächlich, wie gesagt, Antrag war vorbereitet. Ich dachte, wir schaffen das nicht mehr und habe ich wirklich innerhalb von zwei, drei Wochen

[01:23:53] nochmal drei Millionen Funding gewonnen, obwohl kurz vor Insolvenz und das war auch alles sehr transparent. Wir haben nochmal 50 Mitarbeiter entlasten von 100 auf 50 Mitarbeiter runter, haben aber ein Geschäftsmodell gefunden, einen Businessplan gefunden, mit dem 50 Mitarbeitern wir eine Perspektive haben. Auch einen Finanzierungsplan, wie wir die Kurve kriegen. Mussten alle Gesellschaft da dahinter kriegen, hinter dieser Entscheidung. Hatten noch Debt-Funding drin, das ist jetzt sehr komplex. Die mussten noch

[01:24:23] Zugeständnisse machen, was auch sehr spannende Gespräche mit sich gebracht hat. Also das war wirklich, du musst das Team überzeugen, das Kernteam, was bleibt, musst du von der Idee überzeugen. Was übrigens sehr spannend war, alle haben sofort zugesagt, alle haben sofort gesagt, das ist die richtige Entscheidung, wir sind dabei. Also das Kernteam hat genau verstanden, das ist der Weg, weil die waren ja genauso frustriert wie ich, die waren ja genauso, die haben das ja alles mitgemacht. Die waren ja, deswegen, die sind dann häufig viel klarer und verstehen viel mehr, was die Firma braucht,

[01:24:52] als man selbstgleich das im ersten Moment versteht. Oder zumindest mal haben die dann mehr, gerade die richtigen Leute, die auch schon länger dabei waren, die schon da waren, bevor die VCs da waren, die wegen der Purpose da waren, die auch die frühen Phasen des Unternehmens kannten. Dass wir dann die ersten gesagt haben, da geht es wieder hin, das passt, das ist der richtige Weg. Und tatsächlich, was dann passiert ist, war unglaublich. Das ging, also die Südsee war näher, als wir dachten. Natürlich war es ein Sturm und es war heftig, aber nach wenigen Monaten

[01:25:21] waren wir wieder voll auf Kurs, also im wahrsten Sinne. Und es war ganz interessant, ich habe da mal die Jahre verglichen, das war ja Ende 2021, am Ende von Covid, dieser Change. 2022, als wir dann schon in einem neuen Setup waren, haben wir mit 60 Prozent weniger Mitarbeiter im Jahresschnitt, 60 Prozent mehr Umsatz gemacht. Wieder eine gute Kultur gehabt, wieder eine klare Strategie, wieder viel mehr den Purpose gehabt, wir haben wieder viel mehr für etwas. So etwas,

[01:25:51] was Dieter Lange dazu hat gegeben hat. Alexander, wenn du die ganze Zeit nur gegen etwas kämpfst, gegen den Untergang, gegen die Krise, gegen Covid, gegen die schlechte Kultur und so weiter, welche Energie gibt dir etwas, gegen etwas zu kämpfen? Also gegen etwas anzukämpfen? Oder für etwas zu kämpfen? Du hast für die Südsee gekämpft? Ich habe für die Südsee gekämpft. Ich habe wieder für unseren Purpose, für das, worauf wir Bock haben, gekämpft. Es gibt eine ganz andere Energie, eine ganz andere Kraft und das zeigt sich dann natürlich auch in den Ergebnissen. Jetzt kam noch das Covid dann vorbei,

[01:26:21] weil wir konnten wieder Events machen. Also auch im Außen haben sich natürlich Dinge dann für uns, für sich positiv entwickelt, aber natürlich auch aus uns heraus wurde es wieder viel positiver. Und wie ist es in der Zeit geschafft, Leute von dir zu überzeugen, an deiner Mission? Also sagen wir hier wie der 19-Jährige, der sagt, nee, nee, liebes Bauamt, die Subway-Filale eröffnet in drei Wochen. Du musst ja ein positives Selbstbewusstsein ausstrahlen. Du musst zu irgendjemandem gehen und sagen, gib mir drei Millionen. Ich weiß, was ich tue, ich habe da einen Plan,

[01:26:51] wo du auf der anderen Seite aber gerade die Leute rausgenommen hast, den Insolvenzantrag da gedraftet hast und so weiter. In der Situation befinden sich ja viele. Auf der einen Seite zu wissen, okay, mein Laden brennt, deswegen brauche ich ja Geld und trotzdem gute Minen zum bösen Spiel machen zu müssen ein Stück weit und diese Stärke zu vermitteln und das Selbstbewusstsein. Wie hast du das hingekriegt? Das hört sich als blöd an, aber ich glaube, das Allerwichtigste ist, dass du dich selbst überzeugst. Und überzeugt nicht im Sinne

[01:27:21] von dich selbst verarscht, bestenfalls, sondern wirklich, dass eine hohe Wahrheit für dich ist. Also das heißt, erst einmal selbst für sich Klarheit zu haben. Was will ich denn? Was möchte ich? Das ist die Basis. Und wenn das stark ausgeprägt ist, dann kommt Selbstbewusstsein automatisch dazu und das ist auch das, was überzeugt. So und das ist in diesen eineinhalb, zwei Jahren extrem zurückgegangen. Ich hatte ja nachher kein Selbstbewusstsein mehr. Ich habe nicht mehr daran geglaubt. Ich konnte auch dafür

[01:27:50] kein Fundraising mehr machen. Ich konnte am Ende für das, was wir vor hatten, kein Fundraising mehr machen. Für die globale App, für whatever? Für die 100 Mitarbeiter, geschweige denn die 150. Das ging nicht mehr. Weil ich selbst davon nicht mehr überzeugt war. Davor wurde das schon schwieriger, da konnte ich aber noch Fundraising machen, weil ich aber auch noch daran geglaubt habe. Offensichtlich war der Glauben, den ich selbst hatte und den ich dann auch im zweiten Schritt vermittelt habe, groß genug. Aber der war am Ende nicht mehr da. Aber es ist ja eine neue Idee, eine neue Strategie, eine neue Vision entstanden. Kleines schlagkräftiges Team, geile Events mit guten Leuten.

[01:28:20] Okay, das gibt ja wieder Power. Genau. Und daran habe ich geglaubt. Und der Investor, der damals dann investiert hat, das war ein strategischer Investor, der in unserer Branche auch tätig ist, der kannte die Zahlen, der kannte die Situation, dass wir kurz vor dem Event stehen. Der kannte mich aber auch, der kannte aber auch das, was wir vorhaben. Und der hat einfach genauso wie ich dran geglaubt und deswegen konnte ich ihn überzeugen. Also dem musste ich nichts vorspielen, das hätte nie funktioniert, sondern das war halt aus mir heraus. Aber das war glaube ich die,

[01:28:50] das habe ich vielleicht gerade nicht erzählt, aber das war auch nochmal so ein Schlüsselmoment tatsächlich. Auf der einen Seite, deswegen von der zeitlichen Abfolge, das, was ich vorhin mit Francisco erzählt habe, war dieses, wer bin ich eigentlich wirklich, überhaupt wieder bei sich anzukommen und wieder einen eigenen Wert zu entwickeln. Von ich bin der Gescheiterte, der Loser, der es nicht mehr hinkriegt, der frustriert ist, hin zu, wer bin ich denn wirklich? Ich bin mehr als das. Dann aber trotzdem oder wahrscheinlich gerade deswegen

[01:29:20] akzeptieren zu können, dass ich scheitere. Also dieser Anruf beim Insolvenzanwalt, das war wirklich der schlimmste oder davor der Moment war der schlimmste meines Lebens im Sinne von Scheiße, ich scheitere total, ich muss jetzt den Anwalt anrufen. Ich habe den Anwalt angerufen und das war gleichzeitig einer der leichtesten Momente meines Lebens. Das war so, als wenn die wirklich 100 Kilo von den Schultern, von der Brust weg sind. Das ist eine Version, in der ist gestorben, aber es war irgendwie auch gut.

[01:29:49] Ich hatte da ja kampfhaft gegen gekämpft. Der Kampf war weg. Ich hatte akzeptiert, ich hatte aufgegeben. Ich hatte aufgegeben, dass ich es schaffe. Insolvenzanwalt angerufen und plötzlich Erleichterung. Warum? Ich konnte wieder atmen. Ich bin gescheitert. Ich konnte wieder atmen. Dieter Lange Coaching, was willst du denn eigentlich wirklich? Ich konnte aus einer Erleichterung heraus sagen, was ich eigentlich wirklich wollte. Ich habe eine neue Vision, was ich wirklich möchte. Ich bin quasi gestorben, um wieder

[01:30:18] neu geworden, in Anführungsstrichen, zu sein. um daraus wieder eine neue Kraft zu schöpfen. Aber wenn ich nicht gestorben wäre, nicht gescheitert wäre, es nicht akzeptiert hätte, dass ich scheitere, was es ja offensichtlich dann doch nicht passiert ist. Also ich konnte es ja dann auch noch abwenden, aber wie gesagt, spitz auf Knopf. Das war letztendlich aber so ein wirklicher Turning Point, dieses Scheitern, loslassen, diese Erleichterung gleichzeitig und dann aus einer Erleichterung heraus neue Kraft zu schöpfen. Was ist die Lektion hier, die man nicht lernen kann?

[01:30:48] Es gibt ja Wissen, das du vermitteln kannst. Ich kann dir was beibringen, ich kann dir was beibringen und ich glaube, es gibt so Lektionen in der Welt, die kannst du nur verinnerlichen, wenn du sie durchlebt hast. Du kannst mir erklären, wie das jetzt war, aber ich werde nie diese Erfahrung gemacht haben, wie du sie gemacht hast. Was war für dich die größte unlernbare, unvermittelbare Lektion, die du durch diese Erfahrung mitgenommen hast? Jede Krise ist eine Chance. Und das hört sich jetzt wieder bei mir nicht, zumindest in der Welt, in der ich lebe, so abgedroschen an, weil es ist ja so Kalenderspruch und man sieht es ständig auf Instagram,

[01:31:17] zumindest auf dem Instagram-Feed, auf dem ich unterwegs bin. Aber da steckt halt wirklich so viel Wahrheit drin. Ich zitiere heute viel Dieter Lange, merke ich, aber er zitiert ja auch noch andere. Krise heißt auf Griechisch Chance, Wendepunkt. Und das will ich zu realisieren, eine Krise ist immer ein Wendepunkt. Und auch das hat Dieter mir damals gesagt, ich habe gesagt, ich habe so viele Fehler gemacht,

[01:31:46] du kannst keine Fehler machen. Ich habe das Falsche, weil guck mal, wo ich mich und die Firma und alles reingebracht habe. Du hast Fehleinschätzungen gemacht, viele. Was ist der Unterschied für dich? Fehler ist eine Wertung drin, eine moralische Wertung, du hast Fehler gemacht, du warst schlecht. Ich habe in dem Moment immer aus bestem Wissen und Gewissen für die Sache, für die Firma, für unsere Vision, für unsere Ziele, die wir haben, Entscheidungen getroffen. Das waren Fehleinschätzungen. Ich hätte damals nicht so stark wachsen dürfen.

