Christian Byza: Silicon Valley Insider – AI, Startups und die Zukunft des Lernens | E 19
Founder Mode12. Februar 2025
19
01:29:43

Christian Byza: Silicon Valley Insider – AI, Startups und die Zukunft des Lernens | E 19

In der aktuellen Folge von Founder Mode nehmen wir euch mit auf eine Reise ins Silicon Valley mit Christian Byza, Serial Founder und ehemaliger LinkedIn-Manager. Christian teilt spannende Einblicke in die Startup-Welt, die AI-Revolution und seine persönlichen Erfahrungen als Gründer.


Themen der Folge:


Das House of AI: Christian erzählt, wie er mit einem eigenen Space in San Francisco eine Community für ambitionierte Gründer:innen aufgebaut hat und warum dieser Ort mittlerweile zum Hotspot für AI-Startups geworden ist.

Learn XYZ: Mit Learn XYZ will Christian das Lernen in Unternehmen neu erfinden: Eine AI-gestützte Plattform, die wie Duolingo funktioniert, aber für Job-Wissen, Compliance und Unternehmensstrategie.

No Bad Days: Warum das Motto „No Bad Days“ Christians Einstellung zum Leben und Arbeiten prägt und wie es ihm hilft, auch in stressigen Zeiten positiv zu bleiben.

San Francisco als Gründungs-Hotspot: Wie die Kultur, das Netzwerk und die Geschwindigkeit des Silicon Valley den Unterschied für Startups machen – und warum das Mindset dort so einzigartig ist.

OMR – Vom Frühstück zum Festival: Christian gibt Einblicke in die Gründungsgeschichte von OMR, die Herausforderungen der ersten Jahre und wie das Event zu einer der größten Marketing-Plattformen Deutschlands wurde.

Business-Ideen: Christian teilt spannende Ideen und Trends, die er aus seiner Perspektive im Silicon Valley sieht – von Technologien bis zu traditionellen Geschäftsmodellen wie Müllentsorgung oder Kinderhotels.



Eine Folge voller inspirierender Geschichten, praktischer Tipps und spannender Einblicke in die Welt von AI, Entrepreneurship und Silicon Valley!


Mehr zu Christian:

learn.xyz: https://www.learn.xyz/

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianbyza/


Mehr Infos zu Feliks und Moritz findest du hier:

https://www.linkedin.com/in/eyser/

https://www.linkedin.com/in/moritzblees/


Marker:


(00:00:00) Das House of AI: Ein Ort der Begegnung

(00:06:05) Die Dynamik der AI-Startups in San Francisco

(00:08:57) Politische Stimmung und Tech-Industrie

(00:15:05) Die deutsche Community im Silicon Valley

(00:19:45) Die Herausforderung der Rekrutierung in San Francisco

(00:22:38) Kulturelle Unterschiede und Mindset zwischen Deutschland und den USA

(00:29:43) Die Entwicklung von LearnXYZ: Ein innovativer Ansatz für Lernen im Job

(00:37:40) Die Entwicklung von OMR und der Lernplattform

(00:45:55) Herausforderungen im B2B-Vertrieb und Designpartnerschaften

(00:55:04) Zielgruppen und ideale Kundenprofile für die Lernplattform

(01:03:10) Die Transformation der Event-Location

(01:15:18) Wachstum und Herausforderungen im Bootstrap-Business

(01:19:43) Innovative Geschäftsideen und Trends

(01:26:38) Das Motto "No Bad Days" und positive Einstellung

[00:00:00] Ich ohne Grund konnte Elon Musk 80% von Twitter entlassen und von Tricks und zu dem man noch. Aber es ist natürlich unentschuldbar, was Trump nach wie vor halt herumprosauen. Wenn fünf Leute in einem Tag schreien, du sollst dich mal mit Christian treffen. Dann denkst du, what the fuck, was für ein Zufall. Erzähl mal, was Deichkind da mit eurem Timetable gemacht hat. Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship-Podcast, der euch in die Backstage-Area der Businesswelt mitnimmt. Heute haben wir Christian Büser zu Gast, einen der Founder von OMR.

[00:00:29] Der mittlerweile nach San Francisco gezogen ist und dort die AI-Company Learn XYZ gestartet hat. Wir diskutieren darüber, was sind die heißen Topics in San Francisco. Wir sprechen darüber, wie die frühen Tage bei OMR abliefen und darüber, welche Business-Ideen Christian gerade spannend findet mit seiner Silicon Valley Perspektive. Viel Spaß! Christian, cool, dass du da bist. Guten Morgen bei dir in San Francisco.

[00:00:56] Es ist 7 Uhr morgens. Hier in Berlin ist 16 Uhr abends. Wir sind hier verbunden über die Kontinente. Du bist hier, weil ich von dir ganz viel lernen will. Du bist nämlich Serial Founder aus Deutschland. Du hast verschiedene Projekte hier gestartet, unter anderem OMR mal mitgegründet. Können wir auch mal danach ein bisschen darauf eingehen. Aber seit vielen Jahren bist du im Silicon Valley unterwegs. Du bist einer der wenigen Deutschen oder vielleicht immer mehr Deutschen, der seine Firma dort aufbaut. Und du bist Gründer von Learn XYZ, einer Lernplattform.

[00:01:25] Und darüber wollen wir heute erfahren, was du machst. Und mein Ziel ist, von dir zu lernen, was gerade in San Francisco abgeht. Was die ganzen AI-Startups da machen. Du als Insider, was du da den ganzen Tag siehst. Deine Erfahrung quasi als Deutscher in den USA, die Firma da aufzubauen. Und natürlich auch rauszufinden, was sind gerade eigentlich die hotten neuen Themen? Und was kann man hier nach Deutschland übertragen? Was können wir aus dem Silicon Valley lernen? Schön, dass du dabei bist. Guten Morgen.

[00:01:52] Ja, morgen. Hallo. Ja, danke, dass ich dabei sein kann. Erzähl doch mal, San Francisco, du hast ein Side-Project. Und zwar das House of AI. Das heißt, du hast einen physischen Space, wo du Leute zusammenbringst? Erzähl mal, das finde ich am spannendsten. Gerade, was ist das für ein Projekt und was erzählen die Leute da? Ja, ist immer geil. Die Leute finden das spannender als meine eigentliche Firma. Aber es ist auch wirklich eine schöne Sache. Und es ist so ein bisschen durch Zufall entstanden. Also, ich habe eine Firma gegründet eben vor drei Jahren. Und dann brauchten wir irgendwann ein eigenes Büro. Wir haben selber aus einem Coworking-Space gearbeitet, hier um die Ecke.

[00:02:22] Und die haben sich dann so ein bisschen verkleinert. Und dann hätten wir irgendwie neben der Kaffeemaschine sitzen können. Mich hat es immer so ein bisschen genervt, dass ich nicht meine eigenen Regeln machen kann. Und nicht, dass ich jetzt irgendwelche krassen Regeln irgendwie mache, so der Deutsche hier. Aber ich habe halt schon eben Lust gehabt, einfach einen coolen eigenen Space zu haben, der alles das vereint, was ich gerne möchte. Also, diese Mischung zwischen Work und Play, dass du einen großen Event-Space hast, dass du Leute hosten kannst, dass du interessante Leute zusammenbringst. Und ich rede mal von der Serendipity of Silicon Valley. Also, dieser Zufall vom Silicon Valley. Wie kann man den praktisch erhöhen?

[00:02:51] Also, wie kann ich die Chance finden, dass mehr Leute zu mir kommen, ohne dass ich eigentlich irgendeinen Effort machen muss? Und wenn du halt einen Ort schaffst, wo halt viele Leute zusammenkommen, und das zieht sich, glaube ich, so ein bisschen durch mein Leben, ob das jetzt irgendwie in der Schule früher schon irgendwelche Events und LAN-Partys waren oder dann OMR oder also generell halt Events fand ich immer gut. Und das House of AI war dann im Prinzip genauso eine Idee, dass man halt einfach einen Ort schafft, wo halt Leute zusammenkommen. Und dann hatte ich so zehn meiner Founderfreunde hier in San Francisco gefragt, ob die einen Schreibtisch bei mir mieten würden.

[00:03:22] Und die haben sofort gesagt, ja, sind wir auf jeden Fall dabei. Wenn das so ein bisschen OMR-Style wird, also so ein bisschen einfach nett gemacht und mit viel Liebe zum Detail. Und dann haben wir halt hier ein schönes Büro gefunden. Das sind so 600 Quadratmeter über zwei Etagen im großen Außenbereich auch, mit einem großen Barbecue haben. Und dann gibt es eben ein Podcast-Studio und verschiedene so Nucks, wo man sich aufhalten kann. Wir haben Turntables im DJ-Booth und halt eine gute Lama-Zuko-Kaffeemaschine, wo man halt den besten Kaffee machen kann. Der Stadt, sage ich immer. Und ja, mittlerweile hat sich das dann so ein bisschen weiterentwickelt.

[00:03:51] Also da kommen jetzt halt gestern zum Beispiel ein großer VC, der hier morgens so ein Frühstück für Founder veranstaltet hat. Heute Nachmittag ist der German Accelerator, der hier irgendwie so ein Pitch Day veranstaltet. Und das ist mittlerweile echt ein schönes, so ein schönes kleines Side-Business geworden. Also ich meine, wir machen wahrscheinlich so 250.000 Euro Umsatz damit jetzt dieses Jahr. Also immer noch jetzt nicht irgendwie große Welten, dass man da jetzt große Gelder finanzieren kann oder irgendwas. Die Mieten sind ja auch sehr teuer, aber es ist halt ein profitables Side-Business,

[00:04:19] was meine Miete sozusagen bezahlt als Early-Stage-Founder. Super praktisch. Und dazu kommt halt einfach diese Serendipity, dass man halt ständig irgendwelche interessanten Leute kennenlernt. Da kommen deutsche Reisegruppen hierher. Die wollen halt auch über AI lernen. Und für die seid ihr der Anlaufpunkt? Ja, die kommen dann hierher. Die zahlen mir dann irgendwie 1.500 Dollar, das ist jetzt schon meine Rate für so einen Vortrag. Und dann das Schönste ist, danach wären dann drei von denen Kunde. Also das perfekte Mittel eigentlich. Hate-Marketing mal andersrum. Ja, genau. Ich sage mal, ich habe einen positiven Kack.

[00:04:49] Die Leute müssen Geld bezahlen, damit sie bei mir Kunde werden. Also das ist natürlich ein bisschen im Spaß gemein. Aber das ist einfach total cool. Und auch diese ganzen jungen Leute um sich herum zu haben. Also ich bin ja der Großvater mit jetzt knapp 40. Und die ganzen Gründer, die sind alle irgendwo in ihren Zwanzigern. Was machen die alle, die 20-jährigen Kids? Die 20-jährigen AI-Kids in San Francisco? Woran arbeiten die? Ja, das ist echt krass, ne? Also ich meine, die sind, ich sage immer so, House of AI is the space for the most ambitious founders.

[00:05:18] Also wir haben ja echt so Leute, die arbeiten hier auch samstag und sonntags. Und wenn ich hier, gestern Morgen hatten wir ja dieses Frühstück, da war ich um halb sieben hier. Da saßen hier die Leute schon teilweise. Und dann, wenn du abends um elf hier gehst, dann sitzen die auch immer noch hier. Also die arbeiten wirklich rund um die Uhr. Und am Ende sind das halt einfach verschiedene Geschäftsmodelle. Das ist der eine, läuft die ganze Zeit nur mit seiner Apple Vision Pro rum, weil er irgendwie das YouTube für Apple Vision Pro oder Headsets baut. Die anderen machen irgendwelche AI-SaaS-Tools.

[00:05:46] Die nächsten reinventen irgendwie das ImmoNet oder hier in den USA, ja Zillow, Redfin. Das ist gar nicht so Hardcore-AI. Wir bauen halt irgendwie das nächste Language-Model. Sondern, ich meine, darüber reden wir sicherlich auch noch, aber AI ist ja eigentlich eher so ein bisschen so eine Commodity. Also wie eine Datenbank oder wie XCC, das ist halt einfach da. Und da musst du halt gute Geschäftsmodelle da oben drauf bauen. Und heute ist ja alles AI. Also alles, was du im Software-Attack-Bereich machst, alles hat deine AI-Komponente.

[00:06:16] Sollte es jedenfalls. Und deswegen der Term House of AI ist am Ende des Tages Marketing-Term. Also niemand will im Learn XYZ-Office arbeiten, aber jeder hat Bock ins House of AI zu kommen. Das klingt halt einfach besser und deswegen haben wir dann den Namen halt benutzt. Okay, okay. Wie ist die Stimmung in San Francisco? Trump ist ins Amt reingekommen, hat bei der war deutlich mehr Support aus der Tech-Branche gekriegt. Ich erinnere mich, 2016, da gab es kaum Trump-Supporte, wenn du im Silicon Valley warst. Da gab es vielleicht Peter Thiel und, weiß ich nicht, ein paar Mal Lucky von Anderrill oder so.

[00:06:45] Und ganz wenige Supporte. Und es hat sich ja schon gedreht. Ich glaube, vielleicht auch durch einen All-In-Podcast und so weiter. Und deutlich mehr Tech-Leute, die Trump supporten. Wie ist die Stimmung jetzt gerade nach der Amtseinführung? Wie sprechen die Leute über die? Also ich habe das Gefühl, diese Woche haben wir das alles schon wieder vergessen, weil jetzt Deep Seek irgendwie große Fälle nie im Valley macht. Jetzt müssen wir uns gegen die Chinesen verbünden. Ja, ja, genau. Also es ist ja wirklich Wahnsinn, was da jetzt... Also ich meine, vor ein paar Wochen, da hat dann irgendwie Sam Altman noch auf irgendwelchen Foren gesagt, ja, also mit uns braucht ihr nicht in Wettbewerb treten.

[00:07:14] Das macht gar keinen Sinn. Ihr könnt eure Produkte bauen, aber ich meine, wir bauen die bestsehe ein. Also wirklich hat er ja so öffentlich mehr oder weniger gesagt. Und dann kommt halt so eine kleine chinesische Firma und haut halt alle um. Und irgendwie 600 Millionen Dollar werden vernichtet an der Börse von allein Nvidia. Das ist ja schon echt ein krasses Ding. Und wir haben das auch hier im Team mit den verschiedenen Leuten viel diskutiert und auch getestet und auch so Benchmarkings halt angeguckt natürlich und auch selber ausprobiert. Also wir benutzen ja auch sehr, sehr viel AI bei uns im Produkt und auch da halt experimentiert.

