mymuesli-Gründer: Warum verlässt man eine 8-stellige Firma nach 12 Jahren? Mit Max Wittrock (zeroLabs)
Founder Mode02. Juni 202601:44:33

mymuesli-Gründer: Warum verlässt man eine 8-stellige Firma nach 12 Jahren? Mit Max Wittrock (zeroLabs)

Hunderte Millionen Umsatz mit My Müsli. Und Max Wittrock fängt nochmal bei Null an.


Max hat MyMüsli mitgegründet und über 12 Jahre lang aufgebaut, bevor er Ende 2019 ausgestiegen ist. Heute baut er Zero Labs: ein rosa Bier mit 0,0 % Alkohol, in einem Land mit 1.500 Brauereien. Nebenbei coacht er andere Gründer.


In dieser Folge erzählt Max, warum Gründen ein Handwerk ist, das nie fertig wird. Du lernst, warum man einen Preis lieber zu hoch als zu niedrig ansetzt, wie eine Marke aus Hass-Kommentaren Reichweite macht und warum sich ein Gründer mit 20 Jahren Erfahrung manchmal trotzdem wie der Kleinste im Raum fühlt.


00:00 - Trailer & Intro

03:04 - Die Spanplatte: Warum er nach über 12 Jahren als CEO bei My Müsli rausging

08:23 - 100 Businesspläne, und am Ende kam immer wieder Müsli

16:52 - „Mein Kopf sagt mir nicht die Wahrheit": drei Techniken gegen den eigenen Kopf

25:40 - „Du darfst kein Vanilleeis sein": die Kante hinter jeder starken Marke

27:47 - Rosa, 0,0 %, alkoholfrei: warum zeroLabs in einem 1.500-Brauereien-Land bewusst aneckt

41:37 - „Ein Preis ist ein Tattoo": Pricing-Mut, bevor REWE dir die Marge zerschießt

50:00 - Feature oder Transformation: warum Liquid Death kein Wasser verkauft

01:01:47 - „Jeden Tag von 8 bis 8.20 ein Post": die LinkedIn-Routine, die er durchzieht

01:30:00 - Der Kleinste im Raum: Imposter-Syndrom trotz 20 Jahren Unternehmertum


Max' Links:

💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/maxwittrock/

💻 Zero Labs: https://www.zerolabs.co/

📰 Website: https://www.maxwittrock.com/


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[00:00:00] Warum ist Branding überbewertet? Viele Startups, gerade wenn sie zu viel Funding haben, verschwenden halt wahnsinnig viel Zeit mit Styleguides und mit Looks, anstatt einfach mal ihr Produkt auf den Markt zu bringen. Du hast in Deutschland rund 1500 Brauereien und jetzt heißt ein Bier ZeroLabs, macht nur alkoholfrei, ist rosa und entspricht damit ja schon mal überhaupt nicht dem Bier-Klischee. Ich glaube, du brauchst Bekannte, du darfst halt nicht komplett weichgespült sein.

[00:00:27] Jemanden ganz offensichtlich auch mit seiner Geschäftsidee anzupissen, heißt ja auch gleichzeitig, dass du andere umso stärker anziehst, weil wenn du alles einfach nur noch weich spülst, dann bleibt einfach ein Vanilleeis übrig und wenn du allen gefallen willst, gefällst du keinem. Gründen heißt eben auch den Kampf im Kopf gewinnen und gründen heißt immer gegen Selbstzweifel ankommen und den großen Glaubenssatz, den ich habe, ist überhaupt mal, darf ich mich überhaupt Unternehmer nennen? Was hast du über Pricing gelernt? Das sind Disziplinen, die viele ja vernachlässigen?

[00:00:54] Man muss beim Pricing schon auch mutig sein. Das ist wie ein Tattoo, so ein Preis, der geht halt nicht mehr so schnell weg. Ich habe ein Autogramm von dir, wusstest du das? Das ist eine Fahne-Geschichte. Ich habe ein Autogramm von dir, ich komme aus Leonberg und irgendwo in Leonberg in einem Keller steht eine MyMuesli-Dose und da ist ein Autogramm von dir drauf. Weil ihr den Shop online gestellt habt 2007 und ich saß im Hörsaal in der Uni und fand das so cool und hab gedacht, ich muss mir jetzt ein Muesli mixen.

[00:01:20] Und dann kam irgendwann diese Dose aus Passau und die habt ihr händisch unterschrieben. Und ich habe da so eine Max-Dose stehen. Also ich glaube, das ist gleich mal das erste, also dieses Unterschreiben der jeder gemixten Dose, das war ein total entscheidender Hebel. Und ich glaube, dass man halt super oft, natürlich gerade, das wird durch AI ja viel krasser, Speed, Speed.

[00:01:44] Aber diese kleinen Details, Paul Graham vom Y Combinator sagt ja immer, do things that don't scale, dass man die schnell übersieht. Und deswegen bin ich ein großer Freund von diesen Dingen. Und do things that don't scale bedeutete damals, ich stand da zu dritt und hab da mit so kleinen Löffeln quasi 50 Gramm Ananas Flakes, 30 Gramm Rosinen zusammen gemixt und jedem sein Muesli-Dose gebaut. Also oft ist es ja so, ich meine, wenn ich jetzt eine technische Idee habe, die ich mit Cloud umsetzen kann, kann ich sie ja in einem Wochenende coden.

[00:02:14] Aber wir kennen das ja alle, wenn du ein physisches Produkt auf den Markt bringen willst und du findest ja jetzt niemanden, auch 2007 sowieso nicht, als wir online losgelegt haben, der dir dein eigenes Muesli zu akzeptablen Konditionen produziert. Also die einzige Lösung war, wir müssen unsere eigene Produktion machen, wir brauchen eine Waage und genau, und da brauchen wir 80 Tupperware Behälter und dann geht's los. Und das war schon sehr händisch.

[00:03:08] Geil. Also wann sollte ein Gründer die Entscheidung treffen, sein Unternehmen zu verlassen? Du warst ja super lange drin und eine Frage, die sich viele, die sowas lange machen, stellen ist, bleibe ich da jetzt bis zur Rente? Oder wann ist der Punkt, rauszugehen und was Neues zu machen? Wie war das bei dir dieser Moment? Also natürlich super individuell. Und ich versuche generell in diesem Podcast jetzt nicht immer ausschweifend zu antworten. Ich glaube, da war wichtig, super lang vorbereitet. Also wir drei sind und waren sehr, sehr gut synchronisiert.

[00:03:36] Also das ist nicht so, dass wir eine reine Co-Founder-Arbeitsbeziehung hatten und ich habe dann im Dezember 2019 gesagt, übrigens in der Woche bin ich weg. So one more thing. Sondern wir haben das krass lang vorbereitet und wir hatten eine Coachin, mit der wir viele Jahre vorher, glaube ich, gearbeitet hatten. Und deswegen war das ein abgesprochener Prozess. Und woran lag's? Also ich habe für mich identifiziert so, ich habe es die Spahnplatte genannt.

[00:04:06] Das hat es dann auch in unserer offizielle Pressemitteilung so geschafft. Aber das Bild funktioniert für mich immer noch. Ich mag einfach gerne Dinge operativ aufbauen von Anfang an. Und vor allem mag ich operatives Arbeiten. Also ich schreibe halt lieber eine E-Mail, als jemandem zu sagen, hier ist das Briefing für die nächsten vier Newsletter. Und deswegen habe ich mich in dieser Riesenstruktur einfach mit meinen Skills nicht mehr so wohlgefühlt. Weil das sagen, glaube ich, viele GründerInnen.

[00:04:33] Es ist halt was anderes, ob du gut bist im Aufbauen, im Gründen oder ob du gut bist im Managen. Und so meine Skills, was so eine große Company-Managen angeht, die sind bestimmt noch ausbaufähig. Das war auch eine Präferenzfrage. Bei mir war es dann auch irgendwann, also ich meine, du hattest ja auch da hunderte von Leuten drin. Und du hast ja dann einen Kalender, der so salamimäßig total zerstückelt ist. Du machst den ganzen Tag ja nur irgendwelche Dauermeetings. Für mich hat es sich zumindest bei mir auch nicht mehr angefühlt, als würde ich das wirklich bauen.

[00:05:00] Ja, und ich glaube, was immer nur ganz wichtig ist, ich will immer nicht despektierlich sagen, es gibt die coole Phase am Anfang und dann kommt eine blöde Phase. Also ich glaube, es ist wirklich auch ein Skill-Thema. Und deswegen hatte ich einfach das Gefühl, ich kam ja über Hubertus und Philipp überhaupt erst zum Unternehmertum. Und die können das besser und am Ende können es vielleicht noch ganz andere Leute nochmal besser. Und deswegen war das für mich einfach irgendwie Bauchgefühl.

[00:05:30] Daniel Kahnemann sagt ja immer so ganz grob, hier oben irgendwie paar Bit Processing Power und hier paar Millionen Bit Processing Power. Ich verkürze es jetzt ein bisschen, aber Thinking Fast and Slow hat ja auch viele, viele Seiten. Das Herz hat eine höhere Bandbreite. Genau, und da habe ich einfach gedacht, hey, das ist jetzt der richtige Moment und das war auch wirklich so. Wie habt ihr denn eigentlich als Trio so lange zusammengehalten? Das ist ja auch eine besondere Beziehung, oder? Ihr habt da gemeinsam angefangen, du bist zu den beiden Jungs, zu Hubertus und Philipp, dazugestoßen quasi.

[00:05:58] Aber seit bis heute, fast 20 Jahre später, noch verbandelt, gemeinsam investiert, macht vieles zusammen. Ja, also das Hubertus habe ich in der Uni kennengelernt. Wenn ich mich richtig erinnere, sind wir auch gemeinsam durch eine Italienisch-Klausur gefallen, weil wir haben in Passau studiert und wer Passau so grob im Kopf hatte, gibt es ja so einen Kulturwirtschaftler Studiengang und alle machen irgendwas mit Fremdsprachen. Wir haben gedacht, fuck, wir müssen auch was mit Fremdsprachen machen und so.

[00:06:25] Und haben gemerkt, da liegen nicht so unsere Talente. Und dann haben Hubertus und Philipp eine Videothek aufgemacht. Also deine Podcast-Zielgruppe, eure Podcast-Zielgruppe ist ja auch ein bisschen jünger. Also Videothek, ich erkläre es euch nochmal, bevor es Streaming gab, konnte man so Videokassetten und DVDs ausleihen. So ein Offline-Netflix. Genau, und das heißt, du hast 10.000 Studenten, du hast eine Stadt wie Passau mit knapp über 50.000 Einwohnern. Und es gibt keine Videothek in der Innenstadt, wo du rund um die Uhr ausleihen kannst.

[00:06:54] Und die waren die ersten mit in Deutschland, die so einen Automaten aufgestellt haben. Und ich habe neben meinem Jurastudium so eine journalistische Ausbildung gemacht. Da gibt es so ein Institut für Journalistenausbildung in Passau. Und habe mit Freunden zusammen für so eine Wochenzeitung so eine Kolumne geschrieben. So, also da eröffnen also zwei Studenten eine Videothek. Und dann habe ich halt über die geschrieben. Und kannte die ja schon. Hubertus, wie gesagt, aus den Tandienischen Kursen. Aber ich fand das, bei Unternehmertum habe ich so das Gefühl, und ihr müsst euch das ja so vorstellen,

[00:07:24] das ist ja nicht wie heute. Du hast ja nicht YouTube und Founder war ja nicht so ein Rollenbild, das total erstrebenswert war. Man hat sich, also ich hatte das Gefühl, sich selbstständig machen, war echt exotisch. Und auch nicht unbedingt cool. Also es war neutral einfach. Man macht sich halt selbstständig. Ich komme aus Stuttgart und da war dann immer so das Ding, okay, du hast dich selbstständig gemacht, weil du keinen Job beim Daimler gekriegt hast oder was? Also so der Joke. Du bist ja, also wieso solltest du ein Startup gründen? Das war ja gar keine Kategorie. Genau.

[00:07:53] Und für mich war das halt so, wow. Also man, ehrlicherweise so, man darf das. Ja, ich komme nicht aus einer Unternehmerfamilie. Und dann war es so echt abgefahren. Und habe über die geschrieben. Und dann haben wir halt angefangen zu reden. Und dann hatten wir so ein paar Ideen vom Supermarkt, die Money Mart für Finanzprodukte bis die Kaffeevitamine, der Upsell für den Coffeeshop. So, hey, wollen Sie noch für 50 Cent irgendwie Vitamin C in Ihren Kaffee? Wir hatten da ganz viele Ideen. Ihr habt da über 100 Businesspläne geschrieben, hat Hubertus mir gesagt.

[00:08:20] Ihr müsst da Papier produziert haben wie die Weltmeister mit ganz vielen verschiedenen Sachen. Und er sagt, ihr habt euch dann mittwochs immer zusammengesetzt. Und dann gab es diese Meetings. Und dann habt ihr diese ganzen seriösen Businesses durchgesprochen. Und am Ende kam immer diese Müsli-Idee. Da war dann das erste oder zweite Bier schon im Spiel. Und dann habt ihr da gebrainstormt. Also ich fand genau, also ich durfte dann halt so in diesen Prozess von Hubertus und Philipp so ein bisschen reinwachsen. Weil ich fand das einfach abgefahren, dass man über sowas, das klingt jetzt blöd, weil heutzutage ist das ja ein völlig legitimes Berufsfeld. Founder so, ne?

[00:08:49] Also es gab ja schon immer Unternehmerinnen und Unternehmer. Aber das war für mich damals, das können sich vielleicht viele gar nicht vorstellen, einfach so eine Ebene, zu der man, das darf man nicht. Man hat nach dem Studium, da kann man sich doch nicht sofort selbstständig machen, wenn man das nicht gelernt hat. Genau, und dann haben wir alles Mögliche durchdacht. Aber mein Müsli war irgendwie, sind wir wieder beim Bauchgefühl, da war irgendwie die größte Liebe da. Und es ist ja ein bisschen wie bei einem ersten Date.

[00:09:18] Also du machst das ja nicht komplett rational. Du sagst ja nicht, sorry, wie viele Eigentumswohnungen hast du eigentlich? Sondern du sagst ja, oh, das fühlt sich richtig gut an. Und deswegen war das die Idee, die dann am Schluss gewonnen hat. Und wie habt ihr das über 20 Jahre in der Dreierbeziehung hingekriegt? So eine Beziehung ist ja so ein bisschen wie ein Garten. Du musst ja auch pflegen, sonst wächst da Unkraut. Also was waren eure Rituale, dass ihr es hingekriegt habt? Auch durch schwere Zeiten. Covid musstet ihr eure Stores schließen, du bist dann rausgegangen. Also war ja durchaus auch challenging. Wie habt ihr eure Beziehung in der Zeit gepflegt? Was war eure Gartenbauinstrumente?

[00:09:48] Also ich glaube, was der wichtigste Schritt war, dass wir eine Coachin, damals Katrin Hinsdorf aus Berlin, dass wir mit der gearbeitet haben, weil uns das einfach den Raum gegeben hat. Weil du bist ja, das kennen ja alle Gründerinnen und Gründer und das kennen auch viele Berufstätige. Du bist ja oft so in deinem Job, dass du einfach, du kannst super schlecht am Unternehmen und an Beziehungen arbeiten, weil du so sehr im Operativen bist.

[00:10:13] Und dieses erst mal sich rausziehen mit jemand, der auch ganz anders gedacht hat als wir, das war, würde ich sagen, der wichtigste Schritt. Okay. Und wichtig war der Abstand oder der moderierte Prozess durch eine ausgebildete Coach schon in dem Fall? Genau. Also es ist der Abstand dann, dass Katrin, glaube ich, uns ganz neue Zugänge zu vielen Themen gegeben hat.

[00:10:37] Also wir sind halt, ich bin vielleicht noch der, der so am meisten ins Spüren gegangen ist, in der Zeit auch damals schon. Aber Hubertus und Philipp, wir drei sind schon alle sehr auch, wir lieben Excel und irgendwie klar durchstrukturierte Prozesse. Und wenn dann jemand mit dir einfach mal die Socken auszieht und sagt, jetzt müssen wir einfach mal die Erde spüren und jetzt atmen wir einfach mal zehn Minuten. Dann, ja, dann, weißt du, dann kann man das belächeln und sagen, hoho, aber das schafft ja einen ganz neuen Raum.

[00:11:07] Ganz neue Dimension, ne? Genau. Und was Katrin einfach super hinbekommen hat, ist in dem Fall, und da bin ich ihr auch wahnsinnig dankbar, deswegen will ich das auch wertschätzen, uns einfach auch in so eine Ehrlichkeit zu führen. Weil das ist, finde ich, du bist ja als Gründer, zwei Sachen sind immer problematisch, finde ich, gerade mit Co-Foundern. Das eine sind Verteidigungsmuster, die Person sagt dir was und du sofort gehst, wird's in den Rot, so haben wir immer.

[00:11:36] Und das zweite ist einfach mal, sich zu trauen, wirklich hundertprozentig ehrlich zu sein und ohne so eine Wut, sondern einfach so, hey, da habe ich mich wirklich von dir, oder da war ich enttäuscht, also und so weiter und so weiter. Und dieser Prozess, das war einfach irre für uns, das war richtig, richtig gut. Du hast geschrieben, ich habe gelernt, Wachstum tut auch weh.

