BAD1 Special: n8n Gründer: Verteidigungsministerien nutzen unsere Software - Jan Oberhauser
Founder Mode02. Juli 2026
15
00:19:48

BAD1 Special: n8n Gründer: Verteidigungsministerien nutzen unsere Software - Jan Oberhauser

Jan Oberhauser hat n8n vom Ein-Personen-Projekt zu einer der wertvollsten Tech-Firmen Europas gebaut. Die Plattform für Workflow-Automatisierung und AI-Orchestrierung ist heute rund 5,2 Milliarden wert, mit SAP als frischem Investor. Im Gespräch geht es darum, wie aus privaten Hobby-Use-Cases der Weg in Konzerne wie Mercedes führt, warum gute AI im Support die Experience verbessert statt nur Kosten zu sparen und wie eine starke Community das Content-Game antreibt. Außerdem erfährst du von Jans Ziel eine Milliarde Nutzer mit unter tausend Mitarbeitern zu erreichen und warum die Arbeitskultur von n8n mehr auf Langfristigkeit als auf reinen Output ausgelegt ist.


Timestamps:

00:00 - Jans Eindruck von der BAD1
01:11 - Vom Namen NodeMation zu n8n
03:14 - Mercedes rollt n8n weltweit aus
04:15 - Warum AI-Agenten im Support besser bewertet werden als Menschen
06:11 - Überraschende Use Cases: von Verteidigungsministerien bis Spülmaschine
07:42 - Warum n8n bottom-up ins Enterprise kommt
09:40 - Das Content-Game: Community plus echter Mehrwert
11:36 - Product-Market-Fit wie ein Berg runter
15:38 - 5,2 Milliarden Bewertung und das SAP-Investment
17:44 - Contrarian Belief: Niemand muss 18 Stunden arbeiten


Jan Oberhauser's Links:
💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/janoberhauser/
💻 n8n: https://n8n.io


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[00:00:04] Sondern wie alles dabei Schön, dass du da bist. Wie ist der Vibe hier draußen? Gut, ja. Sehr viele Gespräche, sehr viele Leute. Es sind immer stressig, solche Events ein bisschen. Weil dann kommst du von einer Person zur anderen und dann gehst du aufs Stage und dann sprichst du wieder mit Leuten und dann bist du im nächsten Ding drin. Ja, ja, ja. Ja, ist krass. Du bist ja auch gar nicht so super präsent und auf 1000 Bühnen unterwegs. Nee, ich bin eher der introvertierte Typ, deswegen ist das nicht unbedingt meins.

[00:00:33] Ja, ja. Musst du dich überwinden? Hast du was gelernt, wie du quasi solche Events gut überstehst? Ja, gut, ja. Es ist gut, dass man häufig etwas macht, desto einfacher wird's. Deswegen von dem her bin ich ja... Also ich weiß noch, am Anfang irgendwie da hatten wir wahrscheinlich... Keine Ahnung, wenn wir irgendwie im Company Google Hangouts waren, mit der 20 Leute waren, war ich definitiv der glücklichste. Und wir sind wahrscheinlich nervöser, wie jetzt, wenn wir irgendwie 200 Leute irgendwie im Hangouts haben.

[00:00:59] Ja. Es wird, glaube ich, alles besser, aber irgendwie ist halt einfach ein Grundsetting. Ich bin halt Grundsetting introvert. Deswegen wird es irgendwie... wird immer jemand sein, der, wo es Energie kostet, anstatt dass ich Energie kriege. Ja, ja. Bei mir ist es auch so. Also an so Tagen, heute Abend kannst du dich wegschmeißen, was du nicht ganz schlecht sprichst. Mich kostet es irgendwie... Mir macht es mega Spaß, so zu lernen, coolen Leuten unterwegs zu sein. Sondern ich merke, es ist drain meine Battery schon sehr. Okay. Was geht in deiner Welt ab? N8N, eines der wertvollsten deutschen Startups. Mega geil. Es hieß mal Notemation. Du hast es abgekürzt. War dir der Name zu lang?

