Ein Land voller guter Handwerker, aber schlechter Unternehmer.
Das sagt einer, der beides kennt: Matthias Aumann startete nach der Familieninsolvenz mit einem Schrott-Container und baute daraus Mission Mittelstand, eine Beratung mit 115 Mitarbeitern und 25 Millionen Verkaufsabschluss. Wir packen sein komplettes Playbook aus: seine Werte-Gleichung für Pauschalpreise, Nischen wie Baustromkästen und ein Werbebudget von 400.000 Euro pro Monat.
00:00 - Trailer & Intro
01:05 - „Identität von heute ist das Gefängnis von morgen": Warum Aumann sich im Jahr 2030 sieht
12:20 - Vom Gärtner zum schnellstwachsenden Galabau Deutschlands
30:20 - Vom Schrott-Container zur Nische: Warum weniger Produkte mehr Umsatz bringen
39:10 - Die Werte-Gleichung: Gartenpflege im Abo statt Zeit gegen Geld
52:10 - 24.000 Euro pro Programm, 115 Mitarbeiter: Die Mechanik hinter Mission Mittelstand
1:06:00 - Matcha-Latte-Spinner und 400.000 Euro Ad-Spend: Abrechnung mit der Coaching-Branche
1:21:30 - Zwölf Beerdigungen und eine Hausdurchsuchung: Aumanns dunkelste Momente
1:35:14 - Meisterhalle, Altar, Kreissaal: Die Vollgas-Jahre und der AG-Trick ohne Startkapital
1:48:55 - Necker Island, ein Marmeladenglas und die nächste Firma
Matthias Aumanns Links:
💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/matthias-aumann
💻 Mission Mittelstand: https://www.matthias-aumann.de/
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[00:00:00] Wir haben ein Land voller gute Handwerker, aber schlechter Unternehmer. Der Tischler ist gut im Tische bauen, aber mit steigendem Wachstum merkt er gerade, ich kann nicht nur noch mehr Tische bauen, ich muss mich jetzt um die anderen Sachen kümmern. Ich muss ein Unternehmen bauen. Systeme, Mitarbeiter führen, Marketing und das haben wir leider nirgendwo gelernt. Wenn du morgen ein neues Dienstleistungs-Business starten müsstest, 0 Euro Kapital, wo mit dir zu starten? Gartenpflege. Du darfst in der Gartenpflege, und das sind mahnende Worte, aber in alle Dienstleistungen nie Zeit gegen Geld abrechnen. Was ist der Trick? F*** Preise.
[00:00:29] Es geht immer nur um Bedürfnisse, mehr nicht. Warum hat die Coaching- und Beratungsbranche manchmal einen schlechten Ruf? Weil es da so viele Scharlatane gibt, die noch nie eine müde Mark Umsatz gemacht haben, die aber zeigen wollen, wie baut man ein Unternehmen auf. Matcha, Latte, Saufhinde, Work from anywhere, Spinner. Das Geschäftsmodell von heute wird in einigen Jahren, so wie ich jetzt gerade arbeite, überholt sein. Und ich weiß es. Ich erschaffe gerade ein komplett neues Spielfeld.
[00:00:57] Ich setze jetzt die Schienen, wo später meine Züge drauf fahren werden. Matthias, du hast geschrieben, die Identität von heute ist das Gefängnis von morgen. Warum? Exakt. Ja, also viele wollen immer positive Denkweisen haben. Und die Bücher sind ja auch voll davon. Positive Denkweise, du musst an dich selber glauben.
[00:01:22] Aber viele verstehen nicht, dass man immer wieder auf den Standard der eigenen Identität zurückfällt. Und das ist wie eine Kybernetik. Also wenn Maschinen vernünftig miteinander harmonieren, das ist ja auch eine Kybernetik. Und das Selbstbild und das positive Denken, das muss ineinander passen. Und dann kann man sich auch erst selber stark verändern.
[00:01:43] Und deswegen sage ich, wenn du dein Selbstbild nicht veränderst, und das geht nur durch Erfahrung, das geht nicht durch positive Denksprüche, sondern nur durch Erfahrung, das muss man erleben, dann wirst du niemals ein höheres Ziel erreichen, als du von dir selber in deinem Selbstbild hast. Und deswegen stimmt der Satz, dein Selbstbild von heute oder die Identität von heute ist das Gefängnis von morgen. Und deswegen, viele haben ein Identitätsproblem.
[00:02:12] Wenn dich jemand fragt, der dich noch gar nicht kennt, wie ist deine Identität gerade? Wer bist du? Also ich sehe mich im Jahr 2030. Okay, okay. Du musst dazu sagen, wir rekorden in 2026. Du lebst in der Zukunft? Ja, also von meinem Selbstbild her ja. Weil ich muss mir selber die Brücke bauen, um bessere, größere Ergebnisse in meiner äußeren Welt, also in meinem Leben zu erzielen. Und deswegen muss ich an meinem Selbstbild arbeiten.
[00:02:40] Ich habe viele Dinge erreicht, die ich mir früher vorgenommen habe. Mitarbeiter, Umsätze, Firmen, meine Familie. Aber ich bin auf diesem Plateau gerade. Und man könnte sagen, ist das nicht genug? Ja, doch. Aber ich will ja wissen, wie weit kann ich kommen? Und dieses Plateau habe ich jetzt seit einigen Jahren. Und ich habe mir die Frage gestellt, warum komme ich da nicht raus?
[00:03:06] Warum schaffe ich nicht den nächsten Riesengap, also so einen richtigen Sprung nach oben? Wie würde der aussehen? Vielleicht, also wir können es mal plakativ, das ist so eine Messgröße, wir können auch vom Umsatz sprechen. Also warum schaffen wir es nicht, die Firmen drastisch größer zu skalieren? Weil ich würde sagen, ich müsste eine neue Person werden dafür. Also das war jetzt meine Antwort.
[00:03:32] Und deswegen sage ich, okay, wie muss die Person denn aussehen, die diese Umsätze, vielleicht sagen wir mal eine Verdopplung oder reden wir einfach mal jetzt, ist plakativ, ja 100 Millionen Euro Firma. Habe ich nicht. Wo stehst du gerade? Wir haben letztes Jahr 25 Millionen Verkaufsabschluss gehabt. Und also mit der Mission Mittelstand, mit der Oman Grün AG, sind wir knapp in der 7 gewesen. Und jetzt sind da noch neue Firmen dazugekommen. Eine Fitnessfirma, Fitness ist eine Chefsache.
[00:04:00] Da haben wir auch eine Millionen Verkaufsabschluss letztes Jahr, ein Rumpfgeschäftsjahr erzielt, in wenigen Monaten. Also wir sind so... Solides Business. Glückwunsch. Können Sie auch sagen, das Plateau ist doch ganz angenehm, ist doch super. Ist doch angenehm. Ja klar. Aber Leben ist Entwicklung und Entwicklung ist an Zielen wachsen zu dürfen. Ich glaube nicht, der wahre Wert ist sich, dass es materialisiert. Ah, jetzt hat er noch mehr Umsätze, das ist nicht der wahre Wert.
[00:04:30] Der wahre Wert ist, dass ich eine andere Person geworden bin. Wie muss der Matthias 2030 aussehen, der 100 Millionen Umsatz machen kann? Was ist der Unterschied zu Matthias heute? Ich muss noch mehr der Architekt des Business werden. Der Architekt vom Business. Also ich erschaffe gerade ein komplett neues Spielfeld, wo ich mich noch nicht auskenne. ein Spielfeld, wo ich in einigen Jahren mich sehe, meine Firmen sehe. Das ist Software, das ist KI-Lösung etc.
[00:04:58] Und das Geschäftsmodell von heute wird in einigen Jahren, so wie ich jetzt gerade arbeite, überholt sein. Das ist eine logische Konsequenz durch die Digitalisierung, durch die KI. Das bedeutet, wir haben ja Beratung, ist mein Hauptgeschäft, die Messie und Mittelstand. Da haben wir über 20 Berater. Und das ist alles super. Also wir sind 115-köpfiges Team, aber über 20 Berater, die dann sich um unsere Kunden wirklich kümmern. Und das ist alles super. Aber ich kann die Augen da ja von nicht verschließen,
[00:05:25] vor dass in einigen Jahren dieses Geschäftsmodell durch KI überholt sein wird. Das heißt, ich baue jetzt gerade neue Geschäftsfelder auf. Ich baue jetzt gerade ein komplett neues Spielfeld, die andere noch gar nicht sehen und nicht haben. Und deswegen muss ich eine andere Person werden. Weil die Person heute, die ich jetzt gerade bin, die ist auf diesem Terror wirklich gut. Aber da bin ich ja wirklich gut drauf. Das spiele ich, das beherrsche ich, da sind wir so wirklich gigantisch drin.
[00:05:53] Aber diese Leiter, die mich auf dieses Haus gebracht hat, wo ich jetzt gerade bin, mein Plateau, wird mir nicht auf das nächste Hochhaus bringen. Ich muss mir eine neue Leiter bauen. Nennen wir es jetzt die Identität und die neue Leiter. Und das ist die Version Matthias Aumann 2030. So, und die muss anders denken, anders handeln, anders agieren. Weil sonst werde ich es nicht haben. Weil die Erfolge, die ich jetzt habe, sind ja nur Spiegelbild der inneren Welt. Und das ist für den einen hart oder für den anderen schön. Weil Materie folgt dem Geist.
[00:06:22] Buddha, 2000 Jahre altes Wissen. Ja, alles gründet und existiert nur auf eins, unseren Gedanken. Und du hast es schon mal durchlaufen, so eine Transformation. Mehrfach. Du hast es schon gestartet. Mehrfach, ja. Im Handwerksbereich. So, hast du ein Galabauunternehmen, Gartenbauunternehmen gegründet. Im jungen Jahr, 23 hast du angefangen. Aus einer Familieninsolvenz heraus. Ja. Du hast familiär quasi erlebt, wie sowas auch schief gehen kann. Hast quasi aus der Asche des Familienunternehmens eine neue Firma gestartet. 80 Stunden Wochen gearbeitet. Chaos, Zettelwirtschaft.
[00:06:51] Viele Unternehmer und Unternehmerinnen kennen das. Und du hast dich freigeschwommen. Hast Systeme geschaffen. Hast es hingekriegt, den Laden zu strukturieren, sodass du die Möglichkeit hattest, es anderen beizubringen. Und das ist Mission Mittelstand geworden. Genau. Also die erste Identität war Gärtner Matthias. Die zweite Identität war der interne Berufswechsel vom Gärtner zum Unternehmer Matthias. Aber trotzdem noch Gärtner-Landschaftsbau. Und da habe ich aber auch einen internen Berufswechsel gehabt. Also das bedeutet schon auch einen Identitätwechsel.
[00:07:21] Weil du musst ja dich loslösen von dem, was dich gerade ausmacht. Mir hast du das gemacht. Gerade für einen Unternehmer ist ja viel der Identität gekoppelt an die Firma. Also Leute sagen, ja der Matthias, der ist Gärtner. Ja. Ego weglassen. Also nur so können wir, also wenn wir Ego weglassen, lassen wir andere Menschen erwachsen. Was bedeutet das? Der wahre Wert von einer guten Führung ist es, andere Menschen groß zu machen. Dass sie diesen Job, den du gerade hast, besser ausführen als du.
[00:07:49] Damit du dich davon entkoppeln kannst, um die nächste Ebene gehen zu dürfen. Wenn du selber immer der Beste bist, dann bist du auch gleichzeitig der Flaschenhals der Organisation. Ja, absolut. Und wie mache ich das? Also Ego loslassen. Ich sehe zu, dass ich mich zurücknehme und sage, okay, ich bin jetzt der Trainer aus meiner Mannschaft und ich bin nicht mehr der Spieler. Und welcher Spieler aus meiner Mannschaft kann denn meinen Job, den ich jetzt gerade mache, Beispiel, ich rede jetzt von Matthias 2013, Baustelle besser machen.
[00:08:18] Also habe ich mir Vorarbeiter gesucht. Irgendwann habe ich gemerkt, ich schaffe nicht, gleichzeitig Vorarbeiter zu sein und mehrere Vorarbeiter zu managen. Also habe ich gesagt, ich muss diesen internen Berufswechsel haben. Ich muss Manager werden. Ja, also Bauleitung. Das war der erste Wechsel. Das heißt, okay, uff, das war was ganz anderes. Auf einmal war ich nicht mehr Baustelle, sondern ich war Büro.
[00:08:40] Und ich musste wieder meine Gedanken, okay, jetzt geht's, Kalkulation habe ich vorher auch gemacht, aber jetzt nur Bauleitung, Management, deeskalierende Kommunikation mit Kunden und sowas. Also nur das. Ganz neue Werkzeugkasten an Fähigkeiten, die du baust. Ja, und dann musst du aber auch da wieder raus, weil sonst bist du ja immer noch im Tagesgeschäft. Der nächste interne Berufswechsel ist, du brauchst mehrere Bauleiter, die nächste Ebene aufbauen. So Reinhold Wirt würde sagen, mittleres Management, damit du der Unternehmer werden kannst.
[00:09:09] Sondern der Unternehmer arbeitet wirklich ja strategisch an der Firma und guckt aus der Vogelperspektive oder der Perspektive eines Dritten obendrauf und überlegt, wo muss welcher Spieler am besten positioniert werden. Man könnte sagen, eine Symphonie der Effizienz, die Zahnräder aneinander greifen, damit es harmonisch gut läuft. Also eine Effektivität da ist, Profitabilität. Und dann hat man auch erst ein Unternehmen.
[00:09:33] Und da, was ich jetzt gerade so salopp in wenigen Sätzen sage, war ein Prozess von vier bis fünf Jahre. Also ich war 2012 gestartet und ich war der Unternehmer im Jahr 2017. Da bin ich dann auch aus dem operativen Tagesgeschäft auch schon direkt raus. Hast du dann einfach gesagt, ich bin nicht mehr da? Ihr müsst selber die Probleme lösen. Das war ein Riesenprozess.
[00:09:55] Wieder der Identitätswechsel, weil die Identität von uns Unternehmern ist ja oft so, alles was uns ausmacht ist nur die Firma. Das ist ja kompletter Bullshit. Dann ist ja aber auch irgendwie geil diese Probleme zu lösen. Weißt du, dann kommt jemand und sagt, hier ist ein Problem, ich kann es nicht lösen. Dann springst du rein und sagst, jetzt kommt der Superman, ich habe die Lösung. Das gibt einem ja auch kurz zum Kick. Ja, wir ziehen uns alle Bedeutung genau da raus. Ich bin der Unternehmer. Ich schaffe Arbeitsplätze. Das ist mein Auto. So, das ist ja all das, was einen ausmacht.
[00:10:25] Und diesen Ast dann abzusägen und sagen, ich gehe da auch raus und baue etwas Neues auf. Und das war dann ja wieder ein neues Spielfeld. Das war auf einmal digitale Unternehmensberatung. Was ist in Venice Beach passiert? In Venice Beach, da habe ich mich hingesetzt. Und das war 2017, 18 und habe eine Woche lang gefühlt nur ein Journal gefüllt. Ein leeres Journal. Und Gedanken auf Papier gebracht. Und da ist die Mission Mittelstand entstanden.
[00:10:54] Und das heißt, dein konkreter Tipp, da sagst du Ego loslassen. Verständlich. Andere groß werden lassen dadurch. Andere groß werden lassen dadurch. Dass man selber rauskommt. Ja, es ist so eine Sache, die leicht gesagt ist und uns schwer getan im Alltag. Aber einer deiner Wege war, dich hinzusetzen, eine Woche aus dem Unternehmen rauszugehen. Physisch in die USA zu gehen in dem Fall. Ja. Und Tagebuch zu schreiben quasi. Ja. Journaling. Du musst dafür nicht in die USA fahren. Aber ich mache das nach wie vor.
[00:11:24] Ich war letztes Jahr ein paar Tage alleine hier auf Mallorca am Proenza. Ich fahre immer wieder hier und da weg. Warum? Abstand. Abstand bringt Klarheit. Räumlicher Abstand. Ja. Bringt die Klarheit. Und du guckst einfach aus der Ferne anders auf. Deutschland auf. Die Firma auf. Die Mitarbeiter auf. Deine Umstände. Und diese Klarheit bringt vielleicht eine andere Perspektive. Ja. Und das ist ein Instrument. Ja, definitiv.
[00:11:50] Ein Instrument, was ich heute immer noch mache, um einen neuen Perspektivwechsel zu bekommen. Paradigmenwechsel. Mhm. Und das machst du in dem Fall mit dir selber aus? Da bist du alleine? Ja. Klar. Alleine. Und das ist auch wichtig. Wir suchen ja die ganze Zeit. Viele können ja nicht mal im Fahrstuhl fahren, ohne. Ohne aufs Handy zu schauen. Ohne aufs Handy zu schauen. Ohne sich abzulenken. Ohne sich abzulenken. Die Rolltreppe. Handy sofort. Egal wo. So. Und das ist wirklich, sich mit solchen eigenen Gedanken auseinanderzusetzen, schwierig. Das ist auch harte Arbeit.
[00:12:21] Und das habe ich damals gemacht. Da ist dann die Mission Mittelstand entstanden. Und also erstmal nur gedanklich als Wort. Und die Idee war schon da. Also ich bin sogar da auch mit der Firma schon gestartet. Die hieß damals Company Best Verlag. Nach der Augenmerin Grünerge habe ich eine Firma gegründet, die hieß Company Best Verlag. Und warum Verlag? Weil ich ein Buch darüber geschrieben habe, 2016, mit Schulklug, sondern Straßenschlau hieß das.
[00:12:50] Wie ich meine Firma, den Garten und Landschaftbau, in fünf Jahren aufgebaut habe und zum geführt habe. Zum heißt, ich war das schnellstwachsende Unternehmen mit in Deutschland. Damals 2017. Mit Rasenmähen, Heckenschneid und Unkrautjäten. Ich hatte round about 50 Mitarbeiter aufgebaut. Die Firma hat ohne mich funktioniert. Und 50 Mitarbeiter in fünf Jahren. Alle über Social Media, wo keiner Social Media genutzt hat eigentlich. So für Recruiting damals. Hat ja keiner. Da hieß es auf der Party, Facebook Me.
[00:13:20] Also keine Handynummern, sondern bis auf Facebook. So 2012, 2013, 2014. Und ich habe das einfach missbraucht fürs Recruiting. Und hast du damals schon Ads geschaltet oder Leute einfach kontaktiert oder was war der Weg? Der Funnel damals. Also richtig Ads, nicht wie heute. Aber so primitive Ads, Beitrag bewerben Button. Also ich weiß gar nicht, ob es den heute noch gibt. Ich glaube ja. Wahrscheinlich. Ich glaube, war denn Instagram wahrscheinlich mehr dann. Beitrag bewerben Button. Und ich habe einfach Recruiting gemacht.
[00:13:48] Und das habe ich alles dann ins Buch hineingeschrieben. Nicht schuldklug, sondern straßenschlau. Um da kurz den Bogen wiederzukriegen. Und da war 2016 Company Best. Und 2017 war ich eine Woche in Venice Beach. Und dort habe ich dann so ein Journal, Gedanken, Papier. Wie ich damals, genau wie ich heute gerade gesagt habe. Das habe ich jetzt auf den Malediven gemacht. Genau das Gleiche. Deswegen, ich rede ja von Matthias 2030.
[00:14:16] So habe ich damals, da war 2016, 2017 in Venice Beach, 2018. Die Zukunft auf Papier gebracht. Und so ist da die Mission Mittelstand, neues Geschäftskonzept und so weiter entstanden. Und hast du wirklich gesagt, ich will eine neue Firma gründen. Ich will nicht mehr Matthias der Gärtner sein. Das ist Matthias 1.0, sondern Matthias 2.0 bringt anderen bei, ihre Unternehmen aufs nächste Level zu bringen. Exakt, genau. Ich habe einfach gesagt, hey, ich baue eine Unternehmensberatung.