[00:12:02] Und das finde ich interessant, wir machen immer Research mit Gästen, natürlich auch mit AI und die AI sagt über dich, Max ist einer der wenigen deutschen Gründer, die offen über ihre Fehler und Learnings sprechen. Also irgendwas hast du gemacht, dass du bei der AI als offener und reflektierter Typ gilt. Was waren in der MyMystie-Reise die größten Fehler, wenn du zurückblickst, die dich im Nachhinein zu einem besseren Unternehmer gemacht haben?

[00:12:27] Also after the fact ist es ja immer leicht, deswegen tue ich mich da immer schwer. Von Hubertus habe ich eins gelernt und das finde ich immer noch total wichtig. Der hat mal zu mir gesagt, das würde ich mir am liebsten als Wann-Tattoo ausdrucken, bewerte nie eine Entscheidung mit Informationen, die du später bekommen hast. Und das versuche ich mir wirklich dick anzustreichen. Wir haben unfassbar viele Dinge, glaube ich, auch falsch gemacht. Also bei mir war so Leadership so ein Thema, da war ich einfach nie gut.

[00:12:53] Ich war so der Typ, der ganz oft dann zu einem Meeting zu spät kam und so unbewusst dieses Gründerprivileg sich total rausgenommen hat. So ja, ich bin doch der kreative Chaoskopf. Ich darf doch zu spät kommen, ich darf doch vergessen, dass wir da eine Deadline hatten. Ich darf doch immer daran erinnert werden, weil das ist halt so. Und in so eine Rolle geht man schnell rein. Da gibt es tausend Sachen, aber ich glaube, wirklich dieses, also bedingt durch den Coaching-Prozess,

[00:13:20] bedingt durch auch ehrliches Feedback von Hubertus und Philipp, bedingt durch ehrliches Feedback meiner Direct Reports dann damals, glaube ich, sind wir schon zu besseren Unternehmern geworden und auch wahrscheinlich zu besseren Menschen, hoffe ich. Weil ich weiß für die Frage, wer es jetzt gut sagen kann und das und das und das und das. Aber ich glaube, es ist im ersten Schritt immer erst mal sich als Persönlichkeit zu hinterfragen. Wo stelle ich mein Ego so sehr in den Vordergrund und so. Und ich glaube, das hatte den größten Effekt.

[00:13:51] Was war die schwierigste Phase? Also ich glaube, es gibt viele schwierige Phasen in so einem Unternehmen. Ich meine eine Corona, da war ich ja dann operativ nicht mehr dabei. Das war sich ja für Hubertus und Philipp eine Herausforderung, weil wir zum Beispiel einfach sehr, sehr viele Stores hatten, also über 50 Filialen, ja, so die, die einfach geschlossen werden mussten.

[00:14:15] Das war, das ist natürlich immer jetzt rein auch nicht nur auf dem Papier, weil da sind Menschen betroffen. Das ist einfach echt viel, also mental für alle, die da irgendwie daran beteiligt sind. Aber auch ansonsten, ich finde, es gibt halt so viele Dinge, wenn du so ein Ding aufbaust, die einfach, es geht ja, Murphy's Law schlägt immer zu. Das ist ja das Krasse am Unternehmertum, finde ich. Du hast krasse Highs, aber du kannst dir sicher sein, es kommt auch wieder ein krasses Low.

[00:14:43] So, und das ist einfach, Zero Labs, sprechen wir vielleicht später noch drüber, gerade, boah, Meta hat richtig gut funktioniert. So, zack, haben wir einen Bug in unserem Meta-Account gehabt, kann ich nachher noch kurz in Ruhe erzählen. Und dann bist du wieder auf einem Umsatz... Bei deiner neuen Company, okay. Genau, und dann bist du wieder auf einem Umsatzniveau, das du vor ein paar Wochen oder Monaten hattest. Das ist alles so, da kannst du immer sagen, es ist ein First-World-Problem, ja. Ja, ähm, die Welt brennt und woanders gibt's größere Probleme, aber in dem Moment als Founder bist du ja so, shit, ja, muss ich jetzt lösen.

[00:15:11] Hast du dich einfach dran gewöhnt oder hast du andere Skills entwickelt, damit umzugehen? Ja, glaub schon. Einfach dickere Stellen. Also sowohl als auch. Also ich glaube, was mir eben wichtig ist, danke AI, dass du das über mich sagst, ja, aber mir ist eben wichtig zu beleuchten, das ist vielleicht auch eine Typfrage. Ich glaube, es gibt Leute, die in die Ecom-Bros, ja, jetzt um so ein plakatives Bild zu malen, die fahren mit der G-Klasse über alle Probleme drüber, ja.

[00:15:35] Also das stimmt natürlich so nicht, aber du kannst, es gibt sicher auch Leute da draußen, die sich einfach nicht so viel Gedanken machen wie ich, ja, die einfach sagen, ja, es ist halt so, brrr und weiter. Oder zumindest in der Außendarstellung so sind, wer weiß, was bei denen im Kopf los ist. Aber deswegen meine ich ja, also das ist natürlich jetzt überspitzt und ich sage nur, ich glaube, das Spektrum ist groß, ja.

[00:15:57] Aber dann, ich mache mir halt sehr viele Gedanken, das ist sicher die andere Seite des Spektrums, aber ich glaube, mir ist wichtig, gründen heißt eben auch irgendwie den Kampf im Kopf gewinnen gegen sich selbst, ja. Und gründen heißt immer gegen Selbstzweifel ankommen und das ist einfach, also ich finde es einfach schon krass mental. Es ist diese Ups und Downs, das ist nicht easy, finde ich. Da muss ich mir gleich ein Bier aufmachen. Mach dir gleich mal ein Alkoholfeißbier auf.

[00:16:27] Geil. Und hast du noch mal, hast du bestimmte Techniken, die dir geholfen haben, den Kampf im Kopf zu gewinnen? So, ja. Ich versuche mal, also ich versuche jetzt schneller zu antworten, damit es nicht so ein Max-Witt-Holken-Molog ist. Drei Sachen versuche ich herauszugreifen. Das erste ist, ich habe gelernt und das habe ich auch wirklich mir verinnerlicht, ja, mantraartig wiederholt. Und mein Kopf sagt mir meistens nicht die Wahrheit, ja.

[00:16:53] Also das, was so wie ich innerlich eine Situation beurteile, das stimmt meistens nicht. Und ich hatte das oft, dass ich nachts aufgewacht bin. Kennen vielleicht manche, müsste man jetzt Leute wie Matthew Walker, den Schlafforscher, fragen, woran das liegt. Aber ich glaube, Cortisol-Spiegel könnte höher sein und nachts dann in bestimmte Phases. Du wachst auf, denkst, oh fuck, ja. Aber kennenzulernen am nächsten Morgen. Also deswegen sage ich euch, das, was der Kopf sagt, ist meistens nicht richtig. Zweitens, ich habe noch mehr gelernt, das ist vielleicht auch eine Altersfrage.

[00:17:22] Ich bin jetzt über 40. Du brauchst einfach auch den körperlichen Ausgleich. Also den braucht mein Körper noch viel mehr als vorher. Ich muss Krafttraining machen. Ich muss Yoga machen. Und ohne diese Momente geht es nicht. Und das Dritte ist, ich habe einfach durch Abnutzungserscheinungen, genau wie 40 Knie sich abnutzt, ist es glaube ich auch so, dass man einfach, wenn irgendeine Sache hundertmal passiert ist, wenn mich hundertmal auf Insta jemand beschimpft, dann finde ich es einfach,

[00:17:52] so tragisch das auch manchmal ist, nicht mehr so schlimm wie früher. Ja. Das hat Ray Dalio gesagt, wenn du die Geschichte studierst und denkst, so irgendwann alles, was passiert ist, another one of those. So denkst du, ah okay, mein Meta-Account ist gesperrt. Ja, das ist kacke, aber es ist irgendwie schon dreimal passiert und wir haben es wahrscheinlich auch dreimal irgendwie gelöst bekommen im Nachhinein. Und was mir auch immer noch geholfen hat, ist so die Dimension Peer Groups, also andere Founder, so mit denen zu reden und die zu fragen, so hey, wurde euer Meta-Account mal gesperrt? Und dann hörst du diese Geschichten, ja, ja,

[00:18:20] wurde schon 18 Mal passiert und kriegt man irgendwie auch wieder eingefangen, so in etwa. Also die Welt dreht sich ja weiter. Und im Nachhinein sind die Probleme, die man vor zwei Jahren hatte, ja, so ein kleines Schlagloch, aber auf jeden Fall nicht der Untergang. Also diese Perspektive von anderen Faunern, die weiter waren als ich, die hat mir auch immer Stabilität gegeben. Ja, und du kannst natürlich, also wenn man es ganz extrem denkt, kannst du natürlich auch immer auf die eigene Sterblichkeit reflektieren, ja, und kannst jetzt sagen, ist das wirklich ein Problem,

[00:18:49] über das ich auf meinem Totenbett dann noch nachdenken möchte, ja. Aber Relativierung, das kennen wir ja auch aus dem Alltag, es klappt halt immer nur bis zu einem bestimmten Grad. Aber genau, ich glaube, ich sage ja immer, Marketing ist ein Handwerk, ja, und ich glaube auch, Gründen ist ja irgendwo ein Handwerk. Und auch bei einem Handwerk wirst du einfach entspannter. Wenn du irgendwie SchreinerIn bist und machst irgendwie einen Fehler, dann denkst du halt nach dem 20. Jahr auch, ja, der Workaround funktioniert folgendermaßen,

[00:19:18] habe ich halt schon 100 Mal gemacht, so, und dann wirst du auch ein bisschen entspannter. Hast du dieses Buch gelesen, The Inner Game of Tennis? Kennst du das? Ja, das habe ich gelesen. Ich war nicht so, also, hat mich gar nicht so, ich habe viel über Tennis gelesen, hat mich gar nicht so gehuckt, aber genau, aber vielleicht auch, weil ich es nicht, muss ich es auch nochmal lesen, es geht mir oft bei Büchern so. Aber ich glaube, also ich habe gerade bei Tennis, ich habe gerade die Biografie von Andrew Agassi gelesen. Oh, super, ja. Das ist wieder bei den Videotheken. Das arme Kind.

[00:19:48] Also das arme Kind, du meinst, weil er als Junge irgendwie so ... Ja, da wurde er gezüchtet quasi von seinem Vater. Also das war ja, der war ja ein Projekt. Stimmt. Also das ist echt eine abgefahrene Karriere. Und einfach genau, weil der hat ja wirklich viel Ballast, also mental mit sich rumgeschleppt. Und sind wir wieder beim Videothekenthema. Also wenn ihr früher Tennis geguckt habt, ja, als es noch Videotheken gab, das war, der hat nicht nur Pickle Boy gespielt, der hat auch früher mal Tennis gespielt. Und nee, aber der beschreibt das halt so krass eben, was ja auch in die Inner Game of Tennis vorkommt.

[00:20:17] Einfach, dass er, ich hoffe, ich verkürze es jetzt ein bisschen, aber im Prinzip hat für ihn ein Match damit begonnen, dass er halt schon in der Dusche davor, ja, eigentlich angefangen hat, mit sich zu reden. Ja, und ich glaube, du musst das auch können zu einem gewissen Grad. Also das Schlimmste ist ja der eigene Kopf. Und du musst lernen, da bin ich, das ist, glaube ich, ein Prozess, wo ich auch wirklich am Anfang bin, aber du musst dich wahrscheinlich auch selber zu einem, also wirklich coachen können und dich selber dann auch irgendwann richtig gut finden, ja,

[00:20:46] und dich sagen, ja, du bist der Beste. Also ich übertreibe jetzt, aber diese innere Stimme, die muss man kultivieren. Ja, ja, total. Und diese Entspannung mitbringen, nicht verkrampft an die Sachen ranzugehen, das hatte ich aus dem Buch mitgenommen. Du sagst am Ende, gut, du musst diese ganzen Bewegungen üben, aber das Wichtigste ist im Moment gar nicht so sehr dran zu denken, sondern dich ein Stück weit zu distanzieren und mehr auf die Atmung zu konzentrieren als auf den Ball. Und dann triffst du den Ball auch besser. Als wenn du total verkrampft rangehst. Der ist natürlich sauschwer. Super schwer, ja. Also denk mal nicht an den rosa Elefanten jetzt. Ja, genau, ja.

[00:21:16] Also deswegen, aber das ist ja das Schöne am Gründen. Ich bin ein wahnsinnig schlechter Golfspieler. Ich hab das im Studium mal ausprobiert. Aber irgendwie, ich spiele eigentlich, also ich glaub, wie oft hab ich Golf gespielt in den letzten 20 Jahren? Ähm, letztes Jahr ein bisschen häufiger, aber davor vielleicht dreimal in 20 Jahren oder so. Aber ich hab, ich liebe diesen Sport abstrakt deswegen so, weil er halt so wahnsinnig viel mit diesem Kampf gegen sich selbst zu tun hat. Das ist ja nur Kampf gegen mich selber.

[00:21:46] Und du, weil du eigentlich bis ins hohe Alter immer besser werden kannst, ja. Und beim Gründen, finde ich, ist es auch so. Also das ist ja was, was du, was du nicht mit, also da kannst du wirklich immer besser werden. Und dann, klar, wenn du jetzt nur auf finanzielle KPIs abstellst, ist vielleicht nochmal, dann sagst du, okay, ich hatte was Erfolgreiches und so. Mal schauen, ob das nochmal so klappt. Aber ich finde, die Skills da zu kultivieren, da kann man wirklich ein Leben lang dran arbeiten. Wo steht mein Müsli heute?

[00:22:14] Mein Müsli hat eine geile Zukunft. Also mein Müsli hatte so viele, viele Phasen jetzt. Ja, also erst so die reine Gründerphase, dann die hatten wir, wie du schon im Intro gesagt hast, einen PE-Fund beteiligt. Und jetzt hat Katja es so knapp über die Mehrheit. Und ich glaube, also das ist natürlich auch mein Baby, ja, so, das wird es immer bleiben. Aber mein Müsli hat eine richtig, richtig coole Zukunft vor sich,

[00:22:42] weil ich glaube, wir sehen ja bei, in dem ganzen Christian Wolf Monitorischen Kosmos oder gibt es tausend Beispiele, aber Ernährung ist einfach immer relevant. Das ist immer ein Thema. Und deswegen glaube ich wahnsinnig an mein Müsli. Und für mich ist es auch tatsächlich einfach spannend zu sehen, wie halt sich so eine Marke über die Jahre transformiert. Und ich glaube, wichtig, und das weiß aber auch, dass das aktuelle Führungsteam und Katja hat ja wirklich viel Erfahrung in der Führung mit solchen Marken, ist so, du musst halt gucken,

[00:23:12] so, dass du irgendwie stay true to your roots, verlier die nicht irgendwie, aber er findet dich auch irgendwie ständig neu. Und das ist halt immer so ein schwieriges Spannungsfeld. Aber ich bin, ja, ich finde es einfach nach wie vor, aber ich liebe es. Was glaubst du, was darf so ein Konzern nicht abfacken, damit das Startup, was gekauft wurde, da nachhaltig funktioniert? Gibt ja durchaus auch andere Beispiele. So wir hatten Björn Keuny hier, der hatte Invincible Brands gebaut, dann Henkel verkauft. So am Ende mussten die es wieder Not verkaufen quasi.

[00:23:42] Ich hatte von Just Spices gelesen. Ich glaube, die haben deren D2C-Geschäft gerade eingestellt. Gibt keinen Shop mehr. Von Ankerkraut haben die Founder gerade die eigene Firma von Nestlé zurückgekauft. Also es gibt ja auch diese Headlines. Ich weiß auch nicht, was da jeweils im Detail dahinter steckt. Aber oft hat ja so ein Konzern auch quasi Organabstoßung, wenn du probierst, da so ein Startup und eine coole Brand reinzubringen. Also was dürfen die nicht kaputt machen aus deiner Sicht? Ja, ist glaube ich schwierig, da pauschal zu antworten. Weil wie du sagst, man steckt ja nicht drin.

[00:24:10] Weißt, was war dann jeweils wirkursächlich und so. Ich glaube, was einfach, und noch muss aufpassen, dass man wie immer auch bei Podcasts nicht in Gemeinplätzen aber antwortet. Wenn ich jetzt sage, es ist einfach wichtig, die kulturelle DNA zu behalten und gleichzeitig im Spannungsfeld zwischen Authentizität und Wachstum zu funktionieren, das hat keinem geholfen. So wie ich das, ich glaube, wirklich zu gucken, was hat eine Marke groß gemacht? Und Matthias von Bechtelsheim von Heimat, der hat mal zu mir gesagt,

[00:24:39] du darfst kein Vanilleeis sein. Du brauchst eine Kante. Und eine Kante war früher, wir erinnern uns irgendwie an, ich glaube, Oliviero Toscani hieß ja, der Fotograf, der die Benetton-Plakate. Also auch wieder die Videothekenleute. Jetzt müsst ihr nochmal googlen, Benetton-Kampagne, ich glaube, 90er. Haben die nicht Verbrecher fotografiert oder sowas? Nee, die haben zum Beispiel Herzen fotografiert. Also es waren halt drei Herzen. Ich weiß nicht mehr, was die Labels waren,

[00:25:08] aber es ging eben viel um schockierende Motive, also echte Herzen. Aber zu zeigen, hey, wir sind doch alle gleich. Oder wir, ich bin jetzt kein, müssen wir Oliver Voss fragen, was die Plakate wirklich gesagt haben. Ich erinnere mich auch noch ganz dunkel. Aber im ersten Schritt waren die Plakate mal provokativ. Wir hatten eben eine tiefere Aussage, die halt auf aktuelle Herausforderungen der Gesellschaft hingewiesen hat.

