Die Millionen-Ideen von Tropical Island, Veganuary & On Running | E 14
Founder Mode10. Januar 2025
14
01:28:41

Die Millionen-Ideen von Tropical Island, Veganuary & On Running | E 14

In dieser Folge entführen wir euch in gleich zwei faszinierende Business-Welten:


1️⃣ Tropical Islands: Wie aus einer riesigen Zeppelin-Halle in Brandenburg ein tropisches Freizeitparadies wurde. Wir beleuchten die Pleite des Cargolifter-Projekts, die Transformation zur Tropenlandschaft und die heutige Private-Equity-Strategie hinter dem Wasserpark.


2️⃣ On Running: Die unglaubliche Erfolgsgeschichte der Schweizer Schuhmarke, die mit innovativer Technologie und smartem Marketing die Welt erobert hat. Vom Prototyp aus einem zerschnittenen Gartenschlauch zu einer Marke mit über 3 Milliarden Dollar Umsatz und Roger Federer als Partner – das ist die Geschichte eines globalen Siegeszugs.


3️⃣ Veganuary: Warum der Trend zu einem veganen Lebensstil einige neue Unternehmen alles kostet - obwohl der Markt Erfolg und Gewinne hergibt. Außerdem: Wie ein Traditionsunternehmen wie Rügenwalder Mühle den mehr als erfolgreichen Switch von Fleisch zu Fleischersatz gemeistert hat.

Highlights der Folge:

  • Tropical Islands: Vom Cargolifter-Desaster zur tropischen Erlebniswelt

  • On Running: Wie der Gründer Olivier Bernhard „auf Wolken laufen“ erfand

  • Zeppelin-Pleite: Die teuerste freitragende Halle der Welt und ihre neue Bestimmung

  • Roger Federer & On: Wie der Tennisstar die Marke als Investor und Botschafter vorantrieb

  • Marketing-Masterclass: Von lokalen Laufläden bis hin zu globalen Co-Labs mit Zendaya

  • Familienunternehmen: Warum gestandenen Lebensmittelprofis Profit mit Fleischalternativen eher gelingt als Startups

Eine Episode voller inspirierender Geschichten, genialer Ideen und spannender Learnings!


#TropicalIslands #OnRunning #Startups #BusinessStories #Entrepreneurship


Empfehlungen aus der Folge:

“The Defiant Ones” - Eine Serie über das Leben von Dr. Dre & Jimmy Lovine, streambar auf Netflix

“Air” - Ein Film über die Geschichte, wie Michael Jordan Partner von Nike wurde, streambar auf Amazon Prime


Mehr Infos zu Feliks und Moritz findest du hier:

https://www.linkedin.com/in/eyser/ 

https://www.linkedin.com/in/moritzblees/ 


Marker:

(00:00:00) Das Tropical Island: Ein Wasserpark in der Badewüste Ostdeutschlands

(00:05:18) Die Geschichte des Cargolifters: Ein gescheitertes Luftfrachtprojekt

(00:11:41) Besucherzahlen und Geschäftsmodelle im Tropical Island

(00:16:21) Erfahrungen in Freizeitparks und deren Management

(00:20:03) Veganuary: Marktentwicklung von Fleischersatzprodukten

(00:25:49) Die Rolle traditioneller Unternehmen im Markt für Fleischalternativen

(00:30:54) Zukunftsperspektiven für Start-ups im Lebensmittelbereich

(00:35:13) Die Geschichte hinter On Running

(00:40:17) Der Aufstieg von On Running

(00:41:50) Die Marketingstrategie von On Running & die Partnerschaft mit Roger Federer

(00:57:22) Der Trend der Minimalist und Maximalist Schuhe

(01:02:02) Die Bedeutung des Fachhandels für Laufschuhe

(01:11:03) Marketingstrategien und Community-Building

(01:19:23) Roger Federer und die Rolle von Zendaya für Kollaborationen in der Sportwelt

[00:00:00] Du merkst, wenn da jemand Attention to Detail da drauf hat, ist nochmal eine andere Erfahrung.

[00:00:04] Wir würden uns freuen, wenn sich jetzt mal ein Lebensmitteltechniker bei uns meldet und das dann mal im Detail erklärt.

[00:00:08] Das finde ich einen interessantesten Aspekt dieser Geschichte, nämlich dass die einen Deal finden, dass Roger Federer zum Investor und Shareholder wird.

[00:00:17] Also es ist viel, viel günstiger, jemandem, der schon meistens seinen Laufschuh kaufen will, diesen Laufschuh zu verkaufen, als jemandem erstmal zu erklären, dass er laufen gehen sollte.

[00:00:24] Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship-Podcast mit Learnings, die lauter knallen als die Kugelbombe in Schöneberg.

[00:00:31] Wir sprechen heute darüber, wie der Cargo-Lüfter das Tropical Island nach Brandenburg flog.

[00:00:36] Wir reden über Veganuary und vegane Ersatzprodukte, das Business dahinter und was Moritz sich im Januar vorgenommen hat.

[00:00:43] Wie aus einem Schweizer mit einem Gartenschlauch On Running wurde und was eigentlich deren Marketingstrategie ist. Viel Spaß dabei!

[00:00:48] Viel Spaß!

[00:00:51] Moritz, ich habe ein Rätsel für dich.

[00:00:53] Ich liebe es.

[00:00:54] Pass auf, pass auf, es ist inspiriert von Drei Hasen über so viel Aschenbrödel, das ist ein Weihnachtsfilm, das ist irgendein Aschenbrödel auf Tschechisch, glaube ich.

[00:01:00] Ja, ja, das ist klar.

[00:01:01] Und da gibt es ein Rätsel und ich habe das adaptiert und das möchte ich dir mitbringen. Pass auf.

[00:01:04] Es ist eine Insel, aber im Meer ist sie nicht.

[00:01:07] Das Klima ist tropisch, aber weit weg ist das nicht.

[00:01:11] Flamingos wohnen dort, aber ein Zoo ist das nicht.

[00:01:14] Was meine ich?

[00:01:16] Ah, das weiß ich jetzt zufällig.

[00:01:18] Also ich hätte es auch gewusst, wenn ich es nicht gewusst habe. Und zwar haben wir einem Freund von mir mal zum 30. Geburtstag eine Übernachtung im Tropical Island geschenkt.

[00:01:27] Und ich glaube, es ist das Tropical Island bei Berlin.

[00:01:31] Es ist das Tropical Island.

[00:01:33] Ostdeutsche Badewüste.

[00:01:36] Höchste Badewüste. Einer der größten Wasserparks Europas habe ich gelernt.

[00:01:39] Und wir waren da mit meiner Unternehmercrew.

[00:01:41] Ich habe ja seit 15 Jahren so eine Peergroup von Foundern.

[00:01:44] Und unser Problem ist, wir haben mittlerweile schon alles gemacht.

[00:01:47] Wir waren in Ägypten, in Ägypten haben wir die Pyramiden besucht.

[00:01:50] Wir waren auf einem aktiven Vulkan.

[00:01:52] Wir sind in Schindland Schneemobil gefahren.

[00:01:54] Und uns fragten, was fehlt noch in der Liste? Was haben wir noch nicht gemacht?

[00:01:57] Da hat einer entschieden.

[00:01:59] Stefan war es.

[00:02:00] Tropical Island.

[00:02:01] Wir müssen jetzt ins Ostdeutsche, in die Ostdeutsche Badelandschaft.

[00:02:05] Da hat es 26 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit.

[00:02:07] Du gehst da rein.

[00:02:08] Da waren etwa 2000 Kinder.

[00:02:10] Und wir, sieben Unternehmer.

[00:02:12] Und dann haben wir in der Tata Tiki Bar unsere Manzli-Updates und unser Learning-Programm gemacht.

[00:02:19] Und dann lassen wir auf die Wasserrutsche.

[00:02:21] Ja, also war eine gute Experience.

[00:02:23] Kann ich empfehlen.

[00:02:24] Auch gerade für so Offsites und sowas.

[00:02:26] Aber mich dann interessiert, wie kam es denn eigentlich zustande?

[00:02:28] Du fährst ja da raus und dann siehst du diese riesige Halle, wo dieses Ding drin ist.

[00:02:33] Und die Geschichte wollte ich dir erzählen.

[00:02:35] Kennst du die Geschichte?

[00:02:36] Nee, kenne ich nicht.

[00:02:37] Aber ich stelle es mir ein bisschen vor, wie so bei der Truman Show.

[00:02:40] Total.

[00:02:41] Wenn du da hängst und du hast so dieses Riesending.

[00:02:44] Ich habe mich auch so gefragt, wer betreibt das heutzutage eigentlich?

[00:02:47] Also ich weiß, dass viele von diesen Sachen, das ist ja meistens Center Park.

[00:02:50] Das ist so, ja, irgendwie sind es glaube ich Holländer.

[00:02:53] Die sind es nicht in dem Fall.

[00:02:54] Sind Spanier.

[00:02:55] Aber so eine ähnliche Konstellation.

[00:02:57] Mittlerweile ist es Private Equity Owned.

[00:03:00] Von EQT im Übrigen.

[00:03:02] Schwedischer Finanzinvestor.

[00:03:04] Denen gehören 51% an der spanischen Gruppe Pargenidus oder so ähnlich.

[00:03:10] Die betreiben das seit 5 Jahren.

[00:03:12] Seit 2019 haben die das gekauft.

[00:03:14] Okay.

[00:03:14] Aber erzähl doch erstmal, wie kam es denn dazu?

[00:03:16] Weil ich weiß es wirklich nicht.

[00:03:17] Also die Story, da müssen wir ein bisschen zurückgehen.

[00:03:19] Und zwar die 90er Jahre.

[00:03:20] Und die beginnt ganz woanders.

[00:03:22] Bei einem komplett anderen Geschäftsmodell.

[00:03:23] Und zwar beim Geschäftsmodell des Hargo-Lifters.

[00:03:27] Hast du das schon mal gehört?

[00:03:29] Das ist jetzt nichts, was hinten an LKWs dran steht, oder?

[00:03:34] Nee, nee.

[00:03:35] Das sollte den LKW disrupten.

[00:03:39] Also die Idee war, pass auf, einen riesigen Zeppelin zu bauen, der schwere Güter transportieren kann.

[00:03:45] Ist ja schon geil.

[00:03:47] An Orte, die nicht gut erschlossen werden können.

[00:03:49] Also stell dir vor, du hast irgendwie ein Bergbaugebiet und musst da jetzt irgendwie einen riesen Tunnelbohrer hinbringen.

[00:03:54] Dann ist das relativ schwierig, wenn die Straßen nicht so gut erschlossen sind.

[00:03:57] Und deswegen hat tatsächlich damals der Verband der Maschinen- und Anlagenindustrie dieses Projekt vorangetrieben.

[00:04:04] Und gesagt, hey, es wäre doch cool, per Luftfracht schwere Güter dahin schicken zu können in solche Gebiete.

[00:04:10] Also die Anlagenbauer hatten die Idee, einen Zeppelin zu bauen, der im Grunde eine ganze Fabrik oder eine riesige Anlage transportieren kann per Luftfracht.

[00:04:19] Und dann gab es diesen Unternehmer, Karl von Gablenz.

[00:04:21] Der kommt aus einer Luftfahrerfamilie, ist allerdings Banker geworden.

[00:04:24] Also irgendwie Luftfahrtpionier auf Abwägen.

[00:04:27] Und er hat gedacht, okay, da machen wir jetzt ein Business draus.

[00:04:30] Und musst dir vorstellen, also wenn man jetzt einen Pitch-Tech machen würde von Cargolifter, die Problem-Slide wäre,

[00:04:34] wir sind die Maschinenbauindustrie, wir müssen ständig schwere Sachen irgendwo hin transportieren.

[00:04:38] Sagen wir irgendwie einen Flügel von einem Windrad oder irgendeine Turbine oder whatever.

[00:04:42] Ein Brückenelement.

[00:04:43] Und da, wo die Brücke hin soll, das ist wahrscheinlich noch nicht so gut erschlossen.

[00:04:47] Deswegen kostet uns das sehr viel Geld und macht uns sehr viel Kopfschmerzen.

[00:04:50] Ja, und hier haben wir diese Technologie, die schon vor 100 Jahren nicht gut funktioniert hat.

[00:04:54] Und jetzt lass die nochmal repurposen.

[00:04:56] Wir haben als Deutsche mit der Hindenburg einen super Track-Rank-Curve bei Luftfahrt.

[00:04:59] Und bauen deswegen jetzt den Zeppelin, der schwere Sachen transportieren soll.

[00:05:02] Das war im Grunde die Idee.

[00:05:03] Also Solution-Slide, wir transportieren das über die Luft.

[00:05:07] Dieser Zeppelin sollte 160 Tonnen tragen können.

[00:05:10] 160 Tonnen, um es einzuordnen.

[00:05:12] Das ist so eine mittelgroße Elefantenherde etwa.

[00:05:15] Also so 20, 25 Elefanten.

[00:05:16] Kriegst du da rein.

[00:05:17] So ein kleines Schloss, könnte man auch machen.

[00:05:20] Also die Idee war tatsächlich quasi ganze Fabriken transportieren zu können.

[00:05:23] Oder sowas wie die Freiheitsstatue, die wiegt so 200 Tonnen.

[00:05:26] Also die müsste man in zwei Teile teilen.

[00:05:28] Aber das ist so die Dimension, die dieses Projekt annehmen sollte.

[00:05:32] Und jetzt war die Idee zu sagen, wo baut man denn so einen riesen Zeppelin?

[00:05:34] Dafür brauchen wir erstmal eine Halle.

[00:05:35] Und das war das Erste, was sie gebaut haben.

[00:05:37] Nämlich auf einem ehemaligen Soviet-Militärflughafen in Brandenburg.

[00:05:43] Und haben die gesagt, wir bauen erstmal die Produktionshalle für diesen riesen Zeppelin.

[00:05:48] Und das ist der Grund, warum da die größte freitragende Halle der Welt steht.

[00:05:53] Also hunderte von Metern lang, wahrscheinlich auch 100 Meter hoch.

[00:05:57] Und die Idee war da drin, diesen riesen Zeppelin zu bauen.

[00:06:01] Völlig wild.

[00:06:02] Also das, was heute das Tropical Island ist, ist eigentlich ein Flugzeughangar.

[00:06:07] Ist ein Flugzeughangar.

[00:06:08] Ist ein riesiger, ist ein riesiger, nicht Flugzeugs- oder Luftfahrthangar für diesen Zeppelin.

[00:06:15] Also klasse Jurassic Park-Vibes.

[00:06:17] Wirklich.

[00:06:17] Also 1994 haben die angefangen.

[00:06:19] Dieser Karl von Gablenz mit seinem Team, also noch Ingenieure aus Stuttgart dabei.

[00:06:22] Und ein ganzes Team an Wissenschaftlern.

[00:06:24] Hat eine Aktiengesellschaft gegründet.

[00:06:27] Muss man auch sagen, das ist in den 90ern.

[00:06:29] Da waren Aktiengesellschaften en vogue.

[00:06:31] Hat Geld dafür geraced.

[00:06:33] Und zwar von zig Industrieunternehmen, die sich beteiligt haben.

[00:06:36] Aber auch von privaten Aktionären.

[00:06:40] Hat in Summe hunderte von Millionen, etwa 400 Millionen in damaligem Geld.

[00:06:43] Heute wären das wahrscheinlich so 600 Millionen etwa.

[00:06:45] Hat er geraced.

[00:06:47] Und interessanterweise das meiste sogar vor dem Börsengang.

[00:06:51] Also die Firma ist dann an die Börse gegangen.

[00:06:54] Im Jahr 2000.

[00:06:56] Das war direkt nach dem Zusammenbruch vom neuen Markt.

[00:06:58] Also ganz schlechtes Timing im Nachhinein.

[00:07:01] Und hat im Endeffekt 70.000 Aktionäre gehabt.

[00:07:05] Und du kannst dir vorstellen, wie die Geschichte weitergeht.

[00:07:07] Die haben es leider nicht hingekriegt, dieses Luftschiff zu bauen.

[00:07:11] Die hatten verschiedene Prototypen im Einsatz.

[00:07:13] Und verschiedene Heißluftballons, bei denen sie auch schon kleinere Dinge transportieren konnten.

[00:07:18] Aber das höchste der Gefühle war, dass sie diesen Riesen Cargo-Lüfter in 1 zu 8 als Modell bauen konnten.

[00:07:23] Also es gab so einen kleinen Cargo-Lüfter, der konnte auch durch die Gegend fahren.

[00:07:26] Aber sie haben es nicht hingekriegt, dieses große Luftschiff zu bauen.

[00:07:30] Obwohl sie etwa 400 Millionen Euro geraced hatten damals.

[00:07:36] Die Kritik wurde dann groß.

[00:07:37] Dann gab es in der Presse immer wieder die Frage, ist es denn überhaupt technisch machbar, dieses Ding zu bauen.

[00:07:42] Und auf der anderen Seite, ist es denn wirtschaftlich überhaupt sinnvoll?

[00:07:45] Also weil eine große Frage auch war, wie teuer ist es denn eigentlich?

[00:07:48] Dann Brückenelementen zu so einem Ding durch die Gegend zu schieben, ist das nicht viel teurer.

[00:07:52] Als wenn wir doch den LKW da hinschicken.

[00:07:55] Das war eine große Frage, die unbeantwortet geblieben ist, weil es nie in Einsatz gekommen ist.

[00:08:00] 1994 haben die angefangen, 1996 gegründet.

[00:08:03] Und 2002, also nur sechs Jahre später, sind sie pleite gegangen.

[00:08:07] Da gab es dann auch eine Situation, da war die Firma kurz vor der Insolvenz und hat dann noch öffentliche Gelder gefordert.

[00:08:12] Und ich glaube, mit Privatinvestoren hätte das vielleicht anders laufen können.

[00:08:17] Und dazu muss man sagen, das Timing war natürlich auch nicht gut.

[00:08:19] Also der neue Markt ist zusammengebrochen, zwei Monate bevor die das Ding an die Börse gebracht haben.

[00:08:23] März 2000 ist da alles zusammengebrochen.

[00:08:25] Im Mai 2000 haben die ein IPO gemacht, also kurz danach.

[00:08:28] Und dann kam noch eine Sache, nämlich September 11, wo natürlich die ganze Luftfahrtindustrie generell

[00:08:34] einen großen Dämpfer bekommen hat für viele Jahre.

[00:08:36] Also das kam da beides zusammen.

[00:08:39] Und ja, schlechtes Timing im Nachhinein, aber gutes Ambitionsniveau würde ich sagen.

[00:08:42] Für dich als den Venture Capitalist von uns beiden, glaubst du denn im Grundsatz an Venture Capital als Finanzierungsform für so,

[00:08:52] ich würde es ja fast Grundlagenforschung oder Entwicklung von sehr teuren technischen, also physischen Produkten?

[00:08:59] Ja, total. Also ich glaube, Venture Capital ist genau dafür da.

[00:09:03] Also genauso ein forschungsintensives Thema über lange Zeit, über viele Jahre ohne Umsatz, ohne Revenues, ohne Profit finanzieren zu können.

[00:09:12] Warum? Weil auf der anderen Seite hoffentlich schlaue Investoren sitzen, die Domain-Expertise haben,

[00:09:16] die eine These aufbauen, die an ein Thema glauben und in der Lage sind, mehr Risiko zu underwriten,

[00:09:21] als es jetzt eine typische Bank macht und könnte, die sich ja immer die BWA und den Profit anschaut im Grunde.

[00:09:26] Also ich glaube, das ist super für Venture Capital. Bei Cargolifter muss man aber sagen,

[00:09:29] die Leute haben in alle möglichen Aktien investiert und Cargolifter klang halt wie das neue große Ding

[00:09:34] und das ist ja auch eine gute Story, die Luftfrachtindustrie aus Deutschland herauszurevolutionieren.

[00:09:39] Also ich glaube, ganz viele haben nur dieses Narrativ investiert und nicht sich über die technischen

[00:09:44] oder wirtschaftlichen Grundlagen Gedanken gemacht.

[00:09:46] Aber meine Beobachtung ist ja, dass da an vielen Ecken und Stellen jetzt gerade Katerstimmung ist.

[00:09:51] Also sowohl dieser ganze Biotech-Markt, wo halt eine Milliarde irgendwo reingekippt werden musste,

[00:09:55] bevor irgendwie ein kommerzialisierbares Produkt bei rumkam, als auch jetzt eben in diesem Markt für technische Produkte,

[00:10:01] so haben sich ja relativ viele Venture Capital Fonds ziemlich die Finger verbrannt.

[00:10:04] Und mein Gefühl ist, dass aktuell dann alle lieber sagen, naja, dann lieber das fünfte SaaS für Rechnungsautomatisierung.

[00:10:12] Ja, total. Und es liegt natürlich an der Frage, wie viel Geld können diese Fonds returnen?

[00:10:17] Und inhärent als Problem ist, dass du diese Frage halt erst nach 10, 12 Jahren beantworten kannst.

[00:10:22] Und tendenziell finden die Returns mittlerweile immer später statt, weil die Firmen auch in der Regel später public gehen.

[00:10:27] Also so eine Geschichte, dass jetzt so eine Firma so früh an die Börse geht, gibt es selten.

[00:10:30] Und du investierst in 10 Unternehmen, wahrscheinlich werden 7 davon breite gehen.

[00:10:33] Das spielt für das French Capital Modell aber gar nicht so eine große Rolle.

[00:10:36] Die Frage ist eher, wie groß werden die Hits, die du landest?

[00:10:39] Also wenn du einen Pfeffer hast, wie groß wird der?

[00:10:42] Und da müssen wir sagen, wir sind halt in Europa in einem Pflaster unterwegs, wo die Bewertungen nach oben ein Stück weit limitiert sind im Vergleich zu USA.

[00:10:50] Also wenn in den USA einen guten Hit landest, da bist du ja oft im DKKorn mehrere 10 Milliarden Niveau.

[00:10:57] Es kann sein, dass Google eine Firma kauft, die wollten gerade Whisk kaufen für 20 Milliarden, glaube ich.

[00:11:02] Solche Exits, die gibt es in der Regel in Europa nicht.

[00:11:05] Also wenn wir uns überlegen, was ist das wertvollste private Startup in Deutschland?

[00:11:09] Das ist wahrscheinlich Celones.

[00:11:11] Mit einer Bewertung von um die 10 Milliarden, glaube ich.

[00:11:15] Und da muss man eine ganze Weile überlegen, bis man andere Unternehmen findet, die in dieser Dimension unterwegs sind.

[00:11:20] Long story short, Venture Capital hat in Europa einfach das Problem, dass die Exits viel kleiner sind als in den USA.

[00:11:27] Und es deswegen viel schwieriger ist, Returns zu generieren.

[00:11:29] Okay. Aber erzähl doch mal weiter von deinem Leben in der Halle.

[00:11:34] Der Tumenschau.

[00:11:35] Also pass mal auf. Da steht es in der leeren Halle.

[00:11:38] Unternehmen ist insolvent, die Leute müssen alle nach Hause gehen.

[00:11:40] Das ist die Frage, was passiert mit dieser Halle.

[00:11:41] Und dann überlegt man, was kann man damit machen?

