Vom Sockenverkäufer zum Löwen: 130 Millionen mit Basics | Johannes Kliesch
Founder Mode11. September 202601:16:51

Vom Sockenverkäufer zum Löwen: 130 Millionen mit Basics | Johannes Kliesch

Seit dieser Staffel sitzt er als neuer Löwe bei Höhle der Löwen. Seine größte Angst dabei: bekannt zu werden. Johannes Kliesch ist Mitgründer von Snocks aus Mannheim, führt eine Gruppe mit rund 130 Millionen Euro Umsatz und 150 Mitarbeitern und hat drei Marken dazugekauft. Du bekommst sein E-Commerce-Playbook für 2026: wie er die Show mit der Produktionsfirma verhandelt hat, warum im eigenen Onlineshop fast keiner mehr Geld verdient und was er heute mit TikTok Shop machen würde.


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00:00 - Trailer & Intro

01:26 - Neuer Löwe bei Höhle der Löwen: „Socken sind einfach zu langweilig"

03:17 - Zehn Haken auf der Pro-Liste, eine große Red Flag

04:20 - Warum er seine Gage bei Höhle der Löwen komplett gespendet hat

14:05 - 205 offene WhatsApp-Chats: was Bekanntheit im Alltag kostet

16:33 - Wo Snocks heute steht: rund 130 Millionen Umsatz in der Gruppe

17:51 - Drei zugekaufte Marken: was bei femtis lief und bei OCEANSAPART nicht

25:45 - Der schnellste Test für Product Market Fit: ein Meta-Roas von 3 bis 5

28:15 - Bei jedem neuen Kunden verliert Snocks 20 Euro

31:52 - Warum im eigenen Onlineshop fast keiner mehr Geld verdient

36:41 - Mehr schwarze Boxershorts auf TikTok Shop als bei About You

47:14 - Der Inner Circle: 70 E-Commerce-Brands in einer Gruppe


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[00:00:00] Johannes, du bist neuer Löwe. Du wurdest selber dreimal abgelehnt mit Snogs. Boah, jetzt sitze ich selber auf dem Stuhl. Zum 14. kommt's offiziell im Fernsehen raus und da ist eine Stunde richtig Fuego. Jeder will reden. Also man fällt sich die ganze Zeit ins Wort. Da wird richtig gebettelt. Gleichzeitig will ich Gründern was zurückgeben, natürlich auch so eine Opportunity nutzen. Investment wollen wir auch heute drüber reden. Also ein 10 von 10 Erlebnis würde ich jederzeit wieder machen. Online verdient fast keiner in E-Commerce eigentlich Geld. Mit dem Online-Shop, wenn wir das nur als Kostenstelle sehen würden,

[00:00:29] verdient fast keiner Geld. Weil sowohl am Neukunde verlierst du, bis du Steinskunden verdienst du was, aber auch nicht bei allen. Und du kannst heutzutage keinen Markt mehr so schaffen, sondern du musst eine Welle reiten, die gerade kommt. Aber insgesamt sind wir on track. Wir wachsen dieses Jahr 20%. Bei Snogs verlieren wir an einem Neukunden 20 Euro. Per Definition kannst du nur Geld verdienen über Retention. Aber Retention ist nicht gleich E-Mail, WhatsApp und App, sondern du musst auch Retention Marketing leider machen. Zeige ich dir jetzt an oder kommst du eh in 20 Tagen wieder?

[00:00:58] Wenn jetzt auch hier jemand 1 Euro einschnebt und 3 bis 5 rausbekommt, dann weißt du, dreh das Ding auf. Weil es ist eine tickende Zeitbombe. Das ist ein Fenster von 2 bis 3 Jahren. Was ist die Lösung dafür? Siehst du jetzt, alle machen ***. Die heutige Folge wird präsentiert von Konto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Und jetzt zur Folge mit Johannes Kliesch von Snogs. Gell, Johannes? Wir müssen bei Höhe der Löwen anfangen.

[00:01:28] Oh! Ja! Du bist ein neuer Löwe. Du wurdest selber dreimal abgelehnt. Dich haben sie nicht in die Show genommen. Mit Snogs. Socken sind zu langweilig. Ja, tatsächlich. Muss man ja auch selbstkritisch sagen. Socken sind einfach zu langweilig. Jetzt sitze ich selber auf dem Stuhl. Du bist nicht zu langweilig. Boah, ich hab gestern Ausschnitte gesehen. Also ich hab's ... Wir sind jetzt so ungefähr eine Woche die Aufnahme. Zum 14. kommt's offiziell im Fernsehen raus. Man kann RTL Plus eine Woche vorher schauen. Und gestern hab ich die ersten Sachen gesehen und auch im Trailer und so.

[00:01:57] Ey, ich hab mich da schon auch gebettelt. Also weil du grad gesagt hast, zu langweilig. Aber hinter den Kameras hab ich mich sehr gut mit allen verstanden. Aber es war schon vorher drin, muss ich sagen. Also das war auch für mich so die größte Überraschung. So eine Aufnahme geht um circa eine Stunde. Und da ist ... Also wir laufen quasi hinter der Bühne so auf die Bühne drauf, wo wir dann sitzen hier. Ey, und schon beim Drauflaufen, jeder will reden. Also man fällt sich die ganze Zeit ins Wort. Und da ist eine Stunde richtig fuego. Da gibt's so einen Timer.

[00:02:27] Und wir haben auch, sag ich mal, werden Sachen durchgesagt. Also das ist gar nicht so Fernsehen, hey, einer nach dem anderen. Null. Also da ist ... Da wird richtig gebettelt. Und du hast gesagt, du bist konfrontationsscheu an einer anderen Stelle. Ja, aber da drin ... Wie bist du über dich hinausgewachsen? Also ehrlicherweise, ich hab, um ein bisschen auszuholen, ich habe so ungefähr drei ... Oh, ich bin mit Zeiten immer schlechter. Aber so drei, vier Monate hab ich mit der Produktionsfirma

[00:02:53] hab ich verhandelt, ob ich in die Show komme. Weil, wir können ja später auch drüber reden, eben meine größte Gefahr oder Angst ist nach wie vor, dass zu bekannt werde. Möchte ich nicht. Ich möchte nicht bekannt werden. Hast ja einen super Schritt in die richtige Richtung gemacht. Und deswegen ist es ja so absurd. Gleichzeitig will ich auch so immer den Gründern was zurückgeben. Natürlich auch so eine Opportunity nutzen. Investment wollen wir auch heute drüber reden. Und dafür, sag ich mal, aus so einer Liste, was bringt's mir?

[00:03:20] Waren wahrscheinlich zehn Haken gesetzt, aber eine große Red Flag, so das Thema Bekanntheit. Und deswegen war ich sehr lange mit meiner Frau zusammen, haben wir uns überlegt, machen wir es, machen wir es nicht. Und ich sag bewusst wir, weil das ja auch ein Schritt ist für Familie und so. Also das ist nochmal ein ganz anderer Schritt in die Öffentlichkeit. Also hab ich drei Monate mit denen verhandelt, sind uns dann einig geworden, mit gewissen Bedingungen von beiden Seiten. Was sind Bedingungen, über die man da überhaupt verhandelt? Also es geht erstmal um Vertrauen aufbauen, weil Fernsehen, die cutten das.

[00:03:49] Du kannst nicht jeden Cut absegnen oder nicht, sondern ich musste denen vertrauen, aber die mussten natürlich auch mir vertrauen, dass wenn ich sag, hey, wenn ich da reingehe, ich mach auch Deals, ich investier auch und mein das auch wirklich ernst, weil die in der Vergangenheit auch, sag ich mal, andere Löwen hatten, wo es vielleicht nicht ganz so gut funktioniert hat. Ja, und so haben wir uns, würde ich sagen, vor allem kennengelernt. Und Sachen, wo man verhandelt, ist so, darf man die Sachen vorher sehen? Gibt es so ein paar Red Flags, die ich auf keinen Fall genannt oder drin haben möchte? Und solche Sachen haben wir besprochen.

[00:04:19] Gage kann ich auch sagen, hab ich komplett gespendet. Also ist so, du verhandelst mit der Produktionsfirma und dann mit dem Sender, die zahlen eigentlich deine Gage. Und dann hab ich das Angebot bekommen, ich darf keine Zahl nennen, hab ich so eine E-Mail bekommen, was so im Raum steht. Und dann hab ich so gesagt, ey, jetzt mal ehrlich, sollen wir über diese Gage wirklich krass verhandeln, weil so im Verhältnis war das nicht ausschlaggebend für mich. Und dann hab ich gesagt, komm, bevor wir jetzt beide teure Anwälte da drauf werfen,

[00:04:46] lass uns doch einfach das gemeinsam spenden für einen guten Zweck. Dann haben alle was davon, weil ich profitiere an anderer Stelle davon. Und das war dann die Verhandlung. Und danach, um auf den Punkt zu kommen, ging's dann, hab ich gesagt, ja, werde ich irgendwie drauf vorbereitet. Kriege ich irgendwie einen Coach oder irgendwas? Und hab ich mich gestellt bekommen, hab ich gesagt, okay, ich möchte aber selber jemanden holen, weil so im Live-Fernsehen ist es ja nicht, aber trotzdem ... Ist ja schon was anderes. Genau. Also in so einem Studio zu sitzen und zu wissen, da gucken Millionen von Leuten zu und so weiter.

[00:05:17] Voll. Und die Produktionsfirma hat auch so zu mir gesagt, so, oh, Johannes, du musst, pass auf, die anderen Löwen sind echt laut. Also die haben mir, und wie soll ich sagen, positiv Angst gemacht. So, die haben das schon gesagt, das ist schon was anderes, Johannes, wenn die Kameras angehen. Daraufhin hab ich mir selber, hab ich auch alles selber gezahlt, so einen Coach geholt. Die liebe Alexandra, liebe Grüße, die macht selber Teleshopping. Und ich darf gar nicht, glaub ich, sagen, wen die alles betreut, aber viele bekannte Personen im Fernsehen coach die quasi. Wie heißt die, Alexandra wie?

[00:05:46] Polzin, glaub ich, können wir hier verlinken. Super. Und mit der hatte ich fünf, sechs Sessions immer so eine Stunde Call, wo sie mir gesagt hat, wie, Johannes, sag ich mal, wie machst du das? Du musst Sachen emotionalisieren, immer eine persönliche Geschichte einbringen, sodass ich schon, ey, fünf bis zehn Stunden Vorbereitung hab ich schon reingesteckt, so, wie möcht ich rüberkommen? Dann ging's los und dann, ey, ich muss sagen, insgesamt hatten wir auch gerade im Vorgespräch, geil, es macht einfach richtig viel Spaß.

[00:06:13] Also die Stunde, Pitch, wenn die auf die Bühne, also wenn die Startups kommen, Hammer. Also ein 10 von 10 Erlebnis würde ich jederzeit wieder machen. Wie oft warst du jetzt da oder wie viele Drehtage sind das? Also insgesamt sind Höhle der Löwen so 21 Drehtage. Okay. Der Ralf ist, glaub ich, der Löwe, ich will nicht lügen, aber der einzige, der, glaub, alle, alle macht, also Ralf Dümme. Die anderen haben unterschiedliche wie viele Tage, deswegen wechseln wir immer durch.

[00:06:42] Ich hatte, sag ich mal, das Angebot grob auf dem Tisch, dass ich 15 bis 20 Tage hätte machen können, aber das sind ja Drehtage. Dann hast du noch Anreise und so. Anreise und so, ja. Ich hab am Ende, haben wir uns geeinigt, das war auch Teil der Verhandlung, auf fünf Tage. Also es war ganz bewusst, ich mach kein Gast, Löwe, nicht einen Tag, deswegen bin ich ja jetzt auch in den Trailern und so zu sehen, wie auch Andreas nicht. Nur einmal zu Gast und dann nie wieder, weil das war auch so für mich dann verkackst, so an dem einen Tag. Oder die Startups sind nicht gut so. Also, ja, komisch.

[00:07:11] Also fünf Tage hab ich gemacht und jetzt überlege ich mir grad, ob ich's nächstes Jahr wieder machen will. Müssen wir jetzt mal die Ausstrahlung abwarten. Aber fünf Tage waren's, die Aufnahmen waren alle im Februar. Und also jetzt schon von einem halben Jahr, deswegen ist es auch so emotional grad komisch. Also ein halbes Jahr hast du nicht... Warst jetzt in der Schwebe, gell? Auch krass. Ja, also du hast aufgenommen. In der Zeit darfst du mit niemandem drüber reden. Klar, Family and Friends redest du drüber, aber keiner wusste es.

[00:07:38] Intern im Team war ich halt irgendwie einen Monat fast raus, weil es war immer Dienstag, Mittwoch, Drehtage. Dann hattest du noch Anreise. Dann die Tage danach musst du auch ein bisschen klarkommen, weil es von morgen zum acht bis abends 21 Uhr ist. Also es ist wirklich hardcore. Ja, und der Februar, das hat echt viel Zeit gekostet. Und jetzt war es halt irgendwie komplett aus dem Kopf raus. Und jetzt geht die Promophase los und jetzt fast die Ausstrahlung. Aber irgendwie ist es für mich selber ganz weit weg grad.

[00:08:05] Und jetzt mal gucken, am Montag kommt bei RTL Now dann die erste Folge raus. Geil. Welcher Löwe hat dich am meisten überrascht, den du davor nicht kanntest? Also ich kannte keinen persönlich. So mal von Speaker-Events oder so hinter der Bühne. Also Carsten hat mir am Anfang am meisten Fuego gegeben, Gegenwind und so. Aber ich muss sagen, mit Carsten super verstanden. Also viel Zeit mit ihm auch verbracht, haben uns auch im L.A. noch getroffen bei ihm und so zum Essen.

