Das Business von Abnehmspritzen: Ozempic, Wegovy & GLP-1s im Geschäftsmodell-Check | E 20
Founder Mode14. Februar 2025
19
01:36:40

Das Business von Abnehmspritzen: Ozempic, Wegovy & GLP-1s im Geschäftsmodell-Check | E 20

In dieser Folge von Founder Mode begrüßen wir Nico Hribernik und Dr. Sven Jungmann, um über die spannendsten Entwicklungen in der Gesundheitsbranche zu sprechen. Von GLP-1-Medikamenten wie Ozempic bis hin zu innovativen Geschäftsmodellen in der Telemedizin – diese Folge bietet einen tiefen Einblick in die aktuelle und zukünftige Welt der Medizin.


Themen der Folge:

Ozempic & GLP-1-Medikamente:

Wir beleuchten, wie diese Medikamente wirken, warum sie so gefragt sind und welche gesellschaftlichen und ethischen Fragen dabei entstehen.

Wellster Healthtech:

Nico erklärt, wie er mit Wellster ein digitales Gesundheitsökosystem aufgebaut hat, das Patienten bei Themen wie Männergesundheit, Gewichtsreduktion und medizinischem Cannabis unterstützt.

Nebenwirkungen und Pricing:

Warum GLP-1-Medikamente (noch) ein Premiumprodukt sind und welche Nebenwirkungen auftreten können.

Telemedizin in Deutschland:

Sven und Nico sprechen über die Herausforderungen und Chancen der Telemedizin und warum Deutschland hier noch Nachholbedarf hat.

Business-Ideen rund um GLP-1:

Von Ernährungsberatung und Fitnessprogrammen über speziell angepasste Lebensmittel bis hin zu Generika – welche Geschäftsmöglichkeiten ergeben sich aus dem Abnehmhype?

Gesellschaftliche Auswirkungen:

Wie könnten GLP-1-Medikamente unsere Ernährung, Fitness und sogar die Süßwarenindustrie revolutionieren?



Eine inspirierende Diskussion über die Zukunft der Medizin und die wirtschaftlichen Chancen, die sich daraus ergeben!


Mehr zu Nico & Sven:


LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/nicohribernik/

https://www.linkedin.com/in/svenjungmann/


Website: https://www.wellsterhealth.com/de/



Mehr Infos zu Feliks und Moritz findest du hier:

https://www.linkedin.com/in/eyser/

https://www.linkedin.com/in/moritzblees/


Marker:

(00:00:00) Mythos Ozempic & Wellster als digitales Gesundheitsökosystem

(00:15:39) Die Rolle von GLP-1 in der Gewichtsreduktion

(00:22:51) Langfristige Nutzung und Jojo-Effekt von GLP-1

(00:28:39) Eigenverantwortung und gesunde Ernährung

(00:37:40) Sozioökonomische Aspekte von Übergewicht

(00:48:00) Herausforderungen beim Zugang zu Hausärzten

(00:58:19) Rechtliche Herausforderungen im Gesundheitsmarketing

(01:12:26) Internationale Vergleiche und soziale Aspekte

(01:17:20) Geschäftsmodelle rund um GLP-1

(01:20:59) Zukunft der digitalen Therapie-Apps

(01:27:24) Prävention und Gesundheitsförderung

[00:00:00] Nach der medizinischen Leitlinie her darf oder sollte der Arzt eigentlich GLP-1 nur in Verbindung mit Lifestyle oder Habit veränderten Maßnahmen verschreiben. Eine der größten Pandemien, die wir haben weltweit, die uns extrem viele Probleme macht, ist eben Bürgerdicht. Bei uns wird aktiv immer auf Nebenwirkungen hingewiesen, auf die Risiken hingewiesen. Willkommen bei Founder Mode, dem Entrepreneurship Podcast, mit dem ihr euch Unternehmerwissen direkt unter die Haut injiziert