[01:32:16] Ich hätte mehr Sicherheit einplanen müssen. Während Covid hätte ich vorsichtiger sein dürfen. Das waren Fehleinschätzungen. Ich habe nicht kommen sehen, dass Covid und so war. Ich habe ganz viel falsch eingeschätzt, Fehleinschätzt. Das nimmt einem die Schuld, diese moralische Schuld, die wir uns gerne selbst geben, die wir anderen Menschen geben, die Gesellschaft uns gibt. Bei mir persönlich ist das Wort Fehler super negativ belastet. Meine Eltern, beide Lehrer, sie müssen in der Schule gut sein. So ein Fehler ist ja quasi so Liebesentzug light. Das hat sich bei mir ein Stück weit eingebrannt.

[01:32:46] Deswegen will ich die Sachen gut machen und das ist auch ein Antreiber und so weiter. Aber mir tut es körperlich weh, wenn ich was nicht gut mache oder wenn ich einen Fehler mache. Das ist interessant. Das muss ich ja mitnehmen. Aber vielleicht noch mal ganz kurz zurück, dass jede Krise wirklich eine Chance ist. Und im Nachhinein, also wenn du mich fragen würdest, bereust du das, Investor mit aufgenommen zu haben? Bereust du das, keine Ahnung, durch diese Krise gegangen zu sein? Aus heutiger Sicht,

[01:33:15] greater wäre nicht heute greater, ich wäre nicht heute der, der ich bin ohne diese Krise. Ich achte wieder viel, viel mehr drauf, was macht mir wirklich Spaß? Ich weiß damals, das hat auch was mit dem Höhenflug zu tun, überhaupt so viel Funding, so viel Geld auszugeben, so stark zu wachsen, das hat auch viel mit Ego zu tun. Noch mehr Mitarbeiter, noch größer und noch größere Visionen und Ziele. Und ein Teil meines Lebens war immer positiv geprägt davon, dass ich große Visionen hatte. Und auch jetzt habe ich wieder große Visionen. Aber ich bleibe da mehr in Kontakt mit mir und schaue eher,

[01:33:45] okay, wo ist es jetzt irgendwie nur groß, weil es irgendwie groß sein soll? Oder wo ist eine große Vision wirklich wahrhaftig? Wo ist sie für Nutzen von jemand anderem? Dienst sie wirklich einem höheren Zweck? Oder ist eine Vision einfach nur irgendeine Ego-Nummer, die du machst? Woran erkennst du das? Wann du auf dem Pfad bist, das ist eigentlich so eine Pair-Nummer versus ich bin wirklich connected mit dem, was ich da gerade machen will? Das ist eine Frage, die sich viele auch stellen, stelle ich mir auch oft. Puh, ja, gute Frage. Ich glaube nicht, dass das jetzt super easy,

[01:34:14] auch wahrscheinlich eher zurückblickend einfacher immer zu werten ist. Ja, schon, also, ich würde es versuchen, so zu beantworten. Ich bin, glaube ich, schon so der klassische Founder, viel arbeiten, hoch motiviert, große Ziele machen, tun. Gleichzeitig, und das ist so der Story of my life, wie kann ich das mit mehr Leichtigkeit machen? Wie kann ich das mit weniger Druck machen? Wie kann ich das aus einem Gefühl von Vertrauen machen? Es wird schon gut gehen.

[01:34:44] Oder wie viel muss ich kontrollieren? Wie viel des Erfolgs, wie sehr muss ich mich anstrengen, um erfolgreich sein zu dürfen? Also so Glaubenssätze wie, um erfolgreich zu sein, musst du dich anstrengen und so weiter. Das heißt, dieses ganze Thema Anstrengung, Druck, mir selbst Druck machen, anderen Menschen Druck machen versus Vertrauen geschehen lassen, so das ist einer meiner großen Herausforderungen. Ich kann mir vorstellen, ein anderer Founder kann sich damit auch identifizieren. Und das immer mehr ins Gleichgewicht zu bringen, das hilft mir extrem.

[01:35:14] Und ich merke, wenn ich halt mehr im Vertrauen bin, wenn ich mehr in der Entspannung bin, dann handele ich automatisch aus einer anderen Fülle heraus, aus einer anderen Wartigkeit heraus, als wenn ich die Dinge mit Druck, Stress und so weiter mache. Ich glaube, eine gute Frage, die ich mir auch oft stelle, ist, will ich das Ergebnis oder will ich den Prozess? Also im Sinne von, will ich irgendwie, dass da steht hier, Firma verkauft, Geld geraced, 800 Mitarbeiter, whatever, Börsengang, also so, will ich diese Headline oder habe ich auch einfach Bock, das zu machen, wenn keiner zuschaut? Sozusagen, es gibt von Rick Rubin,

[01:35:43] dieses Bild, du hast ein Haus auf dem Berg, ganz weit weg, da wird nie jemand hinkommen, du bist da ganz alleine. Und die Weise, wie du dieses Haus einrichtest, wie richtest du das ein? Du wirst es nur machen, damit es dir selber gefällt. Ja, weil du weißt, du wirst nie Besuch empfangen, das ist viel zu weit weg. Also, richte ich das so ein, dass es mir gut tut, dass es eine positive Energie hat und so weiter, so wie würde ich dieses Haus designen? Und ich glaube, das kann man ein bisschen auf die Startup-Welt übertragen, so würde ich es machen, wenn keiner zuschaut. Ja, absolut. Ist auch spannend, also ich hatte vor einem halben Jahr

[01:36:13] auch wieder so eine Phase, wo ich so ein bisschen, wo ich mich gefragt habe, was willst du denn jetzt eigentlich? Geht es jetzt wie ewig so weiter und was machen wir so? als nächstes oder wie Wachstum, Nicht-Wachstum. So geil, wie du so wellenartig immer kommst. Naja, das hört ja auch neben dir auf. Du hast wahrscheinlich zehn Midlife-Crisis so über die Zeit verteilt und fragst dich immer, was mache ich eigentlich? Und es war noch keine Crisis glücklicherweise, sondern ich habe schon gespürt, es fehlt gerade irgendwas, es war teilweise etwas frustrierender. Was hat es ausgelöst?

[01:36:43] Also ausgelöst in Haltführungsstrichen nichts, aber ich habe es halt gespürt und heute bin ich sensibler dafür, als es vielleicht vor ein paar Jahren noch gewesen wäre. Und habe so gemerkt, okay, dann habe ich tatsächlich realisiert, so im Prozess, im Sinne von nicht immer dann Coachings, ich habe tatsächlich mit Dieter Lange wieder gesprochen, aber wir haben, interessanterweise, wir haben dann einen Film gedreht in Nepal und Bhutan über seine Arbeit und haben eine Story gesucht. Was erzähl mal für eine Story der Nepal und Bhutan? Und dann so, ja,

[01:37:12] wir machen die Lebensschule, es geht um das Thema Nordstern, Vision in der Lebensschule, wo geht es eigentlich hin? Ich kann es gerade für mich nicht gut beantworten, weil wir können wir mich nehmen. Und dann Dieter hat mich vor Ort gecoacht und ich bin genau durch diesen Prozess, wie ich ihn gerade beschrieben habe, durchgegangen, um für mich herauszufinden, wo geht es eigentlich für mich hin als nächster Schritt. Und da ist mir zum Beispiel wieder bewusst geworden, was macht mir am meisten Spaß? Das, was wir vorhin auch schon mal kurz hatten, diese Stunde Null, eine neue Idee, ein neues Projekt, ob es jetzt eine ganz neue Firma ist

[01:37:42] oder auch in der Firma, neuer Produktbereich, ein neues Projekt, was man startet, was eine irgendwo eine Leuchtturm-Funktion hat für ein Unternehmen, was ein Unternehmen aufs nächste Level bringen kann, aber worum es dann geht, was Neues zu machen, was es so noch nie gegeben hat, vielleicht eine neue Dimension vorzudringen, so die Null-auf-eins-Phase. Und dass das eigentlich die spannendste Phase ist. Und warum? Das ist ja nicht sozusagen schon dieses, man ist da, das Haus ist schon eingerichtet, sondern eher so, die Vision vom Haus, wie geil wäre das?

[01:38:10] Ein Haus wirklich am Hang, mit Blick übers Meer und genauso, wie man es sich schon immer gewünscht hätte. Boah. Und dann mit Architekten zu sprechen, also diese Phase halt, zu überlegen, geht das überhaupt, das mal durchrechnen, wie könnte eine Finanzierung aussehen, geht das mit dem Eigenkapital, braucht man eine Bank, kriegt man die Finanzierung dafür? Also all dieses Möglichmachen, einer vielleicht im ersten Moment abwegigen, verrückten Vision, die eine neue Qualität in mein Leben bringen würde, Haus am Meer, das was du gerade sagtest, oder die die Firma auf ein Level heben würde,

[01:38:40] was vielleicht vorher noch gar nicht denkbar oder möglich gewesen wäre, der neue Entwicklungsschritt, der auf allen Ebenen die Firma vielleicht weiterentwickelt. So diese Momente. Und diesen Moment hatte ich länger nicht mehr. Den hatte ich letztes Mal wahrscheinlich dann 2000, 2001, diese Phase, die ich gerade beschrieben habe. Und seitdem entwickeln wir uns gut, wir sind profitabel, wir haben tolle Projekte, wir haben auch neue Sachen gemacht, so ist es nicht. Auch Dinge, die mich total erfüllt haben, aber es war nicht so dieses Gefühl von so richtig neu, so richtig groß, so richtig anders.