[00:08:36] Also und mit Judith habe ich jetzt noch so mit am meisten Kontakt, weil sie sehr tief im E-Commerce ist. Da war ich sehr überrascht. Die anderen Löwen. Auch Frank und so, sage ich mal. War cool. Also du hast zwischen den Pitches immer so eine Stunde, anderthalb Zeit und jeder hat so seinen eigenen Raum am Set. Und ich, also die anderen sind da routinierter. Die haben dann dazwischen gearbeitet oder sonst was gemacht. Oder die Damen haben nochmal Make-up oder keine Ahnung was. Also jeder hat so seine Routine gehabt.

[00:09:04] Und ich habe sehr viel immer bei den anderen gechillt dann so. Gerade abends war ich immer bei Ralf mit im Raum. Sein Sohn war auch immer dabei. Da besucht man sich dann. Da steht dann der Name dran und dann gehst du in die Box von Ralf oder Carsten. Ralf hat immer richtig geile Bonbons gehabt. Da war ich dann immer viel. Mit Frank habe ich sehr viel über AI gesprochen. Also mit Judith sehr viel über so Live-Shopping. Also ich habe versucht, die Zeit so zu nutzen, um auch mit denen Zeit zu verbringen. Ich hatte auch Gäste mit dabei. Du darfst bis zu fünf Gästen mitnehmen oder auch mehr.

[00:09:32] Die ersten ein, zwei Tage war ich alleine da, weil ich es mir erstmal angucken wollte. Dann hatte ich aber auch immer Family und Friends mit dabei, weil die es auch sehen wollten. Und so hat man dann zusammen Zeit verbracht. Und die Warterei zwischendrin, würde ich sagen, war mit das Nervigste. Weil du bist voll da eine Stunde und dann bist du so, was machst du in der Stunde anderthalb? Und du weißt auch nicht, wann es weitergeht. Du wirst irgendwann geholt. Du sitzt da nur rum, datelst irgendwie am Handy. Die Warterei. Und das hast du halt fünfmal am Tag.

[00:10:00] An einem Tag sind immer fünf bis sechs Startups. Ja, das ist eher das, was echt Energie gekostet hat. So das Zwischendrinnen und ja. Was hast du für den anderen mitgenommen? Was haben die dir mit auf den Weg gegeben? Wenn du quasi reinkommst als so Löwenwelpen bis jetzt zum ersten Mal, haben die gesagt, guck mal, das haben wir gelernt. Das hätten wir gerne vorher gewusst. Ich glaube, ich würde, also ein Löwe, ich schaffe das nicht sagen, wer das war. Aber der kam vor dem ersten Pitch zu mir in die Kabine und hat gesagt, ey, du musst da oder da mal aufpassen,

[00:10:29] dass du dich, sag ich mal, dich da nicht verlocken lässt oder sowas. Der hat mir so zwei, drei Tipps gegeben. Das war's. Aber am Ende des Tages. Also der Begriff Löwe passt da schon gut. Also du musst dich da schon durchkämpfen. Das klingt schon rough. Ja, ich will da gar kein Mitleid oder so, aber du bist da und dann musst du performen. Und es war für mich auch, ich hatte jetzt kein Team dabei, auch die ersten, zwei, drei.

[00:10:53] Und die anderen haben da zwei, drei Assistenten, keine Ahnung, Outfit-Leute, Schmink, alles mögliche. Und ich war da halt so der junge Kerl. Ich war da so, okay, los geht's. Und dann hatte ich noch am ersten Tag, hatte ich mein Buch vergessen, wo du so mitschreibst. Also ich war da irgendwie wie so ein Schuljunge. Wie die Schule. Das ist ja mit Tonbeutel vergessen. Ja. Scheiße. Aber war geil, muss ich sagen. Hat einfach so viel Spaß gemacht. Geil. Und wovor hast du Angst, was Berühmtsein angeht?

[00:11:22] Oder andersrum, wenn du sagst, es ist ja gar nicht mein Ziel, es ist mein Antiziel. Wie denkst du da jetzt drüber nach, wo das nächste Woche losgeht? Also Angst habe ich vor allem so Thema Sicherheit. Einmal so Einbruch und so. Da haben wir leider in der Vergangenheit schon ein paar sehr negative Erfahrungen gemacht. Getrieben durch deine Bekanntheit? Gepaart bestimmt auch, dass man, sag ich mal, wenn jetzt hier irgendwie der Thumbnappit auch sein, Sockenmillionär oder sonst was. Also so, das ist ja ein Begriff, der bei mir oft verwendet wird.

[00:11:53] Das lockt natürlich gewisse Leute oder sowas an. Also das Thema Sicherheit ist die größte Angst so. Und auch insofern Privatsphäre. Ich arbeite nach wie vor super viel. Und jetzt zum Beispiel hier, Mittagspause in München. Wenn ich mit meiner Frau essen gehe, in München ist es zum Glück nicht so. Aber in Mannheim, glaube ich, war ich mit meiner Frau in den letzten fünf Jahren nicht fünfmal essen. Weil wenn wir essen gehen, dann, ah Johannes, ey.

[00:12:22] Und bei mir sage ich immer, die wollen kein Foto mit mir machen. Ich bin kein so bekanntes Gesicht. Aber Leute, die ein Unternehmen gründen wollen, die pitchen es mir. Und zum Beispiel, ich hatte jetzt auch hier in München wieder, wir hatten einen Handwerker. Der hat bei uns was gemacht und zwei, drei Sachen. So ey, cool, haben wir uns verstanden. Und dann hat er mich jetzt die Tage angerufen. Ey Johannes, hast du kurz Zeit? Dein Handwerker. Also okay, bist du ja menschlich, okay. Und dann hat er mir 20 Minuten am Telefon seine Idee gepitcht. Was er halt macht.

[00:12:51] Weißt du so, wie gehst du damit um? Wirkst du dem? Du bist ja auch netzer. Genau, das ist dein Handwerker. Der hat ja in deinem Haus, der ist ganz nah an dir dran, hat der Sachen für dich gemacht. Du willst freundlich zu dem sein. Aber wie sagst du dem jetzt innerhalb? Ich will dir nicht unterbrechen, aber wie sagst du dem, ich investiere jetzt gerade nicht so. Ich habe dafür gerade gar keinen Kopf. So, das waren meine Gedanken. Aber trotzdem nimmst du dir die Zeit mal eine halbe Stunde. Und das, sage ich mal, geht es jetzt auch drum um das Thema, wie ich da auch dargestellt werde.

[00:13:18] Ich investiere auch, ja, aber als Investor musst du halt auch, sage ich mal, 99 Prozent Nein sagen. Und wenn das dann aber Leute im Freundesumfeld und so ist, so neben meinem Job irgendwie CEO bei Snogs zu sein, hast du dann noch Investor. Also in deiner Freizeit musst du nur Leute irgendwie enttäuschen und Nein, Nein, Nein, Nein sagen. Und so diese... Bist du darin besser geworden? Hast du gelernt, das Beste 2? Ich struggle da auch. Ich bin aufs Gleiche. Also auch jetzt durch Vondermode Clan ist, haben wir die Community. Da haben 2000 Leute meine Handynummer und dann schreiben die.

[00:13:48] Und die sind auch nicht crazy. Also da sind ja keine Verrückten dabei. Aber man hat ja doch den Drang, helfen zu wollen. So ein Syndrom hat da irgendwie jeder so ein bisschen in sich. Aber es geht halt irgendwann nicht mehr. Wie bist du besser geworden? WhatsApp-Genachrichtungen ausmachen. Wir können mal live in mein WhatsApp reingehen. Okay, zeig mal dein WhatsApp. WhatsApp-Check von Johannes Klisch hier live on air. 205 offene Einzelchats. Also und bei mir ist die Routine immer, wenn ich im Flieger sitze, weil da kann man nichts arbeiten. Aber WhatsApp geht zum Glück ganz gut, weil man alles abarbeiten kann.

[00:14:18] Ich war vor zweieinhalb Wochen letztes Mal geflogen, war ich auf null. Und jetzt wieder zweieinhalb Nachrichten. Also deswegen, das ist so mein größter Struggle mit diesem in der Öffentlichkeit stehen. Weil wäre ich jetzt nicht so in der Öffentlichkeit, würde mir ja nicht der Handwerker fragen, ob ich bei ihm investieren will. Weil sonst bin ich ja einfach ein Unternehmer. Ey, der macht irgendwas im Internet. So ist es jetzt so, auch für ihn greifbar. Ah, der investiert ja in Unternehmen und ich könnte ihn ja mal fragen. Und ich verstehe das empathisch gemeint komplett aus seiner Sicht.

[00:14:48] Weil er kennt vielleicht nur ein, zwei, drei Leute, die sowas machen. Klar, da bist du sein bester Shot. Weil er ist jetzt auch nicht... Natürlich. Danach bei Carsten mach ich mal zu Hause wahrscheinlich. Genau so. Ich würde es an seiner Stelle genau so machen. Ja. Aber für mich ist es halt eher unangenehm. Und gerade nicht, wenn es einmal vorkommt, kein Problem. Aber wenn es halt irgendwie... Ich würde sagen, in der Woche kommt sowas fünfmal vor, ist halt immer so... Ich habe jetzt eigentlich keinen Kopf für sowas. Also ich will einfach Unternehmer sein und nicht die ganze Zeit so.

[00:15:18] Erzähl mir, was ein Unternehmertum ist. Wo steht es noch? Gerade. Gib mir einen Snapshot. Spannend. Wo steht es noch? Snorx. Also, ey, viele Firmen gekauft als Snorx. Auch da Investor sein. Viel mehr Arbeit als gedacht, so insolvente Firmen umzudrehen. Fuck. Ist einfach Knochenjob. Das glaube ich. Ich muss immer lachen, weil meine Mutter hat... Mit meiner Mutter habe ich damals immer Pretty Woman geguckt. Das ist so ein alter Film. Und da geht es ja darum, dass sie sich verlieben.

[00:15:46] Und er ist so ein Geschäftsmann. Und er macht auch so, sag ich mal, kauft so insolvente Firmen und dreht die dann. Und da geht es um... Der ist so ein Wallstreet-High. Der ist so ein Gordon Gekko. Der will dieses Ding kaufen, dieses mittelständische Whatever. Ja. Und zum Liebsten direkt zerschlagen. Genau. Und das haben wir jetzt so in der Form nicht gemacht. Aber Teil davon ist einfach Ocean Separate. Du kaufst 10 Millionen Lagerbestand und musst auf 2 Millionen, 3 Millionen runtergehen. Also, was machst du mit 10 Millionen Lagerbestand? Machst du irgendwelche Deals und so?

[00:16:14] Also, deswegen, es ist schon ein abgefucktes Business, muss ich sagen. So insolvente Firmen, das habe ich mir irgendwie cooler vorgestellt. Ist schon ein Knochenjob. Aber insgesamt sind wir on track. Wir wachsen dieses Jahr wieder mit circa um die 20 Prozent. Wir sind so profitabel wie nie zuvor. Was macht den Umsatz? 2026 in der Gruppe? So zwischen 130 und 140 Millionen jetzt. Krass. Congrats. Dankeschön. Je nachdem, wie jetzt Q4 läuft. Ey, auch Gewinn. Wir waren jedes Jahr profitabel.

[00:16:43] Also, wie es halt als Unternehmer ist. Wir sind zufrieden, aber irgendwie auch sehr unzufrieden. Werbung. Wenn du Johannes von Snox gerade zuhörst und einen eigenen Shop betreibst, dann bleib kurz dran. Als E-Commerce-Founder ist es schwierig, einen Überblick über seine Liquidität zu behalten. Das Geld kommt aus unterschiedlichen Quellen rein. Marktplätze, der eigene Shop. Und geht unregelmäßig raus. Zum Beispiel für Marketing oder Logistik. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Aber Konto hilft dabei. Unser Werbepartner für digitale Geschäftskonten.

[00:17:10] In deren Cashflow-Dashboard siehst du deine Einnahmen und Ausgaben direkt an einem Ort. So behältst du die Zahlungsströme aus deinen Verkaufskanälen immer im Blick. Und mit den erwarteten Transaktionen siehst du nicht nur, was bisher passiert ist, sondern auch welche Rechnungen demnächst abgehen und welche Einnahmen noch ausstehen. Auch die Buchhaltung wird einfacher, denn die Belege lassen sich einfach den passenden Transaktionen zuordnen und die relevanten Daten über Dativ, Flexware oder zahlreiche anderen Integrationen synchronisieren. Weniger Zusammensuchen.

[00:17:38] Mehr Klarheit über deinen Cashflow. Wenn du wissen willst, wie sich das für deinen Shop anfühlt, geh auf Konto.com, Konto mit Q. Benutze den Code Founder Mode, um das Produkt sechs Monate kostenlos zu testen. Werbung Ende. Würdest du sagen, diese House-of-Brands-Strategie geht auf? Also diese Brands zu kaufen, zu integrieren, auf eine gemeinsame Plattform drauf zu schalten? Das ist ja eine Frage, die viele sich stellen. Ich habe das eine Ding, was gut funktioniert. Mache ich das jetzt einfach noch größer im Kern oder fange ich an, mehr dazu zu bauen? Wie schaust du da gerade drauf? Und danach erklär mir, warum du unzufrieden bist.