[00:14:42] Und die ist aber auch nur entstanden, weil ich die Nachfrage gespürt habe. Wie hast du die gespürt damals? Der erste Partnerbetrieb, also das war damals einfach, war doch kein Partnerbetrieb, war ein Bremer Baumdienst. So hieß die Firma, heißt die Firma heute immer noch. Der Maximilian Salzhardt, der musste von heute auf morgen das elterliche Unternehmen übernehmen. Es gab einen Todesfall. und der hatte nur eine Lederklatte, sonst hatten die wenig Systeme und Strukturen.
[00:15:08] Und ich glaube, die hatten zehn Mitarbeiter around about oder acht, sieben Mitarbeiter, ich weiß es nicht mehr. Und der hat mich einfach angeschrieben, hat gefragt, hey, ich kenne dich von Facebook. Du machst ja die gesamte Werbung da und kannst mir helfen. Ich muss hier die Firma übernehmen. Und dann habe ich gesagt, ja, komm doch mal vorbei. Und dann habe ich ihm einfach so erklärt, wie ich da rangehe. Wie ich das System beschaffe, wie ich die Mitarbeiter habe, wie ich Marketing und so weiter. So und das System hat unheimlich gefruchtet bei ihm. Und für mich war es fast nichts wert.
[00:15:35] Weil ich habe gedacht, muss doch jeder wissen. Aber ich habe gar nicht die gesamten Pfeile gesehen, die bei mir im Rücken steckten schon. Ja, von Vielschlägen, Blutschweiß, Tränennächten, Dinge, die nicht geklappt hat. Ich habe mir das ja irgendwie hart autodidakt, arbeitet alles. Und du denkst immer, ja gut, das ist ja normal. Aber es war nicht normal. Und da habe ich den wahren Wert von diesem Wissen erkannt. Und so kommen immer mehr Handwerker. Und so habe ich gesagt, okay, ich schreibe erst mal ein Buch darüber.
[00:16:05] Dann jeder, der mich fragt, den checke ich einfach das Buch. So ist dann nicht schulklug, sondern straßenschlau entstanden. Und deswegen auch ein Verlag, weil keiner wollte das Buch drucken. Da habe ich einen eigenen Verlag gegründet. Der Company Best Verlag. So und long story short, so ist daraus dann nachgelagert die Mission Mittelstand entstanden, wo es größer wurde. Und wenn du sagst Beratung, was kaufen die Unternehmen heute? Beratung ist ja breit so, das geht von McKinsey und da kommt jemand und baut Folien bis hin zu ich bringe dir irgendwie bei, im Abschluss besser zu werden. Das ist ein breites Feld sozusagen.
[00:16:34] Was genau bedeutet Beratung in eurem Kontext? Beratung, also wir arbeiten primär deutscher Mittelstand, viel Handwerk, aber über 50 verschiedene Branchen. Und die größten Pain Points, also Schmerzpunkte sind immer Mitarbeiter, Systeme, Marketing. Jetzt kommt KI, Digitalisierung dazu und auch Verkauf, weil die Deutschen sitzen nicht mehr so locker auf ihren Geldbeutel.
[00:17:01] Deswegen bauen wir gerade ein ultimatives Vertriebstraining für den deutschen Mittelstand auf, dass wir einfach die eigenen Wirtschaftszyklen für unsere Partnerbetriebe formen können. Ich sage, die großen Wirtschaftszyklen, die werden durch gute Verkäufer gemacht. Also positive. Ja, total. Und früher war es, ich meine, wir kennen alle die Zeiten, wo du froh warst, einen Handwerker zu bekommen für irgendwas. Ja. Er sagt, das ist gut, ich kann mir die Kunden aussuchen. So in vielen Fällen ist es heute nicht so. Und gleichzeitig sind viele im Handwerk ja nicht die ausgebildeten Verkäufer oder haben darin einen Background,
[00:17:31] sondern die kommen aus dem Handwerk. Wir haben ein Land voller gute Handwerker, aber schlechter Unternehmer. Mhm. Also der Tischler ist gut in Tische bauen und dann baut er die Tische mit der Begeisterung. Diese Begeisterung, die steckt er in die Produkte, in die Arbeit. Die Kunden merken das. Der findet seine ersten Mitarbeiter und er ist ganze Zeit dabei und so geht das Konzept auf. Ja. Aber mit steigendem Wachstum, mit steigender Arbeit merkt er gerade, ich kann nicht nur noch mehr Tische bauen,
[00:17:59] ich muss mich jetzt um die anderen Sachen kümmern. Ich muss ein Unternehmen bauen. Systeme, Mitarbeiter führen, Marketing und das haben wir leider nirgendwo gelernt. Es gibt auch keine Ausbildung. Ja, wie lernst du Unternehmertum, indem du es machst? Ich meine, du kannst ja auch nicht studieren. So was wäre der Studiengang. BWL ist es auf jeden Fall nicht. Es gibt ein paar Unis, die Entrepreneurship anbieten, aber auch, das ist ja meistens zu theoretisch. Ich meine, die meisten Unternehmer, die wir kennen, die haben es im Job gelernt. Ja. Und von anderen. Genau. Und bei uns geht es eigentlich primär mal darum, Unternehmertum.
[00:18:30] Wenn ich das auf der Metaebene betrachte, würde ich sagen, von der Selbstständigkeit hin zum Unternehmen. Was ist ein Unterschied für dich? Ja, selbstständig, sagt das Wort ja schon. Selbst und ständig. Ich bin Gefangener in meinem eigenen Unternehmen. Also im ersten sind wir frei und im zweiten sind wir Knechte. Das ist verrückt. Du gründest ein Unternehmen und denkst, ja, ich will mir die Freiheit erarbeiten. Und dann merkst du, scheiße, ich habe mir eigentlich ein goldenes Gefängnis gebaut, weil den ganzen Tag wollen Kunden irgendwas beschweren, sich Mitarbeiter sind unzufrieden, das Geld geht aus, die Bank ruft an. Also hat der jeder schon mal erlebt.
[00:18:59] Und denkst, okay, das hat ja mit Freiheit weniger zu tun, als ich gedacht habe. Der Traum wird schnell zum Albtraum. So, weil es fehlt halt oft an Strukturen. Also eine reine Faktenlage. Acht von zehn Unternehmen, acht von zehn, nach der Gründung in den ersten fünf Jahren scheitern in der Insolvenz. Also zehn gehen zum Amt, acht davon scheitern in den ersten fünf Jahren in die Insolvenz.
[00:19:28] Naja, wusste gar nicht, dass das so eine hohe Quote ist. Siehst du schon, redest du die Stimmung gerade im Mittelstand und im Handwerk? Oder ist das ein gutes Barometer? Ja, ich glaube, es gibt wenige Menschen, die so viele Einblicke haben. Das ist mein Vorrecht vielleicht, weil wir mit so vielen tausenden Menschen arbeiten. Also jetzt am Wochenende kommen alleine 150 hier zum Event hin, zu mir. Ist angespannt. Angespannt. Angespannt, aber dennoch positiv. Warum? Warum? Weil Handwerker hat halt ultragoldenen Boden.
[00:19:58] Es ist ja, also ich kenne auch mehr Handwerker mit 9-11er als BWL-Studenten. Das glaube ich. Ja, Fakt. So, ich kenne aber auch leider viele Handwerker, die parken ihre 9-11er zwei Gemeinden weiter in der angemieteten Garage, weil sie Angst haben, nicht dass es aussieht, dass ich nur zu viel Geld verdiene. So ein Bullshit. Ja, also steh dazu. Ist doch etwas Vernünftiges. Du darfst auch viel Geld verdienen. Das ist das Wert, dein Handwerk. Und darum geht's. So, und die Stimmung ist angespannt.
[00:20:28] Es liegt aber an der Gesamtsituation. Geopolitische Konflikte. Deutschland. Die Politik hat windige Entscheidungen. Heute so, morgen anders. Und wir verwässern oft den Verstand durch diesen Konsum dieser Medien. Das ist ja wieder die logische Konsequenz. Ja, wenn ich hier ein Glas Wasser trinken möchte, was muss denn da rein? Wasser. Wasser. Blöde Frage, ja. Ich hab grad überlegt, was ist in deinem Glas? Meinen ist nichts mehr. Ja, warum bin ich so banal mit diesem Beispiel?
[00:20:55] Weil bei dem, wo es so offensichtlich ist, machen wir es alle richtig. Wir füllen das hinein, was wir trinken wollen. Aber bei unserem Verstand ist es genau falsch. Wir konsumieren den gesamten Scheiß der Medien. Wir konzentrieren uns auf die negativen Nachrichten. Unser Algorithmus, er spült dir ja von dem, was du da siehst, noch mehr rein. Du fütterst ihn gerade damit. Und deswegen bist du gefangen in deinen eigenen Algorithmus. Und das verbessert deinen Verstand.
[00:21:21] Und wenn du die ganze Zeit nur Krise, Krise, Konflikte, deutsche Wirtschaft und so weiter. Alles, wo es nur niedergemacht wird. Und Fachkräftemangel, ja. Ich hab letztens eine E-Mail bekommen im Betreff. Noch nie waren die Zeiten so schwer wie heute. Erfa-Gruppe, Garten und Landschaftsbote. Den Scheiß lese ich mir gar nicht an. Sofort löschen. Ja, wenn es schlimm ist, dann schicken sie mir es nochmal, denke ich. Du sagst, die Lage ist gar nicht so schlimm wie dieses Narrativ? Nee, klar, die ist tough.
[00:21:49] Aber ein Kollektivschicksal heißt nie ein Individualschicksal. Darum geht es. Nur weil es auf der kollektiven Ebene, natürlich, kann man ja nicht, ich habe keine rosa-rote Brille auf. Ja, Zeiten sind tough. Aber mir geht es gut. Meinen Kunden geht es gut. Nicht allen. Ist ja auch logisch. Aber jeder hat alter Spruch im Volksmund. Jeder ist seines Glückes Schmied und jeder hat die Macht, sich auch stark schnell zu verändern. Gerade im KMU-Bereich. Weil wir haben ja keinen Konzern unterm Arsch, sondern wir haben 10 Mitarbeiter, 20 Mitarbeiter, 30.
[00:22:18] Wenn ich heute sage, morgen geht es links lang, dann geht es links lang. Dann muss ich jetzt nicht erst einen Betriebsrat fragen und fünf andere Menschen. Nein, ich kann doch entscheiden. Ich bin ja kein Baum, bin ich festgewurzelt. So. Und das kann jeder eigentlich. Du musst dich aber aus diesem Algorithmus, deiner Gedanken einmal befreien. Du musst diesen Algorithmus unterbrechen und merken, okay, ist auch machbar. Ist ja wieder möglich. Sind wir wieder zum Beginn deiner Frage. Identität von heute ist das Gefängnis von morgen.
[00:22:48] Wie siehst du dich selber in der Zukunft? Wenn ein mittelständischer Unternehmer zu euch kommt und ein Programm durchläuft und eine Beratung bucht, dann kauft er Information. Ja, guck mal, so kannst du es machen. Wahrscheinlich kauft er aber auch Energie, Motivation, Mindset, Zugehörigkeit. Der kauft ja viel mehr als nur die Anleitung. Komplett. Was würdest du sagen, was ist die Transformation, die stattfindet, wenn jemand sagt, yo, ich will zu Matthias, fährt nach Kloppenburg und durchläuft so ein Programm von dir?
[00:23:17] Ja, Kloppenburg ist der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Wirtschaft. No joke. Also wir haben mehrere tausende Unternehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die jedes Jahr nach Kloppenburg kommen. Ist ja saugeil. Also warum kommen die da hin? Könnte man doch auch woanders lernen. Gibt es doch auf YouTube. Ne, ne, ne. Das ist genau das, was du gesagt hast. Die Leute bezahlen nicht für Infos, sondern für Transformationen. Dass sie sich selber verändern und dass einer kommt und daran glaubt, dass es möglich ist.
[00:23:47] Und sie sehen andere Partnerbetriebe, so nennen wir unsere Kunden Partnerbetriebe, wo es auch möglich ist. Und if you can do it, I can do it. If they can do it, everybody can do it. Ich glaube, das ist so ein wichtiger Punkt, oder? Also diese Vorbilder zu sehen und den Typen vor dir zu haben, der es geschafft hat und zu denken, okay, wenn also... Nicht nur ich. Das wäre zu einfach. Sondern die anderen Partnerbetriebe. Weil wenn da ein Schreinermeister aus einer anderen Ecke Deutschlands kommt und sagt, hey, ich habe das so und so gemacht. Hey, das kann ich auch machen.
[00:24:15] Wenn ein SA-Kaler kommt, so aus Bayern und der redet mit einem aus Norddeutschland, also Sanitär, Heizung, Klima. Da entstehen Freundschaften und wir begleiten minimum immer so zwölf Monate. Und in dieser zwölfmonatigen Zusammenarbeit, die intensiv ist, da schafft man wirklich gute, geile Ergebnisse. So, und eine Veränderung. Also du brauchst eh per se gesehen, wenn du dich selber veränderst, einen längeren Zeitraum. Also statistisch minimum 21 Tage erst mal.
[00:24:44] Ohne neue Gewohnheit überhaupt aufzubauen. Ja, neue Gewohnheit. Oder damit du dein eigenes Selbstbild ein bisschen über dich anders sehen kannst. Du brauchst so, Pi mal Daumen, drei Wochen, bis du dich in einer neuen Wohnung wohlfühlst. Du brauchst drei Wochen, bis der Phantomschmerz, wenn du ein Bein, wenn das Bein amputiert wirst, bis der Phantomschmerz aufhört, circa so 20, 30 Tage. So, das sind alles Gewohnheiten vom Selbstbild, ja wieder, kommen wir wieder vom Selbstbild, die wir uns antrainieren müssen.
[00:25:13] Und Training allein durch Wissen geht nicht, wir müssen es wieder erleben. Es geht immer ums Erleben. Wie ist es vor und nachher? Wie läuft jemand zum ersten Mal nach Kloppenburg und wenn er nach Jahren da war, wie hat die Person sich verändert, transformiert? Der Kalk ist aus den Leisten. Der Kalk ist aus den Leisten, okay. Also wenn ich eine Fähigkeit habe, ich freue mich schon am Wochenende darauf, den Menschen den Mut zu geben, an sich selber zu glauben und über sich hinaus zu wachsen.
[00:25:38] Ich weiß nicht, ich möchte jetzt auch nicht über mich da so hoch dran treten, aber das ist wirklich eine, ich könnte es Gnadengabe nennen, mir ist das egal. Aber ich meine es wirklich ernst, ich liebe das und ich kriege das hin. Du bist high energy und du kannst die Energie auch übertragen. Das ist mir aufgefallen, ich habe deine YouTube-Videos angeschaut und da stehst du drin und wenn du da im Element bist, dann fährst du hoch und das ist ansteckend. Ja, das ist wie ein Fisch im Wasser. Ich habe das Publikum und ich bade da drin. Okay. Einer hat mal gesagt, das ist wie beim Avatar, wenn du kommst, Matthias.
[00:26:08] Ja. Und ja, was ist jetzt, wie gehen die raus? Genau so, mit klaren Zielen, Ideen für die es sich zu arbeiten lohnt, mit mehr Mut, mit Machbarkeitsglauben, also Schöpferkraft. Und wir führen mit allen ja immer Abschlussgespräche und die sagen, hey, ich kann jetzt das und das. Ich habe die und die Mitarbeiter. Ja, ich kann das in den Uhr. Aber weißt du, was da wertvoll ist? Ich bin ein ganz anderer Mensch geworden. Und das haben die nicht auf ihrer To-Do, wenn sie kommen.
[00:26:36] Weil die sehen ja immer nur die Probleme im Außen. Aber nochmal, es beginnt mit dir. Du nimmst dich überall selber mit hin. Wenn du an dir arbeitest, was ja die schwierigste Arbeit der Welt ist, veränderst du deine Außenwelt sofort. Und das ist das Spannende. Was sind die größten Blockaden, die du beobachtest bei Unternehmern, die feststecken in der Selbstständigkeit und es nicht schaffen zum Unternehmertum zu kommen in deiner Definition?
[00:27:05] Die Fähigkeit über Probleme anders nachzudenken. Also ein Problem ist ein Problem, ist wie es ist. Aber ein Selbstständiger sieht in dem Problem oft ein Problem. Und ein Unternehmer sieht in allem eine annehmbare Lösung. Punkt eins. Alles ist annehmbar. Alles. Und der liebe Gott wird dir so oft das Problem schicken, bis du daran pleite gehst oder stirbst. Egal wie. Du musst es annehmen. Du musst es dann lösen und darfst daran wachsen.
[00:27:34] Das ist persönliches Wachstum. Und das Leben, wenn du das Problem gelöst hast, wird sofort ein neues Problem schicken. Immer. Wahrscheinlich wird es größer. Ich habe nach wie vor Probleme. Das hört nicht auf. Und das sind ganz schön taffe Probleme manchmal. Und über meine Probleme von damals, wo ich gedacht habe, boah, sie sind taff, lache ich heute. Was ist das denn mit einem Scheißdreck? Und ich finde auch diese Perspektive so geil mit anderen Unternehmern.
[00:27:58] Weil wenn du mit denen mal drüber sprichst, über das Problem, was du gerade hast und das Glück hast, jemanden zu erwischen, der vor fünf Jahren da schon durchgelaufen ist, hatte ich meine Situation. Es kriegen Geld ausgegangen, müssen Leute entlassen, weißt du, wie es so ist. Und dann rede ich mit einem Unternehmer, der eine Firma mit tausenden von Mitarbeitern hat und beschreibe ihm so quasi für mich den Untergang der Zivilisation quasi. Für mich war das ja das Schlimmste, was mir und meinem Unternehmen passieren konnte. Und der saß da in Berlin am Ostbahnhof und so im Laden, hat den Salat gegessen und das hat ihn total gelangweilt. Ja, das hatten wir auch schon oft.
[00:28:27] Und dann haben wir Leute halt rausgenommen, du musst die Liste machen, du musst die Kommunikation gut machen. Hier sind die drei Punkte, wie du das machst. Die Information, die er mir gegeben hat, war nicht so wichtig. Aber das Gefühl der Langeweile, was er mir vermittelt hat, so im Sinne von, das ist auch nur ein Problem wie jedes andere, da kommst du drüber. Das hat bei mir diesen Knoten gelöst, zu sagen, ja gut, okay, ich muss jetzt diese Sache halt irgendwie managen. Und dann haben wir es dann auch gemacht. Und heute schaue ich da auch zurück und denke, ja gut, das war halt irgendwie so ein kleiner Bump in der Straße, aber jetzt nichts Weltbewegendes. Und früher ist für mich da alles untergegangen.
[00:28:56] Aber wenn du das Problem noch nie hattest, dann denkst du, oje. Also Punkt eins, alles als eine annehmbare Herausforderung sehen. Punkt Nummer zwei und das ist das zweite Entscheidende, weil ohne das wirst du nicht dich verändern können, das ist Muster erkennen. In dem Moment, wo du Muster erkennen kannst, kannst du Dinge verbessern, verändern oder stoppen. Und um Muster erkennen zu können, musst du aber ähnliche Dinge immer wieder machen.
[00:29:26] Das ist ein Standard. Um einen Standard zu haben, musst du irgendwo so eine Homogenität in deiner Zielgruppe haben. Weil eine gleiche Zielgruppe hat ein gleiches Problem. Wenn ein gleiches Problem ist, können wir eine gleiche Lösung machen. Wenn wir eine gleiche Lösung machen, haben wir einen Standard. Und einen Standard, dann können wir das Muster erkennen, weil es ähnliche wiederkehrende Abläufe sind. Und 90 Prozent da draußen haben einen verfluchten Scheiß Bauchladen und machen immer alles anders. Haben den Irrglaube, ja wenn ich mehr Produkte habe, habe ich mehr Umsatz.
