In der neuen Folge von Founder Mode sprechen wir mit Diana zur Löwen über ihre Reise von der Influencerin zur Investorin. Diana gibt uns Einblicke in ihre Startup-Investments, ihre Perspektiven auf Social Media und spannende Business-Ideen.
Highlights der Folge:
Dianas Werdegang: Vom Modeblog über YouTube bis zu LinkedIn – wie sie verschiedene Plattformen gemeistert hat
Startup-Investments: Ihre ersten Deals, die Zusammenarbeit mit Femtasy und Einblicke in Nelly
Social Media-Strategien: Wie man 2025 erfolgreich Content erstellt und Plattformen wie Instagram und TikTok nutzt
Direct-to-Consumer-Projekte: Ihre Parfüm-Kollektion und ein neues Projekt im Bereich Oral Healthcare
Handwerksbetriebe: Warum Diana überlegt, in einen traditionellen Betrieb zu investieren
Startup-Ideen: Supplements für verschiedene Nischen, Dental Spas und mehr
Bleibt bis zum Ende dran und holt euch wertvolle Tipps zu Social Media, Unternehmertum und Investments!
Mehr zu Diana:
Rawr Ventures: https://rawr.ventures/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dianazurloewen/
Mehr Infos zu Feliks und Moritz findest du hier:
https://www.linkedin.com/in/eyser/
https://www.linkedin.com/in/moritzblees/
Marker:
(00:00:00) Diana zur Löwen: Die Reise einer Content Creatorin
(00:17:34) Investieren und Bildung im Finanzbereich
(00:24:20) Strategien für Content-Kreation
(00:30:24) Monetarisierung auf verschiedenen Plattformen
(00:41:01) Co-Creation und Produktentwicklung
(00:50:20) Audience-Shareholder und Co-Founding
(01:01:01) Investitionen in Start-ups und deren Auswahl
(01:16:51) Investitionen und der Einfluss von Social Media
(01:22:14) Geschäftsmodelle und Investitionsmöglichkeiten
[00:00:00] Welche Plattform wählst du aus? Was für eine Art von Content kreierst du? Wie würdest du bei null restarten? Das ist auch so ein Skill, ich finde den sollte jeder jetzt langsam beherrschen, weil es einfach eine große Power ist. Also schon so ein diversifiziertes Umsatzportfolio würde ich sagen. Ich war ja mal zwei, drei Monate als Marketingberater bei Femtasy dabei. So und ich saß da, während Raphael mir gerade ins Ohr geflüstert hat, was er jetzt alles mit mir anstellen möchte. Wenn man ein gutes Netzwerk an anderen Investoren hat, ist das halt unglaublich wertvoll.
[00:00:26] Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship Podcast, der neugieriger ist als Mark Zuckerberg bei der Inauguration von Trump. Heute mit Diana zur Löwen, einer Bloggerin turned Influencerin turned Entrepreneur. Mit ihr sprechen wir über ihr Geschäftsmodell. Die sie in Zukunft Creatorinnen createn möchte. Über ihre Investments und über die Business-Ideen, die sie gerne umsetzen würde. Viel Spaß. Viel Spaß. Willkommen Diana, schön, dass du da bist. Du bist eine der erfolgreichsten Content Creatorinnen Deutschlands, würde ich sagen.
[00:00:55] Und gleichzeitig bist du Unternehmerin, hast ein Team aufgebaut, baust quasi dein eigenes Medienhaus auf. Und du bist erfolgreiche Investorin, so wie ich das von außen beurteilen kann. Wollen wir auch gleich darüber sprechen. Davon gibt es nicht viele. Du machst es gut, scheint gut zu laufen. Und das hast du alles erreicht noch unter 30. Stimmt das? Genau. Also dieses Jahr werde ich 30. Und ja, ich bin schon seit über zehn Jahren Content Creator. Und seit, glaube ich, etwa sechs Jahren auch als Business Angel aktiv. Genau.
[00:01:25] Wahnsinn. Davon mit dich. Wir haben ganz viele Fragen. Wir wollen ganz viel von dir lernen. Wir wollen von dir lernen, wie man das Content Game im Jahr 2025 spielt. Wir wollen lernen, wie du deine Investments auswählst, wie du dein Vermögen strukturierst. Wir wollen auch lernen, was für Business Ideen du gerade spannend findest. Vielen Dank, dass du dabei bist. Aber erzähl zuerst mal, du bist gerade in Cape Town. Du wählst dich ein von Südafrika. Wie läuft es in der Cape Town Bubble? Hast du schon drei Angel Investments auf dem Weingut geclosed? Hast du bei Jared über das Frühstück schon einen neuen Deal gemacht? Das neue Ding ist auch der Business Hike auf dem Lion's Head hoch morgens.
[00:01:56] Stimmt. Hast du schon einen Deal auf dem Lion's Head gemacht? Nicht ganz, aber tatsächlich ein Startup, wo ich zuletzt investiert habe. Das ist auch im Direct-to-Consumer Bereich. Da waren die Gründer auch in Kampstadt oder die Gründerinnen und die habe ich knapp verpasst. Aber ich würde sagen, ja, gib mir nochmal fünf Tage und dann finde ich hier wahrscheinlich auch die nächste Investment Opportunity. Also hier ist man ja schon sehr stark einfach in der ganzen Startup Bubble. Egal, ob jetzt
[00:02:22] die Leute aus Berlin, München oder Hamburg sind. Also hier sind super viele Menschen, zumindest die man hier dann auch kennenlernt natürlich, die alle so einen Entrepreneurial Spirit haben. Und das macht natürlich auch super viel Spaß, wenn man dann ähnliche Interessen hat und ähnliche Themen, zu denen man sich austauschen kann. Diana, ich beobachte Diana zu Löwen jetzt so als Medienmarke, würde ich es jetzt mal nennen, seit, boah, ich glaube schon länger, als wir uns kennen persönlich. Und meine Außenperspektive,
[00:02:49] berichte ich mir aber nicht falsch, ist ja, du hast ursprünglich mal als Bloggerin noch angefangen. Also für die jüngeren Zuhörer vielleicht, es gab mal Blogs im Internet, das waren so Webseiten, da hat man dann so Inhalte draufgeschrieben. Und da konnte man dann über, ich glaube Mode hast du gemacht, ne? Mode, Food, was war es? Genau, damals war das Ganze Fashion. Und dann war dieses Modethema irgendwann, oder andersrum, das Blogthema wurde irgendwann kleiner, wahrscheinlich mit dem Aufkommen von Instagram, würde ich
[00:03:15] jetzt mal annehmen. Und dann hast du in Instagram deine Reichweite aufgebaut. Und jetzt will ich so sagen, so seit ein paar Jahren, wo du dann selber halt irgendwie auch erfolgreich Unternehmerin geworden bist, so hast du dich jetzt wieder in LinkedIn reingearbeitet. Das bedeutet, du hast ja jetzt schon mindestens dreimal einen Medienwechsel vollzogen und musstest immer deine Zielgruppe mitnehmen und dir immer nochmal ein neues Medium erarbeiten. Wie machst du das? Ja, also gute Frage. Ich meine genau, vielleicht mal zu meinem Werdegang. Ich habe eben sehr früh
[00:03:42] angefangen. Also als ich 14 war, habe ich mit Modeblogs oder mit Blogging quasi angefangen, als das eben noch so ein Thema war. Und bin aber dann auch relativ früh mit 16 zu YouTube gewechselt. Und YouTube war für mich eine lange Zeit echt eine Plattform, die mir auch super viel Spaß gemacht hat. Es war alles so ein bisschen langlebiger natürlich auch als jetzt bei Instagram oder TikTok zum Beispiel, weil man hat Videos auch sehr stark immer nach der Suche optimiert, also sogenanntes Tent-Polling gemacht, dass ich dann auch wusste, okay, ja, am 24. Dezember
[00:04:11] ist Weihnachten. Deswegen fange ich jetzt schon Ende November an, erste Weihnachtsvideos hochzuladen, dass wenn die Leute dann irgendwelche Sachen suchen, dass die dann meine Videos finden. Also ich bin damals auch immer schon relativ strategisch rangegangen, habe aber auch damals viel so Beauty- und Lifestyle-Themen gemacht und habe aber dann auch parallel zu YouTube schon angefangen, Instagram aufzubauen. Früher war Instagram ja noch voll anders. Also man kennt ja Instagram total noch oder hat es so im Kopf, wie es jetzt ist. Aber man
[00:04:38] kann ja auch erst, glaube ich, seit 2020 oder 2021 Reels posten. Also so lange gibt es jetzt Videoformate auch noch gar nicht auf Instagram. Und ich würde sagen, da war ich auch schon sehr früh immer dabei, dass ich gemerkt habe, okay, jetzt will auch Instagram langsam wechseln von Foto-Plattform zu Video-Plattform und habe das eben auch immer genutzt. Also während viele von meinen anderen Kollegen zum Beispiel einfach immer noch bei den Fotos geblieben
[00:05:05] sind, habe ich gesagt, okay, aber ich sehe gerade die meiste Reichweite bekomme ich, wenn ich Videos poste. Und habe da dann eben auch immer mein Content so ein bisschen angepasst. und parallel dazu habe ich mich eben auch als Mensch und als Person weiterentwickelt, dass ich dann ja mit Anfang 20, glaube ich, das erste Mal eben auch an der Börse investiert habe. Und da habe ich dann auch gemerkt, okay, eigentlich würde ich da gerne mehr drüber sprechen. Aber ganz viele Leute haben gesagt, nein, rede nicht über
[00:05:32] Geld. Das macht man nicht. Rede nicht über gewisse Business-Themen. Auch mein erstes Startup-Investment haben mir Leute wirklich abgeraten, darüber zu sprechen. Was war dein erstes Startup-Investment? Das war Fantasy. Und ich weiß noch was, dass das halt damals viele so heikel fanden, weil das so spicy Audios sind und die Leute gesagt haben, naja, Diana, am Ende kriegen wir dann so eine Schlagzeile, Influencerin investiert
[00:05:58] in ein Pornostartup oder so. Obwohl Fantasy ja eigentlich eher dazu dient, Frauen zu empowern und Frauen zu helfen, ihren Körper kennenzulernen. Und zum Glück habe ich das dann auch irgendwann geändert und auch mehr und mehr den Mut bekommen, über solche Themen zu reden. Weil mir das einfach total am Herzen liegt. Und ich merke halt auch noch immer, dass einfach eine riesen Bildungslücke in Deutschland herrscht zum Thema Finanzen. Also viele wissen
[00:06:27] einfach immer noch nicht, was ein ETF ist oder nutzen einfach nicht die Möglichkeit, die man heutzutage hat, um auch sein Geld smart selbst einfach zu parken. Man bekommt ja aktuell etwa so drei Prozent Zinsen bei einigen Anbietern und das macht ja schon mehr aus, wenn man das Geld bei drei Prozent liegen lässt, als jetzt zum Beispiel einfach auf einem Girokonto beziehungsweise auf einem Sparbuch. Und da versuche ich halt auch die Leute weiterzubilden.