[00:11:43] Eine Idee ist, eine Logistikhalle zu betreiben, aber da stürzt das Ding einfach zu hoch.

[00:11:46] Eine andere Idee war, ein Gewächshaus draus zu machen, aber dafür ist es viel zu groß.

[00:11:51] Kurze Idee war, daraus so eine Art Eventlocation zu machen.

[00:11:53] Also da könnten zum Beispiel so Konzerte stattfinden oder so, aber da fragt man sich dann, wieso sollen die Leute eine Stunde aus Berlin rausfahren?

[00:11:58] Es gibt ja auch genug spannende Locations in Berlin.

[00:12:01] Und dann kommt ein Chinese um die Ecke, Colin Au, der in Malaysia aufgewachsen ist und schon lange bei einem Freizeitkonzern in Malaysia arbeitet.

[00:12:13] Der ist CEO von einer Kreuzfahrt-Brand und sagt sich, das ist meine Chance.

[00:12:18] Ich gehe nach Deutschland, ich kaufe diese Halle und ich baue dann tropisches Ressort aus.

[00:12:24] Tropen kenne ich, weil ich komme aus Südostasien und Freizeit, Entertainment kenne ich auch, weil ich habe diese Cruise Ship Business gemanagt.

[00:12:31] So, der schnappt sich seinen Arbeitgeber als Partner, kauft diese Halle für 17,5 Millionen Euro.

[00:12:37] Ist ein Bruchteil von dem, was die gekostet hat, muss man sagen.

[00:12:39] Also die Bauposten waren so 150 Millionen D-Mark wohl.

[00:12:44] Also er kauft auf jeden Fall mit einem großen Discount diese Halle und steckt anscheinend über die Jahre 200 Millionen in die Entwicklung.

[00:12:52] Also da sind vier Schwimmbäder, drei Restaurants, da laufen Flamingos durch die Gegend.

[00:12:58] Am Anfang, die sind aus Plastik, aber die haben mich dann angeguckt und sind auf die Zugelaufen.

[00:13:02] Die sind real.

[00:13:04] Also aufwendige Production.

[00:13:06] Man kann es natürlich nur machen, wenn du einen guten Partner im Hintergrund hast, nämlich den Inhaber von seinem ehemaligen Arbeitgeber.

[00:13:12] Ananda Krishna heißt der, malaysischer Milliardär.

[00:13:16] Der finanziert die ganze Party und sagt, okay, wir machen ein Business Case raus.

[00:13:19] Die wollen eigentlich drei Millionen Besucher pro Jahr anziehen.

[00:13:22] Das ist der Business Case.

[00:13:23] Am Ende sind es eher so eine Million.

[00:13:25] Und darauf hat es sich auch eingependelt.

[00:13:27] Also am Anfang machen die massive Verluste, weil sie es zu groß angenommen haben.

[00:13:30] Wie groß wollte er das machen?

[00:13:32] Die haben gedacht, dass da drei Millionen Leute im Jahr hinkommen.

[00:13:37] Das wäre dann ja, wenn man es nur auf Deutschland rechnet, quasi jeder, also alle zehn Jahre wäre jeder dritte Deutsche da.

[00:13:47] Ja, genau.

[00:13:50] Und andersrum gesagt, am Tag wären das irgendwie acht bis zehntausend Besucher oder so.

[00:13:55] Dafür ist die Halle ausgelegt.

[00:13:56] Das passt da bestimmt rein.

[00:13:57] Ich weiß nicht, wie hoch die Gesamtkapazität ist, aber da passen tausende von Leuten rein.

[00:14:01] Realität ist, das sind so eine Million Besucher pro Jahr geworden etwa.

[00:14:05] Und die Annahme ist, dass eben diese eine Million Besucher sowas wie 50 bis 70 Millionen Euro Umsatz machen.

[00:14:11] Also eine Person gibt da wahrscheinlich so 50 bis 70 Euro aus in Form von Ticket, in Form von Food and Beverage, in Form von vielleicht ein bisschen Merchandise und in Form von Übernachtungen.

[00:14:21] Das ist deren größtes Ding, das haben wir auch gemacht.

[00:14:22] Also wir haben da übernachtet.

[00:14:23] Du kannst da drin in dieser Halle übernachten.

[00:14:25] Die Hotelzimmer sind in den Freizeitpark eingebaut.

[00:14:28] Das heißt, ich habe zum Beispiel in der Piratenstadt übernachtet.

[00:14:32] Meine Kumpels, die waren in der Ritterburg.

[00:14:34] Und dann gibt es da auch so eine Camping Area, da kannst du im Zelt übernachten.

[00:14:38] Also das ist dann entsprechend auch günstiger.

[00:14:40] Also irgendwie witzig gemacht.

[00:14:42] Wir haben alle gesagt, wir nehmen unsere Kinder da nochmal hin mit.

[00:14:45] Für die ist es natürlich ein Highlight, da im Piratendorf zu übernachten und morgens aufzuwachen und auf die Wasserrutsche zu gehen.

[00:14:51] Und da kommt dann auch ein kleiner Teil der Revenues her von den Übernachten.

[00:14:56] Glaubst du, dass das ein kleiner Teil ist?

[00:14:58] Also ich weiß zum Beispiel beim Disneyland Paris, dass dieser gesamte Hotelbereich super relevant für die ist.

[00:15:05] Die verkaufen auch mittlerweile primär so Package-Tours.

[00:15:07] Nicht primär, aber sehr relevant so Package-Tours.

[00:15:10] Ich glaube, es ist bei denen auch relevant.

[00:15:12] Also zumindest sagen sie überall, dass sie den Hotelbereich massiv ausbauen wollen.

[00:15:15] Also sie haben innen die Zimmer, innen diese Halle drin.

[00:15:17] Dann haben sie außen einen Neubau gemacht.

[00:15:19] Und dann kannst du auch noch außen übernachten in einem normalen Zimmer.

[00:15:22] Und anscheinend wollen sie diesen Geschäftsbereich weiter ausbauen,

[00:15:24] weil sie wahrscheinlich auch verstanden haben, dass die Leute dann natürlich zwei Tage da sind

[00:15:27] oder vielleicht sogar drei.

[00:15:28] Natürlich auch noch ein Abendessen dazunehmen, die Hotelübernachtung bezahlen und so weiter.

[00:15:32] Also ich glaube auch, dass es relevanter wird.

[00:15:34] Ich glaube, der große Teil sind immer noch die Tagesbesucher.

[00:15:38] Okay.

[00:15:39] Um eine Million Besucher im Jahr mal eins zu ordnen.

[00:15:41] Ein Europapark macht so sechs Millionen Besucher etwa.

[00:15:44] Therme Erding in München, Münchner Umland, macht so 1,8 Millionen Besucher pro Jahr.

[00:15:51] Also es ist durchaus möglich, auch deutlich über eine Million Leute in so ein Angebot reinzukriegen.

[00:15:57] Aber Tropical Island ist da noch nicht ganz so weit entscheidend.

[00:16:00] Ja, und die Lage ist halt auch noch nicht ganz so...

[00:16:02] Also es ist dann am Ende dann doch halt immer noch, wenn du jetzt nicht zufälligerweise aus Berlin dahin fährst,

[00:16:07] von wo fährst du sonst dahin?

[00:16:08] Ja, von wer flussendern, genau.

[00:16:10] Also es ist halt schon eine Insel.

[00:16:12] Also es ist im wahrsten Sinne eine Insel.

[00:16:16] Wahrscheinlich zieht es viele Leute aus Berlin hin.

[00:16:18] Also pack sowas nach Bottrop und ich sag dir, das Ding ist randvoll.

[00:16:22] Also da fährt dann halt...

[00:16:24] Alle, die Holländer fahren sowieso gern zu sowas.

[00:16:27] Das ist einfach ein Standortnachteil davon, dass halt da jetzt nicht viel ist.

[00:16:33] Ja, das stimmt.

[00:16:36] Das stimmt.

[00:16:37] Das ist ein Stück da rauszufahren und ich glaube, ich meine auch der typische Berlin-Besucher,

[00:16:39] der irgendwie für eine Woche nach Berlin kommt oder ein Wochenende oder so aus dem Ausland,

[00:16:42] der überlegt sich dann dreimal, ob er da zwei Stunden hin und zurück fährt.

[00:16:47] Und ja, unsere Experience, ich würde sagen, es war super für Offsides.

[00:16:50] Einer von uns hatte mit seiner Firma tatsächlich auch mal einen Offside gemacht.

[00:16:53] Also der hat da irgendwie sein Team, irgendwie 200 Leute hingeschleppt

[00:16:57] und sein Feedback war auch super mega.

[00:16:58] Hatte einen richtig gut gefallen.

[00:17:01] Für Feminis ist es natürlich super.

[00:17:03] Also wenn unser Sohn ein bisschen älter ist, jetzt ist es noch zu klein,

[00:17:06] aber so ab vier oder so, vier, fünf oder so kann ich mir vorstellen,

[00:17:09] dass es richtig gut funktioniert.

[00:17:11] Ja, es ist spannend.

[00:17:12] Aber auch das ganze Ding ist schon, also du merkst, dass es nicht in Familienbesitz,

[00:17:15] das sagen wir so.

[00:17:16] Also diese Freizeitparks, Europa-Park ist in Familienbesitz

[00:17:19] oder sowas wie Karls Erdbeerhof ist in Familienbesitz.

[00:17:22] Und du merkst, wenn da jemand Attention to Detail da drauf hat,

[00:17:25] ist nochmal eine andere Erfahrung.

[00:17:28] Also ich habe schon gemerkt, dass es alles ein bisschen runtergekommen ist,

[00:17:31] alles ein bisschen abgerannt.

[00:17:32] Du merkst, da ist jetzt nicht alles super gewartet und so.

[00:17:35] Also das wird eher auf Rentabilität gesqueezed als jetzt ausgebaut.

[00:17:40] Ich habe das Gefühl, dass da nicht massiv investiert wird aus der eigenen Erfahrung.

[00:17:44] Auch ist nicht unbedingt vielleicht ein Fan der Mitarbeiter oder so.

[00:17:47] Die Experience, die du hast, du kennst von Disney, von den Parks.

[00:17:50] Ich weiß nicht, ob du das Buch gelesen hast,

[00:17:52] Disney University, wo den Mitarbeitern in Disneyland beigebracht wird,

[00:17:57] die sie eine Rolle einnehmen.

[00:17:59] Und wenn du die nach dem Weg zur Toilette fragst,

[00:18:01] dann kriegst du eine Show.

[00:18:02] Also die sind auf Top-Niveau ausgebildet.

[00:18:05] Und das ist natürlich Teil der Experience.

[00:18:07] Also jeder, der da auch nur den Müll von der Straße aufhebt,

[00:18:09] ist quasi Schauspieler.

[00:18:11] Und das ist das Prinzip von diesem Park.

[00:18:14] Kann man dem Buch gut nachlesen.

[00:18:15] Disney Jugend.

[00:18:16] Sagen wir, da gibt es noch ein Delta zum Tropical Island.

[00:18:19] Das war zumindest die Erfahrung, die wir gemacht haben.

[00:18:21] Okay, ich verstehe.

[00:18:22] Gut, also ich werde nochmal hinfallen.

[00:18:25] Vielleicht möchte ich da meinen Junggesellen abschieben oder sowas.

[00:18:28] Oder wahrscheinlich nicht der Erste.

[00:18:31] Und das ist so der Punkt, wo es ganz spannend ist.

[00:18:35] Okay, was hast du gefunden?

[00:18:37] Ich habe ein paar Sachen gefunden,

[00:18:38] aber ich wollte einmal eine Zwischenfrage stellen.

[00:18:42] Nämlich, hast du gute Vorsätze fürs neue Jahr?

[00:18:45] Ja, Vorsätze.

[00:18:46] Also ich habe in meiner Reflexion gemerkt,

[00:18:48] ich war so ein Reflexionsprozess.

[00:18:49] Ich habe gemerkt, dass ich einfach zu viele verschiedene Sachen gemacht habe.

[00:18:51] Meine Überschrift ist Year of Focus.

[00:18:54] Ich will mich auf wenige Sachen konzentrieren und die gut machen.

[00:18:56] Eins darf man in unserem Podcast.

[00:18:59] Das ist witzig, das steht bei mir auch seit drei Jahren jedes Jahr mit der Yearly Reflection.

[00:19:04] Year of Focus.

[00:19:05] Year of Focus.

[00:19:06] Too much stuff.

[00:19:07] Yeah, I guess.

[00:19:08] Okay, aber was sind deine Vorsätze?

[00:19:11] Meine Vorsätze sind auf jeden Fall gesünder Leben.

[00:19:17] Mit gesünder Leben heißt das in meinem speziellen Fall jetzt,

[00:19:19] dass ich festgestellt habe durch meinen Aura-Ring,

[00:19:22] dass ich im Durchschnitt sechseinhalb Stunden die Nacht schlafe.

[00:19:25] Und das ist irgendwie weniger, als die meisten Menschen empfehlen,

[00:19:27] was gut ist.

[00:19:29] Und die zweite Sache, dass ich jetzt nicht unbedingt immer zu viel,

[00:19:34] aber dann doch irgendwie krasse Schwankungen in der Art habe, wie ich esse.

[00:19:37] Also wenn ich jetzt zum Beispiel in Südafrika bin,

[00:19:39] dann würde ich davon ausgehen, dass ich ganze Wochen habe,

[00:19:41] wo jeder Tag im Kalorien-Plus ist.

[00:19:43] Dann habe ich aber auch wieder irgendwie so harte Monate,

[00:19:47] wo ich relativ gut im Training bin.

[00:19:48] Und ich habe mich dann jetzt bei einem High Rocks-Wettkampf angemeldet im April.

[00:19:52] Da werde ich dann auch nochmal später von berichten.

[00:19:54] Aber halt so einer Fitness-Challenge.

[00:19:57] Und ja, da geht es so ein bisschen um insgesamt irgendwie um die Frage Ernährung.

[00:20:01] Und mit diesem Thema Ernährung habe ich mich dementsprechend

[00:20:03] jetzt auch ein bisschen beschäftigt.

[00:20:05] Hast du mal The January gemacht?

[00:20:08] Oder weißt du, was es ist?

[00:20:10] Ja.

[00:20:13] Ist die Überschrift, dem Januar vegan zu leben?

[00:20:17] Oder generell vegan, aber den Januar als Kick-Off zu nehmen.

[00:20:19] Ich glaube, ich habe die Gründerin mal kennengelernt.

[00:20:23] Ria heißt sie, glaube ich.

[00:20:24] Nee, genau.

[00:20:25] Es gibt einmal quasi diesen Begriff The January,

[00:20:29] der geframed wurde von zwei britischen Aktivisten, muss man so sagen.

[00:20:35] So Jane Land und Matthew Glower.

[00:20:36] Januar, die 2014 schon, also vor zehn Jahren,

[00:20:39] wird January ins Leben gerufen haben.

[00:20:41] Und die Grundidee ist quasi einen niederschwelligen Einstieg

[00:20:45] in eine fleischlosere Lebensführung zu schaffen.

[00:20:49] Indem man sagt, okay, komm, Januar ist irgendwie eh ein verlorener Monat.

[00:20:53] Und die meisten Menschen haben eh vor,

[00:20:56] den Januar sich irgendwie zu restriktieren.

[00:20:59] Also irgendwie Fasten oder Mehrsport und so weiter.

[00:21:03] Wie ich weiß, zum Beispiel aus ein paar Beratungsprojekten,

[00:21:06] mit Fitnessfirmen, dass der Januar ist eigentlich das Weihnachtsgeschäft

[00:21:11] von allem, was mit Fitness ist.

[00:21:13] Egal, ob das jetzt irgendwie ein Gym oder Foodspring ist.

[00:21:19] Und das war also die Idee, also einen einfacheren Einstieg.

[00:21:22] Und was sie sehr gut gemacht haben, ist es betont, niederschwellig zu machen.

[00:21:25] Es geht gar nicht darum, dass du wirklich Veganer wirst.

[00:21:27] Und es geht auch gar nicht darum, dass du das bestätigst machst,

[00:21:29] sondern es geht im Prinzip darum, also die Grundidee ist zu sagen,

[00:21:33] wenn 80 Prozent der Menschen 20 Prozent ihren Fleischkonsum reduzieren,

[00:21:37] dann bringt das mehr, als wenn 20 Prozent 80 Prozent ihren Fleischkonsum reduzieren.

[00:21:42] Also das ist so die Grundannahme.

[00:21:45] Und so sind die da eben gestartet.

[00:21:48] Und das wurde die letzten Jahre dann eben immer mehr instrumentalisiert

[00:21:55] von diesen verschiedenen Fleischersatzfirmen, die es dann irgendwie eben gab.

[00:22:00] Und das habe ich dann mal zum Anlass genommen, zu überlegen,

[00:22:02] was ist eigentlich das Ding geworden?

[00:22:03] Weil ich habe dieses Jahr gar nichts von denen gehört.

[00:22:05] Das ist so der Black Friday für Oatly und Co.,

[00:22:09] die dann quasi zu einem Datum da drauf springen.

[00:22:12] Genau.

[00:22:12] Und sagen, so haben wir alle unsere Rezepte und unser Whatever.

[00:22:15] Genau, es ist Content-Marketing getriebener natürlich,

[00:22:17] als jetzt, also Black Friday ist halt so eine Discount-Schlacht,

[00:22:21] aber hier geht es eher so um so ein Content-Marketing-Getriebener.

[00:22:24] Aber genau, es war so über Jahre für Impossible Foods, Beyond Meat, Oatly,

[00:22:29] wie sie alle heißen, so der Content-Marketing-Monat schlechthin.

[00:22:34] Und ich habe diesen Monat, ich gehe davon aus, dass wir das immer noch machen,

[00:22:36] ich habe es noch nicht mehr mitbekommen.

[00:22:38] Und da habe ich mich so gefragt, was ist eigentlich aus denen allen geworden?

[00:22:41] Und wie steht es eigentlich um das Thema Fleischersatzprodukte

[00:22:44] und vegetarische respektive fleischärmere Ernährung

[00:22:47] in insgesamt dieser Welt, aber auch in Deutschland?

[00:22:51] Und hier gibt es, glaube ich, zwei Themen zu trennen.

[00:22:54] Also erstmal, wer investiert hat beim Börsengang von Oatly oder Beyond Meat,

[00:23:00] hat richtig Geld verloren.

[00:23:04] Also, wenn du investierst, bei Beyond Meat zum IPO-Preis hast du seitdem 96,4% verloren.

[00:23:12] Also, wow, ich habe mal investiert.

[00:23:14] Ich habe die Aktie mal gekauft, das war so, wann wird das gewesen sein?

[00:23:17] Vielleicht so 2020 rum.

[00:23:18] 2020, das war gut.

[00:23:20] Oder hast du vielleicht, wenn du einen guten Absprung geschafft hast,

[00:23:23] da irgendwie, sie war zwischendurch mal 50% hoch?

[00:23:25] Mein Absprung war richtig beschissen.

[00:23:26] Ich habe das gekauft, aus so einer Idee heraus,

[00:23:30] dass diese ganzen Food-Themen massiven Rückenwind haben,

[00:23:33] da viel privates Geld reingeflossen,

[00:23:34] in die Finanzierungsrunden stattgefunden haben.

[00:23:35] Ich dachte, das wäre eine gute Idee.

[00:23:38] Dann habe ich sofort irgendwie 30% Minus gehabt oder so.

[00:23:41] Ja, scheiße.

[00:23:42] Lieber wieder abstoßen.

[00:23:43] Das war eine sehr kurze Reise.

[00:23:45] Na, da bist du aber Gott sei Dank immer noch früh genug raus.

[00:23:47] Also die Leute, die nur 30% Minus hatten,

[00:23:49] die hatten halt nicht, also man kann auch warten,

[00:23:51] dass es sich erholt bis zum Ende.

[00:23:54] Also das ist für 104, nee, 107 Euro an die Börse gegangen

[00:23:59] und ist jetzt bei 3,80 Euro.

[00:24:04] Und dasselbe gilt für Oatly.

[00:24:06] Oatly ist an die Börse gegangen für 20 Euro

[00:24:08] und ist jetzt bei 0 Euro, also bei 70 Cent.

[00:24:11] Also das ist Penny Stock.

[00:24:12] Wow, Oatly ist ein Penny Stock.

[00:24:14] Oatly ist ein Penny Stock, ja.

[00:24:16] Mit 400, eine Market Cap von 450 Millionen.

[00:24:18] 450 Millionen.

[00:24:19] Ich würde davon ausgehen, ich habe jetzt nicht recherchiert,

[00:24:21] was der Gesamtumsatz weltweit von Oatly ist.

[00:24:23] Ich würde davon ausgehen, dass das gerade so Umsatz ist.

[00:24:27] Max.

[00:24:28] Das wird viel weniger sein, oder?

[00:24:30] Äh, das müsste man...

[00:24:33] Du kannst jetzt ja während ich weiter fortfragen,

[00:24:35] mal kurz nachrecherchieren.

[00:24:36] Also das ist so der Punkt.

[00:24:39] Also du hast halt entweder 96% oder 97%

[00:24:41] deines Investments verloren,

[00:24:42] wenn du eben auf dieses Hype-Thema aufgestiegen bist.

[00:24:43] Okay.

[00:24:44] Die sagen, Oatly 2023 hat 800 Millionen Umsatz gemacht.

[00:24:46] Okay, also unter Umsatz.

[00:24:48] Und hier haben wir aus meiner Sicht

[00:24:50] ein ganz großes Missverständnis aus,

[00:24:56] wie gut geht es diesen Firmen

[00:24:58] und wie wichtig und relevant ist dieser Markt prinzipiell.

[00:25:01] Und das kann man sich eigentlich mit so einer,

[00:25:02] dieser klassischen Hype-Cycle-Kurve angucken.

[00:25:06] Also man hat so einen Innovation Trigger,

[00:25:08] dass irgendwie alle großen,

[00:25:13] ja, Scientists,

[00:25:15] aber auch irgendwie sich wirklich alle jetzt mal darauf einigen,

[00:25:17] dass sie sagen,

[00:25:18] okay, wir sollten fleischärmer leben,

[00:25:21] weil A, Gesundheit des Planeten

[00:25:23] und B, persönliche Gesundheit,

[00:25:25] ganz viele verschiedene Studien,

[00:25:26] warum das irgendwie sinnvoll ist.

[00:25:27] Und irgendwann hat es sich dann dann eingebremd,

[00:25:29] dass sie sagen, okay, ja, das ist real.

[00:25:31] Und dann fangen die ganzen Firmen an loszulaufen.

[00:25:33] Und das Nächste, was dann hier normalerweise kommt

[00:25:35] in diesem Cycle ist dieser Peak of Inflated Expectations.

[00:25:39] Und jetzt alles wird vegan

[00:25:41] und das vegan oder fleischlos,

[00:25:43] das neue Luxus

[00:25:44] und alle werden auf ewig Preisprämien zahlen

[00:25:47] für Oatly oder so Beyond Meat Produkte.

[00:25:52] Ich meine, Oatly kostet ja das Reifache, glaube ich,

[00:25:55] von einer anderen Hafermilch.

[00:25:58] Und das ist so dann der Punkt,

[00:26:00] wo dann an diese ganzen Bewertungen so hochgegangen sind.