[01:39:10] Und eine Zeit lang wollte ich das auch gar nicht wahrscheinlich, auch aufgrund dieser Erfahrung. Das war auch erstmal ausgebrannt, du willst erstmal ein bisschen Ruhe haben. Genau, und ich weiß auch immer, in Jobinterviews wurde ich dann gefragt, also wenn wir Bewerber da haben, interessanterweise, wenn der CEO dann auch nochmal ein Interview macht, ist immer so die Standardfrage, so was ist denn die Vision der Firma, erzählen sie doch mal oder erzähl du doch mal. Da habe ich lange Zeit immer so, es gibt nicht die große Vision. Das, was wir machen, wir leben unsere Vision, das stimmt auch, das, was wir machen, ist schon unser Traum, unsere Vision. Wir dürfen überall besser werden,

[01:39:39] wir dürfen noch größer werden, wir haben auch neue Projekte in petto, aber es gibt nicht diese verrückte, große, neue Vision. Die wir allen hinterherrchen. Und das war auch eine Zeit lang, war das genau die richtige Antwort. Das war auch nach unserer Erfahrung vielleicht auch genau das Richtige. Und es wird nicht diese verrückte, riesen Neue entstehen, die fühle ich auch gar nicht oder die möchte ich auch gar nicht, aber es war schon die Frage, was ist so der nächste Schritt? Hast du eine Antwort gefunden? Ja, habe ich. Verschiedene Antworten, teilweise Antworten, über die sprechen kann, teilweise Antworten,

[01:40:10] die vielleicht jetzt gerade noch gar nicht passend sind, also die vielleicht irgendwann kommen werden, aber die so im Hinterkopf sind, also eine, die ich bewusst jetzt verschoben habe, weil ich gemerkt habe, nee, es fühlt sich gerade nicht stimmig an, nicht rund an, das jetzt schon zu tun. Also mit Tony Robbins kommt jetzt etwas Neues, worauf ich mich sehr, sehr freue, was eine große Ehre ist, was unsere Mission einfach unglaublich verbindet miteinander und was Neues entstehen lässt. Also nach über 50 Jahren hat Tony Robbins sich entschieden, ganz tiefe Einblicke zu geben

[01:40:39] in seiner Arbeit, wie er Menschen coacht. Er macht ja seit vielen Jahren Seminare noch und nöcher zu unterschiedlichen Lebensthemen, aber er hat noch nie systematisch seine Arbeit wirklich erklärt und anderen Menschen beigebracht. Das ist interessant, der ist ja sehr public, man sieht da viel von ihm, es gibt da viel Content, aber du sagst, okay, er lässt uns jetzt ins Rezeptbuch reingucken, was da eigentlich im Hintergrund passiert, was du gar nicht so wahrnimmst, wenn du einfach nur zuschaust? Ganz genau. Also wir machen, es gibt eine Coaching-Ausbildung ab Oktober, die ich tatsächlich initiiert habe, die ich ihm vorgeschlagen habe, das zu machen,

[01:41:09] sein Lebenswerk nach 50 Jahren in die Welt zu bringen. Ein Stück weit auch seine Legacy. Ich meine, er ist 67, er ist hochmotiviert. Ich hoffe, dass er es noch viele, viele Jahre weitermacht, aber gleichzeitig zu schauen, dass dieses Wissen an andere Menschen weitergegeben wird. Also nicht nur als Konsument in Seminarform, sondern wirklich ganz systematisch anderen Menschen beizubringen, alle seine Modelle, alle seine Methodiken, die er die letzten Jahre selbst entwickelt hat, beziehungsweise er ist ja auch jemand, der aus allen, sag ich mal, psychologischen Schulen, die es die letzten 120,

[01:41:39] 140 Jahre gegeben hat. Es gibt so fünf verschiedene psychologische Schulen, wo sich die Wissenschaft so einig ist, die so über die letzten Jahrzehnte oder im letzten 140 Jahre wahrscheinlich entstanden sind, die er selbst anwendet. Also die besten Methoden, die besten Prinzipien hat er letztendlich immer in seine Arbeit integriert. Selbst noch die, aus meiner Sicht, sechste psychologische Schule, so dieses ganze Thema Human Needs, das ist so einer seiner großen Mystics, Human Needs, auf die er sich sehr häufig bezieht. Also es ist Sicherheit, Contribution, Liebe

[01:42:10] und drei weitere. Und das ist ja mal ein neues Piece, was er sozusagen so dazugegeben hat, selbst entwickelt hat. Und dieses Thema innerer State, dieses Thema, diese Körperlichkeit, dieses Thema, sagen wir mal, Haltung, mit der richtigen Haltung, mit der richtigen körperlichen Haltung, mit der richtigen Energie durchs Leben zu gehen, oder sich erstmal in die Energie zu bringen. Das probiere ich immerhin. In den Gesprächen. Sonst kommentieren die Leute auf YouTube wieder, dass meine Körperhaltung so schlecht ist. Ja, bitte keine Kommentare hier heute zur Körperhaltung. Meine ist auch tatsächlich verbrechen. Schreibt mal rein,

[01:42:40] wie meine Körperhaltung findet. Genau, wenn wir eine Ausbildung in die Welt bringen, produzieren noch gerade einen zweiten Film über Tony Robbins. Haben die letzten Jahre angefangen, tatsächlich Filme über Dieter Lange, über die Arbeit über Tony Robbins zu produzieren. Da kommt jetzt ein zweiter Film über seine Arbeit und dann darauf folgend quasi auch eine Ausbildung. Und das ist halt, das machen wir für ganz Europa, das ist für uns ein riesen neuer Schritt, der, ja, auf den ich mich unglaublich freue. Das ist so einer dieser Projekte, die da ganz neu ist.

[01:43:09] Vorher in mir einfach. Ist das eher ein Thema? Wie siehst du das in eurer Branche? Kannst du jetzt sagen, ja, mein Coach ist halt Claude, mit dem rede ich den ganzen Tag und er kennt mich mittlerweile besser als jeder andere Mensch wahrscheinlich. So wie, wie schaust du da gerade drauf? Weil das ist natürlich nicht diese Human Connection gibt, so ist klar. Auf der anderen Seite aber so einen allumfassenden, super nüchternen, gut ausgebildeten Robocoach. Was ist dein Take? Also erstmal, KI beschäftigt uns natürlich extrem als Firma, wie jede Firma das beschäftigen sollte, auf verschiedenen Ebenen.

[01:43:39] Das eine ist ja so eher die Prozessebene, wo wir natürlich überall extrem dran sind. Also da waren wir auch immer generell, was Digitalisierung im Team angeht, versuchen wir schon immer, sag ich mal, vorne mit dabei zu sein. Jetzt natürlich auch bei der Nutzung von KI, was Prozesse und so weiter angeht. Aber du fragst eher so auf der Produktseite, was sich da tun wird. Und ich glaube, da wird sich unglaublich viel tun. Ich spreche ja seit vielen Jahren davon, ich glaube, dass Coaching irgendwann Mainstream wird. Und ich habe jahrelang darauf gewartet

[01:44:09] und die Branche ist gewachsen, das Thema ist immer größer geworden. Heute gehört es irgendwie zum guten Ton, auch zu meditieren und auch einen Coach zu haben. Gleichzeitig ist es immer noch eine Gesellschaft, die irgendwie so zweigeteilt ist. Die eine Hälfte, keine Ahnung, macht es irgendwie, beschäftigt sich damit, die andere Hälfte hat irgendwie Berührungsängste, findet es komisch und hat vielleicht auch mal schlechte Erfahrungen gemacht. Teilweise auch zu Recht, ist ja nicht immer auch nur alles Golf ausglänzt in der Coaching-Branche. Aber es ist größer geworden, aber es ist gefühlt nicht so dieser Massenphänomen, dass jetzt jeder einen Coach hat

[01:44:39] oder jeder regelmäßig im Coaching-Austausch ist. Das hat es ja bisher so noch nicht gegeben. Durch AI auch nicht? Diesen Headspace-Moment gab es noch nicht? Und das wollte ich sagen und ich habe immer gefragt, wann kommt denn dieser Punkt? Wann setzt sich Coaching durch? Und ich hätte nicht damit gerechnet, dass es KI wird, weil wir alle nicht wussten, was ist ein KI überhaupt, bevor es dann irgendwie für uns erlebbar war. Aber inzwischen glaube ich, KI wird die Technologie sein, die wirklich Coaching demokratisieren wird, weil die Grenzkosten bei Null sind,

[01:45:08] die Berührungspunkte, die Angst in Kontakt zu gehen bei Null ist, die Verfügbarkeit 24-7 ist. Der Kontext krass ist, wenn das Ding einmal an deine E-Mails angeschlossen ist. Qualität schon krass ist. Deswegen, ich glaube, wir werden in Zukunft uns alle von KIs coachen lassen, automatisch. Ich glaube, das wird passieren. Das findet ja heute schon statt. Ich selbst habe Cloud beispielsweise darauf trainiert, mich zu kennen. Ich habe alle Persönlichkeitsmodelle, ich habe teilweise Coaching-Skripte auswerten lassen. Ich habe ein eigenes quasi

[01:45:38] Personal OS, ein eigenes Betriebssystem von mir erstellen lassen, was genau weiß, wie ich ticke, mit dem ich mich sparinge. Also ich nutze das heute schon so. Ich glaube, dass das massenkompatibel werden wird. Was hat dich am meisten überrascht dabei? Mit AI-Coaching, wo du so viel Erfahrung mit menschlichen Coaching hast? Die Qualität einfach. Also der Kontext, der einfach erkannt wird. Die Qualität ist jetzt schon extrem stark. Gleichzeitig wie die menschliche Komponente. Und das wird, glaube ich, der zweite Pendel sein. Also in Kurzform, KI wird sich in alle Produkte

[01:46:08] bei uns in Zukunft wiederfinden, dass wir es einfach anreichern mit KI. Weil wir haben heute ja schon, wir haben in diesem Coaching-Programm haben wir beispielsweise ganz, ganz viele Reflexionsübungen. Die Leute interagieren ja mit uns schon extrem intensiv. Das kann ich ja ziemlich einfach einfach mit KI anreichern, mit dem, was eh schon passiert. Das heißt, Bestehendes wird einfach besser. Das ist das, was jetzt schon passiert, was auch zum größten Teil schon bei uns umgesetzt wird in unseren Programmen. Ich glaube aber, dass plötzlich Coaching viel mehr Menschen erreicht. Und da sehe ich das Positive, weil das, wofür wir angetreten sind,

[01:46:37] dass es in Mainstream kommt, dass Menschen verstehen, wenn ich mich selbst hinterfrage, mich mit mir beschäftige, wenn ich mir selbst meinen eigenen Glaubenssätzen, meinen Mustern, die ich so im Leben entwickelt habe, dieses Unbewusste, was da ist. Wir wissen ja, dass irgendwie über 90 Prozent unserer Gedanken findet ja unbewusst statt. Sich dessen bewusster zu werden, sich häufiger zu spiegeln, sich selbst auf die Schliche zu kommen, was ja, was hilft, um Erkenntnisse zu bekommen, warum die Dinge so sind, wie sie sind.