[00:18:09] Boah, ist eine ganz komplizierte Frage. Lass uns mal durchgehen. Wir haben insgesamt jetzt drei Firmen gekauft. Eine haben wir gerade gekauft, ist noch nicht öffentlich. Aber wenn wir uns die drei angucken, haben wir Femtis. Die haben wir, ich darf die Zahlen nicht sagen, aber den Kaufpreis haben wir schon mehr als verdreifacht innerhalb von einem Jahr. Bester Case, das Ding ist profitabler, denn je zuvor wächst so Haken dran. War ein kleines Team, war eine kleine Akquisition, oder? Genau, ein paar hunderttausend, aber wir sind jetzt fast siebenstellig, was wir damit quasi plus gemacht haben.

[00:18:38] Innerhalb von einem Jahr, wo ich sage, das hätten wir mit Snogs so niemals geschafft. Also alle Haken gesetzt, geil, da ist es total aufgegangen. Und Produkte zum Kontext sind Periodenunterwäsche? Genau, Periodenunterwäsche. Sowohl die Produkte konnten wir dann bei Snogs launchen, aber auch Femtis wächst gerade mit. Ich habe heute Morgen die Zahlen gehabt, letzten Monat mit über 120 Prozent. Also mehr als so Hammer, da ist so Traum eines jeden Investors. So Plattform, Gedanke, alles aufgegangen, Hammergeil.

[00:19:06] Dann haben wir Lelün, haben wir dieses Jahr im April gekauft, sechs Monate her. Da sind wir jetzt schon bei knapp 50 Prozent des Kaufpreises, haben wir jetzt schon wieder reingeholt. Wo ich sage, auch das wächst ganz gut, sind profitabler als je zuvor. Wir machen da jetzt noch, das ist immer ein ganz großer Part von der Akquisition im E-Com, ist die Logistik zu zentralisieren. Weil Logistikkosten, kann ich sagen, machen bei Lelün gerade um die 25 Prozent vom Umsatz aus. Wenn wir die Logistik jetzt umziehen, sind wir bei 12.

[00:19:35] Also 13 Prozent EBDA-Punkte halt durch den Lagerumzug. Also das ist so der Mit-Payment-Sachen, aber Logistik ist der größte Block, der einfach nur Fleißarbeit ist, sage ich mal. Weil ob du das Marketing und die Marke umgedreht bekommst, das ist immer so ein bisschen Glaskugel. Aber Logistik, so Operations, Einkauf, wie viel Geld dabei. Da weißt du, was die Hebel sind. Genau, und da sind wir bei Lelün. Wenn wir die Logistik umgezogen haben, würde ich sagen, ist Lelün auch innerhalb von einem Jahr erfolgreich.

[00:20:04] Auch fast alle Haken gesetzt. So Prediction, wir sind jetzt gerade mittendrin, aber es sieht sehr, sehr gut aus. Ocean's Apart, würde ich sagen, von 1 bis 10 sind wir da beinahe 6. Aber auch da, also wir haben es einmal einen Ticken zu teuer gekauft. Ich darf nicht den Kaufpreis sagen, aber wir haben vom Verhältnis haben wir bei Lelün die Hälfte gezahlt wie von Ocean's Apart. So einfach, um mal ein Gefühl zu haben. Da hätten wir, ich glaube nicht, dass wir hätten viel mehr runterhandeln können, sondern den Deal gar nicht machen.

[00:20:33] Aber so einfach einen Ticken zu viel bezahlt. Dann haben wir selber zu romantisiert, dass wir gedacht haben, man kann eine Marke komplett umdrehen. Also so Rabatte weg. Wir machen jetzt irgendwie Yoga-Ausrichtungen und sonst was. Dann haben aber deine eine Million Bestandskunden nicht mehr bei dir bestellt. Weil die Historie ist stark für Influencer gewachsen, stark rabattgetrieben. Genau. Und das kannst du aus der DNA nicht einfach ausfiltieren. Nee, wir haben es ein Dreivierteljahr gemacht und haben auch, würde ich sagen, knapp 200.000, 300.000 Euro im Branding investiert.

[00:21:02] Das funktioniert einfach nicht. Also das musst du über drei, vier, fünf Jahre machen. Aber dann ist es auch so, was ist dann das Asset, was du gekauft hast? Weil die Bestandskunden, dein Bestand in drei, vier Jahren ist auch die Art von Produkten nicht mehr cool. Also das war einfach die falsche Strategie. Wir haben das dann geswitcht so vor irgendwie in Q1 dieses Jahr. Sage ich mal wieder mehr Rabatte, mehr das, wo die Marke auch herkommt. War auch für uns, boah, was machen wir jetzt?

[00:21:29] Und jetzt läuft, sage ich mal, besser denn je Ocean's Apart. Jetzt sind wir gerade einen Monat offline wegen dem Lagerumzug. Aber auch hier fast 15 Prozent EBDA-Punkte, wenn das Lager jetzt umgezogen ist. Und dann, glaube ich, wenn wir so drauf blicken, dann so nach zwei, drei Jahren haben wir Ocean's Apart, würde ich sagen, auch alle Haken gesetzt. Aber wir haben viel länger gebraucht als gedacht. Aber es war auch die erste Akquisition. Also wir haben ganz viel Lehrgeld gezahlt bei Ocean's Apart.

[00:21:57] Und man sieht ja, danach kam Femtis, alle Haken gesetzt. Lelün innerhalb von einem Jahr. Also wir wurden besser, wir wissen jetzt, was wir machen müssen, in welcher Reihenfolge, wie die Prozesse funktionieren. Und deswegen würde ich summa summarum, wir haben ja auch eine vierte jetzt gekauft, würden wir es weitermachen. Aber wir sind jetzt viel strenger mit den Assets, die wir aussuchen und so. Was ist die Lektion aus Ocean's Apart? Was können andere Fahne mitnehmen? Du kannst eine Marke nicht umdrehen. Also viele Rabatte, da musst du viele Rabatte weitermachen.

[00:22:26] Also du kannst nicht so umpositionieren. Das ist viel zu teuer. Dann gründe lieber eine neue Marke. Du kannst nicht sowas machen. Dann würde ich sagen, Lagerbestand musst du schnell runterkriegen. Diese 10 Millionen Lagerbestand, die wir übernommen haben, kosten uns im Monat ungefähr, alles Schätzwerte, 30.000, 40.000 Euro allein Lagerkosten. Allein das ist zerlegt.

[00:22:46] Ja, und deswegen lieber, das haben wir bei Lelün gemacht, wenn du einen Insolvent-Deal verhandelst, schon mit großen Aufkäufern oder sowas verhandeln, dass du die Ware direkt rüberschieben kannst oder Best Secret oder sowas. Jetzt haben wir inzwischen die Kontakte, weil dann kannst du daraus lernen. Aber sonst ist das nicht nur totes Kapital, sondern wirklich, das frisst auch deine CM2-Marge, also wegen den Lagerkosten auf. Und dann würde ich sagen, jetzt wird es sehr E-Commerce.

[00:23:15] Man kann heutzutage im E-Commerce eigentlich nur Geld verdienen, so richtig, wenn es ein Product-Market-Fit gibt. Also Produkte, die gerade einen Hype haben, auf gut Deutsch so, dann kannst du auch irgendwie 10, 20% EBITDA-Marge haben. Und eine insolvente Firma heißt ja eigentlich immer der Product-Market-Fit ist vorbei. So Leggings, Ocean's Apart verkaufen. Ich würde das jetzt nicht nochmal so machen. Also ich würde eher gucken, eine kleinere Bude wie so ein Femtes kaufen, wo aber voll am Zahn der Zeit das Produkt ist.

[00:23:43] Was sind Kategorien, was sind Beispiele, die gerade... Also Supplements hier, Beverage, so Getränke ist gerade super gehypt. Also alles im Supplement. Im Fashion-Bereich ist gerade so... Shapingware ist gerade ein großes Thema. So Skims-Produkte. Ey, und dann hört es langsam schon auf. Solarprodukte, so Balkon-Kraftwerke. Wahnsinnige Kategorie. Ich glaube, da gibt es 5, 6 Anbieter. Die machen alle 22 bis 30 Millionen in den letzten drei Jahren entstanden. Ah ja? Ja. Krass.

[00:24:12] Also deswegen gibt es immer im E-Commerce, kannst du auch heute noch Geld verdienen. Aber es sind so krasse Subnischen, die man so gar nicht auf dem Schirm hat. Und alles so, was man jetzt so vielleicht denken würde, da würde ich niemandem empfehlen, heute noch zu starten. Das ist brutal. Also keine Chance. Und du kannst heutzutage keinen Markt mehr so schaffen selber, sondern du musst eine Welle irgendwie reiten, die gerade kommt, weil es irgendwie ein Thema wird. Schlafanzüge zum Beispiel ist auch ein Ding gerade, was immer mehr kommt.

[00:24:40] Wieso sind Schlafanzüge gerade ein Ding? Ich weiß es nicht. In Amerika gehen die jungen Kids mit ihren Schlafanzügen in die Schule. Echt? Ja, ich war gerade auf der Hochzeit, da war eine in so einem Gucci-Schlafanzug. Ja, das ist einfach gerade so ein Trend. Und Musselin-Bettwäsche ist zum Beispiel auch gerade ein Ding. Also es gibt einfach so krasse Nischen. Und da kannst du heutzutage, wenn du so eine Marke jetzt eine Schlafanzugmarke gründest, kannst du bestimmt jetzt zwei, drei Jahre Geld verdienen. Aber die große Kunst ist dann, den nächsten Trend wiederzunehmen. Weil nur auf dem Bestand zu sitzen, also die nächsten zehn Jahre Schlafanzüge,

[00:25:11] verdienst du zwei, drei Jahre Geld und dann nicht mehr. Und deswegen sieht man jetzt auch gerade im E-Commerce so viele Insolventen. Weil es gab diesen Product-Market-Fit, aber die haben es nicht geschafft, sich neu zu erfinden oder die nächste Welle zu reiten. Und ja, das ist einfach sehr schwer. Und der konkrete Tipp, ich würde, also für uns ist gerade ein Best-Case-Szenario, wenn wir eine Firma kaufen könnten, die ein Product-Market-Fit hat, also wo gerade ein Hype ist, aber in den Operations vielleicht nicht gut ist.

[00:25:39] Oder sagt, hey, ich mache nur Marketing und das andere möchte ich gar nicht irgendwie machen. Und sowas ist super spannend. Was bedeutet Product-Market-Fit in Zahlen? Was bedeutet das an Umsatz? Also Umsatz finde ich auch gar nicht so spannend. Es ist eher so, ich sage mal so 100.000 solltest du mindestens gemacht haben, Umsatz. Und das Spannendere ist eigentlich zu sehen, das ist die leichteste KPI. Wie ist dein Meterrohr? Der Return-on-Ad-Spend. Genau, Return-on-Ad-Spend.

[00:26:07] Wenn du so ein 3er, 4er Meterrohr hast quasi und das eine Ein-Mann-Bute ist, dann gucke ich mir die Ads an und sage, diese Ads, ich nenne es jetzt mal Sortenbereich, ey, da würdest du nichts verkaufen. Also dann weißt du, Product-Market-Fit ist halt da, weil der sogar mit schlechten Ads hat ein 5er-Rohr, dann muss es da gerade einen Überhang an Nachfrage zum Angebot geben. Und 5er-Rohr heißt, ich stecke einen Euro rein, ich kriege 5 Euro Umsatz zurück. Und so eine durchschnittliche E-Commerce-Marke macht aktuell, so würde ich sagen, zwischen 1er und 1,5er-Rohr. So irgendwo.

[00:26:37] Das heißt, stecken 1 Euro beim Meter rein und kriegen nur 1 Euro Umsatz. Nicht gewinnen, Umsatz zurück. Und damit kämpfen gerade alle, sage ich mal, durchschnittlichen E-Com-Unternehmen. Und wenn jetzt auch hier jemand zuhört und irgendwie 1 Euro einsteckt und 3 bis 5 rausbekommt, dann weißt du, dreh das Ding auf. Weil es ist eine tickende Zeitbombe, weil die Konkurrenz kommt im Markt. Das ist ein Fenster von 2 bis 3 Jahren. Ich mache das seit 10 Jahren. Das ist jedes Mal so. Weil du gerade einfach wenig Konkurrenz und sowas hast, nutzt diese Zeit außen.

[00:27:08] Das bedeutet Product-Market-Fit. Wenn du ein Meter-Rohr hast mit normalen Ads von 3 bis 5, dann weißt du, bei dir ist gerade Party angesagt. Werbung. Okay, als Founder weißt du, Systeme wie Shopify, Stripe, Klana, PayPal, die leben auf dem Mars. Und Dativ lebt auf der Venus. Das führt dazu, dass sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Das Problem kennst du vielleicht, dass Bestellungen, die in deinem Shop-System oder bei Stripe ausgelöst werden, steuerlich nicht sauber erfasst in Dativ ankommen. Und das macht ganz vielen Foundern Kopfschmerzen.