[00:26:02] Fairerweise bei Oatly,

[00:26:04] die wurden ja von einem PE gekauft

[00:26:07] und von einem PE an die Börse gebracht.

[00:26:08] Also der PE, der hat das, wie so häufig,

[00:26:11] ziemlich gut getimt

[00:26:12] mit seinem Aufspringen und Abspringen.

[00:26:15] Also ich würde ehrlicherweise

[00:26:17] bei den meisten PE-Börsengängern

[00:26:18] immer dreimal nachgucken,

[00:26:20] ob da jetzt wirklich

[00:26:23] noch viel Luft nach oben ist.

[00:26:25] Und jetzt gerade sind wir

[00:26:27] so in diesem Tal der Tränen.

[00:26:29] Also dieser Throw of Disillusionment,

[00:26:31] dass jetzt niemand mehr

[00:26:32] an irgendwas daran glaubt.

[00:26:33] Und innerhalb dieses Hype Cycles

[00:26:35] kommt dann jetzt normalerweise

[00:26:37] so der Punkt, wo jetzt

[00:26:40] das wirklich richtig relevant für den Markt wird

[00:26:42] und nach vorne raus eben

[00:26:43] auf einem gewissen Niveau ansetzt.

[00:26:45] Und das sieht man zum Beispiel

[00:26:47] an so Firmen wie der Rügenwalder Mühle.

[00:26:50] Also die haben ein krasses Shift gemacht

[00:26:52] zu Fleischersatz.

[00:26:53] Genau, die Rügenwalder Mühle hat ein krasses Shift

[00:26:55] gemacht von Fleischersatz.

[00:26:56] Also im Jahr 2018 zum Beispiel

[00:26:58] hatten die schon vegane Produkte.

[00:27:00] Das war ja erstmal eine Riesenfrage,

[00:27:02] kann eine Rügenwalder Mühle

[00:27:03] überhaupt vegane Produkte machen?

[00:27:04] Dann haben sie gesagt,

[00:27:05] okay, fuck, wir machen das jetzt.

[00:27:07] Auch wo du eben gesagt hattest,

[00:27:08] geht, weil es ein Familienunternehmen ist.

[00:27:11] Die haben sich einfach hingestellt

[00:27:12] und als Gründerfamilie und gesagt,

[00:27:14] wir tun das.

[00:27:15] Und da hatten sie 27 Prozent

[00:27:17] von 212 Millionen.

[00:27:19] Also sie hatten 212 Millionen Umsatz

[00:27:20] und 27 Prozent davon waren

[00:27:22] eben vegetarische und vegane Produkte.

[00:27:25] Also 57 Millionen.

[00:27:26] Und das hat sich jetzt erhöht,

[00:27:29] also A hat sich der Gesamtumsatz

[00:27:30] der Rügenwalder Mühle-Druppe

[00:27:34] erhöht auf mittlerweile

[00:27:35] über 280 Millionen.

[00:27:37] Also sind sehr relevant jetzt

[00:27:39] in den Jahren insgesamt

[00:27:40] dann über 30 Prozent gewachsen

[00:27:42] und machen mittlerweile

[00:27:45] über 60 Prozent ihres Umsatzes

[00:27:47] mit fleischlosen Produkten.

[00:27:48] Wow.

[00:27:48] Also das Wachstum kommt

[00:27:51] im Prinzip primär

[00:27:52] aus den fleischlosen Produkten raus.

[00:27:55] Wahnsinn.

[00:27:56] Der Grund,

[00:27:58] warum das aus meiner Sicht so ist,

[00:28:00] ist, naja,

[00:28:01] das ist jetzt nicht ein Start-up,

[00:28:03] dass irgendwie dieses ganze Thema

[00:28:05] Distribution,

[00:28:06] Gross Margin,

[00:28:08] wie das alles funktioniert,

[00:28:09] irgendwie noch lernen musste

[00:28:10] und irgendwie so über Funding

[00:28:13] mit so den,

[00:28:15] einfach der Schwerkraft des Handels,

[00:28:17] nämlich wie muss man Geld verdienen,

[00:28:19] nichts zu tun hatte,

[00:28:19] sondern es war halt

[00:28:20] oder ist halt eine Firma,

[00:28:22] die über die letzten Jahrzehnte

[00:28:27] gelernt hatte,

[00:28:28] wie funktioniert eigentlich

[00:28:28] Lebensmittel-Einzelhandel,

[00:28:30] wie funktioniert eigentlich

[00:28:30] die Distribution von sowas,

[00:28:32] wie markentreu ist eigentlich

[00:28:33] so ein Kunde und so weiter.

[00:28:35] Und aber gleichzeitig diese

[00:28:37] krassen,

[00:28:38] ich sag mal,

[00:28:38] kulturellen Altlasten haben,

[00:28:39] weil da ja Mitarbeiter sind,

[00:28:41] über Jahrzehnte,

[00:28:42] die Fleischprodukte verkauft haben,

[00:28:45] im Fernsehen,

[00:28:46] millionenfach diese Spots gezeigt wurden

[00:28:48] für die Fleischprodukte und so weiter.

[00:28:49] Also das ist ja ein typisches

[00:28:51] Innovator-Dilemma.

[00:28:52] Es gibt neue Produktkategorien,

[00:28:53] in die du rein willst,

[00:28:54] aber kannibalisierst in dem Fall

[00:28:55] dein Kerngeschäft.

[00:28:57] Du musst es den Leuten auch erklären,

[00:28:59] warum sie jetzt zum Beispiel

[00:29:02] im Sales-Bad bei den Einzelhändlern

[00:29:04] eine völlig andere Geschichte erzählen sollen,

[00:29:06] als die letzten Jahrzehnte.

[00:29:07] Also umso beeindruckend,

[00:29:08] ich meine A, beeindruckend,

[00:29:09] dass es überhaupt eine Firma gibt,

[00:29:11] die über 100 Millionen

[00:29:12] diesen Ersatzprodukten macht

[00:29:13] und B,

[00:29:14] dass es exakt die Firma ist,

[00:29:16] die davor groß geworden ist

[00:29:18] mit Fleischprodukten.

[00:29:19] Also das ist eine faszinierende Geschichte.

[00:29:21] Ja, und das ist aus meiner Sicht,

[00:29:23] du hast,

[00:29:26] es gibt so einen alten Satz

[00:29:28] des Lebensmitteleinzelhandels

[00:29:30] oder überhaupt des Konsumgütermarkts

[00:29:33] und der sagt so,

[00:29:34] im Prinzip der eigentlich

[00:29:37] Distribution und Awareness.

[00:29:39] Das ist deine Aufgabe.

[00:29:40] Jeder muss es kennen

[00:29:41] und es muss überall liegen.

[00:29:42] So, wenn du das hinbekommen hast

[00:29:44] und dabei irgendwie noch

[00:29:46] halbwegs Marge verdienst,

[00:29:48] dann hast du gewonnen.

[00:29:50] Und Beyond Meat zum Beispiel

[00:29:52] hatte es über langen Zeitraum

[00:29:55] zwar geschafft,

[00:29:55] dass es die meisten Leute gekannt haben

[00:29:57] aus der Bubble

[00:29:57] mit relativ hohen Werbekosten,

[00:29:59] aber die waren zum Beispiel

[00:30:01] CM3 negativ.

[00:30:02] Also die haben im Prinzip

[00:30:03] mit jedem Produkt,

[00:30:05] das sie verkauft haben,

[00:30:06] haben sie dir einen Euro

[00:30:07] in die Packung gelegt,

[00:30:08] weil sie einfach rausgegangen sind.

[00:30:10] Ja, irgendwann finden wir schon raus,

[00:30:11] wie wir das Zeug

[00:30:12] so viel günstiger produzieren können.

[00:30:14] Es lag an den Produktionskosten,

[00:30:15] dass die da oben waren.

[00:30:15] Es lag an den Produktionskosten,

[00:30:16] genau.

[00:30:16] Es lag einfach,

[00:30:17] also die hatten sowohl Oatly

[00:30:18] als auch Beyond Meat

[00:30:22] waren und sind nicht nur teurer

[00:30:24] als die Konkurrenz,

[00:30:25] sondern haben dabei auch noch

[00:30:26] kein Geld verdient.

[00:30:27] Stehe ich irgendwie nicht.

[00:30:28] Ich denke auf der einen Seite,

[00:30:29] wie teuer ist es denn,

[00:30:30] so eine Kuh ranzuzüchten

[00:30:31] mit all dem, was sie braucht,

[00:30:32] Land, Wasser, Versorgung

[00:30:33] und so weiter

[00:30:34] und auf der anderen Seite

[00:30:35] quasi Gemüse zusammenzumischen.

[00:30:37] Das hat sich überhaupt

[00:30:38] nicht informiert,

[00:30:39] aber im Grunde

[00:30:40] so eine Kichererbsenpampe

[00:30:43] zusammenzubauen.

[00:30:43] Also wieso ist das

[00:30:44] so viel teurer

[00:30:45] als das Äquivalent?

[00:30:48] Ich muss gestehen,

[00:30:48] ich bin,

[00:30:50] wir würden uns freuen,

[00:30:51] wenn sich jetzt mal

[00:30:52] ein Lebensmitteltechniker

[00:30:53] bei uns meldet

[00:30:53] und das dann mal

[00:30:54] im Detail erklärt.

[00:30:55] Was ich verstehe

[00:30:56] aus den Zahlen

[00:30:56] ist, dass Firmen,

[00:30:59] die seit Jahrzehnten

[00:31:00] halt eben quasi

[00:31:02] Lebensmittelengineering machen,

[00:31:03] wie zum Beispiel

[00:31:03] ein Estle,

[00:31:05] das hinbekommen.

[00:31:06] Die haben dann nämlich

[00:31:07] als Reaktion

[00:31:08] auf diesen Trend

[00:31:09] ihre eigenen Marken

[00:31:10] rausgebracht,

[00:31:11] genauso wie ein Rewe

[00:31:12] seine eigenen Marken

[00:31:13] gelauncht hat

[00:31:14] oder andere Eigenmarken

[00:31:15] und dann halt wirklich

[00:31:15] im Rotfall

[00:31:18] Marktanteil abgegraben

[00:31:19] von diesen Premiumherstellern

[00:31:21] und gleichzeitig aber gewusst,

[00:31:22] okay, wie können wir

[00:31:23] das denn so bauen,

[00:31:24] dass es Geld verdient.

[00:31:26] Und insofern

[00:31:27] ist meine

[00:31:29] Konklusio

[00:31:29] eigentlich für diesen

[00:31:30] ganzen

[00:31:34] Ersatzprodukte

[00:31:35] Cycle

[00:31:36] so,

[00:31:37] dass es

[00:31:37] den ursprünglichen Firmen

[00:31:39] geht es wahrscheinlich

[00:31:40] gerade nicht so gut,

[00:31:42] aber dem Markt

[00:31:42] an und für sich

[00:31:43] geht es eigentlich

[00:31:43] schon ganz gut.

[00:31:44] Und du sagst,

[00:31:45] die These ist,

[00:31:45] die großen Unternehmen,

[00:31:46] die sowieso schon

[00:31:47] riesige Produktionskapazitäten

[00:31:48] haben und Access

[00:31:49] zum Einzelhandel

[00:31:51] und Branding-Expertise

[00:31:53] und so weiter,

[00:31:53] die werden das Spiel

[00:31:54] eher machen

[00:31:55] als die Startups,

[00:31:57] die vielleicht

[00:31:57] ein innovatives Produkt

[00:31:58] haben, aber

[00:31:58] Distribution und

[00:31:59] Produktion hochfahren müssen.

[00:32:01] Ich glaube tatsächlich,

[00:32:02] also was die

[00:32:03] Traditionellen ja

[00:32:03] nicht so gerne machen,

[00:32:04] ist eine Marke von

[00:32:05] Null auf irgendwie

[00:32:06] aufbauen.

[00:32:07] Also die haben,

[00:32:08] also im

[00:32:10] Konsumguter Corporate

[00:32:11] ist Forschung und

[00:32:12] Entwicklung

[00:32:13] eigentlich immer am

[00:32:14] liebsten über

[00:32:14] M&A gelöst.

[00:32:16] Weil dann weißt du,

[00:32:17] Stride and Tested

[00:32:17] und so weiter.

[00:32:19] Das kriegt man hin

[00:32:21] und ich glaube,

[00:32:23] es gibt eine totale

[00:32:23] Opportunity jetzt gerade,

[00:32:25] so mit einem kleinen Team,

[00:32:28] mit einem kleinen

[00:32:29] Kapitalstock irgendwie

[00:32:30] ein Produkt

[00:32:31] vorzuvalidieren,

[00:32:32] sodass das auf 10,

[00:32:33] 20 Millionen

[00:32:34] Umsatz kommt

[00:32:35] und dann einfach

[00:32:36] furztrocken

[00:32:36] irgendwie an

[00:32:39] Kellogg's,

[00:32:39] Nestle,

[00:32:41] Kraft,

[00:32:42] you name it,

[00:32:43] abgestoßen

[00:32:43] und dann einfach sagen,

[00:32:45] hier bitte macht ihr das

[00:32:46] weiter.

[00:32:48] Das war ja auch

[00:32:48] auf der Weg von

[00:32:49] deutschen Food Startups,

[00:32:50] wenn man sich die Story

[00:32:50] von Foodspring

[00:32:52] überlegt

[00:32:52] oder Just Spices,

[00:32:55] Ankerkraut,

[00:32:56] genau.

[00:32:56] Also da,

[00:32:57] das ist meistens der...

[00:32:58] Sind ja alle bei

[00:32:58] großen Konzernen geendet,

[00:32:59] oder?

[00:33:00] Sind alle bei

[00:33:00] großen Konzernen geendet,

[00:33:02] ist auch,

[00:33:03] ehrlicherweise,

[00:33:03] ab einem gewissen Punkt

[00:33:05] auch einfach der bessere,

[00:33:07] also der bessere Besitzer

[00:33:08] für sowas.

[00:33:10] Also das,

[00:33:11] mein Gefühl ist,

[00:33:13] dass die dann häufig,

[00:33:14] wenn sie dann

[00:33:15] aus dem Marketing

[00:33:16] des Konzerns raus

[00:33:17] exekutiert werden,

[00:33:18] so ein bisschen

[00:33:19] ihr Mojo verlieren,

[00:33:21] häufig,

[00:33:21] aber das ist dann ja

[00:33:23] nicht mehr das Problem

[00:33:24] der Gründe.

[00:33:24] Mojo wird dann

[00:33:27] ausgeglichen

[00:33:27] durch Skala,

[00:33:29] durch brachiale Gewalt,

[00:33:30] das überall in Einzelhandel

[00:33:31] zu bringen.

[00:33:31] Genau,

[00:33:32] einfach durch viel größere

[00:33:34] Produktionskapazitäten

[00:33:34] im Zweifel.

[00:33:35] Okay,

[00:33:36] okay.

[00:33:36] Und zu dir selber,

[00:33:37] glaubst du,

[00:33:38] also machst du das jetzt?

[00:33:38] Bist du jetzt vegan im Januar,

[00:33:39] oder?

[00:33:41] Diesen Januar weiß ich nicht.

[00:33:43] Was sind deine Vorsätze?

[00:33:45] Meine,

[00:33:45] genau,

[00:33:46] meine Vorsätze sind,

[00:33:46] das liegt auch daran,

[00:33:47] dass ich halt,

[00:33:47] wie gesagt,

[00:33:48] jetzt gerade im Training

[00:33:50] für diese High Rocks-Geschichte bin

[00:33:52] und dadurch bin ich sowieso

[00:33:54] irgendwie ziemlich restriktiv

[00:33:55] am Essen

[00:33:56] und wenn ich das jetzt noch

[00:33:56] vegan versuchen würde,

[00:33:57] sind ein bisschen viele

[00:33:58] Umstellungen auf einmal

[00:34:00] und das habe ich,

[00:34:01] habe ich mich jetzt so entschieden,

[00:34:02] das jetzt nicht zu tun.

[00:34:05] Ist ja auch die Frage,

[00:34:06] was der erste Hebel ist,

[00:34:07] wenn du sagst,

[00:34:08] also ich meine auf Gesundheit

[00:34:09] allgemein bezogen,

[00:34:09] du hast hier Säulen,

[00:34:10] du hast Schlaf,

[00:34:11] du hast Ernährung,

[00:34:12] du hast Workout

[00:34:16] und wenn du sagst,

[00:34:17] alleine beim Schlaf bist du hinterher,

[00:34:18] ist das ja wahrscheinlich die Säule,

[00:34:20] wo man als erstes ansetzen könnte.

[00:34:22] Man sollte der Meinung sein,

[00:34:23] dass das die einfachste ist,

[00:34:24] ne?

[00:34:24] Habe ich auch mal gedacht,

[00:34:25] habe ich auch heute noch zum Beispiel,

[00:34:26] glaube ich,

[00:34:26] jetzt nicht in den Wurkommens.

[00:34:27] Also,

[00:34:27] ja,

[00:34:28] wir werden das beobachten.

[00:34:30] Wir beobachten das in jedem Update.

[00:34:31] Zum Thema,

[00:34:32] was ich als nächstes mitgebracht habe,

[00:34:34] und zwar geht es bei mir um eine Brand,

[00:34:37] und zwar eine Brand,

[00:34:38] die ich selber trage,

[00:34:39] die ich auch bei meinem Lieblingsworkout

[00:34:41] bei Barry's Bootcamp

[00:34:42] an den Füßen von allen Mitspreitern

[00:34:45] auf den Laufbändern sehe,

[00:34:46] aber auch an den Füßen

[00:34:49] meiner Schwiegermutter sehe,

[00:34:50] wenn sie an Weihnachten reinläuft

[00:34:51] zur gemeinsamen Feier

[00:34:51] und von meinem Dad

[00:34:52] und von meiner Mom, glaube ich,

[00:34:53] außer alle tragen diese Marke,

[00:34:55] und zwar nicht nur im Gym,

[00:34:57] und zwar nicht nur für den Trail-Workout

[00:35:00] oder den Ironman.

[00:35:02] Das ist nicht so schön,

[00:35:03] dass Rätsel gepackt wie vorhin,

[00:35:04] aber weißt du,

[00:35:05] was ich meine?

[00:35:05] Wir reden von Crocs.

[00:35:07] Genau.

[00:35:08] Genau.

[00:35:09] Wir reden nicht von Crocs,

[00:35:10] wir reden von On Running.

[00:35:13] Ein Schweizer Start-up.

[00:35:14] Das war mir alleine schon gar nicht so klar,

[00:35:16] wie jung die eigentlich sind.

[00:35:17] 2010 wurden die gegründet.

[00:35:19] War dir das klar?

[00:35:19] Die sind 14, 15 Jahre alt?

[00:35:21] Ich habe es jetzt in der,

[00:35:23] also ich wusste es vorher nicht,

[00:35:24] ich habe es jetzt in der Vorbereitung

[00:35:27] festgestellt,

[00:35:28] und was mir aber auch aufgefallen ist,

[00:35:30] ja, die sind relativ jung,

[00:35:31] aber ich glaube,

[00:35:32] das Management-Team von denen

[00:35:34] hat ja gefühlt,

[00:35:34] sie kombiniert hunderte Jahre

[00:35:36] auf Experience.

[00:35:37] Ja, ja,

[00:35:38] also auf jeden Fall erfahrene Gründer.

[00:35:40] Die Story ist,

[00:35:41] der Main Gründer,

[00:35:42] der Ideengeber

[00:35:43] heißt Olivier Bernard

[00:35:45] und der wächst in der Schweiz

[00:35:46] auf in den 70er Jahren.

[00:35:49] Einer von den Kindern,

[00:35:50] die Probleme in der Schule haben,

[00:35:51] der kann nicht still sitzen,

[00:35:52] weiß nicht,

[00:35:53] ob du das auch schon mal erlebt hast,

[00:35:54] aber der hat zu viel Energie

[00:35:55] und der sagt dann auch im Interview,

[00:35:57] heutzutage in den USA

[00:35:58] würde er wahrscheinlich sofort

[00:35:59] irgendeine Pille verschrieben bekommen.

[00:36:01] Dagegen,

[00:36:01] seine Eltern waren clever

[00:36:02] und haben gesagt,

[00:36:03] wir packen dich jetzt in den Laufklub.

[00:36:05] Ja,

[00:36:05] du hast zu viel Energie,

[00:36:06] du musst sie jetzt mal weglaufen.

[00:36:07] Und so kam der zum Running,

[00:36:10] seine Eltern packen ihn

[00:36:11] in diesen Running-Club rein

[00:36:13] und das war die goldrichtige Entscheidung

[00:36:15] der Eltern,

[00:36:15] für ihn das Richtige.

[00:36:16] Er wird später Pro-Athlet,

[00:36:19] Athlete,

[00:36:20] also der startet eine Karriere

[00:36:21] und rennt an der Weltspitze mit,

[00:36:23] hat mehrere Weltmeistertitel

[00:36:24] im Triathlon,

[00:36:26] läuft bei Ironman

[00:36:27] auf Weltspitzeniveau mit,

[00:36:31] macht eine super Karriere,

[00:36:32] wird unter anderem gesponsert von Nike

[00:36:33] und geht 2005 in Rente.

[00:36:37] Also Mitte der 30er

[00:36:38] ist die Sportkarriere vorbei.

[00:36:39] Er überlegt sich,

[00:36:40] was könnte ich denn machen

[00:36:41] und er denkt die ganze Zeit darüber nach,

[00:36:43] einen neuen Schuh zu entwerfen.

[00:36:46] Ist ja sein Beruf,

[00:36:47] also er hat wahrscheinlich

[00:36:48] viele Schuhe durchprobiert,

[00:36:49] er hat bei Nike natürlich auch

[00:36:50] Access gehabt

[00:36:51] zu verschiedenen Prototypen

[00:36:53] und so weiter

[00:36:53] und er wird natürlich gefragt,

[00:36:55] er hat sich eine neue Laufschuhmarke,

[00:36:57] so wieso wüssten das machen?

[00:36:59] Es gibt doch genug in dem Markt

[00:37:00] oder es gibt Adidas,

[00:37:01] es gibt Nike,

[00:37:01] es gibt Puma,

[00:37:02] es gibt Rebok.

[00:37:04] Wieso willst du das denn machen?

[00:37:05] Dann antwortet er

[00:37:06] auf so eine charmante Schweizerweise,

[00:37:08] ich will da keinen neuen Laufschuh,

[00:37:11] aber ich glaube,

[00:37:11] die Welt braucht ein neues Laufgefühl.

[00:37:14] Das ist seine Überschrift,

[00:37:15] die Welt braucht ein neues Laufgefühl.

[00:37:17] Ja,

[00:37:17] und dann hat er seinen Daniel-Düsentrieb-Moment

[00:37:20] und überlegt sich,

[00:37:21] wie kann ich ein neues Laufgefühl kreieren?