[00:06:56] Und du hast dich ja weiterentwickelt inhaltlich quasi von Mode, Fashion, Lifestyle-Themen hin zu diesen Finanzthemen, die du angesprochen hast. Und du bist über die verschiedenen Medien quasi auch gewachsen. Was ist aktuell dein größter Channel? Was ist aktuell deine größte Plattform? Also ich würde schon sagen auf jeden Fall Instagram. Das ist immer noch eine Plattform, die für mich sehr, sehr wertvoll ist. Einfach weil man da nicht nur die Reels hat, sondern natürlich auch die Stories. Und in den Stories kann man halt am besten eigentlich mit seiner Community
[00:07:26] engagen. Also wenn ich jetzt irgendwas teilen möchte, auch was Persönliches, dann geht das doch am besten via Story, aber natürlich auch als Reel. Und ich muss sagen, ich mache auch sehr viel TikTok. Also ich mache eigentlich Instagram und TikTok parallel. Ich nutze auch oft oder eine Zeit lang, würde ich sagen, habe ich viel auf TikTok getestet und gesehen, was auf TikTok funktioniert. Funktioniert wahrscheinlich auch auf Instagram. Es hat sich ein bisschen
[00:07:51] gewechselt. Jetzt kann man ja auch Reels auf Instagram testen. Und das mache ich eben auch oft. Also ich gehe wirklich teilweise sehr analytisch da dran. Zum Beispiel heute habe ich ein Reel hochgeladen als Test-Reel. Und dann hat nach zweieinhalb Stunden Instagram gesagt, ah ja, das läuft gut. Wir laden das jetzt hoch. Und dann wird es quasi auf meinen Followern ausgespielt. Also es ist schon interessant. Kannst du nochmal erklären, wie das funktioniert? Ein Test-Reel? Erklär für uns mal einen dieses Feature, weil wir beide haben jetzt nicht so viele
[00:08:20] Reels gemacht. Ich habe noch nie ein Test-Reel gemacht. Ich habe schon mal Reels produziert an so einem Nachbetrag, das ich ganz bezeichne. Ist das ein Feature, das ich nur als Business-Account, wobei, bist du ein Business-Account, also nur als blauer Haken kriege? Oder kann das jeder machen? Ne, ich glaube, das kann jetzt wirklich jeder machen. Also wenn man einen Creator-Account hat, hat man eben die Möglichkeit, einfach so ein Häkchen anzumachen. Und dann heißt es sozusagen, dass man das Reel erstmal als Test-Reel hochlädt. Und dann wird das eben nicht der eigenen Audience ausgespielt, sondern neuen Leuten. Und dann wird
[00:08:50] sozusagen bewertet durch den Algorithmus, wie diese Leute das finden und wie die damit interagieren. Und wenn es eben besonders viele Likes, Shares, Kommentare gibt, dann merkt man eben, oha, okay, das ist ein Video, damit würde ich neue Follower bekommen oder damit kann ich vielleicht auch viral gehen. Und dann gibt dir auch Instagram spätestens nach zwölf Stunden Feedback und sagt so, hey, das ist jetzt ein... eigentlich sagt das immer was Positives, aber es, wie gesagt, entscheidet
[00:09:18] dann auch manchmal direkt, wenn es besonders gut läuft, dass du dann das einstellen kannst, dass es direkt mit allen geteilt wird. Also auch mit deiner Community. Und das gibt es, glaube ich, jetzt erst seit einem Monat. Also gerade führt Instagram sehr viele Features ein. Ich glaube auch, weil, wie gesagt, viele Creator merken, dass ja nur weil man jetzt Follower hat, genauso wie es auf TikTok auch ist oder auch auf anderen Plattformen, heißt es natürlich nicht, dass man die alle erreicht. Und das ist natürlich auch frustrierend, wenn man dann Reel postet und es erreicht nicht
[00:09:47] viele Leute. Aber wenn man es erstmal testen kann, hilft es einem natürlich auch zu lernen. Aber es geht halt auch so ein bisschen diese Spontanität manchmal verloren, dass man jetzt so denkt, okay, man lädt jetzt einfach sowas hoch. Also ich würde sagen, ich habe so eine Mischung. Ich probiere auch immer viel aus, aber manchmal lade ich auch einfach sowas hoch. Aber es ist schon ein smartes Feature auf jeden Fall. Wie viel ist Kreativität und wie viel ist Analytik von deinem Erfolg?
[00:10:11] Also das ist eine gute Frage. Ich glaube, ich habe so einzelne Hebel oder Dinge, wo ich schon weiß, auch gerade bei dem Finanzcontent oder generell bei Content, versuche ich immer zu überlegen, was würden Leute speichern oder was würden Leute teilen? Und da ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass man auch erstmal den Fokus von sich selber wegnimmt. Also ganz viele Leute wollen ja natürlich sich und ihr Leben teilen. Mach ich ja zum Teil auch. Aber wenn ich jetzt nur über mich rede,
[00:10:39] dann wird es halt irgendwann langweilig. Aber wenn ich den Leuten einen Tipp gebe, was der beliebteste ETF der Deutschen ist, dann hilft denen das halt auch wirklich. Und dann speichern die sich das halt auch ab oder teilen das vielleicht auch mit ihrer Freundin und sagen, hey, guck mal, das sollten wir jetzt endlich machen. Und das ist, glaube ich, ganz wichtig, das zu verstehen, dass vor allem auch TikTok in Speichern und Teilen funktioniert. Also da sehe ich eigentlich immer alle Videos, die super viel gespeichert wurden, die super viel geteilt
[00:11:06] wurden mit auch wissenswertem Content. Das sind die, die gut performen. Und wenn ich jetzt nur sage, ja, ich mache jetzt einen Vlog aus Kapstadt, das interessiert die Leute teilweise gar nicht so sehr, weil das dann auch wieder so weit weg ist. Du machst manchmal Entertaining-Content aus deinem Leben. Das ist so ein bisschen so eine Art Reality-Show. Da kann man einfach verfolgen, was du so machst. Und das ist auch interessant, quasi Einblicke im Leben von anderen Leuten zu kriegen als Entertainment-Perspektive.
[00:11:32] Aber du machst auch diesen Educational-Content, wo man sagt, okay, das würde ich mir jetzt abspeichern. Das leite ich weiter. Genau. Das gibt mir so ein bisschen auch so eine, sagen wir so eine Balance oder so eine Ruhe, dass ich sage, ich kann persönliche Sachen teilen bis zu einem gewissen Grad, wie mir das auch gut tut und wie es mir auch Spaß macht. Aber ich bin nicht nur darauf angewiesen, jetzt mein ganzes Privatleben zu teilen, weil dann kommt man, glaube ich, auch in so einen falschen Strudel,
[00:11:59] dass man irgendwie die Leute bei allem mitnimmt und dann wird es auch gefährlich. Also man will ja auch eine gewisse Privatsphäre noch haben. MrBeast hat neulich gesagt, er könnte jederzeit wieder bei Null starten oder in kürzester Zeit einen Channel aufbauen, der Millionen von Subscriber hat, weil er verstanden hat, wie YouTube funktioniert, wie die Plattform funktioniert. Wenn du jetzt im Paralleluniversum ausgesetzt wirst, wo Diana zu Löwe Null Follower hat, aber du dir das Ziel setzt, ich fange jetzt wieder an im Jahr 2025,
[00:12:27] wie würdest du vorgehen? Welche Plattform wählst du aus? Was für eine Art von Content kreierst du? Wie würdest du bei Null restarten? Also ich hätte auch total Lust, das auch mal für andere zu machen. Also ich bin da jetzt auch gerade so am Überlegen oder am Testen, das war wirklich für so spezielle Cases zu machen. Zum Beispiel würde ich mir natürlich heute vielleicht eine noch konkretere Nische suchen. Also wirklich, dass man sagt, ich bin Zahnärztin oder ich leite einen Handwerksbetrieb
[00:12:54] und dann zu sagen, okay, das ist mein Thema und ein Kernthema und dann vielleicht auch so zwei, drei andere Themen drumherum. Das finde ich manchmal gar nicht so schlecht, dass man nicht immer nur Zahnärztin ist, sondern vielleicht ist man auch jemand, der sich noch für mentale Gesundheit engagiert oder dem noch was anderes irgendwie wichtig ist. Aber ich würde schon so eine Kernnische suchen, wo die Leute wissen, okay, dafür steht man. Und dann das einfach darauf aufbauen mit diesen Metriken, dass man halt sagt, okay,
[00:13:23] das ist Content, der wird dann gespeichert und der wird geteilt. Zum Beispiel, so könnt ihr unter zehn Euro die perfekte Zahnpflegeroutine haben. So könnt ihr diesen Fehler machen die meisten beim Zähneputzen oder so. Und das kann man ja für jedes Thema eigentlich nehmen, dass man immer in diesen Headlines denkt, was Leute auch abspeichern würden und teilen würden. Okay, ich versuche das mal in meinem Marketing-Sprech zu transkribieren, ja. Das heißt, im Prinzip sagst du, wenn du dir eine Personal Brand anguckst,
[00:13:50] dann würdest du erstmal quasi ein Core-Thema nehmen, was die besetzt. Dann vielleicht ein, zwei flankierende Sachen. Also es ist jetzt nicht nur Zahnärztin, sondern Zahnärztin mit Hund und Spaß an Paddell. Keine Ahnung. Und dann hast du quasi diese Core-Themen, nimmst du dann quasi als Grundlage deines Redaktionsplans. Und auf diesem Redaktionsplan iterierst du dann rum.
[00:14:20] Wie machst du denn dann Content Creation? Weil ich habe ja, meine Karriere begann, besteht ja auch darin, dass ich immer posten, also nicht ich posten musste, sondern Leute zum Posten anregend musste auf verschiedenen sozialen Medien. Und da war immer so die Frage, okay, dieser Content-Druck, ne? Woher kriegen wir Content und was erzählen wir jetzt eigentlich am Freitag? Und wie löst du das? Hast du ein Leitmedium, dass du sagst, okay, ich produziere für TikTok und dann verwerte ich weiter? Hast du für alle einzelnen Sachen? Also wie, bleiben wir mal bei diesem Handwerksbetrieb.
[00:14:50] Und die Aufgabe ist jetzt, ne, anderes, Zahnärztin. Können wir eine andere Case sein, die machen können wir sagen, wir wollen einen Entrepreneurship-Podcast promoten, der das Ziel hat, junge Leute zum Gründen zu inspirieren. Ja, ja, okay. Und die ich dann Themen finden würde zum Beispiel oder das gestalten würde? Ja, wie fangen wir an? Wir haben jetzt so zwei charmante Co-Hosts. Der eine erzählt gerne Geschichten. Also was ich zum Beispiel machen würde, das ist auch was, was ich manchmal mache,
[00:15:17] weil ich ja wie gesagt dem, also bei Finanzen rede ich ja auch ein bisschen über meine Rolle als Investorin. Ich würde immer coole Gründungs-Cases vorstellen, also spannende Startup-Ideen. Das funktioniert halt eigentlich immer, wenn die Sachen gut sind. Also das müssen halt echt teilweise dann so Sachen sein, wo die Leute so ein bisschen auch überrascht sind vielleicht. Also was zum Beispiel bei mir mal ganz gut funktioniert hat, war über vegane Schwangerschaftstests zu reden, weil die Leute so dachten, hä, ich dachte die sind eh vegan oder war es da dran nicht vegan?
[00:15:44] Und dann ein bisschen zu erklären, naja, da werden noch Tiefersuche gemacht und diese Innovationen zu erklären. Also so ein bisschen so alltägliche Dinge zu suchen, wo die Leute Berührungspunkte mit haben und dann zu sagen, naja, Moment mal, aber da brauchen wir jetzt mal vielleicht Innovation. Weil wenn die Startup-Bubble kann ja schon auch sehr elitär sein, dass es ein bisschen abgehoben ist, wenn man sagt, naja, jetzt das nächste AI, Tech, bla bla bla. Dann denken halt auch da, denn ich denke Lisa Müller, ja, mir egal.
[00:16:12] Aber wenn du halt vielleicht sagst, naja, der Schwangerschaftstest oder wusstest du, dein Schokokeks, der besteht gar nicht aus Schokolade, weil es gibt jetzt so ein Startup, die machen aus Rapsöl und Hafer sowas, was wie Schokolade schmeckt, aber gar keine Schokolade ist. Dann denken die Leute so, oha, das ist ja krass. Okay.
[00:16:59] Also die Webseite solltet ihr kennen, wenn ihr gründen wollt oder wenn ihr Fördergelder beantragen wollt oder genau, hier könnt ihr, wusstet ihr, dass ihr 1000 Euro im Monat fürs Gründen bekommen könnt. Also so Themen würde ich halt immer suchen, wie jetzt das Gründerstipendium, wo die Leute halt dann auch wissen, da bekomme ich jetzt was, da bekomme ich eine Info und vielleicht bekomme ich dann sogar 1000 Euro im Monat, wenn ich ein Startup gründen will.
[00:17:23] Okay, okay. Spannend, ich nehme mit, quasi vom Ziel auszudenken, von der Emotion, wie du es gerade beschrieben hast, du hast für mich gewirkt, zu sagen, die Emotion, holy shit, da kriege ich 1000 Euro, wenn ich was mache. Oder wow, in dem Keks kann auch irgendwas anderes drinstecken als Schokolade. Also A, von der Emotion auszudenken und es wertvoll zu machen, speicherbar zu machen und zum Weiterleiten anzuregen, nehme ich mit. Und im Alltag der Leute drin zu sein. Nicht zu abstrakt, sehr konkret und das in Form von einer Geschichte zu erzählen. Das hast du ja eingangs auch gesagt.
[00:17:53] Anknüpfungsfähigkeit hätte ich es jetzt genannt. Das ist so halt, auch vielleicht auch nicht so in diesem Sprech, also wie viele Leute wissen, was ein Secondary ist. So habe ich mir eben gedacht, als wir darüber reden. Können wir gleich aufklären, was das ist. Da kommen wir auch noch drauf zu sprechen. Okay, ich verstehe. Genau, ich glaube, das ist, beziehungsweise vielleicht auch manchmal, was man ja auch sich überlegen muss, will man viele Leute erreichen oder will man halt eine Nische erreichen?
[00:18:18] Manchmal ist es ja schon okay, wenn man sagt, das solltet ihr beachten, wenn ihr Secondaries machen wollt. Aber dann ist die Zielgruppe halt relativ klein. Ja, okay, so sehr. Wo wir bei Nischen sind. Also du bist ja jetzt auf verschiedenen Kanälen aktiv. Und ich habe mich immer gefragt, welcher, also A, welcher Kanal, also was sind denn so diese Influencer-Metriken? Falls Influencer noch, oder Creator-Metriken.
