Helmut Schönenberger hat UnternehmerTUM mitgegründet, eines der führenden Entrepreneurship-Zentren der Welt. Pro Jahr entstehen dort vier bis fünf Milliarden an Unternehmenswert und ein bis zwei Unicorns. Im Gespräch geht es darum, warum der Aufbau eines Ökosystems ein Marathon ist, wie man privates Kapital mobilisiert und warum die Wertschöpfung deutscher Firmen heute eher kanadischen Pensionskassen zugutekommt als unseren eigenen Familien. Du erfährst, was Berlin und München voneinander lernen können und warum Unternehmertum für ihn Lebensfreude ist.
Timestamps:
00:00 - Was Stanford in den 90ern hatte und hier fehlte
02:50 - 4–5 Milliarden Unternehmenswert pro Jahr
03:41 - Warum ein Ökosystem ein Marathon ist
04:12 - Was Berlin und München voneinander lernen
06:08 - Wie man privates Kapital mobilisiert
08:35 - Warum die kanadische Lehrerin an unseren Firmen verdient
11:08 - Der MSC Startup Hub und Defense Tech
13:47 - Proxima Fusion und die komplexeste Maschine der Welt
18:36 - Contrarian Belief: Unternehmertum ist Lebensfreude
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[00:00:04] Helmut, ja schön, dass du da bist. Wir haben mit Darius gerade vom YFN Young Founders Network darüber gesprochen, wie man den Spirit, den es unter anderem ja in München gibt, also auch durch dich geprägt, durch Unternehmertum, noch stärker in die Welt tragen kann. Genau, es geht letztendlich darum, halt die nächste Generation zu begeistern und wir haben eine wahnsinnige Talentebasis hier in Deutschland, ganz Europa, auch für die ganze Welt ist eigentlich Deutschland und Europa super attraktiv und wir müssen halt diesen jungen Leuten die perfekte,
[00:00:34] ein perfektes Ecosystem bieten. Also, und das kann in Berlin sein zu Themen, in München, das ist unsere Aufgabe. Du hast in den 90er Jahren deine Diplomarbeit über Startup-Centrum geschrieben mit dem Beispiel an Stanford. Was hast du damals dort gesehen, was hier gefehlt hat? Genau, dieses Mindset, das perfekte Ecosystem für die nächste Generation zu sein, also wirklich, dass so alte Typen wie wir halt der nächsten Generation wirklich helfen. Das ist auch, wenn ich mit Darius spreche und zu der, der 25 ist.
[00:01:03] Genau, ja. Aber es ist genau unsere Aufgabe, wo wir die Möglichkeiten, die Mittel auch haben, den Leuten halt die Infrastruktur, das Know-how, das Netzwerk, die Ressourcen, das Geld bereitzustellen, um dann Großes zu bewirken. Und dann sind die halt x-mal schneller, als wenn sie es selbst hinbekommen müssten. Und dann hast du eine Chance in den globalen Wettrennen. Wenn du heute ins Silicon Valley gehst, da hat sich ja auch viel getan.
[00:01:30] Können wir auf der einen Seite sagen, ja, die kochen irgendwie auch nur mit Wasser. Auf der anderen Seite ist da ja schon was anders. Wie nimmst du das wahr aus deiner heutigen Brille, was da noch anders ist als hier in Europa vom Spirit her? Die sind halt wahnsinnig pragmatisch und auch dealorientiert. Genau. Und deswegen siehst du es auch in Veranstaltungen. Also wenn sie in Stanford, Stanford ist einer unserer großen strategischen Partner, ich meine, da wird 80 Prozent halt über die Chancen gesprochen und was für Eals man jetzt macht.
[00:02:00] Und vielleicht 20 Prozent über die Probleme und Risiken. Und bei uns ist es oft genau andersrum. Genau. Und deswegen diese Konzentration, wirklich was zu bauen. Ich finde auch interessante Vernetzung zwischen den unterschiedlichen Welten, dort mit dem VC mal erzählt. Das ist halt völlig normal, dass du dann nachmittags in der Uni sitzt, neben dem Professor, neben dem Mediziner, neben dem Unternehmer, neben dem VC. Dass die alle im gleichen Raum sitzen. Genau. Und über wissenschaftliche Durchbrüche und die Übertragung in die Praxis sprechen.