[00:37:23] Er sagt,

[00:37:24] er braucht eine neue Federung

[00:37:25] und sitzt in der Schweiz,

[00:37:27] so stelle ich mir das jetzt vor,

[00:37:28] ich war nicht dabei,

[00:37:28] aber sitzt in der Schweiz,

[00:37:30] in seiner Berghütte,

[00:37:31] in seinem schönen Garten,

[00:37:32] guckt ins Tal runter,

[00:37:33] sieht den Gartenschlauch,

[00:37:35] diesen Gartenschlauch,

[00:37:36] den nehme ich mir jetzt vor,

[00:37:37] zerschneidet diesen Gartenschlauch

[00:37:39] in kleine Stücke

[00:37:39] und klebt ihn unter seinen Prototypen

[00:37:41] als Sohle.

[00:37:42] Ja,

[00:37:43] also hat er dann Stückchen

[00:37:46] von diesem Gartenschlauch

[00:37:47] da drunter geklebt,

[00:37:48] um eine bessere Federung zu haben,

[00:37:49] überlegt er sich,

[00:37:49] wie teste ich jetzt dieses Produkt

[00:37:51] und denkt sich,

[00:37:52] wir sind immer noch in der Schweiz,

[00:37:53] was sollen die Nachbarn denken?

[00:37:54] Er wartet,

[00:37:54] bis es dunkel wird,

[00:37:55] weil er sich nicht traut,

[00:37:56] tagsüber rauszugehen

[00:37:57] mit seinem Frankenstein-Schuh,

[00:37:59] so nennt er den übrigens selber,

[00:38:01] sein Frankenstein-Prototyp

[00:38:02] mit dem Gartenschlauch da drunter,

[00:38:05] aber als es nachts ist,

[00:38:06] rennt er raus

[00:38:06] und denkt sich,

[00:38:07] wow,

[00:38:08] das ist es,

[00:38:09] ich habe es gefunden,

[00:38:10] ich laufe wie auf Wolken.

[00:38:11] Das ist die Überschrift,

[00:38:12] auf Wolken zu laufen,

[00:38:13] deswegen heißt die Technologie

[00:38:14] Cloud Tech,

[00:38:15] war mir davor auch nicht klar,

[00:38:16] aber die bewerben

[00:38:18] immer diese Cloud Tech-Technologie

[00:38:21] und sagen,

[00:38:22] da läufst du wie auf Wolken.

[00:38:24] Ich habe viele On-Schuhe,

[00:38:25] muss ich sagen,

[00:38:25] ich liebe die Brand,

[00:38:26] ich finde die sehen gut aus,

[00:38:27] die sind extrem bequem.

[00:38:29] Ich habe mich immer gefragt,

[00:38:30] wie funktioniert das denn?

[00:38:31] Ich habe mir auch gedacht,

[00:38:31] die Menschheit,

[00:38:31] die trägt seit,

[00:38:32] weiß ich nicht,

[00:38:33] zehntausenden von Jahren Schuhe,

[00:38:34] aber On hat es irgendwie geschafft,

[00:38:36] dieses Laufgefühl anders zu machen.

[00:38:37] Ich finde die mega bequem

[00:38:38] und ich glaube,

[00:38:39] das ist auch der Grund,

[00:38:39] warum meine Schwiegermutter

[00:38:40] und alle anderen die tragen.

[00:38:43] Anyway,

[00:38:43] er überlegt sich,

[00:38:44] was mache ich jetzt mit der Idee

[00:38:45] und was macht er als erstes?

[00:38:46] Er geht zu Nike.

[00:38:47] Die kennt er ja,

[00:38:48] die haben ihn gesponsert,

[00:38:48] er stellt dieses Ding vor,

[00:38:49] sagt mal,

[00:38:50] hey,

[00:38:50] ich habe eine Idee,

[00:38:51] neues Laufgefühl,

[00:38:52] ich bin ein Athlet,

[00:38:54] wir haben eine gute Relation,

[00:38:55] wollen wir das zusammen entwickeln?

[00:38:57] Was sagt Nike?

[00:38:58] Sitzt du da in Portland,

[00:38:59] in ihrem riesen Office?

[00:39:01] Kannst du es dir denken?

[00:39:04] Cute,

[00:39:04] but not fast.

[00:39:05] Die sagen,

[00:39:06] das ist ja total cute,

[00:39:07] dass du hier als Schweizer

[00:39:09] so eine Idee hast,

[00:39:10] aber pass auf Bub,

[00:39:11] wir haben ja hunderte von Millionen

[00:39:12] an R&D Budget,

[00:39:14] ich glaube,

[00:39:15] wir haben es im Griff.

[00:39:16] Genau.

[00:39:17] Er sagt,

[00:39:17] okay,

[00:39:17] alles klar,

[00:39:18] ich habe es probiert,

[00:39:19] dann mache ich es halt ohne

[00:39:20] und gründet die Company

[00:39:21] On Running.

[00:39:22] On ist eigentlich,

[00:39:23] übrigens steht für den Anschalter,

[00:39:25] also wenn du reingehst in die Schule,

[00:39:26] dann wird der Körper angeschaltet

[00:39:27] und aktiviert,

[00:39:28] das ist die Idee,

[00:39:28] in den Sportmodus zu kommen,

[00:39:29] deswegen heißt das On Running.

[00:39:30] Er schnappt sich zwei Co-Founder

[00:39:32] und die sind sehr erfahren,

[00:39:34] die haben eine Business-Karriere gemacht,

[00:39:35] die kommen beide von McKinsey,

[00:39:37] die haben beide

[00:39:37] in der Schweizer Agentur gearbeitet,

[00:39:39] der eine war Chief Marketing Officer

[00:39:41] bei Vitra,

[00:39:42] also hat sowohl Erfahrung im Marketing

[00:39:44] als auch von Premium-Produkten

[00:39:45] und das ist wichtig,

[00:39:46] weil On Running

[00:39:47] soll eine Premium-Brand werden.

[00:39:49] Die Design-Möbelmarke,

[00:39:51] Design-Möbelmarke,

[00:39:52] bekannt für teure Stühle,

[00:39:54] Eames Chair und so weiter,

[00:39:55] wird in Deutschland von Vitra gemacht,

[00:39:57] da kommt er her

[00:39:58] und hat uns Marketing verantwortet

[00:40:00] und sie starten zusammen 2010,

[00:40:02] diese Firma

[00:40:03] und gewinnen sofort den ISPO Award

[00:40:05] und das ist anscheinend

[00:40:06] in dieser Branche total wichtig.

[00:40:07] ISPO ist so eine Messe,

[00:40:09] nach meinem Verständnis,

[00:40:10] die größte Sportmesse in München.

[00:40:12] Die Sportmesse.

[00:40:14] Mein Gott,

[00:40:14] wo warst du die letzten 20 Jahre?

[00:40:16] Nicht in der Sportindustrie,

[00:40:20] also sie gewinnen diesen Award

[00:40:21] und das ist der initiale Durchbruch,

[00:40:23] um auf die Karte zu kommen.

[00:40:25] Sie machen in dem Jahr

[00:40:26] einen Millionen Umsatz,

[00:40:27] im nächsten Jahr machen sie

[00:40:28] drei Millionen,

[00:40:28] dann machen sie fünf Millionen,

[00:40:29] dann acht Millionen,

[00:40:30] dann 18 Millionen.

[00:40:30] Also es geht langsam voran

[00:40:33] und er sagt dann auch

[00:40:35] auf die Frage hin,

[00:40:37] wie macht ihr denn Marketing?

[00:40:38] Er sagt,

[00:40:38] ja, kein Geld für Marketing.

[00:40:40] So, wir müssen uns nur überlegen,

[00:40:41] wie wir die nächste Schuhlieferung

[00:40:42] bestellen können.

[00:40:43] Ja, also stecken alles Geld,

[00:40:44] was sie verdienen,

[00:40:45] sofort wieder in die Bestellung

[00:40:46] von neuen Schuhen.

[00:40:47] Er kennt natürlich viele Leute

[00:40:48] durch seine professionelle Karriere.

[00:40:51] Die sind bei vielen Events aktiv.

[00:40:53] Die Athleten lieben das Produkt,

[00:40:54] tragen das von sich aus.

[00:40:55] Ab und zu geben sie auch mal

[00:40:56] jemand ein bisschen Geld

[00:40:57] oder machen kleine Sponsoring.

[00:40:58] So arbeiten die sich hoch,

[00:41:00] Stück für Stück,

[00:41:01] in diesem Laufschuh-Bereich,

[00:41:03] durch kleinere Sponsorings

[00:41:05] und durch organisches Wachstum,

[00:41:08] mehr oder weniger.

[00:41:09] Und einfach durch ein gutes Produkt,

[00:41:10] muss man sagen.

[00:41:11] Und dann kommen wir,

[00:41:13] spulen ein bisschen vor.

[00:41:14] Das Ganze läuft sehr gut,

[00:41:15] entwickelt sich weiter.

[00:41:16] Wir machen 2018,

[00:41:16] machen sie 150 Millionen Umsatz.

[00:41:19] 2019,

[00:41:20] 270 Millionen Umsatz.

[00:41:22] Also es ist schon ein serious Business,

[00:41:23] was sie da aufgebaut haben.

[00:41:24] Und dann kommt,

[00:41:25] würde ich mal sagen,

[00:41:26] der Schweizer Michael Jordan Moment.

[00:41:29] Wir wissen,

[00:41:29] Nike wurde massiv geboostet

[00:41:31] durch den Deal

[00:41:32] mit Michael Jordan.

[00:41:34] Jetzt kommen die aus der Schweiz.

[00:41:35] Da gibt es keinen Michael Jordan.

[00:41:36] Wer ist der bekannteste Schweizer Athlet,

[00:41:38] der dir einfällt?

[00:41:40] Roger Federer.

[00:41:41] Roger Federer.

[00:41:43] Und da dachte ich am Anfang,

[00:41:44] wie smart sind die Jungs,

[00:41:45] da diesen Typen reinzuholen.

[00:41:46] Hab gelernt,

[00:41:46] das war gar nicht so.

[00:41:47] Der Roger hat sich die geschnappt.

[00:41:50] Sein Vertrag mit Nike,

[00:41:52] was der Schuhpartner war

[00:41:53] für ihn seit Jahren,

[00:41:54] läuft aus im Jahr 2018.

[00:41:56] Und er taubt bei Turnieren auf

[00:41:58] und trägt On-Schuhe.

[00:42:00] Ich glaube nicht auf dem Platz,

[00:42:01] aber nebenher

[00:42:01] und postet es auf Instagram.

[00:42:03] Und die finden es super

[00:42:03] und sagen,

[00:42:04] hey Roger,

[00:42:04] toll, dass du das machst.

[00:42:05] Und schicken ihm keines Package

[00:42:06] und bedanken sich für den Support.

[00:42:07] Dann sagt er,

[00:42:08] ey Jungs,

[00:42:09] ich finde euch irgendwie sympathisch.

[00:42:10] Lass uns mal ein Dinner machen in Zürich.

[00:42:12] Und sie denken sich so,

[00:42:13] okay, wenn Roger Federer

[00:42:14] ein Dinner in Zürich machen will,

[00:42:15] dann sagen wir lieber nicht ab.

[00:42:16] Gehen da hin,

[00:42:17] sitzen mit ihm zusammen,

[00:42:18] lernen sich kennen,

[00:42:19] verstehen sich auch gut.

[00:42:20] Ein paar Wochen später

[00:42:21] kommt Roger Federer auf sie zu

[00:42:23] und sagt,

[00:42:23] hey,

[00:42:24] wäre es nicht eine Möglichkeit,

[00:42:26] ein bisschen enger zusammenzuarbeiten,

[00:42:27] weil mein Deal mit Nike

[00:42:29] ist ausgelaufen

[00:42:30] und ich finde euch irgendwie cool,

[00:42:31] wollen wir nicht

[00:42:32] eine Partnerschaft starten.

[00:42:33] Und muss mal sagen,

[00:42:34] Roger Federer zu der Zeit

[00:42:35] wird von Nike

[00:42:36] sehr gut bezahlt.

[00:42:37] Der hat

[00:42:39] 10 Millionen Dollar

[00:42:39] jedes Jahr bekommen,

[00:42:41] lief über 20 Jahre,

[00:42:42] der Vertrag.

[00:42:43] Er hat ihn

[00:42:43] seine ganze Karriere begleitet,

[00:42:44] aber seine Karriere

[00:42:45] war zu dem Zeitpunkt

[00:42:46] schon fast zu Ende,

[00:42:48] muss man sagen.

[00:42:49] Also 20 Jahre Vertrag

[00:42:51] und jetzt läuft dieser Vertrag aus.

[00:42:53] Jetzt läuft dieser Vertrag aus

[00:42:55] und 10 Millionen im Jahr

[00:42:56] war super.

[00:42:57] Und der ist auch smart,

[00:42:58] der Roger Federer.

[00:43:00] Nike-Vertrag läuft aus

[00:43:01] und er macht zwei neue Deals.

[00:43:04] Den einen mit On

[00:43:04] und der zweite Deal,

[00:43:06] weißt du,

[00:43:06] was die zweite Brand ist,

[00:43:07] mit der er damals

[00:43:08] einen Deal gemacht hat?

[00:43:09] Ja, warte.

[00:43:10] Das hatte ich damals mitbekommen.

[00:43:13] Ich erinnere mich auf jeden Fall,

[00:43:15] dass der Hack war,

[00:43:15] dass die Brand alles macht

[00:43:16] außer Schuhe.

[00:43:17] Außer Schuhe.

[00:43:17] Sie machen alles außer Schuhe.

[00:43:19] Was war es?

[00:43:21] Uniqlo.

[00:43:23] Uniqlo.

[00:43:23] Asiatischer Apparel-Hersteller.

[00:43:26] Auch Insane,

[00:43:27] der Deal ist beziffert

[00:43:30] auf 30 Millionen pro Jahr

[00:43:32] anscheinend über 10 Jahre

[00:43:35] und hat keine Sperre,

[00:43:37] wenn er aufhört zu spielen.

[00:43:38] Also das ist wohl

[00:43:39] bei den Sponsoring-Verträgen

[00:43:40] das Thema.

[00:43:40] Die sagen,

[00:43:40] hey, wir sponsern dich so lange,

[00:43:41] wie du aktiv bist.

[00:43:42] Wenn du in Rente gehst,

[00:43:42] dann hören wir auf,

[00:43:43] dich zu sponsern.

[00:43:44] Der Deal mit Uniqlo

[00:43:44] hört nicht auf.

[00:43:46] Also die sagen,

[00:43:46] sie machen einen neuen Vertrag

[00:43:47] und sie wissen auch,

[00:43:48] dass sie ins Rentenalter reingehen

[00:43:49] und zahlen ihm trotzdem

[00:43:51] mehr als Nike damals.

[00:43:52] Also Roger ist jetzt ausgestattet

[00:43:54] obenrum mit Uniqlo

[00:43:55] und trägt Befehl mit T-Shirts.

[00:43:57] Aber sein Schuhwerk

[00:43:58] ist noch frei

[00:43:59] und da geht er zu On

[00:44:00] und sagt,

[00:44:00] hey, wir werden es dann

[00:44:01] über eine Partnerschaft machen.

[00:44:02] Und die Jungs von On

[00:44:03] sagen,

[00:44:04] hey, Roger Federer

[00:44:04] ist natürlich ein Traum.

[00:44:05] Also mit dem hätten wir

[00:44:06] super gerne zusammengearbeitet,

[00:44:08] auch die Jahre davor,

[00:44:08] aber wir hatten einfach

[00:44:09] nicht die Kohle.

[00:44:10] Du auch sagen kannst,

[00:44:11] okay, wenn der jemals

[00:44:11] 10 Millionen Euro pro Jahr zahlt,

[00:44:13] ein kleines Startup,

[00:44:13] die 2018 150 Millionen

[00:44:15] Umsatz gemacht haben,

[00:44:16] die werden sicher nicht

[00:44:17] pro Jahr 10 Millionen

[00:44:18] an einen Athleten

[00:44:19] zahlen können.

[00:44:20] Und jetzt finden die

[00:44:21] einen spannenden Deal zusammen.

[00:44:23] Das finde ich einen

[00:44:23] der interessantesten Aspekte

[00:44:24] dieser Geschichte,

[00:44:26] nämlich dass die

[00:44:27] einen Deal finden,

[00:44:28] dass Roger Federer

[00:44:30] zum Investor

[00:44:32] und Shareholder wird

[00:44:33] pre-IPO.

[00:44:35] Also wahrscheinlich

[00:44:36] ist ein Börsengang

[00:44:37] im Gespräch.

[00:44:39] 2021 machen sie dann

[00:44:41] einen,

[00:44:41] wir sind immer noch

[00:44:42] im Jahr 2019

[00:44:43] und sagen,

[00:44:44] hey, Roger,

[00:44:45] wie wäre es denn,

[00:44:45] wenn du bei uns investierst

[00:44:47] und wenn du Miteigentümer wirst?

[00:44:48] Im Börsenprospekt,

[00:44:50] den die später rausbringen,

[00:44:51] nennen die den Roger

[00:44:51] Co-Entrepreneur.

[00:44:53] Der Roger ist unser

[00:44:53] Co-Entrepreneur

[00:44:55] und der kriegt

[00:44:56] 3% der Shares

[00:44:58] von dieser Firma

[00:44:59] im Gegenwert

[00:45:00] von 180 Millionen

[00:45:01] damals schon.

[00:45:03] Ein bisschen vorspulen

[00:45:04] und den IPO angucken,

[00:45:05] der ist gut gelaufen,

[00:45:06] die Aktie entwickelt sich gut,

[00:45:07] können wir gleich

[00:45:08] ein bisschen reinschauen,

[00:45:09] aber sind laut aktuellem

[00:45:11] Börsengang

[00:45:11] 540 Millionen, oder?

[00:45:13] Ja, also

[00:45:13] wenn er die alle

[00:45:14] behalten hat,

[00:45:15] die Anteile,

[00:45:15] dann ist er damit

[00:45:16] bei über eine halbe

[00:45:17] Milliarde mittlerweile.

[00:45:18] Und das muss er sich mal vorstellen,

[00:45:20] also ich meine,

[00:45:20] der Deal mit Nike

[00:45:21] 10 Millionen im Jahr zu kriegen,

[00:45:22] ist ja auch schon nicht so schlecht,

[00:45:23] also Schweiz ist teuer,

[00:45:24] aber da kannst du dir

[00:45:25] mit 10 Millionen

[00:45:25] auch schon viel leisten.

[00:45:27] Jetzt hat der Roger

[00:45:28] es hingekriegt,

[00:45:28] auf der einen Seite

[00:45:29] 300 Millionen

[00:45:30] von Uniqlo zu kriegen,

[00:45:31] 30 mal 10

[00:45:32] und auf der anderen Seite

[00:45:33] ein Aktienpackage

[00:45:34] mit 180 Millionen,

[00:45:35] was sich jetzt

[00:45:36] im Wert verdreifacht hat

[00:45:36] auf über 500 Millionen.

[00:45:39] 10 Millionen.

[00:45:41] und dabei

[00:45:41] ist er

[00:45:42] immer so freundlich.

[00:45:43] Er ist

[00:45:44] aber auch immer so

[00:45:45] total nett

[00:45:45] und freundlich.

[00:45:46] Der wirkt ja wirklich

[00:45:47] so,

[00:45:47] der wirkt immer sehr zen,

[00:45:49] gell?

[00:45:49] Ja, der beste

[00:45:50] Markenbotschafter der Schweiz.

[00:45:52] ja,

[00:45:53] auf jeden Fall.

[00:45:54] Von Rohle

[00:45:54] habe ich mir

[00:45:55] ja auch nochmal

[00:45:55] gehört.

[00:45:57] Ich finde diese

[00:45:58] Deal-Struktur

[00:45:59] super spannend,

[00:45:59] da würde ich mit dir

[00:46:00] gerne mal

[00:46:01] drüber sprechen.

[00:46:02] Im Grunde

[00:46:03] aus zwei Gründen,

[00:46:05] weil eine junge Firma

[00:46:06] kann sich ja oft

[00:46:06] diese horrenden

[00:46:07] Marketing-Ausgaben

[00:46:09] für ein Sponsoring

[00:46:09] nicht leisten,

[00:46:10] aber Anteile rauszugeben

[00:46:11] ist natürlich eine Sache,

[00:46:12] die möglich ist

[00:46:13] und so verlagerst du

[00:46:14] einen Teil

[00:46:14] der Marketing-Spendings

[00:46:16] quasi aus deiner

[00:46:18] P&L,

[00:46:19] aus deiner Profit-Loss-Rechnung

[00:46:20] raus in deinen

[00:46:21] Cap-Table,

[00:46:21] in deine

[00:46:22] Gesellschafter-Liste.

[00:46:23] Das finde ich

[00:46:23] generell eine

[00:46:24] super spannende

[00:46:25] Marketing-Taktik,

[00:46:26] also zu überlegen,

[00:46:27] wer ist denn

[00:46:28] ein Audience-Cofounder

[00:46:30] oder ein

[00:46:30] Audience-Shareholder,

[00:46:32] also eine Firma

[00:46:33] zusammen zu gründen

[00:46:34] in einer Celebrity

[00:46:35] oder später

[00:46:36] eine Celebrity

[00:46:36] dazuzuholen,

[00:46:37] um einfach weniger

[00:46:38] Marketing-Kosten zu haben,

[00:46:39] profitabler zu sein

[00:46:39] und die Person

[00:46:41] länger an mich zu binden.

[00:46:42] Finde ich

[00:46:42] das spannendste

[00:46:43] Learnings aus

[00:46:43] der ganzen

[00:46:44] On-Geschichte.

[00:46:45] Ist halt ein krass

[00:46:45] zweischneidiges Schwert,

[00:46:47] also es ist wie immer,

[00:46:49] wenn du einen

[00:46:50] Co-Founder dazuhörst,

[00:46:51] überleg dir halt genau,

[00:46:51] mit wem du dich

[00:46:52] dann ins Bett legst.

[00:46:53] Also das ist etwas,

[00:46:56] was nicht ganz unüblich ist,

[00:46:57] gerade für so

[00:46:58] Lifestyle-Firmen,

[00:46:59] also es ist zum Beispiel

[00:47:00] relativ üblich,

[00:47:01] dass sich

[00:47:02] eine Fitness-Food-Supplement-Marke,

[00:47:05] also so ein

[00:47:06] MyProtein oder so,

[00:47:07] verschiedene

[00:47:09] Instagram-Influencer

[00:47:10] halt irgendwie reinholt

[00:47:11] als

[00:47:13] Investoren,

[00:47:13] die das dann eben auch

[00:47:14] gleichzeitig noch

[00:47:14] promoten sollen.

[00:47:16] Und

[00:47:16] Running

[00:47:16] ist im Prinzip,

[00:47:18] davon hat

[00:47:19] nämlich wirklich

[00:47:20] das getan,

[00:47:21] nicht ganz so

[00:47:21] konsequent wie bei den

[00:47:22] Air Jordans

[00:47:23] mit Michael Jordan,

[00:47:24] aber schon so

[00:47:25] konsequent wie mit dem

[00:47:26] Olivier Bernard,

[00:47:28] Bernhardt,

[00:47:29] Bernhardt glaube ich,

[00:47:30] sowas halt.

