Er wollte nie ein Unicorn bauen. Jetzt hat er zwei. Florian Seibel ist Mitgründer und Co-CEO von Quantum Systems und hat mit Stark eine zweite Drohnenfirma gegründet. Quantum macht über 700 Millionen Umsatz, beschäftigt 1.900 Menschen, rund 800 davon in der Ukraine, und hat etwa zehn Firmen übernommen. Du erfährst, warum er zu jeder Übernahme selbst hinfährt, wie die Höhe der Bewertung über den Anteil der Gründer entscheidet und wer zuständig ist, wenn eine fremde Drohne über den Flughafenzaun fliegt.
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00:00 - Trailer & Intro
02:05 - Warum ein Drohnenhersteller einen Hubschrauber kauft
09:05 - Ziel 100 Mitarbeiter: Nie als Unicorn geplant
17:10 - Warum es ohne Ukraine keinen ernsthaften Hersteller gibt
28:06 - Drohne gegen Panzerhaubitze: Wer den Angriff noch abbrechen kann
30:30 - Keine Waffen erlaubt: Warum er Stark gegründet hat
36:06 - 500 Millionen, zwei Bewertungen: Was das für Gründer heißt
38:23 - Warum Deutschland seine Schlüsseltechnologie verkauft41:57 - Rund zehn Zukäufe: Warum er selbst zu jedem Termin fährt
48:16 - LinkedIn statt Pressestelle: Leaks als Strategie
56:15 - Drohnenabwehr am Flughafen: Wer ist eigentlich zuständig?
01:01:46 - 100 Einstellungen im Monat: Warum er nicht mehr jeden kennt
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[00:00:00] Das ist ein schwieriger Punkt für mich auch emotional zu sagen, wir haben von einem Krieg, wo Menschen sterben, wirtschaftlich massiv profitiert. Das ist früher geflogen bei der Bundeswehr, du warst Pilot, jetzt hast du einen Helikopter gekauft. Ja, ich glaube Hubschrauber ist die letzte Domäne, wo der Pilot rausfliegt, aber der muss sich künftig ganz anders schützen und dazu können auch Drohnen und die Drohnen müssen vom Hubschrauber auch abgesetzt werden. Von daher ist das eine Investition in Future Topics, aber macht natürlich auch Spaß. Drohnen habt ihr selber entwickelt, da hast du einen Background, bist ein Engineer, kennst dich da aus, viele von den anderen Sachen habt ihr zugekauft.
[00:00:28] Wie baust du so ein Produktportfolio auf? Wir haben in Europa echt viele Goldnuggets, die muss man nur finden und es ist Teil der Secret Source. Da muss der Gründer hin, das hilft nichts, wenn er da irgendwie ein Strategy-Committee hat. Der Gründer will, dass der Gründer da hinkommt, auch wenn die andere Firma vielleicht nur fünf Mann hat. Und alle Acquisitions, die wir haben, die haben auch meine Handynummer, aber ich sage, das ist mir ganz wichtig. Ihr hattet ein C und ich habe eins und ihr könnt mich genau deswegen auch anrufen, das ist die gleiche Ebene.
[00:00:55] Und das ist den Gründern fast, würde ich sagen, noch mehr wert als vielleicht der letzte Euro in der Bewertung. Und deswegen haben wir eigentlich jeden Deal geclosed, den wir haben wollten. Wenn du in Europa eine 100 Milliarden Firma bauen willst, dann musst du... Die heutige Folge wird präsentiert von Konto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Und jetzt zur Folge mit Florian Holm von Quantum Systems. Geiles T-Shirt. Aber ein Fuchs, kein Dackel. Ein Fuchs, ne? Ja.
[00:01:25] Acht Euro aus Vietnam. Das ist eine französische Nobel-Edelmarke. Die hat ein Fuchs als Logo. Genau dieser Fuchs. Und die haben halt einfach mal, um da den Kopischutz zu hintergehen, haben die den Doppelfuchs da drauf gestickt. Wurde jetzt schon ein paar Mal gefragt, ist das eine Special Edition von dieser, da kostet ein T-Shirt 200 Euro. Ich so, ne, das kostet acht Euro. Und die haben halt zwei drauf. Dafür kriegst du aber auch Zweifüchse fürs Geld. Genau. Für ein Zehntel vom Preis kriege ich Zweifüchse. Geil.
[00:01:54] Glückwunsch zum Fundraiser. 1,2 Milliarden ist der Grace bei 8 Milliarden Bewertung. Ja. Holy Shit. Ja. Andere Fauna gehen in ein schönes Büro, stellen viele Mitarbeiter, einlosen Helikopter gekauft. Das stimmt. Das ist korrekt, aber den habe ich ja auch nicht nur gekauft, sondern wir haben das ja aufgegleist als Projekt mit Airbus Defense und Space oder in dem Fall Airbus Helikopters.
[00:02:18] Weil wir glauben, dass ein Großteil der Missionen, die mit Hubschraubern künftig noch erledigt werden, weil ich glaube, Hubschrauber ist so die letzte Domäne, wo der Pilot rausfliegt. Aber der muss sich künftig ganz anders schützen und auch ganz anders taktisch einsetzen. Und dazu können auch Drohnen und die Drohnen müssen, dürfen, sollen vom Hubschrauber auch abgesetzt, abgeschossen werden. Und ja, dazu muss man das natürlich testen und integrieren.
[00:02:45] Und um da einfach schneller zu sein, als sich jetzt vielleicht nur auf Bundeswehrhubschrauber oder Programme zu verlassen, wo man dann vielleicht mal einen Slot zugeteilt bekommt, haben wir gesagt, wir kaufen selber ein. Und von daher ist das eine Investition in Future Topics. Aber macht natürlich auch Spaß. Du fliegst selber. Ja. Wie war es für dich? Du bist früher geflogen bei der Bundeswehr? Du warst Soldat, warst Hubschrauber, Pilot. Jetzt hast du ein paar Jahre Pause gemacht. Jetzt habe ich zehn Jahre Pause gemacht, aber es ist tatsächlich wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht.
[00:03:11] Man kann jetzt dann vielleicht nicht bei der Tour de France gleich wieder mitfahren, aber man kann fahren, ohne sich zu blamieren. Und so war es dann auch mit den ersten Stunden jetzt wieder auf dem neuen Hubschrauber. Klar, wir haben da auch Testpiloten, die dann die ganzen Programme wirklich sauber abfliegen. Auch da gibt es ja verschiedene Ausbildungsniveaus. Und da bin ich sicherlich mit meinem Erfahrungshorizont eher am unteren Ende. Aber ich glaube einfach, dass es auch eine gewisse Credibility gibt für das, was wir mit Quantum oder ich da tun, Bau.
[00:03:40] Das ist nicht nur, sage ich mal, Anzug und Krawatte und We-Do-Defense, sondern ich glaube, man muss Defense heute anders gestalten und aufbauen. Und von daher, wenn dann einer der CEOs dann auch mal selber im Hubschrauber sitzt, dann ist das, glaube ich, auch ein gutes Signal. In Bergen warst du unterwegs neulich. War das auch mit dem Hubschrauber? Ne, das war ein anderer, aber gleicher Typ. In den Bergen fliegen ist nochmal besonders anspruchsvoll. Und von daher macht es auch Sinn, dass man da das dann auch mal übt und da vielleicht die eine oder andere Flugstunde auch in den Bergen macht.
[00:04:11] Einfach so ein bisschen die Grenzwerte auch von so einem Hubschrauber, wie leistungsfähig ist der in dünner Luft, bei viel Wind, bei Turbulenzen. Und das geht nirgendwo besser als eben in den Bergen. Und damit es dann eben auch sicher ist, dann macht man halt auch mal ein Fahrsicherheitstraining. Und das würde ich sagen, kann man so ein bisschen mit Alpen-Bergflug vergleichen. Und ist so ein Hubschrauber, den du jetzt neu kaufst, komplett anders als die, mit denen du damals bei der Bundeswehr geflogen bist? Kann man sich vorstellen, wenn ich heute in Tesla steige, ist das anders, als wenn ich vor 15 Jahren in ein normales Auto gestiegen bin?
[00:04:40] Ja, aber ich glaube, es macht Sinn, dass man vielleicht auf so einem Golf 3 auch fahren gelernt hat. Also ich glaube, dass der Tesla oder jetzt vielleicht der neue Hubschrauber da viele Sicherheitssysteme mitbringen und auch einiges digitaler ist, wo du früher, wenn du so ein Triebwerk startest, drei Schalter, zwei Spritpumpen manuell bedienen musst. Dann irgendwie gucken, laufen die Temperaturen hoch, steigt der Druck, bricht die Spannung der Bordbatterie ein.
[00:05:07] Das ist natürlich jetzt FEDEC, Full Digital Engine Control. Da drückst du einen Startknopf und dann macht der Hubschrauber das. Aber ich glaube, so Verständnis ist es trotzdem nicht schlecht zu wissen, was da eigentlich hinten dran passiert. Auto Hover sind solche Features. Also wenn man sagt, Hubschrauber fliegen ist anspruchsvoll, mit einem alten Hubschrauber ist das so. Einen neuen Hubschrauber, den kannst du an die Felswand parken und die Hände vom Knüppel nehmen. Und der bleibt da stehen.
[00:05:34] Und zwar auf, nicht sagen Millimeter, aber auf ein paar Zentimeter genau. Man muss trotzdem wissen, was man da tut, weil die Fallwinde und die dünne Luft und so, das weiß der Hubschrauber zwar auch, wie hoch er ist und wie kalt es draußen ist. Aber wir wollen ja, glaube ich, keinen Podcast über Hubschrauber. Auch vielleicht. Ich finde es interessant. Ich auch, ich könnte erst schon lange drüber reden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich, nachdem ich die Bundeswehrlaufbahn dann nach 15 Jahren beendet habe, dass ich nochmal irgendwann beruflich
[00:06:03] vielleicht wieder in einem Hubschrauber sitze oder den sogar kaufe mit meiner eigenen Firma. Aber wir haben da auch nicht ganz oben ins Regal gegriffen, sondern, sage ich mal, sehr bodenständig im unteren Segment, weil wir damit das Gleiche zeigen können. Vielleicht hätte ein anderer Fondar weiter oben dann die Ledersitzung, Klimaanlage, die Welt, das sind wir nicht. Basic Ausstattung. Du bist in Freiburg aufgewachsen, bist RC-Flugzeuge geflogen, also fliegen war immer ein Thema. Was muss ich noch über deine Kindheit wissen,
[00:06:32] um zu verstehen, was für ein Fondar du heute bist? Gut, da könnte man jetzt auch wieder stundenlang drüber reden, so wie jeder von uns natürlich eine Kindheit hat, die nicht in einen Satz passt, aber ich würde sagen, die war sehr behütet und sehr stark davon geprägt, Dinge auszuprobieren, mich ausprobieren zu dürfen. Meine Eltern haben mich eigentlich in allem, was ich so tue, größtenteils unterstützt. Ich musste auch ein Instrument spielen, was ich nicht so wollte. In der Zeit hätte ich vielleicht lieber besser programmieren gelernt. Das lernte ich auch nicht. Ich wollte immer den Deal. Ich durfte immer so viel an Computer, wie ich Klavier gespielt habe.