[00:01:29] Ja genau. Also im Endeffekt, es hieß eigentlich... Es kam nie... Es wurde nie offiziell Notemation. Also im Endeffekt, Geschichte war, Solo-Gründer, hat tausend Sachen zu tun. Dann dachte ich mir, hey, irgendwie... Irgendwann brauche ich natürlich einen Namen, aber ich wusste auch, wahrscheinlich ist es nicht die eine Sache, die irgendwie... Es einen Unterschied macht, ob wir es irgendwie groß werden oder nicht. Deswegen dachte ich, okay, Timebox ist irgendwie... Versuch einen Namen zu finden, der passt. Also habe ich mich hingehockt, habe ein paar Namen runtergeschrieben, die ich interessant fand. Und alle, die ich mochte, waren vergeben.

[00:01:59] Ich dachte, das ist ein bisschen doof. Dann war noch ein Name übrig, irgendwie eben Node, weil es Node-basiert ist. Und auch Node.js auch. Und dann Automation, Node-Mation. Dachte ich, okay, es passt irgendwie, aber eigentlich gesagt, es ist zu lang. Irgendwie sieht... War nicht ansprechend. Dann dachte ich, was kann ich denn da machen, um das interessanter zu machen? Dann dachte ich, hey, Kubernetes, KDS. Und dann dachte ich, okay, N8N sieht eigentlich irgendwie... Sah schön aus. Clean aus. Ja, geil. Beide sind schon und die 8 in der Mitte. Eben.

[00:02:28] Wenn es so eine Liste ist, sieht es auch schön aus. Und N8N, dort der RO war auch noch frei. Dotcom habe ich gesehen, hat für 5.000 Dollar gekostet. Mittlerweile? Ja, ja. Also im Wex, wir haben am Anfang ein bisschen nicht gekauft. Aber nachdem wir dann die Seed-Runde hatten, hatte ich dann... Irgendwann war ja 5.000 Euro, das war unglaublich viel Geld. Hätte ich mir nicht leisten können. Aber nach der Seed-Runde dachte ich, hey, bevor es irgendwie noch weiter geht und den Preis erhöhen, dann haben wir es gekauft. Ich habe gerade vorne mal auf DE gekauft. War auch weg. Aber ich dachte das gleiche. Ja gut, entweder mache ich es jetzt und das war... 10k dafür.

[00:02:59] Aber denkst du auch, das wird ja auch nicht weniger. Nee, nee, gar nicht. Früher konnten es noch alle kaufen. Irgendwie sind an DE und den ganzen UK und keine Ahnung was gehabt. Und mittlerweile gibt es so viele Domains, dass irgendwie... Wir können uns gar nicht genug protecten. Wir können nicht jede N8N-Domain. Mittlerweile überhaupt was bisschen Problematisches zum Teil. Ich habe euch kennengelernt über Automations von Startups, die ihre Workflows automatisiert haben. Und viele wahrscheinlich sind zum ersten Mal auf N8N gekommen auf den Weg. Ich fand jetzt interessant die Presse-Info. Ich komme aus Stuttgart. Also du warst ja auch gerade in Stuttgart. Und jetzt ist die Pressemitteilung.

[00:03:28] Mercedes rollt N8N weltweit aus. Mega geil. Ist ein bisschen untergegangen nach der Funding News von der SAP. Kommen wir auch zum Vorsprechen. Aber erzähl mal von Mercedes. Was machen die? Was macht so ein riesen Enterprise mit eurem Produkt? Im Endeffekt, da ist die Idee wirklich, die wollen einen sehr großen Roll-up machen. Da ist die Idee wirklich, dass die... Ich glaube eben die ganzen Automobilkonzerne, da muss sie auch momentan unglaublich viel tun. Und es gibt halt gewisse Konzerne, die wollen sich schneller bewegen wie andere.