[00:27:37] Die Payment-Systeme denken in Bestellungen, Abos und Auszahlungen. Dativ denkt in Buchungssätzen, Konten und Steuersätzen. Mein Kumpel Marco hat ein Unternehmen gegründet, was die Übersetzung macht. Pathway exportiert die Daten aus deinem Shopify, aus deinem Stripe sauber und erfasst sie steuerlich richtig in Dativ. Im Schnitt sparen Unternehmen damit 8000 Euro an Steuerberaterkosten, weil die eben nicht mehr manuell jeder einzelnen Bestellung zuordnen müssen. Wenn du dich als Founder aus Wesentliche konzentrieren willst und nicht auf die Buchhaltung,

[00:28:07] dann gehst du Pathway, dann sag denen, dass du über Foundermode kommst, dann erstatten die dir die Einrichtungsgebühr, die bis zu 1000 Euro betragen kann. Wie schaust du aus deiner heutigen Perspektive auf Retention? Ihr habt Produkte, die man immer wieder kaufen kann. Das ist gut, ich habe mit Alisa und Freddy von Purely recordet, deinen Nachbarn aus Mannheim. Und bei denen fand ich faszinierend, dass sie sagen, das Unternehmensziel ganz oben ist Retention. Und alles ordnen wir diese Retention unter. Wie kriegen wir es hin, dass in dem Fall mehr Frauen Schmuck kaufen, die haben Schmuck-Abo, die machen CRM sehr gut und so weiter.

[00:28:36] Fand ich super faszinierend, dass sie ihre ganze Firma aus dieser Brille sehen. Was hast du darüber gelernt? Weil es gibt Produkte wie Socken, Unterhosen zum Beispiel, die kaufst du immer wieder. Und andere wie eine Matratze oder so, kaufst du alle x Jahre. Und es ist natürlich schwieriger, dann profitabel zu werden. Ich weiß nicht, wie tief wir reingehen. Du, wir gehen so tief. Okay, geil. Wir gehen mal richtig tief hier. Okay, zwei Sachen. Also grundsätzlich Retention absolut sonst. Also ich habe es ja eben gesagt, als durchschnittliches E-Commerce-Unternehmen verlieren alle Geld auf dem Erstkauf.

[00:29:05] Wenn du ein 1-Aroha hast, gibst du ja 100 Euro aus, um 100 Euro Umsatz zu machen. Dann hast du irgendwie Kosten von 60, 70 Prozent. Also du verdienst, auch gerade bei Snogs verlieren wir an einem Neukunden 20 Euro. Das heißt, per Definition kannst du nur Geld verdienen über Retention. Also nur wenn der Kunde ein zweites Mal kommt, dann verdienst du überhaupt Geld. Deswegen stimme ich den beiden zu 100 Prozent zu. Darauf konzentrieren sich gerade eigentlich alle.

[00:29:33] Außer du hast einen verrückten Product-Market-Fit. Wenn du auf dem Erstkunde gerade Geld verdienst, dann dreh einfach nur das Volumen auf. Aber so 95 Prozent müssen auf Retention gehen. Das große Problem ist gerade für auch viele, und das haben wir auch selber gemerkt, wenn du, viele konzentrieren sich dann auf Neukundenakquise und sagen dann, okay, 20, 30 Prozent davon kommen innerhalb von 12 Monaten wieder. Okay, gut. Was aber rein attributionstechnisch super schwierig ist,

[00:30:04] es gucken ungefähr nur 30 Prozent der Leute von deinen Bestandskunden, gucken nur sich die E-Mails an. 70 Prozent sind schon weg. 70 Prozent ist weg. Dann gibt es auch WhatsApp und Co., aber so, wir haben das ausführlich analysiert und bei uns ist der Fachbegriff intern Detached Customer. Was heißt das? Das heißt, Leute, die wir ohne Paid-Marketing, also Bestandskunden, die wir ohne Paid-Marketing nicht nochmal erreichen würden. Obwohl du die Kontaktdaten hast. Genau, weil die einfach keine WhatsApp, wir haben die WhatsApp-Nummer nicht,

[00:30:33] die öffnen keine E-Mails. Ich lese nie E-Mails so. Du könntest mich quasi nicht, über WhatsApp würde ich mich nie irgendwo anmelden und eine App lade ich auch nicht von irgendeiner Random Brand runter, wo ich einmal jetzt bestellt habe. Das heißt, ich wäre für Snogs, ich wäre ein Detached Customer. Also, wenn ich nicht auf einmal an irgendeinem Morgen aufstehe und sage, ich brauche wieder neue Socken, kommt der Kunde ja nie wieder. Das heißt, du brauchst Retention, aber du musst 60% deiner Bestandskunden,

[00:31:02] ungefähr musst du ja trotzdem wieder Paid-Marketing machen. Du musst die Metasteuer wieder bezahlen, um mit der Instagram-Ad deine bestehenden Kunden wieder zu erreichen. Genau. Und das ist, sage ich mal, so ein bisschen, also die Überschrift stimmt, Retention, ohne Retention klappt es nicht. Aber eine große Wahrheit ist auch, Retention ist nicht gleich E-Mail, WhatsApp und App, sondern du musst auch Retention-Marketing leider machen. Sonst geht der halt zur nächsten Sockenfirma, weil der irgendwie eine neue, irgendwie gute Ad zieht.

[00:31:30] Und das ist ein ganz großes, so ein bisschen schwarzes Loch, weil die Frage ist ja immer dann, du musst dir überlegen, zeige ich dir jetzt Ads an oder kommst du eh in 20 Tagen wieder statistisch gesehen, weil du alle, keine Ahnung, sechs Monate Boxershots brauchst. Dann muss ich dir ja jetzt nicht nochmal Ads anzeigen, weil du kommst ja auch gar nicht wieder. Oder mache ich es jetzt nicht, weil der Meta-Algorithmus zeigt dir jetzt einen anderen Konkurrenten an. Also lieber, also das ist ganz, es ist super schwierig. Und was ist die Lösung dafür?

[00:31:59] Siehst du jetzt, alle machen Retail-Stores auf. Multichannel ist eigentlich. Online verdient fast keiner im E-Commerce eigentlich Geld. Mit dem nur Online-Shop. Weil Google und Meta die Marge rausqueasen? Ja, komplett. Weil eigentlich ist jetzt, wenn man es mal ganz hart runterbricht, du baust eine Marke auf zu hoffentlich Break-Even in deinem Online-Shop, dass du kein Geld verlierst. Aber die Marge machst du, weil Leute auf Amazon nach Snogs suchen, bei Zalando, da haben wir 20, 30 Prozent Marge oder halt im Retail-Geschäft.

[00:32:28] Aber im Online-Shop, wenn wir das nur als Kostenstelle sehen würden, verdient fast keiner Geld. Weil sowohl am Neukunde verlierst du, Bestandskunden verdienst du was, aber auch nicht bei allen, so muss sich das irgendwie ausgleichen. Aber eigentlich nur über Multichannel-Charakter, da verdient du eigentlich Kohle. Ist so interessant, weil diese ganze D2C, Direct-to-Consumer-These ja damals war, zu sagen, geil, du hast eine Brand und du hast deine eigenen Kunden, die bestellen bei dir über Shopify. Shopify kostet 100 Euro im Monat, so hast du die Infrastruktur und dann kriegst du sowohl die Herstellermarge als auch die Handelsmarge,

[00:32:58] kannst dadurch mehr für Kunden ausgeben. Und jetzt, zehn Jahre später, stellt sich raus, ja, eine Theorie, aber die Tech-Konzerne fressen alles weg, was du in Marketing ausgibst, was früher halt die Retailer genommen hätten. Und in Retail bist du sogar profitabel im Zweifel. Ihr macht drei Millionen Umsatz in Retail, hast du ja gesagt. Das ist sehr gut vorbereitet, finde ich geil. Ja, danke, wir machen Hausaufgaben. Ja, Hammer. Und du sagst, es ist einer der profitabelsten Kanäle für euch. Safe. Aber also auch hier... Was sind da die Händler?

[00:33:25] Alles Mögliche, also von einem Galeria hin zum Deichmann, das ist gerade mein operatives Thema, dass die Deichmann-Order, wir machen die Hälfte von uns im Jahresumsatz jetzt in den nächsten zwei Wochen. Also die Orders sind geschrieben, aber in den nächsten zwei Wochen müssen die Orders alle raus. So, und da bin ich jetzt jeden Morgen am gucken, welche Orders sind raus und so weiter. Aber alle möglichen, sage ich mal, Fachhändler auch ganz viele, Österreich, Schweiz auch, aber auch in Polen haben wir einige Partner. Also läuft schon gut.

[00:33:55] Und drei Millionen ist unser Innenumsatz. Also Außenumsatz haben wir dann um die 10 Millionen Euro, machen wir im Retail. Okay, du musst, stimmt, du musst die 10 Millionen eigentlich in Relation setzen zu den 130. Ja. Weil das ist ja der Gesamtumsatz. Genau. Und bedeutet das in der Konsequenz, dass du auch mehr in Brand und Awareness investieren musst, weil ich laufe am Deichmann durch und da gibt es dann halt verschiedene Produkte und ich musste mir Snogs auswählen. Oder wie denkst du darüber nach, dass du im Retail wirklich auch gekauft wirst? Das sind ja quasi die Marketingkosten, die du da im Webshop attribuierst.

[00:34:23] Weißt du, weil, also ich buche Influencer und so, die sollen verkaufen, aber das macht ja meine Marke bekannt. Und deswegen, nur weil wir 100 Millionen einfach gesagt online machen, können wir beim Deichmann überhaupt reinkommen. Weil da sind schon 10 Sockenanbieter. So, der will keinen Snogs haben. Aber jetzt, weil wir so groß online sind, irgendwie zwei größere Sockenverkäufer in Deutschland, natürlich wollen die uns dann offline haben. Und deswegen meinte ich, eigentlich gerade alle Multichannel, weil auch eigene Läden und alles aufmachen. So, wenn du heute einfach random einen eigenen Laden aufmachst,

[00:34:52] wenn du nicht online, sag ich mal, 20, 30 Millionen Umsatz, kommt keiner in deinen Laden rein. Sondern das ist eher, weil du offline keine Marketingkosten mehr hast und das macht in einem Webshop um die zwischen 20 und 30 Prozent aus, die sparst du dir halt. Dann hast du halt 10 Prozent Miete, aber dann hast du irgendwie um die 20 Prozent EBIT. Und deswegen, wenn man sich mal alle anguckt gerade, alle gehen, alle online großen, ab 30, 50 Millionen Umsatz, alle gehen offline. Ich hab Pure Lay eingeladen, ich kenn die schon länger flüchtig, aber ich hab den Store auf Mallorca gesehen. Ich bin da durch die Altstadt gelaufen,

[00:35:22] stand da Pure Lay groß, sag ich, krass, ja klar, ich kenn die doch, hol die mal einen Founder Mode Podcast. Das ist ja auch witzig, was das dann noch für weitere Effekte hat. Also da laufen ja Leute vorbei, die kaufen ja vielleicht gar nicht, aber die nehmen dich dann halt an so eine Location wahr. Und das ist halt das Absurde, du hast ja selber angesprochen, diese D2C-Welle, das war halt wo CPMs, nehmen wir mal, also Kost per Mill, wie viel kostet es, 1000 Leute online zu erreichen? Wir sind inzwischen bei um die 10 Euro, je nach Werbeformat, aber dass man ein Gefühl hat, um die 10 Euro, um 1000 Leute online zu erreichen,

[00:35:51] als D2C losgegangen ist, vor 10 Jahren waren wir bei einem Euro. Und deswegen, es hat sich einfach diese Marketingkosten verzehnfacht. Deswegen macht es halt 30% einer P&L von einem D2C-Player aus. Profit loss, in der was hängen bleibt quasi. Ja, und stell dir mal vor, als wir angefangen haben, waren es halt irgendwie 5%. Also 25% EBDA-Marsch, die musst du wieder woanders in deiner P&L irgendwo rausqueasen, dass du überhaupt noch Geld unterm Strich verdienst. Und es ist halt so verrückt geworden, dass wie so eine Online-Steuer,

[00:36:21] hast du ja jetzt auch ein paar Mal gesagt, dass die Meta-Kosten und Co. sind so teuer geworden, dass es günstiger ist, quasi in München, Maximilianstraße oder Boden im Laden zu haben. Also die Touchpoints sind quasi im Verhältnis fast jetzt günstiger, als bei Meta-Ads zu schalten. Und deswegen gibt es gerade so diesen krassen Multi-Channel-Shift, dass alle gerade offline gehen. Was gibt es noch für Shifts? Was ist neu in der E-Commerce-Welt 2026, was vor zwei Jahren noch nicht relevant war? TikTok-Shop. Erzähl mir mehr von TikTok-Shop. Ich habe keine Ahnung, ich bin nicht mehr TikTok.

[00:36:50] TikTok-Shop, wir machen so 200.000, 300.000 Euro im Monat Umsatz. Und die Besten, die Top 5 machen um die 1.000.000 Euro gerade im Monat. Also da geht was und wir sind auch echt gut profitabel. Andersrum formuliert, um das greifbarer zu machen, wir verkaufen gerade nur schwarze Boxershorts auf TikTok-Shop. Wir verkaufen mehr schwarze Boxershorts als auf About You, zum Beispiel bei TikTok-Shop. Und wir sind bei About You seit fünf Jahren online. Und das meine ich, so ein Gefühl zu setzen.

[00:37:19] Und jetzt fast so viel wie auf Zalando. Also es gibt nur noch unseren Webshop, wo wir mehr schwarze Boxershorts verkaufen und Amazon. Aber es ist knapp, also schon mehr als Otto, mehr als About You. Und dieser Marktplatz-TikTok-Shop ist ja in den letzten, ich würde sagen, sechs Monaten so richtig in Deutschland erst entstanden. Offiziell online seit zwölf Monaten. und das ist schon sehr spannend zu sehen. Also so dieser Shift, wie viel Geld TikTok nach Deutschland pusht. Also die subventionieren das extrem und mit Reichweite und Co.