[00:47:32] Und zwar,

[00:47:33] sie haben ihren eigenen

[00:47:34] Schuh,

[00:47:34] also es gibt den

[00:47:36] Roger,

[00:47:37] es gibt den Roger

[00:47:38] bei

[00:47:41] On Running

[00:47:41] und es gibt jetzt

[00:47:42] eine komplette

[00:47:43] Tennissparte,

[00:47:44] die jetzt quasi

[00:47:46] originär von

[00:47:46] Roger Federer

[00:47:47] himself

[00:47:48] entwickelt wurde.

[00:47:49] Entwickelt wurde

[00:47:49] und sie sagen auch wirklich,

[00:47:50] sie holen

[00:47:51] nicht nur Roger Federer,

[00:47:52] sondern auch andere Athleten,

[00:47:53] mit denen sie arbeiten,

[00:47:54] wenn die mit denen zusammenarbeiten,

[00:47:55] immer in die R&D-Abteilung

[00:47:56] und wollen Feedback von denen

[00:47:57] und wollen,

[00:47:57] dass sie die Produkte

[00:47:58] mitentwickeln.

[00:47:59] Genau,

[00:47:59] und das ist natürlich der Königsweg,

[00:48:00] so willst du es machen,

[00:48:01] auch weil du von diesem Athleten

[00:48:03] oder von diesem

[00:48:06] Influencer,

[00:48:08] Celebrity,

[00:48:08] was auch immer,

[00:48:09] viel,

[00:48:10] viel mehr Buy-In hast,

[00:48:11] wenn der

[00:48:12] oder die

[00:48:13] jetzt ja wirklich

[00:48:14] an diesem Produkt

[00:48:15] mitentwickelt hat

[00:48:16] und wirklich das Gefühl hat,

[00:48:17] das ist mein Produkt,

[00:48:18] ein ganz einfaches Drive

[00:48:19] von sich aus

[00:48:20] irgendwie nach vorne raus

[00:48:21] weiter zu drehen.

[00:48:23] Es ist halt

[00:48:23] viel,

[00:48:24] viel mehr Arbeit,

[00:48:25] also 10x mehr Arbeit,

[00:48:26] also überhaupt,

[00:48:28] nein,

[00:48:28] wenn,

[00:48:28] also bei Roger Federer

[00:48:29] zum Beispiel hat das ja

[00:48:30] nur geklappt,

[00:48:30] weil er kein aktiver Athlet

[00:48:31] mehr ist.

[00:48:32] Also wäre der jetzt

[00:48:33] damals noch,

[00:48:34] er ist dann über die Zeit,

[00:48:35] er ist dann

[00:48:36] aber wäre der jetzt

[00:48:39] Vollzeit,

[00:48:39] also auch diese

[00:48:40] Promosachen,

[00:48:40] die er für die macht

[00:48:41] und so weiter,

[00:48:42] wäre er jetzt wirklich

[00:48:43] Vollzeit noch irgendwie

[00:48:44] auf den verschiedenen

[00:48:45] Grand Slams aufspielen,

[00:48:46] dann wäre das

[00:48:46] viel,

[00:48:46] viel schwieriger.

[00:48:47] also das hat

[00:48:49] Michael Jordan ja,

[00:48:50] die Marketingmaschine,

[00:48:52] die der zusätzlich

[00:48:53] zu seinem MBA war,

[00:48:54] die ist ja

[00:48:55] wirklich beeindruckend.

[00:48:56] Und insofern,

[00:48:58] das Ganze

[00:48:59] ist natürlich

[00:49:00] mega geil,

[00:49:01] es ist

[00:49:02] halt etwas,

[00:49:03] was deutlich seltener

[00:49:04] funktioniert,

[00:49:05] als dass es nicht

[00:49:05] funktioniert.

[00:49:06] Also, und wie das

[00:49:07] dann immer so ist,

[00:49:08] einen Cap Table

[00:49:08] kriegst du halt auch

[00:49:09] nicht mehr geheilt.

[00:49:09] Also, wenn du dann

[00:49:11] irgendwie deine 3%

[00:49:12] Shares abgegeben hast

[00:49:13] an irgendeinen

[00:49:14] Influencer, der gesagt hat,

[00:49:15] wie groß er dich

[00:49:16] jetzt rausbringt

[00:49:16] und dann läuft das

[00:49:19] jetzt nicht so gut,

[00:49:20] dann stehst du da.

[00:49:22] Ja, ja,

[00:49:23] ich glaube da sind

[00:49:24] 3% natürlich

[00:49:25] noch verkraftbarer,

[00:49:26] als wenn du bei

[00:49:27] einer Neugründung

[00:49:28] 30% abkippst

[00:49:30] oder so.

[00:49:30] Ich glaube aber,

[00:49:31] selbst solche Deals

[00:49:32] können Sinn machen.

[00:49:32] Es gibt ja ein paar

[00:49:33] Beispiele in den USA

[00:49:33] bei Consumer Companies.

[00:49:37] Jessica Alba hat

[00:49:38] Honest Company

[00:49:38] mitgegründet für

[00:49:39] Babyartikel zum Beispiel.

[00:49:41] Beats by Dr. Dre

[00:49:42] ist noch ein Beispiel,

[00:49:42] das ist eine andere

[00:49:43] Produktkategorie.

[00:49:44] Ja.

[00:49:45] An Apple verkauft.

[00:49:46] Übrigens überragende

[00:49:47] Doku, falls du die

[00:49:48] nie gesehen hast.

[00:49:50] Es gibt eine Doku

[00:49:51] über das Aufwachsen

[00:49:54] von Jimmy Irvine

[00:49:55] und Dr. Dre,

[00:49:58] die beiden Beats

[00:49:58] by Dr. Dre Gründer,

[00:50:00] was sie vorher

[00:50:01] gemacht haben

[00:50:02] und es geht quasi

[00:50:03] von dem Anfang

[00:50:05] als Musikproduzent

[00:50:06] oder Musiker

[00:50:06] bis zum Verkauf

[00:50:07] an Apple.

[00:50:08] Absolut überragend.

[00:50:08] Vierteilige

[00:50:09] Netflix Doku

[00:50:10] an der Stelle

[00:50:11] absolute

[00:50:11] Fazielempfehlung.

[00:50:13] Okay.

[00:50:13] Packen wir die

[00:50:13] Shownotes.

[00:50:14] Packen wir die

[00:50:15] Shownotes.

[00:50:15] Bin ich gespannt.

[00:50:17] Zurück zur Börse,

[00:50:18] um die Geschichte

[00:50:18] vielleicht einmal

[00:50:19] kurz abzuschließen.

[00:50:20] Also ist

[00:50:20] sehr gut gelaufen,

[00:50:22] sowohl der IPO

[00:50:22] als auch die

[00:50:23] Entwicklung

[00:50:24] danach.

[00:50:25] On

[00:50:25] ist

[00:50:26] on track

[00:50:26] dieses Jahr

[00:50:27] 2025.

[00:50:28] Könne ich mir

[00:50:29] vorstellen,

[00:50:30] dass die

[00:50:30] 3 Milliarden

[00:50:32] Umsatz

[00:50:32] knacken,

[00:50:33] also muss man sich

[00:50:33] mal vorstellen,

[00:50:35] sind aktuell

[00:50:37] bewertet mit

[00:50:38] über 18

[00:50:39] Milliarden

[00:50:40] Dollar,

[00:50:41] sind übrigens auch

[00:50:42] in USA gelistet,

[00:50:43] in New York.

[00:50:44] Also auch spannend,

[00:50:45] dass sie aus der

[00:50:45] Schweiz wirklich

[00:50:46] nicht nur ein globales

[00:50:47] operatives Business

[00:50:48] aufgebaut haben,

[00:50:49] sondern ihren Börsengang

[00:50:50] auch in USA gemacht haben,

[00:50:51] was wahrscheinlich auch

[00:50:52] viele Vorteile mit sich

[00:50:53] bringt,

[00:50:56] sind sehr profitabel

[00:50:57] in dem,

[00:50:58] was sie machen

[00:50:58] und haben von all

[00:50:59] diesen Sportartikeln

[00:51:00] herstellen.

[00:51:00] Also wenn man es

[00:51:01] vergleicht unten

[00:51:01] mit Nike,

[00:51:02] mit Adidas,

[00:51:03] mit Puma,

[00:51:04] sind sie natürlich

[00:51:05] der kleinste.

[00:51:06] Also zum Vergleich,

[00:51:07] Nike,

[00:51:07] wenn man 2024

[00:51:08] anschaut,

[00:51:08] macht so knapp

[00:51:09] 50 Milliarden

[00:51:10] Umsatz

[00:51:11] on

[00:51:12] so um die

[00:51:13] 2 Milliarden.

[00:51:15] Also Nike ist

[00:51:15] natürlich noch

[00:51:16] deutlich größer,

[00:51:16] Adidas 22

[00:51:17] Milliarden,

[00:51:17] Puma 8,5

[00:51:18] Milliarden,

[00:51:19] aber die sind

[00:51:19] da schon

[00:51:20] ein Player,

[00:51:20] muss ich sagen.

[00:51:21] Also bei Nike

[00:51:21] sitzt irgendjemand,

[00:51:22] der sich denkt,

[00:51:23] oh oh,

[00:51:23] diesen Olivier Bernhard

[00:51:24] damals,

[00:51:25] dass ich den

[00:51:25] weggeschickt habe,

[00:51:26] das war auf jeden Fall

[00:51:27] ein Milliardenfehler.

[00:51:29] So alleine

[00:51:30] schon,

[00:51:31] vielleicht hätte es

[00:51:32] gar nicht funktioniert,

[00:51:32] wenn Nike das umgesetzt

[00:51:33] hätte,

[00:51:34] aber alleine schon,

[00:51:35] dass On

[00:51:35] nicht entstanden wäre

[00:51:36] vielleicht,

[00:51:37] so hätte den

[00:51:38] anderen auf jeden Fall

[00:51:39] in die Karten

[00:51:40] gespielt.

[00:51:41] On ist

[00:51:43] mit Abstand

[00:51:44] am höchsten bewertet,

[00:51:45] also Revenue,

[00:51:47] also Earnings

[00:51:48] Multiple sowieso,

[00:51:49] Revenue Multiple auch,

[00:51:50] also die traden

[00:51:52] mit 7 mal

[00:51:53] Umsatz etwa,

[00:51:54] die anderen sind

[00:51:55] eher so zwischen

[00:51:55] 0,X

[00:51:56] und 2,X,

[00:51:57] also Nike

[00:51:58] war letztes Jahr

[00:51:59] bei 2,3

[00:51:59] beispielsweise,

[00:52:00] bei Madison,

[00:52:01] diesen Unterschied,

[00:52:02] warum?

[00:52:02] Weil da halt bei On

[00:52:04] auch viel, viel

[00:52:05] steigeres Wachstum

[00:52:05] angenommen wird

[00:52:06] als bei Nike

[00:52:07] wahrscheinlich,

[00:52:07] bin jetzt kein

[00:52:08] Aktienanalyst,

[00:52:08] aber im Grunde

[00:52:11] sichern die sich

[00:52:11] am Marktanteil

[00:52:12] und haben

[00:52:13] 30% plus Wachstum

[00:52:14] pro Jahr

[00:52:15] und die anderen

[00:52:15] entsprechend

[00:52:16] nicht.

[00:52:17] Interessanterweise

[00:52:17] auch eine andere

[00:52:18] Metrik,

[00:52:18] der NPS

[00:52:19] ist bei denen

[00:52:19] am höchsten,

[00:52:20] haben sie auch

[00:52:20] einen Börsenprospekt

[00:52:21] angegeben,

[00:52:22] also sicher auch

[00:52:23] Daten,

[00:52:23] die sie selber

[00:52:24] erhoben haben,

[00:52:25] muss man auch mit

[00:52:25] ein bisschen Vorsicht

[00:52:25] genießen sicherlich,

[00:52:26] aber sie geben

[00:52:27] selber an,

[00:52:27] NPS von 66

[00:52:28] zu haben,

[00:52:30] Nike und

[00:52:31] Adidas sind bei

[00:52:32] knapp unter 50,

[00:52:33] also 47

[00:52:34] bis 49,

[00:52:36] Huma ist am

[00:52:36] schlechtesten in der

[00:52:37] Kohorte mit 36,

[00:52:38] also NPS,

[00:52:39] Net Promoter Score,

[00:52:40] wird im Grunde

[00:52:41] die Kundenzufriedenheit

[00:52:42] bewertet über so

[00:52:42] eine standardisierte

[00:52:43] Frage,

[00:52:43] ist ein ganz guter

[00:52:44] Indikator,

[00:52:45] um Zufriedenheit

[00:52:46] über verschiedene

[00:52:46] Unternehmen zu

[00:52:47] vergleichen.

[00:52:48] Also fand ich

[00:52:49] spannend,

[00:52:50] riesen

[00:52:50] Erfolgsgeschichte,

[00:52:51] erfolgreichstes

[00:52:52] Startup der Schweiz

[00:52:53] aus den letzten

[00:52:54] Jahren auf jeden Fall,

[00:52:55] muss man sich mal

[00:52:56] vorstellen,

[00:52:57] eine globale Firma

[00:52:58] gebaut zu haben mit

[00:52:59] Schweizer Heritage,

[00:53:00] die jetzt 20

[00:53:01] Milliarden wert ist,

[00:53:02] also unglaubliche

[00:53:04] unternehmerische

[00:53:04] Erfolgsgeschichte.

[00:53:06] Und da frage ich mich

[00:53:07] und jetzt kommst du

[00:53:08] als Experte ins

[00:53:08] Spiel,

[00:53:10] wie funktioniert

[00:53:11] die Marketingseite,

[00:53:12] wie sind die so

[00:53:12] erfolgreich geworden,

[00:53:13] was glaubst du,

[00:53:14] was machen die anders

[00:53:15] neben dem Produkt,

[00:53:17] wie grenzen sie sich

[00:53:18] in der Brand?

[00:53:18] Warum zeigt meine

[00:53:19] Schwiegermutter die

[00:53:19] gleichen Schuhe wie

[00:53:21] die 22-Jährige

[00:53:22] bei Barry's Bootcamp?

[00:53:23] Das mit der

[00:53:24] Schwiegermutter,

[00:53:24] das finde ich wirklich

[00:53:25] spannend,

[00:53:25] was so deren

[00:53:26] Customer Journey war,

[00:53:27] da kam ich jetzt

[00:53:27] nicht dazu im Detail

[00:53:28] verschiedene Menschen

[00:53:30] über 50 anzurufen

[00:53:31] und zu fragen,

[00:53:31] wieso deren Weg

[00:53:32] war zum Produkt.

[00:53:34] Ich habe mir aber

[00:53:34] insgesamt mal den

[00:53:35] Go-to-Market

[00:53:36] und die Aussteuerung

[00:53:38] angeschaut

[00:53:39] jetzt

[00:53:40] und ich glaube,

[00:53:42] so eine kleine

[00:53:43] Präambel muss ich einmal

[00:53:44] voransetzen,

[00:53:45] nämlich wie funktioniert

[00:53:46] eigentlich Product-Market-Fit

[00:53:47] bei Lifestyle-Brands?

[00:53:48] Am Ende

[00:53:49] sind Lifestyle-Brands

[00:53:51] immer

[00:53:51] Zeitgeist-Brands

[00:53:53] und alle paar Jahre

[00:53:54] verändert sich eben

[00:53:55] das Lebensgefühl

[00:53:56] und damit

[00:53:57] einhergehend

[00:53:58] so allgemeinere

[00:53:58] und so allgemeinere

[00:53:59] Konsumtrends

[00:54:00] und die Marken,

[00:54:01] die diesen Markt

[00:54:02] bedient haben,

[00:54:03] sind dann zwar

[00:54:03] im Grundsatz

[00:54:04] noch good enough,

[00:54:05] aber können

[00:54:07] diesen speziellen

[00:54:09] Trend

[00:54:09] nicht mehr so gut

[00:54:10] bearbeiten

[00:54:11] wie eine Marke,

[00:54:11] die sich dafür

[00:54:12] darauf spezialisiert hat.

[00:54:14] Frage ich es mal,

[00:54:15] wie groß ist dieser Trend?

[00:54:16] So, ne?

[00:54:16] Und im Sportbereich

[00:54:18] ist das deswegen

[00:54:20] relevant,

[00:54:21] weil der Sportbereich

[00:54:22] ist halt groß genug.

[00:54:23] Wenn es irgendwie

[00:54:24] jetzt einen neuen

[00:54:24] Sporttrend gibt,

[00:54:26] wie jetzt als Beispiel

[00:54:27] jetzt sagen wir mal

[00:54:28] High Rocks

[00:54:28] oder Pilates

[00:54:29] oder jetzt

[00:54:30] vor ein paar Jahren

[00:54:31] Yoga,

[00:54:32] dann können sich

[00:54:34] kleinere Marken

[00:54:35] wie jetzt zum Beispiel

[00:54:36] Lululemon

[00:54:36] oder ein Aloe Yoga

[00:54:38] gegen die großen

[00:54:39] tradierten Marken

[00:54:40] wie jetzt Nike,

[00:54:41] Adidas oder so

[00:54:41] super durchsetzen,

[00:54:43] weil ein Nike

[00:54:43] und Adidas

[00:54:44] müssen halt alles

[00:54:45] für alle sein

[00:54:46] und diese spezielle

[00:54:48] Community

[00:54:48] kannst du eben

[00:54:49] quasi dann als

[00:54:50] vertikale Marke

[00:54:51] für diese Community

[00:54:52] viel, viel besser

[00:54:53] bearbeiten

[00:54:54] und hast viel

[00:54:54] mehr Kredibilität

[00:54:56] als das jetzt

[00:54:57] ein Nike

[00:54:58] oder ein Adidas

[00:54:58] oder ein Puma tun.

[00:54:59] Weil du spezialisierter bist

[00:55:00] und weil du in der

[00:55:01] Community

[00:55:02] groß wirst.

[00:55:03] Genau, weil du in der

[00:55:04] Community groß wirst.

[00:55:05] Und das ist,

[00:55:06] das haben wir ein paar Mal

[00:55:07] gesehen,

[00:55:07] wie wir das kamen.

[00:55:08] Also erstmal,

[00:55:10] was waren so

[00:55:11] verschiedene Trends

[00:55:12] und vielleicht

[00:55:13] ist es relevant,

[00:55:14] mal da die

[00:55:15] Zeitreise zu machen

[00:55:16] in die 60er Jahre

[00:55:17] in die USA

[00:55:18] und zwar so wie

[00:55:19] On Running

[00:55:20] gerade startet,

[00:55:20] ist tatsächlich Nike

[00:55:21] selber gestartet.

[00:55:22] Also Phil Knight

[00:55:24] selber ist

[00:55:25] Läufer,

[00:55:26] war damals,

[00:55:27] ich glaube,

[00:55:28] ich weiß,

[00:55:28] 1000 Meter oder so

[00:55:30] auf jeden Fall so

[00:55:30] Short Distance Runner

[00:55:32] und hat Nike

[00:55:34] erstmal als

[00:55:34] Laufschuhmarke

[00:55:35] aufgebaut.

[00:55:36] Und das schreibt er auch

[00:55:37] in seinem Buch

[00:55:38] Shoe Dog,

[00:55:39] das ist ganz spannend,

[00:55:40] dass er sagt,

[00:55:40] naja,

[00:55:41] also eigentlich war

[00:55:41] Running damals

[00:55:43] in Zeiten,

[00:55:44] wo es Individualsportarten

[00:55:46] wie heute halt noch

[00:55:46] gar nicht so gab,

[00:55:47] wurde das noch gar nicht

[00:55:48] so gemacht, oder?

[00:55:48] Das hat keine gemacht,

[00:55:49] da warst du ein Freak,

[00:55:50] wenn du einfach rausgegangen bist.

[00:55:51] Runners were weirdos,

[00:55:52] so nobody liked us,

[00:55:54] so ne,

[00:55:55] we were so,

[00:55:56] wir waren die Typen,

[00:55:57] die halt irgendwie

[00:55:57] in den Wald gegangen sind

[00:55:58] und laufen gegangen sind

[00:55:58] und alle haben gesagt,

[00:55:59] hä,

[00:55:59] keine Ahnung,

[00:56:00] warum spielst du nicht

[00:56:01] Rugby

[00:56:01] oder eine Freunde

[00:56:02] oder was?

[00:56:03] Oder American Football,

[00:56:04] ja,

[00:56:04] so hast du keine Freunde.

[00:56:05] Und das war dann

[00:56:07] also dieser Trend,

[00:56:08] der Individualsportart,

[00:56:09] der als erstes eben

[00:56:10] diesen Nike Boost gemacht hat.

[00:56:12] Naja,

[00:56:12] auf jeden Fall,

[00:56:13] wir spulen mal ein bisschen vor,

[00:56:15] also Nike,

[00:56:15] laufen,

[00:56:16] alles super,

[00:56:17] so und jetzt sind wir

[00:56:17] in den 80er Jahren,

[00:56:19] so und der neue große Trend

[00:56:21] im Sport,

[00:56:22] das war mit Basketball.

[00:56:23] Also Basketball war ja

[00:56:25] vorher irgendwie

[00:56:26] eine tatsächlich Randsportart

[00:56:29] in den 30er und 40er Jahren,

[00:56:30] Football war das große Ding

[00:56:31] und jetzt wird Basketball

[00:56:33] auch irgendwie

[00:56:33] mit der Black Culture

[00:56:35] und mit Hip-Hop

[00:56:36] und so weiter

[00:56:36] zu einer großen Geschichte.

[00:56:37] Und auf einmal merkt Nike,

[00:56:39] fuck,

[00:56:40] wir own Basketball nicht.

[00:56:41] Und da gibt es ja

[00:56:42] diesen coolen Film

[00:56:43] Air drüber,

[00:56:43] wo das mal ein bisschen

[00:56:44] besser betrieben wird.

[00:56:45] Super Film.

[00:56:45] Und da hatten sie dann

[00:56:48] das Glück,

[00:56:49] eben mit Air Jordan

[00:56:51] innerhalb Nikes

[00:56:52] eine Marke zu gründen,

[00:56:53] jetzt Spitzbasketball

[00:56:54] und vor allem

[00:56:55] dieser neue Basketball-Lebensgefühl

[00:56:57] mit Hip-Hop,

[00:56:59] mit Coolness,

[00:57:00] mit irgendwie so

[00:57:02] durchge-lifestylt

[00:57:02] und konnten das nochmal ownen.

[00:57:05] Und was ich versuche zu sagen,

[00:57:06] ist,

[00:57:07] ein neuer Konsumtrend

[00:57:08] sorgt immer dafür,

[00:57:09] dass die etablierte Marke

[00:57:11] eine Flanke freilegt.

[00:57:12] Also im Konsumgütermarkt

[00:57:14] ist eigentlich die Aussage immer,

[00:57:16] es gibt alles schon

[00:57:18] und wenn du eine neue Marke machst,

[00:57:19] naja,

[00:57:20] aber nicht so,

[00:57:20] wie wir das vorhaben.

[00:57:22] Und

[00:57:24] gibt es

[00:57:24] Under Armour,

[00:57:25] hat dann irgendwie

[00:57:26] eine spitze Marke

[00:57:26] für Football gemacht,

[00:57:27] Gymshark hat eine spitze Marke

[00:57:29] für Punkten gemacht,

[00:57:30] Nullo Lemon und Aloe Yoga,

[00:57:31] haben spitze Marken

[00:57:32] für Yoga gemacht

[00:57:33] und die haben es ja alle

[00:57:33] auf mehrere Milliarden

[00:57:35] Umsatz geschafft damit.

