15 YC-Companies haben an der gleichen Idee gearbeitet. Von denen ist keine erfolgreich geworden. Marius Meiners und seine zwei Co-Founder haben Peec AI in 14 Monaten von 0 auf 8 Millionen ARR skaliert, von 3 auf 55 Leute, und eine Series A bei einer 100 Millionen plus Bewertung von 20VC gemacht. Sein Weg dahin: Hauptschulabschluss, League of Legends Top 100 und 100-Stunden-Wochen. Wir zerlegen das Playbook eines bekennenden Outliers.
00:00 - Trailer & Intro
02:00 - Peec AI in Zahlen: 0 auf 8 Mio ARR und 55 Leute in 14 Monaten
03:30 - League of Legends Top 100: Warum 70/30 Training zu Review entscheidet
09:30 - Antler, Co-Founder-Due-Diligence und Burn the Boats
16:00 - 100h-Wochen und der Friedhof der 15 YC-Konkurrenten
22:30 - GEO Masterclass: Wie du in ChatGPT, Gemini und Claude rankst
37:45 - 30k Billboard-Kampagne in Berlin-Mitte als Hiring-Hebel
41:20 - Pricing-Senkung: 500k ARR weg, absichtlich
49:30 - 7-Tage-Sprint und wie 20VC in 18 Stunden ein Term Sheet legte
01:17:00 - Die härteste Phase: Mutter verloren während des Fundraisings
01:25:00 - Der Brief an die nächste Generation deutscher Gründer
Marius' Links:
💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mariusmeiners/
💻 Peec AI: https://peec.ai/
🔗 Mehr Founder Mode:
📺 Alle Folgen: www.foundermode.show
💬 Founder Mode Community: https://foundermode.show/whatsapp
🔔 Abonnieren für wöchentliche Gründerstories
[00:00:00] Also wir haben wirklich 100 Stunden die Woche gearbeitet. 9 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts jeden Tag. Vor einem Jahr waren wir literally drei Leute. Jetzt sind wir 55. Wo steht der ERA-mäßig? Wir sind jetzt bei 8. Bei 8 Mio? Wir haben noch ganz, ganz, ganz viel Platz nach oben. Es gibt wirklich so 15 RAC-Cumpines, die das Thema gemacht haben, davon ist keine wirklich erfolgreich geworden. Ich glaube, wir haben die einfach outworked. 996 finde ich auch mega sustainable. Also das finde ich völlig okay. 72 Stunden. Das kannst du absolut machen. Also gar kein Problem. Da kannst du immer noch ins Gym gehen, du kannst immer noch genug schlafen. Ich bin krasser Outlier auf eine positive und auch negative Art. Ich habe irgendwie meine Schulabmann damals mit dem Hauptschulabschluss beendet. Ich passe gar nicht in das Profil.
[00:00:30] Du musst einfach alle Brücken abreißen. Ich gehe all in auf dieses Thema und auf diese Idee und vertraue einfach in mich selber. Ich glaube, man muss sich einfach keine andere Option offen lassen, als das zu schaffen. Fundraising an sich ist ja auch ein Handwerk. Was war das Handwerk, das dich in die Top 1% gebracht hat?
[00:00:47] Marius, Peec AI. Eines der heutesten AI-Startups in Berlin. Wenn deine Notizen richtig sind, hast du 29 Millionen geraced. 2000 Kunden, 300 Neukunden im Monat. Über 5 Millionen ARA. Wo steht der ARA-mäßig? Wir sind jetzt bei 8. Bei 8 Mio? Okay, siehst du, das ist auch schon wieder veraltet. Es waren 5 Millionen nach 11 Monaten. Wie viele Monate haben wir jetzt? Kommt auch mal bei Launch oder Gründungsdatum gerechnet. Wir sind im 6. Januar gegründet. Also 14, 15 Monate. Okay, Wahnsinn.
[00:01:17] Alles zeigt nach oben rechts. Wie fühlt es sich an? Super, wir freuen uns sehr. Ich glaube, wir sind auch ganz am Anfang. Wenn man unsere Markkürze betrachtet, sind wir jetzt vielleicht an so 0,51% Marktdurchdrehung oder so. Von dem, wo wir glauben, wo wir sein können. Wir haben auch ganz, ganz, ganz viel Platz nach oben. Wir freuen uns sehr darauf. Ihr macht Search Analytics für Marketing. Teams AI Search Analytics, muss man sagen. Also wie wird meine Brand aufgefunden in ChatGPT, Gemini, Claude und so weiter?
[00:01:40] Ja, genau richtig. Was wir im Endeffekt machen, ist, wir helfen Unternehmen in diesen Antworten aufzutauchen und haben dafür ein Produkt entwickelt, was jetzt irgendwie super viele Marken schon benutzen und auch viele Agenturen. Wir haben irgendwie von riesengroßen Weltkonzernen, von irgendwie Chanel, Breitling, TUI, Home2Go, ganz, ganz viele Kunden dabei. Und auch viele von den leading Agenturen, die das irgendwie auch sehr erfolgreich an ihre Kunden weitergeben und benutzen. Stimmt die Geschichte, dass du vor Gründung deinen Gamer-PC verkauft hast?
[00:02:07] Ich hab mir das jetzt schon ganz lange davor verkauft. Ich hab, leider bin ich super obsessiv als Persönlichkeit. Ich kann irgendwie Sachen nicht so richtig nur so ein bisschen machen und kann deswegen auch kein PC zu Hause haben. Wenn ich den zu Hause hab, dann zocke ich die ganze Zeit. Also von literally neun Uhr morgens bis sechs Uhr morgens so. Und kann dann eigentlich nichts anderes machen. Ich hab das dann immer so einmal im Jahr, dass ich so auf einem Monat mir so ein PC hüttel, darauf dann ein League installiere und dann wirklich so einen Monat komplett durchzocke. Wir wieder bis zum so höchsten Letterrank, also bis zur höchsten Liga. Und dann muss ich das wieder weggeben.
[00:02:36] Erklär mal kurz, League of Legends ist dein Game? Genau. Wie funktioniert das? Also ich hab viel gespielt von WoW, Poker, aber League of Legends hab ich auf jeden Fall mit Abstand am meisten gespielt. Das sind fünf gegen fünf. MOBA nennt sich das. Was heißt MOBA? Boah, Multiplayer Online Battle Arena. Okay, okay. Dann spielst du immer mit den fünf gleichen. Du hast da so einen Rudel, so einen Clan? Du spielst mit vier verschiedenen Spielern, wenn du im Team bist, immer mit den vier gleichen. Und wenn du Solo-Queue ist, so der normale Modus, den man halt so zockt, dann spielst du alleine. Du wirst mit vier zufälligen Spielern gepaart gegen fünf andere zufällige Spieler.
[00:03:06] Deswegen kannst du es auch noch spielen. Du sagst, ich mach das nur einen Monat im Jahr. So, dann würden deine Teamkollegen sagen, ist ja doof. Genau, ja genau. Dann zockst du einfach mit random Leuten zusammen. Und wirst immer neu gepaart und zockst dann irgendwie, keine Ahnung, 20 Games im Tag und ein Game war so 30 Minuten. Also du hast schon sehr viel Zeit. Das heißt, du zockst noch ab und zu, aber du timeboxt es sehr stark. Genau. Also einmal im Jahr. Meistens jetzt. Im letzten Jahr natürlich nicht, weil ich aber keine Zeit dafür hatte. Aber ich freue mich sehr, wenn das alles vorbei ist, auch mal wieder am besten einzuschalten. Und wie warst du Top 100 in Deutschland? Wie viele Leute spielen das? Also wie kann man das einordnen?
[00:03:36] Genau, Top 100 auf dem Server, also Europa. Und man kann immer nur, LailaRank geht immer nur für die Serverregion. Also du kannst gar nicht wissen, komplett wo stehst du international. Ich glaube, wir hatten sechs Millionen aktive Spieler damals. Ja, das ist schon ein richtiger Grind. Das ist wirklich sehr, sehr schwer. Also ich muss echt sagen, Top 100 in einem vielgespielten Spiel zu werden, ist unglaublich, unglaublich hart. Also es ist härter, als dass ich das jetzt mache. Wie war der Moment, dass du das zum ersten Mal gesehen hast, dass du da Platz 100 bist? Mega. Also du hast halt so viele Steps dahin. Das dauert wirklich Jahre.
[00:04:04] Also ich habe, glaube ich, zwei Jahre wirklich gebraucht, bis ich dahin kam. Von dem Moment, wo ich mit mir entschieden habe, ich will richtig gut daran werden. Hat es wirklich zwei Jahre gedauert. Und sag mal, es ist ja interessant quasi, so exceptional in so einer Disziplin zu sein und zu den Top 0,01% zu gehören. Was ist der Unterschied zwischen den Leuten, also die es in diese Top 100 schaffen und ich sag mal zu denen, die Top 1% sind? Also auch gut, aber von sechs Millionen Leuten sind es dann 60.000 oder so. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Gruppen?
[00:04:30] Ich glaube, wie ernst du es nimmst und wie sehr du das willst und auch wie klein die Margen sind, die du dann ausspielen kannst. Also wenn du richtig, richtiger Topspieler bist, dann nutzt du halt jeden kleinsten Fehler deiner Gegner richtig gut aus. Und wenn du einen kleinen Lead irgendwie generiert hast, dann spielst du den halt richtig, richtig krass aus, dass der Gegner keine Chance mehr hat. Und ich glaube, du musst, also was ich machen muss, um hinzukommen, war super low ego meine eigenen Fehler haben wir die ganze Zeit angucken. Ich habe jedes Replay geguckt von mir. Ich bin nicht jedes Mal in einzelnen Spiele geguckt und habe geschaut, hey, wo habe ich einen Fehler gemacht?
[00:04:58] Das habe ich auf meinen Notizblock geschrieben und dann versuche, an den Sachen zu erarbeiten. Okay, das ist interessant. Das ist der Unterschied zwischen, ich spiele einfach nur und werde irgendwie normal besser zu. Ich studiere wirklich, was ich da mache und mache für ein Logbuch. Absolut richtig viel dedicated effort da reinsteigen. Das passiert nicht einfach so, sondern du musst wirklich sagen, hey, das sind die Probleme, die ich habe, an denen muss ich arbeiten. Das sind die Sachen, die andere richtig krass machen. Ich habe auch super viele Spiele von anderen Leuten reviewt, also jeden Tag und geguckt, was machen die in der Situation wie, wie spielen die das, wie spielen die das?
[00:05:23] Und mir da immer Notizen gemacht und halt richtig geguckt, dass du auch an deiner Mentalität halbher viel arbeitest. Weil es ist super einfach, gerade wenn du halt mit vier zufälligen Spielern spielst, immer die Stütte auf andere zu schieben, weil du dann immer sagen kannst, hey, wir haben jetzt verloren, weil die und die einen Fehler gemacht haben. Aber on average musst du aber gucken, dass deine Performance immer besser wird und dann steigst du auch automatisch auf. Und ich glaube, das war so die erste Erkenntnis von, hey, ich muss einfach auf mich gucken, was kann ich besser machen? Und wenn du immer daran arbeitest, besser zu werden, dann wirst du auch irgendwann richtig, richtig gut.
[00:05:49] Okay, okay. Und wie viel ist da Handwerk versus Mindset, wenn du gesagt hast, so an den mentalen Themen musst du erstmal ansetzen? Ist ja im Unternehmertum ähnlich. Ja, ich glaube, du brauchst auf jeden Fall beides. Also niemand kann dir die 14 Stunden am Tag abnehmen, die du an Arbeit reinstecken musst. Aber du kannst auch 14 Stunden am Tag zocken und einfach nur zocken und nicht besser werden. Du musst halt wirklich irgendwie die richtige Einstellung dazu haben und dann auch wirklich die Arbeit investieren. Ich sehe viele Parallelen zum Unternehmertum.
[00:06:14] Auf jeden Fall, ja. Ich glaube, ein paar Sachen sind sehr ähnlich, ein paar natürlich auch gar nicht, aber du musst einfach wirklich, du musst richtig Gas geben. Weil gerade bei E-Sports, ich ziehe mal den Vergleich, wenn du irgendwie so professioneller Schwimmer bist, dann kannst du vielleicht, keine Ahnung, sechs Stunden am Tag trainieren. Danach gibt dein Körper einfach irgendwie auf, danach macht es keinen Sinn, inkrementell nochmal zwei Stunden mehr zu schwimmen. Dadurch ist man nicht besser. Bei E-Sports ist es echt anders. Ist das so? Du kannst wirklich 14 Stunden und kannst in der 14. Stunde noch eine Verbesserung erzielen? Ja, und das macht auch jeder. Das heißt, du kannst gar nicht competen gegen die Leute, wenn du nicht dieselben Stunden reinsteckst.
[00:06:41] Deswegen ist es ultra-isolating. Also du kannst nichts mehr anderes machen. Du kannst nicht mehr rausgehen, du hast keine Freunde mehr, du kannst eigentlich gar nichts anderes machen, außer zocken. Und das ist echt anders zwischen so E-Sports und anderen so normalen Spitzensportarten. Deswegen finde ich es persönlich auch viel schwieriger. Ich glaube, es ist viel schwieriger, Top 10 in League zu werden, als irgendwie in Fußball zum Beispiel. Hm, interessant. Und so die Zeit ist auch für Fauna, glaube ich, relevant zwischen ich bin quasi in der Arena und ich spiele oder ich baue ein Unternehmen versus ich reflektiere.
[00:07:09] Du sagst, du hast dein Notizbuch gehabt. So wie viel Prozent muss in Reflektion gehen, um den Fortschritt zu erzielen versus sozusagen ich bin auf dem Fußballplatz oder im Schwimmbäcken oder eben auf dem Zimmer. Im Unternehmertum oder jetzt so E-Sports-Bereich? Beides. Sag mal erstmal E-Sports. Boah, ich glaube, da habe ich so 70, 30 so trainiert und so reviewt ungefähr. 30 Prozent Reviews, sehr krass hoch. Ja, mega hoch. Vielleicht sogar ein bisschen mehr. Aber so ungefähr würde ich sagen, ist das so desblit. Wie reviewst du dich heute als Founder? Ist auf eine Art schwieriger, weil die Fehler haben nicht immer eine direkte Auswirkung.
[00:07:38] Dann merkst du es manchmal erst zwei Monate später so, ach scheiße, wir hatten auch vielleicht das und das machen sollen. Das merken wir jetzt erst das Problem. Das heißt, im Hiring, wenn du irgendwie eine Person nicht hirerst, dann fällt das erstmal nicht auf. Aber dann, wenn du halt einen Monat später da stehst und dann auf einmal ist super viel Hektik da, weil die, keine Ahnung, Verantwortung, ich kann das nicht klar. Oder dann machen das Leute, die das eigentlich gar nicht machen sollten, weil die dann eigentlich auch andere To-dos haben und Ziele. Und dann merkst du so, ach scheiße, wir hatten eigentlich dafür jemanden einstellen sollen oder so. Dann ist es halt ein bisschen nachgelagertes Learning. Und davon hat man super, super viele.
[00:08:02] Und ich versuche immer mehr, mich aus den optikativen Aufgaben so ein bisschen rauszuziehen, um halt mehr über diese strategischeren Themen nachzudecken. Und das ist echt mega schwierig. Wie lebt es dir? Ich ist mega, mega schwer. Nehmen Sie sich alle vor. Ist mega, mega schwer. Ich gebe mein Bestes und hoffe, dass ich das immer besser jetzt machen kann. Gibt es eine späte Routine dafür? Also blockst du dir eine gewisse Zeit? Die Wochenende. Die Wochenende. Ja, die Wochenende, wenn man halt operativ ein bisschen so Freiraum hat und eigentlich so viele Fragen irgendwie bei einem ankommen, dann versuche ich immer so ein bisschen auch mal über die Sachen nachzudenken. Ja. Ja, ich glaube, ja, ist mega wichtig.
[00:08:31] Ich habe es auch viel zu spät gemacht und dann für mich hat es geklappt, dann quasi so mit dem Founding-Team oder mit dem Management so diese Offsites zu machen, die dann im Kalender stehen, wo du sagst, wir machen jetzt mal zwei Tage. Ja. Wir ziehen uns aktiv raus und probieren von außen drauf zu gucken. Und für mich persönlich habe ich eine Weile lang, das war echt gut im Nachhinein, ich habe es dann gedroppt leider, die Regel, dass ich freitags nicht ins Büro gehe direkt, sondern mich ins Café setze mit dem Notizblock und da bis zehn oder elf sitze. Also auch irgendwie ein, zwei Stunden, jetzt nicht super lange. Aber diese ein, zwei Stunden, die haben mir, glaube ich, mehr gebracht, als wenn ich in der Zeit irgendwelche E-Mails geschrieben hätte. Ey, ist richtig cool.
[00:09:01] Also ich habe das Gefühl, ich muss da echt noch mehr lernen, wie ich mich selber strukturiere, wie ich irgendwie das Team strukturiere. Gerade weil wir jetzt von irgendwie, vor einem Jahr waren wir literally drei Leute. So, weißt du, was ich meine? Und jetzt sind wir 55, haben nochmal zehn mehr in der Pipeline, werden auf jeden Fall 75 besommer. Und das ist halt irgendwie ein ganz anderer Modus, in den man reinkommen muss. Auch eine ganz andere Anforderung. Total. Diese Steps irgendwie so schnell dann auch als irgendwie Gründer mitzugehen, ist schon eine Herausforderung, was man auch noch nie gemacht hat. Und dann macht man auf jeden Fall auch Fehler, keine Frage. Nimm mich mit zu dem Moment, wie alles begann.
