Deine Kunden sind bald keine Menschen mehr, sondern AI-Agents. Felix Haas verantwortet das Design bei Lovable, einer der am schnellsten wachsenden AI-Firmen Europas. Patrick Haede hat mit Superscale einen Agent gebaut, der Marketing komplett übernimmt. Die beiden erklären, wie AI-Agents ganze Branchen ersetzen und wie du selbst damit arbeitest.
In dieser Folge:
→ Warum AI-Agents bald jede Agentur und jedes Service-Business ersetzen
→ Wie Claude Code ein komplettes YouTube-Video für Patrick geschnitten hat
→ Warum klassische Apps verschwinden und Software erst entsteht, wenn du sie brauchst
→ Wie Felix 100.000 Follower auf LinkedIn aufgebaut hat
00:00 - Trailer & Intro
02:54 - Patricks Pivot von der Agentur zu Superscale
04:50 - Warum AI ganze Agenturen ersetzt
07:31 - Wie Claude Code Patricks YouTube-Video allein geschnitten hat
11:29 - Was passiert, wenn ein neues KI-Modell erscheint
16:23 - Warum gute Produkte trotz AI schwer zu bauen bleiben
30:12 - Sind die User der Zukunft Menschen oder Agents
37:07 - Software selbst bauen statt Tools abonnieren
42:48 - Der Founder, der ins Gym zieht, um seine Developer zu treffen
52:27 - Wie Felix 100.000 LinkedIn-Follower aufgebaut hat
59:11 - Lovable-Gründer Anton und die Kraft der Selbstüberzeugung
Gemeinsamer Podcast von Felix & Patrick:
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[00:00:00] Glaubt ihr, dass die User der Zukunft überhaupt noch Menschen sind? Also braucht man in der Welt überhaupt noch UX? Was man nicht mehr haben wird ist, du hast eine App für E-Mail, du hast eine App für Finance, du hast eine App für Messaging. Wenn du sagst, alle reden miteinander, das wird eine ganz neue Power auslösen. Interfaces werden erst dann in Real-Time generiert, wenn der User-Intent klar ist. Wir werden halt eine Welt sehen, wo man eigentlich gar nicht mehr auf irgendeine Website gehen muss, dass man eben einfach sozusagen was kommuniziert und man bekommt das komplette Resultat zurück.
[00:00:28] Produkt und Tag zu bauen, wird eine krasse Disruption bekommen durch AI. Jede Sache, die heute ein Service-Business ist, wird aus meiner Sicht von Agents End-to-End übernommen werden. Marketing, Software, Legal, Tags, alles. Es ist sehr, sehr einfach, heutzutage sehr pessimistisch zu sein, weil es ist sehr, sehr einfach, Sachen nicht zu machen. Du kannst immer sagen, so, ja, das macht ja jetzt jeder. Building something people love ist immer noch genauso schwer wie pre-AI.
[00:00:57] Erzählt mal, ihr seid beide in Hyper-Growth-AI-Companies. Patrick, du in deiner eigenen mit Superscale. Felix, du bist bei Lovable. Du wälzt dich gerade aus Schweden ein. Ich hab gehört, du sitzt im neuen Office. Also, ihr seid auf zwei Rocket-Chips unterwegs. Genau. Ich sitze im neuen Office. Hab eben schon kurz erzählt, ich hab gar kein richtiges Podcast-Setup hier, deswegen hab ich mir jetzt hier mehr oder weniger mein eigenes Setup gebaut.
[00:01:21] Aber nee, wir sind jetzt seit ein paar Wochen im neuen Office und hoffentlich bleiben wir ein paar Monate, bis wir dann wieder ins nächste Office gehen. Das ist ja bei uns ein bisschen Office-Hopping hier gerade. Ja, krass. Wir sind dieses Jahr schon zweimal umgezogen. Wir waren erst, bis wir erst hatten wir eine Etage hier um die Ecke in Schweden, in Stockholm und dann haben wir drei Etagen übernommen vom gleichen Building und dann war das auch zu klein und jetzt sind wir mittendrin.
[00:01:48] Wir haben so eine riesen Fläche jetzt und so wie es aber aussieht, verdoppeln wir uns dieses Jahr nochmal und deswegen wird das wahrscheinlich nicht ewig halten. Aber mal schauen. Krass. Du warst so Roundabout-Mitarbeiter Nummer 10 etwa? Wie viele sind es jetzt? Äh, ja genau, ich war so 10, 15. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Jetzt sind wir über 300. Das hat sich jetzt schon genau so seit einem Jahr jetzt. Ich glaube vor allem dieses Jahr haben wir glaube ich 150 Leute geheirat oder 200 Leute. Also es ging echt abwärts.
[00:02:17] Mitarbeiter Nummer 10, hast du genug Anteile gekriegt, genug Pause? Kann mich nicht beschweren. Patrick, du wählst dich ein aus. Ich bin mittlerweile in Amsterdam. Ich war vorher auch in Berlin. Bin jetzt seit drei Jahren hier in der Nähe von Amsterdam. Kleiner Vorort, aber mittlerweile ja auch mit Family und genau, also Nähe von Amsterdam würde ich sagen Einzugsgebiet.
[00:02:40] Und genau, bin vor etwa drei Jahren von Berlin hierher gezogen. War zwischendurch noch ein halbes Jahr in Los Angeles. Hab da für ein Unternehmen gearbeitet. Und genau, bin dann hier in Amsterdam angekommen. Und du machst jetzt Werbung mit AI. Erzähl mal, dein Modell Superscale. Genau, ja wir haben vor etwa einem Jahr den Komplettpivot gemacht aus unserer Agentur heraus. Wir hatten vorher ein Produkt- und Techstudio, Sonic. Haben zwei, drei Jahre, ich doch viele coole Projekte umgesetzt.
[00:03:06] Und interessanterweise eigentlich so ein bisschen die Hintergrund. Feliks Eyser und ich haben im Podcast irgendwann mal über Lovable gesprochen. Da war Feliks Eyser noch gar nicht da. Und dann wurde mir sehr schnell bewusst, okay, da auch das Thema Agentur, was wir hatten zu dem Zeitpunkt, also wirklich sozusagen Produkt und Tech zu bauen mit anderen Companies, für andere Companies, wird eine krasse Disruption bekommen durch AI.
[00:03:28] Und dann haben wir mit unserem kompletten Team quasi den Vollpivot gemacht und ein neues Unternehmen gegründet, Investoren an Bord geholt. Und genau, das ist jetzt Superscale. Wir bauen mit Superscale einen Agent für Marketing bei Meta-Ads und Google Ads besonders. Also vor allen Dingen Creative-Erstellung, Research, aber auch jetzt gehen wir sozusagen mehr und mehr in den Media-Buying-Teil rein. Weil wir glauben, dass dieser komplette Prozess quasi mit AI automatisierbar ist.
[00:03:55] Also ich glaube, da gibt es schon viele Sachen, über die auch Felix und ich oft gesprochen haben. So die Tendenz, dass quasi jede Sache, die heute ein Service-Business ist, also für die es eine Agentur gibt, wo Menschen diesen Service durchführen, wird aus meiner Sicht von Agents end-to-end übernommen werden. Dann sieht man jetzt bei Lovable, glaube ich, so das Beste oder eines der sozusagen einschlagendsten Beispiele, die dafür jetzt in Europa schon entstanden sind.
[00:04:22] Wo früher, ganz früher gab es ja auch noch Agenturen, die Seiten gebaut haben, wie Lovable heute baut. Und das ist ja schon alles weggefallen. Und sozusagen Lovable geht jetzt quasi weiter und weiter und nimmt mehr von dieser Value-Chain auf. Und der Agent kann immer mehr. Und da gibt es auch Sub-Agents und so weiter. Und das betrifft, aus meiner Sicht würde es sozusagen alle Business-Verticals betreffen. Also Marketing, Software, Legal, Tags, alles. Und wir machen den Marketing-Teil. Genau, that's what we do.
[00:04:50] Und nutzen das Agenturen, die klassisch die Kunden betreuen? Oder kommen die Kunden direkt zu euch und sagen, ich brauche ja gar keine Agentur mehr? Ja, das ist der interessante Teil. Das ist echt sehr interessant in unserer Kundenbasis. So die letzten zwei Monate, das ist eine krasse Entwicklung, was wir sehen. Ich würde sagen, es gibt zwei Kategorien. Es gibt Agenturen, die verstanden haben, wo die Reise hingeht. Also die einfach auch total realistisch drauf schauen und sagen so, hey, das ist das zu Ende hier, was wir machen. So wie wir auch auf Sonic drauf geschaut haben. Also wir hatten drei, zwei, drei Jahre, hatten wir geile Projekte bei Sonic.
[00:05:20] Wir haben teilweise ja mit einem Web-App-Projekt 100.000, 200.000 Euro verdient. Aber es war relativ schnell klar. Also jedenfalls, ich habe da mit meinem Bruder zusammen die erste Version von Lovable. Das war ja noch ganz früh, da sah das Produkt noch anders aus. Aber wir haben dann irgendwie uns eine erste Website gepromptet. Und wenn man da so ein bisschen, sage ich mal, Imagination hatte, dann konnte man sich natürlich vorstellen, okay, wenn da jetzt die Website schon rauskommt, ja, und da dann noch das Backend dahinter ist, so dann wird da relativ langsam, wird sozusagen, das, was wir vorher irgendwie für 200.000 Euro verkauft haben, wird dann so schrittweise von AI gebaut.
[00:05:50] Und heute natürlich noch viel mehr. So, und auf unserer Seite ist es jetzt so, dass wir schon viele, auch jetzt echt Agenturpartner haben, die sagen, okay, wir wissen, dass unser aktuelles Modell nicht mehr funktionieren wird. Und wir stellen jetzt um auf, unser Value wird sein, wir etablieren diese Agentic Systems in Unternehmen. Und ich glaube, das ist auch das, ne, also sozusagen so ein bisschen Forward Deployed Marketing, Forward Deployed Engineering, was jetzt quasi ja auch bei euch bei Lovable auch. Erklär mal kurz, was das bedeutet für die, die es nicht kennen.
[00:06:18] Ja, ich meine, es ist ja eigentlich eine neue Rolle, ja, würde ich sagen, auch so ein bisschen ein fancy Begriff, aber im Kern geht es ja darum zu sagen, ich glaube, es gibt zwei Kategorien von Unternehmen, die quasi jetzt gerade AI adopten. Die eine Kategorie hat schon Leute an Bord, die richtig tief drin sind und genau wissen so, okay, ich brauche das und ich will dieses System etablieren, ich will diesen Agent etablieren oder ich will mir ganze Agent Teams bauen und ich bin da sehr weit vorne.
[00:06:44] Andere Unternehmen haben jetzt keine Personen, die heute so richtig tief im Thema sind, hören aber natürlich trotzdem über Lations und sagen, okay, ich muss das jetzt hier adopten, ich muss jetzt mal was machen. Ja, ich muss jetzt auch mal irgendwie einen Prototyp mit Lovable bauen und ich muss mal irgendwie sozusagen jetzt in unserem Fall mein Marketing umstellen, weil ich irgendwie da drei Agenturen habe, was sehr teuer ist und ein großes Team. Und jetzt will ich mal schauen, was ich quasi mit AI rausholen kann.