[00:18:42] Also ist jetzt zum Beispiel LinkedIn normalerweise besser bezahlt als Instagram, als TikTok. Also was lohnt sich denn so richtig? Gibt es bestimmte Branchen, die richtig gut zahlen? Wie stelle ich mir das vor? Also ich empfehle eigentlich allen Leuten immer auf TikTok mal zu starten, weil TikTok ist halt super, um zu üben. Viele haben auch immer Angst bei Instagram, weil dann haben die schon so ihre Freunde, die denen da folgen und dann fühlt sich das ein bisschen komisch an.
[00:19:10] Aber allen, die dann auf TikTok starten, sage ich, teile die Videos auch unbedingt auf Instagram. Weil Instagram ist einfach die Plattform, die am meisten monetarisiert wird, würde ich jetzt mal sagen. Also auf TikTok habe ich auch Kooperationen oder Kooperationsanfragen. Aber das ist einfach viel seltener und ist auch teilweise schwieriger umzusetzen, weil es kommt jetzt bei TikTok-Shopping nach Deutschland, soweit ich das verstanden habe, dass man dann auch über TikToks direkt kaufen kann.
[00:19:39] Aber aktuell ist das noch nicht der Fall. Und deswegen machen halt viele Unternehmen, buchen bei mir, das Hauptsächliche ist eigentlich Stories, dass die Stories einbuchen. Und dann wird man eben über die Reichweite oder über zum Beispiel Conversions vergütet. Und das geht auch immer noch über Stories teilweise einfacher als über ein Reel. Also es geht auch über ein Reel, was jetzt viral geht. Ich hatte das jetzt letztens, wo ich auch über ein Startup-Thema gesprochen habe.
[00:20:06] Da ging es auch darum, Unternehmen zu kaufen, die schon bestehen. Und ein Freund von mir hat so eine Firma und der meinte dann ja auch, dass er das auf jeden Fall direkt gesehen hat in den Website aufrufen, dass da viel mehr Leute auf die Seite gekommen sind, obwohl ich die gar nicht verlinkt habe. Also ich habe die nur ganz kurz immer genannt. Aber wie gesagt, Stories ist eigentlich das meiste, um die meiste Conversion zu machen.
[00:20:29] Und LinkedIn würde ich sagen, also ich bin eher, wie sagt man, negativ überrascht, dass immer noch so wenig Kooperationen auf LinkedIn sind. Weil ich glaube, es ist auch ein zweischneidiges Schwert. Weil LinkedIn ist natürlich so eine Seite, da ist man trotzdem Entrepreneur und macht irgendwie Business. Aber wenn da jetzt zu viel Werbung kommt, also wenn ich jetzt auch für den Office-Business-Look die Make-up-Routine schminken würde auf LinkedIn, ich glaube, das würden die Leute halt auch kritisieren.
[00:20:58] Wahrscheinlich würden es viele Leute erreichen. Aber ich glaube, da sind wir jetzt noch nicht. Und viele Firmen halten sich da halt ein bisschen zurück. Aber LinkedIn nutze ich halt eher, wo ich manchmal für Beratungsthemen oder als Speaker oder als Expertin angefragt werde. Und man kann natürlich auch Sichtbarkeit für die eigenen Themen als Investorin und so bekommen. Aber ich würde sagen, primär ist Instagram die Plattform.
[00:21:22] Aber du könntest ja jetzt auf LinkedIn eine Kooperation mit einem Konto oder mit einem Urban Sports Club oder mit einem Travel Public, mit einem Hubspot. Das sind ja alles Sachen, wo man a. gut verstehen würde, warum du das machst, aber auch b. warum es auf dieser Plattform passiert. Das stimmt. Also das passiert ja auch, das machen auch viele Firmen. Aber ich finde, da ist teilweise auch der Sweet Spot gar nicht so einfach, zu machen, dass es gut ist.
[00:21:48] Weil sobald es da auch wieder zu werblich ist, erreichst du halt auch gar nicht mehr viele Leute. Kennt ihr vielleicht ja auch. Und ich würde wahrscheinlich heutzutage auch so eine Kooperation bei LinkedIn als Video machen, weil ich finde, Video funktioniert echt immer gut. Und bei Video habe ich auch schon teilweise, also dass man mehrere hunderttausend Leute erreicht mit einem Video. Aber man muss das halt auch ein bisschen austesten. Und das ist auch wieder keine Garantie. Deswegen glaube ich auch, dass viele Unternehmen, die das eine Zeit lang sehr stark gemacht haben, auch manchmal wieder merken und aufpassen,
[00:22:19] nur weil jetzt jemand eine gute Personal Brand hat, heißt das nicht, dass jedes Content Piece gut performt bei den Leuten. Also da muss man halt wirklich sehr spezifisch das auch wieder anpassen. Aber eigentlich, ja, ist da auf jeden Fall Platz da, dass da Kooperationen auch gut ankommen würden. Okay. Das heißt, ich nehme mit, dass für dich als Creatorin ist Instagram der relevanteste Kanal, einfach weil er der verkaufsstärkste für die Kunden ist und damit dann auch der am besten, am leichtesten zu monetarisierende Stand jetzt noch.
[00:22:49] Okay, verstehe. Genau, also für mich und meine Personal Brand. Ich glaube, wie gesagt, es gibt ja auch andere, also so Newsletter-Businesses und so Sachen können auch spannend sein. Aber das ist dann eher auch als B2B-Creator. Das ist dann, glaube ich, auch nochmal ein bisschen eine andere Welt teilweise. Wie schaffst du es denn, diese Konsistenz über Jahre einzuhalten? Du hast gesagt, du bist ja sehr analytisch und auch kreativ in den Storys, die du erzählst, aber eine ganz starke Komponente ist ja auch,
[00:23:15] einfach über Jahre, Jahrzehnte fast schon dabei zu bleiben, immer weiter zu machen. Wie hast du diese Konsistenz aufgebaut? Also ich würde mal sagen, bei mir ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, dass ich mich halt auch immer in einem gewissen Grad vielleicht neu erfinde, was auch manche Leute dann verwirrt oder nicht so gut finden. Aber ich entwickle mich halt auch immer weiter und die Themen, die ich halt behandle, glaube ich, das sieht man, dass die mich auch interessieren
[00:23:42] und dass ich mich als Person sozusagen weiterentwickele und die Leute dann auch die Themen einfach spannend finden. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt so gut gesagt habe, aber dass ich halt nicht so stehen bleibe. Also zum Beispiel, wenn ich jetzt, mache ich auch gerade so eine Weiterbildung im Bereich Venture Capital und Private Equity. Ich habe eben auch mal darüber gesprochen, dass ich mir das auch angucke, gerade so Private Equity Cases, also so ein bestehendes Unternehmen vielleicht auch mal zu kaufen, was ja jetzt auch immer mehr Leute machen. Und das sind dann so Themen, die interessieren halt dann auch viele Leute
[00:24:12] und ich spreche halt dann auch mal so ein bisschen darüber und versuche auch ein bisschen, glaube ich, diese Komplexität, diese Startup-Welt, diese Finanzwelt hat, so runterzubrechen, dass die Leute das dann auch verstehen und nehmen sie halt auf so eine Reise mit. Und ich glaube, das ist halt auch das Spannende, dass die Leute dann mir auch manchmal schreiben, boah, ich finde es so cool, wie du dich weiterentwickelt hast über die Jahre und dass es halt nicht irgendwie seit drei Jahren immer das Gleiche ist, sondern dass man halt schon sieht, okay, Diana ist halt generell
[00:24:41] oder auch seit zehn Jahren natürlich erwachsener geworden, aber hat sich halt auch wirklich weiterentwickelt. Und das ist, glaube ich, das Spannende, dass ich mir auch immer Themen suche, die mich wieder neu fordern und challengen und da einfach meine Community mitnehme. Und so rein praktisch hast du so eine, wie kann man sich das jetzt vorstellen, hast du so einen Stundenplan, wo draufsteht, Dienstagmorgen 10 Uhr poste ich auf LinkedIn, Mittwochabend schneide ich ein Reel für Instagram, Donnerstag ist, wie läuft das rein praktisch ab?
[00:25:08] Also tatsächlich gar nicht so strukturiert, wie man denken würde. Also ich habe zwar ein kleines Team, ich habe sozusagen zwei Leute, die mich so ein bisschen als auf Werkstudentenbasis bei meinem Content unterstützen und die arbeiten viel redaktionell mit mir, dass ich dann sage, zum Beispiel, ja, wir machen jetzt nächste Woche mal das Thema Krypto, könnt ihr da nochmal ein paar Sachen recherchieren, dass wir da ein bisschen rausarbeiten, was sind da vielleicht spannende Fakten?
[00:25:36] Oder zum neuen Jahr, okay, was wird sich denn jetzt in Deutschland für den Geldbeutel von den Leuten ändern? Was sind da Themen, die wir aufgreifen können? Und dann schöpfe ich sozusagen Sachen daraus, was mein Team redaktionell erarbeitet. Und andere Sachen, die bekomme ich dann wirklich eher durch mein Umfeld und mein Netzwerk. Also, dass ich dann irgendwo bei einem Dinner hier in Kampstadt vielleicht jemanden kennenlernen würde, der mir sagt, ja, ich mache jetzt, weiß ich nicht, wir machen jetzt fermentierte Schokolade.
[00:26:05] Und dann würde ich sagen, oha, das ist irgendwie ein spannendes Thema. Das muss ich irgendwie in meiner Community erzählen. Und das ist, glaube ich, aber das, was es dann auch so spannend macht, weil man manches einfach nicht so planen kann. Oder dass ich halt für mich gesagt habe, ja, ich mache jetzt einfach so eine Weiterbildung. Und es gibt doch einige Frauen oder Menschen, die sagen, ja, ich würde mich auch gerne nochmal im Bereich Finanzen weiterbilden oder Venture Capital und nehme die Leute so ein bisschen mit. Also, dass ich schon redaktionell arbeite
[00:26:32] und aber auch sehr, wie sagt man, ich bin auch sehr schnell. Also, wenn ich jetzt manchmal sehe, dass gerade politisch irgendwas beschlossen wird für Finanzen, dann würde ich das halt auch relativ schnell aufgreifen können und drehe auch die Sachen sehr situativ. Also, ich würde da nicht sagen, ah, ich habe erst am Mittwoch wieder meinen Drehtag. Sondern ich würde sagen, na ja, dann laufe ich gerade zum Sport und nehme da aber einen TikTok auf, wo ich das erkläre. Und ich weiß, dass es egal ist, dass ich da ungeschminkt bin und zum Sport laufe, weil ich weiß halt, dass der Inhalt zählt.
[00:27:02] Und dann funktioniert sowas halt auch. Aber das ist ja ein krasser Skill eigentlich, den ich bei vielen Creatorinnen beobachte, dass ich gar nicht so schnell gucken kann, wie mal eben jetzt irgendwie nochmal eine Story gedreht worden ist oder nochmal kurz was eingesprochen worden ist. Das ist so organisch. Ich weiß nicht, wir waren irgendwann, waren wir ja auch mal zusammen essen und da hast du quasi am Esstisch, ohne dass ich es mitbekommen hatte, noch kurz eine Story gemacht. Und dann war es schon wieder dabei. Und das ist so, also kommt das einfach aus der Übung raus?
[00:27:31] Also ist das wirklich einfach get the wraps in? Und deswegen geht das so gut? Ich würde wirklich sagen, das ist so Routine, was man dann irgendwann erlernt, wenn man vor allem auch die TikTok-App, würde ich sagen, ist super intuitiv, auch mit Schneiden und allem das Lernen. Also ich finde, das ist auch so ein Skill, ich finde, den sollte jeder jetzt langsam beherrschen, weil es einfach eine große Power ist, Videos zu drehen, in eine Kamera zu reden und die auch so easy zu schneiden. Du kannst ja jetzt auch mittlerweile mit KI halt super easy Untertitel machen.
[00:28:01] Vor drei Jahren musste noch meine Werkstudentin immer meine Untertitel machen. Das war voll viel Arbeit und jetzt geht es halt super easy. Und das ist halt echt cool, dass das jetzt so schnell geht und so einfach. Und ja, genau. Und das ist wirklich einfach Learning by Doing. Und ich würde es echt jedem empfehlen, das einfach mal zu probieren, weil ich glaube, man ist überrascht. Wir müssen das machen. Ja, ich wette. Wir müssen das Game einstellen. Wir müssen TikTok. Vielleicht gibt es uns nochmal einen Crashkurs, aber wir fangen an.