[00:25:36] Und Benetton war quasi so irgendwie nur Beifahrer in dieser Botschaft. Und deswegen, ich glaube, das war Provokation. Du kannst, das ist heute, brauchst nicht mehr provozieren. So ist das alles irgendwie schon mal provoziert worden. Aber ich glaube, du brauchst eine Kante. Du brauchst eine, du darfst halt nicht komplett weichgespült sein. Und das war schon bei Mäusli cool, dass wir eben, und das weiß Katjes aber auch, die haben ja, die haben ja genug Markt und die haben auch genug Erfahrung.

[00:26:02] Und die trauen sich ja auch mit moderneren Agenturen zusammenzuarbeiten, zusammenzuarbeiten, mit Dojo zum Beispiel oder so. Das heißt, das ist, glaube ich, wichtig. Verlier deine Kante nicht, weil wenn du alles einfach nur noch weich spülst, dann, ja, dann bleibt einfach ein Vanilleeis übrig oder der Schwiegersohn. Und dann, wenn du allen gefallen willst, gefällst du keinem. Was ist die Kante von Zero Labs? Du hast eine neue Firma gegründet, hast gerade ein Bier aufgemacht, ist alkoholfrei? Naja, Bier,

[00:26:32] jetzt nehmen wir mal. Jetzt nehmen wir erstmal einen Schluck. Das ist gut. Genau, jetzt nehmen wir erstmal einen Schluck. Ich habe keinen Star. Ich habe es bestellt in eine andere Location. Du wirst lachen, zu deinem Gesellschafter, der wohnt gerade bei mir in Berlin, Stefan Peukert, und der hat jetzt eine riesen Kiste Zero Labs bei sich stehen. Er hat unter anderem auch investiert und hat gesagt, Felix, wieso bestellst du dieses Zeug? Ich bin noch bei Max Scherhol, da habe ich gesagt, ja, ich muss es testen. Ja, aber als Business Station soll natürlich sagen, bestell mehr davon. Bestell mehr davon.

[00:27:02] Genau, aber also, die Kante von Zero Labs ist ja erstmal, jetzt stell dir vor, du hast irgendwie in Deutschland rund 1500 Brauereien, ja, so, und jetzt heißt ein Bier Zero Labs, macht nur alkoholfrei, ist rosa, ähm, und entspricht damit ja schon mal überhaupt nicht dem Gier-Klischee. Das allein ist schon Kante genug, sodass eigentlich auch mir genug Leute unter unseren Ads die ganze Zeit irgendwie blöde Kommentare schreiben, ja, die ich jetzt hier nicht wiedergeben will,

[00:27:30] aber die von schon relativ wilder Beleidigung bis halt so gehen. Für den Algorithmus super, oder? Ja, das sagt man, wir Performance-Marketier, das sagen wir ja für den Algorithmus super, trotzdem würde ich mir manchmal mehr Liebe wünschen, ja, ich bin auch ein Mensch, ähm, so, aber über, da muss ich kurz, 15 Sekunden Sternchentext, weil, jetzt lachen wir zwei so drüber, aber ich will mir ja nicht ausmalen, ähm, was, was da drunter stehen würde, wenn ich, ähm, eine Frau wäre

[00:27:59] und zum Beispiel noch zu einer religiösen Minderheit gehören würde, ja, das heißt, ich will das überhaupt nicht normalisieren, ja, nur für mich als, als Founder, ich kann da jetzt drüber lachen, haha, das geht gegen mein Produkt, aber gar, also Internet-Hate, gar nicht cool, ja, das muss ich nur einmal flaggen, so, und das ist, glaube ich, aber schon unsere Kante, dass wir halt komplett anders sind, als man, als darf das ein Bier, ja, was erlauben sich die Jungs da, ja, ähm, Freienacht Giovanni Trapattoni, was, was erlauben Zero Labs, so, ähm,

[00:28:28] und das, das ist, glaube ich, was, was, was, was uns anders macht, und was aber auch wichtig ist, weil sonst gehst du einfach unter, du musst irgendwas anders machen. Und vielleicht sind die Kommentare ja doch nicht schlecht, also ich denke mir, ja, das ist klar, man würde sich wünschen, dass die Leute das nicht schreiben, und gleichzeitig diese Aufmerksamkeit, dieses Anecken, ist ja auch Teil der Marke, also, meine Eltern zum Beispiel haben Benetton boykottiert, die mir erklärt, nee, diese Plakate, das gefällt uns überhaupt nicht, wir würden nie in einen dieser Stores reingehen, okay, fair enough, hat mit ihnen nicht resoniert, aber mit anderen, also ich meine,

[00:28:58] starke Emotionen hat ja meistens an zwei Seiten, für irgendjemanden wird's funktioniert haben, und das gleiche gilt ja für so ein Produkt. Ich hab, das ist eine kleine Side Story, wir haben gerade über Laura vorhin gesprochen, wo wir beteiligt sind, die Nola macht, ein Energy Drink für Frauen, eine Brand, Energy Drink für Frauen, weil sie sagt, bisher sind die Produkte für Männer formuliert, so, und sie macht das anders, und gibt viele Aspekte, wie sie das macht, und geht aber mit dieser Message auch raus, sagt, wir verkaufen einen Energy Drink für Frauen, und die kriegt den ganzen Tag Hate-Kommentare unter den Instagram-Post,

[00:29:27] musst du die mal anschauen, und da kommentiert dann so der Herbert, und der Herbert schreibt dann drunter, sagt so, ah, 50 Prozent der Zielgruppe ausschließen, du hast ein BWL-Studium nicht aufgepasst, viel Spaß in der Insolvenz. So, und jetzt kann man sagen, es ist ja nervig, dass der Herbert das schreibt, oder man kann's nutzen für Content-Marketing, und das macht Laura, und postet diese Kommentare dann, und triggert damit natürlich dann wieder 100 Kommentare von Frauen, die dann auch wieder drunter kommentieren, und also, dieses Spiel kann man ja spielen, und ich denk mir so, also, was müsste man denn einer Agentur bezahlen, dass sie sich diese ganzen Sprüche ausdenkt, und der Herbert,

[00:29:57] der macht das ja einfach for free, also, der ist ja quasi Mitarbeiter des Monats, im Marketing-Department ist nicht so nett, was er schreibt, aber man kann es ja schon, man kann es ja schon so Jujutsu-mäßig verwenden. Genau, du kannst es blöd finden, dass vor dem Supreme-Store irgendwie die Schlange 200 Meter lang ist, ja, und sagen, das ist nicht für mich, aber du kannst halt auch sagen, boah, krass, ja, ich will Teil dieser Brand sein, ich will mir auch einen Cap kaufen, und stelle ich die Schlange sein. Genau, so, absolut, also, klar, ich hab da so zwei Blicke drauf, das eine ist so,

[00:30:26] ich würde mir schon wünschen, dass Unternehmertum mehr, gerade jetzt, mehr honoriert wird, das meine ich nicht, das heißt nicht, dass alle Beifall klatschen müssen, weil ein Startup gegründet wird, aber ich glaube, dass, da tun sich viele Leute echt leicht, mit ihrem, hohoho, ich guck dann nächste Woche ins Insolvenzregister, so, also, mit dem Spirit kommen wir irgendwie als, als Land und Gesellschaft auch nicht weiter, so, das ist, glaube ich, wichtig, da einfach mal, das heißt nicht, dass man zu jedem Quatsch immer Beifall klatschen muss,

[00:30:55] es gibt ja auch da draußen Produkte, wo ich sage, braucht's das, aber wer bin ich schon, das zu beurteilen, ja, also, vielleicht bin ich auch überhaupt nicht Zielgruppe, das heißt, ich halte mich mit sowas echt zurück, und das finde ich, sollten manche andere auch tun, und, das zweite ist aber, da hast du natürlich völlig recht, jemanden ganz offensichtlich, auch mit seiner Geschäftsidee anzupissen, heißt ja auch gleichzeitig, dass du vielleicht andere umso stärker anziehst, die sich in den anderen Produkten, die es da draußen gibt, lange nicht wiedergefunden haben, aber, das ist, ja,

[00:31:25] auch so ein Spannungsfeld, das ist immer wieder beim Golfspielen, ja, das ist wahrscheinlich, was man sein Leben lang nicht so richtig lösen wird. Wir wollen Fondermode gemeinsam zum besten Entrepreneurship Podcast in Deutschland machen, und ihr könnt uns helfen, indem ihr den Channel abonniert und eine Bewertung abgebt, das hilft uns ungemein, weil die Episoden dadurch häufiger ausgespielt werden, und wir noch spannendere Gäste einladen können. Danke euch, und viel Spaß. Gab es denn vor euch Brands im Bierbereich, die nur alkoholfrei gemacht haben,

[00:31:54] oder war das immer ein Beiwerk der normalen Brauereien? Das gibt es natürlich, wenn du jetzt gerade global guckst, da gibt es natürlich schon den einen oder anderen, die einen oder anderen, die das machen, aber es ist halt ein absolutes Nischenthema trotzdem, und für uns ist dieses 0,0% Alkohol eben wichtig, so, da wird es dann nochmal dünner, und mir, also eine Brand, die jetzt sagt, 0,0% zuckerfrei, kalorienarm, ja, kann natürlich immer sein, dass es noch wen gibt, ja, das weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist es ein sehr,

[00:32:24] sehr spitzes Positioning, und das ist aber auch wichtig, und nee, ich glaube, da gibt es nicht viel. Wir hatten neulich im Podcast immer über Athletic Brewing gesprochen, das ist ja eine interessante Company aus den USA, die was ähnliches machen, und ich meine, über 300 Millionen Umsatz machen, du wirst es besser wissen, aber hunderte von Millionen auf jeden Fall, auch mit so einer ähnlichen Positionierung. Genau, also Athletic Brewing macht es ein bisschen anders, also erstens waren wir in den USA Pionier, und der Gründer, ich hoffe, ich gebe es jetzt richtig wieder, aber hat man im Podcast gesagt,

[00:32:53] für ihn war die zentrale Aufgabe, bei uns ist ja so in den Awareness-Stufen, wie wir es auf Meta immer nennen, ja, du versuchst irgendwie, ich weiß, dass es alkoholfreies Bier gibt, bis hin zu, ich weiß, es gibt Zero Labs, gute Meta-Kampagnen greifen irgendwie alles ab, bei, da war das Awareness-Level bei alkoholfreiem Bier, er hat glaube ich mal im Podcast gesagt, wenn du ein alkoholfreies Bier auf einer Grillparty getrunken hast, dann haben die Leute dir irgendwie die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt so, so, hey, hast du ein Problem, do we need to talk, das ist ja in Deutschland jetzt nicht so gewesen,

[00:33:23] in Deutschland hatten wir eher das Gefühl, die Kategorie hat so ein Image-Problem, dass du dich immer noch dafür entschuldigen musst, aber auf eine andere Art und Weise, ich muss heute Auto fahren und das ist einfach nicht, ich habe kein, und einfach oft nicht viel Liebe bekommen hat, das ist also, wir müssen heute noch ein alkoholfreies Bier im Sortiment haben und dann haben wir halt eins gemacht, aber so richtig mögen, tun wir das alle nicht, ich übertreibe jetzt, aber so, und deswegen,

[00:33:53] ja, Athletic hat das echt gut gemacht, das ist natürlich auch eine coole Brand, aber die macht kein 0-0, soweit ich weiß, sehr, und da geht es eben wirklich darum, überhaupt mal alkoholfrei auf die Karte zu kriegen, ich beobachte die natürlich, aber das habe ich schon bei Müsli nicht so viel gemacht, ich gucke gar nicht so viel links und rechts und gar nicht aus Arroganz, sondern weil Moritz und ich, also wir sind ja zwei, Moritz Keller und ich, eine sehr intrinsische Motivation haben, das voranzutreiben, und genau, deswegen gucken wir jetzt schon natürlich, was andere machen automatisch, aber das ist jetzt nicht so,

[00:34:22] dass ich Tag und Nacht auf dem Athletic-Insta-Account hänge. Und du dir die Ads von denen anschaust und probierst, das zu adaptieren, ja, ich glaube, ist ja auch schwierig quasi, was aus einer ganz anderen Geografie zu nehmen, vor allem ein Consumer-Produkt, wo es ja ganz stark um die Nuancen in der Kommunikation geht. Ja, genau, da gucke ich mir natürlich eher ein deutsches E-Com-Produkt dann an, ja. Ja, ja. Wie viele Flaschen verkauft ihr, wie viele Dosen verkauft ihr, was ist das Produkt, wie viel Umsatz macht ihr, was steht auf der Quartettkarte sozusagen drauf? Also, wir haben, wir fokussieren uns im Moment

[00:34:51] vor allem auf Online, das heißt nicht, dass wir Offline komplett vernachlässigen, ja, es gibt dann immer Gründerinnen und Gründer, die sagen, ah, das darf man nicht sagen, dass man sich auf Online fokussiert, weil dann sind die Händler sauer, aber das glaube ich überhaupt nicht, weil ich glaube der, also, erster Schritt, wenn man eine Konsumgütermarke gründet, ich würde sagen, in der Regel sollte man mit D2C anfangen, ja, ich glaube, weil das einfach, und die Marke irgendwie online aufbauen, weil ich glaube, das hilft dir halt später total hinten raus, du kriegst einfach, wie bei einem Bankkonto in den 90ern, so, du kriegst irgendwann später die Zinsen, ja,

[00:35:20] und die kriegst du halt vor allem im Handel. Ähm, wir haben, äh, das ist jetzt unser, also, wir haben Ende 2024, Oktober 2024 angefangen, ähm, jetzt im, im Januar waren wir online das erste Mal sechsstellig, und das geht hoffentlich jetzt die ganze Zeit so weiter, das heißt, wir werden jetzt einen siebenstelligen Umsatz dieses Jahr machen, ähm, und dann, äh, ja, hoffe ich, dass wir den nächstes Jahr, äh, wieder mindestens verdoppeln können, und dass es dann so weitergeht, ähm,

[00:35:50] aber, es ist halt gesiedstrapped, ja, ein neues Wort, das ich gelernt habe, das du vorher auch verwendet hast, und, das heißt nicht, dass wir deswegen langsamer wachsen wollen, aber ich bin eben vorsichtig, weil du kannst auch bei Konsumgütern echt viel Geld zum Fenster rausschmeißen im Marketing. Und gesiedstrapped heißt, ihr habt ein bisschen Geld aufgenommen von Investoren, wer hat investiert, wie viel habt ihr aufgenommen? Also, wir haben eine, eine Business Angel Runde gemacht, und auch eigenes Geld investiert, und, du brauchst nur ein bisschen Kapital, weil du einfach,

[00:36:19] du musst echt viel Waren einkaufen, du hast auch wirklich, brauchst schon Cash, ja, die ganze Zeit, weil, du kannst ja nicht fünf Flaschen Bier, äh, dir auf Lager nehmen, ja, du brauchst ja immer gleich alles palettenweise, brauchst irgendwie Kartons, äh, gleich palettenweise, wir haben auch Getränkekisten bestellt in Deutschland, also, wenn du mit, wenn du mit Leuten aus der Branche sprichst, dann sagen die eigentlich immer, ich hoffe, ich gebe es jetzt richtig wieder so, du, du brauchst eigentlich immer dreimal so viel Leergut, äh, wie du denkst, ja, so ein Drittel steht bei dir, ein Drittel steht, ist,

[00:36:49] steht irgendwie beim Händler, und ein Drittel ist irgendwie unterwegs, so, das ist so, so, das ist so grob die Kalkulation, das heißt, du hast wahnsinnig viel, ähm, wahnsinnig viel Bestand, ja, deswegen brauchten wir auch, den du finanzieren musst, genau, und deswegen brauchten wir auch eine Grundinvestition, aber wir versuchen halt, ähm, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen, ähm, wir zahlen uns auch fast kein Gehalt aus, zum Beispiel, super kleines Team, ähm, weil, und das liegt nicht daran, wenn ich jetzt sage, so,

[00:37:18] jetzt mit 40 will ich nochmal wie, wie ein Mönch ein Startup-Leben führen, sondern das liegt daran, dass ich einfach das Gefühl habe, gerade in dieser Anfangsphase bei Konsumgütern, ja, das, was ich gerade sagte, es ist so schwer, richtig Geld auszugeben, also, ähm, du hattest ja zum Beispiel die Kollagen-Story, äh, äh, Glow 25, richtig? nicht 23, Raphael Frenk, genau, super Podcast-Folge, also, super Podcast-Folge, also, ich kenne Raphael nicht persönlich, aber die hat mich total gecatcht, weil ich fand, er war wahnsinnig ehrlich, also,

[00:37:49] absolute Hörempfehlung, ähm, hab ich dir, glaube ich, auch dann sofort geschrieben, so, fand ich Wahnsinn, so, und der hat ja auch gesagt, bis sie mal da waren, dass es halt so abgeht, ja, hat's ja echt lang gedauert, ja, bis sie genau dieses Positioning und das Copywriting gefunden haben, und deswegen, glaube ich, ist es für eine Konsumgüter-Marke, erst mal mit wenig Geld genau das Positioning und den Produkt-Markt-Folge zu finden, der funktioniert, und dann kann man ja gucken, ob man dann mehr Geld sinnvoll ausgeben kann. Das heißt, habt ihr jetzt eher,