[00:07:05] Und in dem Fall ist es eigentlich sozusagen dieser Forward Deployed Engineer oder Marketer Gedanke ist eben, es gibt eine Person von uns oder von Lovable oder von einem anderen Agentik Unternehmen, die in dem Unternehmen mithelfen, überhaupt mal zu identifizieren, was man da machen kann. Das sind Personen, die ist bei euch zum Beispiel angestellt oder bei Lovable, die sitzt aber vielleicht gar nicht im Office, die sitzt vielleicht physisch im Office von einem Kunde oder wechselt durch die Kundenbasis.
[00:07:30] Also remote, ja, genau. Oder spricht halt mit Unternehmen und schaut, was macht ihr denn heute und was könntet ihr machen? Ich erzähle euch eine ganz krasse Experience, die ich heute Morgen hatte. Ich habe gestern Abend spontan mein erstes YouTube-Video aufgenommen, super kleiner Kanal. Ich habe einfach mal angefangen zu experimentieren. Und weil ich über ein Thema sprechen wollte, gibt es ein neues Modell und wie man das quasi im Marketing-Case anwenden kann. So, ich habe bei null angefangen, wirklich, also gar wenig Ahnung.
[00:07:56] So, habe dann Cloud Code die Video-Files gegeben. Also wirklich, also aus einer Perspektive von jemandem, der null Ahnung davon hat. Also ich bin kein Video-Editor, ich habe keine Ahnung, ich habe keine Ahnung von Color-Grading, gar nichts. So, habe quasi Cloud Code, weil ich natürlich schon, also schon verstehe, was ein Agent kann. Vor allen Dingen Coding-Agent kann ja quasi viel mehr als eigentlich nur Coding. So, habe dem die File gegeben, die Aufnahmen, die ich gemacht habe mit meiner Kamera und habe gesagt, okay, edit mir ein YouTube-Video.
[00:08:24] So, und dann hat Cloud Code einfach auf meinem Rechner angefangen, sich halt ein Plugin zu installieren für Video-Rendering. Hat sich die Files angeschaut, hat sich das Skript durchgelesen. Dann habe ich gesagt, okay, kannst du noch irgendwie so, ich habe einen kleinen, so zwei, drei Screenshots gemacht. Kannst du die auch noch einbinden? Und hat mir einfach das Video geeditet. So, und also stellt euch vor, ich sitze da, ich habe ja, also das ist ja komplett insane. Ich hätte ja vorher sozusagen jetzt hingehen müssen und hätte irgendwie Final Cut auf, also ich hätte mir das komplett beibringen müssen.
[00:08:53] Ich habe am Ende einfach nur diesem Agent zugeschaut, der mir einfach dieses komplette YouTube-Video geeditet hat. Der hat mir das sogar gecolor-gradet. Und ich weiß aus meiner Zeit bei Mapify, wir hatten einen Co-Founder, auch Videographer. Color-Grading, ich wüsste ja nicht mal, wie ich das von Hand mache, wenn ich es, also ich wüsste ja nicht mal, wo der Button ist, sozusagen in dem alten Tool. Also, es ist komplett crazy. Und das hat mir einfach das Video gecolor-gradet, ohne dass ich überhaupt nachgefragt habe.
[00:09:18] Also, wir sind halt in einer, wir sind halt, und mir ist halt klar geworden, also, wir sind halt in einer Welt, wo selbst ich, der halt ultratief im Thema drin ist, wirklich, also Agents every day, 10 hours per day. Selbst ich entdecke ja immer noch Cases, wo ich dann merke, holy shit, das ist jetzt quasi auch schon gelöst. Also, sozusagen, dafür brauche ich jetzt auch nicht irgendwer nach, wir fragen, kannst du mir das mal irgendwie hier cutten und colorgraden? Sondern ich kann halt einen Agent prompten und sagen, mach das für mich.
[00:09:44] Und ich glaube, das ist so das, was jetzt quasi gerade mehr und mehr passiert in Unternehmen, dass es halt immer wieder Leute gibt, die erkennen, boah, das geht auch, das geht auch, das geht auch. Und wir lagern quasi alles aus an Agents, was ich eine krasse Entwicklung finde. Krass, krass, krass. Unser Video- und Audioproduzent Till hört gerade zu und fängt wahrscheinlich an zu schwitzen. Oder überlegt sich geil, wie kann ich das Doppelte in der Hälfte der Zeit machen? Komplett, komplett. Und das ist das Ding, ich glaube, es gibt schon ganz viele.
[00:10:11] Also, ich bin persönlich eigentlich überhaupt nicht derjenige, der so dieses Doomsday-Szenario hat von AI, dass man sagt, okay, alle werden arbeitslos und alle Jobs sind weg und so. Glaube ich überhaupt nicht dran, weil es gibt so viele, die wir jetzt kennenlernen, entweder bei uns auf der Kundenseite oder bei uns im Team, die einfach nur extrem positiv diese Technologie adopten. Felix hat darüber auch total oft gesprochen, so welche Sachen möglich werden, dadurch, dass man überhaupt so ein Tool hat wie Lovable zum Beispiel, dass man sich halt was vorstellen kann.
[00:10:39] Und ich kann halt nicht, ich kann eine Idee haben und immediately habe ich davon einen Prototyp oder ich habe eine Website. Und das ist eigentlich die positive Seite davon. Jetzt kann ich mir ein Video schneiden, aber jemand, der bisher Video-Cutting gemacht hat, kann das jetzt halt auch noch auf einem viel höheren Level machen und halt zwei, drei Videos pro Tag produzieren. Das heißt ja nicht, dass diese Person nichts mehr zu tun hat. Und ich glaube, das ist so, ja, das ist was, was ich wahrnehme, was einfach mega krass ist als Entwicklung so im Markt. Wie heißt der YouTube-Kanal, wo ich das Ergebnis angucken will?
[00:11:08] Einfach nur meinen Namen eingeben. Patrick Hedde, okay. Gucken wir uns an. Feliks Eyser, was passiert denn bei Lovable, wenn so ein neues Modell droppt? Also ich nehme an, du hast jetzt über die Cloud-Modelle gesprochen, wir recorden hier Mitte Juni, so Fable, Five, Mythos, diese Modelle sind gedroppt. Was passiert da bei Lovable? Ruft da jemand von Anthropic den Anton an und sagt, hey, wir haben ein neues Modell? Also wir haben eine super enge Partnerschaft mit allen Providern.
[00:11:32] Also wir sind in den ganzen Early-Testing-Gruppen, wir bauen sehr enge Relationships mit OpenAI, Anthropic und auch vielen anderen Providern, sodass wir einfach sehr früh Access haben zu neuen Modellen. Also bevor die, sozusagen, bevor diese Modelle public gehen, hatten wir schon mehrere Wochen, wo wir praktisch mit diesen Modellen testen können, schauen können, wie die Performance sich darauf auswirkt. Das ist das eine. Wir haben ja letztens auch mit Anthropic so ein Co-Branding gemacht, wo sozusagen Anton gefeatured wurde bei der neuen Kampagne,
[00:12:01] die sie gedroppt haben. Genau, wir arbeiten sehr viel zusammen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch spannend, darüber nachzudenken, wie kann man sich langfristig unabhängig machen. Und genau, ich glaube, da... Das ist eine relevante Frage. Das ist eine relevante Frage. Das ist eine relevante Frage.
[00:12:31] Wir haben, wie gesagt, sehr enge Partnerships und wir freuen uns ehrlicherweise. Jedes Mal, wenn ein neues Model rauskommt, ist lovable von einem auf den anderen Tag zehnmal mehr powerful. Und wir freuen uns da sehr drüber. Also wir vermarkten das, wir sharen das publicly. Und es ist für uns meistens immer wie so ein kleines Birthday-Present, ehrlicherweise. Weil es bringt uns ja extremst viel. Und wir sehen das jetzt nicht irgendwie als Danger oder Competition, weil wir bauen ja das gesamte Interface um das Model auch drumherum.
[00:13:03] Und das heißt, der Motor von dem Auto, was wir sozusagen designen, wird einfach deutlich stärker. Bekommt nochmal deutlich mehr PS. Aber wie wir sozusagen das Lenkrad-Design, das Interior-Design, die Buttons-Design, sozusagen das ist ja all in our hands. So denken wir ein bisschen drüber nach. Das ist echt ein, das ist ein nicest, das ist ein nicest Bild. Quasi wie ein AI-Product, AI-First-Product funktioniert. Und die strategische Frage ist trotzdem, kann der Motorhersteller das drumherum bauen?
[00:13:29] Oder könnt ihr als Drumherum-Anbieter auch einen eigenen Motor entwickeln? Die Frage wird sich irgendwann stellen. Genau, voll. Weil ich glaube, wenn du so eine Art Motor baust, sag ich mal, dann hast du extremst viel, musst du da eigentlich sehr viele Ressourcen reinstecken und brauchst auch einen sehr starken Fokus darauf. Und ich denke mal so ein bisschen auf so Schweizer Taschenmesser-Approach. Ich glaube, was wir sehen, ist, dass sehr viele auch großen Model-Provider sehr, sehr viel machen.
[00:13:58] Also ich glaube auch so ein OpenAI und Cloud. OpenAI hat einen Lovable-Competitor rausgebracht vor ein paar Wochen. Ich weiß gar nicht, ob ihr das mitbekommen habt. Vielleicht hat dann ein, zwei Tage Traction bekommen und dann redet niemand mehr drüber. Das Gleiche ist ja mit Cloud Design passiert. Also es ist rausgekommen, es war ein Riesen-Hype für ein, zwei Wochen. Und jetzt ist es schon wieder so ein bisschen so, ja, irgendwie mal ausprobiert. Aber jetzt auch nicht so mehr. Ist es so in Vergessenheit geraten schon? Also es ist so ein bisschen meine Wahrnehmung. Also ich bin ja sehr aktiv auch irgendwie auf X und LinkedIn und schaue irgendwie so,
[00:14:28] was sind so die heißen Themen. Und ich glaube, Cloud Design ist jetzt gar nicht mehr so krass gehypt, wie ich es dachte. Also ich dachte, okay, das ist jetzt replacing Figma. It's going to be the next big thing. Everyone is going to talk about it. Aber es ist just another feature so ein bisschen. Und ich, genau, ich habe da gar nicht so groß Angst vor, sondern ich glaube, Competition können wir eh gleich mal zu sprechen. Ich glaube, das ist ein spannendes Thema. Auch Patrick, so wie wir über Competition nachdenken.