[00:29:56] Nix davon. Und wollen die gesamte Welt retten. Nee, mach doch erstmal nur eine Zielgruppe. Hast du eine Story von jemandem, der das sehr konsequent gemacht hat und reduziert hat und dadurch erfolgreich wurde? Ja. Ja, ja. Jetzt sag mal. Könnten wir mit meiner Geschichte anfangen. Ja, also ich bin aber nicht aus einer Geniezone heraus dazugekommen, sondern aus der Problematik, dass ich kein Geld hatte. Du hast es ja gesagt, elterliches Unternehmen musste schließen. Ist eine harte Insolvenz.
[00:30:26] Wie die Sau durchs Dorf getragen. Und das wirklich war harte Zeit. Und ich hatte kein Geld, habe von den Banken kein Geld bekommen. Und das erste Geld kam durch einen Metallcontainer, wo ich Schrott gesammelt habe aufs Konto. Und ich wollte am liebsten schöne Gärten machen. Also wenn wir an Gartenbau denken, dann denken die meisten jetzt an schöne Designgärten vielleicht. Ein Schwimmteich, ein Pool, ein Masaranduba-Tropenholzterrass und sowas alles. Wollte ich auch. Ist doch schön. Das sind ja die schönsten Gärten. Aber ich hatte kein Geld.
[00:30:56] Und ich habe bei keinem Lieferanten irgendwas auf Lieferschein bekommen, auf Rechnung. Herr Aumer, müssen Sie verstehen. Aufgrund der Historie ist es schwierig. Also Material erstmal nur gegen Barzahlung. Sie müssen sich auch ihren Ruf aufbauen. Was schwierig ist, weil ein Kunde will dir das Geld auch nicht im Voraus geben. Nee, hatte ich auch gar nicht dem Mut zu. Ich hatte ja gar keinen Selbstwert und Selbstbewusstsein dafür, erstmal einen hohen Preisrand zu schreiben und noch Vorkasse zu verlangen.
[00:31:23] Also bin ich wie die Jungfrau zum Kind so auch zu meiner Positionierung gekommen. Gartenpflege. Zeit gegen Geld. Weil da musste ich nicht Materialien einkaufen für, sondern Zeit gegen Geld. Herrgegeschnitten, Rasen gemäht und Kraut gejätet. Jetzt konnte ich eine Rechnung schreiben. Reine Service. Das ist eine reine Dienstleistung. Und da habe ich gemerkt, hey, das macht mir aber Spaß. So, und ich konzentriere mich nur darauf. Ist das eine Tätigkeit, die viele andere nicht machen wollen? Weil sie diese Designgärten stellen? Ja, klar.
[00:31:52] Jeder will doch immer irgendwo, ich glaube, das Schöne machen. Aber es ist auch nichts. Also beide Geschäftsfelder sind super. Beides macht Spaß. Aber für das eine kann ich das Spiel mit einfachen, gewöhnlichen Bauern gewinnen. Bei mir. Ja, Gartenpflege. Bei dem anderen brauche ich wirklich gute Leute, die eine saubere, sensationelle Qualität abliefern. Ein riesen Overhead.
[00:32:22] Das bedeutet viel mehr Leute im Büro, falls keine Routineaufgaben sind. Und der Nachbar kommt abends rüber und sagt, Mensch, die Farbe hätte ich aber anders gemacht. Und dann bekommst du vielleicht am Abend noch einen Anruf vom Kunden und sagt, ja, ich würde doch lieber eine andere Farbe nehmen. Oder am nächsten Tag wieder umdisponieren und so weiter. Also das ist ja, je höher der Garten, umso häufig kommt sowas vor, je höherwertiger der Garten. Hast du andere Beispiele aus anderen Branchen oder von deinen Kunden, die reduziert haben?
[00:32:53] Also ein ganz radikales Beispiel kann ich nennen. Das ist auch gut. Der ist mit mir gestartet, das ist schon einige Jahre her. Das ist Moor und Gerz aus Hamburg. Also zwei junge Wilde, würde ich sagen, Elektriker, haben damals gesagt, hey, wir wollen starten. Kannst du mir direkt helfen beim Aufbau unserer Elektrofirma? Ja, kann ich. Easy. Haben wir mit denen gearbeitet und das Konzept ging auch auf. Aber sie haben alles gemacht.
[00:33:20] So ein bisschen am Anfang vielleicht der Not geschuldet, Leitung geschlitzt, bisschen Smart Home. Also alles, wo mal eine Birne ausgewechselt ist. So der klassische Elektriker. Alles, wo Strom fließt. Der klassische Elektriker. Und das Konzept zum Wachsen zu bringen, ist schwer. Ist logisch. Punkt eins. Es ging, aber damit hast du so zum Leben genug. Ja, aber nicht richtig gut. Neue Positionierung.
[00:33:50] Achtung, kommt man nicht drauf. So spitz. Nur Baustromkästen. Was ist das? Also du baust ein Haus. Was brauchst du da? Baustrom. Ja, weil du hast ja noch keinen Stromanschluss. Temporär. Das wird wieder abgebaut, wenn es ausfertigt ist. Ja, nur für den Bau. Deswegen Baustrom. Das heißt, das sind kleine Kästen. Du kannst es vorstellen, wie so Mini-Trafos. So kleine Dinger. Und nur Baustromkästen. Und die dann zur Miete.
[00:34:19] Die brauchst du ja eh. Und das Ding, to the moon. Also ging ab. Ja. Also hat der Tobias Gertz dann sensationell umgesetzt. Ich kann da viele Beispiele von nennen. Ja. Der, äh. Jemand kam auf mich zu. Vor zwei Wochen, da hatte ich in Bochum abends einen Vortrag. Und er sagte, Mensch Matthias, bin stinksauer auf dich gewesen. Da sag ich, ja erzähl mal, ne. Warum?
[00:34:47] Er sagte, ja, ich war vor drei Jahren bei dir in Nürnberg auf einer Veranstaltung. Großes Event, alles toll. Und wir haben uns lange unterhalten. Und ich komme mich dann auch noch daran erinnern. Und der war wirklich sauer. Also schon in Nürnberg habe ich gemerkt, was hat der denn jetzt? Ein Hausmeisterservice. Aber Hausmeisterservice heißt, so ich mache alles. Gartenpflege, Treppenreinigung, ja Birnenwechsel, alles. Klärwoche, ich komme aus Stuttgart. Ja, so alles. Und da sag ich, hey, das ist ein Konzept, ja, funktioniert.
[00:35:16] Aber damit wirst du jetzt nicht erfolgreich. Weil du wirst nicht die gesamte Welt systematisieren können. Konzentriere dich auf eine Sache. Auf eine. So, oh ja, das ist ja eine Frechheit, so nach dem Motto. Da macht ihr mir mein Geschäft madig. Also er war in sein Ego gekränkt, weil ich sein Geschäftsmodell, welches er bis dato hatte, komplett zerrissen habe. Ja, weil es auch faktisch gesehen keinen Sinn macht. So was, das kannst du nicht skalieren.
[00:35:45] So, und ich habe ihnen dann gesagt, konzentriere dich nur auf eine einzige Sache. Womit verdienst du am meisten Geld? Was geht dir links leicht von der Hand? Also was macht dir Spaß und kannst du gut herstellen? Und wo ist eine große, hungrige Zielgruppe? Womit verdienst du am meisten Geld? Was geht dir links leicht von der Hand? Und wo ist eine große Zielgruppe? Jetzt bin ich gespannt. So, und ja, simpel. Das war Gartenpflege, so Richtung, wie auch mal in Grün. Das ist eigentlich wie auch mal in Grün. Weil ich sage... Wiederkehrende, repetitive Tätigkeiten.
[00:36:15] Simpel. Ja. Ich sage, alles was geschnitten, alles was wächst, muss geschnitten werden. Ja, warum nicht du? Ja? Also Beispiel. Ich könnte so viele Beispiele nennen. Also es ist eigentlich immer wieder das Gleiche. Und jeder, der hier gerade auch zuhört, soll einfach mal überlegen, welche Produkte und Dienstleistungen bietest du alle an? Okay, schreib mal auf. Punkt Nummer zwei. Dein ganzer Umsatz. Wie bildet er sich zusammen? Aus welchen Produkten? Und ich verspreche euch, es gibt Produkte,
[00:36:45] die machen ein Minimumumsatz, aber einen maximalen Aufwand. Und du bietest... Streich den Scheiß. Weg. In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister. Es macht wirklich einen Unterschied, ob ihr Foundermode auf eurer Podcast-Plattform bewertet. Jede Bewertung hilft uns, weiter ausgespielt zu werden. Und damit können wir noch krassere Gäste einladen. Also drückt Kurzpause, gebt eine Bewertung ab, dauert zwei Sekunden, hilft uns enorm. Viel Spaß.
[00:37:16] Was sind die anderen Nischen und so Nuggets wie diese Baustromkästen, die du zum ersten Mal gesehen hast und dachtest, krass, kann man ein profitables Business aufbauen in einem Thema, was niemand auf dem Schirm hat? Was ich geil finde, ist so Bauwerksabdichtung. Okay, was ist das? Bauwerksabdichtung ist, um Gebäude abzudichten, damit sie nicht Feuchtigkeit ziehen, kann man sagen. Also es ist sinnbildlich gesprochen. Und viele Häuser brauchen eine Bauwerksabdichtung,
[00:37:43] die haben feuchte Keller, die haben nasse Wände etc. Das heißt, du legst das trocken, du grundierst das und machst eine Bauwerksabdichtung. Dann sieht das ähnlich so schön aus wie hier. Also wirklich, dann sieht das schön aus. Das ist ein richtig geiles Geschäftskonzept, weil es simpel ist und du hast eine geile, gute Marge. Aber sehr viele Kunden von. Was sind denn so abgedrehte, gute Dinge, wo ich gesagt habe, wer waren es? Wir haben schon so viele. Wir haben auch den Mauertrockenleger gerade.
[00:38:12] Der Mauer-Trockenleger. Nach einem Wasserschaden oder was? Ja, genau. Oder Haus, wo damals nicht gut abgedichtet ist, Erde, ganz logisch, durch Kapillarkräfte zieht Wasser. Und du hast nachher irgendwann immer eine nasse Klamme Wand. Bauwerk ist das. Für das Bauwerk ist das miserabel schlecht. Ist ja logisch. So ist der Mauer-Trockenleger. Krass. Es gibt verrückte Sachen. Wenn du morgen ein neues Dienstleistungsbusiness starten müsstest,
[00:38:40] 0 Euro Kapital und so ein Servicebusiness, oder sagen wir mal ein paar Tausend Euro Kapital. Ja. Damit du eine kleine Maschine anschaffen kannst. Aber du sollst ein Servicebusiness bauen. Womit würdest du starten? Gartenpflege. Ja, okay. Das ist so gut. Das Ding ist, du darfst in der Gartenpflege, und das sind mahnende Worte, aber an alle Dienstleistungen, nie Zeit gegen Geld abrechnen. Das machen ja die meisten. Was ist der Trick, wie du es besser machst? Pauschalpreise.
[00:39:08] Du musst überlegen, was ist deine Dienstleistung wert? Und nicht, wie viele Stunden habe ich gearbeitet? Und die Pauschalleistung wahrscheinlich wiederkehrend im Abo. Ich mache die Gartenpflege im Abo, die habe ich damals entworfen. Ja, auch mein Grün AG. Aber generell, du kannst auch andere Dinge, also du musst dir einfach überlegen, und das ist der große Zauber. Menschen bezahlen nie den Preis. Menschen bezahlen immer den wahrgenommenen Wert. Es geht immer nur um die Wahrnehmung, mehr nicht. Und wir können Werte hochtreiben.
[00:39:38] Werte können wir hochtreiben, indem wir das Traumerlebnis dem Menschen schaffen. Was ist dir wirklich wichtig? Indem wir ihnen die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Traumerlebnis auch wirklich eintrifft, sehr hoch halten. Durch Garantien, durch Zertifikate, durch wie auch immer Marketing. Die Opferbereitschaft, die muss so gering wie möglich gehalten werden. Und damit meine ich, der Kunde, dem muss alles abgenommen werden. Wir nehmen ihnen alles ab. Und die Zeit bis zur Erreichung muss schnell sein.
[00:40:08] Und damit treiben wir den Wert hoch. Und wenn wir das verstehen, und die Diskrepanz zwischen dem Preis und dem wahrgenommenen Wert so hoch halten, wie es geht, dann öffnet der Kunde gerne das Portemonnaie. Und wir können damit höhere Preise als ein Branchendurchschnitt durchsetzen. Wie hast du das konkret gemacht? Ganz genau so. Ganz genau so. Die Gartenpflege im Abo ist ganz genau das. Okay. Ich erzähle den Kunden nichts über Rasenmähen, Hecke schneiden und gerade jeden. Ich sage, hey, stellen Sie sich mal vor.
[00:40:37] Sie liegen in Ihrem Garten und plötzlich ruft der Nachbar zu Ihnen rüber. Sag mal, wie machst du denn das mit dem Garten? Der wird ja immer und immer schöner. Ist kein Märchen. Die Geschichte höre ich von meinen Kunden immer und immer wieder. Das Beste, wir arbeiten auch zum Festpreis. Das ist der Dream Outcome. Hat doch wirklich in jeder Haushaltskasse Platz. Nicht wahr? Rufen Sie jetzt direkt an und vereinbaren Sie einen Gratis-Gartentermin mit Herrn Matthias Aumann. Okay. Simpel, simpel, simpel. Wie erhörst du die Wahrscheinlichkeit? Also die zweite Komponente, die du genannt hast? Also die Wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert in deiner Formel?
[00:41:06] Das ist erstmal nur das Traumerlebnis. Was habe ich damit aber verkauft? Eine Anerkennung der Nachbarn. Der Nachbar sagt zu Ihnen, der wird ja immer schöner. Ist eine Anerkennung. Das ist interessant, dieses Sprichwort. Die Leute, die wollen keinen 5mm Bohrer, die wollen ein 5mm Loch. Aber eigentlich wollen sie auch kein 5mm Loch, sondern sie wollen das Bücherregal an die Wand hängen. Und eigentlich wollen sie nicht das Bücherregal an die Wand hängen, sondern sie wollen Bücher da draufstehen haben, damit wenn die Freunde vorbeikommen zum Dinner, sie glauben, ach, die sind ja schlau, die lesen viele Bücher. Es geht immer nur um Bedürfnisse. Mehr nicht.
[00:41:36] Immer nur um Bedürfnisse. Okay, Punkt 1. Ich verkaufe den Kunden das Traumerlebnis. Ich sage wirklich, Anerkennung der Nachbarn. Sie können den Garten genießen, weil sie sitzen in ihrem Garten, sie genießen. Das ist das, warum der Kunde den Garten hat. Nicht darin, selber drin zu schuften. Ich gebe ihnen die Sicherheit, wir arbeiten zum Festpreis. Hat doch wirklich in jeder Haushaltskasse Platz. Nicht wahr? Ich habe nicht über den Preis geredet. Aber zufällig, ja gut. Das ist die Sicherheitskomponente, zu sagen, okay, ich werde hier nicht abgezockt, keine böse Überraschung Ende des Monats.
[00:42:06] Erstmal nur um das Traumerlebnis darzustellen. Wie habe ich die Wahrscheinlichkeit, dass das Ziel erreicht wird? Dann sage ich, wir arbeiten mit einem Jahrespflegekalender. Dort steht ganz genau drin, wann der Gärtner kommt und was gemacht wird. So wird der Garten niemals vernachlässigt. Es kommt auch immer der gleiche Gärtner, so dass sie es nicht immer wieder neu erklären müssen. Wow, ja, mega. Das ist wie eine Roadmap für das gesamte Jahr, wann der Gärtner kommt, was gemacht wird, vorher abgestimmt, auf Geburtstag und so weiter.
[00:42:36] Das ist geisteskrank gut. Der erste Erfolg ist der wichtigste, also die Dauer, bis es kommt. Am Anfang machen wir erstmal einen Grundpflegeschnitt. Das ist entscheidend. Warum? Damit der Garten einmal wirklich so auf, zack, auf, wirklich so im Grunde pflegeleicht gemacht wird. Wir machen einmal, das ist Time to Magic, könntest du nennen, ja? Weil es gibt sofort eine radikale Veränderung. Wir machen einen Grundpflegegang. Damit startet die Gartenpflege am Abo. Ich haue hier gerade wirklich gute Sachen raus. Ich merke es.
[00:43:05] Pass auf, ich meine es dir gleich an. Wer das macht, der verdient Schweine Geld. So, it's Time to Magic. Also der erste, bei Brabus heißt es One Second Wow. Das erste ist erstmal, wow, ja? Grundpflegegang. So, und dann geht es ja weiter. Opferbereitschaft, gar nichts. Warum? Wir machen alles bequem bei Lastschrift. Das bedeutet, liebe Frau Kundin, haben Sie auch noch kurz Zeit? Ja, wofür? Wir könnten das jetzt direkt ausrechnen. Jetzt sofort hier? Ja, natürlich. Verkaufen wir keine Sofas.
[00:43:35] Ja? Das ist eine reine Dienstleistung. Haben Sie 20 Minuten? Ja, bingo. So, und jetzt bin ich im Verkaufsgespräch, am Point of Sale, und so habe ich das früher nur gemacht, im Kunden, am Garten, Vertrag rausgeholt, Preise ausgerechnet, genau das Gefühl transportiert und gesagt, und wenn wir das auf zwölf gleichbleibende Raten machen, wäre die Pauschale im Monat so, und Sie können den Garten sofort genießen. Wollen wir das so machen? So, und dann im Lastschriftmandat unterschreiben. Müssen Sie nicht mehr ins Online-Banking? Nix, gar nix.
[00:44:04] Und für dich gut, weil der Cashflow schneller kommt. Stabile Einnahmen, ja, das ist sensationell. So, was ich gerade gemacht habe, ist eine absolute sensationelle Wertegleichung, dass mein Satz stimmt, es gibt keinen zu hohen Preis, nur ein zu wenig wahrgenommener Wert. Und das kann ich egal wo machen. Und das Interessante ist, wenn du mit dem System reingehst und diese Abos verkaufst, dann weißt du ja auch, dein Kundenwert ist hoch, dein Customer Lifetime Value, und weiß auf der anderen Seite,
[00:44:33] ich kann auch Geld im Marketing ausgeben, um diesen Kunden zu akquirieren. Klar, logisch. Ich weiß ja ganz genau, Durchschnittspreis, Quote. So, und wenn ich im Marketing einfach vor allem weniger reinstecke, also hier bin ich ja profitabel. Ich muss einen Atem haben vielleicht. Ja, das ist logisch. Aber das ist in Ordnung. Okay, geil. Also ich habe schon Bock, meinen Garten hier machen zu lassen. Für mich dieser Radikalschnitt am Anfang finde ich schon mal gut. Ja, das ist, merkt euch das? Ich sehe mich da schon in einem aufgeräumten Garten liegen. Time to Magic.
[00:45:03] Was ist die Zeit, wo das erste Wow kommt? Das ist übrigens, ich meine, ich mache ja diese ganzen KI-Investments und da ist auch bei diesen KI-Tools immer die Frage, so wie schnell, ist genau die gleiche Frage. Jemand lockt sich ein, probiert irgendein neues Tool aus, Gamma, um zum Beispiel eine Präsentation zu erstellen mit AI. Sau geil. Und die wesentliche Frage bei denen ist, kriegen wir es hin, dass es weniger als 20 Sekunden dauert, bis der User das erste Aha-Erlebnis hat? Gleiche Logik. Und das klappt nun Gamma? Ja. Das ist so geil. Aber es hat nicht immer geklappt. Und das ist das Interessante. Also die Firma war am Anfang flat und ist nicht gewachsen, weil die tausend Features gebaut haben,
[00:45:33] haben sie sich hingesetzt und gesagt, wir optimieren jetzt nur diesen einen Funnel. Wir schließen uns drei Monate ein, blenden alles aus, sprechen nicht mit Investoren, sondern achten nur auf diesen Onboarding-Funnel. Wie kriegen wir dieses Erlebnis in 20 Sekunden hin? Und das war der Anlock für das Wachstum. Geil. Ja. Auch wieder zum Beispiel für weniger ist mehr, zu sagen, nee, nicht tausend neue Features und dies noch bauen und das noch bauen, sondern die eine Sache am Anfang richtig gut hinkriegen. Und ich kann das in jedem Geschäftsmodell genauso machen. Ich primär würde mit der Gartenpflege starten.
