Warum Purelei bis heute den Gründern gehört
Founder Mode16. Oktober 202602:14:16

Warum Purelei bis heute den Gründern gehört

Purelei ist mit 500 Euro gestartet und will in diesem Jahr 70 Millionen Umsatz machen. Einen Investor gab es nie. Alisa und Frederik Jahnke haben die Schmuckmarke 2016 in Mannheim gemeinsam mit Etienne gegründet, sind von Tag 1 aus dem eigenen Cashflow gewachsen und betreiben heute eigene Stores in München, Köln und Palma. Du erfährst, warum unter 5% EBIT für die drei die Todeszone ist, wie ihr erster Adventskalender in zwölf Stunden ausverkauft war und was sie bis heute davon abhält, Anteile zu verkaufen.


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00:00 - Trailer & Intro

04:26 - Zehn Jahre Purelei: Warum die Firma jetzt 100 Jahre alt werden soll

08:09 - Von der Aushilfe beim Verpacken zur Gründerin: 65.000 Euro Umsatz in drei Monaten

10:57 - Mit dem Fahrrad von Boutique zu Boutique: 250 Verkaufsstellen in den ersten zwei Jahren

16:45 - Der erste Store im Ausland: Warum in Palma jeden Tag Samstag ist

23:08 - Ziel 70 Millionen Umsatz ohne Investor: Warum unter 5% EBIT die Todeszone ist

37:33 - Kosmetik nach sechs Monaten gestoppt: Wann das Bauchgefühl falsch lag

45:31 - Der erste Adventskalender: 3.500 Stück, in zwölf Stunden ausverkauft

56:52 - Frankreich und Italien: Siebenstellig für eine Influencerin, dann den Markt gestoppt

01:27:10 - Gespräche über einen Verkauf: Warum Purelei bis heute den drei Gründern gehört

01:51:09 - Der CEO-Wechsel: Warum Alisa nach drei Jahren von Etienne übernimmt

02:04:23 - Black Friday 2019: Zehntausende Bestellungen für 0 Euro


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[00:00:00] Ich habe die Firma mit 500 Euro Stammkapital gegründet. 500 Euro, da habe ich die ersten Produkte mitgekauft. Dies Jahr 70 Millionen Umsatz. Unter 5% EBIT am Ende des Jahres ist für uns die Todeszone. Das ist so geil, dass ich sage Todeszone. Weißt du, diese Berliner Startups, minus 100% EBIT, kein Problem. Ich habe ja Venture Capital. Gegen alle anderen E-Commerceler, die Logistik Outresource haben, haben wir das bei uns behalten. Und wir trotzdem in der Lage sind, 8000 Sendungen am Tag da rauszuschicken. 2018, 2019 gab es noch keinen Schmuck Adventskalender auf dem Markt.

[00:00:29] Okay, wir testen es jetzt einfach mal aus. Schlussendlich wurde der uns in 12 Stunden aus den Händen gerissen. Die Website war gar nicht darauf ausgedacht, dass das ausverkauft ist. Oder mit unserem Abo-Modell. Jeder hat uns so angeschaut, der Schmuck-Abo, aber das verbraucht sich doch nicht. Über 10.000 Kundinnen habe ich gesehen. Ja. Der Weg im E-Commerce, sich hinter seinem Rechner zu verstecken und über Performance-Ads jetzt zu versuchen, sein Produkt zu verkaufen. Und das ist es jetzt. Und danach funktioniert es nicht, weil der ROAS ist unter 1. Dann hast du es noch nicht richtig probiert. Dann bist du halt den einfachen Weg gegangen bislang.

[00:00:59] Wir sind jetzt 10 Jahre geworden. Was soll jetzt passieren? Und dann habe ich zu Freddy und der Ten gesagt, okay, und das wird jetzt 100. Das wird mich jetzt überleben. Dass wir Menschen zusammenbringen, die eine tolle Zeit haben. Und das bleibt. Das wird 100. Safe. Das ist eine Disziplin, die man in den Tag legen muss, um oben zu bleiben. Die heutige Folge wird präsentiert von Konto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Und jetzt zur Show.

[00:01:29] Aloha. Aloha. Aloha. Schön, dass ihr da seid. Freddy, du wolltest eigentlich nur Taxifahrer spielen, jetzt bist du hier im Studio. Wolltest Alisa hierher bringen. Richtig, richtig. Hast du erfolgreich gemacht. Das bist du auch da. Aber ihr seid ja auch nicht nur Lebenspartner verheiratet, sondern auch Co-Founder. Korrekt. Deswegen ist es super, dass ihr beide hier seid. Danke, dass wir hier sein dürfen. Ja. Premiere. Wir zwei im Podcast. Habt ihr noch nie zu zweit gemacht? Nein. Geil. Ja, super. Freue ich mich umso mehr. Ja. Und sag mal, Aloha. Wir haben im Vorfeld geschrieben und alle deine E-Mails gingen mit Aloha los. Habt ihr da so eine Corporate Policy? Müssen das alle bei euch im Unternehmen so machen?

[00:01:59] Also es gibt keine festgeschriebene Corporate Policy. Aber was passiert ist einfach, wir als Team Puley, wir machen das intrinsisch. Also auch ich, ich kann gar nicht mehr Hi und Hallo schreiben. Ich glaube, wenn ich das schreiben würde, war wahrscheinlich irgendwas komisch. Das kommt einfach, ja, aus unserer Story. Und wir wollen das Aloha-Lebensgefühl in die Welt tragen. Und deswegen ist die erste Begrüßung bei Puley immer Aloha. Aloha? Das kommt von Hawaii. Erzähl mir mal von Hawaii. Ich war noch nie da. Was ist die Magie von Hawaii?

[00:02:26] Ja, also ich war 2012 nach meinem Abi das erste Mal auf Hawaii gewesen und war damals 19 Jahre alt. Erstes Geld selbst verdient, dass ich mir das leisten kann. Und ich habe mich einfach so in diese Inseln verliebt, in diese Natur. Also es gibt für mich nichts, was mehr Energie bringt, als dort in der Natur zu sein. Und bin dann 2013 wieder für mein Auslandssemester dorthin. Und dann eigentlich jedes Jahr wieder, weil ich dann bei meiner besten Freundin da einfach for free wohnen konnte, nur den Flug zahlen musste.

[00:02:53] Und ja, das Lebensgefühl, was man dort einfach erfährt, das habe ich an keinem anderen Ort so erfahren wie dort. Und es hat mich einfach als Mensch auch sehr geprägt. Und deswegen wollen wir mit Pulei das Aloha Lebensgefühl in die Welt bringen. Was für dich die Magie? Ihr habt ja auch geheiratet? Genau, ja richtig. Mit Blumenketten? Ja, genau. Also mit einer Lei. Genau. Also ich hatte eine Lei an und du hattest eben auch eine Lei an. Und Lei sind diese Ketten, die man kennt. Genau.

[00:03:20] Diese typische hawaiianische Blumenkette, die man kennt, nennt man Lei und steckt eben auch jetzt in unserem Markennamen Pure Lei. Und was ist für mich die Magie auf Hawaii? Ja, ich glaube, dieses Lebensgefühl, was Alisa angesprochen hat, das spürt man mit dem ersten Schritt auf diese Inseln. Wenn man aus dem Flugzeug rauskommt, das Klima einerseits natürlich, aber auch die Menschen. Also man sieht viele Hawaii-Hemden, man sieht viele gut gelaunte, höfliche Menschen.

[00:03:49] Und ja, das schwingt die ganze Zeit mit, dieses Gefühl, was man so nicht beschreiben kann. Ich würde sagen, vielleicht am ehesten noch vergleichbar jetzt in Europa, wo man das so ein bisschen spürt, ist auch Ibiza, finde ich. Das ist auch so, hat seinen eigenen Vibe, wenn man einen Vergleich schaffen will. Auf Hawaii ist es eben nochmal ein bisschen anders. Ich würde sagen, intensiver noch, dass man das spürt, dass da etwas anderes noch mitschwingt. Ich finde es auf Bali auch ein bisschen. Also du merkst, du vergleichst zu anderen indonesischen Inseln, die Leute sind da irgendwie besser drauf.

[00:04:19] Du hast ja dieses Buddhismus-Ding da, die lächeln, die sind irgendwie entspannt. Richtig. Das ist ein anderer Vibe als in anderen Orten. Total. In zehn Jahren ist die Firma jetzt alt. Ihr habt ein Geschäftsmodell draus gemacht, Schmuck, was ihr verkauft. Was war das Coolste an der Geburtstagsparty? Das Coolste an der Geburtstagsparty, wow. Das ist wirklich, also ich muss sagen, dieser Moment, ich habe mir den so, der hat sich so festgesetzt bei mir, weil ich gesagt habe, okay, ich mache das jetzt zehn Jahre. Seit zehn Jahren denke ich mehrmals am Tag daran. Da ging so viel Energie, Lebenszeit, Begeisterung für alles, was ich tue, rein.

[00:04:48] Dieser Moment, der wird besonders. Und ich habe es auch wirklich geschafft, weil häufig ist es so, man geht irgendwo nach außen, man zeigt sich auch mit der Marke und oft muss man ja auch irgendwie eine Rolle spielen und ist vielleicht auch ein bisschen gestresst. Ich habe gesagt, nein, das lasse ich alles hinter mir an dem Tag. Ich genieße den, weil das muss man erst mal schaffen, dass man zehn Jahre da überlebt als Unternehmen und als Marke. Und das war für mich einfach der krasseste Moment, dass ich gemerkt habe, ich schaffe das. Und gleichzeitig kam bei mir einfach danach so der Gedanke auf, okay, wir sind jetzt zehn Jahre geworden, was soll jetzt passieren?

[00:05:18] Und dann habe ich zwei Tage später zu Freddy und der Ten gesagt, okay, und das wird jetzt 100, das wird mich jetzt überleben, das bleibt. Family, Business. Ja, weil diese Energie, die da auch da war bei diesem Event, das kann man auch schwer beschreiben, wie jetzt eben mit der Frage mit Hawaii. Das war einfach so besonders und bei diesem Event wusste ich einfach, das ist Pele, das sind die Emotionen, das ist das, was wir ausstrahlen wollen. Das ist das, dass wir Menschen zusammenbringen, die eine tolle Zeit haben und das bleibt. Das wird 100 safe und das ist jetzt so mein Ansporn, den ich wirklich habe.

[00:05:46] Und es gibt mir auch so Energie, diese Vision jetzt zu haben, weil das hatte ich vor dem Zehnjährigen nicht. Also ganz ehrlich, weil da mussten wir erst mal vielleicht so diese Zehn schaffen, jetzt ist für mich die 100. Und das hilft mir gerade als Co-Fraunerin so stark, dass ich einfach weiß, selbst nach zehn Jahren, ich hänge so an dieser Vision, ich stehe da so dahinter, hinter allem, was wir tun und das wird jetzt 100. Das ist ja interessant und das ist ja auch ein ganz anderer Planungshorizont rein praktisch. Also wenn du dir das im Kopf hast zu sagen, okay, wenn ich eine 100 Jahre alte Firma bauen will, dann treffe ich vielleicht die Entscheidung anders.

[00:06:16] Hat sich das im Alltag schon irgendwie gezeigt? Ja, also die Erkenntnis habe ich jetzt so seit zwei Wochen. Also die ersten Nacht war unser Event, aber ich merke schon, ich probiere einfach mich in sämtlichen Opportunitäten, nicht so zu verlieren, sondern einfach zu sagen, okay, was ist das, was Pirlay differenziert? Was macht uns besonders? Und daran müssen wir festhalten. Und ich finde, das ist halt in der heutigen Zeit, wo so viele Opportunitäten so schnell kommen, ist das so eine, du musst so eine Disziplin an den Tag legen, dass du eigentlich an dem festhältst, was dich differenziert, was dich besonders macht.

[00:06:45] Und da habe ich schon einfach die letzten zwei, drei Wochen gemerkt, meine Standhaftigkeit und da, wo ich Pirlay hinbringen möchte, kann ich schon klarer auch formulieren. Was hat es mit dir gemacht, als Alisa um die Ecke kam und gesagt hat, das Ding wird jetzt 100? Es hat bei mir ein gutes Gefühl ausgelöst. Ich glaube, Alisa, die das ja auch mit der Vision damals gestartet hat und auf uns,

[00:07:10] also auf mich und Etienne, den dritten Co-Found dazugekommen ist und Pirlay präsentiert hat quasi, dass sie jetzt sagen kann, nach zehn Jahren, das Ding wird 100. Ja, das löst Euphorie aus und gleichzeitig auch Antrieb, wo man sagt, okay, ich will damit anpacken, das ist richtig cool. Und auf die nächsten 90 Jahre. Macht euch das auch ein bisschen Angst? Also im Sinne von, oh cool, jetzt dürfen wir uns aber auch nicht verkacken? Jetzt, wo zehn Jahre so gut gelaufen sind.

[00:07:36] Nee, Angst hatte ich kein Mal dabei, als ich darüber nachgedacht habe. Erzählt mal vom Geschäftsmodell. Wenn jemand noch nicht von Pirlay gehört hat, eine sehr männliche Audience, muss man sagen, eure Kundinnen sind zu 95% weiblich. Ja, aber das ändert sich so ein bisschen im Schmuck, Freddy, du bist halt gut, ja, sehr gut, schau mal, viel Schmuck an. Sieht sich gut aus hier. Also wieder so ein Hinweis auf YouTube zu gehen und das Video anzugucken. Freddy ist nicht nur gut aussehen, sondern auch noch richtig gut geschmückt hier.

[00:08:03] Genau, ich schicke dir mal den Link danach oder die Links und dann starten wir dich aus. Okay, sehr gut. Ja, also Geschäftsmodell, wir haben 2016 gestartet, sind jetzt zehn Jahre. Why? War von Anfang an, wir mit Pirlay bringen das Aloha-Feeling in die Welt. Pirlay, der Name, Freddy hat es eben schon gesagt, Lay ist die hawaiianische Blumenkette und genauso soll es auch mit unserem Schmuck sein. Die Lay in der hawaiianischen Kultur ist das Größsymbol für Liebe und Wertschätzung. Und so ist es auch mit Schmuck. Entweder du kaufst dir das selbst und schenkst dir das selbst

[00:08:32] und das Symbol von, hey, ich bin wundervoll, ich bin selbstsicher ohne Schmuck. Ganz ehrlich, also bei mir sowieso, mein Outfit ist nie komplett. Und so ist es einfach bei Frauen. Das gehört dazu, dass man sich auch empowered fühlt. Und gleichzeitig ist Schmuck eins der wichtigsten und schönsten Geschenkartikel. Das heißt, wenn ich etwas geschenkt bekomme an Schmuck, trage ich eigentlich nichts näher an meinem Körper als Schmuck. Das heißt, die Symbolhaftigkeit dahinter ist einfach super wichtig.

[00:08:57] Und was wir dann gemacht haben, ich habe immer super viel Schmuck natürlich von Hawaii getragen. Ich habe dann Freddy und Etienne kennengelernt. Die hatten schon einen richtig gut laufenden E-Commerce-Store. Ich habe damals als Verpackerin gestartet. Die hatten die Öle verkauft, oder? Ja, genau. Du hast sie eingepackt, oder wie? Ja, genau. Es hieß dann, Alice, du studierst doch noch, du hast doch Zeit, komm jetzt vorbei. Wir brauchen Hilfe, so viele Bestellungen, du musst anpacken. Und dann war ich so auf nervös und habe immer gedacht, Gott, wenn ich jetzt irgendwas falsch verpackt habe. Hat aber alles gut geklappt.

[00:09:25] Und das hat natürlich dazu geführt, dass wir super viel Zeit auch zu dritt verbracht haben. Und ich habe halt immer von Hawaii erzählt. Und wir saßen dann wirklich eines Nachmittags zusammen und haben gesagt, Herr Alice, du trägst so viel Schmuck von Hawaii. Die Stories lässt sich nicht los. Lass uns was Zweiter starten. Und ich so, ja, okay. Das heißt Pure Lay. Lay ist die Blumenkette, wie eben schon erklärt. Und wir verkaufen Schmuck. Und dann ging es los. Dann haben wir eine Testphase festgelegt von drei Monaten. Haben gesagt, okay, wenn es funktioniert, haben wir 75.000 Euro Umsatz heute machen,

[00:09:54] um zu zeigen, dass dann Produkt Market Fit da ist. Ja, wir sind so bei 65.000 rausgekommen in den ersten drei Monaten. Und dann haben sie gesagt, Alice, du hast da richtig Gas gegeben. Komm, wir gründen jetzt eine zweite Firma. Da ist was da. Und so haben wir wirklich direkt mit Schmuck gestartet, aber zu einem geringeren Preisniveau. Wir waren da so bei 11, 15 Euro. Und konnten da gut in den Markt einsteigen. Haben direkt mit Influencer-Marketing gestartet. Meta natürlich.

[00:10:22] Haben aber auch schon CRM aufgebaut. Und ich glaube, der Unterschied, den wir gefahren sind zu vielen anderen Marken, die da so 16, so 17 gestartet haben, wir haben schon immer auf mehrere Channels gesetzt. Also wir haben uns nicht abhängig gemacht nur von einem Kanal, sondern wir sind in Retail gegangen, hatten da eigentlich in den ersten ein, zwei Jahren schon 250 POS-Stationen. Ich habe super viel B2B-Marketing gemacht. Schwarzkopf war einer der größten Kunde, die personalisierte Produkte gekauft haben. Und so haben wir es wirklich geschafft, aus dem Cashflow immer zu wachsen. Und immer mit Schmuck.

[00:10:51] Also wir haben immer mal was Neues auch ausprobiert und haben dann gemerkt, hey, Schmuck ist einfach das, was Pelé besonders macht. Du hast es jetzt so in so einem Nebensatz erwähnt, 250 POS, aber das... Point of Sale. Ja, Point of Sale. Genau, du hast die aber in einer Geschwindigkeit akquiriert. Was, glaube ich, auch zum Erfolg in der Anfangsphase zu beigetragen hat, dass das Ganze profitabel von Tag 1 gewachsen ist. Stimmt das, dass du dann mit Fahrrad in Mannheim von Boutique zu Boutique gefahren bist? Ja, klar. Ja, das war...

[00:11:20] Ich habe verkauft. Etienne und ich haben Aufsteller zusammengebaut und geschraubt. Und Alisa hat dann die ganzen Aufsteller voll mit Schmuckbehang an die einzelnen Boutiquen verkauft in der Region rund um Mannheim. Und wir waren in der Testphase, glaube ich, schon bei 50 Boutiquen circa. So roundabout. Also es war crazy. Werbung. Johannes Klisch von Snogs war neulich bei uns im Podcast. Und da gab es einen Moment,

[00:11:50] da haben dem 800.000 Euro gefehlt. Nicht in der Kasse, sondern bei den Belegen. Und zwar, weil Rechnungen und Bestellungen falsch gebucht waren. Snogs verkauft über Shopify, Amazon, About You, Zalando, ganz viele Marktplätze und am Ende läuft alles in Shopify zusammen. Und dabei war eine Liste von offenen Posten entstanden, die mehrere hundert Seiten lang war. Unter der Last ist das bestehende Rechnungstool zusammengebrochen. Dann kam unser Werbepartner Pathway ins Spiel, die automatisiert Buchungen aus Shopify und Stripe

[00:12:17] in Dativ richtig ablegen und richtig verarbeiten. Der erste Blocker war noch 24 Stunden gelöst und zwei Wochen später liefen 100.000 Buchungen sauber durch Pathway und korrekt in die Buchhaltung rein. Die 800.000 Euro waren zurück und Johannes konnte sich Zeit nehmen, zu mir in Founder Mode Podcast zu kommen. Er sagt, Pathway hat ihm den Arsch gerettet. Wenn euer Business auf Shopify oder Stripe aufsetzt, dann nutzt Pathway, meldet euch bei denen, sagt ihr, dass ihr über Founder Mode gekommen seid, dann erlassen die euch die Einrichtungsgebühr, die sonst bis zu 1.000 Euro sein kann.

[00:12:47] Würdet ihr das anderen Foundern empfehlen, die neu anfangen in der beliebigen Kategorie zu sagen, ich setze von Anfang an auf mehrere Kanäle, mehrere Marketingmaßnahmen? Oder auf der anderen Seite kann man sagen, es gibt doch die Schule, die sagt, hey, mach deine erste Millionenumsatz mal mit einem Produkt über einen Kanal an eine Zielgruppe, so sehr fokussiert. Wo steht ihr da? Also ich würde sagen, ja, aber einfach aus dem, was ich gelernt habe. Und zwar habe ich halt, das Gute ist ja, ich war damals 24, ich war absolut selbst Kernkundin von Pelé. Das heißt, ich wusste, wo wir sein mussten. Es kam einfach intrinsisch.