[00:09:30] Alles begann bei meinem alten Job bei PwC. Ich habe da in der Venture-Deal-Teilung gearbeitet mit Shirin, die ja auch bei dir war. War auch in einem Podcast. Shirin, genau. Shirin war meine Vorgeräte. Auch Leistungssportlerin. Nicht E-Sports, sondern Grand. Ja, war mega. Ich habe mit Shirin viel gearbeitet und habe dann, wir haben uns dann beide beschlossen, zu gehen und was Eigenes zu machen. Und dann habe ich, ich wusste, ich will gründen. Ich wusste nicht so richtig, an welchem Thema ich arbeiten will. Hat schon unser Thema im Kopf. Und ich hatte vor allem kein Team. Und dann bin ich zu Entler und habe gesagt, so hey, hier kann man richtig viele Leute kennenlernen, die irgendwie mega Bock haben, was zu machen.
[00:10:00] Entler ist ein strukturiertes Programm, da bist du quasi eine Kohorte drin, da sind andere in der gleichen Situation wie du. Genau, wir waren in Berlin, glaube ich, so 90 Leute und dann in die Dachregion waren insgesamt, glaube ich, 180 oder so. Und habe dann da Daniel und Tobi, meine beiden Co-Founder, kennengelernt und habe die dann, wir haben dann an verschiedenen Themen erst gemeinsam gearbeitet und ich habe dann irgendwann die beiden für dieses Thema gewinnen können, weil ich daran geglaubt habe. Und dann, genau, haben wir im Dezember angefangen, daran zu arbeiten. Ihr kanntet euch davon nicht? Wir kanntet euch davon nicht. Was ist das Learning mit Fremden, in Anführungszeichen, zu gründen?
[00:10:29] Irgendwie ist es das Gleiche wie in einem Sportteam, glaube ich, weil wenn du jetzt, keine Ahnung, wenn du jetzt Fußballmannschaft spielst oder so, dann kannst du dir auch nicht aussuchen, mit wem du zusammen spielst. Das heißt, du wirst dann irgendwie auch zusammen geworfen. Bist du auch, wie bei dir? Wirst du gepaert mit vier Leuten im Internet? Genau, genau.
[00:10:42] Und da konnte man das ja so aussuchen. Ich glaube, viele gründen irgendwie mit Ex-Kollegen und mit Freunden und so. Für mich war das gar nicht so komisch, dann mit den beiden gemeinsam zu arbeiten. Wir haben uns auch in der Zeit sehr intensiv kennengelernt. Und ich habe irgendwie Daniel direkt als so super high energy, super tollen Typen wahrgenommen. Tobi als mega kompetent und auch richtig guter Zusammenarbeit. Super netter Typ. Und irgendwie, ich glaube, ich bin einfach nach Kompetenz, Energie und so gefühlt gegangen. Und wie hast du das abgefragt? Also, oder beziehungsweise, wie sah deine eigene Due Diligence aus? Oder eure gegenseitig?
[00:11:10] Voll. Wir haben einfach gemeinsam an Ideen gearbeitet und da merkt man eigentlich schon so, hey, hat man irgendwie Bock mit der Person zu arbeiten oder nicht? Hat man irgendwie auch das gleiche Commitment Level? Und dann bei uns war immer klar, wir machen egal, was nötig ist. Also, wenn wir irgendwie 100 Code Calls die Woche hätten machen müssen, hätten wir 100 Code Calls gemacht. Wir haben einfach gesagt, wir machen egal, was nötig ist, um das zu erreichen, was wir wollen, wird gemacht. Und das war bei euch allen so? Ja. Also, Energie war gleich? Ja. Die Skills haben sich ergänzt? Genau. Ich glaube, Daniel und ich haben ein bisschen mehr ein Overlapping-Skillset als jetzt Tobi, weil Tobi ist noch CTO und hat da halt super viel schon gemacht in dem Bereich.
[00:11:39] War auch schon, bevor wir bei Entler waren, eigentlich durch mit Arbeiten. Hätte gar nicht mehr arbeiten müssen, so finanziell. Aber hat dann ein Jahr gechillt, sag ich mal, und hat dann gemerkt, so ey, ich werde hier voll depressed. Ich kann nicht nichts machen, ich muss irgendwas machen. Hat dann nach einer Aufgabe gesucht wieder. Und es hat dann natürlich für uns mega gepasst. Und ich habe beide eher einen, ich sag mal, Business-BWL-Background. Und Daniel hat dann das ganze Sales-Thema übernommen. Und ich habe dann quasi alles andere übernommen. Also von irgendwie Fundraising bis Hiring und irgendwie alles andere. Und bei Entler hast du ja viele andere Leute gesehen, mit denen du offensichtlich dann nicht gestartet hast.
[00:12:08] So was ist sozusagen die Antithese für ein Founding-Team? Wo hast du die Leute aussortiert, wo du gemerkt hast, Armin war nicht? Ja, direkt in der ersten Woche, wenn du mit Leuten redest, merkst du schon so, wie commentator die sind. Also wir hatten dann Leute, die haben so gesagt, so ja, ich habe gerade irgendwie so eine Pause beim Arbeitgeber gemacht und mache noch so einen anderen Accelerator nebenbei. Und wenn das nicht klappt, dann gehe ich wieder zurück zu meinem Job und so. Und dann muss ich direkt so, ey Leute, da wird gar nichts draus. Du musst einfach alle Brücken abreißen mäßig und einfach sagen, hey, ich gehe all in auf dieses Thema und auf diese Idee und vertraue einfach in mich selber. Und die Leute habe ich direkt aussortiert.
[00:12:35] Und dann hast du auch viel gemerkt, wie denken Leute über Themen nach? Was ist den Leuten wichtig? Und auch, wie fühlt sich das in der Zusammenarbeit gemeinsam an? Okay, okay. Burn the boats. Schau nicht zurück. 100 Prozent. Ich glaube, das ist mega wichtig. Ja, ich glaube, man muss sich einfach selber keine andere Option offen lassen, als das zu schaffen. Ja, ich meine, es gibt ja auch diese schönen Wettergründer, die sagen, ja, wenn eine gute Idee kommt und am besten noch jemand direkt Geld reinsteckt und so, dann würde ich das schon machen.
[00:13:01] Aber ich spreche oft mit solchen Leuten, die quasi sagen, es wäre doch schön zu gründen, so aus dem Konzern raus. Aber es ist nicht der richtige Vibe. Ich glaube, auch mit der Einstellung kommt man gar nicht weit, sogar wenn es dann so klappt, weil es ist so anstrengend, das zu machen, was wir machen. Ich glaube, wenn du nur so eine leichte Idee davon hast, wie cool das sein könnte, dann bist du nicht bereit, so viel aufzugeben und Energie reinzustecken, als wenn du das dann checkst.
[00:13:27] Das hat mir auch viel im Nachhinein, wenn ich gewusst hätte, wie schwer das ist, wie anstrengend das ist, wie viel Scheiße ich fressen muss. Dann hätte ich gar nicht erst angefangen. Bloß gut, dass ich es nicht wusste. Ich bin mega hypi, dass wir das machen, aber es ist wirklich sehr anstrengend. Kann man nicht drum herumreden. Was ist gerade das Anstrengendste? Also wir haben wirklich im ersten Jahr 100 Stunden die Woche gearbeitet. Also muss man einfach so sagen, wir haben 9 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts unter der Woche gearbeitet, jeden Tag. Und dann irgendwie am Wochenende nochmal jeweils 5, 6, 7 Stunden pro Tag. Und dann machst du halt gar nichts mehr anderes.
[00:13:55] Also du gehst pennen, stehst nach 5 Stunden Schlaf auf, versuchst irgendwie wach zu werden und arbeitest und kippst dann wieder um. Ist es wirklich nötig? Ist Entrepreneurship wie League of Legends, wo die 14. Stunde was bringt oder ist es wie schwimmen? Ich glaube, es ist auf jeden Fall nötig. Also ich glaube, es kommt auf die Kategorie an, in der du bist. Wir sind in einer Kategorie, die sehr wettbewerbsintensiv ist. Und ich glaube, wenn du etwas Neues machst, wie, keine Ahnung, irgendwie Notion oder Clay damals oder so, wo das eine neue Kategorie ist. Du hast relativ viel Zeit, Product Market Fit zu finden.
[00:14:23] Und auch sobald du Product Market Fit hast, gibt es nicht 10 Leute, die das gleich machen wie du. Da ist es, glaube ich, nicht nötig. Da kannst du, glaube ich, viel, viel slower agieren. In einer Kategorie, wo jeder von Day One eigentlich die gleiche Roadmap hat und du super viel Druck hast, zu den Milestones schneller zu kommen als die anderen, gibt es keinen anderen Weg, außer mehr zu arbeiten, meiner Meinung nach. Und das siehst du auch bei den anderen Companies, die in ähnlich intensiven Kategorien sind wie wir. Zum Beispiel, wenn du mal so die Neo-Banks nimmst, so N26 versus Travel Republic versus Revolut. Revolut, auch geisteskranke Arbeitskulturen. Also weil ich glaube, ansonsten schaffst du das einfach nicht.
[00:14:53] Was sind andere Startups, die eine Kultur haben, die du adopten willst oder wo du dir was abschneiden willst, wenn du es machen könntest? Ich will gar nicht sagen, dass wir das adopten wollen. Ich glaube, es gibt auch eine Limit für harte Arbeit, auf jeden Fall. Und ich merke auch jetzt, dass man das nach einem Jahr nicht mehr so machen kann wie jetzt, wie davor. Weil einfach irgendwann hittest du einfach deine Limits auch körperlich. Und ich habe auch gemerkt, so gerade im Winter, Immunsystem, man ist schon öfter mal krank und es ist einfach dann nicht mehr sustainable, 100 Stunden die Woche zu arbeiten.
[00:15:19] Ich glaube, man muss immer gucken, was ist wirklich nötig, um zu gewinnen und das zu erreichen, was man will und dann das auch machen. Gibt es da Beispiele in Deutschland oder orientierst du dich da eher, wenn du sagst, Revolut macht das krass an Companies im Ausland oder Startups in San Francisco? Da ist ja dieses 996-Thema, also 9 bis 9, 6 Tage die Woche, ist ja da viel verbreiteter und auch anerkannter. Ja, solche 996 finde ich auch mega sustainable. Also das finde ich völlig okay. Ich glaube, in Berlin gibt es ein paar Leute, die auch gut durchziehen so. Irgendwie so Brainer arbeitet, glaube ich, auch ziemlich hart und die geben auch richtig Gas und sind auch super erfolgreich.
[00:15:49] 996 sind wie viele Stunden? Das sind 72 Stunden. Ja, ich glaube, das ist total sustainable, wenn du irgendwie bist. Das kannst du absolut machen, also gar kein Problem. Da kannst du immer noch ins Gym gehen, du kannst immer noch genug schlafen. Klar, du hast dann wahrscheinlich nicht mehr so viele Hobbys, aber ja. Na gut, aber das ist dein Hobby. Du tradest ja die aktuelle Zeit gegen irgendwas anderes. 100 Prozent. Gegen eine hohe, steile Lernkurve, gegen eine gute Station im Lebenslauf, gegen Equity. Erzähl mal von der Idee, wie seid ihr rangegangen an Ideation?
[00:16:17] Was habt ihr verworfen, um Peak zu erschaffen? Voll. Ich wollte damals, als ich zu Ende gekommen bin, ich wollte was im Bereich Fintech machen und habe dann an so einem Altersvorsorge-Thema gearbeitet, lag so ein Gesetz im Bundestag vor. Das war eine Änderung von den rechtlichen Rahmenbedingungen zu Altersvorsorge-Produkten. Da habe ich meinen Pitch auf den Tisch gehabt. Ah ja, genau. Und dann hat sich irgendwann Olaf Scholz vor die Kamera gestellt und das Ende der Bundesregierung erklärt und dann war diese Idee tot, weil dann das Gesetz gescheitert ist quasi.
[00:16:43] Und dann habe ich nach neuen Themen gesucht und habe dann viel im Bereich Fintech, Regulatory Technology, auch ein bisschen mit AI geguckt und habe dann gemerkt, das Wichtigste für neue Themen ist eigentlich so richtig Nachfrage zu finden. Du kannst Nachfrage eigentlich super schwer generieren. Also klar, es gibt dann diese One-off Steve Jobs-Character, die sagen, ich weiß genau, was du willst und das dann irgendwie drei Jahre bauen und dann launchen und dann ist mega erfolgreich. Aber ich glaube, das ist eigentlich nicht das, wo die meisten großen Companies entstehen, sondern die meisten großen Companies entstehen eigentlich da, wo es wirklich eine krasse Marktnachfrage gibt.
[00:17:12] Und dann willst du einfach sehr early dabei sein. Also du willst irgendwie anzipieren, wo ist in sechs Monaten oder acht Monaten eine krasse Nachfrage und dann genau dieses Thema machen. Und wir haben dann, als wir darüber nachgedacht haben, was wir machen wollen, habe ich gesagt, ich will AI oder Consumer machen. Weil ich finde AI oder Consumer mega, mega, mega spannend. Ich kann mich dafür richtig begeistern. Und habe dann geguckt, was passiert gerade so in AI and Consumer Spaces, was irgendwie große Effekte haben kann auf Companies. Und dann sind wir eben auf dieses Thema so AI, AI Search, Brand Representation gestoßen.
[00:17:38] Und dann hat man gemerkt, dass so die Top 1% im Bereich Marketing, Organic Search schon über das Thema nachgedacht haben. Also zum Beispiel so Malte Landwehr, der jetzt bei uns so CMO, CPO ist, hat damals schon richtig krass über das Thema nachgedacht. Das war, der war irgendwo angestellt zu der Zeit? Der war Vidiado als VP of SEO, genau. Okay, okay. Und du meinst Top 1%, also es gibt Firmen, die sind ganz weit vorne, die leben davon, ihr Marketing gut zu machen. Und da gibt es Personen, die denken über neue Themen nach. Der hat davor wahrscheinlich über seine TikTok-Shop-Strategie nachgedacht oder whatever, irgendwas Neues.
[00:18:06] Und du sagst, okay, jetzt denkt er darüber nach, wie kann ich ein Chat-GPT ranken. Genau, das war noch gar nicht angekommen, sondern in einer breiten Masse. Und das ist eigentlich super. Also das heißt eigentlich so, wenn du das Market-Timing gut machen willst, dann nimmst du das, wo schon die Leute diese Advantage drüber nachdenken und was dann in so sechs bis neun Monaten irgendwie kommt und richtig durch den Markt durchgeht. Und das haben wir dann auch irgendwie hinbekommen, dass das Timing echt gut war. Das war natürlich auch ein Stück weit Glück, muss man auch mal dazu sagen. Also, dass es dann so gut gepasst hat, kann man nicht absehen und kann man nicht irgendwie abpassen. Es hätte auch irgendwie ein halbes Jahr länger dauern können, bis das Thema so richtig breite Adoption findet.
[00:18:34] Ja. Also im Nachhinein kann man das ja mal einfach sagen. Ihr habt einen perfekten Moment da getroffen. Ja. Ich glaube, wir hätten sogar noch ein bisschen earlier sein sollen eigentlich. Also es gibt noch einen, der noch ein bisschen vor uns angefangen hat. Das hat man schon gemerkt, dass das ein Vorsprung war. In Deutschland oder in Europa oder woanders? In New York. Okay. Ist ja eigentlich auch interessant, gell. Ich meine, der Chat-GPT-Moment war Ende 2022. Und es hat zwei Jahre gedauert, bis sozusagen das eine Kategorie geworden ist, zu überlegen, wie komme ich da rein.
[00:18:59] Also eine gewisse kritische Masse an Usern da drauf ist, dass du halt wirklich Traffic darüber generieren kannst, Sales generieren kannst und es dir wichtiger ist, da nach oben zu kommen. 100% davon auch dieses Tool-Use-Thema, weil du kannst natürlich nur was beeinflussen, wenn die Modelle auch das Internet benutzen, also Websearch machen. Das ist ja grundlegend wichtig dafür, dass du auch mit GEO irgendwie Einfluss haben kannst. Und das kam erst relativ spät. Wir sind im Oktober in Antla und es kam dann, glaube ich, im November. Late November. Und dann war irgendwie klar so, und das haben wir dann gleichzeitig realisiert mit so einer Quarte von anderen 100 Leuten.
[00:19:29] Also es war wirklich so ein Moment, wo wir sagen, ah okay, fuck, wenn jetzt Websearch in die Modelle kommt, dann wird dir auf einmal so SEO-volles Ding. Das war der Moment, dass Websearch kombiniert wurde, also so Perplexity und so weiter, die quasi Google-Suchergebnisse kombiniert haben mit LLMs. Also du hast wirklich genau in dem Batch, wo wir im Endler waren, gab es auch zehn YC-Company, die auch daran gearbeitet haben gleichzeitig. Was wir damals noch nicht wussten, aber die haben alle das gleiche Thema gemacht wie wir. Wir machen es aber jetzt nicht mehr oder gibt es die alle noch in verschiedenen Größen?
[00:19:54] Wir haben die alle abgehängt, Gott sei Dank. Richtig cool. Es gibt wirklich so 15 YC-Company, die das Thema gemacht haben, davon ist keine wirklich erfolgreich geworden. Was ist der Unterschied zwischen euch und dem Friedhof der Geo-Tool? Ich glaube, wir haben die einfach outworked. Also ich glaube, wir haben die einfach absolut outworked. Und wir haben, glaube ich, ein paar coole so Growth-Hacks am Anfang richtig gemacht und uns, glaube ich, auch ganz gut positioniert von unserem ICP her. Aber ich glaube, wir haben vor allem einfach auch härter gearbeitet, muss man gar nicht schon sagen. Und wenn ein Kritiker jetzt von außen sagt, ah, ist doch alles alter Weile in neuen Schläuchen, diese SEO-Tools gibt es ja schon ewig so und ist ja auch nichts anderes.
[00:20:24] Ob ich jetzt bei Gemini oder Claude ranke als in Google früher und diese Anbieter, die es da damals gab, die werden das jetzt auch irgendwie machen. Was ist dein Take? Ja, ich glaube, es ist kein Gegensatz. Also ich glaube, es wird weiter klassisches SEO geben, genau wie es jetzt diese neuen Kanäle gibt. Und ich glaube, der Kanal funktioniert einfach ein bisschen anders im Sinne von Google ist einfach so ein Intermediary. Also du hast irgendwie so einen Klick, der weitergeleitet wird auf eine Seite, dann machst du da irgendwie dein Research, dann gehst du auf eine andere Seite, dann kaufst du da irgendwas.