[00:37:48] Aber das ist gerade schon spannend. Also wenn man sich überlegt, Zalando hat ja irgendwie letztes Jahr About You gekauft. Aber für uns ist jetzt TikTok-Shop fast schon relevanter als About You. Also dieser Shift wird spannend zu sehen. Man muss ehrlich sagen, würde TikTok gerade die Subvention einstellen, dann wäre die Party auch vorbei. Weil dann bist du nicht wirklich profitabel, dann packst du auch keine Ads drauf, dann würde dieses Kartenhaus auch zusammenbrechen. Deswegen weiß ich nicht, wenn wir im Jahr oder zwei sitzen,

[00:38:16] ob TikTok ein relevanter großer Marktplatz ist. Aber Stand heute, TikTok-Shop, muss jeder E-Commercer drauf sein. Und man muss ja auch sagen, das gleiche Playbook haben ja auch sämtliche andere Marktplätze in der Vergangenheit gehabt. Also vor zehn Jahren Amazon hast du am Anfang auch keine Verkaufsprovision gezahlt. Auch Zalando, About You. Also das ist ja ein Playbook von Markenlern. Also keine Werbemarktplätze am Anfang, dass du dann noch die Ads bezahlen musst. Genau, die fangen immer low an und wollen dich ködern, dann bist du drauf und dann erhöhen sie Schritt für Schritt die Kosten,

[00:38:44] weil ich will ja auf die 300.000 Euro im Monat nicht mehr verzichten als Snogs. Und dann wird es Schritt für Schritt teurer. Deswegen auch Leute, die gerade haten, sagen, oh TikTok subventioniert das Ganze so krass. Ey, nichts anderes ist es bei allen anderen. Und zum Beispiel gerade gestern, YouTube ist zum Beispiel auch was, was in den USA gerade mehr wird, dass man auf YouTube Ads schaltet. Als E-Commerce-Unternehmen. Genau. Und in Deutschland machen das auch noch ganz wenige. Und jetzt haben wir gerade gestern ein Angebot bekommen von Google, also Alphabet, dass wir 20.000 Euro

[00:39:13] Free-Marketing-Budget haben, einfach um YouTube zu machen. Die fixen euch an. Genau. Und das geht ja genau das gleiche, was TikTok macht, mit irgendwelchen Subventionen. Nichts anderes macht halt Google. Normale Ads musst du natürlich voll zahlen. Das funktioniert. Dann zahlst du voll für. YouTube wollen dich anfüttern, dann kriegst du es. ChatGBT, OpenAI hat ja jetzt Ads. Hat launch. Genau. Wir starten gerade Ads. Darf ich leider nicht sagen, wie viel Funding wir da bekommen haben. Aber das ist überall so. Und deswegen glaube ich, ich glaube inzwischen schon an TikTok-Shop, weil da echt Aufmerksamkeit und Volumen ist. Das siehst du ja jetzt.

[00:39:43] Unabhängig von den Subventionen. Wenn euch Founder Mode gefällt, hinterlasst einen Kommentar, hinterlasst den Bewertungen, abonniert den Channel. Ihr tut uns damit einen Riesengefallen und verpasst auch die nächste Episode nicht. Danke. Wo ist noch Underpriced Attention? Du sagst ja, es gibt eine neue Plattform. Die muss ich am Markt behaupten, gegen die, die da sind. Deswegen ist es im Zweifel günstiger, weil die es entweder subventionieren oder noch gar nicht so viele Leute drauf sind. Also es ist ja immer so ein bisschen so Katz und Maus. Ich muss die Underpriced Attention finden

[00:40:12] und dann ist sie irgendwann nicht mehr Underpriced. Dann brauche ich was anderes. Gibt es noch andere Stellen, wo ich suchen sollte? Ist auch immer, wie groß man ist. Für sehr groß ist zum Beispiel gerade schon. Geo wird gerade relevanter, also dass du auf Chatschie-BT gefunden wirst. Wir wachsen Year-over-Year mit über 1000% verzehnfach den Umsatz, aber auf einem sehr kleinen Scale. Wir machen letzten 30 Tage, haben wir knapp 30.000 Euro Umsatz gemacht darüber. Wie viele Boxershorts verkaufst du auf Chatschie-BT? Ey, ich weiß es.

[00:40:40] Also wir können ja 30.000 Euro Umsatz. Das ist netto geteilt durch Waren 40, 8, 900 so würde ich sagen, gerade im Monat. Aber innerhalb von den letzten drei Monaten hat es sich auch verdoppelt. Also einfach so, wenn man jetzt das extrapolieren würde in die Zukunft, ey, wäre das Ende des Jahres ein krasser Kanal. Wir alle wissen jetzt nicht, wie sich das Ganze verhält. Aber würde ich jetzt nicht machen, wenn ich ein, zwei Millionen Euro Umsatz mache. Dann ist es ja prozentual viel zu klein.

[00:41:08] Aber wenn man 50 Millionen Umsatz macht, ist das Thema Geo, wird schon relevanter. TikTok Shop haben wir gesagt. Es gibt bei Shopify, es gibt die Shop-App, heißt die. Das ist quasi wie so ein bisschen der eigene Marktplatz von Shopify. Ist jetzt sehr nerdy, aber da würde ich auch mal reingehen. Da gibt es auch gerade Underpriced Attention. Wirklich? Okay. Ja. Und tatsächlich, Donnerstags habe ich immer einen Namen, liebe Grüße bei uns aus dem Team. Wir haben eine Person Vollzeit, die nur Underpriced Attention quasi macht.

[00:41:37] Also wir sagen, er ist unser Growth-Marketer. Also immer wenn ich was sehe oder jemand anderes im Team, dann guckt er mal, gibt es ja irgendwelche Hacks. Geil, das ist so ein Goldgräber, der läuft da rum mit seiner Spitzhacke und dann haut überall mal rein und guckt, ob da eine kleine Goldader ist. Genau. Und er macht gerade Geo für uns. Reddit ist gerade ein Thema. Reddit, eine ganz eigene Community, aber eine große Datenbank für die ja auch die ganzen Geo, also ChatGPD und so. Ändert sich auch gerade jetzt die ganzen Nerds, die da reinschreiben, aber ist an sich echt ein wichtiger Kanal.

[00:42:08] Aber du kannst ja nicht so als Brand so richtig reingehen, weil das so eine ganz geschlossene Community ist. Dann wirst du, wir haben Ads geschaltet, wurden wir zerstört. Und da sind wir gerade am Überlegen, wie knacken wir das? Zum Beispiel einer hat uns, wir haben so einen Freelancer gefunden und der hat gesagt, das Beste um Reddit zu knacken ist, dass man selber als CEO reingeht und Kommentare macht und so, weil man dann Wertschätzung dieser Community macht. Ich kann das jetzt nicht und jetzt stellen wir jemand ein,

[00:42:37] der das in meinem Namen macht, aber dann fängt mir ja wieder. So, das zum Beispiel, was wir wissen, dass da richtig viel Traffic ist, aber wir haben noch keine Lösung gefunden. Also das habe ich heute tatsächlich den Termin dazu, wie es weitergeht. Also das würde ich sagen, sind gerade Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen. Kleiderkreiseln kann man jetzt jetzt schalten, das gucken wir uns an. Uber kann man jetzt schalten. Aber da haben wir jetzt, das sind Sachen, die sind in der Pipeline, die wollen wir ausprobieren, aber haben wir noch nicht. Das ist ein Experiment. Ich will es jetzt hier einmal probieren. Ich habe jetzt so Bock hier drauf.

[00:43:06] Ach geil, probier das mal. Ja, das ist unser Consumer-Thema. Ich mache ja wenig Consumer-Investments, aber das ist eins davon. Nola. Nola, genau. Ist schon live, kann man kaufen. Ist schon live, kannst du kaufen. Die Dosen sind wirklich neu aus der Fabrik quasi, vom Abfüller. Und das ist ein Better-for-you-Energy-Drink. Also kein Zucker, ballaststoffreich und so weiter. Koffein aus grünem Tee. Zielgruppe sind Frauen. Das ist eine super coole Gründerin, die aus dem Supplements-Bereich kommt. Cool. Und das Problem erkannte, dass die ganzen Energy-Drinks, ich meine, du kennst das Red Bull, Monster und so weiter, super männlich gebrandet sind.

[00:43:35] So Motocross aus dem Weltall springen und so weiter. Kampfjet fliegen. Und das ist natürlich nicht so der Brand-Vibe der typischen Frau. Also wir sind das nicht unbedingt Zielgruppe beide, aber... Was immer spannend ist bei solchen Produkten, ist, wie skaliert man das? Weil online... Was würdest du machen? Ich würde TikTok-Shop gerade machen. Weil TikTok-Shop, immer dieses Live-Taste, boah, lecker. TikTok ist der beste Ort, um Essen und Getränke und Co. zu verkaufen. Also in der Falle... Wirklich? Cookie Bros, ich weiß nicht, ob der Marc mal hier war.

[00:44:05] Nee, noch nicht. Muss auch mal kommen. Der hat damals schon, vor, ich glaube, sechs, sieben Jahren, als TikTok so angefangen hat in Deutschland, hat der so Cookie zum Probieren, so Cookie-Teig, hat der wahnsinnig groß gemacht. Und auch Hitchis und so zum Beispiel, ich weiß nicht... Mit den Süßigkeiten, war noch nicht hier, aber... Kann ich auch gerne ein Intro machen. Die, vor allem kommt das alles über TikTok, weil da ist so dieses... Auch neue Restaurants suchst du ja inzwischen über TikTok. Also diese Suchmaschine, Essen und Getränke passiert alles auf TikTok.

[00:44:33] Instagram ist sehr Klamottenästhetik und so weiter. Das heißt, ich würde komplett TikTok-Shop machen, um da eigentlich nur die Impressionen zu sammeln, um dann in die ganzen Märkte reinzukommen. Dann zu Retail zu gehen. Genau, dass du zeigen kannst, guck mal, ey hier, ich habe drei Millionen Aufrufe pro Woche, 300 Leute posten die Woche über uns, so auch in deiner Region, Edeka XY, nehmen wir uns doch mal mit auf. Weil Geld verdienst du damit null online. Keine Chance, da musst du ja ein 10er, 20er Pack kaufen, das will keiner.

[00:45:03] Weil online, das siehst du bei YFood, machen immer ein 6er Pack zum Probierding. Weil das immer neu Kunden... Ist eigentlich nur Sampling. Ja, Sampling. Und Kohle machst du dann offline und deswegen ist das die große Frage hier. Also wir verkaufen auch Pulver online, so dann hast du eine Dose, kannst du natürlich mehr verkaufen. Also eine Dose mit Pulver im Grunde, aber die Frage, die wir uns aufstellen, so wie Holy, genau. Und die große Frage ist aber, wächst du über Retail oder nicht, was Holy ja nicht macht. Die sind ja Dose geblieben, zumindest bis jetzt, so wie ich es überblickt habe. Ne, machen auch Retail? Ja.

[00:45:32] Okay, du bist informierter als ich. Aber die machen hunderte von Millionen an Umsatz, oder? Also ein totales Unternehmen. Wahnsinn. Wahnsinn. Und werden auch spannend für dich. Ich komme ja aus Berlin. Ja, die wollen nicht reden. Ja, die sind... Die haben irgendwie ein großes Vor und sagen erst nächstes Jahr. Aber ich bin dran. Wahnsinn, was bei denen abgeht. Also crazy auch international und Co. Will nicht zu viel darüber sagen, aber Wahnsinn. Ich würde sagen, schon Top 5 E-Commerce-Unternehmen gerade in Deutschland so in den letzten Jahren. Okay, also Holy Jungs kommt in vorne im Ort. Nächstes Jahr 2027 ist auch okay. Ja, also wow.