[00:13:16] Und ich habe einfach gemerkt, umso mehr Touchpoints man auch zu Beginn hat, umso kann man das Ganze eben einfach effizienter aussteuern. Und deswegen habe ich aktuell nicht die Erfahrung gemacht, nur mit einem Kanal zu wachsen. Deswegen würde ich mir das auch nicht rausnehmen, zu sagen, hey, das ist der richtige Weg. Ich würde eher sagen, schau, was du in deinem Netzwerk hast, in deinem Umfeld. Wenn du, egal in welcher Stadt du bist, du hast Cafés, du hast Orte, wo Menschen hingehen, schau, dass da dein Produkt präsent ist. Das kostet dann deine Zeit, da vielleicht hinzugehen. Aber das, was da kreiert,

[00:13:46] dass die Marke direkt physisch auch offline erlebbar wird, das war, glaube ich, bei uns ein Riesenvorteil. Weil Schmuck ist auch gerne was, was die Leute anfasst. Und damals hatten wir einen direkten Artikel, der Standneber der Kasse, der wurde einfach mitgenommen. Also mein Ratschlag wäre auf jeden Fall, dass man schauen muss, oder mein Produkt eben vor die Augen der Kunden und Kundinnen bekomme. Und es kann ja auch beides wahr sein. So oft ist ja auch dann so ein 80-20-Ding. Und es stellt sich raus, dass ein Kanal dann 80 Prozent des Umsatzes bringt. Das Problem ist aber,

[00:14:15] man weiß ja nicht, welcher das ist. Also es kann ja Retail sein, es kann D2C sein, es kann Amazon sein. Wir hatten den da von Barriers with Benefits gerade hier. Die sind auf Amazon groß geworden. Und dafür musst du diese Sachen halt auch ausprobieren. Ich glaube, das ist für Fauna immer gut zu sagen. Es gibt diese Experimentphase, da bin ich im Labor und da probiere ich viele Sachen an die Wand zu werfen und gucke, was hängen bleibt. Und habe dann irgendwann die Erkenntnis, zu sagen, es ist entweder Retail oder es ist D2C, Direct-to-Consumer. Und dann gehe ich aber auch wieder all in und fokussiere mich. Und das eine muss das andere nicht ausschließen. Ja, so haben wir es dann auch gemacht. Also wir haben dann,

[00:14:45] wir sind dann im E-Commerce so stark gewachsen, dass wir gemerkt haben nach zwei Jahren, hey, wir können die ganzen Boutiquen, Einzelhandel, wir kommen gar nicht hinterher. Das passt nicht zu unserer Strategie. Das heißt, wir haben alles gestoppt und sind dann mit Fokus voll auf E-Commerce gegangen. Und das waren halt auch die ersten vier, fünf Jahre, wo wir wirklich enorm gewachsen sind. Aber auch da, genau wie du gesagt hast, dieser Fokus ist so wichtig und halt auch zu gewissen Dingen auch mal Stopp zu sagen. Und es waren auch schwere Entscheidungen, aber wir hätten uns da sonst verzettelt. Wie geht es an so eine Entscheidung ran, die schwer ist?

[00:15:14] Also was abzustellen, was ja erstmal funktioniert. Wenn du sagst, okay, ich sehe da einen Umsatz, ich mache da irgendwie hunderttausende Monate oder was auch immer. Dann zu sagen, nee, ich depriorisiere das, ist ja auch schmerzhaft. Ja, das kann schwer. Also für mich war das damals sehr schmerzhaft, weil ich habe das mit so viel Leidenschaft, auch aufgebaut. Ich habe nur einfach gesehen, wir bekommen es nicht gestemmt. Erstens von der Teamkapazität und zweitens auch mit unserer ganzen Kampagnenstruktur. Die einzelnen Händler konnten wir gar nicht auf diese ganzen Kampagnen mit draufnehmen. Und wir haben da so viel online gemacht,

[00:15:43] dass dann eher so eine Diskrepanz da war und einfach gesagt wurde, hey, das passt einfach nicht mehr. Und dann habe ich gemeint, okay, es wird wieder eine andere Zeit kommen. Und da glaube ich halt immer daran, dass vielleicht für den Zeitpunkt war es nicht das Richtige. Und jetzt sind wir gerade total in der Offline-Expansion mit unseren eigenen Stores. Und da sehe ich halt, okay, es war für damals nicht der richtige Zeitpunkt. Und jetzt aber so acht Jahre Pirelay, da haben wir unseren ersten Store in München aufgemacht. Jetzt machen wir das selbst und nehmen das selbst in die Hand und kreieren dann unseren eigenen Touchpoint.

[00:16:13] Und das ist halt, manchmal muss man dann kurzfristig auf was verzichten. Aber ich wusste, Pirelay muss offline sein. Wir müssen die physische. Mein Traum bei Start war immer, einen Beach-Store zu öffnen und einen Beach-Store zu haben, weil ich wusste, diese Marke wird nicht nur digital funktionieren. Und das will ich auch gar nicht, weil ich will, dass Leute und unsere Community, unsere Kunden reinlaufen und das fühlen, was wir mit der Marke erleben wollen. Und jetzt, ja, seit zwei Jahren sind wir da in der Expansion mit unseren Stores. Und deswegen war es

[00:16:42] ein kurzzeitiger Verzicht, aber jetzt ist daraus eigentlich noch was Größeres entstanden. Ich habe gerade hier auf Mallorca einen Store aufgemacht. Ja, sieht super aus. Habt ihr gerade vor drei Monaten oder so eröffnet? Ja. Wäre ich hier dabei? Du warst in Charge? Ja, genau. Also das ist auch ein Testprojekt gewesen, weil wir gesagt haben, wie funktioniert eigentlich, also Alice hat es angesprochen, wir haben den ersten Store in München aufgemacht, danach hat Köln gefolgt. Das ist ja der erste Store

[00:17:10] in Nicht-Deutschland, im Ausland. Und wir haben uns Palma ausgewählt dafür. Einerseits, weil wir sagen, die Zielgruppe ist natürlich auch viel hier vertreten. Jetzt sind wir noch so halbdeutsch. Genau. In der Altstadt in Palma. Genau, richtig. Und andererseits, weil wir gesagt haben, wir wollen das einfach testen, wie funktionieren eigene Stores im Ausland für uns? Also kann das auch ein Wachstumstreiber für die Internationalisierung sein? Die Anfangsphase, die wir jetzt, also die ersten drei Monate

[00:17:40] seit Start sind sehr gut. Wir haben viele Learnings generiert schon jetzt in den ersten drei Monaten. Also unter anderem, dass es viel konstanter ist in den Umsätzen als jetzt in Deutschland. Also in Deutschland klassisch, der Samstag ist der stärkste Tag unter der Woche immer eher schwieriger. Hier ist jeden Tag Samstag. Hier ist jeden Tag Samstag. Ja, tatsächlich. Und du kannst die Öffnungszeiten hier auch selbst gestalten. Also du kannst dir sagen, ich will auch bis abends um zehn noch offen haben. Das ist in Deutschland auch ein bisschen anders.

[00:18:10] Und ihr schreibt doch rein, ihr merkt, der Geldbeutel sitzt ein bisschen lockerer im Urlaubssetting. Hast du in deinem Instagram-Post geschrieben? Genau, richtig. Also was wir merken, ist, dass der AOV höher ist im Palma Store. Average Order Value, also quasi der durchschnittliche Warenkorb, was die Leute da ausgeben in einem Besuch. Der ist hier circa fünf Euro höher, weil wir einfach merken, okay, die Leute sind hier in Urlaubslaune und da sitzt der Geldbeutel etwas lockerer. Und fünf Euro klingt jetzt irgendwie ein paar Euro, ja, aber sind dann schon zehn, zwanzig Prozent wahrscheinlich von dem, was sonst so ein Warenkorb ist.

[00:18:39] Genau, also um die zehn Prozent circa. Und das macht sich dann schon bemerkbar, klar. Ich hab's auch so gesehen. Ich bin da durchgelaufen, da gegenüber so ein Spielwarenladen, da war ich drin und hab ein Parkhaus gekauft. Und schau da raus und denkst so, das ist ja witzig, den Laden hab ich noch nicht gesehen. Hab dann meinem Kumpel Chris Zöller geschrieben, hab gesagt, hier, connect mich mal mit Alisa und ich hab mir kannt das schon. Jetzt haben wir darüber wieder zusammengefunden, siehste. Also der PR-Wert von so einem Store ist ja fast schon unbezahlbar. Genau richtig. Also man muss auch sagen, wir wurden auf keinen Store

[00:19:08] so häufig angesprochen wie auf diesen Store, wo wir Nachrichten in WhatsApp oder Instagram bekommen haben, hey, ich war hier gerade an eurem Store. Also alleine von der Reichweite her hat sich das schon gelohnt. Gibt's da Do's und Don'ts? Was habt ihr da gelernt? Ihr habt jetzt mehrere Stores aufgemacht. Wenn ihr jetzt, ihr habt jetzt drei Stores. Ja. Genau. Und wenn ihr den vierten, fünften, zehnten aufmacht, wie ändert sich die Blaupause im Vergleich zum ersten? Gute Frage. Also ich glaube, wo man immer viel lernt, ist gerade bei dem Ausbau

[00:19:38] von so einem Store, da lässt sich vieles einerseits natürlich auch im Umbau, Budgets einsparen. Aber wir sind auch viel besser geworden darin zu verstehen, was brauchen wir wirklich in einem Store und was ist nice to have. Aber jetzt auch in Learning, klar in Spanien, die Gewerke sind ganz anders unterwegs als in Deutschland. Also so wie man sich das klassisch vorstellt. Also es wurden Budgets natürlich überschritten und Timelines nicht eingehalten, wie wir das aus Deutschland kennen. Und da mussten wir uns auch erstmal dran gewöhnen,

[00:20:07] dass das einfach ein bisschen anders läuft. Das kann ich mir vorstellen. Und so das Stichwort Location, Location, Location. Also das ist das Wichtigste. Ausbau und so weiter kriegt man irgendwie hin. Aber wenn das Ding einmal da steht, dann kriegst du es nicht mehr weg. Was habt ihr darüber gelernt? Und wie wählt man so eine Location überhaupt aus? Muss man sagen, die ist super gelegen. Die ist dann so ein Nadelöhr quasi, wo jeder durch muss. Genau, also hier muss man sagen, da haben wir danach gesucht auch. Also es war nicht so, dass die zufällig uns in den Schoß gefallen ist. Wir haben wirklich aktiv danach gesucht, weil wir gesagt haben, Palma ist ein Standort,

[00:20:37] den ich testen will. Und dann haben wir uns auf die Suche gemacht. Und ja, dann über Umwege sind wir an diese Fläche gekommen. Grundsätzlich in Deutschland kann man sagen, ja, ist denke ich auch naheliegend, da wo der Traffic ist, da will man sein. Aber natürlich will man auch den Sweet Spot aus zu hohen Mieten und hohem Traffic. Also der muss so günstig sein wie möglich. Sonst geht die Rechnung nicht auf von so einem Store. Also es bringt nichts, in der Top-Top-Lage zu sein.

[00:21:06] Und es dreifache zu zahlen. Ja, und es dreifache zu zahlen. Unterm Strich rechnet sich das nicht. Und gibt es da Tools, um solche Frequenzmessungen zu machen? Wie geht man da überhaupt ran? Man kann sich da hinstellen, irgendwie die Leute zählen, aber ich stelle mir das wahrscheinlich zu sehen. Ja, also es gibt Tools. Es gibt zum Beispiel ein Tool, High Street, was Frequenzdaten misst. Also da werden wirklich Frequenzdaten gezählt in den Städten in Deutschland. Und daran kann man sich sehr gut orientieren, um zu sagen, ist der Standort jetzt spannend? Aber andererseits natürlich guckt man auch,

[00:21:36] wo sind die großen Player, wie in Zara und die anderen Inditex-Unternehmen, weil da natürlich auch die Frequenz hoch ist. Ist das so? Dass man früher gesagt hat, okay, der Lidl ist immer zum Aldi gegangen und der Burger King zu McDonalds und ihr sagt, okay, wir gehen zu Zara oder zu H&M. Genau. Also es gibt da für uns auf jeden Fall Indikatoren, wo wir drauf schauen. Und es ist auch, welche Stores sind da in der Region vertreten. Da gibt es diesen Joke übrigens von McDonalds, das ist funny, dass sie sagen, bei McDonalds sind irgendwie 200 Leute angestellt,

[00:22:04] die den ganzen Tag quasi nur Store-Locations analysieren und das krasseste Datenteam der Welt haben und AI und was auch immer. Und bei Burger King sind zwei Leute angestellt, die machen die Lidl einfach da auf und McDonalds aufgemacht hat. Ja, genau. Genau, die Arbeit hat vorher schon jemand anders gemacht und du hängst dich ein bisschen dran und kannst daraus schließen, okay, da wird die Frequenz jetzt schon gut sein. Und wenn du dann aus der Frequenz, aus den Frequenzdaten dir dann einen Umsatz prognostizierst, dann kannst du schon relativ gut sagen,

[00:22:32] okay, wird diese Fläche profitabel am Ende oder nicht? Und ist die jetzt schon profitabel oder wie missen wir das? Also, das kommt darauf an, wenn wir jetzt das Umbaubudget mit einplanen, dann nicht. Also da haben wir eine längere Payback-Time, bis wir das drin haben. Die ist unter einem Jahr auf jeden Fall. Ach krass, okay. Ja, aber unterm Strich, wenn wir das jetzt mal mit Abschreibung und etc. rausrechnen, ja, das wird eine profitable Fläche werden. Es ist heute, kommt darauf an, ob man die Payback-Time mit reinrechnet oder nicht. Okay, aber sagen Ausbau und so weiter, klar schreibst du über eine gewisse Zeit ab, aber quasi jetzt die Leute, die im Store stehen und Elektrizität

[00:23:02] und die Kaffeemaschine und was auch immer und die Personalkosten und so, das ist alles gecovered jetzt schon von den Sales. Genau, ja. Wie groß ist Piolet insgesamt? Ja, dieses Jahr wollen wir 70 Millionen Umsatz machen. 70 Millionen? Ja. Geil. Ja. Congrats. Und fully bootstrap, muss man auch sagen, haben wir eingangs nicht erwähnt, aber das ist ja auch extrem beeindruckend, dass ihr sagt, ihr habt die Firma mit 500 Euro Stammkapital quasi gegründet und habt euch immer von euren eigenen Umsätzen weiterentwickelt. Ja.

[00:23:31] Mega krass. Von Tag 1, ja. Ja. 500 Euro, da habe ich die ersten Produkte mitgekauft, ja. Und dann ging es los. Und du hast mal gesagt, die Leute reden über Umsatz, aber was bleibt eigentlich hängen? Die Frage wird nicht so oft gestellt. Es gab für mich da so eine Kehrtwende oder auch, wenn Etienne jetzt hier sitzen würde, das war stark 2023. Also ich war ja auch, ich bin ja viel auf Speaking Events unterwegs und natürlich, wir sind immer nach dem Umsatz gefragt und das Wachstum, das hat sich jetzt die letzten drei Jahre ein bisschen geändert,

[00:24:00] aber davor ging es eigentlich nur darum, wie viel Wachstum machst du? Und irgendwann haben wir gesagt, okay, es interessiert wohl keinen, ob das nicht ein profitables Unternehmen ist, weil die Basis möchte man ja eigentlich aufbauen, und dass da, ja, eine gewisse Sicherheit auch besteht. Das hat sich jetzt die letzten drei Jahre, würde ich sagen, komplett geändert. Also da geht's, wird viel mehr drauf geschaut und auch nachgefragt, bleibt da denn wirklich was hängen? Deswegen, ich glaube, die Aussage habe ich so 2023, das war auch, glaube ich, auf dem OMR-Vortrag, wo ich das genannt hatte. Genau,

[00:24:29] auch für uns in dem Jahr, also wir sind, wir haben viel mehr den Blick, seit 2023, wie ich auf die C3, also wirklich, wie effizient steuern wir unser Marketing aus? C3 heißt, Contribution, Margin 3, also quasi nach Personalkosten, nach Marketing, nach Wareneinsatz und so weiter? Genau, Personalkosten kommen nochmal unten, also die sind da nochmal weg, das heißt, wir sind seit 2023, auch mit dem Blick, auf unsere Zahlen, viel datengetriebener geworden,

[00:24:57] und natürlich hat es auch so ein bisschen zur Folge, so die Jahre davor, wir haben jetzt, wir alle drei haben jetzt eigentlich nicht so den starken Finance-Background gehabt, also eher so mehr nach vorne, mehr wachstum, mehr tun, mehr coole Ideen, einfach machen, einfach umsetzen, haben da auch wirklich ein paar wilde Entscheidungen getroffen gehabt, die aber am Ende des Tages gut aufgegangen sind, sind aber seit 2023 einfach viel mehr auf den Blick, C3, und haben das viel besser unter Kontrolle, wie wir aussteuern,

[00:25:27] aber das mussten wir natürlich auch irgendwann werden. Was hat sich geändert in 2023, von eurem Mindset her? Von unserem Mindset her, ich glaube, wir haben dann schon angefangen, Dinge, die uns auch mögliche, effiziente Aufmerksamkeit bringen, jedenfalls zu hinterfragen, und wirklich zu challengen, deswegen auch so ein bisschen, glaube ich, Fluch und Segen zugleich, also bessere Datenqualität, effizienteres Marketing, aber vielleicht auch Opportunitäten ausgelassen, wo wir hätten stärker rausgehen können, nochmal mit Pele und mehr,

[00:25:57] die Bekanntheit steigern können, vielleicht auch international, würdest du das auch so? Ja, genau, also ich glaube, grundsätzlich, wir haben für uns so ein paar Zonen definiert, also unter 5% EBIT am Ende des Jahres ist für uns die Todeszone, und da haben wir gesagt, in die wollen wir uns nicht begeben, deswegen haben wir geschaut, dass wir immer Richtung 10% und das ist so unsere Schwelle, wo wir sagen, da wollen wir hin. Und irgendwo dazwischen seid ihr jetzt auch, wenn ihr sagt 70 Millionen Umsatz? Genau, mal so, dann können da auch 3, 4, 5, 6, 7,

[00:26:26] 7, wenn es gut läuft, hängen bleiben. So das Ziel, und ich glaube, die Jahre davor war es halt so, dass wir uns teilweise auch in der Todeszone befunden haben, die wir für uns dann so als Todeszone definiert haben. Das ist so geil, dass ihr sagt Todeszone, da weißt du, diese Berliner Startups so sagen, kein Problem, minus 100% EBIT, minus 200%, warum nicht? Ich habe ja Venture Capital. Genau, richtig. Und jetzt sagt mir nur 5% Hängen. No way, dann gehen die Alarmglocken überall an. Geil, aber es ist ja genau das Mindset, das du brauchst. Und deswegen seid ihr unabhängig, mega geil.

[00:26:56] Also genau das, weil wir eben niemanden, keinen Investor dabei haben, der da mal eine Geldspritze mit reinbringen kann. Deswegen haben wir gesagt, wir müssen da wirklich knallhart sein mit uns. und zu dem anderen, du hattest eben noch gesagt, wir haben weniger effiziente Aufmerksamkeit betrieben dadurch. Ich glaube, das ist richtig und durch diesen Blick hart auf die Zahlen und auch auf CM3 und EBIT ist die Folge daraus,

[00:27:24] dass man oftmals auch Dinge weglässt, die man vorher eben aus, mit reinem Blick auf Wachstum und Brand-Gedanken gemacht hat. Was habt ihr weggelassen zum Beispiel? Also ich glaube, Event-seitig haben wir viel weggelassen. Es gab die ganzen Jahre zuvor, wo Events ein großer Bestandteil waren unseres Brand-Wachstums und wo wir oft drauf angesprochen wurden. Ich glaube auch im Markt, wenn man vielleicht auch mit Influencern spricht,

[00:27:53] wurde Purely als die Brand wahrgenommen, die vielleicht auch Vorreiter in diesem Event-Themen war und Lounges groß gefeiert hat, auch Sales groß gefeiert hat. Wir haben Black-Friday-Events gemacht. Und irgendwann, wenn man den Blick auf die Zahlen sich ganz genau anschaut, dann kann man hinterfragen, lohnt sich das? Lohnt sich das rein auf Zahlen basiert? Und wir haben es dann runtergeschraubt und haben das immer kleiner gemacht. Aber die Folge ist auch eine andere, dass man halt eben Stück für Stück Dinge weglässt,

[00:28:22] die die Marke eben auch bekannt macht. Also so unter reinen Performance-Aspekten kann man sagen, gut, kann ich jetzt tracken, wie viel mehr Ketten ich verkaufe durch ein Event vielleicht schwierig. Auf der anderen Seite hat es da euren Brand-Charakter auch definiert damals und war wahrscheinlich in der Anfangszeit genau das Richtige. Deswegen auch diese Brand einmal so zu positionieren. Ja. Auch wieder so eine Wellenbewegung. Genau, richtig. Also ja, der Blick auf den Ebit, der hat auch eine Schattenseite, sagen wir es so.

[00:28:51] Was war für euch da das Schwierigste in diesen Entscheidungen? Dann zu sagen, man sitzt dann da und denkt, ach, soll ich es wieder machen? Also wir sind schon sehr datengetrieben mit unseren Entscheidungen, aber so wie Play eigentlich entstanden ist und gewachsen ist, kam da halt sehr viel auch aus dem Bauch raus. Und ich sage mal, diese Kombination, da den Sweetspot zu finden, das würde ich jetzt sagen, das ist dann schon das Schwierigste, weil man kann nicht alles belegen. Also die wilden Ideen, die wir häufiger auch im Kopf haben, die kannst du halt nicht alle belegen und du weißt halt auch nicht,

[00:29:19] kommt da wirklich jetzt was bei rum oder halt auch nicht. Was ich nur gemerkt habe so die Jahre, deswegen war das Palma Store Opening Projekt auch so geil für mich, weil ich da gedacht habe, okay, wir wagen was, wir machen was, was so selbst bei mir Excitement auslöst. Wenn ich jetzt an die nächsten 90 Jahre mit Play denke, da müssen da immer Dinge kommen, die vielleicht so unerwartet sind, die Excitement auslösen, die vielleicht auch im ersten Moment nicht immer belegbar sind, dass da wirklich was hängen bleibt, aber die braucht es auch, weil genau so Momente, wie ich da stehe

[00:29:49] und konnte es eigentlich nicht glauben, dass wir sie in Palma in Store haben, die brauche ich, weil die motivieren mich und deswegen werden da wahrscheinlich die nächsten Jahre, müssen da auch einige wildere Dinge vielleicht mal noch kommen. Das ist so interessant, dass du das auch verbindest mit der 100 Jahre Vision, weil du sagst ja klar, die 100-jährige Firma Pure Lay, natürlich hat die einen Store auf Palma, die hat auch einen in Miami und wir doch einen auf Hawaii haben. Genau, auf Hawaii natürlich und wahrscheinlich in Tulum und in Centrope und wo auch immer. Berlin vielleicht auch, let's see,

[00:30:18] aber das ist ja interessant von dem Framing her, da rückwärts zu denken und zu sagen, natürlich, also dann immer es gleichzeitig damit zu verbinden, zu sagen, ja gut, trotzdem habe ich meine 5% Todeszone und ich fange jetzt nicht an, 100 Stores gleichzeitig aufzumachen, weil da übernehme ich mich vielleicht. Ja. Ja. Genau, das ist eigentlich sehr gut beschrieben, so wie wir ticken, auch gerade mit diesen 100 Stores gleichzeitig. Also man sieht ja viele Unternehmen, wo wir jetzt auch nach und nach immer Flächenangeboten bekommen haben, die machen so in Deutschland, da gehen direkt 30 live. und wir haben uns immer gefragt, wie schaffen die das denn?