[00:07:02] Ich durfte 30 Minuten Klavier eintauschen gegen die Computerzeit. Ja, und genau. Also da ist nichts grob falsch gelaufen. In meiner Jugend würde ich sagen. Abitur gemacht und dann bin ich zur Bundeswehr aus heutiger Sicht alles richtig gemacht. Während der Bundeswehrzeit, muss ich schon sagen, da habe ich schon ein paar Mal an mir, an dem System gezweifelt. An was genau? Na ja, du bist da eine Nummer, du läufst da durch verschiedene Ausbildungsabschnitte durch.
[00:07:32] Du hast natürlich schon auch viel Misswirtschaft und viel also diese Friedensdividende. Es hat an allem gemangelt. Kasernen, die wirklich im Verfallen waren. Das ist in den letzten Jahren nicht besser geworden. Und das macht schon auch, das ist auch ein Gefühl, ich kann das sogar mit Gerüchen verbinden. Also irgendwie diese alte Linoleumböden, die da noch immer ihre Chemikalien ausdunsten.
[00:08:03] Heizungsventile, die seit 25 Jahren nicht mehr geschlossen sind und im Sommer auf voller Pulle laufen und damit es in der Toilette nicht zu heiß ist, sind die Fenster gekippt, aber keiner repariert die Heizung. Also da hast du schon gemerkt, dieses System ist völlig im Arsch. Und trotzdem habe ich da viel mitgenommen. Eine Top-Ausbildung, ein Top-Studium und dafür bin ich sehr dankbar. Nur wenn du in der Situation selber bist, dann fragst du dich schon so, boah, mein Leben zieht irgendwie mir hier vorbei und was machst du hier eigentlich? Weil es war ja nicht absehbar,
[00:08:33] dass diese Armee außer am Hindukusch irgendwo mal vielleicht noch eingesetzt wird. Und selbst da haben wir uns schwer getan. Aus 200.000 Mann irgendwie 5.000 in den Auslandseinsatz zu schicken, das sind 2,5%. Die Amerikaner haben zu jedem Zeitpunkt 40% ihrer Streitmacht irgendwo verteilt auf dem Globus. Und wir kommen an die Leistungsgrenze, weil wir 2,5% irgendwo im Ausland haben. Du warst Soldat, Hubschrauber, Pilot, Ingenieur. Und wann war der Punkt, dass du gesagt hast,
[00:09:03] ich werde Unternehmer? Also es wäre jetzt gelogen, wenn wir uns dann hingesetzt hätten und gesagt hätten, jetzt machen wir hier so ein Unternehmertum, Entrepreneurship-Programm und iterieren irgendwie so ein Funnel runter auf, das ist die Idee und das Funding und Team wird gebaut und hier ist das erste Investment. Ich glaube, Personio, in einem Hanno muss man vielleicht nochmal recherchieren, aber nicht unrecht tun, aber ich glaube, das ist so ein bisschen wie so aus einer Retorte raus. Wenn ich nur lang genug nachdenke, welches Problem habe ich noch,
[00:09:32] dann finde ich vielleicht irgendwas und dann lässt sich da mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit 9 von 10, 99 von 100 scheitern ein Unternehmen bauen. Das war bei Quantum nicht der Fall. Wir haben nie die Absicht gehabt, ein großes Unternehmen, geschweige denn, ein Unicorn zu bauen, sondern es war immer die Idee, also bis zum Jahr 2018, 19, also 3, 4 Jahre into Founding, war eigentlich immer so, ja, wenn wir mal 100 Mitarbeiter haben
[00:09:59] und uns selber finanzieren können, dann ist das der Erfolg und was anderes will ich auch gar nicht im Leben. Also Geld motiviert mich nur bedingt, sondern mich motiviert halt, die Dinge zu tun, die ich tun kann und kreativ sein zu dürfen und wenn das, if this pays my bills, so dann war die Idee, dann das ist die, das war das Rational behind our founding und dass dann ein Ukraine-Konflikt und so natürlich das alles massiv beschleunigt haben und uns haben größer denken lassen,
[00:10:29] das gehört wirklich zur Wahrheit dazu, dass wir da auch jetzt, das ist ein schwieriger Punkt für mich, auch irgendwo so ein bisschen emotional zu sagen, wir haben von einem Krieg, von einem Konflikt, wo Menschen sterben, ökonomisch, wirtschaftlich massiv profitiert. Ja, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, wir sind auch ins Risiko gegangen, wir haben mittlerweile 800, 900 Mitarbeiter in der Ukraine, ja, in der Ukraine, insgesamt 1.000, insgesamt 1.900 jetzt,
[00:10:59] also wir tun da auch was dafür, also es ist nicht nur Glück fällt auf uns und der Geldregen kam, nein, also wir reinvestieren da jeden Euro, wir sind dankbar für die Aufträge, die wir bekommen, wir glauben auch, dass wir das, was wir tun, dass das wichtig ist für dieses Land, dass sich daraus auch hoffentlich irgendwann, wenn diese Konflikte mal vorbei sind, auch ganz andere Technologien dann ableiten lassen und im Defense-Bereich ist schon immer viel entstanden dann, was dann in den Zwiebeln-Bereich eingesetzt wurde. Triebwerke, Teflon-Pfanne,
[00:11:29] Internetkonserve, das Internet, also Satelliten, GPS, ja, ich glaube, das ist vielen gar nicht so bewusst hier, also Defense ist böse, nee, ich glaube, wir haben Defense viele Jahre verteufelt und Defense ist aber auch immer eine Schrittmacher, das ganze Silicon Valley ist aus Defense heraus entstanden, ja, und ich glaube, wenn wir jetzt vielleicht ein bisschen nach vorne spulen oder vielleicht zum Ende des Podcasts, so, was ist das Fazit? Ich glaube, das Fazit ist, wir können da ganz viel mitnehmen als Deutschland. Ich glaube, dass wir auf ganz schwierige Zeiten zusteuern. Wir sehen noch gar nicht,
[00:11:59] wie schwierig es eigentlich werden wird. VW und was da so alles am Horizont erscheint, ich glaube, das ist erst mal die Spitze des Eisbergs und es wird noch viel schlimmer, bevor es wieder gut wird. Aber ich glaube, wir haben auch tiefe Wurzeln in diesem Land. Die Bildung ist grundsätzlich noch in Ordnung. Wir haben, Geld ist noch da. Die Infrastruktur, auch wenn wir jammern, die Brücken halten noch alle. Super Talent, wir sind ja in Süddeutschland. Universitäten und so. Wir haben es noch in der Hand, das Ruder rumzureißen.
[00:12:28] Aber Herr Merz muss jetzt abliefern. Die Sommerpause ist jetzt rum und am besten keinen Millimeter mehr zurückrudern jetzt, was er vor der Pause angekündigt hat, sondern jetzt wirklich konsequent alles davon zu 100 Prozent und vielleicht noch ein bisschen mehr auch wirklich umsetzen. Werbung. Viele der besten Founder, die ich kenne, lösen ein Problem, was sie selber hatten. Und so ist auch Konto entstanden. Die Founder haben davor eine andere Firma gemacht und alles rund ums Geschäftskonto war nervig, manuell und hat Papierkram erfordert.
[00:12:57] Das digitale Tool, was sie erwartet haben, gab es nicht. Also haben sie es gegründet. Und ich finde, genau das merkt man. Ich nutze Konto seit vielen Jahren und habe das Gefühl, das Produkt ist von Tech-Leuten gebaut und für Founder gemacht und nicht von Bankern aus den 90ern entwickelt für die Compliance-Abteilung. Ich erstelle Rechnungen zum Beispiel direkt über die App, SEPA-Zahlungen sind in Sekunden da, die Belege ordne ich den einzelnen Transaktionen zu, braucht man kein zweites Tool und der Steuerberater holt sich alle Daten sauber über die Datenschnittstelle.
[00:13:26] Ich selbst nutze Konto für meine private Holding, für die Foundermode GmbH, für alle Companies, die wir neu aufsetzen. Und wenn du das für deine Firma auch machen willst, dann geh auf Konto.com, Konto mit Q, benutze den Code Foundermode, um das Produkt sechs Monate kostenlos zu nutzen. Werbung Ende. Wie war für dich dieser Ukraine-Moment, wo du auf der einen Seite sagst, okay, das ist wirtschaftlich jetzt ein krasser Rückwind für das, was ich hier baue, die Produkte so und gleichzeitig moralisch schwierig oder emotional schwierig, hast du gesagt, wie war dieser Konflikt für dich?
[00:13:55] Na gut, also man lebt und lernt ja da auch darin und es ist noch nicht jeder Tag gleich oder jeder Monat oder jedes Jahr. Auch der Weg der Ukraine hat sich ja verändert, auch unsere Wahrnehmung als, am Anfang sind alle darüber gegangen, dann gab es viele Schwierigkeiten, so in der Supply Chain, im Land zu sein, war alles nicht so einfach, das zu organisieren, deine Mitarbeiter auch so zu schützen, dass die nicht eingezogen werden können, weil dann sonst baust du da was auf und dann werden die gedraftet, das hilft dir dann auch nicht. So, da haben wir viel auch lernen müssen
[00:14:24] und waren aber auch bereit, das zu lernen, wo andere dann erst gar nicht hin sind oder dann relativ schnell die Nerven verloren haben und wieder raus sind. Du hast gesagt, wir sind all in gegangen, ihr habt nicht gezögert, wir haben unser eigenes Geld investiert. Ja, Leinmetall hat bis heute noch kein Munitionswerk dort gebaut, obwohl Herr Pappberger, ich glaube an Tag drei nach dem Einfall gesagt hat, wir stehen neben der Ukraine und wir werden unsere Produktionskapitäten in Country, also im Land ausweiten. Ja, wir haben halt mittlerweile
[00:14:53] vier oder fünf Orte, das auch alles disloziert, um es einfach auch zu schützen und nicht alles dann an einem Standort zu haben, aber ich glaube, viele haben da bis heute einfach halt auch viel Propaganda nur gemacht und wohlwollend von der Seitenlinie kommentiert, wo wir halt gesagt haben, mit all in meinen wir halt auch all in. Wir hatten keinen Investitionsschutzmechanismus vom Finanzministerium, wenn, was weiß ich,
[00:15:22] irgendeine Garantie im Ausland was schief geht, dann haftet ja normalerweise dann auch das Finanzministerium für sowas. Die haben dann gesagt, naja, können wir nicht, das ist ein Kriegsgebiet, das verstehe ich ja auch. Ja, aber dann muss ich halt als Unternehmer entscheiden, tue ich es trotzdem oder tue ich es nicht. Und ich glaube, als Gründer entscheidest du dann wahrscheinlich anders, wie wenn du eben einen Hired CEO von einem DAX-Konzern bist. Wann warst du zum letzten Mal da? Ich war vor der Sommerpause. Also Sven, wir teilen uns das ja auch auf. Ein Co-CEO? Co-CEO, genau.
[00:15:52] Also er hat ja mittlerweile, er war auch der, das ist massiv, auch zu seiner, for his credit, der, ich habe da eher gezögert am Anfang. Ich war da ein bisschen zögerlicher als er, aber er ist da ganz klar all in und es sind auch gute Dialoge und Diskurse, die ich da mit ihm habe. Es gewinnt immer das bessere Argument. Bei 95 Prozent sind wir uns einig, was wir tun und in 5 Prozent gewinnt dann das bessere Argument. Was war das Argument in dem Fall? Naja, das war einfach, da braucht es gar nicht viel.