[00:00:25] und der euren Erfolgshunger aber hoffentlich nicht so unterdrückt wie unser heutiges Thema. Wir sprechen nämlich über GLP-1-Agonisten, das sind Medikamente, besser bekannt als Abnehmenspritzen, unter Brands wie zum Beispiel Osempic oder Vegowy. Also wenn ihr euch zum Beispiel fragt, warum Elon Musk mal mehr gewogen hat und heute weniger wiegt, dann ist die Antwort, er nutzt das Medikament, um seinen Hunger zu reduzieren,

[00:00:51] so wie Millionen von anderen Amerikanern. Aber auch in Deutschland hält das Thema immer mehr Einzug, also ein großer Trend, den wir heute näher beleuchten wollen. Und dafür haben wir zwei spannende Gäste dabei, nämlich Sven und Nico. Sven, Dr. Sven Jungmann ist Arzt, der seine Ausbildung in Deutschland, in Oxford und in Cambridge absolviert hat. Und er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien im Gesundheitswesen für das Patienten wohl.

[00:01:21] die eingesetzt werden können. Und Sven bringt uns deswegen heute die medizinische Perspektive mit. Außerdem ist dabei Nico Chibbernick, der Gründer von Wellster. Und Wellster ist eine Telemedizin-Plattform, die mehrere Brands betreibt, unter anderem die Brand Go Lighter, unter der Patienten online eine Behandlung mit GLP-1-Medikamenten anfragen können. Und die Plattform begleitet die Patienten dann bei der Behandlung.

[00:01:48] Nico bringt also die Business-Perspektive mit. Und deswegen wollen wir heute herausfinden, wie ab dem Spritzen medizinisch funktionieren, wie das Geschäftsmodell dahinter funktioniert, was für langfristige Auswirkungen das eigentlich alles hat auf die Gesellschaft und auf uns und aber auch, welche neuen Business-Ideen sich daraus ergeben. Viel Spaß mit der Folge. Nico, Sven, schön, dass ihr da seid. Moritz nimmt ja seit einem Monat Osempik.

[00:02:18] Jetzt würde ich mal gerne wissen, was eigentlich in seinem Körper passiert. Also er hat sich hier öffentlich bekannt. Was ist medizinisch in Moritz gerade los? Sven, kannst du mir das aus einer medizinischen Perspektive beantworten? Ja, also es geht um GLP-1 heißt es. Ich muss jetzt nicht mal ausstablieren, aber es ist ein Wirkstoff, der an Rezeptoren wirkt. Und diesen Rezeptor gibt es an verschiedenen Stellen im Körper.

[00:02:43] Und wenn das Medikament da dran kommt, dann löst es verschiedene Sachen aus, wie ihr Schalter anschaltet. Und eine Sache, die das macht, ist, dass der Magen-Darm-Trakt sich langsamer bewegt. Das führt dazu, dass wenn man was isst, dass es nicht so schnell nach vorne geht, wie man das sonst kennen würde. Man hat schneller ein Völlegefühl. Dinge werden langsamer verdaut. Und das erste Wichtige.

[00:03:07] Das zweite ist auch so ein Stück weit, wie gern Insulin ausgeschüttet wird, was Teil von diesem ganzen Verarbeitungsprozess ist. Aber auch die Fettverstoffwechsel und so weiter, das wird auch davon beeinflusst. Hüllstick fürs Gewichtabnehmen und, und das hat man ehrlicherweise noch nicht so genau im Detail verstanden, aber es scheint auch den Appetit zu regulieren. So, dass du einfach generell weniger Impuls hast, was zu essen oder weniger Bange hast, aufschwarten, ohne Bange hast du zu warten.

[00:03:36] Moritz, wie fühlst du dich denn damit und wo hast du das überhaupt hergekriegt? Ich habe es von der Telemedizin verstanden, nicht von Wellstar. Oh, ganz schlecht. Ja, sorry about that. Das war auch gar nicht so einfach, aber da kommen wir glaube ich später nochmal dazu, wie das eigentlich ausgerollt wird. Und wie fühle ich mich damit? Also ehrlicherweise mein Leben lang nehmen wollen würde ich es nicht jetzt.