[00:02:26] Genau. Also ich komme gerade wieder von Stanford und so ist es halt. Du gehst in eine Klasse wie Climate Venture Program und dann ist es halt so. Also da sitzen dann von Break for Energy, von Bill Gates die Leute drinnen, die Serial Entrepreneurs und dann halt die jungen Stanford Studenten.
[00:02:45] Und man begreift sich halt als eine Community und Team. Aber das Gute ist, wir haben ja in Deutschland auch all diese Erfahrungen und die Leute, die Ressourcen und lass es uns einfach nur machen. Was funktioniert deine Erfahrung noch am besten, um die wirklich in einen Raum zu bringen? Die gemeinsame Alignment der Vision. Also dass klar ist, hier geht es darum, Werte zu schaffen, Firmen aufzubauen.
[00:03:14] Und dann ist das ein super attraktives Spiel für alle. Und also jetzt in dem Unternehmertum-Ecosystem, wir kreieren halt rund vier bis fünf Milliarden an Unternehmenswert pro Jahr. Wahnsinn. Genau. Und das ist halt für alle spannend. Also im Durchschnitt ein bis zwei Unicorns und alle haben Bock drauf. Richtig stark. Und den Track Record hast du heute und kannst sagen, guck mal, hier werden Milliarden kreiert. Was hat es erfordert am Anfang, als es noch nicht so war, ins Gespräch zu kommen?
[00:03:41] Ja, es ist halt ein langfristiges Geschäft. Das muss allen auch klar sein. Es ist nicht ein Sprint, sondern es ist wirklich ein Marathon. Oder ein Marathon. Das ist ja das, was die Kids heutzutage machen. Die laufen dann so 300 Kilometer oder so. Genau. Und als Entrepreneur bist du halt nicht in drei Monaten erfolgreich, sondern wenn du dir die Firmen anschaust, wie eine Zellonis, eine Personi und eine Flix und so weiter.
[00:04:06] Die haben alle sieben, acht Jahre gebraucht, um dann wirklich globale Firmen zu werden. Wie siehst du München und Berlin im Kontrast? Was kann München von Berlin lernen? Was kann Berlin von München lernen? Du kennst beide Ökosysteme sehr gut. Ja, und erst mal die Frage ist genau die richtige, weil es gibt verdammt viel zu lernen voneinander. Und das ist ja gerade so ein Wettrennen, also um das perfekte Ökosystem zu bauen, das ist ja nie fertig gebaut.
[00:04:31] Sondern du brauchst ständig neue Ideen. Also hier, was Julian gerade hier mit Dash macht, ist sensationell. Und es sind so viele kleine Hacks. Okay, dann schaue ich mir das an. Julian führt mich hier durch und nehmen wir drei Sachen mit, was man cool machen kann. Und vice versa, wenn er in München ist. Und das ist der Spirit, ganz schnell gemeinsam die Lernkurve hochzulaufen.
[00:04:52] Und es ist ja nicht nur irgendwie Berlin und München, sondern was läuft in London, was in Paris, was in Silicon Valley, was in Singapur und so weiter. Also wir müssen einfach schnell sein. Und es gibt die Initiative der Startup-Factories, eure Learnings ein Stück weit zu Copy and Pasten. Geht das? Müssen die es adaptieren? Was ist das Überraschendste, was du in den Gesprächen feststellst mit lokalen Startup-Factories außerhalb Berlin und Münchens?
[00:05:18] Genau, was praktisch ein Grundprinzip ist, wo wir wirklich darauf Wert legen, dass das die gemeinsame DNA ist, dass das eine unternehmerische Veranstaltung ist. Also wir leben nicht von Fördermitteln, sondern von unternehmerischer Wertschöpfung. Okay, und das heißt, privates Geld muss rein. Und das ist der Common Ground. Und wie du das dann machst und was du genau machst, da soll sich jede Factory austoben.
[00:05:44] Jeder hat seine Schwerpunkte, egal ob du das im Biotech-Bereich machst oder im Healthcare-Bereich oder New Space-Bereich oder Robotics-Bereich. Weißt du, die Welt ist da bunt und groß und kannst viele erfolgreiche Pfade gehen. Und hoffentlich wird das jeder auch machen. Aber der Common Sense ist diese starke unternehmerische Orientierung. Wie kann man das private Geld mobilisieren?
