Bela Wiertz hat einen Hackathon gesucht, keinen gefunden und daraus {Tech: Europe} gebaut, eine Builder-Community mit Hubs in London, Berlin, Paris, Stockholm und München. Im Gespräch geht es darum, was einen wirklich guten Hackathon ausmacht, warum Ecosystem-Building ein echtes Business Model braucht und was Berlin von Stockholms approachable Foundern und von Paris lernen kann.
Timestamps:
00:00 Warum die BAD1 nicht im Berghain stattfand
01:16 - Vom gesuchten Hackathon zu {Tech: Europe}
03:17 - Warum Ecosystem-Building ein Business Model braucht
05:00 - Was einen Top-Hackathon vom Mittelfeld trennt
08:07 - Die fünf Hubs und was jede Stadt besser macht
09:03 - Warum Stockholms Founder approachable sind
13:38 - Was Berlin von Paris und Macron lernen kann
15:31 - Drei Hebel, um Unternehmertum in Deutschland zu pushen
16:46 - Contrarian Belief: Die Bürokratie-Ausrede unter Gründern ist oft nur Coping
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[00:00:04] Willi, Wiertz Tech bury! Wirda Gpa? Sehr gut doch ähm es ist sehr cool ich meine wir haben ja hier unser Büro im gleichen im gleichen Gebäude und wir haben hier selber vor zwei Wochen eine Konferenz gemacht, die auch vom ganzen Set-up her ganz anders war also schon interessant zu sehen was man hier aus dem space machen kann Wie unterschiedlich die solche Events? Wie unterschiedlich das das sagen kann ich meine unsere Konferenz war eher technisch das ist ja hier eher entrepreneurship fokussiert, das heißt irgendwie es gibt viel mehr networking und es geht viel mehr um networking als es bei uns ging
[00:00:34] und die haben es sehr dunkel gemacht. Das ist ja auch alles jetzt hier so sehr Berlin. Julian hat erklärt, er wollte uns Berghain nachbauen, so ein bisschen klugweit. Er wollte ja mal ursprünglich das Ganze im Berghain machen. Das war initialer Pitch, als wir das erste Mal darüber geredet haben, war, hey, wir machen es im Berghain. Ich kenne den Typen, dem das gehört. Die haben auch, soweit ich das weiß, mit denen gesprochen und die haben gesagt, hey no. Ja, das glaube ich. Was ich auch verstehen kann. Der sieht aus wie ein Buchhalter, in der wir beim Finanzamt arbeiten.
[00:01:03] Also würdest du nicht denken, dass der Typ diese Lade hat. Auf deinem Uli steht Tech Berlin, auf deiner Käppi steht Tech Europe. Ja, das ist tatsächlich ein Vintage-Piece noch. Wollte ich das sagen. Was ist los? Erklär mal, wo kommst du her? Also wir haben angefangen vor, also unser ersten Hackathon, den wir organisiert haben, war im September 2024. Ich wollte damals eigentlich einfach selber eine Software-Company gründen und war auf der Suche irgendwie, wie kann ich Co-Founder in Berlin kennenlernen,
[00:01:33] Potenziale. Also alles, es gab, es gibt YC-Co-Founder-Matching irgendwie als Online-Plattform, aber sonst gab es nicht wirklich Formate, wo du Leute kennenlernen kannst, die wirklich bauen. Das finde ich schon mal so einen geilen High-Agency-Move als Founder, zu sagen, guck mal, ich will hier was machen, mir fehlt hier irgendwie ein Counterpart, sowas kann ich jetzt machen, kann ich online irgendwie rumdaddeln oder ich mache ein Event, geil. Ja, und ich habe nach dem Event gesucht, ich habe Hackathon in Berlin gesucht und das Einzige, was ich gefunden habe, war irgendwie von vor dem Jahr. Also es gab irgendwie nichts Akutes. Oder die Leute haben es schlecht vermarktet