[00:38:19] eher ein paar hunderttausend geraced oder ein paar Millionen, oder was sollst du dir mit tun? Nee, ein paar hunderttausend und das, so, das ist halt, das ist halt wirklich reicht für die ersten, ähm, zwei, drei Jahre, ja. Okay, okay. Du hast mal geschrieben, je kleiner die Nische, desto besser. Ja, also, ich glaube, gerade wenn man sich dieses Feld der Coaches und Berater anguckt, ja, da, glaube ich, ist es sehr, das ist so abgefahren, was es da ja für Nischenmodelle mittlerweile gibt,

[00:38:49] ja, aber da wirst du, glaube ich, egal welchen, Online-Kurs du da buchst, ja, ob, ähm, von Caroline Preuss, von den Bauligs oder von Digitale Safari, ich glaube, du wirst, ich kenne die jetzt alle nicht im Detail, aber du wirst wahrscheinlich immer darauf stoßen, dass jemand sagt, wenn du dich als Expertin für irgendwas positionieren willst, dann lieber Nischik, ja, und wirklich als Experte wahrgenommen werden. Also, für mich wäre es wahrscheinlich am besten zu sagen, ähm, keine Ahnung, ich helfe dir bei der Gründung deines, ich coache ja auch Founder, können wir vielleicht später am Skrupp reden, aber,

[00:39:18] das ist dann so dein Seithustel, wenn du bei Zero Labs wenig Gehalt hast, dann gucken wir, wie wir in die Klammer kommen. Ja, genau, eben, ja, wirklich, so, aber ich mache das auch wirklich gerne, das ist ein anderes, gleich, können wir vielleicht nochmal hinter die Klammer ziehen, aber, müsste ich jetzt sagen, so, ich helfe dir beim Aufbau deines D2C-Muesli-Startups, ja, so, aber dann bin ich halt der Experte weltweit dafür, und deswegen, ich glaube halt, erst mal in der Nische wahrgenommen zu werden, mir geht es ja viel um Wahrnehmung, wie erst mal Sichtbarkeit kriegen, ist halt viel leichter, als zu sagen,

[00:39:48] ich spreche über alles, so. Was ist die Zero Labs-Nische und wie ist da eure Positionierung? Ein anderer Satz, den ich von dir super fand, den du geschrieben hast, ist, als Startup willst du die Nadel sein, nicht der Heuhaufen. Erklär mal, wie sich Nische und Heuhaufen auf die Positionierung von Zero Labs auswirken. Genau, also der Nadel-Heuhaufen-Satz kommt von Donald Draper bei Madman, ja, und ich, also, kannst du als Bier noch mehr Nadel sein? Ja, wahrscheinlich schon, wenn du jetzt sagst, das gibt es in einer abgefahrenen Verpackungsform

[00:40:17] und dann tust du noch Proteine rein und so, dann wird es noch nischiger, aber das ist ja schon, also auch der Preispunkt und so, den wir übrigens brauchen, das ist jetzt nicht, weil sonst, du brauchst vernünftige Margen und ich glaube, die meisten Startups im Konsumgüterbereich gucken nicht genug auf ihre Marge und haben Angst, höhere Preise zu verdanken. Ein Bier Zero Labs zu nennen, komplett alkoholfrei zu machen, rosa ist eine primäre Farbe, ist, ist, glaube ich, in der Außenwahrnehmung krass spitz und dann eben 0,0 zuckerfrei Kalorienarm bei trotzdem

[00:40:47] echten Biergeschmack, den versuchen wir halt hinzubekommen, weil ich will ja nicht ein alkoholfreies Bier trinken, ich will ja eigentlich ein Bier trinken, so. Ah, by the way, es ist alkoholfrei und ja, ich bilde mir ein, dass wir ganz anders auftreten, als das eigentlich die meisten Bierfirmen tun. Was hast du über Pricing gelernt, weil du es gerade angesprochen hast, das sind Disziplinen, die viele ja vernachlässigen, von denen viele Founder gar nicht wissen, dass es eine Disziplin ist und ein extremer Werttreiber sein kann, wenn man es richtig macht, mit all deiner Erfahrung, wie bist du an das Pricing rangegangen?

[00:41:17] Also man kann natürlich Professor Simon, ja, Preis halten, ja, von dem gibt es ja, das ist ja so, die weltweite Instanz ist ja glaube ich einfach für Preis, kennen sich andere besser aus, aber das ist glaube ich so der. Simon Kucher, große Pricingberater. Genau, so von dem, über Hubertus, bin ich auf den gestoßen, habe ich erst mal von dem Bücher gelesen, Zwei Sachen, also ich glaube, das erste ist, du brauchst dir einfach, wenn du eine E-Com-Company bauen willst, dann brauchst du einfach Marge, weil Neukundenakquise ist einfach teuer,

[00:41:46] so und du solltest idealerweise im Erstkauf CM3 profitabel sein. Was heißt CM3 profitabel? Also du musst ja gucken, dass du in der Contribution Margin 3, oder formulieren wir es einfacher, damit jetzt nicht jemand, der im Controlling auch noch versiert ist, sagt, ja Moment mal, da hast du aber was übersehen. also, dass man, dass man kostenneutral idealerweise NeukundInnen einkauft. Okay, CM3 heißt, du hast den Umsatz, dann ziehst du die Produktkosten ab, dann ziehst du aber auch die Marketingkosten ab und alles, was sonst noch passiert. Verkürzt gesagt,

[00:42:16] du hast aber deine Gemeinkosten noch nicht drüber aufgeschlüsselt. Und das glaube ich ist, aber du guckst eben nicht nur auf Rohertrag zum Beispiel. Und das ist, das ist glaube ich wichtig und dafür brauchst du einfach Marge. Da kannst du nicht an einer Flasche nur acht Cent verdienen. Das funktioniert einfach nicht. Und Bier, selbst wenn du, wenn du, wenn du, wenn du, wenn du dir die deutsche Brauereilandschaft anguckst, dann kann glaube ich, selbst ich als Outsider sagen, da gibt es tausend Leute, die sich dazu kompetenter äußern können. Aber ich glaube, Bier,

[00:42:45] das ist ein, das ist ein Handwerksprodukt, da ist viel Handarbeit dabei, das sind, das sind komplexe Rohstoffe, also, wir wollen ja, dass die natürlich sind, dass die möglichst regional sind und so. Das, das ist schon oft zu billig. Ja, ich glaube, das, das kann man sagen, so. Und, also brauchst du eine healthy Marge und dann musst du aber natürlich. Also eher oben anfangen als unten. Genau, glaube ich ehrlich, weil, und nicht, nicht um die KonsumentInnen zu verarschen, darum geht es überhaupt nicht, sondern einfach nur,

[00:43:14] weil das ist wie ein Tattoo, so ein Preis, der geht halt nicht mehr so schnell weg, ja, ähm, und das ist halt kompliziert, den wegzumachen, so. Und dann haben wir aber auch halt gesagt, so, wir brauchen eine Marge, aber wir haben es dann tatsächlich mit Apinio, kennen vielleicht manche Marktforschung per App, mit denen haben wir eine Garborg Ranger, das ist so eine der vielen Preisanalysen, die man machen kann und haben eben auch den Preispunkt wirklich dann nicht gleich beim Launch, sondern erst mal später, brauchst ein bisschen Budget, haben wir den nochmal getestet.

[00:43:43] Und dabei kam auch raus, also bei einer Preisanalyse siehst du eben manchmal, oh Gott, die Pricing-Leute, die werden sich das angucken und sagen, der erzählt das alles falsch, aber, also, with a grain of salt, ich hoffe, ihr verzeiht es mir, ich liebe ja eure Branche. Du siehst eben manchmal in diesen Garborg Ranger-Kurven dann so einen krassen Knick oder so. Du siehst halt so, ah, bei dem Preispunkt geht es richtig ab oder bei dem Preispunkt fällt die Nachfrage total. Und wir haben natürlich schon eine Relation gesehen,

[00:44:13] bedeutet, klar wird das Produkt, also würden sie dieses Produkt kaufen für 1,69, für 1,89, für 2,29. Du siehst natürlich schon, wenn der Preis runtergeht, dann kaufen das mehr Leute. Aber wir haben keinen Preispunkt identifizieren können, wo wir sagen können, krass, wenn wir jetzt auf 1,89 gehen würden, dann würde das so abgehen. Und dann stellst du dir natürlich die Frage, ja, ich könnte schon ein bisschen mehr Umsatz machen, wenn ich jetzt für 1,89 verkaufen würde, statt 2,29 UVP. Aber mein Deckungsbeitrag,

[00:44:43] der wäre ja so viel schlechter, dass ich es einfach nicht machen kann. Weil das ist doch scheiße, du startest als Startup, du kommst ins Regal, Rewe sagt, wow, cool, Preisbrecher, das Startup bietet alkoholfreies geiles Bier von 99 Cent an. Und am Ende merkst du, fuck, da bleibt dir überhaupt nichts hängen. Und deswegen ist mein Tipp immer an Startups, man muss beim Pricing schon auch mutig sein, finde ich. Was ist euer Preispunkt jetzt? 2,29? 2,29 UVP, ja, genau. Und erklär mal, D2C, Direct Consumer, ihr verschickt ja auch viel. Da kommt ein DHL-Paket,

[00:45:12] da sind die Flaschen drin. Das ist ja sehr ungewöhnlich für Getränke. Also mal um bei Golf zu bleiben, wie hoch ist das Handicap, mit dem ihr spielt, indem ihr Flaschen durch die Republik schickt? So ungewöhnlich ist das doch gar nicht, oder? Also wenn du jetzt sagst, ich hatte gerade mit einem Gründer das Thema Hafermilch, so ich bin großer Hafermilchtrinker und dann hat er zu mir gesagt, warum bestellst du dir Hafermilch nicht online? Weil du konsumierst es doch regelmäßig. Ich dachte, ja stimmt,

[00:45:42] könnte ich mir eigentlich online bestellen, weil das ist ja super planbar. Ich brauche davon, dass ich 24 Dinger in einem Monat oder so. Und bei Bier ist es ja auch so, klar habe ich öfter Impulslust, deswegen möchten wir auch in den Handel kommen und sind bei Knusper und so. Aber das ist ja schon was, wenn du sagst, ich trinke gern alkoholfreies Bier oder gerade so diese klassische Ü30-Situation, ich will vor allem eigentlich weniger oder gar keinen Alkohol mehr trinken, weil ich viel mehr auf meine Ernährung achte, so ging es mir auch.

[00:46:13] Dann finde ich es einfach gut, das immer zu Hause zu haben. Und dann ist natürlich E-Com super, weil Distribution in Deutschland, dass du in allen Getränkefachmärkten bist und so, das ist nicht so einfach. Und letzter Punkt, ich finde halt, die Käufersegmente sind halt sehr hybrid. Wir haben auf jeden Fall Käufer, die sind oft in einem Getränkefachmarkt. Jetzt haben wir eine Koop gerade mit Markgrafen, die haben so knapp 100 Filialen. So, super. Aber dann gibt es eben auch Leute, die in meinem Freundeskreis auch, die gar nicht in Getränkefachmärkte gehen

[00:46:42] und die wollen wir halt dann online. Also mir ist es halt wichtig, dass wir eine hohe Verfügbarkeit haben und da ist online halt gerade am Anfang für ein Startup unschlagbar, weil du halt zack, sofort in ganz Deutschland und Österreich verfügbar bist. Und dann nehme ich dann die Nachteile auch gerne in Kauf. Und ein Vorteil ist, ihr habt den direkten Kontakt zum Kunden, heißt ja Direct-to-Consumer, ihr kennt die E-Mail-Adresse, ihr wisst, wo die wohnen. Wie relevant ist das, mit denen direkt kommunizieren zu können? Was sie am Retail ja nicht, da geht jemand rein, kauft eine Flasche und du weißt überhaupt nicht, wer das ist.

[00:47:12] Also was für uns zum Beispiel super ist, ist die Post-Purchase-Umfrage. Und das, also Fragen nach dem Kauf, warum, wie, Freitext und so weiter. So, weil zwei Dinge. Das eine, was wir im E-Commerce oft haben, ist Attribution. Ja, da haben wir oft ein Thema. Nicht erst seit, oder mit iOS 14.x hat's angefangen, so richtig, aber wir haben ja oft das Problem, ein Kundin ist ja oft für uns,

[00:47:41] fährt so in so einen langen Schweizer Tunnel rein, ja, und kommt am Ende irgendwie wieder raus und wir glauben schon, dass das die gleiche Person ist, aber Attribution ist ja immer ein Thema. Also sprich, jemand kommt vielleicht über eine Meta-Kampagne, aber du kannst es beim Checkout nicht zu 100 Prozent zuordnen, ob es jetzt wirklich genau diese Person war. Genau, oder wir waren im Januar jetzt im ZDF zu sehen, ja, jetzt kannst du natürlich den Traffic unmittelbar danach auswerten, aber woher kennst du uns? Das ist ja schon eine wichtige Frage. So hat ja Johannes Kliesch zum Beispiel auch, wenn ich mich richtig erinnere, seine Personal Brand

[00:48:12] am Anfang gut bewerten können, ja, das heißt, woher kennst du uns? Genau, und ein Prozent waren, glaube ich, hatte man im Vortrag gesagt, ein Prozent der Leute kamen am Anfang, oder weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber kamen über seine Personal Brand, Mensch, ja, so. Und dann kannst du natürlich super gut sagen, was ich, weiß ich, was weiß er besser, was Nox damals Umsatz gemacht hat, aber keine Ahnung, wenn es 50 Millionen waren, ja, und du sagst, ah, ein Prozent kam über die Personal Brand, dann kann ich sagen, ah, und so und so viel kann ich jetzt in die Personal Brand auch investieren, weil das recht wird, so.

[00:48:42] Und das Zweite, was du aber natürlich weißt durch so eine Post-Purchase-Umfrage, sind halt wirklich die Kaufmotivationen, weil wir haben ja bei Meta oder generell im Marketing das Thema, dass wir wirklich gucken müssen, es ist ein bisschen wie so ein Eisberg, du fängst oben an und du machst deine ersten Meta-Anzeigen und dann gehst du ja oft erst mal nur auf Features, ja, so, mein Bier ist schöner, hat 0,0 Prozent, kein Zucker und so weiter, aber dann irgendwann willst du ja verstehen, oft geht es ja auch um eine Transformation,

[00:49:12] ja, was sind so die tieferen Kaufmotivationen der Leute und da sind wir ja alle ein bisschen wie so Goldschürfer, weil wir wollen ja immer besser verstehen, was unsere Zielgruppe wirklich will, was will die mit dem Produkt, ja, sammeln die die Flaschen zu Hause, weil sie sagen, ich finde das cool, wenn das bei mir steht, ja, so, und das, da können wir halt auch durch so eine Post-Purchase-Umfrage viel mehr rausfinden, als wenn ich mich jetzt mit einem Klemmbrett ans Supermarktregal stellen würde und davon profitieren ja auch wieder alle Channels, wenn ich am Ende weiß,

[00:49:42] die Menschen kaufen das wegen des rosa Kronkorkens, das ist das Nummer-eins-Argument, ja, dann, ah, kann ich natürlich ein cooles Learning daraus ableiten. Und deswegen glaube ich, es ist, habt ihr ungewöhnliche, habt ihr ungewöhnliche Jobs to be done gefunden, ist ja auch so ein Konzept, Clayton Christensen glaube ich, da gibt es dieses YouTube-Video The Job of a Milkshake, wo die analysiert haben, warum Leute morgens durch ein Drive-Thru fahren und sich ein Milkshake kaufen und über ganz viele Gespräche rausgefunden haben, das sind die, die quasi zur Arbeit pendeln, ein Frühstück wollen, aber die Hände am Lenkrad haben und deswegen ist der Milkshake

[00:50:12] genau für diese Uhrzeit, für diese Person das richtige Produkt und dann haben sie angefangen, das zu vermarkten und dadurch die Umsätze gesteigert, also interessante Job to be done. Habt ihr interessante Jobs to be done gefunden? Also was ich, ich mache jetzt in unserem Brand-Marketing-Zweier-Team zwischen Moritz und mir, macht Moritz eher Retention, also Wiederkäufe und ich kümmere mich eher um die Neukundener Krise und ich glaube, was ich wirklich immer noch falsch mache, ist so, dass ich immer zu sehr auch über die Feature-Ebene gehe und gar nicht so sehr über dieses,

[00:50:42] übertrieben formuliert, ah, du möchtest vielleicht ein ganz anderer Mensch werden, du möchtest vielleicht jemand werden, bei dem Alkohol in seinem Leben gar nicht mehr so eine Rolle spielt und deswegen kaufst du dir vielleicht so ein Produkt wie unseres, um dich täglich zu belohnen, aber eben ohne Alkohol. Also da war jetzt noch nichts dabei, dass sie sagen, ah, die Leute nehmen das als Rasendünger, ja, so, das haben wir nicht gesehen, ja, aber, aber es ist eben schon krass, dass man, also das ist ja so ein bisschen oft dieses, wenn ich, wenn ich Founder-Coache an der Seitenlinie stehen, da ist es immer total