[00:04:03] Es ist schon so, dass ich, also es gibt, ich glaube relevant viele Menschen, die Nebenwirkungen haben. Also das ist so ein bisschen, ab und zu, wenn du zu viel gegessen hast, wird dir schlecht. Morgen ist es ein bisschen schlau im Magen. Und irgendwie, ja, also ich beschreibe es so ein bisschen wie, der Magen ist wie so ein Tag, wo du so richtig gesoffen hast, der nächste Tag. So, das ist so das Gefühl so in einem.

[00:04:32] Und das hast du die ganze Zeit? Ich glaube, viel. Das klingt nicht so angenehm. Wieso machst du das und wie sind bisher die Ergebnisse? Ich, naja, ich bin jetzt so, ich war als Kind relativ dick. Ich hatte mal so mit so 15, 16 hatte ich 135 Kilo und dann habe ich die dann mal abgenommen auf so die jetzt 100, die ich jetzt habe, runter.

[00:04:55] Und dann diesen letzten, irgendwas zwischen 5 und 10 Kilo, die ich in meiner eigenen Wahrnehmung jetzt noch mehr habe, als ich es eigentlich haben wollen würde, laboriere ich jetzt so seit etwa 15 Jahren rum. Und irgendwie komme ich da auch einfach nicht weiter und komme durch diese Mauer nicht durch. Naja, und dann habe ich mir gesagt, okay, weißt du was, dann probiere ich das jetzt einfach mal aus. Und ein Punkt für mich war, also ich habe über so ein Jahr so ein bisschen meine Eating und Drinking Habits getrackt.

[00:05:24] Und was mich gecatcht hat, war die Aussage von Gehlen in den Berichten, dass sie sagen, sie trinken auch weniger. Also es ist jetzt nicht so, dass ich irgendwie ein Alkoholismusproblem hätte, aber es ist schon so, dass wenn ich meine Kalorien tracke am Ende der Woche, dass schon relativ regelmäßig irgendwie 20 bis 30 Prozent halt Drinks irgendwie sind, einfach weil halt ein Bier echt viele Kalorien hat. Und insofern, ja, bin ich da jetzt dran. Es bin jetzt seit einem Monat dran.

[00:05:53] Ich habe seit in dem Monat sozusagen drei Kilo abgenommen. Parallel trainiere ich für diejenigen, die ja den Podcast häufiger hören, trainiere ich ja für High Rocks. Das ist gar nicht so trivial, weil ich halt schon darauf achten muss, irgendwie, dass ich, wenn ich zum Training gehe, irgendwie genug gegessen habe, aber jetzt nicht, dass irgendwie den Magen irgendwie reizen könnte,

[00:06:16] dann irgendwie auch noch Energie habe und das ist schon, also muss man managen lernen. Ich bin jetzt, wie gesagt, jetzt in etwa genau einen Monat drin. Langsam habe ich das Gefühl, ich habe den Dreh raus. We will see. Aber wie gesagt, ich würde es jetzt nicht in meinem Leben lang machen wollen. Ist das, also kurz an, genau, als Frage so an euch, ist das so eine Berichterstattung, wie sie üblicherweise kommt?

[00:06:45] Also, was in den wissenschaftlichen Publikationen steht, ist schon, dass so Magel, Darm, Sachen, Übelkeit oder auch, wenn ich auch mal ein Druck brenne oder sowas, schon häufig vorkommt. Das deckt sich auch so ein bisschen, oder Übelkeit, so mit den Dingen, die man uns berichtet, aber die meisten, mit denen wir zu tun haben, die gehen da durch ohne irgendwelche Beschwerden oder es ist halt so ein bisschen milde am Anfang und dann sind die auch ein damit. Was man halt, was wichtig ist, dass man sich ein Schema hält, dass man sagt,