[00:02:02] und ich konnte es nicht finden, aber ich hatte vorher schon mal so ein DevTooling-Infrastruktur-Meetup organisiert, das hieß damals Infra Berlin. Das war so mehr oder weniger kopiert mit Erlaubnis von einer VC, die in New York einen Infrastruktur-Meetup macht, das heißt Infra NYC. Und dann haben sie gefragt, hey, kann ich das in Berlin auch machen? Ich finde das cool. Habe ich Infra Berlin gemacht, dann haben wir den Hackathon gemacht, das habe ich dann, okay, das passt nicht mehr Infra, jetzt nenne ich es Tech Berlin und dann nach zwei, drei Hackathons und dem Gefühl, okay,
[00:02:32] hier kann ich was draus bauen, ich habe immer noch keinen Co-Founder für was anderes, jetzt mache ich das, sage ich mir, okay, dann ist Berlin ein bisschen einschränkt, ein bisschen klein und irgendwie wird doch schnell langweilig, nur Berlin zu machen. Und dann wurde es aus Tech Berlin, hier, Tech Europe und jetzt... Was macht ihr heute? Wie sehen zwölf Monate in deinem Kalender gerade aus? Ja, also ich meine, vor allem die letzten zwölf, ich meine, das Vollzeit zu machen, so vor ungefähr einem Jahr, also gar nicht so lange her und seitdem geht es viel darum, wir haben angefangen,
[00:03:01] Hackathons zu organisieren, einfach so als, weil es einfach aus der Geschichte, die ich gerade erzählt habe, dazu gekommen ist, ganz organisch und dann ging es darum, okay, wie kannst du denn aus einer Eventserie ein Ecosystem slash eine Community bauen, aber auch eine Ecosystem Company, also etwas, was auch wirklich, weil ich glaube, dass wenn du als Kontinent, in dem Fall mit Europa, ein funktionierendes Tech-Ökosystem haben möchtest, dann muss es auch Business Models für die Leute geben, die das bauen. Ich glaube, es funktioniert nicht,
[00:03:31] dass wir darauf angewiesen sind, dass irgendwelche... Also wie es Konsoren vielleicht, wie sie gerade los haben. Ja, oder dass halt irgendwelche Masterstudierende das als Hobby mal ein bisschen Community Work machen, wie das halt immer war, sondern ist, und wenn du dir das in den USA anschaust, es gibt Cerebral Valley, es gibt viele solche Sachen, die ultra viel Sponsorship haben. Also Sponsorship ist doch quasi der Revenue-Kanal, oder das ist schon der... Sponsorship ist ein Revenue-Kanal. Ja, ja, auf jeden Fall, aber das ist, was ich meine. Also es muss möglich sein, dass zum Beispiel über Sponsoren, aber auch durch andere Sachen,
[00:04:01] man das wirklich da eine Company draus bauen kann und eben nicht nur ein Side-Project, weil wenn du das als NGO Side-Project machst, dann wirst du nie die richtig guten Leute in diese Company langfristig reinbekommen. Und dann wirst du nicht, dann wirst du nur die Leute haben, die Ecosystem Community bauen, die entweder gerade nichts anderes zu tun haben oder es irgendwie zu nichts anderem schaffen. Klingt das doof, aber ist halt so. Und du willst ja, es hat ja unglaublich hohe Opportunity-Kosts für jemanden, der auch einen Venture-Backed
[00:04:30] Start-Up bauen könnte, stattdessen eine Ecosystem-Company zu bauen. Deswegen muss es Business Model zu machen. Und sag nochmal zum Produkt, geh mal Hackathon. Unter anderem, das ist, würde ich sagen, das, was man am meisten sieht und auch so ein bisschen der Grundstein. Okay. Ja. Wenn ich jetzt einen Hackathon organisieren würde, dann würde der mittelmäßig werden. Ich hab keine Ahnung, was man da macht. Was macht einen mittelmäßigen Hackathon von richtig, was unterscheidet den zu einem richtig geilen? Die macht richtig geile Hackathons. Was ist sozusagen zwischen einem Top-3-Prozent-Hackathon und der Mitte des Fels?