[00:30:47] Also so ein Umbau kostet ordentlich sechsstellig, wie funktioniert das Ganze? Und auch für den München Store, wir haben uns eineinhalb Jahre Zeit genommen, bis wir die perfekte Location hatten, weil wir wussten, wenn wir den ersten Store, wenn der nicht trifft und wenn wir da eine Fehlentscheidung, wir wussten eigentlich, pure lay, Schmuck offline verkaufen ist jetzt kein, also das ist eigentlich ein No-Brainer, dass das funktioniert. Aber so, dass es in der P&L einfach aufgeht, wussten wir, diese Standort-Location ist super wichtig und wir waren so kurz davor, immer zu sagen,

[00:31:17] oh, machen wir jetzt doch schnell die und wir, Freddy und ich auch viel in Gesprächen. Nee, das muss sitzen. Da dürfen wir uns jetzt nicht verrennen und schlussendlich hat er gesessen und eigentlich so den ganzen Grundbaustein, also wir werden dieses Jahr noch zwei weitere Stores eröffnen, Mannheim wird eröffnet, Münster wird eröffnet. Genau, und nächstes Jahr sind wir da auch, soll das auf jeden Fall so weitergehen und einfach auch, weil wir uns nicht verrennen und auch Zeit nehmen in die Analysen und keine Schnellschüsse auch treffen. Auch wenn es manchmal vielleicht in den Fingern krippelt,

[00:31:47] aber würdest du auch sagen, oder? Wie geht dir damit um mit dieser unternehmerischen Ambition, zu sagen, hey, ich will hier Gas geben, ich will was bauen und auf der anderen Seite so mit diesem Bauchgefühl, was dann vielleicht sagt, ah, vielleicht doch nicht overpacen? Schwer, ne? Ja, also ich glaube, wie geht man damit um? Also gerade bei dir muss man immer sagen, du bist irgendwo, du schaust dir eine Fläche an und du hast direkt ein Bauchgefühl, ob das funktioniert oder nicht. Und da einfach zu lernen,

[00:32:16] man muss da auch drauf hören, klar hat man da noch die Daten, die das vielleicht auch irgendwie belegen, aber dein Bauchgefühl, muss ich sagen, also in den zehn Jahren, wie ich sage immer, Freddy ist unser Orakel. Freddy kann die nächsten zwei, drei Jahre auf wundersame Weise vorhersehen. Also das ist wirklich verrückt. Ne, das tust du manchmal auch immer so ab, das ist wirklich verrückt. Und wenn du irgendwo bist, du merkst sofort, ob das Potenzial hat oder nicht. Wieso bist du eine Orakel? Ich würde sagen,

[00:32:46] ich bin grundsätzlich jetzt im Business-Kontext jemand, der, ich habe so einen generalistischen Blick auf mehrere Dinge gleichzeitig. Ich kann schnell aus Gesprächen mir die wichtigsten Informationen ziehen und daraus Schlüsse fassen. und ich glaube, das hilft dabei, um für uns auch da Rausschlüsse zu ziehen und den nächsten Schritt zu machen. Ich bin niemand,

[00:33:12] der sich in einer P&L verliert oder der... Aus einer Lossrechnung? Also was bleibt hängen? Genau, das gucke ich mir auf der groben Ebene natürlich an und das ist für mich auch wichtig, dass der Store am Ende profitabel ist. Aber für mich geht es da viel auch um Emotionen. Also wo soll die Brand stattfinden? Es sind hier die Leute, die auch unsere Kunden sind, die Bock darauf haben, dass wir hier einen Standort haben. Ja, ich glaube, dafür habe ich ein gutes Gespür

[00:33:42] und ich kann das sehr schnell rauskristallisieren, passt das oder nicht. Alisa und Frederik haben es vorhin gesagt, unter 5% EBIT ist bei denen die Todeszone. Und um so zu steuern, musst du jederzeit wissen, was reinkommt und was übrig bleibt. Und das ist eine Sache, die sehe ich bei fast jeder E-Com-Firma, die wir bei uns im Podcast haben. Das Geld kommt von überall, ein Teil über den eigenen Shop, ein Teil über den Marktplatz, die Retouren gehen wieder raus und die Werbekosten. Da verliert man schnell den Überblick darüber, was tatsächlich reinkommt und vor allem, was hängen bleibt.

[00:34:10] Und genau dabei hilft Konto. Das digitale Geschäftskonto bringt ein Cashflow-Dashboard mit, indem du die Einnahmen und Ausgaben in einem Ort siehst. So behältst du die Zahlungsströme aus den verschiedenen Verkaufskanälen zentral im Blick. Und mit den erwarteten Transaktionen siehst du nicht nur, was bereits passiert ist, sondern auch, welche Rechnungen demnächst abgehen und welche Einnahmen noch ausstehen. Auch die Buchhaltung wird einfacher. Belege lassen sich direkt den passenden Transaktionen zuordnen und die relevanten Daten über Date, Flexware

[00:34:38] und andere Integrationen synchronisieren. Also weniger Zusammensuchen, mehr Klarheit zu deinem Cashflow. Wenn du wissen willst, wie sich das für deinen Shop anfühlt, geh auf Konto.com, Konto mit Q, benutze den Code Foundermode, um das Ganze sechs Monate lang kostenlos zu testen. Konto.com und jetzt zurück zur Show mit Alisa und Frederik. Werbung Ende. Was habt ihr darüber gelernt, eurem Bauchgefühl zu vertrauen? Weil das für viele Founder ja so ein Struggle ist. Beim Hiring, bei Partnerschaften, bei Produkten, bei Marketingkanälen usw.

[00:35:08] Du hast immer so die Sache, wenn es super gut funktioniert, dann ist klar, was du machst. Wenn es überhaupt nicht funktioniert, ist auch sehr klar. Die meisten Entscheidungen sind aber irgendwo in der Mitte. Also meine Erfahrung ist, 80% der Bewerbungsgespräche oder so gehst du raus und denkst so, ja, kann klappen, muss nicht klappen, weiß ich nicht. Da kann man sagen, gut, hör auf dein Bauchgefühl. Das sagen gefahrene Unternehmer sehr oft, aber den Mut, den es erfordert, das wirklich zu tun, haben gar nicht so viele. Was habt ihr darüber gelernt? Das ist ja auch langsam, jetzt in zehn Jahren ist das ja auch so ein bisschen Heritage. Das heißt, man hat ja auch wirklich viele

[00:35:38] Beweise, wo man selbst sagen kann, hey, da habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und da nicht. Also das ist ja wie so ein Bauchgefühl-Track-Record, der sich da so auch ein bisschen aufbauen kann. Und mittlerweile muss ich sagen, mein Bauchgefühl zu Piole, nicht zu allem anderen, aber das zu Piole, da bin ich so confident mit. Also das ist wirklich was. Und klar, es gibt so ein tolles Buch, das heißt, oben bleiben immer. Und da ist das Wichtigste, datenbasierte Entscheidungen. Und da stehe ich auch komplett dahinter. Aber

[00:36:09] dieses Bauchgefühl, was man selbst zur eigenen mag, okay, ich bin ja nicht irgendein oder eine CEO, wo man mich wo drauf gesetzt hat. Ich mache das ja für mein eigenes Unternehmen, was ich aufgebaut habe. Deswegen sage ich da, mein Bauchgefühl, dem traue ich da eigentlich immer zu 100 Prozent. Und es ist manchmal schwer, sich da einfach auch nicht abbringen zu lassen. Weil das ist halt dieses, wie belegst du das dann? Wie kannst du dein Team da mitnehmen? Und so was. Und da muss man sich halt auch Vertrauen aufbauen, wo ich einfach sagen würde, da haben wir unser Team, auch gerade wie wir ticken und wieder unsere Kultur

[00:36:39] ist immer gut hinter uns. Und ich merke einfach, es geht häufig um die richtige Art und Weise, wie schaffst du das zu transportieren? Und was ich halt merke, was ich gut schaffe im Team, ist halt, wenn ich sie auf so eine Reise mitnehme. Einfach sage, hey, von da kommen wir und da wollen wir hin. Und das ist die Vision, das ist die Gedanken. Umso besser man es schafft, so zu verbildlichen, ein Bild aufzubauen, wie jetzt mit diesen 100 Jahren. Du hast sofort in Bildern gedacht, wo brauchen wir überall einen Store? Und das ist ja genau das, was entstehen muss. Und das glaube ich, das schaffen wir mittlerweile eigentlich ganz gut,

[00:37:09] weil das Team schon verstanden hat, auch gerade unser Ex-Exec-Team, wenn von uns drei da irgendwie so ein Bauchgefühl kommt, was ich auch ganz ehrlich, ich sage das ganz ehrlich und offen, ich tue da nicht irgendwie probieren, so irgendwie mir irgendwelche Daten da irgendwo herzuziehen. Natürlich braucht es die vielleicht, um noch an einer anderen Stelle das Ganze stützen zu können. Aber ich kann es offen und ehrlich sagen, kann sagen, mein Bauchgefühl, Leute, ist gerade, dass es hier in die falsche Richtung geht. Und da bin ich einfach sehr confident geworden. Wo lag euer Bauchgefühl mal falsch?

[00:37:41] Vielleicht so rund um neue Produktkategorien. Also ich habe von Anfang an super viel getestet. Also ich hatte ja das Bild von dem Beach-Store. Beziehungsweise ich habe es auch immer noch. Und im Beach-Store, da ist eben nicht nur Schmuck, da sind Strandtaschen, da sind Sonnenbrillen, da sind Strandtücher, da habe ich auch Beauty, da habe ich Themen drin, ja, die mich, deswegen passen wir hier auch nach Palma so gut. Da funktionieren tatsächlich auch Sonnenbrillen und Strandtaschen ganz gut, weil es hier direkt gebraucht wird. Aber da dachte ich, da war mein Bauchgefühl,

[00:38:10] hey, unter dem Marktnamen Pure Lay mit einem Aloha-Feeling, so neue Produktkategorien, hätte viel eher, hätte ich erwartet, dass das eher funktioniert. Wir haben auch Bikinis probiert. Und da würde ich jetzt sagen, da war mein Bauchgefühl wahrscheinlich eher falsch. Hätten wir vielleicht mehr Marketing-Spend draufgegeben, nochmal länger daran festgehalten und hätte es vielleicht funktioniert, aber mein Bauchgefühl war, mit der Markenstory müssten wir das doch eigentlich alles gut verkaufen können. Ihr habt doch mal Kosmetik gemacht, oder? Und wieder eingestellt? Ja.

[00:38:41] Genau, also ich bin für den Innovations-Bereich verantwortlich und das heißt, wir probieren da immer wieder neue Sachen. Vielleicht zum Hintergrund dazu, also wir haben bei Pure Lay uns ein B-Hack-Ziel gesetzt. Ein Big, hairy, audacious Goal. Geil, B-Hack, okay. Müssen wir gleich mal über Scaling absprechen, wo das herkommt. Genau. Das stellen wir mal zurück, aber sehr gut. Okay, großes Ziel? Genau, ja. Da geht es um wiederkehrende Kunden und natürlich eine große Menge an wiederkehrenden Kunden.

[00:39:10] Und das heißt, mit diesem Blick auf diese Zahl an wiederkehrenden Kunden, die wir vor Augen haben, ist für uns, ehrlich gesagt, der Zweikauf immer der entscheidende. Und was eignet sich da eben an Produkten natürlich auch, und da kommt Beauty natürlich sehr nah dazu, dass das etwas ist, was darauf einzahlt. Deswegen ist damals die Aktion, oder deswegen haben wir gesagt, wir testen das. Und auch hier war meine Annahme,

[00:39:38] dass die Pure Lay Kundin, ja, ich sag mal, offener ist dafür, diese Kategorie auch auszuprobieren. Und ja, da mehr ein Sog entsteht für diese neue Produktkategorie. Und da habe ich relativ schnell gemerkt, okay, wir müssen da ganz schön pushen, um diese Produkte überhaupt auch an die Kundin und aber auch an Neukunden zu bekommen. Und deswegen haben wir das, was wir uns am Anfang als Innovations Team

[00:40:07] als Ziel gesetzt haben, nicht erreicht. Und dann muss man aber auch knallhart sagen, wenn man das eben nicht erreicht, dann muss man da auch stoppen. Und das haben wir getan. Ja, nach sechs Monaten. Was war das Meeting, nämlich mit dem Raum, wo ihr die Entscheidung getroffen habt, den Stecker zu ziehen? Gab es eine Kennzahl, die ausschlaggebend war oder war es auch wieder ein Bauchgefühl? Es war so ein Mix aus beidem, würde ich sagen. Also wir haben uns ein Umsatzziel gesetzt, was wir nicht erreicht haben. Und gleichzeitig habe ich auch gesagt, ich merke,

[00:40:37] dass es sehr zäh ist, dieses Produkt wirklich auch zu vermarkten. Gleichzeitig bin ich kein Experte auf dem Gebiet. und ich merke auch, dass im Markt gerade für Beauty das Expertenwissen entscheidend ist. Und dann haben wir oder habe ich auch nahegelegt und habe gesagt, entweder wir kriegen hier einen Experten mit an Bord oder wir lassen es sein. Und wir haben dann gesagt, wir wollen es sein lassen

[00:41:05] und uns eher auf den Kern wieder fokussieren, nämlich Schmuck. Leute, ich muss euch einen Gefallen bitten, weil wir in den Zahlen sehen, dass über 70 Prozent von euch noch gar nicht abonniert sind. Und wir geben uns sehr viel Mühe mit dem Podcast, holen coole Gäste rein und je mehr Abos wir haben, desto mehr Reichweite haben die Folgen, desto bessere Gäste können wir reinholen, die ihre Erfahrungen mit euch teilen. Also, wenn ihr uns einen kleinen Gefallen tun wollt, dann drückt abonnieren. Danke. Und was habt ihr gelernt, wovon andere Faune profitieren können

[00:41:35] zum Thema Category Expansion? Weil ihr sagt, okay, wir sind in einer Kategorie drin, wir kennen uns da aus, Leute assoziieren uns mit Schmuck, wir probieren in eine andere reinzugehen, hat in dem Fall nicht geklappt. Strandtaschen ist wahrscheinlich irgendwo dazwischen so, ist jetzt keine Hautgräben, aber auch nicht ganz Schmuck, aber zumindest näher dran. Also, was ist mittlerweile euer geupdatetes mentales Modell dazu, in eine andere Kategorie zu gehen? Wir sind ja super nah an unseren Kundinnen dran. Also, wie viel Dialog da passiert zwischen unseren Kunden und unserem Team ist wirklich enorm. Das heißt, wir wissen eigentlich

[00:42:04] sehr, sehr viel darüber. Und immer, wenn wir was Neues quasi gelauncht haben, war so der Tenor, ich liebe einfach euren Schmuck und bitte macht doch da neue Dinge, die wir vielleicht noch nicht kennen, bevor ihr euch jetzt irgendwo drin verliert. Das waren wirklich die klaren Aussagen. Okay, sehr deutlich. Ja, das war sehr deutlich, weil ich glaube, das kommt aber auch daher, weil, wie ich es zu Beginn auch beschrieben habe, Schmuck ist einfach so was Emotionales und so ein Artikel, wo du so viel mit verbindest und das Ganze könnte auch verwässern,

[00:42:32] wenn da auf einmal andere Themen dabei sind, weil ich habe wirklich Kunden vor mir sitzen, die sagen, oh, die zwei Ketten, die ziehe ich niemals aus. Die eine habe ich von meiner Mutter zum Abschluss bekommen, die andere von meinem Freund und die haben so einen Wert für mich und sobald da halt Sonstiges vielleicht noch ins Sortiment kommt, tust du vielleicht auch diese Symbolhaftigkeit von diesem Schmuck so ein bisschen verwässern. Also das ist das einfach, was ich rausgehört habe, wenn ich mit Kundinnen spreche. Gleichzeitig glaube ich, gibt es immer Opportunities und es wird auch immer, ich weiß,

[00:43:02] dass irgendwann was kommen wird, was nicht nur Schmuck ist, aber vielleicht ist es eine Kombination. Zum Beispiel, so war es ja auch mit unserem Adventskalender. Es gab 2018, 2019, gab es noch keinen Schmuck Adventskalender auf dem Markt und da habe ich auch gedacht, okay, wir testen es jetzt einfach mal aus, ob das funktioniert, ob das was ist oder mit unserem Abo-Modell. Die Idee hatten wir so ein bisschen aus unserem Bihek raus, wiederkehrende Kunden, Kundinnen. Das ist interessant. Ihr habt quasi dieses Retention-Ziel, ich spreche viel über Retention,

[00:43:31] habt ihr an die oberste Stelle gesagt, gesagt, wir wollen, dass die Kundin nicht nur einmal sich Ohrringe bestellt, sondern dass sie wiederkommt und habt daraus abgeleitet, was muss denn passieren. Ja, und damals 2018 haben wir dann in den USA rüber geschaut, da gab es den Million Dollar Shave Club, die einfach diese... Ich dachte, der dieses Video gemacht hatte in dem Warehouse. das war einfach genau, da dachte ich mir so, what? Also so ein Rasier-Subscription, das ging ja so durch die Decke, haben wir gedacht, okay, mit unserem Bihek 2018, was wir eben mit Scale-Up festgelegt hatten, wir probieren uns einfach ein Abo

[00:44:01] und jeder hat uns so angeschaut, der Schmuck-Abo, aber das verbraucht sich doch nicht. Das ist wirklich eine sehr wichtige und tragende Säule und wir haben einfach auch jeden Monat den Touchpoint zu der Kundin. Erklär mal, wie das funktioniert. Jeden Monat kriegt die ein Paket und da ist eine Überraschung drin oder suche ich mir das aus? Ja, das ist eine Überraschung. Also wir werden da jetzt auch noch ein bisschen was ändern, dass man auch mehr in die Selection gehen kann, aber schlussendlich die letzten Jahre, was eben immer die Machina Club Subscription, der Glücksmoment, der einfach nach Hause kommt, wo die Kundin sich selbst was beschenken kann

[00:44:30] oder es wird auch häufiger verschenkt, die Subscription und es passt halt auch immer saisonal. Das ist eben ein Thema und ja, es ist auch nicht mehr wegzudenken aus unserem Markt. Die über 10.000 Kundinnen habe ich gesehen. Ja, also wenn man überlegt, über diese Jahre, wie viele Personen da schon Teil von unserem Abo waren, das ist wirklich verrückt. Und auch da wieder, da wurde am Anfang, wie gesagt, wie soll das denn funktionieren? Aber es kam halt aus diesem Gedanken, der über allem liegt, was wir tun, aus unserem Bi-Hack, aus der Strategie.

[00:45:00] Und das ist auch was für mich aktuell, daran festzuhalten. Und wir halten das seit 2018 fest. Das ist einer der Erfolgsfaktoren. Und gleichzeitig denke ich mir so, ach, wir lassen da immer noch ein bisschen was liegen, da könnte eigentlich noch so viel mehr gehen. Aber das macht es ja immer entspannt, weil aktuell ist es so, das habe ich vorhin auch schon gesagt, es gibt so viele Opportunities im Markt und sich daran wirklich festzuhalten, was das, was wirklich für die Marke, für das Unternehmen zählt. Und mit dem Bi-Hack-Gedanken, überall, dann werden auch Dinge schon wieder ein bisschen eingegrenzt,

[00:45:29] die man vielleicht in der Zukunft machen wird. Okay, erklärt mir davon nochmal ganz kurz die Economics von so einem Adventskalender-Geschäft. Das ist ja super interessant und es scheint ja auch so eine Art Inflation gegeben zu haben. Ich habe letztes oder, ich glaube ich vor zwei, drei Jahren oder so, den ersten so hochwertigen Adventskalender da gekauft und dann kommst du da bei Instagram mit das Targeting rein und dann sehe ich mal, da gibt es halt 20 Anbieter, also 20 reicht ja gar nicht wahrscheinlich, aber jede Brand launcht ihren Adventskalender. Ihr wart da früh dabei. Ja. Wie baut man einen erfolgreichen Adventskalender als D2C-Brand? Ja, also ich muss sagen,

[00:45:59] das ist wirklich eine geile Reise gewesen, muss ich sagen. Ja. Also es war 2019, weiß ich noch, ich habe den mit unserer Produktdesigner, wir hatten damals eine Produktdesignerin im Team, ich so, also ich spüre da was, da kommt was irgendwie, da war ja damals auch so Amorelie Adventskalender und so, das war damals schon so ein Thema. Ich so, okay, wir probieren das jetzt mit Schmuck und ich habe so im September einfach geschaut, was haben wir da, was können wir, was können wir da reinpacken? Wir haben den dann, das war dann quasi in unseren Flitterwochen, die wir gemacht haben, so waren dann die Flitterwochen.