[00:57:37] Und

[00:57:37] in der jüngeren Vergangenheit

[00:57:38] gab es dann,

[00:57:40] also wir sind jetzt

[00:57:41] in einem Nullerjahr

[00:57:42] und wo es jetzt quasi losgeht

[00:57:44] mit

[00:57:46] On Running

[00:57:46] und der Trend damals,

[00:57:48] vielleicht erinnerst du dich,

[00:57:50] war so

[00:57:50] Minimalist-Schuhe,

[00:57:51] Vivo Barefoot,

[00:57:54] Allbirds,

[00:57:56] Groundies,

[00:57:57] Wildling,

[00:57:58] also alles so Sachen,

[00:57:59] die es heute noch gibt,

[00:57:59] diese ganzen Barfuß-Schuhe.

[00:58:01] Und ich weiß nicht,

[00:58:02] ob du das mal gemacht hast,

[00:58:03] in diesen Barfuß-Schuhen

[00:58:04] zu laufen häufig.

[00:58:05] Die Notion damals war,

[00:58:06] ja das tut am Anfang

[00:58:07] vielleicht ein bisschen weh,

[00:58:08] aber das ist so wie der Körper,

[00:58:09] aber dein Körper hat ja

[00:58:10] einfach vergessen,

[00:58:11] wie man ordentlich läuft.

[00:58:12] Ja, ja, da gibt es so ein Buch

[00:58:13] von so einem Typen,

[00:58:14] der so eine krasse Transformation

[00:58:15] gemacht hat und dann

[00:58:16] Barfuß läuft,

[00:58:17] ihm dieses Buch gelesen

[00:58:17] und mit deinen Barfuß-Schuhen

[00:58:18] gekauft hat.

[00:58:19] Der sagt ja im Grunde,

[00:58:20] wir sind ja Millionen von Jahren

[00:58:20] barfuß gelaufen

[00:58:21] und wieso haben wir jetzt

[00:58:22] diese fetten Sohlen?

[00:58:23] Alles richtig.

[00:58:23] Wir machen jetzt genau den Gegentrend.

[00:58:24] Genau.

[00:58:25] Und

[00:58:26] wenn du es mal eine Meinung

[00:58:27] gemacht hast,

[00:58:27] es tut halt scheiß weh.

[00:58:28] Es ist halt wirklich

[00:58:29] echt...

[00:58:30] Es geht massiv auf die Waden.

[00:58:31] Du kriegst einen krassen Muskelkater

[00:58:32] in den Waden,

[00:58:33] viel mehr so viel Oberschenkel.

[00:58:34] Und jeder Trend

[00:58:35] hat einen Gegentrend.

[00:58:36] Und in den 2010ern

[00:58:37] gab es dann diesen Gegentrend

[00:58:39] von On Running,

[00:58:40] aber auch OK,

[00:58:42] genannt Maximalist Shows.

[00:58:44] Also die maximale Unterstützung,

[00:58:46] maximales auf Wolkenlaufen,

[00:58:48] maximale Federung,

[00:58:49] maximale Federung,

[00:58:50] nix mehr mit Barfuß.

[00:58:52] Du spürst den Boden

[00:58:53] nicht mal mehr.

[00:58:54] Du spürst die Wolke.

[00:58:55] Du spürst nicht durch die Trends,

[00:58:55] du läufst auf einer Wolke.

[00:58:57] Und

[00:58:58] das ist dann eben das,

[00:58:59] was abgehoben hat.

[00:59:01] Und da ist dann

[00:59:02] dementsprechend der Core

[00:59:03] dieser gesamten Marke

[00:59:04] ist diese Cloud-Tech.

[00:59:04] Dieses

[00:59:06] du spürst den Boden nicht,

[00:59:08] du läufst wie auf Wolken.

[00:59:09] Also

[00:59:09] Treiber 1

[00:59:10] dieser Maximal Support Tech.

[00:59:13] Du musst dich nicht quälen.

[00:59:14] Sei einfach bequem,

[00:59:15] kannst du es auch laufen.

[00:59:16] Und

[00:59:17] wir beweisen,

[00:59:18] dass du damit auch

[00:59:19] irgendwie sehr erfolgreich

[00:59:20] sein kannst.

[00:59:20] Weil hier guck mal,

[00:59:21] unser Gründer ist

[00:59:22] mehrfacher Triathlon-Gewinner.

[00:59:23] Also

[00:59:25] starker Fokus

[00:59:25] auf eben Technologie

[00:59:26] und diese Unterstützung,

[00:59:27] dieses Tagegefühl.

[00:59:28] Treiber 2

[00:59:30] hast du schon mal

[00:59:30] was von S-Tech gehört?

[00:59:33] Ne.

[00:59:33] Okay.

[00:59:34] S-Tech

[00:59:35] ist ein kurzer Wort.

[00:59:36] Educate me.

[00:59:37] Please.

[00:59:38] Aus Aesthetik

[00:59:39] und Technology.

[00:59:40] Okay.

[00:59:40] Und steht für eine Reihe

[00:59:42] an Marken,

[00:59:42] wie jetzt zum Beispiel

[00:59:43] Arcterix,

[00:59:44] Rafa,

[00:59:45] Vagonia

[00:59:46] im weiteren Sinne auch,

[00:59:47] Elo Yoga mit Sicherheit,

[00:59:48] die

[00:59:49] sehr premium sind,

[00:59:51] also zu Premium-Preisen

[00:59:52] verkaufen,

[00:59:53] häufig deutlich teurer

[00:59:54] als jetzt irgendwie

[00:59:56] die normalen

[00:59:57] Sportartikelhersteller.

[00:59:58] aber sagen,

[01:00:00] naja,

[01:00:01] wir haben innovativere

[01:00:02] Materialien

[01:00:02] und ästhetischere Designs

[01:00:04] und haben meistens noch

[01:00:05] irgendwie so einen

[01:00:06] Circular-Ansatz,

[01:00:08] also schön und nachhaltig.

[01:00:09] Und

[01:00:10] dieser

[01:00:10] S-Tech-Trend

[01:00:11] ist so der zweite

[01:00:12] Treiber des Ganzen,

[01:00:14] dass es eben

[01:00:14] einen Markt

[01:00:16] gibt,

[01:00:17] für,

[01:00:17] der jetzt in den letzten

[01:00:19] zehn Jahren entstanden ist,

[01:00:19] für so Premium-Outdoor-Produkte,

[01:00:21] die dann eben

[01:00:23] sowohl im Sportbereich

[01:00:24] als auch im Nicht-Sportbereich

[01:00:25] getragen werden können.

[01:00:27] Ich glaube,

[01:00:27] das ist auch,

[01:00:28] wenn wir zur Schwiegermutter

[01:00:29] zurückkommen,

[01:00:29] irgendwann der Punkt,

[01:00:30] wo das überschwappt.

[01:00:31] Also klar,

[01:00:32] es kommt aus dem Laufen,

[01:00:33] aus der Performance

[01:00:33] und durch die Materialien

[01:00:35] kannst du vielleicht

[01:00:35] sogar eine bessere Zeit

[01:00:36] rausholen.

[01:00:37] Das ist ja der eine Pitch

[01:00:38] und der andere Pitch ist,

[01:00:40] die Schuhe sind einfach

[01:00:41] bequemer.

[01:00:41] Ich glaube,

[01:00:42] das ist da,

[01:00:42] wo es dann im Lifestyle-Bereich

[01:00:43] überschwappt,

[01:00:44] zu sagen,

[01:00:45] okay,

[01:00:45] wenn die Sportler

[01:00:46] auf Wolken laufen können,

[01:00:48] wieso soll ich denn dann

[01:00:48] als Normalsterbler

[01:00:49] nicht auf Wolken laufen können

[01:00:51] das ist der Pitch,

[01:00:52] wenn ich die ältere Generation

[01:00:53] frage,

[01:00:54] wieso tragen die Schuhe?

[01:00:55] Die sind einfach bequem.

[01:00:56] Die sind mehr bequem.

[01:00:57] Die sind einfach super bequem

[01:00:58] und eben aufgrund

[01:01:00] dieses Aztek-Ansatzes

[01:01:02] sagen sie halt,

[01:01:03] sie sind nicht nur bequem,

[01:01:04] sondern wir geben uns auch

[01:01:04] viel Mühe dafür,

[01:01:05] dass sie schön sind.

[01:01:06] Also ich glaube,

[01:01:06] man muss trotzdem

[01:01:07] eine Einstellung

[01:01:08] zu dieser Sola entwickeln.

[01:01:09] Ich finde,

[01:01:10] als ich sie das erste Mal

[01:01:11] gesehen habe,

[01:01:11] fand ich nämlich,

[01:01:12] dass sie genau aussah

[01:01:12] wie das,

[01:01:13] was du meintest,

[01:01:13] nämlich ein zerschnittener

[01:01:14] Gartenschlauch.

[01:01:16] Aber dann kommt

[01:01:17] da aber schnell rein.

[01:01:19] Und das waren so die

[01:01:21] Punkte,

[01:01:21] also wir haben einmal

[01:01:22] die Treiber eben

[01:01:24] so Maximum Tech,

[01:01:27] Maximum Aesthetic

[01:01:28] und dann so ein

[01:01:30] Sustainability-Ansatz,

[01:01:31] dass sie sagen,

[01:01:31] naja,

[01:01:31] wir sind dann schon

[01:01:32] irgendwie more circular

[01:01:33] und das kommt häufig

[01:01:34] aus dieser Materialität raus,

[01:01:35] dass sie sagen,

[01:01:36] dadurch,

[01:01:36] dass wir eh mit

[01:01:37] innovativen Materialien

[01:01:38] arbeiten,

[01:01:38] denken wir auch irgendwie

[01:01:39] den gesamten

[01:01:40] Produktlebenszyklus

[01:01:41] nochmal neu.

[01:01:41] Ich kann Build-On

[01:01:42] übrigens auch rauf und runter,

[01:01:43] die haben mal

[01:01:43] ein Abo-Produkt rausgebracht,

[01:01:45] weiß nicht,

[01:01:45] ob das Traction aufgebaut hat,

[01:01:46] ich glaube nicht,

[01:01:47] aber du kannst einen Schuh

[01:01:47] im Abo kaufen

[01:01:48] und wenn du den

[01:01:49] zurückschickst,

[01:01:50] dann wird er gestreddert

[01:01:50] und dann kriegst du

[01:01:51] einen neuen Schuh

[01:01:52] und die Materialien

[01:01:53] werden recycelt.

[01:01:54] Im Grunde das eine Sache,

[01:01:55] das zweite ist dieses

[01:01:56] 3D-Gedruckte,

[01:01:57] also dass sie quasi

[01:01:57] weniger Material

[01:01:59] verwenden wollen,

[01:02:00] indem sie den Schuh

[01:02:00] irgendwie live

[01:02:02] auf die Zone

[01:02:03] draufdrucken

[01:02:03] oder so ähnlich,

[01:02:04] also quasi viele

[01:02:05] innovative,

[01:02:06] technologische Ansätze,

[01:02:07] die aber auf die

[01:02:07] Nachhaltigkeit

[01:02:08] einzahlen.

[01:02:09] Ja,

[01:02:10] und der Kern,

[01:02:11] wenn du mich jetzt fragst,

[01:02:12] so was ist denn der,

[01:02:14] also das war jetzt

[01:02:15] Positionierung

[01:02:15] und was ist jetzt der Kern

[01:02:16] der Marketing

[01:02:17] beziehungsweise

[01:02:18] Product-Market,

[01:02:19] also

[01:02:20] Go-To-Market-Strategie,

[01:02:22] kannst du in einem Wort

[01:02:23] zusammenfassen,

[01:02:24] nämlich Own Running.

[01:02:26] So, ne,

[01:02:26] also einfach,

[01:02:28] if you own running

[01:02:29] macht own running,

[01:02:30] meinst du?

[01:02:30] Ist das von denen

[01:02:31] oder hast du dir das ausgedacht?

[01:02:32] Ne, das habe ich mir ausgedacht,

[01:02:33] aber wirklich so,

[01:02:35] wir wollen das Thema

[01:02:36] Running besitzen,

[01:02:38] wirklich.

[01:02:39] Und das beginnt im Prinzip

[01:02:40] mit der Retail-Strategie.

[01:02:41] Du hast ja eben

[01:02:42] davon geschrieben,

[01:02:42] dass sie so peu a peu

[01:02:43] nach und nach

[01:02:44] den Handel ausgerollt haben.

[01:02:47] Sie sind tatsächlich

[01:02:48] am Anfang nicht

[01:02:49] über Social Media

[01:02:49] und D2C gewachsen,

[01:02:50] sondern sie sind

[01:02:51] klassisch über Handel gewachsen.

[01:02:53] So, und

[01:02:55] ich glaube,

[01:02:57] die Kernfrage,

[01:02:57] die sie sich gestellt haben,

[01:02:58] ist, wo trifft sich eigentlich

[01:02:59] die Running Community

[01:03:01] und was sind die Key Opinion Leader,

[01:03:02] die überzeugt werden müssen,

[01:03:04] wenn ich diesen Schuh

[01:03:05] in den Markt bekommen muss.

[01:03:05] Und das ist

[01:03:07] konträr zur

[01:03:08] damals ziemlich gehypten

[01:03:09] D2C-Strategie,

[01:03:10] wo Leute,

[01:03:12] inklusive mir,

[01:03:13] gesagt haben,

[01:03:13] du, wir brauchen euch alle nicht,

[01:03:14] wir verkaufen nur noch

[01:03:15] direkt an den Endkunden.

[01:03:16] Und die haben halt gesagt,

[01:03:17] nein, wir gehen in Laufläden.

[01:03:19] Kleinteilig in Laufläden.

[01:03:20] Und da kann ich so

[01:03:21] eine kleine Geschichte

[01:03:22] zu erzählen.

[01:03:23] Und zwar,

[01:03:23] ich habe mal

[01:03:28] 2014

[01:03:29] beschlossen,

[01:03:30] einen Halbmarathon

[01:03:30] in Köln zu laufen,

[01:03:31] damals noch.

[01:03:33] Und dann

[01:03:33] genau,

[01:03:34] und dann war so

[01:03:34] meine Dinge,

[01:03:36] okay,

[01:03:36] wo gehe ich denn jetzt

[01:03:36] eigentlich hin,

[01:03:37] um Laufschutz zu bekommen

[01:03:38] und so.

[01:03:39] Und ich habe dann auch irgendwie

[01:03:40] so meine Füße,

[01:03:41] sind irgendwie auch nicht

[01:03:42] die einfachsten,

[01:03:43] hatte dann irgendwie

[01:03:43] immer blaue

[01:03:45] Laufschlecken

[01:03:45] und so Blasen drin.

[01:03:46] Und dann bin ich

[01:03:47] zu Laufbungert,

[01:03:48] werde ich nie vergessen,

[01:03:49] gegangen.

[01:03:49] Und das ist so ein kleiner

[01:03:51] Laufladen da in Köln.

[01:03:52] Und da arbeiten halt irgendwie

[01:03:53] nur Sportstudenten

[01:03:54] und die

[01:03:56] eine Hälfte ist irgendwie

[01:03:57] Jugend-Leichtathletikmeister

[01:03:59] und die andere Hälfte

[01:03:59] hat eine Physioausbildung.

[01:04:01] Und die haben mich dann eben

[01:04:02] auf so ein Laufband geschickt,

[01:04:03] haben nur so ein paar Tests

[01:04:04] mit mir gemacht

[01:04:04] und haben da irgendwie

[01:04:05] so ein bisschen was gequacksalbert.

[01:04:06] Ich habe eh nichts verstanden,

[01:04:07] hätten mir erzählen können,

[01:04:07] was sie wollen.

[01:04:08] Haben gesagt,

[01:04:09] Mitsumo,

[01:04:09] das ist deine Marke.

[01:04:11] So.

[01:04:11] Und das ist zehn Jahre her

[01:04:12] und seitdem kaufe ich Mitsumo.

[01:04:14] Ich habe keinen anderen Schuh

[01:04:15] mehr gekauft.

[01:04:15] Ich kaufe immer

[01:04:17] die neueste Variante

[01:04:18] von diesem Schuh.

[01:04:19] So.

[01:04:20] Und diese Markt,

[01:04:21] diese Arten von Läden

[01:04:23] und davon gibt es

[01:04:23] so zwei bis drei

[01:04:24] in jeder größeren Stadt.

[01:04:26] Da gibt es ja auch mal

[01:04:26] so einen,

[01:04:27] da gibt es den einen

[01:04:28] und da gehen die Pros alle hin

[01:04:29] und die kennen den alle

[01:04:30] und die Typen gewinnen dann

[01:04:32] auch den lokalen Halbmarathon,

[01:04:33] die den Store betreiben.

[01:04:34] Genau so.

[01:04:35] Und ich habe mal geguckt,

[01:04:37] nämlich so,

[01:04:38] in deiner alten Hood,

[01:04:39] ich habe mir einmal angeguckt,

[01:04:41] wo ist in Leonberg

[01:04:44] und einmal,

[01:04:45] wo ist in Esslingen am Neckar

[01:04:47] eigentlich so die Läden.

[01:04:49] Esslingen am Neckar

[01:04:50] fand ich spannender.

[01:04:51] Da gibt es den Fußwerk Dambacher.

[01:04:53] Fußwerk Dambacher.

[01:04:54] Ja, klar gibt es den Fußwerk Dambacher.

[01:04:56] Und das ist ein Orthopädie-Schuh-Techniker,

[01:04:59] der vor Ort Laufanalyse

[01:05:00] und dann eben aber auch

[01:05:02] Laubschuhverkauf macht.

[01:05:03] Der hat seinen eigenen Laufclub.

[01:05:04] Der hat seine Sons.

[01:05:05] Dann gibt es den Intersport Reptle

[01:05:08] in Leonberg.

[01:05:12] Und verkauft der ON,

[01:05:13] also der in Esslingen?

[01:05:14] Ja, ja, die verkaufen beide ON.

[01:05:15] Okay.

[01:05:16] Verkaufen beide ON.

[01:05:16] Ich habe mir das jetzt hier angeguckt.

[01:05:19] Die Infos habe ich von der ON-Seite.

[01:05:22] Und du löst damit zwei Dinge.

[01:05:24] Also A,

[01:05:24] ist das ein krasser Low-Funnel-Ort.

[01:05:27] Was meine ich damit?

[01:05:27] Das heißt,

[01:05:28] die Menschen,

[01:05:28] die da hingehen,

[01:05:29] haben einen klaren Kauf-Intent

[01:05:30] bezüglich eines Laufschuhs.

[01:05:31] Also die sind da hingegangen,

[01:05:32] um einen Laufschuh zu kaufen.

[01:05:34] Und traditionell ist es immer so,

[01:05:36] dass man empfiehlt,

[01:05:37] dass du im Marketing

[01:05:38] von der Bedarfsdeckung

[01:05:39] zu Bedarfsweckung gehst.

[01:05:40] Also es ist viel,

[01:05:41] viel günstiger,

[01:05:42] jemandem, der schon weiß,

[01:05:42] dass er einen Laufschuh kaufen will,

[01:05:44] diesen Laufschuh zu verkaufen,

[01:05:45] als jemandem erstmal zu erklären,

[01:05:46] dass er laufen gehen sollte.

[01:05:49] Und insofern

[01:05:51] bewegst du dich traditionellerweise,

[01:05:53] um kosteneffizient zu bleiben,

[01:05:54] den Funnel hoch.

[01:05:55] Und der Ort,

[01:05:56] wo die definitiv einen Laufschuh kaufen,

[01:05:58] ist im Laufschuhfachhändler.

[01:05:59] Das sind bei Fußberg Dambacher.

[01:06:01] Bei Fußberg Dambacher, genau.

[01:06:02] Und insofern haben sie

[01:06:03] diese Läden angegangen.

[01:06:05] Du gehst ja von aus,

[01:06:06] dass sie einen Außendienst hatten,

[01:06:07] dass diese ganzen Dambacher

[01:06:08] abgelaufen sind

[01:06:09] und denen die Story erzählt haben

[01:06:11] von Neutechnologie,

[01:06:12] von Swissness

[01:06:14] und von Engineering

[01:06:15] und Innovation.

[01:06:16] Super kleinteilig.

[01:06:17] Also, du kannst dieselbe Übung

[01:06:19] auf der Onsite machen

[01:06:20] für Würzburg,

[01:06:21] für Mainz,

[01:06:22] für diese ganzen

[01:06:23] irgendwie 100.000-Leute-Städte.

[01:06:25] Und da gibt es immer

[01:06:26] in jeder dieser Städte

[01:06:27] irgendwie so einen

[01:06:28] Spezial-Schuhlaufladen.

[01:06:31] Da ist genau so

[01:06:32] der Typ, dem der Laden gehört.

[01:06:34] Der ist auch irgendwie

[01:06:34] ehemaliger Leichtathletikmeister.

[01:06:36] Und da sind sie

[01:06:38] dezidiert reingegangen

[01:06:39] und haben Schulungen gemacht,

[01:06:41] haben die zugesampelt,

[01:06:46] haben alles gemacht.

[01:06:47] Und das ist deswegen wichtig,

[01:06:49] weil in diesem Laden

[01:06:50] passiert etwas,

[01:06:51] was außerhalb dieses Ladens

[01:06:52] schwer passiert,

[01:06:53] nämlich der Laufschuhwechsel.

[01:06:55] Ich mit meinen

[01:06:56] zehn Jahren Mitsumo,

[01:06:58] wenn der Typ mir jetzt

[01:06:59] auf einmal da drin erzählt,

[01:07:00] ja, guck mal hier,

[01:07:01] es gibt was Neues,

[01:07:02] dann kaufe ich das andere Ding.

[01:07:03] Willst du auf Wolken laufen, Moritz?

[01:07:04] Dann will ich auf Wolken laufen,

[01:07:05] ja, auf jeden Fall.

[01:07:06] Und was die verstanden hatten,

[01:07:09] war halt, okay,

[01:07:10] wo ist der Ort des Wechsels?

[01:07:12] Also die Läufer,

[01:07:14] die Läufer,

[01:07:15] die gibt es

[01:07:15] und die Läufer sollen jetzt wechseln.

[01:07:17] Wo ist der Ort des Wechsels?

[01:07:18] Und dazu kommen natürlich

[01:07:19] zwei Sachen.

[01:07:19] Auf der einen Seite,

[01:07:20] du hast da Möglichkeit

[01:07:21] für Storytelling,

[01:07:22] das hast du,

[01:07:22] wenn du jetzt irgendwie

[01:07:22] D2C machst

[01:07:23] und dann Ads schaltest

[01:07:24] oder im großen Retail

[01:07:26] bist,

[01:07:27] natürlich nur eingeschränkt.

[01:07:28] Also du kannst halt,

[01:07:29] wenn du diesen Dumbacher

[01:07:30] irgendwie kennenlernst,

[01:07:31] dann kannst du den

[01:07:31] eine Relation aufbauen

[01:07:32] und kannst du die Story

[01:07:33] besser platzieren.