[00:46:03] Ich sehe überall Bedarf. Geld ist eine Idee. Ich muss mit offenen Augen durch die Welt gehen und schauen, wo ist mein Markt. Und wenn ich eine Gewerbefläche sehe, die dringend eine Gartenpflege nötig hat, gehe ich da hin und klingel. Schicke ich denen Post. Erzähl mal deine Obstkorbgeschichte. Ja, oder ich habe früher in Gewerbegebiete Obstkörbe weggebracht oder wegbringen lassen. Rote, knackige, schöne, saftige Äpfel.
[00:46:30] Und genau diese Äpfel habe ich ohne irgendetwas zu verlangen hingebracht. Einfach nur, die auch mein Grüner G wünscht, einen gesunden Start in den Monat. Beispiel. Und dann habe ich erst Wochen später eine WBG, also einen Werbebrief, hingeschrieben, verkauft, psychologisch, gut getextet, Wochen später. Und habe dann angerufen, wieder zwei, drei Tage später, und sage, oh mein Grüner G, ich wollte fragen, zwei Sachen. Erstens sind die Äpfel an. Ach, sie waren das.
[00:46:59] Und zweitens, also Reziprozität. Darauf bauen ganze Staaten auf. Ja, eine Hand, wäsch die andere. Du schuldest mir doch noch was, nach dem Motto. Ja. Unternehmertum ist genau das. Du bringst eine Tafel Schokolade vorbei, dann, wenn da niemand mit rechnet. Was sind andere Street-Smart-Taktiken? Klingt sehr Street-Smart, die für deinen Gartenbetrieb funktionieren. Ja. Ich habe schon ein paar andere Sachen gemacht.
[00:47:29] Die haben weniger gut und auch gut funktioniert, je nachdem, wo es ankam. Ja, ich habe blöde Sachen weggeschickt. Ich habe auch schon mal Unkraut weggeschickt. Unkraut weggeschickt? Ja, Unkraut im Karton. Mit einem Brief wächst Ihnen das Unkraut über den Kopf. Wie kam das an? Ja, geteilt. Bei einigen komplett daneben, bei anderen gut. Ich habe einen handgeschriebenen Brief, handgeschrieben, an den Vorstand einer Wohnungsbaugesellschaft, einer großen AG, nach Hause geschickt. Zwei Seiten.
[00:47:57] Und habe ihn nach allen Künsten Honig und Bad geschmiert. Ja, aber sowas von, ne? Lieber Herr So und So, Ihre Wohnungsbaugesellschaft gehört zu den schönen in Norddeutschland. Ich bin durch Ihre Gebiete gefahren. Und ich muss sagen, glückliche Mieter, das zeigt, Sie machen einen fantastischen Job. So, habe ich noch mal nur gesagt, wie toll er ist und wie gut sein Job ist und wie die Mieter happy sind, weil jeder will ja auch mal glückliche Mieter haben. Es ist sein Job. So, die steigen Ihnen nicht auf dem Dach.
[00:48:26] Und dann habe ich geschrieben, ich könnte mir vorstellen, dass unsere Fähigkeiten, ganz zum Schluss, der letzte Absatz, nur drei Sätze, ich könnte mir vorstellen, dass unsere Fähigkeiten, der auch mal ein grüner G, in der Systemflüge für Wohnungsbau, Ihnen noch helfen könnte. 90% Lob? Ja, ja. Und unten nur ganz kurz, wer ich bin und was ich mache. Ich habe einen Termin bekommen. Wahnsinn, okay. Aber kein Auftrag. Kein Auftrag. Aber einen Termin, er wollte mich kennenlernen. Ja, wer war ich denn?
[00:48:55] Ich bin ja ein Gärtner aus Kloppenburg und habe einer großen Wohnungsbaugesellschaft aus Norddeutschland, einen handgeschriebenen Brief, nach Hause geschickt. Kriegt der auch nicht jeden Tag? Keiner. Also ist ja verrückt. Ja, so bin ich bei Bündting auch reingekommen. Also Bündting Tee. Also in einem riesen Konzern ist ja nicht nur Tee, sondern auch Familiamärkte und so weiter. Also ein riesen Einkauf. Und bei Bündting bin ich auch so reingekommen.
[00:49:25] Hingeschickt, angerufen. Ich habe einen Familiamarkt, ein Fechter war der, den habe ich einmal geplant, ohne dass ich einen Auftrag hatte. Ich habe einfach einen Familiamarkt, der sah wirklich fürchterlich aus. Fürchterlich. Und dann habe ich den, eine Entwurfsplanung gemacht, mit Google SketchUp damals. Ja? So sieht es aus und so könnte er aussehen. Könntest du heute mit AI auch wunderbar machen? Einfach! So sieht es aus und so könnte es aussehen.
[00:49:54] Und das war damals vor zehn Jahren, ja, mindblowing. Was ist das denn, ja? Und sie haben davon 60 Stück. Ich möchte mich gerne mit ihnen unterhalten. So, welchen wollen sie denn pflegen? Und ich sage, sie haben davon 60 Stück. Alle. Was? Ja? Termin bekommen. Ja, ein, zwei Aufträge auch. Aber wir haben so viele Sachen gemacht. Wie siehst du diese realen Videos? Das ist meine Lieblingskategorie von Instagram-Videos. Diese Typen, die in den USA rumlaufen und so einen völlig verwilderten Garten haben. Geil. Und dann da einmal durchgehen mit einem Zeitraffer. Fände ich so geil.
[00:50:22] Du kriegst ja diese Instant Gratification, wenn du das Video schaust, weil da so ein Typ irgendwie acht Stunden lang irgendwie alles aufräumt, dass du nach sauber aussiehst und du das gerade in 20 Sekunden angeschaut hast. Das ist ja auch irre. Und die vermarkten ja ihre lokalen Dienstleistungen damit. Ich finde das so geil. Ja? Feier ich. Was habe ich noch gemacht? Das ist auch noch so gut. Ohne Witz. Das ist auch straßenschlau. Ja, erzähl. In Kloppenburg habe ich mir Brötchentüten drucken lassen. 5000 Brötchentüten. Gartenpflege im Abo, Werbung drauf, etc. Dann habe ich mir zwei Mädels organisiert
[00:50:52] und habe 5000 Brötchen gekauft. Also, oder 10.000 Brötchen. Also pro Tüte waren zwei. Und habe, das kostet ja nichts, ich weiß gar nicht, ein paar hundert Euro hat das gekostet. Vielleicht 1000. Die Brötchentüten haben ein bisschen mehr gekostet. So, und habe die jeden Morgen über zwei, drei Tage an der hauptfrequentierten Kreuzung stehen gelassen mit zwei Brötchen. Und bei jeder Ampel, die rot war, die Leute, Augen und Grün, wünschten einen schönen Start in den Tag. Zwei Brötchen.
[00:51:22] Das Ding hat mir 2500 gekostet oder so. Vielleicht, wenn es hochkommt, die Mädels haben auch nicht viel bekommen. So, aber eine Rie... Ein paar Brötchen bekommen. Ja. Es sagt ja, was das für einen Boost gegeben hat. Okay. Und jeder hat darüber gesprochen in Klappenburg. Ja, also, das sind die simplen Dinge. Du musst einfallsreich sein. Darum geht's. Gib mir mal ein Snapshot von Mission Mittelstand. Wie das als Unternehmen aussieht, wenn es jetzt so eine Fußballkarte wäre. Nur die wichtigsten Infos drauf sind quasi Umsatz, Mitarbeiter, Kunden. Was bleibt da hängen?
[00:51:52] Also, wie kann man sich das Unternehmen von außen vorstellen im Snapshot? Man könnte sagen, fast eine klassische Unternehmensberatung, bloß komplett digitalisiert. 115 Mitarbeiter. Wir haben mehrfach achtstellige Jahresumsätze. Wir konzentrieren uns darauf, wirklich individuelle Erfolgsgeschichten zu produzieren. Bedeutet für unsere Kunden, dass sie wirklich ihre individuellen, gesteckten Ziele mit uns erreichen. Und wie die aussehen, das ist individuell. Wir haben nicht ein Frist- oder Stierprogramm,
[00:52:21] sondern jeder unserer Kunden hat immer echte Ansprechpartner. Wie kriegst du das hin in der Beratung? Weil du selber ja den Track Record hast. Du hast das Unternehmen gebaut, du hast dir all die Sachen ausgedacht, die Brötchen verteilt, die Äpfelkörbe organisiert. Dir nimmt jeder ab. Ich will von dir lernen, weil du hast es gemacht. Jetzt hast du 20 Berater, die das tun. Wie kriegst du das hin, dich zu multiplizieren? Weil wahrscheinlich die 20 Leute nicht die gleiche Historie haben wie du, aber du jetzt auch nicht jeden von den Tausenden von Kunden komplett individuell betreuen kannst.
[00:52:51] Ja, also recht simpel. Wir haben einmal eine Homogenität in der Zielgruppe. Die ist verschieden, aber alle haben ähnliche Probleme. Alle haben ähnliche Probleme. Daraus haben wir dann ähnliche Lösungen gebaut. Meine Beratung fing damals an. Ich habe einfach eins zu eins gecoacht. Eins zu eins beraten. Und das über eineinhalb Jahre. Hast du am Anfang Zeit gegen Geld getauscht? Nee, da war nicht Zeit gegen Geld. Da waren schon Konzepte.
[00:53:19] Aber die Fragen waren eins zu eins. Ich habe einfach den Laptop auf und habe einen Papierflipschart und habe mir meine Hände sagen, nach jeder Session immer bunt aus von den Eddings. Und schmutziger als auf der Gartenbaustelle von den ganzen Eddings. Ja, und ich habe eben gesagt, was ist die wichtigste Fähigkeit eines Unternehmers? Der Punkt zwei war Muster erkennen. Und ich habe in diesen tausenden Beratungen, die ich eins zu eins gemacht habe, Muster erkannt. Es sind immer wieder die gleichen Fragen, sind immer wieder die ähnlichen Dinge, sind immer wieder so.
[00:53:47] Und daraus habe ich dann eine Schulungsakademie gebaut, wie ich diese Dinge löse. Und das bekommen meine Mitarbeiter. Das bedeutet, bei uns hast du erst mal ein Onboarding. Du fängst nicht einfach an und sagst, Mensch, Felix, willst du morgen bei uns anfangen? Kannst Kunden beraten. Das würde ja nicht gehen. Dann hätten wir nicht den Standard, keine Qualität. Sondern jeder, der bei uns anfängt, muss erst mal durch unsere eigene Akademie, muss sich das Wissen aneignen, bekommt einen Pate. Dann darf er nicht sofort beraten. Die beraten nach drei bis vier Monaten. Vor allem nicht.
[00:54:18] So, das bedeutet, ich bringe ihnen das bei. Das ist ähnlich wie McDonald's. Du hast da so einen Riesenordner, wo alle deine Playbooks drinstehen? Ja, nee, Wissensakademie. Hier Briefe schreiben. Das, wir haben auch wirklich so ein dickes Ding, haben wir auch, ja. Aber primär ist das alles digitalisiert, klar. Also, how do you do Videoanleitung? Und es ist ein McDonald's-Prinzip. Bei McDonald's kann jeder innerhalb, ich habe mehrere Freunde, die haben viele McDonald's. Super Business.
[00:54:48] Ja. Die Franchise-Beauftragte von McDonald's hier im Podcast, die erklärt hat, wie komme ich eigentlich zu McDonald's und mir läuft das eigentlich ab. So ein geiles Business. Also, ich oute mich. Ich würde so gerne auch McDonald's machen, aber darf ich nicht. Darfst du nicht, weil musst du voll machen. Ja. Du darfst nichts nebenher machen. Ich darf, ich habe schon gefragt, weil ich kenne einen, der hat mehrere, und ich sage, ey, wie komme ich denn? Ich würde auch ein paar McDonald's, hätte ich ja wohl Lust. Dann musst du alles aufgeben. Selbst der Henry Maske durfte fast nicht mehr boxen. Also, er durfte ein Box kommen, und mache Ausnahme. Er hat ja auch welche. So, aber long story short, McDonald's schafft es in fünf Minuten,
[00:55:17] jeden Mitarbeiter auf jede Rolle einz zu arbeiten. So, ich schaffe das natürlich nicht, in fünf Minuten. Bei mir geht es nicht nur um Hamburger, sondern bei mir geht es dann um, ja, komplexere Themen, aber gib mir ein Quartal, und du bist auf Flughöhe. Okay. Du bekommst einen Paten, du schaust viel erstmal über die Schultern, dann machst du viele Ist-Analysen. Das bedeutet, eine Bestandsaufnahme für unsere Kunden machen wir immer. Was zahlt ein Kunde bei euch für ein Programm im Schnitt? Im Durchschnitt unser, ich sage mal, nennen wir das Butterbrotgeschäft, 24.000 Euro.
[00:55:46] 24.000 Euro für ein 12-Monats-Programm? Das ist so das... Eine individuelle Beratung, wirklich, wo er Berater individuell zur Seite stehen hat, wo ich ihn auch als Mentor unterstütze, wo er Live-Calls hat, wo er 1-zu-1-Beratungen hat. Also wirklich, es ist eine individuelle Beratung, wo wir Treffen vor Ort haben, wir haben viele Treffen. Ich mache über 90 Seminare pro Jahr, ich selber. Also jetzt nicht die Live-Calls, die kommen dazu, keine Webinare kommen dazu, sondern sowas wie, ja jetzt auch am Wochenende hier,
[00:56:16] zwei Tage, wo ich auf der Bühne stehe. Was kostet es, um einen Kunden zu akquirieren? Unterschiedlich. Komplett unterschiedlich, weil hängt ja wieder vom Funnel ab. Also ich würde sagen, wir sind wahrscheinlich in einer Zielgruppe, die man teuer einkaufen muss, weil wir sind nicht in einer Mainstream-Massen-Zielgruppe. So Freude, Liebe, Essen, Abnehmen, das ist wahrscheinlich günstiger. Aber auch niedrigpreisiger. Ja, klar.
[00:56:44] Da kriegst du auch keine 24.000 Euro Produkte. War ja klar. Also ich würde sagen, mehrere hundert Euro ist ein Durchschnittspreis. Mehrere hundert Euro, um einen Kunde zu akquirieren? Ich meine, die Logik wäre ja super, wenn du sagst, 24k verdiene ich, es kostet mich nur ein paar hundert Euro, so einen Kunde zu akquirieren. Ja. Klar, nicht. Also wir reden ja von einem Lead. Ein Lead? Ja, ein Lead. Ein qualifizierter Lead? Ein qualifizierter Lead, würde ich sagen. Okay. Also das heißt, er wird aber nicht, er kauft, er trägt sich ein und wird Kunde. Dazwischen haben wir ja auch wieder
[00:57:13] Wie lange ist die etwa? Ich glaube jetzt so circa im Durchschnitt acht bis zwölf Wochen. Acht bis zwölf Wochen? Ja. Mit vielen Touchpoints, mit vielen E-Mails, die kommen, mit die Händeinladungen, mit Webinaren. Wir haben auch welche, die sind zehn Tage. Ja. Aber wenn wir die gesamte Historie aller Daten anschauen, dann, da sind wir gerade die letzten Wochen, Monate bei gewesen, dann ist das acht bis zwölf Wochen. Was sind die? Webinare, Bücher,
[00:57:43] Seminare, Podcast, YouTube. Was sind die Funnels, die am besten funktionieren? Wenn man denkt, welche echten Zahlen in Kunden reingeliefert werden, weil es gibt ja oft Funnels, die liefern viele Leads, aber keinen Umsatz. Aber wenn du sagst, okay, die, die wirklich den Umsatz bringen, was sind die Funnels, die am besten performen? Also Seminare sind super bei uns. Seminare. Wenn du nach Nürnberg gehst und sagst, ja, ein Tag, zwei Tage. Aber das ist auch der schwierigste Funnel. Warum? Weil A, Menschen müssen da viel für investieren, Zeit und Energie. Da hinzugehen.
[00:58:13] Es geht nicht um den Invest. Es geht um zwei Tage jemandem Zeit abzunehmen. Das ist der höchste Invest, den dir einer schenken kann. Der höchste, der höchste Grad der Anerkennung in meiner Wahrnehmung. Wenn du mir zwei Tage, das ist ja das höchste, was du mir schenken kannst. Zwei Tage deiner Zeit. Und deswegen ist das der schwierigste Funnel. Aber wenn du zwei Tage bei mir bist, ist es auch mit einer der besten Funnel, weil dann hast du schon so ein kleines Yes-Set bekommen. Wo du sagst, ja, das stimmt, was er sagt.
[00:58:43] Ja, ist gut. Und die Seminare sind kostenlos oder bezahlen Leute auch schon dafür? Von bis. Wir haben Seminare, die sind kostenlos. Wir haben Seminare, die haben eine kleine Hürde, aber auch nicht viel. Eigentlich fast so 49 Euro. Okay. Also niedrigschwellig, um es sich mal anzugucken. Das sind gute Seminare, aber bei aller Liebe, du musst das Thema wirklich beherrschen. Du musst eine Bühnensau sein. Ja, du musst die Leute begeistern können. Du musst abliefern können.
[00:59:12] Das ist auch super anstrengend. Ich bin ja zwei Tage auf der Bühne von morgens bis abends. Und ich gehe nicht von der Bühne und sage, jetzt gehe ich im Wellnessbereich, sondern danach. Dann wollen ja alle mit dir reden. Dann ist ja der eigentliche Action nochmal. Fotos. Ja. Teilweise Autogramme, ja. Teilweise viel eins zu eins. Matthias, ich habe ein Problem. Matthias, ich fühle mich manchmal wie ein Anwalt, der ganze Zeit dann Probleme bekommt. Und ich die löse dann. Also das macht mir Spaß. Das kannst du nur machen, wenn du wirklich viel von dir als Person gibst.
[00:59:42] Und wenn du es auch willst. Weil, wenn ich zwei Tage sowas habe, bin ich Montag. Ich meine, wirklich ist wieder ein Muster, was ich erkannt habe. Muster erkennen. Platt. Ausgelaufen. Das glaube ich. Emotional. Ja, weil ich, ich bin wirklich einer, ich liebe es auch, Energie zu teilen. Ja, also, ich wurde mal angekündigt, Langsess Arena, 10.000 Menschen. Dieser Mann verschenkt sich der Welt. Matthias Aumann. Ich liebe es. Wuff.
[01:00:12] Ja, ich liebe es, Energie zu teilen. Und das ist das, was ich vielleicht am Anfang meinte. So, diese Gabe, es macht mir Spaß. Aber ich merke auch, wenn ich zwei Tage meine gesamte Energie Leuten gegeben habe, und ich rede auch zwei Tage nonstop auf der Bühne mit einer hohen Frequenz, dann bin ich Montag erst mal platt, emotional, energiegeladen. und so, da muss einmal wieder so wie ein Akku aufgeladen werden. Das kann ich mir vorstellen. Ich würde aber, und das ist das Spannende, das hatte ich auch schon, ja, müsste ich Montag
[01:00:42] das machen, wieder, Event. Ich habe auf einmal die Energie wie vorher. Also, das ist wirklich faszinierend, eine Bühne gibt mir Energie. Und wenn ich da bin, gibt mir das Kraft und Energie. Wenn ich verkabelt bin, bin ich ein anderer Mensch. Auch wieder Stichwort Identität. Da musst du performen. Buff, Buff, also Bulldozer, ehrlich. Ich kann das nicht beschreiben. Wenn ich so wie auf der Bühne zu Hause wäre, dann würden die Kinder Angst haben wahrscheinlich. Was ist mit Papa los?