[01:47:09] was uns wieder näher zu uns bringt. Ich glaube, das wird in der breiten Masse viel besser darüber stattfinden. Der zweite Pendel, der aber zurückschlagen wird, ist Human Attaction. Heute ist ja schon der Schrei nach persönlicher Begegnung, nach echten Gesprächen. Werden das hier Person machen können, das Gespräch? Wer ist das Gleiche gewesen? Nope. Werden Gespräche mit der KI das Gleiche gewesen? Jetzt sagt bitte nein. Nein. Es ist einfach noch was anderes und das wird auch wahrscheinlich

[01:47:38] über viele Jahre hoffentlich noch was anderes bleiben. Das heißt, dieses Thema Menschlichkeit, menschlicher Kontakt, auch von Menschen, von einer Persönlichkeit, von einem Dieter Lange, von einem Tony Robbins, etwas zu lernen. Ich glaube, das wird stark zunehmen. Aber auch ein One-on-One-Coaching ist nochmal was anderes. Aber ich mache mir keine Sorgen, weil es wäre etwas Negatives. Ich bin ja nicht verantwortlich für unsere Branche, aber ich würde mir für mittelmäßige Arbeit, wenn ich mittelmäßige Arbeit vorrichten würde, würde ich mir Sorgen machen

[01:48:08] als Coach. Wald- und Wiesen-Coach zu sein, das wird sicherlich, die Luft wird dünner, weil vieles wird die KI übernehmen. Das ist aber am Ende des Tages wie wahrscheinlich in allen Bereichen, da wo du selbst nicht einen hohen Mehrwert dazugeben kannst, was die KI nicht kann, dann wird es dünn. Also wenn die KI besser coacht als du, dann wird es schwierig. Was kaufen die Leute denn bei euch? Kaufen die Coaching? Kaufen die ein Gefühl? Kaufen die eine Transformation? Kaufen die Zugehörigkeit? Was kaufen die? Also sicherlich alles ein Stück weit,

[01:48:37] aber am Ende des Tages, das was tatsächlich auch unser Kern, also unsere Strategie, also wenn du tief bei uns in die Strategie reingehst, was ist unsere Kernstrategie, was ist der Kernnutzen, auf den wir uns fokussieren möchten als Unternehmen, ist wahre Transformation. Also wirklich, daran glaube ich halt, dass Menschen das brauchen, schrägstrich sich wünschen, wirkliche Veränderung. Und wirkliche Veränderung entsteht nicht vom Greater Festival, entsteht nicht von einem Podcast-Interview, sondern wirkliche Transformation

[01:49:07] entsteht über einen Prozess, über einen, meiner Erfahrung nach, auch mehrmonatigen Prozess. Und das ist das, was wir im Kern machen wollen. Ein vier Tages UPW ist häufig der Startpunkt eines intensiven Prozesses. UPW ist das Tony Robbins Programm. Genau, das sind die vier Tage Tony. So ein Festival ist häufig ein Startpunkt oder ein Impuls auf einer Reise. Aber eine wirkliche Reise ist ein Prozess über mehrere Monate. Und das ist das, was wir wollen. Und das ist auch das, was im Übrigen uns in unserem Programm den Nutzen, den wir geben,

[01:49:37] der vom Buch, vom Podcast, vom, keine Ahnung, zehn-Tages-Online-Kurs uns auch unterscheidet, weil wir wirklich und auch wenn wir mit Coaches zusammenarbeiten, wenn wir mit Dieter Lange, mit dem Franzisko, mit einer Eva Katschor haben wir eine Breathwork-Ausbildung, haben wir eine Breathschool gegründet. Ich habe mal Breathwork gemacht bei der Eva. Nein, wirklich? Ja, in Berlin. Ach krass, so klein ist die Welt. Mit der haben wir eine schulöffnende, eine Breathschool, also Breathwork, unglaublich tiefgreifende Erfahrungen und Veränderungsprozesse,

[01:50:07] die man damit anleiten, anstoßen kann. Bei der Auswahl unserer Experten achten wir immer darauf bei diesem Programm, dass die Erfahrung haben und dass sie das können, Menschen durch so einen Prozess zu begleiten. Das ist ja, glaube ich, der Punkt auch gegenüber KI zu sagen, ja gut, vielleicht hätte es die KI sogar hingekriegt, dir das gleiche Bild zu vermitteln mit dem Schiff und dem Sturm und der Südsee. Also man kann sich ja schon vorstellen, dass ein LLM dazu in der Lage ist, quasi auch so eine Story zu produzieren, aber die menschliche Verbindung in dem Moment oder die Accountability oder mit der Eva zusammen so eine Session auf dem Boden zu liegen

[01:50:36] und gemeinsam zu atmen, das sind ja diese menschlichen Elemente, die rein durch den Algorithmus wahrscheinlich nicht ersetzt werden. ein großer Teil von der Leistung, die er anvertraut. der hat in dem Moment durch seine Lebenserfahrung, dadurch, dass ich ihn seit zehn Jahren kannte, Dieter Lange in dem Moment. Ich glaube, wir müssen uns ein Spiel einführen. Jedes Mal, wenn du Dieter Lange sagst, du musst einen Shot trinken. Haben wir ja schon angetrunken. Nein, tatsächlich, jetzt bin ich gerade beim Shot, nee, tatsächlich, dieses Vertrauen in dem Moment auch und das ist ja auch diese Menschlichkeit,

[01:51:05] was eine KI, ich habe auch ein gewisses Vertrauen in eine KI, aber in so einem Moment so eine wichtige unternehmerische Entscheidung, weil du willst ja auch von einer KI abhängig zu machen, das Bild hört sich nett an, aber es hat ja irgendwas ganz Tiefes immer ausgelöst und nochmal, eine KI kann das vielleicht in Zukunft sogar schaffen. Ich bin da sogar sehr offen, was die Fähigkeiten in Zukunft von KI angeht, aber ich glaube, da sind wir ein Stück weit noch von weg, dass solche Entscheidungen mit einer KI gefällt werden können, die so maßgeblich sind. Die können uns unterstützen, so eine Entscheidung zu fällen. Auch Dieter Lange haben mich am Ende des Tages

[01:51:35] ja nur unterstützt, aber das war schon ein besonderer Moment, den er da auch kreiert hat in dem Moment und wahrscheinlich wäre das auch gar nicht möglich gewesen, wenn ich ihn auch nicht seit vielen Jahren gekannt habe. Eben, also du hast diese Verbindung selber über mehrere Jahre, du weißt halt 50 Jahre menschliche Erfahrungen gemacht, die dazu geführt haben, dass er am Dienstagnachmittag dieses Bild rausgezaubert hat und das hat er wahrscheinlich mehr mit dir gemacht als das Schiff selbst. Aber KI wird alles grundletzlich verändern in der gesamten Welt und sicherlich auch in der Coachingbranche. Ich meine, was wir auch merken, das sehen wir beim Content, den wir gerade konsumieren,

[01:52:05] egal ob es der Coaching-Content, sondern jeglicher Content ist, LinkedIn, Instagram, wenn der gerade noch mehr überschwemmt, als wir es ohnehin schon wurden von Content und gefühlt ja auch immer gleichgewaschener. Also es ist ja gerade so eine Annäherung des Contents, habe ich das Gefühl. Es sind immer beliebiger. Man weiß immer weniger, ist es gerade KI, ist es nicht KI? Teilweise erkennt man es ganz offensichtlich. Wenn es besser gemacht ist, erkennt man es weniger. Und ich glaube, dass das auch nochmal eine Gegenbewegung kreieren wird zu echt.

[01:52:36] und das wird man halt merken, ob einer gerade echt ein Video produziert oder einen KI-Text vorliest, geschweige denn, ob es schon ein KI-produziertes Video ist. Da wird es, glaube ich, auch eine Gegenbewegung geben. Wie ist eure Content-Strategie, wenn du das angesprochen hast? Ihr seid super aktiv auf YouTube, macht mehrere Millionen Views pro Monat, gibt mir mal eine 5-Minuten-Masterclass in Content-Marketing. Ich will, dass Founder Mode auch mehrere Millionen Views auf YouTube hat. Was muss ich machen? Boah, das scheint ja ein Motor zu sein, der eure Engine da schon antreibt und Leads generiert, die sich dann über die Seminare und die Events und so weiter

[01:53:05] dann am Ende für die hochpreisigen Produkte entscheiden. Genau, also man muss schon sagen, dass das vor 7, 8, 9 Jahren natürlich viel, viel leichter war, das Game, weil heute genau diese Überflutung stattfindet. Das heißt, da herauszustechen, ist schon aus meiner Sicht immer schwieriger. Am Ende des Tages, ob das jetzt vor 10 Jahren war oder heute war, ich meine, verfolgen wir die Strategie, wir verstehen uns als Plattform und wir haben jetzt endlich Plattform-Effekte dadurch, dass wir Top-Experten bei uns haben. Wir arbeiten jedes Jahr mit Festivals, Podcasts etc. vielleicht insgesamt mit 200 Experten zusammen, jedes Jahr.

[01:53:35] In einem Account, glaube ich, so 3000 Videos oder so, muss man auch sagen, das ist doch Masse einfach. Genau und am Ende des Tages, ähnlich wie bei dir, du hast viele spannende Founder hier, durch die Founder ziehst du Hörer an. Wenn du viele Hörer hast, kannst du bessere Gäste bekommen. Wenn du bessere Gäste hast, hast du wieder mehr Reichweite, die du kreierst über dein Netzwerk, über deine Reichweite, aber dann auch über die Reichweite der Podcast-Gäste, die du dann einlädst. Das sind ja diese klassischen Netzwerkeffekte, die man als Plattform oder bei dir jetzt als Podcast-Host hat und diese Effekte, die haben wir jetzt

[01:54:04] seit vielen, vielen Jahren und dann hast du, wenn du eine hohe Reichweite hast, dann hast du ein Event plötzlich mit über 10.000 Menschen. Das hat so in Deutschland in der Form noch nie gegeben, dass zu diesem Thema über 10.000 Menschen in eine Halle kommen. Dann kannst du plötzlich in Obama überzeugen zu kommen. Wenn Obama kommt, dann kriegst du plötzlich in Deutschland auch nochmal eine ganz andere Liga an Speakern, an Prominenten, an Menschen der Öffentlichkeit. Schon so ein Anlog, einmal so eine Person zu haben, dann kommen die anderen Speaker wieder einfach. Tony Robbins haben wir jahrelang für gekämpft.