[00:51:12] einfach in Anführungszeichen so Defizite zu identifizieren, zu sagen, du redest in deinem Marketing nur über die Features, ja, du musst mehr über die Transformation reden, aber das selber dann auch zu machen, ja, das ist die große Herausforderung und da, da habe ich schon noch einige Hausaufgaben. Okay, und du sagst aber quasi, der Schritt wäre von der Feature-Ebene eher auf die, die emotionale Ebene, die Storytelling-Ebene, die Transformation zu gehen, was willst du denn, nicht, was willst du haben, sondern was willst du fühlen, wenn du das Produkt konsumierst? Ja,

[00:51:42] ich bestelle mir ja einen More-Protein-Shake nicht, weil ich in der Früh Hunger habe, ja, und mir deswegen einen Shake mache, sondern ich bestelle den ja in der Regel oder oft, ja, ob ich jetzt dieser Proteinfasten-Methode folge oder so, ich bin kein More-Affiliate, das ist jetzt einfach nur ein, finde ich, plakatives Beispiel. Das wäre auch ein witziger Side-Hustle. Stimmt. Immer so, können bei Chris Wolf mal fragen, ob du in sein Programm reinkommst, der sind wir auch schon hier. Ja, aber ich glaube, weißt du, so, weil ich halt abnehmen will, ein anderer Mensch vielleicht

[00:52:10] ein anderes Selbstbild entwickeln will, was auch immer es ist, ja, da hat ja jeder ganz eigene, ganz eigene Motivation. Und das ist, glaube ich, schon wichtig, die zu identifizieren. Und da muss man auch aufpassen, dass man nicht in so ein Bullshit-Ding wieder reinkommt, ja, die Authentizität und so, aber dass man halt einfach sagt, okay, zuckerfrei zum Beispiel ist für die Leute auch wichtig, ja, kalorienarm, so, wie können wir, wie können wir aber auch im Marketing auch mit unseren begrenzten Mitteln, ja, die sind ja wirklich begrenzt, ich, also viele,

[00:52:40] viele Performance-Anzeigen, wir haben eine Agentur, Spacetom, die uns unterstützt, aber auch ein Cutter, der selber eine E-Com-Marke hat, die Sauer, müsst ihr euch auch mal anschauen, der Svenso, und dem schicke ich die meisten Voice-Overs per WhatsApp, ja, die spreche ich in die WhatsApp-Sprachnachricht ein, viel schneide ich auch selber, so, wie kriegst du es mit den begrenzten Mitteln hin, immer wieder halt wegzukommen von 0,5 Prozent Alkohol, zuckerfrei, sondern in die Transformation, und das ist, also, ich bin jetzt kein Autofan,

[00:53:09] aber wir haben vorher uns über die G-Klasse der E-Com-Bros unterhalten, ja, so, die kaufe ich mir ja auch nicht, weil ich einen Geländewagen suche, sondern weil ich mich belohnen will, weil ich Status suche, weil ich vielleicht, Konsum ist ja immer integrativ oder distinktiv, ich will entweder irgendwo dazugehören, oder ich will mich von irgendwem abgrenzen, ja, so, und da, das muss man einfach verstehen, das hat ja Raphael auch über Glow25 gesagt, wenn du irgendwann dein Copywriting so richtig drauf hast, nailst,

[00:53:38] wenn du genau so schreibst, dass deine Zielpersona sagt, that's it, da musst du hinkommen und das schaffst du halt nicht über Nacht. Ja, das ist interessant, mir fällt diese Liquid Death Story ein, ist eine Wasser-Brand, wo Dosen quasi mit so toten Köpfen besetzt sind, super erfolgreiche Brand, faszinierend, und ich meine, die Gründungsgeschichte war auch, dass der Founder beobachtet hat, dass Leute bei Konzerten, die Roadies, die die Technik aufbauen, rumgelaufen sind und teilweise Wasser umgefüllt haben in Red Bull-Dosen oder in Bierdosen oder sowas,

[00:54:07] weil sie einfach cooler aussehen wollten, weil sie gesagt haben, ich kann hier nicht mit Wasser rumlaufen, da wenn ich da irgendwie die fette Soundanlage von Metallica gerade aufbaue, so, weiß nicht, wie sehr das jetzt Urban Legend ist und auch nur gutes Storytelling, aber es scheint ja was dahinter zu sein, so dieses Gefühl der Zugehörigkeit, also ich will was in der Hand haben, was cool aussieht und dann war die These zu sagen, okay, ich baue eine Wasserbrand, die komplett badass gebrandet ist. Genau, integrativ ist, glaube ich, total wichtig, also wenn du irgendwie in den 90ern in New York ein Skater warst und all deine Freunde

[00:54:37] haben Supreme getragen, ja, so, dann will sie oder er natürlich auch Supreme, ja, so, damals musste man aber noch nicht in der Schlange stehen, ja, da musste man halt nur cool genug sein, in the know sein, um Supreme zu kennen, so, ja, genau, also ich glaube, integrative Funktion des Konsums total wichtig und distinktiv eben auch, ich will halt, auch vielleicht in meinem Freundeskreis die Person sein, die der Weinkenner ist, ja, der Bierkenner, die das Protein zu Hause hat und die halt sagt, nee, nee, ich habe mir nicht den ganz normalen Grill gekauft, wie ihr alle,

[00:55:07] ich habe den skandinavischen Grill, der bei Vollmond handgeschmiedet wird, ja, und nur mit dem und der Holzkohle, die ich selber mache, in meinem Kohleofen, mit der, ich weiß gar nicht, wie man Holzkohle macht, by the way, mit der, also, die Story ist schon wichtig, aber sie muss halt auch einzahlen auf, glaube ich, die Bedürfnisse der Zielgruppe und die muss man halt wirklich erkennen. So, und warum ist das jetzt wichtig? Jetzt will ich nur, dass das, das will ich noch kurz abbinden, wenn ich darf. Deswegen ist Geduld, glaube ich, so wichtig beim Gründen,

[00:55:36] weil die wenigsten Startups, gerade im Konsumgüterbereich, die nailen das halt von Anfang an, ja, es gibt dann immer wieder Sachen, die ich sehe, wo ich sage, so geil, da stimmt alles, da stimmt irgendwie das Testimonial, die berühmte Influencer oder bestimmte Influencer, da ist die Story gut, da sind Bedürfnisse richtig, Bams, das läuft richtig gut. Da ist dann ja oft nur die Frage, wie wird der Hype am Leben gehalten? Aber die meisten Brands, auch Zero Labs, brauchen einfach echt lange, um wirklich sich zu dem perfekten Product-Market-Fit, nicht nur im Produkt,

[00:56:05] sondern auch im Marketing hinzuarbeiten. Und das darf man nicht unterschätzen. Und das Schlimme ist, das passiert halt selten linear, sondern das passiert immer in so Treppenstufen. Und jeder, der schon mal gegründet hat, wird das, glaube ich, bestätigen. Und das ist einfach, das macht es mentally anstrengend, aber das ist halt wichtig, das auch zu wissen, dass man sich nicht am Anfang verrückt macht und sagt, scheiße, ich habe alles falsch gemacht. Nee, du bist jetzt mal da. Da ist Moritz ein geiler Advokat dafür, weil ich bin so ein Overthinker und der sagt immer, wir müssen jetzt einfach mal

[00:56:35] mit dem Produkt raus. Und dann gucken wir, wie wir es besser machen oder was halt die Zielgruppe anders will oder so. Und das ist, glaube ich, eine wichtige Denke. Ja, und viel diese Beobachtung machen, ich habe mein Buch über das Schreiben gelesen, also wie wirst du ein besserer Autor quasi und im Grunde ist die These vom Buch, du musst erstmal ein guter Beobachter sein, bevor du gut schreiben kannst. Und ähnlich ist es ja in deinem Fall auch, wenn du die Kunden beobachtest, viel mit denen fragst

[00:57:04] über deine Post-Purchase-Umfragen, aber auch im normalen Gespräch, dann lernst du diese ganzen Details und dann merkst du irgendwann, ach krass, okay, das sind alles Leute, die gerade beschlossen haben, abzunehmen. Das sind alles Leute, die gerade angefangen haben, Sport zu machen oder sich gesagt haben, ich bin jetzt 45 und ich will einen Ironman machen und das ist der Punkt, wo sie auf alkoholfreies Bier umswitchen oder wie auch immer. Können ja diese Nuggets sein, die rauskommen, aber es geht halt auch nur über diese Beobachtung und die braucht einfach Zeit und die kannst du dir auch nicht erkaufen. Nee, und ich glaube, dass in so

[00:57:33] in so techigeren Produktkategorien, zum Beispiel Radsport, wo ja so Rafa oder Ryzen, die ich halt super finde, so Shoutout an Mario Konrad und alle aus dem Ryzen Team, so dass du halt, es kann ja sein, dass du in solchen Nischen schon ein tiefes Verständnis für deine Zielgruppe hast und sagst, ah, die brauchen genau diese Goritex Jacke und die sind auch bereit, dafür 300 Euro zu bezahlen. Aber gerade bei Konsumgütern ist halt das Thema oft, dass die Leute nicht so tief drin sind.

[00:58:03] Weißt du, wenn du ein Schachspieler bist und merkst, dir fallen die ganze Zeit die Schachfiguren um, ah, da muss ein Magnet unten rein, dann ist halt so, ha, und die ganze Community feiert sofort. Und das ist da oft diffus, weil die Leute sich oft ja Probleme ausdenken, die es gar nicht gibt. Und das ist ja auch erst mal gar nicht so schlimm, aber du musst halt die Bereitschaft mitbringen, dich dann auch zu pivoten, weil sonst, ja, sonst hast du ein Problem. Warum ist Branding überbewertet? Also Branding ist nicht überbewertet. Ich glaube,

[00:58:32] Branding ist total wichtig. Was ich meine, ist, früher war das so, das kennen auch die Leute, die in den 80ern geboren sind wie ich, viele Leute, die in den frühen 2000ern einen Blog starten wollten, die haben erst mal drei bis sechs Wochen mit der Auswahl des richtigen WordPress-Themes begonnen, anstatt einfach mal die ersten Inhalte zu produzieren. Und ich glaube, viele Startups, gerade wenn sie zu viel Funding haben, verschwenden halt wahnsinnig viel Zeit mit Styleguides und allem Möglichen und mit Looks und dem Ganzen,

[00:59:01] anstatt einfach mal ihr Produkt auf den Markt zu bringen. Und deswegen glaube ich, wir haben zum Beispiel Tabula Rasa, eine Agentur aus Hamburg, die uns unser CI gemacht hat. Da haben wir Kohle in die Hand genommen. Finde ich auch richtig wichtig, weil die machen nach wie vor alle unsere Labels. Das ist einfach für uns total distinktiv. Aber die würden sich hüten, uns jetzt einen 140-seitigen Styleguide zu schreiben. Und ich glaube, da muss man einfach eine gute, rationale Herangehensweise finden und sagen,

[00:59:30] das ist wichtig, vielleicht cooles Logo oder was weiß ich, aber den Rest, den kann ich vielleicht auch erst meinen Canva selber bauen. Unsere Performance-Ads, die meisten sind überhaupt nicht schön, aber die müssen jetzt auch noch nicht schön sein. Die können in zehn Jahren schön sein. Vielleicht kompetieren sie auch besser, wenn sie nicht schön sind. Den Effekt gibt es auch oft. Creative Diversity, ja, ja, genau. Also die Agile-Ads sowieso, der Performance-Markt hinter mir sagt natürlich auch, die dürfen gar nicht schön sein. Noch einen Rechtschreibfehler rein, dann klickt noch besser. Ja, das ist wirklich ein guter, also die Rechtschreibfehler, immer gute Hacks, auf jeden Fall. Genau,

[00:59:59] aber ihr wisst, was ich meine. Also unser Insta-Feed zum Beispiel, ich würde mir den auch, also ich sag mal, ich würde mir auch total wünschen, dass man da nur Sichtbeton sieht und alles ist abartig kuratiert und so Benjamin Haag von Love Hate, der für uns viele Fotos macht, der macht auch solche Fotos, die ich auch total feiere, aber ich kann leider nichts, kann mich nicht leisten mit Moritz, wir können die nicht unseren ganzen Content machen lassen und deswegen ist halt auch viel von Max Wittrock mit dem iPhone gefilmt. Das ist halt so, ja. Und Max Wittrock erzählt auch die Geschichte, ich meine,

[01:00:29] du warst in deinem früheren Leben Journalist und Leute in deinem Umfeld sagen über dich, Storytelling hast du gemeistert, wenn ein First-Time-Founder zu dir kommt und sagt, ich will ein besserer Storyteller werden. Weil Storytelling ist super wichtig für Fauna, man muss ja immer überzeugen, das ist ja die wichtigste Disziplin, Kunden, Mitarbeiter, Investoren, Partner, Retail-Shops und so weiter, bis den ganzen Tag dabei, irgendwelche Leute von deiner Idee zu überzeugen und am überzeugendsten, bis zumal eine Geschichte erzählst. Wie kann ein First-Time-Founder oder eine First-Time-Founderin

[01:00:59] darin besser werden, sein und ihre Geschichte gut rüberzubringen? Also lass es uns kurz aufdröseln in Strategie und Taktik. Ja, und jeweils vielleicht drei Punkte so. Ich glaube Strategie, das erste ist mal, jede Brand hat was zu erzählen, aber klischeehaft, wenn der Mittelständler sagt, wie wollen wir, wie werden wir innovativer und du fragst, dann blocken sie denn Zeit für Innovation, also wo Leute zusammenkommen, so, ja nee, so it doesn't happen on the side. Du musst dir bei Storytelling, PR, wie auch immer, du musst dir halt Zeit nehmen, dir das zu entwickeln

[01:01:29] und die einfachste Übung ist einfach, für welches Thema will ich stehen? Kannst in die Mitte schreiben, ja, Mobilität, so und dann machst du einfach mal 30 Minuten, meint mir, sind wir schon bei der ersten Taktik, so, welche Themen kann ich eigentlich besetzen? Und dann kannst du, ob mit AI oder alleine, da ja sehr schnell Content daraus ableiten, so, dann merkst du ganz schnell, ach krass, ich hab eigentlich doch eine ganze Menge zu erzählen. Zweitens, Strategie, ähm, äh, du, du musst irgendwie gucken, dass, dass da auch wirklich eine Story ist, also,

[01:01:59] wenn du einen Journalisten heute, eine Journalistin heute fragst, was ist das Problem mit Startup-Presse-Meldungen, dann werden die sagen, naja, die meisten Sachen sind einfach überhaupt keine Story, die x-te Funding-Runde, so, da geht's nicht darum, dass das Presse-Meldung heißt, wenn da was Krasses drinstehen würde, wäre das wurscht, sondern dass es einfach keine Story gibt, ja, so, was ist wirklich eine Story, und drittens, ähm, such dir, also, das, das kann man schon an Taktik einordnen, aber such dir was, was auch zu dir passt, weißt du, wenn du jetzt der ultra introvertierte,

[01:02:27] die ultra introvertierte Tech-Founder bist, dann brauchst du jetzt nicht einen TikTok-Account anfangen, so, und jetzt Taktiken, ich glaub, die meisten wollen zu viel, also such dir ein, zwei Channels, ja, die idealerweise, wie Johannes Klisch von Snogs mal gesagt hat, Rückenwind haben, TikTok, LinkedIn, was halt irgendwie gerade noch trendy ist, einen Boost hat, und fang da an. Und zweitens, sei genauso diszipliniert, wie du es bei Liegestützen oder sowas sein musst, weil, nach x Wochen wird's ein Habit, du musst einfach täglich posten, und du kannst nicht mehr, also,

[01:02:55] gibt ja so Creator-Stories mit 100 Dingern am Tag, und dann musst du uns fünfmal die Woche, und im Investmentbanking arbeitet, ist ja auch krasser Hustle, und statt dass ich bis 23.50 Uhr in der Telco sitze, kann ich ja auch einfach 100 Content Pieces am Tag raushauen, ja, sehr, sehr logische Denke, so, aber du musst halt, 100 ist schon viel, aber du musst halt schaffen, irgendwie täglich was zu machen, und bei Meta oder so, auch wenn du es paid machst, brauchst du halt einfach jede Woche neue Creatives, die du testen kannst, musst halt hinkriegen, brauchst ein System, und das ist dann das Dritte,

[01:03:25] du brauchst für Content immer, das meinte ich eben, du brauchst ein System, du musst es dir im Kalender blocken, du kannst nicht jeden Montagmorgen starten mit, was poste ich denn heute auf LinkedIn, sondern du musst sagen, jeden Tag von 8 bis 8.20 Uhr, das ist meine LinkedIn-Zeit, und in der Zeit haue ich einen fucking Post raus, es ist egal, und ich sende den auch Cringe Mountain, ob der gut ist oder nicht, den haue ich einfach mal raus, und dann kommen wieder die Herberts,

[01:03:55] die gerade noch bei der Laura drunter kommentiert haben, oder bei Zero Labs, die sagen dann, ich würde mir echt mal mehr Qualität als Quantität wünschen, also früher, da war LinkedIn echt noch ein toller Ort, da war so viel Qualität, aber dann guckst du, was Herbert gepostet hat, und dann hat Herbert halt gepostet, ich bin zurück von der Fachtagung, es war ein herrliches Buffet und ein toller Austausch mit den geschätzten Kollegen, ich freue mich schon auf das nächste Jahr und werde jetzt gemütlich ein Bierchen in der deutschen Bahn zischen, die mal wieder zu spät ist, weißt du,

[01:04:25] das will ja auch keiner mehr lesen, und da war halt der LinkedIn-Algorithmus lange dankbar, so, und ich glaube, das ist so ein bisschen der Punkt, also start before you're ready, sei diszipliniert und konsistent, aber mach auch nur was, was dir gut tut, mir macht LinkedIn Bock, deswegen fällt mir das nicht schwer, kam auch viel Neukontentraffic für Zero Labs drüber, aber ich bin nicht der Typ, ich bin einfach zu alt wahrscheinlich, um jetzt zu sagen, ich mache 100 TikToks am Tag, ja, also, Und wie schaust du da drauf, wenn man das selber nicht machen will und sagt, ich habe keinen Bock, ich fühle mich da nicht wohl oder wie auch immer, ich bin zu alt, ich bin zu jung,

[01:04:54] wie gut kann man das outsourcen? Also, ein bisschen wie Profiboxer werden wollen, aber nicht boxen wollen, ja, das ist halt schwierig, also ich glaube, vor zehn Jahren hätte ich noch gesagt, ah, Personal Branding braucht es gar nicht so dringend, ja, ich glaube, so, Menschen folgen Menschen, wir wollen uns von AI gezielt abgrenzen, wir wollen, dem AI-Slop müssen wir irgendwie entfliehen, das geht, glaube ich, fast nur über Menschen und wenn du mit Leuten, zum Beispiel bei LinkedIn oder anderen Plattformen sprichst und sagst, so viel AI, was macht ihr denn da?