[00:06:11] Bei euch prominent, Susanne Klatten, von Anfang an sehr engagiert, hat das von Anfang an supported. Wie kann ich meinen, den Milliardär um die Ecke überzeugen, da mitzumachen? Also wichtig ist halt, dass es wirklich darum, Werte zu schaffen, also nicht Geld zu verbrechen, sondern Geld zu mehren. Und das ist die Attraktivität dann dabei. Und dann gewinnst du auch weitere Geldgeber, egal ob das auf der philanthropischen Seite oder auch auf der kommerziellen Seite ist.
[00:06:40] Aber diese Ernsthaftigkeit, dieser Speed, der muss einfach da sein. Wie viel von den 4-5 Milliarden an Wert, die ihr generiert, fließen wieder zu euch zurück ins Ökosystem? Und was ist der Mechanismus? Genau wie du sagst, der bleibt halt da. Weil die Firmen werden ja gebaut. Also eine Celonis hat dann tausende von Leuten. ESA Aerospace hat riesige Werke. Also dieses Geld ist ja nicht weg, sondern wird immer mehr. Und dann hast du halt diese Effekte.
[00:07:08] Ich denke an Flix beispielsweise, dass Jochen, Daniel, André dann nicht nur Flix groß machen, sondern schon wieder die nächste Generation halt fördern. Mit dem Marcel, der die Investments macht und so. Und ein riesen Portfolio haben, Geld reinspielen, aber auch viel Know-how, viel Netzwerk. Und das ist halt dann, weißt du, wo auf dem alten Erfolg der neue Erfolg gebaut wird. Unternehmen, die so wachsen. ESA Aerospace hat gerade 270 Millionen geraced. Wahnsinn, riesen Erfolg. Hammer.
[00:07:37] Wo siehst du den Engpass auf der Kapitalseite? Weil die Flix-Jungs, die investieren, dann stecken wir auf 500 K in so ein Unternehmen oder so. Damit kann man starten. Aber 270 Millionen würden die wahrscheinlich nicht selber investieren. Genau, und das ist jetzt, das merkst du halt auch, egal ob in Berlin oder München, mit den Erfolgsgeschichten verschiebt sich halt immer die Messlatte nach oben. Okay, also früher war halt eine 100 Millionen Runde groß, dann war irgendwie eine Viertelmilliarde, eine halbe Milliarde groß. Und jetzt reden wir dann teilweise von Milliardenrunden.
[00:08:05] Jetzt sitzt Nora Robotics in Schletzingen, ich komme aus Stuttgart, sitzen da bei Hugo Boss im Industriegebiet und haben 1,4 Milliarden geraced. Genau. Holy shit. Genau, und da siehst du halt, wie sich die Latte halt immer nach oben verändert. Und das ist unsere Herausforderung, auch unsere Chance, das als Nation, als Start-up-Nation Deutschland halt hinzubekommen. Wie kann das Geld, diese Wertschöpfung im Ökosystem drin bleiben? Weil ein Großteil der Kohle, der 1,4 Milliarden kommen, baust du mal aus Land. Bei Isar Aerospace weiß ich nicht, wahrscheinlich auch so.
[00:08:35] Genau, und das wäre halt schön, wenn wir nicht nur die Firmen hier bauen, sondern halt auch das Geld für diese Firmen zum erheblichen Teil halt aus den Ersparnissen unseres Volkes kommt. Also Pensionskassen, Versicherungen, das sind die großen Kapitalsammelstellen. Ja. Und momentan hat dann eher die kanadische Lehrerin was davon, dass unsere Firmen groß werden als unsere eigenen Mütter und Väter.
[00:09:01] Ja, und das muss halt dadurch geändert werden, dass auch mutiger investiert wird, dass eben aus diesen Versicherungen, aus den Pensionsfonds mehr Geld in unsere eigenen Kinder, unternehmerischen Kinder fließt. Und siehst du das, ich habe vorhin Julian das gleich gefragt, eher als regulatorisches oder eher als kulturelles Thema? Regulatorisch im Sinne von, die haben da ihre Limits, was sie machen dürfen, so ist irgendeine Vorgabe mit Basel und so weiter. Oder ist es kulturell zu sagen, Venture Capital, Early Stage, fühlt sich an wie Lotto spielen? Auch wenn es statistisch wahrscheinlich nicht so ist.