[00:20:49] Und bei Chattipeter hast du halt alles in einem Interface. Du hast halt irgendwie von Top-Off-Funnel bis Bottom-Off-Funnel, von Research bis Produktkauf und hast du alles auf einem Interface. Deswegen ist da Auftauchen einfach deutlich wichtiger und relevanter und treibt auch mehr Revenue. Und dazu wird es immer noch weiter SEO-Traffic irgendwie geben bei Google. Und ich glaube, wenn man die Märkte halt kombiniert, kann daraus ein sehr, sehr cooler, sehr, sehr großer Markt entstehen.
[00:21:10] Wie ist der Anteil, also sozusagen von Consumer-Traffic, der jetzt gerade noch primär über klassische SEO erreicht werden kann, also normale Ergebnisse versus reine LLMs? Und man muss ja sagen, bei Google ist ja so ein bisschen das Thema, so Gemini ist ja da mittlerweile eingeblendet. Also egal, was ich bei Google eingebe, so da kommt ja meistens oben schon eine AI-Antwort. Also irgendwie ist es ja wahrscheinlich schwer zu analysieren, aber was glaubst du grob, wie die Verteilung ist? Wir können das ganz gut ablesen aus dem, was uns unsere Kunden sagen. Also es kommt mega auf den Sektor an.
[00:21:34] Wenn du zum Beispiel über B2B SaaS Kunden sprichst, dann haben die teilweise schon so 20 Prozent von deren Conversions, die sie wirklich über diesen Kanal generieren. Also nicht mal Traffic oder Klicks, sondern wirklich Conversions. Und das ist auch wieder so ein Thema mit so Klicks sind halt nicht mehr so super sinnvoll als Metrik, weil Klicks von irgendwie ChatGPT-Interface, was super Bottom-of-Funnel schon ist, sind halt viel mehr wert als Klicks von Bottom-of-Funnel. Bottom-of-Funnel heißt nah am Kauf. Genau, nah am Kauf. Also wenn man sich so tief drin ist, aber heißt ich bin kurz davor, das Produkt wirklich zu kaufen. Richtig, ja.
[00:22:00] Wenn ich schon irgendwie gefragt habe, so hey, was der beste Fernseher für mein irgendwie Zuhause und dann schon irgendwie drei Fernsehervergleiche und dann klicke ich halt auf meinen Fernseher, da bin ich ja schon ready zu kaufen. Also gute Case Study, das war ein guter Warenkorb. Ja, voll. Genau, da werden auch ein paar teure Produkt gekauft. Also ich glaube, irgendwer kauft auch schon sein Privatjet darüber oder so. Das gibt's auf jeden Fall. Wenn ein paar mehr Leute zuhören beim Podcast und wir mal irgendwann einen Werbepartner finden. Aber sag mir mal, wie ich das machen muss.
[00:22:28] Wenn ich jetzt sag, gib mir mal die Geo-Masterclass. Wofür steht Geo? Hul mich nochmal kurz ab. Generative Engine Optimization. Okay, also wie komme ich da hoch? Geo ist das neue SEO quasi. Wenn jetzt Leute eingeben, was ist der beste Founder-Podcast in Deutschland? Da will ich natürlich auftauchen, da gibt's da keinen Weg dran vorbei. Was muss ich machen? Ja, das Wichtigste ist erstmal zu verstehen, was fragen die Leute tatsächlich? Also was sind Fragen, die in deinem Bereich wirklich gestellt werden? Und wenn du das hast, dann kannst du das irgendwie nehmen und einen Tool zum Beispiel für uns geben.
[00:22:55] Dann analysieren wir, wie performst du eigentlich auf diesem Set an Prompts? Und woher zieht das Modell die Informationen dazu? Also kommt das irgendwie aus TikTok oder YouTube oder aus Sifted? Gibt es irgendwie bei Sifted einen Artikel, der irgendwie heißt, hey, das sind die besten Podcasts für junge Gründer? Und dann geht's eben darum, auf die Quellen zu kommen, die die Modelle verwenden. Also wenn's halt diesen zum Beispiel Sifted-Artikel gibt, dann geht's irgendwie für dich darum, da aufzutauchen und mit Sifted mal in Kontakt zu treten. Dann bin ich wieder bei klassischer Pressearbeit. Dann muss ich irgendwie mal bei Sifted, irgendein Redakteur muss ich da überzeugen? Digitale PR ist super relevant für Geo.
[00:23:25] Es ist ein super, super relevanter Kanal. Und da geht's natürlich auch um Content-Marketing, was du selber auf deiner eigenen Seite machst. Also was für Artikel produzierst du? Wie kriegst du die irgendwie gerankt? Dass die Modelle die auch irgendwie ziehen in ihren Context-Window und dann auch verwenden und dann Citations produzieren. Okay, also es ist doch wieder wichtig. Also keine Ahnung, ich könnte jetzt die Transcripts von den Episoden auf der eigenen Webseite veröffentlichen. Ich glaub, das machen wir nicht, weil die sind irgendwie lang. Aber die Webseite schaut sowieso keiner an beim Podcast, muss man fairerweise sagen. Aber die LLMs gucken da rein. Ja, auf jeden Fall.
[00:23:54] Und ich glaube, die Frage ist immer auch ein bisschen so, hey, wie wichtig ist das auch für dich als Kanal? Also wir haben jetzt gerade gesagt, so B2B-SaaS haben wir teilweise 20%-Versions, wir haben teilweise E-Commerce und Travel. Das ist ein Riesenthema für die Bereiche. Aber klar gibt es auch, also ich glaube zum Beispiel irgendwie die nächste MS-Tasche wird wahrscheinlich nicht über Chattebee gekauft, weil das sind dann doch eher so emotionalen Luxus-Impulsivkäufe, wie auch immer man das nennen will, die auch sehr visuell sind. Die sehr visuell sind, die sehr brandgetrieben sind. Die sehr visuell sind, genau. Die werden wahrscheinlich nicht auf dem Kanal stattfinden.
[00:24:22] Es gibt, glaube ich, schon Industrien, wie das super, super relevant ist und auch Industrien, wie das nicht so relevant ist. Wie rankt ihr das für euch? Was ist die Top-Liste an Industrien, wo ihr sagt, da ist juicy? Gerade B2B-SaaS ist immer noch Nummer eins auf jeden Fall. Gerade weil auch die B2B-SaaS-Käufer halt super digitale Natives sind und halt super viel Zeit auf diesen Kanalen schon verbringen. Ich glaube, danach muss man gerade wahrscheinlich Travel ranken. Für Travel ist es schon sehr relevant. Und ich glaube, Verdienstleistung wird super spannend dieses Jahr. Da habe ich mich dann da beraten lassen. Komplett. Am Alphiküste. Dann sagt er mir, guck mal, das sind die drei Optionen und hier sind ein paar Fotos.
[00:24:52] Schon geil. Ich habe es auch letztens gemacht, tatsächlich auch von meiner Reise. Mega witzig. Und ich glaube, auch Dienstleistung. Ich glaube, wenn du jetzt irgendwie ein CFO bist und du suchst halt eine spezialisierte Beratungsagentur für, keine Ahnung, Payment Implementation in Deutschland, glaube ich, wird es auch in diesem Thema. Ich glaube, es sind super viele spannende Industrien, die gerade noch entstehen. Wenn man jetzt so ein Thema hat, was eher nischig ist, nehmen wir das mal als Beispiel. Integrationspartner für Payment-Lösung. Da schreibt wahrscheinlich kein Zwifted-Redakteur irgendwas gerade drüber. Genau, richtig. Was muss ich konkret machen?
[00:25:19] Dann guckst du dir an, welche Content-Pieces performen denn auf diesem Prompt-Set. Also sind es irgendwie Artikel von meinen Wettbewerbern? Ist es irgendwie Research, der gepublished ist, den die Leute haben? Weil die Tools die Quellen angeben. Sorry, wenn ich reingeregt habe. Aber bei den Tools kannst du sehen, woher kommt denn diese Information. Und diese Quellenangaben, die lest ihr jetzt aus mit eurem Tool? Genau, richtig. Okay. Genau, und das spielen wir dabei aus und klassifizieren auch. Die Domains sind verschiedene Typen, die URLs sind verschiedene Typen,
[00:25:45] um dir dann zu helfen, zu entscheiden, hey, was für Content-Pieces muss ich eigentlich produzieren? Und worüber soll ich eigentlich reden und sprechen in den Content-Pieces? Und auch auf welchen Medien muss ich überhaupt präsent sein? Also muss ich irgendwie auf TikTok präsent sein? Auf YouTube muss ich irgendwie auf irgendwelchen Editorial-Seiten präsent sein? Genau. Hm, okay, okay. Und jetzt kommt die große Frage, Software versus Services. So ist eine Diskussion, die gerade stattfindet. So eine Kritik an dem Space ist, sagt man, hey, es gibt da diese ganzen alten SEO-Tools und der größte Exit, den es in dem Bereich gab, war irgendwie knapp zwei Milliarden von SEMrush.
[00:26:14] Die wurden von Adobe gekauft, wo du sagst, okay, krasse Transaktionen. Auf der anderen Seite machen die 500 Millionen Umsatz, haben nur für irgendwie 4X verkauft oder so. Das ist die einzige große Transaktion. Wie kann das jetzt so eine neue Riesenkategorie sein? Und eine These kann ja dann sein, ja gut, SEO-Tools und Überwachung ist das eine, aber ich will Unternehmen ja auch helfen, diese Aufgaben umzusetzen quasi, um besser zu ranken. Und so wie ich euch verstehe, bewegt ihr euch auch in das Territorium von zweiterem. Dass ihr Leuten wie mir oder eine B2B-SaaS-Company helft, diese Sachen zu machen,
[00:26:44] um weiter nach oben zu kommen. Ja, das stimmt auf jeden Fall. Ich glaube, das ist eine generelle Diskussion, die gerade super viel stattfindet. Also im Sinne von so, hey, wie kommt man in diesen Services-Layer? SEO hat einen riesen Services-Layer. Also der ist viel, viel größer als der Tool-Layer, oder? Auf jeden Fall. Ich möchte noch ein bisschen aufpassen mit den Statements da, weil es ist nicht so, als wäre die Arbeit von einem Organic Search Marketer so generativ wie die von einem Engineer oder so. Weil bei dem Engineer ist super generativ, auch legal. Was bedeutet das, generativ in dem Kontext?
[00:27:13] Du kannst die Arbeit von einem Engineer sehr gut replizieren, indem du auch denselben Code replizierst. Und das ist einfach relativ einfach. Du hast so eine Testumgebung, der Compiler oder die Runtime, wo du es laufen lassen kannst. Und kannst du checken, war das gut oder war das nicht gut. Das ist ein idealer Use Case für LLMs. Und legal ist auch so ein super Use Case. Organic Search ist nicht so ein guter Use Case wie die beiden anderen. Deswegen wird es sicherlich... Du sagst quasi, die Arbeit von einem SEO ist aus Brille von Was kannst du automatisieren durch Agents?
[00:27:42] Komplexer, als das, was ein Anwalt oder ein Softwareentwickler macht? Wie komplexer. Ja, auf jeden Fall. Weil es einfach viel mehr verschiedene Facetten hat und viel mehr Dinge, auch viel mehr Medien gibt, an denen man arbeitet. Und es ist halt nicht nur Text-Output. Es ist irgendwie... Es gibt ganz, ganz viel andere Output, den man generieren muss, als SEO Professional. Und das ist nicht ganz so simpel wie Code oder einfach nur ein juristischer Text. Trotzdem kann man da einiges tun. Und das tun wir auch. Wir geben jetzt schon Handlungsempfehlungen zu unseren Kunden,
[00:28:10] was sie tun können, um irgendwie höher zu ranken in AI Search Modellen. Und da werden wir auch sicherlich einen Teil von dem Service Layer mit abdecken können. Trotzdem muss ich sagen, ist es nicht so wie irgendwie das nächste Operating System für Organic Search Marketer, das wir gerade bauen. Was sich da komplett von alleine bedient und alles komplett autonom macht. Das ist nicht die Vision, wo du hingehen willst. Es gibt viele Launches davon gerade. Also es gibt super viele Leute, die das versuchen. Und wenn man das mal benutzt, merkt man schon so, boah, das ist noch echt weit weg von was, was man benutzen kann.
[00:28:39] Das ist noch echt sehr schwach und relativ trashy. Und man muss auch echt aufpassen, wenn man Kunden irgendwie schlechte Handlungsempfehlungen gibt, die das umsetzen oder so einen Autopilot-Run, lassen wir dann irgendwie Artikel raus spammen. Du hast irgendwie so 3000 Artikel auf deiner Seite. Das kann auch richtig krass negative Folgen für deine Brand haben und auch für deine Sichtbarkeit in AI Modellen. Deswegen sind wir da relativ vorsichtig. Ich glaube, wir werden uns immer mehr in diese Richtung entwickeln. Wir werden dabei immer langsamer sein als andere. on purpose, wenn wir das vorsichtiger machen wollen als andere machen. Okay. Und erst mal mit der Handlungsempfehlung beginnen und sagen, hey, du könntest das machen und nicht direkt in die Umsetzung gehen.
[00:29:09] Ja, richtig. Wir glauben auf jeden Fall deutlich mehr an den Human-in-the-Loop-Prozess als an den Fully-Autopilot-Prozess. Okay. Und wenn ich mich da jetzt einlogge als SEO-Geo-Manager von TUI und in dieses Action-Tab reingehe, was empfiehlt der mir dann? Was könnte er mir empfehlen? Das kann die Sachen empfehlen wie, hey, Skyscanner hat irgendwie Artikel, die heißen, hey, cheap flights from Berlin to New York, cheap flights from New York to... Das ist eine Strategie, die gerade gut funktioniert.
[00:29:38] Rebeziehe die doch mal auf deinem eigenen Blog oder auf deiner eigenen Page. Okay, okay. Dann schreibt aber nicht die Artikel vor, sondern gibt mir eher strategisch den Hinweis, guck mal, es gibt einen Competitor und der hat es umgesetzt und es führt dazu, dass der irgendwie... Also diese Quelle wird oft zitiert. Genau, richtig. Und ich glaube, das ist der nächste Step, das Vorschreiben, das wir auf jeden Fall irgendwann machen werden. Ich glaube, den Schritt, den sogar jetzt schon Leute gehen, ist einfach Vorschreiben, Publischen ohne Review. Und ich glaube, das ist gerade super schädlich und da muss man echt aufpassen. Das Vorschreiben ist, glaube ich, noch in Ordnung. Das kann man, glaube ich, langsam anfangen in unserem Space,
[00:30:08] aber auch da muss man echt sehr vorsichtig sein. Ja. Wo kommt das Wachstum her? Du hast hier, guck mal, ich habe den linken Post dabei. Das war die 5 Millionen ARA-Ankündigung. 8 Millionen Update gibt es noch nicht, aber... Hoffentlich bei 10 Millionen Update. Ja, okay. Aber ihr hättet so eine Million ARA pro Monat? Ja. Mega. Wo kommt das Wachstum her? Also du sagst auf der einen Seite Timing gut, ja, und die Nachfrage gibt es und die Leute haben das jetzt erkannt. Aber wie du gesagt hast, es gibt nochmal 100 andere Competitor, die haben das auch erkannt. Wie greifst du jetzt diese Nachfrage ab?
[00:30:37] Ich glaube, wir haben uns als Marktteilnehmer positioniert, die eben genau so vorsichtig sind mit den Dingen, die wir tun, wie ich gerade erklärt habe. Ich glaube, wir werden einfach als, ich sag mal, seriöser Player wahrgenommen, weil wir nicht irgendwie irgendwas Vibe-Coden, publishen und dann viel Spaß damit, sondern wir versuchen schon, dass die Sachen, die wir machen, irgendwie Sinn machen und durchdacht sind. Und ich glaube, das appreciatet unsere Community mega. Wir haben, wenn du jetzt irgendwie über Kanäle nachdenkst, wir haben super viel AI-Search-Traffic, was ich denn mitbekommen. Das ist ja absolut naheliegend. Okay, meet your own dog food? 100 Prozent. Das ist absolut naheliegend auf Chatsch. Ich habe es vorhin geprüft,
[00:31:08] um in LLMs zu ranken. Er hat gesagt, hier Top-Tier ist Peak AI. Und dann haben sie noch so einen Player aus den USA vorgeschlagen. Aber ihr wart auch Platz 1. Ja, das ist das Wichtigste. Das heißt, darüber kriegen wir 15 bis 20 Prozent von unseren Leads, kriegen wir darüber. Google ist auch immer noch ein super relevanter Kanal. Da ist auch noch immer 20 Prozent ungefähr. Und da haben wir ganz, ganz viele Word of Mouth, die uns empfehlen. Und da freuen wir uns wirklich mega drüber. Das ist dann irgendwie aber auch teilweise sowas wie Webinare oder Social oder so. Und Performance-Marketing, irgendwie Meta-Ads, bezahlte Ads auf Google,
[00:31:37] spielt gar nicht so eine Rolle? Ist in den 20 Prozent Google Buckets drin. Ach ja. Okay. Krass. Aber das heißt, der Word of Mouth-Anteil ist dann relativ hoch? Ziemlich hoch, ja. Macht ihr was, um das zu verstärken? Witzigerweise haben wir das gerade in der Planung. Also ich hoffe, dass wir das irgendwie in den nächsten Einzelnen auch launchen, so ein Referral-Programm. So ein Two-Sided Referral. Also heißt, der empfiehlt, kriegt was und der empfohlen wird, kriegt auch was. So ein Klassiker. Ich kriege einen Monat frei. Mein Freund kriegt einen Monat frei. Genau, sowas in der Art. Und das dann irgendwie auch in der App direkt zu launchen mit so einem Tab in der Sidebar.