[00:04:59] Also zum einen glaube ich, dass das, was du gerade gesagt hast, auch so ein bisschen der Trugschluss ist, und auch der Grund, wieso das am Anfang so funktioniert hat, was wir gemacht haben, weil, also ich wusste auch, ich war, als ich den ersten Organismus habe, noch auf keinem Hackathon in meinem Leben. Ich hab das quasi so, so, first principle-mäßig, wie müsste so ein Format aussehen? Ob das die optimale Lösung ist, weiß ich nicht. Ich glaube, dass du es gesagt hast, ist so ein bisschen das, hey, also einfach machen. Und dann hast du Feedback und dann guckst du,
[00:05:29] was funktioniert und dann guckst du, also am Ende musst du es als Produkt denken und musst sagen, hey, ich möchte hier was machen, dass die besten Leute in Europa Lust haben, da ihr Wochenende zu verbringen, weil sie wissen, dass sie da andere gute Leute treffen, egal ob das ihre potenziellen Co-Founder werden, egal ob sie da irgendwie einfach ein Fun-Project shippen, es ist komplett egal, aber ich möchte, dass ich dieses Ökosystem und diesen Raum erschaffen kann. Was ist der beste Outcome, wenn die nach drei Tagen da rauslaufen und sagen, guck mal, aus den drei Gründen hat es sich gelohnt, was steht auf dieser Liste von den Teilnehmern?
[00:05:59] Also ich glaube, es wird von außen immer überschätzt, wie sehr es darum geht, ein konkretes Produkt bei einem Hackathon zu bauen. Ich glaube, also wir haben jetzt, es gibt auch Cases, wo Leute ein Produkt zum Beispiel gebaut haben bei unserem Hackathon im Oktober, den wir in Berlin gemacht haben, die dann irgendwie im Monat danach 20.000 Revenue mit genau dem Produkt gemacht haben, das war so ein One-Off-Video-Ding, AI-Video-Ding, aber das ist nicht der Purpose, es ist viel mehr
[00:06:28] ein Networking-Event, als ich glaube, es von außen aussieht. Okay, die müssen sagen, ich habe cool Leute kennengelernt, die sonst nicht getroffen hätte? Auf jeden Fall. Also das ist auf jeden Fall wichtig. Ja, es geht auch darum, neue Tools auszuprobieren und es geht aber eben darum, dass ein Hackathon für ein bestimmtes Subset von ambitionierten Leuten ein Eventformat ist, für die es sonst keine Eventformate gibt, wo die sich gegenseitig kennenlernen. Damals, als wir den ersten Hackathon gemacht haben, wenn es Tech-Events in Berlin gab,
[00:06:57] dann waren das Events für Marketingleute in Tech oder für Salesleute in Tech. Das war dann Tech, aber das ist, das sind nicht Techies. Wie machst du das als Host? Wie kuratierst du diese Connections? Also wie sorgst du ganz konkret bei so einem Event dafür, dass Leute sich kennenlernen? Na gut, also bei Sachen, die irgendwie bei 300, 400 Leute gehen, dann geht das irgendwie nicht. Dann kannst du das nicht one-on-one machen und ich glaube, es geht einfach darum, dass du, unser Modell ist sehr stark getrieben durch,
[00:07:27] wir posten darüber, was wir machen, wir versuchen, eine Brand zu bauen, die Leuten Lust macht, dabei zu sein, um maximale Sign-ups zu bekommen und uns dann die besten Leute rauszusuchen. Das ist ein Selection-Thema. Es ist ein Selection-Thema. Mein Job ist, die richtigen Leute in den Raum reinzupacken, was da passiert, wenn die Crowd die richtige ist, die werden sie schon finden. Genau, also es geht, also der Main-Job ist, eine aspirational Brand zu bauen und zu sagen, für diese Art von Leuten, die wissen,
[00:07:58] da hingehen, weil sie da andere Leute treffen, die genau an den gleichen Sachen Spaß haben. Wo sind die in Europa überall? Was sind die Locations? Also wir haben fünf Main-Hubs, das sind in der Order of Frequency London auf 1, Berlin, Paris, Stockholm, München. London auf die, das passt ja nicht zur Messe, hier zur Konferenz, wir sind in Berlin auf die 1. Wir sind bei Berlin auf die 1, in der EU vielleicht. Ja, schon. Mehr von. Aber also es ist einfach so,
[00:08:27] dass London als Ökosystem einfach quantitativ eine ganz andere Größe hat und deswegen auch, sagen wir mal, erfordert, dass man da öfter ist. Also wir machen London ungefähr einen Hackathon alle zwei Monate, Berlin ungefähr alle drei bis vier und dann so Paris, München, Stockholm auch so alle vier bis fünf. Und dann haben wir immer andere Städte, die ab und zu mal kommen, wir haben mal Zürich gemacht, mal Amsterdam, mal Kopenhagen. Ich finde das voll geil, du bist in diesem Ökosystem drin,