[00:07:44] Habt ihr mit Deepsie schon was gemacht? Habt ihr das produktiv getestet, wie das performt? Ja, ja, klar. Ja, ja, also musst du ja sofort schauen. Und was ich dann auch besonders interessant finde, welche Firmen halt auf diesen Zug dann auch so richtig aufspringen, das halt positiv zu sehen. Zum Beispiel hier Perplexity. Also der Founder ist ja bei LinkedIn auch sehr umtriebig. Er hat ja irgendwie Viertelmillion Follower oder sowas oder noch mehr. Und wie die halt wirklich innerhalb von ein, zwei Tagen übers Wochenende dann eben das komplett integrieren und das natürlich dann eben sozial komplett reiten

[00:08:13] und damit die massive Reichweite aufbauen, dass noch mehr Leute dann Perplexity benutzen. So geil, oder? Der wollte letzte Woche noch TikTok kaufen, so auch wieder Schnee von gestern, so jetzt voll auf Deepsie. Also diese Schnelllebigkeit in den USA, das ist doch faszinierend. Aber alleine, dass das halt am Freitag rauskommt oder am Donnerstag oder was und am Montag hat der halt die Integration fertig. Das heißt halt auch, okay, alle Mann ins Büro, jetzt wird Gas gegeben. Das ist halt völlig normal. Der hat die Feldbetten da wahrscheinlich schon aufgebaut. Wahrscheinlich schon, genau. Und deswegen also, ich hab jetzt an der Frage, bin ich gerade ein bisschen ausgewichen,

[00:08:42] aber wir können da auch noch drüber reden. Also ich hab so ein bisschen das Gefühl, zu dem Thema Trump, dass hier so eine Augen-zu-und-durch-Mentalität auch gibt. Klar gibt es halt ein paar Supporter, da fragt man sich dann trotzdem immer so ein bisschen, also warum? Also ich jedenfalls. Und wir hoffen, glaube ich, alle so ein bisschen so, ja, das wird schon nicht alles so schlimm. Und es gibt ja auch hier viele Berufsoptimisten. Ich laufe ja auch mal durch die Gegend, sag mal no bad days. So mein Lebensmodel, können wir auch nochmal drüber reden. Aber es ist schon einfach unmöglich,

[00:09:11] was da alles passiert. Und ja, ich meine, eine andere Sache ist, die mich so ein bisschen optimistisch macht, dass halt ein paar Leute, von denen ich schon was halte, also so ein Mark Zuckerberg zum Beispiel, da gibt es ja Leute, die natürlich den irgendwie ganz schlimm finden, aber ich glaube schon, dass der irgendwie das Herz am richtigen Fleck hat. Und dass der halt da jetzt irgendwie schon irgendwie mit dabei ist, selbst ein Elon Musk, auch wenn er total verrückt ist, was da jetzt in Deutschland passiert, aber dass trotzdem so Tech-Leute irgendwie so ein bisschen so ein Auge mit da drin haben, kann ich mir schon vorstellen,

[00:09:41] dass das vielleicht dann auch einen positiven Effekt hat in gewissen Sachen. Also zum Beispiel dieses Deutsch-Ministerium ist an sich ja keine schlechte Idee, dass man halt einfach mal reingeht und überlegt, wo kann man jetzt Kosten besser einsparen und so und da so ein bisschen mehr... Das ist eine super Idee. Wir können Deutschland, glaube ich, viel davon mitnehmen, von der Idee an sich, wie es dann umgesetzt wird. Genau. Und das ist halt die große Frage. Wie wird das nachher umgesetzt? Und ich hatte jetzt gerade den OMR-Podcast mit Matthias Döpfner gehört und der hat das so ganz schön zusammengefasst, dass wir einfach erst mal vielleicht abwarten müssen, was halt wirklich passiert.

[00:10:10] Also mal ein bisschen ruhig und nicht direkt aufschreien, aber es ist natürlich unentschuldbar, was Trump halt da nach wie vor herumposaunt. Und ob das jetzt der Sturm aufs Kapitol und dann jetzt die Entlassung der ganzen Kriminellen da ist, die da irgendwie auf die Polizisten eingeschlagen haben, das ist natürlich einfach nicht in Ordnung. Und mein Freundeskreis auch mit meiner Frau, wir reden da halt schon sehr viel drüber und ich bin halt immer noch so ein bisschen der Optimist, der immer denkt, ja, aber vielleicht wird es doch noch ganz okay. Aber das Problem ist halt,

[00:10:39] wenn 90 Prozent der Themen einfach unentschuldbar sind und das sind 10 Prozent der Themen, die echt gut sind, kannst du dann 10 Prozent dafür nehmen, das zu rechtfertigen oder musst du eigentlich trotzdem auf die Straße gehen und protestieren? Und ich glaube, in dem Dilemma sind wir so ein bisschen und dadurch, dass wir halt am Ende des Tages halt immer noch irgendwie in San Francisco sind und ich sage ja immer, San Francisco ist nicht USA. So wie Berlin nicht Deutschland ist. Ja, genau, genau. Und da habe ich so einfach die Hoffnung, also die Hoffnung stirbst zuletzt sozusagen. Die Hoffnung stirbst zuletzt, okay, okay.

[00:11:09] Verstehe. Wieso bist du da? Wieso baut ihr eure Firma in San Francisco? Ja, ich meine, es gibt viele Gründe. Also A, lebe ich halt hier. Wie kam es dazu? Und genau, ich kann ja kurz erzählen, ich habe in Hamburg gearbeitet beim Startup und wir wurden gekauft von Adobe und nach der Akquisition hat Adobe dann damals gesagt, hier Christian, komm doch ins Headquarter und die Opportunity, das ist jetzt eben zwölf Jahre her, das habe ich mir nicht nehmen lassen.

[00:11:37] Wir hatten ein OMR damals ein paar Jahre vorher gegründet und das war gerade so ein Inflection Point und da war auch für mich so der große Gedanke, okay, gehe ich jetzt eigentlich in die USA und mache das oder mache ich OMR mit Vollzeit und da habe ich immer gesagt, weißt du was, Silicon Valley hat mich immer begeistert, diese ganze, ich meine, wenn du einfach nur überlegst, mein Lieblingsfact im Moment, das ist natürlich jetzt zwölf Jahre weiter, also heute, letztes Jahr wurden 57% von allem Venture Capital global in dieses Jahr investiert

[00:12:04] und davon wahrscheinlich 90% im Umkreis von 500 Meter um mich herum hier. Um dein Haus auf AI. Ja, genau. Du bist im Auge des Sturms. Genau, also den zweiten Fact habe ich jetzt ein bisschen mehr ausgedacht. Ich weiß nicht genau, ob es 500 Meter sind oder 1 Kilometer, aber ist ja auch egal. Es ist einfach unfassbar. Und dann bin ich halt hierher gezogen, habe dann erst bei Adobe ein bisschen gearbeitet, dann Greencard, dann hat LinkedIn bei mir an die Tür geklopft und hat gesagt, willst du nicht unser Deutschlandgeschäft machen? Und dann habe ich mich lange um Deutschland gekümmert, als damals noch die grünen Freunde aus Hamburg,

[00:12:33] alle gesagt haben, wir brauchen kein LinkedIn. Das haben wir, glaube ich, ganz gut hingekriegt. Und dann habe ich aber dann gemerkt, also nur in so einem Big Tech zu arbeiten und bei großen Firmen zu sein, dann kriegst du eigentlich nicht mit, was das Silicon Valley ist. Ich hatte da eine schöne Anekdote. Ich habe einen Podcast gemacht, wo ich andere Deutsche interviewt habe und da habe ich den Holger Lüder auf interviewt und den kredite ich immer gerne als die Hauptinspiration, wieder Unternehmer zu werden. Weil der war irgendwie bei Yahoo

[00:13:01] und hat mit Steve Jobs über die Wetter-App verhandelt. Also auf dem Level war der bei Yahoo. Und dann ist der als Mitarbeiter Nummer vier zu Foursquare gegangen. Ich weiß nicht, ob du Foursquare noch kennst. Das war die Check-in, Location, dieses Game. Ich war da mal Mayor von, ich weiß nicht, wo ich da war, Stuttgart irgendwo. Ja, genau. Genau. Und dann ist der als vierter Mitarbeiter hingegangen. Das war so, als ob ich jetzt halt irgendwie, ja, als ob der jetzt zu mir käme. Und da habe ich gesagt, was war denn da für dich so der Hauptbeweggrund? Und dann sagt der, weißt du, wenn du hier im Silicon Valley arbeitest und du arbeitest bei Yahoo oder jetzt heute, keine Ahnung,

[00:13:30] Google, Apple, Facebook, was auch immer, dann bist du nicht im Silicon Valley. Einer, das interessiert keiner für dich. Das heißt, du musst irgendwann diesen Absprung einmal machen, ins Startup zu gehen. Und ob du jetzt selber gründest oder da arbeitest, aber du kriegst halt einfach viel mehr mit. Die Geschwindigkeit ist dann eine ganz andere. Und das war für mich so der Punkt, wo ich so dachte, ja, shit, ich muss auch was Eigenes machen. Und dann kam halt der Gedanke, halt was Neues zu starten. Und darüber können wir gleich mal reden. Aber prinzipiell ist das dazu gekommen. Und für mich sind das so drei Gründe, warum ich überhaupt hier bin.

[00:13:59] Also einmal halt die ganze Opportunity. Also das, nur vom Venture Capital alleine kann man ja nicht leben, aber. Manche schon. Ja gut, wir im Moment auch immer noch, aber ich sag mal so, nur das Geld macht es ja nicht, sondern das Talent, die Leute, die das halt anzieht. Also diese ganze Opportunity, die hier ist. Das Zweite sind halt dann die Leute. Also einfach auch mein Freundeskreis, jetzt gar nicht nur die Leute, die ganz in der Tech-Leute, in der Tech-Branche arbeiten. Ich habe auch Anwälte und Ärzte als Freunde. Jeder, der hierher kommt, hat ja irgendwie so einen gewissen Antrieb.

[00:14:29] Das Leben ist hier teuer, das heißt, du musst Gas geben, sitzt jetzt nicht irgendwie rum und chillst im Coffeeshop und so, ich arbeite an einem geheimen Projekt. Also das ist immer so ein bisschen mein Diss auf Berlin, dass irgendjemand im Coffeeshop an irgendeiner Idee arbeitet. Hier musst du halt grinden. Und das bringt halt ganz andere Menschen halt global zusammen. Und das ist so ein Multikulti-Pod. Also selbst bei uns hier im House of AI, wir sind so 20 Gründer, die von hier arbeiten. Und ich glaube, die kommen aus 15 verschiedenen Ländern. Cool ist das. Das hast du in Berlin auch und dann Hamburg auch, aber dieses Internationale

[00:14:59] und dann das Letzte ist für mich ganz klar das Klima. Ich glaube, das merkst du erst, wenn du irgendwo lebst, wo es halt so viele Sonnentage gibt. Ich habe gestern Abend mal geguckt. Wir hatten, also wir haben hier irgendwie 3200 Sonnenstunden im Jahr in San Francisco. Also ich glaube, Berlin hat 1700, Hamburg hat 1500. Also wir haben jetzt doppelt so viele Sonnenstunden. Und das macht da einfach viel mit deinem Gemüt. Also wenn du einfach, wenn du einfach, einfach, also der Default ist gutes Wetter.

[00:15:28] Und das, das macht so viel aus, was man gar nicht so denkt, dass du die ganze, das ganze Jahr so eine konstante Temperatur hast. Und dann sage ich immer, dann gibt es Leute, oh, ich mag so gerne die Seasons. Ich sage, ja, du, schön. Ich habe, ich habe, ich habe, ich habe Winter on Demand. Ich fahre halt zwei Stunden nach Tahu. Dann habe ich da Schnee und dann bin ich im Schnee, aber ich muss nicht mit dem Schnee leben. Oder im Sommer, dann sagen die Leute, oh, San Francisco, ihr habt ja Nebel und es ist sehr kalt. Dann fahre ich halt 20 Minuten über die Brücke rüber und dann habe ich dann 30 Minuten. Du hast ja diese, diese Mikroklimazonen und das,

[00:15:57] das ist wirklich zum Leben. Für mich ist es der Perfekte Ort. Okay. Okay. Opportunities, Talent und gutes Wetter. Ja. Ja, genau. Ja. Kommen immer mehr Deutsche rüber oder wie ist dein Eindruck? Ja, ich habe das auch das Gefühl, dass das jetzt gerade, also es gab ja so eine, so eine Phase während der Pandemie, da haben ja alle Leute aus San Francisco tot geredet. Ich habe immer mal schon gesagt, ja, warte mal. Alle sind nach Miami, nach Austin, nach Portland, oder die dann alle, oder die irgendwelche Farmen gekauft haben in Oregon und die sind jetzt alle wieder zurückgekommen. Also,

[00:16:27] also ich habe auf jeden Fall das Gefühl, dass immer mehr Deutsche herkommen, also gerade Gründer. Wir sind hier mit dem House of AI, also einige munkeln ja auch, dass wir das irgendwann mal umbenennen in House of AI, also H-A-U-S, weil hier so viele Deutsche ständig auflaufen. Habe ich ja gerade erzählt, heute kommt ja auch der German Accelerator mit irgendwie 20 deutschen Founders, die halt herkommen. das ist schon auf jeden Fall, also auf jeden Fall ein Influx, aber es ist nicht so, dass hier nicht schon immer irgendwie viele Deutsche gewesen wären. Ich habe zum Beispiel so eine deutsche Papa-WhatsApp-Gruppe. Ich habe ja zwei kleine Jungs

[00:16:56] und ich habe diese deutsche WhatsApp-Gruppe irgendwann mal gestartet im Kindergarten mit den anderen Dads, das ist ein deutscher Kindergarten und jetzt mittlerweile sind wir 90 deutsche Papas. 90 deutsche Papas, geil. Ja, genau. Dann trefft ihr euch zum Bier trinken und Oktoberfest spielen im Exil. Genau, im House of AI. Die kommen da all jährlich und ich meine, das kommen dann immer so 40, 50 Leute, aber es ist auf jeden Fall eine gute Conversion Rate von der Gruppe und angeblich sind hier ja, ich weiß gar nicht mehr,

[00:17:25] was die Zahl ist, sind irgendwie 20.000 Deutsche in der gesamten Bay Area. Hier leben 10 Millionen Leute insgesamt in der ganzen Bay Area und von den Deutschen über diese Gruppe, also ich bin nicht sehr inklusive da, das kriege ich auch häufig als Feedback, weil A, musst du Kinder haben und B, musst du auch noch ein Mann sein. Das ist also eigentlich... Deutsch, Mann, Kinder, Bier, das war eine spätste Zielgruppe, aber für die ist dann, die fühlen sich da wohl. Ja, man muss doch irgendwann überlegen, wie man das vielleicht ein bisschen ausweiten kann,

[00:17:55] aber man hat halt dann schon auch einfach Themen gemeinsam und das ist schon viel wert und ja, also ich glaube schon, dass viele Leute sich einfach sagen, okay, genau zu den Punkten, die ich gerade gemeint habe, das ist ein cooler Ort und auch mit Trump hin oder her, du kriegst als Gründer ja auch, wenn du vor allen Dingen Geld geraced hast, sehr, sehr einfach ein Visum hier und also ich suche auch gerade Leute aus Deutschland für mich oder für unsere Firma, das wissen auch viele gar nicht, die du rüberholen würdest. Ja, genau, also es gibt, also wir suchen eine Designer, Designerin, Designer

[00:18:25] und es gibt eine Möglichkeit, Leute hier einfach mehr oder weniger von einem Tag vom anderen herzuholen, ohne riesengroßen Visa-Aufwand, das ist so ein J-One-Visum, das ist eigentlich für Au-Pairs gedacht, das gilt dem kulturellen Austausch und wir haben halt relativ viel Business in Deutschland und deswegen brauchen wir halt auch einen deutschen Designer oder Designerin. Und die WhatsApp-Gruppe unterstreicht ja auch deinen kulturellen Auftrag. Und insofern ist das ja echt relativ einfach und kostenlöslich abzubilden und deswegen, ich suche im Moment hier nach Leuten aus Deutschland,

[00:18:55] aber irgendwie, vielleicht weiß ich auch nicht, da sind die Leute dann doch so, jetzt nach San Francisco ziehen, da muss ich aber mal überlegen, das weiß ich nicht. Also da bin ich etwas überrascht, dass es doch schwieriger ist, da überhaupt nur die Motivation mal zu bekommen, überhaupt mal ein Vorstandsgespräch zu suchen. Okay, wir promoten es. Also du suchst UX-Designer wahrscheinlich. Ja, genau. UX-Designer in San Francisco, schreibt Christian, meldet euch bei ihm und er kümmert sich um das Au-Pair-Visum und Aufnahmen in die WhatsApp-Gruppe. Perfekt. Wie erklärst du dir das unterschiedliche Mindset? So ein paar Sachen sind ähnlich.

[00:19:25] Vor Ort hast du gesagt, die Kulti und gute Talente und ich meine, Berlin ist auch so ein Hotspot in Berlin, so da ist viel Talent, da sind Investoren, alles auf einem viel kleineren Niveau. Also mein Eindruck ist immer, Level of Ambition viel höher, Geschwindigkeit ist viel höher im Valley. Wie würdest du die Unterschiede beschreiben vom Mindset her und woher kommen die, was glaubst du? Ja, wahrscheinlich ist es das Wetter und die Sonne, ne? Ja, also ich habe da auch schon viel drüber nachgedacht, weil ich die Frage auch immer wieder bekomme, wenn hier Deutsche herkommen und sagen, warum ist denn das hier alles so positiv?