[00:14:58] Ich glaube, genau das Wichtigste ist halt, dass du halt einfach sehr, sehr starken Fokus auf dich selbst hast. Und das sind große Themen, auch sowas wie Optimism, so ein bisschen being a little bit deluded, Confusion. Ich glaube sehr, sehr stark daran heutzutage, dass du, wenn du das richtige Mindset hast, kannst du sehr viel erreichen. Es ist sehr, sehr einfach, heutzutage sehr pessimistisch zu sein. Weil es ist sehr, sehr einfach, Sachen nicht zu machen. Eine Company nicht zu starten, ein Produkt nicht zu bauen.
[00:15:29] Weil, weißt du so, kannst immer sagen, so, ja, das macht ja jetzt jeder. Aber die Reality ist halt, wenn du so ein gewisses Mindset hast und ich würde auch sagen, Love will bereits so gestartet, kannst du trotzdem sehr, sehr viel reißen. Weil am Ende, es kommt dann auch so, ich will jetzt gar nicht in zu viele Themen rutschen, aber so ein Produkt zu bauen, das würde ich sagen, immer noch genauso schwer wie damals. Nur, weil wir jetzt AI haben und sozusagen mehr oder weniger alle möglichen Tools
[00:15:58] haben, was in den Markt zu bringen, heißt es nicht, dass du damit automatisch von Tag 1 100.000 Customer hast, dein Growth und Scale direkt automatisiert wird. Building something people love ist, würde ich sagen, immer noch genauso schwer wie pre-AI. Und das ist unterschätzend. Was ist für dich als Designer schwerer oder auch leichter geworden in den letzten 12, 18 Monaten? Voll.
[00:16:24] Ich glaube, eine supergroße oder eine Sache, die ich sehr oft sehe, wo ich sehr skeptisch bin, ist dadurch, dass AI dir einfach sehr viel jetzt natürlich abnimmt, so vom Coding und vom Actual Development und auch Design, tendieren sehr viele Designer und auch Founder dazu, sehr viel zu bauen, sehr viele Features zu adden. Interfaces werden in meinen Augen viel zu komplex. Einfach nur, weil du die Capability hast. Das ist genauso wie mit dem Autobeispiel.
[00:16:50] Nur weil du so viel PS hast, heißt das nicht, dass du automatisch, was weiß ich, doppelt so viele Buttons brauchst. Auf der Bank noch ein zweites Eingrad baust. Genau, so ungefähr. Und was ich sehe, und da muss ich ehrlich sein, da haben wir im Design-Team auch bei Loveable viele Diskussionen, wie schaffen wir es, dass unser Interface so reinsteigt, von der Kernstruktur extrem simpel bleibt.
[00:17:13] Und mein Take ist eher wirklich auch so, sozusagen mit AI so getting smarter, ich glaube, so Interfaces should even be reduced and get simpler. Also ich glaube sehr daran, dass, weißt du, wenn die Technologie hinter einem Interface smarter wird, dann sollte das Interface doch eigentlich leichter werden, weil die AI ja viel mehr für dich machen kann, viel mehr versteht. Das würde auch so sein. Genau, nur das sehe ich halt noch nicht.
[00:17:38] Und ich glaube, das ist eine Sache, wo ich einfach viel so noch nicht Fortschritt sehe in dieser Simplifizierung. Es ist auch ehrlich gesagt, also es ist sehr interessant, so Felix, also Beispiel, ich arbeite teilweise mit Cloud Design selber jetzt in meinem Prototyping. was dabei sehr interessant ist, es sind schon sozusagen eher historische, also sozusagen
[00:18:04] wenn man jetzt anschaut, wie das Modell baut, dann baut es eigentlich nicht für die Zukunft. Es baut quasi für die, für die, wie Webseiten mal ausgesehen haben. Also sozusagen es baut quasi für, es nimmt sich quasi den Kontext, der quasi jetzt gerade da ist. Weil die Trainingsdaten natürlich auch aus der Vergangenheit kommen. Komplett, komplett. Also sozusagen, was es quasi gelernt hat über, okay, wie halt die, wie Websites bisher ausgesehen haben mit vielen UI und mit vielen Buttons und so weiter.
[00:18:30] Und geht dann quasi hin und sagt, hey, ich jetzt designe ich sozusagen so und entwickle so einen Prototyp, der so aussieht. Und ich glaube, das ist, das führt nicht dazu, dass man automatisch was baut, was für die Zukunft gewappnet ist, sondern du prototypest halt was, was vielleicht so vor zwei Jahren funktioniert hätte und musst das dann halt noch weiter refinen. Deswegen bin ich auch bei dir. Ich glaube nicht, dass es viel einfacher geworden ist, ein Produkt zu bauen, was erfolgreich ist. Es ist einfacher geworden, irgendwas zu bauen, auf jeden Fall. Aber es ist nicht einfacher, was zu bauen, was funktioniert.
[00:18:59] Das Hauptproblem ist ja, wenn du mit AI arbeitest, dass du überhaupt nicht in Control wirst, was gebaut wird. Weißt du, wenn du Cloud Dad sagst, bau mir eine App, dann fängt der an, aus irgendwelchen random Ideen, dir eine App zu bauen. Weißt du, mit Featuren, die du gar nicht willst. Weißt du, so und das ist doch immer wieder der Grund, warum ich glaube, so Design als Craft wirst du nicht replacen. Was sich sehr verändert, sind die Tools. Das war aber schon immer so, ne? Als ich mit Design angefangen habe, habe ich irgendwie mit irgendwelchen Adobe Sketch, Adobe irgendwelchen Tools gearbeitet. Das kannst du halt gar nicht mehr vergleichen, ne? Dann kam irgendwann Figma und so weiter.
[00:19:28] Jetzt designe ich selber viel in Code oder auch mit AI. Das Tool verändert sich und das wird sich auch immer wieder verändern. Aber ich glaube, so the Act of Designing und auch wirklich so, also wirklich mal so zu überlegen, brauche ich das überhaupt und wer interagiert mit dem Produkt und wie wird das benutzt? Ich glaube, das sind, solange wir für Menschen designen, wird das immer der gleiche Prozess sein. Was bedeutet es, wenn du sagst, du designst in Code?
[00:19:54] Das wir einfach oft gar nicht mehr Figma aufmachen, sondern einfach mit unseren Engineers oder auch selber, ich kann selber auch kleine PRs schreiben, also selber kleine sozusagen Änderungen im Produkt vornehmen mit eben Cursor oder Cloud Code, dass wir einfach oft im Produkt direkt arbeiten. Es gibt bei uns, ich würde sagen, 80 Prozent unserer Designer sind auch Design Engineers. Das heißt, es sind Leute, die auch viel sozusagen Coding Knowledge haben und auch deutlich komplexere
[00:20:24] Sachen umsetzen können als jetzt zum Beispiel ich. Ich würde sagen, mein Fokus ist gerade bei Lovable immer noch so ein bisschen mehr auf so higher Level Themen. Also, wo geht so ein bisschen die Brand und auch Design Strategie hin? Aber was ich auf jeden Fall sehe, ist, dass jetzt nicht unbedingt jeder Designer bei uns in Figma viel arbeitet. Also, ich nutze Figma immer noch sehr gerne, weil eben genau das, was ich meinte, wenn ich konkrete Ideen habe, eine AI wird mir das nicht oder ein Co-Pilot wird mir das nicht genau so designen, wie ich es will.
[00:20:54] Und für Precision würde ich sagen, ist Figma noch sehr gut. Weil ich einfach genau, wenn ich was im Kopf habe, kann ich, ich bin sehr, sehr schnell empfiegt. Man kann es direkt einfach aufzeichnen und dann habe ich es genau, wie ich es will. Das würde ich sagen, ist ein großer Unterschied jetzt. Gib mir mal ein paar Beispiele, was Lovable heute kann, was es früher nicht konnte. Weil viele haben ja, das war ausprobiert irgendwie vor einem Jahr, vor anderthalb Jahren, loggen sich heute ein, ist ein komplett neues Produkt. Und der Motor dahinter ist auch komplett neu. Jetzt haben wir über die Modelle gesprochen, wie Mythos und Fable und so weiter.
[00:21:23] Was sind Capabilities, die dazugekommen sind, die manche Leute vielleicht noch gar nicht kennen? Ja, also ich glaube so, als wir angefangen haben, auch Pat, als wir dazu damals gesprochen haben, als ich noch in Paris war, war Lovable als erstes GPT-Engineer. Das war damals der Name, es hieß noch gar nicht Lovable. Sagt auch schon viel, also super technisch, alles schwarz. Also die erste Website musst du fast mal einblenden, Felix. Vielleicht kriegt man das irgendwie in den Shownotes oder verlinken oder so. Wir sagen das Till, falls er noch arbeitet.
[00:21:52] Ja, genau. Und so ein Agent schon hingestellt hat. Till sagt das dann seinem Agent und der macht das dann. Die erste Version war wirklich, du konntest extremst einfache Websites bauen. Also so wirklich sehr, sehr statisch. You know, also sehr simpel, keine großen Spielereien, kein tolles Layout. Wirklich einfach nur sozusagen als Interaction hast du eine Promptbox und du hast einer Promptbox einen Input gegeben und der Output war eben eine erste simple Website.
[00:22:20] Und das war trotzdem natürlich schon ein sehr krasster Aha-Moment für viele, weil Leute immer wieder building a Website mit, okay, I need to learn how to code verbunden haben. Oder ich muss sowas wie Framer und Webflow nutzen. Da sitze ich aber auch ewig dran, weil ich die ganzen Komponenten hin und her schieben muss. Ich muss mir irgendwelche Designs überlegen oder Templates nutzen und so weiter. Und du musst es auch lernen. Webflow hat eine eigene Academy, die ist richtig geil gemacht. Die haben mal so Hollywood Actor eingestellt, um die Tutorials zu machen. Mega geil, aber du musst dich halt auch da stundenlang durchfräsen. Richtig. Würde es alles nicht mehr geben. So ein Mini-MBA.
[00:22:49] Würde es alles nicht mehr geben. Genau. Musstest du alles lernen. Und ich glaube, der Aha-Moment, den wir dann sehr früh eben hatten, war so, hey, holy shit, ich kann auf einmal mit einer ganz einfachen Prong-Box ein Output generieren. Einfach per Text. Als würde ich mit einem Freund schreiben. Die Analogie, die wir damals immer hatten, ist so, hey, you're just texting with your Co-Founder. Und dein Co-Founder macht dann die Arbeit für dich. Das war so ein bisschen so, wir positionieren Loveable ja auch als dein Co-Founder. Und wo das jetzt eben hinging, dann über mehrere Monate, sozusagen jetzt so seit anderthalb,
[00:23:16] so vielleicht fast schon zwei Jahren, wo wir jetzt eben sind, ist, irgendwann haben wir dann sozusagen mehr App-Interfaces bauen können. Dann haben wir irgendwann Cloud-Functionality, Backend-Functionality mit integriert, sodass Leute, wo sowohl ein Frontend als auch ein Backend auf einmal hatten und eine Datenbank auf einmal hatten und Authentication hinzufügen konnten und auf einmal hat so eine Full-Stack-App. Das war so der nächste große Milestone. Und wo wir jetzt sind, und ich glaube, da wird dann auch die Zukunft mehr hingehen, ist,
[00:23:42] dass Leute gesamte Businesses mehr oder weniger auf Loveable bauen und auch runnen. Also so alles von, ich habe eine Idee, ich baue ein Produkt, okay, ich monetarisiere das Produkt, ich skaliere das Produkt, ich hole meine Kunden. Und wir decken eigentlich dann so die ganze Journey ab von, du willst ein Gründer werden, bis zu, okay, ich bin ein Successful-Founder, der mit meinem Produkt auch Geld verdient. Und müsst ihr dann irgendwann so eine Firma wie die von Patrick kaufen? Weil er sagt, guck mal hier, diese Ad-Creation, so brauche ich auch, so muss ich Marketing machen für meine neue Loveable-Firma?