[00:07:15] fängst du mit der niedrigsten Dosis an und die wird dann immer so stufenweise hochgestellt, bis man eigentlich die therapeutische Dosis hat, so damit der Körper halt auch eine Gelegenheit hat, sich daran anzupassen. Und das fühlt sich für viele sehr gut. Und wenn man merkt, wo einer fühlt sich nicht so richtig wohl, dann wartet man nochmal eine Woche oder zwei, bis man nochmal eine Stufe rüber geht. Oder man bleibt halt auch auf irgendeinem Level, das für die individuelle Person verträglich ist. Also da muss man sich so ein bisschen einkalibrieren, das kann ein bisschen dauern. Aber die meisten sind sehr happy und ich kenne einen, das fand ich immer ganz spannend,

[00:07:44] der meinte so, wenn er ins Sohohaus geht in Berlin und dann in den Aufzug reingeht, denkt er an Dirty Burger, weil das irgendwie so konditioniert wurde, dass das halt immer mit Dirty Burger assoziiert ist. Und seitdem er das genommen hat, hat er immer noch Dirty Burger gedacht im Aufzug. Aber als er in den siebten Stock eingekommen ist und sich hingesetzt hat, hat er gesagt, irgendwie könnte ich mir auch nochmal das Menü anschauen. Und vorher war es automatisch, ich esse jetzt einen Dirty Burger mit Pommes und halt noch vielleicht ein Bier dazu. Und jetzt war es so, oh dieser Sender sieht irgendwie auch ganz gut aus. Und vielleicht nehme ich einfach mal ein Wasser.

[00:08:14] Oder ist dann abends mit Freunden unterwegs und dann wird irgendwie Wein bestellt. Und er sagt dann so, ich erinnere mich dran, dass ich das cool fand, aber irgendwie brauche ich es gerade nicht. Und das ist nämlich so dieser Impuls, also ein ganzes Gefühl. Das ist einfach so dieser Impuls, auch jetzt weg von, wie du ja auch sagst, also geht gar nicht unbedingt darum, dass er jetzt irgendwie ein Alkohol oder so ein Zaltproblem hat oder so, aber einfach generell so ein klassisches Gelüste oder irgendeine Konditionierung. Viele Dinge, die wir machen, sind einfach auch Gewohnheit. Es wird immer durchbrochen.

[00:08:43] Und das ist dann was, wo man auch merkt, ich habe jetzt wirklich mal eine Chance, mein Verhalten zu ändern, berücksichtbar an Dinge ranzugehen und fühlt sich nicht mehr so impulsbesteuert. Und es gibt auch Leute, die es schaffen dann, darüber quasi eine langfristige Veränderung auch herbeizuführen in ihr Essverhalten und so weiter. Und witzig, dass du High Rock sagst, ich trainiere auch gerade dafür, ich habe schon auch das Gefühl, es sind da jetzt einige, die so ein bisschen, weil sie halt grundsätzlich denken,

[00:09:10] ich will halt fitter werden, gesünder sein, gutes Gewicht haben und das glücklicherweise halt auch über die Pille hinausdenken. Das heißt auch überlegen, wie kann ich mir irgendwie ein gutes Sportziel setzen, eine gute Routine haben, wie kann ich generell mit meiner Ernährung nach oben noch mein Trinkverhalten. Und dann ist eben das GLP-1 oder jetzt Wempick oder was auch immer, ist halt ein Bestandteil davon. Das versuchen wir auch immer sehr stark zu pushen, dass wir sagen, cool, dass du was machen willst.

[00:09:38] Gut, dass du ja auch irgendwie dir als Medikamenten Hilfe nimmst, weil viele Leute, wie du es auch gerade gesagt hast, die haben über Jahre hinweg irgendwas probiert und dann kommt immer so diese Standardantwort, ja, hast du halt keine Disziplin. Aber das stimmt nicht, weil du hast passend Wunder wie euch, du hast irgendwie auch erfolgreiche Politiker und so, wo man denkt, natürlich haben die Disziplin, die haben in so vielen Fällen bewiesen, wieso sollte das jetzt isoliert da irgendwie was ändern? Also das ist nicht immer so richtig glaubwürdig. Und mit dem GLP-1 hat man nochmal einen anderen Hebel,