[00:28:31] Ich glaube echt, wenn ich mit euch nochmal so eine halbe Stunde sprechen würde, jedem so einzeln, würde ich ein Thema finden, wo ich sage, das würde bei euch viral gehen, wenn wir da selbst so ein situatives Video aufnehmen, weil das einfach so eine krasse Story ist oder so. Also ich glaube, das geht leichter manchmal, als man denkt. Nur das halt immer zu schaffen, ist auch nicht so einfach, glaube ich. Und du hast gerade Team angesprochen, du suchst auch gerade ein Founders-slash-Creator-Associate. Das fand ich ja ganz geil. Das brauche ich auch, glaube ich. Wir brauchen auch Moritz,
[00:29:00] wir brauchen auch ein Founders-slash-Creator-Associate. Erzähl mal, was für eine Person suchst du? Vielleicht finden wir jemanden. Ja, und zwar habe ich mir dieses Jahr eben vorgenommen, dass ich mich auch noch so ein bisschen unternehmerisch ausweiten möchte und so ein paar Projekte angehen will. Das eine ist auch eben im Bereich Direct-to-Consumer und da bin ich jetzt schon relativ weit, dass es schon auch so um erste Produktorder geht. Nächste Woche wollen wir eigentlich die Firma dafür gründen
[00:29:29] und da suche ich halt jemanden, der mich so ein bisschen unterstützt bei den ganzen Aufgaben. Also wenn man dann erstmal so einen Shopify-Shop macht, nochmal die Social-Kanäle aufbauen und da wollen wir eben auch so ein bisschen versuchen, nicht, dass ich unbedingt die Creatorin bin, die das Ganze ständig bewirbt, sondern auch mal testen. Wie gesagt, kriegen wir das hin, andere, die halt auch perfekt zu dem Thema und dem Produkt passen, zu enablen, da Content zu machen,
[00:29:57] um sozusagen Awareness dafür zu schaffen. Und genau, da suche ich halt einfach so ein bisschen Unterstützung. Das heißt, du willst jetzt gerade die Creatorin der Creator werden quasi? Das will ich ja schon. Ich finde es super cool, wenn man das kann, also wenn man auch andere zu Creatern machen kann. Das ist, glaube ich, auch eine krasse Power. Das will ich auf jeden Fall mal testen. Ja, verstehe ich. Das Projekt, kannst du sagen, was für eine Kategorie das ist? Gibt es ein Preview für unsere Zuhörer, was du da launchst?
[00:30:28] Also, ja, eigentlich finde ich es auch immer, also es wird so ums Thema so Oral Healthcare gehen. Das ist so ein bisschen das Thema. Zähne putzen 2.0. Genau. Okay, wir sind gespannt. Andere Sache, wo wir bei Produkten, die du rausbringst, beziehungsweise mit denen du dich assoziierst, sind, ich habe mitbekommen, dass du eine Parfumkollektion rausgebracht hast. Und da wäre jetzt mal eine Frage,
[00:30:58] wie sieht sowas üblicherweise aus? gehst du da auf einen Hersteller zu und sagst, hier, ich möchte das machen, kommt der Hersteller auf dich zu? Ich weiß zum Beispiel, gibt es da irgendwie so Deals? Ich weiß zum Beispiel, gibt es so Firmen wie so ein Food Vibes oder ein Lunch, die im Prinzip dann auf einen Creator zugehen und sagen, ich habe alles fertig? Also, wie kann ich mir das vorstellen? Genau, also, bei mir ist es auch so, dass man es eigentlich als so eine Art Co-Creation bezeichnen könnte. Also, die Marke gehört mir, aber ich habe sozusagen ein Unternehmen, die sitzen in Südfrankreich, in Cannes,
[00:31:27] mit denen wickele ich das Ganze quasi ab. Also, da bin ich immer so zweimal im Jahr und dann machen wir da immer Produktworkshops. Es ist schon da jetzt so, dass ich mich da auch sehr stark eigentlich mit reinnehme, gerade bei der Produktentwicklung. Also, wir bringen jetzt auch dieses Jahr zwei neue Kategorien raus, vielleicht sogar eine dritte. Die pitcht man dann immer DM oder Rossmann. Und genau, da bin ich dann immer in Südfrankreich und wir sagen so ein bisschen, okay, welchen Duft finden wir spannend
[00:31:54] oder wollen wir vielleicht auch eine neue Produktkategorie erschließen? Also, dieses Jahr wollen wir auch so ein bisschen, für euch klingt das wahrscheinlich jetzt mega random, das heißt so Body Perfumes, so eine Mischung aus Body Spray, Body Mist und Parfüm nochmal erschließen. Auch, das hatten wir alle früher, das nennt sich Axe. Das standen wir alle in der, Kühlscheidekabine. Das heißt früher, das hab ich immer noch. Genau, da haben wir jetzt sozusagen neue Produkte entwickelt, auch mit einem neuen Design
[00:32:22] und dann haben wir auch noch ein, so für den Sommer, so ein spezielles Haar-Perfum mit so Schimmerpartikeln und auch ein bisschen anderen Inhaltsstoffen, was so sehr nach Sommer riecht quasi und das pitcht man dann immer DM und Rossmann und dann sagen die quasi, nehmen wir oder nehmen wir nicht und dann ist meine Aufgabe eben, die Produkte genau mitentwickelt zu haben und die dann auch eben erstmal an meine Community sozusagen weiterzugeben. Aber ich finde bei Drogerie hofft man eigentlich
[00:32:52] oder die guten Produkte sind eigentlich die, die man selber gar nicht so bewerben muss, sondern eigentlich müssen die Leute das im Regal sehen und sagen, rennt zu DM, ihr müsst da dran riechen, weil das riecht mega gut. Und das ist gar nicht so einfach, natürlich zu schaffen, aber wir hatten, wir haben auch so Haar-Perfums und da haben wir das auch schon mal geschafft, dass die so sehr gehypt wurden und da muss man halt bei Drogerie, sagen wir, gar nicht so viel Marketing machen wie jetzt eine Direct-to-Consumer-Brand,
[00:33:21] weil du kannst es halt viel leichter natürlich kaufen oder siehst es auch einfach im Regal und nimmst es dann mit. Aber das natürlich zu schaffen ist auch wirklich nicht so einfach und ich hoffe, mit den neuen Produkten, die wir haben, haben wir da auch nochmal gute Chancen. Okay, kurze angeschlossene Frage, bedeutet aber, der Plan, wo du immer hin möchtest, ist, dass du sagst, es sollte Mass-Market distribuierbar sein, das heißt, es sollte in einem DM, in einem Rossmann oder wenn du Food machst, in einem LEH
[00:33:51] handelbar sein, weil rein E-Commerce ist dann schon ein anderes Ding. Nicht immer, ich würde sagen, es hängt wirklich vom Produkt ab. Ich fand zum Beispiel persönlich einfach bei Parfums, das kann man online erklären, also man kann den Leuten sagen, naja, das hat irgendwie eine Moschusnote und riecht nach Vanille, aber das ist schon auch echt kompliziert, dass die Leute das dann wirklich kaufen und ich bin auch trotzdem jemand, ich mag das auch, wenn Sachen jetzt nicht immer so überteuert sind, sagen wir so. Also ich erkläre ja auch viel
[00:34:20] in meinen Videos manchmal, dass ich Produkte oder Sachen nicht fair vom Preis finde, auch viel so diese Designer-Welt, da frage ich halt auch oft und deswegen wollte ich jetzt kein Parfum für 80 Euro rausbringen. Ich verstehe das, wenn das Creator machen, weil es macht aus einer D2C-Sicht auf jeden Fall Sinn, aber wenn man die Chance hat, auch Sachen Mass Market in der Drogerie zu platzieren, finde ich das persönlich halt total cool und hatte mich halt für diese Düfte, vor allem für die Drogerie entschieden, einfach weil man das dann
[00:34:48] halt auch direkt erleben kann sozusagen und es dann auch leichter ist, rauszufinden, ob man das mag oder nicht. Wenn wir da mal rauszoomen, wie funktioniert denn generell das Geschäftsmodell einer Influencerin oder eines Influencers? Wenn man mal sagt, die Diana zur Löwen GmbH, die hat quasi verschiedene Revenue Streams, das können E-Commerce-Themen sein, Kooperationen, also was macht da so den Löwenanteil aus und was sind vielleicht Revenue Streams, die man gar nicht so auf dem Schirm hat? Also ich würde sagen, das meiste sind auf jeden Fall schon Brand Deals, also dass ich wirklich ja
[00:35:18] von Marken bezahlt werde. Mit einigen habe ich sozusagen auch immer regelmäßige Kooperationen, also ich arbeite eigentlich jeden Monat mit Trade Republic zusammen oder auch mit Schwarzkopf mache ich sehr viel und da zahlen dann die Marken für meine Reichweite oder eben auch für eine Conversion, also auch bei Trade Republic, wenn Leute dann ein Depot eröffnen zum Beispiel oder bei Taxfix, wenn die dann eine Steuererklärung über meinen Code machen oder wenn aber auch Marken
[00:35:47] mich als Werbegesicht haben wollen, wenn sie sagen wollen, naja, wir wollen nicht nur das Video von Diana auf ihrem Kanal haben, wir wollen das auch auf unserem Kanal haben oder wir wollen mit Diana eine Werbung schalten. Das ist ja häufig auch auf TikTok eigentlich, dass man da Videos kreiert und die Marken dann auch direkt sagen, die wollen das dann auch auf TikTok boosten als Werbung. Mit ihrem eigenen Werbebudget und Topf. Genau. Und dann würde ich sagen, sind es halt noch so Sachen, bei TikTok kann man auch Geld verdienen,
[00:36:16] wenn man Videos, wenn man ab 10.000 Follower hat und Videos macht, die länger als eine Minute sind, bekommt man auch Geld von TikTok über einen, ich glaube, das heißt Creator Fund oder so. Das kann sich auch teilweise ein bisschen summieren. Bei YouTube ist es ja auch so, dass man über die generellen Ads beteiligt wird. Ist es für dich relevant, dass die Plattformen dich direkt bezahlen, dafür, dass du Content produzierst? Ich würde sagen, aktuell eher weniger, weil ich meine Videos
[00:36:45] nicht unbedingt darauf auslegen will. Also ich gucke eher darauf, dass ich halt Follower gewinne und meine Follower halte, als dass ich jetzt denke, ah, das Video mache ich jetzt noch fünf Sekunden länger, weil dann verdiene ich halt was dran. Da sind einfach die anderen Sachen noch lukrativer. Aber was sich zum Beispiel auch noch lohnt, ist einfach Affiliate Marketing. Also wenn ich gewisse Produkte verlinke, wenn ich jetzt mir eine Hose kaufe bei H&M und die verlinke, dann verdiene ich da auch dran. Also kann ich da dran verdienen über gewisse Plattformen.