[00:16:21] Manchmal ist das Argument einfach nur, glaub mir, trust me, Flo, I know it. Und wenn ich sage, ey Sven, wir müssen jetzt einen Hubschrauber kaufen oder wir müssen Mosaik oder wir müssen Maritime oder Multidomain gehen oder wir fliegen zum Mars, dann sagt er auch, I trust you. Also du hast schon mal gesagt, wir fliegen zum Mars? Ne, aber wir kaufen einen Hubschrauber und wir machen Multidomain und wir bauen Boote und Fahrzeuge und schauen uns Space an. Das habe ich ihm gesagt und da sagt er, ja, weil da ist einfach,
[00:16:51] also da habe ich wirklich ein außergewöhnliches Glück auch gehabt, so jemanden zu finden, mit dem ich so harmoniere. Zwei Alpha Tiere, die wir sicher auf eine unterschiedliche Art Weite sind, aber dass wir da koexistieren können. Also da hätte ich nicht besser treffen können. Und du hast gesagt, wenn man nicht in der Ukraine vor Ort ist, existiert man als Hersteller nicht. Ja. Was bedeutet das? Naja, im Prinzip so, if you're not in Ukraine, you do not exist as a manufacturer.
[00:17:20] Das ist eigentlich genau das. Die Ukraine zeigt ja, wie schnell sich Dinge weiterentwickeln, wie dieser Feedback Loop von was funktioniert im echten Einsatz unter widrigsten Umständen. Das können Wetterbedingungen sein, das kann GPS, was nicht da ist, was ich für Navigation nutzen kann. Ich kann vielleicht nicht ein reguläre Wartungsintervalle einhalten. All das lerne ich nur, wenn ich im Einsatz bin. Und das lerne ich auch nicht unbedingt auf dem Probenübungsplatz.
[00:17:50] Und man lernt es dort eben sehr, sehr schnell. Und die Ukrainer, dadurch, dass wir da eben vor Ort sind, die haben da auch nochmal ein noch, würde ich sagen, krasseres Mindset als jetzt unsere eigenen Mitarbeiter hier in Deutschland. Die sind schon top, top, top und auch motiviert. Aber du kannst natürlich nicht ein Unternehmen in Deutschland über fünf Jahre so führen, jeden Tag, jedes Wochenende, jeder Monat ist Krieg. Nein, also Menschen haben natürlich, auch wenn ich das Wort nicht mag, eine gewisse Work-Life-Balance,
[00:18:21] musst du natürlich schon auch, weil das ist ein Marathon. Aber in der Ukraine laufen die halt gerade einen Marathon im Sprint-Tempo. Und das kannst du nur durchhalten, wenn auch wieder dieser Constant Threat da ist. Und von daher bin ich da auch natürlich irgendwo sehr dankbar, aber auch irgendwo demütig, dass wir diese Erfahrungen alle da auch mit den Ukrainern machen dürfen, aber gleichzeitig auch helfen können. Also es ist so ein Profit in both directions. Und ja, der Satz ist
[00:18:52] komplett richtig. Diejenigen, die das nicht erkannt haben, weil sie zu lange gezögert haben oder weil sie vielleicht nach einem Jahr gesagt haben, naja, jetzt ist dann wirklich bald zu Ende. Und im Jahr drei hat man dann vielleicht gesagt, naja, also jetzt vielleicht noch ein halbes Jahr, jetzt lohnt sich's auch nicht mehr. Jetzt sind wir dann im Jahr fünf. In dem gleichen Argument könnte ich natürlich jetzt auch wieder sagen, naja, das wird sich doch irgendwann mal, jetzt haben sie ja dann bald nichts mehr, die Ukrainer. Und trotzdem haben sie sich immer wieder neu erfunden. Und die werden sich auch weiter neu erfinden. Russland wird und kann diesen Krieg nicht gewinnen.
[00:19:21] Und die Ukraine kann ihn aber auch nicht gewinnen. Im Sinne von, Ukraine hat das Territorium und die Krim nachher wieder. Also da, das kann Putin nicht zulassen. Vorher wird er Atomwaffen einsetzen. Also das ist, bedeutet seine eigene Existenz vernichtend, wenn er sich von der Krim zurückziehen müsste. Dann, das ist sein eigenes Todesurteil, würde ich sagen. Und von daher wird er da, wird er,
[00:19:51] das kann er nicht zulassen und wird er nicht zulassen unter keinen Umständen. Und das muss man natürlich aber auch anerkennen, was heißt jetzt gewinnen? Also wahrscheinlich so lange weitermachen, bis ihm wirklich die Puste ausgeht. Und dann vielleicht akzeptieren, dass ein Teil des Sombas und die Krim erstmal vielleicht noch für ein, zwei, drei Jahrzehnte russisch sind. Und dann vielleicht in einer zweiten Phase, ähnlich wie vielleicht
[00:20:20] dann nach der Teilung Deutschlands in Ost und West, war ja auch immer die Hoffnung, dass man das wieder vereinen kann. Und ich glaube, einen ähnlichen Weg könnte dann die Ukraine vielleicht gehen, dass sie irgendwann wieder vereint wird. Weil mal mit ein bisschen Abstand auch den Russen vielleicht selber irgendwann klar wird, wenn da vielleicht andere Elite in anderes, wenn sie vielleicht auch am Boden aufgeschlagen sind und unten ökonomisch im Nichts enden, dass sie sich dann vielleicht wieder besinnen und sagen, naja, um jetzt wirklich wieder auf die Weltbühne
[00:20:50] zu können, zu dürfen, müssen wir das vielleicht dann auch wieder zurückdrehen. Werbung Johannes Kliesch von Snocks war neulich bei uns im Podcast und da gab es einen Moment, da haben dem 800.000 Euro gefehlt. Nicht in der Kasse, sondern bei den Belegen. Und zwar, weil Rechnungen und Bestellungen falsch gebucht waren. Snocks verkauft über Shopify, Amazon, About You, Zalando, ganz viele Marktplätze und am Ende läuft alles in Shopify zusammen. Und dabei war eine Liste von offenen Posten entstanden, die mehrere hundert Seiten lang war. Unter der Last
[00:21:20] ist das bestehende Rechnungstool zusammengebrochen. Dann kam unser Werbepartner Pathway ins Spiel, die automatisiert Buchungen aus Shopify und Stripe in Dativ richtig ablegen und richtig verarbeiten. Der erste Blocker war noch 24 Stunden gelöst und zwei Wochen später liefen 100.000 Buchungen sauber durch Pathway und korrekt in die Buchhaltung rein. Die 800.000 Euro waren zurück und Johannes konnte sich Zeit nehmen, zu mir in Founder Mode Podcast zu kommen. Er sagt, Pathway hat ihm den Arsch gerettet. Wenn euer Business auf Shopify oder Stripe
[00:21:49] aufsetzt, dann nutzt Pathway, meldet euch bei denen, sagt ihr, dass ihr über Foundermode gekommen seid, dann erlassen die euch die Einrichtungsgebühr, die sonst bis zu 1.000 Euro sein kann. Werbung Ende. Wie sieht es da gerade aus an der Frontlinie in der Ukraine und was hat sich da auch geändert die letzten 18, 24 Monate? Gut, also die haben sich beide immer mehr eingebuddelt. Die Ukraine ist da natürlich im Vorteil. Der Verteidiger hat immer irgendwo so ein 4 zu 1, 6 zu 1, 8 zu 1 Kräfteverhältnis, was er aufwenden muss. Naja, weil er seine Stellungen hat, wo er sich eingräbt,
[00:22:19] sag ich mal, oder die ausbaut und befestigt und dann auch hinten dran 500 Meter, 5 Kilometer eine Rückzugsstellung hat und der Angreifer muss ja aus der Deckung raus. Das ist natürlich immer schwieriger, aus der Deckung raus müssen, dagegen anrennen, insbesondere wenn dann das ein hochtechnologisches, digitales, gläsernes Gefechtsfeld ist. Jede Bewegung wird im Prinzip mit einem Drohnenschlag bestraft
[00:22:48] und deswegen ist das auch für Russland ein hoher Blutzolder, den die da gehen, jeden Monat 30, 35.000 Verwundete oder Tote. Ich habe einen Podcast gehört von Thorsten, von Helsing, der sagte, dass die Durchschnittszeit, die ein russischer Soldat in der Killzone an der Frontlinie gerade überlebt, 20 bis 30 Minuten ist. Keine Ahnung, ich kenne die Zahl nicht, könnte stimmen. Also, was ja verrückt ist, was verrückt ist. Und wenn du aber als Soldat das tust,
[00:23:17] dann machst du das ja auch nicht freiwillig. Dann brauchst du natürlich auch Machtstrukturen im Hintergrund, wo der Einzelne, wo das Individuum nichts bedeutet, das Leben nichts wert ist und du dich entscheiden kannst zwischen, ich renne nach vorne und überlebe mit einer kleinen Wahrscheinlichkeit vielleicht versus, ich laufe nach hinten oder laufe nicht und dann bin ich zu 100% auch tot, weil eben dieses, weil der Druck dann eben, ja, also Fahnenflucht oder
[00:23:48] Befehlsverweigerung wird da halt sofort dann mit dem Tod bestraft. Und du hast gesagt, transparente Warzone ist, glaube ich, ein wichtiges Stichwort. Jede Bewegung wird erkannt. Ja. Alles ist überwacht. Und das ist eigentlich, wenn man das jetzt mal vielleicht so nach vorne denkt, wo entwickelt sich das hin? Wenn man sagt, Krieg war immer Innovationstreiber, dann geht die Ukraine natürlich aus der Not raus. Sie hat weniger Personal, ist diesen Weg über Automatisierung,
[00:24:18] über Technik, über Drohnen erst zur Luft, See sind sie auch sehr stark und dann jetzt Land, Robotik, dann glaube ich tatsächlich, dass wir da ja, eine noch weitere Automatisierung dann sehen werden. Vielleicht gegen Ende dieses Konflikts oder auch künftig dann, dass daraus eigentlich dann, ja, vielleicht was, kann man sagen, Gutes entsteht, dass wir irgendwann sagen, naja, wir haben es geschafft durch diese
[00:24:47] technologischen Entwicklungen das, was früher Menschen gemacht haben und wo sie ihr Leib und Leben dann einsetzen mussten, dass wir das künftig Maschinen überlassen können und ich habe mal, kann man vielleicht auch googeln, vor fünf Jahren, glaube ich, gesagt, if we do not want Chinese war robots to kill our children and grandchildren, we need to start acting. Also, wenn man sieht, wie China jetzt da in die Humanoiden reingeht, in Robotik reingeht, dann,
[00:25:17] dann wird es auch da, glaube ich, für uns höchste Eisenbahn, uns mit diesen Themen zu beschäftigen und zu sagen, also was kann vielleicht auch ein Humanoider in so einem Konflikteinsatz, das ist eine dystopische Vorstellung, da sind wir irgendwo so bei Terminator, aber eigentlich ist es doch was, was vielleicht, erstrebenswerte sind, jedes Wort ist eigentlich schlecht hier, aber ist es doch was, was ja vielleicht
[00:25:47] dazu führt, dass da weniger Casualties sind und dass ein Krieg künftig eben nicht durch, ja, so wie ein Zweiter, Erster Weltkrieg war dann ganz grausam und diese Grabenkämpfe und Gas und, ja, und Massenvernichtungswaffen und so und dann ich will nicht sagen, dass Krieg irgendwann okay ist oder ohne Leid und Elend und Traumata ist, aber ich glaube, man kann es, man kann es stark reduzieren, wenn man das vielleicht technologisiert.