[00:10:07] der aber eben idealerweise nicht als Einzellösung gesehen werden sollte, sondern im Kontext von dem, was du auch gerade machst, oder Ernährung, Sport und so. Ja, Nico, bei euch ist es ja Teil des Geschäftsmodells. Ihr habt Patienten, die GLP-1s über euch beziehen. Ihr macht auch noch ganz viele andere Sachen. Erzähl doch mal, was Wellster als Gruppe insgesamt macht. Wie ist der Elevator-Pitch? Genau, vielleicht nochmal eine Sache, da vorhin nur kurz sagen,

[00:10:33] weil ich habe selber OZNPIC genommen 2021, für sechs Monate, und ich trinke heute noch kein Bier, außer es gerade hier Oktoberfest in München. Vielleicht so, was die Zukunft angeht, schon da. Also anderen Alkohol auch wieder, aber ich habe zum Beispiel Bier oder auch Reis. Ich hatte eigentlich kaum noch Reis. Hast du komplett aus dem Programm genommen, nach der sechs Monate OZNPIC-Tour? Ja, aber es war halt so ein Habit-Change, aber weil ich in der Zeit einfach so null Bock drauf hatte.

[00:11:02] Ja, also das war für mich so der Effekt. Ich weiß nicht, ob das bei dir jetzt auch so ist. Wenn du dir, ich habe zwar immer noch eine Schnitzel essen können, aber ich habe die Beilagen, die Pommes, oder was immer dabei war, habe ich dann nicht angerührt. Und irgendwie ist es dann so, dieser nachhaltige Habit-Change, der mich so nachhaltig auf dem Gewicht halten lassen, ist, dass ich heute noch kaum die Beilage anrühre, wenn ich im Restaurant was bestelle. Oder eben, wie gesagt, eben auch dann eher einen weißen Spritzer oder eine weiße Schorle, wie gesagt,

[00:11:32] nimmt und eben kein Bier mehr. Weil das habe ich irgendwie dann die Lust an voll verloren. Sorry, ich wollte mal kurz sagen, weil das ist vielleicht so, wie deine Zukunft aussehen könnte. Wir werden sehen. Es ist ja keine Werbe-Fahrenstattung hier, aber es kann ja ein Stück weit eine werden, weil du kannst dir mal vorstellen, was ihr eigentlich macht, Nico. Was macht ihr? Und warum soll Moritz nächstes Mal über eure Plattform gehen und nicht über irgendeine andere? Vielleicht, darauf komme ich auch gleich, weil bei uns gibt es zum Beispiel

[00:12:01] gar keine Ozenpick. Sag ich aber gleich, was es damit auf sich hat. Welster an sich ist ein digitales Gesundheitsökosystem. Ich glaube, so kann man eigentlich, was Welster gebaut hat und weiter Ausbau am besten beschreiben. Das heißt, es ist ein digitales System, wo Online-Ärzte und Online-Apotheken, aber auch Online-Apotheken, verbunden sind, um Menschen bei Themen speziell medizinisch zu helfen, für die sie aus einem bestimmten Grund,

[00:12:30] der sehr vielfältig sein kann, sich entschieden haben, nicht einen Arzt vor Ort oder Apotheke vor Ort aufzusuchen. Wir haben 2019, sind wir gestartet, mit einer unserer ersten Plattform, die dieses Ökosystem Chakdo ausnutzt, und zwar GoSpring.de, was intime Männergesundheit anspricht oder auf Deutsch gesagt Erektionsstörungen, ja, Erektionsstörungen, vorzweigem Samenerguss und da war es ganz offensichtlich, das war damals die Grundthese, natürlich über einen großen Teich

[00:13:00] drüber geschaut, was ein Hims oder forhims.com oder Roleman in den USA machen, dass halt Männer generell weniger oft zum Hatt gehen als Frauen und wenn sie sich halt dann auch sehr dafür schämen, was sie haben, dann überhaupt nicht zum Arzt geht. Und die These damals war, dass diese Schambarriere ungefähr zwei Drittel der betroffenen Männer betrifft. Ja, und das hatten wir dann vor allem durch eine aktive Marke, durch sehr viel Werbung, auf dem TV-Werbung versucht dann,