[01:01:11] Natürlich bin ich da normal. Ich wirkte heute ein bisschen intensiv. Ja, Leute müssen die Energie auch mitnehmen. Intensiv, ja. Du schaffst die Ausaufgaben. Was hättest du, was hättest du gerne früher über Content Marketing gewusst? Eine Sache, eine Sache. Menschen lieben Entwicklung. Menschen lieben es, dich zu begleiten, wenn du dich entwickelst und sie da ein Teil von sein können und dich dabei zu begleiten. Die Transformation zu beobachten.
[01:01:41] Genau. Das lieben Menschen. Und das ist so wichtig, weil das heißt auch gleichzeitig, du kannst dich jetzt zeigen, wie du bist und nimm die Leute mit auf die Reise. und Social Media in der Welt, wo ich Social Media gestartet bin, was Social Media 100 Filter 20 mal irgendwie noch was verändern. Es muss immer perfekt sein. Und ja, soll gut sein, du darfst dich nicht in schlechte Licht rücken, das meine ich damit nicht, aber du darfst authentisch sein in deiner echten Wahrnehmung,
[01:02:11] wie du bist, die Menschen mitnehmen. Und das hätte ich gerne früher gewusst, weil ich habe immer die ersten Jahre auch gedacht, das perfekte Szenario, das perfekte Bild. Das ist Bullshit. Menschen lieben, die riechen das auch durch die Wand. Ob das echt ist oder nicht. Ja, interessant. Es gibt dieses Storytelling-Prinzip. Das heißt, eine gute Story ist eigentlich ein 5-Sekunden-Moment der Veränderung. Also, jeder Film, und wenn man dieses Framework mal gesehen hat, dann erkennst du es an jeder Stelle. Jeder Film ist darauf aufgebaut,
[01:02:41] dass am Anfang eine Person auf eine gewisse Weise agiert und im Laufe der Zeit konfrontiert wird mit irgendeiner Situation und sich dann ändert. Und dieser Moment, dieser 5-Second-Moment of Change ist eigentlich der Kern der Geschichte. ganz interessant, sich damit zu beschäftigen und dadurch zu sehen, okay, das ist das, was die Leute anzieht. Genau, glaube ich auch. Die wollen sehen, dass eine Person als Version A reingeht, als Matthias 1.0, als 2.0 rausgeht. Und Shaya, wir haben eben gerade davon gesprochen,
[01:03:10] dieses Gerilla-Marketing-Video, die Videos vor Gärten, also, im Zeitraffer. Das ist eine Transformation. Ist das Gleiche. Ich gucke das, bis das durch ist. Ja, so geil, oder? Meine zweite Lieblingskategorie sind die mit dem Hochdruckreiniger. Ja. Und mit dem Kerlchen da durchgehen, noch geiler. Ja, alles, wo Entwicklung ist, gucke ich mir gerne an. Okay, interessant. Und wie wendest du das im Content-Marketing jetzt an? Ja, im Content-Marketing ist klassisch, so, das ist jetzt Hero Story, ist eine klassische Hero Story, eine Fallstudie.
[01:03:39] So war es, das habe ich gemacht, so ist es heute. Und das ist A, wichtig für Referenzen, aber B auch, also Referenzen, macht das mit euren Kunden genauso. So war der Kunde, das habt ihr mit den Kunden gemacht, so steht der Kunde heute da. Ich habe eine Ad von dir gesehen, die passt gut rein. Ja, genau, der Philipp. Der Philipp. Hier ist eine Ad, Philipp, stabiler Typ, steht da, und da steht, so konnte Philipp seinen Umsatz von 980.000 steigern auf 14 Millionen. Ist geil. Der Typ, der sieht erstmal real aus, so, ich sehe, das ist jetzt kein Schauspieler,
[01:04:09] sondern der sieht irgendwie, Philipp kommt aus Kassel, ist ein Elektrounternehmer, mit dem arbeite ich seit vier und eine halbe, fast fünf Jahren. Ich finde es ein geiler Ad, weil es zum einen Trust erzeugt, zu sagen, ah okay, da hat jemand irgendwas geschafft, weil es diese Transformation highlightet, von A nach B, und weil es diese Neugier weckt, dieses Curiosity Gap, zu sagen, ja wie hat er das denn jetzt gemacht, von einer Million auf 14? Also, ich will halt alleine draufklicken, um zu sehen, wie es weitergeht. Auch das ist ja Teil von Storytelling. Wie geht es denn weiter? Tausend, eine Nacht? Genau,
[01:04:38] weil für viele ist schon eine Million auch ihr Ziel. Für viele ist da draußen eine Million ein Ziel. das erste Mal den siebenstelligen Bereich, aber 14 Millionen ist so weit weg, die Insel für die, wo die sagen, das sprengt die Identität wieder. Den Glauben daran, das ist das fast im Moment. Und ist ja real, den können wir googeln. Philipp Seger. Philipp, falls du es siehst, lieben Gruß. Shoutout an Philipp, Glückwunsch zum guten Umsatz. Ja.
[01:05:08] Und der Transformation. Genau. Warum hat die Coaching- und Beratungsbranche manchmal einen schlechten Ruf? Weil es da so viele Scharlatane gibt, so viele Spinner und schulkluge Berater, die noch nie eine müde Mark eurer Umsatz gemacht haben, die noch nie Mitarbeiter eingestellt haben, gar keine Ahnung haben von Unternehmertum, die aber zeigen wollen, wie baut man ein Unternehmen auf? Also, ich nenne es jetzt mal Matcha, Latte,
[01:05:38] Saufhinde, Work from anywhere, Spinner. Im Zweifel aus Dubai. Ja, also, es gibt einfach so viele, die sind irgendwie vom Hörsaal in den Beratersessel gewechselt und haben noch nie... Also, kein Track Record, selber nichts gebaut, aber wollen anderen beibringen, wie die Welt funktioniert? Ja, also, bei aller Liebe. Das ist wieder die Identität. Ich habe eben gesagt, Identität kann man nur erfahren. Du kannst... Erfahrung ist erfahren. Das heißt, hast du es erfahren,
[01:06:08] dann hast du die Erfahrung und du kannst dann zwischen den Zeilen Menschen helfen. Ich sage immer, die Dinge, die ich kann, die habe ich jetzt mit dem Buch nicht gelernt, die brauche ich jetzt nicht ausfindig lernen, weil ich rede von meiner gelebten Erfahrung und das, was ich nicht kann, kann ich dann auch nicht beibringen. Und es gibt einfach so viele da, die haben es nicht erfahren, sondern aus dem Buch gelernt. Oder noch schlimmer, gut geklonte Kopien von anderen. Ja, also,
[01:06:38] wie ein schönes Buch mit einem wahnsinnigen Layer, aber ohne Inhalt. Es gibt ja so viele, ich kann da auch ganz viele von nennen, dass sie quatschen einfach eins zu eins meine Phrasen nach. Das ist ein geiler Satz, der passt. Ehemalige Mitarbeiter auch. Also, wo ich denke, ja, das ist alles gut. Ich habe das beigebracht, ja. Aber das ist ein Unterschied, jetzt noch.
[01:07:07] Ob jemand den Weg davor schon gegangen ist? Komplett. Was an der Kritik an dem Segment, würdest du sagen, ist fair? Alles. Es ist ja alles fair. Wenn du das Spiel richtig spielst. Es ist ja alles fair. Es gibt ja nichts Besseres. Ich sage, eigentlich bin ich viel zu günstig. Ja, ich meine es auch wirklich ernst. Theoretisch. Weil, pass auf, der Wert, den man bekommt bei mir,
[01:07:35] den nimmt dir nie wieder einer weg. Nie wieder. Weil, ich gebe dir eine immaterielle Fähigkeit, dass du auch alles als annehmbare Herausforderung sehen kannst und die Lösung findest. Und ich gebe dir so einen Baukasten an Lösungen. Sei es, du hast den Tag, wo dir alles genommen wird. Kann passieren. Du kannst mit meinen Fähigkeiten wiederkommen und dir alles zurückholen. Und darum geht's. Was glaubst du trotzdem? Ich folge dir total. Und ich habe in meinem Leben
[01:08:05] Zehntausende von Euro für diverse Beratungen, Trainings, Coachings, alles Persönlichkeitsentwicklung, Retreats, Workshops ausgegeben. Und bin total auf deiner Seite und frage mich trotzdem, wieso gibt's vor allem in Deutschland eine vergleichsweise geringe Bereitschaft in sich selber, in seine Fähigkeiten, in das, was du gerade beschrieben hast, zu investieren? Also ich merke, die Bereitschaft wird immer und immer und immer mehr. Immer mehr. Als ich gestartet bin, gab's keine Coaches. 2012.
[01:08:35] Da gab's keine Coaches. Bestimmt, aber die waren nicht sichtbar. Und das waren dann eher so IHK-Typen. Aber es gab nicht Coaches und Agenturen und sag doch mal 2012, ich gründe eine Social Media Agency. Was für eine Religion? Gab's ja nicht. Es gab damals fünf, sechs große. Das waren Dirk Kreuter, aber der war damals noch klein, und Jürgen Höller. Das sind so Vertriebstrainer im Grunde oder so. Bodo Schäfer.
[01:09:05] Das könnte man doch sagen, vielleicht ein Hermann Scherrer und zwei, drei andere. Ja, aber das sind alles eigentlich, das sind so die Dinosaurier. Nichts gegen die jetzt, ja. Die sind aber die, die es früher gab. In den 90er gab's noch Emil Rattelband und so Tony Robbins. Dann kam irgendwann der Christian Bischof. so, die kannte man. Das waren so, könnte man sagen, die, die den Markt, finde ich, beherrscht haben. Weil es gab bestimmt dann ganz viele kleinere, die waren aber nicht so in der Sichtbarkeit.
[01:09:35] Das waren die, die groß waren. Und dann gab es irgendwann, wenn ich sage, dann kamen die neun, wo ich zugehöre. Aber dann gab's irgendwann so 2016, so fing's an, 2017, wo viele neue dazukamen. Und ich würde sagen, ich war einer der nächsten Generationen. Als du auf Social Media groß wurde, als Facebook überall präsent war, als du Ads schalten konntest, Instagram, da war das genau die Zeit, wo du noch Underpriced Attention hattest in Social Media. Damals gab's
[01:10:05] Chris Delius, der hat so Online-Marketing damals gemacht, so ein Gedöns, ja. Seine Geschichte, so die Story jetzt vom Fließbandarbeiter bei Mercedes, glaube ich, zum Multi-Unternehmer online, so, keine Ahnung. Dann gab's einen Alex Fischer, Düsseldorf, also Immo, Immo, ja, den gab's damals. Der hat das Buch reicher als die Geissens gemacht. Ah ja, okay. So, und dann kam Dirk Kreuter mit Entscheidung Erfolg. So, und die drei, also Chris, Stelius, Alex,
[01:10:34] Müller und Dirk Kreuter, die hatten Free-Plus-Shipping-Modelle. Bücher. Ja, also, da waren ja Bücher. Das war deren Funnel. Du sagst, okay, das war ein Buch geschrieben. Das waren die ersten Free-Plus-Shipping-Modelle, die so ein bisschen durchgingen. Heißt, ich krieg's Buch umsonst, ich muss nur DL bezahlen können. Wobei von Chris Delius, das war eigentlich nicht mal so wirklich relevant, ja, also no front, aber ich glaube, das war jetzt nicht so auf so einer Erfolgsepoche wie bei den anderen beiden. So, die beiden waren die ersten und damit sind das Internet-Prominente geworden.
[01:11:04] Und diesen Begriff, den gab's vorher gar nicht. Es gab keine Internet, also nicht in unserer Branche, ja, es gab, ich war in der Branche ja noch nicht mal, aber das waren auf einmal die ersten Internet-Prominenten. So könnte ich das jetzt titeln. Das bedeutet, die Leute, die sind in die Sichtbarkeit gegangen durch Ads, Videos, Hero-Stories und so weiter. Und die alte Garde, die hat's halt nicht gemacht. Die Welt hat sich aufgeteilt zwischen denen, die Social-Media-Ads verstanden haben
[01:11:33] und Content-Marketing und denen, die es nicht angefangen haben. Genau. Und dann bin ich da irgendwann auch mit 2016, 2017 reingegangen mit meinen ersten, ich war eins der nächsten Bücher, deswegen ist Mainz so geisteskrank auch durch die Decke gegangen. Nicht schulklug, sondern straßenschlau. Das kam ja aus dem Nichts. Der Phönix aus der Asche, der Gärtner, ich mein's wirklich ernst, der Gärtner, auf einmal, was macht der denn jetzt? Und das Buch hat sich am ersten Wochenende mehrere tausend Male verkauft.
[01:12:03] Ja, wie geil. Du hast es verkauft, nicht für Free rausgegeben? Ja, also Free Plus, Shipping heißt ja, pass auf, Buch umsonst, beteilige du dich beim Shipping, also beim Versand. Komm, ich hab das Buch auf Eigenkosten gedruckt und du bezahlst den Versand, ich schick's den nach Hause. So, das heißt, du hast dann 5, 6 Euro investiert, da wurde überwiesen. So, aber natürlich, das Geld geht drauf, ne, weil Versand, Druck, Druck, Arbeit, alles, Werbung und so weiter. Aber die haben ein echtes Produkt
[01:12:32] und so bin ich auf einmal wie der Phönix aus der Asche da gewesen und seitdem auch nicht mehr weg, also nur seitdem aufgebaut, gewachsen und ich will nicht sagen, die Dinosaurier von früher. Aber, so, es gibt Leute jetzt, wo ich früher drauf geschaut hab so und ich bin, ja, ist schon gut geworden. Schon gut geworden. Was ist die dunkle Seite vom Erfolg und von dieser Social Media Aufmerksamkeit? Ich find gar keine. Läufst du hier durch Palma
[01:13:01] und Leute wollen Selfies machen? Ja. Ist kein Scheiß. Nicht, dass man das jetzt verwechseln mit Star-Allüren oder mit es sind Unternehmer, die mich kennen, sonst keiner. Ich bin nur in der Unternehmer-Bubble bin ich bekannt, weil ich habe einen hohen Ad-Spend, also ich gebe jetzt gerade im Durchschnitt 350.000 bis 400.000 jeden Monat aus. Okay, das heißt im Jahr Spend, du sagst so 25 Millionen Umsatz machst du, du gibst auch 5 Millionen im Jahr für Ads aus. Du kannst sagen, 20 Prozent vom Umsatz geht schon an
[01:13:31] Meta, Google und so weiter. Ja. Und in meiner Prime-Phase war so 2023, da hab ich teilweise 900.000 Euro in einem Monat ausgegeben. 900.000 Euro in einem Monat? Nur auf Facebook. Da kennen viele Leute dein Gesicht. Ja, klar. ich kann, das ist wirklich kein Schmarrn. Wenn ich durch Palma gehe, also ich bin letztens mit Bekannten aus Kloppenburg hier in Palma gewesen, da war mir wirklich unangenehm. Die haben, die kennen mich ja, ich bin doch Kloppenburger, also du bist Matthias. Sondern wir wurden
[01:14:01] viermal in einen Nachmittag angesprochen und zwei haben Selfies gemacht. Und die haben gesagt, bist du jetzt berühmt oder? Die sagten, nee. Ich gebe einfach viel Geld im Internet aus. Ja, genau. So ist es. Faktisch gesehen genau so ist es. Oh mein Gott. Es ist egal, wo ich bin. Wir waren letzte Woche auf Ibiza, gehen wir irgendwo in einen Club, die hat ich angesprochen. Aber nicht an dem Punkt, dass es für dich unangenehm ist. Überhaupt nicht. Du kannst damit leben. Überhaupt nicht. Einmal war es ein bisschen komisch, das war dieses Jahr in Bergisch Gladbach. Da bin ich durchs Restaurant
[01:14:31] gegangen, war Mittag mit meiner Frau essen und Freunden und ich merke schon, der eine guckt mich so komisch an. Aber so komisch, komisch. So, bin ich auf Toilette gegangen, dann habe ich gemerkt, das steht auch auf. Ich bin aber auf Toilette gegangen, ist mir nicht gefolgt, aber wo ich dann rauskam, stand da vor der Toilette. Ich sage, hey, du bist doch Matthias Aumann, oder? Das ist kein Scheiß. Okay, das ist jetzt, komm. Ich sage, ey, ich bin Zaumbauer und pass mal auf. Ey, was machst du denn jetzt hier? Warum sitzen wir denen da? Die kommen ja auf Bergisch Gladbach, kenn ich. Ich sage, ja,
[01:15:00] habe ich einen Business-Termin. Ja, ist das Wahnsinn, ja. Aber, ich sage, habe mir die Geschichte angehört, ja, habe ich ihn direkt eingeladen zu den Unternehmer-Tagen. Und, kommt er? Ja, nee, war ja schon. War ja schon. also, hat Vorteile. Was ist das Schwierigste für dich im Aufbau deines Unternehmens gerade? Wenn du deine Probleme in der Reihenfolge bringen müsstest, was steht auf dem Treppchen? Ich habe ja gesagt, das neue Spielfeld bauen, SaaS-Lösung, Software. Weil, ich muss mich neu erfinden.
[01:15:31] Und, das ist das Schwierigste und Schönste zugleich. Ist das eine Frage, die du gestellt bekommst? Also, ich würde sagen, wer sind meine Lieblingsberater und Coaches? Die heißen Claude und ChatGPT und Gemini. Also, wirst du das gefragt? Matthias, kostet 24.000 Euro, meine ChatGPT-Subscription ist günstiger. Kann die mich nicht auch coachen? Nein, also, gar nicht. Also, die Frage habe ich noch nicht bekommen. Ich denke, Wieso musst du dich trotzdem neu erfinden? Wie lange gibt es Claude, lieber Felix?
[01:16:01] Wie lange nutzt du das? Ein, zwei Jahre? Niemals. Claude? Ich bin Early Adopter. Nein, das glaube ich nicht. Ein, zwei Jahre? Also, ChatGPT seit 2022. November 2022. Das ist jetzt dreieinhalb Jahre her. Ein Claude auf jeden Fall später. Also, ja, also, OpenAI, ChatGPT gibt es tausend Tage, also 23 so circa. Also Ende 2022. 23 kamen die meisten. Genau, 23. Ich weiß noch, die ersten G-Versuche damit, habe ich nur so rumgeblödelt. Ich habe Claude am Anfang
[01:16:31] für Textgenerierung genutzt. Also, es gab mal eine Zeit, wo gefühlt die Textgenerierung bei Claude besser war als bei ChatGPT. Und dann kam ja die ganze Welle, dass Code geschrieben wurde und die Agents und so weiter. Und Heavy User bin ich seit, äh, wahrscheinlich zwei, drei Monaten oder so. Ja, genau. Das würde ich auch sagen, weil die meisten kommen jetzt so seit acht Wochen, so würde ich sagen, bis in der Cloud-Bubble, ja, so, wo der Algorithmus, ist nur da, so. Ja, klar. Was passiert da wieder in drei Monaten? I don't know. Also, worauf will ich gerade hinaus?
[01:17:01] Ich stelle einigen nochmal das Internet erstmal an. Und nur weil wir jetzt gerade so drüber sprechen, als ob es das Normalste der Welt ist, ist das bei vielen da draußen, glaube ich, nicht der Fall. Die kennen das, ja, aber sie nutzen es dann vielleicht nicht richtig. Meine Aufgabe, ich habe auch ein eigenes KI-Coaching, also KI-Beratung. Wir haben ja auch ein eigenes KI-Team, Software-Team, 13 Entwickler haben wir. Also, wir machen ja auch KI-Beratung für unsere Partnerbetriebe.
[01:17:31] Das machen wir auch. Also, wir bringen ihnen das ja bei. Du kannst alles, alles, was du willst im Internet finden, an Wissen, bin ich mir sicher. Du weißt aber nicht, passt das für mich, nur weil es im Internet steht. Du hast deswegen den roten Faden nicht und du hast deswegen immer noch keinen, der mit dir gemeinsam das implementiert und dir das Gefühl gibt, du bekommst von mir jetzt die Fähigkeit und ich helfe dir dabei, du schaffst das. Und du kriegst nicht die Energie und auf keinen Fall die Zugehörigkeit? Nee.