[00:09:31] Nein, es ist, glaube ich, beides. Aber letztendlich sind, wir reden dann von irgendwie 150 Leuten in Deutschland, die Investmentmanager von diesen Pensionsfonds sind. Das sind ja alles auch Menschen, okay? Und die musst du dazu gewinnen. Begen wir die in den Raum. Genau. Also erstmal geht es halt darum, überhaupt die zu identifizieren, die wirklich diese Checks unterschreiben und dann mit denen halt zu klären, was vernünftige Wege sind.
[00:10:01] Und das Ziel ist ja auch nicht, dass praktisch auf einmal alles Geld da fließt, sondern auch das entwickelt sich. Also das heißt, dass man mal erste Checks schreibt, in Fund of Funds geht, erste Posts zeichnet, Erfahrung sammelt und dann auf dem Track Record eben wächst. Aber wir müssen jetzt endlich mal Gas geben und starten. Nimm uns mal mit in so ein Gespräch. Wenn du mit so einer Person sprichst, die gefunden hast, im Hinterzimmer sitzt, hinter geschlossenen Türen, welcher Widerstand begegnet dir da?
[00:10:27] Na, erstmal sagen die Leute, schau mal, ich verwalte irgendwie drei Milliarden und du kommst mir jetzt mit irgendwie, ich soll bei dir ein 30-Millionen-Ticket zeichnen, da verfranse ich mich, okay? Das sind so die Gespräche, die man dann da führt. Okay. Genau. Und dann geht es halt darum, die Menschen zu begeistern, dass sie Vertrauen auch bekommen und die einfach mitnehmen. Und das ist die Kunst jetzt in Deutschland, das hinzubekommen.
[00:10:56] Ja, das ist interessant, weil selbst wenn ich drei Milliarden verwalte, ein 30-Millionen-Ticket, ist ja immerhin ein Prozent. Also es wäre ja schon gut. Das ist ja wahrscheinlich über der Quote, was die sonst in Venture Capital investieren. Das ist wahrscheinlich eher 0,1 Prozent oder so. Genau, aber du hast halt, weißt du, du musst überall dann die Reportings laufen dahinter. Du musst dahinter sein und von daher, also weißt du, jeder hat dann doch nur irgendwie... Dann war es so leid für dich. Genau, 200 Arbeits- oder 220 Arbeitsplage im Jahr.
[00:11:25] Und dann ist, wenn du halt irgendwie 100 Forst gezeichnet hast, dann bist du völlig beschäftigt damit. Erzähl mal vom MSC, der Startup Hub. Ja, also der Munich Security Conference ist ja eine der wichtigen globalen Veranstaltungen im Sicherheitsbereich. Da kommt die ganze Welt nach München. Und unsere Idee ist einfach, wenn wir die Welt zu Gast haben, dann lasst uns doch zeigen, was wir draufhauen und lasst uns mit den Deals machen.
[00:11:55] Und so haben wir mit der Munich Security Conference mit Benedikt Franke ein gemeinsames Format entwickelt, in dem wir halt die Scale-Ups, die Industrie und die Investoren-Szene und die Sicherheits-Szene zusammenbringen, um halt dann Deutschland und Europa zu stärken. Überrascht es dich? Ich meine, du hast mit Venture Capital viel zu tun und Wertschöpfung. Wenn man jetzt drei Jahre zurückdenkt, die beste Anlagemöglichkeit nur rein finanziell gewesen wäre,
[00:12:25] in Helsing, Quantum Systems, ARX, also in Defense und Waffenkompanies teilweise zu investieren. Wie schaust du da drauf? Das ist halt wirklich auch eine Entwicklung und die Szene entwickelt sich auch. Schau unsere Studierenden an, an der TU München. Wir haben 50.000 Studierende und es ist erstaunlich, wie viele dieser Menschen wirklich persönlich betroffen sind. Also das sind nicht nur unsere ukrainischen Studierenden, sondern die haben alle irgendwie Freunde, Familie, Bekannte
[00:12:53] und dann endest du mit ganz, ganz vielen Leuten, für die das wirklich eine persönliche Herausforderung, ein persönliches Thema ist und die dann auch einen Beitrag leisten wollen. Und so entwickelt sich halt dann eine Szene, eine Community. Dann baust du halt die ersten erfolgreichen Firmen auf, aus denen kommt dann die nächste Generation der Firma und so entsteht dann plötzlich ein großes Defense-Tech-Ecosystem. Was im Süden sich angesiedelt hat, auch aufgrund des ganzen Industriefokuses, der Zulieferer, der Talente, die da sind, die Ingenieure, die sind halt eher in Stuttgart und München und so weiter.