[00:08:57] du tapst da immer rein, du lernst die Leute in kurzer Zeit kennen. Was hat dich am meisten überrascht von diesem Ökosystem außerhalb von Berlins? Also man kriegt, man liest ja viel über Stockholm. Stockholm ist ja gerade so ein sehr gehyptes Ökosystem in Europa. Ich habe gestern den Felix Haasbeider von Lovable telefoniert, so der ein bisschen erklärt hat, was da gerade abgeht. Die machen da ja viel, ich finde es bemerkenswert und das ist glaube ich was, was man sich auch als Berlin abschauen kann, wie trotz diesen großen Success Cases, ich meine in der letzten Generation hattest du Spotify und Klarna,
[00:09:27] in der aktuellen Generation hast du Lovable und Legora als ganz klare irgendwie Highflyer, auch im ganz europäischen Vergleich, in doch einem super kleinen und super eng verstrickten Ökosystem. Ich habe das in Berlin im absoluten Gegenteil erlebt, dass irgendwie, es gibt ja wirklich nicht so viele Unicorn-Founder in Berlin, dass die sich teilweise nicht kennen und dass sie teilweise einfach nichts miteinander zu tun haben. Ich weiß damals,
[00:09:59] tatsächlich als es um diese Konferenz ging, ich hatte mich mit Daniel, der Schoko gegründet hat, getroffen und er ist ja auch immer sehr positiv darüber, okay, wie können wir hier in Berlin, was machen uns so weiter. Und ich hatte ihm davon erzählt, dass Julian auch an diesen Themen Interesse hat und irgendwie Bock hat, hier was zu machen und es nach vorne zu bringen. Und dann meinte ich so, ja, schreibt doch mal Julian, ihr kennt euch doch bestimmt. Ich meine, die haben zur gleichen Zeit eine große Company in Berlin gebaut. Und dann hat er mich angekündigt, nee, habe ich noch nie, kannst du mir ein Intro machen?
[00:10:28] Dann war ich derjenige, der zwischen Julian und Daniel ein Intro machen musste. Weil ich es natürlich gerne gemacht habe, aber das zeigt so, und im Vergleich dazu, wir haben einen Hackathon bei Legora gemacht, das war unser erster Hackathon in Stockholm, bei denen im Office. Und dann ist da am Wochenende, hängt da Max, der Founder hängt dann da mit rum, dann kommt Anton von Lovable vorbei und das ist alles so. Die Stories, hört man, dass die sehr präsent sind. Die sind super präsent, die sind super approachable für die neue Generation an Foundern. Und in Berlin hat man, oder auch an anderen Orten natürlich,
[00:10:58] aber in Stockholm macht das eben als Gegensatz sehr gut. In vielen Orten hat man das Gefühl, wenn die Person eine Series B geraced hat, ist sie komplett detached von allen Foundern, die das noch nicht gemacht haben. EAs, die E-Mails. Ja, genau. Es wird schon dann einfach komplizierter, die Leute zu approachen. Und das ist interessant. Ich meine, du sagst immer, okay, was können Berlin für die Startups tun? Gibt es eine lange Liste von Themen? Die andere Frage ist, ja, was können Startup-Founder denn für Berlin tun? Und das ist eine konkrete Maßnahme, zu sagen, ja, wenn ich was gemacht habe, dann zeige ich mich, dann erzähle ich die Geschichte, dann bin ich ein Vorbild, dann gebe ich ein Stück weit zurück, dann hänge ich am Samstag
[00:11:27] halt vielleicht mal bei deinem Hackathon ab und rede einfach mal weiter mit den Leuten. Das hat ja schon eine Signalwirkung. Also, ich habe das ganz krass gemerkt, als ich in San Francisco war im März, da hat Lovable einen Hackathon gemacht in Palo Alto, zusammen mit so einer Kanzlei. Und die hatten, es war wirklich, es war ein Vibe-Coding, also, ich mag und kenne die Lovable-Leute sehr gut und die machen sehr gute Sachen, aber das war wirklich ein Very Average Hackathon. Und eins der Jury-Mitglieder
[00:11:56] war der CEO von Databricks, den sie da hingeholt haben. So, ja, 100 Milliarden, 150 oder so, den sie da hingeholt haben. Wenn ich hier in Berlin, und das waren 50, 60 Leute Hackathon, ich habe hier in Berlin, wir haben Hackathon gemacht, Ende April, 370 Leute und ich habe mir wirklich einen abgestrampelt und irgendwelche großen Founder von großen Companies dazu zu bekommen, hier so eine Finaljury auf die Beine zu stellen
[00:12:26] und habe es dann am Ende wieder gecuttet, das Projekt, weil irgendwie, da habe ich keine Antwort bekommen, der hat zugesagt und dann eine Woche vorher wieder abgesagt und das hat natürlich auch einfach mit der Priorität zu tun und dem, dass in San Francisco einfach auch dieses Mindset herrscht von wegen, hey, es gibt hier so viele Leute, die es aus dem Nichts schaffen, dass ich eigentlich niemanden mit wenig Prio behandeln darf, weil es kann immer sein, es kann immer sein, dass die Person in fünf Jahren was Ultrakrasses macht