[01:18:01] So, aber warum muss ich dann das neue Geschäftsmodell entwickeln? Da war ja die Frage. Und was deine Probleme sind? Weil ich weiß nicht, was in drei Jahren ist. Ich weiß nicht, was in zwölf Monaten ist. Deswegen habe ich ja gefragt, wie lange nutzt du Claude? Ich würde sagen, ich habe es seit acht Wochen erst entdeckt. Ja? Also, ich wusste letztes Jahr, vielleicht war ich letztes Jahr auch schon vielleicht, aber ich glaube, nee, ich glaube, Januar, Februar maximal. Und mittlerweile habe ich Schildschüppig die gar nicht mehr. Das ist krass, oder? Wie schnell sich das dreht. Ja. Und vorher hatte ich gedacht, ich glaube,
[01:18:31] ich habe sogar noch ein Video im Winter gemacht, ohne Schätschie-PT könnte ich gar nicht mehr. Jetzt habe ich Schätschie-PT nicht mehr. Naja, verrückt. Okay. Also, ich muss das Spiel. Neuer Finden ist eine Challenge. Ja, das Ding ist, und das ist ja wirklich auch das Schwierigste am Unternehmertum. Du musst das Bild, die Idee der Zukunft haben und das muss sich lohnen, dafür zu arbeiten. Also etwas erschaffen, was es noch nicht gibt. Ich bin, ich weiß es, in einigen Jahren wieder in einem Blue Ocean.
[01:19:01] Also, Blue Ocean ist kein blutverseuchtes Gewässer, wo alle um Preise kämpfen. Coaching ist Masse, Mainstream, alle kämpfen darum. Also, wir haben einen guten Ruf, wir sind seit sieben Jahren mit 5.500 Beratungen am Markt. Also, wir sind wirklich geil. Ja, wir sind wirklich gut. Muss man auch mal sagen über sich selber. Ja, wir sind gut. Ich liebe meine Firma, die ist wirklich gut, weil wir geben alles für unsere Kunden, das merken die auch.
[01:19:31] Jeder, der bei uns im Büro war, sagt, was ist das hier? Aber, in ein paar Jahren wird das Spielfeld anders aussehen? Und ich weiß es. Und jeder, der nicht blöd ist, sollte es auch kapieren. Und deswegen baue ich mir jetzt etwas. Ich setze jetzt die Schienen, wo später meine Züge drauf fahren werden. Und das heißt, du hast Entwickler eingestellt, du investierst in Software, du baust eine eigene KI-Lösung, das sind alles die Initiativen, um dich selber zukunftsfähig zu machen. Radikal nach vorne. Aber wirklich.
[01:20:02] Und deswegen ist das ungewiss, anstrengend und gleichzeitig schön. Ich glaube, dass es anstrengend ist. Also ich meine, wenn ich mir deinen Alltag vorstelle, dein Kalender ist voll, du reist durch die Gegend, du machst diese Seminare, du bist da irgendwie von Instastory über TV-Studio, über Coaching-Call. Also ich merke es bei mir selber, also für mich ist das Schwierigste, gerade Family zu balancieren mit Business und innerhalb von Business diese ganzen verschiedenen Themen zu machen. Podcast hier, Investmentstar, mit Gründern, Events zu organisieren. Also ich komme da auch total.
[01:20:32] Eigentlich ist Family ein Volltime-Job. Natürlich. Und auch vier Kinder. Ja, vier Kinder, aber ich habe zwei. Ich denke, für mich ist es nicht vorstellbar, mehr als zwei, wie das funktioniert. Also der wahre, heftigste Hebel ist die richtige Frau. Fair? Ja, 100%. Also meine Frau Anastasia, das ist wirklich auch eine Maschine. Also die ist wirklich gut. Shoutout an Anastasia. Ja. sitzt draußen. Und dann Jana, meine Frau, die hat, glaube ich,
[01:21:01] noch nie einen Podcast gehört. Vielleicht schickt es ja jemand. Jetzt ja. Jetzt ja. Wahrscheinlich. Ja, das ist wirklich, also das ist der wahre Hebel. Also Erfolg beginnt zu Hause. Wenn du zu Hause jemanden hast, der dir die Hölleis macht, der nicht an die Ideen glaubt, der immer wieder sagt, warum tust du das, das wird doch schief gehen und so weiter. Ja, du hörst ja bis zum 18. Lebensjahr, ich glaube, 150.000 Mal, das schaffst du nicht, du bist zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, junge Mädchen und irgendwann heißt es zu alt. So,
[01:21:30] das heißt, wir hören doch so oft schon Überzeugung, dass es nicht klappt. Ja, negative Autosuggestion. Und wenn du jetzt auch noch zu Hause jemanden hast, in der Partnerschaft, in der Ehe, die auch nicht an deine Ziele glaubt und dich nicht unterstützt, wirst du es nicht packen. 100 Prozent. Was war der dunkelste Moment im Aufbau deines Unternehmens? Was war ein Tiefpunkt, über den du noch nie gesprochen hast? Ich habe so viele. Also ich würde sagen, es geht immer mit dem Tod. Ich habe schon zwölf Mitarbeiter beerdigt,
[01:22:01] also im Laufe der Jahre, ja. Auf dem Hinweg, ein Beispiel, zu uns, von der Anreise ist jemand gestorben auf der Autobahn. Jemand ist beim Angeln im Urlaub ums Leben gekommen. Jemand hat sich das Leben genommen. Also ich habe schon, ja, über zehn Mitarbeiter in 13 Jahren Unternehmertum durch den Tod verloren.
[01:22:30] Also das ist natürlich hart, aber das ist, das gehört nichts zum Unternehmertum dazu. Also das kannst du nicht steuern. Das kannst du nicht steuern. Aber das ist hart. Wie hast du das navigiert? Wie meinst du das? Also wie hast du, das für dich persönlich gehandelt und aber auch das Unternehmen und die Mitarbeiter mitgenommen ist ja auch für alle. Also ein Riesenschock für. Ja klar, das ist scheiße. Das ist richtig schlimm. Ja, wie handelt man das? Wie handelt man den Tod?
[01:23:03] Man hält zusammen, sorgt für die Familie, also für die Verbliebenen und dann des Todesopfers in Form von hey, die Belegschaft hat etwas zusammengelegt für, bei Beerdigung etc. ist alles teuer. Also der letzte war jetzt im Dezember 2024 und so alt wie ich. das ist das Schlimme. Ja. Und ja, wie handelt man das? Man hält zusammen
[01:23:32] und kümmert sich um die Familie. So gut wie es geht und so wie es einem auch zusteht. Weil ich finde das ja ein sehr intimes und sensibles Thema. Du kannst ja nicht sagen, wir übernehmen das oder wie auch immer, sondern man macht das, was man hofft, was andere auch vielleicht machen würden. Vielleicht so in dieser Form. Krass. Dann hast du so einen Einschnitt und musst zusammenhalten und trotzdem muss es ja irgendwie, trotzdem geht es ja irgendwie weiter. Ja, klar. Das geht alles
[01:24:02] ganz normal weiter. Und das ist hart, aber das ist nicht etwas, was das Unternehmertum jetzt so hart ins Wanken gebracht hat. Überhaupt gar nicht. Aber das ist hart. Das ist hart. Richtig beschützene. Was hast du über dich gelernt? Stichwort Mustererkennung bei solchen Krisen oder Tiefpunkten, die du dir das beschrieben hast, sind natürlich extrem und quasi extern verursacht. Oft haben Unternehmer auch interne Krisen. Was hast du über dich gelernt, was dir hilft
[01:24:32] in solchen Zeiten? Langfristiges Denken. Ich überlege mir immer, was sagt Matthias 2030 über diese Situation. Und über einige Situation lache ich. Und dann denke ich, okay, gib Gas. Ganz einfach. Und das hilft dir selber raus zu zoomen. Komplett. In doubt, zoom out, ist das so ein Sprichwort. Ja, komplett. Im Zweifel zoom raus. Und das ist auch das Wichtigste, die Fähigkeit wieder, alles als eine annehmbare
[01:25:01] Herausforderung zu sehen. Auch das geht vorüber. Ich habe so viele Probleme schon wirklich gehabt, wirklich heftige Probleme, wirklich schlimme. Also wo andere gedacht haben, uiuiui, das schafft er diesmal nicht. Und doch, es geht weiter. Gib mir mal ein Beispiel. Betrug, Mitarbeiter, CRM, exportiert. Nicht nur ein Mitarbeiter, sondern es stecken mehrere da drunter. Und dann wären es Dutzend D-Mitarbeiter. Und das sind wichtige
[01:25:31] Säulen, Freunde auch. Krasse Vertrauensbruch, das ist das Schlimmste daran, du hast mit den Leuten jahrelang im Zweifel zusammengearbeitet. Komplett. Ja, und wichtige Säulen. So, und so. Mitbewerber dann öffentlich darüber ablästern, ja. Also das ist so bescheuert. So, aber ich denke, ey, nicht, gib mir mehr davon, ja. Ja, ich sage auch nicht, dass mich das angeilt. Man muss ja nicht masochistisch sein, es reicht ja, die Probleme handeln zu müssen. Du musst sie dir nicht wünschen,
[01:26:00] aber du musst damit umgehen. Ja, ich sage auch nicht, dass mich das angeilt. So, die Probleme aber, ich merke immer, ich bin dann so ein fucking Bulldozer. Also, ich fahre zu Höchstleistung auf. Also, unermüdliches Arbeitsschwein. Wirklich. Du arbeitest die Probleme weg. Ja, nee, 10% Problem, 90% Lösung und jetzt voll da rein, aber voll Stoff. Ich glaube, das sind die Dinge,
[01:26:30] dieses Handeln, welches du dir dann selber beweist, verändert wieder dein Selbstbild so stark, weil du hast es erfahren, gelöst, positiv geframed, dass du denkst, Alter, krass gelöst, gut gelöst. Das sind Sachen, hört sich jetzt gerade eben so kurz an, aber wirklich mit Hausdurchsuchung, Wirtschaftskriminalität, also es ist ja wirklich kein Kavaliersdelikt, was ich da eben gerade erzählt habe. Und es nicht eben ganz schnell gelöst,
[01:27:00] dann waren ein paar Mitarbeiter weg, ging, nee, nee, nee, das war schon richtig, so als ob dir einer mit einem Baseballschläger, aber volles Met, dir einmal, puff, unten rein, aber richtig. In die Kniekehle. Ja, richtig. Oder wohin auch immer. Oh wow, okay. Weil du bist ja gefühlt erstmal so kurzfristig handlungsunfähig, so ein bisschen so, wo du denkst, okay, schnell navigieren, welche Richtung, wer muss wie, wohin, warum raus, wer weiter, okay, was übernimmst du jetzt? Aber, ich sage dir,
[01:27:29] und das kann ich heute wieder, zwei Jahre später sagen, bitter schmeckende Medizin. Weil? Ganz anderer Mensch geworden. Geisteskranke Fähigkeiten dazu gehören. Ja, ist interessant, es ist ja auch ein Stück weit eine Weiterentwicklung und eine Impfung, also wenn sowas im Kleinen passiert, dann baust du natürlich danach auch die Systeme und die Checkmarks und das System so, dass es nicht nochmal passieren kann. Wir hatten es gerade auch bei einer Beteiligung, auch großer Fall, auch so ein Thema, quasi Umsätze gefälscht
[01:27:58] von einem Vertriebsmitarbeiter, völlig grundlos, völliger Schwachsinn eigentlich, also war nicht mal so, dass er sich bereichert hätte, der war einfach nur, wollte seine Ziele erreichen, war ambitioniert, ist ja gut, Vertriebler sind ja gerne ambitioniert, also dann hat er halt angefangen, irgendwann im Kleinen und dann im Großen quasi Umsätze zu erfinden. Riesen Blow-up, hat fast noch eine Finanzierung gekostet von der Firma, Gott sei Dank haben die es gerettet gekriegt, aber da war es fünf vor zwölf, wegen so einer Scheiße, wo du denkst, das kann doch nicht wahr sein und am Ende ist aber
[01:28:28] jetzt natürlich auch eine systematische Frage dahinter, so wieso darf denn ein Vertriebler überhaupt Rechnungen stellen, wieso geht das denn so im System, dass der diesen Knopf, drücken kann und guess what, jetzt kann natürlich keiner mehr diesen Knopf drücken, aber das war eine sehr schmerzhafte Erfahrung, die dazu geführt hat. Ist aber auch kurz gedacht, oder? Weil, wenn die Rechnungen geschrieben werden, das Geld kommt nicht rein, müsste theoretisch entweder sofort oder nach x Tagen sagen, pass mal auf, wir haben da irgendwo... Das ist das nächste System, dann zu sagen, klar, die Rechnung war natürlich offen und das Geld kam nicht und dann musst du halt sagen,
[01:28:58] gut nach 30 Tagen, 60 Tagen, wie auch immer, also wahrscheinlich 90 Tage gedauert, bis die Firma das gemerkt hat, viel zu lang. Muss man künftig wie früher merken, wenn sowas passiert. Aber das lernst du natürlich sehr, sehr, sehr schmerzhaft. Und ich bin froh, wenn andere diese Fehler machen, nicht davon lernen kann und nicht mit eigenem Geld bezahlen, aber manchen muss man selber durch. Also wie ich vorhin sagte, du bekommst immer wieder diese Probleme, immer diese Fehler, du kannst sie nicht ignorieren. Das machen wir oft. Wir überfahren diese Stopp-Schilder dann.
[01:29:26] Wir bekommen so viele Warnhinweise, ignorieren sie, weil gerade wenn da vielleicht mit engen Mitarbeitern oder wie auch immer sind manchmal Emotionen drin. Wenn Emotionen steigen, sinkt die Intelligenz. Du sagst, ja gut, und ich würde sagen, es gab Warnhinweise auch bei mir. Hab sie aber ignoriert, bis ich irgendwann, richtig, dann ist es normal. Und dann musst du es annehmen. Und nur durch dieses Annehmen kannst du es lösen. Und daran darfst du wieder wachsen. Und deswegen sage ich heute, bitte schmecken die Medizin. War sehr gut.
[01:29:56] War sehr gut. Cheers. Cheers auf die Medizin. Ja. Du hattest diese Familieninsolvenz quasi und das war auch ein Event, mit dem du gestartet bist. Was würdest du sagen, wie viel deines Antriebs heute ist echte Mission versus Verarbeitung von Trauma? Verarbeitung von Trauma gar nicht. Gar nicht. Also, ähm, ich glaube, das wäre ein falscher Antrieb aus Angst heraus oder
[01:30:26] dafür habe ich viel zu viel Freude. Weil ich müsste theoretisch mir nicht diese Events 90 Tage, das ist, mir macht das Bullen Spaß, richtig Bock, äh, würde ich das aus einer Angst heraus machen oder so. Das würde gar nicht funktionieren. Und mein Arbeitseinsatz aus der Angst heraus ist unbegründet, weil die Firmen laufen, Umsätze sind gut, das ist nicht eine Traumaverarbeitung, sondern eher der Wille nach, und ich habe es vorhin gesagt, der Veränderung, sehen,
[01:30:55] wie weit kann man es treiben und wie weit darf ich daran wachsen. Weil das Leben ist Entwicklung und die Kurzformel für Glück ist Entwicklung. An den Zielen zu wachsen. Noch mal, der wahre Wert ist ja nicht, dass es sich materialisiert, sondern dass ich mehr Fähigkeiten bekomme, dass ich besser werde. Das ist das Schöne daran. Das eigene Selbstbild von sich zum Positiven weiter zu wachsen und die Integrität zu bewahren und verkäuflich zu sein. Nach den eigenen Werten und Ideen zu leben.
[01:31:26] Fühlst du dich frei? Jein. Warum ja und nein? Weil, ja, ich kann entscheiden, ich mache dieses Event oder nicht. Nein, wenn ich sage ja, muss ich es auch durchziehen. Ja, das ist dann so. Und du hast oft ja gesagt. Ja, ich plane. Du sagst zumindest dein Kalender. Und ich finde immer neue Events, weißt du, ich habe so viel Spaß daran und wo mein Team sagt, ey, nicht noch mehr, wenn es 90 sind. So, und dann habe ich jetzt wieder, ich kann das jetzt noch nicht spoilern,
[01:31:56] aber wir werden dieses Jahr noch acht weitere besondere Vertriebsseminare geben. Okay. Acht Stück. Richtig gute. Wir müssen dranbleiben, auch tausend alle Nacht. Da kommt noch was. Ja, ich habe so viele Pfeile in Köcher. Lieber müde als pleite. Ja. Was hat das mit dir gemacht? Mein Antrieb, das war das Trauma, ja. Also, am Anfang, ich will es auch nicht sagen Trauma, sondern, der Antrieb einfach, Eltern stolz machen, Geld verdienen, Ego befriedigen,
[01:32:26] Hauptschüler. Bei war ich. Und dadurch, den anderen das zu beweisen, das wird klappen. Das geht. Wieder Höchstform, Stress, Insolvenz, kein Geld, Papas Augen leuchten sehen, das schaffen das Papa, ich übernehme den Maschinenraum. Und, dieser unermüdliche Einsatz, und so habe ich mir früher immer selber gesagt, lieber müde als pleite. Ja, wirklich, geackert wie ein Pferd. Mache ich heute aber immer noch. Du hast gesagt, es gab Jahre, da bin ich durchgeritten,
[01:32:56] ohne vom Pferd abzusteigen. Wie wenn du mit dem ICE durch deine Branche mit 300 kmh durchdonnerst und die Türen offen hast. Ja. Das fand ich das geilste Zitat, was ich von dir gefunden habe. Ja, also, wenn ich jetzt mir auch die Vergangenheit anschaue, dann denke ich, what the fuck habe ich alles eigentlich gemacht, ohne in dem Moment zu bleiben. Also, weil einfach ein Termin den nächsten gejagt hat. So, verrückte Sachen. Und viele Termine, ohne diesen Moment zu genießen. Ein Beispiel,
[01:33:26] vor der Geburt von Isabel, meiner Tochter, hatte ich in der Woche davor sieben verschiedene Termine in sieben verschiedene Städte. Aber weil es dann geplanter Kaiserschnitttermin war, habe ich gesagt, doch gut, passt das ja. Ja, also, bescheuert, aber ich habe gesagt, doch, passt das ja. Ja, dann haben wir den Ludwig Erdpreis bekommen, einen der renommiertesten Wirtschaftspreise Deutschlands, also wirklich in Berlin, in der Meisterhalle, also, wo wirklich große, renommierte andere Unternehmen waren, also deutschlandweit bekannte Unternehmen. Und Altmaier,
[01:33:54] der ehemalige Wirtschaftsminister, hat mir dann den Preis überreicht, in der Meisterhalle in Berlin. Und, also, waren wirklich Politiker und alles und richtig geiler, aber die Herausforderung war, das war um 20.30 Uhr die Preisübergabe am Freitagabend und Samstag früh um neun musste ich vom Altar stehen, habe ich geheiratet. Geheiratet ist auch noch dazwischen? Ja, habe ich auch noch dazwischen. Meisterhalle, Altar, Kreißsaal? Ja, nee, der Kreißsaal war
[01:34:26] davor. Ach so, das war davor. Nee, das war davor, aber so, okay, kriegen wir hin. Bingo. Dann müssen wir es irgendwie, weiß ich, dann Maschine gemietet, geschadet hat. Würdest du es wieder machen? Empfiehlst du es jungen Gründern? Sagst du, gehört einfach dazu, so was zu geben? Ja. Oder gibt es einen anderen Weg? Nein, hört auf, alles in meine Watte zu packen, zu viele Auslandssemester auf Bali und alles bestimmt gut, aber hey, ich würde sagen,
[01:34:55] von 20 bis 30 gibt es nur ein Gas, Vollgas. Ja, ja, wirklich, put the pedal to the fucking metal. Gibt Vollstoff. Warum? Man ist oft nicht verheiratet, du musst niemanden irgendwo in der Rechenschaft ablegen, also du bist dann vielleicht noch nicht Vater oder Mutter, das heißt, du kannst einfach wirklich den Grundstein für ein richtig geiles Leben bauen und trotzdem genießen, weil wenn du das hast, was dir Spaß macht, dann fragst du dich in einer Viertagewoche.