[00:13:23] Genau, das ist halt, sagen wir mal, wo wir voll das Spiel spielen können, sind es halt diese tiefen Wertschöpfungsketten von hochspezialisierten Tech-Firmen, die wirklich auch wissen, wie man Hardware baut. Und so kannst du halt sehr schnell diese Wertschöpfungsketten zusammenbauen, die neuen und Koalitionen bilden, sehr komplexe Systeme bauen wie in Isar, weil du weißt, Isarerospace. Was sind die coolsten Firmen, die ein bisschen kleiner sind oder nicht so bekannt wie Isar, die du in letzter Zeit gesehen hast?
[00:13:52] Also ich glaube, eins der größten Firmen ist sicher Proxima Fusion, also aus Max Planck, die bauen so ein Fusionskraftwerk, also technisch nennen sie ein Stellarator. Und das ist wahrscheinlich eine der komplexesten Maschinen oder die komplexeste Maschine dieser Welt, um im Grunde die Fusion hier auf der Sonne in eine Flasche zu packen und hier auf die Welt zu bringen.
[00:14:20] Und wenn es Proxima gelingt, dann ist das eins der wertvollsten Firmen der Welt, weil dann hast du halt Energie im Überfluss. Okay. Hast du noch so ein paar kleinere? Nein, also klein ist eigentlich gar... Das ist auch interessant, die brauchen ja auch viel mehr Geld von Anfang an, gell? Genau, wir reden dann von Milliardensummen. Also das sind hochtechnische Systeme, in dem du halt komplexe Maschinen baust,
[00:14:48] die dann auch schnell mal irgendwie 100 Millionen Euro kosten oder eine Milliarde Euro kosten. Was ist zum Bereich Robotics? Was sind da neue Themen? Insbesondere natürlich diese Verbindung mit KI, also wie baust du halt diese mechatronischen Systeme, wie baust du das Hirn sozusagen der Roboter. Und da gibt es wahnsinnig viele Applikationen im Gesundheitsbereich,
[00:15:16] aber auch natürlich im Defense-Bereich. Also das ist wie so eine Spielwiese jetzt, wo du wahnsinnig neue Möglichkeiten, Technologien hast. Und jetzt geht es halt darum, schnell diese Systeme zu bauen und die dann aber so professionell zu haben, dass du die auch wirklich skaliert ins Feld reinbringst. Würdest du dir so einen Roboter nach Hause stellen, sondern so für den persönlichen Gebrauch, der die Spülmaschine ausräumt? Ja, warum nicht? Und auch in der Firma, was du da alles machen kannst.
[00:15:45] Also wenn du dir heute anschaust, wie auch neue, also wir haben so ein Makerspace beispielsweise, wie da Dinge gebaut werden, wie alles automatisiert ist, wie schnell du neue Boards designen kannst, wie du stücken kannst, sensationell. Ja, was nimmst du wahr, gerade die jüngere Generation an Foundern? Wie nimmst du die heute wahr? Was machen die anders als die Founder, die vielleicht vor 10, 20 Jahren gestartet sind?
[00:16:11] Du hast einfach jetzt wahnsinnig mehr Möglichkeiten. Also die technischen Möglichkeiten, die da sind, auch die globale Vernetzung, die hat unglaublich zugenommen. Und gleichzeitig ist halt auch der Wettbewerb viel größer, die Geschwindigkeit viel größer. Und letztendlich geht es darum, global zu spielen und extrem viel Energie zu haben, um dieses Spiel mitspielen zu können. Ich glaube, das ist die neue Dimension. Ja, das ist interessant, gell?