[01:54:34] So und wenn du dann sagen kannst, Obama war da und viele andere Größen und wir haben jetzt zum x-ten Mal die Halle ausverkauft gehabt, kommst du nicht auch mal, dann hat man zumindest mal ein Gespräch, was man ansonsten schon gar nicht kriegt, weil der Mann einfach seit Jahrzehnten überhandt wird von der Branche und man gar nicht mehr durchkommt, weil einfach die Mauern inzwischen so hochgezogen sind. Ich weiß noch, als ich erst mal eine Absage bekommen habe, habe ich mich sehr gefreut. Dass überhaupt was kam? Ja, es kam eine Antwort und da stand ein Name drin. Da konnte ich was mit anfangen. Da wusste ich,

[01:55:05] wer abgesagt hat. Jetzt wusste ich ja auch, an wem ich vorbeikommen darf. Ja, aber da siehst du mal, wie auch wieder gutes Mindset. Ich denke immer wieder an den 19-jährigen Alex, der an seinem Subway hat diese Genehmigung. und habe gesagt, okay, geil. Jetzt weiß ich wenigstens, wem ich das schreiben muss, wenn der mir sagt, mein Laden geht nicht auf. Gleiches Prinzip hier. Ja, okay. Und das heißt für Content, starte acht Jahre früher. Okay. Diese Plattform-Effekte und das machst du ja schon und das würde ich, also ich glaube grundsätzlich, das gilt für Coaching,

[01:55:34] das gilt für Social Media, das gilt für, hat es wahrscheinlich schon immer gegolten, aber gilt auch immer mehr, gerade in Zeiten von KI. Du musst schon extrem gut sein. Du musst schon irgendeinen krassen Mehrwert bringen. Ansonsten wird es halt immer schwieriger in der Zeit, wo es um Aufmerksamkeit geht und Aufmerksamkeit der Menschen ist begrenzt. Das ist wahrscheinlich das einzige begrenzte Gut, was es gibt. Acht Milliarden Menschen haben alle nur eine Aufmerksamkeit, die sie gleichzeitig haben können, außer Frauen.

[01:56:03] Statistisch haben wir damit noch mehr, die können auch zwei Dinge gleichzeitig tun. Aber das heißt, Aufmerksamkeit ist begrenzt und es gibt einen großen Kampf um Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit von Menschen zu bekommen, wird immer herausfordernder, denn generell die Dinge, Reichweite zu kreieren, Content zu kreieren, die Channel, Instagram, Social Media und so weiter zu bespielen, wird immer einfacher. Auf der einen Seite war es noch nie so einfach wie heute, Dinge zu tun.

[01:56:32] Gleichzeitig sind diese Barrieren ja für alle gefallen. Vor zehn Jahren hättest du einfach nur Geld in die Hand nehmen müssen, du musstest ein bisschen mutig sein, du musstest ein Durchhaltevermögen haben, das hatten wir alles und plötzlich hatten wir die besten YouTube-Videos, wir hatten damals die erfolgreichsten Podcast-Jahre lang im Bereich Persönlichkeitsentwicklung, weil es keine anderen Podcasts gab, weil es keine YouTube-Videos gab, weil es keine professionellen Events in dem Bereich gab, die das hochwertig mitgefilmt haben. Heute holst du damit keinen vom Kamin hervor. Das heißt, du musst schon immer in der Zeit, in der du lebst,

[01:57:02] mit der Beste sein, mit der Innovativste sein und das wird natürlich immer schwieriger in einer Welt, wo die Hürden dafür immer geringer sind. Und gleichzeitig ist dann auch klar, was du machen musst. Also du musst dann sagen, gut, dann mein Prinzip ist gut, dann muss ich halt alle anderen outworken. Also wenn wir hier so eine Folge produzieren, hier liegen 20 Seiten Papier vor mir, wir haben Research gemacht und so weiter, wenn man die Folge online hört, dann sind da 40, 50 Stunden Zeit reingeflossen, nicht nur von mir, sondern von meinem Team und so weiter. Aber wie viele Founder-Podcasts gibt es? Wie viele Leute wie dich gibt es, die das gemacht haben? Genau. An welcher Stelle stehst du? Du stehst ziemlich weit oben. Weil es auch nicht so viele gibt.

[01:57:32] Auch wieder das. Ah, da würde ich sagen, da gibt es inzwischen schon viele, vielleicht nicht, die sich so als Founder-Podcast positioniert haben. Aber ich würde sagen, also der Trend geht ja inzwischen zum Zweitpodcast, dass jeder Zweitpodcast hat. Also das mache ich nicht. Deswegen, da gebe ich dir völlig recht, wenn du es machst, mach es richtig, mach es volle Kanne, musst du aber auch, weil ansonsten bist du irgendwo im Mittelfeld und im Mittelfeld bist du dann auf Platz. Deswegen, ich würde sagen, es gibt schon viele, viele, die es machen, aber es gibt wenige, die hervorstechen. Dazu gehörst du, dazu gehören noch, wir könnten noch ein paar

[01:58:01] andere Namen nennen, aber es gibt nicht viele, die wirklich im Podcast, in dem Bereich Wirtschaft, Gründer, Gründerstorys, wirklich hervorstechen. Und ich glaube nicht, weil es da nicht so viele gibt, sondern weil es da glaube ich so ein bisschen so winner takes oder die wenigen Gewinner nehmen alles oder the winner takes it all oder win das. Ja, das ist das Problem. Die breite Masse geht unter. Ja, ich denke da immer, mein Mental Model ist da so dieser Spruch, der sich bei mir eingebrannt, so Mittelmäßigkeit bleibt so lange unentdeckt,

[01:58:32] bis Exzellenz kommt und sie enttarnt. Also es gibt da super viele Sachen, die halt einfach mittelmäßig sind und das sich irgendwie ein Stück weit dran gewöhnt, aber es gibt halt gerade in der EI, weil wenige, die sich dann so richtig Mühe geben und unser Anspruch ist immer 12 von 10. Wir sagen im Team immer, wenn hier so eine Folge rauskommt, muss es 12 von 10 sein. Die Guest Experience 12 von 10. Die E-Mail, die wir rausschicken, das YouTube Thumbnail 12 von 10. Und da sind wir noch lange nicht, muss ich auch sagen. Aber der Anspruch, der muss da sein. Dann hast du zumindest mal 9 von 10. Genau. Nicht 7 von 10. Wenn du einen normalen Anspruch gehabt hättest, wären es halt 7 von 10 geworden. So hast du zumindest 9 von 10.

[01:59:02] Und das ist das, was ich gerade meinte mit, wenn du es machst, musst du es halt richtig, richtig gut machen. Der Inhalt muss gut sein, der Mehrwert muss gut sein, aber es muss exzellent umgesetzt werden und dann auch noch dranbleiben. Ich sage immer, Wahnsinn, wenn ich daran angesprochen werde, ja Wahnsinn, eine Halle mit 15.000 Mann, boah, wie geht das denn? Wie kann man so mutig sein? Mutig? Das ist überhaupt nicht mutig. Ich habe angefangen vor 25 Jahren mit einer 200-Bahn-Location. Das war vielleicht mutig vor 25 Jahren, aber das ist, also der, wie sagt man,

[01:59:31] der Übernachterfolg kam über viele Jahre. Ja genau, das ist compounded über Jahrzehnte in dem Fall. Ich glaube, das ist die andere Seite der Wahrheit, zu sagen, du musst exzellente Arbeit machen, auf der anderen Seite, du musst einfach dabei bleiben. Du bleibst nur dabei und du hast nur die Fähigkeit, Exzellenz an den Tag zu legen, nicht nur einen Tag, sondern mehrere Jahre bestenfalls, wenn du halt Bock darauf hast. Wenn du es nur machst, um, was auch immer, also wenn das Motiv ein Falsches ist, dann wirst du früher oder später was anderes machen, wirst dich verzetteln, wirst aufgeben, wirst die Erste, ne, also wie lange machst du das jetzt?

[02:00:00] Zwei Jahre knapp. Aber das ist auch nichts. Ich mache das jetzt zehn Jahre. Also so, das ist ja auch ein bisschen Gas gegeben. Ich vermute, dass du schon etwas länger machst, um ehrlich zu sein, weil du schon diese Präsenz hast. Aber das sieht man halt. Ich meine, gut, du bist Unternehmer und du fokussierst dich schon hauptsächlich darauf, ne? Ja, Hälfte der Zeit. Ich mache Investments und Content. Das profitiert natürlich beides voneinander. Genau, das ist natürlich für ein Content. Meine Woche ist so 50-50. Aber ich habe schon, ich habe, ich investiere schon sehr viel Zeit. Geld natürlich auch, aber vor allem auch Aufmerksamkeit. Ja, das ist für einen Gründer, der schon Größeres gemacht hat sozusagen, als jetzt in Anführungsstrichen nur ein Podcast,

[02:00:30] so viel Energie reinzugeben, zeigt aber, wie ernst du es meinst. Und das ist dann das Ergebnis, was du jetzt siehst. Ich zum Beispiel, ich habe die Herausforderung, so viel Zeit, also ich kann nicht 50 Prozent oder ich glaube oder ich möchte nicht 50 Prozent meiner Zeit im Podcast und deswegen zum Beispiel ist der auch nicht gerade so erfolgreich, wie er sein könnte. Wenn ich mehr Energie, mehr Priorität reingeben würde, wüsste ich, wäre er erfolgreicher. Aber das ist genau das. Man muss schon eine hohe Qualität heutzutage haben. Das ist aber auch wieder die Chance, jetzt zu sagen, das ist natürlich auch, was wir angreifen können, wenn man was Neues starten will, zu sagen, gut, ich nehme mir halt auch die Zeit, das einfach besser zu machen,

[02:01:00] weil ich habe jetzt auch nicht, ich meine, du hast da immer noch irgendwie 70, 80 Leute in der Organisation, tausend andere Sachen und so, also quasi ein Stück weit ist es in deinem Kalender ja auch schwieriger, sowas zu machen, als wenn du jetzt 21 wärst, aus der Uni kommst und sagst, das ist jetzt halt mein Ding und ich investiere 20 Stunden die Woche rein und abends und am Wochenende und so weiter, das haben wir beide Kids und so, die Wochenenden sind eh weg und die Abende, also so, ich glaube, das ist auch wieder die Chance, jung zu sein und quasi keine Businessverpflichtungen zu haben, die Möglichkeit zu haben, da auch einfach viel mehr Zeit und Liebe reinzustecken, als jemand,

[02:01:29] der so eingebunden ist. So ist es. Was ist deine Superpower? Ich kann mir vorstellen, dass ich weiß, worauf du hinaus willst, du möchtest. Also wenn ich mich für eine Superpower entscheiden müsste, tatsächlich, dass ich viel Druck aushalten kann, was ich gar nicht so empfinde. Deswegen, ich glaube, eine Superpower ist ja meistens so, dass man sie gar nicht so

[02:01:58] als Superpower für sich identifiziert, weil sie so eine Selbstverständlichkeit ist und so eine Normalität ist und vielleicht gerade deswegen auch zu einer Superpower wird. weil für mich ist das völlig normal, was für anderen völlig surreal ist und für mich ist es normal, Druck auszuhalten, Commitment einzugehen, noch nicht genau zu wissen, wie man das schafft, aber zu wissen, ich tue das, was nötig ist, um es zu erreichen, um zu liefern, um das einzuhalten. Das heißt, ich committe mich dann, ein großes Event zu organisieren. Ich committe mich für eine Partnerschaft