[01:07:33] Und der will ja auch

[01:07:34] seinen Kunden beraten.

[01:07:35] Der Grund,

[01:07:36] warum der Dumbacher existiert

[01:07:37] neben Zalando und Amazon

[01:07:38] ist ja,

[01:07:38] dass der sich den Anspruch

[01:07:39] gestellt hat,

[01:07:40] die Kunden beraten zu wollen.

[01:07:41] Also auch eine Geschichte

[01:07:42] erzählen will.

[01:07:43] Und auf der anderen Seite

[01:07:44] ist der ja auch happy

[01:07:45] über ein Premium-Produkt.

[01:07:46] Also der wird am Ende

[01:07:46] sicherlich nicht über den Preis

[01:07:48] gewinnen

[01:07:48] gegen alle anderen Alternativen.

[01:07:50] Das ist schon gar nicht

[01:07:51] Online-Shopping,

[01:07:53] aber über die Beratungsqualität

[01:07:56] in Verbindung mit dem Premium-Produkt.

[01:07:57] Also ich kann mir vorstellen,

[01:07:58] dass der sich auch freut,

[01:07:59] dass er eine 200-Euro-Option

[01:08:01] im Regal stehen hat,

[01:08:02] wo seine anderen Schuhe

[01:08:03] alle nur 100 Kosten

[01:08:04] und er hat nochmal

[01:08:04] ein Stück weit mehr

[01:08:05] Zahlungsbereitschaft.

[01:08:06] Der ist mega dankbar dafür,

[01:08:08] dass da jetzt irgendjemand

[01:08:09] mit einem Fachhandelsprodukt

[01:08:10] um die Ecke kommt.

[01:08:11] Also nächste Frage,

[01:08:13] die du stellen musst,

[01:08:13] ist, glaube ich,

[01:08:15] also ich sage immer,

[01:08:16] jedes Mal,

[01:08:16] wenn man einen Händler beliefert,

[01:08:17] trifft man damit

[01:08:18] eine Entscheidung dafür,

[01:08:19] dass man daran glaubt,

[01:08:20] dass es diesen Händler

[01:08:21] auch noch in zehn Jahren gibt

[01:08:22] oder in fünf Jahren.

[01:08:23] Ansonsten macht die Investition

[01:08:24] in die Geschäftsbeziehung

[01:08:25] nicht so richtig Sinn.

[01:08:26] und während ich an viele Fashion-Läden

[01:08:29] in so deutschen kleinen Städten

[01:08:31] nicht glaube,

[01:08:31] glaube ich daran,

[01:08:32] dass es diesen

[01:08:33] beratungsintensiven Laufschulern

[01:08:34] immer geben wird.

[01:08:35] So,

[01:08:36] das kriegst du einfach

[01:08:37] mit Technology Gap

[01:08:39] auf absehbare Zeit

[01:08:40] nicht hin,

[01:08:41] dass sich das so geil anfühlt,

[01:08:42] wie wenn da der

[01:08:43] Leichtathletikmeister

[01:08:43] seinen Schuh anguckt

[01:08:44] und sagt,

[01:08:45] genau so,

[01:08:45] das brauchst du.

[01:08:46] So,

[01:08:47] die Experience wird

[01:08:48] bei allem anderen

[01:08:49] nicht so geil.

[01:08:50] Insofern,

[01:08:51] das haben sie ausgerollt,

[01:08:52] sie sind also erstmal

[01:08:53] über den Fachhandel gegangen.

[01:08:56] Aber die haben mittlerweile

[01:08:57] 44% G2C-Share,

[01:09:00] also Direct-to-Consumer

[01:09:01] direkt verkaufen,

[01:09:03] nicht überhänden.

[01:09:03] Was wahrscheinlich

[01:09:04] der größte ist

[01:09:05] von allen Sportartikel-Händlern,

[01:09:08] wahrscheinlich abgesehen

[01:09:08] von Gymshark,

[01:09:09] aber extrem viel.

[01:09:11] Und

[01:09:13] wieso haben sie das?

[01:09:14] Weil sie auch irgendwann

[01:09:15] gesagt haben,

[01:09:16] sie sind auch super restriktiv

[01:09:17] mit den Händlern,

[01:09:18] mit denen sie arbeiten.

[01:09:19] Also,

[01:09:20] der Founder hat

[01:09:20] im

[01:09:22] Interview gesagt,

[01:09:23] also,

[01:09:24] wenn der Handel uns

[01:09:25] nach 200 neuen Filialen

[01:09:27] gefragt hat,

[01:09:27] haben wir ihnen 20 gegeben.

[01:09:29] Also,

[01:09:30] super

[01:09:31] restriktiv

[01:09:33] mit,

[01:09:34] ist das der richtige Laden?

[01:09:35] Können die überhaupt

[01:09:36] unser Produkt

[01:09:37] richtig beraten?

[01:09:38] Haben die überhaupt

[01:09:39] die Wissenstiefe,

[01:09:40] um zu erklären,

[01:09:41] was das Besondere

[01:09:42] an diesem Produkt ist?

[01:09:43] Und den Rest

[01:09:44] haben sie über die

[01:09:44] 2C gemacht.

[01:09:45] aktuell

[01:09:46] wachsen sie

[01:09:47] über

[01:09:48] eigene Läden.

[01:09:50] Also,

[01:09:50] der Plan ist zum Beispiel,

[01:09:52] dass sie über

[01:09:52] 100 neue

[01:09:53] eigene Läden

[01:09:54] in den nächsten

[01:09:55] zwei Jahren

[01:09:56] öffnen.

[01:09:56] Ja.

[01:09:57] Und

[01:09:58] der

[01:09:59] große Vorteil,

[01:10:00] jetzt rein aus

[01:10:01] betriebswirtschaftlicher Sicht,

[01:10:02] wenn du so einen

[01:10:03] hohen

[01:10:03] D2C-Anteil hast,

[01:10:05] steigt dadurch

[01:10:05] natürlich auch deine Marge,

[01:10:06] weil du

[01:10:07] halt

[01:10:08] keine Handelsmarge

[01:10:10] mehr abgeben musst

[01:10:10] und schon gar keine

[01:10:11] Distributionsmarge.

[01:10:12] das heißt,

[01:10:13] sie sind in der Zeit,

[01:10:14] in der ihr

[01:10:15] D2C-Share von

[01:10:16] 21 auf 44%

[01:10:17] hochgegangen ist,

[01:10:18] also die kommen

[01:10:19] von 2018 von

[01:10:20] 21% D2C-Share

[01:10:22] und sind jetzt

[01:10:22] in 2023 auf

[01:10:23] 44% hoch.

[01:10:24] Also,

[01:10:25] dieser D2C-Anteil,

[01:10:26] den haben sie

[01:10:26] nachträglich hochgezogen.

[01:10:29] Sie haben sich quasi

[01:10:30] die

[01:10:32] die Kredibilität

[01:10:33] und das Netzwerk

[01:10:35] über den Fachhandel

[01:10:36] geholt und

[01:10:36] haben sich in der

[01:10:37] Community aufgebaut

[01:10:38] und dann ihren

[01:10:39] eigenen Vertrieb

[01:10:40] oben drauf gesetzt.

[01:10:40] Und der hat natürlich

[01:10:41] eine höhere Marge,

[01:10:43] weil du einfach

[01:10:44] eine Partei

[01:10:44] aussparst.

[01:10:45] Genau,

[01:10:47] und du hast

[01:10:47] aber die Hersteller

[01:10:47] und die

[01:10:48] Marge gleichzeit.

[01:10:49] Und so geht der Crossprofit

[01:10:49] von 53 auf 59%

[01:10:51] jetzt im aktuellen

[01:10:52] IPO-Failing,

[01:10:52] also 6% mehr

[01:10:54] Abbott,

[01:10:55] muss man ja

[01:10:55] eigentlich sagen.

[01:10:57] Einfach so.

[01:10:58] Also,

[01:10:59] das finde ich schon

[01:10:59] ein sehr,

[01:11:00] sehr starker Treiber

[01:11:01] der Profitabilität.

[01:11:02] Insofern sieht man

[01:11:03] bei der On Running,

[01:11:04] wie man es macht,

[01:11:05] nämlich,

[01:11:06] dass du den eigenen

[01:11:07] Store zu so

[01:11:08] Art Community Center

[01:11:09] auch machst.

[01:11:11] Und das ist,

[01:11:12] wenn du jetzt hier

[01:11:12] in Berlin zum Beispiel

[01:11:14] in diesen

[01:11:14] On Running Laden

[01:11:16] reinläufst,

[01:11:17] so,

[01:11:17] da sind mindestens

[01:11:18] zwei,

[01:11:19] würde ich sagen,

[01:11:20] jederzeit drin,

[01:11:21] die sehr,

[01:11:22] sehr kompetitiv laufen

[01:11:23] und dir dazu

[01:11:24] alles erzählen können.

[01:11:26] Und da ist

[01:11:27] zweimal die Woche

[01:11:27] so ein Laufclub.

[01:11:29] Also,

[01:11:29] das ist ja auch

[01:11:29] schon gesehen.

[01:11:30] Dann treffen sich

[01:11:31] dann so die Leute

[01:11:31] und laufen dann

[01:11:32] in ihren On-Schuhen

[01:11:33] durch.

[01:11:34] Nicht durch,

[01:11:35] aber die starten

[01:11:36] da und laufen

[01:11:36] Starten da und laufen

[01:11:37] dann,

[01:11:38] ich weiß gar nicht,

[01:11:38] wo die laufen,

[01:11:39] wahrscheinlich einmal

[01:11:39] Siegesäule und zurück.

[01:11:41] Insofern,

[01:11:42] jetzt gerade ist das

[01:11:42] Thema eben,

[01:11:43] also rein aus der

[01:11:45] Distributionsstrategie,

[01:11:45] wie machen sie es?

[01:11:47] Einmal eben

[01:11:48] Fachhandel

[01:11:48] und eigener

[01:11:51] Handel

[01:11:51] daneben.

[01:11:53] Und

[01:11:53] wie vertreiben sie

[01:11:54] jetzt?

[01:11:54] Also,

[01:11:54] wie machen sie Marketing?

[01:11:55] Im

[01:11:56] IPO-Prospekt

[01:11:57] stehen drei Themen

[01:11:58] drin.

[01:11:59] Sie nennen es

[01:11:59] einmal Athletes

[01:12:00] und Team Advocacy,

[01:12:02] einmal Grassroots

[01:12:03] Initiatives

[01:12:03] und Social Media

[01:12:04] Storytelling.

[01:12:05] Das sind viele Wörter.

[01:12:06] Genau.

[01:12:06] Ich glaube,

[01:12:07] was wichtig ist,

[01:12:08] hier zu verstehen,

[01:12:09] ist,

[01:12:09] es gibt zwei

[01:12:11] wichtige

[01:12:13] Themenblöcke

[01:12:14] und einmal

[01:12:15] das Storytelling

[01:12:16] auf Social Media

[01:12:17] als Tool,

[01:12:17] um diese wichtigen

[01:12:18] Themenblöcken

[01:12:18] irgendwie voranzutreiben.

[01:12:20] Und

[01:12:20] wenn sie von

[01:12:21] Athletes

[01:12:22] und Team Advocacy

[01:12:23] sprechen,

[01:12:23] bedeutet das,

[01:12:24] sie sponsoren

[01:12:26] eigene Athleten

[01:12:27] und hier wird es

[01:12:29] total spannend,

[01:12:30] weil sie

[01:12:31] sponsoren

[01:12:32] nicht nur,

[01:12:32] weil meistens

[01:12:33] haben die ja schon

[01:12:34] Nike-Verträge,

[01:12:34] den

[01:12:37] Marathon-Weltmeister

[01:12:38] und so,

[01:12:39] sondern sehr gerne

[01:12:40] zweite Reihe,

[01:12:41] sondern auch

[01:12:41] die kleinen,

[01:12:41] okay,

[01:12:42] sondern jemand,

[01:12:42] der gerade spanischer

[01:12:43] Meister geworden ist,

[01:12:45] sehr, sehr

[01:12:46] ob so,

[01:12:46] das macht Sinn

[01:12:47] im Sinne von

[01:12:47] da ist

[01:12:48] underpriced

[01:12:48] attention,

[01:12:49] also sagen wir,

[01:12:51] die haben natürlich

[01:12:51] viel weniger

[01:12:52] Reichweite

[01:12:52] als der Ironman-Gewinner,

[01:12:54] aber kosten halt auch

[01:12:57] unterproportional

[01:12:58] so viel,

[01:12:58] also kosten

[01:12:59] deutlich weniger

[01:13:00] oder sind vielleicht

[01:13:01] happy,

[01:13:01] wenn die einfach

[01:13:01] die Schuhe

[01:13:02] für free kriegen,

[01:13:02] klar ja,

[01:13:03] weil gerade

[01:13:06] ein,

[01:13:06] gerade sowas wie

[01:13:07] Leichtathletik

[01:13:07] ist ja super

[01:13:08] brotlose Kunst,

[01:13:09] also wenn du mal

[01:13:10] hörst,

[01:13:10] die Leute,

[01:13:11] die irgendwie

[01:13:11] Olympia

[01:13:11] gewinnen,

[01:13:12] mit wie viel

[01:13:13] Geld die im Jahr

[01:13:13] eigentlich auskommen

[01:13:14] müssen,

[01:13:14] das ist ein

[01:13:15] Bauerspiel,

[01:13:17] also es geht ja,

[01:13:18] wann warst du,

[01:13:19] das letzte Mal

[01:13:19] bei einem

[01:13:19] Leichtathletik-Wettkampf

[01:13:20] gucken,

[01:13:21] also da gibt es

[01:13:22] halt einfach

[01:13:22] keine Sponsorengelder,

[01:13:23] für nix,

[01:13:25] und insofern

[01:13:27] gerne Jugend,

[01:13:28] gerne zweite Reihe,

[01:13:30] gerne irgendwelche

[01:13:30] Leute,

[01:13:31] die so kleinere

[01:13:31] Sachen gewinnen

[01:13:32] und nie die ganz,

[01:13:33] ganz große,

[01:13:34] micro-influencer,

[01:13:35] genau,

[01:13:36] aber wirklich eben

[01:13:37] Community,

[01:13:38] die andere Sachen,

[01:13:39] die sie gemacht haben,

[01:13:40] ist den

[01:13:40] On Athletics Club,

[01:13:42] sie haben mittlerweile

[01:13:43] drei eigene

[01:13:43] Laufcenter,

[01:13:44] wo sie mit

[01:13:45] Olympia-Laufcoaches

[01:13:47] Leute einladen,

[01:13:49] die dann da quasi

[01:13:50] zu denen hinkommen können

[01:13:51] und da quasi in so einer

[01:13:53] Art Trainingscamp

[01:13:53] da sind und leben

[01:13:55] und da gibt es ein,

[01:13:57] habe ich mir so ein Video

[01:13:58] angeguckt,

[01:13:58] wie sie das promoten,

[01:13:59] das war also one of the most

[01:14:02] hyped Content Pieces,

[01:14:03] die ich je gesehen habe,

[01:14:05] so die Grundidee von dem

[01:14:06] Video war so ein bisschen

[01:14:07] so,

[01:14:08] vielleicht gibt es irgendwo

[01:14:09] den Läufer,

[01:14:10] der jeden Tag Bock hat,

[01:14:11] dem es nie wehtut,

[01:14:13] der irgendwie rauskommt,

[01:14:14] wir haben ihn nur noch

[01:14:14] nicht gefunden,

[01:14:15] so ne,

[01:14:16] und dann dieses Center

[01:14:17] und dieses Team,

[01:14:18] was gemeinsam sich pusht,

[01:14:19] so,

[01:14:20] ich war so hart hyped,

[01:14:21] als ich das Spielschen habe.

[01:14:23] Ich würde dich da auch

[01:14:24] dafür nominieren,

[01:14:24] jetzt wo ich weiß,

[01:14:25] dass du bei Hirox

[01:14:25] angemeldet bist,

[01:14:26] dann würde ich dich

[01:14:26] da sofort fürs On,

[01:14:27] wie heißt das,

[01:14:28] OAC,

[01:14:29] On Athletic Council.

[01:14:30] Genau,

[01:14:31] und also einmal

[01:14:32] dieses Thema Athleten,

[01:14:35] Läufer

[01:14:35] und jetzt Läufer in der Spitze,

[01:14:37] aber auch Läufer

[01:14:38] jetzt so in der lokalen Spitze,

[01:14:40] ne,

[01:14:40] also jetzt nicht unbedingt

[01:14:41] der Typ,

[01:14:41] der Olympia gewinnt,

[01:14:42] sondern auch diejenigen,

[01:14:44] die halt irgendwie

[01:14:44] Deutscher Meister werden

[01:14:45] oder Jugendmeister und so weiter.

[01:14:46] Und was ich hier

[01:14:47] total spannend fand,

[01:14:48] wie spielt Social Media

[01:14:49] da mit rein,

[01:14:50] ist sie,

[01:14:52] welche Art von Storytelling

[01:14:53] machen sie

[01:14:54] und sie machen vor allem

[01:14:55] das Social Media,

[01:14:56] das Storytelling

[01:14:57] hinter den Athleten.

[01:14:58] Also so ein bisschen

[01:14:59] wie bei Drive to Survive

[01:15:01] oder Chef's Table,

[01:15:02] so wie die morgens aufstehen

[01:15:04] und irgendwie

[01:15:05] jetzt tut ihnen das Bein weh

[01:15:06] und die eine

[01:15:09] wurde

[01:15:10] oder ist jetzt gerade

[01:15:12] Vater geworden,

[01:15:13] der eine

[01:15:13] und sie erzählen

[01:15:14] die Geschichte

[01:15:14] der Athleten.

[01:15:15] Sie erzählen die komplette

[01:15:16] Geschichte der Athleten

[01:15:17] dahinter

[01:15:17] und dadurch wird das

[01:15:18] total emotional

[01:15:19] es wird total

[01:15:20] nahbar

[01:15:21] und es wird

[01:15:22] mega geil.

[01:15:23] Also es ist

[01:15:24] wirklich dieses

[01:15:25] okay,

[01:15:26] wie viel

[01:15:27] opfert dieser Mensch

[01:15:28] eigentlich um das zu machen

[01:15:29] und es ist wirklich

[01:15:31] ähnlich wie wir

[01:15:31] beide ja mal gesagt haben,

[01:15:33] wenn wir mit diesem Podcast

[01:15:34] alles richtig machen,

[01:15:34] kriegen wir das leicht hin,

[01:15:35] dass jemand sagt,

[01:15:36] boah,

[01:15:36] er hat so richtig Bock

[01:15:37] jetzt was zu gründen.

[01:15:38] Wenn du dir diesen

[01:15:39] Content anguckst,

[01:15:40] du bist so hart hyped,

[01:15:42] du hast so richtig Bock

[01:15:45] loszulaufen.

[01:15:45] Weißt du,

[01:15:46] wir müssen auch mal

[01:15:46] eine Doku drüber machen,

[01:15:47] wie viel wir opfern

[01:15:48] für die Podcast-Recherche,

[01:15:49] wie wir tagelang

[01:15:50] da sitzen am Wochenende.

[01:15:51] Gestern habe ich wieder

[01:15:51] zweimal Ärger gekriegt

[01:15:52] von Jana,

[01:15:53] die gesagt hat,

[01:15:53] es ist das Wochenende,

[01:15:55] ich muss den Börsenbericht

[01:15:56] zu Ende lesen.

[01:15:57] So interessant.

[01:15:58] Also was wir für Opfer

[01:16:00] so ähnlich ist das.

[01:16:02] Okay,

[01:16:02] das sagt der Gründer auch im Grunde,

[01:16:05] dass er sagt,

[01:16:05] wir wollen diesen Athleten

[01:16:07] promoten.

[01:16:07] Wir wollen seine Story

[01:16:08] promoten und wir sind happy,

[01:16:09] dass wir ein kleiner Teil

[01:16:10] seines Lebens sind

[01:16:11] und das ehrt die Athleten

[01:16:13] natürlich auf eine

[01:16:13] emotionale Weise,

[01:16:14] sodass die dann potenziell

[01:16:16] natürlich auch noch

[01:16:16] motivierter sind,

[01:16:17] quasi ihren Teil

[01:16:19] beizutragen

[01:16:20] und den Schuh zu promoten.

[01:16:21] Aber das scheint

[01:16:22] sehr tief verankert zu sein.

[01:16:23] Also es gibt hier zum Beispiel,

[01:16:25] ich habe einen Post gefunden

[01:16:26] von einer Marta Garcia,

[01:16:28] die ist spanische Meisterin

[01:16:30] auf 400 Meter

[01:16:32] und die hat dann

[01:16:33] auf dem On Running

[01:16:35] Instagram Account gepostet,

[01:16:37] what you are doing

[01:16:38] for the sport

[01:16:39] and the athletes

[01:16:40] is just incredible.

[01:16:41] Mit so einem

[01:16:42] Smiley dahinter.

[01:16:44] So und von diesen Posts

[01:16:46] gibt es ein paar.

[01:16:46] Also diese Nähe

[01:16:48] zu den Athleten

[01:16:49] und der Gründer

[01:16:49] sagt halt auch selber,

[01:16:50] er möchte die Marke sein,

[01:16:51] die er in seiner

[01:16:52] Profiathletik

[01:16:54] Zeit gerne gehabt hätte.

[01:16:56] Und gucken,

[01:16:56] was passiert,

[01:16:57] wenn in ein paar Jahren

[01:16:58] irgendjemand zu ihm kommt

[01:16:59] und sagt,

[01:16:59] ich habe eine neue Schuhidee

[01:17:00] und ich habe hier meinen,

[01:17:02] ich habe mit dem Thermomix

[01:17:03] habe ich eine neue Sohle gebacken

[01:17:05] und ich würde das gerne vorstellen,

[01:17:06] ob er den gleichen Fehler

[01:17:07] wie die Nike Executives

[01:17:10] oder ob er es hinkriegt,

[01:17:12] das bei sich reinzuholen.

[01:17:14] Er sagt übrigens,

[01:17:15] das ist auch ganz interessant,

[01:17:16] er sagt,

[01:17:16] er sieht On mittlerweile

[01:17:17] als so ein Konglomerat

[01:17:18] aus 15 Startups.

[01:17:19] Also er sagt,

[01:17:20] die sind lange kein Startup mehr,

[01:17:21] aber er sieht es jetzt so,

[01:17:23] dass er so 15 Startups hat,

[01:17:25] sagen wir On Tennis,

[01:17:26] On Running,

[01:17:26] On Lifestyle,

[01:17:27] whatever,

[01:17:28] also quasi so Unternehmer

[01:17:30] in seinem Unternehmen

[01:17:31] heranzüchten will.

[01:17:32] Vielleicht ist das auch

[01:17:32] die richtige Einstellung

[01:17:33] und es schafft Innovationen

[01:17:35] von außen reinzuholen.

[01:17:36] Ja,

[01:17:36] das ist sicher nicht falsch.

[01:17:38] Der zweite Part

[01:17:39] im Börsenbericht

[01:17:40] ist das,

[01:17:40] was ich eben meinte

[01:17:41] mit Grassroots Initiatives

[01:17:42] und was ich mit Grassroots

[01:17:43] meine,

[01:17:44] ist quasi die lokale

[01:17:46] Lauf-Community

[01:17:47] vor Ort.