[00:26:17] Und dann wird es irgendwann ein technologischer? Nein, das ist ein technologischer Technology War über wer hat die Ressourcen, da ist China leider oder muss man einfach dann auch sagen, sehr gut wieder aufgestellt. Technologisch sind wir, glaube ich, sehr gut, können wir mithalten. Momentan sind wir, glaube ich, so gelähmt in unserem eigenen System aus Verwaltung und und und und und und, dass eine Politik mit all den Problemen, die wir gerade im Land haben, einer möglichen Regulierung von solchen Robotik- oder Autonomiethemen,
[00:26:47] vielleicht kann man sagen, Gott sei Dank momentan gar nicht hinterherkommt oder das auf der Agenda hat, sodass jetzt die Industrie zumindest da ein gewisses Tempo gehen kann und mitgehen kann. Aber ich glaube, wir müssen uns diese Fragen von was ist Autonomie und was darf so ein System selber entscheiden, die werden wir uns schon irgendwann stellen müssen. Und das sollen auch Politiker und Ethiker dann auch mitentscheiden und bestimmen, was da richtig ist. Aber die Industrie muss natürlich an diesen Themen arbeiten können. Aber wie will ich diese Themen bewerten? Und ich glaube, da liegt auch eine Chance
[00:27:16] jetzt für uns drin, durch diese, sage ich mal, vielleicht etwas unregulierte Situation in der Ukraine, da mit dabei sein zu können. Weil ansonsten glaube ich, wäre der typisch deutsche Weg erstmal regulieren und anschauen und ein Gesetz dafür machen und dann forschen. Den hast du kennengelernt bei deiner eigenen Bundeswehrkarriere. Das Ergebnis ist vom deutschen Weg. Ja, also und
[00:27:46] da kann ja auch nachher rauskommen, nein, wir wollen das nicht einsetzen und nein, das ist schlecht. Aber vielleicht kommt da auch raus, nee, so eine Autonomie hat Vorteile. Sie trifft bessere Entscheidungen, sie trifft zuverlässigere Entscheidungen, sie trifft, macht weniger Fehlentscheidungen. Das kann ja auch ein Ergebnis sein. Und da komme ich aber gar nicht hin, wenn ich mich nicht mit diesem Thema beschäftige. Sind denn der Ukraine Systeme im Einsatz, die diese Entscheidungen schon treffen? Mein Verständnis ist, sie sind da eingegraben und viele der... Also ich würde sagen,
[00:28:15] das ist eher so Terminal Guidance. Also das Ziel wird noch ausgewählt von Personen, von Menschen oder vorgeschlagen, dann wird es confirmed und dann schaltet jetzt vielleicht die Drohne oder der Marschflugkörper oder auf dieses System auf und vielleicht reißt auch in den letzten Sekunden oder Minuten die Funkverbindung ab und dann... Weil das gejammt ist. Weil das gejammt ist, weil das Kabel reißt, was weiß ich. Aber dann hat das System trotzdem noch die Fähigkeit, dieses Ziel zu bekämpfen. Und an der Stelle muss man jetzt aber mal ehrlich sein
[00:28:45] und da hilft es auch nicht zu sagen, das ist jetzt alles böse, weil ich tatsächlich glaube, so ein System kann, auch wenn die Verbindung unterbrochen ist, selber auch noch dann vielleicht den Strike abwenden oder nicht durchführen. Wenn es erkennt, da passiert jetzt gerade was. Was weiß ich, die heben die weiße Fahne, so dann gibt es Rules of Engagement, nach denen Genfer Konvention sagt,
[00:29:15] so wenn sich jemand ergibt, dann muss ich das anerkennen und kann dann nicht... muss den Einsatz abbrechen oder die Waffenwirkung. Und eine Artillerie, Panzerhaubitze, die irgendwie halt vor zehn Jahren oder auch heute noch in der Ukraine schießt, da ist das Geschoss irgendwie zweieinhalb Minuten unterwegs, da kann ich gar nichts mehr abbrechen. Und das ist die Stelle, die ärgert mich dann, wenn dann irgendwelche Neumarklugen meinen, jetzt dann uns zu erklären, dass ein System,
[00:29:43] was ein Onboard-Computer und Processing dabei hat, dann auf einmal böse ist oder Teufelszeug ist. Und ich sage nicht, ich will den Outcome bestimmen oder das festlegen, das sollen andere tun, aber wofür ich schon plädiere, ist, dass das eine ehrliche, offene Diskussion ist. Und man nicht sagt, nur weil das Ding Drohne heißt, ist es dann schlecht. Also auch ein Kampfjet, wo jemand drin sitzt, wirft Waffen ab, die dann ihren Weg irgendwo ins Ziel finden.
[00:30:13] Und da ist auch nicht bis zur letzten Millisekunde einer dann noch da, der das verhindert. Also da hat sich eigentlich gar nicht so viel verändert. Aber politisch und in der Presse macht das natürlich dann was her, wenn man da irgendwie was draus machen kann. Und das hilft aber der Sache nicht. Und was macht das mit dir persönlich so diese Fragen zu kriegen? Du bist ja da exposed auf eine Weise, du kannst diese Entscheidung treffen mit deiner Firma und du hast ganz am Anfang Drohnen produziert für Agrarüberwachung quasi,
[00:30:43] also wie viel Dünger auf dem Feld ist quasi. Dann bist du in den militärischen Bereich gegangen, hast Überwachungsdrohnen, ISR-Drohnen gemacht, die Bilder liefern, aufklären, identifizieren, ja, Surveillance, Reconference, genau, also dass du quasi erkennst, was da los ist. Und seit diesem Jahr macht ihr selber auch bewaffnete Systeme? Und wie war die Änderung bei dir persönlich, dass du sagst, okay, jetzt ist der Switch zwischen, von Aufklärung zu Engagement. Die Systeme, also jetzt Leute wie Nischen,
[00:31:13] dafür haben wir dann die Firma Stark gegründet, weil das aus Quantum raus nicht möglich war oder wir auch immer gesagt haben, Quantum macht keine Waffen. Ist das doch so? Das war vor zweieinhalb Jahren so. Natürlich war das alles auch so unter der Maßgabe, vielleicht ist das dann der Weg, den Stark geht und Quantum kann auf seinem Weg bleiben. Aber wir müssen halt auch anerkennen, dass in den letzten zweieinhalb Jahren die Situation sich ja nicht beruhigt hat. Im Gegenteil, also wir sitzen heute hier und hatten glaube ich in den letzten fünf Tagen fünf Anschläge in Deutschland
[00:31:42] von Hochspannungsleitungen über Flughäfen über Brandsätze, die gestern Nacht bei Rot und Schwarz explodiert sind. Das ist ja auch Teil der neuen Realität und natürlich verändert sich da auch was im eigenen Denken nochmal und auch bei den Mitarbeitern, dass wir sagen, diese Grenzen von was ist eine Waffe und was ist Aufklärung, das verschwimmt immer mehr. Und das ist jetzt keine Rechtfertigung
[00:32:12] irgendwie dafür zu sagen, man verschiebt eine rote Linie, sondern das ist ja, das ist einfach die neue Realität zu sagen, ein Drohnenabwehrsystem, wenn das von der Bundesregierung als Waffe, was es übrigens nicht wurde, jetzt klassifiziert wird, dann kann Quantum das mit den neuen Investoren, insbesondere in der letzten Investmentrunde haben wir da Wert drauf gelegt, dass wir da keinerlei Beschränkungen mehr bekommen. Und das war die Historie, ihr habt angefangen, hattet Gesellschaft da drin, die haben wieder gewisse Auflagen, was sie machen dürfen, was nicht. Genau, was geht, also Sex, Drugs
[00:32:42] und Rock'n'Roll und Weapons ging nicht. Das ist interessant, dass es die gleiche Kategorie ist wie Glücksspiel und wie Homografie, aber ist so, Sicherheit ist die gleiche Kategorie, genau. Und ja, die hatten wir und deswegen ging es halt nicht letztlich, weil nur mit viel Aufwand oder viel weiteren Zeitverlusten man hätte das vielleicht dann lösen können, indem man die rausgekauft hätte und so, aber da hat ja auch die Zeit gebrannt. Ja, und deswegen glaube ich, macht Quantum heute Dinge wie Drohnenabwehr,
[00:33:13] was vielleicht irgendwann mal als Waffentechnologie klassifiziert wird, was vor zweieinhalb Jahren nicht gegangen wäre. ein Overlap mit Stark und dann müssen auch diese zwei Firmen das anerkennen und da glaube ich einfach auch immer, dass das Competition builds better products. Und wer da zum Schluss profitiert, ist der Kunde. Und so soll es auch eigentlich sein. Jetzt haben wir die Gründungsgeschichte von Stark Uwe Horstmann, der davor bei Project A war. Also ist von der Investor. Project A ist ja immer noch
[00:33:42] unser Investor. da hat sich dann einfach in diesem Lauf dieses, wir können es nicht innerhalb der Quantum machen, außerhalb, neu als Spin, off, nicht out, sondern mit neuem Technologie-Stack. Wir haben kein IP von Quantum mitgenommen, konnten wir auch nicht mitnehmen. Ihr habt gesagt, ihr gründet eine neue Firma. Und dann sitzt du ja da und überlegst, oh, wer ist der, who could be the right CEO? Und dann war ich schnell bei Uwe Horstmann, weil er schon auch der war, der mir bei Quantum
[00:34:12] ja schon früh 2020, 2021 den Rücken gestärkt hat und gesagt hat, wir machen ein Investment in eine Company, die jetzt auch in Richtung Defense gehen. Und da war ja Aufklärung schon hot topic oder difficult topic. Also da, selbst da wurden Investment-Committees abgebrochen und vertagt, weil es Aufklärung nicht auch schon too much. Und Uwe war da aber damals schon eben sehr klar auch und ich glaube auch mit seinem Historia ist er auch Reserveoffizier und so. Und ja,
[00:34:42] und dann habe ich gesagt, Uwe, ich glaube, du wärst der Richtige. Und er hat ja auch gesagt, ja, für diesen Purpose und für dieses Thema macht er das. Sehr interessant. Also ich meine generell einfach ein VC-Partner, der hat die Firma mitgegründet, so Project A läuft gut, so der ist da hoch bezahlt, hat da irgendwie einen sinnvollen Job und offensichtlich ist er ja noch gut gemacht. Ja. Und dann zu sagen, ich starte jetzt eine komplett neue Karriere, Founder in dem Bereich. Sogar parallel dann zu machen, ich glaube, da war ja auch mal zwischendrin so ein Hiccup, wo er dann sich erklären musste, warum kann er denn beides
[00:35:11] parallel und so. Aber auch das hat er ausgehalten und auch da muss man diese ganzen Hater, die sind alle in den Schnabel halten. Das ist in den USA total üblich, dass irgendwelche Partner, LPs oder Partner in Fonds oder auch Mitarbeiter aus Fonds, aus Venture Capital dann noch eine Firma gründen. und weiter aber im Fonds drin bleiben. Das sind ja auch die guten Partner. Das sind ja auch die guten Partner. Trey Stevenson, Founders Fund oder so, sensationelles Beispiel. Den würde keiner angreifen, weil er bei Andrew Rill
[00:35:40] mit am Ruder ist im Hintergrund. Und von daher finde ich, da hat er viele Prügel bezogen und hat das aber auch ausgehalten. Und das zeichnet dann, glaube ich, schon auch Menschen aus, die was ändern und bewegen und halt den Status quo hinterfragen. Und mal ganz ehrlich, ist doch auch absurd zu sagen, warum soll er kein guter Partner mehr bei Project A sein, nur weil er noch in einer Firma involviert ist. Ich glaube, gefühlt in der gleichen Woche, als ihr eure 1,2 Milliarden Runde angekündigt
[00:36:10] oder kommuniziert habt, hat es gesagt, 500 Millionen geraced bei einer 3 Milliarden Bewertung im dritten Jahr, zweiten, dritten Jahr. Ja, nicht schlecht. Ging schnell, nicht schlecht. Ja, das klingt alles, das klingt auch, ist auch alles gut und es braucht auch diese Bewertungen, gar nicht so sehr die Bewertung, aber mit der Bewertung ist natürlich auch eine Summe an Kapital verbunden. Also ich kann natürlich 500 Millionen auf eine 500er Bewertung raisen oder ich kann 500 Millionen auf eine 3 Milliarden Bewertung raisen.