[02:02:28] mit Tony Robbins und etwas zu veranstalten, ein Ticket zu verkaufen, wo ich nicht wusste, wie das geht, was mit einem großen wirtschaftlichen Risiko verbunden war. Also ich war sehr häufig bereit, Risiken einzugehen, dann aber auch die Konsequenzen auszuhalten. Ich war bereit, 18 Millionen Funding einzusammeln, 150 Leute einzustellen und da durchzugehen, bis hin zu 100 Leute zu entlassen und bis kurz vor der Insolvenz das auszuhalten und die Firma zu drehen. Und ich sitze heute noch hier und habe das geschafft,

[02:02:58] mit all den Höhen und Tiefen, die ich beschrieben habe, aber diesen Druck dann auszuhalten und nicht daran kaputt zu gehen, sondern bereit zu sein, so weit zu gehen, bis man wirklich komplett scheitert und völlig an die persönlichen Grenzen zu gehen und diesen Druck auszuhalten über zwei Jahre, beispielsweise während Covid, das würde ich sagen, ist diesen Druck auszuhalten. Was war die krasseste Grenze oder der krasseste Druckmoment? Ja, schon diese Phase, die wir vorhin beschrieben haben,

[02:03:29] so diese gesamte Covid-Phase mit Höhen und Tiefen, aber vor allen Dingen mit Tiefen und mit immer wachsendem Druck, es irgendwie schaffen zu müssen. Deswegen, und ich muss das vielleicht nur kurz noch einmal rahmen, ich weiß nicht, wir haben im Vorfeld über etwas gesprochen, ich kann mir vorstellen, dass du darauf hinaus möchtest bei dem Wort Superpower. Das ist gleichzeitig meine größte Schwäche, weil es ist nicht cool, viel Druck aushalten zu müssen, zu wollen, das zu tun, sich in diese Situation so extrem zu bewegen. Also ja,

[02:03:58] es ist eine Superpower, aber sie hat nicht nur Sonnenseiten, sondern sie hat auch meine größten Schattenseiten oder meine größten Herausforderungen mit sich gebracht, diese in Anführungsstrichen Fähigkeit. Also ich habe die Fähigkeit, diesen Druck auszuhalten, hat aber auch die Schattenseite, dass ich zum Beispiel, wenn der Druck hoch ist, wenn ich diesen Druck aushalte, bin ich weniger bei mir, fühle ich weniger. Ich bin dann in der Lage, meine eigenen Bedürfnisse lange Zeit zu ignorieren, um durchzuhalten, um damit klarzukommen.

[02:04:28] Und das sind Überlebensmechanismen, die man sich da antrainiert hat, sozusagen, die nicht nur positive Seiten hat. Du hast im Vorfeld erzählt, Superpower kommt oft aus dem Trauma. Deswegen, ich wusste darauf, du wahrscheinlich hinaus möchtest und tatsächlich war das so einer meiner Erkenntnisse nochmal so in den letzten zwei, drei Jahren. Also ich habe die letzten zwei, drei Jahre nochmal tatsächlich mir viel Unterstützung geholt, viele wirklich gute Leute auch, mit denen ich zusammengearbeitet habe.

[02:04:59] Weil gewisse Situationen im Leben, tatsächlich auch im privaten Bereich, mich nochmal vor Herausforderungen gestellt haben, wo ich mich selbst nochmal, nochmal tiefer selbst kennengelernt habe, wo ich nochmal Dinge durchlaufen habe, wo ich gedacht habe, da habe ich mich irgendwie vor 15 Jahren schon mit beschäftigt, mit Vaterarbeit, Mutterarbeit, Leute, die vielleicht schon mal so innere Kindarbeit gemacht haben, die so Vergangenheitsbewältigung gemacht haben. Also was waren so meine Prägungen aus der Kindheit? Was sind so meine großen Prägungen, die mich zu dem gemacht sind, der ich heute bin?

[02:05:28] Und damit Frieden zu schließen mit der Vergangenheit, mit den, ich sage mal, Prägungen, die da waren. Man könnte auch sagen Traumata. Ich glaube, dass wir alle Traumata erlebt haben. Das muss jetzt gar nichts offensichtlich Schlimmes gewesen sein aus einer heutigen Sicht. Also ich rede jetzt nicht nur von schlimmen Missbrauchern, oder anderen Dingen, die natürlich Traumata hervorbringen können, sondern ich rede von Situationen, die ein Kind traumatisch erlebt hat, die vielleicht für den Erwachsenen völlig normal waren oder jetzt keine, wo man vielleicht nicht

[02:05:57] als Erwachsener erkennt, dass man da jetzt ein Traumata gerade auslöst. Was hat sich bei dir eingebrannt, wo du heute Kraft rausziehst? Also Kraft im Sinne von dieser Superkraft, die entstanden ist, Dinge auszuhalten, ist letztendlich aus so einer, also definitiv aus der Erfahrung mit meinem Vater entstanden. Also das kommt sicherlich ein Teil davon her, dass ich damals mit der Erfahrung, die ich erlebt habe, mein Vater scheitert. Das hat dann die Familie stark belastet. Also zumindest habe ich das so empfunden, zumindest mich stark belastet. Und ich habe das Gefühl, die gesamte Familie an sich,

[02:06:27] ich würde sogar so sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass die Familie dadurch zerbrochen ist, dass man plötzlich nicht mehr zusammen in den Urlaub gefahren ist, dass man die wirtschaftlichen Mittel auch nicht mehr hatte, dass da ein anderer Mangel entstanden ist, zumindest mal so, ob das dann wirklich so war, wir hatten immer genug zu essen, verstehe mich nicht falsch. Also das war Jammern auf einem hohen Niveau. Aber... Es fühlt sich so an, es hätte, es wäre dann eine Änderung eingetreten. Riesen, also gefühlt, emotional, immer nur das, was man, deswegen, das meine ich, die Realität, die ich empfinde, was dann im Außen wirklich war,

[02:06:57] wie andere das empfunden haben, das sind dann immer zwei verschiedene Paar Schuhe, aber es geht nun mal um unsere empfundene Realität, die wir auch gespeichert haben, ein Stück weit, oder wo wir unsere Schlüsse rausgezogen haben, wo wir vielleicht Entscheidungen getroffen haben, teilweise auch unbewusst. Zum Beispiel, das soll mir nie passieren. Ich möchte nicht, dass mir das passiert. Selbst wenn mir das passiert, möchte ich, dass für alles gesorgt ist. Selbst wenn ich zusammenbreche und nie wieder arbeiten kann, möchte ich, dass so viel da ist,

[02:07:27] dass es allen gut geht. Was hat das zur Folge? Man wird Unternehmer, versucht irgendwo ein Vermögen aufzubauen, wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Bestenfalls ist der Erfolg noch so groß, dass ausgesorgt ist. Ich glaube, den Traum hat ja fast jeder Fahndler, könnte ich mir vorstellen, dass wie man ausgesorgt ist. Vielleicht auch jeder so eine Zahl im Kopf und die Zahl habe ich dann auch immer im Kopf gehabt. Wenn du anfängst als junger Gründer und hast so eine hohe Zahl im Kopf, was hat das zur Folge? Du denkst immer groß.

[02:07:57] Ich habe die Dinge nie für Geld gemacht. Ich habe immer Dinge gemacht, die mir Spaß machen, an die ich geglaubt habe, dass das ein Nutzen ist. Aber ein zweites Ziel war definitiv immer, ich möchte wirtschaftlich unabhängig sein. Ich möchte wirtschaftlich erfolgreich sein. Wir sind ja auch fauna, weil sie die Unabhängigkeit wollen. Ich würde sagen, ich bin unemployable. Ich funktioniere nicht in einer großen Organisation. Ich will Unabhängigkeit und Geld ist am Ende auch irgendwie Freiheit in Münzen auf eine Weise, so unabhängig zu sein. Das ist ja oft ein Motiv, was Leute antreibt. Genau. Nur das eine ist

[02:08:26] eine rationale Unabhängigkeit im Sinne von, ich habe genug Einkommen und habe vielleicht ein paar Monate irgendwie Puffer und habe Vertrauen ins Leben, dass ich schon immer irgendwie eine Schaffungskraft habe, wenn man genug reinkommt und selbst wenn man weniger reinkommt, dann komme ich auch mal mit weniger aus und so weiter und habe dadurch eine gewisse Gelassenheit. So sah mein Leben nicht aus, sondern immer getrieben von einer gewissen, ich möchte Unabhängigkeit erschaffen, die darf groß sein und so weiter. Heute kann ich das so offen sagen.

[02:08:56] Das lief über Jahre, über Jahrzehnte muss ich ja fast sagen, unbewusst. Das habe ich irgendwann, also da erzähle ich jetzt von sehr vielen Coaching-Sitzungen, man könnte was sagen, Therapie, zu erkennen, was hat das für einen Ursprung gehabt? Welche Glaubenssätze sind da entstanden? Allein dieses, und das ist ja, man sagt ja auch immer, dass erst mal Angst bringt einem Leben mich weiter. Ich meine nicht Furcht, am Abgrund zu stehen und einen Schritt zurück zu gehen oder die Furcht, die man hat, wenn ein Säbelzahn-Tiger

[02:09:25] vor ihm steht und man besser schnell wegrennt. Furcht, also Abgrenzung zu Angst, okay, Furcht ist im Moment. Ja, Furcht ist natürlich eine eminente Gefahr. Genau, die Furcht von einer heißen Herdplatte ist gesund. Vorm Säbelzahn-Tiger ist gesund. Vorm Abhang, die Furcht, einen Schritt zurück zu gehen, ist gesund. Angst ist erst einmal nicht gesund. Angst benebelt uns. Angst lässt uns Entscheidungen treffen, die nicht für uns sind. Das heißt,

[02:09:55] ich habe aus einer Angst, aus einem Mangel heraus wollte diese Unabhängigkeit. Ich will nicht das erleben, was die Familie erlebt hat. Was ganz spannend ist, man sagt häufig, da wo ich am meisten Angst vor habe, das ziehe ich an. Das hört sich mal so abstrakt an. Wenn ich Angst vor etwas habe, warum ziehe ich das an? Weil ich fange plötzlich an Mechanismen zu entwickeln, das zu vermeiden, dass das passiert. Und diese Mechanismen sind ja nicht aus einer Fülle heraus aus, boah, ich wünsche mir das, sondern aus,

[02:10:25] ich kämpfe gegen etwas, ich möchte etwas nicht. So, jetzt streng ich mich total an, nicht das zu erleben, was mein Vater erlebt hat. Tu alles dafür, unabhängig zu sein. Ich bin mutig deswegen, bin bereit, Risiken einzugehen. Doch mir ist es nicht passiert, bisher nicht passiert und ich glaube auch, dass ich, inzwischen habe ich das Vertrauen, dass mir das nicht passieren wird, aber ich habe mich häufig in Situationen gebracht, wo es nicht unwahrscheinlich gewesen wäre, dass ich die Geschichte