[00:46:29] Wir haben damals, ähm, 3.000. Habt ihr mit den Suppliern gesprochen oder wie? Was kannst du dir sagen? Also das war so wild, damit hätte ich nie gerechnet. Ich weiß nicht, ich habe damals 3.500 Stück bestellt und ich sagen musste, das war schon eine bolde Sache, also mal so viel dir dann aufs Lager zu legen, ohne zu wissen, ob da überhaupt was geht. Schlussendlich wurde der uns in 12 Stunden aus den Händen gerissen. Die Website war gar nicht darauf ausgedacht, dass das ausverkauft ist. Niedenswo stand, aber es gab Überverkäufe. Es war wirklich ein Kuddelmuddel.

[00:46:56] saß ich da an Shopify in Griechenland und hab da probiert, irgendwas zu managen. Natürlich an einem Sonntag auch noch. Aber da hat er so ein bisschen die Reise gestartet und für mich, ich habe einfach gemerkt, das ist so ein geiles Produkt, auch für die Marke, weil du schaffst es halt wirklich vor Weihnachten, jeden Tag diesen Touchpoint zu haben und bei uns ist natürlich auch das Weihnachtsgeschäft super stark. Das heißt, Geschenke etc., das steht zu Hause. Du stehst erstmal wirklich, du hast ja Real Estate quasi im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer oder wo auch immer.

[00:47:26] Wenn es toll aussieht, dann steht das auch danach noch. Wir haben die auch immer so designt, die Verpackung 2019 noch nicht, aber danach, dass es eine Schmuckaufbewahrung ist. Also, dass das wirklich was ist, was Best Case danach bei den Kunden einfach zu Hause stehen bleibt. Die stehen auch noch alle. Genau. Und meine Partnerin, die will die alle stehen lassen. Ja, die sind auch schön. Drei von diesen Dingern, diese Häuser und irgendwelche Welten immer im Keller stehen. Also, das ist ja geil, wenn man dann bleibt sozusagen. Okay, das heißt, ihr macht da eine Aufbewahrungsbox draus. Genau. Letztes Jahr hatten wir da so Bücher, dieses Jahr haben wir so Blumen. es ist wirklich,

[00:47:56] und jedes Jahr denkst du, wie sollen wir es jetzt noch toppen? Bislang schaffen wir es immer, weil dieses Jahr haben wir das erste Mal einen modularen Adventskalender rausgebracht für die Logistik. Echt ein Pain. Und das Team muss da auch echt ordentlich Gas geben, dass wir es hinbekommen. Aber du kannst ihn dir dieses Jahr selbst zusammenstellen. Also, wir haben acht verschiedene Module. Das sind Blüten. Bei Pure Lay. Lay ist die hermannische Blumenkette. Deswegen ist bei uns einfach, wir ownen das Thema Blumen auch so ein bisschen im Markt. Und es heißt, die Kundin hat jetzt wenig den USP, sich ihn selbst zusammenzustellen.

[00:48:26] Und bekommt es dann in einer hochwertigen Verpackung. Weil da muss man halt jedes Jahr auch eine Schippe drauflegen. Weil wie du gesagt hast, der Markt ist so exponentiell gewachsen. Und es ist ja immer auch ein Jahr, wo wirklich sehr, sehr viel passiert. Und man muss immer mit irgendwas Neuem kommen. Weil sonst funktioniert das Game auch nicht. Hier wird es auch niemandem mehr raten, Adventskalender zu lassen. Neu reinzugehen? Ja, neu reingehen, schwierig. Zuges abgefahren? Ja. Ja. Ja. Was kostet Euro, wenn man den konfiguriert? Was ist von bis? Von bis sind wir so bei 169, glaube ich,

[00:48:56] bis 219. Okay. Genau. Das geht ja noch im Vergleich zu, also man sieht ja teilweise Dinge, die kosten so 800 Euro oder so. Ja. Irgendwelchen Warenhäusern aus England oder so oder irgendwelchen, weiß ich nicht, Brands. Ja. Also man kann da von bis ausgeben, sag ich mal. Aber für die Leute, die zuhören hier, ist gut. Gutes Weihnachtsgeschenk. Sehr gutes Weihnachtsgeschenk. Das ist ein Dezembergeschenk. Genau. Unsere Audience ist ja eher männlich als weiblich. Ist das, wenn ihr dann noch was sucht, dann geht mal auf Pure Lay. 1A. Tut eurer Frau und einem Partner was Gutes. Ist tatsächlich auch das Produkt. Verkauf noch ein paar Adventskalender. Genau.

[00:49:25] Ist tatsächlich auch das Produkt, was am häufigsten von Männern gekauft wird bei Pure Lay. Genau. Der Adventskalender. Also gut, dass wir es platziert haben. Erzählt mal von Creatorhäusern. Ja. Ihr habt erzählt, ihr habt viele Events gemacht und ich habe gesehen, ihr habt es auf die Spitze getrieben und habt diese Häuser angemietet. Ja. Das war auch eine wilde Sache. Es gab das Haus auf Hawaii. Das war das erste. Dann habt ihr eins auf Mallorca. Genau. Das haben wir gerade noch. Also da ist es gerade jetzt noch bis Ende August läuft die Aktion.

[00:49:55] Genau. 2023. Das war wirklich auch eins der Themen, die so am meisten effiziente Aufmerksamkeit erzeugt hat. Unser Haus auf Hawaii. War auch eine wilde Nummer. Ich war selbst vor Ort dann auch. Es war einfach markentechnisch. Wir haben den Adventskalender-Kammer in die da aufgenommen. Lay-Workshop gemacht. In dem Garten hier sind Blue Marriott Bäume. Da saßen wir mit der Community. Die haben sich Lay dort selbst gepflegt. Das war bevor wir quasi unser Lay-Produkt auf den Markt gebracht haben.

[00:50:21] Jetzt haben wir gerade hier auf Mallorca ein UTC-Haus. User-Generated Content. Genau. Da ladet ihr Creator ein? Genau. Es sind kleinere Creator, die sich was aufbauen möchten. Auch Community-Members. Das sind einfach Personen, die auf Social Media gerne aktiv sind, wo wir die organische Reichweite einfach nutzen und eben nicht Paid-Content einkaufen. Sondern wie ich gesagt habe, hey, das Haus ist direkt am Strand. Du hast da das Aloha-Feeling. Also wenn ich dort am Strand bin, wenn ich da, ich war selbst auch im Haus,

[00:50:50] dann denke ich so, genau das ist das, was wir mit Pure Lay möchten. Und du musst nicht mal 24 Stunden im Flugzeug sitzen. Ja, genau. Das ist halt so die Kehrseite. Und was mich jetzt so freut, ist einfach, also wir bei Pure Lay, wir stehen auch für Connections, einer unserer Brand-Values. Wir drei Fondern haben auch gesagt, in unserem Leben ist uns nichts wichtiger als die Connection zu unseren Familien und zu unseren Freunden. Und wenn Pure Lay dazu beitragen kann, Verbindungen zwischen Menschen aufzubauen oder die zu stärken,

[00:51:19] dann ist das genau, was uns antreibt. Und in dem Haus, was da jetzt passiert ist, wir haben jetzt jede Woche kamen 10, 12 Frauen zusammen, neue Frauen, die sich auch nicht gekannt hatten. Und was da entstanden ist, also gerade Janina, unsere CBO, hat letztes Mal gesagt, Alisa. CBO, was heißt das? CBO, also Chief Brand Officer. Genau, sie hat gesagt, Alisa, das ist genau, was da passiert, das, was Pure Lay ausmacht. Menschen kommen zusammen, die lernen sich kennen, die weinen, wenn sie sich verabschieden. Also da sind so viele schöne Verbindungen entstanden

[00:51:48] und gleichzeitig natürlich auch Content auf Social Media, der genau die Marke spielt. Also der unsere Produkte am Strand zeigt, der das Aloha-Feeling ausstrahlt. Die haben schöne Momente zusammen, die lernen sich kennen, die erzählen was. und natürlich haben wir jetzt, wir haben 10 Jahre einen coolen Sale bei Pure Lay Live gehabt. Das heißt, das Ganze wurde da natürlich auch performance-seitig noch unterstützt. Wir haben sehr viel Content bekommen und es ist einfach für uns solche Aktionen, das sind wirklich so Win-Win-Aktionen, weil für alle, ja,

[00:52:17] einmal für die Performance bringt was, für die Marke, für die Markenbekanntheit und auch noch das, unser Why eigentlich, dass wir wirklich Connections beziehen wollen. Und würdet ihr sagen, Creator-Häuser ist noch ein Ding, was auf dem Aufsteigen in Ast ist, wenn ihr sagt, Adventskalender ist eigentlich durch, aber ist das Creator-Haus der Adventskalender von 2026 quasi? Weil ich die Wahrnehmung habe, also ich habe das Wort Creator-Haus wahrscheinlich vor ein, zwei Jahren zum ersten Mal gehört, da hast du das ja abgefahren, aber auch smart, weil in Zeiten von Social Media die ganzen TikTok-Leute und so weiter an einen Ort zu bringen, die auch nicht weg können,

[00:52:47] nur Content machen, ist ja erstmal smart. Genau, also ich glaube 2023 muss man sich nochmal da reinversetzen, es war Corona, wir hatten also 22 gerade, es wurde wieder möglich zu verreisen und wir bieten als Marke an, hey, du kannst jetzt nach Hawaii so, komm und melde dich an fürs Creator-Haus auf Hawaii und das war halt ein Riesending von der Aufmerksamkeit

[00:53:16] und Creator-Häuser sind danach auch von anderen Brands entstanden, auf jeden Fall, aber ich glaube, es ist nach wie vor immer noch ein Ding und es wird sich auch weiterentwickeln, also wir hatten es gerade gestern davon, je mehr AI und die Technologie sich weiterentwickelt, aber sich auch so ein bisschen persönliche Connections entfernt dadurch, umso wichtiger wird auf der anderen Seite der Community-Aspekt und das Zusammenkommen,

[00:53:44] ich bin leidenschaftlicher Paddelspieler und wenn ich merke, dass ich mich jetzt einfach selbst in der Gruppe mit fremden Leuten ein Buch über die App, was ich vor drei, vier, fünf Jahren niemals gemacht hätte, da merkt man schon, okay, dieses persönlich Zusammenkommen ist halt einfach nicht wegzudenken, das brauchen wir und das braucht man auch als Marke, deswegen diese Creator-Häuser, die bringen genau sowas und ich glaube aber auch, dass sich das weiterentwickeln wird

[00:54:13] und bei uns wird sich das auf jeden Fall auf die nächste Ebene bringen, die ich jetzt noch nicht sagen kann, was das sein wird, aber das wird sich weiterentwickeln, ja. Was kostet so ein Creator-Haus zu organisieren? Ich sehe, wie gesagt, das ist direkt am Strand, das sieht jetzt auch nicht ganz so schlecht aus. Ja. Was für ein Budget nimmt man da in die Hand, um sowas für eine Saison zu betreiben? Das war jetzt ein Monat bei uns, ich sag mal, sollte man schon mit 40.000 bis 50.000 Euro rechnen. Und das ist all in oder ist das nur fürs Haus? Oder muss man dann noch Catering machen und irgendwie? Nee, da ist es wirklich so, wir haben das auch

[00:54:43] sehr offen gehalten diesmal. Also wir haben einfach gesagt, hey, wir laden euch ein, kommt, ihr habt die Unterkunft for free, aber schlussendlich könnt ihr am Tag machen, was ihr möchtet. Also es gibt bei uns verschiedene, zum Beispiel waren wir auch in Sri Lanka und haben da ein Creator-Haus gemacht. Da war das nochmal alles mehr geführt. Das war jetzt wirklich so ein Test, wo wir das ein bisschen offener gehalten haben, weil wir einfach schauen, okay, wie können wir das skalieren? Wenn du es immer perfekt planst und auch ein Programm dahinter, dann ist das nicht skalierbar. Und deshalb, welchen Test können wir, das sind immer zwei PUL-Team-Members vor Ort, die das Ganze auch

[00:55:12] mit organisieren und steuern, aber es ist mehr freigehalten. Trotzdem kommen die Menschen im Rahmen von PUL-A zusammen. Das heißt, so die 40, 50 K in dem Case, die sind schon all in, ja. Und wenn du über Skalierbarkeit bei Events nachdenkst, was ist insgesamt der Bottleneck für die Firma? Die macht 70 Millionen Umsatz, mega geil. Ihr wollt 100 Jahre bestehen. Was muss passieren, um auf 500 Millionen, um auf eine Milliarde Umsatz zu kommen? Was ist gerade das größte Bottleneck bei euch

[00:55:41] im Geschäftsmodell insgesamt? Größte Bottleneck, aber gleichzeitig auch einfach geile Herausforderung. PUL-A muss in neue Märkte. Also wir brauchen neue potenzielle Kunden, denn jede zweite Frau in Deutschland kennt uns. Also wir sind da schon einfach auf einem hohen Level unterwegs. Und das jetzt einfach die nächsten Jahre zu schaffen, da wirklich international, weil ich habe von Anfang gesagt, wir bringen das Aloha-Feeling in die Welt. Ich habe nicht gesagt,

[00:56:11] wir bringen es nur nach Deutschland, Österreich und Schweiz. Die 100-jährige Firma, die ist global. Genau. Und das ist, ich glaube, deswegen ist es nicht ganz Bottleneck. Gleichzeitig müssen wir schon das Team und die Ressourcen, die wir haben und wie wir das Ganze steuern, auch sehr effizient gestalten, weil du hast uns jetzt kennengelernt. Wir ticken einfach so, wir haben mit 500 Euro gestartet und wollen das auch einfach profitabel weiter wachsen lassen und da den Sweetspot zu finden, wie kannst du effizient einen neuen Markt eröffnen mit neuen Dingen,

[00:56:41] die halt so, man eröffnet keinen neuen Markt mehr, indem man das gleiche macht wie vor zehn Jahren in dem Markt. Das ist die coolste Herausforderung eigentlich auch gerade, die wir haben. Hat der da anläufig schon gestartet? Ja, also wir haben, wir waren 2020 bis 2022 waren wir wirklich stark in Frankreich und Italien unterwegs, also wir haben da auch schon mehrere Millionen Umsatz gemacht. Wir haben es nicht geschafft, es sind der Zeit, die wir uns vorgenommen haben, das Ganze profitabel

[00:57:12] auszusteuern, deswegen sind wir dann auch, man muss ja sagen, so 2022 war so das Thema, es war bei uns nur verhalten, aber wir hatten es schon auch, da war ja das Thema überall sind die Lager voll. Also man hat so viel eingekauft, einfach durch den E-Commerce Boom, Lager ist voll. Das Thema hatten wir auch, nicht ganz so schlimm, aber dann haben wir einfach gesagt, okay, was stoppen wir, weil da auch, wir müssen uns fokussieren. Also es war einfach so ein wichtiger Wendepunkt auch. Wir haben dann Frankreich und Italien eingestellt, was wirklich eine harte Entscheidung war, muss ich sagen.

[00:57:42] Ich war auf, wir haben Launch-Events gemacht mit ganz tollen Creatoren, wo ich selbst in Mailand war, wo wir die Marke da vorgestellt haben. Wow, dachte ich, wie geil ist das denn? Also es hat mich auch so happy gemacht, weil ich genau dieses Hey, bringst du Loa-Feeling in die Welt, habe ich damals gesehen. Schwere Entscheidung, das zu stoppen. Wie war der Moment, diese E-Mail zu schreiben, zu sagen, wir sind jetzt weg? Das war schon, das war schon scheiße, muss ich ja echt sagen, weil ich habe da was gesehen. Wir hatten auch damals so 20, wir haben Chiara Ferani gebucht,

[00:58:11] die erste Influencerin, die war ein Bouldermove, also wir haben da echt siebenstellig investiert. Eine Person? Ja. Chiara Ferani, die hat jetzt Wer ist das? Ja, ich will vielleicht für die Audience, ja, die ist die erste Influencerin, also sie hat das ganze Influencerin, sie hat über 20 Millionen Follower, halt worldwide. Also sie ist die bekannteste Influencerin in Europa, würde ich sagen, immer noch und mit der größten Reichweite. Wenn man jetzt nur davon ausgeht,

[00:58:41] ihr Business ist, Influencer sein, also Creator sein, ohne dass sie jetzt Musikerin ist oder sonstiges. Genau, sie ist eben aus Italien, also sie ist Italienerin, das heißt, wir haben da schon richtig investiert, also wir haben da, es hat natürlich auch Strahleffekte auf Deutschland und auf Frankreich gehabt, aber wir sind da schon bold reingegangen und das, im Nachhinein muss ich sagen, einfach war cool, also war richtig cool, umso härter war es natürlich dann zu sagen, okay, wir stoppen es, aber ich glaube, es war damals

[00:59:11] richtig, dass wir uns wieder fokussiert haben, dass wir da auch einfach effizient in unserem Kernmarkt und im Dachmarkt vorangeschritten sind, das war absolut richtig, gleichzeitig hat es wehgetan, ja. Und wir werden da jetzt auch nächstes Jahr wieder Anläufe starten, ich glaube, da auch wieder, wir hatten immer das Thema AI und Community, wir wissen, wie wir uns als Marke, glaube ich, da, was wir im echten und physischen Leben tun müssen, um eine Marke aufzubauen, und gleichzeitig kann man jetzt

[00:59:40] so viel spannender und effizienter auch neue Märkte starten. Damals, wir hatten ja, mussten ja alles noch übersetzen und mit Übersetzungsagenturen arbeiten, so viele Themen, die man jetzt ja viel leichter lösen kann, deswegen, ja, nochmal zu deiner Frage, nicht ganz bottleneck, wir müssen schauen, dass wir die Strukturen dahinter schaffen, dass wir das erreichen können, aber große Challenge, weil um unser Bihek zu erreichen, brauchen wir weitere Märkte. Was macht ihr da jetzt anders mit dem Wissen, was ihr heute habt? AI ist ein Thema der Zeit, mega,

[01:00:10] dass es diese Chancen jetzt gibt und gleichzeitig so diesen Taste, dieses Gefühl, die französische Kundin, die britische Kundin zu verstehen, so ist wahrscheinlich schwieriger aus der deutschen Perspektive. Was mit den Learnings, die ihr gemacht habt, was gebt ihr anderen Foundern mit, die zum ersten Mal internationalisieren wollen, wo ihr sagt, guck mal, das würden wir heute anders machen? Also ich glaube, mit unseren Learnings, die wir jetzt auch, also als, ich sag mal, etablierte Marke im deutschsprachigen Raum, gehen wir eher mit einem Omnichannel-Ansatz rein, das heißt, Plattform ist für uns

[01:00:39] ein wichtiges Thema. Was heißt das? Amazon, hier ist es bei uns auch ein About You oder Zalando beispielsweise, die für uns gut funktionieren. Das andere ist aber auch, dass die Stores für uns sehr gut funktionieren und eben schnell profitabel sind und ich glaube, in der Kombination dann mit dem Performance-Ansatz, Performance-Marketing und den Creatoren, also das ist so das Setup, was wir jetzt starten würden, aber auch schon als etabliertere Marke mit einem gewissen

[01:01:09] Budget-Topf würden wir so in den Markt reingehen. Was sollt ihr denn machen, wenn ihr Cash-Constraint wärt, wenn ihr jetzt nicht die Ressourcen hättet, die ihr habt, wenn jetzt jemand sagt, ja, ich würde gerne nach Italien, aber ich habe 100.000, die ich ausgeben kann, würde ich sagen, lass es sein oder gibt es Sachen, die man mit wenig Budget sinnvoll machen kann? Es gibt immer, also meiner Meinung nach, so sind wir ja gewachsen, also Gott, ich habe aus einer Mücke einen Elefanten gemacht, ich hatte ja kein Budget, also ich musste ja alles nutzen, was ich hatte. Ich glaube, Product-Market-Fit ist so wichtig wie noch nie,

[01:01:39] weil einfach die, das Angebot so groß ist wie noch nie, egal in welchem Bereich, ob Supplements, ob Fashion oder Schmuck, ist egal, das Angebot ist sehr breit und ich glaube, je differenzierter für deine Zielgruppe spezifisch dein Produkt ist, desto einfacher hast du es in der Vermarktung dann auch. Deswegen, ich würde immer schauen, ist das Produkt ready und wenn das Produkt da ist, dann würde ich auch sagen, setz diese 100.000 Euro, die du jetzt als Beispiel

[01:02:08] genannt hast, ein, um, ich würde auf jeden Fall schauen, dass man organisch in diese Zielgruppen und Communities reinkommt, also auch wirklich, das Wichtigste ist, und das vergesst man manchmal da auch zu sagen an der Stelle, dass man auch verkaufen will als Person, also ist man vom Typ her jemand, der verkaufen will und das war Alisa von Tag 1, die ist in die Boutiquen reingelaufen und hat dieses Mindset mitgebracht, ich will die Ware verkaufen und ich lerne immer wieder Gründer kennen, wo ich schon direkt spüre, boah, ich glaube,

[01:02:39] dieser, das ist ein, ein Puzzleteil, das dir vielleicht fehlt und das ist ein sehr wichtiges Puzzleteil, dieses Verkaufen wollen, ich will diese Ware an den Mann oder an die Frau bringen und ja, ich glaube, mit dem Mindset im Gepäck dann in die Communities reinzugehen und auch mal organisch versuchen, hey, was sagen die zu dem Produkt, wie finden die das und direktes Feedback einzuholen und dann eventuell auch mit einer, mit einem neuen Produkt, was man upgedatet hat, auf das Feedback der Community zu sagen, hey, okay,

[01:03:09] ich bin jetzt ready und jetzt verkaufe ich das auch wirklich mal, also auch vielleicht mal physisch da sein und vielleicht auch mal einen Pop-Up-Store aufmachen und einfach mal das Ding, die Sachen verkaufen und daraus dann wiederum Content generieren, den man über seinen eigenen Online-Channel, Social-Media-Channel bespielen kann und ja, Präsenz zeigen und dann im nächsten Schritt folgt dann Performance-Marketing und die anderen Channels. Aber ich finde dieses im ersten Schritt zu sagen, ich will verkaufen und ich kann verkaufen,

[01:03:38] ich will das Produkt verkaufen, ich bin davon überzeugt, es wird oft unterschätzt. Elisa, wie werde ich ein besserer Verkäufer oder eine bessere Verkäuferin? Was ist die drei Minuten Masterclass? Ne, was ich gemerkt habe, auch jetzt rund um das Zehnjährige, ich werde immer gefragt, okay, macht es denen noch Spaß oder was weiß ich. Man ist der beste oder die beste Verkäuferin, wenn es von Herzen kommt, wenn man 100% dahinter steht, wenn man sagt, hey, das ist ein geiles Produkt und wir haben ja auch den wasserfesten Edelstahl-Schmuck

[01:04:08] in Deutschland platziert und ich fand es einfach so geil, diesen USP und mit der Story dahinter und deswegen, wenn man mich von 4PureLay kennt, ich war sehr introvertiert, eher schüchtern, zurückhaltend, dass ich mir irgendwann einen Hörer gegriffen habe, jemanden angerufen habe, oh, das hat mich schon so gestresst, aber mit diesem, dass ich das selbst wusste, das ist jetzt so meine Chance, wie ich meine Story auch irgendwie die Welt tragen kann mit geilen Produkten, die was, ja, für Frauen einfach sehr,

[01:04:38] sehr, sehr wertvoll sind, und das ist das, was mich gespürtet hat. Also ich glaube, das heißt, es muss schon, entweder man kann einfach gut verkaufen, ich glaube, es gibt Menschen, die können alles super gut verkaufen, aber bei mir ist es so, wenn ich 100% dahinter stehe, dann kann ich es, richtig, und dann bin ich da auch die Beste darin und dann kann mir das auch niemand nehmen. Deswegen so und so, also du müsstest eigentlich was finden, wo du sagst, ey, das ist so geil, das macht so Spaß und dann läuft es von alleine. Das ist das Feuer. Ja. Was ist das Handwerk? Ja.