[01:05:24] Dann ist eine Antwort oft, ja, Video kann vielleicht eine Lösung sein, weil Video ist halt krass authentisch, ja, so, muss deswegen jede Founderin vor die Kamera, nö, aber dann brauchst du halt eine, ja, brauchst du eine Idee, kannst du dann einfach irgendeine random Person, Agentur hiren und sagen, mach das mal dreimal die Woche, boah, schwierig, musst du halt eine Idee überlegen und vielleicht ist die Idee zu sagen, ich nehme einen Hund oder eine Katze und lege da schlechte, meine Voice-Overs drüber und das passt überhaupt nicht wie bei diesen alten Time-Life-Werbungen, ja, passt überhaupt nicht zur Lippensynchronisation

[01:05:53] und alle würden es krass feiern, weil du halt sagst, ich will nicht vor die Kamera, deswegen ist meine Katze vor der Kamera, ja, oder du bist auf jeden Fall kein Vanille-Eis, wenn man fliegt, dann die Katze postest. oder du machst halt dein Produkt, dieses komische, weißt du, diesen Social Media, diesen Mund, der sich dann so schlecht bewegt, ja, du kannst ja so viele Dinge machen, aber du musst halt mal ein, ein, zwei Stunden dich hinsetzen und sagen, was kann ich anders machen als der Rest? Das ist, glaube ich, so ein bisschen der Schlüssel. Und dann die Konsistenz bringen. Über Konsistenz hast du auch gesprochen, du hast, äh, du zitierst ein Buch, Run

[01:06:22] When Nobody Is Watching. Du sagst, Gründen ist selten spektakulär, oft schmerzhaft, aber wenn man wenige Dinge ständig wiederholt, wenn es immer ein bisschen besser wird, dann wird das Nervige zum Alltäglichen. Genau, also es geht um What I Talk About When I Talk About Running von, ähm, Haruki Murakami. Genau, also ich glaube, was der ja sagt, also berühmter japanischer Autor, was der sagt ist, Laufen, ähm, ist einfach was, was er über einen ganz langen Zeitraum macht, so,

[01:06:50] und meine Analogie fürs Gründen ist genau, du, ich, ich gehe, ich stehe ja nicht morgens auf und sage, cool, ich gucke jetzt in den Meta-Account rein, ich freue mich schon darauf, die Kampagnen-Performance zu analysieren, weil das ist das coolste Dashboard, das es auf der Welt gibt, aber wenn du es einfach jeden Tag machst und wenn du darin besser wirst, ich habe ja Jura studiert, da hat mal jemand zu mir gesagt, wenn du SpezialistIn für dänisches AGB-Recht zum Beispiel wirst, ja, dann können alle sagen, oh, wie langweilig, aber wie geil ist es denn,

[01:07:20] wenn du so einen kleinen Teilbereich halt komplett durchdrungen hast und das, das ist halt cool, das Besserwerden macht Bock, also, wenn du, wenn du mit Leuten sprichst, die irgendwie Motivation im Job erforschen, sagen die auch immer, so Mastery, besser werden in was, das ist geil und das ist beim Gründen, glaube ich, total wichtig, einfach dranbleiben, das, also, und dann kommt natürlich der schwierige Punkt, wann muss ich auch mal den Kurs wechseln, wenn ich jetzt drei Jahre TikToks poste und die klicken alle nicht, wechsle ich dann ja wahrscheinlich schon,

[01:07:49] aber dann ist meine Frage immer, hast du vorher mit mindestens 20 Leuten gesprochen, die das schon machen und was du besser machen kannst, hast du die Frequenz mal erhöht, hast du wirklich gehustelt, ja, also hast du wirklich, so, also deswegen glaube ich, man kann ganz viel Befriedigung im Alltäglichen finden und in diesen vermeintlich langweiligen Aufgaben, man muss nur lang genug dabei bleiben. Und die Konsistenz war dir so wichtig, dass du das Buch dreimal gelesen hast, das fand ich auch einen witzigen Nebensatz. Ja, also ich coache ja selber FounderInnen

[01:08:19] und dann ist ja immer ganz wichtig, dass man sich auch selber ständig coachen lässt und besser wird. Und gestern hatte ich ein Coaching mit Viktoria Weber, die auch einen Podcast hat, CreatorWay, und die mir schon sehr viele kritische Fragen gestellt hat zum Thema, kannst du zum Beispiel bestimmte Social Media Inhalte als 40 plus Mann so gut rüberbringen? Das heißt nicht, dass man nicht auf, also damit, nur um das richtig zu flaggen, das heißt nicht, dass man nicht in jedem Alter Social Media machen kann,

[01:08:49] aber ich kann halt vielleicht nicht mehr, die, wenn ich jetzt über junge GründerInnen ansprechen will, mit Anfang 20 dann so sagen, hey, ich bin auch der coole Onkel, sondern ich muss halt vielleicht über einen Engel kommen, der sagt, hey, ich habe viel Erfahrung, versteht, was ich meine. Mein Knie tut auch weh. Genau, mein Knie tut auch weh. Du musst halt deine eigene Sprache finden, die wirklich gut zu dir passt. Aber du sagst ja, also quasi Coaching hat dir geholfen, quasi von außen diesen Spiegel zu kriegen,

[01:09:19] und wenn du das anderen beibringen willst, musst du es selber machen, und die Konsistenz ist für dich quasi, selber diese Arbeit zu machen und dich selber quasi coachen zu lassen. Ja, genau. Also ich, auch wieder so Taktik, Strategie, ich glaube, wichtig ist, ist einfach, ich hole mir halt oft Hilfe bei den Taktiken, ja, dass mir jemand halt wirklich sagt, wie kann man was machen, und Victoria kann mir halt zum Beispiel in fünf Sekunden erklären, ob jetzt Ghost, Beehive, Substack, Steady, was da die Unterschiede sind, so, ne,

[01:09:49] aber die kann mir auch strategisch viel weiterhelfen. Das waren gerade alles Newsletter-Plattformen. Genau, das war Newsletter-Plattformen, die kann beides, so, aber ich glaube, es ist halt wichtig, wirklich auch in sich zu investieren. Das coole ist ja, Wissen ist ja zugänglicher als je zuvor. Ich bin halt jemand, der sehr, sehr gut lernen kann. Ich wollte lange Klavierspielen lernen, hab's nie richtig hinbekommen. Ich hab's erst richtig hinbekommen, als ich mir einen teuren Online-Kurs an der Berklee School of Music gekauft hab, während der Corona-Zeit. Da warst du investiert. Genau,

[01:10:19] so, das hat halt für mich funktioniert, ja, so, und dann musste ich und dann war ich über diese erste Hürde drüber und dann konnte ich irgendwie weitermachen und bin auch dabei geblieben. Und für mich, und deswegen biete ich auch mit gutem Gewissen eben selber Coaching an, weil ich das Gefühl habe, das kann halt, wenn man so ein Typ dafür ist, ja, dann sagt er oder sie, hat da Bock drauf, das kann halt Wege verkürzen und oft ist es halt gut, eine zweite Meinung zu haben und meine Beobachtung ist aber, die meisten Leute,

[01:10:48] auch mit denen ich so bis jetzt arbeiten durfte, die wissen eigentlich alles schon, ja, die müssen halt, die wollen einfach nur Reassurance, ja, und denen, das ist eines meiner wichtigsten Dinge, denen will ich halt mitgeben, folge einfach deiner eigenen Intuition, weil die ist oft richtig. Und ich glaube, das ist auch wieder so dieses mentale Modell, externe Moderation, Coach, die halbe Miete alleine ist ja schon, dass es einen Termin im Kalender gibt und dass du Geld dafür bezahlt hast, wie beim Personal Trainer oder bei der Gym Membership. Du bist da schon investiert, du musst da irgendwie so,

[01:11:18] du müsstest aktiv Aufwand betreiben, es nicht zu tun, du müsstest es jetzt absagen und das fühlt sich ja auch nicht gut an. Und ich glaube, das ist die halbe Miete und dann ist das Feingefühl vom Coach und die Fragen, können aber, die Frage von dir ist ja fair, so ja, wie viel Zeit hast du den Kalender dafür allokiert und mit einem Coach ist es halt einfacher, weil die Stunde dann halt einmal geblockt ist. Und weil du halt genau eine Person hast, das ist ja immer, ich finde es immer so abgefahren, da mache ich, ich denke total viel

[01:11:48] über Konsistenz und Disziplin nach, weil ich bei mir selber beobachte, es gibt Dinge, die sind für mich absolut unverhandelbar, aber ich habe mir halt dann lange, also ich habe zum Beispiel mal super gesund gefrühstückt, klar, mein Müsli, ja, aber ich habe mir halt dann oft in, ich war sauviel unterwegs in diesen Peak-Müsliphasen, habe mir halt dann oft um 22 Uhr noch ein super Schlecht im Sinne von ungesundes Essen reingeballert, ja, und dachte immer so, hä, wieso kriege ich das hin,

[01:12:17] irgendwie im Unternehmertum super diszipliniert zu sein, aber da kriege ich es nicht hin und andere, bei anderen ist es ja genau andersrum, die sind super diszipliniert in der Gym so, aber kriegen irgendwie die Selbstständigkeit nicht gebacken und sagen, ich will schon seit 10 Jahren, aber mach es nicht und das finde ich total spannend und bei mir ist eben, da glaube ich, muss man halt sagen, wenn man in anderen Bereichen besser werden will, muss man eben genau identifizieren, welche Tools, welche Systeme, es ist ja auch nur ein System, finde ich, also wenn du dir jemanden buchst, der dir sagt, so,

[01:12:47] jeden Freitag treffen wir uns jetzt eine Stunde und dann arbeiten wir an dem und dem Thema, jeden Freitag bringe ich dir irgendwie den Chopin-Walzer bei auf dem Klavier, dann ist das ja auch ein System und dann habe ich zum Beispiel, finde ich es peinlich, wenn ich mir jetzt Personal Trainer buchen würde, ja, dann würde ich einfach denken, das ist peinlich, wenn ich irgendwie dreimal die Übungen nicht gemacht habe, ja, so, das Charme ist dann für mich der Antreiber, genau, und deswegen glaube ich, ist es halt wichtig,

[01:13:16] auch da rauszukommen aus seiner Echo-Kammer und zu sagen, so, ich investiere jetzt in mich, ob es Klavierspielen oder Gründen ist. Hast du eine Taktik gefunden, den Late-Night-Snack gesünder zu kriegen? Jaja, also, das kriege ich mittlerweile gut hin. Wie ist es gemacht? Naja, also, bei mir ist es so ein bisschen, ähm, tatsächlich das Altersthema, ja, also, da rennt dir ja irgendwann die Zeit davon, also, irgendwann, verkürzt formuliert,

[01:13:46] ähm, da, da, da arbeitet das Alter ja gegen dich, ja, du musst ja immer mehr tun, ist meine Laienmeinung, um irgendwie, äh, deine Körper, also, deinen Körper irgendwie performant zu halten. Und ich hab halt gemerkt, das war für mich der Hauptschlüssel, das war eher eine Erkenntnis dann als ein Tool, wenn ich körperlich voll krass auf mich achte, wenn ich Sport priorisiere, wenn ich mich gut ernähre, ähm, so, zum Beispiel, ähm, einfach, einfach, wenig oder keinen Alkohol trinke, so,

[01:14:15] dann fällt mir alles andere halt auch viel leichter. Und die Erkenntnis hat mir halt total geholfen, zu sagen, ah, krass, ähm, der Proteinshack ist doch am Ende,

[01:14:48] ähm, wird der Schlaf besser, dann trinke ich auch weniger Alkohol, dann bin ich entspannter, dann treffe ich bessere Entscheidungen. Also, ich glaube, das ist ja auch eine interessante Frage, sich zu überlegen, was ist, äh, was ist Ursache und, und was ist die Wirkung, die, die danach kommt, und sich einfach nur auf die Ursache zu konzentrieren. Bei mir ist es einfach Workout. Voll, genau, und, und, und, finde ich aber auch immer mit Leuten zu reden, die es halt erfolgreich machen. Also, ich finde immer so interessant, es gibt so eine, so eine, so eine, vielfach rezitierte LinkedIn-Story, dass irgendjemand sagt so, ähm, der Coworker sagt, du kommst zum Starbucks-Kaffee rein, ähm,

[01:15:19] und jemand sagt, wenn du diesen Kaffee für die nächsten zehn Jahre nicht kaufen könntest, und das in eine ETF anlegst, dann hättest du ein Ferrari. Dann sagst du, hast du ein Ferrari? Äh, äh, nö, ja, und was machen die richtig, ja, und, ähm, bei den Zielen bin ich voll bei dir. Also, als ich dann einmal geguckt habe, wie, wie machen das Leute, die halt, ähm, die sich super ernähren und das gut hinkriegen, die haben halt oft sehr, sehr klare Regeln zum Beispiel. Das ist, finde ich so, was, was,

[01:15:49] was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, was, ich mache, das ist non-negotiable, ja, ich esse nach acht zum Beispiel nicht mehr, wir intermittieren das fast, aber das mache ich einfach nicht mehr. Und das hat mir auch, das, das habe ich viel mehr für mich gecheckt, auch so, sich mit anderen Leuten auszutauschen und deren Taktiken zu übernehmen. Deswegen ist ja bei Podcast auch cool, ähm, weil man, da nehme ich auch immer ganz viel mit, weil, weil da halt wirklich, also bei, bei der Raphael-Folge habe ich echt richtig viel mitgeschrieben, weil ich so dachte, ja, geil, so, ähm, Ja,

[01:16:19] das ist halt auch non-negotiable, dass halt jede Woche so eine Folge rausgeht, äh, gell, also ich würde mich gut um Boden schämen, wenn, wenn Freitag morgen um sechs Uhr vergeht und, und die Folge nicht online, äh, ist das für mich absolut nicht vorstellbar und das hat es für mich quasi einfach gemacht, ein System zu bauen, äh, das dann darauf einzahlt und ich habe da vorher auch alle möglichen Sachen probiert, ich habe mal so, so Medium-Artikel geschrieben, ähm, eine Weile und dann probiert quasi, äh, das schriftlich zu machen, ist dann wieder eingeschlafen, die Habit, hab auf LinkedIn verschiedene Formate durchprobiert und für mich rausgefunden, dieses Podcast-Format ist, ähm,

[01:16:49] super, weil halt auch ein Termin im Kalender ist, so du tauchst jetzt hier auf um 9.30, äh, so ich will hier einen guten Job machen, ich will mich gut vorbereiten und es fällt mir viel einfacher, Content zu produzieren, wenn ich über andere, äh, spreche, äh, also so auch da ist LinkedIn wieder flussabwärts vom Podcast, so wir haben jetzt eine coole Aufnahme und reden jetzt 90 Minuten und daraus können ja drei coole Content-Pieces werden, die drei Pricing-Hacks von, äh, Max, warum du dein Produkt, äh, äh, bepreisen solltest und so weiter, also es ist ja viel einfacher, quasi erstens die Konsistenz zu bringen, wenn es einen Termin gibt und zweitens Content zu produzieren,

[01:17:19] wenn es nicht nur um mich geht, das war so mein Cringe-Mount, ich will dich den ganzen Tag über mich selber, ähm, schreiben oder irgendwie nur, nur meinen Senf zu den Sachen dazugeben und das hat für mich, äh, sehr gut funktioniert und dieser Charme spielt auf jeden Fall eine Rolle, das muss freitags immer raus. Genau und ich glaube, also finde ich super und ich glaube, warum es im Business oft gut funktioniert bei den Leuten ist halt, weil es halt Accountability gibt, ne, wenn du halt sagst, so, du hast zum Beispiel eine Neukundenquote oder einen Umsatz, dann hast, dann sieht es ja Moritz und unsere Business Angels oder so, dann, da muss ich ja liefern,