[00:46:03] Aber geil. Okay, kurze Masterclass. TikTok habe ich mitgenommen. TikTok Shop. Impressions generieren, damit zu den Märkten laufen. Sagen, guck mal, die Leute kommentieren, die müssen das bei euch listen. Genau. Okay, danke. Kostenloses Beratungsgespräch. Geil. Und ich würde zur Höhle der Löwen gehen. Und zur Höhle der Löwen? Safe. Ja, das ist glaube ich ein gutes Thema dafür. Höhle der Löwen hat mehrere Millionen Reichweite. Und es kostet dich ja quasi auch nichts, als Brand diese Reichweite mitzunehmen. Und ey, gar keine Eigenwerbung machen,

[00:46:32] aber da sitzen spannende Löwen und du kannst ja dann in dem Moment entscheiden, fühlst du es oder fühlst du es nicht. Ja. Aber, also wenn du mit so einem Produkt zur Höhle der Löwen gehst, machst du am Tag der Ausschreibung mehrere hunderttausend Euro Umsatz und kriegst auf jeden Fall, würde ich sagen, garantiert fünf bis, fünf bis maximal, würde ich sagen, hundert Retail Stores, wo du direkt reingehst. Also ich merke es ja jetzt als Löwe, ich darf nicht über die, die ich spreche, nicht gemacht haben. Du schreibst einem DM, Rossmann, ich habe einen Höhle der Löwen deal

[00:47:01] und ich hatte davon noch nie, Snogs ist nicht bei Rossmann oder die. Schreibst du denen, ich habe einen Höhle der Löwen deal, können wir sprechen. Ja. Dann hören die zu. Ja, safe, weil es ja für die auch ist. Klar. An dem Tag kommt jeder in den Rossmann und sagt, habt ihr, Nola, ich habe es gestern Abend in der Sendung gesehen. Okay, machen wir. Aber ist geil, solche Coaching-Gespräche machst du ja viel, auch für andere E-Commerce-Founder. Lass mal darüber sprechen, über dein persönliches Klischperium, habe ich es genannt, deine, deine, deine ganzen verschiedenen Beteiligungen. Erzähl mal als erstes über den Inner Circle, das finde ich interessant, das haben ja ein,

[00:47:31] zwei Leute zugerufen. Ja. Dass du da deine Gang hast an anderen E-Commerce-Foundern, ihr euch untereinander austauscht, du aber auch viel Input von dir reingibst. Was ist das? Ich habe vor, ich mache das jetzt drei Jahre lang, ich habe Personal Brand, sage ich mal, mache ich ja schon, würde ich sagen, fast zehn Jahre lang eigentlich, seitdem ich Snogs mache. Der Monetarisierungsweg, weil da sind auch echt drei, vier Vollzeitleute, die das machen, LinkedIn, die ganzen YouTube, so wie es auch hier ist, kostet ja auch für dich Geld und der Monetarisierungsweg

[00:48:01] war sehr viel über Speaker-Events und auch Sponsored-Posts bei LinkedIn und Co. Und vor drei Jahren war so ein Punkt, da war ich, würde ich sagen, im Jahr 20 Speaker-Events plus gemacht, also irgendwie alle zwei Wochen, wo ich für mich gesagt habe und mit meiner Frau zusammen, ich möchte das so nicht mehr, weil du bist den ganzen Tag raus, manchmal sogar übernachten, da habe ich keinen Bock mehr drauf. Das denkt man ja immer, geil, das Speaker-Ding, dann kriegst du 10.000 Euro, aber ja, du musst da anreisen, du musst abreisen, du übernachtest da, du musst das vorbereiten, du bist da da netto, trotzdem irgendwie zwei,

[00:48:31] drei Tage im Zweifel unterwegs. Ja, und das ist total scheiße, sage ich mal, vom Energielevel, ich will mich nicht beschwämmen, es ist geiles Geld, aber du bist den ganzen Tag alleine unterwegs, du isst nur Blödsinn, weil du im Flieger bist, im Zug, so du isst dann nur so schnell mal nebenbei und am Ende des Tages auch so für die persönliche Glücklichsein, du stehst eine halbe Stunde auf der Bühne, so die, die macht Spaß, die ist cool, man tauscht sich aus, aber sonst sitzt du mit fremden Leuten in einem Auto, bei fremden Leuten im Flug, also so, das Ding an sich ist nicht cool,

[00:49:01] also zumindest nicht, was ich mir so vorstelle und es passiert dann auch, du bist den Tag weg, das heißt, die Termine von dem Tag wieder in alle anderen Tage rein, also, alle anderen Tage werden auch schlechter, weil du diesen Tag raus bist, aber der Tag macht dir auch nicht wirklich Spaß, also das ist einfach meine persönliche Erfahrung und so habe ich für mich gesagt, vor drei Jahren, okay, ich möchte das so nicht weitermachen, die Personal Brand macht mich total unglücklich so, ich will was verändern, weil auch immer wieder andere Leute,

[00:49:31] ja, du brauchst auch keine Verbindung auf, das ist alles sehr flüchtig, du bist bei irgendeinem Mittelständler und machst ja, gestern habe ich es wieder gemacht, hatte ich einen Inspirationstalk bei, für über AI vor 20 Mittelständler, also ich bin da eine Stunde und dann sehe ich ja wahrscheinlich noch einmal in meinem Leben, wenn überhaupt, also so, keine Connections, kein Netzwerk und so weiter und dann habe ich gesagt, hey, ich will wieder mehr in den Ursprung zurück, wo ich auch als Johannes herkomme, so E-Commerce, so was wir gerade gemacht haben, so eine Maske, das macht mir Spaß,

[00:50:01] das ist, wofür ich brenne, wie verkauft man Sachen online, wie verkauft man, das ist das, was ich machen will und dann habe ich mit meiner Frau darüber geredet, was könnte ich denn machen und dann hat sie erzählt über eine Künstlerin, die hat eine WhatsApp-Gruppe und da darf man ihr einfach alle Fragen stellen, so einfach nah dran sein und dann habe ich gesagt, ey, okay, probiere ich mal aus und zahlt dafür. Genau, zahlt dafür, bei der Künstlerin waren es 50 Euro, bei mir, als wir angefangen haben, habe ich 500 Euro gemacht im Monat und dann habe ich gesagt, ey, ich probiere es aus,

[00:50:31] ich habe eine Typeform damals gebaut, habe das in meine Insta-Story gepackt und habe gesagt, ey Leute, also offen in meiner Story darüber gesprochen, habe ich gesagt, ey, ich habe keinen Bock mehr auf die Personal Brand, ich will lieber mit einem kleinen Kreis richtig eng zusammenarbeiten, denen wirklich helfen und einen Impact haben und ich habe keinen Bock mehr auf Speaker-Events, so. Gar nichts, kein Videokonferenz, gar nichts und dann waren wir, ich will nicht lügen, es waren 20 Leute, glaube ich,

[00:51:01] die einfach blind gesagt haben, ja, Johannes, wir machen das und von denen 20 Leuten sind heute noch, würde ich sagen, 17 da, drei Jahre lang, also, und über die Zeit hat sich dann crazy entwickelt, wir haben, ich habe zwei quasi Vollzeitleute, die nur das machen, inzwischen sind wir 70 Brands und du hast inzwischen der größte Videomaterial, was es nur gibt im deutschen E-Commerce für alles, von Logistik optimieren wie Paypal, nachfahren, alles, also so viel Videomaterial gibt es nirgendwo

[00:51:31] in keinem dieser Kurse, aber ich wollte nie einen Kurs verkaufen, sondern das Grundding ist eine E-Commerce Community und da sind Gründer drin von 2 Millionen Jahresumsatz bis über 100 Millionen Euro Jahresumsatz und wir reden komplett offen über alles, alle NDAs unterschrieben und die wussten auch von Höhle der Löwen und es ist nicht rausgekommen. Die wussten Bescheid? Seit Februar wussten die es und wirklich rausgekommen. 60, 70 Leute? Ja und so eingeschworen sind wir da, also das ist wirklich, das ist das Geilste,

[00:52:00] was ich so, wie soll ich sagen, persönliche, im beruflichen Sinne gemacht habe, weil das sind ja alles Leute wie auch ich und wir beide so Unternehmer einfach so, das macht Spaß und jeden Freitag mache ich da 90 Minuten Call mit mir und in den drei Jahren ist es vielleicht fünfmal ausgefallen. Also jeden Freitag 10.30 bis 12 Uhr ist dieser Call und der ist, also wenn wir, Der ist heilig. Ja, der ist heilig. Meine Frau weiß es auch, egal wo wir im Urlaub sind oder sonst was, wir fliegen nie

[00:52:29] zu diesem Zeitpunkt, alles drumherum, dieser Call ist heilig. Das sage ich bei Vornomot auch, Freitag 6 Uhr morgens geht die Folge online. Seit knapp zwei Jahren mittlerweile und man muss diese Routine, man muss sich auch selber forcieren so und dann hast du diese Deadline und dann machst du es auch und dann wird es auch irgendwie gut. Aber ja, was passiert in dem Call? Verschiedene Themen, also es wird immer abgestimmt, welches Thema wir besprechen. Gerade, morgen wird wahrscheinlich, weil wir nehmen ja heute Donnerstag auf, morgen ist Teil 3, also ich habe schon quasi drei Stunden drüber geredet

[00:52:58] und morgen wieder 90 Minuten über das Thema, wie bringe ich wieder Speed ins Unternehmen rein? Weil man schläft so ein im Unternehmen. Du wirst gemütlich. Du wirst gemütlich. Wie bringst du in so einem Team, egal ob du zwei Leute bist oder 100 Leute, wie bringst du da wieder Speed rein? Gebe ich dir nachher ein paar von Energydrinks mit. Genau, und da viele so Methodenkompetenzen und auch so Sachen, wo man jetzt nicht auf einem Gründertreffen drüber redet, sondern so mal ehrlich so, ey, ich habe einen Mitarbeiter abfuckt, wie soll ich ihn direkt rausschmeißen?

[00:53:28] Soll ich ihm noch eine Chance geben? Und sowas. Da sind immer so 30, 40 Leute drin und wir reden komplett offen. Was hast du von denen gelernt? Was sind Sachen, die du nicht umgesetzt hättest, wenn du das selber nicht hättest? Also die Golden Nuggets, die zu dir geflossen sind, nicht von dir weg? TikTok-Shop. Eine, die ist fast die kleinste vom Umsatz, die macht vielleicht eine halbe Million bis Million so, nur über TikTok-Shop. Und die penetriert mich seit einem Jahr und sagt, Johannes, ihr müsst TikTok-Shop, wenn ich schon eine halbe Million mit TikTok-Shop, was passiert bei so? Die hat mich jede Woche genervt.

[00:53:59] Ohne die hätte ich es nicht gemacht, muss ich ehrlich sagen. Und das sind 70 E-Com-Unternehmer, alles Unternehmer. Wöchentlich, täglich schaffe ich es nicht reinzugucken, aber wöchentlich haut da Leute Hex raus, was man machen kann. Krasse Geheimwaffe, oder? Also wenn du sagst, guck mal, du hast selber den Under-Prized-Attention-Manager, so nenne ich ihn jetzt mal, aber ich meine, jeder von denen hat ja irgendeine Version davon. Entweder machen die es selber oder haben Personen, also da sind 70 Leute, die den ganzen Tag Experimente machen, wo viele fehlschlagen, manche funktionieren, aber wenn man sich darauf einstellt, zu sagen,

[00:54:29] ich teile die Ergebnisse und die anderen davon profitieren können, die in einer anderen Branche unterwegs sind, mega wertvoll. Ja, das ist einfach wirklich, man merkt ja, wie ich strahle, diesen Inner Circle liebe ich. Ich würde jede andere Firma, die ich habe, echt verkaufen, auch Snogs bestimmt zu irgendeinem Zeitpunkt, aber Inner Circle, das ist das Einzige, was ich mir echt vorstellen kann, bis zur Rente zu machen. Was sind andere Firmen? Hero Software habe ich gefunden, da machst du Shopify Plugins. Stimmt die Geschichte, dass der Founder, Calvin, Calvin heißt der, Calvin Blick? Ja. Wenn Beratungscall bei dir gebucht hat und Geld bezahlt hat, um dich zu überzeugen,

[00:54:59] eine Firma mit ihm zu gründen? Ja, tatsächlich. Retalk, man kann bei mir so Beratungsstunden buchen, vor allem damals hatte ich das mal eine Zeit lang gemacht und Calvin hat das gemacht, kam rein, hat gesagt, ich will nichts von dir lernen, ich will nur, dass du Kunde wirst von unserer Shopify-App. Also ich sage, okay, dann erzähl mal. Das ist natürlich auch die Gefahr, wenn du deinen Calendry online stellst mit einem Price-Tag, dass Leute, die auf ihren Service pitchen und dir unternehmen. Ja, aber für einen gewissen Preis höre ich ja auch gerne eine Stunde zu, also weil ich finde ja auch Tool spannend,

[00:55:29] muss ich schon sagen. Ich kriege so viele gepitcht, ich habe keine Zeit dafür. Hast du da gezahlt dafür? 2000 Euro, glaube ich. Was? Ja. dann Preise 2000 Euro für eine Stunde. Okay. Inzwischen auch höher, habe ich auch schon Hate auf LinkedIn bekommen, kann ich auch verstehen, so what the fuck. Ich mache das, würde ich sagen, ich habe gerade ein großes Beratungsmandat, da mache ich zwei Stunden pro Woche, gerade. Also, aber auch andere. Ich kann halt mit Intros, Kontakten von mir, kann ich in dieser Stunde,

[00:55:58] kann ich das Geld auf jeden Fall reinvestieren. Und ich hatte, würde ich sagen, in den letzten drei Jahren, würde ich sagen, so 100 Stunden bestimmt. Und man kann immer, man kriegt das Geld zurückerstatten, sollte man nicht zufrieden sein. Und es ist nur zweimal vorgekommen, weil es waren zwei Leute, beide Zahlen angeguckt und so, die waren insolvent. Und da habe ich gesagt, Leute, ich erstatte euch, also im Termin habe ich noch das Geld erstattet, weil ich gesagt habe,

[00:56:27] jetzt halt mir doch kein Geld, ihr seid insolvent, ihr müsst leider zum Insolvenzverwalter gehen. Also, das waren die zwei einzigen Male. Und sonst, also, ich bin da für jedes Gespräch offen für. Kann jemand, kann jemand, Und erzähl von Kaltmung, was hättet ihr erzählt? Ja, dass wir Kunde bei seiner App sein sollten. Und die App, in Kurzform macht es, sechs Prozent aller Shopify-Bestellungen, also E-Commerce-Bestellungen, kommen beim Kunden nicht an, weil Hausnummer vergessen wird, weil die Straße falsch ist,

[00:56:55] weil Dreher in der Postleitzahl und so weiter. Leute geben was Falsches ein. Genau, Leute geben falsche Adresse ein. Und es gibt zwei Sachen, entweder das Paket kommt nicht an und wird zurückgestellt, sechs Prozent aller Bestellungen, statistisch gesehen. Und das andere ist, pro Zahlendreher oder nur eine falsche Schreibweise in der Straße, zum Beispiel, unser Büro ist Glücksteinallee und es muss mit Ü geschrieben werden. Wenn jemand mit U-E schreibt, dann berechnet dir, DAL, Leitkondier,

[00:57:24] Entgelt kostet 49 Cent pro Fehler. Ach krass. Und das siehst du halt auf deiner DAL-Abrechnung nicht. Und das ist halt irgendwo unten ein Punkt, den nimmst du halt so hin. Und er hat eine App dafür entwickelt, dass die Adresse automatisch angepasst wird. Dass du keine, DAL Entgelt zahlst und halt möglichst keine Fehler mehr sind. Also, dass alle Pakete ankommen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wenn jemand halt eine komplett falsche Kombination, dass er die Firmenstraße nimmt und einen ganz anderen Ort,

[00:57:53] dann kommt ein Pop-Up, weil dann... Irgendwas stimmt hier nicht. Irgendwas stimmt hier nicht. Und somit schafft man dann mit dieser App unter 1% Fehler zu haben. Und dafür zahlt man dann pro Bestellung, aber insgesamt bist du immer Roy positiv. Und das haben wir getestet, AB getestet, wie bei allem bei uns. War sehr positiv. Ich habe gesagt, gut, wir nutzen die App. Und dann waren wir nach 5 bis 10 Minuten waren wir halt fertig, weil ich gesagt habe, ey, wir probieren es aus, wenn es positiv ist und wir mehr Geld verdienen. Jetzt hat er 2.000 Euro gezahlt. Du hast nach 10 Minuten gesagt, du machst es. Und dann hat er noch 50 Minuten Zeit.