[00:19:54] Also generell kann man sich, glaube ich, vom Amerikaner allgemein eine Scheibe abschneiden. Also mein Lieblingsbeispiel ist, als ich das erste Mal hergezogen bin, bin ich in den Supermarkt natürlich gegangen, um halt irgendwie erstmal einzukaufen und dann ist halt die Kassiererin oder Kassierer da an der Kasse und die dann so, und was machst du heute noch? Und ich so, hey, creepy Motherfucker, so was willst du wissen, was ich heute noch mache? So willst du bei mir einbrechen? Das war meine deutsche Reaktion damals, ne? Jetzt machst du einen kleinen Klünschlack mit den Leuten, generell irgendwo in der Schlange zu stehen, mit den Leuten irgendwie nur kurz zu reden,

[00:20:24] wo der Deutsche immer sagt, diese Oberflächlichkeit, die regt mich auf. Es ist doch viel netter, einfach sich so auszupauschen, sich in die Augen zu gucken, wie häufig ist es, dass du einfach nur über die Straße läufst und irgendjemand sagt zu dir nur so, Bro, I like your shoes oder irgendwie, keine Ahnung. Was auch immer es ist, diese kleinen Komplimente. Und wenn ich halt in Deutschland in den Supermarkt gehe, da sitzt dann so eine grummelige Person in der Kasse, die dich nicht anguckt und da bin ich jetzt so, warum redest du nicht mit mir? Also genau andersrum sozusagen, weil ich halt wahrscheinlich

[00:20:54] kalifornisiert bin irgendwie dann über den Zeitraum. Ich war bei der Konferenz und da standen wir rum mit einem Mädel, die war local, da haben wir ein bisschen geredet irgendwie, was machst du und so weiter. Und die hat dann das Gespräch auf so eine witzige Weise beendet. Sie meinte, hey, komm, let's walk around and make some friends. Ich dachte, das ist ja interessant. Dann sind wir so rumgelaufen und haben so Friends gemacht. Allein die Übersetzung, komm, wir laufen jetzt mal rum, wir befinden jetzt mal ein paar Freunde, die Deutsche nie auf die Idee kommen. Aber sie meinte, dieses Mingling und Leute ansprechen, also kannst du jeden einfach anlabern.

[00:21:24] Das ist mir positiv aufgefallen. Du wirst auch angelabert, aber natürlich entstehen auch diese Connections und diese Serendipity, die du angesprochen hast. Vielleicht ist da dann auch ein Designer dabei, der bei dir anfangen will oder jemand, der jemanden kennt. Also ich glaube, für mich wirkt es alles more connected. Ja, absolut. Und generell diese Offenheit. Ich meine, ich glaube auch, dass das in Deutschland immer besser wird. Wenn du jetzt nach Berlin oder nach Hamburg gehst in die großen Städte, auch Leute bei LinkedIn einfach anzuschreiben, die meisten antworten ja irgendwie auch, wenn du irgendwie

[00:21:54] einen bisschen interessanten Lebenslauf hast. Aber so viel kann ich ehrlicherweise da sonst gar nicht zu sagen. Also, ja, das Wetter, die Freundlichkeit, die Offenheit der Leute und dann, was ich auch immer sagen muss, es gibt auch wiederum Sachen, die in Deutschland besser funktionieren. Also, diese ganze Mittelstandsgeschichte, ich finde das einfach immer wieder beeindruckend. Ich hatte gestern wieder einen Call mit so einer Firma,

[00:22:21] die irgendwie 100 Jahre alt, in Familienhand, 25.000 Mitarbeiter, die haben ihr Headquarter in Fisbeck. Fisbeck hat irgendwie 2.000 Einwohner, das liegt ja irgendwo zwischen Bremen und Osnabrück, noch nie vom gehört. Und das sind so Firmen, die arbeiten auf einem ganz anderen Level und vielleicht sind sie nicht so schnell, aber sind halt auch total ultra erfolgreich und deswegen nicht alles, also nicht alles in Deutschland ist ja schlecht. Also, 100 Prozent.

[00:22:52] Vor allem in der Mittelstand. Ich komme aus Stuttgart, das ist ja die Landkarte gesprenkelt von all diesen Firmen, die 2 Milliarden Umsatz machen, die du noch nie gehört hast, die irgendein Spezialkabel für irgendwelche Ölbohrer bauen oder whatever und damit erfolgreich sind. Und wie ticken die Leute ansonsten? Was fällt dir auf? So sind die alle so auf Longevity und super healthy und Brian Johnson jünger und neben morgens erst mal 40 Tabletten, so dieses Healthy Mindset, das ist mal so das Klischee von außen immer mitten, wie siehst du das vor Ort? Ja, absolut. Ich geh auch dazu.

[00:23:21] Deswegen siehst du so fresh aus, 7 Uhr morgens und du bist hier schon Wahnsinn. Hast du schon deinen Morgen-Hike gemacht und deinen Bulletproof-Coffee dir eingebaut? Nee, ich habe aber schon einen AG1-Drink hinter mir und nee, ich nehme keine Tabletten und aber AG1 hat es in deine Liste geschafft. Okay, okay. Moment, ich teste das mal. Also, sagen wir mal so, generell gibt es ja einen riesen Hype halt um Longevity, was gar nicht unbedingt heißt, oh, ich will jetzt irgendwie 300 Jahre alt werden, sondern

[00:23:51] ich bin ein großer Fan von Brian Johnson eindlicherweise, der sagt am Ende des Tages, du, jeder Mensch lebt ja eigentlich gerne und prinzipiell ist ja so, morgen möchtest du eigentlich auch noch leben. Also, es ist ja eigentlich, also keiner sagt ja jetzt, oh ja, morgen ist scheiße, also außer Dorscheidung und so, aber eigentlich ist es ja schon schön, dass du morgen auch lebst und wie kannst du dieses Dasein, dass du morgen auch lebst ohne Probleme, ohne Rückenbeschwerden, ohne irgendwelche Krankheiten, wie kannst du das halt möglichst lange weitermachen und deswegen sagt er halt einfach

[00:24:20] das Motto don't die oder do not die und vor allem nicht in den nächsten 10, 20 Jahren. Genau. Wenn ich so hoch ist, dass dann auch nochmal weitere wissenschaftliche und genau, das ist ja genau der Punkt. Wir sind hier genau an so einem Inflection Point, wo du halt ganz viele Krankheiten vielleicht heilen kannst. Mit AI kannst du einfach so viel besser Daten analysieren, Sachen herausfinden und all diese ganzen Krebs und blöden Alzheimer und mein Vater hat Parkinson zum Beispiel, das sind alles so Krankheiten, wo ich stark davon glaube,

[00:24:50] dass im nächsten 20, 30 Jahren ganz viel davon gelöst wird und deshalb, wie kann ich mich jetzt im Prinzip möglichst gesund ernähren, kann darauf aufpassen, dass ich halt möglichst lange in diesem Zustand bleibe und wie gesagt, ich bin jetzt knapp 40 und da kann man halt viele Sachen machen. Was sind deine Top 2, 3? Also ich gehe halt zwei, dreimal die Woche laufen, mache jeden Abend Liegestützen, jeden Tag Klimmzüge, das sind einfach so meine drei Exercise Sachen. Hast du eine App für die Liegestütze? Ja,

[00:25:20] die benutze ich hier von Flo Von Florian Schanter, den haben wir demnächst im Podcast. Ja, ja, kann ich mal sagen. Liegestütze Competition. Lass uns mal als Freunde adden, wir sind noch nicht bei Freunden. Welcher Platz bist du denn gerade? Ich bin, ich habe nur einen Freund und Platz 2. Flo ist immer vor mir. Ich meinte global auf der globalen Das habe ich noch nicht rausgefunden. Na gut, okay, dann gucken wir mal. Also da bin ich auf jeden Fall mit dabei. Ich bin jetzt froh, endlich haben die eine Android-App, die ist zwar relativ buggy gewesen und ich weiß gar nicht, wie viele Nachrichten

[00:25:49] ich Flo gestickt habe. Ich glaube, der hat mich mittlerweile blockiert bei LinkedIn. Ich sehe so richtig es aus, wenn wir in ein paar Wochen sprechen. Ich habe dreimal meinen Streak verloren, weil die irgendwelche Bugs in der App haben. Dann musst du bezahlen, dann kriegst du deinen Streak wieder. Das ist so das Prinzip. Ja, nee, ich bezahle ja schon und dann verlierst du deinen Streak und du denkst so, what? Und dann hast du das Training gemacht. Dann ist der Streak weg. Fuck, das war das Kassel. Und dann hast du die Liegestützung gemacht und dann hat er das nicht gespeichert, weil die App abgeschmiert ist. Und dann kannst du es ja nicht nochmal machen,

[00:26:18] weil du hast ja gerade irgendwie 150 Liegestützung gemacht. Da kannst du ja jetzt nicht einfach nochmal 150 machen. Da habe ich irgendwie mein Handy so vor die Nase. Manchmal kriegt er die Nase und das ist ja wirklich frustrierend. Dann gehst du runter und machst wirklich die Liegestütze in der Track. Dann kommt die Nase irgendwie nicht in die Kamera. Also auf jeden Fall noch ein bisschen Verbesserungsproblem. Aber ich sehe, du machst Sport, machst du AG1, bist du drauf. Genau und ansonsten, also zum Beispiel, was ja auch witzig ist, du darfst ja hier gar nicht mehr erzählen, dass du auch Alkohol trinkst. Das hat sich wirklich im letzten Jahr, also ich möchte nicht wissen,

[00:26:48] was die Absatzzahlen von Alkoholanbietern in San Francisco sind. Das ist schon echt krass. Also ich gehöre nicht dazu, ich trinke trotzdem gerne nochmal ein Bier. Ich sage immer, alles in Maßen auch. Brian Johnson, wenn du dessen Diät anguckst, wie viele Kilo, Gemüse, der am Tag isst und kein Zucker und so. Ich meine, da ist viel Wahres dran, aber man kann es auch übertreiben. Aber mit dem Alkohol, das ist schon ganz interessant, wie viele Leute davon wirklich komplett Abstand genommen haben und was dann wiederum auch für einen krassen Trend gibt an alkoholfreien Bieren

[00:27:17] und alkoholfreiem Whisky. Oh, da musst du gleich mal erzählen. Das ist interessant auch für deutsche Geschäftsmodelle und was sind da so spannende Trends. Aber ich glaube, so alkoholfreie Drinks generell ist ein super spannendes Thema gerade. Ja, ja, ja. Aber sonst, ich versuche einfach, mich gesund zu ernähren. Ich habe halt prinzipiell einen guten Metabolism, sagt man, glaube ich. Also, dass ich halt einfach generell mehr verbrenne, als ich verbrauche, glaube ich, automatisch. Da kann ich meinen Eltern und meiner Genetik sozusagen danken. Ja, aber ich glaube,

[00:27:46] hier passen schon alle sehr darauf auf. Einfach, du lebst halt auch am Ort, wo du so geil Sport machen kannst. Ich habe, Alter, morgen habe ich immer so eine Lauftruppe mit anderen deutschen Poppers wieder rum von der deutschen Schule. Die sind alle irgendwie über 40 und ich bin ja der Langsamste. Der eine trainiert gerade wieder für den Marathon. Seine Bestzeit war irgendwie 2,38 Mal vor ein paar Jahren in Boston. Das ist halt einfach out of a different world. Und ja, also es sind hier schon sehr viele fitte Menschen. Die Rennrad- und Mountainbike-Metropole

[00:28:16] der Welt wahrscheinlich. Ach, das wusste ich gar nicht. Wow, okay. Ja, Mountainbiken wurde ja hier nördlich von San Francisco angeblich erfunden. Wirklich? Okay. Ja, ja. Also das ist schon einfach, also die Leute verbringen viel Zeit. Es ist doch eine lustige Geschichte, als Piloton gegründet wurde, haben die doch kein Investment bekommen, weil die ganzen VCs alle gesagt haben, hä, ich setze mich doch nicht auf so ein blödes Indoor-Fahrrad. Ich gehe hier rennen. Wir gehen doch nicht raus. Wir gehen doch nicht rein. Wir sind doch alle draußen. Genau, genau, genau. Und das waren aber alles die West Coast VCs, die East Coast VCs und New York.

[00:28:45] Die haben sofort verstanden. Wir haben doch auch mehr gegeben. Ja, genau, ja. Ach, was krass. Lass mal über LearnX bei Sie sprechen. Was ist der Elevator Pitch deiner Company? Ja, wir finden im Prinzip neu, wie Wissen innerhalb von Firmen weitergegeben wird, verarbeitet wird. Und der erste Schritt ist halt, dass unsere AI-gestützte Lernplattform, die sich so anfühlt, eben wie Duolingo, kennst du vielleicht, oder Bubble, also so Sprach-Apps. Aber du lernst halt keine Sprachen, sondern du lernst halt, wie dein Job funktioniert,

[00:29:15] welche Regularien du befolgen musst oder wie halt die Strategie von deiner Firma eigentlich ist. Und das Ganze ist eben mobil, also die Lernerfahrung ist mobil. Wir haben auch eine Desktop-Version, aber hauptsächlich mobil. Und das Ganze ist halt super stark gamified und plötzlich macht halt Lernen im Job Spaß. Und das gab es halt vorher noch nicht so. Also die alten Lernplattformen, die sind ja so ein bisschen langweilig alle. Ich habe neulich wieder so ein Compliance-Training gemacht, oder so regulatorisch für den Fonds. Da musst du so bestimmte so Geldwäsche-Sachen und so weiter. Das ist eine furchtbare Experience. Da klickst du durch so eine

[00:29:45] 90s-Software durch, und hast so Videos und Multiple-Choice-Fragen danach. Also das ist alles so wie so ein Antrag bei der Agentur für Arbeit zu stellen, so hat sich das angefühlt. Genau, genau. Das haben wir gesehen und die Zahlen geben uns jetzt recht. Wir sind jetzt mit dem eigentlichen Produkt eigentlich erst im Herbst jetzt gelauncht, im Oktober und einer unserer Most Active Clients ist das allerdings auch. Die haben so 100 Mitarbeiter im Moment im Produkt und da haben die Mitarbeiter im Schnitt 30 Kurse jetzt nur im Januar gemacht. Im Schnitt 30 Kurse im Januar. Was lernen die da so?