[00:32:07] Und ich glaube, das wird nochmal richtig cool. Was für eine Rolle haben Agencies gespielt? Also Agenturen, die das für ihre Kunden einsetzen? Relevanter Kanal? Ja, nein? Mega relevant. Also für uns super relevant. Die sind bei uns nicht wirklich Reseller, sondern einfach wirklich direkt unsere Kunden. Für uns war das mega wichtig am Anfang gerade zu sagen, hey, was sind eigentlich die Leute, die schon sehr viel, ich sag mal, Thought Leadership und irgendwie Confidence von ihren Kunden mitbringen. Und das sind halt nur Spacy Agenturen. Die machen alle Keynotes auf allen wichtigen Events.
[00:32:36] Die machen alle Write-Paper, alle Case-Studies. Der meiste Research kommt von Agenturen. Die haben gesagt, hey, wenn wir diese Kundengruppe für uns gewinnen können, dann können wir direkt zeigen, wir können die Leute überzeugen, die am meisten über den Space wissen. Und deswegen haben wir uns dann sehr aktiv auf die fokussiert. und die haben natürlich auch super gutes Upsell-Potential, weil die fangen dann mit zwei Kunden an, dann machen sie fünf, dann machen sie 15, dann 25. Und innerhalb der Kunden können die auch expanden? 100 Prozent. Und deswegen skalieren die halt mega geil, wenn du auch mal so die Kohorten anguckst mit den Agenturen. Die performen halt mega, mega gut,
[00:33:06] weil die halt super gute Net-Dollar-Betention einfach haben. Okay, Net-Dollar-Betention heißt, wie viel Euro geben die am Anfang aus, wie viel sind dann Upsells über die Zeit, wie viel ist Churn, also wie viel fällt wieder raus unten und bleibt netto mehr hängen als rausfällt sozusagen. Genau, richtig. Und holt ihr die auf einem speziellen Weg rein, diese Agenturen? Also sind es andere Kanäle, über die ihr die gewinnt? Eigentlich tatsächlich nicht. Die sind meistens super proaktiv, weil die natürlich auch, also die wollen ja auch Gio als Service verkaufen und um Gio als Service verkaufen, brauchen sie irgendeine Softwarelösung, die ihnen das erlaubt und dafür sind wir halt die beste Softwarelösung.
[00:33:35] Die brauchen immer eine neue Story. Ich meine, das ist auch eine Agentur. 100%. Erstens brauchen sie eine neue Story und die brauchen natürlich auch irgendwas, um den Markt zu bedienen, weil die das super viel nachgefragt bekommen. Dann gibt es irgendwie, dann hat irgendwie der Boardmember, hat dann bei Chattabit gefragt, was die beste Wärmepumpenlösung ist und dann kam seine Marke nicht, dann kriegt erstmal der CEO eine Nachricht, der leitet es dann weiter an sein SEO-Team. Die sind dann so, okay, fuck, jetzt muss ich was machen, fragen in ihre Agentur und die kommen dann mit uns. Ja, krass. Das ist immer das Schlimmste. Ich meine, mein Business war ja auch quasi Ads an Small Businesses zu verkaufen auf Google und dann haben die halt eingegeben,
[00:34:05] hier Dachdecker, Berlin-Kreuzberg oder so, wenn die selber nicht aufgetaucht sind. Also das war ja immer das größte Drama. Dann kannst du denen erklären, ja, wir haben ja nur einen gewissen Share of Wallet und das ist über jedes zweite ausgespielt und da, da, da. Kannst du alles vergessen. Kannst du vergessen, ja, ja. Wenn der Boardmember aus dem Handy kurz das eintippt und dann kommt das nicht, sind die direkt, dann ist die rechte. Der muss erscheinen. Der muss erscheinen. Z.B. steckst du alles Budget nur auf dieses Keyword, weil du weißt, der Owner gibt es ein. Was war das, der unerwartetste Effekt davon, dass du die ARA-Zahl publischst? Das ist ja so ein bisschen ein neuer Trend,
[00:34:35] so, dass B2B-SaaS-Unternehmen ihre Umsatzzahlen kommunizieren. War früher relativ selten so. Warum machst du das und was ist ein unerwarteter Effekt? Ich glaube, wenn du aktuell eine Company baust in 2026, ist eines der wichtigsten Probleme, wie findest du eigentlich das beste Talent? Also wie findest du die besten Leute und wie überzeugst du die, für dich zu arbeiten? Und du brauchst einfach super viel Aufmerksamkeit dafür. Und wir haben dann gesagt, ich mag das tatsächlich gar nicht gerne. Ich bin super ungern im Podcast. Das freut mich sehr, dass du trotzdem nicht so bist. Ja, ich finde es, ich bin super ungern im Podcast.
[00:35:05] Ich mag auch so Kameras nicht so gerne. Ich bin auch, ich habe auch selber kein TikTok, kein Instagram und so. Ich bin super anti diese ganzen Sachen. Und ich habe auch LinkedIn vorher nie benutzt. Und ich war so, hey, ich muss das selber pushen für mich und für die Company, wenn wir irgendwie erfolgreich sein wollen, weil du musst dich wirklich nach außen präsentieren. Wir hätten keine Chance gehabt, dass wir dein Talent irgendwie so bekommen, wenn wir einfach so leise gewesen wären und irgendwie still und heimlich unser Ding gemacht hätten. Oder du musst schon irgendwie nach draußen gehen und sagen, hey, das sind wir, das ist unsere Story. Da wollen wir hin, schauen die richtigen Leute an. Okay, okay.
[00:35:35] Also diese Ambition zu vermitteln, nach außen, aber auch den Track Record zu unterstreichen, so jo, wir schaffen das auch in kurzer Zeit. Ja, komplett. Also Nachrichten auf LinkedIn, die du an Talent schreibst, hey, wir sind gerade von 0 auf 5 Millionen in 11 Monaten anskaliert, haben eine gute Conversion Rate. Und dann, wenn du dann irgendwie noch ein Profil hast, das das so hinterlegt und sich angucken können und auch ein Bild und auch einen Eindruck von dir als Team bekommen können. Deswegen machen wir auch super viele Videos, die du auf unserer Careers Page und da drauf gehst. Zum Beispiel bei Sales, dann gibt es zu jedem, zu jeder Sales Position auf der Careers Page gibt es ein Video. Mit so, hey, wir suchen irgendwie Head of Sales, wir suchen irgendwie Ref-Ups Leads oder so,
[00:36:05] wo sich das Team vorstellt, wo wir über die Position reden und das hilft schon richtig. Ja, okay. Und du siehst natürlich die Leute, die dann wirklich da arbeiten, mit denen sitzt im Zweifel auch ein Bewerbungsgespräch. Genau. Gibt es eine Downside daran, die RR-Zahlen zu posten? Du wirst natürlich daran gemessen, dann kommt jemand wie du in den Podcast. Komm jemand wie ich und sagt, so steht 5, wie viel ist jetzt? Wenn es jetzt 4 wäre, wäre es scheiße. Das wäre schlecht. Wenn es auch nur 6 wäre, wäre es schlecht. Und ich glaube, das muss einem mal klar sein, man ist dann halt sehr public auch mit seinen KPIs und wird auch daran gemessen werden. Dann können die Leute halt im Kopf sehr schnell, wie du gerade, ausrechnen, okay, der macht ja gerade
[00:36:35] eine Million AR-ID im Monat. Okay, okay. Und du bist da quasi auf dem Präsentierteller und alle sagen, okay, ich meine selbst nur eine halbe Million AR, das ist mega geil. Also aber du bist halt, du hast einmal diese Latte gesetzt und du willst sie übertreffen jeden Monat. Ja, genau. Erzeugt viel Druck, aber ich glaube, es ist auch gesunder Druck, den man sich auch machen muss, weil wir haben ja auch Hull-Targets und wir wollen die auch erreichen. Wann wird der Druck ungesund? Das ist eine gute Frage. Ich glaube, wenn er toxisch wird und man dann das Gefühl hat, wenn man mal scheitert, dass es dann nicht mehr geht und ich glaube, das ist ganz wichtig zu wissen, hey, man kann auch mal Ziele verfehlen und das ist dann auch in Ordnung
[00:37:05] und dann muss man halt wieder neu anfangen. Ja. Spielt Churn gerade eine Rolle? Also Kunden probieren was Neues aus? So ist klar, ist alles erstmal neu. So probiere ich mal, dann gefällt es mir irgendwie nicht, wie managst du das gerade? Also wir haben natürlich Logo Churn. Ich glaube, das ist in einem SMB-Segment, in dem wir sind, ganz normal. Logo Churn bedeutet, ein Kunde fällt raus, also die Anzahl der Kunden. Genau. So bist du mit Logo Churn? Genau. Vielleicht nochmal für die Zuhörer, also was da irgendwie so eine Kohorte von zum Beispiel jetzt Leute, die im Januar angefangen haben, nehmen wir jetzt mal 100 Leute, die Leute zahlen vielleicht insgesamt kumuliert
[00:37:33] oder somit 1000 Euro im Monat, dann ist das Not-Delete-Retention, wie entwicklert es diese 1000 Euro und Logo Churn ist, wie entwicklert es diese 100 Leute. Logo Churn haben wir auf jeden Fall, aber jede Kohorte, die wir haben, ist über 100% von Net-Delete-Retention und das ist irgendwie das Wichtigste. Und das ist das Wichtigste und das passiert, weil so a, natürlich ein Großteil der Kunden bleibt und b, die, die bleiben im Zweifel auch ihre Budgets erhöhen. Genau. Ja, richtig. Der Deal ist einfach. Ihr abonniert den Channel, kriegt jede Woche eine Notification darüber, dass die neue Founder-Mode-Folge gedroppt ist und könnt mit den Insights, die wir aus den Gästen rauskitzeln, euer Unternehmen
[00:38:03] aufs nächste Level bringen. Also abonniert den Channel und viel Spaß. Erzähl mal von eurer Plakat-Kampagne. Das fand ich ja geil. Im Rosenthaler Platz laufe ich da irgendwie morgens da zu meinem Lab-Coffee. Mehr BWL-Mitte geht nicht. Ich wollte gerade sagen, das ist richtig BWL-Mitte. Ich gehe zu meinem Lab-Coffee und dann sehe ich so ein PKI-Plakat mit so einer R-Arts halt drauf. Dann sehe ich so ein PKI-Plakat und dann poste ich das erstmal auf TikTok. Ihr habt da Plakate geschaltet nach der Finanzierungsrunde. Also ihr habt quasi Plakate geschaltet,
[00:38:33] ihr habt so Trucks durch die Gegend geschickt, wo drauf stand, hey, wir haben gerade Geld geraced. Finde ich ja mega witzig. Also ich habe mich gefühlt wie in San Francisco. Da ist es ja eher Normalität. In Deutschland hat das, glaube ich, noch nie jemand gemacht. Da kam das auch. Also ich war irgendwie in SF im Sommer und habe dann, du kannst halt nicht durch SF laufen, ohne alles von Start-Up-Sachen zu sehen. Also überall ist Werbung von Plakaten. Überall, du fährst auf den Highway. Überall am Highway sind irgendwelche Billboards und so. Und ich fand das mega cool. Ich war immer noch ein geiles Gefühl von so, hey, in dieser Stadt geht es um Start-Ups. Und ich bin nach Berlin zurückgekommen und ich war so, hier sieht man nichts über Start-Ups. Hier siehst du irgendwie Billboards
[00:39:03] und dann irgendwie die nächste Oper und dann irgendwie... Ikea-Katalog. Ikea-Katalog, irgendwie ein Shampoo oder so und ich war so, boah, warum macht es eigentlich hier keiner? Da habe ich auch kurz geguckt, was es gekostet hat, was es kosten würde und ich war so, ey, das ist actually echt nicht teuer. Wenn du es geografisch quasi begrenzt musst. Das war echt nicht teuer. Ich glaube, wir haben insgesamt so 30k ausgegeben dafür oder so und die Resonanz war crazy. Also wir haben so viel Talent bekommen, was dann irgendwie gesagt hat, so hey, ich habe irgendwie auf meiner Morgenroutine in der U8, dann habt ihr die ganze U8-Stattschatz in Folge gemacht mit Werbung und ich habe das gesehen, fand das mega cool. Ich dachte, ich habe mich auch bei euch. Ja, richtig krass. Also war richtig,
[00:39:33] richtig tolle Resonanz und ich habe auch echt... Und zum Peak AI, das ist die Erlösung. Gib deinen Corporate-Job auf, kommt zu uns. Ja, war mega cool. Also war richtig geile Resonanz, auch mega viel Spaß gemacht, die Kampagne so mit Noah, Victoria und Diana zu planen und so, es war echt cool. Okay, 30k habt ihr ausgegeben. Wie kann man das übersetzen in den ROI? Das ist immer das Ding und ich glaube, da bin ich ähnlich wie Noah, so ein Head of Growth. Ich glaube, wir glauben beide nicht so daran, dass man das immer so absolut verformelt irgendwie darstellen muss. Ja, und ich meine, ich glaube, ihr habt ja auch Presse darüber gekriegt.
[00:40:03] Dann schreiben Leute, sagen, guck mal, das ist ja interessant, er macht eine Plakatwerbung, also was ist der Wert davon? Genau. Also es ist super schwer zu sagen. Also ich meine, Referral Fees für einen Engineer liegen bei 25%. Gelder sind irgendwie 140k teilweise oder so, wenn du da von 15% rechnen. Kannst du auch 30.000 Euro mal ausgeben für einen Referral? So, wenn wir eine Person darüber eingestellt haben, hat sie schon gerechnet. Und wir haben sicherlich mehr als eine Person darüber auf und auf gemacht. Warum machen das nicht mehr, Faune? Ist das der ultimative Glitch? Ich glaube, wir haben jetzt ein bisschen so ein Trend losgetreten. Wir haben das jetzt öfter gesehen. Ich glaube, hier Leo,
[00:40:33] Ask Leo, hat das jetzt auch gemacht. Haben gerade irgendwie was 30 Millionen geracet oder so? eine Kasse Runde auch. Richtig geil. Freue mich voll für die. Und die haben ja auch richtig süß. Die haben uns dann auch so getaggt in deren Kampagne mit so Inspo-Buy. Echt? Ja, war mega lieb. Witzig. Also ich glaube, das kommt jetzt immer mehr und ich glaube, es ist auch richtig cool. Ich glaube, es ist immer geil für uns als Standort Deutschland, wenn Leute mehr Startups in den öffentlichen Mittelpunkt stellen. Geil, ja, freut mich. Also überschaubares Budget, hohe Wirkung
[00:41:01] und noch was für die Startup-Szene getan. Ja, voll, absolut. Und ein Trend gesetzt. Ja. Jetzt fangen alle an. Jetzt hast du deinen Vorteil verspielt, aber was Gutes getan. Ey, wenn es jeder macht, ich freue mich trotzdem. Also ich glaube, ich würde mich immer freuen, immer jede Woche geile Finanzierungsnews auf Billboards in Mitte zu lesen. Das ist für mich beinahe. Lass uns mal, ich würde gerne eine Runde über Pricing abnerden. Weil das eine Disziplin ist, die bei vielen da super unterschätzt ist. Ja, ich schreibe da irgendwelche Preise auf meine Webseite. Vielleicht orientiere ich mich daran, dass der Wettbewerb macht. Aber es ist eine Disziplin,
[00:41:30] wo man super viel rausholen kann. Ich hatte bei dir gelesen, bei euch, ihr habt euch viel mit Pricing beschäftigt. Hier ist dann der nächste LinkedIn-Post. Also erstens fand ich interessant, dass du dich überhaupt mit dem Thema so aktiv beschäftigst, mit einem Dienstleister zusammen, glaube ich sogar, die quasi eine Pricing-Analyse gemacht haben. Und du schreibst hier auf LinkedIn, hey, wir haben unsere Preise gesenkt. Ja. Und jetzt glaube ich nicht, dass ihr die Preise gesenkt habt, mit dem Ziel, weniger Umsatz zu machen, mit dem Ziel, mehr Umsatz zu machen. Das stimmt. Was sind deine Lessons learned zu SaaS und AI-Pricing?
[00:42:01] Ja, wir haben das mit Northlane zusammen gemacht. Erstmal Shoutout an Northlane. Saga hat das mega gut gemacht. Das ist diese Dienstleister, mit denen wir das zur Beratung quasi. Die haben das auch mit NNN zusammen gemacht. Und Jan hat mir dann von NNN gesagt, hey, die sind super, mach das mit denen. Dann haben wir das gemacht. Die waren richtig, richtig super. Erstes Learning. Pricing ist fucking kompliziert. Es ist ein ultra kompliziertes Thema. Also, weil das alles so krasse, du änderst eine Sache, es hat Ausweckung auf alles andere. Also, wo setzt du den Entry-Price bei dem Plan? Welche Marge soll dann der Plan haben? Das ist echt crazy komplex. Und gerade in einer neuen Kategorie wie bei uns,
[00:42:30] wo es noch nicht so richtig etablierte Modelle gibt. Unser Ziel war vor allem, das einfach flexibel zu machen. Also, wir haben einen Space, der sich gerade erst entwickelt, mit so, welche Modelle willst du eigentlich tracken? Wie viele Prompte willst du eigentlich tracken? Willst du die Daily tracken? Willst du die Weekly tracken? Da gibt es super viele Fragen. Und wir müssen einfach Leuten mehr Optionen geben. Weil jeder will es anders, jeder will es verschieden. Es gibt noch nicht so richtig krasse etablierte Standards. Und das war so ein bisschen unser Ziel, als wir reingegangen sind. Und wir wollten auch unsere Land-and-Expand-Strategie unterstreichen mit dem Preispunkt, an dem wir anbieten können.