[00:58:24] Genau. Und dann hat er gesagt, ey, lass uns doch die Zeit nehmen und sagen, so ein bisschen wie du jetzt, Johannes, wie würdest du so eine Shopify-App skalieren? Was würdest du machen? An meiner Stelle. Und dann habe ich 50 Minuten, haben wir darüber geredet und dann hat er am Ende gesagt, ey, willst du nicht Gesellschafter werden? Und dann habe ich gesagt, ey, ich finde es spannend so, Shopify-App-Store, weil es sehr nah dran ist, wie Socken auf Amazon zu verkaufen, geht sehr viel, um den Algorithmus zu verstehen. Und dann habe ich gesagt, ey,

[00:58:54] lass uns mal jetzt 2, 3 Wochen zusammenarbeiten. Ich will dich als Typen kennenlernen und ich will auch das, was ich gesagt habe, lass uns mal gucken, ob das einen Impact hat. Und dann war er noch 2 Mal da für die Beratung. Dann hat er, glaube ich, auch nichts mehr dafür gezahlt. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Und dann haben wir gemerkt, boah, wir sind auf einmal auf Platz 1 geworden in dem App-Store quasi für diesen, Suchbegriff und so weiter. Es hat sehr gut funktioniert. Und dann bin ich letztes Jahr, ich glaube, Februar, März 25 sind wir eingestiegen.

[00:59:24] Da hatten wir MAA von 20.000 Euro. Monthly Recurring Revenue, also Monatsumsatz. Genau, weil es ja ein Software-Business ist. Und jetzt so anderthalb Jahre später haben wir es mehr als 6 Millionen pro Jahr. Genau, in so einer Größenordnung sind wir irgendwo unterwegs. Wow, okay. Wie viel Prozent hältst du? Wie habt ihr das Investment strukturiert? Ich habe erst 20 Prozent gekauft.

[00:59:53] Es war so in Richtung von so Media for Equity, Beratung und so weiter. Also es war, es ist nicht viel Geld geflossen, sondern sage ich mal, ich habe meine Personenmarke eingebracht, aber auch meine Obsession mit Algorithmen, also dass wir echt da sehr viel gesprochen haben. Dann haben wir das drei, vier Monate gemacht. Das hat extrem gut funktioniert. Und dann haben wir nochmal uns in die Augen geschaut, habe ich gesagt, ey, ich würde jetzt nochmal 20 Prozent mehr kaufen, weil ich echt dran glaube.

[01:00:23] Er hatte auch gerade privat eine Sache, wo er Geld benötigt hat. Und dann haben wir einen Deal gefunden und dann bin ich noch bei ihm in die Beratung mit eingestiegen. Habe ich auch 20 Prozent gekauft. Also Hero Software habe ich 40 Prozent der Anteile und an seiner Beratung 20 Prozent. Und wenn du sagst Anteile gekauft, dann und er hat Geld gebraucht, dann ist das Geld an ihn geflossen. Also ihr habt ein Secondary quasi gemacht, weil die Company das Geld gar nicht gebraucht hat. Genau, wie du sagst. Also Secondary ist an ihn gemacht, zwar noch mit einem Darlehen verbunden, also weil die Firma auch Working Capital gebraucht hat,

[01:00:53] habe ich noch Working Capital nachgeschossen bis heute, weil wir stark wachsen halt im Software. Wir sind inzwischen jetzt profitabel, aber ja damals, wenn du irgendwie Softwarefirma für 15 fachst, brauchst du auch Working Capital einfach, um in Marketing zu investieren und so ein bisschen wieder dieser Bogen zurück, Product Market Fit. Es hat so gut funktioniert, dass wir ein Euro reinstecken und quasi fünf Euro zurückkommen. Im Softwarebereich ist es anders zu rechnen, Rule of 40 und Co. Aber es hat so gut funktioniert bis heute, wo ich sage, lass uns auf Anschlag gehen,

[01:01:23] sondern maximales Wachstum rausholen, weil irgendwann ist auch die Party dort vorbei. Ja, ich meine, jetzt natürlich die Frage über solche Sachen. Baut Shopify das dann irgendwann selber? Ist das dann ein Feature und so weiter? Aber ich meine trotzdem, es gibt ja so viele kleine Sachen, die diese großen amerikanischen Tech-Konzernen in dem nicht gut hinkriegen. Ein Partner von uns und Fauna Mode ist Pathway. Ich glaube, die nutzt du auch. Also die im Grunde Shopify-Transaktionen nehmen und in Dativ reinübertragen. Nutzt ihr das? Ja, wir nutzen das. Große Fans. Ja, geil. Geile Lösung.

[01:01:51] Ist auch so eine Lösung für ein Problem, was halt in Deutschland existiert. Genau. Und deswegen glaube ich, These, you never know, aber wird das Shopify nie rausbringen, weil sie auch ähnlich, das ist ja so wie, bringt Apple selber jede App raus? So, ja, die bringen auch teilweise irgendwelche Apps raus, aber die sind nicht so gut. Also WhatsApp gibt es ja immer noch, obwohl es iMessage gibt. So, ähm, und so sehe ich das auch bei Shopify. Die haben ja auch ein eigenes zum Beispiel E-Mail-Programm, Shopify, aber du nutzt ja trotzdem Klavio. Und Shopify ist sogar, gehören glaube ich 20,

[01:02:21] 30 Prozent von Klavio, weil sie sagen, hey, das ist die Insellösung, wir investieren uns da lieber, als das versuchen nachzubauen, weil die sehen sich ja als Plattform, wenn die alle ihre Partner, wie Klavio und alle, kaputt machen würden, wird auch keiner mehr Apps da launchen. Oder als globale Plattform vor allem, und dann bist du happy, wenn jemand das DHL-Problem in Deutschland gelöst hat mit den Üs und den As, und das verstehen die Amis eh nicht. Genau, und das ist auch wieder Asset Light so, wie Uber, also es ist ja gerade wieder komplett Asset Light, die wollen, die ganzen Marktplätze wollen ja gar nicht zu vertikal integriert sein, sondern die sagen, gib uns einfach, bei Shopify-Apps,

[01:02:51] keine Ahnung, 20 Prozent von deinen Umsätzen, und du machst das alles, du bist der Unternehmer, wollen wir lieber. Das ist auch bei Amazon mit FBA. Verkauf bei uns auf der Plattform, wir wollen gar nicht das ganze Warenrisiko und so tragen, mach du das. Und daher habe ich ja jetzt nicht so, ich sag mal Schiss, dass die das kaputt machen, und wir haben auch weitere Apps gelauncht, und daher sind wir da gut diversifiziert. Revired Agency, erklär mir das mal, eine AI-Agentur hast du natürlich auch, gehört auch zum guten Ton des E-Commerce-Unternehmens, auch eine AI-Dienstleister zu haben. Was ich interessant fand, ist, dass es die gleiche GmbH ist,

[01:03:20] die euer Kaffee den Mann einbetreibt. Das müssen wir das mal erklären, ist das ein Pivot von Cappuccino zu AI-Beratung, was ist die Story? Ich hatte gar keinen Bock auf AI-Beratung, aber real sorry, ich habe einen Kaffee, war finanziell bis heute mein schlechtes Investment. Ich hatte mal eine Bar, sind auch alles auf Null. Aber, muss ich sagen, unser Café, toi, toi, toi, jeden Morgen kriege ich die Zahlen, läuft aktuell sehr gut, besser denn je. Die Story ist, über die, wir haben es jetzt schon

[01:03:49] fünf, sechs Jahre, verschiedene Geschäftspartner und Co. gehabt, und jetzt von dem Jahr haben wir zwei Geschäftsführer eingesetzt, Lea und Luca, mit denen, und wirklich wöchentlich Termine mit denen. Also ich bin mit in der Speisekartengestaltung und so, also ich bin wirklich Gastronom, sage ich, ich bin da tief drin, weil ich sage auch immer Eigenpfanne, ich wollte einen Kaffee haben, jetzt muss ich das selber auch ausbauen. Also so, das halt auch Unternehmertum. Und dann habe ich tatsächlich im August, September,

[01:04:19] habe ich ein, mit Vibe-Coding habe ich ein Reservierungssystem für das Kaffee gebaut, weil unser Reservierungssystem hat 500 Euro im Monat gekostet. Da habe ich gesagt, 500 Euro im Monat, das ist quasi ein bisschen cooleres Calendly, das baue ich mit Lovable, baue ich das in einem Wochenende nach. Hast du gemacht, hast du hingesetzt in einem Wochenende? Ja, dann habe ich das Ding nachgebaut und dann habe ich das den beiden präsentiert in zwei Geschäftsführer und habe ich gesagt, dass wir 500 Euro im Monat sparen und dann hat der, einer von beiden, der Luca, hat gesagt, ey Johannes,

[01:04:49] ich habe es ausprobiert, da sind noch ein paar Bugs, ich kann die beheben. Ich so, hä? Dann hat er gesagt, ja, ich weiß gar nicht, ob du es weißt, aber eigentlich studiere ich Vollzeit IT. Und dann war ich so, nee, wusste ich gar nicht so, ich weiß, du hast mir mal erzählt, aber aus Augen, aus dem Sinn. Da habe ich gesagt, ey, tob dich aus, mach alles, Hauptsache wir sparen das Geld. Und der hat das dann innerhalb von einer Woche, hat der ein Ding dahin gebaut, also das ist unser quasi Kaffee-Operation-System jetzt. Das ist crazy, also von Reservierung, du kannst im Snogsch-Coffee,

[01:05:19] könnt ihr ausprobieren, anrufen, alles, alles mit AI gebaut. Und das hat er innerhalb von ein paar Tagen gemacht, habe ich gesagt, crazy Luca, hättest du Bock, das noch für jemand anderes zu machen, weil ich zu dem Zeitpunkt noch mich mit einem anderen Gastronomen bei uns ausgetauscht hat, weil er das gleiche Reservierungssystem, das sehr teuer ist, genutzt hat. Da habe ich den angerufen und habe gesagt, ey Ben, willst du das auch haben? Der ist so, ja safe, ich zahle euch halt 400 Euro im Monat, dann spare ich schon 100 Euro und ihr macht die ganzen Funktionen, die ich haben will. Das hat Luca auch innerhalb von ein,

[01:05:49] zwei Wochen gebaut. Und dann habe ich, Luca und ich haben uns tief in die Augen geschaut, weil ich gesehen habe, wie leidenschaftlich der hinter Vibe Coding und Co. ist, habe ich gesagt, was willst du, und das ist eine Frage, die ich gerne Gründern stelle, was willst du deinen Eltern in fünf Jahren erzählen? Willst du denen erzählen, dass du einen Kaffee in Mannheim leitest oder dass du irgendwelche crazy AI Shit machst? Und er hat sofort gesagt, ich will meinen Eltern erzählen, dass ich AI mache. Und dann habe ich gesagt, okay, wir haben ja zwei Geschäftsführer, lass mich mal mit Lea sprechen.

[01:06:19] Und dann habe ich mit Lea gesprochen, die hat gesagt, ey, sie ist fein damit, sie macht das auch alleine, sie ist voll Blut Gastronom. Habe ich gesagt, ey Luca, wenn du Lust hast, mach sämtliche AI Sachen, so, du bist ein crazy Typ, baue einfach alle Sachen, die ich haben will und so Freunde von mir. Weil mich immer wieder Leute fragen, ey Johannes, wie automatisiert man das? Dann sage ich, ey, hier Luca, dem vertraue ich blind, der macht das. Und so haben wir eigentlich aus Versehen eine AI Agentur gegründet.