[00:16:41] Dass du früher gesagt hast, gut, ich mache eine Firma, deutsche Markt, ist groß, Riesenvolkswirtschaft, so hier habe ich erstmal genug Abnehmer. Und heute denken viele von Anfang an global, weil sie auch im globalen Wettbewerb sind. Genau, und du hast, also in unserem Deep Tech Spiel ist es Tag 1 global. Also es geht gar nicht anders. Du baust kein Fusionskraftwerk, nur aus einer Perspektive. Ein Fünderwerk. Genau. Sondern es ist wirklich, also auch die, die Ecosysteme,
[00:17:08] die Experten, die da drin sind, das ist Autum vom Tag 1 eine globale Community und in der musst du dich bewegen, um einen Unterschied zu machen. Stichwort Community, eine Community-Frage von Tim Bengel. Kennst du den? Künstler aus Stuttgart, buddy von mir. Wie könnt ihr eure Erfolge im Unternehmertum, die es ganz offensichtlich gibt, noch breiter nach außen kommunizieren, sodass vor allem junge Menschen in Deutschland ein positives Bild für die Zukunft entwickeln? Also tue Gutes und rede darüber. Wie kann man Rede darüber noch mehr machen? Genau, ich glaube, also unser Kernjob ist es,
[00:17:37] diese Erfolgsbeispiele groß zu machen und jetzt wie eine Flix beispielsweise, das kennt jeder. Genau. Aber was schon auch wichtig ist, ist, dass wir ja auch als Gesellschaft dieses Thema viel besser aufgreifen. Ich bin gestern Abend nach Berlin gekommen und habe noch kurz einen Fernseher angemacht, irgendwie in der ARD, war wieder so eine Krimi-Geschichte. Wer war der Mörder? Der Unternehmer. Genau. Weißt du, was es daneben gibt?
[00:18:07] Du gehst in die ARD-Mediathek und da gibt es eine Doku bei Flixbus, die Busse kommen zu spät, die Kunden, Betriebsrat, also so ein negativ-Über-Unternehmertum, wo ich denke, es muss doch genau umgekehrt werden. Also wer der Mörder ist, ist mir egal, aber es muss doch da eine Doku geben, darüber zu sagen, hey, was haben die Jungs hier, Daniel und Co., wie geil haben die das gemacht und wie kannst du es auch tun? Und also diesen Content muss es doch geben. Genau. Und das Schöne ist, dass es auch richtig cool ist und Spaß macht. Das ist auch total Positives, Werte zu schaffen, Lösungen zu bauen, die die Welt besser machen. Die Botschaften müssen wir, glaube ich, alle besser transportieren. Das ist ein bisschen mit Fondermont,
[00:18:37] die Storys auszubuddeln und in die Welt zu tragen. Letzte Frage an dich. Welche Überzeugung hast du, die viele andere für falsch halten? Was ist dein persönlicher Contrarian-Belief? Ich glaube, auf das Thema zu kommen, ich glaube halt, dass dieses Thema Unternehmertum, unternehmerisch erfolgreich zu sein, das ist wirklich eine Lebensfreude und ein Lebensinhalt. Und oft, gerade wenn ich in den USA bin, die teilen das auch, aber hier in Deutschland, die tun immer so,
[00:19:06] als ob das so die negative Seite des Lebens ist und ich muss möglichst schnell aus dem Büro raus. Also wenn ich mein Leben anschaue, also viele der spannendsten Begegnungen und der tollsten Momente meines Lebens ist hier in dieser Community. Und ich glaube, das wäre schön, wenn das mehr auch sehen, dass es richtig cool ist, richtig viel Leidenschaft und Lebensfreude mit sich bringt. 100 Prozent. Amen. Helmut, danke,
[00:19:35] dass du seit Jahrzehnten einsetzt für Unternehmertum, also deine Organisation, aber auch Unternehmertum, die Disziplin. Ich finde es richtig stark, du hast so viel bewegt und so viele Leute inspiriert. Also wirklich richtig cool und danke für den Namen von allen Gründerinnen und Gründern. Gerne. Danke. Schön, dass du viel was. Danke. Schön, dass du viel was.