[00:03:54] Und Mercedes ist einer von denen, die würde ich sagen, hey wir wollen die Leute in der ganzen Organisation einfach empowern, da mehr zu bauen. Und deswegen sind die eben relativ groß von Anfang an reingegangen und haben gesagt, hey wir bringen N8N rein, wir glauben dran. Und da geht es wirklich eben nicht nur... Wir fangen natürlich mit gewissen Use Cases an, aber die Idee ist wirklich, hey es soll ein sehr breiter Company-Rollout werden. Hast du so ein paar coole Use Cases oder so coole Beispiele, die Mercedes oder andere Enterprise in der Größe umgesetzt hat?

[00:04:21] Ich muss überlegen, vielleicht den Namen erklärsen. Zum Beispiel irgendwie Supportes ist ein relativ großer natürlich. Wir haben da sehr viele Firmen, die gerade in dem Bereich einiges umgesetzt haben, quasi Agenten mit N8N gebaut haben, die dann reingehen und quasi keine Ahnung, Buchungen vollziehen oder Änderungen durchgehen. Und das glaube ich, das Wichtige an der Sache ist immer sehr häufig, dass die Leute

[00:04:49] immer davon sprechen irgendwie, ich habe, die Firma hat AI reingebracht irgendwie um Kosten zu sparen. Aber das Interessante ist, dass eben gerade die Leute oder die Firmen, die es zum Beispiel in Customer Support reingebracht haben und die es richtig umgesetzt haben, dass es dann nicht nur geht um Kosten sparen, sondern es geht eher darum irgendwie, hey, wie habe ich auch, die haben es geschafft, dass sie auch die Custom Experience verbessert haben. Das machen die gar nicht möglich gewesen. Ja, also im Direktor, das ist halt ein Unterschied, ob du mit einem Human sprichst, der irgendwie Ex-Anrufe

[00:05:19] oder Chats annehmen kann und irgendwie gemüde wird oder keine Ahnung, nur eine Sprache spricht, der den kompletten Kontext nicht hat und dann irgendwie mit fünf gleichzeitig spricht und irgendwie sich vertut und dann mit AI haben wir es wirklich hingekriegt, dass die quasi die Leute haben, die AI-Agenten besser bewertet wie die Human-Agenten. Das ist das Schöne, es geht eben nicht nur irgendwie um Kosten sparen, es geht wirklich, du kannst wirklich, wenn du es richtig umsetzt, macht man die Experience für alle Seiten besser. Und das Schöne ist auch,

[00:05:45] also ich sehe es ja bei uns auch intern, wir setzen extrem viel ein, auch im Support, aber deswegen stellen wir weiterhin Support-Leute ein. Der Unterschied ist nur, dass anstatt dass die Leute im Support irgendwie um alles irgendwie schlecht kümmern können, wo es einfach zu viel ist, können die Leute in die interessanteren und die tieferen Sachen viel tiefer reingehen. Wo eben viel von den Basic-Sachen irgendwie durch AI-Agenten quasi abgearbeitet wird. Aber Support ist definitiv ein großer Use Case für sehr viele Firmen. Was sind so Nischen-Use Cases, von denen man vielleicht überrascht ist sie zu hören?

[00:06:14] Also man sagt, hätte ich gar nicht gedacht, die du persönlich super cool fandest, vielleicht auch von kleinen Firmen oder von... Also im Endeffekt, wenn die Leute auf unsere Website gehen, sieht man es wahrscheinlich, aber wahrscheinlich ist es für viele Leute ein bisschen überraschend. Also Security ist definitiv ein großer Use Case für uns auch. Achja? Wir werden auch bei mehreren Verteidigungsministerien auch eingesetzt als SOAR, als Security Orchestration Tool. Okay. Und das war ehrlich gesagt, hat mich auch damals sehr stark überrascht. Auch irgendwie die Use Cases, gerade bei kleinen Firmen zum Beispiel das Web Scraping benutzen