[00:37:14] Und das ist auch was, was sich schon auch lohnen kann, wenn man das regelmäßig macht und das sozusagen in seinen Content einbaut. Und ich würde sagen, das sind eigentlich so die Hauptthemen. Klar, wie gesagt, manchmal, dass man auch als Speaker oder für so Beratungssachen gebucht wird oder halt dann die eigenen Produkte. Das kommt dann eben auch dazu. Aber das ist, glaube ich, so der generelle Wrap-up, würde ich sagen. Okay. Also schon so ein diversifiziertes
[00:37:44] Umsatzportfolio, würde ich sagen, die Brands, die dich buchen, die Plattformen, die dich potenziell bezahlen, die Affiliate Dears, wo die Bargasse nicht speziell auf dich zukommt, aber du sagst, du hast diesen Link von H&M zum Beispiel und deine eigenen Themen wie deine E-Commerce-Projekte oder Beratung. Was hältst du denn generell von Audience, Co-Foundern, Audience-Shareholdern? Also du machst deine eigenen Projekte, die gehören erstmal dir. Du könntest jetzt auch sagen, hey, vielleicht kommt
[00:38:14] Startup-Founder oder eine Gründerin auf dich zu und sagt, ich würde gerne eine Firma gründen, ich würde gerne ein neues Haarparfüm rausbringen und du promotest das und kriegst dafür zum Beispiel 10% an der Firma oder sowas oder 50%, wenn ihr es zu zweit macht. Gibt da in der Vergangenheit Deals wie Jessica Alba mit Ones Company und so weiter, also die ihre Reichweite mitgebracht haben. Findest du das gut oder siehst du das kritisch? Ich finde, es kommt so ein bisschen drauf an. Also viele Sachen, die ich immer gesehen habe, waren halt dann leider eigentlich Startups,
[00:38:43] die nicht so gut laufen, die dann halt Creator fragen, naja, wollt ihr da Anteile haben, um das sozusagen zu pushen? Und das finde ich dann teilweise ein bisschen schwierig, wenn sozusagen auch die Firmen eine Riesenhoffnung in Creator haben. Das kann manchmal funktionieren, wenn das auch ein perfekter Fit ist, aber eben auch nicht immer. Und dann kann es halt auch schwierig sein, wenn da jetzt so ein Creator irgendwie 10% hat und der hat vielleicht am Anfang ganz gut performt,
[00:39:12] aber irgendwann performt er gar nicht mehr und man hat dem irgendwie super viele Anteile gegeben. Also das finde ich schon teilweise sehr, sehr riskant. Also man kann das natürlich auch über ein gewisses Festling oder so vielleicht machen, aber ich würde eher davon abraten, jetzt nur diese Reichweite vor allem mit zu vielen Prozenten vielleicht auch zu vergüten. Oder wie gesagt, ich finde, weiß ich auch irgendwie, ich will jetzt gar nicht negativ über viele Creator reden, weil es gibt einige Creator,
[00:39:42] die entrepreneurial sind, aber nicht so viele, wie man denkt. Also wenn jetzt, wenn man jetzt einem Creator sagen würde, du kriegst 10%, dann würden die meisten wahrscheinlich sagen, ja, ich hätte aber eigentlich lieber das Geld. Ich will lieber jetzt das Geld haben, weil was ist, wenn die Firma pleite geht? Ich habe die Erfahrung gemacht, Felix, wir hatten diese Diskussion mal über die Inzentivierung von Sales-Leuten und meine Erfahrung, Diana sagt mir immer, ob du das anders hieß, ist, die meisten Creator, einfach weil sie es gewohnt sind, dass ihr eigenes Geschäftsmodell
[00:40:11] so nah am Cash ist, so, du machst eine Kooperation, du schreibst eine Rechnung, du hast Geld auf dem Konto. So, und dann zu sagen, ja, und du investierst und in fünf Jahren ist es vielleicht so und so viel wert, vielleicht auch nicht, das mögen die gar nicht. So viel Unsicherheit, auf die sie überhaupt keine, so, die sagen so, nee, ich will, ich mache hier meine Story, wenn das funktioniert, ich kriege so viel Geld, wenn es nicht funktioniert, so viel Geld, wenn es funktioniert, ist eine ehrliche Sache. Entdependent. Der Rest ist, ich übernehme keine Verantwortung für dein Geschäftsmodell. Das ist schon sehr üblich, oder? Ja, also ich sehe das auf jeden Fall
[00:40:41] auch so wie du, weil ich kenne das auch so ein bisschen ja von mir als Business Angel, dass ich so oft auf Creator zugegangen bin und gesagt habe, ey, dieses Startup, das passt perfekt zu dir und deinen Themen. Willst du da investieren? Und dann sagen die so, also, wie gesagt, das sind jetzt nur einzelne Personen, aber lieber, die meisten sagen dann, ja, ich investiere das dann doch lieber in Immobilien oder Aktien. Das ist mir irgendwie doch zu heikel. Und ganz ehrlich, dann, wie gesagt, kann ich auch nicht mit vielleicht anderen Marken arbeiten. Also, ihr hattet ja auch die
[00:41:10] Sanchez-Gründerin zum Beispiel hier und ich bin ja auch bei Sanchez beteiligt und ich weiß, es wird dann schwierig, mit anderen Schrumpfungen für mich zu arbeiten. Das ist eigentlich, also eigentlich kannibalisiere ich mich zum gewissen Grad auch mein eigenes Businessmodell selber, wenn ich, sagen wir, zu viele D2C-Investments mache, dass ich dann sage, naja, ich kann jetzt leider nicht mit der Brand arbeiten, weil ich bin ja da investiert. Und dann sagen halt auch viele Creator, ganz ehrlich, da nehme ich lieber das Geld. Und auf der anderen Seite
[00:41:40] kann es ja auch sein, dass du, dass das Sanchez richtig gut läuft, nächstes Jahr für 200 Millionen verkauft wird, du hältst drei Prozent, machst sechs Millionen und das dauert ja eine ganze Weile, so viel Geld über Kooperationen reinzuholen. Das ist natürlich die andere Sicht, aber ich glaube, ist klar, wenn es wenig Beispiele dafür gibt, dann fehlt auch vielen ein Stück weit die Vorstellungskraft, dass so etwas möglich ist. Genau, das sehen halt, glaube ich, viele nicht und viele, wie gesagt, schätzen einfach diese Privileg, dass ihr Job das einfach ist,
[00:42:10] dass die so immer regelmäßig eingebucht werden, da Geld bekommen und die wollen sich dann gar nicht mit so Sachen befassen und was ja auch dazu kommt, ist ja in Deutschland der ganze bürokratische Aufwand, also wenn ich denen dann sage, naja, du müsstest dafür am besten noch eine UG gründen und musst dann aber noch deine Steuererklärung da für die Firma jedes Jahr machen, dann sagen die dann direkt auch. Dann musst du zum Notar gehen, dann musst du irgendwann abstimmen bei irgendwas. Und dann noch Westing mit Cliff, dann sind sie ganz raus. Genau. Aber du bist ja grundsätzlich offen,
[00:42:40] ich meine, du machst ja solche Deals trotzdem und hast dich da reingefuchst ein Stück weit, du machst auch Ausbildung in die Richtung, hast du gerade erwähnt. Lass uns doch mal über Geldanlage generell sprechen. Wie sieht denn deine Vermögenstruktur insgesamt aus, wenn man quasi so ein Kuchendiagramm malen würde? Wie viele sind da Startups, wie viele sind ETFs, wie viel hast du in Gold unter dem Kopfkissen versteckt oder wo auch immer oder Bitcoin? Hast du einen Meme-Coin? Nee, ich glaube, ich habe keinen Meme-Coin.
[00:43:09] Und ich habe mir kurz mal diesen Trump-Coin, weil ich da so eine Push-Benachrichtigung bekommen habe, weil ich dachte so, ich lasse, ich mache bei sowas nicht mit. I'm not here for the quick money. Ich habe viel eigentlich in ETFs und Aktien, einfach weil ich da, das war sozusagen das Erste, womit ich gestartet bin, dass ich gesagt habe, okay, das finde ich halt relativ easy going und ich hatte auch einfach, sagen wir, nicht unbedingt Glück, aber ich habe einfach früh angefangen, als diese ganzen Tech-Firmen jetzt noch nicht so riesig waren,
[00:43:38] dass ich damals da schon rein investiert habe und gesagt habe, naja, ich arbeite halt mit Google und Apple benutze ich halt auch und dann habe ich halt wieder in solche Firmen investiert, habe dann auch noch zwei... Hast du das Einzelaktien gemacht von diesen Firmen oder hast du Tech-ETFs gekauft? Einzelaktien, am Anfang wusste ich tatsächlich gar nicht, was ETFs sind. Heute weiß ich das zum Glück, aber deswegen bin ich da so sehr risikoaffin, ein bisschen reingeschlittert und habe sozusagen in Aktien investiert und dann habe ich quasi
[00:44:08] noch zwei Immobilien und dann habe ich aber sonst auch, wie gesagt, einige Startup-Beteiligungen, also mittlerweile 13, würde ich sagen, glaube ich, was dann auch sich natürlich summiert und genau, ja, ein bisschen Krypto, aber jetzt nicht so viel, das ist jetzt auch ein kleinerer Anteil eher, aber das ist sozusagen meine Aufteilung, würde ich jetzt mal so sagen. Wir hatten eine Community-Frage
[00:44:38] und zwar, wie du dich als Unternehmerin auf das politische Jahr in Deutschland vorbereitest, änderst du irgendwas mit Ausblick auf Änderungen in Deutschland, aber auch in den USA? Hier war die Frage, denkt man an die Aktienkurse nach der US-Wahl, aber auch der Blick auf Investments in Deutschland? Die Firmen, die du gerade angesprochen hast, sind alle in den USA, Google, Facebook und so weiter. Änderst du irgendwas oder dass das alles im Laufe des Bisses ist? Also, ich persönlich, ich finde es immer sehr schwierig, sozusagen jetzt,
[00:45:07] wie sagt man, seine ganze persönlichen Gedanken oder Meinung, zu sehr in sein Portfolio reinzupacken, weil man dann auch gar nicht mehr so, naja, wie kann man das sagen, man ist ja auch teilweise gar nicht so diversifiziert, weil jetzt so ein MSCI World, da sind eben die meisten Firmen in den USA. Das heißt, wenn man jetzt persönlich sagen würde, ich will das nicht mehr, dann gibt es natürlich Alternativen, aber ich glaube halt leider, dass diese Firmen jetzt erstmal profitieren werden. Also, ne, und das ist dann,
[00:45:37] und dann würde ich ja auch sagen, das wäre jetzt auch Quatsch, das erstmal rauszunehmen. Also, ich glaube ja auch weiterhin an diese Firmen, auch wenn ich leider vieles moralisch aktuell richtig schlimm finde, würde ich aber jetzt nicht das alles rausnehmen, weil das Risiko, dass ich das dann woanders falsch hinpacke und jetzt, weiß ich nicht, in irgendein Green Energy ETF packe oder so, der jetzt ja auch politisch total, da wissen wir jetzt auch gar nicht, wo das hingeht,
[00:46:07] finde ich das noch riskanter, als das jetzt da drin zu lassen, sagen wir so. Und, ich habe da jetzt so keine, dass ich das jetzt umändern würde, ich glaube, wenn jetzt noch andere Sachen passieren, die ich ganz schlimm finde oder man irgendwelche Entwicklungen nochmal beobachtet, dann vielleicht ja, aber so würde ich es jetzt nicht machen. Ich weiß nicht, wie ist das bei euch? Das würde mich jetzt auch mal interessieren. Habt ihr euch da so ein bisschen Gedanken zu gemacht? Also sagt ihr so, ihr ändert da jetzt was oder bleibt das war ich so?
[00:46:38] Also mein Take ist, ich glaube, Regierungswechsel in den USA, da gibt es natürlich auch sehr unterschiedliche Perspektiven drauf, aber ist glaube ich klar, dass es kurzfristig wirtschaftlich erstmal positive Effekte haben wird und auch die Senkung der Regulatorik, was gerade M&A angeht, argumentieren ja viele, dass es einfach wieder mehr Käufe geben wird von Firmen, von Startups, dass Börsengänge wieder häufiger werden und so weiter und das natürlich Deregulierung auch ein Stück weit dazu führen kann, dass die Tech-Konzerne davon profitieren. Also, dass zum Beispiel AI-Regulierung
[00:47:07] komplett über den Haufen geworfen wird und die Firmen müssen erstmal machen können, was sie wollen. Kann natürlich dazu führen, dass mehr Experimente gemacht werden und auch funktionieren und Wert entsteht. Also, mein persönliches Portfolio ist seit Jahren sehr Tech-lastig, sehr US-lastig, sehr Krypto-lastig und das werde ich jetzt auch nicht ändern, weil ich glaube, dass das jetzt natürlich auch ein guter Zeitpunkt ist, so aufgestellt zu sein. Felix hat sich ja wirklich durch das Tal durchgelitten, um jetzt quasi den Moment zu haben. Ich habe im Kursor so viel gelitten,
[00:47:37] dass ich jetzt, also ich denke, jetzt kann so ein Anstieg, das habe ich mir emotional verdient. Und ich habe zwei Phasen durchlebt. Ich hatte einmal die Phase, wo ich das Gefühl habe, ich habe ganz viele Hypothesen und deswegen viel klüger als der Markt, wie die meisten Menschen, die sich für klüger als den Markt halten, wurde ich dann ins Bessere gelehrt. Und deswegen habe ich dann gesagt, naja, dadurch, dass ich ja sowieso mit Startup-Sachen und mit Early-Sachen
[00:48:06] eigentlich risikoüberallokiert bin, mache ich mit den Sachen, die ich in Aktien mache, eigentlich gar nichts mehr. Ich halte keine einzige Einzelaktie mehr mittlerweile. Und ich bin minimal, also ich bin ein bisschen regional diversifiziert, aber that's about it. Also im Prinzip das, was ich irgendwie an ETFs halte, das ist wie Bargeld. Und da mache ich auch nichts. Das von links nach rechts und wieder zurückzuschieben, das ist dann irgendwie auch wurscht. Ich glaube, das ist ja die Grundüberzeugung.
[00:48:36] Also Time in Market steckt Timing the Market. Also sinngemäß, je länger du investierst und nichts anrührst, desto besser. Und da gibt es ja die ganzen Statistiken, dass im Grunde so Robin Hood dieses ganze Daytraden und rein und raus und irgendwie probieren, dann guten Momentservice schon in der Regel nie gut klappt oder nicht nachhaltig ist und zum Ende einfach brauchen, lange dabei zu sein. Und die Sache, die alle, die richtig Geld verlieren, gemein haben, ist, dass sie sich für schlauer als den Markt halten. Und das ist jetzt so, und das ist so, dass das muss dann
[00:49:05] irgendwie auch nicht sein. So, Lass uns mal über Startups reden. Du hast 13 Beteiligungen gemacht. Wie kam es überhaupt dazu? Deine erste war Fantasy, dann sind zwölf weitere gefolgt. Wie kann man sich das vorstellen? Wie kommen Gründe überhaupt auf dich zu? Und wie wählst du aus, in wen du da investieren willst? Und wie läuft so ein Deal ab? Ja, also lustigerweise genau kam das damals über Tom Bache. Ich glaube, so haben wir uns ja auch, ich weiß nicht, ob wir uns, ich weiß gar nicht, wo ich Moritz mal kennengelernt habe, aber so habe ich glaube, ich auf jeden Fall Felix kennengelernt.