[00:43:00] Und haben das dann auch günstiger gemacht. Okay. Wie relevant sind Free Trials? Ich habe mir jetzt einen Free Trial gemacht. Ich bin jetzt in so einem Plan drin. Der kostet 85 Euro im Monat oder so. Ich habe sieben Tage free. Wie relevant ist das? Dann hoffe ich, du konfretierst es auch am Ende. Na hoffentlich. Wenn die Actions mir sagen, wie ich das beste Podcast ranke. Super wichtig. Also wir machen gerade, was wir mal überlegen. Also ich glaube, wir machen ungefähr ein Drittel bis, ja, ungefähr ein Drittel unseres Umsatzes machen wir mit Leuten, die sich selbst eine Free Trial machen, ohne Kontakt zu Sales-Mitarbeitern.
[00:43:30] Jetzt glaube ich, sind wir sogar ein bisschen mehr. Also 40%. 40% Self-Service-Kunden, die quasi Product-Lad, würde man sagen, sich selber onboarden und jetzt gar niemanden anrufen. Ja, genau. Ich glaube, Self-Service ist immer super schwierig zu sagen, weil wie Self-Service ist es, wenn jetzt dir einen Custom-Mask Success-Manager dann schreibt oder dich dann nochmal in IT nochmal so upsellt oder so, das ist eine schwierige Attribuierung, aber genau, von den Leuten, die sich selber mit Kreditkarte anmelden, das sind ungefähr 40%. Okay. Und für die ist Free Trial umso wichtiger, weil ich sage, ich kaufe es ja nicht, bevor ich es nicht mal gesehen habe. Total. Also ich glaube, ich glaube auch mit Pricing, ich glaube auch meine Philosophie immer zu sagen, so hey,
[00:44:00] wir müssen nicht das Maximum von dem Kunden abgreifen, was er zahlen will. Ich glaube, du musst die Zahlungsbereitschaft nicht völlig abschöpfen. Ich glaube, das ist das falsche Ziel. Ich glaube, das Ziel muss sein, erstmal ganz, ganz viele Kunden zu dir zu bekommen, die zu überzeugen, dass dein Produkt Sinn macht und denen was bringt und dann kann man immer noch nach zwei, drei Jahren sagen, so hey, jetzt erhöhen wir die Preise nochmal oder so, falls es dann nötig ist oder eben die Leute in den Plänen einfach absellen. Okay. Was waren noch Takeaways aus dem Pricing-Projekt mit dem Dienstleister? Pricing ist komplex, okay, ihr wollt es flexibler machen.
[00:44:30] Ja. Was sind noch Takeaways? Ich glaube, es ist super spannend, also Dinge wie, wie viele verschiedene Pläne bietest du an? Machst du drei, machst du zwei, machst du vier. Wir haben jetzt das Pricing getrennt zwischen Agenturen und Brands, was glaube ich für uns eine super, super gute und wichtige Entscheidung war, aber auch eine richtig krasse Wette ist, weil das hat im SEO-Markt keiner gemacht. Es gibt keine SEO-Aquivalent, die das so gemacht haben wie wir. Wie habt ihr die Entscheidung getroffen? Eher so first principles. Wir haben echt verschiedene Dinge gehört von diesen beiden Kundensegmenten, was sie eigentlich wollen, was so das Pricing angeht
[00:44:59] und was so die Anforderungen und Erwartungshaltungen sind. Das kehrt tatsächlich super viel andere Friction dann hinten raus mit so, hey, ist dann der Agenturplan geiler, weil dann wollen Brands ja auch den. einer von beiden kann mehr und der andere ist günstiger. Du musst es halt super eng beieinander halten und das auch wirklich Sinn macht, für jeden dann immer genau den zu nehmen, der in der Kategorie ist. Das war schon echt kompliziert, aber es hat auch super viel Spaß gemacht. Ich denke eigentlich immer gerne über sowas nach. Es war auch irgendwie ganz cool. Okay. Und die Preise zu senken? Hat wie getan. Also hat wie getan, es hat uns auch wirklich A gekostet.
[00:45:36] die Planung? Aber wir haben gesagt, ey, es macht keinen Sinn, wenn du irgendwie canceln kannst, neu subscriben kannst und dann einfach einen geileren Plan hast. Das kann nicht sein, dass wir das dann nicht automatisch für dich machen. Das ist einfach keine geile Art, mit unseren Kunden umzugehen. Haben dann alle, für die es Strictly besser ist, einen neuen Plan zu nehmen, haben wir die alle auf einen neuen Plan migriert. Das hat dann schon so 300, 400, vielleicht sogar 500 K gekostet. Jährlichen Umsatz. Genau, eine ERA. Aber auf der anderen Seite, wie haben die Kunden reagiert, dass sie die E-Mail bekommen haben mit der Info, übrigens dein Produkt für günstiger, das hört man ja nicht so oft. Bisher haben wir tatsächlich sehr positives Feedback bekommen,
[00:46:05] einfach von der Community und hoffe, dass das auch nachhaltig die richtige Entscheidung war. Wie siehst du recurring revenue versus Top-Ups? Das ist ja auch eine neue Kategorie, die es vor allem bei vielen AI-Companies gibt. Früher hättest du gesagt, da muss alles in recurring rein und je besser die MAA, die monthly recurring revenue, desto besser. Und ich finde, heute sieht man immer mehr das Modell, du kommst da rein mit einem kleinen Plan mit einer geringen monatlichen Gebühr und für die Nutzung kaufst du Tokens und die bezahlst du in einmaligen Top-Ups. Spielt das für euch eine Rolle? Spielt das für uns keine Rolle tatsächlich. Also wir haben zwar ein Credits-Modell,
[00:46:34] aber das sind bei uns eigentlich nicht so richtig Credits. Also es gibt leider keinen geileren Namen dafür als Credits, aber bei uns ist es eher sowas wie so Allocation, weil du willst irgendwie zum Beispiel 250 Prompts in diesen zwei Modellen weekly tracken. Du siehst, es wird kompliziert, was es dann eigentlich kostet. Deswegen haben wir so eine Zwischenwährung, die Credits heißt, wo du dann quasi so Sachen allokieren kannst, damit es aber nicht Credits wie Lovable oder so, wo du einfach mehr machst, dass du dann einfach mehr Credits verbraust. Aber klar, in diesem Geschäftsmodell, wo du einen generativen Output hast, den du produzierst für deine Kunden,
[00:47:04] dann ist es natürlich einfach so ein Top-Up-Modell. Ja klar, weil bei Lovable bist du dann, bist du am Punkt, du machst halt einfach viel, du baust deine App und um sie dann zu betreiben, willst du vielleicht nicht den hohen Beitrag zahlen. Genau, du brauchst auch echt viele Credits irgendwann. Also es ist echt viele Credits. Ja. Ich kriege auch oft diese E-Mail mit so, hey, please top up your Lovable plan. Aber mein Gott, wir haben gefühlt dreimal die Woche, dass unser Open Claw Setup abstürzt und sich die Bots killen, weil die fucking Kreditkarte, weil es einfach unglaublich teuer ist. Ist mega teuer, aber es ist ja auch mega geil. Es macht ja auch Spaß. Ja, es macht auch Spaß.
[00:47:31] Was ist das, was die meisten Fauna über Pricing falsch verstehen? Ich glaube, dass Leute nicht intentionell gut darüber nachdenken und einfach nur das kopieren, was andere machen. Und ich glaube, du willst schon eine Edge finden in deinem Pricing, wenn möglich. Das heißt, wir haben unsere Pläne schon sehr bewusst so gesetzt, wie sie jetzt sind, um auch in der Wettbewerbslandschaft auf eine bestimmte andere Weise dazustehen. Nicht so cheap, nicht so teuer, dass es Sinn macht für alle Beteiligten.
[00:48:01] Und ich glaube, Leute kopieren einfach schnell das, was es schon gibt, ohne wirklich darüber nachzudenken, ob es Sinn macht, das auch ein bisschen anders zu machen. Okay, okay. Das heißt, da ist Benchmarking dann auch wieder wichtig. Was machen die Wettbewerber? Total, weil der Kunde ist ja irgendwie in der Situation, wo er sich konfrontiert, sie mit so fünf verschiedenen Angeboten, was ist bei uns in dem Markt so, und sich dann überlegt, hey, was macht für uns Sinn? Nicht nur das Produkt muss geil sein, sondern auch irgendwie das Pricing muss irgendwie Sinn machen. Und zu Pricing gehört ja auch immer der Wert, den ich kriege. Also das eine ist der Eurobetrag, der da steht oder Dollarbetrag, und das andere ist, was kriege ich denn eigentlich dafür?
[00:48:30] Habt ihr das Packaging auch geändert? Ja, also du kriegst jetzt für weniger Geld mehr. Also sogar wirklich absolut auch mehr. Und ich gebe dir noch ein kleines Beispiel, also wir beweisen zum Beispiel Seeds nicht. Also ich glaube, es ist ein ganz klassischer Punkt zu sagen, hey, wenn du jetzt irgendwie User-Seeds hast, dann kannst du darüber noch irgendwie Upsells generieren. Klassische Modell, wenn du eine Salesforce-Lizenz oder Hubspot oder sowas hast, früher hast du pro Seed, pro Person, die es benutzt, gezahlt. Das brauche ich nicht so. Wir haben gesagt, wir machen das nicht. Also weil wir einfach wollen, dass die Adoption in der Organisation so hoch ist wie möglich, dass jemand irgendwie aus digitaler PR das Tool auch benutzen kann,
[00:48:59] ohne irgendwie extra dafür eine neue Lizenz anzufragen, beim SEO-Team oder so. Und das hat, glaube ich, auch sehr viel positive Renaissance erzeugt. Und du weißt auf der anderen Seite, je mehr Leute das intern nutzen, desto stickier ist das Produkt und das zahlt auf die Net-Revenue-Retention ein, dann bleibt der Kunde insgesamt. Weil irgendwann stellt sich immer die Frage, hey, für was zahle ich denn da eigentlich? Das merkt ihr auch. Ja, scheiße, ich habe jetzt hier 30 Tools. Irgendwann kommt der CFO um die Ecke und sagt, brauchen wir das eigentlich alles? Und dann meldet sich vielleicht der digitale PR-Mensch und sagt, brauche ich auf jeden Fall. Ja. Und dann wirst du nicht rausgeschmissen. Genau, und auch gerade, weil es so eine Kategorie ist,
[00:49:28] dass die Leute einfach so ein bisschen rumprobieren können, dass wir auch lernen, hey, wer benutzt das wie? Und was erzeugt eigentlich den besten ROI für die Organisation? Ja. Fundraising. Nächstes Thema, ja. Es gibt so die 99% der Fauna, die tun sich schwer, die kennen vielleicht gar nicht genug Investoren, die pitchen und hoffen, dass irgendjemand ein Termsheet legt. Und es gibt gefühlt so die, die 1% der Companies, da wollen alle rein, da streiten die Investoren sich drum, dann fliegen die wirklich vom Privatchat dem Founder hinterher und schicken ihm noch Blumen. Und der Frau, hat man auch hier einen Gast
[00:49:58] im Podcast, der das gemacht hat. Vor allem von Philipp Darmes, oder? Ja, genau. Sein Kollege. Gerade geraced, ne? Gestern, glaube ich. Gerade geraced, gerade geraced. Genau. Der Christian Mermann ist dann da nach drei Mal nach Solingen gefahren und hat den Kindern von dem Mirko noch Merchandise mitgebracht. Hat sich gelohnt. Um die zu bestechen. Hat sich gelohnt. Ich würde sagen, ihr seid in dieser Kategorie 1%. Was hast du konkret gemacht, um da reinzukommen? Also klar, erstmal muss man eine gute Company bauen, ist klar, und eine Traction aufbauen,
[00:50:28] aber Fundraising an sich ist ja auch ein Handwerk. Was war das Handwerk, das dich in die Top 1% gebracht hat? Das stimmt auf jeden Fall. Ich glaube, das ist es wirklich. Aber man muss schon sagen, das, was du hast, ist schon erstmal, was du geschafft hast. Und ich glaube, das unterschätzen Leute. Leute denken immer so, ey, ich brauche mega viel Netzwerk, ich brauche irgendwie das und das und das. Und ich glaube, wenn du was Krasses machst, wenn du krasse Growth hast und krasse Traction, dann erscheint dein Netzwerk literally über Nacht. Also so, du passierst zu Leuten, die sind so, ey, krass, was ihr macht, ich intufe dich zu fünf neuen Leuten. Das ist so die Überschrift,
[00:50:58] sei so gut, dass sie dich nicht ignorieren können. Genau. Also du brauchst erstmal was, was einfach fucking schnell wächst. Nummer 1. Und dann gibt es einen Riesengap zu Nummer 2, Nummer 3, Nummer 4, Nummer 5. Und wenn du das und sagen kannst, dann kriegst du was, was du willst. Was hättest du gerne über Fundraising gewusst, als du es zum ersten Mal gemacht hast? Ja, also, und jetzt können wir über das Handwerk reden. Also mit dem Kaviat, hey, das ist das Allerwichtigste, konntet ihr euch bitte erstmal darauf und macht nichts anderes,
[00:51:29] außer an eurem Wachstum arbeiten, bis irgendwie ihr da seid und dann denkt über den anderen Scheiß nach. Ich glaube, abseits davon gibt es aber viel, was man machen muss. Und im Sinne von so, hey, du musst, glaube ich, mit sehr viel Confidence in diese Prozesse reingehen sehr selber daran glauben, dass du den Prozess auch closen kannst. Du musst eine sehr aggressive Timeline kommunizieren und pitchen und auch dabei bleiben. Und du musst alles auf eine Timeline poolen. Also im Sinne von, sag, du gehst an Tag X raus, sprichst mit allen Investoren, die relevant sind,
[00:51:58] in zwei Wochen und sagst dann, hey, wir close in vier oder wir close in drei oder wir close in zwei. Und du willst halt alle darauf timen, dass alle dir geistet auch ein Time-Shade geben können, damit du irgendwie dann drei, vier, fünf Time-Shades hast und sagen kannst, hey, von denen kriege ich das, von denen kriege ich das, gib mir mal das, mach mal das, weil dann bist du in einer Verhandlungsposition, die irgendwie Sinn macht und wenn du halt nur eins hast oder vielleicht sogar keins, dann kannst du halt super schlecht verhandeln. Und um diese engen Timeline zu kriegen, musst du dir auch kennen, zumindest über eine Ecke? Ich glaube, nein. Ich glaube, das geht auch,
[00:52:28] wenn du das nicht hast. Ich habe ja damals auch keinen krassen Netzwerk gehabt. Also ich habe irgendwie mit ein bisschen Netzwerk gestartet in unsere Pre-Seat oder Angel-Runde schon auch alleine. Erklär mal kurz die Historie. Du warst bei Antler drin, so das ist nur eine kleine Finanzierungsrunde, die investieren auch Geld? Ja, genau. Die haben 100k investiert und dann nochmal 200k Followern in die nächste Runde. Dann haben wir 600k von Angels geraced insgesamt und dann haben wir eine 1,2-Mann-Pre-Seat gemacht und die war auch schon direkt danach, also ich glaube, vier Wochen nach der Angel-Runde haben wir dann diese 1,2-Mann-Pre-Seat gemacht. Wer ist da reingekommen?