[00:06:42] wir uns relativ viel und das ist halt die Sache bei einer Plattform wie NNN, die halt unglaublich horizontal ist, wo man halt alles alles machen kann, machen es Leute auch für alles. Also keine Ahnung, wir haben auch Leute, die benutzen es privat um irgendwie Fitnessklassen zu buchen oder keine Ahnung, um die E-Mails von der Schule zu scannen irgendwie, um dass man irgendwie nur die wichtigen Sachen rauskriegt. Also Leute, ob das Licht das sind oder... Also ich bin... Also alles oder keine Ahnung, mein VP of Engineering, da ist wirklich eingestellt, dass

[00:07:10] es irgendwie mit Home Automation das erkennt quasi durch den Stromplug, irgendwie der kennt es irgendwie, wann quasi der Strom runterfällt, dann weißt du, die Spülmaschine ist fertig und dann ändert sich das Licht irgendwie. Also die Leute bauen die coolsten Sachen. Ja, wir fahren. Aber eben halt, im Enterprise gibt es irgendwie, hast du Leute, die haben Workflows, die irgendwie komplette Department steuern. Oder auch eben bei uns intern, sie haben irgendwie ein Bot für alles, ob es irgendwie für HR ist irgendwie oder für Sales oder Produkt irgendwie, wo dann kannst du sagen, hey, die hatten die ganzen Produktinterviews, dann kannst du einfach die Fragen stellen oder

[00:07:39] erstellst irgendwie die Insights, also man kann da relativ viel mittlerweile bauen. Aus der Company-Perspektive, jetzt schaust du auf AR, auf Umsatz und so weiter, ist Enterprise die Zukunft zu Kunden wie Mercedes? Es gibt so dieses Zitat von Marc Andreessen, der sagt, sell to small companies make small money, sell to big companies make big money. Also wenn du es dir aussuchen kannst, dann geh auf die Enterprises dieser Welt. Siehst du das auch so? Und was bedeutet das für euer Geschäftsmodell? Definitiv, also im Endeffekt, würde ich zwei Sachen sagen. Also wo wollen wir das meiste Geld generieren, ist definitiv von der Enterprise-Seite. Aber wie kommen wir in die Enterprises rein, ist doch durch diese Hobby-Use-Cases.

[00:08:09] Also wir kamen in das Verteidigungsministerium-Use-Cases, da kamen wir auch rein, weil jemand bei einem Systemintegrator, der dort gearbeitet hat, NNN privat genutzt hat und der hat uns sie reingebracht. In alle großen Organisationen kamen wir eben bottom-up rein. Das heißt, sicher machen wir das meiste Geld wahrscheinlich bei den großen Unternehmen, aber eben der andere Teil ist genauso wichtig, weil das ist unser kompletter Funnel. Das heißt, die spielen sehr leid zusammen. Seid ihr in der Community, ihr könnt von denen lernen, ihr seid in einer sehr breiten

[00:08:37] Masse und kommt dadurch auch in solch... Aber eben vor allem, Lernen ist auch wichtig, aber was wichtig ist, dass die Leute einfach die kennen, die sagen, hey, das ist ein unglaublich tolles Produkt, ich kriege unglaublich viel Verlieder raus und denke, das kann ich auch in meiner Firma einsetzen. Und dann bringen sie es rein. In kleinsten Firmen, in größten Firmen und eben zum Teil auch eben nicht nur bottom-up, zum Beispiel ist es auch top-down, weil der dann so die, keine Ahnung, der Board-Member sieht, hey, in der anderen Firma wird das eingesetzt oder der CEO sieht ein Video auf YouTube. Und so kommt es dann auch zum Teil von beiden Seiten an, hey, wir sollten glaube ich N8N einsetzen.