[00:24:12] Voll, voll. Also ich glaube, wir sind ja auch eher schon am Schauen, wie kann man so eine Firma auf die Superscale integrieren. Also ich meine, Patrick baut ja eigentlich den idealen Marketing-Agent und für uns dann natürlich die Frage so, was wäre, wenn der Loveable-Agent mit dem Superscale-Agent kollaboriert, um Marketing sozusagen outzufigüren. Also wir machen ja sehr viele Integrations. Also da haben wir einen großen Fokus, haben über 100 Integrations. Ein ganzes Gesamtes Team, das macht nichts anderes als sozusagen sich dieses Thema anzuschauen,
[00:24:40] weil das natürlich so ein bisschen unser Mini-App-Store. Jedes Mal, wenn wir eine neue App integrieren, wird Loveable mehr powerful. Also das funktioniert sehr gut. Wir haben zum Beispiel Shopify integriert vor ein paar Monaten. Das war für uns ein Riesending, weil Leute auf einmal jetzt mit Loveable ihre Shopify-Stores bauen und dann eben nicht nur den Store haben, sondern halt das gesamte Interface. Also eine Website, einen Link zum Store, den Store haben sie auch komplett in Loveable designed. Dann linken sie zu einer About-Page, auch alles in Loveable designed. Dann hast du auf einmal dieses gesamte Environment.
[00:25:06] Und die Integration macht dann halt die ganzen Supply und das Backend von dem Store. Und das funktioniert sehr gut. Das ist schon echt eine krasse Entwicklung, wenn man sieht quasi, wo das Produkt quasi hingegangen ist. Ich glaube, ein spannender, also finde ich einen spannenden Fact zu Loveable, der aber sehr, sehr viel über das Ökosystem insgesamt aussagt. Wir haben mal, Felix und ich glaube ich in irgendeinem von den Podcasts, haben wir mal wirklich auf die ersten Designs von Loveable geschaut.
[00:25:35] Also nicht die erste Production-Version, das war die, die wir public gesehen haben, aber wirklich die ersten Designs. Und das Interessante ist, dass ja, also sicherlich das Branding, das Messaging, GBT-Engineered-Lovable, das ist schon eine sehr andere, auch Branding und Message, die dahinter steht. Der Vibe, farblich und so weiter, schon sehr unterschiedlich ist heute. Aber die Core-UI, die Core-Idee, also im Sinne von des Flows, also ich habe eine Promptbox, da gebe ich irgendwas ein, was meine Idee ist, und dann kommt eine Website raus.
[00:26:05] Die hat sich eigentlich seit Tag 1 nicht geändert. Und das Interessante ist, deswegen, ich glaube so diese Frage, früher hätte man die Frage gestellt, okay, wir haben ein Produkt gelauncht, das hat irgendwie beim Launch drei Features, und dann baut man das aus, ja. Und irgendwann ist man Sales Force, da hat man 30.000 Features, ja, und niemand blickt mehr durch. Das Interessante ist, heute entwickelt sich ein Produkt eigentlich sozusagen, du hast eine Core-UI, die eigentlich sich over time ständig weiter reduziert, weil du irgendwann nur noch diese Promptbox hast, und ich glaube irgendwann hast du nicht mal mehr die Promptbox,
[00:26:33] da hast du nur noch so ein Voice-Command oder so, oder steuerst das irgendwie mit deinem anderen Agent. Und das Produkt entwickelt sich eigentlich nur behind the scenes weiter. Also du gibst halt neue Sachen rein, und behind the scenes wird es immer more powerful. Am Anfang kannst du Websites bauen, dann kannst du Websites bauen mit Backend, dann kannst du Websites bauen mit Backend und Stripe, und dann so. Und wir haben ehrlich gesagt bei uns die gleiche Erfahrung gemacht. Wir hatten, also ich glaube, wie viele Produktversionen wir schon durchgeloopt haben, jetzt im letzten Jahr, rein vom, wirklich vom, vom, vom, vom Iterating-Speed.
[00:27:02] Aber die großen Changes in der, in der, in der Product Adoption oder in der Usage, die kamen gar nicht mehr daher, dass wir irgendwie gesagt haben, oh, wir haben jetzt ein Feature gelauncht, sondern die kamen daher, dass wir eine Core-UI hatten, die man irgendwie schon nutzt. Und dann gab es halt entweder einen Durchbruch bei uns im Backend, wo wir irgendwie den Agent entsprechend sauber orchestriert haben, besser orchestriert haben, oder es kamen, ein neues Model oder beides. Und dann hast du eigentlich dieselbe UI. Du gibst irgendwie am Dienstag was ein, du gibst am Mittwoch was ein und am Mittwoch funktioniert es einfach.
[00:27:31] So, und dieselbe, eigentlich vergleichbarer Effekt, wie ich jetzt heute Morgen damit in meiner, meiner YouTube-Experience hatte, mit Cloud-Code, weil ich halt irgendwie, also einfach, ich habe ja in der Promptbox irgendwas reingegeben, wovon ich definitiv nicht skilled bin, das zu tun. Und der Agent hat es halt outgefigert. Ja, und ich glaube, das ist, das ist wirklich etwas, ich habe bisher immer, also wie, wie viele, Menschen, die ich im letzten Jahr gesprochen habe, die das fundamental unterschätzen, was da, was da passiert.
[00:27:59] Weil die wenigsten sich wirklich Zeit nehmen und quasi einfach mal so eine crazy Aufgabe in so einen Agent reingeben und sich anschauen, was passiert dann. Und wenn du dann siehst, der hat jetzt einfach irgendwas gemacht, basierend auf deinem Intent, was zwei Sätze waren, und das executed, ja, und hat daran zehn Minuten gearbeitet und dann ist es fertig jetzt, wie bei meinem Video-Example. Dann, dann wird einem bewusst so, man braucht gar keine großen Produkte mehr bauen. Man muss nur schauen, und ich glaube, das ist die Schwierigkeit eigentlich, die man heute im Produktbuilding ehrlicherweise hat. Es geht viel weniger darum, dass man irgendwie überlegt,
[00:28:28] okay, wie sieht jetzt die UI aus? Ja, ich glaube ehrlich gesagt, die UI wird überall gleich aussehen. Es wird immer mehr quasi, okay, du hast einen Agent und du steuerst diesen Agent an. Ja, und jede Domain ist quasi ein Agent und der hat eine Promptbox und dann sagst du, was du haben willst. Bei Lovable kannst du ein Business bauen, bei uns bekommst du Ads und Marketingstrategie und Analysis und dann kannst du sozusagen Legora und so weiter hast du eine Promptbox und dann hast du einen Legal Text und diese ganzen Dinge. Und das Schwierige ist aus meiner Sicht, dass man sich jetzt, wenn man ein Produkt baut, überlegen muss,
[00:28:57] was sind denn für Capabilities am Horizont, die kommen? Wo gehen denn die Modelle hin? Was wird wahrscheinlich möglich sein? Was muss man irgendwie orchestrieren? Braucht man irgendwie einen Agent oder braucht der Subagent? Wie sieht diese Zusammenarbeit aus? Und das ist eigentlich das, was jetzt im Product Building so kompliziert ist, dass man eben heute nicht mehr sagen kann, ich baue jetzt ein Produkt für heute, sondern man muss halt heute überlegen, okay, ich baue jetzt das Produkt für das nächste Modell von Anthropic, was eh, wir wissen, quasi in zwei Monaten dann kommt und wieder zehnmal besser ist als jetzt schon.
[00:29:27] Und das ist eigentlich das, wo, glaube ich, so die Schwierigkeit quasi entsteht, dass man eigentlich ständig überlegen muss, ich baue nicht für die Capabilities von heute, sondern ich baue für die Capabilities, die morgen da sind und da muss mein Produkt immer noch für funktionieren oder Sachen, die heute noch nicht funktionieren, funktionieren einfach out of the box automatisch. Also so vieles des, ich glaube, vieles des Growth von Lovable ist auch einfach schlichtweg die Tatsache gewesen, dass der Intent viel besser gecaptured wurde. Du hast halt irgendwann mal eine Idee eingegeben und Lovable hat so halb verstanden und dann kam ein neues Modell und dann hat Lovable
[00:29:57] plötzlich komplett gecheckt. Und du sitzt halt als User da und du hast irgendwie, sag ich mal, vor einem halben Jahr eine Website bekommen, du bekommst heute eine Website und du denkst, krass, viel, viel mehr sozusagen gecheckt, was ich wollte. Und das ist eigentlich so die Revolution, in der wir gerade sind. Glaubt ihr denn eigentlich, dass die User der Zukunft überhaupt noch Menschen sind? Also baut ihr für Menschen oder baut ihr schon für Agents? Im Sinne von, wenn mein Claude sagt, hey, okay, ich hab das eine tolle Idee, ich will Ads schalten, kann ich mir vorstellen, dass der in Zukunft halt
[00:30:27] selbstständig zu dir geht und sagt, hey, ich brauch fünf Ads, da soll irgendwie hier männlich, 35, soll irgendwie meine Supplementbox in der Hand halten und dann gibt er mir den Output zurück und macht damit irgendwie, ich stelle das auf Beta ein oder was auch immer. Also, braucht man in der Welt überhaupt noch UX oder gehen wir dahin, dass selbst die Promptbox überflüssig ist, weil der eine Agent halt eine Leistung von dem anderen Agent später kauft? Also, Felix, ich glaube, du kannst da viel zu sagen, weil ihr habt ja schon MCP und also diese Infrastruktur ja auch bei euch schon,
[00:30:57] wir haben auch viel drüber gesprochen, wir bauen schon für beide Gruppen, also wir denken quasi in der, also wenn wir jetzt das Superscale-Produkt entwickeln, wir denken in beide, in beiden Gruppen, also wir sagen, das, was wir bauen in der Architektur, also in der, wir nennen das bei uns jetzt Agent Orchestration, also das ist wirklich quasi, du gibst irgendeine Task rein und du bekommst das Ergebnis raus und diese Task kann quasi komplexer und komplexer werden, wir haben angefangen mit Ads, jetzt kannst du irgendwie eine Campaign, dann kannst du irgendwann sagen, okay, grow my business, ja, das ist quasi das Endgame bei uns, dass du sagst, okay, das ist meine,
[00:31:27] jetzt bei dem Beispiel, das ist meine Supplement Brand, Superscale, GetMeCustomers und everything else is behind the scenes, das ist das, sag ich mal, die Endvision, aber ja, ich glaube, das wird stattfinden über Human Input, also Human kommt bei dir auf der Website, gibt was ein und gibt die Arbeit an den Agent ab und das wird passieren über Agents, also über sozusagen, du hast einen Personal Agent, nenne ich das immer so, deinen Claude, deinen Codex, was auch immer, irgendwie so deine
[00:31:58] Favorite Infrastructure ist oder was du am liebsten benutzt und dann geht dein Claude zu Superscale und, und, und, und, das haben wir heute schon, wir haben, wir haben, also wir haben heute User bei uns, die gehen, die sind noch nie auf der Superscale Website gewesen, aber die sind trotzdem Kunde, also die sagen, die sagen halt jedem Claude dann, pass auf, ich brauche jetzt drei Ads, geh mal bitte dahin und baue die mir und sag mir dann Bescheid, wenn die fertig sind und das passiert aktiv. Ich glaube vor allem ist das super spannend für Service Business, dass wir bauen gerade so eine Payroll Company, also die quasi Lohnabrechnung und HR Services macht
[00:32:27] und am Ende ist das natürlich ein Tech-Thema, aber wir werden kein Interface bauen und wir sagen immer gut, der Agent erlebt halt, wo die Leute sind, in Slack, in Microsoft Teams, vielleicht irgendwie in WhatsApp oder so, in E-Mail-Postfach, vielleicht auch in Claude in Form von einem Skill und darüber wird der angesteuert und es gibt gar nicht mehr eine Webseite, wo ich mich einlogge und dann irgendwie Personalverwaltung mache oder so, sondern ich bin halt da, wo ich eh bin, meinetwegen in Slack und ich schreibe dem Ding, was ich will guck mal hier, der Patrick ist jetzt ein Jahr dabei, soll ich ihm ein paar Blumen bestellen zum Anniversary?