[02:10:54] meines Vaters, und auch das erleben wir ja häufig, wenn man das psychisch analysiert, was Menschen widerfährt, dass sie Geschichten ihrer Eltern wiederholen. Das ist ja eine typische Erkenntnis sozusagen der Psychologie, der Persönlichkeitsentwicklung, so häufig die Muster unserer Eltern, das Leben unserer Eltern sozusagen wiederholen. Weil wir die unbewusst kopieren oder was? Weil wir sie unbewusst kopieren, weil wir sie bewusst ablehnen. Kennt doch jeder, dass er so Marotten seiner Eltern sich als junger Erwachsener gesagt hat,

[02:11:24] so wie mein Vater, so möchte ich nicht werden. So wie er seine Kinder erzogen hat, genauso möchte ich nicht werden und 20, 30 Jahre später erkennen wir uns wieder und merken, oh Gott, plötzlich bin ich zu Hause genauso und die Ordnung ist mir genauso wichtig oder Unordnung oder was auch immer ist und plötzlich merkt man, dass man doch mehr so geworden ist, wie man seine Eltern als im Traum hätte passieren können. So, das heißt, wir haben ganz viel häufig Ablehnung seinen Eltern gegenüber oder auch teilweise das Gegenteil, aber am Ende des Tages

[02:11:55] haben wir schon Muster natürlich, Plägen und mitbekommen, die uns auch die Geschichten, die wir nicht erfahren wollen, wiederholen lassen. Also wenn ich Angst vor etwas habe, beispielsweise, ich möchte es nicht, dass es so geht wie meinem Vater, deswegen strenge ich mich total an und so weiter, übernehme mich, überfordere mich, die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich in so eine Situation bringe wie mein Vater, ist sehr hoch. Das ist ja das Absurde. Weil du overstretchst, weil du zu viel machst, weil das Risiko dann irgendwann eins zu viel wird. Ja, genau, mich in eine ähnliche Situation hätte bringen können. Mein Vater am Ende des Tages hat sich selbst verloren,

[02:12:24] hat aufgrund Prägung seiner Kindheit, die er hatte, hat das nicht besser gewusst, hat nicht auf seine Bedürfnisse gehört, hat sich selbst ein Stück weit verloren, in dem Druck der Darwahl Unternehmen zu führen, gleichzeitig für die Kinder da zu sein, für die Mutter, für die Frau, ihre Bedürfnisse zu erfüllen, die da waren und so weiter. Seine eigenen Bedürfnisse, die darunter gelitten haben, das, ich glaube, das ist am Ende des Tages die Kunst, die wir als Menschen haben, die Bedürfnisse, die da sind, die eigenen, aber auch die, für die wir vielleicht uns mitverantwortlich fühlen,

[02:12:54] teilweise sogar die Bedürfnisse der Gesellschaft, der Nachbar, was soll der Nachbar denken, was erwartet die Gesellschaft von mir, das spielt ja auch häufig eine Rolle, das sind die Bedürfnisse der Gesellschaft. Am Ende des Tages, glaube ich, geht es ja häufig darum, die Bedürfnisse anderer Menschen, aber auch die unserer eigenen, dass wir glauben, die erfüllen zu müssen, zumindest mal die Fremden, glauben wir, erfüllen zu müssen. Die eigenen, glaube ich, sind am Ende des Tages die wichtigsten. Das ist für mich kein Egoismus, aber ich glaube, dass das extrem, eine Herausforderung ist, aber auch extrem wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse unter Beobachtung zu haben und da auch überhaupt ein Gespür für zu haben,

[02:13:24] was ist denn das, was ich brauche. Was ist die Konversation, die du heute mit dir selber führst, rund um Angst und Bedürfnisse, jetzt mit 41, die du mit 31 nicht mit dir selber geführt hast? Also ich weiß immer mehr, was ich brauche, was ich nicht brauche. Ich weiß immer mehr, was mir wichtig ist im Leben, was mir wirklich gut tut, was mir auch nicht gut tut. Ich glaube, da hat man über die Jahre, über die Jahrzehnte, hat man, aber ich zumindest kann nicht sagen, viel über mich gelernt.

[02:13:53] Und dieses, auf der einen Seite, dieses Macher in mir, dieses Umsetzen wollen, dieses auch Großdenken und Anschieben und coole Visionen haben, ein Team aufzubauen, um all das zu erreichen und gleichzeitig aber auch die andere Seite, dieses Durchatmen, Entspannen, mal neune gerade sein lassen, zufrieden sein mit dem, was da ist, immer wieder die innere Ruhe haben, die innere Balance zu finden, bei sich zu sein,

[02:14:23] diese Balance besser zu finden, dass ich das heute, dass mir das heute ganz anders gelingt oder wenn es mal, wenn das Pendel immer wieder ein bisschen ausschlägt, das viel früher erkannt wird und mich wieder einpendeln kann. Das waren früher viel extremere Ausschläge wahrscheinlich. Dein Sohn ist 14, der wird 15, so alt warst du, als du bei deinem ersten Seminar warst. Wenn der zu dir kommt und sagt, Papa, ich würde gerne an mir arbeiten, was gibst du ihm mit auf den Weg, nach all dem, was du jetzt gelernt hast? Er ist ganz spannend,

[02:14:54] mit eigenen Kindern ist das nochmal speziell, weil wenn der eigene Vater, also bei mir war es damals tatsächlich so, aber wahrscheinlich auch, wenn mein Vater nicht so belehrend war in diesem Punkt, sondern er einfach lebendes Beispiel war, in dem ich neugierig war und ich bin, glaube ich, eh nicht der, der jetzt irgendwie großen Anspruch hat, andere Menschen zu belehren oder zu bekehren. Ich glaube, so funktioniert das nicht, sondern es muss intrinsisch entstehen und mein Sohn zum Beispiel möchte Fußballprofi werden trauert,

[02:15:23] das wirklich schon seitdem er super klein ist und hat ein ganz krasses Mindset gehabt und hat es aus meiner Sicht in abgewandelter Form heute immer noch irgendwelchen kleinen, als er jung war, gesagt, er wird Fußballprofi nicht, ich möchte das werden, sondern er wird. Also mit einer Klarheit, das kann man sich kaum vorstellen und man ist dann so geneigt, ihm zu erklären, dass es eher unwahrscheinlich ist und die meisten schaffen das nicht und das habe ich natürlich versucht nicht zu tun oder habe ich nicht getan, sondern das zu konservieren, diesen Gedanken, ich werde das.

[02:15:53] Und jetzt ist er heute 14, er spielt jetzt nicht im NLZ oder ist jetzt noch nicht irgendwo in der Mannschaft, wo man irgendwie theoretisch da nah dran ist, aber man merkt richtig, dass er nach wie vor extrem motiviert ist, auch Talent hat und vor allen Dingen das richtige Mindset hat und witzigerweise, kleiner Insights, kann man auf meinem Podcastkanal ich glaube bald sehen, ein Interview mit Martin Freisel, wir sind große Schalke-Fans und Martin Freisel ist ein Torwart von Schalke gewesen, der vor vier Jahren der Aufstiegs-Torwart war und der hat eine unglaublich inspirierende Geschichte,

[02:16:22] der hat als 17-Jähriger vorher noch nie Fußball gespielt und da entschieden, ich werde Fußballprofi und ist dann wirklich von der österreichischen, keine Ahnung, ganz unten angefangen und dann irgendwie über die österreichische vierte, fünfte Liga, zweite Liga, Rumänien und so weiter hat er es geschafft, Schalke Aufstiegskeeper zu werden, Fußballprofi zu werden mit, ich glaube, 23, 24 mit einem unglaublichen Mindset, ich habe herausgefunden vor wenigen Monaten, dass er vor über zehn Jahren angefangen hat, Gedanken-Tanken-Videos zu schauen, er sagt, ohne unsere Videos damals wäre er nicht Profi gewesen, er hat wirklich jeden Podcast,

[02:16:52] jedes YouTube-Video gesuchtet und hat so ein geiles Feedback gemacht. Also wirklich unglaublich, dass er nach zehn Jahren sowas zu hören, ich wusste das nicht, aber hat er im Stadion damals spielen sehen, unglaublich und ihn habe ich zusammengeführt mit meinem Sohn, weil ich glaube, er beispielsweise ein viel besserer Lehrer, Coach für meinen Sohn ist, Inspirator für meinen Sohn ist, als ich das wäre, allein schon wegen der Vater-Sohn-Beziehung. Die belastet es ein Stück weit auch, aber ich glaube, ich meine, was du sagst, so dein Sohn sagt, ich werde Fußballprofi,

[02:17:22] so an uns zu sagen, gut, das kann man supporten, also weil, ob er das wird, ist unklar, aber die Erfahrung, andersrum, wenn er selber dran zweifelt, ist klar, dass er es nicht wird. Das ist, glaube ich. Ich glaube generell, das Thema Profisport oder Jugendleistungssport, ich glaube, dass das unglaublich wertvoll sein kann, unabhängig davon, ob man damit sein Geld verdient in Zukunft, ob man wirklich in Anführungsstrichen erfolgreich damit wird und erfolgreich werden heißt, in einer gewissen Klasse zu spielen, das Gefühl zu haben, ich habe da etwas erreicht.

[02:17:52] Das heißt, ich glaube, das ist unglaublich wertvoll, weil Profisport hat was mit Disziplin zu tun, mit Mindset zu tun, mit Teamgeist, Kommunikation, über all das, was wir hier gesprochen haben, mit Niederlagen umgehen, mit Kultur, dieses Thema Mindset, an sich glauben, Persistence, Durchhaltefähigkeit, über die wir vorhin gesprochen haben, rund um, wie werde ich mit dem Podcast erfolgreicher. Das ist ja als Profi genauso. Und der Martin Freisel hat so eine unglaubliche Geschichte hingelegt, weil das geht eigentlich gar nicht. Du kannst dich mit 17

[02:18:22] mit dem Fußball anfangen und dann Profi werden. Das ist völlig unüblich, aber er hat das einfach mit Mindset geschafft, mit einer klaren Strategie, mit dranbleiben, mit einem, also soll seine Geschichte selbst erzählen. Wie heißt dein Podcast? Mein Podcast heißt It's In You und dort haben wir eine Podcast-Folge aufgenommen. Ich weiß nicht, ob sie, vielleicht wenn das hier veröffentlicht wird, wird sie wahrscheinlich auch schon veröffentlicht sein. Unglaublich inspirierend. Und ich merke das bei meinem Sohn auch, egal ob er es schafft, Profi zu werden oder nicht, leindet das eher von sich aus. Und das ist das Spannende gerade. Er fragt mich gerade, Papa, wie ist das hier mit Eiweißen und so,

[02:18:51] mit der Ernährung und ich esse jetzt keine Süßigkeiten mehr und kannst dich mal mit ins Studio nehmen. Und mein Torwarttrainer, da haben wir irgendwie zu wenig Torwarttraining. Ich sage, ah, kann ich vielleicht mal unterstützen, dass er da ein bisschen professionelles Training bekommt und so weiter. Ich habe Martin eingeladen, der mit ihm mal gesprochen hat, ihm auch ein paar Tipps gegeben hat, wie er das damals geschafft hat, was er jetzt gerade, gerade in einer schwierigen Situation, in welcher Mannschaft er geht, wie er das machen würde und so weiter. Also ihn einfach zu unterstützen, um zu schauen, wie entwickelt er sich da oder um alles möglich zu machen, dass er sich entwickeln kann, was auch immer da rauskommt.