[01:17:48] in Anführungszeichen, aber bei, schwierig sind ja immer die Verträge mit sich selbst. Ich glaube aber, wenn du die Verträge mit dir selbst ständig brichst, dass das halt auch abfärbt auf andere Dinge und, ähm, dann ist es halt immer die Frage, wie kannst du dann Accountability herstellen, wenn du selber bei dir vielleicht nicht, ja, ach, Max, komm, du kannst jetzt schon nochmal ungesund essen, du hattest ja auch einen stressigen Tag und zum Beispiel fand ich interessant, ich wollte lange irgendwie, bin, äh, Florian Geschwandner, also der Runtastic, ähm, Co-Founder und der Florian hat eine App,

[01:18:18] hatte mal die Mission, die geilste Liege, also Foxy Fitness heißt die Company dahinter, glaube ich, ähm, die geilste Liegestütz-App äh, zu machen, ja, ähm, 100 Liegestütze oder 100 Push-Ups, ja, so, und die wollte ich lange nutzen, weil ich die voll feiere, aber immer wieder aufgehört, so, und dann hatte ich plötzlich halt zwei, drei Freunde, die gesagt haben, so, wir machen da jetzt eine Gruppe, let's go, ja, und seitdem bin ich so gehuckt, ja, ich will natürlich nicht der sein, der heute nicht den Streak hat, ja, und das ist, wie kannst du eben Accountability herstellen,

[01:18:47] ist, glaube ich, auch ein Riesenthema, gerade wenn du Solo-Founder bist und du willst jeden Tag auf TikTok, such dir vielleicht andere Solo-FounderInnen, ja, mach mit denen eine WhatsApp-Gruppe und, und, ähm, sag gegenseitig, so, heute schon gepostet, wenn nein, was ist die Konsequenz, dann morgen zwei, never skip Black Day, wenn du irgendwie morgen mich, so, das ist, glaube ich, einfach wichtig und da, beim Gründen kannst du dir auch super leicht in die eigene Tasche lügen, die ganze Zeit, ja, das mach ich dann morgen und so, aber da, Konsistenz und Disziplin

[01:19:16] zahlen sich eigentlich immer aus. Um die Food-Themen abzuschließen, was hast du, hast du coole Geschäftsmodelle im Kopf, wo du sagst, die, die müsste, die müsste man eigentlich gründen, die würdest du gerne machen, wenn du ein bisschen mehr Zeit hättest, da gibt's ein paar Trends, auf die man aufspringen kann, Food-Themen haben ja auch oft so, so was Trendartiges, dass es was Neues gibt, eine neue Geschichte, äh, so, wo man draufgehen kann, hast du so ein paar Themen im Kopf, was man im Food-Bereich starten sollte? Food and Beverage, sag ich mal? Gute Frage, also ich glaube, ich mag eben gerne Kanten, also ich glaube,

[01:19:45] Functional wird noch lange gut funktionieren, ja, das ist halt immer die Frage, was kann man noch Functional machen und was gibt's noch nicht, aber ich glaube, da, da kann man auch immer, da geht immer was, ja, so, aber ich glaube, vielleicht kann auch der Trend total das Non-Functional sein, ja, zu sagen, was, was, was irgendwie nur Pleasure, nur Taste, nur, weil ich bin zwar, ich versuche, oder versuche diszipliniert zu sein beim Essen, aber das heißt ja nicht, dass man sich, dass ich nicht auch ausbreche, ja, so,

[01:20:15] ähm, und, und ich bin zum Beispiel leidenschaftlicher Pizzabäcker, ja, so, gibt's sicher auch gesündere Lebensmittel, das muss ich auch nicht jeden Tag essen, ja, und, so, so, you get the idea. Also Functional zum einen hat irgendwie eine Funktion, sagen wir irgendwie in der Limo sind mehr Ballaststoffe, aber du sagst quasi, andere Trends, ja, sorry. Das Counterpositioning wäre zu sagen, oh, wir sind jetzt alle so durchoptimiert und haben ein Whoop-Band und ein Aura-Ring und tracken mit der Apple Watch noch irgendwie, äh, wie viel Sonnenstrahlen wir gekriegt haben,

[01:20:43] und du sagst, vielleicht wäre ein Counterpositioning da genau daneben, äh, den High-Calorie-Donut, ja, genau, also zu sagen so, boah, so, und du sagst halt, wie viel Kalorien kann ich maximal in ein Lebensmittel? Das ist jetzt was, was ich nicht gründen wollen würde, ich gucke jetzt da aus so einer reinen Marktanalytik drauf, die Frage ist, brauchen wir wirklich noch ein ungesundes Produkt auf dem Markt? da würde, glaube ich, bei mir dann so diese, also bei Food ist, glaube ich, ansonsten, ich glaube, Beverage ist, wenn du in die USA guckst, wir müssen ja immer vorsichtig sein,

[01:21:12] wir kennen das alle noch von früher, so, der Trip nach London, man hat irgendwie so Prêt-à-Manger und so gesehen, so vor 15, 20 Jahren gesagt, ja, das müsste man doch mal, und man müsste, das müsste man doch mal, in Deutschland ist ja schon immer schwierig, ja, nicht alles lässt sich adaptieren, und der Planet Berlin ist nochmal ein ganz anderer Planet, als irgendwie der Rest von Deutschland, so, also functional oder absichtlich non-functional, ich glaube, was, ich bin immer wieder überrascht, wie viel es bei Nahrungsergänzungsmitteln noch gibt, ja, so, was da noch alles geht,

[01:21:42] und, und wie cool da auch die Positionings sind, also Diana Zerlöwen zum Beispiel, mit ihrem Oral Health Thema, ja, du kannst halt immer noch eine Sub-Nische finden, was sich bei Food, auch schon immer noch spannend finde, sind wirklich Offline-Convenience-Konzepte, also ich glaube, dass es da, im Haferkater ist ein super Beispiel gewesen, wie man einfach, das haben wir, ähm, Chapeau, das haben sie, glaube ich, besser hinbekommen, als wir bei My Muesli, ja, einfach, wie kriegt man so ein Ready-to-Eat-Convenience-Konzept für diese Kategorie,

[01:22:11] so Porridge-Muesli umgesetzt, also ich glaube, da geht immer noch ganz viel, das ist halt ein höheres Invest, aber da, Wonder Waffle heißen sie ja, glaube ich, oder? Das ist ja schon irre, was die mit den Waffeln gemacht haben. Also, einfach ein Waffel-Startup, die halt auf TikTok riesengroß geworden sind und richtig guten TikTok gemacht, äh, TikTok-Content gemacht haben. So, das heißt, also ich glaube, äh, Convenience-Konzepte, dann glaube ich, ähm, kann man sich schon immer noch mal angucken, so wenn man jetzt das, äh, Saint Sars,

[01:22:41] die Strumpfhosen spricht, von die eigentlich, Saint Sass, ja, von Sassy, glaube ich, ja, schaut euch an Vivi und Larissa, ähm, also die ich, die ich, deren Story ich auch total feiere, ich hab's nur jetzt gemerkt, tatsächlich noch nie so oft ausgesprochen, ja, also deswegen verzeiht mir, wenn ich auch das wieder falsch ausgesprochen hab, das wird ein Bashing, ich sag's dir, ähm, so, du, du nimmst eine Kategorie, aber machst sie halt geiler, cooler zum Statement-Piece, das kannst du ja immer machen, ja, ähm, die machen's natürlich auch sehr gut, deswegen, und, und haben da halt auch ein Feingefühl,

[01:23:11] so wie man das, wie man das Marketing-mäßig machen muss, das ist, heißt nicht, dass es gelingt, aber, ähm, ja, also das, das sind so Themen, die mich beschäftigen, und dann ist, glaube ich, schon, jetzt sagen viele, Nachhaltigkeit ist nicht mehr so ein Thema, aber ich glaube, auch da kannst du immer noch, ähm, kannst du immer noch viel machen, weil das wird auch wiederkommen, alles ist ja zyklisch, wir werden auch irgendwann alle wieder Skinny-Jeans tragen, und, ähm, ja, also das sind so Themen, die man sich, finde ich, angucken kann, Beverage, hab ich gesagt, ist immer, immer super, aber,

[01:23:41] ich mein, Ralf Haag hat ja auch gezeigt, dass du bei Coffee to go noch irgendwie eine Nische finden kannst, Julius Brandner zeigt, genau, Julius Brandner zeigt, was du mit Brot machen kannst, also, wow, wer ist das? Eine schicke Bäckerei, die von München, oder ist das der? Genau, also, also, und schick meine ich jetzt gar nicht respektierlich, sondern einfach, ähm, der einfach, ja, Brot oder Backwaren anders inszeniert, ja, und auch einen super authentischen Instagram-Auftritt hat, und deswegen glaube ich, wenn du einfach den Willen hast, in einer Kategorie, so,

[01:24:11] das heißt nicht, wer will, der kann, und dann klappt's immer, aber, wenn du es schlau analysierst, eine gewisse irrationale Leidenschaft vielleicht auch mitbringst, ja, ob, das musst du, glaube ich, bei Food oft, weil das ist halt nichts, wo man, wo du über Nacht sofort, äh, reich wirst, so, oder selten, dann, ja, dann glaube ich, kannst du echt viel machen. Und, machst du Investments? Äh, nee, kaum, und ich sage deswegen kaum, ähm, weil,

[01:24:41] ich habe ja jetzt auch nicht, äh, den, den, äh, riesen Private Equity Exit hinter mir, soll ich sagen, wohin eigentlich mit meinem ganzen Geld, ja, welche 400 Startups soll ich eigentlich unterstützen, aber es ist auch so, dass mich das Thema einfach nicht so kickt. Das liegt aber auch daran, also, ich mache lieber eigene Projekte, das Thema Investieren nicht so kickt. ja, genau. Und, ähm, dass ich merke so, ich helfe total gerne Gründerinnen und Gründern als Coach, aber dann in so einer, in so einem Mentoring, äh, das ich, das ich anbiete, so über drei Monate,

[01:25:10] habe ich halt auch einen sehr neutralen Blick da drauf. Und ich finde oft, es ist halt sau schwer, als, als Business, also, als Business Angel den richtigen Advice zu geben, so, ne, wenn du auch noch investiert bist. Und, ähm, das ist, glaube ich, besser als, also, wir alle kennen das, ich, ich mache jetzt wieder ein Bild auf, so, der externe Berater, ja, irgendjemand, der irgendwie 20, 30 Jahre Corporate Karriere gemacht hat, doch nie ein Startup von innen gesehen hat und dann flippe ich das Sakko mit der Hose, mit der Jeans kombiniert, ja,

[01:25:40] und dann vom Venture Capitalist, ich, ich überzeichne jetzt absichtlich, ja, aber geschickt wird, um den Jungs oder den Mädels mal zu zeigen, wie es geht, ja, und überhaupt kein Gefühl. Ein bisschen Skulptur in den Laden zu bringen. Genau, also, da könnten wir so richtige, so Bumpersticker, ja, ähm, mal ein bisschen aufzuräumen, ja, so, das, war ja okay, so einzuchecken. Genau, so einfach ist es halt dann oft doch nicht, ja, es reicht nicht, da den Remover-Koffer abzustellen und zu sagen, so, jetzt machen wir uns mal an die Arbeit. Ähm.

[01:26:10] Wie arbeitest du mit Gründern? Und warum? Fangen wir mit dem Warum an. Hast du gerade ein bisschen beschrieben, aber was ist dein Why, dass du gesagt hast, du willst ein Founder Education Business starten? Mir haben, Hubertus und Philipp, haben mir einfach die Tür zum Unternehmertum geöffnet, ja, also ich kann monokausal sagen, dass ohne die zwei wäre ich, glaube ich, nicht Unternehmer geworden, ja, da wäre ich, wäre ich Journalist. Auch geiler Beruf, feiere ich nach wie vor, ich bin saufroh, dass wir, ähm, so tolle Journalistinnen und Journalisten haben, ähm, aber, so, anderer Beruf halt.

[01:26:40] Ähm, und mir macht das einfach krass Bock, also das, ich, ich, ich möchte gerne, dass, dass Menschen halt diesen Beruf ergreifen und sehen, weil ich glaube, dass das auch wirklich einen positiven Impact auf die Gesellschaft hat, wenn Menschen einfach Sachen starten und wenn das ein Spirit ist, der durch die Gesellschaft geht, das heißt, so, und, es werden große Probleme gelöst, ja, es gibt, ähm, es gibt immer, ich sage immer, die Gründer mit den zwei Gehirnen, es gibt so einen Hanno Renner, ja, der auch bei Zero Labs investiert ist.

[01:27:10] Personio gegründet. Genau, Hanno ist, glaube ich, ein Typ mit zwei Gehirnen, der hat das gleiche Gehirn wie, wie ich, mit dem er sagen kann, der Button muss rot sein oder der muss grün sein, aber der hat auch noch ein zweites Gehirn, das ich nicht habe, der sagt, in zehn Jahren, ja, passiert X und deswegen brauchen wir jetzt viel Kohle, um da hinzukommen, so, ähm, und ich glaube einfach, dass, das Unternehmertum, das, das brauchen wir wirklich als Gesellschaft, das ist wichtig und da möchte ich helfen und mir macht es auch einfach richtig Bock ähm, und ich,

[01:27:41] ja, ich, ich bin Unternehmer, um zu sagen, das ist ein Geschäftsmodell und ein One-on-One-Mentoring ist dann auch nicht billig, aber ich glaube, das ist eine sinnvolle Investition, um im Idealfall schneller von A nach B zu kommen. Was ist ein Preispunkt, wenn sich jemand quasi bei dir bewirbt? Also, das kostet halt über drei Monate, es kommt halt immer darauf an, wie intensiv, aber es kostet halt ein paar tausend Euro über drei Monate, ja, und es kommt natürlich dann darauf an, was ist genau deine Aufgabenstellung, aber jeder, der schon mal mit mir zu tun hatte, wird wissen, ähm, ich,

[01:28:10] ich habe da so eine Pyramide, ja, die meisten Probleme lassen sich eigentlich bei einem Lunch lösen, das heißt jetzt nicht, dass ich mit jedem, ich bin gar nicht so ein Luncher, ähm, weil ich auch super gerne einfach so mit mir und laufen gehe und so, aber, und ich kann auch nicht mit jedem One-on-One-Calls umsonst machen, aber man trifft sich ja oft auf Events oder Bits und Pretzels oder OMR oder wo auch immer, und, ähm, so, wenn es wirklich passt, mache ich das natürlich auch gerne for free, so, ich gebe viel Wissen auch for free raus, das poste ich auch. Zweite Dinge ist irgendwie, ich sage so,

[01:28:39] für viele habe ich auch schon dann einfach mal gesagt, du, lass uns doch mal einen Workshop machen, da finden wir schon einen Preis und so, klappt auch, so, und wenn dann jemand sagt, nee, ich habe Bock, ich will mich One-on-One begleiten lassen, dann mache ich das lieber bei Fortgeschrittenen, ja, weil ich auch möchte, dass du eine Investition hast, die, wo du sagst, die, die tut mir auch nicht persönlich weh oder die hält mich davon ab, dann drei andere Sachen zu machen, also, dass du gutes Funding oder schon wirklich eine Million oder mehr Umsatz machst, ich glaube, dann, dann bin ich der Richtige.