[00:13:28] diese Barriere zu überkommen für die Männer und haben dann diese These dann auch erfolgreich bewiesen, auch für Deutschland, dass Deutschland auch nicht anders tickt als der Amerikaner oder in anderen Ländern, die Männer. Ja, gleichzeitig mussten wir allerdings in Deutschland das viel kreativer sein, in der Art und Weise, wie wir das umsetzen. Weil wir reden hier jetzt ja nicht über irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel, die man da verkauft, sondern über schreibungspflichtige Medikamente, die in Deutschland ganz anderen Werberegeln unterliegen,

[00:13:57] als wir in den sächsischen Ländern. Gleichzeitig auch so in Deutschland auch noch ganz andere Regularien, der Kooperation zwischen Arzt, Apotheke, Arzt, Pharmaunternehmen, Apotheke, Pharmaunternehmen und so weiter und so fort. Und die Basis der Geschäftsidee aus einem ökonomischen Blickwinkel ist ja, dass man hier als D2C-Anbieter an jedem einzelnen Touchpoint der Patientenerfahrung verdient, als wäre man eben selber der Arzt oder selber das Pharmaunternehmen

[00:14:27] am Medikament. Und deswegen müssen wir da ein bisschen kreativer sagen, von regulatorischen Blickpunkt hier aber auf dem Operational Setup. und dadurch haben wir eben dieses Ökosystem damals für GoSpring geschaffen, wo wir dann nach und nach drauf gekommen sind, ja, vielleicht wenn wir Ärzte gewesen wären oder Pharmazeuten, die das Ganze gegründet haben, dann hätten wir das schon früher gewusst, aber das sind wir nicht, das sind eigentlich BWLer Juristen gewesen, dass es eigentlich ganz andere Themen auch zutrifft, dass Menschen diese Themen

[00:14:56] haben, aber aus unterschiedlichen Gründen eben nicht zum Arzt gehen oder zur Ärztin. Und dann sind wir darauf, dass der Charme als einzige Barriere auch nicht nur zu dritt, wenn du hast sehr viele Kontingensthemen, die auch mit Ärztemangel zu tun haben in einem Land wie Deutschland, gerade auch bei Fachthemen oder bei Themen, die jetzt keinen Notfall bedingen, also eher so aus der Alltagsgesundheit kommen. Das war dann Hausfall bei Männern als nächstes Thema, Verhütung bei Frauen, Akne und andere

[00:15:27] Hautirritationen bei Frauen, Blasenentzündung bei Frauen, wo du sehr Akuthilfe brauchst, dann auch oft, bis wir dann allerdings aufgrund unserer Patientendatenbank und gleichzeitig so den ersten Nachrichten, dass es hier einen neuen Wirkstoff gibt, der beim Übergewicht hilft. Und wir, dazu muss man sagen, von 100 Erektionsstörungspatienten bei uns in der Datenbank haben 65 einen BMI von über 30. Ach, klar. BMI über 30

[00:15:57] heißt, die sind klinisch übergewichtig. BMI über 30 heißt, das ist sogar eine klinische Diagnose der Adipositas oder auf Deutsch Fettsucht. Und Erektionsstörung ist jetzt an sich keine Krankheit. Man hat jetzt nicht die Krankheit der Erektionsstörung, sondern es gibt andere Gründe, warum man diese hat. Das kann kardiobaskular bedingt sein, das kann psychosomatisch bedingt sein, aber eben auch durch Lebensstil, dass man halt einfach übergewichtig ist. Oder aufgrund des Übergewichts schon eine Diabetes Typ 2 entwickelt hat.