[00:36:39] Ich habe genau gleich viel Geld danach in der Firma und das zu tun, was ich möchte, nur irgendwann, wenn ich natürlich bei diesen Bewertungen 500 bleiben würde, aber trotzdem für den Aufbau dieser Firma andere Summen brauche, ja irgendwann habe ich halt als Gründer keine relevanten Stakes mehr, weil ich da einfach so weit runter verwässert werde. Von daher muss eine Firma, die solche Summen einsammelt, zwangsläufig, dann müssen natürlich die Metriken in Ordnung sein, aber sie muss dann auch die Bewertung steigern, wenn sie die Summen erhöht, die sie braucht, um dahin zu kommen, wo sie hin möchte, weil ansonsten nachher eigentlich
[00:37:09] de facto dann sonst auch nichts mehr übrig bleibt für die Investoren oder für die frühen Investoren oder für die Gründer. Also das ist zwangsläufig so, dass die Bewertung dann auch hoch geht. Aber man muss die Bewertung natürlich dann auch aushalten und auch rechtfertigen und irgendwann ist dann auch Payday. Und ich glaube, da haben wir mit Quantum und Stark einfach zwei Firmen auch gebaut, die anders sind als vielleicht andere Firmen in dem Umfeld, die einfach wirklich durch Umsatz auch dann zeigen können, dass da ein Market-Demand
[00:37:38] und Need da ist im Fall von Quantum dann auch so profitabel sogar, ja über drei, vier Jahre jetzt schon. und das ist mir eigentlich schon wichtig auch, dass man da nicht nur die Bewertung hochtreibt, sondern dass man dann auch was aufbaut, was dann auch Substanz hat. Weil nur das zu bauen und zu raisen und das Geld auszugeben, wäre für mich nicht befriedigend, sondern ich muss ja auch hinterher was gebaut haben, wovon Deutschland,
[00:38:07] wovon wir alle als Land dann auch hoffentlich irgendwann profitieren können und sagen, da ist ein Weltkonzern entstanden, wir haben halt nicht, bei uns sprudelt halt kein Öl aus der Erde, sondern ich muss halt IP aufbauen, eine Firma aufbauen, die irgendwas produziert, was wir ins Ausland verkaufen können. Wahrscheinlich immer die deutsche Geschichte. Genau, das ist gut so und da sollten wir uns jetzt aber halt überlegen, wie schreiben wir die fort, weil die Automobilindustrie die macht es gerade nicht vor. die wird es nicht mehr machen, wahrscheinlich, mit hoher Wahrscheinlichkeit. Da haben wir aber noch Player wie eine Bosch, eine Siemens und so, also Robotik und so
[00:38:36] sind Themen, glaube ich, wo wir jetzt schleunigst drauf sollten. Solar haben wir außer Landes gegeben, KUKA Robotik so ein bisschen auch. Was ist das? KUKA, KUKA war der aus Augsburg, der, die orangenen Montageroboter für BMW und so da, für sieben Milliarden nach China verkauft worden vor zehn Jahren oder so. Ich dachte, wie kann man das bitte nach China verkaufen für sieben Milliarden, die Chinesen lachen sich heute noch tot.
[00:39:05] Oder auch jetzt wieder dieser Lüfterhersteller EM-Papst oder so, die jetzt für fünf Milliarden nach den USA verkauft wird. Das ist das Backbone von jedem fucking amerikanischen Rechenzentrum. Das ist eine Firma aus Deutschland, die der Weltmarktführer für Lüfter sind. Wie kann man das für fünf Milliarden bitte passieren lassen, dass sie ins Ausland verkauft werden? Also das, ich verstehe das nicht, wo da im Wirtschaftsministerium, wo die da schlafen, wenn so ein Deal über die Bühne geht. Kann man jetzt sagen, das sind doch nur Lüfter,
[00:39:34] das ist irgendwie eine Spule und ein paar Magnete und ein Spritzgustteil, was sich im Kreis dreht und kühle Luft auf die Chips bläst. Ja, aber das ist doch ein strategisches Asset, wenn du Rechenzentrum bauen willst, wenn du Rechenzentrum betreiben willst, in großer Menge kühlen willst. Ja, und offensichtlich haben die Amerikaner, waren sie klug genug zu sagen, that's a strategic asset, we're gonna buy them. Und dann kommt halt irgendein Private Equity Fonds, der irgendwie 1,5 Trillionen hat und legt fünf Milliarden auf den Tisch
[00:40:04] und in Deutschland freut sich eine Familie, was ich verstehen kann, es ist ein Familienunternehmen, aber das hilft halt Deutschland nicht weiter, wenn das jetzt in amerikanischer Hand liegt. Ihr macht über 700 Millionen Umsatz? Ja. Wie setzt sich das grob zusammen? Wie kann man sich das vorstellen, wenn das ein Kuchendiagramm wäre über die Produkte? Also natürlich ein Großteil ist da eher Domain, also da, wo wir herkommen ursprünglich aus dem Bereich Luft. Wir haben jetzt letztes Jahr dann oder Anfang diesen Jahres erste Aufträge
[00:40:34] im Land-Bereich bekommen. Heißt Fahrzeuge? Fahrzeuge, genau. Haben jetzt die ersten 2000 unter Contract, Mandrill und wir haben jetzt einen 30 Millionen Auftrag im Bereich Counter UXS im Middle East. Das sind Abfangen Drohnen. Drohnenabwehr, genau. Würden wir in Deutschland auch gern zur Verfügung stellen, aber da findet man sich noch, wie man das künftig abwehren möchte, sowas. Ja, also das ist schon noch Luft-heavy, aber
[00:41:03] das Ziel ist natürlich Multidomain, mit Software, Mosaik haben wir erste Verträge, dass sich dieses Portfolio irgendwann einfach auf diese fünf Säulen Air, Land, Sea, Software, Space dann aufstützt. Und im Idealfall sind die alle gleich groß oder relevant. Ja, und dann glauben wir, dass ein weiterer großer Markt dann einfach auch Commercial Use Cases irgendwann sind, wo wir diese Drohnen in Boxen haben, Drohnen in Box, für Überwachung von kritischer Infrastruktur, Oil and Gas, Powerlines,
[00:41:33] Polizeieinsätze. Genau, First Responder. DFR, First Responder, genau. Ja, und so glaube ich, muss man aber auch immer am Ball bleiben, weil es einfach eine sehr schnelle Welt geworden ist, wenn du da drei, vier Jahre nicht mit agierst. Und das ist halt wie immer halt der Vorteil der jungen Wilden, der Startups, dass man halt die großen, langsamen Tanker mit so einem Speedboat halt relativ gut ausmanövrieren kann. Wie baust du in so kurzer Zeit so ein Produktportfolio auf? Drohnen habt ihr selber entwickelt, da hast du einen Background, bist du in Genere, kennst dich da aus,
[00:42:03] viele von den anderen Sachen. Hat dir zugekauft teilweise, Inhouse entwickelt? Wie macht man sowas? Also wie baust du so ein Produktportfolio auf? Ich glaube, das ist viel Intuition. Das ist nichts, was du vielleicht so an der Uni lernen kannst. Ich glaube, das ist einfach wirklich so ein, ja mittlerweile doch ja schon über 40 Jahre einfach sich für Technik begeistern, zu verstehen, ja physikalische Zusammenhänge, kombiniert, kombiniert aber auch
[00:42:32] mit einem wissenschaftlichen Studium, mit einer fliegerischen Ausbildung, auch einer Laufbahn im Militär, um so ein halt, so ein Gesamtgefühl zu kriegen, was könnte denn funktionieren, wie kann so dieses Big Picture aussehen? Ob das nachher aufgeht, ob wir wirklich der Multidomain-Hersteller werden, Airland, Seaspace, Software, oder ob wir irgendwo strugglen, weil die Domäne doch so komplex ist oder, oder, oder, let's see, können wir uns in fünf Jahren nochmal Rückblick halten,
[00:43:00] aber bisher hatte ich da ja relativ zielsicher und habe die Targets identifiziert. Ich sage immer, wir haben in Europa echt viele Goldnuggets oder Rohdiamanten, die muss man nur finden, und da ist es glaube ich wirklich wichtig, und das ist, wer bis hierhin mitgehört hat, auch Teil der Secret Source ist, da muss der Gründer hin, das hilft nichts, wenn er da irgendwie ein Strategy Committee hat, wie ein Teil unserer Mitbewerber,
[00:43:29] wo dann irgendwie, ja, halt die dritte Führungsebene, so strategische, der Gründer will, dass der Gründer da hinkommt, auch wenn die andere Firma vielleicht nur fünf Mann hat, dann darf, kann ich nicht irgendwie da eine Attitüde an den Tag legen und sagen, da schicke ich irgendjemand hin, sondern ich glaube, dass es wichtig ist, und alle Gründer, alle Acquisitions, die wir haben, die haben auch meine Handynummer, aber ich sage, das ist mir ganz wichtig, ihr seid,
[00:43:59] ihr hattet ein C und ich habe eins und ihr könnt mich genau deswegen auch anrufen, das ist die gleiche Ebene und das ist den Gründern fast, würde ich sagen, noch mehr wert oder es ist denen mehr wert als vielleicht der letzte Euro in der Bewertung oder irgendwas, weil sie einfach ihr eigenes Baby da dann auch in guten Händen wissen wollen und nur wenn sie dieses Gefühl haben, dass es in guten Händen ist, dann sind sie auch bereit, sich auf einen Deal einzulassen und deswegen haben wir eigentlich auch jeden Deal geclosed, den wir haben wollten. Wie viel habt ihr gemacht?
[00:44:28] Es müssten jetzt so zehn Acquisitions gewesen sein, wir haben auch noch nicht alle announced, zwei, drei werden auch noch kommen in den nächsten Monaten und ja und deswegen funktioniert es dann auch, ich sage denen auch, sie können alle, die wir vorher schon acquired haben, auch anrufen, ihren eigenen Backgroundcheck machen, so erzählt er, ich weiß, dass sie sich einnehmend sein kann und auch Leute begeistern kann. Das ist auch Teil, musst du auch können, um so eine Firma aufzubauen, aber
[00:44:57] und deswegen ist es auch, glaube ich, wichtig, dass die sich dann mal untereinander austauschen und sagen, ja wie ist es denn dann mit Florian wirklich dann zusammenzuarbeiten und so und da hat halt offensichtlich, wenn man da ehrlich ist und führt, dass wir noch spannende Gäste einladen können und von deren Erfahrungen lernen können. Das heißt, wenn ihr uns einen Gefallen tun wollt
[00:45:27] und helfen wollt, dann drückt den Abonnieren-Button. Wie fühlst du dich mittlerweile mehr als Investor slash Akquisiteur, der diese Deals macht und sich überlegt, was sind die Targets oder? Ja, es ist schon mehr Strategie jetzt, also deswegen haben wir ja auch das aufgetrennt, Sven macht die ganze Operation, Sales, IT, Infrastructure, HR und ich bin für den Bereich Produkt, Technologie, Strategie zuständig und das ist auch mein Sweet Spot, würde ich sagen.