[00:09:07] Ach übrigens, wir nutzen N8N schon. Also... Gernst du solche Storys, wo so ein Vorstandsvorsitzender auf YouTube mal ein Automation-Video hat? Also es kam, also ich habe eine Story von einem CEO, relativ großen, der sehr häufig, also da gibt es viele, die das eingesetzt haben. Von einem Board-Member hat mir auch einer erzählt, sagt, hey, mit dem habe ich dann später ganz was anderem gesprochen, und gesagt, hey, ich habe damals NNN in diese Firma reingebracht, ich habe euch gesehen und die haben das alles aufgebaut. Und wir wussten gar nicht, wie kamen wir überhaupt rein. Im Nachhinein wussten wir, es kam durch diesen Board-Member.

[00:09:37] Habt ihr das Content-Game, da seid ihr extrem stark drin und sieht aber auch sehr organisch aus, sodass Leute einfach von dem Tool begeistert sind, ihre eigenen Videos machen. Also habt ihr das in der Weise befeuert? Wie ist die Strategie, um diese Content-Fülle zu erreichen? Im Endeffekt, wir haben uns halt... Ich glaube, es kommen jetzt zwei Sachen. Einerseits braucht man eine starke Community, die von dem Produkt sehr begeistert ist und quasi

[00:10:04] sehr, also ja, sehr, sehr Board-In ist, aber zum selben Zeitpunkt... Also das bringt es zu einem gewissen Level, aber um zum weiteren Level zu kommen, müssen die Leute wirklich auch einen privaten Mehrwert sehen. Irgendwie zum Beispiel Geld ist eine der besten Sachen. Das heißt, wir haben sehr viel Content, wird generiert von kleinen, von Agenturen oder von Influencern, die natürlich auch Geld mitverdienen, wenn die Leute die Videos angucken und dann danach... Die sind nicht bezahlt.

[00:10:32] Die Leute, die machen die Videos, aber eben mehr Views zu kriegen, das werden die von YouTube bezahlt. Genau, richtig. Oder eben, die haben Agenturen und dann kann ich so sagen, da kommen die Leute zu denen, um eben... Um eben... Um zur Implementierung zum Beispiel. Genau. Also die generieren darüber wieder Kunden. Genau. Und die Erfolgreiche, die natürlich werden, das Erfolgreiche... Also die helfen sich gegenseitig raus. Also der erste fängt an, der hat noch wenig Vorteil, aber dann irgendwann hat es eine gewisse Masse erreicht gehabt.

[00:11:00] Und dann genug Leute haben nach anderen Videos gesucht und dann haben mehr Leute Videos erstellt. Und es hat sich dann quasi mehr und mehr so aufgepluscht, dass irgendwie natürlich mehr Leute gesucht haben, aber auch mehr Videos da waren und die Leute mehr Geld damit verdient haben und mehr Leute nach Implementierungspartnern gesucht haben. Und dann sind wir glaube ich, wenn man beide Teile hat, eben hey, das Produkt ist toll, ich liebe es, aber auch, es gibt noch einen privaten Vorteil irgendwie, ich kann davon arbeiten. Und immer quasi, wenn ich bei Community Events bin, gibt es mir extrem viele Leute, die sagen, hey, ich liebe Endend, ich habe quasi meine ganze Firma um Ende aufgebaut. Ich habe irgendwie eine...

[00:11:30] Die mit meinem Lebensunterhalt. Genau. Und das ist halt eine tolle Sache irgendwie. Ja. War das für dich dieser Moment, du hast ja offensichtlich der Product-Market-Fit gefunden, so der... Ich hatte den Albert Wenger mal hier im Podcast von USV aus New York, der meinte, der Moment ist ja so, du fährst mit dem Fahrrad nicht mehr den Berg hoch, sondern du fährst plötzlich runter und probierst einfach nur alles zusammenzuhalten. Wie hat sich das angefühlt? Das ging ja vor, weiß ich nicht, zwei, drei Jahren los oder so? Also hauptsächlich war es sehr stark letztes Jahr, 2025 war es wahrscheinlich das, wo es am stärksten war.