[00:16:28] Und so haben wir für uns dann eins und eins zusammengezählt und dann gesagt, okay, die nächste Plattform, die wir launchen müssen, muss eigentlich das Thema Übergewicht ansprechen. Aus zwei Gründen. Einfach, weil es, sag ich mal, in unserer Logik wie Gewälster, sag ich mal, aufgebaut haben, dieses Thema Durchgewicht auch da reinfällt. Dass viele Menschen allerdings hier aufgrund einer anderen Barriere und die Barriere ist oft Unwissenheit, dass es ein medizinisches Problem ist und jetzt nicht nur

[00:16:58] ein, sag ich mal, nicht Sport machen oder falsch essen Problem ist, gerade wenn man Menschen über 35, über 40 anschaut, wo man also auch, sag ich mal, bei Männer hormonelle Veränderungen hat, das ist auch eine Barriere, warum sie eben nicht Ärzte aufsuchen. Aber zum anderen auch aufgrund unserer eigenen Patientendatenbank, wie gesagt, weil wir haben ja für uns auch das Versprechen unseren Patienten gegeben, dass wir jetzt nicht nur Symptom A behandeln und dann unsere Ärzte

[00:17:28] wegschauen und sagen, okay, ich habe jetzt zwar deine Erektionsstörung mit einer Tablette behandelt, aber ich mache die Augen zu, dass eigentlich der Grund dafür ein sehr starkes Übergewicht ist, was übrigens noch ganz viele andere Probleme mit sich ziehen kann. Und aus der Logik heraus haben wir dann 2022 golighter.de gelauncht, das sich nur mit dem Thema Übergewicht beschäftigt. Und vielleicht hier noch zu dem Punkt OZMPIC. Also OZMPIC ist ja das Markenname für das Medikament, das eigentlich für Diabetes zugelassen

[00:17:58] worden ist, das zwar den gleichen Wirkstoff hat, wie das, das dann auch vom gleichen Pharmaunternehmen für Adipositas zugelassen worden ist. Und das heißt VEGOVI? VEGOVI, genau. Gleicher Wirkstoff, oder? Exakt der gleiche Wirkstoff, ja, halt nur, sag ich mal, von der Dosierung, von der Palette her, also welche, welche, sag ich mal, Dosierungsgröße man in welchem Monat nimmt, halt komplett auf Adipositas Übergewicht abgestimmt. Und OZMPIC

[00:18:27] sollte man aus unterschiedlichen Gründen als Arzt nicht verschreiben. Warum? Weil man dadurch eigentlich den Diabetikern, ja, das Medikament wegnimmt. Das ist de facto der größte Kritikpunkt auf der Grund, warum VEGOVI lange Zeit, obwohl es schon längst in Deutschland zugelassen war, in Deutschland kaum erhältlich war, ja, weil das Pharmaunternehmen dann auch mit der Regulat eigentlich erst sicherstellen wollte, dass LOKO zum PIK verfügbar ist,

[00:18:58] ja, bevor wir... Ja, damit die Patienten mit Diabetes Typ 2 wahrscheinlich bedient werden können und nicht die Leute, die nur abnehmen wollen, ihnen die Medizin wegkonsumieren. Und deswegen ist also, sag ich mal, ein regulatorisches Sprech, redet man hier von Off-Label-Verschreibungen, die der Arzt sonst durchführen müsste. Off-Label heißt, auf dem Label steht drauf, es ist gegen Diabetes und Diabetes-Megament, aber Off-Label-Usage würde bedeuten, ich nutze es quasi gegen das, was auf dem Label steht, um abzunehmen. Das wäre Off-Label-Use von OZMPIC,

[00:19:27] aber deswegen haben die gesagt, okay, wir führen VEGOVI in den Markt ein und da steht auf dem Label drauf, du kannst da die Positaste mit behandeln. Exakt, exakt, ja und das ist allerdings am Ende, ich meine, wird Sven, was sag ich dann auch, zustimmen, jeder Arzt hat eine Behandlungsfreiheit und kann komplett frei entscheiden am Ende des Tages, was er oder sie hier verschreibt und allerdings aus, sag ich mal, Gesamtgesellschaft, Sicht und Versorgungsgründen haben wir uns ganz dagegen entschieden, hier OZMPIC, bei uns im Portfolio zu haben, sondern halt nur aus dem Lens. Bietet die an? Ja, genau,