[00:52:57] TS Ventures. Tim Schumacher und Stefan Jackmo. Okay. Tim hat mir auch gerade hier. Ah, geil. Ich wusste nicht, ich dachte, er gehört zu den Angels. Nein, die haben das aus dem Fund gemacht. Die haben auch ein großes Stück der Runde gemacht. Und da hatten wir super viele Angebote für die Runde und genau, also ich hatte damals kein großes Netzwerk im Sinne von, ich konnte jetzt auch nicht einfach in die Hände klatschen und dann hatte ich irgendwie alle Interesse, die wollte, sondern ich habe literally jedem immer ein Update geschickt mit so, hey, wir haben diese Woche so und so viel Wachstum,
[00:53:27] diese Woche so und so viel Wachstum. Wöchentliche Updates haben sich verschickt. Wir haben jede Woche 30% Week-on-Week-Growth gehabt und ich habe jedem immer unsere Kurve geschickt mit, hey, 30% Wachstum und dann kriegst du den Interesse, was du willst. Okay. Ja, und dann zum Beispiel, ich glaube, Jack von Angel Invest hat mich irgendwie zweimal geghostet und dann nach der dritten Update-Email war er so, ey, geil. Let's go, let's have a coffee. Und andersrum, wenn du an dem Punkt bist, die Investoren aussuchen zu können, ich habe mit Tim im Vorfeld gesprochen, der hat gesagt, Mario ist ganz interessant,
[00:53:57] wir haben dem die Zusage gemacht und dann hat er gesagt, ich setze mich in Zukunft und komme nochmal bei euch vorbei, weil ich würde euch kennenlernen. Ja, das stimmt. Was hat er sich gemerkt? Ja, ich bin am nächsten Tag nach Köln gefahren und habe mich mit denen getroffen. Ich wollte einmal wissen, hey, wer ist da überhaupt auf meinem Cap-Table? Weil ich glaube, du musst schon ein gutes Gefühl haben zu den Menschen, mit denen du noch arbeitest, weil die können krasse Blocker werden oder mega nervig werden und die können auch sehr hilfreich sein, wenn du irgendwie die richtigen Leute erwischst und mir war das voll wichtig zu verstehen, hey, wie ticken die, was sind das für Leute? Was hast du Tim und Stefan gefragt? Ich habe gar nicht so jetzt so die drei Fragen, die ich fragen würde oder so, sondern ich habe einfach mit denen so ein bisschen, ich wollte einfach
[00:54:27] so mit deren Vibe mal verstehen. Wie der Vibe ist. Ja, genau. Ich finde das viel besser. Ich war persönlich nicht so mit so diesen klassischen so, hey, ich habe mein Bettstein Mannheim gemacht, dann war ich irgendwie an der LSI und jetzt bin ich dann zwei Jahre Goldman Sachs und jetzt bin ich irgendwie VC geworden. Ist nicht so krass mein Match, weil ich auch selber nicht so bin. Ich habe einen super ungewöhnlichen Background. Ich bin ein krasser Outlier auf eine positive und auch negative Art. Ich habe irgendwie meine Schulaufbahn damals nur mit dem Hauptschulabschluss beendet. Von daher,
[00:54:56] ich passe gar nicht in dieses Profil und ich habe auch im Fundraising gemerkt, Leute investieren in Leute, die sind wie sie. Das heißt, ich werde niemals diese Leute überzeugen können, in mich Geld zu investieren und ich match viel mehr mit Leuten, die irgendwie einen besonderen Pfad am Leben genommen haben. Okay. Die große VC-Runde, wie ging es dann weiter? Die größere. Wir haben dann gebaut, gebaut, gebaut. Wir waren, glaube ich, bei so 400k RR und sind dann rausgegangen. Besser gesagt, wurden eigentlich forciert rauszugehen. Wir hatten dann ein Angebot
[00:55:26] von einem Investor, der in der Pre-Seat auch investieren wollte, den wir dann nicht genommen haben. Der kam dann zu mir immer so, hey Marius, ich sehe, wie sie sich die Kategorie weiterentwickelt, ich sehe, wie ihr wachst. Ich gebe euch any money on any valuation. Wie sie sich. Wie sie hast du nicht genommen? Ich wollte es nehmen. Ich war dann so, ey geil, ich mache es auf jeden Fall. Bin dann zu meinen Investoren, habe das gepitcht, habe das auch Stefan und Tim gepitcht und dann waren die so, ey Marius, mega cooles Angebot, aber das mal kurz durchatmen. Das sind nicht die allerbesten Partner für so eine internationale Expansion. Lass nochmal überlegen, gibt es nicht mal besseren, wenn du das Geld willst, geh nochmal fundraisen. Weil ich so, ey,
[00:55:56] auf gar keinen Fall, ich gehe jetzt nicht nochmal, das war irgendwie drei Wochen nach der Runde und ich war so mental, so durch mit Fundraising, ich war so, ey, ich gehe jetzt nicht nochmal fundraisen und dann meinte die, doch mach mal bitte. Und dann meinte ich, okay, sieben Tage. Ich gehe sieben Tage raus und dann nehme ich das beste Angebot, was ich habe, weil ich habe keinen Bock, noch mehr Zeit auf dieses Fundraising-Nehmer zu verspenden, weil es ist einfach kein Value-Adding-Thema. Das ist mein Timeline. Sieben Tage. Ich habe gesagt, ich mache sieben Tage, bin dann raus, habe dann an Tag sechs einen Termship bekommen von einem wirklich Top-Tier-VC in Europa. Ich werde es da nicht sagen, ob wir es dann nicht genommen haben
[00:56:26] und dann war ich schon so, okay, die Terms waren nicht 100% das, was ich wollte, aber sie waren ganz gut. Ich habe dann gesagt, ich nehme das. Dann hat mir am selben Abend Harry geschrieben mit so, hey, ich feiere das, was ihr macht, wollen wir mal quatschen? Harry Stabbings von 20VC. Genau, genau. Und dann meinte ich, ey, wir können sprechen, aber wir müssen heute sprechen, weil das Termsheet hat nur einen Tag Validity. Danach ist es expired. Die haben mir so einen Exploding-Termsheet gegeben mit einem Tag Gültigkeit. Auch fies. Auch mega fies, aber ey, so ist das Game. Ich habe da, ich will gar keine negativen Gefühle dazu. So ist es halt. Und dann hat Harry auf den Call gejumpt,
[00:56:56] literally drei Minuten später irgendwie noch beim Laufen im Park, habe ich dann mit dem nächsten Partner connected, mit dem nächsten Partner connected und dann in der Mitternacht habe ich angerufen und meinte so, ey Marius, wir fliegen morgen nach Berlin. Wir wollen dich unbedingt kennenlernen in Person. Dann waren die irgendwie um sieben Uhr morgens da. Haben dann gestern Tag an uns verbracht. Also Kieran, der Partner, der ist dann... Auch super Typ. Mega. So ein toller Typ. Und dann hat der irgendwie bis 16, 17 Uhr die Idee gemacht, Kunden angerufen, sich den Daten rum angeguckt, alles möglich gemacht und dann uns um 17 Uhr das Termsheet gegeben. Also die war literally irgendwie in 18 Stunden oder so. Wahnsinn.
[00:57:27] Wahnsinn. Harry Stabings hat mal gesagt, er investiert am liebsten in Ruthless Psychopaths. Wirst du das? Ich hoffe nicht. Ich hoffe nicht so Ruthless. Also ich glaube, du musst schon diesen krassen Drang haben, zu gewinnen und gewinnen zu wollen und irgendwie dafür auch alles möglich zu machen. Und ich glaube, das ist das, was er meint. Also wie wichtig ist dir das wirklich? Und ich glaube, du musst schon so eine irrationale Art haben, daran zu gehen.
[00:57:56] Weil, also das, was wir machen, lohnt sich eigentlich nicht. Also so hart zu arbeiten mit so einer geringen Erfolgswahrscheinlichkeit für so lange ist eine total irrationale Aktivität. Das macht man eigentlich nicht. Das ist total bescheuert. Und auch das für das finanzielle Outcome lohnt sich auch nicht. Aber, ich glaube, das kann man nur machen, wenn man richtig dumm ist im Kopf. Und ich glaube, da bin ich auf jeden Fall in der Kategorie. Also ich bin auf jeden Fall irrational genug, sowas zu machen. Wie ist die Zusammenarbeit jetzt mit den Jungs, mit Kieran und Harry? Ey, ich mag die super gerne. Das sind total nette Leute.
[00:58:26] Die sind sehr ADHD im Sinne von, die sind immer erreichbar 24-7. Die gehen literally um 4,8 Centi, wenn du die anrufst. Was die richtig gut können und das ist echt deren Superpower, ist so, die haben das beste Netzwerk der Welt. Also das muss man echt sagen. Du kannst Harry schreiben, so hey, ich will eine Intro zu dem CFO von OpenAI. Du hast das Intro oder du willst eine Intro zu dem Gründer von Perxity. Habe ich zum Beispiel auch gefragt, so Intro sofort gemacht auf WhatsApp. Weil jeder in diesen Podcast will. So, das ist halt einfach, die erkennen wirklich jeden, jeden Einzelnen von den Google-Foundern bis hin zu
[00:58:56] Sam Altman bis hin zu jedem. Naja, okay. Und das war euer Thema natürlich auch super relevant. Ja. Ja, das war schon mega hilfreich und auch dann irgendwie in der SF kennen die Gott und die Welt und die sind echt gut connected. Ja. Letzte Bewertung, du hast dann die Series A gemacht, kolportiert, war über 100 Millionen. Macht dir so eine Zahl auch ein bisschen Angst? Nee. Ich finde, so viel Geld ist es auch nicht. Also 100 Millionen. Also ist es viel Geld, aber eine so hohe Bewertung ist es jetzt auch nicht. Auch mit unserem Wachstum und unserem RAA, wo wir stehen.
[00:59:24] Das ist ja knapp 10x, wo wir jetzt gerade sind. Knapp 10x von der RAA? Okay. Ja. Natürlich damals war es mehr. Wir haben die Runde geclosed im November oder ich weiß gar nicht, wann das war. Da waren wir natürlich noch nicht bei 8 Millionen RAA, aber man wächst ja schnell rein und ich glaube, wir haben einfach, wir setzen einfach auf uns, dass wir das schaffen. Ja. Du hältst noch 13%. Schaust du manchmal zu den Bootstrap-Foundern rüber, denen 50% der Company gehört und denkst du, oh, ist auch ein cooler Weg? Kein bisschen tatsächlich. Also ich finde, es ist eine Diskussion,
[00:59:53] die einem tief vorbeiführt, weil am Ende des Tages, ob ich jetzt mit PKI 10, 20 oder 30 Millionen irgendwie mache oder 80, ist es so viel Geld, privat 10 Millionen Euro zu haben. Was willst du damit machen? Also du kannst alles machen, was du willst und ich glaube, dafür sein Personal Outcome optimieren ist, meiner Meinung nach, nicht der richtige Weg und mein Take war immer, lass uns darauf optimieren, dass die Company erfolgreich wird und das kannst du schon einfach mit mehr Geld besser machen. Wo kann Geld hinderlich sein? Viel Geld? Ich glaube,
[01:00:23] du kannst natürlich auch zu viel raisen, also gerade irgendwie jetzt, es gibt ja diese klassischen so Gorillas und irgendwie so Flings der Welt und so, wo du dann wirklich auch negative Growth Marge und so, dann rast du so viel, dass dein Big Prap mit dem Geld. Big Founder, 700, 800 Mio geraced oder so. Macht jetzt auch so viel Umsatz, ja, fährt das Unternehmen. Ja, ja. Aber ist dann auf einem hohen Niveau, musst du dann natürlich gucken, ist mal eine Bewertung nach das, was da reingesteckt wurde. Ist jetzt wieder eine, ist wieder eine Unicorn-Bewertung bei denen, sieht gerade ganz gut aus, aber war auch ein großer Kampf. Das glaube ich total. Also ich glaube,
[01:00:52] es gibt einfach Geschäftsmodelle, die riskanter sind, die schneller kippen können, sag ich mal, als unsere. Wir haben ein relativ stabiles Geschäftsmodell im Sinne von unsere Growth Margen sind gut, unsere Retention ist gut, so makro-abhängig, wie zum Beispiel so diese ganzen Quick-Commerce-Leute. Okay. Denkst du darüber nach, wer sowas kaufen kann? Ist das überhaupt eine Frage, die du dir stellst? Ich glaube, es gibt ein paar offensichtliche Käufer, aber an der Stelle sind wir gerade nicht. Du hast Secondaries gemacht auf dem Weg? Erzähl mal.
[01:01:22] Wir haben auch ein bisschen was verkauft in der Series A. Ja. Wie viel? Guter Betrag, aber jetzt auch nichts, so kein Life-Changing-Amount. 500k, eine Million? Wir haben so in dem Bereich. Okay. Aber schon so, dass du sagen kannst, ein bisschen was hinter die Firewall gebracht, ist nicht, um den Rest des Lebens auf einer Insel zu verbringen, aber genug, dass du sagst, komm, da kann ich jetzt auch mal irgendwie mal einen Urlaub machen, mal eine Wohnung anzahlen und so weiter. Ja, auf jeden Fall.
[01:01:51] Wie hast du darüber nachgedacht? Also würdest du das jedem Founder empfehlen? 100 Prozent. Also ich glaube, wenn du das machen kannst, dann mach das auf jeden Fall und ich glaube, Series A ist ein guter Spot, das zu machen. Mein Incentive könnte nicht höher sein. Weißt du, was ich meine? Also du hast gerade gesagt 13 Prozent, aber auf einer 100 Millionen Bewertung sind es 30 Millionen Dollar, die ich vorhabe, mehr als zu verzehnfachen. Also ich könnte kein höheres Incentive haben und ein bisschen mehr Geld auf der Bank ist schon einfach ein gutes Gefühl. Wo macht dich das freier in deinen Entscheidungen? Ich weiß gar nicht, ob es ein freier, ich kann es gar nicht konkret zuordnen, aber einfach vom Gefühl her ist man einfach bereit, mehr Risiko einzugehen. Ich glaube,
[01:02:21] das ist das Wichtigste. Das ist ein super relevanter Punkt, oder? Und deswegen auch ein Grund, warum in den USA diese Secondaries viel gesehener sind als hier in Deutschland. Weil in Deutschland so ein bisschen das meintest du, dass ja, wenn der Gründer da zwei Millionen auf dem Konto soll er da überhaupt noch arbeiten? Du denkst ja, that's not the point. Aber wenn du mal zwei Millionen hinter die Firewall gebracht hast, dann bist du ja auch viel eher bereit, mit deinen anderen 99 Prozent des Vermögens einzugehen. Ich glaube, das ist ein super relevanter Punkt. Ich glaube, ist einfach eine richtig krasse Kulturfrage, weil mein Eindruck von deutschen Investoren war schon immer so, hey,
[01:02:50] deutsche Investoren checken eigentlich gar nicht, wie doll man eigentlich gambeln sollte. Also wir wurden für die Pre-Seed nach einem Finanzmodell gefragt. So weißt du? Und dann auch nach einem Board-Seed und so. Und da war ich so, ey Leute, ich glaube, wir haben eine ganz, ganz andere Art, an diese Thematiken heranzugehen. Und auch ein Series A Investment für mich ist immer noch sehr, sehr risikobehaftet. Und das muss, glaube ich, auch in Investoren klar sein. Und wenn ich Investor wäre, würde ich auch wollen, bei Series A, alter, gamble the company. Also go big or go home versuche einfach dein absolute Best, das riesig zu machen. Und wenn du dann scheiterst, dann ist es halt so. Und ich glaube,
[01:03:20] in Deutschland sind Series A Investoren sehr risikoavers schon. Also richtig doll risikoavers. Und dann sehen die das nicht mehr so, als so, hey, push und geh risiko ein. Ja, das ist interessant. Ich finde, Series A ist ja auch ein interessanter Punkt, weil du dann merkst, ah, es funktioniert im Kern. Und dann merkst du, ja, du hast was geschaffen, was werthaltig ist. Aber bist du als Fauna dann bereit, das ganze Haus zu verwetten, indem du richtig all in gehst? Ja. Da fängt ja dann die Risiko-Aversion an. Ja, genau. Ich hab da was geschaffen, das könnte ich jetzt auch, da könnte ich jetzt auch eine Million verdienen oder zwei. Ja, und dann hast du ja auch so Storys aus SF,
[01:03:49] so, ja, wir waren bei 15 Millionen A, aber wachsen wir nur noch 100 Prozent, deswegen pivoten wir jetzt. Und denkst du dir so, also in Europa würde das ja niemand machen. Niemand würde bei 100 Prozent wachsen und 15 Millionen A pivoten. Niemand. Aber in SF ist das einfach so ein Ding, so, okay, du wirst obviously keine Bindungen oder Company daraus bauen können, also mach was anderes. Crazy. Ja. Bist du oft in SF? Nicht so oft. Ich war tatsächlich, ich bin super arm aufgewachsen, ich bin nicht viel gereist. ich feiere mal im Leben in fünf Ländern oder so. Aber jetzt als Gründer? Bis dass du dich da anstecken lassen? Ja, genau, ich war mal da im Sommer, das war mega cool.
[01:04:19] Also ich find die Stadt an sich scheiße, ich find's richtig, richtig kacke, ich würde da nicht leben wollen, so, es bock gar nicht. Zero Kultur, alle krassen NPCs, nur so Tech Bros, boah Katastrophe, also wirklich ganz schön. NPC Tech Bros. Ja, also jeder sieht aus wie aus einem HMN-Katalog, so, das ist richtig krass. Und was ich schon mega fand, war, wie viele relevante Leute du einfach kennenlernen kannst, in denen die in der Szene irgendwie aktiv sind, also wie viel Geld da gemanagt wird, wie locked in die Leute sind und wie krass die Ampulse derzeit sind. Also die Gespräche, die du hast mit so Investoren, sind auf einem ganz, ganz anderen Level als hier. Bei uns war das so,
[01:04:48] zu der Pre-Seat hatten wir mehr proaktives Interesse von ausländischen Investoren als von deutschen Investoren. Wirklich? Weil die Leute halt in SF schon gecheckt haben, so okay, das wird eine Kategorie, die relevant sein kann. Und da haben wir dann irgendwie, hat Bessemer Outreach gemacht oder whatever. Und so ein, ich weiß keinen Namen sagen, aber so die meisten deutschen Investoren haben gar nicht verstanden, dass das eine Kategorie wird, die relevant wird und haben sich dann erst so Series A gemeldet und wo wir so waren, so ja, nee, also, ja. Was waren deine größten Fehler
[01:05:17] bisher im Aufbau am Peak? Du hast mal drüber gepostet? Ja, total. Das war mein nächster LinkedIn-Post, den ich dir mitgebracht habe. Hast du schön geschrieben, Talent und Product? Ja. Ich meine, die meisten Frauen, mit denen man spricht, wenn du die fragst, hey, was sind die Fehler, die du gemacht hast? Die drehen sich um Menschen, um People und Talent. Ja. Was sind deine? Ich glaube, zu verstehen, wie man so eine Funktion aufbaut, war total neu für mich. Im Sinne von so, hey, wie baut man eigentlich eine Talent-Funktion? Was ist eigentlich da wichtig? Wen braucht man dafür? Und wie funktionieren die Prozesse dann da?