[00:49:34] Wir beide haben uns auf jeden Fall über Tom kennengelernt. Das ist der nächste Shoutout an Tom. Der freut sich immer über Shoutouts. Ja, weil ich damals in Köln studiert habe, BWL, und da hat er mal bei, das hieß Entrepreneurs Club, so einen Vortrag gehalten über die Code, die er dann damals gründen wollte. Und da bin ich dann danach zu ihm, meinte so, ja, du solltest unbedingt was mit Influencer machen, um deine Uni zu bewerben. Und dann hat er sich das, glaube ich, gemerkt und hatte damals das Deck von Fantasy
[00:50:04] geschickt bekommen und meinte dann zu mir, ich glaube, das könnte auch was für dich sein. Und dann, ja, hatte ich halt damals gar keine Ahnung davon. Also meine Eltern, die haben noch nicht mal ETS. Meine Eltern haben, ich weiß gar nicht, so komische Rentenversicherungen oder so. Lebensversicherung, Lebensversicherung, genau. Meine Eltern kennen sich da auch wirklich gar nicht mit aus. Und dann dachte ich so, okay, aber irgendwie wäre es auch schon mal spannend, in so ein Startup zu investieren.
[00:50:34] Auch wenn ich damals, habe ich natürlich auch schon Geld mit Social Media verdient, aber es war für mich schon ein riesiger Schritt, irgendwie, ja, so Geld in so ein Startup zu investieren. Und dann habe ich halt Julie, die Gründerin, getroffen, fand die Herangehensweise aber irgendwie richtig cool. Ich meine, ihr kennt ja auch Julie. Julie ist auch eine richtig beeindruckende Frau. Und sie hat das einfach so sehr nach der Lean Startup-Methode gegründet, Fantasy. Also hat da erstmal ganz viele Umfragen und Tests gemacht. Und irgendwie hat mich das total überzeugt, dass ich so dachte,
[00:51:04] naja, die hat das jetzt ja alles getestet. Da gibt es Leute, die klicken dann auch so Ads, obwohl das Produkt noch gar nicht da sind und wollen auf so einer Warteliste sein und finden das cool. Und dann hat mich das wirklich so sehr überzeugt, auch wenn ich damals dann auch mit anderen, sagen wir, bekannten Frauen aus der Startup-Szene der telefoniert haben, die dann so meinten, ah, nee, ich würde das nicht machen. Das wird irgendwann, macht das Spotify und bla. Dass ich es trotzdem halt gemacht habe. Und ja, das war eigentlich Was hat dich überzeugt? Was hat den Ausschlag gegeben zu sagen, okay, komm, da gibt es irgendwie verschiedene Meinungen,
[00:51:34] aber ich mache das jetzt? Ja, wirklich diese Art, wie Julie da vorangegangen ist, also dass ich gesagt habe, okay, sie hat das halt wirklich so lean getestet und da gibt es so viele Frauen, die da jetzt schon von diesem Prototypen so begeistert sind, dass sie das nutzen. Und dann dachte ich, es ist irgendwie auch was Schönes, was Spannendes, was Neues, dass man einfach so den Körper mal kennenlernen kann und ich dachte, es leuchtet mir irgendwie ein, weil, wie gesagt, man kennt ja sonst immer nur diese Videoplattformen
[00:52:03] und ich glaube, damals weiß ich gar nicht, ob ich es gab, da gab es schon Fifty Shades of Grey, wo das ja auch schon immer so ein Ding war, dass Frauen diese ganzen Bücher immer gekauft haben. Das ist ja auch heute noch so. Hast du die Plattform vorher getestet eigentlich? Also ich habe es schon auch getestet, aber ich muss jetzt, ja, also ich habe es vorher auch getestet, aber es war ja damals auch super early, also da gab es, glaube ich, jetzt noch nicht so viel Arbeitspläne. so stoppen. Ich habe sie auch getestet. Genau, ich habe sie auch getestet. Ich weiß gar nicht, wie ihr das wisst, aber ich war ja mal zwei, drei Monate als Marketingberater bei Femtesty dabei
[00:52:33] und saß dann Ich hätte jetzt gedacht, du wärst so, du warst so ein Sprecher. Bist du der Raphael? und war dann und saß in einem Abteil, das werde ich nie vergessen, auf einer Zugfahrt von Mannheim nach Berlin und musste mir den Content halt anhören und dann saß mir so eine Schulklasse gegenüber so und ich saß da, während Raphael mir gerade ins Ohr geflüstert hat, was er jetzt alles mit mir anstellen möchte und habe mir gesagt, Gott sei Dank, dass der Kopf her war dabei. Und dachte mir, Gottes Willen. Das war sehr spannendes Produkt.
[00:53:03] Okay, aber wie viel hast du investiert? Ich habe insgesamt 25.000 Euro bei Femtesty investiert. Wie viel Anteil hast du dafür gekriegt? Weißt du das noch? Das weiß ich leider nicht mehr, das muss ich nochmal nachgucken. Aber ich habe also, ich habe das auch gestaffelt gemacht, das war ein bisschen so doof, weil ich halt damals so Angst hatte, dass ich in der ersten Runde und dann in der zweiten Runde investiert habe. Heute hätte ich es natürlich auch irgendwie anders gemacht, da wäre ich so mehr all in gegangen, aber man lernt halt auch immer dazu, weil ich halt damals
[00:53:32] natürlich noch ein bisschen risikoaffiner war und dachte so, boah, werde ich da jetzt schon auf einmal 25.000 Euro investieren, was ist, wenn das schief geht? Aber es ist schon alles okay. Ich kann dir sagen, es gab ja da verschiedene Runden und ich habe Julie kennengelernt, auch Fanny, über ihren Vater, weil der Berater war bei mir bei RegioHelden, weil er aus der Branche kam und wir so Prozessoptimierungsprojekte mit dem gemacht haben und eines Tages kam da zu mir, übrigens Felix, noch ein privates Thema, meine Tochter, die hat bei Xing gearbeitet, aber gründet jetzt ein Startup und vielleicht interessiert
[00:54:02] dich das Sprichwort mit dir, das könnte dich interessieren, aber was die macht, muss sie dir selber erzählen. Ich dachte, okay, was kommt jetzt? So habe ich Julie kennengelernt und sie hat es mir gepitcht und ich fand sie super, super überzeugend und strukturiert und sie hatte ein krasses Pitch-Deck, weil sie bei Xing in der M&A-Abteilung war und so weiter, also es war alles so super professionell, aber irgendwie konnte ich den Space nicht einschätzen und habe es nicht gemacht. Ein paar Monate später schickt sie ein Update, ich schaue es dann wieder an, Runde ist teurer, ich konnte mich nicht durchdringen, habe es wieder nicht gemacht
[00:54:31] und im dritten Anlauf, in der teuersten Runde, die es dann gab, habe ich gesagt, komm, ich mache es, ich finde das so cool und der Umsatz hatte sich entwickelt und da haben alle Charts nach oben gezeigt, aber das war auch kein guter Move. Bei einer coolen Gründerin, die überzeugend war, dreimal abzuwarten, also dass auch mein Learning überzeugt ist und sagt, die Person ist cool und grundsätzlich an den Bereich glaubt, dann lieber gleich investieren als später. Also da habe ich auch ein bisschen Lehrgeld bezahlt. Also ich wollte gerade sagen, das ist auch mittlerweile mein Approach, also wenn ich investiere, ich will eigentlich
[00:55:00] so früh rein, wie es geht und gucke eigentlich vor allem sehr stark hauptsächlich auf das Team. Also ja, das wäre eigentlich am allerwichtigsten Team und Bewertung. Du hast ganz früh bei Nelly investiert. Genau. Kannst du uns da mal durchführen? Das ist ein spannender Case, weil die gerade in der Presse waren, haben 50 Millionen von Series B geraced, also haben sie jetzt quasi hingekriegt, von Startup zu Scale-Up zu werden. Da ist jetzt Serious Money im Spiel, würde ich mal sagen. Was ist die Entstehungsgeschichte und wie bist du da so früh
[00:55:30] reingekommen? Da warst du auch vor mir drin. Genau, da war ich auch vorher drin. Das war durch einen guten Freund, also ein gemeinsamer Freund von Niklas und mir. Niklas hat ja, wie die anderen Gründe, auch vorher bei Clana gearbeitet und ich habe dann lustigerweise auch mal in Berlin bei einem TED-Talk jemanden kennengelernt, der mit Niklas befreundet war und eben auch mit mir und dann war Corona und wir alle saßen halt immer so in Berlin zu Hause und Niklas hatte dann
[00:56:00] so eine Idee, dass er gründen wollte. Damals noch was anderes, ich glaube, das haben sie auch schon mal gesagt, dass sie eigentlich so eine Website machen wollten, wo man die Hundeanmeldung in deutschen Städten digitalisiert. Eine Hundeanmeldung für Berlin, oder? Wenn du so ein Hund adoptierst, dass er so eine Marke kriegt. Genau, dass das halt digital geht. Das war ja wirklich zu Corona so eine Zeit, wo halt man gemerkt hat, ja jetzt müssen echt mal Prozesse digitalisiert werden, dass man da nicht überall mehr hingehen muss und dann hatten sie da so eine Website
[00:56:30] gebaut, die einfach schon tausendmal besser war als die Website von der Stadt Berlin und ich dachte so, okay, ich finde das super cool, wenn man das schaffen könnte mit so smarten Gründern und einer smarten Idee, Prozesse und Dinge in der deutschen Bürokratie zu digitalisieren. Und ich wusste halt, dass das Team, also dass die vier Gründer, dass die sich alle schon jahrelang kannten und dass die halt alle bei Clana gearbeitet haben und zwei der Gründer sind eben auch im Tech-Bereich wirklich sehr stark und haben da auch bei Clana
[00:56:59] sehr innovative Produkte mitgebaut und dann ja saßen wir halt damals zusammen und sie hatten diese Idee mit dem Hunde anmelden oder so gepitscht und gesagt, aber ja, vielleicht pivoten wir auch nochmal, wir wollen jetzt erstmal ein bisschen Startgeld haben, aber ihr habt uns als Team und ihr könnt da investieren. Und dann habe ich eben mit dem gemeinsamen Freund und Kevin Thewe auch, der mein Manager ist, haben wir, weil wir die alle kannten, haben wir zuerst
[00:57:28] sozusagen bei dem Team investiert und dann haben sie... Genau. Wir waren sozusagen so ein bisschen diese Friends and Family Runde so am Anfang quasi. Bedeutet aber, du hast quasi wirklich noch auf die Hunde Anmeldungsplattform investiert. Genau. Genau. Ja. Ah krass. Spannend. Und dann haben sie aber glaube ich ungefähr so ein Dreivierteljahr später eben so ein bisschen gepivotet, haben so ein bisschen sich den Markt angeguckt, haben gemerkt, ja könnte doch schwierig sein
[00:57:57] und so weiter und kam dann zur Digitalisierung in Arztpraxen und da habe ich dann auch noch mal ein bisschen später dann auch nachinvestiert, als sie dann den Product Market Fit so wirklich gefunden haben. Also ich fand bei dem Team von Nelly fand ich es auch total inspirierend und spannend, als man wirklich so diesen Product Market Fit gefühlt hat. Also es gibt ja manchmal so Teams, die denken, die haben einen Product Market Fit, aber eigentlich haben sie den gar nicht, weil sie sich alles nur so erkaufen
[00:58:27] und bei Nelly hat man schon irgendwann gesehen, okay, wenn die das jetzt in der Arztpraxis gemacht haben, Anamnese, dann war das ein Flow, der funktioniert hat und das fand ich halt dann auch super beeindruckend einfach und ich habe ja dann selbst auch zwei Jahre da mitgearbeitet, weil ich es irgendwie so cool fand, dass ich gesagt habe, okay, auch wieder mein Social Media Know-how möchte ich irgendwie mal nutzen und es nicht nur für mich als Creator verwenden, sondern ich fand es halt auch mal voll spannend, das im B2B-Bereich zu nutzen
[00:58:57] und dann, wenn man halt jetzt auf dem Instagram-Kanal ziemlich weit runter scrollt und so, oder jetzt macht es Annika, die war meine Werkstudentin, die macht jetzt die Social Media Kanäle da, das heißt, sie hat quasi von mir das auch, wir haben das, das, the creator, the creator then created. Genau, wir haben das halt gemeinsam auch eine Zeit lang gemacht, haben wir halt auch sehr kostengünstig diese ersten Videos produziert, die sie dann als Ad schalten konnten, weil ich glaube auch viele Startups machen manchmal den Fehler, dass sie so sagen, ja, wir machen jetzt so einen krassen
[00:59:27] Imagefilm, aber dann hast du gar kein Geld mehr, um das zu vermarkten und wir haben ja dann wirklich einfach so easy Smartphone-Content gemacht und das, dann war halt auch noch Budget übrig, um das als Ad zu schalten und zu testen und das hat dann so an die Praxen gewonnen. Okay, also die haben angefangen mit Hundeanmeldung, dann gemerkt, hey, lass uns in die Medizinbranche gehen, Problem bei Arztpraxen ist, da sitzen die ganzen kranken Leute und füllen auf dem Klemmbrett diesen Papierbogen aus, haben alle schon mal gemacht und das haben sie digitalisiert,
[00:59:57] das war das erste Produkt, diesen Anamesebogen quasi aufs Handy zu bringen und mittlerweile haben sie sich weiterentwickelt und bieten im Grunde Fintech-Produkte an, also da kommt die klare Historie zum Tragen und mittlerweile bieten sie quasi Finanzprodukte für Arztpraxen an, also quasi, wenn man die Patientendaten eh schon hat durch die digitale Anamese, dann kann man auch überlegen, ob man die Rechnungsstellung, die Fakturierung übernimmt und quasi in den Zahlungsfluss der Praxen reinkommt, das ist so die Entwicklung, die die genommen haben.