[00:11:57] Und es war schon sehr extrem, weil wir hatten noch ein relativ kleines Team und auf einmal gab es natürlich unglaublich viel Demand. Dann hast du dieses Problem, dass man... Man weiß im Blick, man nutzt die Opportunity nicht komplett, weil es kommt so viel rein, man muss einfach priorisieren. Ja, eben, es ist einfach unmöglich. Bringst du aus dem ganzen Feuerwehrschlag. Genau. Und das ist natürlich einerseits schade, aber andererseits natürlich auch toll, weil irgendwie, wie du gesagt hast, irgendwie am Anfang, man muss ein bisschen mehr, man muss ein bisschen mehr, man muss nicht genug zurück.

[00:12:23] Und wir sind immer, um fair zu sein, wenn man sich irgendwie keine Ahnung, Adoption ansieht, ob es das Revenue ist oder GitHub-Stars, aber auch immer irgendwie, wenn man sich das S anguckt, sieht es aus, als hätten wir irgendwie, wären wir irgendwie jahrelang gar nichts passiert. Aber wenn man reinzoomt, dann... Da ging es trotzdem auch mal... Ja, eben, wir waren trotzdem unglaublich froh eigentlich, aber war halt irgendwie ein ganz anderes Level. Da konnte man irgendwie absehen, wo sind wir irgendwie dann, wo sind wir jetzt irgendwie kurz hin.

[00:12:46] Aber es ist ein Unterschied, ob irgendwie, keine Ahnung, 30% wachsen oder 50% oder 3x oder dann auf halbem 10x. Das war dann definitiv dann auch vor allem ein Challenging, weil man hat natürlich, um dann quasi das Team auch schnell genug aufzubauen, hat man zum Teil einfach die Strukturen gar nicht da. Du hast halt irgendwie relativ keine Heads oder VPs, wo die direkten Reports haben muss, also man ein Second Level einbauen. Aber dann musst du irgendwie gleichzeitig viele Leute einstellen. Die Leute sind unglaublich busy, aber die müssen natürlich dann Interviews führen. Das heißt, kommt dann alles irgendwie auf einmal zusammen.

[00:13:13] Wie sind das für dich persönlich gemanagt? Du bist ja immer Overwork. Du kannst ja gar nicht so viel machen, wie du da die Marktphase hast. Ja, aber ehrlich gesagt, das ist schön, dass es eben auch geteilt wird durch alle Leute und durch alle Level. Das heißt, wir wären halt alle unglaublich busy. Und ich glaube, das Wichtigste war für mich einfach ein unglaublich starkes Leadership-Team zu haben, wo einfach die richtigen Leute pushen, die richtigen Sachen vorwärts, die stellen die richtigen Leute ein.

[00:13:39] Und Leute, die unglaublich gut sind, Leute, die zur Kultur passen. Und es hat zum Teil natürlich ein bisschen langsamer gemacht, wenn man irgendwie ein Restriktiver war beim Einstellen. Aber im Endeffekt hat es, glaube ich, man sieht es jetzt vor allem jetzt. Also jetzt haben wir irgendwie die einzelnen Strukturen da und letztlich sind wir gewachsen von wahrscheinlich 60, 70 auf 200 irgendwas. Jetzt sind wir, glaube ich, auf 280 und irgendwie 330 und dann 330 schon unterschrieben. Und Ende des Jahres wollen wir irgendwie 450 sein. 450, Leute. Und deshalb, das ist 10 momentan, schauen wir mal, wo wir genau hinkommen.

[00:14:08] Aber das heißt, jetzt wird es von dem her einfacher, weil die Strukturen da sind. Aber trotzdem ist es immer noch wirklich nicht viel einfacher, weil natürlich irgendwie die absolute Anzahl von Leuten, die man einstellen muss, die man finden muss mit einem gewissen Quality Level natürlich immer noch extrem stark ist. Wie viele sind in Berlin von den 450? Ehrlich gesagt, gar keine Ahnung. Ich weiß, wir haben ungefähr 25 Prozent der Leute sind in Deutschland. Okay. Wie viele in Berlin sind, weiß ich gar nicht. Da haben wir noch 20 Prozent UK, nochmal 20 Prozent Amerika und der Rest ist irgendwie in Europa verteilt. Sind die in Offices oder sind die alle fully remote?