[00:32:58] Sag ich ja, nein und let's go. Dafür brauche ich ja keinen Interface. Krass. Das ist echt krass. Ich glaube, also da wird es hingehen. Also das wird immer mehr so der Fall sein, dass du quasi einfach dort, wo du gerade bist, einen Agent ansteuerst und du bekommst nur noch das Work Result zurück und der komplette Prozess, der dahinter abläuft, den siehst du gar nicht. Die besten Founder investieren in sich selber und lernen ständig von anderen. Wenn ihr das auch machen wollt, abonniert den Channel und verpasst nicht die Folge von nächster Woche. Sie wird euch bestimmt gefallen.
[00:33:31] Felix, seht ihr interessante Service-Businesses, die auf Lovable gebaut wurden? Hast du da ein paar interessante Beispiele? Komplett. Ich glaube, einmal kurz noch zu dem Agent-Thema, noch nur ein Einkommen, was ich auch sehe, ist, dass halt Apps verschwinden. Also ich merke das zum Beispiel auch selber. Ich glaube, was man nicht mehr haben wird, ist, wenn du auf dein iPhone zum Beispiel schaust oder dein Smartphone, wo du ja wirklich für jeden unterschiedlich in Case eine eigene App hast. Also du hast eine App für E-Mail, du hast eine App für Finance, du hast eine App für Messaging. Das Problem ist ja immer so ein bisschen, wenn du diese Apps in so unterschiedliche,
[00:34:01] wenn du diese, sagen wir mal so, Requests, die du hast, diese Tasks, die du hast, in unterschiedliche Container packst, ist es ja auch Stand heute so, dass diese Container miteinander ja untereinander gar nicht kommunizieren. Also deine E-Mail-App weiß ja gar nicht, was in deinem WhatsApp und deinem Finance in deiner, in anderen Containern. Und da sehe ich einfach spannendes Potenzial, wenn halt, wenn du diese ganzen Silos eigentlich eliminierst und sagst, so alle reden miteinander, alle Agents reden miteinander. Das wird eine ganz neue Power
[00:34:30] einfach auslösen. Und das finde ich generell sehr, sehr spannend zu überlegen, so was ist so dieses Main Interface, wo du einfach mit deinen Agents sozusagen die ganze Zeit kommunizierst und das ist wie so deine eigene Taskforce und die machen alles für dich. Ich glaube total an Chat, ich glaube total, dass wir da einfach in WhatsApp stattfinden, in Slack, also wo die Leute sowieso sind, in Telegram oder so in irgendeiner App, wo ich mit meinen Freunden und meinen Geschäftspartner vielleicht eh schon chatte. Das ist krass. Back to basics von euch, also wie du gesagt hast, Felix,
[00:34:58] das ist wie dem Co-Founder eine Message zu schicken, zu sagen, mach die Webseite mal, baue mal Dark Mode ein und dann macht er das. Genau. Es ist halt krass, es ist schon krass zu überlegen, also ich finde es immer wieder faszinierend, ich meine, ich verbringe jetzt viel Zeit, natürlich an unserer Strategie zu arbeiten und dadurch halt sehr, also sicherlich so zwei Stunden pro Tag, dass ich einfach überlege, quasi wo geht denn die Welt hin im AI-Bereich, also wirklich so mir Gedanken mache, quasi wie sieht das in drei Monaten aus, aber es ist schon extrem interessant zu überlegen,
[00:35:27] wie früh wir halt in dieser Revolution sind. Also ich glaube, wir werden halt eine Welt sehen, wo quasi man eigentlich gar nicht mehr auf irgendeine Website gehen muss. Also wir haben das halt, also wir haben das jetzt 20 Jahre lang gemacht, dass man irgendwie eine Domain eingegeben hat, dann hatte man eine UI, dann musste man diese UI verbessern, dann musste man die, also da wird es eine Welt geben, dass man Produkte baut für Agents und diese Agents mit den Interfacen und das Work Result zurückliefern und da muss man irgendwie überlegen, wie vertraut man an diesem Arbeitsergebnis? Ich glaube, das ist eine interessante
[00:35:57] neue Challenge, wenn du jetzt irgendwie, sag ich mal, irgendeinen Agent anschreibst und der kommt dann nach zehn Minuten zurück, dann woher weißt du dann, okay, das war jetzt wirklich gute Arbeit? Ja, also das ist natürlich auch echt eine interessante, sag ich mal, auch eine Design Challenge, die da entsteht. Aber das ist schon krass, wie sehr, wie schnell und wie sehr sich das, das komplette Internet eigentlich, die komplette IT-Infrastruktur sozusagen, auf der alles gebaut ist, verändert jetzt durch die, durch diese neue Ebene, die wir haben, dass man eben einfach sozusagen was kommuniziert und man bekommt das komplette Resultat zurück
[00:36:28] und muss die Arbeit eigentlich selber nicht mehr machen. Ja, was einfach, also was schon echt krass ist zu sehen. Also, ja, ich glaube, das letzte Jahr für mich ist, ist so ein bisschen wie zehn Jahre vorher, Softwareprodukte bauen, was im Sinne von, wie viel sich da verändert hat. Okay, Felix, gib uns doch mal ein paar coole Service Businesses, die auf Laubur laufen. Hat sich echt viel, viel verändert. Wir machen immer so ein bisschen den Joke, so Doku-Sign, ist ja eine Multi-Billion-Dollar-Company, die hatten ja teilweise, glaube ich,
[00:36:58] 5000 Employees. Habe ich heute Morgen genutzt, ich habe so ein Ding rausgeschickt, wo vier Leute unterschreiben sollten. Ich zahle da bestimmt irgendwie, keine Ahnung, 50 Euro im Monat dafür und denke mir auch so, er for what? Da gibt es doch jemanden, der das bei Lovable nachgebaut hat. Da gab es so die Historie. Genau, mehrere. Also, was wir sehen, was wir für einen Trend sehen, ist, dass die sich eine Subscription holen bei irgendeinem Tool, einfach sagen, baue ich mir selber for free und direkt personalisiert. Das ist wirklich ein Trend, den wir sehen.
[00:37:27] anstelle, dass ich jetzt, Doku-Sign ist ein Beispiel, jetzt mir überlege, okay, was gibt es da für Document-Signing-Software out there, so welche passt zu mir, welche ist compliant, welcher ich vertraue, ich bla bla bla, sehen wir, dass Leute einfach sagen, fuck it, ich baue es mir einfach selber. Ist schneller und dann ist es genau personalisiert und ich brauche den ganzen Schnickschnack nicht und ich habe auch keine Ads und ich will auch einfach nur ganz simple Tasks to be done haben. Und haben die das wirklich langfristig in Betrieb oder kommt man irgendwann an den Punkt, denkst du, ja scheiße, jetzt habe ich mir das Ding gebaut, aber ich muss es auch warten,
[00:37:57] da geht irgendwas kaputt, das Ding habe ich jetzt doch falsch verstanden und dann bin ich plötzlich, bin ich so ein Maintenance-Engineer. Es ist so krass, weil das Ding ist halt, so eine Doku-Sign-Software zu bauen, es ist halt mittlerweile, sind das fünf Minuten, also du baust dir das, das kannst du mit einem Prompt machen, du baust dir die gesamte Software und wenn du dann natürlich nochmal so mehr ins Detail gehen willst, so dann dauert das und Iterations, aber was wir sehen ist, dass Leute halt einfach wirklich on-demand ihre Apps sich bauen. Ich habe ein Problem, ich baue mir eine App dafür, dann. Morgen habe ich ein neues Problem, okay, baue ich mir
[00:38:26] eine andere App für. Mein Problem von gestern hat sich verändert, okay, dann remix ich die App, die ich eh schon gebaut habe und baue wieder mir was Neues. Also das, und ich glaube übrigens, dass da auch so ein bisschen die Zukunft hingehen wird mit sozusagen Software being generated on-demand. Also so, ich glaube, das geht ja so in dem Bereich Generative Interfaces, Interfaces, was ich super spannend finde, wo es mehr oder weniger so ein bisschen darum geht, Interfaces werden erst dann in Realtime generiert, wenn der User-Intent halt klar ist.