[00:30:14] Ja, das freut mich auch. Also, ist natürlich viel eben erstmal so Onboarding-Geschichten, die wachsen gerade stark, ganzen AI-Sachen, also alle möglichen Kurse, die halt einfach so vorgegeben werden, aber das Ganze ist halt so gamified, dass die Leute auch einfach Fragen stellen können. Die können halt sich über alles, die können sich informieren über, was ich habe einen Kunden, also mache ich jetzt auch immer, wenn ich einen neuen Kunden treffe, dann packe ich halt ein, was ist die Historie der EW-Group, zum Beispiel dieser Mittelständler, mit dem ich gerade gesprochen habe. Habe ich ja keine Ahnung, dass die irgendwie geflügelt

[00:30:44] und haben die irgendwie in Blaubeeren investiert und sonst was und dann kann ich halt mich einfach auf den Terminkurs vorbereiten und jetzt eine große Recherche zu machen, klar kann ich das auch mit Perplexity machen und mit Chat-GPT und so weiter, aber es macht halt mehr Bock und wenn ich dann noch Punkte bekomme und mein Streak geht nach oben und am Ende des Monats gewinne ich irgendwie 50 Dollar einen Amazon-Gutschein, weil das halt das Incentive ist, wer am meisten lernt, dann kannst du die Leute halt dazu bringen, halt Sachen in so einer App halt zu machen und wir haben keinen Zugriff auf den Content von unseren Kunden. Ihr seht das selber gar nicht. Machen die Kunden,

[00:31:14] die legen alles an, ihr habt Templates oder ihr habt Vorlagen, denen die arbeiten können. Ja, also noch nicht mal das, also du kriegst praktisch die Technologie und dann kann halt der Lernmanager sagen, okay, ich erstelle jetzt, also ich connecte mein Knowledge, also du hast halt, sag mal, irgendwie das Mitarbeiterhandbuch oder das Onboarding-Powerpoint und so weiter. Genau, oder ich habe ja mein Lieblingsbeispiel, wir haben gerade eine Bank gescheitert, die haben dann so Beispiele und haben uns immer gesagt, wie sie lernen, das Sanktionsdurchsetzungsgesetz 2. Okay. Das müssen wir jetzt unseren Mitarbeitern beibringen. Was haben die in der Vergangenheit gemacht? Die haben das PDF genommen

[00:31:43] und haben das PDF von der Regierung mit ihrem Header draufgepackt. Einmal E-Mail-Verteiler. Genau, hat natürlich keiner geöffnet, gelesen, verstanden, angewandt sowieso nicht und jetzt lädst du halt dieses Dokument von der Regierung, was echt sowas von trocken ist, bei uns sind unser Tool und dann sagst du halt einfach, bitte einmal zusammenfassen und dann kannst du es noch editieren und gucken, ob alles so ist, wie du es möchtest und dann kannst du die Quizfragen noch anpassen oder noch ein Video dazu laden, wenn du noch eins hast und dann hast du halt innerhalb von Sekunden

[00:32:13] praktisch schon einen Kurs erstellt und den kannst du dann an deine Mitarbeiter halt rauspushen und das sind so die Sachen. Aber eindlicherweise wissen wir auch immer noch nicht so ganz genau, wo das Produkt am besten funktioniert. Also wir sind im Oktober gestartet, so wie wir jetzt halt aufgestellt sind mit dem Produkt, wir haben jetzt 17 Kunden gerade, also es ist immer noch super early, aber man hat so das Gefühl, jetzt geht es so langsam los. Also wir sind jetzt gerade auch an so einem Inflection Point, wo... Wie seid ihr da hingekommen? Ihr seid ja gestartet, muss dazu sagen, wir sind ja bei euch investiert. Ich habe Microfund, W3 Fund heißt der,

[00:32:42] der primär in Blockchain-Applications investiert. Ihr hattet auch mal ein Blockchain-Angle, mittlerweile ist es viel stärker der AI-Case geworden, was uns ja auch freut, wir investieren ja nicht primär in Geschäftsmodelle, sondern in Teams, also es ändern sich ja auch Sachen auf dem Weg. Was war so die Historie der Änderungen? Was waren so... Ich würde jetzt nicht das Wort Pivot verwenden, aber wie habt ihr euch quasi anhand des Feedbacks weiterentwickelt zu dem, wo ihr heute seid? Genau, also es sind im Prinzip so Mini-Pivots gewesen. Also die Geschichte war die, dass ich bei LinkedIn noch gearbeitet habe und einer meiner besten Kumpels hier

[00:33:11] hat gesagt, Christian, du musst jetzt mal Unternehmer werden und das war genau zu dem gleichen Zeitpunkt, als ich diesen Podcast damals gemacht hatte und ihm dieser Gedanke bei mir im Kopf auch wieder aufkam. Der meinte, ich gebe dir 100.000 Dollar, wenn du einfach nur mal überlegst, was zu machen. Das ist ja ein netter Typ. Wer ist das? Von dir auch. Das ist der René Reinsberg, der Gründer von Cello. Ah ja, hast du gesagt. Okay. Genau. Und der René und sein Co-Founder Marek, die halt dann gesagt haben, hier, nacht doch mal und kannst du nicht einfach,

[00:33:41] ja, einfach mal, du stellst mal einen Designer an und einen Entwickler und kannst mal ein bisschen rumprobieren und da habe ich so gesagt, wir sind gerade mit dem zweiten Kind schwanger, das ist jetzt irgendwie total das schlechte Timing und dann hat er gesagt, sprich mal mit meiner Investmentfrau, mit der Maria und dann habe ich den Call gemacht und hat die Maria gesagt, Christian, warum willst du denn Director of Product sein, wenn du CEO von deiner eigenen Firma sein kannst? CEO of your life sein kannst. Genau. Das ist spannend, wenn ich reingrätsche, aber dieses Meta-Learning ist für mich, was du vorhin angesprochen hast, Serendipity of Silicon Valley, also wenn du jetzt in Fulda

[00:34:10] irgendwie angestellt bist, bei irgendwie wie auch immer, da kommt wahrscheinlich kein Typ um die Ecke, der dir sagt, ey, pass mal auf, wir sind 100k und mach doch mal und so, also das ist ja schon ein Phänomen des Ortes, an dem du bist. Es ist wirklich ein Phänomen und ich muss nochmal sagen, wenn ich irgendwann mal VC werde, dann mache ich genau das, dann gehe ich irgendwie in die Firmen, die große, wo gute Leute sitzen, die alle viel zu comfortable sind und sagen, ich gebe dir 100.000 Dollar, du musst auch gar nicht kündigen, kannst du nur mal so ein Side-Project machen, weil dann fangen die Leute nämlich an. Das heißt nicht, dass alle Leute aus guten großen Firmen auch gute Leute sind,

[00:34:40] da sind ja auch viele so, so mitsurfen, nicht ohne Grund, konnte Elon Musk irgendwie 80% von Twitter entlassen und von Facebook funktioniert immer noch, aber ja, das war dann der ursprüngliche Punkt, dass wir gesagt haben, wir machen was und dadurch, dass halt die beiden eben ja in der Kryptobranche halt sehr stark sind, haben wir dann erstmal uns damit befasst und ich weiß auch noch, ich hatte mal so einen Lunch mit Reid Hoffman gemacht, da hatte ich gewonnen. Wie gesagt hast du? Hattest du gewonnen? Ja, genau. Wie war das bei der Tombola oder was? Ja, nee, nee, nee,

[00:35:09] das hat auch ein bisschen was zu tun. Ich war ja bei LinkedIn Produktmanager und da gab es dann so ein Product Offsite und dann gab es da halt einen Wettbewerb und wenn es so Wettbewerbe gibt, dann bin ich immer ganz vorne mit dabei und naja, da habe ich halt gewonnen, also so ein Team von vier und dann haben wir mit dem Lunch gehabt und dann haben wir den gefragt, was so seine interessantesten Modelle sind, in die er gerade investiert und was er anspannendsten findet. Der hat ja gerade in so eine Firma investiert aus San Francisco, die machen so Blockchain und Sablecoins und so und dann habe ich gerade gesagt, ist das Cello? Ja genau,

[00:35:38] an Cello habe ich gerade investiert. Wusste ich natürlich schon, dass er da investiert ist vorher. Aber da habe ich gesagt, krass, dass der so als das interessanteste Thema überhaupt, also wo wir merken, das war 2000, wahrscheinlich so, 19, 20, 20, 19, 19, Ende so, also vor der Pandemie. Hochzeit der Kryptowährung, 21 war das absoluter Hoch, ja, aber davor ist ja alles schon. Genau und naja, und dadurch, dass dann so viele smarte Menschen,

[00:36:08] die ich kannte, halt zu dem Zeitpunkt gesagt haben, boah, Cello und Blockchain, da habe ich, und ich habe mich damit auch schon einmal mit befasst und auch, wir haben mal mit OMR damals mal 2010 oder so die ersten Bitcoins gekauft, also ich habe auch mich immer damit auseinandergesetzt, aber dann sind wir da reingegangen und ich bin ja ein Lehrerkind, meine Großeltern waren schon Lehrer und mein Co-Founder, den ich dann gefragt habe, hey, willst du das mit mir machen, der ist auch Lehrerkind, haben wir gesagt, irgendwas mit Education prinzipiell macht uns halt Spaß. OMR ist ja eigentlich auch aus Seminaren entstanden, wo wir Leute halt irgendwie

[00:36:37] auch in einem Marketing beigebracht haben, also am Ende ist es auch eine Art von Education Company und ja, und dann haben wir angefangen, halt so eine Lernplattform für Krypto zu bauen und haben dann aber relativ schnell gemerkt, aus verschiedenen Gründen, dass das nicht der Markt ist, wo wir sein wollen, also auch wenn es da viele coole Bilder gibt und viele, also wirklich viele gute Unternehmer, die User auf der anderen Seite haben uns einfach nicht gefallen, ne, also dieser ganze Scam, das hat sich auch schnell so auf uns ausgewirkt und wir haben dann echt

[00:37:07] einfach zu schnell nur noch Scam Prevention Tools gebaut, weil irgendwelche Leute Bots genutzt haben, irgendwelche Tricks zu farmen oder whatever. Genau, und dann haben wir halt gesagt, nee, das ist eigentlich nicht der Markt, wo wir sein wollen, es gab trotzdem User, die gesagt haben, das Produkt ist total cool, können wir auch was anderes lernen und dann haben wir angefangen, eigene Kurse zu schreiben über irgendwie so Zukunftsdigitalthemen und dann haben wir gedacht, das ist ja total kacke, jetzt hier irgendwie jede Woche irgendwelche Kurse zu schreiben, wie sollen wir das denn machen und das war noch so, das war, bevor JetGPT

[00:37:38] gerade rauskam, haben wir damit angefangen, mit AI zu experimentieren, ob man nicht irgendwie den Content so vorgenerieren kann, dass dann der Content Writer nur noch so ein paar Edits machen muss, dass man halt statt zwei Kurse in die Woche irgendwie zehn Kurse die machen. Habt ihr mit GPT-3 und so weiter schon experimentiert vor diesem JetGPT-Moment? Genau, genau, das war so im Oktober, was war das denn, 22, ne? Oder das, Naja, Oktober, November 22, das war JetGPT. Genau, im November kam was raus

[00:38:07] und wir haben im Oktober genau da angefangen, uns damit zu befassen, das war super Timing, also da auch wieder, du sitzt halt in so einem Space, wir waren in diesem Coworking-Space und da gab es halt einfach super viele smarte Leute und OpenAI war witzigerweise unser Nachbar, also wir haben mich aus dem Fenster gedruckt und da war das OpenAI Headquarter. Und da war nachts auch noch das Licht an? Ja, gar nicht unbedingt, aber trotzdem dadurch, du hast diese Nähe und dann hat man sich mal mit denen getroffen, da kannte die noch keiner, und dann ist ja rübergekommen und dann haben wir irgendwie Liegeschützen zusammen gemacht und so,

[00:38:38] auch geil. Naja, auf jeden Fall haben wir dann diese Plattform dann gebaut und dann war das so fertig, irgendwie haben wir, das erste Thema war dann Chinese New Year und das war witzigerweise genau im Januar dann, als das so fertig war, so dass wir gesagt haben, jetzt ist es fertig, haben wir es eingegeben und dann kam der Kurs da raus und der war so gut, dass wir gesagt haben, Moment mal, das ist ja gar kein Tool, das ist ja das Produkt, wie geil ist das denn, wenn jeder einfach eine Frage stellen kann, dann kriegt der einen Nernkurs dazu. Und die Frage war, ich will lernen

[00:39:08] Chinese New Year, was hat es damit auf sich? Genau. Und dann kommt der ganze Kurs automatisch raus. Genau, dann kam der ganze Kurs mit Bildern und allem Pipapo und dann haben wir halt das Produkt gelauncht als Learn XYZ, ursprünglich dann als Consumer App und dann haben wir echt so einen Aufschwung gehabt und das war glaube ich auch in der Phase, wo ihr dann investiert habt, Genau, haben wir dann immer noch gedacht, ah, vielleicht machen wir irgendwann auch nochmal einen Token, so einen Lerntoken, wo man dann irgendwie so, wie so diese Step-in-App oder sowas, wo du so durch ein Laptop mit Token dann irgendwie krass wachsen kannst.

[00:39:37] Das war so ein bisschen am Anfang noch unser Gedanke, aber das haben wir dann auch irgendwann nach hinten geschoben, weil wir einfach gesehen haben, dass wir auch ohne Krypto halt krass gewachsen sind und wir sind dann so auf 100.000 User innerhalb von ein paar Wochen irgendwie gegangen. Wo kamen die alle her? Was waren da die Marketing-Channels? Das weiß ich bis heute auch nicht so richtig. Also da ist viel über Word of Mouth natürlich passiert, viel über Interviews und Podcasts, die ich halt irgendwo gegeben habe. Wir haben relativ viel Medien-Coverage gekriegt tatsächlich und dann gab es eine Reportage im Weltspiegel in Deutschland über uns

[00:40:07] und irgendwie eine Weichhandelsblatt Wirtschaftswoche, TechCrunch, überall haben sie halt über uns. Wie hast du dieses PR-Game so gespielt? War das alles organisch? Weil ich bin ein bisschen so ein erfahrener Typ und connect das gut mit den Leuten. Wie hast du das geschafft? Ich habe einfach die Leute gefragt. Okay. Also, ich meine, ja, am Ende ist es genau so ein Hustle. Wie rast man Geld? Das ist ja alles immer das Gleiche. Wie finde ich Kunden? Du haust halt die Leute an, du suchst nach Intros, du versuchst das zu orchestrieren,

[00:40:37] dass mehrere Leute am gleichen Tag dieser Person schreiben und sagen, hey, du musst mal mit Christian reden. Ob du jetzt VC bist oder Journalist oder Talent, egal was es ist, wenn fünf Leute dir an einem Tag schreiben, also das ist so ein Hack, den ich immer mache, wenn fünf Leute dir an einem Tag schreiben, hey, du sollst dich mal mit Christian treffen. Dann denkst du so, what the fuck, was denn für ein Zufall? Natürlich ist das orchestriert, aber diesen Hustle zu gehen, da kriegst du halt einen Termin mit dem Papst so ungefähr, also mit dem Papst vielleicht nicht, aber du kannst wirklich eigentlich fast mit jedem

[00:41:06] einen Termin bekommen, wenn du das schaffst, dass die Leute so an einem Tag krass penetriert werden. Und so habe ich das eigentlich immer mit allem gemacht gemacht und das hat ganz gut funktioniert. Ich weiß auch nicht, dann ist es auch so ein bisschen so, über die Jahre hat man ja auch sich so Beziehungen aufgebaut. Also zum Beispiel der Wirtschaftswoche-Journalist, den hatte ich mal im Podcast und dann habe ich dem halt geschrieben, da muss ich ja jetzt kein nächstes orchestrieren, ob wir nicht mal eine Story machen können zu unserem Launch und dann ist es vielleicht auch so ein bisschen so ein Give and Take. Der eine hat mal über den einen berichtigt, der andere mal über den anderen.