[01:35:26] Für mich war es auch genau so, ich habe die 20er nur gearbeitet, ich fand es richtig geil. Ich habe viel gelernt und mir Freiheit erarbeitet. Ich habe eigentlich, seitdem ich 16 bin, nur so, seitdem ich 16 bin, arbeite ich so. Auch in meiner Ausbildung, ich bin mit 15 in die Ausbildung gegangen, sobald ich Roller hatte, oder, habe ich sofort Sachen gemacht, ja, am Wochenende, ja, gearbeitet. Im Studium hatte ich alle anderen Studenten angestellt, habe mir ein Logo gebaut, ja, da hieß ich The Green Man Group.
[01:35:56] Ja, es gab die Blue Man Group. Von der Blue Man Group abgeleitet? Ja, und ehrlich, ich hatte zur Höchstzeit acht andere Studenten. Und hast du auch Gartenpflege gemacht, oder was? Naja, richtig Gartendesign und Ach so, das war die Gartendesign-Ära, bevor du quasi reduziert hast und gesagt hast, nee. Ja, auch Gartenpflege auch, also das, ich habe dann wirklich Halligalli gemacht und ich habe wirklich im Studium auch geiles, gutes Geld verdient. Während andere dann aber auch Semesterpartys waren und dann irgendwie am 20. nicht mehr eine Pizza bestellen konnten,
[01:36:25] weil das Geld leer war, bei so einer Faulenzen, hatte ich mehrere tausend Euro verdient. Mehrere tausend Euro als Student. Also ich war, ich würde sagen, 40 Prozent im Hörsaal und 60 Prozent auf der Baustelle. Auf der Baustelle. Und habe dann die anderen auch noch aus dem Hörsaal, komm, die Vorlesung ist doch scheiße, komm, lass lieber ackern. Kein Scheiß. Und das Konzept ging so auf, wir wurden rumgereicht wie, wirklich, wie eine Boyband. Da waren alle junge wilde Phantasten. Wir haben alle richtig geil ausgesehen, meine ich ernst,
[01:36:55] wir haben alle richtig gut ausgesehen. Wirklich, wir waren alles Kerle richtig fresh, voller Koffer Ideen. Da seid ihr oberkörperfrei in den Garten eingelaufen. Im Sommer, teilweise wirklich, ich meine ernst, teilweise wirklich im Sommer, oben ohne. Wir haben wirklich, wir wurden rumgereicht, wie, das ist so hier, der Geheimtipp. In Osnabrück waren wir, würde ich sagen, bekannt. Und das Konzept ging auf. So, und
[01:37:25] was habe ich vorher gemacht? Hosen und so, die bei H&M. Ich sagte so, nur studieren will ich nicht, ich will Kohle verdienen. So, dann bin ich in die Stadt gegangen, so erstmal, so, ich hatte meine Garten- Landschaftsbaulehre gemacht, so, boah, jetzt im Gartenbau, mal was anderes, so, können wir forschen, mal einzulande. So, habe ich bei Pizza Hut, bei H&M, bei Zara, überall, reingeschmissen, Mango und so weiter, nur H&M hat mich genommen. Und 5,80 Euro, Hosen sortieren. 50 Frauen und zwei Männer.
[01:37:55] Ja, und das habe ich, glaube ich, sechs, acht Wochen ausgehalten. Ja. Ich sagte, das mache ich nicht. So, und dann habe ich überlegt, das war meine letzte Anstellung. Ja, ehrlich, ja, stimmt, das war meine letzte Anstellung. Und, äh, dann habe ich mich im Hörsaal so umgeguckt, so, hey, alles gelernte Gärten, alles hier. So, eigentlich, alle wollen doch auch Geld verdienen. So, so habe ich mein Logo gemacht, The Greenman Group, und habe dann gefragt, hey, pass auf, den allerersten Kunden, das werde ich auch nie vergessen, da war eine Frau aus Bad Eburg,
[01:38:25] ähm, die habe ich über MyHammer, oder wie ist die Seite, gefunden. Mhm, dieses Portal, wo du quasi, so ein Ebay, Kleinanzeigen für Jobs. Ja. Und da habe ich dir geschrieben, habe ich gesagt, ja, wir können das übernehmen, wir sind Gärtner, so, machen das nebenbei. So, und damit wurde der Funken gesetzt, und die war so begeistert, die Baustelle ging sechs Wochen oder so, ja, weil wir immer ja nur am Wochenende, Freitags, Nachmittags, Nachmittags und so weiter, wir konnten ja nicht von Montags bis Freitags durcharbeiten. Wir hatten ja wirklich Verpflichtungen, wir waren ja am Studieren. Klausurenphase war dann immer schwieriger und so weiter.
[01:38:56] Ich habe so viele Klausuren dann geschoben. Und, die hat uns, und wir waren wirklich, ich darf gar nicht sagen, wo wir mal gearbeitet haben. Wirklich gut. Wo habt ihr gearbeitet? Auch bei renommierten, Osnabrücker, Unternehmern. Okay. Ja. Aber da hat es ein T-Shirt an. Jaja. Mythos, Mythos Unternehmertum, also auch ein Buch geschrieben, was ist der größte Mythos im Unternehmertum? Der größte Mythos ist, ich muss alles selber machen. Also der größte Mythos ist, wieder nicht abgeben, ja. Also,
[01:39:25] und sich dann als Unternehmer betiteln. Dabei ist man maximal selbstständig. Ja, das ist ein gutes Bild, Fachkraft, Manager, Unternehmer, so diese drei Rollen voneinander zu unterscheiden. Am Anfang machst du natürlich alles, klar, weil du bist ja auch der Einzige. Aber irgendwann ist es wichtig, diese Rollen zu unterscheiden und zu sagen, ja gut, vielleicht wäre es besser, wenn ich die Unternehmeraufgaben übernehme und andere Leute die Fachkraftaufgaben machen. Exakt. Vielleicht können die es genauso gut für dich, vielleicht sogar besser. Ja, ja. Dieser interne Berufswechsel, der muss stattfinden. Muss man manchmal größer aussehen, als man ist? Ich fand deine Story geil, aber muss mal kurz erklären,
[01:39:55] warum du eigentlich eine Aktiengesellschaft hast. Warum ist dein Gartenbaubetrieb eine Aktiengesellschaft? Ich hatte kein Geld für eine GmbH. Und es gab damals die Energiewert AG, da waren sechs Gesellschafter drin, unter anderem auch meine Eltern. Und die hatten vor, das größte und innovativste Biogasanlagen-Energienprojekt der Welt zu starten. Das hieß Projekt Schwarze Pumpe in Cottbus. Also in Senftenberg Cottbus,
[01:40:25] irgendwo in der Lausitz. Und das Projekt wurde leider nicht gemacht. Und es war zum Scheitern verurteilt, weil es gab eine Gesetzesänderung im EEG, Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Und damit war das Projekt hinfällig. Das Geld, was die Unternehmer, die sechs Unternehmer, reingebracht haben, eingebracht haben in die AG, war aber aufgebraucht durch Projektierung und so weiter und so fort. So war die eigentlich hinfällig.
[01:40:54] Dann gab es diesen AG-Mantel quasi. Genau. Es gab eigentlich nur einen Bruchteil der Aktien, die was wert waren, ein paar Euros und eine Hülle. Theoretisch müsstest du diese Hülle eigentlich liquidieren. Also zum Amt gehen und sagen, hier, geschlossen. Die wurden nie liquidiert. Die wurden dann irgendwo so einfach von Jahr zu Jahr mitgetragen, ohne dass sie wirtschaftlich tätig war. Und das war wichtig.
[01:41:23] Weil theoretisch, wenn das Grund- und Stammkapital unter 50 Prozent in einer juristischen Person, also GmbH oder AG ist, bist du Insolvenzanmeldungspflichtig. Das muss man wissen. Und somit bin ich gestartet, genau mit so einer Insolvenzanmeldungspflichtigen AG eigentlich. Weil die Aktienanteile waren ja nur ein Bruchteil wert. Also waren deutlich unter 50 Prozent deutlich. Und ich habe dann von Apel und Ei mir all die Aktienanteile gekauft.
[01:41:53] War dann Hauptaktionär zu 100 Prozent. War meine eigene AG, die nix wert war. Hab mich zum Vorstand gewählt. Hab mir einen Aufsichtsrat gesucht. Hab die Satzung geändert. Das heißt, Satzung war vorher in der erneuerbaren Energien zu. Geändert zu Gartner Landschaftsbau. Und bin gestartet. Was hat das für einen Eindruck gemacht? Dann bist du da aufgetaucht. Sagst, hier, Matthias Aumann, Vorstand. Ich habe bei Vistaprint, war früher so eine Seite, ein eigenes Logo gemacht. So ein A, das gibt es heute immer noch. Habe ich selber entworfen damals.
[01:42:22] Hab mir Visitenkarten gemacht. Vorstand. B.eng. War ja Bachelor of Engineering dann schon. Im Studium. Matthias Aumann, Vorstand. Aumann, Grün AG. Und damit bin ich jetzt raus in die Welt. Hab Akquise gemacht. Wohnungsbau. Und so weiter. Und das hat einen anderen Eindruck gemacht. Warum? Niemand hat im Gartner Landschaftsbau eine AG. Und ich war der Vorstand der AG. Keiner guckt natürlich da rein und denkt, das Ding ist ja eigentlich hier nichts wert.
[01:42:51] Weil auch bei ganz großen Deals, die ich am Anfang gemacht habe, da hast du ein Gewerbegeschein oder irgendwas anderes mit beigefügt, gerade wenn du startest. Und dann stand da 300.000 Euro Stückaktien. Also pro einen Euro. Die waren aber ja nichts wert. Gar nichts. War ein paar hundert Euro wieder wert. gestartet. Und ja, so bin ich gestartet. Also sollte man sich besser verkaufen, ich sage es so, alles was du sagst, muss wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, musst du sagen.
[01:43:21] Du musst dich nicht selber in ein schlechtes Licht rücken, aber du musst dir gut verkaufen können. Aber wenn du das sagst und jedes Wort was du aussprichst, sollte wahr sein, muss wahr sein. Und das ist wichtig. Und würde ich das jemandem so empfehlen? Nein. Also es macht keinen Sinn jetzt irgendwie eine AG, deswegen zu machen. Aber bei mir war es so wieder wie die Jungfrau zum Kind. Da war es gesehen, hier war es erkannt, da Zusammenhänge. Okay. Ich hatte keine 25.000 Euro für eine GmbH.
[01:43:50] Deswegen hast du eine AG. Unglaublich. Und heute, deswegen mein erstes Ziel, natürlich erstmal das Kundenstammkapital, ja, also auf über 50 Prozent. Hast du wieder erhöht, ne? Ja, klar. Musste ich durch die Gewinne, ja. Und heute, die Idee ist auf einen unheimlich fruchtbaren Boden gefallen. Machen sieben Millionen. Ich bin da komplett raus. Die Firma läuft wirklich komplett ohne mich. Komplett. 75 Mitarbeiter. Wie viel kann da hängenbleiben bei einem Garten-Landschaftsbau mit sieben Millionen Umsatz?
[01:44:19] Also ich sage immer, optimaler Gewinn. Der optimale Gewinn ist der Profit minus die Zukunftsinvestition. Was meine ich damit? Zukunftsinvestition kann alles sein. Software, Maschinen, Infrastruktur, Mitarbeiterausbildung und so weiter. Und je nachdem, wie weit du die Zukunftsinvestition, wie weit du da rein investierst, umso weniger ist der Gewinn. Es ist komplett unterschiedlich. Aber ich habe nie
[01:44:49] einen Investstau. Nie. Mitarbeiter sind immer gut mit Maschinen, ausgelastet. Immer, wenn du bei mir und meinen Storys siehst, immer eine Amada von, ich glaube, sind 25 geile, gute Pritschen. Also mir ist wichtig, ich habe nie einen Investstau. Würde ich jetzt nur sagen, ich treibe nur den Profit hoch, dann hätte ich irgendwann ein unternehmerisches Selbstmordprogramm.
[01:45:19] Weil dann hätte ich irgendwann mal jetzt salopp gesagt den Zug verpasst an Investitionen für die Zukunft. Und heißt, wenn du vernünftig investierst, kann dann trotzdem eine Million hängenbleiben, 15 Prozent? Also in der Gartenpflege unwahrscheinlich. Also wenn du das auf sieben Millionen die Gartenpflege machst, dann mache ich das nicht mit der Gartenpflege im Abo. Nein, nein, nein. Dann hätte ich tausende Kunden. Sondern ich habe wirklich Wohnungsbau, Gemeinden, Kommunen und so weiter.
[01:45:48] Also es bleibt was von hängen. Alle können gut vom Leben. Sechstellig. Ja, wir sind, wir können da gut vom Leben und wir investieren auch viel. Ein bisschen Mittelstand kann aber ein paar Millionen Gewinn produzieren, oder? Bei 25 Umsatz? Auch da kann man viel verdienen, wenn man viel darauf schaut, dass man wenig ausprobiert. Ich bin wirklich... Probierst viel, du investierst viel, du baust neue Sachen, KI, Softwareentwickler. Ja, wirklich viel. Und das macht auch Spaß und ist auch gut. Okay, aber du musst dir trotzdem finanziell wahrscheinlich keine Sorgen machen mit den Unternehmen?
[01:46:18] 0,0. Was gönnst du dir durch den Erfolg, was bisher niemand weiß? Eigentlich nichts, also was jetzt niemand weiß. Ich bin eigentlich so, wie ich bin und transparent. Also ich gönne mir jetzt nicht irgendwie was ganz Besonderes, Teures oder irgendwas anderes. Aber 911er steht in Kloppenburg, nicht in der Nebenstraße? Nein. Ich hatte aber schon zwei. Auch ein Ferrari. Ja. habe ich alles schon durch, alle Spielzeuge. Alles wieder verkauft? Ja.
[01:46:47] Wie ist da die Kurve, wie wird eine Excitement-Kurve quasi die Spielzeuge zu nutzen, aber dann wieder zu sagen, nee, ich will sie nicht mehr? Die ist hoch. Also ja, die ist hoch, weil wenn du die Spielzeuge alle hast und du hast mehrere davon, dann hast du eher den Drang, du musst alle bewegen. Weißt du, was ich meine? Dann klingt es wieder wie eine neue Aufgabe. Also jedes Auto war geil, jedes Auto. Aber ich war auch immer irgendwie froh, wo es dann wieder weg war. Komisch. Komisch. Ja, aber verstehe ich.
[01:47:17] Und was ist in deiner aktuellen Ära quasi der beste Weg aus Geld was Schönes zu machen? Andere Erlebnisse schaffen. Ich schicke meine Eltern auf Reisen. Ich schicke die auf Zwangsurlaub. Zwangsurlaub? Ja. Also ich ermögliche wirklich meinem Umfeld viele Sachen. Und das finde ich schön. Meine Mutter, die hat eine neue Küche bekommen. Ja. Die schönste Küche, habe ich gesagt, weil es ihre letzte ist, sie haben umgebaut. Und ich habe gesagt, du wirst ja jetzt keine
[01:47:48] 0815 Küche hier außen. Nein, wir holen den besten Tischler und der soll planen und der soll dir das geilste bauen. Und Geld spielt keine Rolle. Scheiße, egal. Ist auch wieder so ein Spruch zu sagen, gell, wer sagt, Geld macht nicht glücklich, der hat noch nicht genug davon weggegeben an andere. Weil das ist ja wirklich ein Effekt, den Geld haben kann, anderen diese Erlebnisse zu ermöglichen. Ein Satz treibt mich an. Das passt vielleicht zu deiner Frage von, was treibt dich so an? Ist es Trauma verarbeiten? Oder eine Frage treibt mich an.
[01:48:18] Für wen macht es einen Unterschied, dass ich meine Ziele erreiche? meine Familie, meinen Kindern, meinen Eltern, meinen Mitarbeitern, meinen Kunden. Jeder hat ja irgendwo auch etwas davon. Und das treibt mich an. Ich will nicht sagen, ich bin jetzt, wie nennt man die? Ja, Gutmensch. So Philanthropen, die Geld spenden quasi. Das meine ich nicht. Das meine ich nicht. Aber auch das spende, ich spende auch Geld. Kinderheim, kleine Sträuche,
[01:48:49] da spenden wir regelmäßig hin, jeden Monat. So, so Sachen sind entscheidend. Weil für die Kinder macht das einen Riesenunterschied. Wie balancierst du die Frage, deine Zeit kannst du nur einmal investieren? Jeder von uns hat die gleiche Zeit. Jetzt machst du 90 Events pro Jahr, deine Kids würden vielleicht sagen, also, ja, also, wenn der 40 machen würde, würde ich mich auch drüber freuen, wenn er nochmal 50 Tage bei uns wäre. Wie beantwortest du diese Frage für dich? Also, Du müsstest es ja auch wahrscheinlich nicht machen. Keiner zwingt dich 90 Events zu machen. Ja, du kannst so einem Herren dienen.
[01:49:18] Wenn eine Katze jagt, jagt sie. Wenn eine Katze schmust, schmust sie. Wenn eine Katze schläft, schläft sie. Wenn ich auf einem Event bin, habe ich ein Event. Wenn ich aber Ferien habe, habe ich Ferien. Ich bin grundsätzlich, und das ist bei mir, ich würde sagen, mit der Geburt von meiner Tochter Isabel, ins Bewusstsein geraten. Denn mein erster Sohn, der kam 2012 auf die Welt. Und 2012 habe ich auch die Aumann Grün AG gegründet.
[01:49:47] Und jeder weiß das. Wenn man eine Firma gründet und man ist ein Rookie, also man hat keine Ahnung, man muss was aufbauen, Gegenwiderstände, die Insolvenz der Eltern. Ich habe, wenn ich heute auf der Perspektive, wenn ich heute auf die Vergangenheit schaue, oft die Zeit mit meinem eigenen Sohn unter der Arbeit auf der Prioritätenliste gehabt. Weil ich musste. Weil wenn ich es nicht gemacht hätte, wäre ich pleite. Und ich habe deswegen viel, ich will nicht sagen, ich habe trotzdem viel eine schöne Kindheit mit ihm verbracht, aber eine ganz andere
[01:50:16] wie jetzt mit meiner Tochter Isabel. Weil es einfach zehn Jahre später ist. Und ich bin viel weiter. Und mit der Geburt von meiner Tochter Isabel habe ich gesagt, alle Ferien sind wir weg. Also zwölf Wochen im Jahr, zehn bis zwölf Wochen sind wir weg. Osterferien haben wir gerade durch. Ich war mit Mats, da mache ich jetzt noch Quality Time mit Mats. In Rom alleine, mein Papa, Sohn, Quality Time. Jetzt waren wir auf Ibiza mit den anderen, also Patrick sind wir. Auf Mallorca waren wir jetzt noch.