[00:38:57] Und das heißt, wenn du einen Request hast oder irgendwie eine Sache machen willst, dann wird in dem Moment das Interface für den bestimmten Task erst generiert. Und das ist halt mega crazy, weil bis jetzt war es ja so, wir haben ja Interfaces schon eigentlich pre-built für alles. Interfaces sind ja überhaupt nicht personalisiert, die wissen ja gar nicht, die haben ja gar keinen Kontext, also die kennen dich ja gar nicht. Und diese Hyper-Personalization, die wir mit AI hinkriegen werden
[00:39:27] in den nächsten Monaten, das wird sehr, sehr crazy, glaube ich. Was bleibt denn dann von Software eigentlich, wenn du sagst, ah okay, alte Welt ist, ich habe so eine Software wie Salesforce, da gibt es irgendwie eine Ansicht, das sind die nächsten Kunden, die du anrufen sollst. Ah okay, dann ist die erstmal one size fits all, passt nicht, deswegen hast du diese ganzen Integratoren, dann brauchst du irgendein System aus, die passen sich nochmal an, das ist ja auch eine ganze Industrie. Jetzt kannst du sagen, ah okay, das Interface baut sich on demand, ich bin Vertriebler und ich rufe nur Ärzte an, dann sollen da halt auch nur Ärzte drinstehen und ich will meine bestimmten Filter haben, die für mich persönlich irgendwie wichtig sind und so weiter, okay,
[00:39:57] kann ich mehr generieren, aber was bleibt dann von der Software übrig, wenn das Interface on the fly generiert wird und das Modell dahinter, der Motor, wahrscheinlich von Anthropic, OpenAI und so weiter kommt, also was ist in der Mitte überhaupt noch die Software? Ich glaube ehrlicherweise, dass wir nicht mehr in Apps eben denken dürfen, also im Sinne von, eine Software ist trapped in an App, in a Container, in a Silo, ich glaube das wird nicht mehr, sondern Software wird einfach on demand generiert und das verändert halt alles,
[00:40:25] weil du die Software eben nicht mehr vorher baust, sondern sie wird halt dann gebaut, wenn du sie brauchst und zwar in Millisekunden und das ist halt crazy, wenn man drüber nachdenkt. Ähnlich so ein bisschen eigentlich wie mit Ads schon, bei dir Pat, so Ads werden genau dann generiert, wenn du sie brauchst, mit genau dem richtigen Kontext. Ja, heute noch nicht, also heute noch nicht, aber da geht das natürlich hin, dass du halt, sag ich mal, du kriegst halt, sag ich mal, du kriegst halt beim Meta die Ad ausgespielt, da steht halt drin, hey Felix,
[00:40:54] wie wär's mit einem Ausflug nach Österreich oder so und dann also hyper-personalized auf dich, also sozusagen, da wird halt dann on demand eine Ad generiert nur für dich und für jemand anderen wird halt noch, also so, da wird das hingehen, weil du halt diese Möglichkeiten hast, quasi ohne human work in the middle Dinge zu executen, ja und je schneller die, also heute, die einzige Wartezeit, die man heute ja noch hat, ist die Inference-Time der Modelle, ja, also sozusagen, du kannst halt, du kannst ja heute wirklich hingehen, kannst sagen,
[00:41:23] kannst eine Riesenaufgabe dem Agent geben, irgendeinem und dann spawnt er sich noch seine drei, vier, fünf Sub-Agents, wenn nötig, aber du händest einfach das komplette Arbeitspaket für die komplette Woche zu einem Agent und dann ist ja nur noch die Frage, sozusagen, wie lange arbeitet der? Das ist eigentlich das Einzige, wo gerade jetzt noch jemand wartet, also ich hab, ich spreche teilweise mit Leuten, so die, also ist ja wirklich so, ich meine, der Browser ist ja fast schon zu so einem Punkt gekommen, wo du quasi, du hast so ein paar Tabs offen, jeder Tab ist ein Agent, du gibst einfach hier ein paar Aufgaben rein
[00:41:53] und du wartest ja immer nur, bis sie fertig sind und wenn die fertig sind, dann kriegst du halt ein Update und dann sagst du wieder, okay, jetzt mach das. Literally, so arbeite ich den ganzen Tag, also ich hab halt irgendwie mein Cloud Design, ich hab mein Lovable Prototyp und da, jetzt hab ich noch meinen Cloud Code, der macht mit meinen YouTube Videos und ich, und ich, und du sitzt eigentlich nur da und, genau, der ist in zehn Minuten fertig, der ist dann fertig, übrigens, das ist by the way ein interessantes Design Challenge, ich glaube, das wird ein ganz, ganz schwieriger Punkt werden, ich glaube nämlich, dass Menschen immer mehr jetzt wissen wollen, wann sind die fertig, die Agents
[00:42:22] und das ist sehr schwer zu estimaten, gerade, weil diese Inference Time quasi ist ja immer so sehr random, aber ich glaube, irgendwann hat man, also ich, der Browser, ich weiß nicht, ob der Browser dafür geeignet ist, aber ich glaube, irgendwann macht man ein PC auf, da hast du so eine Übersicht, dann siehst du deine acht Agents, da siehst du dann, der arbeitet jetzt noch fünf Minuten, der arbeitet noch zehn Minuten, so, dann weißt du, okay, jetzt kann ich mir noch einen Kaffee holen, dann komm ich wieder, dann gebe ich da Input, dann gebe ich da Input und dann arbeiten die wieder eine halbe Stunde und dann, und so läuft das ja ständig ab, ne? Okay,
[00:42:54] weil alle seine Developer da sind, weil er gesagt hat, wenn ich mit den Developern sprechen will, dann muss ich ins Gym gehen. Wieso sind die Developer im Gym? Aus genau dem Grund, die sitzen alle an ihrem iPhone, die chatten mit ihrem Cloud Code und geben neue Instructions und in der Zeit, wo sie warten müssen, machen die ein paar Sätze Bizeps und holen sich ein Eiweißshake und es hat er gesagt, wenn ich meine Company führen will, dann muss ich ins Gym. Dann im Gym. Also ich meine, ich glaube, das Problem ist, also ich finde es sehr interessant,
[00:43:24] ich habe, seit wir Superskill angefangen haben, habe ich immer gedacht, Software Engineering ist quasi, was AI angeht, so ein bis zwei Jahre in der Zukunft. Also man kann sich quasi, wenn man wissen will, wo das Ganze hingeht, dann muss man sich Software Engineering anschauen, weil die sind halt, von Anfang an Agentik gewesen und jetzt Agent und Agent Teams und Multi-Agent und noch ein Agent und Auto-Agents und so weiter. So, das ist halt immer quasi, Software Engineering, habe ich so immer das Gefühl, so ein Jahr voraus. Aber genauso wie die arbeiten, wird jeder arbeiten. So, ganz genau so. Man hat auf seinem Mobile App irgendwie die Mobile App von Cloud Code.
[00:43:55] Da startet man einfach eine Aufgabe, okay, und man ist irgendwie gerade, man geht einkaufen, ja, und der läuft einfach nebenher, läuft der weiter. Ich habe, also ist vielleicht ein bisschen crazy, aber ich bin mittlerweile, wenn ich jetzt morgens anfange zu arbeiten, dann denke ich mir, okay, was muss ich heute machen? Und wenn ich dann weiß, so hier jetzt eine Stunde ins Gym, dann überlege ich mir mental schon, ah gut, was mache ich in der Zeit, was gebe ich in der Zeit an Arbeit ab? Dass immer irgendein Agent arbeitet. Na, also ist vielleicht, also ne, aber so diese Idee quasi, dass du so überlegst, okay, ich schreibe mir jetzt meine wichtigsten Sachen zusammen
[00:44:24] und wenn ich dann keine Zeit habe, dann gebe ich das alles an die Agents, die bauen diese ganzen Dinge und wenn ich dann wiederkomme, sind die also fertig und ich kann die reviewen und so iteriere ich quasi auf die Arbeit und ich glaube, genau das, genau das wird passieren in jedem einzelnen Bereich, in dem man halt ein Softwareprodukt bauen kann und dann ist das Softwareprodukt, ist halt die, diese Agent Orchestration, du sagst quasi, du gibst deine Arbeit ab und das Softwareprodukt für irgendeinen Use Case nimmt diese, nimmt dieses Arbeitspaket
[00:44:54] und executet fünf, sechs, zehn, fünfzig Agents, die das alles zusammen bauen und am Ende dir sagen, so ist jetzt fertig, kannst du dir anschauen. Was macht das für euer Mental Health, wenn die Aufmerksamkeit da so salamimäßig immer gesplittet wird zwischen zehn Aufgaben, die man parallel macht? Ich denke mir auch selber, also ich arbeite ähnlich und denke mir, das ist doch schlimmer als TikTok, dass ich die ganze Zeit von einem Tab zum nächsten switche und irgendwie in drei Aufgaben parallel drin bin. Also mich macht das
[00:45:23] auf der einen Seite produktiv und auf der anderen Seite total fertig. Das glaube ich auch. Ich glaube, also ich glaube, man muss schon sich, man wird sich schon einen neuen Arbeitsmodus anlegen müssen und ich glaube, das, was Felix vorhin gesagt hat, ist schon, das stimmt schon, man muss schon sehen, am Ende des Tages sind das natürlich Dinge, die du auch reviewen musst immer noch. Also du bekommst, du kommst natürlich sehr weit, aber du musst dir immer noch Input geben. Du musst immer noch fokussiert auch sagen, okay, das hat jetzt nicht gepasst, das mal noch ein bisschen anders und so weiter. Also du musst ja schon noch
[00:45:52] reviewen und Guidance geben. Dafür brauchst du schon einen gewissen Fokus, denke ich. Was ich glaube, was sehr spannend ist, wo man echt aufpassen muss, ist, dass man nicht aufhört, selber nachzudenken. Weil, was ich sehr oft sehe, ist, dass du einfach direkt und ich ertappe mich da selber, dass ich einfach dann irgendwo ein Problem stehe oder irgendeine Task habe, eine Diskussion habe und halt direkt denke, okay, ja, gebe ich Claude. Oder, also so, das heißt, ohne selber mal drüber nachzudenken. Das Problem ist nur, was ich dann eben auch oft merke,
[00:46:23] dann macht Claude und es ist genau das, was ich eben nicht wollte und dann muss ich die Arbeit trotzdem selber machen. So, ich glaube, du musst halt schauen, Mental Health wird super wichtig. Ich glaube, wir müssen schauen, dass wir als Menschen lernen, dass wir, dass wir, dass wir müssen aufpassen, dass wir das nicht verlernen, das eigene Nachdenken, das eigene sich hinterfragen, den Taten, so, weil, wenn du die ganze Zeit einfach da jemanden sitzen hast, der alles für dich macht und auch das Denken für dich übernimmt, so, dann wirst du ja irgendwann, also, ich meine, dann, dann wirst du auch nicht schlauer.