[01:00:27] Diana, kurz, dass du nochmal hier richtig Werbung für dich selber machen kannst, bedeutet im Grundsatz, dass deine Expertise im wie funktioniert Content Creation auf Social Media, da einem frühen Investment von dir richtig geholfen hat in der Kundeakquise, weil ich ja davon ausgehe, es gibt ja 100.000 Arztpraxen in Deutschland, dass halt irgendwie Inbound Marketing, also Social Media und die Leute melden sich dann bei dir, dass du mit denen das Ding ausmachst, schon ein sehr relevanter Teil der Marketing-Strategie war. Auf jeden Fall und ich glaube, was ich halt auch, also wo ich da auch wirklich sehr stolz
[01:00:56] drauf bin bei Nelly, dass da auch echt einige von meinen Followern arbeiten, also bestimmt mindestens zwölf Frauen oder so, ich glaube sogar mehr und ich war jetzt auch bei der Weihnachtszeit im Dezember und dann kamen auch einige auf mich zu und einige kenne ich ja jetzt auch schon seit, glaube ich, vier Jahren und das ist so schön zu sehen, weil ich dann einmal, als Nelly ein bisschen gewachsen ist, habe ich halt mit Niklas, dem Gründer, eine Story gemacht und wir haben das Produkt erklärt und gesagt, hey, wir suchen jetzt junge Talente, die im Sales auch arbeiten wollen
[01:01:26] und da haben sich eben echt einige tolle Frauen vor allem beworben und die sind auch jetzt immer noch Teil des Teams und ich habe jetzt auch gesehen, die wurden jetzt alle die letzten Tage nochmal befördert und das macht mich dann irgendwie auch richtig stolz, wenn man sozusagen, also wenn auch Social Media so verwendet werden kann, also natürlich braucht es immer die, also gute Gründer und ein gutes Produkt, aber dieses, auch so ein Startup, was noch nicht so ein Trust hat, was man jetzt noch nicht kennt, da würden sich ja viele Leute vielleicht noch gar nicht bewerben, aber wenn die das vielleicht bei mir sehen
[01:01:56] und sagen, naja, okay, Diana, die, der vertrauen wir schon, die investiert schon hoffentlich in coole Leute mit smarten Ideen, vielleicht bewerbe ich mich da doch mal und das finde ich vor allem auch richtig schön zu sehen, also das macht mich echt immer richtig stolz und das ist das irgendwie total cool mit den Frauen, dass ich manchmal denke, witzig, die haben einfach jetzt durch so eine Instagram Story einen Job gefunden, wo die jetzt seit vier Jahren sind und auch irgendwie sehr happy sind. Ja, mega cool und das stiftet ja auch massiven Wert, also ich meine,
[01:02:25] zehn, zwölf Leute einzustellen, wenn du jetzt einen Headhunter mandatierst, dann bildet er da irgendwie drei Monatsgehälter, also weiß ich nicht, zehn, zwanzigtausend Euro pro Person, also da hast du ja auch nochmal Hunderttausende an Value generiert, denn die sich quasi als Recruitingkosten sparen konnten, das muss man ja auch sehen. Stimmt. Und du hast ja auch, du hast ja sogar Leute influenced zu investieren über deine Insta-Story, doch, ich habe dir die Firma investiert, nämlich ich. Du hast darüber investiert, ja. Ich habe neulich eine Tabelle gemacht und meine Investments
[01:02:55] war alle runtergeschrieben und überlegt, wie bin ich da überhaupt drauf gekommen, wie habe ich die Founder kennengelernt und das meiste war über Referral von einem anderen Founder oder von einem DC, viele habe ich auch über Events kennengelernt und ein einziges stand da drin aus der Insta-Story von Diana zu Löwen, weil du eine Story gemacht hast, da warst du bei Philipp Gebhardt in der Praxis, Kiefer-Autopäde hier aus Berlin, Shoutout an BIS45 und ihr habt ein Video gedreht und das quasi Nelly als Produkt vorgestellt und ich habe das gesehen und dachte, das ist ja interessant,
[01:03:25] Digitalisierung von Small Businesses ist ja genau mein Thema, den Philipp kannte ich auch und dann habe ich bei dir nachgefragt, was hat es denn damit auf sich und dann hat sich herausgestellt, dass ich den Niklas auch schon jahrelang kannte, der war davor bei Fedora und wir kannten uns aus Stuttgart und da hat sich der Kreis dann geschlossen, aber ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, den zu fragen, was er da macht und er hätte mich auch nicht als Angel gefragt, der wusste wahrscheinlich gar nicht, dass ich in Berlin bin, aber so hast du mich geinfluenzt zu investieren. Das freut mich, ja. Das ist schon irgendwie interessant, wie gesagt,
[01:03:55] wie das dann doch, ja, was halt so eine Reichweite oder auch in so einer gewissen Nische natürlich das dann auch bringen kann, ne? Also ich mache es auch aktuell oft so, dass ich viel mit anderen Co-Investiere, wenn ich mir Cases angucke, also auch nicht immer, aber ich finde das ja auch cool, Deals to share. Verkaufst du auch Anteile? Wie läuft sowas ab? Bei Nelly, hast du da auch 25k investiert oder was war dein Ticket? Und wie denkst du drüber nach, Anteile zu verkaufen? Genau, also, ja, ich meine, wenn man sich das jetzt anguckt, kann man wahrscheinlich
[01:04:24] ja schon denken, ob jetzt Leute Secondaries gemacht haben, aber ich habe trotzdem noch... Das muss man kurz erklären, Secondary, wir müssen es aufklären, wir haben es vorhin schon angeteasert, aber heißt im Grunde, eine Person verkauft Anteile an einen anderen Investor zum Beispiel. Also wenn so eine Finanzierungsrunde stattfindet und dann in der Presse steht, 50 Millionen werden investiert, dann geht meistens der größte Teil davon in die Firma als Primary Transaction, also wird quasi in die Firma einbezahlt und ab und zu gibt Secondaries, das bestehende Gesellschafter,
[01:04:55] also zum Beispiel die Gründer, zum Beispiel frühe Investoren, zum Beispiel Microfonds am Anfang Anteile verkaufen können und das nennt sich Secondaries. Genau, also, bei SaaS-Filmen würde ich sagen, ist das ja auch ein bisschen üblicher. Ich mache ja sonst auch einige Direct-to-Consumer-Cases, da ist das, glaube ich, auch nicht, obwohl kann man wahrscheinlich auch machen, aber da ist es ja dann auch oft so, dass die Firmen dann irgendwann komplett verkauft werden, aber manchmal ist es natürlich auch gut, ein bisschen Risiko irgendwann mal rauszunehmen, wenn man jetzt schon so lange
[01:05:24] in einer Firma investiert ist und dann so eine Möglichkeit hat, also ich glaube, das könnt ihr vielleicht auch besser sagen, so eine Möglichkeit von Secondaries zum Beispiel, das kommt ja jetzt auch nicht oft oder nicht immer, das kommt ja auch nur bei guten Finanzierungsrunden, oder würde ich sagen, das ist schon häufiger? Wenn es schlecht läuft, dann kann man gar nicht verkaufen und wenn die Runden mittelmäßig sind, dann in der Regel auch nicht. meistens passiert ja das, dass man sagt, hey, Nelly will Geld raisen, fragen die, ist es dann okay, wie viel? Dann sagt der Niklas, weiß ich nicht, 30 Millionen,
[01:05:53] dann sagen die, okay, machen wir und ab und zu gibt es dann die Dynamik, dass eine Runde oversubscribed ist, dass mehr Leute investieren wollen, als Platz in der Runde da ist und das ist natürlich eine gute Dynamik, wenn man dann sagen kann, okay gut, vielleicht fließen 30 Millionen in die Firma und nochmal 5 Millionen in Secondaries rein und dann werden alle Angels aus der frühen Phase gefragt, hey, willst du zum Teil deine Anteile verkaufen, willst du ganz verkaufen? und das führt zur Liquidität bei Angels. Also ich persönlich habe das zum Beispiel gemacht bei Nelly,
[01:06:22] meine persönliche Policy ist immer zu probieren, sowas wie 20, 30 Prozent meines Shareholdings zu verkaufen, einfach um Liquidität zurückzuholen und neue Investments machen zu können und ein Stück weit Risiko vom Tisch zu nehmen und ich denke mir persönlich immer, klar, das kann am Ende auch noch viel mehr wert sein, also man könnte sich ärgern drüber, dass man irgendwie zu früh verkauft hat, okay, aber ehrlich gesagt, bei so Secondaries habe ich mich da nie geärgert, weil es ist ja einfach auch Gutes zu wissen, man hat schon mal wieder Geld rausgeholt, sowas wie Nelly bezahlt dann halt auch mal schnell
[01:06:52] 10 andere Investments zum Beispiel oder man kann wieder neue Themen angehen und ich persönlich verkaufe zum Beispiel in der Regel nicht den gesamten Steak, also ich probiere immer sowas so langsam abzuschichten. Also umgekehrt, also es gibt auch Menschen, die mit Sicherheit dann Secondaries angeboten bekommen haben bei einem Gorillas oder bei einem Tier oder bei einem so, ne, und denen, die wünschen, wenn sie das Geld nicht genommen haben, dann ärgern sie sich jetzt.
[01:07:22] Ich glaube, da ärgst du dich deutlich, deutlich mehr, als wenn man einen Teil seiner Anteil zu günstig verkauft hat. Ja, das stimmt. Eine Community-Frage war, wir haben gerade über Channels gesprochen, welche deiner Channels sind für dich als Business Angel am relevantesten, um Dealflow zu generieren? Ich habe gerade meine Story erzählt, meine Channels sind Insta-Stories von Diana, unter anderem, aber wie ist für dich, damit Gründer dich finden, was ist da relevant? Ich würde sagen, schon auf der einen Seite viel LinkedIn, aber ich würde auch sagen, wie du, Felix,
[01:07:50] also Instagram ist schon super spannend, also bei Sainzers war das zum Beispiel auch so, dass ich die Vivian, glaube ich, auf Instagram irgendwie mal entdeckt habe und da auch die Brand gefunden habe und dann habe ich ihr halt auch auf Instagram geschrieben, weil gerade so Consumer Brands, die sind ja eher auf Instagram unterwegs und wenn ich da sehe, dass da eine Marke einen guten Job macht, dann würde ich denen halt auch in Instagram beschreiben. Also die SaaS-Themen findet man eher bei LinkedIn oder halt mein Netzwerk. Ich glaube, Netzwerk ist ja auch so ein bisschen so ein schwer zu beschreibendes Asset,
[01:08:20] was super wertvoll ist. Also wenn man ein gutes Netzwerk an anderen Investoren hat, ist das halt unglaublich wertvoll und ich habe halt eben das Glück, auch zum Beispiel bei Nelly, da sind ja auch sehr viele namenhafte VCs drin, dass ich dadurch auch ganz gut mit denen connecten konnte und dass ich halt auch viele Leute in der VC-Branche kenne, aber auch viele andere Angels, mit denen ich mich halt dann einfach auch regelmäßig eben austausche und eben meine Deals teile. Was ist denn entweder, wir waren ja eben bei deinen Investments, etwas, wo du sagst,
[01:08:49] damit könnte jemand mal dringend auf mich zukommen. Ich suche schon lange nach einem Gründer oder einer Gründerin, die das macht oder wenn du sagst, was ist das, wo du das Gefühl hast, das müsste eigentlich sowieso mal getan werden, unabhängig, ob du jetzt investieren würdest oder nicht. Was sind die Geschäftsmodelle, die Diana zu Löwen gut findet? Ja, also es kommt darauf an. Ich finde schon, Direct-to-Consumer gibt es, glaube ich, schon immer noch viel Platz. Ich finde auch, es gibt gewisse Sachen, die sind zwar nicht unbedingt so innovativ, aber ich glaube, man kann da immer noch viel Geld mitmachen,
[01:09:19] wenn man das gut als Marke aufbaut. Unter anderem zum Beispiel Supplements. Also ich glaube, egal, also man kann ja für jede Nische, man kann auch für das vaginale Mikrobiom ein Supplement machen. Ich weiß nicht, wie da, also je nachdem, wie man vielleicht das Storytelling macht, kann das vielleicht auch auf TikTok viral gehen und alle nehmen da irgendwelche Tabletten oder I don't know. Aber ich glaube, Supplements zum Beispiel ist schon sowas, wo ich sage, wenn man, glaube ich, da immer noch eine gute Brand
[01:09:47] oder auch eine spezielle Nische trifft, kann man damit auch schon noch sehr erfolgreich sein. Das finde ich auf jeden Fall irgendwie ein Punkt. Das ist jetzt natürlich nicht so innovativ, aber es ist schon irgendwie was sehr, sehr Spannendes, finde ich. Und ich bin auch ein bisschen ein Fan, deswegen hatte ich mir das jetzt auch manchmal öfters angeguckt von so Private-Equity-Themen, also so bestehende Unternehmen halt auch kaufen und vielleicht umkrempeln. Also das ist sowas, was ich jetzt nochmal interessant finde, gerade in Deutschland, weil wir ja einfach auch super viele Unternehmen haben,
[01:10:17] die keinen Nachfolger finden. Und das ist natürlich jetzt nicht so ein Hockey-Stick-Case, aber es kann halt was sein, ich meine, wenn ein Unternehmen schon seit 30 Jahren funktioniert hat und man ein paar Dinge smart ändert, natürlich muss man das auch mit den Menschen und so gut sozusagen den erklären, wenn da so Veränderungen passieren, aber dann kann man schon auch die Marge oder gewisse Sachen natürlich nochmal verbessern. Also das finde ich auch manchmal beim Gründen, weil man ja manchmal immer denkt, okay, man muss jetzt komplett was Neues gründen, muss man ja gar nicht.