[00:45:58] Also ich drehe durch in so einem Weekly C-Level-Themen mit Reportings und KPIs und so, kannst mich jagen. Wo gehst du auf? Ja, ich gehe auf, wenn ich abends vorm Einschlafen noch eine Stunde, wenn meine Freundin sagt dann auf LinkedIn rumdattel, aber das ist halt Arbeiten für mich, einfach zu sehen, was machen die anderen, was ist da so los und ja, und dann rattert es halt über Nacht oder wann auch immer in meinem Hirn und dann, ja, manchmal habe ich dann halt eine gute Idee
[00:46:26] oder lese da viel, schaue mir viel an, reise viel durch Europa, telefoniere oft mit Gründern, kriege viele gute Intros auch von Investoren von uns, die natürlich auch viel sehen, sagen, schau dir das mal an, schau dir das mal an, schau dir das mal an, wenn du Top-Investoren hast, dann siehst du natürlich auch Top-Firmen, ein, zwei konnten wir jetzt auch schon mal dann, ja, was soll ich sagen,
[00:46:55] nicht wegschnappen, bevor sie dann selber groß geworden sind, aber ich glaube schon, dass ein Teil des Erfolges sich dann künftig einstellen wird, wenn wir es schaffen, jetzt über die Größe, die wir heute haben, vielleicht eine noch kritischere Masse zu bekommen, weil tatsächlich ist es nachher auch ein Numbers-Game, wenn du in Europa eine 100 Milliarden Firma bauen willst, dann musst du viele Technologien haben, Multi-Domain sein, Multi-Country, und wenn du eine Rheinmetall attackieren willst,
[00:47:24] dann geht es eben auch nur durch anorganisches Wachstum, und dann von daher sind wir da mutig, wo eine Rheinmetall vielleicht dann träge ist oder auch teilweise, wenn du siehst, was die für Firmen kaufen, da kannst du dich nur fragen, wer hat denn das entschieden, aber ist ja gut, dass sie es tun, und wir kaufen andere Firmen, weil ich da andere Dinge sehe, als jetzt vielleicht ein Konzern, und ja, und wenn du halt selber Gründer bist, dann ist das halt ein Asset,
[00:47:53] was du hast, und das hat halt, wenn es bei Rheinmetall bleibt, dann hat Papa gehabt, das halt nicht, weil er halt nie Gründer war, müssen wir jetzt vielleicht nochmal googeln, ob es stimmt, aber ich glaube, er hat nie wirklich eine Firma so von null auf x tausend Mitarbeiter, und das, was er macht, das macht er ja gut, er führt aber ein Konzern, und er ist aber in der Defensive, und wir sind halt in der Offensive, und das können wir, glaube ich, ganz gut. Wie funktioniert denn Vertrieb? Der Vertrieb ist, habe ich immer meinen
[00:48:23] Marketingleuten gesagt, als es noch unter mir war, aber ich kretsche auch immer wieder rein, wenn mir Sachen zu langsam gehen, und ich bin auch deswegen auf LinkedIn immer wieder auch so, dass dann hinterher mein, oder unser Marketingteam kommt und sagt, boah, da hat er jetzt wieder was geleakt und so, ich bin ja nicht blöd, ich leake ja nicht irgendwas, weil ich gerade denke, jetzt musst du mal wieder was leaken, weil du jetzt schon eine Woche nichts geschrieben hast, sondern ich habe, ich überlege mir schon sehr genau, was ist am nächsten Tag vielleicht irgendwo für ein Event, ich habe vielleicht auch gehört, dass ein Mitbewerber von uns
[00:48:52] übermorgen Folgendes macht, dann kannst du denen ja schon mal den Wind aus dem Segel nehmen, indem du irgendwas leagst, oder sagst, nee, haben wir ja schon lang besetzt, oder, und das ist eigentlich schon auch Teil meiner Strategie, durch eine ganz offensive Kommunikation, ähm, und keine große Geheimniskrämerei, ähm, da kannst du die anderen schon ganz schön unterzugucken. Du bist ja sehr direkt, du postest viel auf LinkedIn, so, wir haben geschrieben, da war jetzt keine Pressestelle dazwischen, äh, oder so, du hast sofort geantwortet, also du wirkst in der Kommunikation da, ja, ungefiltert im positiven Sinne. Genau,
[00:49:21] und das ist auch, ähm, das ist auch, glaube ich, das, warum es funktioniert, ähm, also auch wenn mir mein Presseteam einen Post schreibt, oder so, ähm, ist leider so, aber da gibt's, wir wissen natürlich genau, welcher Post, und so, je, je emotionaler das ist, oder je ehrlicher das ist, das mögen Menschen, und das ist ja auch gut so, ja, dass offensichtlich Menschen für Menschen Dinge schreiben, ähm, und nicht Algorithmen, ja, noch nicht, Gott sei Dank. Und das heißt,
[00:49:51] du brauchst diese, also ich sag mal, Content Marketing, diese Präsenz, und diese strategische Taktieren, so, was, welche Info gebe ich jetzt raus, und welchen ich? Ja, da merkst du ja auch an der Reaktion auf so ein Thema, auf einen Launch, auf einen Detail, äh, manche checken gar nicht, was ich eigentlich gar, also, das kann ich auch gar keinem erklären, das muss ich auch gar nicht, ne, aber, ich hab da eine Hidden Agenda hinter einem Post manchmal, ja, und ich krieg da auf einer ganz anderen Ebene ein Feedback, ähm, als was unsere Mitbewerber meinen, was ich da gerade, ähm, Und dann,
[00:50:21] dann kommunizierst du ja was, aber dann ruft jemand aus dem Verteidigungsministerium an und kauft für 100 Millionen dann Abwehrsystem, oder? ganz so einfach nicht, ja, ähm, ähm, aber, aber, die lesen das alle mit, ja, und das ist auch gut so, weil bisher, und das ist ja auch ein Teil des Educational Auftrags, den ich der Meinung bin, haben wir, weil dieses System ändert sich ja nicht, wenn nur innovative Firmen wie Quantum und Stark, ähm, da agieren, sondern ich muss ja auch das Beschaffungssystem, den Endkunden, ähm,
[00:50:50] in diese neuen Zyklen und Dynamiken reinbekommen. Wenn der gar nicht weiß, dann können wir gegen eine Wand rennen jeden Tag, ja, ähm, oder, oder die Kugel den Berg hochrollen und dann rollt sie wieder runter. Die müssen ja auch wissen, ähm, und das funktioniert aber mittlerweile relativ gut, ne, dass du auch direkte Entscheider, Nutzer dich ansprechen und sagen, hey, hast du daran gedacht? Und, und das hat auch nichts mit, mit Lobbyismus oder Kümmeln oder so zu tun. Ich kann das nicht hören, sondern es ist wirklich,
[00:51:19] es geht doch darum, die besten Produkte für unsere Soldaten zu bauen, ne, für das kleinstmögliche Geld, ne. Nimmst du denn so eine Zeitenwende im Einkauf wahr, also, dass sie auch ihre Systeme umstellen? Publikumsfrage von Flo Einemann, den habe ich im Vorfeld gesprochen. Frag den Flo doch mal, ob er diese Zeitenwende wirklich sieht. Ja, also wäre jetzt unfair, wenn man sagt, da passiert nichts, ne. Ähm, aber das System ist träge und groß und um so einen großen Tanker abzubremsen oder so, ja,
[00:51:47] dann ist einfach träge Masse, die dann einfach halt weiterfährt, ja, auch wenn vielleicht die Schiffsschraube schon steht oder sogar rückwärts treten, ne, dann fährt der Tanker erstmal noch ein paar Kilometer. Ist wirklich so, ne, in echt, ne, so ein, so ein Länderschiff anhält, zehn Kilometer oder so, ne. Ähm, und so ein bisschen ist das auch so, ja, oder Kurs ändern, ne, das ist halt nicht wie so ein Speedboat, ähm, dass du da Wasserski fahren kannst mit, mit so einem Tanker. Und
[00:52:16] das ist aber auch teilweise der Frust, ne, und das ist auch das, was mir immer wieder dann auch so ein bisschen negativ dann, die haben sich dann auch oft angegriffen gefühlt, ne, die Beschaffer oder die Nutzer, so, was zählt denn uns denn da jetzt immer an und ist ja immer unzufrieden oder frustriert oder so. Ja, schon, aber nicht, nicht über die Personen oder so, sondern weil halt, weil ich das System eigentlich gesehen habe, dass wir es ändern müssen und das war halt eher der Frust, über dieses nicht ändern können, weil jeder Einzelne, mit dem du da sprichst,
[00:52:47] ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, super motivierte, top Leute und so, aber dieses, dieser Apparatschick, der da drum herum gebaut wurde, der verhindert es dann halt, ne, dass es dann irgendwie doch geht und da fragst du dich halt schon, ne, was braucht es eigentlich, das gilt ja jetzt nicht nur für Rüstung, das gilt ja für alles, für Bildung, für Finanz, für Behörden, für Verwaltung, ähm, ja, manchmal habe ich so das Gefühl, wir müssten halt, wie so, wenn du fünfmal was mit dem Füller hingeschrieben hast und wieder durchgestrichen und gekillert
[00:53:15] und dann hilft halt manchmal nur noch zusammenknüllen und wegschmeißen und neu machen, neues Blatt nehmen, ja, und so fühlt es sich für mich so ein bisschen an, ja, als ob unsere Bundesregierung noch nicht wahrhaben will, dass sie jetzt vielleicht doch mal ein paar Blätter zusammenknüllen muss, ja, nochmal neu machen. Du hast einen Song in Auftrag gegeben, der heißt, ähm, Imagine the Moonshot, ja, du hast den Friedrich Merz übergeben tatsächlich, vor meiner Schallplatte, bei der Startup-Aberhose, war das so? Ähm, also er hat sie dann weitergegeben,
[00:53:45] ich weiß nicht, ob sie dann wieder bei ihm gelandet ist, dann abends, ähm, aber ich gehe davon aus, dass er das mal gehört hat und ja, ich ermutige ihn und ich, also ich habe ihm auch gesagt, kann er jetzt vielleicht drauf pfeifen, wenn der Herr Seibel ihm sagt, ich, I got your back, aber das, das meine ich so, ne, ich habe ihn ermutigt, mutig zu sein. Der hat ja alles schon erreicht in seinem Leben, ne, also er ist ja noch Bundeskanzler geworden, so, nochmal wird er nicht Bundeskanzler werden wollen oder wahrscheinlich, aber er hat doch jetzt jede Möglichkeit, ähm,
[00:54:14] alles umzusetzen, was dieses Land braucht, nur dem Land zu dienen, nicht der Partei, nicht, nur das Richtige zu tun. Und da ist er aber momentan natürlich mit der SPD in einer schwierigen Lage, die er eigentlich in der Geiselhaft hält, ähm, bei vielen Themen, die er gerne umsetzen würde. Kann er nicht, weil halt, ja, ähm, er letztlich sich dann auch, ähm, ja, irgendwo erpressbar gemacht hat, indem er einfach so diese Brandmauer so einfach weggewischt hat. Ne, ich glaube,
[00:54:43] das war unklug, ähm, von vornherein auszuschließen, dass er mit der AfD, ähm, gar nicht spricht, weil ich glaube, das hat ihn in eine Position gebracht, dass die SPD trotz ihres miserablen Ergebnisses, äh, stärker geworden ist in ihrer Verhandlungsposition ihm gegenüber, weil er gar keine Alternative hatte, als mit der SPD, ähm, seine Themen abzuarbeiten. das heißt nicht, dass ich das gut und richtig finde, was die AfD macht, aber ich glaube, dass es von ihm unklug war, ähm,
[00:55:13] sich da so zu positionieren, so eindeutig vorher. Und seine Reaktion auf deinen Song? Ja, da gab es ja, glaube ich, mal eine Reaktion aus dem, Ja, ja, er hat ja so sinngemäß gesagt, wir finden es schön, dass es das gibt und wir sind ja auch allein und wollen weniger Bürokratie und so weiter, Rambuzambo war auch. Also, feiner Kerl, ne, also der, der will ja wirklich, ne, aber auch der ist natürlich in einem System, ähm, gefangen, ähm, ja, wo er halt viele Leute auch um sich,