[01:05:07] Das Handwerk ist, sich trauen und rausgehen, wie ich es damals gemacht habe mit dem Fahrrad. Ich bin in die Boutiquen rein, habe gesagt, hey, ich habe da was Cooles für euch, 350 Euro Startup-Paket, könnt ihr euch hier an den Dresen stellen, kostet 11,90 im VK, ist ein Mitnahmeartikel und dann haben sie gesagt, oh cool, genau sowas habe ich gebraucht. Das heißt, ich habe halt auch gesehen, dass da Need für da war und schlussendlich ist das Handwerk, dass man sich aber auch traut, es zu tun und das ist eigentlich das, was Freddy auch sagt,

[01:05:38] wir lernen ja echt viele tolle Menschen kennen, die auch tolle Ideen haben, aber wirklich dann rauszugehen und zu sagen, ja, hast du es mal jemandem gezeigt? Bist du mal wo reingegangen? Hast du mal probiert, es da irgendwo zu platzieren? Ja, nee, es ist noch nicht perfekt. Nee, also das Perfekte kommt dann auch auf der Reise, aber dieses rauszugehen, zu fragen und sich zu trauen, mit Menschen zu sprechen, das ist das Handwerk. Das ist ein deutsches Mindset, gell? So dieses so perfektionistische, das Produkt muss erst super sein, mit tausend Gründen das nicht zu verkaufen. Verkaufen ist eh unangenehm,

[01:06:07] ist ja oft so assoziiert. Also ich glaube... Ich habe ja auch meine Story so ein bisschen verkauft. Also da kam mir immer, ja, was heißt denn Pure Lay? Was ist denn die Marke dahinter? Und ich hatte natürlich da immer schon direkt auch von mir einen emotionalen Ankerpunkt, den ich teilen konnte, wo ich Leute mit auf eine Reise nehmen konnte. Das heißt, ich könnte jetzt nie klassisch irgendwas... Ich brauche die Emotionalität dahinter und dann kann ich auch die beste Verkäuferin sein, um es mal so zu sagen.

[01:06:36] Das war so mein Handwerk dahinter. Ja. Ich finde auch der Weg mit dem E-Commerce, ich sage mal, sich hinter seinen... also an den Schreibtisch zu setzen und hinter seinem Rechner zu verstecken und über Performance Ads jetzt zu versuchen, sein Produkt zu verkaufen und das ist es jetzt und danach funktioniert es nicht, weil der Rohr ist es unter eins und ich kriege es einfach nicht. Und dein Netz-Fan, was zurückkommt für den Werbe-Euro? Dann hast du es noch nicht richtig probiert. Dann bist du halt den einfachen Weg gegangen. Das ist auch interessant. Ich sehe das oft bei Fauna, das ist ja auch so eine Art von Prokrastination.

[01:07:06] Das ist eine sehr schlaue Art von Prokrastination, aber zu sagen, ja, ich verkaufe an, weiß ich nicht, Software an Autohäuser oder so und dann fängt man erst mal an mit irgendwelchen Tools, irgendwelche komplizierten Listen aufzusetzen und E-Mails und eine Drip-Campaign und keine Ahnung. Dann ist man nach zwei Wochen da und sagt so, okay, was ist jetzt? Und andersrum diejenigen, die einfach den Telefonhörer in die Hand genommen haben, haben gesagt, komm, ich rufe jetzt halt mal 50 von denen an. Und 49 von denen werden sagen, hau ab und geh zum nächsten. Und das auszuhalten zum einen, aber dann auch mit dem einen, der sagt, ja, interessiert mich,

[01:07:35] den Termin zu machen und so weiter. Das sehe ich oft sind die erfolgreicheren Fauna, nicht die quasi so intellektuell sich da irgendwelche komischen Systeme aufbauen. Dazu verleitet AI ja auch ein Stück weit zu sagen, ich brauche da jetzt erstmal ein super Framework mit irgendwie N8N und ddd. Und der einfache Weg wäre zu sagen, nee, ich stecke aufs Fahrrad und fahre da halt hin. Ja, manchmal ist es sehr pragmatisch. Und du kriegst ehrliches Feedback zu deinem Produkt, zu deiner Dienstleistung. Was war das Härteste im Aufbau von QLA für euch beide?

[01:08:05] Ich meine, das Härteste, aber ich glaube, ein Kompromiss, sagen wir es mal so. Ich meine, wir sind Founder und aber auch Couple. Und der Dritte im Bund ist euer bester Freund. Genau. Und ich glaube jetzt, diese Dynamik auch zu dritt, dass die über zehn Jahre, ich sag mal so, bestehen bleibt, ohne dass wir uns verstritten haben oder böses Blut irgendwie vergossen ist und wir schlecht übereinander reden, finde ich schon mal, also bin ich mega stolz auf uns drei.

[01:08:34] Und dann ist aber auch natürlich noch die private Situation, dass wir halt auch noch ein Paar sind und man trägt halt oft auch das Business mit ins Private mit rein, ist natürlich eine Herausforderung, wo man dann in der Freizeit, wo andere halt ihren Urlaub machen oder ihre Flitterwochen und wir verkaufen halt einen Adventskalender. Ich habe einen Adventskalender auf Griechenland. Und ich glaube, das ist eine Herausforderung, aber das macht auch gleichzeitig Spaß, also weil man halt jemanden an seiner Seite hat,

[01:09:04] wo man immer wieder darüber, also man hat was, woran man gemeinsam wächst und gemeinsam arbeiten kann. Was in der Beziehung, die ihr da zu dritt habt, das waren da die Momente, die am krassesten waren, wo ihr dachtet, das kann jetzt irgendwie auch schief gehen oder da gibt es jetzt in einem alternativen Universum eine Abbiegung, wo das irgendwie vor die Hunde geht? Ich glaube, ein Punkt, der mir spontan einfällt, ist, was du vorhin angesprochen hast, Opportunities. Jeder von uns drei hat auf dem Weg jede Menge Opportunities vor die Nase gehalten bekommen, um, ich sage mal,

[01:09:33] als Ablenkung, wo man sagen könnte, okay, also das würde ich eigentlich auch noch gerne machen. Nur haben wir drei uns immer wieder gesagt, wir wollen uns auf die eine Sache committen und fokussieren und wir haben nie, also keiner von uns hat noch eine andere Company gerade auf der anderen Seite und werkelt noch irgendwann was anderes rum, sondern wir sind alle drei auf die eine Sache committed und ich glaube, das verbindet uns sehr, dass wir drei, ja,

[01:10:01] da einfach Disziplin bewahren und immer an Pure Lay zusammenarbeiten. Ja, und da aber standhaft zu bleiben und sich nicht verlocken zu lassen von vermeintlichen finanziellen Chancen, ja, es ist schon auch manchmal tough. Was sagst du? Lisa, Freddy, hör mal weg, aber was ist dann dieser Ehemann-slash-Co-Founder Beziehung das Schwierigste? Was ist nerviger, dass dein Ehemann in deine Firma abhängt oder dein Co-Founder

[01:10:31] bei dir in der Küche? Oh man. Wo bin ich besser? Das ist schwierig. Also erstmal, ich kenne es ja auch nicht anders. Manchmal ist halt schon, also ich habe dich ja vorhin schon so als unser Orakel auch betitelt, ne, und ich würde sagen, ich bin, ich habe da auch in vielen Dingen einen guten Riecher oder ein gutes Bauchgefühl, aber du bist halt, du siehst Dinge,

[01:10:59] bevor sie halt wirklich auch mal herausfordernd oder scheiße sind, kann man ganz ehrlich so sagen. und das halt manchmal im Privaten auch so auszuhalten, dass du halt sagst, ey, da läuft gerade richtig was in die falsche Richtung, weil bei mir kannst du es ja halt nochmal anders, ehrlicher, ungefilterer platzieren. Ich glaube, das ist aber schon auch das, was mich halt dann die letzten Jahre auch auch sehr entwickeln hat lassen, ne, aber es war auch schon

[01:11:29] häufiger einfach auch ein Stressthema bei uns, weil die unangenehmen Dinge, die passieren dann auch häufiger nicht im Alltag, im Businessalter, da hat man seine Termine, läuft alles irgendwie geregelt ab, aber die Gespräche, die halt häufiger dann auch mal zu Hause noch abends stattfinden, wo man vielleicht auch sehr erschöpft sind, das ist halt schon das, was manchmal auch anstrengend werden kann, aber durch die Kinder, also wir sind ja seit sechs Jahren auch älter, ist da auch nochmal eine ganz andere Dynamik reingekommen, weil wir uns dann

[01:11:59] aktiv Zeit für die Kids nehmen als Familie und das hat uns, glaube ich, auch eine gute Balance gegeben. Trotzdem, ich habe das jetzt vielleicht ein bisschen so negativ dargestellt, wollte ich aber gar nicht, geht eher darum, dass es halt uns beiden häufiger nochmal mehr abverlangt, glaube ich, als anderen, die vielleicht zu Hause ein Familien-Setup haben, was sie erstmal ablenkt. Wir sind da ja schon dann auch stark drin und manchmal denke ich so, Freddy, komm, ich will es jetzt gerade gar nicht hören und gleichzeitig weiß ich immer, scheiße, er hat immer recht. Habt ihr da so Regeln

[01:12:29] für euch definiert oder gibt es da irgendwie so businessfreie Zeit oder sowas? Ich denke mir, ich habe auch zwei Kids und abends, also wir sind ja alle brain dead, vor allem wenn die Kinder klein sind, du bist ja völlig durch den Fleischwolf gedreht abends und wenn ich dann denke, fuck, jetzt müsste ich mit meiner Partnerin noch die P&L durchgehen oder die Retention oder so, also da gebe ich mir Kugel. Habt ihr denn für euch irgendwas definiert, um das zu handeln? Haben wir was definiert? Also das hat sich so etabliert, dass wir nach der Arbeit auch full focus

[01:12:59] Zeit für die Kids haben und das jeden Tag. Klar hat man in den Anfangsjahren, haben wir am Wochenende, also am Samstag hatten wir nicht, am Samstag saßen wir auch teilweise im Office und haben noch alles, was man auch an einem anderen Wochentag gemacht hat, haben wir auch am Samstag gemacht und teilweise auch an einem Sonntag. Das ist auch die Wahrheit am Gründen, dass man halt keine Fünf-Tage-Woche so hat. Das hat sich jetzt so mehr und mehr

[01:13:28] etabliert, dass wir an den Wochenenden halt auch mehr Zeit mit den Kids verbringen und dann, ja, die Arbeit kommt, würde ich sagen, danach, also wenn wir dann noch Zeit haben, was zu machen. Wann hat sich das gedreht? Oh, bei mir hat es lang gedauert, muss ich sagen, also es war nicht von Tag eins so. Für mich war das, ich würde sagen, da unser Älterer drei Jahre alt wurde, dann hat es bei mir irgendwann auch so Klick gemacht und Etienne und Alisa, die waren da schon viel schneller drin in diesem Modus. Ich habe mich da so ein bisschen

[01:13:58] schwer getan in diesem, ich muss jetzt abschalten und für die Kinder da sein und ich war mit dem Kopf sehr lange immer noch bei der Arbeit. Was musste bei dir passieren oder was hat dir geholfen, diesen Switch zu machen? Mir geht das auch so. Ich kann den Schalter nicht so einfach drücken. Wenn ich irgendein Thema habe, das beschäftigt mich auch auf dem Spielplatz. Ich glaube, was ich geschafft habe, dass, also durch unsere Planung in der Woche, so, dass jeder seine verantwortlichen Zeiten auch weiß, also ich habe zum Beispiel,

[01:14:28] der Mittwoch ist jetzt Nachmittag, zum Beispiel meinen Tag, wo ich auch Donnerstag, Donnerstag, Mittwoch ist deiner. Gut, dass du dabei bist. Donnerstag ist mein Tag. Ich bin jetzt am Mittwoch alleine. Das ist so mein fester Tag, wo ich halt dann auch ab Nachmittags voll und ganz verantwortlich bin, also auch vom Kindergarten nach Polen und so weiter. Und da fahre ich dann auch im Auto und sage mir dann selber, okay, und jetzt legst du das mal gedanklich beiseite. Du machst dir diese räumliche Strecke natürlich, weil du fährst von A nach B

[01:14:58] und du hast aber auch mental, dass du sagst, okay, ich check jetzt aus, ich check jetzt aus. Genau, und ich kann nicht im Homeoffice so gut arbeiten, muss ich auch sagen. Das ist mein Problem, ich arbeite zu Hause. Ich kann das kaum trennen, wenn Kinder und Business in einem Haus sind, das ist für mich super schwer zu trennen. Das ist für mich eine Katastrophe, ja.

[01:15:31] das ist für mich. diese flickernde Lampe, du willst ja nicht sein, du willst ja nicht sein, für beide Themen, für Family und für Business. Aber mir fällt es total schwer. Ich hätte mich oft im Alltag, dass ich so flickering bin. ja, ja, aber das ist für, also für mich ist das das, was eigentlich an Stress auslöst. Also ich muss sagen, ich glaube, ich kann es mittlerweile schon deutlich besser, dass ich einfach so umswitchen kann und auch irgendwie, wie ich sagen kann, nee, du bist jetzt in dem Moment und du bist in dem Moment. Gleichzeitig weiß, egal in welchem Moment ich bin, will ich einfach immer das Gefühl haben, dass ich gerade mein Bestes gebe.

[01:16:01] Und da war das auch ein Prozess, aber ich kriege das immer mehr hin und gerade auch, weil die Kinder immer älter sind und du auch, ich habe den Moment, wo du eigentlich so Konversationen mit ihnen führen kannst und sowas ist auch ganz anders, als wenn du halt erst mal nur ein Baby irgendwie rumschiebst, wo du schneller mal verleitet wirst, noch irgendwie was nebenbei zu tun. Und ich will mir einfach sagen, weil mein Credo ist, weil ich stehe ja auch dafür, gerade als Frau, so Familie und Karriere auch zu verbinden. Und ich habe von Anfang gesagt,

[01:16:31] ich will niemals irgendwann das Gefühl haben, dass ich irgendwas verpasst habe, weil das ist so rückblickend, wenn man dann denkt, oh, habe ich da vielleicht zu wenig gegeben, habe ich zu wenig gemacht. Ich habe mir immer vorgestellt, wie es ist, wenn ich mal auf meine Enkelkinder vielleicht auch schaue und dann irgendwie so denke, habe ich da jetzt was aufzuholen und so. Nein, ich will zu jedem Zeitpunkt das Gefühl haben, dass ich die Zeit, die ich habe, super wertvoll mit meinen Kindern verbringe und dass ich trotz Pele, dass die niemals zu kurz kommen werden, weil das Gefühl will ich mir irgendwann nicht selbst geben müssen.

[01:17:00] Und seit ich das so vor Augen habe und mich sagen, bin ich viel confidenter geworden und kann auch viel besser abschalten. Und weil, ja, das ist schlussendlich mein Leben und die Kinder werden immer die erste Priorität haben, meine Familie. Und ich gebe mein Bestes und gleichzeitig habe ich immer auch da wieder eigentlich so ein hundertjähriges Bild vor Augen, dass wenn ich zurückschaue, will ich immer wissen, du hast es genau richtig so gemacht und da auch hinter jeder Entscheidung stehen. Das ist spannend bei euch, das hundertjährige Bild

[01:17:28] und das Big Harry Adish's Goal und quasi von, ihr reverse-ingeniert viel quasi. Also, sie. Du musst einfach gucken, dass du am Donnerstag die Kinder abholst. Ich habe das nicht so diesen lang, aber es ist inspirierend auch für mich, sagen wir es so. Ja, gehen wir zusammen. Genau. Was habt ihr durch euren Erfolg verloren? Also ich glaube, gerade so in der Anfangsphase,

[01:17:55] die ersten vier, fünf Jahre, da haben schon Freundschaften drunter gelitten, muss ich sagen. Also auch die, ja, zeitlich einfach. Ich habe viel weniger Zeit in Freunde, Freundschaften investiert als in das eigene Business. Und es war aber notwendig, wenn man es so sehen will, um Pure Lay dahin zu bringen, wo es heute ist. Also das ist halt immer ein Trade-off.

[01:18:27] Aber das würde ich schon sagen. Also das wurde mir auch zurückgespiegelt, auch aus Freundschaften und wirklich guten Freundschaften, dass da zu wenig Zeit investiert wurde. Und der Freundeskreis hat sich auch deutlich verkleinert. Also wo man wirklich sagt, auf die liegt man wirklich den Fokus. Die engen Freundschaften, das hat schon auch stattgefunden. Und natürlich so das Wochenendprogramm und Party machen und dies und das.

[01:18:56] Ja, da muss ich sagen, das war dann auch mit der Gründung und den ersten Jahren, dann hat man sowas hinten angestellt, wo andere dann irgendwie feiern waren. Das, ja. Aber ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass ich was verpasst habe dadurch. Also. Nee, bei mir auch nicht. Also das, was du gerade angesprochen hast, da kann ich sehr gut resonieren. Also wenn ich mir vorstelle, so im Nachhinein, so die ersten vier Jahre, ich bin so dankbar über meine guten Freunde,

[01:19:26] dass sie das mitgemacht haben. Weil ich glaube, ich habe nur über Piolei gesprochen. Ich glaube, über alles, was ich erzählt habe, war irgendwie nur über Piolei. Und jetzt ist es so, ich merke schon so richtig, wenn ich jetzt mich mit Freunden treffe und das Thema kommt irgendwie auf, ich will gar nicht, dass das so viel Raum einnimmt. Weil ich glaube, ich habe da am Anfang so viel drüber gesprochen, weil auch begeistert. Das war ja auch mein ganzer Lebensinhalt, den ich damals irgendwie hatte. Und da bin ich im Nachhinein so dankbar, dass da viele dabei geblieben sind und das auch irgendwie mitgemacht haben. Gleichzeitig merke ich jetzt so, wenn man so im Privaten ist, ich will gar nicht mehr,

[01:19:56] dass das so viel Raum einnimmt, gerade unter Front. Ich weiß nicht, ob man das da irgendwie nachwürzen kann. Interessant. Was war da das für dich bei dir? Also irgendwann habe ich einfach mal gedacht, okay, du redest nur noch darüber. Das kann doch nicht sein. Also du bist ja auch noch, Alisa irgendwie, nicht nur Alisa, Co-Fanarin von Pirey. Was hast du denn noch, deinen Freunden auch irgendwie zu geben? Anstatt nur, dass du darüber sprichst. Ich glaube, ich weiß gar nicht, wann das so kam, aber ich glaube tatsächlich auch so,

[01:20:25] muss auch so rum Geburt vom ersten Kind sein, wo ich einfach gemerkt habe, okay, jetzt bin ich auch noch Mutter. Jetzt habe ich auch, und Freundinnen von mir, die waren auch schon Mutter. Jetzt gibt es auch vielleicht noch mal andere Themen, wo ich wieder mit an den Tisch bringen kann und wo ich vielleicht auch irgendwie Mehrwert als Freundin geben kann. Ich glaube, darum um die Geburten, da hat sich schon viel auch noch mal getan, weil man sich da auch einfach mal stark weiterentwickelt. Was würdest du heute sagen? Wer bist du ohne dein Unternehmen? Das war eine Frage, die ich Lena von Bears with Benefits gestellt hatte,

[01:20:54] weil sie selber darüber einen LinkedIn-Post geschrieben hatte. Und das hat vielen Leuten sehr resoniert, diese Frage. Wer bist du ohne deine Firma? Also, ich bin Alisa. Ich habe zwei Kinder. Freddy ist mein Mann. Ich verreise super gerne. Bei mir steckt ja auch viel von meiner eigenen Story, auch in Purely mit Hawaii. Hawaii ist immer noch der Ort, wo ich sage, ich tante da so viel Energie und er inspiriert mich total. Ich bin total gerne auf Inseln unterwegs.