[01:50:46] Über Ostern, Oster ersuchen, im Pienzalbons im Haus. Im Sommer sind wir auf Mallorca gewesen. Ferien sind Ferien. Trotzdem bin ich dann ein bisschen am Arbeiten. Aber nicht wie keine Events. Und ich mache dann schon fix mal oder ein Telefonat. Das ist logisch. Wie sollen deine Kinder den Unternehmer, Matthias Aumann, als Vater in Erinnerung behalten? Meine Kinder haben mir zum Geburtstag ein Glas geschenkt. Und in einem Glas,
[01:51:16] ein Marmeladenglas, nur an, ich glaube, 30 kleine Zettel drin. Und die haben da Botschaften drauf geschrieben. Und das sind so schöne Botschaften. So, danke, dass du uns so vorbeibringst. Danke, dass du dich um uns kümmerst und sowas alles. Und genau diese Botschaften, die da draufstehen, haben mir einfach gezeigt, hey, boah geil, Tränen gerührt, geheult. Das ist genau das, worum es geht. Das ist das Schöne. Also die Botschaften, die da draufstehen, so möchte ich in Erinnerung bleiben. Ich bin da, ich habe jetzt die Zeit, ich gebe ihm Wissen, ich gebe ihnen Kraft, Mut,
[01:51:46] ich helfe ihnen. Aber sie sollen auch auf eigenen Füßen stehen. Und ich finde, das ist das Schönste. Und so bin ich auch als Unternehmer. Ich glaube, damit habe ich einen guten Job gemacht. Ich will ja auch, dass meine Mitarbeiter sich entwickeln. Ich will tolle Kundenergebnisse haben. Man weiß gar nicht, wie oft man Kunden das Leben verändert hat. Man weiß es gar nicht. Man bekommt das dann so beiläufig mit, wenn einer den Brief schreibt oder wo das gar nicht auf dem Schirm hat. Das ist krass. Ja. Der Philipp Seger
[01:52:15] haben wir eben von gesprochen. Der hat mir das zum Beispiel mal gesagt. Der hat aus dem Nichts so eine lange Nachricht geschickt. Der hat sich nicht für den Umsatz bedankt, sondern hat gesagt, hey, ich werde gerade wieder Papa. Und das irgendwie mit so einem Abstand zu einem anderen Kind. Und sagte, ich kann mich jetzt aber aus der Firma rausnehmen und erstmal nur um meine Frau kümmern. so saugeil. Und hatte gesagt, danke, ohne dich hätte ich das nie geschafft. Und von diesen Nachrichten habe ich bestimmt tausende, meine ich ernst. Tausende?
[01:52:45] Tausende, ja, locker. Ich mache das seit sieben Jahren. Handgeschriebene Briefe, so viele WhatsApp-Nachrichten. Wir haben eine Doku gemacht Anfang des Jahres. Und da wollte ich genau solche Momente, so eine ehrlichen, authentische Momente von Kunden irgendwie in die Doku mit einfließen lassen. Zum Schluss als Abspann. Und habe einfach so eine Rundmail oder eine Instagram-Story,
[01:53:15] ich weiß gar nicht mehr was. Hey, ja, Wilk und sagt, hey, ihr habt eine geile Nachricht für dich, Matthias, schick mir einfach eine Sprachnachricht für die, die meine Nummer haben. Da kamen so viele Nachrichten, da habe ich fast Rotz und Tränkeholt. Und ein paar sind da drin. Und das ist schön. Cool. Ja. Und man weiß gar nicht, das war mir auch da nicht bewusst bei einigen wieder. Das ist auch echt interessant, auch bei diesem Podcast, witzigerweise, das ist ja auch so ein Projekt, was nebenbei entstanden ist, aber so viele Nachrichten, die da reinkommen von Leuten, die sich bedanken, dass sie irgendwie
[01:53:45] eine kleine Inspiration getankt haben, irgendwas umsetzen konnten. Also ich habe noch nie im Business so ein Projekt gemacht, wo einfach organisch Leute, die ich nicht kenne, Danke sagen. Ja. Mega geil. Also auch wieder Kategorie Tu was für andere. So ist es ja. Ja, und das ist wahrscheinlich auch, du steckst da viel Zeit und Energie rein. Wir haben eben drüber gesprochen im Vorfeld, wie lange das gedauert hat, bis wir beide auch hier sitzen. Monate. Ja, Monate. Und überleg,
[01:54:14] du steckst hier echt viel Geld und Energie und deine Zeit rein, das Wertvollste. und das machst du ja, damit ein geiles Produkt herauskommt, dass andere was davon haben. Und ich bin mir auch sicher, andere werden hier auch aus diesem Gespräch irgendwo einen Impuls haben. Das denke ich mir immer. Wenn du fünf Jahre an jemanden schreibst und sagst, ey, ich habe den Podcast gehört damals mit dem Matthias und ich fand das so geil, ich habe ein Gartenpflegebusiness gestartet. Wie geil wäre das? Also das wäre doch der beste Outcome von so einem Gespräch wie heute.
[01:54:44] Wenn deine Kids, wenn die jetzt im Teenageralter sind oder manche von denen, so in zehn Jahren sind die auch Anfang 20, so wie du damals, als du deine Firma gegründet hast. Vier Jahre dort bei einem noch. Vier Jahre noch bei einem. Und wenn der in vier Jahren, er oder sie? Ja, Max. Er, Max. Wenn der in vier Jahren zu dir kommt und sagt, Papa, ich will das genauso machen wie du. Ich mache mich selbstständig. Ich habe Bock, die 80 Stunden, Wochen zu schrubben. Ich schmeiße mich da voll rein. Bist du stolz oder bist du besorgt? Ne, geil. Warum? Hä? Aber super. Was soll er machen? Also ich finde das super.
[01:55:14] Weil am Ende, ich habe noch niemanden gesehen, der an zu viel Arbeit kaputt gegangen ist, also wenn es ihnen Spaß gemacht hat. Wenn es ihnen Spaß gemacht hat. Ich habe aber schon viele gesehen, die auf der falschen Stelle waren und das durchgehalten haben, obwohl jeder wusste, das ist nichts. Und sie wussten es auch. Also diese frustrierten Menschen. Boah. Also wenn einer Bock hat, was aufzubauen, gerade ich würde es Max, meinen Kindern, ich würde allen Jugendlichen
[01:55:44] das sagen. Max, dann kommen wir mal letztens da bei uns, Julian. Und da sage ich, Julian, was willst du werden? Da sagt er, mit 20 Millionär. Da sage ich, warum? Erzähl, wie willst du das machen? Finde ich geil. Ja. Und ich habe denen jetzt auch gesagt, Max und auch mein Sohn Mats, also Max ist mein Stiefsohn, also das Patchwork, aber es ist wie mein echter Sohn. Also alle, wir haben uns nie darum gekümmert, wir sind vier Kinder und sie sind wie echte Geschwister und wir haben nie irgendwie,
[01:56:13] da werden wir oft gefragt, wie habt ihr das gemacht? Weil alle denken, wir werden einfach zusammengewürfelt, alle in deinem Haus und alle wie echte Geschwister. Und so, ich habe Max und Mats gesagt, also Mats und Max, jetzt, ihr müsst euch im Ideal verwirklich, wenn ich an eurer Stelle, wenn ich jetzt KI komme. Also ich probiere dir so anzufixen. Und der Max, der ist schon geschäftstüchtig, also auf dem Schulhof. Was vertickt der da? Was vertickt der da? Muss man sich Sorgen machen? Wir haben einen Anruf bekommen. Ey, ich kenne so viele Unternehmer,
[01:56:43] wenn du die mal fragst, so was war euer erstes Business? Die haben auch Sachen auf dem Schulhof vertickt. Ja, wir haben einen Anruf bekommen von der Schule. Aber, witzig, Achtung, Max hat ein Rucksack-Business eröffnet, Süßigkeiten in den Supermarkt gekauft und auf dem Schulhof teurer verkauft. Süßigkeiten. So, Muster erkannt, welche Süßigkeiten laufen gut. Nur noch die geholt, ja. Im Sommer Muster erkannt, bei Amazon, so eine Mini-Tiefkühltruhe mit Powerbank, Wassereis. Achtung,
[01:57:13] dann waren sie schon zu dritt. Einer hat die Kunden rangeholt, also die anderen Kinder, der andere hat aus dem Rucksack verteilt, der andere hat die Kasse gemacht. Dann sagt er, wir wollen bis Ende der Woche 50. Ich so, ihr schafft 500. Geil. Kein Scheiß. So, und ja, jetzt ist eingestampft, wurde ein bisschen runtergefahren. Naja, war zu gewerblich für die Schule. Ja, Aber ich sag, hey, nicht 50. Ihr schafft 500. Musst du gucken, wo das Schulhofgelände aufhört, gell? Irgendwo hört das ja auf und ab da kannst du... Ja, meinst du 500? Ja klar, Ende der Woche, guck doch mal.
[01:57:42] Kannst du dir vorstellen, dass die bei dir einsteigen? Kann ein bisschen Mittelstand ein Familienbusiness werden? Jo, kann ich mir vorstellen, aber muss gar nicht. Ja. Jeder so, wie er will. Ja. Das ist eine krasse Vorstellung, gell, die eigene Gründung in die nächste Generation zu bringen. Ich meine, im Handwerk ist das ja noch normaler. So in der Welt, in der ich unterwegs bin, beim Startup, ist das unvorstellbar. Da denkt keiner darüber nach. Die Unternehmen sind ja auch nicht so alt. Aber es ist doch geil. Also, auch seinen Namen da wieder drauf zu schreiben, dein M an der großen Halle. Also, ich könnte mir das vorstellen, aber es muss gar nichts. Ja.
[01:58:12] Jeder, wie er will. Ich unterstütze sie, was sie wollen auf ihrem Weg. Du warst bei Richard Branson auf der Insel, du warst ja gerade noch, oder? Ja. Erzähl mal. Du warst zum dritten Mal da, habe ich gesehen. Das finde ich interessant. Ich kenne ein paar Leute, die da einmal waren. Das war eine geile Experience, aber du bist Wiederholungstäter quasi. Ich bin Wiederholungstäter. Was hat dich zurückgeführt? Und habe auch nächstes Jahr auch noch die Insel mitgebucht. Also, ich bin nächstes Jahr auch mit Veranstalter sogar. Machst ein Event dort auf der Insel? Ja. Mit Sir Richard? Ja. Also, was hat mich da wieder hingeholt? Für mich ist es der Abstand der Insel.
[01:58:43] Also, der Abstand, wenn ich auf der Insel bin, auf Deutschland, also wie immer, gut, musst du dafür da hinfahren. Nee, aber die Frequenz da drauf, die Unternehmer-Masterminds sind Leute drauf, Richard Branson ist da drauf und es gibt wenige Menschen, die mich so unternehmerisch inspiriert haben wie Richard Branson. Ist ja nicht meine Generation. Der hatte seine Prime-Phase in den 70er, 80er. Aber, ich habe durch Umstände zu Beginn,
[01:59:12] und ich weiß nicht, wie diese Umstände kommen, Bücher von Richard Branson irgendwo bei Amazon mir bestellt. Und ich sage, was ist das denn? Like a Virgin? Ja, bestellen, keine Ahnung. Oder ich weiß nicht, eine Buchhandlung mehr. Und ich habe die gelesen. Und ich sage, das ist ein geiler Typ, ist ja verrückt. Und durch Richard Branson bin ich dann auch angefangen mit der Selbstvermarktung im Garten und Landschaftsbau. Weil viele wissen das nicht. Ich habe die Umann-Grüner-G nach einer langen Einfahrt und wenn du die Einfahrt hochfährst, kommt, bevor die Umann-Grüner-G kommt, mein Onkel,
[01:59:42] und der hat auch einen Garten in der Landschaftsbau. Und da steht auch Umann drauf. Und ich habe Werbung gemacht und die Kunden sind hochgefahren und sind dann dahin gefahren. Wo Umann draufsteht, will wo Umann drin sein. Und der hat ja jeden Kunden gerne angenommen. Habe ich Recruiting gemacht. Die Bewerber sind hergekommen, fahren aber wieder vorher links dahin. Weil kann man sagen, ja, wir suchen auch Mitarbeiter. Ja, gerne. Ja, genau. So, und ich war dahinter und bin vertrocknet gefühlt. Ja, und Der Onkel, was los? Der schenkt einem da nichts.
[02:00:11] Und ich habe das Buch gelesen. Richard Branson. Ich sage, hey, der vermarktet sich selber. Und immer mit seinen Virgin. Und so habe ich mir mein Logo gebaut. Selber. Und habe dann immer mein Logo in der Kamera gehalten. Ja, und Matthias Aumann. Der mit dem kleinen A. Und habe mich selber dann vermarktet. Hallo, liebe Freunde des guten grünen Geschmacks. So, und habe Videos. Und so bin ich angefangen, mich zu vermarkten. aus der Not heraus wieder, damit die Leute sagen, ja, ist hier Matthias? Ne, der ist dein. Ja, gut, okay.
[02:00:42] Wie geil. Und das war inspiriert von Richard. Ja, und viele andere Ideen auch. Also diese Geniestreiche. Ich habe auch einen Heißluftballon auf dem Richard Branson gekauft. Ja? Ja, habe ich auch. Bin Ballonfahrer, ja. Ach was. Auch gut gebrandet. Kann ich mir vorstellen. Ja, ja. Riesengroß. Okay. Und das ist das Schönste der Welt, wenn du über Kloppenburg morgens im Sommer langsam rüberfährst, ganz langsam mit einem Ballon. So auf der Höhe, wo man eigentlich nicht fahren darf, aber das alles schön winken kannst. Das ist Magie. Das ist Magie.
[02:01:11] So stelle ich mir Kloppenburg vor. Das ist Magie. Ich meine es ernst. Geil. Das ist Frequenz. Da knistert die Luft, weil das ist, die Leute stehen mit dem Auto rechts und gucken, stehen auf und winken. Und winken. Ey, das ist so schön. Und Kinder winken. Ist das der mit dem Brötchen? Ist das der? Ey, das ist so schön. Und ja, da haben wir auch schon Heiratsanträge gehabt und sowas alles. Na recht, ja. Ja, ja, auch schon. So, aber warum bin ich da wieder hin? Richard Branson. Insel hat Frequenz. Auf dieser Insel ist Wirtschaftsgeschichte passiert.
[02:01:40] Alle waren da schon irgendwo. Sind da immer noch. Das ist einfach, ein magischer Ort. Und da nimmst du Leute mit, die können sich bewerben oder wie läuft das ab, was du da veranstaltest? Genau. Da können wir sich bei mir bewerben und da gehen auch nicht viele drauf. Wir haben die Insel exklusiv. Also ich habe 20 Plätze zur Verfügung. Das ist eine ganz kleine Insel, aber sowas von geisteskrank exklusiv. Also wirklich. Aber jetzt nicht high-end, sondern Charme. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Also exklusiv ist mit Charme. Das ist so,
[02:02:10] du stehst an der Kaffeemaschine, du siehst, das Ding ist alt. Aber die hat Charme. Aber es ist trotzdem eine Qualität. Und das ist eine Qualität und da drüber hängt ein Bild von Prinzessin Diana, wie sie da auch an der Kaffeemaschine steht. Daneben ist ein von Elton John Hunt geschriebener Brief. Und die gesamte Insel ist so, sie erzählt überall Geschichte. Und ich kann das nicht beschreiben, das ist einfach eine Frequenz. Du hast das Gefühl, du läufst da durch das Leben von dem Typen durch quasi. Wie so ein Museum von unserer Historie. Ja. Und irgendwo, das ist ein besonderer Ort.
[02:02:41] Und ich bin jedes Mal da rausgegangen und habe eine größere Vision für die nächsten Jahre gehabt. Finde ich gut. Was kostet das? 30. 30.000. Ja. 30.000. Und dann ist inkludiert die Insel, das gesamte, also man trifft sich dann in Tortola. Das ist dann so der linksgelegene Hafen. Von da aus geht es dann weiter mit Booten. Weil du kommst ja sonst nicht hin.
[02:03:10] Ich meine, alleine diese Anreise, diesen Prozess zu durchlaufen, da irgendwie musst du ja wahrscheinlich vier, fünf verschiedene Verkehrsmittel nehmen, um da hinzukommen. Und quasi diese Reise zu gehen, gibt ja auch wieder die Außenansicht auf das, was du zu Hause machst. Genau. Also, ja und das machst du dann halt mit anderen Unternehmern, die auch bereit sind, diesen Invest zu tätigen. Das ist, würde ich sagen, schon mal ein Filter. Ja. Und dadurch hast du dann eine besondere Menschengruppe da drauf, die bereit sind, einen Invest zu tätigen,
[02:03:41] die bereit sind, auf einem anderen Niveau vielleicht auch unternehmerisch zu agieren dadurch, weil sie es können. Ja. Die haben andere Themen. Da hast du Witcher dabei. Du spielst mit dem Tennis, Schach, sitzt mit dem Pool. Der spielt ja einen Schach, oder? Ja. Schach, Pool, Kalsurfen, was du willst. da musst du natürlich Lust drauf haben, ist auch kein Muss. Ich habe ihn da jetzt nicht gebucht, dass er da Schach spielen muss. Da sind so besondere Sachen dabei, die mit dabei sind. Also wir machen das mit Grater zusammen.
[02:04:10] Da kennst du wahrscheinlich Grater. hieß früher Gedankentanken. Genau, exakt. Das ist eine große Eventreihe quasi aus Köln. Wie heißt der? Alex. Alexander Müller. Ja. Ja. Und mit dem machen wir das gemeinsam. Also der Alexander und ich. Cool. Wo kann man sich melden? Bei mir direkt über, am besten über Instagram. Also ich bewerbe das so nicht, sondern ich habe da eine besondere Ausschleife. Weil am Ende, jeder, der da kommt, muss zur Gruppe passen. Es sind 20 Leute auf einer Insel. Aber es ist auch ein guter Filter. Wir haben jetzt hier, glaube ich, knapp zwei Stunden recorded. Also wer hier jetzt noch dran ist
[02:04:40] und dann zuhört, der hat sich auch mal qualifiziert, dass er zumindest mal zwei Stunden seines Lebens, nicht zwei Tage über dem Seminar, aber schon mal zwei Stunden seines Lebens war fast rein. Die Zeit geht wie im Flug. Wahnsinn. Wahnsinn. Was steht sonst noch an? Wer soll sich bei dir melden? Was sind Events, auf die man gehen kann? Wo finden Leute dich außer auf Instagram? Also wir machen ja die Unternehmertage, die finden hier auch auf Mallorca statt. Einmal im Quartal. Ist jetzt auch wieder hier am Wochenende.
[02:05:10] Das nächste Mal wahrscheinlich im Juni, wenn der Podcast rauskommt, wird der nächste Termin wahrscheinlich Juno sein. Ja, im Juni ist der nächste. Dann wieder im Herbst und so weiter. Sonst haben wir die gleichen Unternehmertage auch bei mir im Büro in Kloppenburg. Ich habe alle zwei Wochen ein Live-Webinar, da kann man mich sehen. und sonst schreibt mir einfach auf Instagram. Vor allem die Herausforderungen. Da reagierst du selber? Oder hast du da die AI schon drin? Nee, nee, nee. Wenn da Matthias draufsteht, dann ist das auch Matthias. Ja, ich mache am Idealfall manchmal Sprachnachrichten, geht schnell.
[02:05:41] Hast du mir auch viele geschickt. Ja, stimmt. Ich habe gesagt, dass wir telefonieren, hast du gesagt, nee, schick mir Sprachnachricht. Haben wir es auch geklärt. Ging auch schneller. Ja, weil... War ich auch froh drüber. Also ich bin so ein Sprachnachrichten-Mensch, weil ein Telefonat muss bei mir, ich bin wirklich viel im Meeting, im Termin unterwegs und so weiter. So, und eine Sprachnachricht, kann ich mir anhören, okay, antworte ich gleich drauf. Ich habe ja auch leider dann auch wieder ein paar Stunden später geantwortet. Aber... Also, dann machen wir das mal so. Ich bemühe mich immer schnell. Wer bis hier zugehört hat, kann sich jetzt entweder bewerben für Richard Branson für die Insel
[02:06:09] oder, wenn es euch gefallen hat, dann schickt dem Matthias einfach eine Sprachnachricht in Instagram und sagt hier, ich habe dich bei Fauna Mode gehört, du bist ein geiler Typ. Und wenn ihr ein Gartenservice-Unternehmen gründet, dann in fünf Jahren oder in einem Jahr oder morgen, dann sagt am besten auch Bescheid. Matthias, war richtig cool, dass du da warst. Ich habe viel gelernt, viele coole Geschichten, coole Energieübertragung. Ich habe es gespürt, wie du brennst für dein Thema. Vielen Dank. Und ich hoffe, du kriegst viele Instagram-Sprachnachrichten. Danke dir.