[00:14:35] Also wir haben ein Office in Berlin. Die meisten Tage sind, ehrlich gesagt, wahrscheinlich zwischen drei und acht Leuten da. Wirklich? Ja, also wir sind sehr remote. Wenn ich hier in der NLN-Office laufe, dann sind es ja drei Leute im Zweifel. Drei bis acht. Also letzten Freitag war ich alleine da, ehrlich gesagt. Wirklich? Ja, also Freitag ist der leerste Tag, weil alle remote arbeiten. Krass. Und dann eben in London haben wir relativ, da haben wir mehr Leute drin. Und jetzt eröffnen wir nichts. Übernächste Woche fliegen wir nach Amerika, wo wir offiziell unser Boston-Office eröffnen.

[00:15:02] Und da ist das, ehrlich gesagt, das größte Office weltweit, was wir haben. Und ich glaube, dass es vor allem auch sehr sales-heavy ist. Und die Sales-Leute gehen auch lieber ins Büro wie in den Offenieren. Und deswegen, am Anfang waren wir collocated in Berlin, aber dann haben wir es relativ schnell aufgemacht, um eben das richtige Talent zu finden. Und seitdem, auch ich, ich bin die einzige Person, die wahrscheinlich jeden Tag im Büro ist. Aber ich gehe auch rein bis mittags, gehe dann was essen und danach bin ich daheim und habe dann Homeoffice.

[00:15:31] Und dann bin ich zumindest daheim und kann da recht Lob zu meinem Kindern sagen und muss nicht irgendwie erst noch daheim gehen. Deswegen ist es eine schöne Kombination aus beiden. Wahnsinn. News der Stunde, SAP investiert 5,2 Milliarden Bewertung. Wahnsinn. Eines der wertvollsten deutschen Startups. Congrats. Dankeschön. Richtig geil. Was macht das mit dir? So eine verrückte Zahl? Wie gesagt, nicht viele.

[00:15:53] Im Endeffekt, irgendwie der Grund ist, man weiß im Endeffekt, ist, wie, früher war es so, keine Ahnung, man hat eine gewisse Größe erreicht und hat Product-Market-Fit und war alles schön. Und mittlerweile ist es so, man weiß, irgendwie ist bewegt sich alles so schnell. Deswegen, ich weiß, es geht irgendwie momentan sehr schnell nach oben, aber irgendwie werden wir uns nicht weiterentwickeln. Kann alles genauso schnell wie nach unten gehen. Hilft dir auch Angst vor so einer Bewertung? Ja, es ist natürlich der Druckstreik, natürlich dementsprechend, weil du hast andere Erwartungen, du hast mehr Verantwortung, du hast mehr Leute.

[00:16:23] Auch wenn die Leute nicht auch auf Fans mit einer gewissen Bewertung investieren, haben die natürlich auch gewisse Erwartungen. Natürlich wollen die noch weiter irgendwie gewisse Multiple sehen. Und das ist auch unser, also im Endeffekt, ihr habt natürlich, wenn ich mir angucke, die Ambitionen, die wir haben, da habe ich kein Wohl damit, weil wir haben das Potenziales da. Aber trotzdem gibt es natürlich, wie gesagt, nicht viele Firmen in Europa, die den Scale erreicht haben. Deswegen ist natürlich die Chance um einiges höher, dass es nicht funktioniert.