[00:46:53] Ganz im Gegenteil. Ja, ich glaube, ich glaube, ich glaube vor allen Dingen, es ist schon, also, ich glaube, es wird schon einen Impact haben, dass man, dass sich die, also die Arbeit wird sich ändern in der Hinsicht. Ich glaube, das ist nicht mehr aufzuhalten. Ich glaube aber schon, dass man quasi entscheiden kann, okay, wie viel Kontext, wie viel Input, wie viel von meinem Nachdenken gebe ich jetzt dem Agent? Und das ist schon, das beeinflusst schon sehr viel. Also, ich glaube, es wird schon eine Situation geben, wo man sich quasi hinsetzt und überlegt, man strukturiert sich die Arbeit oder jetzt beim,
[00:47:22] im Coding ist ja so, sehr häufig gehen die Engineers hin und schreiben sich mit dem Modell erstmal einen Plan. Ja, also da wird, also sozusagen das Modell schreibt den Plan, man schaut sich den Plan an, reviewt das wieder und man baut den ganzen Plan und dann, wenn der steht, dann sagen, okay, jetzt bau das. So, und ich glaube, das ist so ein bisschen dieser Working Mode, wo du sozusagen die Best of Both Worlds hast. Du hast jetzt nicht diesen, okay, bau mir einfach mal was, sondern du hast quasi diesen Modus von, okay, ich plane jetzt erstmal, was ich überhaupt machen will und wenn der ganze Kontext da ist,
[00:47:52] dann gebe ich das dem Agent und der Agent kann dann quasi auch so, wie ich das haben möchte, meine Arbeit exekuten. Ich muss aber sagen, das ist mir jetzt aufgefallen, ich habe jetzt vor zwei Tagen oder so, als rauskam halt das neue Modell von Claude, das Fable 5 Modell, sozusagen einfach mal getestet für mich. Was ich schon extrem interessant finde, ist die Modelle werden schon extrem gut darin, gute Nachfragen zu stellen. Also das ist schon wirklich krass, also sozusagen, wenn du echt nur einen kleinen Intent reingibst,
[00:48:20] nur eine kleine oberflächliche Aufgabe, werden die Modelle schon sehr, sehr gut darin quasi zu verstehen, okay, wie viel Kontext habe ich, weiß ich wirklich was passieren soll oder soll ich lieber nochmal fragen und stellen dann ganz spezielle Nachfragen. Also hey, so ja, okay, mache ich gerne, aber ich habe hier noch irgendwie drei, vier, fünf Nachfragen und die beantwortest du dann und dann sozusagen ist die Execution nochmal mehr in die Richtung, wo du es eigentlich haben möchtest. Aber ja, ich glaube, wir werden uns als Menschen generell daran gewöhnen müssen,
[00:48:50] wie gehen wir mit dieser Computer-Human-Interaction um, also sozusagen wir irgendwie kontinuierlich mit diesen Agents-Interfacen, die diese, die große Teile der Arbeit für uns machen und was macht das auch mit uns? Also sozusagen, was hat man selber noch für ein Gefühl, so was hat man selber gemacht versus was haben irgendwie alle Agents gemacht? Kennt ihr dieses, es gab so, es war, es war fast ein Joke, eigentlich war es kein Joke, es war eine YC-Company, die gesagt hat, wir bauen jetzt ein neues Developer-Interface, weil die Developer warten ja immer auf die Agents, wie wir gerade besprochen haben
[00:49:18] und dann hast du auf der rechten Seite den Code und auf der linken Seite hatten die dann so einen Bereich, da konntest du dann online gamblen, da konntest du Tinder nutzen, da konntest du durch TikTok durchgehen, konntest du sagen, was du da so machen wirst in der Zeit. Die wurden von YC gefundet, könnt ihr euch das vorstellen? Ja, es ist halt genau dieses Warteszenario, irgendwie dein Cloud-Code läuft und du machst jetzt was anderes. Dann kannst du online noch ein bisschen Poker spielen. Ja. Oh mein Gott. Aber das ist also, also ich glaube, die Realität ist schon, dass es da hingehen wird, ne? Also das sozusagen,
[00:49:48] also nicht unbedingt, dass diese Companies oder diese Company jetzt erfolgreich wird im Sinne von, was denn sozusagen alle nur noch online zocken, das glaube ich nicht, dass das passieren wird. Aber du wirst schon eine Situation haben, wo Menschen im Default mit Technologie so interagieren, dass sie sagen, ich habe bestimmte Arbeitstopics, die ich abgebe und Agents, die quasi für mich an diesen Dingen arbeiten. So ist es ja auch heute schon. Ja, also das ist relativ schnell der Default geworden und die dann halt aber in der Lage sind, das eben sehr, sehr gut zu machen und das ist schon ein neues Skill.
[00:50:18] Ich glaube nicht, dass jetzt ein Mensch vor dem Computer langweilig werden wird, weil das schon ein neues Skill ist, wie man dann, wie man mit diesen neuen Power sozusagen, die man hat, umgeht. Aber verändern wird sich das schon krass. Ich glaube am Ende ist es auch so eine unternehmerische Tätigkeit. Ja, ich meine, wenn du Founder bist, am Anfang bist du allein, machst alles selber, dann baust du ein Team auf, dann hast du irgendwann Ressourcen und der normale Modus ist, dann triffst du dich mit den Leuten einmal die Woche, gehst deren Arbeit durch, gibst Feedback, dann gehen die wieder zurück, bauen eine Woche irgendwas, später Reviews du es dann und im Grunde ist die Tätigkeit ja relativ ähnlich, nur jetzt ist quasi die Timeline kondensiert
[00:50:48] auf wenige Minuten und nicht auf eine Woche und der Skill, der aber wichtig ist, ist natürlich auch wieder gut die Anforderungen zu definieren und zu sagen, was du eigentlich haben willst und gut in diese Kommunikation zu werden und dir halt architektonisch Gedanken drüber zu machen, was sollte eigentlich das Ziel sein, wie ist der Weg dahin. Also ich finde, jede einzelne Rolle von einem IC, von einem Individual Contributor wird dadurch ein Stück weit unternehmerisch, weil bisher waren die Leute alleine, jetzt haben sie halt potenziell Zugriff auf ein Team von unendlich Agents und müssen sich überlegen, wie steuere ich die denn eigentlich. Genau. Ich glaube,
[00:51:18] das ist ein sehr, sehr gutes Bild. Das ist ja auch was, was Lovable, finde ich auch in der Vision, so sehr, sehr gut, sehr gut communicated hat nach außen. Also wir machen dich zu einem Founder, zu einem Builder, zu du kannst jetzt etwas sein, was du vorher nicht warst. Ich glaube, und ehrlich gesagt, für uns war das vielleicht, na, also für mich war selbst Lovable ein Wow-Moment, aber wir waren ja auch trotzdem vorher schon in der Softwarewelt. Jetzt stell dir vor, du hast noch nie irgendwas damit zu tun gehabt. Bisher war es so, du hättest immer irgendwen anrufen müssen,
[00:51:48] irgendwen hiren müssen, um eine Website zu bekommen. Was das für ein Gefühl ist, wenn du jetzt plötzlich den Eindruck hast, okay, ich kann jetzt hier mitspielen, ja, also ich kann jetzt auch was bauen. Das ist sehr viel, was ich aus der Brand von Lovable mitnehme und glaube, was unglaublich viel trägt, dass Menschen eben das Gefühl haben, so ich habe jetzt, mir sind nicht mehr die Hände gebunden. Ja, ich habe jetzt etwas, was mir eine neue Superpower gibt, die vorher nur andere hatten. Felix, du wirst diese Statistik kennen, ich weiß nicht ganz genau, so wie viele Prozent der Welt eigentlich im Software Engineering sind. Das ist ja irgendwie ein Prozent oder 0,1 Prozent oder wie auch immer,
[00:52:18] wahrscheinlich. Unter einem Prozent. Und jetzt, ja, unter einem Prozent. So und dann, und wie viele jetzt aber quasi was bauen können, was Software ist, das ist schon krass. Ja. Felix, erzähl mal von deinem LinkedIn-Game. Das finde ich total faszinierend. Ich habe neulich einen Podcast gehört mit eurer Head of Growth, glaube ich, die erzählt hat, ein großer Teil des Wachstums von Lovable kommt darüber, dass die Teammitglieder aktiv sind auf Social Media. Du hast da 100.000 Follower auf LinkedIn. Also erstens, wie hast du das gemacht? Und zweitens,
[00:52:48] was für einen Impact hat das auf eine Organisation wie Lovable, wenn es mehrere von dir gibt, sozusagen, die Traffic auf das Produkt schieben? Was können andere Founder da mitnehmen? Also ich glaube, Personal Brand Building ist, glaube ich, also das ist fast schon der Default, würde ich sagen, wenn du heutzutage eine Company bauen willst. Ich glaube, es ist extrem schwer rauszustechen. Es ist extrem schwer, Vertrauen aufzubauen mit anderen. Und ich glaube, deswegen ist das sozusagen eine Sache, die du eigentlich sehr, sehr früh starten solltest.
[00:53:19] klar, ich glaube, ein Learning, was ich einfach bei LinkedIn habe, ist, du musst dein Value provide. Ich glaube, sonst juckt Leute nicht, was du machst. Das habe ich gelernt. Ich habe vorher schon Content gemacht. Ich habe viel darüber geredet. I just moved to Paris, so no one cares. Aber wenn du halt anfängst, sagst du das ganz konkret, weil das sozusagen die Headline, ja, provide value, haben die meisten verstanden, aber wie setze ich es jetzt wirklich konkret um? Gib mir die zwei Minuten Masterclass, wie ich durch Value Providing auf LinkedIn Ich lese mir meine Sachen wirklich selber durch und denke mir so, okay, wen juckt das jetzt?