[00:41:37] Also du sagst das so easy, ich habe den geschrieben, okay, aber ich höre raus, da sind da auch nochmal ein paar Jahre Vorarbeit in diese Beziehungen, Leute kennenzulernen, da zu sein. Du bist ja auch ein Typ, du hast die WhatsApp-Gruppe gestartet, du hast das House of AI gebaut, du lädst die Leute in deinen Podcast, also du arbeitest ja auch darin, Leute kennenzulernen. Du erhöhst ja die Haftungsfläche für Glück und für Serendipity, sag ich mal. Muss ich ganz kurz eine Sache sagen, mein erster Job nach der Uni, da war ich Assistent der Geschäftsführung von so einem Medienhaus in Düsseldorf

[00:42:07] und da hat der Geschäftsredakteur zu mir gesagt, im Onboarding, Christian, ich gebe dir einen Tipp, jeden Menschen, den du jemals kennenlernst, pack den in einen Rolodex. Da sieht man, wie alt wir sind. Hast du gefragt, was ist denn eine Rolodex? Nein, damals war es ja klar, da wusste man das ja, dass man halt so ein Rolodex hat. Also für die, die jetzt hier immer sind in den Zuhören, da hat man so die Visitenkarten reingesteckt und dann war das so drehend auf dem Tisch, da standen halt alle Visitenkarten. Und das habe ich im Prinzip, genau, das habe ich halt im Prinzip bis heute mache ich das immer noch. Jeden, den ich treffe, bei LinkedIn hinzufügen

[00:42:37] und den schreibe ich auch immer direkt in eine Nachricht, um dann auch zu wissen, woher ich den nochmal kenne. Also nicht einfach nur auf Connect drücken, sondern immer so, ich sage immer, a message is a date, a connection is the marriage. Also dass man den das mal macht. Nein, das ist in meinem Kopf. Also es gibt ja Leute, die machen einfach so Spam-Läuche. Connect ist ja schon, du hast dich schon irgendwie getroffen, schreib doch erstmal vielleicht mit den Leuten irgendwie, aber generell schreibe ich den Leuten

[00:43:06] immer eine Nachricht und dann später nochmal den Kontext zu haben. Und das hilft ja auch, wenn du die Jahre später nochmal anschreibst. Also ich mache das auch und sage, hey cool, dass wir uns getroffen haben hier beim, weiß ich nicht, Daddy Run am Freitagvormittag, krasser Pace. Und die Nachricht, die steht dann erstmal drin und wenn du in zwei Jahren, wenn die Person vielleicht die Rolle dreimal gewechselt hat, in einem anderen Kontext ist, die schreibst, dann weißt du dir noch, woher ihr euch kennt. Genau. Oder halt zehn Jahre später, also auch so Leute aus deinem Studium irgendwie, heute sind die alle noch keine krassen Typen vielleicht, aber in zehn Jahren

[00:43:36] arbeitet die eine halt irgendwie bei, das ist ich, bei Google und die nächste arbeitet bei irgendwie See und der nächste ist irgendwie sonst wo und da ist es halt deswegen so wichtig, dass man sich verknüpft, um diese Verbindung wieder aufzunehmen. Und da habe ich einfach Glück gehabt, wahrscheinlich, das ist ja wie immer im Leben, es gibt so ein paar Key Momente, wo dir irgendeiner einen sinnvollen Hinweis gibt und wenn du das dann machst, dann merkst du halt plötzlich irgendwie 15 Jahre später, boah, das war richtig geil. Da gibt es auch diese schöne Rede von Steve Jobs, irgendwie so connecting the dots,

[00:44:06] wo halt so die bestimmten Punkte in deiner Vergangenheit In der Rückschau, genau. Ja, in der Rückschau macht das halt total Sinn und so, aber deswegen muss man halt einfach sich in das Wagnis stürzen sozusagen. Voll. Und auch so ein bisschen so Netzwerk ist so klar, wen du kennst, aber vor allem auch, wer dich kennt. Ich meine auch mal andersrum, so dass Leute sich dann irgendwann bei dir melden und sagen, hey, pass mal auf, du bist doch derjenige, du machst doch dieses House of AI, wie ist das? Also kann ich mal vorbeikommen mit meiner German Accelerator Gruppe? So,

[00:44:36] noch ganz kurz abzuschließen, vielleicht nur, weil du nach Pivots gefragt hast. Also wir haben ja diese Consumer App gebaut, die ging dann mega ab und dann ist die total eingebrochen. Also wirklich so out of nowhere. Nach so einem Hype-Effekt, nach so einem Hype-Effekt. Genau, das war über Weihnachten vor anderthalb Jahren. Also jetzt nicht dieses Weihnachten, sondern das Jahr davor. Vor Weihnachten war so unser absoluter Höhepunkt und dann kam Weihnachten und wir haben gedacht, so jetzt geht jeder nach Hause und erzählt allen seinen Freunden von dieser coolen neuen Lern-App und im Januar wird es so richtig abgehen, aber was passiert im Januar? Die Leute gehen ins Fitnessstudio,

[00:45:06] die Leute buchen ihren Urlaub, die haben von ihren Eltern gehört, du bist ja immer noch Single, also sind sie auf den Dating-Plattformen. Also man macht dann irgendwie was anderes und wir sind eingestürzt und dann fing es halt an, dass ich immer wieder Unternehmen bei uns gemeldet habe und gesagt, ey, wir lieben die Plattform, so können wir das nicht als Corporate-Version haben. Dann haben wir das erst weggepusht, weil wir gesagt haben, nein, wir bauen ein Consumer-Produkt und wir müssen das erst auf die Reihe kriegen, dann vielleicht irgendwann mal und dann war dieser Druck aber so hoch, dass wir irgendwann gesagt haben, okay, weißt du was, das ist eigentlich viel sinnvoller, weil da haben wir einen harten Use-Case,

[00:45:35] den wir lösen und da ist eine Zahlungsbereitschaft und dann haben wir halt im Frühjahr, so April, Mai letzten Jahres angefangen halt mit dem B2B-Produkt, weil da gehört ja schon viel dazu, das musst du dann alles sicher machen, da musst du irgendwie eine Test-Projekt über den Bank, User-Management und Payment und was weiß ich und das haben wir dann halt gebaut und wie gesagt, am Oktober dann die erste Version davon rausgebracht. Und sag mal, das sind ja zum einen Kunden, das sind ja aber auch Design-Partner, so schreibst du über die und viel zu verraten, deine Investor-Updates,

[00:46:05] da redest du von Design-Partnern, nicht Kunden. Was ist ein Design-Partner und wie arbeitet ihr mit denen, was ist der Unterschied zu einem klassischen Kunde? Genau, also wir haben dann das Produkt im Oktober gelauncht und während dieser Phase des Bounds hatten wir so zwei riesengroße Deals die ganze Zeit, die wir so gechased haben. Es war einmal eine riesengroße Unternehmensberatung mit mehreren hunderttausend Mitarbeitern und dann einmal eine sehr, sehr große Suchmaschine und beide haben uns so total gepusht und immer so, ja, das ist the missing piece

[00:46:33] und dann gehst du mit den Golf spielen und dann gehst du mit den Essen und ich weiß nicht, wie viele Termine ich bei beiden von diesen Firmen hatten und dann die große Unternehmensberatung, die wirklich der größte Fisch war, die gesagt haben so, this is the missing piece in our learning offering, da hat dann plötzlich von einem Tag auf den anderen im August oder September der Champion retired. Der war da seit 30 Jahren das höchste Tier und der hat das so vorangetrieben und wir haben uns voll darauf verlassen, das ist halt wegen dem halt alles klappt. Schade, das war der weg. Champion heißt der, der euch durchbringen sollte. Genau, der war halt da,

[00:47:02] der wollte das unbedingt haben. Wir haben sich jeden Tag mit dem getroffen, über Wochen, also jeden dritten Tag irgendwie und ja und dann standen wir halt irgendwie im Oktober da und hatten plötzlich keinen einzigen Kunden und bei der Suchmaschine war das genau das Gleiche, da war auch der Typ, der groß meinte, er wäre der große Einkäufer für AI-Tools in der Sales-Organisation und am Ende war der halt anscheinend dann nicht der große und coole Macker, sondern hatte halt keine Entscheidungsgewalt. Das unterschätzen auch viele bei Enterprise Sales, also bei Consumer Apps, die Leute entscheiden selber Small Business Sales, meistens hast du den Chefapparat, der entscheidet auch selber Enterprise Sales,

[00:47:32] hast du genau das, Stakeholder Management, wer trifft die Entscheidung, hat der Budget oder nicht, wir müssen sich da durchfläsen. Und ich weiß noch, wie viele Leute mir immer gesagt haben, Christian, mach das nicht, das klingt alles super, aber da werdet ihr euch so die Finger verbrennen und ich immer so, nein, wir haben, das ist ganz klar, es wird passieren und wenn wir nur einen von den beiden close sind, dann sind wir eine profitable Company und dann machen wir das so. Also ist auch shiny, also shiny Ziel. Ja, genau. Und naja, dann haben wir ein Offsite gemacht, mein Co-Founder A und ich und haben halt so gedacht, okay, fuck, wir haben jetzt irgendwie

[00:48:02] keine Kunden und wir haben hier ein Team und was machen wir jetzt überhaupt? Und dann haben wir gesagt, okay, wir müssen uns jetzt irgendwie Kunden suchen, die halt richtig eng mit uns zusammenarbeiten, um das Produkt halt richtig klar zu positionieren und wir sprechen halt, das machen die alle so, wir sprechen halt da nicht von Kunden, sondern von Designpartnern, die halt alle sagen, okay, wir werden jetzt Kunde für drei Monate, aber wir sind mehr als nur, ich kaufe das Produkt, sondern wir machen mit jedem von dem eine Slack-Gruppe auch

[00:48:31] oder eine Teams-Chat oder eine WhatsApp-Gruppe, je nachdem, was sie halt so als Kommunikationskanal bevorzugen. Wir haben jede zwei Wochen einen Callen mit denen, wir sind mehr oder weniger täglich mit denen im Austausch, um halt zu lernen, wie nutzen die das Produkt überhaupt? Weil so eine AI-Solution ist ja immer sehr, die kann immer so ein bisschen alles, also gerade so in dem Learning, du kannst halt über Sanktionsdurchsetzungsgesetz 2 lernen oder du kannst halt irgendwie lernen, warum, genau, Chinese New Year, so breit ist halt die Range und das heißt, wo fokussieren wir uns?

[00:49:01] Und das ist ehrlicherweise auch ein Problem, was wir haben. Wir haben jetzt irgendwie eine Bank, eine Bauunternehmen, Unternehmensberatung, also so alle möglichen Arten von Firmen und da jetzt herauszufinden, was ist die beste oder was ist das beste Vertical, wo wir uns dann darauf stürzen, um dann auch Marketing in den Bereich zu machen, auf die Konferenzen zu gehen, wo diese Leute sich aufhalten. Wer ist überhaupt der Bayer, ist es der CEO von einer etwas kleineren Firma, der halt die Entscheidung direkt machen kann und das ist dann doch irgendwie das größte Unternehmen und deswegen haben wir halt gesagt,

[00:49:30] das müssen Designpartner sein, die halt unser Ideal Customer Profile passen. Wir haben dann so verschiedene ICPs, sagt man ja dann, definiert und in dem Bereich haben wir dann halt Leute gesucht und dann haben wir gesagt, wenn wir im November nicht mindestens 10 Kunden finden, dann müssen wir uns irgendwas ausüberlegen, dann geht es so nicht weiter. Ja, habe ich ja vorhin schon gesagt, wir haben jetzt 17 Kunden, also es hat auf jeden Fall funktioniert, da waren wir auch sehr, sehr froh, dass wir da echt, selbst im November, dann, also am 30. November

[00:50:00] habe ich den 10. Deal unterschrieben, da war ich auch sehr, so ist es so, irgendwie schafft. Die zahlen aber schon, also ein Designpartner heißt das nicht, was alles für free, sondern bloß von denen lernen, klar, aber die zahlen schon Geld. Genau, die zahlen 500 Dollar im Monat, also es ist auch, sagen wir mal, AAA sozusagen jetzt, der da jetzt reinkommt und also jetzt, die ersten haben nur einfach 500 Dollar bezahlt, aber jetzt, die alle, nach den ersten 10, die zahlen jetzt einfach monatlich und nach drei Monaten muss man sich halt dann in die Augen gucken und sagen, okay, jetzt wollt ihr,

[00:50:30] habt ihr aber jetzt irgendwie 1000 Mitarbeiter, was ist denn dann der Preis? Deswegen jetzt, diese drei Monate gerade, also Januar 4 pro März sind für uns schon sehr, sehr entscheidend, sag ich mal, um dann halt zu gucken, wie, wie convertet das halt wirklich in richtigen Umsatz, Umsatz, ne? Und erzähl mal, was für Kunden sind das perfekt, was für Designpartner passen genau in dieses ICP, in dieses Ideal Customer Profile? Wer soll sich bei euch melden, der hier zuhört? Ja, also, das gilt jetzt immer noch ein bisschen herauszufinden, aber am Ende, jede Firma,

[00:51:00] die irgendwie schon mal über Learning nachgedacht hat, Die irgendwelches Wissen verbreiten möchte, deswegen, das ist ja schon mal relativ breit. Wir haben ja gesagt, Firmen, also die verschiedenen ICPs, die wir definiert haben, Firmen mit einem großen Frontline-Anteil, also selbst der Bank hat halt einen großen Frontline-Anteil, Leute, die in den Filialen stehen. Genau, die haben dann gar nicht unbedingt einen Desktop-Arbeitsplatz, sondern stehen irgendwo am Counter. Ich habe immer so ein Lieblingsbeispiel, obwohl ich bis heute nicht mit denen gesprochen habe, aber es gibt so eine Schuhladenkette in Deutschland, die haben irgendwie mehrere hundert Filialen

[00:51:30] und der CEO, der war mein Mitbewohner in der Uni, also wir haben in einer Wohnung gewohnt. What? Und mit dem hast du gehört? Wieso hast du nicht mit dem geredet? Ja, ich versuche den zu erreichen, aber der ist so busy, dass der irgendwie, er hat mich ja angerufen, dann konnte ich gerade nicht mit den Kindern, also das nicht. Okay, aber da bist du. Dennis, Dennis, wenn du hier zuhörst, oder jeder andere, der Schuhe verkauft, der Schuhverkäufer zieht. Das ist mein Lieblingsbeispiel eigentlich, oder wie ich das eigentlich aus, wie ich mir das so envische.

[00:51:59] Also da ist der Schuhverkäufer heute, da gehst du in den Laden rein und dann fragst du dir, was ist denn der neuste On-Schuh? Dann wird der dir das wahrscheinlich nicht sagen, sondern der wird so, ja, wir haben hier so die Wand, da sind die On-Schuhe. Aber wenn der Mitarbeiter oder die Mitarbeiter morgens halt irgendwie so einen Zwei-Minuten-Kurs mal kurz machen kann und das ist the deal of the day oder so. 169 Euro hier, On-Cloud-Monster 2.0, so heißen die. Wir haben neuliche Folge über On-Running gemacht. Kann ich dir sagen, das faszinierende Firma. Ich bin ja gut. Ich bin rot noch kein. Genau.

[00:52:28] So, und dann gehst du halt in diesen Laden, hast ihn dann gekauft und dann sagst du, boah, das war eine super Beratung. Dann gehe ich ja wieder hin. Und ich glaube halt, dass man das als schönen Use-Case, wo auch wirklich durch das Learning dann besserer Umsatz, das ist natürlich ein bisschen langfristig gerechnet, aber das ist so ein Use-Case. Dann haben wir halt gesagt, alles was so Sales-Teams sind, also so Sales-Enablement, wenn du halt eine große Sales-Agrasier, Organisation hast, weil die haben ja auch immer wieder, dass sich auf Kundentermine vorbereiten

[00:52:58] oder du hast Produktänderungen, die kommen, dass du das halt irgendwie transportierst. Und, ja, das sind so eigentlich so die Hauptbereiche, sag ich mal. Aber wir, ja, wir wissen, wie gesagt, immer noch nicht so ganz genau, wo es am besten passt. Und ach so, das letzte ist halt alles rund um Education. Sie haben zum Beispiel eine, so eine große Weiterbildungsplattform als Gründe, die uns halt dann so mitnehmen oder benutzen

[00:53:26] als zusätzliche Lernmethode. Also, da gibt es dann einen Vortrag und dann wird der Vortrag nochmal in die App geladen und dann wird aus der App, aus dem Vortrag, aus dem 50 Seiten PowerPoint halt nochmal irgendwie in 20 Seiten kleine Minikurs gebaut. Minikurs gebaut. Genau. Ich nehme mit, also alle Firmen, die generell sich über Learning Gedanken machen, sind ja in der Regel alle Firmen, die irgendwas in diese Richtung machen und wollen, dass ihre Leute gut ausgebildet sind. Zum einen, dann zum zweiten speziell Firmen mit Frontline-Workern, also kann Retail sein, irgendwie Events, Messe, Gastro, Hotellerie, alles, wo Frontline-Worker

[00:53:56] im Einsatz sind und zum dritten Unternehmen, die schon im Education-Bereich unterwegs sind und quasi überlegen, wie sie Angebot erweitern können um so eine AI-Learning-Funktionalität. Okay. Also gerne bei mir melden und wir machen immer noch diese Design-Partnerships im Moment, weil wir einfach noch, also ein Beispiel zum Beispiel, jetzt letzte Woche hatten zwei Kunden gesagt, wir brauchen unbedingt ein besseres User-Management, wo ich eben sagen kann, die Kurse an bestimmte Mitarbeiter halt gepusht werden. Am Anfang war es so, wir hatten einfach

[00:54:26] nur die Funktionalität, jeder Kurs kann von allen Mitarbeitern gemacht werden und das hatten wir am Freitag, hatten wir die Calls mit denen, dass sie das wollen und dann haben wir am Wochenende uns überlegt, wie es sein soll. Am Montag haben wir den Mockups gezeigt, am Dienstag und Mittwoch haben wir es gebaut, am Donnerstag haben wir es geschippt und dann hatten die das und die waren also, what, in einer Woche habt ihr das alles gebaut? Das ist halt das Schöne am Startup, wo du halt einfach innerhalb von ein paar Tagen was bauen kannst, im kleinen Team. Das ist schön am Startup und das ist schön am Design-Partner, dass du auch sagen kannst, hey, guck mal, das ist meine Anforderung, das will ich haben und da warte es nicht ein halbes Jahr