[01:21:23] Ich bin super gerne in der Natur. Ich habe ein eigenes Gemüsebeet. Und hätte ich mich noch mehr Zeit, würde ich mich viel mehr mit noch gesunder Ernährung selbst anbauen und da weiterentwickeln, beschäftigen. Ich liebe es wirklich, Mutter zu sein und da auch die Höhen und Tiefen mitzuerleben. Und ja, also ich merke immer mehr und das ist auch so die letzten Jahre gekommen, wir schaffen es, dass wir noch neben uns,

[01:21:52] also ich bin nicht nur mit Purely gekoppelt, sondern mich gibt es auch als Mensch losgelöst von Purely. Aber das ist auch eine Erkenntnis. Ja, muss man auch, genau. Wirklich. Das ist am Anfang nicht möglich gewesen. Es war nicht da, es gab nur mich so und das beruhigt mich aber auch irgendwo. Ja, also ich glaube, was man von mir bekommt, ist Loyalität.

[01:22:22] Ich würde sagen, ich bin sehr kreativ. Ich liebe es zu malen. Ich male sehr gerne in meiner Freizeit. Ich mache super gerne Sport. Also Sport ist ein unglaublich wichtiger Teil in meinem Leben. Ich habe damals Etienne beim Basketball kennengelernt. Also wir sind beide Leistungssport gewesen und heute läuft Etienne Ironman und ist immer noch... Ach du liebe Zinsen, auf Hawaii. Ja, das ist so das Ziel. Unser Ziel, sag ich schon so. Genau.

[01:22:51] Ihr feuert an, ich würde mal anfeuern. Ist mir alles zu verrückt. Genau, also Sport ist auch ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ich habe vorhin gesagt, Paddeln, das macht mir unheimlich viel Spaß, aber auch allgemein fit zu sein, brauche ich, um auch wirklich so meine Energie auch anderen geben zu können, um vital fit zu sein in der Birne. und sonst... Ja, ich liebe es, in Visionen zu denken. Ich würde sagen, ich bin sehr visionär.

[01:23:21] Ich kann... Und würde sagen, gleichzeitig macht mir das sogar viel Spaß, vielleicht sogar mehr Spaß, über Visionen anderer nachzudenken als über die eigene. Also wenn es darum geht, zu brainstormen oder mit Freunden am Tisch zu sitzen und die haben eine Idee, dann könnte ich mich da drin verlieren und es fällt mir sehr leicht, auch da, was Alisa vorhin gesagt hatte, Orakel und so ein bisschen. Ich kann Dinge hervorsehen. Nein, also ich glaube, ich kann ganz gut

[01:23:52] die Zusammenhänge sehen oder ja, Zusammenhänge auch bilden und mir macht das unheimlich viel Spaß, das für andere auch zu machen und dann eben Tipps auch zu geben. Kommen viele Founder zu euch und fragen, hey, wie würdet ihr es machen? Nehmen wir mal wieder. Also ich glaube auch, ein enger, reger Austausch ist zwischen uns und Johannes Kliesch von Snox zum Beispiel. Ja, sag mal, was geht da eigentlich in Mannheim ab? Guck mal hier, ich habe ein Foto von euch angesehen. Ihr wart gerade hier bei der

[01:24:22] Geburtstagsparty von Snox. B und Flo sind auch drauf. Genau. Von B-Drop. Schöne Grüße soll ich euch ausrichten. Oh ja, vielen Dank. Vielen Dank, ja. Also reger Austausch in der Mannheimer D2C und E-Commerce Community, oder wie? Genau, ja, das glaube ich auch. Also das ist, muss man sagen, in Mannheim, da ist E-Commerce wirklich großgeschrieben. Was ist eure Theorie? Warum ist da irgendwas im Trinkwasser oder in der Luft oder was ist da? Ich glaube einerseits, Mannheim, da ist die Uni,

[01:24:52] da sind viele smarte Leute auch unterwegs, dass das eine und auf der anderen Seite ist, Mannheim ist jetzt nicht der schönste Fleck Deutschlands. Das muss man auch sagen. Es ist ein Industriestaat, da ist es sehr rough, da ist, ja, und wir haben so ein bisschen die Vermutung, dass es in der Kombination, da sind wirklich ambitionierte junge Menschen, die was erreichen wollen mit dem Blick aber, ey, ich muss auch was erreichen, um so ein bisschen hier die schönere Seite

[01:25:22] des Lebens zu entdecken, ist so die Kombination, dieses Erfolgsrechnen rauszukommen. Ja, so ein bisschen, ich wollte es in so einem aber auch so. das haben wir immer gesagt, dass nicht so viel Ablenkung da ist, weil es gab nicht so viel Partymöglichkeit, es gab nicht so viel Netzwerkevents und ich würde jetzt mal sagen, wenn du vielleicht in Berlin oder München irgendwo eher bist, du kannst ja immer rausgehen, da ist ja immer was zu erleben, in Mannheim ist nichts, also da hat man lieber Samstag und Sonntag auch wenig, aber hat wirklich einfach nur stur seinen Fokus da verfolgt und man hatte gar nicht

[01:25:52] so viel Ablenkung. Genau. Das war meine Vermutung, die man auch aufgestellt hat. Wieso der E-Kunst? Weil da können doch alle sagen, okay, dann bringe ich jetzt eine App raus oder ich baue Waschstraßen oder ich kaufe mittelständische Unternehmen oder was auch immer. Wieso sind die alle, wieso baut ihr alle Produkte? Gute Frage. Also ich glaube jetzt auch Johannes mit Snogs und wir mit Purely, wir haben zur selben Zeit gegründet, wir saßen damals zusammen im Café, wir haben uns damals schon ausgetauscht und haben viel Wissen geteilt. Ich glaube schon,

[01:26:22] dass das, also ich nehme an, dass das auch ein sehr oft ist. dass es einen so ein Vorbild gibt? Ihr seid in dem Fall auch ein Vorbild. Danach sind sehr viele andere, die jetzt auch sehr erfolgreich sind, sind aus Mannheim und ich weiß nicht, ob das was mit uns zu tun hat, aber ich glaube, wie du sagst, einer macht vielleicht so ein bisschen den Schritt nach vorne und dann folgen vielleicht auch andere und sind davon inspiriert. Ja, dann hast du Leute, die da im Marketing arbeiten, vielleicht gehen die da irgendwann raus und sagen, hey, ich mache meine eigene Firma, weil ich habe mal von innen gesehen, wie sowas aussehen kann. Genau, und auch vorzuzeigen,

[01:26:51] dass es funktionieren kann, also dass es auch finanziell funktionieren kann, was ich vorhin gesagt habe, also so ein bisschen dieser Traum von sich selbstständig machen und mit smarten Leuten da um sich rum und dann aber auch zu sagen, okay, wir machen das jetzt groß, das ist in Mannheim schon sehr omnipräsent. Auf dem Foto, dem ihr ihre Firmen verkauft an Private Equities, teilweise ganz, teilweise in der Mehrheit, ihr nicht, ihr seid immer noch zu dritt, komplette Eigentümer. Warum? Warum? Ja,

[01:27:22] also das ist auch immer eine Reise gewesen, also auch gerade da, was waren denn die ganzen Deals, so 2020, 2021? Viel Geld, Covid-Hype. Ja, und natürlich saßen wir zu dritt auch da und haben überlegt, ist das so der Weg für uns und wir waren immer mal so, haben wir gedacht, okay, machen wir den Schritt und dann haben wir gedacht, ach, eigentlich, komm, wir sitzen hier zu dritt hier am Tisch zusammen, wir können jede Entscheidung ad hoc selbst treffen,

[01:27:50] wir sind komplett unabhängig, wieso? Also was ist der Wert dahinter? Und solche Gespräche gab es schon einige, weil natürlich kommst du immer in Situationen, wo du vielleicht auch mal Gespräche angeboten bekommst, wo man Personen, inspirierende Personen um sich rum hat, die den Weg gegangen sind, die auch happy damit sind und es war immer, am Ende des Tages waren wir immer zu dritt am Tisch gesessen, haben uns angeschaut und haben gesagt, machen wir das jetzt. Weil für uns

[01:28:19] war doch immer so ein bisschen dadurch, dass Freddy hat es vorhin betont, zehn Jahre, wir schaffen es wirklich mit der Connection unter uns drei, das Ganze weiter mit Spaß zum Wachsen zu bringen. und dieser Wert, der dahinter steckt, der ist für uns drei sehr, sehr, sehr groß. Also wirklich unglaublich groß. Es gab einfach immer Bedenken, okay, wenn wir den Schritt mal gehen würden, öffnen wir irgendwie

[01:28:48] so die Büchse der Pandora, also ist da irgendwas dann da, Personen, die mit uns hier am Tisch sitzen, die uns das alles kaputt machen konnten. Also das war wirklich häufiger auch unser Gedanke, also wirklich einfach enormen Respekt auch davor, wo wir einfach in den zehn Jahren sämtlichen Situationen immer gesagt haben, nein, das ist für Pelé aktuell nicht der richtige Weg. Und wie das in der Zukunft, wie sich diese 100 Jahre beschreiben, was da vielleicht auf uns zukommt, was wir vielleicht auch mal an Themen da auch annehmen mit Partnern,

[01:29:18] die uns vielleicht in der Internationalisierung supporten oder was da alles kommen kann. Ich glaube, da ist nie was ausgeschlossen, aber bislang saßen wir immer zu dritt am Tisch und haben gesagt, können wir uns gerade zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen. Man muss dazu auch sagen, wir sind, ich bin mit 29 Papa geworden zum ersten Mal und ich glaube, dadurch verändert sich auch so ein bisschen die Sichtweise, weil man halt sagt,

[01:29:46] ich will genug Zeit haben für die Kinder, was wir vorhin auch darüber hatten und ich will jetzt nicht noch mehr Kopfschmerzen haben auf der Arbeit, ich will das in Balance halten und das war schon immer so ein bisschen unser Gedanke davon, wir haben es ja nie in der Praxis wirklich ausprobiert, dass wir gesagt haben, das soll so bleiben, wie es ist, dass wir es uns selbst die Freiheit haben, zu sagen, jetzt mache ich gerade, muss ich mehr auf der Arbeit geben, es ist aber auch okay, wenn ich jetzt mehr Fokus auf die Kinder setze

[01:30:16] und dass wir diesen Freiraum noch haben und ja, eine andere Sache ist, glaube ich noch, die dazugekommen ist, ich glaube, du hast auch schon das eine oder andere Mal im Podcast als Thema gehabt, dass man jetzt auch mit 30, man wird vielleicht auch ein bisschen weiser, dass am Ende, hoffe ich auch jedes Jahr bei mir, I don't know, ob es so ist, was man ja immer wieder mitbekommt, also es prallt ja auch an uns nicht ab, was andere Gründer berichten,

[01:30:45] wenn sie einen Exit gemacht haben, was danach passiert und ich glaube, auch in dem Podcast mit Anka Kraut war das ja auch Thema, die jetzt ja wieder zurückgekommen sind in ihr Unternehmen, wo man ja schon merkt, okay, wir brauchen irgendwie diese Challenge, diese Aufgabe, an etwas zu arbeiten und wenn, solange die noch Spaß macht, solange die unseren, ich sag mal, unseren Lebensstil, unsere Lebensträume, die man so hat, auch noch finanzieren kann, also,

[01:31:14] wieso soll ich dann das Risiko eingehen, dass jemand anderes dazukommt und das so ein bisschen darin rebelliert und ich glaube, mit dem Wissen und den Erfahrungen so ist das gerade der Stand, warum wir das nicht gemacht haben. Ja, ich glaube, das ist ja wirklich eine Frage, über die sich viele nicht intensiv genug Gedanken machen, mich einschlossen. Ich habe meine Firma verkauft und dachte mir, das ist das Endgoal, so und dann habe ich da irgendwie Geld und kann machen, was ich will und, aber die Frage ist ja nie, was mache ich denn dann? Ja. Das ist so ein bisschen wie dieser Cartoon

[01:31:44] von dem Hund, der das Postauto verfolgt, gell? Der macht sich auch keine Gedanken, was macht er denn, wenn er das kriegt? Ja, ja. Und jetzt spreche ich hier mit vielen Faunern, die das gemacht haben, gesagt haben, boah, da war erstmal Lehre, da war erstmal irgendwie Vorstufe von Depression und so weiter, ich wusste nicht und so und deswegen kann man auch sagen, ja gut, wenn ich das Ding habe, was mir total Spaß macht und was mein Leben auch noch unterstützt und ich die Firma habe, die ich so shapen kann, wie sie meinen Lifestyle supportet, wieso soll ich das denn aufgeben? Und klar, du hast im Zweifel eine große Summe auf dem Konto,

[01:32:13] aber was machst du dann damit? Das ist ja auch nicht so, du kaufst ja auch nicht keine zehn Häuser und hast du auch wieder Trouble. Ja, ich glaube, man muss sich bewusst sein, was ist so der eigene Purpose, den man auch verfolgen möchte? Was ist so das, was mich jeden Tag antreibt? Und ich habe es auch im Zehnjährigen in meiner Rede ganz offen gesagt, wäre es so, dass ich keinen Spaß mehr hätte bei Puley und wäre es so, dass ich da keine Ambitionen, Motivationen mehr reinbringen kann, dann müsste ich Puley auch verlassen und dann wäre das vielleicht auch ein Case, aber solange ich das habe,

[01:32:43] weiß ich, dass ich aktuell nichts anderes finden würde, was mich so antreibt und so glücklich macht, wie auch daran zu arbeiten. Voll. Und siehe, die Ankerkraut-Geschichte, die ihr erwähnt habt, die haben das Unternehmen jetzt zurückgekauft, die saßen ja genau hier und... Mich hat das so gecatcht, weil ich dachte, ich kann mir halt auch ein Leben ohne Puley auch nicht mehr vorstellen. Also ich weiß, dass ich da immer irgendwie ein Teil von sein möchte, wie auch immer, wie das aussieht, wenn ich dann mal 50 oder 60 bin, I don't know. Aber es wird immer ein wichtiger Teil von meinem Leben sein.

[01:33:14] Ich hatte so ein ganz prägendes Gespräch mit einem Freund von mir, der auch verkauft hatte damals und der hatte einen großen Exit und für ihn war das so, also diese, das, was er beschrieben hat, wie es sich für ihn danach angefühlt hat und erst mal ist es Montag morgens, du hast keine Termine mehr im Kalender, aber es hat auch keiner Zeit, weil alle arbeiten. Die erste Woche ist es cool. Ja, alle sind arbeiten, du willst irgendwie was machen, schreibst,

[01:33:43] aber keiner hat irgendwie Zeit für dich und du bist so auf dich alleine gestellt. Also ich stelle mir das auch sehr schwierig vor und irgendwie merke ich so, dass Puley mir auch eine gewisse Struktur und Halt in meinem Leben gibt. Ja, es ist auch eine gewisse Sicherheit so für mich persönlich. Und auch da wieder, die hundertjährige Firma ist wahrscheinlich noch irgendwie kontrolliert durch euch. Du kannst vielleicht irgendeine Partner geben oder wie auch immer, aber man denkt so, okay, andersrum, die Chance, dass es nicht 100 Jahre alt wird,

[01:34:14] so, dass es irgendwie kaputt geht auf dem Weg, ist wahrscheinlich höher, wenn anderes gegen die Wand fahren, als ihr dies aufgebaut habt. Hast du es mal geteilt, wie es für dich war nach deinem Exit? Also erst mal, schön und schwierig. Bei mir war das eine graduelle Phase, über ein paar Jahre so. Ich hatte erst einen Teil verkauft, hatte dann finanziell eine gewisse Unabhängigkeit und dann bin ich operativ ausgestiegen und das war auf jeden Fall das Härtere. Also quasi einen Teil der Anteile zu verkaufen und in der Firma drin zu bleiben, auch CEO zu sein, das war super. Ich hätte dann mehr Ressourcen, das war zwar Teil von einem Konzern,

[01:34:43] aber ich konnte im Grunde immer noch machen, was ich wollte. Die Position war super. Als ich operativ rausgegangen bin, wusste ich auch nicht so richtig, was ich mache. Ich habe mir erst mal eine Pause verordnet, quasi, das war ein Tipp, den ich auch von einem befreundeten Founder hatte, der sagte, ja, du kannst ja tausend Sachen machen, Beratungsprojekte, neue Firma gründen, aber so die Zeit, sich mal zu nehmen, hat ja auch einen Wert und dann habe ich quasi eine Jahrpause gemacht und mir eine Business-Sperre auferlegt, das war auch gut, aber die Zeit danach war dann irgendwie schwierig. Da habe ich ein paar Beteiligungen gemacht und man hält sich dann ja busy. Also man kriegt den Kalender

[01:35:12] mit irgendwas voll und hilft anderen Foundern, macht irgendein Angel-Investment, hostet vielleicht ein Event und so, zu haben, worauf ich mich konzentrieren kann. Was so das kleine Baby ist, die kleine Pflanze, im Gemüsegarten mein Beet, was ich so baue, was ich mit einem kleinen Rechen irgendwie pflege und das hat sich jetzt erst in den letzten ein, zwei Jahren wieder eingestellt, muss ich sagen. Also durch den Podcast und dadurch, dass wir auch quasi Investments jetzt verbinden mit dem Podcast, wenn ich eine Firma habe, die heißt jetzt Foundermode GmbH, aber auch das ist

[01:35:42] ein paar Monate alt erst und so, jetzt sage ich, okay, das ist jetzt mein Purpose. Ich will Unternehmertum promoten, das hat mein Leben positiv verändert, meine Freunde sind alle Unternehmer, so ich bin dadurch natürlich finanziell unabhängig geworden, aber auch persönlich extrem gewachsen, einfach extrem viel gelernt und ich glaube, Unternehmertum ist einfach so eine Kraft, die auf der individuellen Ebene ganz viel Wachstum bringt, aber auch natürlich auf der gesellschaftlichen, so weil, ihr habt da 170, 180 Arbeitsplätze geschaffen, so jetzt halt Steuern, also so, das ist ja auch eine positive Kraft Unternehmertum, deswegen würde ich das promoten, das ist mein Business. Ja, cool,

[01:36:11] das hat sich gut gemacht. Aber es hat jetzt auch eine Phase dann. Ja, es hat fünf, sechs Jahre gedauert, mich jetzt wieder aufzusetzen. Jetzt habe ich das Gefühl, ich bin jetzt wieder auf so Gleisen und habe da so meinen Weg und weiß, was ich machen muss, aber dazwischen war auch so ein bisschen Irrungen, Wirrungen und dann war Covid. Also so. Ich stelle mir das so vor, also weil ich vorhin gesagt habe, Sport ist ein wichtiger Teil von mir oder ja in meinem Leben. Basketball habe ich sehr ambitioniert gespielt bis 22 und habe das, das war mein Leben, also ich wollte, ich wollte Profi werden.

[01:36:41] In die NBA. Ja, so das habe ich mir immer als Jugendlicher gesagt und das war so meine Vision. Bist du in der NBA von Unternehmer. Und nachdem ich dann irgendwann realisiert habe, okay, du schaffst das nicht und du hast nicht die körperlichen Voraussetzungen etc. Und ich das gestoppt habe, bin ich auch erst mal in so ein Loch gefallen und für mich war es super schwer, obwohl Sport meine Identität war, wieder eine andere Sportart zu finden, wo ich sage, für die brenne ich genauso,

[01:37:10] wie ich damals für Basketball gebrannte. Und so stelle ich mir das auch mit dem Business vor. Du baust etwas auf, du opferst da deine Lebenszeit. Du hast alleine gegründet damals. Das ist ja nochmal, also du hast ja noch ganz andere Challenges, als wenn man einen Co-Founder hat. Und dann macht man da diesen Cut und du musst dir dann wieder was finden. Du musst dir wieder was finden, wo du diesen Purpose aufbringen kannst. Also das stelle ich mir auch sehr herausfordernd vor. Und dann findest du den vielleicht, dann im Zweifel bist du aber auch genau wieder da, wo du aufgehört hast. Also sagen, hey, ich habe Bock, das Aloha-Gefühl in die Welt zu tragen.