[00:53:49] Das frage ich mich wirklich. Und dann darauf basierend schreibe ich meine Posts und meinen Content. Ich überlege wirklich immer, wenn ich irgendwie einen Post mache, dass ich halt mir überlege, so was nehmen Leute jetzt da mit? Also so nehmen die Leute jetzt was mit und können sie damit was anfangen? Weil das ist also so wirklich, auch bei Podcasts oder auch bei, wenn ich einen Substack mache oder irgendwie einen Post einfach schreibe, so ist für mich immer die Frage so, wenn ich mich jetzt selber mal ausblende und jemand, der, weiß ich nicht,
[00:54:18] in Paris sitzt und das liest, wird der jetzt daraus schlauer und vielleicht nimmt der jetzt irgendwie daraus was mit, was ihm hilft. Das ist immer so, also ich nehme das sehr, sehr ernst, dieses so Value, weil ich einfach gemerkt habe, alles andere ist wirklich, ich sehe das ja auch in der Attraction, die Sachen, die am meisten Engagement bekommen, sind die Sachen, wo Leute was mitnehmen, wo Leute was lesen und sich denken, geil, probiere ich selber aus. Weißt du, so Kleinigkeiten wie, keine Ahnung, was ich merke ist, dadurch, dass wir in so einer Welt leben heutzutage,
[00:54:47] wo jeder ja eigentlich alles machen kann, das heißt es aber nicht, dass Leute direkt wissen, wie sie es machen. Das merken wir auch bei Lovable übrigens. Du gibst den Leuten eine Promptbox und denkst, okay, geil, du kannst jetzt hier alles bauen. jede Idee, die du hast. Die Realität ist, die Leute wissen trotzdem nicht, wie die den ersten Schritt machen. Also dieses, okay, ich fange jetzt mal an und das ist ein riesen Learning, auch ein riesen Design-Thema bei uns. Wir überlegen bei Lovable sehr, sehr, auch Patrick, haben wir ja so viel schon drüber gesprochen, wie du dieses Early Engagement hinkriegst,
[00:55:17] dieses Early Education, dass Leute eben wissen, wie dein Produkt funktioniert, dass du ihnen beim ersten Schritt eben hilfst. so, hey, why don't you start doing this? Oder hey, ich hab mir deinen Prompt angeschaut, vielleicht machst du nochmal das und das. Und ich glaub, da hab ich bei so meinem Content-Game einfach viel mitgenommen. Du darfst nicht erwarten, dass Leute immer direkt alles wissen, weil ich das auch von mir selber kenne. Du musst wirklich, du musst, wenn du was machst, musst du die Leute echt unter die Hand, und du musst ihnen unter die Hand greifen,
[00:55:46] du musst ihnen helfen, den ersten Schritt zu machen. Egal was, bei Building a Company, Starting a Podcast, Starting a Substance, hört sich alles so leicht an, aber Leute appreciaten es, wenn du die Sachen sehr transparent mal runterbrichst und sagst so, hier, es sind simple Sachen, wie hier ist how you build your Website. Du bist erstaunt, wie viele Leute nicht wissen, wie sie eine Website heutzutage bauen. Also für uns vielleicht easy, hier einen Podcast gestartet,
[00:56:16] ich hab jetzt hier wegen dir meine erste App gebaut. Das sind die Sachen, die mich halt mega inspirieren und warum ich dann halt bin, okay, geil, lohnt sich, diese Art von Content zu machen, weil ich halt einfach sehe, dass es Leute draußen gibt, denen das hilft, denen das wirklich was bringt. Hast du da eine Art Redaktionsplan oder wie kommst du überhaupt auf die Themen? Viele sitzen da vor der leeren Seite, vor der leeren Promptbox, sozusagen, okay, keine Ahnung, worüber ich schreiben soll. Ja, vielleicht hab ich irgendwie Sachen gelernt, aber ich weiß jetzt gar nicht, was für die anderen interessant ist. Hast du da einen Prozess oder ein konkretes Learning? Der Prozess ist echt super einfach. Ich laufe, würde ich sagen, generell durch die Welt
[00:56:44] mit extremst so offenen Augen. Also ich glaube, das ist eine Sache, die haben wir auch echt irgendwie viel, wir haben ja schon früher in Palo Alto viel gemacht. Immer wenn wir irgendwie sind, irgendwo sind, wir laufen durch die Straßen und sitzen in einem Café und kommen mit Leuten ins Gespräch und ich bin immer so extremst so präsent. Und das nutze ich, um sozusagen dann drüber nachzudenken, okay, was wäre denn interessant? Also ob ich mich mit Freunden auf einen Kaffee treffe, ob ich ein Interview habe für ein Recruiting hier bei Lovable, ob ich irgendwie
[00:57:14] mich mit Anton zusammensetze oder mit irgendwelchen, weiß ich nicht, neuen Kollegen von mir in jedem Gespräch, auch hier zum Beispiel jetzt wieder. Allein in diesem Podcast habe ich, glaube ich, jetzt schon wieder zwei, drei Ideen, die ich spannend fände, wo man mal drüber schreibt. Das eine war eben Agent, hast du ja auch schon gesagt, Felix. Ich meine, wir haben drüber geredet, das ist für uns so Daily Topics, aber ich weiß jetzt schon, die meisten Leute, die haben keine Ahnung, wie überhaupt Agents funktionieren und die Power of Agents. Und ich glaube, ein Riesenlearning war für mich einfach immer so, du darfst nicht erwarten,
[00:57:44] dass die Leute auf einem ähnlichen Knowledge sitzen wie du, weil die wenigsten sitzen auf dem Knowledge wie wir, weil wir day to day an AI-Themen arbeiten. Aber was ich eben spannend finde, ist zu überlegen, wie kannst du die Masse inspirieren und auch mitnehmen auf diese Journey und dann, und dann, und das appreciaten, Leute. Auf eine positive Art und Weise. Genau. Ich finde, das hast du im letzten Jahr sehr, sehr stark gemacht. Du hast, du bist nie, dein Content ist nie
[00:58:13] so ein Doomsday AI-Content. Ja, sondern es ist immer ein extrem positiver Content im Sinne von here is something that will make you more powerful. Ja. Hier, so kannst du irgendwie eine Seite bauen. Ganz am Anfang hast du gepostet, eine Seite bauen mit Loverbill, dann quasi, wie kann man eine Seite bauen mit Loverbill, die richtig geil aussieht, dann die richtig geile Animationen hat. Also es sind immer diese Themen gewesen, fand ich so, das ist meine so ein bisschen external perspective gewesen. Entsprechend, ja. Ich fand immer sozusagen, es waren immer Dinge oder viel des Contents
[00:58:42] waren einfach Dinge, die am Ende jemanden enablen, was zu tun, was die Person vorher halt nicht konnte. Und ich glaube, das ist genau das, was dazu führt, dass man sagt, hey, ich engage damit oder ich appreciatee das, weil ich halt jetzt eine Möglichkeit bekomme. Weil ich glaube, vielen Menschen ist, denen ist bewusst, dass sie jetzt mit der AI quasi mehr erreichen können oder mehr, also sozusagen in Zukunft mehr erreichen können. Aber wir sind vielleicht nicht unbedingt direkt, wie. Felix, du hast den
[00:59:12] der Dusanthorn angesprochen, den Gründer von Loverbill. Wann ist dir klar geworden, der Typ, der tickt irgendwie nochmal anders als andere Founder? Tag eins. Allerörster Touchpoint. Direkt. Was ist in seinem mentalen Operating System anders? Eine Sache, die der sehr, sehr gut macht und das geht wieder so zu dem Punkt, haben wir eben vorhin schon kurz angesprochen. Der ist, ich würde mal sagen, der spricht ein bisschen Deutsch, kann auch sein, dass er den Podcast hört,
[00:59:40] deswegen werde ich aufpassen. Gerne abonnieren, Anton. Ja, genau. Aber er ist, ich würde sagen, zu einem gewissen Grad so sehr delusional in a incredible way, in a very good way. Also ich glaube, was er eben macht ist, ich weiß das noch ganz genau, ich habe Anton in London getroffen zum allerersten Mal, wir hatten uns kennengelernt, haben uns direkt in so einem Meetingraum da bei irgendeinem Investor in London hingesetzt, getroffen, haben angefangen über das Produkt zu reden und eine Sache, die er von Tag eins gemacht hat, ist,
[01:00:10] er hat in seinem Kopf, war Lovable eigentlich schon eine Multi-Billion-Dollar-Company. Also es war eigentlich schon, das Produkt gab es schon, es war schon perfekt designed, es war schon, die Idee und Vision war in seinem Kopf schon extremst visible und er hat mir eigentlich gar nicht von dem Produkt heute erzählt, weil das hatte ich ja selber vor mir, sondern er hat mir von dem Produkt, was er in seinem Kopf schon ausgemalt hatte, erzählt. Und das war so durchdacht schon und das war wirklich wie ein Künstler, als,
[01:00:39] das Beispiel ist, du triffst einen Künstler im Atelier und ihr steht zusammen vor einer weißen Leinwand und die Leinwand ist weiß, da ist nichts drauf, aber in seinem Kopf ist das Bild schon fertig und er erzählt dir dann sozusagen genau, wie er was gemacht hat und wie er zu diesem Endergebnis gekommen ist, was eigentlich noch gar nicht da ist. Und das ist eine Superpower, Leuten eben ein Bild in den Kopf zu setzen, was es noch nicht gibt, in einer sehr inspirierenden,
[01:01:08] positiven Art und Weise. Und ich würde sagen, das war auch das, warum ich gejoint bin, weil ich dieses Bild gesehen habe und er sehr gut darin war, das Bild mir sozusagen zu zeigen. Und da würde ich sagen, das ist heutzutage, würde ich sagen, echt wichtig, dieses Mindset. Du musst dieses positive Mindset haben. Weißt du, du kannst auch sagen, ja, lohnt sich ja gar nicht, das Bild zu malen. Lohnt sich ja nicht. Es sind ja hunderttausend andere Künstler hier in dem Raum. Also warum sollte ich jetzt auch noch ein Bild malen?
[01:01:38] Das ist ja das Mindset, wenn man sagen würde, was die meisten haben. Aber das auszublenden und zu sagen, nee, ich habe eine ganz, ganz eigene Art und Weise und Vision und Idee, wie dieses Bild aussehen könnte. Und ich glaube da dran. Wahrscheinlich mehr als alle anderen. Und vielleicht ist es auch ein bisschen dumm, dran zu glauben. Aber ich glaube trotzdem dran. Und dieser Glaube bringt sogar andere auch dran zu glauben. Das würde ich sagen, war echt so eine Superpower. Mega.
[01:02:07] Jungs, ihr habt viel gelernt. Die Stunde ist fast vorbei. Ihr kennt euch seit vielen Jahren. Ihr macht den Quick Coffee Podcast zusammen. Da kann man euch zuhören. Kann man reinhören. Wann baut ihr die nächste Company gemeinsam? Wann malt ihr mal wieder ein Bild zusammen? Ist definitiv auf der Bucketlist. Schon seit Jahren. Wir haben uns immer ein bisschen jetzt in den letzten Jahren ab und zu verpasst. Gab es dann mal hier und da etwas Neues, an dem wir arbeiten. Aber das ist auf der Bucketlist. Also es wird kommen. Das wird kommen. Ist nur eine Frage, wann. Jetzt gerade sind wir natürlich
[01:02:37] noch an verschiedenen Stellen. Aber natürlich auch beide extrem tief drin. Aber haben wir schon oft darüber gesprochen, dass das auf unserer Bucketlist steht. Sehr gut. Wer soll sich bei euch melden? Wo findet man euch online? Nein. Felix findet man ja bei LinkedIn jetzt direkt. Der wahrscheinlich auf der Startseite mittlerweile. Feliks Eyser Haas. Nicht der von Bits & Pretzels, muss man auch sagen. Das ist auch total verwirrend, obwohl ihr euch gerade getroffen habt in Schweden. Felix Haas 1 und Felix Haas 2. Ja.
[01:03:07] Das ist super lustig. LinkedIn und X verbringen wir, würde ich sagen, die meiste Zeit. Wer soll sich melden? Habt ihr einen Shoutout? Gibt es irgendwas Spezielles? Sucht ihr Praktikanten, Furnus Associaten, Kunde? Ich glaube, ich glaube, Felix und ich, also haben wir zumindest in der Vergangenheit oft drüber gesprochen. Wir sind, wir lernen gerne Menschen kennen, die sich mit den Produkten, die sich, die unsere Produkte quasi getestet haben und Feedback haben. Wir sind beide super ultra fokussiert auf, wo geht das Ganze hin? Und wir machen natürlich mittlerweile auch hier und da
[01:03:37] mal Investments, aber Menschen, die eine spannende Idee haben oder die, die sich mit den Produkten befasst haben, an denen wir arbeiten und Feedback dazu haben. Ich glaube, das sind immer coole Gespräche. Super. Danke euch, hat Spaß gemacht. Grüße nach Schweden und Grüße in Amsterdam. Ja, danke dir. Cool. Vielen Dank. Bis dann. Ciao.