[00:54:56] und es passiert überhaupt nichts, sondern es wird tatsächlich was umgesetzt. Cool. Genau. Lass uns mal ein bisschen zurück gehen über OMR sprechen, ist ja auch super spannend, ein Walk of Memory Lane bei dir, paar Jahre zurück. Du wolltest mal ein Online-Marketing-Frühstück organisieren, habe ich gehört. Hat da nicht so geklappt? Was war das Online-Marketing-Frühstück und wie ging es dann weiter? Ja, witzig, ja. Ich habe halt meine ganze Schulzeit und Studienzeit immer so Events organisiert und also, ich habe ja gerade schon gesagt,

[00:55:26] Lahn-Partys und Events habe ich in der Uni so Studientage gemacht, wo ich dann auch so Speaker eingeladen habe, dann waren da irgendwie 100, 200 Leute und dann bin ich halt nach Hamburg wieder zurückgezogen nach dem Studium und habe dann, ja, gesagt, ich will jetzt auch eine Konferenz machen und dann hat ein gemeinsamer Freund, der Nick Sonemann, also von Philipp Wessermeyer auch ein Studienkollege ist das? Ja, genau, über so Trends und so. Genau, so ein Trendforscher sozusagen und der hat dann gesagt, du musst mal den Philipp

[00:55:56] kennenlernen, der macht hier auch gerade so eine Konferenz, vielleicht könnt ihr euch ja irgendwie zusammentun und dann haben Philipp und ich gesagt, okay, lass mal so ein Test-Event machen, wie das denn so funktioniert mit der Zusammenarbeit und dann haben wir halt das Online-Marketing-Frühstück gemacht, war auch gar nicht so schlecht, das war dann so einfach nur morgens, da waren so 200 Leute oder so, also es war jetzt gar nicht, also ich war eigentlich ein schönes Event und dann war der, war der einer, wie hieß er nochmal, hatten wir auch so einen Guestspeaker, den haben wir dann interviewt und dann hat Philipp

[00:56:25] halt danach zu mir gesagt, ey, das hat so geil funktioniert, ich will hier gerade diese Konferenz machen, hast du nicht Bock, das mitzumachen? Und dann bin ich halt Co-Founder geworden. Frühstück ist ganz nett, aber ich habe ja nochmal, ich bin hier OMR und genau, die haben da gerade, die haben da gerade das erste Jahr OMR gemacht, da waren da ja nur 200 Leute und dann haben wir halt gesagt, wir lassen uns mal daraus eine richtige Konferenz machen und dann haben wir halt gesagt, okay, was ist denn notwendig, wie viel Geld brauchen wir denn eigentlich, haben wir so back of the envelope, haben wir bei Atari gesessen, weiß ich noch, haben wir halt gesagt,

[00:56:55] so ein Burgerladen in der Schanze, lass uns mal 100.000 Euro Umsatz machen und das war sozusagen die Kalkulation, wir haben halt einfach so die Botten ab, okay, wir brauchen so viel für die Speaker und so viel für die Musiker und das kostet die Location und da müssen wir so viele Tickets verkaufen, also okay, 100.000, das ist das Ziel und das haben wir dann halt auch geschafft und ja, und dann haben wir halt angefangen, das weiter aufzubauen und die ersten vier Jahre, ich sage, waren wir nur zu viert, also die vier Gründer, also die drei Gründer von den Philipp Immers, das sind seine Co-Founder

[00:57:24] von seinen anderen beiden Firmen und ich und dann haben wir halt nach und nach angefangen, Leute anzustellen und jetzt arbeiten da, ich weiß gar nicht ganz genau, irgendwas zwischen 350 und 400 Leuten mittlerweile Wahnsinn, Wahnsinns-Business und das ist eine schöne Unternehmung einfach geworden, weil es vor allem halt komplett gebootstrapped ist, ne, also es ist halt immer noch in der Hand der, du bist noch Shareholder, genau, ja, und das ist, ich sage immer, ich hoffe immer, dass irgendwann auch mal was richtig Schönes damit passiert, ja. Das MVP, sage ich mal,

[00:57:54] waren echt kleine, ich sage mal, Boutique-Events, ihr habt da richtig gehustelt, ich habe gehört, ihr wart da teilweise in Clubs unterwegs, und musstet da morgens erst mal putzen, weil da vom Vorabend noch irgendwelche, irgendwelche Körperflüssigkeiten wegzumachen waren, das zweite Jahr haben wir, also da haben wir die Location gesucht, haben überlegt, wo wir es machen, das erste war noch in der Bucerius Law School, noch so ein bisschen, das war das Seriöse, das war so gesetzt, und dann hat der gesagt, okay, das müssen wir anders machen, mit Krawatte, und dann auch Leute gekommen, und dann haben wir halt gesagt, wie kriegen wir halt so ein Edge da rein, ne,

[00:58:24] und dann haben wir gesagt, okay, was ist die kurze Location, wo so sechs, sieben Leute reinpassen, und dann haben wir die große Freiheit 36 auserkoren, Club, oder? Das ist ein Club, wo die Beatles mal gespielt haben, und da ist halt jeden Abend ja irgendein Konzert, irgendeine Party, und dann haben wir halt gesagt, okay, wir wollen halt irgendwie morgens um neun Uhr anfangen, und wir müssen irgendwie fünf Stunden lang aufbauen, das heißt, wir müssen halt irgendwie um vier Uhr dann da auflaufen, und die Party ging aber bis vier, und dann kamen wir halt rein, da wurden auch die letzten betrunken, dann haben wir noch aus dem Toiletten Habt ihr euch noch die Hand gegeben, mit denen,

[00:58:53] die da gerade abtransportiert wurden? Achso, das war immer an Donners, also am Freitag haben wir immer die Konferenz gemacht, weil wir danach immer eine Aftershow-Party dann machen wollten, dass die Leute auch richtig Gas geben dann am Freitagabend, ja, aber auch Donnerstag haben die Leute sich da schon abgeschossen in Hamburg scheinbar, ja, und dann haben wir da wirklich noch gewischt, und der Geruch, das, da haben wir noch geraucht, ne, damals, das stank so richtig, das stank nach Wodka-Bull erbrochenem, und altem Zigarettenrauch, und dann sind um neun Uhr da halt irgendwie sieben und an reinmarschiert,

[00:59:23] im zweiten Jahr waren dann 1600 Leute da drin, das war dann schon so grenzwertig, ich weiß immer noch, Philipp, da geht noch mehr, da geht noch mehr, und wir haben so, nein, Philipp, das ist zu voll, wir können nicht mehr Tickets verkaufen, hatten dann die zweite Etage, die hatten so eine zweite Etage und im Keller haben wir so eine Mini-Messe dann hingebaut, War die gleiche Location? Die gleiche Location, genau, und dann haben wir im vierten Jahr haben wir dann gesagt, wir müssen das jetzt größer machen, wir brauchen eine andere Location, haben dann das Hafentheater, weiß nicht, wo König der Löwen stattfindet, da haben wir dann gemietet,

[00:59:53] und dann hatten wir da im Foyer so ein bisschen so eine Messe aufgebaut, auch wieder mit so, Ist das die Location, wo ihr um sechs Uhr abends raus musstet? Ja, genau, weil dann halt, ihr habt doch so eine Story gehört, erzähl mal, was Deichkind dann mit eurem Timetable gemacht hat. Ja, genau, Deichkind ist dann auf die Bühne gekommen als Überraschungseck, die sind dann in den Schlauchbooten, Stage Diving in der Manege gefahren, das war echt total geil, und ja, und um sechs Uhr mussten wir raus sein, weil dann, weil Theatervorstellung danach, Theatervorstellung, und wenn man sich mal überlege,

[01:00:22] mittlerweile dauert es halt irgendwie über eine Woche Aufbau für OMA, damals hatten wir halt einen Aufbau, wir konnten ja auch erst immer abends, also du konntest, ich habe dann wirklich zwei Tage durchgemacht, also sind dann abends, um zehn Uhr war die Vorstellung vorbei, dann konnten wir anfangen aufzubauen, haben wir die ganze Nacht aufgebaut, dann war ja den ganzen Tag Konferenz, und dann abends Aftershowparty und Abbau, und man war dann praktisch wirklich so 48 Stunden, 50 Stunden, 60 Stunden irgendwie im Einsatz, und erzähl mal,

[01:00:52] was Deichkin mit der Konfetti-Kanone gemacht hat, ich habe gehört, da gab es dann ein Problem, dass ihr das dann irgendwie wegputzen musstet, und die, das war viel Auffallen, sag ich mal, ne, ja, die haben halt natürlich ja krasse Regularien gehabt, und dann hieß es halt vorher, dass sie halt bestimmte Sachen nicht machen dürfen, unter anderem keine Konfetti-Kanone, okay, das haben die Jungs sofort gemacht, oder wie? Die haben das dann irgendwie jetzt aus Idee genommen, das auch noch zusätzlich zu machen, und haben die dann rausgeschossen, ja. Aber das sind die schönen Erfahrungen, ne, und die schönen, da gibt es ja so viele coole Momente, an die man sich zurückerinnert,

[01:01:20] wo das halt alles noch so klein war, und selbst da, also ich weiß noch, und dann sind wir in die Messe gegangen, nach zwei Jahren Hafentheater, da hatten wir dann zwischendurch, genau, das zweite Jahr Hafentheater, hatten wir dann das St. Pauli-Stadion gemietet für die Konferenz am ersten Tag, äh, für die Messe, und am zweiten Tag dann die Konferenz, aber dann haben wir gemerkt, das ist irgendwie doof, das so zu trennen, und dann haben wir gesagt, wo ist jetzt the next best location, und dann sind wir halt in die Messe gegangen, und ich weiß noch, wie heute, da sind wir in diese Messehalle gegangen, und du stehst in diesen riesen Raum, ne, das ist ja eine, ich weiß nicht,

[01:01:50] ob du mal in einer leeren Messehalle warst, warst, ist mir eigentlich nicht drin, weil man nicht Event-Organizer ist, und du bist wirklich in so einem Stadion praktisch, ne, die decken irgendwie 20 Meter hoch, und das ist so groß, und es ist so kalt, und wir kommen halt irgendwie aus, große Fahrt 36, und Hafentheater, und einfach Atmosphäre, und du, wie schaffst du es halt, so einen Raum zu transformieren? Zu transformieren, zu füllen, zu einer coolen Location zu machen, euer Anspruch war ja auch nicht, die nächste Messe zu machen, sondern ein Event, ein Festival zu kreieren, das ist ja auch nochmal der Anspruch am Top.

[01:02:20] Und das war dann im Prinzip, ja, meine Aufgabe damals, ähm, wie kriege ich das halt hin, dass das halt vom Look and Feel so ist, dass das halt funktioniert, und da hatten wir dann die ersten Mitarbeiter angestellt mittlerweile, und dann, ähm, und dann ging es halt los, ne, und dann weiß ich noch, da sind wir dann von, wie dreieinhalbtausend Leuten auf sechzehntausend Leute gewachsen, ähm, mit der, mit dem Event, und das war wirklich so, das war der Unterschied im Marketing, also viel sicherlich Word of Mouth, aber wie habt ihr, wie habt ihr diese, diese Verfünffachung hingekriegt? Das,

[01:02:49] das war im Prinzip der Trick der Aussteller, also dass du eine Messe baust, weil wenn du eine Messe hast, mit richtig vielen Ausstellern, dann wollen die Aussteller ja alle Kunden einladen, dann hast du praktisch das Marketing dadurch multipliziert, also wir haben gar nicht mehr Marketing gemacht, die Aussteller haben praktisch dann das, das, ja, das Marketing für einen übernommen. Alle in ihre Verteiler, haben alle auf LinkedIn gepostet, haben alle probiert, ihre ganzen Interessenten, ihre ganze Lead-Pipeline, einmal Salesforce durch, telefoniert, die, die potenziellen Kunden einzuladen. Ich will mal sagen,

[01:03:18] damals war LinkedIn noch nicht so groß in Deutschland, also das, ja, das war, also ich weiß gar nicht, wann ich damals schon bei Xing posten konnte, aber, ja, das, das hat auf jeden Fall dazu geführt und man muss natürlich auch sagen, nach und nach haben, dann gab es den OMR-Podcast, dann gab es den OMR-Newsletter und, also wir wissen viele ja auch gar nicht, dass ihr als Event-Business gestartet seid, dass der Podcast dann über die Zeit, genau, der kam dann erst danach, ne, und man muss dann halt sagen, Philips Anspruch war immer, dass es einen täglichen Kontaktpunkt praktisch mit OMR gibt, ne,

[01:03:47] dass die Leute halt über das ganze Jahr hinweg eben immer wieder, ja, davon hören und so, dass es nicht so ist, wie wir jeder anderen Messe, wo man irgendwie eine, ein, zwei Jahre einmal hingeht und du musst eigentlich immer wieder komplett von Null anfangen, und dass du halt in gewisser Weise so eine Community aufbaust, ne, auch, auch so Partnerships, ich meine, ich weiß noch, die ganzen ersten Deals, die habe ich damals alle gemacht, ne, ob das jetzt ein Audi ist oder ein Facebook oder ein Adobe damals und so, ähm, die dann auch alle dann mehr Jahresverträge unterschrieben haben,

[01:04:16] und halt die wirklich über die verschiedenen, ja, Kontaktpunkte hinweg, mit denen zusammenarbeiten kann, die machen Stand auf der Messe und die haben eine Podcast-Ad und, ja, haben halt so im Content irgendwo mit aufgebaut und das war immer schon eine ganz coole Vision davon, Philipp, aber man muss auch wiederum sagen, es war ja nie so, dass man gesagt hat, wir wollen mal da hin, sondern das hat sich alles so ein bisschen entwickelt, ne, ja, und es war, am Ende des Tages war es ein Hobby, Philipp hat ja auch noch seine andere Firma parallel gemacht, ich habe auch dann hier aus,

[01:04:44] ich bin ja inzwischen zeitlich hergezogen, habe dann immer morgens um fünf bis neun und nachts von zehn bis eins so gearbeitet und dann haben wir noch gut gemacht, wie war die Reaktion von Philipp, als du ihm gesagt hast, du willst in die USA ziehen, ich habe gehört, da gab es einen legendären Spruch, ich habe ihm geschrieben, er ist erz, wenn ich verrate, er hätte gesagt, frag doch mal, wie das abgelaufen ist, als du ihm eröffnet hast, Philipp, mein lieber, mein lieber Co-Founder, ich will übrigens in San Francisco, weil man es wieder reingeht. Das ist ja so, als ob du stirbst.

[01:05:14] Okay. Und es ist ja so. Ja, bis heute, ich habe heute gerade, er vergisst mich auch dann ganz gerne immer mal wieder, ich habe glaube, ich bin da so ein bisschen aus dem Gedächtnis, obwohl ich dann auch jahrelang echt richtig Gas gegeben habe, vergisst er manchmal immer so ein bisschen, dass ich auch noch da bin. Aber das Gute ist, in seinem Herzen lebst du auf jeden Fall. Ich habe ihn gefragt, er hat angefangen, hat sich total gefreut, erst mal, dass du im Podcast bist und dass wir das hier machen und so weiter und angefangen die Geschichten zu erzählen. Er hat mir erzählt, wie das Boden auf die Pappwand umgehauen hat, die du aufgestellt hast.