[01:37:41] Denkst du ja, kann ich jetzt schon. Ja, ja, genau. Jetzt habe ich ja deutlich mehr Ressourcen und also, wieso soll ich das jetzt wieder neu starten? Ja. Gibt es oft diese Storys? Erinnert ihr euch noch an Open Claw? Dieses AI-Framework, was Anfang des Jahres so viral gegangen ist? Der Typ hat auch so eine Geschichte. Der hatte davor eine Firma gemacht, so ein PDF-Framework. So ein Techie-Ding hat er verkauft. Hat er selber irgendwie 50, 100 Millionen mitgenommen oder so. Also war schon finanziell unabhängig und war dann, das beschreibt er in so einem Blogpost, Lost, ist durch die Welt gereist, hat Party gemacht, aber nichts hat ihn erfüllt, bis er angefangen hat,

[01:38:09] wieder so Indie-Hacker-Projekte umzusetzen und selber zu programmieren. Also wieder dahin zurückzugehen, was ihn am Anfang offensichtlich erfolgreich gemacht hat. Und diese Geschichten, die gibt es ja noch und nöcher. Ja, und ich merke das auch bei mir. Zum Beispiel, wenn wir im Urlaub sind, sind irgendwo am Strand, dann habe ich da gerade mal meinen Laptop nicht und habe nichts zu tun. Und dann fange ich auf einmal an, das zu machen, was ich am Anfang gemacht habe. Dann mache ich Content. Dann ziehe ich den Schmuck an, dann mache ich wieder Bilder von dem Schmuck. Also es geht immer irgendwie wieder zu dem zurück, was man irgendwie am Anfang gemacht hat. Und ja, solange sich das nicht ändert und man diese Ambition hat

[01:38:37] und es auch gut mit der Familie kombinieren kann, ja, fragt man sich halt, why? Ich habe so eine Zuschauerfrage für dich, Alisa. Von Freddy. Ja. Weil ich im Vorfeld gefragt hatte. War noch nicht klar, weil das hier hier sitzt. Er hat gefragt, fragt ihr, lese doch mal, was war die mutigste Entscheidung, die du im Business getroffen hast? Mutigste Entscheidung? Jetzt kannst du direkt beantworten. Genau, das wollte ich dich mal fragen. Ja, dann fände ich es auch nochmal spannend, was du sagen würdest. Auf jeden Fall. Die mutigste Entscheidung.

[01:39:10] Ich glaube, das, was ich vorhin, das habe ich jetzt vorhin schon angesprochen mit dieser, mit diesem Vertrag mit der italienischen Creatorin, Influencerin. Ich glaube, das war damals zu dem Zeitpunkt, da gab es, piole, gerade vier Jahre und wir haben da einen bolden Move hingelegt. Also das war schon so, da hat jeder in der Branche drüber gesprochen, da wurde ich überall drüber angesprochen und das war halt schon, ja, das war schon, da musste man schon sehr mutig sein. Also, weil das waren halt Summen, die waren halt

[01:39:41] outstanding. ich habe das euch dann gepitcht, ich habe gesagt, okay, Lisa, wenn du sagst, dass das jetzt der Move ist, dann do it. Aber ich habe nicht einmal dran, ich habe nicht einmal dran gezweifelt. Also, ich war da so on fire zu der Sache. Im Nachhinein denke ich so, okay, das war echt mutig. Also, das war wirklich mutig. Ich glaube, auch hier unser Hawaii House tatsächlich das zu machen, weil es ist so weit weg, da einen Mietvertrag abzuschließen, die Dinge, die da, das war auch toll.

[01:40:11] Ja. Tatsächlich. Ja, ein bisschen ins Risiko gegangen, aber ich wusste, da habe ich auch keinen Moment dran gezweifelt. Also, es waren schon immer Dinge, wo wir dann auch viel darauf angesprochen worden sind, wo ich sage, wo ich sehr, sehr mutig sein musste. Und am Anfang, was mir jetzt auch gerade noch mal im Kopf kam, das Gute war halt, ich habe damals als 24 mit Pellei gestartet, ich hatte nichts zu verlieren. Also, ich war Studentin gewesen, ich habe dann meinen Master noch angefangen,

[01:40:41] weil ich eigentlich nach Australien nochmals Auslandssemester wollte, aber das erste Jahr oder die ersten anderthalb Jahre habt ihr zwei noch euren anderen Shop vorangetrieben. Und ich war immer so, ja, Piole ist auch noch da und hallo und ja, vielleicht brauche ich da mal Support. Aber ich musste immer alleine voranschreiten und ich glaube, da in vielen Situationen auch sehr mutig sein, von wirklichen Hörern in die Hand nehmen, verkaufen, Dinge. Also, ich habe so das erste, die ersten anderthalb Jahre,

[01:41:10] wo ich wirklich dafür einstehen musste, auch um eure Aufmerksamkeit da irgendwo kämpfen musste, weil natürlich hat das erste Business von den beiden mehr Umsatze auch gemacht und war zu dem Zeitpunkt auch relevanter. Ich muss aber immer mutig sein und sagen, stopp, hier, hallo, da ist auch noch und könnt ihr das mal mitdenken und es hat mich auch sehr viel Überwindung gekostet. Dich da durchzusetzen, wenn es ein anderes Ding gibt, was auch relevant ist. Ja, genau, weil ich vom Typ her niemand bin, der gerne anderen Leuten so auf den Füßen steht. Aber ich wusste halt, ich habe da so dran geglaubt,

[01:41:39] dass ich mich wirklich überwunden habe, das zu tun. Wie hast du das gelernt? Ja, ich dachte, ich habe das einfach gespürt, dass da was Geiles draus werden kann. Ich habe ja auch das direkte Feedback von unseren Kundinnen gehabt. Ich bin jede Woche live gegangen. Ich habe immer den Austausch gesucht und den beiden dann aber wenig so auf den Füßen zu stehen, es hat mich wirklich, ja, es hat mich Überwindung gekostet. Aber ich habe gemerkt, dass was passiert und dann habe ich es gemacht. Was war der Moment bei dir, als du realisiert hast, oh shit, was die hier macht? Pure Lay, kann 10 mal so groß werden wie meine Handyhüllen?

[01:42:09] Ja. Ähm, Der Moment, würde ich sagen, der war auch mutig, muss man sagen, von Etienne und mir dann zu sagen, okay, wir cutten dieses E-Commerce-Business das erste. Also wir hatten, das hieß Mr. Straps, wir haben da Handy-Zubehör und Handy-Cases, wir haben die am Ende selber bedruckt, wir hatten da einen großen Drucker bestellt, haben da immer wieder die ganzen Handyhüllen bedruckt und dann zu sagen, okay, die Story, die Alisa mitbringt und das,

[01:42:38] also wir wollten im Prinzip auf dieser Welle mitreiten und haben dann gesagt, okay, wir cutten das andere Business und haben zum 31.12.2017 haben wir gesagt, okay, wir verkaufen die komplette Ware weg. Wir haben natürlich für den Apfel und ein Ei haben wir alles wegverkauft. Und am Ende noch den Drucker. Genau, und haben den Drucker auch noch verkauft und haben danach gesagt, okay, wir schließen da das Business und wir haben es nicht verkauft, wir hätten es verkaufen können, aber wir haben trotzdem gesagt, der Weg, jetzt das zu verkaufen

[01:43:07] und das war, wir waren bei einem Umsatz von 2 Millionen oder sowas, das jetzt zu verkaufen. Vielleicht 1,2 Millionen dafür kriegen können. Ja, und trotzdem haben wir gesagt, nee, wir schieben das zur Seite, weil das andere, da ist die, da ist die Opportunity, also da ist das, was viel mehr Strahlkraft hat nach außen, aber auch business-wise. So, und dann haben wir die Entscheidung getroffen, Ende Dezember 2017. Aber es scheint auch ein Thema bei euch zu sein oder eine Sache,

[01:43:37] die sich durchzieht, Kill Your Darlings, also dass ihr auch bereit seid, wieder einen Schritt zurück zu gehen und dann wieder 3 nach vorne zu machen, zu sagen, nee, wir machen Italien doch zu, nee, wir stellen Kosmetik ein, nee, mein Business, fahre ich runter und verramme ich den Drucker. Genau, also ich glaube, öfter Nein sagen, das ist eine Disziplin, die man in den Tag legen muss, um oben zu bleiben, also ja, nicht zu allem Ja zu sagen. Genau, unnötigste Entscheidung oder was war die Frage, die ich dir gestellt hatte? Ja,

[01:44:07] die mutigste Entscheidung. Die mutigste Entscheidung, genau. Ich würde sagen, es ist jetzt nicht nur meine persönliche mutige Entscheidung, aber eine, die Piolei getroffen hat, war von Tag 1, die Logistik selbst zu machen. Also wir haben heute noch, und das ist gegen alle anderen E-Commerceler, die da draußen sind, die immer Logistik outgesourced haben, haben wir das bei uns behalten. und das ist mit dem vorherigen Business entstanden und gewachsen

[01:44:36] und auf dem haben wir aufgebaut und haben das dann für Piolei optimiert, sodass wir heute ein Team da stehen, haben wir benchmarken das jedes Jahr, wieder die Preise, wieder Geschwindigkeit etc. Wir besser sind, als wenn wir es auslagern, günstiger sind, als wenn wir es auslagern und wir trotzdem in der Lage sind, ich sag mal, 8000 Sendungen am Tag da rauszuschicken in Peak-Zeiten. Und auch dadurch in der Lage seid, solche Geschichten wie so ein Modul-An-Adventskalender zu machen, weil ich stelle mir vor, wenn ihr da den Supplier anruft in einem Warehouse, was ausgesourced ist, und ihr sagt,

[01:45:05] ihr müsst jetzt irgendwas zusammenstecken, dann sagen die, oh, kann doch Sachen schief gehen wahrscheinlich. Ja. Und da muss man sagen, da hat das Team vor Ort im Lager ein wahnsinns Job, also ein System aufgebaut, was wirklich gut funktioniert für uns. Stichwort System. Das ist ein guter Loop, den wir nochmal schließen können, nämlich zurück zu Scaling Up. So haben wir vorhin drüber geredet, müssen wir auch nochmal angehen. Das Buch oder das Framework, wo sowas wie BHAG, Big Harry Audacious Goal, herkommt, geschrieben von einem Typen, der heißt Wern Hanisch, der hatte mal EO,

[01:45:34] die Entrepreneurs Organization, mitgegründet, Ende der 80er in den USA und ist im Grunde so ein Unternehmerberater, so ein Hilf quasi, Firmen eine Struktur reinzubringen. Was habt ihr von Scaling Up mitgenommen? Setzt ihr das noch aktiv ein? Ja, seit 2018. Seit 2018, ja. Also schon echt lange, nutzen wir die Methode für uns. Mit Markus, unserem Coach. Genau, mit Markus, unserem Coach zusammen. Und warum? Wir sind damals exponentiell gewachsen.

[01:46:03] Wir hatten in der Größenordnung keine Erfahrungen bis dahin und haben gesagt, wir müssen hier irgendwie ein System reinbringen. Wir müssen irgendwie in dem Wachstum, auch gerade in den People-Themen, viel besser werden. Was war der Moment, wo ihr realisiert habt, das geht jetzt nicht mehr? Du hast vorhin Kuddelmuddel gesagt, so ein geiles Wort, oder? Ja. Wir müssen jetzt ein System bauen. Der eine Moment, ich glaube, das war mehr dadurch, dass ich Gespräche nach außen auch geführt habe mit anderen Gründern

[01:46:32] und ich gemerkt habe, dass sie gerade mit KPIs, OKRs schon viel mehr arbeiten und viel mehr Erfahrung haben als wir. OKRs, Objectes zum Key Results, zum Zielsystem. Genau, und wir haben das noch gar nicht wirklich bei uns etabliert gehabt. Und dann habe ich einerseits geguckt, okay, kriegen wir das jetzt selber hin? Und dann bin ich auch über Kontakte wieder zur Scale-Up gekommen. Das war ganz lustig, wir waren damals, hatten wir unser Office in unserem Lager drin und wir waren halt mit unseren Birkenstockschuhen

[01:47:02] im Lager immer und wie halt so Gründer sind und dann kam Markus dazu im Anzug und Rollkoffer. Wirklich? Ja. Und wir haben erst gedacht, oh Gott, wie soll das denn passen? Und im Nachhinein muss man sagen, es war genau das fehlende Puzzleteil, was uns zu dem Zeitpunkt gefehlt hat, nämlich, ja, er ist sehr strukturiert, hat einen starken Blick auf die Zahlen gehabt und hat uns da sehr geholfen,

[01:47:31] da eine Kultur auch wirklich immer die richtigen Fragen stellen. Was sind die Systembausteine, wenn Purelay ein Lego-Set wäre, was sind die wichtigsten Teile? Ja, es geht ja People, Strategy, Execution, Cash, also das ist ja so das Scale-Up-Framework und dann gibt es halt für jedes Framework verschiedene Tools, die man nutzen kann. Zum Beispiel bei People, was wir von Anfang direkt eingeführt haben, ist, dass jeder im Team eine Scorecard hat. Also was sind wirklich die Job-Results und was sind die KPIs dahinter und das ist auch sowas, das fühlen wir seit acht Jahren so konsequent durch.

[01:48:01] Es wird niemals eine Rolle bei Purelay irgendwie ausgeschrieben, wenn das nicht da ist und das war ein Game-Changer, dass jeder weiß, hey, für was bin ich verantwortlich, für was muss ich auch irgendwie einstehen als Ownership. Die Coaching-Gespräche bei Purelay gibt es jeden, Monat ein Coaching-Gespräch mit dem Lead. Das dient dazu, die Person immer ein Stückchen besser zu machen, immer die richtige Richtung zu rücken mit Core-Values und mit den Performance-KPIs. Also das sind so auf der People-Seite, würde ich sagen, so die wichtigsten Themen. Vielleicht nochmal

[01:48:31] zur Strategy. Also wir haben wirklich unser B-Hack, das ist Big Carry Audacious Goal, wiederkehrende KundInnen und es wird runtergebrochen in drei Jahresprioritäten, einjahresprioritäten, dann haben wir einfach seit acht Jahren jetzt jedes Jahr unseren Jahresplanungs-Workshop, wo dann die verschiedenen Ein-Jahres- und Dreijahresprioritäten neu besprochen werden und neu definiert werden. Dann haben wir unsere Quarterly's, dann gibt es einmal ein Quartal, wo wir unsere Rocks definieren. Was ist das, was wir an Rocks vorantreiben?

[01:48:59] Was sind Rocks? Also das kann auch ein System sein, was wir einführen, was danach aber auch Verwendung hat. Genau, weil Sand ist quasi, wir sagen Sand, das ist so das, was ein Daily Doing ist und dann müssen aber Rocks dazukommen, dass wir wirklich was Neues auch erschaffen. Wie dieses Bild, dass du den Eimer hast und überlegst, wenn ich den mit Sand vollmach, dann passt danach nichts mehr rein. Aber wenn ich die Rocks zuerst reintue

[01:49:29] und die wichtigen Themen priorisiere, dann ist danach zwischen den Steinen erstaunlicherweise immer noch Platz für den Sand. Genau, und das führen wir halt alle seit acht Jahren mit einer Disziplin. Also es gab kein Quartal, wo es kein Quarterly gab. Kein Tag, wo wir kein Daily hatten. Kein Daily Huddle. Also wir haben die ganze Meetingstruktur übernommen. Also wir sind da einfach sehr diszipliniert, auch mit dem, was wir da voranbringen. Aber es hat uns eine enorme Struktur gegeben und natürlich auch den Fokus da auf Cash, weil das natürlich am Anfang war es,

[01:49:59] die Finanzplanung war jetzt nicht so stark bei uns. Es gibt zum Beispiel das Tool Cashflow Stories. Da kann man seine Buchhaltungsdaten einpflegen. Man sieht, welche Stellschraube hat zum Beispiel den größten Impact. Das hat uns auch immer sehr geholfen. Da sieht man zum Beispiel immer stark gesehen, okay, wenn wir bei gleichbleibenden Kosten, wenn ich ein Prozent zum Beispiel den Preis erhöhe, dann habe ich direkt zehn Prozent mehr Profit. Also das sind, und das sind lauter so Tools eben gewesen

[01:50:29] durch die Scaling-Up-Methode, die uns immer zum richtigen Zeitpunkt auch geholfen haben. Und da lernen wir immer noch dazu. Also da gibt es immer noch Themen. Kannst du eigentlich jedes Jahr neu machen, weil selbst wenn die Methode die gleich ist, ist das Unternehmen ja ein anderes. Genau. Ein Jahr später. Also, ja. Und das ist ein Buch, das kann man lesen. Ihr macht es mit einem Coach. Markus, wie heißt der? Tut mit dem auch noch was Gutes? Markus Brehler. Markus Brehler. Okay. Rollkoffer und Anzug? Okay. Den fragen jetzt alle an und sagen, komm mal mit deinem Rollkoffer vorbei.

[01:50:58] Ich brauche das auch. Genau. Ist so. Ja. Immer die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt. Ich habe noch eine Zuschauerfrage von Flo, der hier auf dem Bild ist, von BDrop. Der wollte wissen, was hat es denn eigentlich mit diesem CEO-Wechsel auf sich gehabt? Etienne war CEO ab 2023. Ja. Drei Jahre lang. Jetzt bist du in die CEO-Rolle zurück, Alisa. Ja. Warum der Switch? Wie funktioniert sowas? Wann geht man raus?

[01:51:28] Wann kommt man wieder rein? Was ist die Story und die Learnings hinter eurem CEO-Wechsel? Ja, also vielleicht da nochmal. Wir alle drei sind der Geschäftsführer von Puley seit Anfang an und wir haben uns auch bis 2023 aufgeteilt gehabt. Also jeder hatte verschiedene Bereiche und dann haben wir irgendwann gemerkt, es funktioniert so nicht mehr. Es braucht eine Person, wo das Team weiß, da werden die Entscheidungen getroffen und diese Klarheit reinzubringen. Und dann 2023 haben wir gesagt, hey Etienne, du bist da

[01:51:57] zu dem Zeit, Zeitpunkt, habe ich auch gerade gesagt, da haben wir mehr auf C3 geachtet, Contribution Margin 3, haben uns darauf fokussiert, mehr Daten uns angeschaut, welchen System aufgebaut und das war zu dem Zeit sowas von relevant, weil sonst wäre es weiter ein Blindflug in der EBIT-Todeszone gewesen und da hat Etienne uns wirklich rausgeholt mit dem klaren Blick auf Zahlen. Er hat da jeden Morgen drauf fokussiert, Dinge abgeleitet und uns da enorm vorangebracht

[01:52:27] und das war super, super hilfreich, weil, ja, das war für den Zeitpunkt sehr relevant, dass wir da rauskommen und jetzt hatte Freddy das eigentlich so ein bisschen angestoßen vor einem halben Jahr. Ich glaube auch so rund einfach der Phase, es sind ja, wie du gesagt hast, kommt alles immer in so einen gewissen Phasen und kannst du ja gleich auch noch mal was dazu sagen. was halt, was man, oder was Puley von mir bekommt, ist einmal die Vision und dieses,

[01:52:57] was steckt dahinter, was ist das Why, wie können wir das in die Welt tragen, was sind vielleicht auch die Themen für die Marke, die wir machen, dass wir es anders machen als jede andere Schmuckmarke, weil das lebe ich einfach sehr intrinsisch und das kann ich glaube ich auch dem Team sehr gut mitgeben, einmal nach innen und aber auch nach außen, weil ich dafür einfach stehe und das zu 100% auch ja so verfolge und da ist es glaube ich einfach, oder haben wir alle drei gesagt, für das nächste Jahrzehnt

[01:53:26] mit dem Setup, was wir jetzt haben, wie wir Zahlen anschauen, wie wir da ticken, was wir aufgebaut haben, da kann ich jetzt einfach mit meiner Power für Puley sehr gut anknüpfen und wieder neue Dinge nach vorne bringen und da habe ich auch einfach gemerkt, als es da auch konkreter wurde, okay, kann ich dadurch vielleicht auch mehr meine Superpower für Puley wieder ausspielen und Stand heute fühlt sich so an, also wir haben das jetzt Ende Juni announced, auch im Team und ich muss sagen, ich bin dadurch ja auch gerade nochmal für Puley

[01:53:56] viel selbstbewusster geworden und auch nochmal motivierter, weil ich jetzt einfach sehe, okay, das was ich im Kopf habe, kann ich jetzt vielleicht nochmal einen Ticken eher voranbringen und es war nie so gewesen, ich konnte dir in alles pitchen, jede Idee, wir sind immer da in Gespräche gegangen, trotzdem fühlt es sich natürlich jetzt nochmal anders an, wenn man weiß, man kann die Dinge jetzt nochmal einfacher machen mit dem Team. Was ist deine Superpower? Ja, ich glaube, das ist genau dieses, also Freddy ist unser Orakel

[01:54:25] und sieht sämtliche Opportunities, die im Markt kommen. Etienne ist absolut Datenspezialist und kann da reingehen. Ich glaube, meine Superpower ist es wirklich, dass ich so eine intrinsische Motivation und Vision für Puley habe, die, glaube ich, sonst niemand so an den Tisch bringen kann. Das ist interessant, dann auch dann so ein Stück weit ohne Ego zu sagen, ja gut, das Unternehmen braucht was anderes in der jeweiligen Phase und den Stapelstab da weiterzugeben und zu sagen, gut, dann bist du halt mal Chef, du hast gefragt, ich habe alleine gegründet, ich habe dann im dritten Jahr einen COO reingeholt, der war dann wie so eine Art Co-Founder,

[01:54:54] also der hatte wenige Anteile, wir haben uns zu zweit gemacht im Grunde und wir haben uns auch teilweise die Bereiche dann übergeben, sodass ich meine Weile Vertrieb gemacht hatte, dann habe ich es abgegeben an ihn und dann ist es auch gut, jeder bringt da irgendwie einen anderen Cocktail an Erfahrungen mit und es kann ja Sinn machen, einfach auch eine andere Person mal in dem Fall ans Steuer des Unternehmens zu lassen. Wenn du sagst, hier, wir wollen 100 Jahre, du baust ein Hochhaus, was 100 Stockwerke hat und ich bin jetzt gerade Stockwerk Nummer 10

[01:55:24] und jetzt geht es aber nicht darum, die nächsten 90 sofort zu bauen, sondern erstmal die 10 zu härten mit Stahlträgern, die das Fundament absichern und eine andere Person ist halt eher die Stahlträger-Person, why not? Und dann wieder zurückzugehen. Ja, ich glaube, No-Ego-Mentalität, das ist so das Stichwort dabei. Du hast vorhin gesagt, ich hatte das so ein bisschen auch angesprochen. Klar, das ist kein einfaches Gespräch,