[00:55:43] mit sich braucht, die er gar nicht da eingestellt hat, so ein Ministerium und davon hat er mehrere, unter sich. Da sind da jeweils zwei, äh, parlamentarische und zwei, ja, vier Staatssekretäre. Ja, das ist ein, das ist ein, also ich wollte nicht mit ihm tauschen. Ich auch nicht, auf gar keinen Fall. Weil ich wüsste auch nicht, wie man es anders machen kann, ne, ähm, hab manchmal so das Gefühl, wir haben uns da schon ziemlich, äh, eine Sackgasse begeben, ne,
[00:56:12] die man nicht einfach so umdrehen können morgen, ne. Wir haben über Ukraine gesprochen, wir können auch über Deutschland sprechen, das ist angerissen, äh, Brandanschläge, Drohnen, Leipziger Flughafen, ist ein Thema. Erklären wir den LinkedIn-Post vor drei Wochen. That's pretty much all it takes to protect an airport. Das sind, äh, Abwehrdrohnen von euch. Ja, das war im Prinzip nach dem Leipzig, äh, Anschlag oder dem Missglücken, ähm, ähm, versucht dort eine Transportmaschine, ähm,
[00:56:42] zu sabotieren. Wie wehrt man Drohnen ab? Ja, der Post ist natürlich, das ist zum Beispiel jetzt so ein Post, ne, da haben da natürlich Leute unten drunter geschrieben, ja, du machst es ja ein bisschen einfach, da braucht man auch noch Radargeräte und ein Command- und Control-System und bla bla bla, ich bin ja nicht blöd, natürlich weiß ich das, ne, aber ich hab jetzt halt kein Bild gehabt, wo jetzt noch irgendwie ein Command- und Control-System und noch Laserwaffen und vielleicht Fangnetze und Das ist ja eine plakative Aussage. Das ist eine plakative Aussage, ja, aber jeder, der da drunter postet und meint, er ist klüger als ich,
[00:57:11] der erhöht ja die Reichweite dieses Posts. Also das ist zum Beispiel eins dieser Beispiele, dass mir jeder, der da irgendein, auch wenn es Quatsch ist, drunter schreibt, der eigentlich hilft, ne, so, ähm, und, aber hat eigentlich dazu geführt, ich könnte jetzt mal in meinen Statistiken nachschauen, ähm, Das muss super viral sein, dass der 1.700 Likes Genau, der 1.700 Likes auf LinkedIn ist. Das muss hunderttausende von Views haben. Genau, der hat über hunderttausende Views, auf jeden Fall, ne, also mit, auf Instagram habe ich übrigens keinen Account, könntest jetzt glaube ich mit tausend Likes keinen Blumentopf gewinnen, aber auf LinkedIn sind über tausend Likes,
[00:57:42] ähm, kannst du davon ausgehen, dass das alle relevanten Leute in Deutschland gesehen haben. Und, Was war die Reaktion darauf? Also was sagen Leute, wenn sie, das trifft ja Nerv im Sinne von, sind sich alle klar darüber, wenn es so einen Anschlag gibt wie in Leipzig, dann muss man irgendwas machen? Wir sind im Gespräch mit Behörden, aber auch da, ne, da braucht es eine Beschaffung, einen Prozess, eine Auswahl. Ja, das ist halt jetzt nicht so, dass dann Herr Dobrindt morgen bei uns oder bei jemand anderem einkaufen gehen kann, sondern
[00:58:11] der gibt es in seinem Apparat und sein Apparat verarbeitet es und verdaut es und und da muss man mehr als auch nur ein paar Drohnen einkaufen, ne, oder Radargeräte, sondern da geht es dann auch um Fragestellungen. Wer haftet denn, wenn dann so eine Drohne runterfällt und was kaputt macht, das ist immer wieder bei Staatshaftung. Innerhalb des Flughafengeländes ist die Bundespolizei zuständig, außerhalb des Geländes die Landespolizei, ja, wie übergebe ich die Verantwortung
[00:58:41] in dem Moment, wo die Drohne den Zaun überfliegt, das ist absurd, ja, also, aber was ist technisch der beste Weg, diese kleinen Drohnen abzuwehren? Abschießen. Ja, auch wenn sie dann runterfallen, ja, aber ein Polizeiauto und das ist wieder das, was ich meine, mit so einer ehrlichen Diskussion, ein Polizeiauto, was unter Blaulicht Einsatz über eine Kreuzung fährt, ist auch geschützt davor, der Polizist, der dieses Fahrzeug fährt, dass er in, der muss sich dann natürlich verantworten und sagen, warum es okay war,
[00:59:10] da mit 70 drüber zu fahren und nicht mit 45. Aber letztlich, wenn er das verantwortungsvoll tut und dann alle Einsatzregeln beachtet hat, dann ist er geschützt, auch wenn da vielleicht ein unschuldiger Passant, auch das passiert leider jedes Jahr, dass bei Blaulicht Einsatz Menschen zu Schaden kommen. Und genau so muss ich halt auch sagen, naja, aber wenn ich eine anfliegende Passagiermaschine schütze, die dann nicht abstürzt,
[00:59:40] das wiegt doch stärker als eine potenzielle Gefahr, dass irgendwo im Dunkeln, im Hinterland von Freising vielleicht so ein Ding irgendwo runterfällt. Aber das ist wieder halt so unser Staats, unser Apparat von Perfektionismus, falscher Perfektionismus, zu meinen, es gibt die perfekte Lösung. Die gibt es halt nicht. Und da will keiner eine Entscheidung treffen und sagen, so machen wir es jetzt. Glaubst du, das wird sich ändern? Glaubst du, da wird es technisch... Ich glaube,
[01:00:10] das wird sich erst dann ändern, wenn wirklich was passiert. Noch ist ja nichts passiert. Das ist eigentlich verwunderlich, im positiven Sinne, dass es da noch kein Event gab. Aber vor dem Hintergrund, dass die Drohnen... Das ist jetzt einfach nur noch Zeit und Statistik, ja. Schwieriger Gedanke. Eigentlich traurig, ne? Weil wir es eigentlich alle besser wissen, aber trotzdem nicht in der Lage sind zu handeln. Siehst du das in anderen Ländern anders, wenn du Deutschland vergleichst mit deinen anderen Kunden und verkaufst du in alle Länder? Ja, also ich würde mal sagen,
[01:00:38] jetzt Vereinigten Arabischen Emirate und so, die sind da ein bisschen robuster. Das hat mich ja auch mal zu so einer Aussage bewogen, ja, ob jetzt Demokratie gegenüber einer Diktatur vielleicht auch Nachteile in der Staatsform hat. Kam nicht so gut an, die Aussage? Kam nicht so gut an, aber wobei, ich muss sagen, also ich gehe ja da immer all in, auch dann im Sinne von, ich lasse es dann auch nicht zu, dass man mich außerhalb, aus dem Kontext das rausreißt, sondern ich habe das ja genau erklärt, was ich damit meine
[01:01:08] und was ich meinte ist, dass jetzt ein Vereinigtes Arabischen Emirate oder, sorry, Arabien, da sind die Entscheidungswege einfach schneller, ja. Und das rechtfertigt nicht, dass vieles da ganz schlecht ist in diesen Ländern. Ich habe nur gesagt, wir müssen schneller werden in unseren Entscheidungen und da ist eine Diktatur im Vorteil. Oder ein amerikanischer Präsident, der eine Executive Power hat, ja, das ist ja so eine Art, sage ich wieder, was Provokatives und eine Art Mini-Diktatur, der kann erstmal machen
[01:01:37] und entscheiden und muss sich dann hinterher dafür verantworten, ist auch richtig so, aber erstmal ist er handlungsfähig. Was ist für dich persönlich so unternehmerisch das Härteste daran, so ein Defense-Unternehmen aufzubauen? Was ist der größte Struggle? Also es gibt zwei Dinge, das eine ist, jetzt die Größe, die wir haben mit dann fast 2000 Mitarbeitern, manchmal habe ich das Gefühl, das ist nicht meine Firma mehr, so, das ist, ja, ich kenne leider nicht mehr jeden mit Namen
[01:02:06] und ich habe mal eine Zeit lang meinen HR-Leuten gesagt, bitte immer von jedem neuen Mitarbeiter, wenn er anfängt, ein Polaroid-Bild machen, hinten mit Edding den Namen draufschreiben und ich habe dann so einen Stapel Polaroid-Bilder und versuche mir die Namen zu merken, das habe ich ja irgendwann aufgegeben, weil der Stapel jeden Monat größer wurde und ich auch wieder Namen vergessen habe und es geht einfach nicht, also wir haben jeden Monat 100 Einstellungen, dann bist du mal einen Monat nicht da oder unterwegs
[01:02:36] und dann kommst du zurück und solltest dir 200 neue Namen merken, das geht leider nicht mehr und viele kennen mich ja dann gar nicht, also meine ersten 100, 200 Mitarbeiter, die wissen, wer ist der Flo und wie habe ich den manchmal zu nehmen und wenn er grumpy ist und so, die ganze Stürz, was immer klar ist, ist die Firma weiß, wie es mir geht, das ist immer noch so. Als Fauna stehst du immer auf der Bühne, du hast eigentlich einen Megafon vor dir. Aber es wissen halt nicht mehr alle, wie er eigentlich ist, was es bedeutet oder warum ist er jetzt vielleicht gerade so
[01:03:06] und das finde ich schade, aber das geht halt nicht und aber ich kann jetzt auch nicht das Wachstum dem Unterordnern sagen, wir wachsen nicht weiter, weil der Flo nicht mehr jeden persönlich kennt, das finde ich schade, aber das ist the price to pay, wenn du wächst. Ja und dann gibt es halt eine zweite Komponente, das ist natürlich dann jetzt so Sicherheit, weil wir natürlich schon ja da auch klar Stellung und Position beziehen in unseren Äußerungen, aber auch in unserem Handeln und ja und am anderen Ende
[01:03:36] natürlich Leute sitzen, die unsere Art zu leben halt stört und das verhindern wollen. Wie denkst du darüber nach? Ja so, das habe ich jetzt in den letzten Monaten, also jetzt wirklich so ganz persönlicher Einblick, immer so Kopfschmerzen gehabt und Nacken, Kieferverspannungen, ich habe mir mal jemand gesagt, sag mal, kann das sein, dass das was mit deiner Anspannung vor einer möglichen vielleicht auch Gefahr oder Angst zu tun hat und fand ich eigentlich dann schon,
[01:04:07] wahrscheinlich war es das auch, ne? Ja und aber mittlerweile habe ich mich auch damit abgefunden, dass es halt das jetzt heißt, andere Sicherheitsmaßnahmen als früher oder zusätzliche oder Dinge nicht mehr tun oder nicht mehr alleine tun und das ist aber auch halt a price to pay, ja, aber das ist dann kein LinkedIn-Thema, ne? Das ist halt, da geht es dann wirklich ans Eingemachte des menschlichen Seins
[01:04:36] und was sind Ängste und so und ja, aber das gehört alles mit dazu. Wie hat sich deine Beziehung zur Angst geändert? Ich habe keine Angst, ich glaube Angst ist immer ein schlechter Ratgeber, ich bin vorsichtig, überlege viel, aber Angst habe ich keine. Geht deine Bundeswehrkarriere als Pilot dich auf das Fauna-Leben vorbereitet? Glaube ich nicht, also ich glaube,
[01:05:07] ich konnte Hubschrauberpilot werden, weil ich es so war, wie ich war und diese Tests bestanden habe, also das Hubschrauberfliegen hat mich nicht verändert als Mensch, sondern ich war glaube ich so geeignet in meiner Auffassungsgabe, Reaktions, Multitasking, dass ich dann auch diese Pilotenausbildung machen konnte. Ich glaube, was mich am meisten auf dieses Fauna so, also wenn du mich nach meiner Superpower fragst, das ist so ein bisschen eingangs, wie war deine Kindheit?