[01:17:49] Wir haben diese sogenannte

[01:17:50] Try-On Experience,

[01:17:52] das sind lokale Lauf-Challenges

[01:17:54] für die lokalen ambitionierten Läufer.

[01:17:56] Also du kannst dir zum Beispiel

[01:17:58] für so einen Squad Race,

[01:18:00] also so einen 5 Kilometer Lauf,

[01:18:02] Schuhe ausleihen

[01:18:03] und dann 5 Kilometer

[01:18:04] in einem Stadion laufen damit.

[01:18:05] Übrigens auch in Kooperation,

[01:18:07] also war bei Barry's Bootcamp,

[01:18:08] letztes Jahr haben die eine Aktion gemacht

[01:18:09] und da konntest du dir

[01:18:10] noch einen Schuhe ausleihen.

[01:18:12] Ja.

[01:18:12] Nicht, dass ich das gemacht hätte,

[01:18:13] weil ich es irgendwie komisch fand,

[01:18:14] aber die Grundidee ist gut,

[01:18:16] also quasi auch mit anderen Brands

[01:18:17] und Gyms

[01:18:18] im Premium-Bereich

[01:18:19] zu kooperieren.

[01:18:20] Genau, und die Idee ist wieder,

[01:18:22] wo laufen Leute?

[01:18:23] Und da irgendwie nah dran zu sein.

[01:18:26] Also wirklich an diesem einzelnen

[01:18:27] Läufer dran zu sein,

[01:18:28] haben dann auch,

[01:18:29] das Ganze spielen sie auch digital,

[01:18:31] also es gibt zum Beispiel

[01:18:32] runrepeat.com

[01:18:33] und das ist so eine Review-Webseite

[01:18:35] für Schuhe

[01:18:37] und die haben dann

[01:18:38] so eine Kampagne gemacht,

[01:18:40] wo sie einer Million Läufern

[01:18:42] geholfen haben,

[01:18:43] quasi ihre Fußform zu verstehen.

[01:18:45] Also konntest du so Abmessungen

[01:18:47] und so Scans irgendwie einschätzen

[01:18:49] und so weiter

[01:18:50] und dann haben die gesagt,

[01:18:52] okay, guck mal,

[01:18:52] dein Fußgewölbe ist so und so

[01:18:54] und deine Breite ist so und so

[01:18:56] und deswegen passiert das und das

[01:18:57] und in deinem Knie ist so und das und das los

[01:19:00] und das sind halt so genau

[01:19:01] diese Content-Marketing-Sachen,

[01:19:03] die dann eben extrem gut funktionieren.

[01:19:05] Die nächste Sache,

[01:19:06] die sie auf Social Media machen,

[01:19:08] ist, sie haben ihren großen On-Account

[01:19:09] irgendwie mit 2,3 Millionen Fans

[01:19:11] und dann haben sie aber auch lokale

[01:19:13] Länder-Accounts.

[01:19:14] Also bei On Running Indonesia

[01:19:17] zum Beispiel gibt es

[01:19:18] diesen Weekly Run Club

[01:19:19] im Maja Stadium

[01:19:22] und in Thailand gibt es

[01:19:24] einen eigenen Instagram-Account

[01:19:26] und so weiter,

[01:19:26] um eben die lokalen Communities

[01:19:28] vor Ort besser bespielen zu können

[01:19:29] mit eigenen Inhalten

[01:19:30] und das machen sie

[01:19:33] sehr, sehr gut und spannend.

[01:19:36] Ich habe mir auch angeguckt,

[01:19:37] wie sie irgendwie

[01:19:38] Influencer-Marketing

[01:19:39] und Performance-Marketing

[01:19:41] irgendwie verwenden.

[01:19:41] Da gibt es jetzt aber ehrlicherweise

[01:19:43] keine so riesigen Überraschungen.

[01:19:46] Der Kern des Ganzen

[01:19:48] ist wirklich diese Arbeit

[01:19:50] einmal mit lokalen Lauf-Communities

[01:19:52] und einmal eben mit

[01:19:53] eigentlich auch einer Community,

[01:19:55] aber eben der Community von Athleten.

[01:19:58] Also professionellen Semiprofisten.

[01:20:01] Und das machen sie sehr, sehr gut

[01:20:02] und das ist in meiner Sicht

[01:20:04] auch das,

[01:20:06] was sie erfolgreich gemacht hat

[01:20:08] jetzt in der Vergangenheit.

[01:20:09] Jetzt Now Enter Roger Federer.

[01:20:13] Roger Federer

[01:20:14] aus Marketing-Sicht

[01:20:16] soll ja zwei Dinge tun

[01:20:18] für die.

[01:20:19] Zum einen

[01:20:20] irgendwie ist

[01:20:21] Roger Federer

[01:20:22] zu dem Zeitpunkt

[01:20:23] sicher internationaler

[01:20:24] bekannter gewesen

[01:20:24] als On Running.

[01:20:25] Also insofern

[01:20:26] hast du einen Abprallkraft.

[01:20:28] Zum anderen

[01:20:29] aber

[01:20:30] vermutlich

[01:20:31] auch eine neue

[01:20:32] Sportart öffnen.

[01:20:33] Also wenn du in den

[01:20:34] On-Store reingehst,

[01:20:35] da stehen jetzt

[01:20:35] so drei Tennis-Schuhe

[01:20:36] und Tennis soll jetzt

[01:20:37] als neue Sportart

[01:20:38] geöffnet werden.

[01:20:39] Und Tennis hat

[01:20:40] eine jetzt nicht ganz

[01:20:41] so große Community,

[01:20:42] aber schon,

[01:20:44] es gibt Tennis-Fachhändler

[01:20:45] und auch wieder dieses

[01:20:46] Influenced-Influencers

[01:20:47] ist da dran

[01:20:48] und Roger Federer

[01:20:49] hat natürlich eine

[01:20:50] super hohe Glaubwürdigkeit

[01:20:51] in diesem Bereich

[01:20:52] und auch eine hohe Techiness.

[01:20:54] Also den nimmst du ja auch ab,

[01:20:55] dass er irgendwie so

[01:20:56] sich nerdig überlegt hat,

[01:20:57] wie man da irgendwie reinkommt.

[01:20:58] Ja.

[01:20:59] Und auch hier

[01:21:00] machen sie im Prinzip

[01:21:02] dasselbe Framework,

[01:21:03] was sie für

[01:21:04] Laufen gemacht haben,

[01:21:05] jetzt mit Roger Federer

[01:21:07] im Tennis-Bereich.

[01:21:08] Ob und wie groß

[01:21:09] das wird,

[01:21:09] wird man sehen.

[01:21:11] Mein Gefühl ist,

[01:21:13] dass

[01:21:13] Tennis

[01:21:14] jetzt noch nicht

[01:21:16] so groß ist,

[01:21:17] aber

[01:21:17] drei,

[01:21:18] four years in

[01:21:20] bei

[01:21:20] On-Running

[01:21:22] wie Basketball

[01:21:23] dann bei Nike war.

[01:21:24] Aber

[01:21:26] das werden wir

[01:21:27] ja noch sehen.

[01:21:27] Sie haben jetzt noch

[01:21:28] zwei neue Athleten dazu geholt,

[01:21:29] Iga

[01:21:30] Svartek

[01:21:32] und Ben Shelton.

[01:21:33] Beide

[01:21:34] sind

[01:21:35] beide sehr jung,

[01:21:36] die einen 23,

[01:21:36] der andere 22

[01:21:38] und auch hier wieder

[01:21:39] habe ich das Gefühl,

[01:21:40] dass die beide

[01:21:42] gecastet worden sind,

[01:21:44] weil sie

[01:21:45] gute

[01:21:46] Geschichten

[01:21:46] erzählen können,

[01:21:47] weil man gute Geschichten

[01:21:48] über sie erzählen kann.

[01:21:48] Ben Shelton zum Beispiel

[01:21:49] hat noch keinen einzigen

[01:21:50] Grand Slam gewonnen.

[01:21:51] Also auch nicht die Geschichte,

[01:21:52] die man erzählen will

[01:21:53] über seinen Sportler,

[01:21:54] oder?

[01:21:54] Will man dir erzählen?

[01:21:55] Nee,

[01:21:56] aber

[01:21:56] ich freue mich,

[01:21:57] dass er

[01:21:57] den ersten gewinnt.

[01:21:58] Genau,

[01:21:58] du willst halt dabei sein,

[01:21:59] wie er den ersten gewinnt.

[01:22:01] Sie verjüngen ihre Partner,

[01:22:02] du sagst,

[01:22:03] sie sind Anfang 20.

[01:22:04] Genau,

[01:22:05] also dieser,

[01:22:06] bei On-Running

[01:22:07] habe ich das Gefühl,

[01:22:08] der Kern

[01:22:09] ist nicht

[01:22:10] diesen

[01:22:11] Sieger zu zeigen,

[01:22:12] sondern den Struggle

[01:22:13] zu zeigen,

[01:22:13] das Training zu zeigen

[01:22:14] und die Story dahinter.

[01:22:16] Die Story dahinter,

[01:22:17] so dieses

[01:22:17] morgens um sechs

[01:22:18] aufstehen

[01:22:19] und dann nochmal los

[01:22:20] und irgendwie

[01:22:21] du läufst es wieder

[01:22:22] und du hast es wieder

[01:22:23] nicht geschafft

[01:22:24] und du läufst nochmal los.

[01:22:25] Also dieser Struggle,

[01:22:27] der ist für mich mehr Kern,

[01:22:28] als einfach nur

[01:22:29] die Siege zu zeigen.

[01:22:31] Und jetzt

[01:22:32] fast forward

[01:22:33] 2024,

[01:22:35] gibt es ja die neue

[01:22:36] Collab mit Zendaya.

[01:22:37] Ja,

[01:22:38] super.

[01:22:39] Find sogar ich super.

[01:22:41] Genau,

[01:22:41] man könnte sich jetzt

[01:22:42] die Frage stellen,

[01:22:42] was hat Zendaya

[01:22:43] eigentlich mit einer

[01:22:45] Sportmarkt zu tun?

[01:22:45] Zendaya ist eine

[01:22:46] Schauspielerin,

[01:22:47] für alle,

[01:22:47] die sie nicht kennen.

[01:22:48] Genau,

[01:22:48] Zendaya ist

[01:22:49] in Charlie,

[01:22:49] in Dune,

[01:22:50] die Freundin von

[01:22:51] Al-Gaib,

[01:22:52] ganz wichtig.

[01:22:53] Genau,

[01:22:54] und verschiedene andere Sachen,

[01:22:55] also erstmal,

[01:22:56] wer ist eigentlich Zendaya?

[01:22:57] Zendaya ist eine

[01:22:58] für ihre

[01:22:59] Styles

[01:22:59] und

[01:23:00] Fashion-Sachen

[01:23:01] als

[01:23:08] ist auch irgendwie

[01:23:09] so ein bisschen,

[01:23:10] dadurch,

[01:23:11] dass sie so

[01:23:11] einen Namen hat,

[01:23:12] wo man nicht weiß,

[01:23:12] wo er herkommt

[01:23:13] und auch so ein

[01:23:14] Mixed Race aussieht,

[01:23:15] auch so ein bisschen

[01:23:15] staatenlos,

[01:23:16] so rein optisch

[01:23:18] gefühlt.

[01:23:19] Find ich auch stark,

[01:23:19] dass sie einfach

[01:23:20] Zendaya heißt.

[01:23:21] Genau,

[01:23:21] könnte überall herkommen.

[01:23:22] Sie hat keinen Nachnamen,

[01:23:23] oder?

[01:23:24] Ich weiß nicht.

[01:23:25] Bestimmt.

[01:23:26] So,

[01:23:26] und das Kalkül dahinter

[01:23:27] ist einmal raus aus Europa,

[01:23:29] sie ist erstens

[01:23:29] ein US-Star

[01:23:30] und zweitens

[01:23:30] ein Global Star

[01:23:33] und zweitens,

[01:23:34] und das ist wichtig,

[01:23:34] hier in dem Punkt

[01:23:36] Apparel-Fokus.

[01:23:37] Der Umsatz

[01:23:38] von ON

[01:23:40] ist aktuell

[01:23:41] im Jahr 2023

[01:23:43] sind 1,7 Milliarden

[01:23:45] Schuhe

[01:23:46] und 70 Millionen

[01:23:49] Bekleidung

[01:23:49] und 11 Millionen

[01:23:50] Accessoires,

[01:23:50] also weniger als 5%

[01:23:54] macht der Rest aus

[01:23:55] Bekleidung

[01:23:56] und Accessoires,

[01:23:56] genau.

[01:23:57] Und das ist natürlich

[01:23:58] das Kalkül,

[01:23:59] wenn du auch mal

[01:23:59] auf die Zendaya

[01:24:00] Colab

[01:24:01] oder auf das

[01:24:02] gehst

[01:24:02] auf der ON-Seite,

[01:24:04] dann siehst du da

[01:24:04] zwar ein Schuhchen,

[01:24:05] aber du siehst

[01:24:05] vor allem

[01:24:06] den gesamten

[01:24:07] Apparel-Bereich

[01:24:08] und die Idee

[01:24:09] dahinter

[01:24:10] ist,

[01:24:10] dass eben

[01:24:11] Apparel wächst,

[01:24:12] Apparel wächst auch

[01:24:13] jetzt im Jahr 2024

[01:24:15] schneller

[01:24:16] als ON insgesamt,

[01:24:17] ON wächst so von

[01:24:18] 2023 auf 2024

[01:24:19] plus minus 30%,

[01:24:21] müssen wir mal gucken,

[01:24:22] also Q4 Earnings

[01:24:23] sind noch nicht da,

[01:24:24] aber

[01:24:24] Roundabout

[01:24:25] und Apparel

[01:24:26] und Accessoires

[01:24:26] wächst 40%,

[01:24:27] also nicht viel schneller,

[01:24:29] aber schneller

[01:24:29] und das ist

[01:24:31] schon spannend.

[01:24:32] ON macht übrigens

[01:24:33] mittlerweile mehr als

[01:24:34] die Hälfte des Umsatzes

[01:24:35] in den USA,

[01:24:37] da wächst es auch

[01:24:38] schneller als in Europa,

[01:24:39] wächst es mit 50%

[01:24:40] pro Jahr

[01:24:40] und die eigentliche

[01:24:41] Fantasie,

[01:24:42] die ja jetzt auch

[01:24:45] den Börsenkurs

[01:24:45] befeuert,

[01:24:46] ist,

[01:24:46] dass es mit 70%

[01:24:47] pro Jahr

[01:24:48] jetzt gerade

[01:24:48] im Asia-Pacific-Raum

[01:24:49] wächst,

[01:24:50] also Indonesien,

[01:24:52] Thailand,

[01:24:52] China,

[01:24:53] da sind sie aktuell

[01:24:54] sehr, sehr heiß

[01:24:55] und machen das

[01:24:56] sehr, sehr gut

[01:24:56] mit genau

[01:24:57] diesem Framework

[01:24:58] eben,

[01:24:59] dass wir zur

[01:24:59] KKK in die

[01:25:00] Local Community

[01:25:01] reingehen

[01:25:02] und,

[01:25:03] jetzt kommt der

[01:25:03] zweite Punkt,

[01:25:04] mit Collapse

[01:25:05] das Ganze eben

[01:25:06] auch in diesen,

[01:25:07] wie ich eben gesagt habe,

[01:25:08] Ashtec-Bereich

[01:25:09] reinbringen,

[01:25:10] weil,

[01:25:10] wie bringt man eben

[01:25:11] jetzt,

[01:25:12] wie owned man,

[01:25:13] also wir ownen

[01:25:13] die lokale Community

[01:25:14] und sind dadurch

[01:25:16] jetzt kredibil

[01:25:17] im Laufen,

[01:25:17] wie werden wir

[01:25:18] kredibil

[01:25:18] in der Ästhetik

[01:25:21] und im

[01:25:21] Coolsein,

[01:25:22] na,

[01:25:23] sag du es mir,

[01:25:24] du machst

[01:25:26] Kollaborationen

[01:25:26] mit super coolen Marken,

[01:25:28] die super kredibil sind.

[01:25:29] In Deutschland würde man,

[01:25:30] also das waren jetzt zum Beispiel

[01:25:32] Löwe für eine spanische

[01:25:35] Luxusmarke in Europa,

[01:25:37] aber dann eben auch

[01:25:39] PAF,

[01:25:40] also Post Archive

[01:25:42] Faction,

[01:25:43] eine super high fashion

[01:25:45] koreanische Brand,

[01:25:46] Beams,

[01:25:46] eine japanische

[01:25:47] Premium Streetwear Marke

[01:25:48] oder auch Distance,

[01:25:51] also alles Kollaborationen

[01:25:54] mit aspirativen

[01:25:56] Lifestyle Marken,

[01:25:57] die jetzt quasi

[01:25:58] dir ihre Coolness leihen,

[01:26:00] um das irgendwie

[01:26:01] so auszurollen.

[01:26:03] So und da

[01:26:04] wahrscheinlich wäre so

[01:26:05] ein Nixen,

[01:26:06] ich warte vielleicht noch

[01:26:07] auf die Gucci-Ons,

[01:26:08] bevor ich

[01:26:10] dann einsteige,

[01:26:11] aber das ist

[01:26:12] Werdest du dein Vibe,

[01:26:12] die Gucci-Ons,

[01:26:13] um Gottes Willen?

[01:26:14] Ne, vermutlich nicht,

[01:26:15] wobei,

[01:26:15] ehrlicherweise,

[01:26:16] ich war mal kurz davon,

[01:26:17] mir die Gucci-Jogginghose

[01:26:18] zu kaufen,

[01:26:19] weil

[01:26:19] Nix sagt,

[01:26:21] so,

[01:26:21] ich muss dich

[01:26:21] vor dir selber beschützen.

[01:26:23] Ja,

[01:26:23] aber wenn du mit einer Gucci-Jogginghose

[01:26:25] im Meeting aufschlägst,

[01:26:26] so irgendwie,

[01:26:27] dann weiß ja auch keiner,

[01:26:28] was er denken soll.

[01:26:28] Na,

[01:26:28] egal.

[01:26:29] Ich wüsste nicht,

[01:26:30] ich wüsste nicht,

[01:26:31] ich würde denken,

[01:26:31] du hast einen Schluss.

[01:26:32] Ja,

[01:26:34] auf jeden Fall,

[01:26:34] also das ist so der,

[01:26:35] das Framework,

[01:26:37] mit dem sie das Ganze angehen,

[01:26:38] ne,

[01:26:38] also Collabs,

[01:26:39] auch lokale Collabs,

[01:26:41] wie ich eben aufgezählt habe,

[01:26:42] da sind ja viele Asiaten dabei,

[01:26:43] Asien haben sie ja,

[01:26:44] den asiatischen Raum

[01:26:45] haben sie jetzt gerade

[01:26:45] als Fokusbereich genutzt,

[01:26:46] also lokale,

[01:26:48] live etablierte,

[01:26:50] high fashion,

[01:26:50] Streetwear Brands,

[01:26:52] die dann quasi

[01:26:53] die lokale,

[01:26:55] ja,

[01:26:58] Kredibilität leihen

[01:26:59] und dann eben

[01:27:00] der eigene Kredibilität

[01:27:01] aus der

[01:27:02] Laufer Community.

[01:27:04] Ja,

[01:27:04] okay,

[01:27:04] ich fasse es zusammen,

[01:27:05] Grundlage ist ein gutes Produkt

[01:27:06] und diese Innovationen

[01:27:07] laufen auf Wolken

[01:27:09] und das durch

[01:27:10] eine technologische Lösung.

[01:27:11] Dann haben wir über

[01:27:12] Aztek gesprochen,

[01:27:12] das muss auch ästhetisch

[01:27:14] aussehen.

[01:27:15] Angefangen haben sie mit

[01:27:15] Community,

[01:27:17] Driven Business,

[01:27:18] also auf der einen Seite

[01:27:19] lokal bei den Events zu sein

[01:27:20] und auf der anderen Seite

[01:27:21] vertreten zu sein

[01:27:21] bei den,

[01:27:22] äh,

[01:27:23] bei den lokalen

[01:27:25] Laufläden

[01:27:26] und mit den lokalen

[01:27:26] Influencern zu

[01:27:27] connecten

[01:27:28] und mittlerweile

[01:27:29] at scale

[01:27:31] machen sie

[01:27:32] diese Running Clubs,

[01:27:33] sponsoren Athleten,

[01:27:35] vor allem die kleineren,

[01:27:36] aber machen auch

[01:27:36] die ganz großen

[01:27:37] Kooperationen

[01:27:37] wie Roger Federer

[01:27:39] oder jetzt

[01:27:40] Zendaya,

[01:27:41] äh,

[01:27:41] Zendaya.

[01:27:42] Genau,

[01:27:43] genau.

[01:27:43] Und was man daraus lernen kann,

[01:27:45] aus meiner Sicht,

[01:27:46] einmal von der Bedarfskennung,

[01:27:46] Bedarfsdeckung zu Bedarfsweckung,

[01:27:48] ne,

[01:27:48] also einmal,

[01:27:49] wo findet sich meine Community

[01:27:50] und dann daraus weiten

[01:27:52] und eben dieses, äh,

[01:27:54] Influenced die Influencers.

[01:27:55] Also,

[01:27:55] such dir die Opinion Leader

[01:27:57] in deinem Markt

[01:27:58] und arbeite so lange

[01:28:00] an denen rum,

[01:28:01] bis du das Produkt

[01:28:02] gebaut hast,

[01:28:03] wo die sagen,

[01:28:03] okay,

[01:28:03] holy shit,

[01:28:04] genau das will ich.

[01:28:05] Echt?

[01:28:06] Cool,

[01:28:06] spannend,

[01:28:07] danke für die Analyse.

[01:28:08] Ja.

[01:28:08] Ich muss in mein Board Meeting

[01:28:09] springen.

[01:28:10] Yes.

[01:28:11] Ähm,

[01:28:12] was nehmen wir uns noch vor?

[01:28:13] Bei welchem Running Club,

[01:28:14] äh,

[01:28:15] sehen wir dich als nächstes?

[01:28:16] Bei,

[01:28:19] äh,

[01:28:20] bei so einem High Rock Center

[01:28:21] wahrscheinlich,

[01:28:22] wo ich versuche,

[01:28:22] irgendein Schlittenkreuzberg,

[01:28:23] äh,

[01:28:23] gibt's ein Kreuzberg,

[01:28:24] ja,

[01:28:25] ernst,

[01:28:25] werde ich mir angucken.

[01:28:26] Also,

[01:28:27] hat Spaß gemacht,

[01:28:28] ist ein bisschen länger geworden.

[01:28:29] Dann gehen wir mit den Onschuhen

[01:28:30] zu High Rocks,

[01:28:31] mit den Onschuhen zu High Rocks,

[01:28:33] genau.

[01:28:34] Fitter können wir nicht in die A starten.

[01:28:36] Ja.

[01:28:37] Bis dahin.

[01:28:38] Gut.

[01:28:39] Bis dahin.

[01:28:40] Ciao, Moritz.