[01:05:47] Eine Talent-Funktion ist, was du früher Personalabteilung gesagt hast, also alles, was du machst, um die besten Leute anzuziehen, da zu erhalten, auszubilden. Genau. Also, ich habe nicht gecheckt, bei unserem Wachstum, wie schnell man eigentlich diese Entscheidung treffen muss, von hey, wir brauchen intern einen Founding-Talent-Menschen. Oder auch bei Product, na, wann behalten wir einen Product-Manager? Und ich glaube, da habe ich mega viele Fehler gemacht. Und ich glaube, wenn ich da mehr gewusst hätte, so hey, zu dem Zeitpunkt, wir brauchen das und dann braucht man das und hier muss man, die Leute müssen so und so inzentivieren und das sind eigentlich die Leute, die man in der Phase braucht und in der Phase,
[01:06:17] werden wir so viel weiter, als wir jetzt gerade sind. Ich glaube, es ist unfassbar, wie viel. Was würdest du konkret anders machen, wenn du es nochmal spielen würdest? Ich glaube, wenn du Product-Market-Fit hast, solltest du sofort einen Founding-Recruiter erhören. Sofort. Das ist, glaube ich, absoluter Key-Hire, weil du wirst, wenn du Product-Market-Fit gefunden hast, so schnell skalieren, dass du riesige Personalbedarfe hast. Weil du jetzt gerade eine Million im Monat mehr, dann bist du bei 5, dann bei 10, dann bei 15. Das heißt, du musst irgendwie auch deinen Staff einfach super krass skalieren und das habe ich einfach selber gemacht irgendwie
[01:06:47] und das hat zu viel zu meiner Zeit gekostet. Und das ist ja auch gut, also das ist ja auch wieder so eine Erfahrung, die man kriegt oder so einen Ratschlag zu sagen, Hiring ist so wichtig, muss der Founder selber machen. Ja, es stimmt auch, aber das heißt ja nicht, dass er oder sie sich nicht hebeln kann quasi durch Leute, die den Prozess begleiten. Also du musst in dem Prozess glaube ich drin sein, du musst die Leute kennenlernen, du musst am Ende auch den Judgment-Call machen mit so, hey, ist das ein Kalt-Safit oder nicht, glaube ich an die Person oder nicht, aber du musst das Angebot nicht schreiben, du musst das Follow-up nicht schreiben, du musst nicht auf LinkedIn Outreach machen, das kann alt jemand anders machen und ich glaube, das habe ich, ich habe nicht schnell genug
[01:07:16] Dinge abgegeben und ich glaube, das habe ich echt falsch gemacht. Was für eine Person ist bei euch total falsch aufgehoben? Was ist das Gegenteil von einer Person, die du heilen willst? Low-Quality-Bar, Low-Agency, würde ich sagen, das sind die absoluten Katastrophenleute oder auch einfach schlechte Teamplayer. Also Leute, die keinen geilen White mitbringen, die keine Energie haben, die sind bei uns einfach falsch. Okay, das heißt auf der anderen Seite High-Agency, Leute, denen du zutraust, viel zu bewegen, die Bock haben, was voranzutreiben. Du siehst ein Problem und du suchst nach einer Lösung und du gehst nicht zu dem nächsten Person hin und sagst,
[01:07:46] hey, das ist scheiße, sondern du überlegst, hey, wie kann ich das lösen und schlägst das vor und du machst alle um dich herum besser und hast einen super hohen Anspruch an deine Arbeit. Ich glaube, das ist das Allerwichtigste. Was war für dich ein guter Weg, das rauszufinden über Personen, weil so ein 60-Minuten-Interview, dann sitzt du da, hast mit der Person geredet, das ist oft ja nicht so ein guter Indikator. Ich glaube, Challenges sind mega, mega wichtig, also einfach dir Leuten Aufgaben geben, die sie dann lösen in einer gewissen Zeit. Gib mir mal eine Aufgabe, wenn ich mich bewerbe. Was wir zum Beispiel machen für Talent, weil wir gerade über Talent gesprochen haben, wir geben Leuten CVs und fragen die, hey, ist das ein guter Kandidat und dann reden wir
[01:08:16] über jede einzelne Position, über jede Sight-Activity, so hey, von da nach da war das als Career-Step-up klein genug oder zu kurz, was denkst du, wurde er da bezahlt und so, also wir gehen richtig tief in die Themen rein, fragen Leute super viele Sachen und dann merkst du schon, sind die Leute logged in auf ihrem Thema, haben die richtig Ahnung, denken die darüber nach wie wir und da merkst du eigentlich am meisten, passt das von deinem Arbeitsanspruch? Dann natürlich Energie und Arbeitsmoral ist natürlich auch super wichtig, gerade in unserer Umgebung, wo wir einfach super viel arbeiten, brauchen wir schon Leute, die auch Bock haben, so durchzuziehen und ich glaube, das testet man am besten, wenn man Leute fragt,
[01:08:47] hey, erzähl mir mal von einer Zeit, wo du irgendwie sehr viel arbeiten musstest und dann, wie die Leute darüber reden, ist super relevant. Also sagen sie dann so mit so einem Lächelungsgesicht, ich hatte so Bock, wir hatten diese Deadline als Team, gehasstelt, so war mega nice oder sagen die sowas wie, ja, mein Boss hat mich mal so gepusht und ich war mega anstrengend und gar keinen Bock und so und wie die Leute darüber sprechen, ist ein super hoher Indikator dafür, wie viel Bock sie auch auf so ein Thema und auch so ein Space und auf so eine Pace haben. Wie kommunizierst du dieses Nein-Nein-Ticks-Thema im Sinne von, ja, wir sitzen ja schon am Samstag mal im Büro,
[01:09:17] sagst du das, wie schaffst du Expectation Management? Ja, du musst halt super klar sein, ich glaube, das habe ich auch gelernt im Sinne von, du musst die Erwartungen wirklich sehr genau beschreiben, ich habe darauf Bock oder habe darauf keinen Bock. Das ist eigentlich auch das Beste, dass du immer das Self-Selection so hast und was ich echt vermeiden muss, dass die Leute reinkommen und dann überrascht sind davon, wie viel sie arbeiten. Naja, okay. Ich habe doch, du hast auch mal so LAN-Partys veranstaltet. Ja. War das ein Hiring-Move? Absoluter Hiring-Move. Ja, absoluter Hiring-Move.
[01:09:47] Wir haben gesagt, wir wollen halt die besten Engineers in Berlin irgendwie auf uns aufmachen und haben gesagt so. Was machen die? Zocken. Genau, zocken. Das passt ja auch zu mir, ich bin ja auch vor der Gamer Ich habe tatsächlich, danach war ich abzu mal da, das war am Level Berlin. Weiß nicht, ob du das kennst, das ist so eine riesen... am Alex ist doch... Genau, das ist Chapman Charly. Ah, Chapman Charly, genau. Ich bin immer vorbeigelaufen. Mega geil. Also es ist einfach so eine riesen, wenn du so einen 10-jährigen Jungen nimmst, was so seine Traumwelt ist. Das ist einfach so die Traumwelt, dass da Arcade-Games, so AR-Games, VR-Games,
[01:10:17] dann hast du so unten so eine riesen LAN-Area mit so Rows und Rows an so PCs, wo dann so LED-Licht ist, kannst du in einer Bar, kannst du Cocktails trinken und so, ist mega. Oh, dann müssen wir mal ein Fauna-Mode-Event machen. Wirklich, ich kann einen Momenten-Turm machen zu Dorian, der ist ein mega, mega geiler Space und ich war da schon vorher mal und es hat mir auch mega Bock gemacht, da zu sein. Es war mega cool, mit den anderen da zu zocken. Und da bist du rein und habt ihr dann 100 Leute eingeladen oder wie sieht so ein Event dann aus? Ja, mit dem ganzen Space gemietet, war auch echt mega teuer, aber hat mega viel Spaß gemacht und haben dann auf LinkedIn... Was konntest du das? Ah, will ich jetzt nicht sagen. Okay.
[01:10:46] Aber weniger als die Plakatkampagne. Ja. Aber nicht viel weniger. Und genau, haben dann den ganzen Space gemietet und auf LinkedIn so die besten Leute ausgesucht mit so, hey, okay, die Person irgendwie da und da, bla bla bla. Haben alle Leute eingeladen, waren echt über 100 Leute da und die Resonanz war mega cool. Das hat mir mega Spaß gemacht auch. Das war richtig, richtig lustig. Und kannst du tracken, darüber haben Leute bei euch angefangen, darüber haben sich Leute beworben? Ja, Wir haben viele Bewerber darüber bekommen, die auch einfach da vor Ort waren und dann auch nochmal das Team kennengelernt haben und dann meinten so, hey, ich habe immer überlegt, die doch ich bewerbe,
[01:11:16] jetzt habe ich das Team kennengelernt und alle mega nett und so. Ja, das ist ja auch so, im Autohaus machst du eine Probefahrt. Voll. So und beim Job, wie machst du das? Also du gehst da auch rein und auch das 60 Minuten Interview aus Sicht des Kandidaten oder der Kandidatin ist ja auch nicht so aussagekräftig. Aber mal ein Wochenende oder ein Abend oder mal auf einer Party zu sein, hat ja viel mehr Informationen auch für die Person, die sich bewirbt. Vor allem, wenn es gerade darum geht, hey, wie ist der Weit zwischendurch? Ich glaube, dann auf jeden 100 Prozent. Und ich glaube, weil du auch über dieses Kostenthema nochmal geredet hast, ich glaube, das ist auch wieder so ein deutsches Thema, dass man immer fragt, hey, was kostet das?
[01:11:47] wenn du sagst, hey, das ist mein Nummer eins Problem, dann ist fast jedes Geld, was du investierst, um das zu lösen, das Geld wert. Also wir haben bei uns gesagt, hey, Hiring ist gerade Nummer eins Thema, wir müssen die besten Leute finden, das ist gerade unser Nummer eins Problem und dann alles, was du tun kannst, um dieses Problem zu lösen, ist eine gute Investition, meiner Meinung nach. Wenn das Thema ist, hey, wie produziere ich Wachstum? Dann hast du ein anderes Thema, dann musst du da irgendwie Geld investieren, aber ich würde schon immer, glaube ich, mit so Kosten super aggressiv umgehen, wenn es da reingeht, in das, was am greifsten gebraucht wird gerade. Was ist dein Learning
[01:12:16] zu Product Management? Du hast erzählt, das hättest du gerne anders gemacht von Anfang an? Ja, ich glaube, es gibt viele coole Companies, die gerade so einfach gar keine PMs heiern. Gar keine Produktmanager heiern? Gar keine Produktmanager heiern, danke dir. Und das war auf jeden Fall für uns ein absoluter Fehler, es hat gar nicht funktioniert und ich glaube, es liegt einfach daran, dass es gibt Produkte, die sind relativ self-explanatory, sowas wie so eine Notion oder eine Linear, wo gerade die Engineers auch selber so die User von diesen Produkten sind und dann selber checken, okay, das ist gerade nicht geil, das kann ich fixen oder dann brauchen die nur so eine Headline-Description von dem Problem und dann können die daran arbeiten
[01:12:46] und unser Space ist echt komplexer, also so unsere Engineers sind nicht die Nutzer der Plattformen. Die sind Marketing-Teams. Sind SEO-Professionals, wirklich so diepe Expertise in einem Space und das kriegst du nicht so einfach dann zu den Engineers übertragen und von daher braucht man dieses Zwischenlayer einfach und ich habe mich da echt blenden lassen, Anführungszeichen, von so dem, was so cool ist und ich glaube, das ist ein ganz typischer, wir haben eben über Dash Zero geredet und Dash Zero hat ja noch einen anderen Wettbewerber in Berlin gehabt, der jetzt ja verkauft wurde. Ah ja? Wusste ich gar nicht.
[01:13:15] Langfuse gibt es auch noch in dem Space. Ah ja, okay, auch in diesen, ah stimmt, die wurden verkauft an Klickhaus. Klickhaus, Klickhaus, Klickhaus. Irgendwas mit Klick, ja. Das ist auch ein Datenmarkt, den benutzen wir sogar. Und ich glaube, da habe ich schon einen ähnlichen Vibe wahrgenommen mit so, das ist so sehr so CDTM, YCPilt, Revenue per Employee, wir heilen nur Engineers. Ich habe damals bei der Seed auf beide Career Pages geguckt und ich wusste damals schon, wer von den beiden gewinnt, weil du hast bei Dash Zero gesehen, 30 Job Openings, die Hälfte davon zählt. So dann hast du bei Langfuse geguckt, sechs Openings, alles Engineering.
[01:13:46] Und die KPI, die die getrackt haben, war, wie viele Downloads sie hatten. So auf ihr, auf ihr SDK Produkt. Und jetzt ohne die Company basht zu wollen, mega geiles Produkt, auch richtig krasses Team, ich glaube, die sind technisch alle extrem, extrem krass und auch, glaube ich, mega geiler Exit für die. War mir dann schon klar, so okay, die tracken irgendwie so Beauty Metrics, so Downloads, etc. und teilen nicht mal Sales, das wird keine große Company werden. Das war meine Meinung damals, Hot Take, aber das war meine Meinung damals und ich glaube, wenn du so Dash Zero siehst, die skalieren einfach brutal über alles hinweg
[01:14:14] und dann die scheißen halt darauf, ob das cool ist oder nicht viele Leute zu haben. Da geht es einfach um Effektivität und ich glaube, das habe ich auch falsch gemacht. Wie würdest du Sales neu aufbauen, wenn du vom Zero starten würdest? Ich glaube, wir hätten viel schneller in Hell of Sales heilen müssen. Daniel macht gerade noch viel zu viel, also ist einfach viel zu deep in den Operations drin. Denk hoch vorne. Genau, viel zu viel zu viel, also richtig katastrophal viel und ich glaube, da hätten wir viel schneller umschalten müssen, auch eben, wenn so hey, du brauchst irgendwann auch eine Layer, das Leute managt und einfach operative Arbeit von dir weghält als Gründer. Okay, okay.
[01:14:43] Und die Gefahr ist auf der anderen Seite von Anfang an Manager zu hirn, so die noch gar nichts zu managen haben. Dann haben die ganz viel Erfahrung, die sie mitbringen, aber müssen sie selber am Anfang auch verkaufen. Ja, das hält sich auch so ein bisschen in so ein durchgespielter Bereich. Es gibt irgendwie so ein bisschen so die Outreach-Strategie und dann gibt es irgendwie so, hey, wie macht man eigentlich einen Closing-Prozess? Was ist irgendwie so Quote-to-Cash? Was ist irgendwie, wie macht man irgendwie Territory-Split oder so Kundensegmentierung? Wie funktioniert eigentlich HubSpot? Wie macht man da die Prozesse gerne und so? Und wir haben uns jetzt einfach selber beigebracht, aber es war einfach total uneffektiv, das zu machen. Also da hätten wir einfach viel schneller auf jemanden vertrauen sollen,
[01:15:13] der das schon mal gemacht hat und dann eher so in die strategischen Themen ein bisschen mehr einsteigen sollen. Morin ist Peak aktuell noch nicht so gut? Genau das Thema, glaube ich. Also einfach Sachen delegieren, Prozesse schaffen. Wir haben so schnell diesen Step gemacht von drei Leute zu 55 Leute, dass wir, glaube ich, einfach da noch super viel zu lernen haben. Und vor allem bei diesem Thema Middlemanagement, ich meine auch da gibt es so diese Nvidia-Geschichten, ja ich habe 60 Direct Reports, also wahrscheinlich nicht die Sache,
[01:15:42] die man als First-Time-Founder einfach copy-and-pasten sollte auf seine Organisation, so was einfach sehr ungewöhnlich ist. Ich glaube, das funktioniert für uns gar nicht. Also ich glaube, wir brauchen auf jeden Fall diese so Zwischenlayer, um das irgendwie erfolgreich zu machen. Ich habe keine Ahnung, wer das bekommt. Absolut beeindruckend, aber ich kann mir das nicht vorstellen. Ich weiß auch nicht, wie viel da immer PR ist. Das ist halt auch eine geile Headline. Das ist halt auch catchy, diese Aussage. so was das dann wirklich in der Realität bedeutet. Wahrscheinlich sind das auch Leute mit so 30 Jahren Industrie-Erfahrung, die er da man ist. Also es sind wahrscheinlich nicht Leute, die das auch zum ersten Mal machen oder die irgendwie
[01:16:11] Mitte 20 sind oder so, sondern es ist wahrscheinlich auch irgendwie, ja. Was war für dich persönlich die härteste Phase im Aufbau von Peak? Ja, ich hatte auch letztens nochmal drüber nachgedacht. Witzig, dass wir heute sprechen. Das ist jetzt genau ein, der her. Ich war in einem IC von einem Fund und meine Mutter ist einen Tag vorher gestorben und es war super, super hart. Also wir haben, da habe ich glaube ich schon persönlich auch eine super schwere Phase durchgemacht. Also meine Mutter hatte Krebs und war dann im Krankenhaus, dann war ich viel zwischen so Berlin, Wielefeld und her immer
[01:16:40] und es war da schon sehr hart irgendwie die positive Zukunft von mir und der Company zu pitchen irgendwie mit so einem krassen Ereignis so dazwischen durch. Du wolltest hier aber keine Auszeit nehmen? Wir waren mitten im Fundraising und es war wirklich so, wir waren wirklich am Ende des Fundraising-Prozesses von der Pre-Seat runter und wir wollten irgendwie unbedingt auf das Closing auch pushen und ich glaube, das war wirklich so ein Moment in meinem Leben, wo ich war so, ey, wenn ich das jetzt nicht zu einem mache, wie geht's dann weiter? So, ich wusste, dann wird die Company scheitern,
[01:17:10] wenn wir das nicht zu einem machen und das wäre noch schlechter gewesen. Crazy Shit. Tut mir leid. Ja. Was hast du über dich gelernt in der Zeit? Ich glaube, ich habe auch super viel verdrängt in der Zeit einfach und ich versuchte mal abzudenken. Das war schon richtig schwer, aber auch, dass man durch schwierige Phasen einfach durchgehen muss und kann, wenn man keine Alternative hat. Und ich hatte einfach damals auch keine richtige Alternative. Es wäre einfach nicht gegangen,
[01:17:39] einfach aufzuhören oder nichts zu machen oder so, weil, wo wäre ich dann gewesen? Und ich wollte es einfach zu einem machen. Gibt es was, was dir in der Zeit besonders geholfen hat? Meine Freundin auf jeden Fall. Also ich glaube, so ganz alleine das durchzumachen wäre super hart gewesen und den Support dazu haben war mega, mega, mega toll. Aber auch meine beiden Co-Freundern, also Daniel und Tobi, waren mega, mega supportive und super verständnisvoll und das hat mir auch mega geholfen und auch eine Aufgabe zu haben. Also ich glaube, wenn du dann so im Leeren hängst
[01:18:08] ohne Thema, ist vielleicht auch gar nicht so geil. Weil dann, was machst du dann den ganzen Tag? Naja, also ich mache es mir da jetzt nicht an, irgendwie inhaltlich was sagen zu können, aber ich meine, was zu haben, wo man sich reinstürzen kann, kann ja auch so ein kleiner Exit sein. 100 Prozent. Und ich glaube, das ist irgendwas Gutes, aber auch was Schlechtes, weil du verdrängst, du machst dann den ganzen Tag nur noch das und dann denkst du auch nicht so richtig über Dauer nach und kannst auch nicht so richtig verarbeiten von Ereignis, aber trotzdem hat mir das auch sehr geholfen, einfach eine Aufgabe zu haben. Erzähl mal, wie du dich fühlst,
[01:18:38] du hast vorhin so ein bisschen angesprochen, wenig Geld gehabt, Hauptschulabschluss, jetzt redest du da über Millionendeals mit Leuten, die haben irgendwie in Harvard studiert. Ja, man schlumpft extrem ab, auch einfach mit diesem Geldthema, ist echt krass. Also, ich habe mich über die ersten 100k von Antler viel mehr gefreut. Megfreud. Viel mehr gefreut. Also über die 21 Millionen. Ja. Was absurd klingt, aber so, das hat viel mehr Dopaminausschuss generiert damals, so, boah Alter, 100.000 Euro. Die ersten 100.000 Euro waren so viel Geld für mich und dann irgendwann die Beträge sind, du schummst so krass ab,
[01:19:07] so schnell auch. Und vor allem mit diesen Finanzierungsfonds, du bist ja so im krassen Daily to do von irgendwie, du unterschreibst das Termsheet bis du hast Geld auf dem Konto, sind ja so sechs Wochen oder acht Wochen oder so im Zweifel. Und dann nochmal mit Einreichung, Handelsregister, dann kommt ja erst der Betrag und so. Das einfach dauert super lange und von daher, du kommst gar nicht richtig dazu zu feiern oder das so zu genießen. Ja. Man muss auch sagen, hier, ich war jetzt auch mit, wir haben über Charles vorhin gesprochen, das ist auch ein Startup in Berlin und ich habe mit dem Gründer von Charles auch letztens Essen und wir waren auch bei,
[01:19:37] da haben wir auch ein bisschen darüber gesprochen, wie man so reflektiert und ob man das überhaupt kann und so. Und dann ist mir aufgefallen so, ich glaube, man kann das erst richtig dann verarbeiten, wenn man komplett raus ist. Mal so ein halbes Jahr was anderes gemacht, aber ich glaube, du bist so krass drin in dem Thema, dass es fast gar nicht geht. Ja, das ist eine spannende Frage, und auf welcher Ebene mal diese Reflexion, macht ich neulich mit Daniel Dippold recorded, eines der faszinierendsten Gespräche, der Typ der Evoa macht und der sagt, ja, Reflexion wichtig,
[01:20:06] fünf Minuten am Tag, das reicht. Er würde es nicht nicht machen, aber das kannst du auch total overingenieren und da viel Zeit reinstecken. Ich fand, dass er das dann so geschedult kann. Der meditiert auch fünf Minuten am Tag. Aber seit er irgendwie sechs Jahre alt ist oder so, hat er mir auch erzählt. Immer fünf Minuten? Fünf Minuten. Crazy. Ja, ey, wenn das für ihn funktioniert, jeder hat seine Systeme so irgendwie. Ich glaube, bei mir ist so, diese Reflexion kommt eher, wenn ich mal wirklich einfach Ruhe habe und mal so, keine Ahnung, meinen Tag einfach in der Sauna so verbringe oder so. Das machst du doch? Also dafür ist es dann irgendwie
[01:20:36] Nee, nee, nee. Also eigentlich nicht, aber ich glaube, dann würde ich dazu kommen, dass das klappt. Ich frage mich auch, was man danach macht, also weil, ich glaube, man hat dann so eine Phase, da macht man irgendwie einen halben Tag gar nichts, aber ich glaube, ich würde einfach irgendwas Neues wieder gründen. Wenn das Tag ist, ich glaube, man hat so viel Bock, irgendwie auch an diesen Themen zu arbeiten, dass man dann trotzdem wieder in den selben Modus reinkommt. Ja, nichts zu machen, kann ja auch total deprimierend sein. Wie Tobi, mein Kofan hat einfach auch ein Jahr nichts gemacht, absolut depressed geworden. ihn richtig abgefuckt hat.