[02:19:22] Und das ist überhaupt nicht das Ziel, für mich jetzt, für ihn schon, mein Ziel ist nicht, dass er Profi wird. Mein Ziel ist, dass mein Kind sich entwickeln kann, dass er Erfahrungen machen kann. Wenn er da Bock drauf hat, diesen Weg zu gehen, ist doch mega geil. Und ihm zu helfen, mit Leuten abzuhängen, die so sind, wie er sein will. Also ich meine, das ist der Weg, den du mir öffnest, aufgrund deiner Kontakte und so weiter, zu sagen, komm, ich kenne da jemanden, der ist diesen Weg schon gegangen, schau dir mal an, ob das wirklich der Weg ist, wie du gehen willst, und wenn ja, was diese Person ausmacht. Und ich glaube, das ist ja auch so ein mentales Modell, also wenn du dich entwickeln willst, dann häng halt ab mit Leuten, die so sind,

[02:19:51] wie das, was du werden willst. Wenn du glücklich werden willst, dann häng mit glücklichen Leuten ab. Wenn du fit werden willst, dann häng mit Leuten ab, die im Gym unterwegs sind und nicht im Club. Ja. Welche Frage solltest du dir stellen? Oder stellst du dir bisher nicht? Es ist ja schon so ein, ich fahre, dass ich mir jetzt wiederhole, ich sage jetzt nicht Dieter Langer, keine Sorge, Nein,

[02:20:22] die Frage, dass ich mich wiederhole, diese Balance aus Machen, Tun, Dinge erreichen zu wollen, natürlich auch das Thema Ego, was da dran hängt, so, ich habe nie das Ziel gehabt, in der breiten Masse beliebt zu sein, aber, wenn ich dann reflektiere, ist mir schon wichtig, dass gewisse Peers zum Beispiel, dass ich da Respekt und Anerkennung bekomme, gar nicht die breite Masse, sondern eher, Leute, mit denen ich mich zum Beispiel messe, das ist die beste Form der Anerkennung, Leute, die du selber respektierst, die deine Arbeit wertschätzen, total,

[02:20:52] das ist eine gesunde Anerkennung, würde ich sagen, das ist glaube ich so eine, nenne ich mal auch so eine gesunde Rivalität, im Sinne von, so in Anführungsstrichen, meine Liga, und sich dazu zu challengen, und auch zu gewinnen sozusagen, aber jetzt ohne gegen den anderen zu sein, sondern eher, wenn man einen guten Job macht, wenn man Dinge gut macht, und so weiter, dabei eine Anerkennung zu bekommen, das heißt, dieses Machen, Tun, Neues erschaffen, große Ziele zu haben, gleich versus,

[02:21:22] entspannen, absichtslos sein, vertrauen, egolos, könnte man jetzt auch sagen, und so weiter, das ist so dieses duale Prinzip in der Welt, in der wir uns bewegen, und da gibt es ja kein richtig oder falsch. Wenn die Frage ist, wie kriegst du die Balance rein? Die Balance hin, tun wollen. Geht es nicht noch weniger? Oder kann man das nicht ganz sein lassen?

[02:21:49] Oder warum nicht auf einer Finca in Mallorca, wo mich keiner findet, ein Buch schreiben, was ich dann nur selbst lese, und einfach nur absichtslos eine gute Zeit haben? Und das fühle ich überhaupt nicht, um das auch mal deutlich zu machen. Aber die Frage ist schon immer, was ist das richtige Maß? Was ist die richtige Balance? Die Frage, wie kann ich noch mehr in die Balance kommen? Was ist die richtige Balance? Warum all das im Außen? Warum das Thema Anerkennung noch?

[02:22:19] Wie kann man dann noch mehr in die Balance kommen, noch absichtsloser sein? Das ist schon eine spannende Frage, finde ich. Du hast schon ein Buch geschrieben, das heißt auch It's in You. Wenn du noch eins schreiben würdest, was niemand liest, außer dir, wie würde das heißen? Was wäre der Titel? Tja, das ist so die große Herausforderung. So ein Buch zu schreiben, ist schon unglaublich anspruchsvoll und schwierig gewesen. Und ein Prozess, glaube ich, müsste erst durch diesen Prozess gehen. Vielleicht, wenn ich diese Frage beantwortet habe, dann kommst du wieder. Dann ist das vielleicht der Titel des neuen Buches, der dann da rauskommt.

[02:22:48] Weil am Ende des Tages, dieses Buch ist genau das Ergebnis von irgendwie 20 Jahre persönlichen Erfahrungen, Entwicklung gewesen, jetzt in You. Mit all, ja, mit vielen Geschichten und so weiter und Erkenntnissen. Und ich glaube, die Beantwortung der Frage, die ich gerade gestellt habe, wäre das zweite Buch da wahrscheinlich. Okay, dann bleiben wir dran. Schön, dass du da warst, Alex. Wo findet man dich online? Wer soll sich melden? Instagram findet mich natürlich greater, aber auch mich persönlich. Ansonsten immer mal gerne. Alexander Müller, ist es schwer zu finden eigentlich,

[02:23:18] ist dein Name? Nee, Alexander Müller, ich bin kein Bundestagsmitglied von der FDP und kein, ja, ein paar Rechtsanwälte, so gibt es wahrscheinlich auch noch. Aber Alexander Müller findet man, Alexander Müller Official, glaube ich, heißt bei Instagram, aber findet man bestimmt greater. Und ansonsten, ja, ich freue mich immer, den einen oder anderen noch auf unseren Events zu sehen und spreche mich da gerne an. Wann gibt es die nächste Reise nach Neckar Island zu Richard Branson? Richard Branson tatsächlich das nächste Mal Ende Januar. Okay. Da gerne auch mich einfach persönlich anschreiben bei LinkedIn, bei Instagram,

[02:23:47] wenn man da mitmachen möchte. Tatsächlich haben wir noch so eine kleine V-Normode-Klassenfahrt, hätte ich auch Bock drauf. Super gerne, ist wirklich, also wenn man mal, das was du gerade sagtest, aus dem Alltag raus, ist ein Mega-Impuls, weil du bist gezwungen, nochmal groß zu denken. Ich stelle mir da eigentlich mal die Frage, was ist dein Neckar Island? Das muss keine Insel sein, das muss kein Finca auf Mallorca sein, sondern wenn du da bist, merkst du, der hat eine Trauminsel geschaffen, auf der er lebt, die wirklich

[02:24:18] einfach unglaublich ist. Also purer Luxus, ohne dass es dir wie Luxus vorkommt. Und dann in Kombination mit diesem Mann und mit dem, was er erschaffen hat, diese Lebensleistung und dann diese Bodenständigkeit, also er ist mit dabei. Da haben wir natürlich inspirierende Vortragsredner etc., die sich auch mit diesen Themen beschäftigen oder die versorgen, dass du dich als Teilnehmer damit beschäftigst. Und automatisch kommt so diese Frage das, was du vorhin und das ist, was du vorhin auch gesagt hast, man realisiert auf eine sehr schöne Art und Weise,

[02:24:47] wie klein man denkt und wie groß man denken kann und beschäftigt sich automatisch mit der Frage, was ist eigentlich mein Neckar Island? Und wenn man sich mal vier Tage mit dieser Frage auseinandersetzen möchte mit tollen Menschen, die man dort kennenlernt, die auch sehr erfolgreich sind, aber gleichzeitig das Herz am richtigen Fleck haben, auch sehr offen sind für Persönlichkeitsentwicklung, für Austausch untereinander. Es ist eine sehr ehrliche Gruppe sozusagen herrscht, ein sehr ehrlicher, sehr authentischer Austausch, das ist ja schon sehr einzigartig. Ja, dann schreibt mal, wenn jemand Lust hat,

[02:25:17] da mitzugehen, vielleicht gibt es Interesse in der Community, kostet ein bisschen Geld, kostet glaube ich 30k oder so? 30k, auch da, das ist tatsächlich für uns eher eine Spaßveranstaltung, da ist noch nie was übergeblieben, ich mache es jetzt im vierten Jahr, weil die Insel an sich, kann man auch mal googlen, einen sehr hohen Preis hat, plus Richard ist dabei, da spendet man ein bisschen was für und dann bleibt er nächstes. Das ist ja Lifetime Event mit dem entsprechenden Price-Tag, aber waren ja einige da, Rohan, haben ja eingangs angesprochen mit seinen Wasserparks, es gibt jetzt schon einen Wasserpark, der Fornecker Island ist,

[02:25:46] du hast die Wartung übernommen, habe ich gehört, das ist die letzte Frage, hast du Richard Branson die Rechnung gestellt mittlerweile, dafür, dass du das Wassertrampolin gewartet hast? Da habe ich Spaß gemacht, Robert erzählt, das ist spannend, da habe ich gelogen, kann ich an der Stelle mich outen. Du hast es nicht gewartet? Ich habe es nicht gewartet. Okay, also Gefahrsinn. Es ist auch kein Wasserpark, es ist ein Trampolin, es ist nur ein Trampolin, aber sehr, sehr schön genau vor. Roman war ja da und hat dann ein Geschenk mitgebracht und seitdem gibt es einen Rippelsport. Ach geil, das ist ihm geschenkt. Nicht dein Ernst, ist auch geiles Marketing, okay. Okay, also wer das sehen will, Matthias Aumann war dabei,

[02:26:16] der war auch hier im Podcast schon, der saß hier, wo du gerade sitzt. Dieter Lange war da. Wir trinken jetzt einen Shot. Wir trinken jetzt einen Shot. Franzisko Martina war da, da waren schon viele, viele tolle Menschen mit. Ja, vielleicht kommst du auch mal mit. Ja, ich hätte Bock. Schön, dass du da warst. Danke, Felix.