[00:12:54] und die Leute haben hier in Europa, glaube ich, viel zu wenig von diesen Beispielen gesehen, dass Leute aus dem Nichts krasse Sachen bauen, sodass sie einfach so sind, ja, nee, wenn die Person nicht genug Status hat, wenn die Person nicht was auch immer gemacht hat, dann hat sie nicht mal eine Zeit verdient, dann, ne, und ich glaube, das ist natürlich auch so, dass einfach wir weniger dieser Mobility von unten haben und dadurch weniger diese Beispiele haben und dadurch vielleicht, dass es auch teilweise richtig ist, aber ich glaube, wir müssen das Top-Down ändern. Ich glaube, die Leute müssen
[00:13:23] sehr viel mehr approachable werden. Okay, wir können von Stockholm und SF können wir die Approachability klauen und so ein bisschen das Unterschätze nie, den First-Time-Founder, Unterschätze nie den 19-Jährigen. Was können wir aus Paris klauen? Das machen die gut? Ähm, also ich glaube, Paris ist sehr spannend, weil, und das ist natürlich etwas, was glaube ich, einfach super schwer zu replizieren ist in Deutschland, die Franzosen lieben einfach Paris und es gibt eine,
[00:13:52] eine große Garde an, an Leuten, die auch viel Zeit im Valley verbracht haben. Ich denke zum Beispiel an Steve, der, der baut gerade eine Inference Company, der heißt ZML oder, ähm, Stan, der bei, bei Dust baut, auch, äh, Unicorn, glaube ich, aus Paris im AI Space, die beide Signifikanzzeit im Valley verbracht haben, aber dann, als es hieß, okay, jetzt baue ich meine eigene Company, ganz klar den Inner Urge hatten, das in Frankreich und Paris zu machen. Ähm, und das hast du in Deutschland
[00:14:21] spezifisch überhaupt nicht. Also, ich sehe das sehr, schon sehr oft, auch die Leute, die ich in San Francisco im Valley getroffen habe, Deutsche, wenn die einmal weg sind, die haben nicht so eine Verwurzelung in Deutschland, dass sie sagen, ich, ich will, jetzt für Deutschland das machen, das interessiert eigentlich relativ wenige, hat alles seine Vor- und Nachteile, aber das ist, glaube ich, was, was den Franzosen sehr zugutekommt und dann, ich glaube, das, was vielleicht ein bisschen mehr abzuschauen ist, was auch ein Top-Down-Problem ist, ist das natürlich, wenn du dir anschaust, wie Macron mit den,
[00:14:51] äh, mit den großen Firmen zusammen, äh, eng ist und nah an denen dran ist und mit denen irgendwie telefoniert und solche Sachen macht, ähm, da sind wir hier ganz weit von weg und, äh, das ist, glaube ich, was, was auch schon eine Rolle spielt, äh, hat eine Symbolkraft, oder? Wenn der sich da hinstellt. das ist, weil es geht nicht mal darum, dass da dann konkrete Sachen rauskommen, das ist auch gut, aber es geht einfach darum, äh, dass man so ein bisschen Prioritäten ersetzt und das Gefühl hat, gesehen zu werden, ich glaube, das ist ja hier schon auch
[00:15:21] viel der Negativität von deutschen und europäischen Gründern kommt daher, dass man das Gefühl hat, dass man kein wichtiger Part davon ist, was hier passiert. Das wäre mein Pitch für mich fragst, hey, wie kann man Unternehmertum, äh, äh, in Deutschland pushen, wo die sagen, erstens, die Schüler in der 11. Klasse oder 12. Klasse oder so sollen quasi Pflichtprogramm-Hackathon, äh, haben, Startup-Weekend in der Schule, das organisiert du oder wer auch immer, so diese Eigenwirksamkeit mal spüren, ich hab ne Idee, ich kann die umsetzen, so, Zwangs, Zwangs, äh,
[00:15:51] für Unternehmertum. Ja. Das zweite wäre für mich, wir nehmen die GZ-Gebühren, nehmen davon 1% und stecken sie Medienproduktion, die Unternehmertum feiert. Die GZ sind, keine Ahnung, paar Milliarden pro Jahr, also Wahnsinn Business, so wird in alles Mögliche investiert, aber in der ARD-Mediathek ist nur die Doku darüber, wie Flixbus seine Kunden abzockt und die Zerlandung im Betriebsrat gründet oder so ne Scheiße. Also ich denke, feiert doch die Stories, die es eh schon gibt, sondern erhebt die Role Models hervor. Und das dritte wäre für mich genau das, äh, Bundeskanzler, Bundeskanzlerin, wer auch immer, soll sich hinstellen und einmal im Monat mit Startup-Faunern ein Foto machen und mit denen lunschen.