[01:06:48] Ich wollte es nie, aber ich sehe, ich habe ihn gesehen und wie er das macht und ich kenne ihn jetzt einfach seit einem Jahr und dann war ich so, lass das halt machen. Also es ist jetzt auch nicht crazy groß, aber er automatisiert jetzt für irgendwelche Mittelständler aus meinem erweiterten Netzwerk, baut er sämtliche möglichen. Und du hilfst über den Access, die Leute, deine Community, in der Circle und so weiter, redest du jeden Tag mit Leuten? Genau, und er macht es und das muss ich sagen, finde ich das Schönste an so Investor sein oder wie man es beziffert.

[01:07:17] Ich kann mit irgendwie fünf WhatsApp-Nachrichten kann ich Lukas Leben verändern. Das finde ich ein wahnsinniges Gefühl. Was auch, und da sind wir wieder bei diesem Bekanntheit so, dass man diese irgendwo Power hat in irgendeiner Weise, ist es halt auch so, du musst die schützen, weil du kannst jetzt nicht 30 Agenturen gründen. gleichzeitig ist, für die Leute, die richtig brennen und die so Bock haben und der studiert IT, aber jedes Wochenende für mich Sachen gebaut, ohne was dafür haben zu wollen, der war einfach, Johannes,

[01:07:46] ich wille mit so jemandem dann sowas zu machen, da geht mein Herz auf, weil der Johannes vor zehn Jahren hätte dafür auch alles getan, so jemanden an seiner Seite zu haben und deswegen haben wir Rewired gemacht, aber ich bin da nicht involviert, sondern mach WhatsApp-Gruppen und sag, Luca, kannst dich mal darum kümmern, bitte, und er baut crazy shit. Aber die macht auch am meisten Spaß, also ich hab viele Angel-Investments gemacht, irgendwie Kohle überwiesen, dann kriegst du so ein Monatsreporting, keine Ahnung, dann ruft der Founder dich an, wenn er wieder irgendwie pleite geht oder mehr Kohle braucht oder wie auch immer und ich hab mich immer sehr passiv gefühlt

[01:08:16] und deswegen so die Investments, die ich heute mache, sind vier, fünf Themen pro Jahr oder so, ist auch schon viel, aber da probier ich involviert zu sein, so jede Woche mit den Foundern zu sprechen. Was macht dir am meisten Spaß? An der Zusammenarbeit oder an Themen? Beides? Themen, gerade super viel AI, Vertical AI, Agents, nicht für Cafés, aber meinetwegen für Autohäuser, für Versicherungsmakler, für Handwerker, also immer zu überlegen, wie kann man diese Technologie in den deutschen Mittelstand deployen, weil ich glaube, die können am meisten davon profitieren und viele Prozesse sind da ja super manuell, analog oder du hast eine unpassende US-Software,

[01:08:45] wie jetzt in eurem Fall zum Beispiel, also darum dreht sich ganz viel in den Themen, also so zu überlegen, wie kannst du so ein bisschen Robinhood-mäßig den kleinen Unternehmer um die Ecke deinen lokalen Betrieb hat, wo sein persönlicher Name draufsteht, wie kannst du die mit Tech unterstützen und in der Zusammenarbeit mit den Foundern zu sehen, wie die sich entwickeln können, also ein Founder ist ja auch wie so ein Schwamm, also nimmt ja auch Informationen auf und der Anspruch ist ja nicht, dass die dann alles umsetzen, dass ich denen so mal nach Zahlen mäßig sage, guck mal hier das und das und das muss man machen, aber in so einem Meeting zu sitzen

[01:09:14] und über Jahre mit den Leuten zusammenzuarbeiten und zu sehen, wie die sich als Personen weiterentwickeln, ist mega geil. Superchat ist ein Beispiel, WhatsApp-Software für Unternehmen und den Foundern habe ich gesprochen, da waren die Anfang, Mitte 20, kamen frisch von der Uni, haben nicht mal zu Ende studiert, so quasi keine Berufserfahrung, aber immer super Startup-affin so und jetzt sechs, sieben Jahre später führen die 100 Leute, haben 20 Millionen geraced, 10.000 Kunden und du merkst, auf der einen Seite businessmäßig mega Erfolg, aber auch persönlich sind die so gewachsen.

[01:09:44] Ich habe gerade mit Yilmaz von Superchat recorded, die Folge kommt morgen raus, das ist dann im Freitag und es ist halt so geil zu sehen, wie reflektiert der geworden ist und wie da so eine Weisheit fast schon eingekehrt ist bei dem über diese Jahre, das bewundere ich total an ihm und das macht mir am meisten Spaß und das habe ich nur, wenn ich nah an den Leuten dran bin, so das sehe ich ja nicht in der Excel-Tabelle, wenn die Bewertung irgendwie steigt und das macht mir in dem Prozess am meisten Spaß. Ja, fühle ich es komplett. Superchat, auch geiles Produkt, muss man sagen. Ruhst du das? Ne, wir nutzen Charles,

[01:10:14] aber früher, es gab so eine Zeit, da gab es Charles noch nicht und nicht so offiziell, da gab es so Manychat, Superchat und alle möglichen. Da haben wir das, glaube ich, genutzt und es ist ein geiles Produkt, muss man sagen. Also cool. War ein gutes Investment auch für dich, wenn jetzt. Super, ja. Naja, hat sich gut entwickelt. Auch eine SaaS-Firma, macht 20 Millionen AR, haben sie gerade announced, so kann man heute sagen. Warum bist du unzufrieden? Du musst ja den Loop schließen von ganz am Anfang. Du wirkst ausgeglichen, du wirkst happy. Warum ist ein Founder unzufrieden?

[01:10:47] Operative Struggles. Ich habe heute eine Nachricht bekommen von der Mitarbeiterin, wirklich, als ich hierher bin, 12.06 Uhr, ich weiß noch genau die Nachricht, so ein Text von einer aus unserem Team, dass sie gekündigt hat, sie ist schon lange bei uns im Unternehmen, weil der Workload bei uns echt hoch ist und sie will in den nächsten Jahren auch Familienplanung machen und sie hat so für sich gemerkt, Familienplanung mit dem hohen Workload schafft sie einfach gerade nicht und das hat mich,

[01:11:15] das tut krank weh. Also, dass jemand sagt, hey, ich will irgendwann mal ein Baby bekommen, ich kann das nicht in deiner Firma und ich will das jetzt nicht, dass es falsch geframed wird. Wir haben bei Snogs wirklich bestimmt 30, 40 Kinder bekommen quasi von unseren Mitarbeitern, das ist jetzt ja wieder so ein Inselfall und das meine ich so, ich bin mit Snogs glücklich, aber wenn ich sowas sehe, ich habe ihr geschrieben, lass uns bitte heute telefonieren. Deswegen habe ich ja auch gesagt zu dir, 14.30 Uhr, 15 Uhr, ich muss los, weil ich mit ihr telefonieren will. Das ist das Wichtigste. Ich will,

[01:11:44] dass meine Mitarbeiter bei uns glücklich sind und da mit solchen Sachen und das halt normal bei 150 Leuten, es kann nicht jeder glücklich sein, aber trotzdem, wenn du dann diese Nachricht bekommst, in der Küche stand ich gerade eben und war so, ja, ich bin unzufrieden, ich bin scheiße und heute Morgen wirklich, heute so ein Tag, habe ich von meinem Co-CEO bekommen, das ist eine Abteilung, die ich verantworte, dass sie auch gerade unglücklich sind und das gerade im Mannheimer Office irgendwie erzählt haben und dann habe ich denen eine Sprachnotiz gemacht,

[01:12:14] zu den sechs, sieben Leuten, habe ich gesagt, Leute, wir arbeiten seit zwei, drei Monaten, sprechen wöchentlich, also ich bin so nah dran, lass uns doch bitte heute einen Termin machen, ihr sagt, was ihr an mir scheiß findet und ich sage auch ehrlich, was mich gerade stört, aber wir brauchen doch nicht so einen Buschfunk und so zu machen, so let's talk und haben, also ich habe heute noch zwei solcher Gespräche und das macht mich unzufrieden. Das hat bei mir am meisten weh getan, ich habe zum allerersten Mal haben wir so nach irgendwie, keine Ahnung, drei, vier Jahren so eine Mitarbeiterumfrage gemacht, weißt du, wie man das dann macht, wie happy bist du und da, um zu lernen,

[01:12:44] was wir besser machen können und da kamen diese Werte zurück, boah, die waren beschissen. Ja. Und ich dann so, fuck, ich habe ein Unternehmen gegründet, was die Leute hassen. Ja. Ja, also das ist, das war natürlich dann wieder überspitzt, weißt, es ist natürlich dann nie so schlimm, wie die Leute es da reinschreiben und viele von den Sachen kannst du lösen, aber in diesem Moment, Horror, diese Zahlen sind nicht so. Also Mitarbeiterumfragen sagen wir immer, es sind schlimmer, also da ist man aufgeregt davor, als so den Monats-BWA vom Steuerberater zu bekommen. Oh mein Gott. Also das macht mich unzufrieden, so diese... Was sagst du im Founder,

[01:13:14] der in so einer Situation ist, Mitarbeiter hat gekündigt, Investor ist abgesprungen, Kunde ist unzufrieden, weißt du, dieser Schmerz kommt rein. Jetzt machst du das auch ein paar Jahre, was hast du gelernt, was hilft? Wieder die Sache, was willst du in fünf Jahren erzählen? Und was willst du auch erzählen? So gucke ich immer auf mein Leben drauf. Ich gucke immer, was werde ich mit meiner Frau, wenn wir 70 sind, irgendwie... Welche Geschichten werden wir uns erzählen? Und wir werden uns erzählen, vielleicht, ey, Snogs 2026 war ein verrücktes Jahr,

[01:13:43] wir sind geil gewachsen und wir haben noch zwei Firmen gekauft, whatever. Aber ich würde nicht erzählen, dass gerade eine Abteilung unzufrieden war. Das ist irrelevant dann. Aber es muss halt jetzt gelöst werden. Das ist Part des Jobs eines Unternehmers. Und diese Selbstverantwortung so, du hast dir die Scheiße ausgesucht, Johannes. Also, wenn du diesen Stress nicht haben willst, dann sei halt einfach nur ein Angestellter irgendwo. Aber das Gleiche, was ich mit dem Kaffee gesagt habe,

[01:14:13] du hast dich bewusst dafür entschieden, Johannes, ein Kaffee aufzumachen, dann heul nicht rum, wenn du nochmal Geld nachschießen musst, weil jeder hat gesagt, mit Gastronomie kann man kein Geld verdienen und du warst dir so eidl, hast gedacht, nein, ich schaffe das. So, und das meine ich so, Eigenverantwortung und so dieses Rauszoomen. Nicht, dass es halb so schlimm ist. Für sie persönlich ist es ein großes Problem und du musst dich drum kümmern. Das ist einfach part of your job. Und das sage ich, sage ich mal, GründerInnen,

[01:14:42] das Gründen halt fucking hart ist, aber auch fucking geil ist. So, das ist einfach die traurige Wahrheit. Und wenn es nicht diese schlimmen Momente gibt, dann freut man sich auch nicht, wenn man neue Umsatzrekorde schreibt oder so, weil es ist ja immer alles im Leben mit Hohen und Tiefen verbunden. Und wir haben ja auch im Vorgespräch gesagt, irgendwann verkauft man vielleicht die Firma und dann hat man halt diese Tiefs nicht mehr, aber auch nicht die Hohen. Dann ist man einfach nur so. Dann ist man aber vielleicht generell im Leben nicht mehr so glücklich,

[01:15:12] weil nichts reizt einen. So, das ist wie beim Fußball auch. So, natürlich verliert man manchmal, dass man sich auch freuen kann, wenn man mal gewinnt. Und deswegen ist Abstiegskampf scheiße, aber wenn man als Abstiegler mal gewinnt, dann ist es, als hätte man die Bundesliga gewonnen. Und deswegen so die Perspektive drauf zu haben, dass Niederlagen dazugehören und dieser ganze, sage ich mal, Stress und so, weil sonst sind die Höhen auch nicht so hammergeil. Das rede ich mir selber ein und das sage ich auch den Gründern.

[01:15:41] Johann, das ist ein langer Tag vor dir. Schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich könnte drei Stunden weitersprechen mit dir. Wir müssen da eine Wiederholung machen irgendwann. Finde ich richtig geil. Ich finde es aber hammer, wie du, ich war noch nie in einem Podcast, ich war bestimmt schon, boah, 50 Podcasts, ich will gar nicht reißen richtig, aber noch nie war jemand so vorbereitet wie du. Und ich habe es dir auch im Vorgespräch gesagt, dass ich richtig geil finde, wie du da gerade so dein Konzept von deinem Podcast, dieses Founder Mode, weil ich total dahinter stehe, man muss da rein, man muss nah dran sein,

[01:16:10] sonst funktioniert es nicht. Und dieses, arbeitest du im oder am, du musst voll da sein, sonst funktioniert es nicht. Deswegen finde ich dein Konzept hammergeil und wie du gerade Gas gibst und wie du auch hier wertschätzend alles vorbereitest. Deswegen geil, was du da für die deutsche Startup-Szene gerade machst. Also toll, toll, toll. Auch an das ganze Team, sehr, sehr gut. Schätze ich sehr. Vielen Dank, dass du gekommen bist. Wo finden Leute dich online? Wer soll sich melden bei dir? Wenn ihr Lust habt, keine Ahnung, Instagram, LinkedIn, wo ihr zu Hause seid. Eigentlich bin ich überall unterwegs.

[01:16:40] Auf den Call, im Zweifel. Vielen Dank, hat Bock gemacht. Cool, dass du da warst. Bis bald hoffentlich zur Runde 2. Danke. Ciao, ciao.