[01:21:06] Das neue Sachen, einfach gesagt, neue Sachen machen hat keinen Spaß mehr gemacht. Interessant. Ja. Interessant. Ich will wieder die Routine, ich will was bauen. Der Peter von OpenClaw genau die gleiche Story, so der OpenClaw gefunden hat. So Firma verkauft für 100 Millionen, war reich, hat dann alles gemacht, überall am Reisen, war auf jeder Party, hat seine Ayahuasca Sessions gemacht und was auch immer, schreibt dann seinen Blog drüber und meinte, also es war alles nichts, ich brauche wieder eine Aufgabe, ich muss wieder bauen. Und dann gehen seine GitHub-Kommits hoch. Geil. Und dann war ich wieder happy. Ey, mega cool.
[01:21:36] Absolut nicht relatable für die meisten Zuhörer wahrscheinlich das Gespräch gerade, aber ähm. Nee. Nee. Egal, wir haben eine gute Zeit. Ja, ja, safe. Ja. Ich finde es eh geil, dass man den Podcast wahrscheinlich auf 0,8 Geschwindigkeit hören muss. Ja, ich rede da schnell, tut mir leid. Ja, ganz schlecht angemacht. Nee, du hast einen guten Pace. Super. Man kann es auch runterdrehen, wenn es einem zu schnell ist. Stimmt. Ich probiere mal die Abkürzung zu erklären, weil ich kann die YouTube-Kommentare schon sehen, wo Leute schreiben so eine Scheiße, was heißt das alles hier, ich auch probiere,
[01:22:06] uns immer ein bisschen zu erklären. Welche Fehler siehst du andere Frauen am meisten machen? Boah, was ich im Berlin-Ökosystem krass finde, das ist wieder so dieses Kosten-Thema. Manche Startups sind super geizig. Also so zahlen echt schlechte Gehälter, dann so Team-Events, jeder zahlt das irgendwie selber und so, obwohl die so 20 Millionen rund gemacht haben. Das finde ich absolut crazy. Echt der? Ja, das gibt es tatsächlich. Das finde ich richtig, richtig crazy. Und verstehe ich gar nicht. Ich habe gar kein Verständnis dafür, warum Leute das so machen. Also das ist irgendwie Geld,
[01:22:35] was du aufnimmst, um richtig Gas zu geben und irgendwie Leute zu inzentivieren und ein gutes Gefühl zu geben und auch irgendwie, wenn du von Leuten erwartest, dass die 80 Stunden die Woche Arbeit bezahlt, die doch bitte dann wenigstens gut. Also so was, warum macht ihr das so? Andere Fehler? Oder Beobachtungen? Ich glaube, man ist halt einfach super leise im deutschen Ökosystem. Es wird auch so ein Thema mit so, hey, ich glaube, wir müssen einfach als Ökosystem lauter werden und mehr öffentlich machen und mehr coole Sachen machen und irgendwie zeigen, dass man auch geilen Schild erreichen kann. Am Standort Berlin und auch am Standort Deutschland
[01:23:05] und da gibt es ja richtig krass Erfolgsstories hier mittlerweile. Also von zum Beispiel so NNN ist ja eine Ultra-Erfolgsstory und ich glaube, da reden wir einfach zu wenig drüber. Woran liegt das, glaubst du? Ich glaube, es ist ein Kulturthema. Ich glaube, in Deutschland ist man immer so risikoawer, man hat, glaube ich, einfach auch kulturell eine Abneigung gegen reiche Eliten, die es in den USA nicht gibt. In den USA ist ja jeder immer so in Zehnern Millionär. Weißt du, noch vor sich. Ich glaube, das hast du hier gar nicht
[01:23:34] und ich glaube, das ist halt voll schade. Er ist auch negativ behaftet. Alleine so dieses Unternehmerbild. Wenn du erfolgreicher Unternehmer bist, dann musst du die Leute ausbeuten und die Kunden abzocken. Also es ist ja ganz tief drin auf dieses Misstrauen. Ist ja auch gut, ein Stück weit misstrauisch zu sein. Ist ja auch nicht alles gut, aber generell Unternehmertum zu feiern, ist ja unsere Aufgabe hier im Podcast. Also es ist ja genau die Mission, mit der ich hier antrete, die Stories positiv zu zeigen. Es ist doch geil, wenn man sowas startet und Geld raced ein bisschen was kostet. Das ist doch super. Ja.
[01:24:04] Selbst wenn die Company fällt, wir hatten eine gute Zeit. Und vielleicht haben wir uns hingekriegt, was Signifikantes zu bauen. Hoffentlich, ja. Wenn dich dein zehnjähriges Ich sehen könnte heute, wäre das komplett verwirrt oder stolz? Ich glaube, vor allem so, wenn ich über 14, 15-jähriges Ich nachdenke, da war ich einfach in so einem krass anderen Modus. Also mir ging es damals halt auch mental so schlecht einfach und ich habe immer nur gezockt und das war so das Einzige, was ich hatte. Ich glaube, ich wäre sehr stolz auf, wo ich jetzt stehe irgendwie mit meinem Leben und dass ich überhaupt so ein normales Leben einfach in Zeichen führen kann.
[01:24:34] So normal klingt es nicht, wenn du mich fragst. Genau, also auf jeden Fall normal im Vergleich zu damals. Ich hatte damals so, ich hatte so eine chronische Erkrankung und konnte nicht so schulagieren, war deswegen auch dann so am Schulabschluss abgeschlossen und habe deswegen auch so viel gezockt, weil ich einfach, ich konnte nicht rausgehen und das war schon krass und einfach, dass ich das jetzt wieder so ein normaleres Leben leben kann, ist schon einfach mega schön und ich bin echt froh darüber. Wenn du einen Brief schreiben könntest an die nächste Generation von Foundern, von Foundern, was wäre der Rat denn, du ihn mitkippst? Macht irgendwas cooles. Also macht irgendein cooles Thema. Ich habe das Gefühl, gerade in Deutschland,
[01:25:04] wir machen immer nur so langweiligen Scheiß. Also so, wenn ich jetzt die coolen Themen in Deutschland an der Hand abziehen könnte, wäre wirklich nur so drei, vier, fünf coole Companies oder so. Super viel Compliance, Procurement, Legal Tech. Boah, ich finde es mega lame. Also macht irgendwas, was Spaß macht, was Leute excited macht. So baut irgendwie, keine Ahnung, baut halt dann Rocket Chips oder macht irgendwas anderes Geiles, macht dann irgendwas, macht welche Roboter. Was würdest du machen, wenn du ein bisschen Zeit hättest, wenn du eine Company neu starten würdest? Wie würdest du da rangehen? Was würdest du dir anschauen? Ich würde wieder versuchen, einfach Nachfrage zu finden.
[01:25:34] Also wo gibt es wirklich Menschen, die mir Geld für was zahlen wollen? Ich glaube, das ist immer die größte Proxy, die es gibt. Follow the money. Genau, follow the money, absolut. Und ich glaube gerade, woran ich als Trend sehr glaube, ist die ganze AI Services Companies Layer. Also ich glaube so, die, keine Ahnung, Big Four als AI First Company neu zu bauen. Big Four als Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung. Ich probiere die Sachen zu erklären. Ja, genau. Also KPMG, PPC, EY, die Leute mit AI First Nachzumachen. Das ist glaube ich eine riesen, riesen Opportunity, weil da gibt es so viel dumme Arbeit, die gemacht wird, die du automatisieren kannst.
[01:26:04] Aber vielleicht auch eher wieder ein boring Thema. Was ist der Cool Shit? Ich glaube, da gibt es coole Themen. Ich glaube, Cool Shit ist so, ich bin halt Robots. Ich glaube, das ist richtig der Cool Shit. Das ist unglaublich richtig krass. Roboter? Ja. Ja, ich glaube, Roboter werden crazy gut. Wenn du jetzt eingekommenst, dass du diese Chinese so Backflip, Schattenboxen, Fußballspielenden Dinger schon können, das ist schon absolut krass. Die kosten nicht so viel. Die kosten nicht mehr 20k oder so. Das ist echt absurd. Wie würdest du in diesen Bereich reingehen? Es ist ja auch keine Branche, wo man wahrscheinlich so einfach reinkommt, weil es einfach gar nicht so viele Companies gibt
[01:26:33] und wahrscheinlich auch nicht so gutes First Time Founder Territorium oder vielleicht gerade doch, ich weiß es nicht. Ja, ich glaube, man muss es einfach machen. Ich glaube, es gibt gar nicht so diese krassen First Time Founder und nicht First Time Founder Dinge. Ich glaube, es ist wieder so ein Ding mit so Hey, mach das einfach. Vielleicht ist es auch so ein deutscher Limiting Belief. Auf der anderen Seite, der Guy, der, weiß ich nicht, Mitte 20 oder so. Ja, voll. Hat der Fetter Defense Company gegründet, die in 20 Milliarden aufliegen. Alex Karp hat vorher irgendwie so, jetzt meine ich, man muss den Typ jetzt nicht feiern, ich finde das auch nicht so krass, aber so, der hat vorher irgendwie so Philosophie studiert und einfach gar keine Ahnung von diesem Thema gehabt, sondern ich glaube, du musst einfach anfangen. Ja.
[01:27:03] Oder diese Super Sony Jacks Leute von irgendwie YC und die haben irgendwie, glaube ich, literally nichts mit Aviation System gehabt und dann gesagt, wir bauen den First so. Das ist so YC Company und die bauen jetzt quasi die Concorde nach, also ein Überschallflugzeug und der Typ hat in seinem LinkedIn drinstehen, irgendwie ein, zwei Stationen, er war so Sales Manager bei Groupon und dann war der Fauna von Groupon Sounding und gesagt, ich baue jetzt ein Überschallflugzeug. Wie geil, also einfach so, wie geil, weißt du was meine? So, wie nice. Also wenn du von Sales Manager bei Groupon dieses Ding bauen kannst, bei Groupon war das, ja, ultra lustig. Then you can do it anywhere. Oder?
[01:27:33] Ja. Mega, Marius. Wir haben vorhin ein Spiel gestartet und zwar hatten wir einen Gast, die Lilly, die kann richtig gute Fragen stellen. Die hat ein Buch drüber geschrieben, wie man gute Fragen stellt und ich habe gedacht, komm, wir machen jetzt mal, wir kopieren jetzt mal das Spiel von Diary for CEO und da gibt es einen Gast, der stellt eine Frage dem nächsten Gast, ohne zu wissen, wer das ist. Also die hat dir eine Frage gestellt, ohne zu wissen, wer du bist und Lilly fragt dich, was ist das Interessanteste, was du in den letzten vier Wochen gelernt hast? Boah,
[01:28:03] das ist eine richtig schwierige Frage. Richtig, richtig schwierige Frage. Tatsächlich so, ein bisschen zu unserer Thematik, wie doll wir es verkackt haben, eine geile Customer Success umgesetzt und aufzubauen und wie viel es uns gebracht hätte, wenn wir das getan hätten, weil unser Produkt ist sehr erklärungsbedürftig, der Space ist neu, wir haben super viele Fragen, wir haben die Sales Org damit sehr belastet, das ist super viel über die AEs abgefedert und hatten dafür gar kein deliziertes Personal. Die AEs und die Account Executives, das sind quasi die Vertriebler. Vielen Dank.
[01:28:34] Und jetzt merkt man, wir haben jetzt zwei Leute eingestellt dafür und du merkst dir direkt from the get go, wie gut das ist. Weil du zwei Effekte hast, die Kunden besser zu educaten, denen ein gutes Gefühl zu geben, deren Fragen zu beantworten, aber auch die AEs, die Account Executives zu entlasten, dass sie sich darauf konzentrieren können, neue Kunden ranzuholen. Genau, richtig. Und einfach das wirklich als getrennte Bereiche zu sehen mit so, hey, das ist New Biz und das ist Expansion und wieder so ein Fehler, wo man sagt, fuck, wir hätten ja schon wieder so weiter sein können, als wir gerade sind, weißt du. Das ist so ein geiles Learning. Hat man wirklich jede Woche
[01:29:03] und man denkt so, ach scheiße. Aber das ist auch das, was so viel Spaß macht, weißt du, dass du einfach jede Woche was lernst, wo du wirklich so bist, so okay, so hätte man es eigentlich machen sollen und cool und ich glaube, das ist echt das, was mir am meisten Spaß macht gerade. Und es ist ja auch diese Reflexion, die ist ja auch, die findet ja auch implizit statt in genau solchen Gesprächen und wenn man kurz nachdenkt, ah fuck, jetzt nicht irgendwie fünf Tage wie Passaner Retreat sitzt. Und ich glaube, das ist auch so geil, weil ich glaube, ich glaube, das ist bei jedem so. Also ich glaube, es hat, ich glaube, jeder Gründer geht so dadurch, dass du eigentlich das Gefühl hast,
[01:29:33] du machst die ganze Zeit so viele Fehler und du machst irgendwie so viele Learnings irgendwie auf dem Weg und dir kann auch nicht so richtig jemand helfen. Das ist irgendwie auch krass, man denkt immer so, man hat dann ja irgendwie auch Support und man hat auch Support, aber auch nur irgendwie begrenzt und du musst fast alle Entscheidungen alleine treffen und irgendwie ist das richtig cool, irgendwie ist auch sehr scary. Total. Ja. Hast du eine Frage für den nächsten Gast, ohne zu wissen, wer das ist? Wir machen was Schönes, wir fragen mal, was war das Highlight dieser Woche? Okay, das Highlight der Woche. Nice.
[01:30:03] Wo finden Leute dich online? Wer sollte sich bei dir melden? Bei mir melden jeder, der Bock auf einen richtig schnellen Wachstumscase hat mit tollen Leuten. Das sind die Leute, nach denen wir suchen und primär auf LinkedIn. Wir sind eigentlich nur auf LinkedIn, auf X jetzt ein bisschen mehr, aber Marius Meiner ist auf LinkedIn, da findet man uns. Das ist meinst du für LinkedIn, wer Bock hat auf 916 Gas geben, aber auf der anderen Seite vergütet werden mit einer richtig steilen Lernkurve, so wie ich es verstehe und einem guten sonstigen Package soll sich melden. Auf jeden Fall. Richtig geil. Danke dir. Danke, dass du da warst. Na klar.