[01:29:09] Und ist das ein Thema, wo du sagst, deine unternehmerische Backaround, ist da das Relevante, hast du da eine Ausbildung gemacht, hast du deine eigene Systematik oder was ist da deine Vorgehensweise? Genau, also, ich will mir nicht anmaßen, zu sagen, weil ich durfte ja selber mehrfach schon erleben, welche Power zum Beispiel Coaching haben kann, ja, so, das heißt, ich will mir nicht anmaßen, zu sagen, ähm, ich bin der bessere Coach, nur weil ich auch gegründet habe, das ist nicht, deswegen benutze ich am liebsten eigentlich das Wort Sparingspartner

[01:29:38] oder Wingman oder so, weil ich halt sage, so, ich, ich habe halt, glaube ich, viel gesehen in 20 Jahren Unternehmertum und ich helfe gerne, ich gucke gerne mit auf die Sachen drauf und, und da geht es auch dann mehr um Strategien als um Taktiken, weil du weißt die Antworten ja meistens schon, ich schaffe halt den Raum oder die Accountability, wo man, wo man sagt, so, da helft, da kommen wir jetzt gemeinsam von, von A nach B und ich glaube, dass da oft dann auch, weil das, glaube ich, bringe ich mit diese 20 Jahre so,

[01:30:08] mich bringt nicht mehr so viel aus der Ruhe, ja, weil, wie du es ja auch angedeutet hast, weil ich habe wirklich schon viel gesehen und, ähm, da habe ich gemerkt, diese Kombination, jemand, der das selber schon sehr lange macht, der auch gerade wieder operativ selber was baut, die gibt es halt nicht so oft am Markt, aber, ähm, das heißt nicht, dass mein Angebot besser ist oder so, wie immer, es muss halt zu der, zu den Herausforderungen passen, die du gerade hast. Fiel es dir schwer, das zu starten quasi, dein Education, Side-Business, weil du sagst, du warst,

[01:30:37] du hast geschrieben, äh, ist vielmehr lange Zeit nicht einfach, in die Startlöcher zu kommen, ich war schlicht in der Analyse, Paralyse gefangen, was Interessantes von jemandem, der ein Buch geschrieben hat, das Machen heißt. Also, mich, also mich selber als Person zu vermarkten, ist schon mal der absolute Horror für mich, ja, so, das, das kann ich einfach nicht gut, wenn du mir jetzt, wenn wir jetzt ein Wochenend einschließen würden, ein Konsumgüter-Startup entwickeln, würde ich sagen, habe ich überhaupt, es gibt ja so, das hat ja jeder,

[01:31:07] frei von Arroganz, es gibt so Situationen, wo ich wüsste, da habe ich kein Problem, wenn du jetzt sagst, hier ist eine Bühne mit 5000 Leuten, ich habe hier ein Thema für dich, der Barockstuhl im Wandel der Zeiten und seine Relevanz für den deutschen Aktienmarkt, würde ich sagen, da rede ich jetzt 30 Minuten dazu, mir wird schon irgendwas einfallen. No problem, ich will, ich habe keine Probleme. Aber wenn du mir sagst, du musst jetzt ein Programm promoten, wo du Mentor bist für andere Gründerinnen und Gründer,

[01:31:36] das kostet ein paar tausend Euro für mehrere Monate und die arbeiten dann mit dir und dann weiß ich zwar tief im Inneren, dass ich das kann, aber, also dass ich die Fähigkeiten und auch die Erfahrung und die Credibility habe, das zu machen, aber das zu vermarkten, Alter, das ist echt, puh, fällt mir wirklich schwer, ja. Und deswegen fällt es mir, und da bin ich ständig in der Analyseparalyse, also da weiß ich dann oft nicht, was der nächste Schritt und was natürlich, also ein ganz reelles Problem ist,

[01:32:07] so, ne, ich habe halt auch ein Projekt, an das ist, wo ich 24-7 denke, gehe ich an alkoholfreies Bier und deswegen, ähm, habe ich da natürlich auch limitierte Kapazitäten, deswegen würde ich auch eher mit drei oder acht Leuten gleichzeitig arbeiten, aber halt nicht mit 50, ähm, und deswegen, genau, das ist dann auch nochmal so ein Thema, aber mir fällt es total schwer, mich selbst zu vermarkten und da hat mir zum Beispiel, halt das Coaching mit Viktoria total geholfen, weil, einfach, Max,

[01:32:36] denkst nicht zu kompliziert, du musst nicht gleich eine Marke denken und so und, ah, und was ist in zehn Jahren und so, du kannst auch einfach mal den nächsten Schritt gehen. Welche Glaubenssätze musstest du dafür hinter dir lassen? Also, einen großen Glaubenssatz, den ich habe, ist überhaupt mal, darf ich mich überhaupt Unternehmer nennen? So, ne, also, ich mache mich selbst immer sehr klein und meine Achievements. So ein bisschen Imposter-Syndrom-mäßig. Ja, genau, also das, und das fällt mir auch

[01:33:06] total schwer. Warum? Ja, kreativenpsychologisch, das machen wir dann in der nächsten Folge, die wir zusammen aufnehmen, ja, dann habe ich das nötige Vertrauen, um da ganz tief mit dir reinzugehen, aber ich glaube, Also, von außen schaust du drauf und sagst, eine Company, die über ihre Lebenszeit mehrere hundert Millionen Umsatz gemacht hat, tausende von Leuten angestellt, hat Private Equity, strategischer Investor, also, wenn du dich nicht Unternehmer nennen kannst, wer denn dann? Ja, total, also, das traue ich mich, jetzt auch, ja, so, aber steck mich,

[01:33:36] steck mich in den Raum mit, steck mich in den Raum mit den Econ Bros, ja, mit den G-Klassen, ja, und ich werde mich wie der Kleinste im Raum fühlen und anfangen, den Tisch abzuräumen, so, ne, das zeigt, das hat nichts mit mangelndem Selbstwert zu tun, aber dass ich mich einfach, ich fühle mich halt an der Spahnplatte wohl, ja, ich habe aber auch gleichzeitig im Coaching gemerkt, den AnfängerInnen, viele Erfahrungen musst du einfach selbst machen, also, du kannst, du, ich kann Leuten besser helfen, denen ich halt nicht erkläre, lernen muss, wie eine Meta-Ad funktioniert,

[01:34:06] sondern denen ich sagen kann, ah, pass auf, da würde ich mal mit SpaceDome reden, zum Beispiel unsere Agentur, weil die können dir da helfen oder so, ne, so, aber der zweite Glaubenssatz ist einfach, dass ich immer noch, und das kann ich, glaube ich, auch wirklich sehr glaubhaft sagen, I'm not in it for the money, ja, so im Unternehmertum, ja, das ist nicht das, was mich motiviert, ähm, gleichzeitig glaube ich aber, dass eine Dienstleistung einfach auch teuer sein muss, sonst ist sie auch nicht effektiv, wenn ich das jetzt für 300 Euro für drei Monate mache,

[01:34:35] dann ist überhaupt keine Verbindlichkeit beim Gegenüber da, es geht mir ja selber so, das heißt, ähm, dann, dann zu sagen, ja, das, das kostet jetzt ein paar tausend Euro, dann, das heißt, also, ist das nicht unmoralisch, das zu verlangen, ja, aber, ja, ich glaube schon, dass ich diesen Mehrwert ja auch Faktor X liefere, und das sind Glaubenssätze, die ich einfach auch noch überwinden muss, und deswegen, das ist aber das Coole an Unternehmertum oder am Leben doch generell, dass du einfach,

[01:35:06] always stuff to be done, ja, und du kannst immer, das hat nichts mit Selbstoptimierungswahn zu tun, weil das ist ja was, wo Herbert auch schnell drunter kommentiert, auch immer mit anekdotischer Evidenz, ja, Tante Erna ist auch 100 geworden, obwohl sie jeden Tag vier Eierlikör getrunken hat, ja, aber das, die Datenbasis ist halt N gleich 1, ja, eben so, und ich glaube schon, ein Leben lang an sich zu arbeiten und ein besserer Unternehmer, bessere Unternehmerin, besserer Mensch zu werden,

[01:35:35] da steckt schon auch viel Zins drin, und viel, also, da glaube ich, profitiert man auf vielen Ebenen. Geil übrigens, dass Herbert es so weit in die Folge geschafft hat, wenn der wüsste. Der arme Herbert, also, das war jetzt wirklich ein random Vorname, ne, ich hab da niemanden konkret im Bild. Nee, nee, das war ich schon, der Typ hier ist wirklich so. Ja, und die Netflix-Serie, die dann immer genau, wo du genau weißt, von wem es geht, und dann steht da immer Disclaimer, er ist wirklich... Vielleicht hört er ja zu, vielleicht gönnt er sich den Energy Drink von Nola,

[01:36:05] ja auch, also, der ist für Frauen gemacht, aber es ist ja kein Gesetz. Nennen wir doch Max, dann sitze ich mit im selben Boot, wenn der Max... Ich glaube bei Herbert. Der Max kündigt, okay. Freude ist eine deiner Superpowers, hat jemand über dich gesagt, der Hubertus, von dem ich gesprochen habe, habe ich mir gedacht, das war ganz interessant. Wir saßen dann im Workshop und haben überlegt, mein Müsli, wohin sollen wir es bringen, Umsatzzahlen, da, da, da, irgendwie die Zukunft sich ausgedacht. Und dann saßt du dann und hast gesagt,

[01:36:34] irgendwas fehlt mir da noch. Dann am Ende war es die Freude, war es der Fun, war es der Spaß daran, was gemeinsam zu bauen, das habt ihr dann auch draufgeschrieben. Und Hubertus meinte dann, das war der Moment, wo er sich schon fast geschämt hat, zu sagen, ach krass, das wird total vergessen bei unseren ganzen Umsatzzahlen und bei unseren, weiß ich nicht, Produktionskapazitäten und was weiß ich, sondern hast du den Fun wieder reingebracht und hast als erstes einen Basketballkorb auf den Parkplatz gestellte, Produktion. Wie wichtig ist Fun für dich und muss Gründen immer Spaß machen? Nee, ich glaube,

[01:37:03] also Fun bedeutet für mich nicht, hey, wir haben die ganzen Tag bunte Luftballons im Büro und Tischtennisplatte und so und ich halte viel davon, Waldemar Zeiler, Gründer eines neuen Pingpong-Startups, Ding Dong Pingpong, ich liebe Pingpong, so ne, und ich glaube, das sollte ein wichtiger Bestandteil jedes Startups sein, weil es geil ist, sich mal kurz zu überlegen, aber Ikigai, ja, das Konzept von Ikigai, glaube ich, wird oft missverstanden, da gibt es ja dieses

[01:37:35] europäisierte Diagramm, so, worin bist du, also wenn ihr es noch nie gesehen habt, müsst ihr es kurz googeln, worin bist du gut, wofür kriegst du Geld, so, das hat, soweit ich das, das braucht die Welt, genau, soweit ich das beurteilen kann, mit meinem, das, was ich darüber gelesen habe, gar nicht so viel mit dem, was Ikigai eigentlich ist, zu tun, wenn wir in die sogenannten Blue Zones gucken, da, wo die Leute älter werden und so, die ja Bestandteil von, von, von vielen Studien geworden sind, dann ist es ja, auch das können andere besser beantworten, aber ich versuche es jetzt mal

[01:38:04] so ein bisschen zu butchern in 20 Sekunden, dann, in etwas Befriedigung, auch im Alltäglichen und in etwas Befriedigung zu finden, das kann auch Gartenarbeit sein, so, aber ich glaube, du musst, also, Controlling zum Beispiel, das ist ja nicht so, dass man aufsteht und sagt, wuhu, Excel, ja, so, aber einfach in was besser zu werden und, und wirklich zu sagen, boah, wie kann ich denn das noch, und wie kann ich das vielleicht an andere vermitteln, wie kann ich vielleicht in Schulen gehen

[01:38:33] und Menschen das auch noch bleiben, also, wie kann ich, wie kann ich irgendwie Freude an dem finden, was ich tue, indem ich besser werde und es anderen vermittle, und deswegen glaube ich, ist dieses, beim Unternehmertum ganz wichtig, sich was zu suchen, was irgendwie, wo du nicht, das ist beim Unternehmertum ja völlig unmöglich, ich habe gestern den ganzen Tag, muss ich E-Mails beantworten, immer so, da denke ich ja nicht, oh, wow, super, aber, ich, ich habe, ich freue mich so, dass, also, mir macht die Arbeit, mir macht das Gründen Spaß und so,

[01:39:03] und da erinnere ich mich halt immer wieder dran und ein ganz wichtiger Gedanke, Chris Surell, kennt vielleicht manche von LinkedIn, hat ein Buch über Schlaf geschrieben, so, Recovery, Schlafcoach, so, das, auch Experte für die Themen, dem war ich vor vielen, vielen Jahren, ähm, 2020, glaube ich, mal Mittagessen, dann habe ich, so, der war vorher bei einer Unternehmensberatung und dann musste der quasi sich ja neu erfinden, ja, in diesem Thema, ähm, Recovery Coach

[01:39:32] und dann habe ich gesagt, und das bedeutet ja dann Kaltakquise, das bedeutet ja, du bist ja nicht, jetzt ist der voll die Autorität, den zweiten Bestseller gerade geschrieben, so, aber wie kommst du da hin und dann hat der halt Cold Outreach gemacht und so und dann habe ich gesagt, ey, also jetzt mal ehrlich, wie, wie, wie, bei Männern stelle ich immer auch die Frage, wie, wie bist du bei dein Ego drüber geklettert, ja, und dann hat er gesagt, ich hatte so eine klare Vision, wo das Ganze hingehen soll, ja, dass mich die einfach, da war ich, mir war klar, da will ich hin,

[01:40:02] der Typ will ich werden, da soll das Business hingehen und da habe ich gesagt, that's it, das ist so geil so und zu sagen, weißt du, wir wollen, da geht es nicht um 100 Millionen Umsatz und sagen, Zero Labs, ich will, dass das wirklich eine geile, alkoholfreie Boutique-Biermarke wird, dass da coole Leute haben, ich sehe da ein Büro vor mir, ich sehe unsere erste alkoholfreie Bar so und einen Partner wie Moritz zu haben, mit dem das richtig Bock macht, sich darüber auszuschauen, das gibt mir Freude und das gibt mir Energie und das sollte man sich, glaube ich, behalten,

[01:40:31] dass man halt nicht nur, also gründen, weil man sagt, ich will einfach wahnsinnig schnell Kohle verdienen, kann bestimmt ein Motivator sein, war es jetzt nicht für mich, aber, ja, das meine ich mit Freude und nicht bei diesem ganzen Druck und Wachstum und den schwierigen Dingen das zu vergessen. Das ist dein Hafen, das hast du auch geschrieben, wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Weg günstig, hast nicht du geschrieben, sondern Seneca. Seneca Watz, war es genau, ja. Aber du bist bei den Stoikern, habe ich recherchiert, der Daily Stoik

[01:41:00] ist auch auf deiner Reading-Liste? Ja, klar, also, die Meditations oder der Daily Stoik oder genau, also Ryan Holiday, also, ich lese halt wahnsinnig viel, aber ich finde auch nochmal so ein Tipp, ja, vom Startup-Opa, der ich ja schon bin, mit über 40 irgendwie langsam, nicht immer nur Sachbücher lesen, ja, unbedingt auch ganz viel Billetristik, weil ich glaube, da nimmt man mindestens genauso viel mit, aber lesen ist für mich einfach total, also,

[01:41:30] das ist mein Startup-Traum für die Zukunft, ist irgendwann nochmal einen Buchladen zu machen. Okay, okay, das ist dein, was ist dein Hafen für die Zukunft, der Buchladen? Ja, also, muss natürlich schauen, also, was begeistert mich da so dran, ich finde einfach, Bücher sind nach wie vor, die Zeitlosigkeit von Büchern, finde ich einfach Wahnsinn und für mich sind Bücher halt wirklich, so, die Möglichkeit, in ganz kurzer Zeit, wie auch Sport, dem Alltag zu entfliehen, ja, oder den, indem du einfach,

[01:41:58] oder ganz schnell zum Thema zu lernen, also Bücher, genauso wie Musik und Platten geben mir einfach, ja, das ist einfach mein Ding. Mein Ding ist, mit coolen Faunern zu sprechen, wie dir, und was mich fasziniert, ist die Zeitlosigkeit unseres Gesprächs, wir haben uns hier schon fast, schon fast zwei Stunden geredet und es ist wie im Flug vergangen und ich habe super viel gelernt. Wirklich? Ja. Zwei Stunden? Krass. Ja, wir sind schon völlig über deinen Termin, ich hoffe, wir haben deinen Schedule nicht komplett zerschossen, so falls du einen Anschlustermin hattest,

[01:42:27] dann ist er jetzt wahrscheinlich schon wieder vorbei. Also war für mich auch toll, also ich habe wirklich kein einziges Mal, glaube ich, auf die Uhr geguckt während des Gesprächs, hatte ich auch schon lange nicht mehr, also deswegen, ich tue mir immer wahnsinnig schwer über, wenn sich jemand das jetzt bis zum Schluss angehört hat, wirklich wieder angeschaut hat, ich tue mir immer wahnsinnig schwer, über mich zu reden und ich als Person bin, glaube ich, auch wirklich sehr irrelevant, ist auch gut so, aber wenn,

[01:42:56] wenn irgendjemand sagt so, boah, ich hätte Bock auf Gründen und mir hat vielleicht noch das Nugget gefehlt, ja, dann würde ich mich total freuen, wenn die Folge vielleicht dazu beigetragen hat und lasst euch gesagt sein, nur weil man das irgendwie 20 Jahre macht, heißt das nicht, dass man nicht immer noch genau die gleichen Selbstzweifel hat, genau so in der Analyseparalyse oft festhängt, aber das macht es ja auch irgendwie aus so, dass, dass man das halt, ja, das ist ein Skill, den man Unternehmertum, den man ein Leben lang kultivieren kann. 100 Prozent

[01:43:25] und wenn ihr bis hier zugehört habt, dann habt ihr euch auch qualifiziert, einen Kommentar zu hinterlassen, einmal kurz reinzuschreiben, was mit euch am meisten resoniert hat, das waren ja super viele Sachen dabei, über die wir gesprochen haben, aber es ist ja auch cool, dieses Feedback zu kriegen, so ein Gespräch ist ja auch immer sehr intim, wir sitzen hier quasi nur zu zweit und auf der anderen Seite werden das jetzt irgendwie 5.000 oder 10.000 Leute oder so hören und das ist immer cool rauszufinden, welches Nugget hat denn eigentlich resoniert, weil es ja oft auch die Sachen sind, an die man gar nicht so denkt, wenn man da mal drüber geht, also vielleicht ganz interessant, die große Verantwortung für die, die bis zum Ende durchgehört haben,

[01:43:53] einmal kurz Kommentar zu hinterlassen und dem Max zu schreiben, was mit ihnen am meisten resoniert hat. Gerne auf LinkedIn, da findet ihr mich und würde mich total freuen, das zu hören. Schön, dass du da warst, Max. Ich habe viel mitgenommen. Vielen Dank. Wo findet man dich online? Auf LinkedIn ist der beste Weg? LinkedIn ist der beste Weg, genau. Oder auf meiner Webseite, wenn ihr euch näher mit mir befassen wollt, aber wenn ihr wollt, dann werdet ihr rausfinden, wie ihr mich kontaktiert. Max Wittrock.com

[01:44:22] kann ich übrigens sagen, dass das die Domain ist. Oder LinkedIn. Max, sehr schön, dass du da warst. Vielen Dank. Vielen, vielen Dank. Ciao.