[01:05:37] Ich glaube, so dieses Kreative. Ich war die ersten Jahre im Kindergarten und die ersten Schuljahre in der Waldorfschule und bis zur vierten Klasse und ich glaube, dass das schon tatsächlich was ist, was mich sehr geprägt hat, so dieses da spielst du nicht mit Lego oder Playmobil, da spielst du, wobei Lego finde ich grundsätzlich auch noch was anregt zum Kreativwerden, Playmobil vielleicht nicht so sehr,
[01:06:06] aber da spielst du mit Hölzchen und Stöckchen und Stein und Wasser und Erde und das reicht aber auch für ein Kind und ich glaube, dass das schon maßgeblich auch für so Kreativität und out of the box und ja, erstmal vielleicht auch so ein bisschen anti-autoritäre Erziehung ist da auch Teil dieses des steinerschen Konzepts, dass das positive Dinge waren, die ich damit
[01:06:36] bekommen habe. Deswegen war es dann aber vielleicht auch schwierig, mich dann in der Bundeswehr erstmal so zurechtzufinden, weil da ist dann auf einmal Law and Order Fehl und Gehorsam. Aber ich glaube, ich kann halt diese Spannbreite von ich kann das eine, ich kann aber auch Das ist interessant, das ganze Spektrum als Werkzeug zu haben. Also hat auch mal jemand irgendwann, irgendwann bist du in dem Modus, dass du dann mal anfängst, Kunu-Bewertungen zu lesen und so und dann persönlich enttäuscht bist, weil irgendein Mitarbeiter da was schreibt oder so. Der gesagt hat so,
[01:07:06] ja, das ist da so ein bisschen wie hier bei der Bundeswehr hier im Führungsteam. Ja gut, du bist auf dem Defense-Unternet. Genau, ja, ach wirklich, ja, aber erst habe ich es so überlegt, so boah, schade, scheiße, was haben wir falsch gemacht, müssen wir, ich will jetzt diese Vogue und Divers und so, nein, das, ja, das ist so, bei uns ist Ansage umsetzen, weil das ist halt so und das ist auch gut so, weil Armeen funktionieren so,
[01:07:35] dass du dich auf das, was gesagt wird und auch kein Rumgeeier, hat er so gemeint oder so gemeint. Das bringt ja Geschwindigkeit. Das bringt auch Geschwindigkeit, ja. Und trotzdem habe ich halt, wie du gerade gesagt hast, auch diese andere Wandbreite von sehr, ich kann sehr emotional sein, ich kann sehr kreativ sein, ähm, ich habe das größte Herz, ähm, wenn, wenn ich weiß, dass, ja, dass jemand ehrlich ist und Fehler passieren und so, was ich halt auf den Tod hasse, ist halt Unehrlichkeit oder Bullshitting oder, ähm,
[01:08:08] ja, ich glaube, diese Spannbreite von Waldorf-Schüler bis Offizier, ähm, die, ähm, die zu bespielen und zu wissen, dass man das auch alles im Repertoire hat, ist, glaube ich, eine Power. Was machst du Kreatives außerhalb ein bisschen? Also, ich spiele kein Instrument mehr, ähm, ich mache viel Sport, ähm, Hunde, Tiere, äh, sind ein guter Ausgleich für mich, Natur, ähm,
[01:08:38] Fliegen, Segelfliegen, Gleitscheimfliegen. Kannst du da abschalten? Ist das so ein Moment, wo du, ja, schon, gab mal eine Zeit, da konnte ich nicht abschalten vor zwei, drei Jahren beim Fliegen, dann habe ich es auch sein lassen, weil dann wird es gefährlich, ähm, ähm, krass, aber so seit ein, zwei Jahren durch diese Rollenaufteilung auch mit Sven, wo ich ihm ja wirklich, kam vorhin mehr als zum Ausdruck sehr dankbar dafür bin, dass er den Teil von mir, ähm, nehmen konnte oder übernehmen konnte, ähm, habe ich da wieder mehr, mehr Freude und Ressourcen
[01:09:07] auch dafür. Wenn jemand in 20 Jahren den, den Wikipedia-Artikel aufmacht über Quantum und oben die Summary liest, was wünschst du dir, was da drin steht? Also erstmal, dass Quantum unter dem Namen oder in irgendwas aufgegangen ist oder vielleicht gemerged wurde, also noch quasi existiert, ähm, und dass wir es, 100 ist eine Zahl, aber dass wir es geschafft haben, äh, einen substanziell großen Beitrag zur Technologie,
[01:09:37] 100 Euro, 100 Milliarden, genau, Führerschaft, Erhalt, äh, von, von Schlüsseltechnologien in Deutschland, in Europa, ja, dass wir das mitnehmen und umsetzen konnten in eine relevante Größe, in ein relevantes Unternehmen, wo, über Generationen, ähm, ja, Wachstum und, und Beschäftigungen und, und einfach, ja, Dinge entstehen, die dieses Land weiterbringen, ja, und weil das, was wir haben, das ist einzigartig
[01:10:06] und schützenswert hier in Europa, in Deutschland. Für die 100 Milliarden macht es Sinn, mit Stark zu merchen? Dem Spin, Dem Spin Out? Gut, das habe ich auch schon mal beantwortet, äh, ich, wäre jetzt doof, wie Herr Merz, irgendwelche Optionen vom Tisch zu nehmen, also, wenn es Sinn macht, machen wir das, wenn es keinen Sinn macht, machen wir es nicht, ne, also, das, ich, ich verstehe die Frage auch nicht so richtig, ja, weil, ich muss ja das tun, was immer das Richtige ist und, und Stark ist auf einer
[01:10:36] super Trajektorie, ähm, und, und wird wahrscheinlich auch nochmal raisen, ähm, und, und wir auch und, und ob dann irgendwann dieser Zeitpunkt kommt oder nicht, viel wichtiger, als diese zwei Firmen vielleicht getrennt erfolgreich oder vereint erfolgreich zu haben, ist für mich, dass sie erfolgreich sind, dass sie weiter existieren, dass sie, dass sie nicht nur gegründet wurden, um gegründet worden zu sein und der Ukraine zu helfen auch, ja, aber dass sie eben auch gegründet wurden und dann,
[01:11:05] es geschafft haben, dann, ähm, über lange Zeit dann auch, ähm, am Markt zu existieren mit Produkten, die so gut sind, dass, dass es Kunden dafür gibt. Und, wie stellst du es in dem Fall sicher, dass du nicht selber zu, zu dem alten grauen Herren, äh, wirst, das ist mal an anderer Stelle über die, über die klassischen Defense-Unternehmen, äh, äh, Ich glaube, das ist, irgendwann ist es das Schicksal, ne, äh, und ich glaube, wenn du eine 100 Milliarden Firma bist, dann geht es nur mit noch mehr Mitarbeitern auch und, und natürlich kommt dann auch Langsamkeit,
[01:11:35] aber ich glaube, das, und das ist jetzt vielleicht dann ein philosophisches, äh, ja, vielleicht schon fast ein Schlusswort, ähm, ich glaube, das ist dann auch einfach dass man halt für eine gewisse Zeit, Jahre, Jahrzehnte, und dann irgendwann ist Zeit für, ja, auch dann wieder, Die Firmen waren auch mal jung, die waren auch mal, ja, Ja, und auch Firmen, große Weltkonzerne, die sich nicht neu erfunden haben, gibt es halt nicht mehr, ja, und, und die machen Platz für Neue und, und für Neues
[01:12:04] und vielleicht werden auch wir irgendwann disruptiert, aber das ist dann hoffentlich erst in 50 oder in 100 Jahren der Fall. Und zum Beispiel beteiligst du dich davor bei den Fondern? Genau, das ist natürlich was, was du als Founder mitbekommst, ja, dass halt eben so schlafen und meinen, dass man immer vorne mit dabei ist, das ist, glaube ich, der Kardinalfehler der Großen, ne? Weil die geben dann irgendwann aus einer Not heraus unverhältnismäßig viel Geld für unverhältnismäßig wenig aus, ne? Mhm.
[01:12:34] und das funktioniert dann oft auch nicht, ne? Also immer demütig auch bleiben für Neues, für andere Firmen, für Startups. Man kann nicht alles selber besser, sondern einfach, ja, auch wir müssen das, ja, leben. Und deswegen investiere ich ja auch privat viel in dieses Ökosystem, weil ich halt glaube, dass da auch Chancen entstehen, ne? Vielleicht kann daraus mal ein Merger werden, vielleicht eine Kooperation, vielleicht kann auch diese Firma eigenständig groß werden, aber es sorgt auf jeden Fall immer dafür,
[01:13:03] dass dieses Ökosystem wächst, ne? Und da ist, glaube ich, eine Chance drin für Deutschland. Flo, schön, dass du da warst. Vielen herzlichen Dank. Danke, dass du das machst. Also, ist das ein Struggle? Ist das ein krasses Thema? Du gehst ein persönliches Risiko ein, muss man auch sagen, in dem, was du da tust, also, Respekt. Das ist ja auch viel Freude dabei und viel Erfolg und viel Schönes, ja? Mhm. Und das, das passt schon, ne? Wo findet man dich online? Wer soll sich bei dir melden?
[01:13:32] LinkedIn ist der richtige Weg, ja? Da passiert auch tatsächlich relativ viel. Da passiert was. Es ist auch entertaining, muss man sagen. Da lesen auch welche mit, ne? Also, Heiratsantrag vielleicht nicht über LinkedIn. Über LinkedIn. Wenn die Freundin zuhört, Heiratsantrag bitte nicht über LinkedIn. Die liest ja nicht mit, ne? Aber mein Team liest mit, ja? Die bitte auch keine Heiratsantrag. Genau, dann ist das der Place to be, ja. Sehr schön. Schön, dass du da warst. Vielen Dank. Danke. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao.