[01:05:45] wie unprofessionell wir damals gearbeitet haben. Wir hatten ja keine Ahnung. Ich meine, wir sind alle keine Event-Profis oder haben das nicht studiert oder haben keine Ausbildung gemacht in dem Bereich, sondern es ist alles ein bisschen Learning by Doing und dann war mein Anspruch immer, lass uns halt die besten Leute in dem Bereich halt dazu holen, die uns helfen können. Und dann haben wir halt die Leute von Wacken zum Beispiel, die ja einfach ein mega krasses Event hatten und haben halt geguckt, wer macht da die Event-Orga eigentlich. Ach krass. Okay, und wie habt ihr die bei euch reingeholt? Erstmal als Contract und dann irgendwann haben wir die Firma gekauft von denen

[01:06:16] und also die Leute eine Produktions-, eine Event-Produktionsfirma von Wacken gekauft. Genau. Ich habe hier noch nie gehört, die Story. Was ist da? Was ist da der Background? Jetzt erzähle ich wieder zu viele Sachen und dann kriege ich nachher eine böse Nachricht von Philipp, was ich alles hier ausplauder. Da können wir mal reinzoomen und das Detail. Ja, ja. Ich sage es noch nicht weiter. Ja, ja. Also das sind im Prinzip, das waren zwei Jungs, die eben für Wacken und auch andere Events, die haben irgendwelche Welt-Tourneen von was weiß ich was gemacht und wir haben halt einfach gesagt, wir wollen halt jetzt nicht mehr

[01:06:45] eine Pappwand auf der Bühne haben. Wenn der Künstler auf die Bühne geht. Genau. Und irgendwie, ich habe morgens noch den Beamer an der Decke, also wirklich, was wir da gemacht haben. Wahnsinn, ne? Da habe ich wirklich eine Pappwand produziert und habe dann Beamer selber in ihrer Werbung auf die Leiter angebaut und dann hat der das, und dann habe ich dann auch selber mit dem Rechner, mit den PowerPoint-Präsentationen rumgeheiert und dann habe ich ja gesagt, okay. Ja, die Leiter ist mal aufgetreten und hat Philipp mir verraten, da war dann der falsche Song im CD-Player oder irgendwas. Auch das, genau. Dann haben wir halt geguckt, wer kann es halt richtig gut.

[01:07:15] Gar nicht unbedingt auf Messe, sondern wer macht halt die geilsten Konzerte, wer baut die coolste Anlage, wer ist einfach da super fit und dann haben wir halt irgendwie die Wackenleute kennengelernt oder Philipp hat die irgendwie kennengelernt und dann, ich weiß gar nicht, über wen das kam. Auf jeden Fall, ja, haben wir dann jahrelang mit denen so als Contract zusammengearbeitet und dann war aber immer wieder die Gefahr, dass es halt nachher heißt, oh nee, wir machen jetzt irgendwie die World Tour von Taylor Swift oder so, ne?

[01:07:45] Die sind beide auch irgendwie so jetzt mit Kindern und so ein bisschen gesettelt und habt ihr jetzt noch Bock irgendwie durch die Welt zu reisen und irgendwelche Welttourneen zu machen und die haben halt wirklich, also ich weiß nicht, ob es Taylor Swift war, aber die haben solche Arten von Künstlern halt global betreut, ne? Also die haben wirklich solche Tournees gemacht und für die war das halt auch cool. Die kommen aus Hamburg, die haben plötzlich irgendwie ihre Firma, die eigentlich eine Eventorganisationsfirma irgendwie ist, plötzlich echt cool verkauft, sind dann bei uns halt reingekommen und arbeiten halt nur noch exklusiv halt auf einem Deal.

[01:08:14] und mit Wacken war das auch okay und ja, das hat sich auf jeden Fall cool entwickelt und dann haben wir halt angefangen wirklich so krasse Cut-Planning zu machen, ne? Also das war wirklich genau wo welche Lampe hinkommt und wir haben so eine 100 Meter Bühne, die kannst du auch nicht mal irgendwie so auf dem Papier planen, ne? Da musst du schon da musst du schon einiges anderes Neues machen. Also Takeaway ist absolute Profis reinholen, also wenn man wirklich auf das Niveau kommen will, dann musst du auch Leute heilen, die schon mal fünf Stages größer sind als das, was du da eigentlich selber gerade gemacht hast. Ja.

[01:08:44] Das ist mir auch mal aufgefallen, ich habe neulich mal den Thorsten König kennengelernt, zufällig. Ja, super Typ. Mallorca. Mega Partner von OMR, ne? Ja, und da habe ich mir geredet, was machst du so und so weiter, ja, ich helfe da OMR und so weiter, ja, was machst du denn für die? und ich helfe denen mit Content, mit Speakern und so weiter und dann ist das der Typ, der in den USA die ganzen krassen Connections hat und Speaker ranholt. Dann haben wir so ein Dinner gemacht und er hatte dann hier Tony Fadell von Apple im Schlepptau und Will.i.am

[01:09:14] von Black Eyed Peas und so weiter und sein Job ist so als Super-Connector die Leute da da ranzuholen. Da dachte ich erstmal, das ist ja total krass, also überhaupt, dass es so einen Job gibt, jemanden, als Partner reinzuholen. Ja, also Thorsten ist wahrscheinlich einer der nettesten Menschen, die es überhaupt nur gibt, Super nett. Der hat halt eben diese Gabe an diese Stars halt ranzukommen und wenn du, wenn wir uns jetzt irgendwie bei, ich weiß nicht,

[01:09:44] ich war dann jetzt mal so, Kim Kardashian melden, dann antwortet die halt nicht. Die antwortet nicht und ich wüsste auch nicht, wen ich da, also jetzt würde ich wahrscheinlich Thorsten fragen, aber Thorsten muss halt an, der hilft dir dann. Ja, genau. Und einer dieser anderen Super-Connector, versuche ich halt auch zu sein, also ich mache das gleiche, was der Thorsten aus L.A. Talenten und New York macht, das mache ich halt in San Francisco. In San Francisco. Genau, also das ist jetzt noch meine Rolle bei OMR. Ich habe jetzt zum Beispiel gerade den, den, das ist noch nicht announced, aber es kommt ja jetzt. Oh, Breaking News.

[01:10:14] Breaking News, ja. Halt ein super hohes Tier von OpenAI zum Beispiel. Das ist ja ganz genau. Was für ein hohes Tier, da gibt es ja gar nicht mehr so viele, da sind ja alle raus. Wie kommt Sam Altman nach Hamburg? Das leider noch nicht, das kann ich sagen, aber dann sozusagen die zweitwichtigste Person da. Sehr gut. Und die Person kenne ich halt, über Thorsten Friere und so und über die Connections, die man hier halt so hat und da kann ich halt natürlich dann auch wiederum helfen, da coole Leute aus dem Sintiq-Melle zu bekommen.

[01:10:44] Allerdings muss man auch sagen, ich bin da natürlich längst nicht so gut wie der Thorsten, aber der Thorsten macht das natürlich auch hopperuflich. Es ist uns bisher nicht gelungen, irgendein wirklich AAA-League hier aus dem Valley nach Hamburg zu bringen. Ob das jetzt ein Mark Zuckerberg ist oder Jack Dorsey oder so, also so die richtig krassen Gründer. Ist das irgendwann eine Frage der Connection oder ist das auch eine Frage des Geldes? Kann man so einem Jack Dorsey eine halbe Minute zahlen und dann kommt der? Oder sagen die alle, das ist mir völlig egal?

[01:11:14] Ja, also weiß ich ehrlicherweise nicht. Ich glaube, du musst irgendwie, also ich habe auch Jack, ich habe eine Freundin, eine sehr gute Freundin hier, die hat neben Jack gesessen im Büro bei Twitter damals und ich wirklich, wir hatten direkt mit dem geredet darüber und dem ist ja eine halbe Million völlig egal. Den musst du auch in Bitcoin bezahlen. Also erstens ist er eh quadrillionär, wahrscheinlich durch sein ganzes Krypto. Mit einem Fiat darfst du da wahrscheinlich gar nicht ankommen. Genau, aber auch das hätten wir ja gemacht, aber es ist, ja ich weiß auch nicht, das haben wir bisher

[01:11:44] nicht so geschafft, die Relevanz dann für die, die Amis, die kennen halt OMR nicht und ich versuche jetzt zum Beispiel seit hier einer deiner Mitgesellschaft dann zum Beispiel, das kann ich ihr erzählen, Ryan Roslansky, der CEO von LinkedIn zum Beispiel, der ist bei uns auch investiert, also genau wie ihr auch und mit dem habe ich schon ein Draht und ich meine, ich habe es bisher noch nicht geschafft, ihn davon zu überzeugen, dass er da mal hinkommt, aber daran arbeitet zum Beispiel gerade noch. Wie ist sonst deine Rolle bei OMR?

[01:12:14] Du kommst einmal mehr vorbei, du bringst die Leute mit? Genau, ich komme immer dazu, jetzt mittlerweile habe ich operativ so keine Aufgabe mehr, ich mache immer so, ich bin halt so der, einer der Co-Founder, der halt dann so wichtige Leute halt rumführen kann, also ich mache halt, ich beruhse sehr, sehr gerne und ich mache dann halt so Backstage-Tours und es gibt dieses, es gibt so einen sehr coolen, exklusiven Event, den ich dann so ein bisschen mitleite, wo wir halt ganz viele Unternehmer einladen, das ist noch so unter meiner Arbeit,

[01:12:43] aber ansonsten bin ich immer nur größter Fan und aber eine Sache fängt jetzt wieder an und zwar das OMR Silicon Valley Update, also der, Ja, habe ich gehört, du bist jetzt wieder ab Februar im Einsatz, oder? Genau, das geht jetzt in die zweite Staffel, das hat jetzt einfach ein bisschen pausiert, ein bisschen länger, als ich eigentlich wollte, also wo ich halt andere Deutsche interviewe, aber wenn man halt eine neue Firma startet und hat man ja irgendwie tausend Sachen und, aber ich merke halt einfach immer, was Podcasts für einfach, für ein starkes Medium ist, total, ich meine, ich kriege immer noch heute Nachrichten

[01:13:12] von Leuten, die mir schreiben, wann geht es denn endlich weiter, ne, und das ist jetzt seit fast drei Jahren ist das pausiert und der macht immer noch irgendwie über tausend Plays im Monat im Moment, nur der Backkatalog von damals und das ist einfach irgendwie, wo ich gesagt habe, das ist einfach ein super Mittel, auch einfach relevant, super Timing-Thema, genau, dann das Timing, dass einfach, das Valley einfach gerade so heiß ist und da muss man einfach mehr drüber reden und deswegen kommt das jetzt, geht jetzt mit der zweiten Staffel los im Februar.

[01:13:42] Cool, cool und als Gesellschaft von OMR, bist du auch happy? Wie groß ist OMR? Als Business-Erzähler, was steht in den Investor-Updates drin von Westermeyer, die du kriegst? Kann er mir mal schicken wieder. Ja, ist alles okay, ist alles okay. Ist OMR, macht OMR mehr als 50 Millionen Umsatz? Ja, ich meine, das sagt er ja selber auch, ne? Also, was sagt er? Also, ich habe heute ein Interview mit ihm gehört, dass wir 2022

[01:14:12] 60 Millionen, glaube ich, gemacht haben. Okay, das war mir gar nicht klar. Okay, wow. Ja, also es ist auf jeden Fall ganz okay. Okay, okay, sind wir irgendwo zwischen 50 und 100 aktuell für ein Bootstrap-Business, was gestartet ist im Hamburger Club. Unglaublich krass. Ja, also ich bin auch immer wieder total geflasht, wenn ich da hinkomme, aber man muss halt auch sagen, es hat auch jetzt einfach 14 Jahre lang gedauert, ne? 14 Jahre gegrindet und diese Konsistenz in der Content Production, in der Event Production, das muss man 14 Jahre

[01:14:42] erstmal durchhalten, Wahnsinn. Ja. Und was glaubst du, wann verkauft ihr an Axel Springer? Ich habe das Gefühl, Philipp und Matthias Döpfen, die verstehen sich gut, ich habe den Podcast auch gerade gehört, ich habe das Gefühl, wir haben einen guten Vibe miteinander, also wann können wir da die großen News erwarten? Ich streue jetzt mal die Gerüchte hier, gibt es schon lange, das Gerüchte, da bist wahrscheinlich nicht viel dran. Meine Antwort wäre jetzt gewesen, kannst du den Podcast anhören mit ihm? Keine Ahnung. Ich habe da keinen Einfluss und keine Mitsprache und was auch immer passiert.

[01:15:12] Ja, okay, okay. Aber spannend, wie sich das entwickelt. Also wie viele Businesses gibt es, die paar hundert Leute auf der Payroll haben, signifikant Umsatz machen, gebootstrapped sind. Vielleicht muss er Philipp mal einladen, vielleicht erzählt er uns ein bisschen was. Was sind sonst deine, was sind so Hot Business Ideas? Was sollte man hier in Deutschland umsetzen, wenn du in der Quelle bist von coolen Ideen? Wir haben über alkoholfreie Drinks schon gesprochen, finde ich auch gut. Ja, aber ich glaube, da ist ja viel Marke auch. Und wenn ich halt jetzt schon eine Bierbrauerei habe, sollte ich wahrscheinlich

[01:15:41] wirklich darüber nachdenken, wie ich halt meinen Offering auch Alkoholfreiheit richtig, aber halt auch, dass es auch geil schmeckt. Also es gibt ja wirklich hier mittlerweile also Best Day Brewing und Athletic und so hier in San Francisco, die halt wirklich einfach richtig, richtig gute Biere sind, aber es hat einfach kein Alkohol drin. Einer der MyMuesli-Gründer macht das hier in Deutschland gerade der Max. Okay. Ja, also es ist nicht doof, weil, also ich trinke auch ehrlicherweise sehr gerne alkoholfreies Bier, weil ich mag gerne Bier, aber wenn ich drei Bier trinke, merke ich es halt am nächsten Tag

[01:16:10] und das brauche ich halt nicht. Also ich habe keine Freude da dran, irgendwie am nächsten Tag Kopfschmerzen zu haben. Ich weiß nicht, wer das überhaupt hat, deswegen ich verstehe ja schon, dass es da einen coolen Trend gibt. Ja, aber was sind so Sachen? Also ich hatte das vorhin schon mal kurz angesprochen, dieser ganze Mittelstandsbereich. Da gibt es ja diese ganzen riesen Opportunities, weil es diesen Generationswechsel in Deutschland gibt und ich glaube, du den Florian Adomite kennst, der wäre auch vielleicht auch nochmal spannend für einen Podcast, mit Amber und DealCircle bauen die so eine Plattform, wo du im Prinzip

[01:16:40] Nachfolge finden kannst. Also da hat Marktplatz für den deutschen Mittelstand, um Nachfolge zu finden. Und ich glaube einfach, ich glaube total in den deutschen Mittelstand. Ich glaube einfach, dass es da total geile Businesses gibt, die irgendwie 10 Millionen Euro Umsatz machen. Ja. Und da gibt es halt keinen Sohn oder Tochter, die das übernehmen und die wollen aber, dass die Firma weitergeht und da halt irgendwie reinzugehen als junger, dynamischer Typ, Typin. Ja. Das ist einfach eine Monster Opportunity. Da würde ich mich auf jeden Fall mit auseinandersetzen, wenn ich jetzt irgendwie was machen würde.

[01:17:10] Diese Opportunity, einfach weil so viele Leute jetzt die nächsten 10, 15 Jahre in Rente gehen. Ich habe bei einer Firma privat investiert, die heißt Eterni Team und die helfen quasi den Mitarbeitern der Firma, die zu übernehmen. Also quasi Ownership von einem Chef oder einer Chefin, die es macht, zu transferieren auf das Team quasi. Also Employee Participation, dass die Mitarbeiter alle danach die Firma ownen, in der sie arbeiten, weil auch das ja oft ein Thema ist. So in der Startup-Feld hast du dann V-Sauf und E-Sauf-Programme und die Mitarbeiter sind beteiligt.