[01:10:47] Man kann ja auch einfach gucken, was gibt es für Unternehmen, die schon erfolgreich waren und da sich, also als Kaufen, teilweise muss man das noch nicht mal selber bezahlen, man kriegt auch viele Fördergelder oder würde einen Kredit bekommen über Earn-Out-Möglichkeiten, kann man auch den Preis drücken und kann einfach sagen, naja, dann mache ich jetzt einfach eine Reinigungsfirma. Das ist natürlich nicht so sexy. In dem Jahr 2025 kauft Diana einen Handwerksbetrieb. Ich gucke mir jetzt tatsächlich demnächst nochmal einen an mit so zwei anderen,
[01:11:16] wo wir uns so ein bisschen auch aufteilen würden, wo ich auch sagen würde, ich würde halt gerne das Social Media und die Kommunikation und die Website machen. Jemand anderes macht nochmal so ein bisschen die Finanzen in der Tiefe und jemand anderes macht so ein bisschen auch diese Change intern. Wer macht die Geschäftsführung? Also wer steht da jeden Tag im Laden? Weil üblicherweise bei den Nachfolgethemen ist das Problem, der Chef oder die Chefin geht in Rente meistens und wer steht dann da? Da hätten wir dann auch jemanden, so wie wir uns aufteilen würden. Aber genau,
[01:11:46] das ist sowas, wo man natürlich sehr vorsichtig auch noch rangehen muss. Also wir gucken uns jetzt erstmal den Betrieb an, müssen dann natürlich nochmal die ganzen internen Zahlen bekommen, also die BWAs und so weiter. Und das wäre auch so ein Betrieb, wo der Eigentümer aus Altersgründen dann in Rente geht. Das heißt, er ist ja auch nicht von heute auf morgen weg. Das heißt, man kann das vielleicht dann auch sehr smooth machen, aber mal sehen. Also das ist noch was, wo man auch krass hinfallen kann, weil das ist ja auch immer ein Punkt vielleicht, wenn man in der Öffentlichkeit steht, wenn man jetzt auch
[01:12:15] was falsch macht, dann gucken halt auch nochmal viele Leute zu. Deswegen habe ich schon auch großen Respekt davor, aber ich finde es gerade interessant, mir das anzugucken. Und ich glaube, wenn man das gut evaluiert hat und da was gefunden hat, wo man vom Bauchgefühl und von den Zahlen sagt, naja, das kann schon sehr gut Sinn machen, dann wäre ich auf jeden Fall offen dafür, sowas zu machen. Ja, ich finde es krass. Ich finde es eine super Idee und auf die Schnauze fallen, klar kann man immer, aber ich glaube, die Chance ist bei einem Startup-Investment,
[01:12:45] dass es failt, viel höher als beim reißiglichen Unternehmen. Es gibt diesen Lindy-Effekt, ich weiß nicht, ob du das kennst, aber der sagt im Grunde, wenn eine Sache schon lange existiert, ist die Chance hoch, dass sie noch weiter lange existiert. Also ein Unternehmen, was 30 Jahre alt ist, hat eine viel höhere Chance, die nächsten 30 Jahre noch zu bestehen, als das Startup, was letztes Jahr gegründet wurde. Dazu gibt es auch viele Statistiken. Also man kauft ja was, was Bestand hat, was etabliert ist, eine Firma, die Leute kennen. Und ich glaube tatsächlich auch, dass er damit Reichweite viel rausholen kann. Und ich denke da jetzt gar nicht
[01:13:15] an klassisches Marketing, weil die üblichen Handwerksbetriebe sind ja eh ausgebucht und die können sich die Kunden aussuchen. Aber das Thema Recruiting ist ja super relevant. Also Stichwort Fachkräftemangel, wo kriege ich gute Leute her, wenn ich einen Dachdeckerbetrieb habe, wo finde ich Leute, die da auf dem Dach rumturnen und die Ziegel verlegen und so weiter. Und gerade was du bei Nelly angesprochen hast, ist ja hier auch super relevant, Leute zu finden, das Unternehmen gut darzustellen und vielleicht auch die guten Kunden zu gewinnen. Das ist ja auch oft ein Thema, dass Handwerksbetriebe
[01:13:44] viel profitabler gemacht werden können, wenn halt jemand irgendwie ein großes Stuckdeckenprojekt ansragt, als jetzt nur das Parkett zu verlegen, so sinngemäß. Ja, vielleicht wird es dann der Betrieb für die Berliner Startup-Szene, da machen wir die ganzen Offices und von allen dann nach dem Exit die schönen Wohnungen, hübsch. Das ist perfekt für Verena Pausse und Florian Heinemann, die die Küche modernisiert.
[01:14:13] Sehr freundlicher Handwerksbetrieb für die Berliner Startup-Szene. Hast du noch weitere Ideen, die wir umsetzen können? Ja, also beziehungsweise ich glaube, es gibt schon auf jeden Fall auch noch viel auch im Beauty-Bereich teilweise. Also was ich auch ganz spannend finde, ist auch so das Thema Haarentfernung, so Laser, IPL-Haarentfernung. Ich glaube, das sind auch immer noch so Sachen, die man ganz cool, da gibt es glaube ich so eine Marke schon ein bisschen in, ich weiß gar nicht, wo die herkommt, Ulaiki oder so, Ulike schreibt man die, heißt die. Aber die haben noch so ein bisschen,
[01:14:43] die kennen sie nicht. Ja, die haben auch so ein bisschen Optimierungsbedarf, glaube ich, was ich so ein bisschen gelesen habe. Aber ich finde, sowas ist auch so ein smartes Produkt, weil immer mehr Leute sich zum Beispiel die Achselhaare, Intimbereich, hier im Gesicht, die Haare vielleicht lasern wollen. Und wenn du einmal so ein Gerät, zum Beispiel Chaos für 150 Euro oder so, und dann halt auch die passenden Care-Produkte vielleicht, hast du das halt relativ schnell amortisiert, als wenn du jetzt in so ein Studio gehst, wo du halt 80 Euro pro Session zahlst.
[01:15:14] Also das habe ich jetzt noch nicht in der Tiefe angeguckt, aber ich glaube, das ist schon sowas, was ich auch immer noch spannend finde, weil es da noch nicht so gute oder so ein Zwischending zu diesen braunen Produkten und so gibt, weil die schon relativ teuer sind. Und vielleicht kann man da auch noch ein bisschen in andere Themenbereiche gehen. Moritz hatte neulich die Idee, eine Self-Tanning-Company zu starten, also so Bräunungscreme. Was denkst du dazu? Finde ich auch spannend, beziehungsweise wenn, also ich hatte auch,
[01:15:44] du meinst, dass man irgendwo hingeht und so Self-Tan bekommt? Das wäre eine Option oder idealerweise ähnlich, wie das du gesagt hattest, wenn man es gut genug hinbekommt und leicht genug in der Anwendung hinbekommt, idealerweise zu Hause in der Selbstanwendung. Total, also da arbeite ich auch schon mit einer Marke zusammen, die haben so ein Selbstbräunungskonzentrat und das glaube ich klappt auch immer gut, weil man hat halt auch immer diesen Vorher-Nachher-Effekt. Was ich mich da auch vielleicht, wenn wir jetzt bei Tanning Studio sind, ich hatte mich auch gerade bei dem Thema Oral Care, Zahngesundheit,
[01:16:13] da habe ich mich z.B. auch gefragt. Ich meine, wir gehen zu Dermatologin oder keine Ahnung, wir gehen halt so zur Massage, aber wenn wir was mit den Zähnen machen, geht man halt immer zum Zahnarzt und irgendwie wäre es auch geil, so ein In-between-Ding zu haben, also so eine Art Zahnreinigung in so softer, dass man einfach immer nice Zähne hat, wo vielleicht auch die Zähne so minimal gebleached werden, also halt nicht so aggressiv, wie das vielleicht beim Zahnarzt ist, aber dass man halt schon sagt, da geht man alle sechs Wochen hin,
[01:16:43] man hat so freshe Zähne und weil ich glaube, Zähne sind und werden ja auch irgendwie so eine Art, nicht Status-Symbol, aber wer jetzt schöne Zähne hat, das sagt ja auch irgendwie was aus, genauso wie schöne Haut und das fände ich vielleicht auch nochmal spannend, so ein bisschen da zu überlegen, ob es da so ein Need geben würde für so Zahnästhetik. Ein Zahnspa. Genau, ein Zahnspa. Ja, so ein Götzschiesespa. Das ist dein Alpspa. Ja, okay. Ich habe neulich von einer Company gehört in den USA,
[01:17:13] die so Bleaching-Strips verkaufen und zwar über die Zahnärzte. Also die machen Upselling dann quasi am Tresen und die Ärzte führen dann die Behandlung nicht durch, aber du kannst es quasi mitnehmen. Also die sind am Point of Sale und haben den Trust der Ärzte, müssen natürlich von denen auch endorsed werden und die Praxen freuen sich quasi über ein Produkt, das sie verkaufen können. Aber ich finde den Ansatz auch gut, das quasi vom Zahnarzt zu lösen, zu sagen, so wie es ein Botox-Studio gibt und ein Friseur und was auch immer. Also für alle Körperpartien gibt es ja irgendwas, wo du hingehen kannst. Voll.
[01:17:42] Und es ist auch total in dem präventiven Thema dann eigentlich auch wieder drin, weil eigentlich wollen wir ja auch langsam immer, wenn wir uns schon Longevity und Zahngesundheit, auch wie unser Mundraum, das hat ja auch viel für unsere generelle Gesundheit zu tun, fände ich schon auch irgendwie spannend. Aber da kann man halt auch, glaube ich, noch viel edukative Arbeit leisten, dass die Leute das vielleicht auch sehen. Coole Ideen. Vielen Dank für deine Zeit, Diana. Wo können Leute dich finden?
[01:18:11] Vor allem auf Instagram, würde ich sagen, auf LinkedIn oder ich habe eben auch einen Podcast, der heißt Investiert. Da rede ich halt auch viel über Finanzthemen von verschiedenen Blickwinkeln, meistens auch mit vielen weiblichen Gästen. Da habe ich auch schon mal über Eizellen einfrieren gesprochen, zum Beispiel über die Kosten, aber auch über Immobilien oder auch die Börse einfach. Und ja, wie gesagt, wenn man jetzt mich anschreiben möchte wegen einer Startup-Idee,
[01:18:40] dann am besten bei LinkedIn schreiben. Sehr gut. Und der Podcast heißt Investiert. Genau. Okay. Auf Spotify sehe ich es gerade. Hört rein. Lasst eine Bewertung da. Wichtig. Auch bei Fondermode hier auf Spotify. Also vielleicht können wir einen Deal abschließen. Wir stecken ja hier immer ganz viel Zeit in die Produktion, Diana so wie wir. Und da ist doch ein fairer Deal, wenn alle Zuhörer einmal auf die Bewertungsbutton klicken und eine nette Bewertung hinterlassen. Da freuen wir uns nämlich alle total. Vielen Dank, dass du da warst. Diana. Ja, danke euch. Hat viel Spaß gemacht.
[01:19:09] Schönen Abend hier noch in Cape Town. Ja, danke euch.