[01:55:52] auch dem Etienne gegenüber als meinen besten Freund und Co-Founder jetzt meine Gedanken dahingehend zu teilen, aber ich muss sagen, da wir alle drei sehr Ego-befreit sind in der Hinsicht, hat es dann doch ganz gut geklappt. Ich konnte den Vorschlag präsentieren. Eigentlich hatte ich präsentiert Alisa und Etienne zusammen im Tandem und No-Ego auch hier bei mir, weil ich habe mich in keiner einzigen Sekunde gesagt,

[01:56:23] ich muss da oben hin, sondern ich habe ja immer versucht, das Beste für Pure Late zu sehen und wer passt jetzt da am besten zu der aktuellen Zeit und da war es eigentlich eher was zwischen euch, dass ihr ausgemacht habt, okay Alisa, du machst das jetzt und Etienne hat dann gesagt, ich glaube, das ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt. Wie habt ihr das Gespräch geführt? Wo wart ihr da? Im Office und wir haben immer wieder auch regelmäßig Meetings zu dritt, also das sind dann unsere, ich sage mal, Gesellschaft der Meetings aus der Position, wo wir dann eher aufs Unternehmen draufschauen, von außen

[01:56:53] und eine andere Rolle nochmal einnehmen und da haben wir das dann besprochen. So sehen die Gesellschaft der Meetings aus, habe ich auch noch mitgebracht. Seid ihr auf Mallorca, habt ihr auch gepostet, so wie ihr zu dritt, sagt, die Gründerbeziehung ist wie jede andere Beziehung, sie braucht Energie und Zeit, sonst verliert man sich irgendwann aus den Augen und da habt ihr eure Gesellschaft Versammlung in eurem Quaterhaus, glaube ich, gemacht. Genau, das war ein Tag nach dem Event, weiß ich, ob man das sieht. Zweiter, ja, Dienstag, genau, haben wir gesagt,

[01:57:23] weil wir machen auch alle zwei Wochen, genau, treffen uns quasi auch im Office zu Meetings und einmal im Jahr ist uns einfach wichtig, dass wir ein oder zwei Tage wirklich mal rausgehen und uns woanders treffen, einfach mal, ja, uns leveln, einfach persönliche Dinge teilen, Prelating, was bewegt uns, wirklich Raum schaffen und auch nur so kann so eine Connection so lange bestehen. Was für andere Rituale habt ihr in dieser Dreierbeziehung, die die für euch gestärkt haben und wie du gesagt hast, dafür gesorgt haben, dass es nach zehn Jahren immer noch so gut funktioniert? Ich glaube,

[01:57:53] es ist eher so ein bisschen das Verhalten auch untereinander, also wir sind alle drei immer sehr dankbar, wenn auch mal was angesprochen wird, was vielleicht auch mal negativ ist. Also wir haben da keine Scheu, Dinge anzusprechen, die vielleicht auch mal uncool finden. Also dieses Radical Candor-Prinzip, dass wir einfach sehr ehrlich und ungefiltert auch Dinge platzieren können, ohne dass es der andere persönlich nimmt, weil das ist ja wie in jeder Beziehung auch, sehr häufig ein Kommunikationsthema und gerade bei uns drei,

[01:58:23] wir sind irgendwie untereinander beste Freunde, Ehepaar, also da ist ja so viel noch Persönliches drin. Deswegen ist es umso wichtiger, dass man da einfach gut kommunizieren kann und deswegen war auch, glaube ich, für Freddy hat es ja eben auch beschrieben, klar ist das jetzt kein leichtes Gespräch. Gleichzeitig wussten wir immer, egal, es wird nie so kommen, dass da irgendwas Negatives draußen steht, weil wir da gemeinsam eher auf die Chancen schauen und das ist aber auch das, wo ich sagen muss, da bin ich so dankbar für, weil man kriegt ja häufig mit, wie vielleicht auch andere

[01:58:53] Co-Founder-Connections sind und man verändert sich, das Leben verändert sich und wirklich da zu schauen, dass man wirklich seit zehn Jahren so auf der gleichen Spur irgendwie ist und das Gleiche irgendwie möchte, das ist ja schon eine Kunst. Also ja, aber genau, deswegen sind solche Offsites, was wir da auch gemacht haben, dass wir zwei Tage länger nach unserem Event auf Mallorca geblieben sind, super wichtig. Wie geht's weiter mit Purely? Was passiert in der Zukunft? Wir wollen nochmal über die Zukunft reden. Was passiert in der Zukunft? Ja, ich glaube,

[01:59:23] eigene Stores ist einerseits wichtig, wir haben vorhin Internationalisierung besprochen oder auch Wachstum, aber es ist auch wichtig für Purely als Marke, also wirklich auch sich zu etablieren und als vollwertige Marke im Schmuckbereich in Deutschland wahrgenommen zu werden. Also es ist natürlich, also für mich ist es immer noch so, wenn ich die Marke auch offline sehe und auch Berührungspunkte offline mit der Marke habe,

[01:59:53] baue ich zu dieser Marke nochmal eine andere Connection auf, als wenn ich nur online die Marke bestelle. Und das ist der eine Part, was in der Zukunft noch einen hohen Stellenwert bekommen wird. Und ich glaube, du hast vorhin Internationalisierung gesagt, das ist auf jeden Fall auch ein wichtiger, großer Schritt. Ja, also in meinem Kopf ist da eigentlich von Beginn an so eine Business Bucket List, einmal so für mich persönlich, aber auch für Purely.

[02:00:22] Da gibt es noch ein paar Punkte, die sind... Was steht auf deiner Business Bucket List? Also ganz oben steht schon noch dieser Store auf Hawaii. Also Purely braucht irgendwas in den nächsten Jahrzehnten, also das ist nichts, was das nächste Jahr passieren muss, aber es wird irgendwas physisch von Purely auf Hawaii geben müssen. Also dieses Jahr zum Beispiel sind wir jetzt Sustainable Coastlines, das ist eine der größten Organisationen dort vor Ort, die sich für die Natur und Erhaltung einsetzen. Da sind wir Premium Sponsor, da gibt es schon Beach Cleanups, auch im Namen von Purely.

[02:00:52] Es findet schon was physisches dort vor Ort statt, aber ich sehe, dass es da irgendwas geben muss, was einfach dauerhaft präsent ist. Was auch immer das sein kann, ob es ein Store ist oder irgendwas anderes, das ist noch undefiniert, aber Stores generell super relevant. Wenn ich an jede, wenn ich an die Store-Eröffnung denke, ich habe Gänsehaut. Also das ist für mich, wenn ich sehe, wir machen da die Tür öffnen, da laufen Menschen rein und die haben diesen Glanz und dieses Strahlen in den Augen, das ist was, das macht mich so, so happy.

[02:01:21] Deswegen bin ich so dankbar, dass der Freddy auch so akribisch hinten dran ist und dass wir weiter Eröffnung haben. Das wird weitergehen und ich hoffe auch noch an ganz wundervollen Orten auf der Welt. Internationalisierung wird ein Thema sein, das auf der Business Bucket List hatten wir jetzt auch schon heute drüber gesprochen, das haben wir noch nicht ganz geknackt. Das ist was, das finde ich einfach aus dem Unternehmertum sehr anspruchsvoll und auch einfach reizend, dass wir das schaffen und das werden wir auch schaffen, da bin ich mir sicher, da werden wir unseren Weg finden. Produkte für Lay, Lay,

[02:01:51] Hawaiianische Blumenkette, größte Blumenkette für Liebe und Wertschätzung. Es wird immer Produkte sein, die genau das kreieren und auslösen bei unseren Kundinnen. Da werden wir uns aber sicherlich im Schmuckbereich auch weiterentwickeln die nächsten Jahre und da gibt es auch schon coole Ideen, wie wir das machen werden und aber trotzdem immer dem Why, was wir haben, we create a world full of Aloha, Love, Connections, beautiful experiences, auch mehr vielleicht wieder in die Eventrichtung reingehen, schauen, wie bringen wir Menschen zusammen,

[02:02:21] wie kreieren wir Connections, das wird immer bleiben und da gibt es dann verschiedene Arten und Weisen, wir da einfach dauerhaft dranbleiben. Wenn ihr bei null starten müsstet, ihr wollt es nicht, aber wenn euch jemand zwingen würde, euer Wissen mitzunehmen, aber alles, was ihr bisher habt, die Instagram-Follower und den Umsatz und die Logistik-Infrastruktur, alles liegen zu lassen, ihr sagt, ich will jetzt eine neue Marke gründen, egal in welcher Kategorie, was ist euer Playbook für die ersten 100 Tage?

[02:02:53] Persönliche Reichweite, Personal Branding ist ebenfalls so wichtig wie noch nie. Ich glaube, Alisa hat es damals schon recht früh erkannt und hat auch in der Anfangsphase direkt Social Media dafür mitgenutzt. Also ich glaube, das ist nicht von der Hand zu weisen. Da ist sehr viel entstanden, persönliche Connections, direktes Feedback, direktes Feedback zum Produkt, Live-Shoppings, was jetzt wieder mit TikTok kommt, hatten wir während Corona und so weiter,

[02:03:22] haben wir das schon sehr erfolgreich gestartet gehabt. Ist jetzt gerade wieder ein relevanter Kanal für euch? TikTok wird ein relevanterer Kanal und auch dort Live-Shopping etc. ist wieder voll im Kommen und ist so die nächste Verkaufsebene wieder. Aber da haben wir schon erste Erfahrungen auf jeden Fall gesammelt. Was will ich damit sagen? Also sich selbst zu vermarkten und sich selbst als Personal Brand eine Personal Brand aufzubauen erleichtert es ungemein

[02:03:52] den Einstieg, um etwas danach zu verkaufen und dann aber auch eben, was ich vorhin gesagt habe, rausgehen und das Mindset mitbringen. Ich will dieses Produkt an die Frau oder an den Mann bringen. Ich will verkaufen. Das wären so für mich die zwei Dinge, die ich jetzt heute umsetzen würde. Also stark an der Personal Brand arbeiten, am Produkt arbeiten und an den Sales Channels nach draußen. Ja.

[02:04:22] Ob du eine Geschichte zu Pure Lady noch nie erzählt habt? Haben wir über den Black Friday Fuck Up haben wir da schon mal drüber geredet? Da dachte ich, das Ende von Pure Lady hat geschlagen 2019. Okay, was ist da passiert? Über Bestellungen. My Deals Newsletter da rausging. Wir hatten 0 Euro Produkte live auf unserem Shop, 10.000 Bestellungen, die wir dann stornieren mussten, weil es 0 Euro Bestellungen waren.

[02:04:52] Es ist alles uns so um die Ohren geflogen. Wir haben da zwei Monate alle Scherben auf dem Müssen saßen, alle drei bis nachts im Kundenservice. Also man kann es im Nachhinein nicht vorstellen. Da ging halt technisch und logistisch einiges schief und wir haben halt so eine Black Friday Party gestartet, die halt richtig Reichweite hatte und richtig effizientes Marketing. Ich glaube, wir haben kurz davor das System geswitcht in unserem Lager.

[02:05:22] Und dann ging alles schief. Und es ging so schief und das war, glaube ich, ein Anbieter, ich weiß nicht, ob die aus UK kamen. Das war so ein Fuck-up, dass dann der, ich weiß nicht, ob es der Geschäftsführer, der musste dann aus UK zu uns ins Lager kommen. Wir saßen da tagelang, Etienne hat, glaube ich, in dem Container in unserem Lager fast übernachtet und der Geschäftsführer von dem System

[02:05:52] war auch die ganze Zeit da und hat versucht, das Wirrwarr wieder zu lösen. Natürlich haben wir super viele unzufriedene Kunden generiert dadurch, mussten Bestellungen stornieren, weil sie halt für 0 Euro geshoppt haben, wo über MyDeals dann auch noch irgendwelche Codes geliebt wurden und so. Also das waren am Ende, ich weiß gar nicht, wie viele Bestellungen wir da... Ach, zehntausende. Zehntausende Bestellungen, die wir da... Was da alles schief ging. Also ja, dann natürlich,

[02:06:22] das ist ja dann auch, dafür macht man das ja aber auch dann, dass man nach außen geht, sich zeigt, dass man eine nahbare Firma ist. Heißt aber gleichzeitig auch, wenn es halt mal richtig schief läuft, dann stehst du da auch. Ich bin so, ja natürlich stelle ich mich da jetzt hin. Gab es ein Entschuldigungsvideo von mir, wie ich da wirklich sehr betröppelt, also das musste ich noch nicht mal spielen. Das kam wirklich auch von Herzen, wie allem. Ich einfach nur dachte, oh je, also jetzt entschuldige ich mich hier mal. Wir finden... Natürlich haben wir Lösungen parat gehabt. Es gab drei verschiedene Optionen,

[02:06:52] die man dann ziehen konnte und auch da habe ich gemerkt, ich habe da gerade auf Instagram halt ganz viel Wirbel bekommen und ich habe wirklich die Person, die uns die schlechtesten Kommentare dagelassen haben, denen habe ich aktiv geschrieben, habe gesagt, ob sie kurz mal Zeit für mich haben, dass ich sie anrufe und dass ich einfach frage, hey, was sind deine Beweggründe, was können wir gerade tun? Schlussendlich habe ich es geschafft, durch diese Anrufe, die Personen, die eigentlich am negativsten gesprochen haben,

[02:07:21] wirklich zu einem Fan zu machen und dann haben die uns geholfen, das Ganze zu moderieren auf Social Media. Krass, du bist sie gedreht. Genau, weil ich konnte natürlich nicht alle anrufen, weil das hätte die Zeit gesprengt, aber die Personen, die uns, wo ich gar nicht verstanden habe, warum regen die sich denn jetzt gerade so drüber auf, weil schlussendlich ist es auch dann wiederum Schmuck, der natürlich zu einem bestimmten Lieferdatum da sein sollte, aber wenn er nicht da ist, bricht er das, also geht ja nichts Schlimmes kaputt und dann wollte ich es einfach

[02:07:50] verstehen, was die Beweggründe nennen und haben wir halt weh und da musste ich auch mutig sein, weil greif mal freiwillig zum Hörer und es ist deine eigene Idee, dass du jetzt die Menschen anrufst. Aber da habe ich auch wieder gemerkt, die Kommunikation und der Dialog ist dann das, was einem hilft, weil dann habe ich gewisse Dinge verstanden und Beweggründe habe es geschafft, dass ich sie zum Fan mache und sie haben mitgeholfen, das Ganze zu bewältigen und dann dachte ich wirklich so, okay, krass, selbst aus dieser

[02:08:20] wirklich schlimmen Situation und ich weiß noch, wie schlimm sich das angefühlt hat, als das Gefühl werde ich niemals wieder loswerden, weil ich dachte, wie ist es vorbei, hat man irgendwas Positives draus gezogen, weil jetzt ist es bei Purely so, wenn irgendwas Negatives auftritt und wir können es vielleicht die ganze Handeln, das erste, was wir machen, ist anrufen, Gespräche führen, mehr erfahren, Lösungen finden, gemeinsam mit den Kunden, die vielleicht auch betroffen sind. Schlussendlich war die Erfahrung sehr, sehr, sehr lehrreich, aber die hat auch richtig wehgetan. Das glaube ich.

[02:08:50] Was hat euch deine Situation geholfen oder was macht ihr heute anders in so einem Oh-Shit-Moment, wenn alles zusammenkommt und man so eine Nahtoderfahrung ist, so klingt es ja und da gehen viele Finder irgendwann durch, die Kunden drehen durch, das Konto ist leer, der Investor springt ab, das Produkt funktioniert nicht, es gibt ja immer so diese Momente, wo du denkst, oh fuck, jetzt ist alles vorbei, was habt ihr da mitgenommen für euch? Also ich für mich, wie gesagt, das was ich eben gesagt habe, mit den Personen, wo das Problem eigentlich da ist, sprechen, Dialog führen, Lösungen finden, also gemeinsam nicht irgendwie denken, ich tische den Personen, die jetzt davon betroffen sind,

[02:09:20] eine Lösung auf, sondern die Lösung gemeinsam mit ihnen arbeiten, weil dann hat man auch das Richtige, also das war das Learning Number One. Dann, ja mittlerweile, dadurch zehn Jahre, man ist es schon durch viele Hinn und Tiefen auch gegangen, man schafft es eine gewisse Ruhe zu behalten und erst mal sich zu sortieren, das muss man natürlich auch erst mal aufbauen, aber jetzt weiß ich eigentlich immer, wenn wir irgendein Problem hatten, sind wir stärker rausgegangen, aber nur weil unser Mindset halt wirklich so ist, okay, du gibst uns ein Problem, wir machen eine Lösung

[02:09:50] und wir nehmen die Herausforderung an und machen es nächstes Mal einfach besser. Und das ist auch so ein Ding, was man da mitnimmt, du kannst jetzt zumindest heute sagen, ja wahrscheinlich wird es nicht schlimmer als 2019. Naja, also das passiert uns, da war alles super, aber ich würde schon sagen, so die zwei, einmal die Haltung, wie man damit umgeht und zweitens immer mit den Personen sprechen, wo gerade das Problem da ist und da darf man sich niemals zu schade sein für immer.

[02:10:21] Ihr habt ein Fauna-Team zusammen, fünf Kinder, ihr habt zwei, ihr Tiener hat auch nochmal drei, wenn die in 20 Jahren sagen, hey, ich habe Lust, in die Firma einzusteigen, seid ihr stolz oder besorgt? Schön, Ich fände das auch schön, den Gedanken, also wenn die sich dafür entscheiden, ja, Teil der Reise zu sein, man muss sagen, es wäre nicht das erste Mal, dass Familie Teil dieser Reise ist, also auch mein Bruder hat

[02:10:48] bis vor kurzem noch für uns gearbeitet und an Piolei gearbeitet, also Alisas Mutter hat geholfen, Etiens Mutter zum Beispiel auch, also wir hatten immer viel Support auch von der Familie und deswegen, es wäre nicht das erste Mal, dass Familie Teil des Geschäfts ist, aber klar, die eigenen Kinder nochmal, ja, würde mich schon stolz machen, muss ich sagen. Ja. Also, ich finde, habe ich noch nie drüber Gedanken gemacht, aber jetzt vielleicht mit dem 100-jährigen Welt kommt das auch so langsam,

[02:11:20] wenn ich natürlich... Du kannst den Generationenwechsel vorbereiten bei 100 Jahre, brauchst du irgendwann eine andere Person. Genau, finde ich natürlich eine super, super schöne Vorstellung und gleichzeitig sollen ja auch sie in ihrem Leben irgendwas haben, wo sie vielleicht ihre eigene Vision und was eigenes auf ihr Leben lassen können, weil so ist, glaube ich, auch so einfach unsere Erziehung, dass da vielleicht irgendwas bei denen entsteht und davon wollte ich sie natürlich auch nie abhalten, dass sie ihre eigenen Gedanken

[02:11:49] und Ideen und Kreativität nicht ausleben können und wenn du halt was übernimmst, dann musst du dich ja schon da auch stark irgendwo, da gibt es gewisse Leitplanken, du musst dich da auch irgendwo reinsetzen. Deswegen so und so, also natürlich super schöne Vorstellungen und gleichzeitig denke ich so, die sollen auch den absoluten Freiraum haben, dass sie zu jeder Zeit ihre Vision ausspielen können. Alisa, Freddy, schön, dass ihr euch die Zeit genommen habt, dass du auch spontan nochmal, Freddy, reingesprungen bist. Ja, wird's gut. Ich finde, das hat das Gespräch massiv bereichert

[02:12:18] und cool, dass ihr das zum ersten Mal zusammen gemacht habt. Ja. Richtig cool. Vielleicht macht man in 20 Jahren dann eine Wiederholung. Genau. Mal gucken. Wo finden Leute euch online? Wer soll sich melden? Wo kann man den Adventskalender bestellen? Den kann man jetzt Ende August geht jetzt live bei uns bei play.com. Dann ist der schon live, wenn der Podcast online geht? Ja. Sehr gut. Dann kauft den mal direkt. Den Ankerkraut Adventskalender kann man gleich mitbestellen. Oh, wow. Du hast zwei Adventskalender zu Hause. Shoutout an An und Stefan. Wo finden wir euch online sonst?

[02:12:48] Mich auf LinkedIn am besten oder Instagram. Genau. Mich auch LinkedIn oder Instagram. Gerne schreiben. Ich habe es vorhin gesagt, ich arbeite gerne an Visionen. Ich helfe da auch gerne. Wer soll sich melden? Also ich spreche super gerne mit Personen, die wirklich Markenthemen voranbringen, weil mich das immer sehr inspiriert, weil, wie man jetzt ja auch rausgehört hat, ich bin daran interessiert, dass Play langfristige Marke am Markt ist und damit vielleicht auch so

[02:13:16] der einen oder anderen Heritage-Marke zu sprechen, die es einfach schon lange gibt, finde ich super spannend. Da gerne melden. Ansonsten auch, ich lerne super gerne über neue Marketingthemen dazu. Also ich habe jetzt auch gerade viele Gespräche geführt mit Personen, die einfach da Dinge kreieren und aufbauen und da schreibe ich auf LinkedIn auch Nachrichten, weil ich am ehesten durch den Austausch lerne und ich einfach super gerne spreche und im Dialog bin. Deswegen rund um Marke, Marketing,

[02:13:46] Wachstum. Ja. Ja, und vielleicht noch ergänzend, ich finde alles rund um, also ich mache ja auch den Innovationsbereich bei uns, ich finde alles rund um Produkt super spannend. Also jemand, wenn jemand dazu noch Input hat, der für Pure Lay interessant sein könnte, super gerne melden. Schön, dass ihr da wart. Vielen Dank. Danke für eure Zeit. Danke dir. Ein sehr schönes Gespräch. Zu dritt. Ja. Cool.