[00:16:48] Wie das funktioniert, ist nicht, hey, irgendwie jede dritte Firma, die den Stage erreicht hat, wo wir sind, die kommt automatisch dahin. Also er hat den Stage, den wir erreichen wollen, hat ihm noch keine Firmen in Deutschland erreicht oder in Europa erreicht. Deswegen ist es von dem her schwierig. Aber ich glaube, wenn man es nicht versucht, muss man sagen, also ich habe ein tolles Team, wir haben unglaublich viel Opportunity. Deswegen ist es der ganze Stress und alles wert. Aber bis jetzt läuft noch alles ganz gut und deswegen kann ich mich nicht beschweren.

[00:17:14] Also ich glaube, das Risiko ist, wir haben ein Team, das die Opportunity am besten annehmen kann. Ja, mega. Und ich kann sagen, ganz Deutschland, Europa hat den Daumen gedrückt, dass ihr das hinkriegt und dann auch eine 50 Milliarden Company da baut. Das Potenzial ist da, ihr seid in einer geilen Position. Ja, geil, so ein Beispiel zu haben. Mehrere Zehn-Milliarden-Bewertungen. Exakt, ehrlich gesagt, 50 Milliarden ist auch definitiv noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir haben definitiv einiges höhere Ziele.

[00:17:44] Geil, das ist der Spirit, den wir brauchen. Was ist von dir persönlich ein Glaubenssatz, den du komplett verinnerlicht hast, aber den viele andere nicht so sehen? Also im Endeffekt, ich habe momentan, was ich von Anfang an wahrscheinlich anders gemacht habe und wir auch bei N8N anders machen, ist, wir sind keine Firma, die irgendwie sagt, hey, arbeite jeden Tag irgendwie 18 Stunden, arbeite die Woche durch.

[00:18:12] Wissen wahrscheinlich eher, die sagen, hey, warum bist du irgendwie nicht online 10 Uhr nachts, sondern wir sagen eher keine Ahnung, warum bist du online? Aber wir eben glauben, im Endeffekt, wenn man eine Firma mit einem gewissen Skill aufbauen will, braucht es einfach eine lange Zeit. Und ich glaube, gerade im AI-Age ist es wichtiger denn je, dass man die richtigen Leute drin hat und die auch langfristig drin hat. Das heißt, das Letzte, was man machen will, ist, dass die Leute Burnout kriegen. Genau, das geht einfach nicht. Wir haben das Ziel gesetzt, reach a billion users of less than a thousand employees.

[00:18:40] Das heißt, Talent-Dennts ist unglaublich wichtig. Das heißt, wenn man die Leute durchschönen würde, da gibt es einfach nicht genug gute Leute in Deutschland oder Europa generell, um das möglich zu machen. Deswegen sagen wir, hey, arbeite normal und wir suchen halt immer Leute, die eben nicht nur extrem begeistert sind von NET, sondern die auch ihren Job wirklich lieben. Du hast einen Unterschied, du musst die Leute nicht pushen. Also die pushen sich eher selber, weil sie Bock drauf haben. Wenn Leute Bock drauf haben, das ist nicht Arbeit, das heißt, du kriegst keinen Burnout, weil du einfach Bock drauf hast.

[00:19:07] Deswegen müssen Leute halt immer noch ein bisschen zurückpullen und es gibt unglaublich viel Stress. Aber ich glaube eben, ich bin keiner, um zu Contourner, ich glaube wahrscheinlich eben weniger, du brauchst keine 18 Stunden am Tag, keine 7 Tage die Woche. Das Wichtige, du arbeitest die Zeit im Büro effizient und du bist irgendwie, du burnst nicht out und du hast eine gute Relation mit deinem Partner, mit deinen Kindern. Und das ist auch so ganz viele Jahre arbeiten, das ist, glaube ich, momentan das Wichtigste, weil eben gerade bei Aidsch, jede Firma hat die gleiche, jede Firma hat die gleichen Tools.

[00:19:36] Die Leute sind eigentlich wichtiger denn je. Vielen Dank, dass du da warst. Das stimmt. Mich gefreut. Hat richtig Spaß gemacht, richtig cool. Danke, danke. Danke für die Zeit. Danke. Danke.