[00:16:21] Einmal im Monat ist nicht so viel, so, die arbeiten ja keine Ahnung, 200 Stunden im Monat oder so ne halbe Stunde lunschen, ne Stunde lunschen mit den, mit den 10 besten Faunern, einmal im Monat, so hast du 120 Fauner pro Jahr bestückt, äh, Allein diese Symbolwirkung wäre mega geil. Ja, auf jeden Fall. Also ich glaube, ähm, da geht's ja dann noch einfach viel darum gesehen zu werden. Was ist ein, äh, was ist eine Überzeugung, ein Glaubenssatz, den du hast, den viele andere nicht teilen? Was ist dein Contrarian Belief? Ähm, ich glaube,
[00:16:51] dass Leute, die das Gefühl haben, also wenn, wenn Leute sagen, dass sie das Gefühl haben, sie können hier nichts bauen aufgrund von Bürokratie oder was auch immer, dann ist es in vielen Fällen einfach Coping für, also ich hatte letztens ein sehr, äh, ich hab mit, mit Zabba von Veed, Veed ist V-E-E-D.io, ist so ein Video-Editioner, Marketing Company aus, ähm, aus London, sehr spannende Story, die haben damals, ich glaube ich, drei, vier Mal für YC beworben, sind nie reingekommen, äh, dann hat er irgendwie
[00:17:20] gebootstrapped bis 5 Mio Revenue, dann eine Sequoia Runde geraced und jetzt glaube ich auf über 50 Mio Revenue, äh, also wirklich starke, starke Story, äh, und was er, er hat zu mir gesagt, war so, ja, die Leute, die, also ich hab noch nie einen Founder gesehen, der Product Market Fit hatte, der das Gefühl hatte, er kann's in Europa nicht schaffen, er muss in die USA gehen. Es ist immer ein, ähm, es ist immer ein, ein, etwas, was daraus kommt, dass man keinen Product Market Fit findet, dass man dann Coping hat und sucht, okay, es liegt daran, es gibt keine Company,
[00:17:49] die nicht erfolgreich ist, weil es einen Notar gibt und weil du zum Notar gehen musst. Es ist nervig. Es ist nervig und es ist auch kein Grund. Ich glaube, es ist ein riesen Hindernis für uns, um nicht deutsches Entrepreneurship Talent nach Deutschland zu ziehen, dafür sind Rahmenbedingungen entscheidend und dabei geht's, ne, also wenn quasi externe Leute sich entscheiden, wo baue ich eine Company, dann ist es wichtig, wie ich Rahmenbedingungen schaffe und zum Beispiel Notar und alles, was Bürokratie angeht, ist da ein Blocker, aber bei Leuten, die sich schon entschieden haben, hier zu bauen, macht,
[00:18:19] it's not gonna make a pressure company. Wie schwach ist dein Drive, wenn du dich davon abhalten lässt? Genau, also, why do you need the permission? Also, einfach bauen. Alles du da warst, Bela. Danke dir, danke dir. dass du reingekommen bist hier im Stream. Mega. safe. Viel Spaß. Danke. Danke.