[01:17:40] Im Mittelstand hast du das ja oft nicht, aber gleichzeitig kannst du sagen, der Weg, um Vermögen aufzubauen, nachhaltig ist in der Regel halt über Equity in Form von Aktien, die du kaufen kannst, aber auch von privaten Unternehmen und die helfen dabei quasi diesen Generationenwechsel so hinzukriegen, dass das Team selber die Firma übernehmen kann. Ja. Also super spannender Markt. Das Zweite, auch ein bisschen in die gleiche Richtung, aber ich liebe diese ganzen Mom-and-Pub-Stories, wo irgendwie jemand

[01:18:08] eine Müllfirma gegründet hat, weil er halt gemerkt hat, dass halt da irgendwas nicht funktioniert oder die haben irgendwelche ein Grundstück am See gekauft und haben da irgendwie fünf Airstreams draufgestellt und machen jetzt Airbnb oder so. Das finde ich wirklich sehr, sehr, sehr beeindruckend, was da so alles passiert. Es gibt ja auch so viele so YouTuber und Instagram-Leute, die dann diese Geschichten so erzählen. Also gerade diese Müllgeschichte kann ich mal ganz kurz anreißen. Da war so ein Typ, das geht in Deutschland wahrscheinlich nicht, weil es da zu reguliert ist, aber hier in den USA gibt es halt viele

[01:18:38] Mülllieferanten, die halt einfach nicht gut sind und da hat sich dann so ein Typ, hat sich so drüber aufgeregt, hat dann irgendwie über Facebook gepostet, hey, wenn irgendwie 30 Leute sagen, sie würden von mir den Müll abholen lassen, dann kaufe ich einen Müllwagen und dann hole ich den Müll ab und dann haben halt irgendwie 100 Leute gesagt, ja, das würden wir sofort machen und dann hat er sich einen Müllabfuhr gegründet. Genau, dann hat er sich halt gebrauchte Mülltonen irgendwo gekauft, bei Ebay oder was, hat sich so einen alten gebrauchten Müllabfuhrwagen geholt und hat dann halt den Müll abgeholt. Hat das einfach so ein bisschen

[01:19:08] nett gebrandet und irgendwie freundlich und hat das einfach alleine gemacht. Hat er irgendwie 100 Haushalte den Müll abgeholt, das hat er einmal die Woche gemacht, also es ist ja jetzt auch kein Fulltime-Job und hat irgendwie im ersten Jahr, ich weiß jetzt nicht mal, was die Zahlen waren, hat er irgendwie 250.000 Euro Umsatz oder so gemacht im ersten Jahr und die Kosten, war direkt profitabel. Dann hat er halt verschiedene andere Gebiete dazugenommen und mittlerweile macht er Millionen Umsätze und das sind halt so Businesses, die finde ich total spannend sich das anzugucken oder was ich auch total cool finde, diese ganzen Kinderhotels,

[01:19:37] die so aufpoppen. Also ich habe ja selber Kinder und in Süddeutschland zum Beispiel gibt es ja extrem viele von diesen Kinderhotels mittlerweile, also diese Erlebnisdinger, in Norddeutschland gibt es dann auch super wenig, in den USA gibt es überhaupt gar nicht, ich finde das eine riesen Opportunity. Also wie, also ich weiß nicht, ob du mal in solchen Kinderhotels da irgendwo. Nee, noch nicht, wollen wir also, ja und deine Freunde, die geht immer zu sowas wie Familux oder so und da hast du dann so 4000 Quadratmeter Kinder-Spielplatz innen drin und die beiden ist total und die Eltern sind natürlich happy über die Betreuung. Genau, auf der einen Seite

[01:20:07] denke ich mir immer so, als ich Kind war, da hieß es so, da ist die Wiese, geh spielen. Da ist der Wald, dann komm zurück, bevor es dunkel wird. Genau und das ist, was das mit meiner Kreativität gemacht hat, meines Erachtens, langfristig ist auch echt richtig geil, das heißt, es muss nicht immer diese Überflutung an Erlebnispark und so weiter sein, aber trotzdem irgendwie kindgerechte Hotels gibt es meines Erachtens viel zu wenig, alleine in den Zimmer, also jedes Mal, wenn man in ein Hotel geht, dann liegst du irgendwie zu viert, jetzt, also wir haben zwei Klänge, dann liegen wir zu viert in einem so ein King-Size-Bett und ich denke, ey, wie ätzend, wieso gibt es nicht einfach

[01:20:37] Familienzimmer, wo es irgendwie ein Bankbett gibt oder irgendwie viele Leute oder so, ist auch nicht so schwierig, weißt du, wie viele Leute kommen denn hier mit Kindern, kann doch nicht so schwer sein, also da glaube ich, ist auch viel los und dann das Letzte und das ist dann eher so ein bisschen wieder back to the rules hier, wo ich eigentlich arbeite, mein Co-Founder und ich, wir haben so eine Liste an Sachen, die wir immer wieder aufschreiben, wo wir uns drüber aufregen, sag ich mal, also du benutzt ja ein ganzes Tool-Stack irgendwie und dann, wenn du irgendwo Deficiencies siehst, dann denkst du dir immer so,

[01:21:07] was kann doch nicht wahr sein, dass das nicht funktioniert. Ich nenne jetzt mal eine Sache, der ist glaube ich nicht im deutschen Magnativ, aber wir nutzen zum Beispiel Branch für Linking, also diese ganze Link-Technologie praktisch, also wie, wenn du halt, Erklär mal. Also wenn du jetzt eine E-Mail rausschickst, automatisiert alles mit den Kursen, dann ist ja dann ein Link hinterlegt und wie wird das getrackt und so und dann, das geht Leuten halt immer über so ein Redirect und halt über Branch

[01:21:36] und das ist halt eine Technologie, wo du dann halt so trackable Links anlegst. und das ist einfach so veraltet und schlecht und langsam und dann manchmal funktioniert es einfach nicht und dann machen die irgendein Update und dann funktioniert es auf Android nicht und du dir immer denkst, das kann ja nicht wahr sein und es ist vom technologischen Aufwand eigentlich gar nicht so schwierig unseres Erachtens und das zum Beispiel so ein Thema, wenn jetzt alles nicht mehr funktionieren sollte, dann würden wir uns wahrscheinlich das zum Beispiel mal angucken, kann man da nicht gut, Link-Management richtig gemacht. Genau, genau

[01:22:05] und ich glaube halt, das sind so Business Ideen, da kriegst du relativ schnell VC Money, weil ein Team, das schon mehrere Jahre zusammengearbeitet hat, hat irgendein Problem erkannt, weil es halt daran gearbeitet hat. Ja. Sind es hier im Valley immer so die Fundable Ideas, irgendwie so drei Typen, die bei Dropbox drei Jahre gearbeitet haben, zusammen im gleichen Team und haben halt gemerkt, da gibt's ein Problem, da müssen wir dieses DevTool bauen, ne, die kriegen halt dann direkt irgendwie 16 Millionen Dollar von Andresen Horowitz überwiesen. Ich glaube halt, dass,

[01:22:36] also wenn man halt diesen VC-Weg nochmal gehen wollen würde, ist das sicherlich nicht doof, aber sowas kannst du vielleicht auch sogar bootstrappen, also das sind so Tools, da hast du jetzt auch gerade mit Zeiten von AI, hast du ja nicht mehr irgendwie 100 Millionen Investitionsaufwand, sondern du baust das halt irgendwie am Wochenende so ungefähr, ne, und, ja, also das Meta-Learning aus allen Sachen, die du gerade gesagt hast, ist so ein Nimbas, was du selber schon benutzt, aber was irgendwie so ein bisschen shitty ist. Also sagen wir, der Typ mit seiner Müllabfuhr sagt,

[01:23:05] er bezahlt halt irgendwie dafür über seine Steuern, Kommunalbeitrag und so weiter, aber irgendwie nicht gut. Familienhotels, man isst da mit seinen Kindern, aber du quetschst dich in einem Bett irgendwie nicht gut, lass es es mal im Gut machen. Branch, ich nutze es schon, ich bezahle wahrscheinlich, bezahlt ihr irgendwas für diese Software, aber es ist kind of shitty. Also, wofür bezahle ich, was ist in meiner P&L schon drin und was kann ich besser machen? Das ist, glaube ich, eine gute Frage, die man sich stellen kann. Genau, genau. Und ja, also ich bin ja sehr glücklich, gerade zu sagen, ich denke jetzt nicht so viel darüber nach, aber wir haben halt so eine Liste, wo wir immer wieder

[01:23:34] so Ideen reinschreiben und ich werde niemals ein Familienhotel bauen, weil meine Frau da sicherlich gar keinen Bock drauf hat, aber ich wünschte mir halt, dass es sowas geben würde mehr. Ja, ja. Und für mich erkennt das, wenn du sagst, in den USA gibt es das noch gar nicht, das klingt ja dann eine Riesenchance, also mit Zahnungsbereitschaft hoch und also. Eine monster Opportunität. Weißt du, was hier ein Hotelzimmer kostet die Nacht? Im Durchschnitt. Also wenn du, wenn du rund um San Francisco musst du mindestens 1000 Dollar die Nacht ausgeben. What? Ja, es ist unfassbar und bis in den

[01:24:04] most shitty Hotel so, es ist wirklich nicht, die Zahlungsbereitschaft ist so hoch. Ich habe mal 200 Dollar gezahlt für so einen Campingstellplatz mit einem Wohnmobil. Der war richtig premium, der war an der Wasserkante am See, richtig geil, aber ich habe auch so 200 Dollar und dann bist du am Checkout und dann sagen die ja, plus Tax, plus whatever und dann bist du bei 250. Ja. Das ist auf jeden Fall da. Also die Zahlungsbereitschaft, gerade, das hängt halt damit zusammen, meines Erachtens, dass der Durchschnitts-Ami hat ja nicht so viele Urlaubstage. Ja. Dann hat der nur irgendwie 14 oder 12 oder was

[01:24:32] und die Tage will er dann auch besonders schön haben und dann hauen die halt auch einen raus. Du kriegst auch mal Deals. Wir haben jetzt gerade vorletztes Wochenende in Carmel Valley, das ist hier so zwei Stunden südlich und da kostet das Hotelzimmer eigentlich 1500 Dollar die Nacht, aber dann kannst du halt über Punkte irgendwie das so deichseln und dann hat das 300 Dollar sozusagen umgerechnet gekostet. Und das ist dann immer noch viel Geld, aber das ist dann irgendwie, sagen wir mal, im Vergleich zu dem, was es eigentlich kostet, relativ fair. Aber dann liegen wir halt mit vier Mann in diesem King-Size-Bett

[01:25:02] und du schläfst nicht gut und ich habe mich wieder aufgeregt. Das kann auch nicht wahr sein. Verstehe ich. Aber Stichwort aufregend No Bad Days. Ich habe es vorhin gehört, das ist dein Motto. Erzähl mal, was bedeutet No Bad Days? Sehr guter Segway hier. Genau, also ich habe mal einen Vortrag gehört von Satya Nadella, Microsoft-Chef. Microsoft-Chef, genau und ich habe ja da für den indirekt sozusagen gearbeitet, damals bei LinkedIn und der hat ja immer eine extrem positive Ausstrahlung und der ist nie schlecht gelaunt,

[01:25:31] egal wo du den siehst, in jedem Interview, in großen Meetings, all hands, da ist nie, dass der da irgendwie auf der Bühne steht und die Leute anschreit oder so. Dann hat der Interviewer ihn halt gefragt, was so sein, sagen wir mal, sein Lebensgeheimnis ist. Er hat gesagt, ich lebe nach dem Motto No Bad Days, weil der hatte zu dem Zeitpunkt, sein Sohn hat da noch gelebt, der war so 17, glaube ich, der Sohn, dem wurde prognostiziert, dass der irgendwie vielleicht fünf Jahre alt wird oder so, weil er eine ganz krasse Krankheit hatte und das sind ja krasse Probleme,

[01:26:01] die du im Prinzip zu Hause hast, mit den ganzen Therapien und was weiß ich und wenn du dein Privatleben immer mit in den Job nimmst und morgens ins Büro und hast eine Visage wie sonst was, dann denken die Mitarbeitenden, oh, hat dein Investor abgesagt, ist der Kundendiegeplatz, was weiß ich, was ist denn hier los, warum ist der so schlecht gelaunt, das ist uninspirierend und da gibt es ja verschiedene Perspektiven, mein Co-Founder würde mir jetzt ganz krass, sagen wir mal, widersprechen hier,

[01:26:31] aber ich glaube halt total daran, dass du im Business einfach immer positiv bleiben musst, weil eigentlich it doesn't matter, weißt du, es geht hier nicht, also es gibt natürlich Businesses, da matters auch, also wenn du im Krankenhaus arbeitest oder sonst wo, aber ob ich jetzt irgendwie meine SARS-Tool, ob ich jetzt den Kunden gewinne oder nicht, eben in who cares, worum es geht, ist, dass ich bin gesund, meine Familie ist gesund, meine Freunde, denen geht es gut, das ist das, worauf es am Leben ankommt und deswegen habe ich diese Perspektive

[01:27:00] von no bad days im Job, weil everything in the job doesn't matter, really, also in the red stocking, weißt du, und das ist praktisch mein Lebensmotto, dass ich halt jeden Morgen einfach positiv hier reinkomme und nicht, wenn halt ein Kunde absagt, dann ist es halt so und dann geht es halt irgendwie weiter und man findet einen neuen Kunden und da bringt es nichts, sich darüber aufzuregen oder so und naja, weil du strahlst ja so viel ab, du stehst als Unternehmer, als Unternehmerin, als Chefin, du stehst ja immer auf einer Bühne,

[01:27:30] ich habe immer das Bild vor mir, egal was ich erzähle, es ist ja quasi immer durch ein Megafon gesprochen, also alle nehmen die Schwingungen extrem wahr, das färbt. Ja, und das, auch ich mache da Fehler, dann hatten wir jetzt einen Release und dann war das halt nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe und dann habe ich irgendwie so einen Fluch gesagt, das ist das Allerletzte, das will keiner, irgendwie habe ich nur irgendwie sowas so gesagt und dann kriege ich halt dann wieder so eine Nachricht, du bist gleich so, ey, wir haben das ganze Wochenende daran gearbeitet und du hast es jetzt irgendwie so runtergemacht, die ich dann auch gemacht, ey,

[01:27:59] das ist jetzt nicht no bad days, das war nicht in Ordnung. Naja. Und ich glaube, also ich glaube total daran und es gibt Leute, die widersprechen mir da, ist auch okay, aber ich merke halt, dass andere Leute das immer sehr positiv aufnehmen, also dass das Leute wertschätzen, dass man halt mit einem Strahlen im Gesicht halt hier reingeht und auch das, wie der Genetik natürlich, ich habe halt total Glück durch meine Eltern, dass ich halt einfach, ich habe halt keine Depression oder ich bin nicht irgendwie schlecht gelaunt, und ich habe halt einfach

[01:28:29] immer sehr grundsätzlich eine gute Laune, das hilft mir natürlich dabei. Jeder kann das so leben, das verstehe ich auch. Ja. Und dein Mantra heißt, du kannst es ja auch, das ist ein innerer Dialog, du kannst immer wieder zurückkommen sagen und gerade in so einem Negativbeispiel zu sagen, okay, es ist mein Fluch rausgerutscht, das war doch nicht so geil, aber no bad days, okay, ich komme wieder zurück, ich konditioniere mich selber darauf, wie stark. Ja, das kriege ich dann auch immer an Kopf, wenn ich dann mal was Böses sage, dann kriege ich das auch direkt an Kopf besser, dann spiegeln die das ja auch. Ja, genau.

[01:28:59] Du sagst doch immer, dann kriegst du es vorgehalten fairerweise und kannst dadurch besser werden. Super, heute hat es auf jeden Fall kein Bad Day. Ich hatte sehr viel Spaß, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du um sechs Uhr morgens aufgestanden bist, ins Büro gegangen bist, um mit der Zeitverschiebung aufzunehmen. Wo können Leute dich finden? Wo können Bewerber sich finden, die bei dir als Designer oder Designerin arbeiten? Wollen wir einfach bei LinkedIn gerne schreiben und da kann man auf meinem Profil auch die Poster zu sehen, was wir suchen und so und gerne auch einfach

[01:29:29] das Produkt mal vorher ausprobieren. Produkte ausprobieren, dir schreiben, wenn ihr Mittelständler seid, wenn ihr Frontline-Worker habt, wenn ihr aus der Education-Industrie kommt, nehmt Kontakt auf und schaut euch das Produkt mal an. Vielen Dank, Christian, für die spannende Lange. Ja, danke dir, Willi. Bis dann, Hitler. Ciao.