[00:19:57] beziehungsweise unsere Apotheke. Die Apotheke bietet und sag mal vom Geschäftshodell her, kannst du so ein bisschen zur Einordnung geben, wie groß seid ihr insgesamt und kannst du mal so ein bisschen die einzelnen Verticals beschreiben, Go Lighter ist quasi abnehmen, Go Spring habe ich verstanden, Männergesundheit, wie groß seid ihr in Summe und was sind die anderen Verticals? Genau, also wir haben im letzten Kalenderjahr haben wir mehr als 30 Millionen Euro Umsatz gemacht, haben im Laufe, sag ich mal, seit unserem Launch in 2019 haben wir glaube ich zwölf unterschiedliche Plattformen oder Verticals

[00:20:26] schon ausprobiert. Zwölf Stück, okay, wow. Ja, allerdings haben wir für uns dann auch relativ schnell erkannt, welches Thema macht ökonomisch auch Sinn. Ja, ich meine, wir reden hier rein von Selbstzahlern, also sprich jetzt, wir haben keine, Behandlungen an, die man dann über die gesetzliche Krankenkasse dann vor allem rechnen lassen kann, weil es auch teilweise gar nicht möglich ist, also Thema Erektionsstörungen oder auch Verhütung von Frauen über 21 oder eben jetzt hier

[00:20:56] diese GZ1-Medikamente sind nicht erstattbar, das heißt, nun geht es rein um Selbstzahler, das heißt, wir müssen hier, sag ich mal, aus der, sag ich mal, von Business-Blickpunkt her eigentlich so einen klassischen E-Commerce-View haben, also sprich Customer Consition Cost gegenüber Lifetime Value, wie da die Verhältnisse stehen und dann sind dann zum Beispiel Verticals, die wir in der Vergangenheit gelauncht haben, jetzt sag ich mal, aus dem dermatologischen Bereich, ja, wo man auf der Marketingseite allerdings dann competed gegen Kosmetik,

[00:21:24] große Kosmetikunternehmen und so weiter, dadurch schon, der Keck-Anteil schon so hoch ist, was du im LTV da gar nicht groß nachholen kannst oder andersherum, ein Thema wie medizinische Heim-Tests, ja, die bei uns ein Riesenthema waren, also die Plattform hieß easytesten.de oder heißt immer noch so, das war ein Riesenthema für uns während Corona, weil die Leute einfach zu Hause viel getestet haben, jetzt nicht nur Corona, aber die Receptivity danach Corona war dann nicht mehr so, die Zielgruppe relativ klein, wenn die Kecks

[00:21:54] noch gegangen sind und da hast du zum Beispiel keine Retention, ne, das ist jetzt, also man testet sich jetzt, außer man ist jetzt wirklich ein Bodyhacker, aber das ist eine sehr kleine Zielgruppe, testet man jetzt sich selten irgendwie mohrendlich oder teilsmäßig aus irgendwelchen Blutswerten oder Geschlechtsverteiten schon gehangen und deswegen haben wir solche Plattformen dann zwar gelauncht, aber jetzt nicht groß mit Fokus fest. Heute haben wir fünf Plattformen, die für uns so ein Zentrum stehen, ja, das ist wie gesagt GoSpring.de für ein Team in Männergesundheit, richtet sich wie gesagt

[00:22:23] vor allem an Männer ja so mittleren Alters mit den Themen Erektionsstörungen, vorzeitiger Samenerguss, dann haben wir MySpring innerhalb dieser Spring-Männer-Marke als zweite Plattform eher für jüngere Männer, wo es um Lifestyle-Gesundheit geht, Haarausfall, Arke, dann haben wir MySummer, das ist Frauen-Lifestyle-Gesundheit, geht's um Verhütung auf dermatologische Themen, Blasenentzündung

[00:22:52] ist ein großes Thema, dann haben wir wie gesagt EasyTest, was jetzt für uns nicht mehr die größte Priorität hat, aber immer noch ganz okay läuft, ja, auf einem Baseline-Level, was medizinische Heimtests sind, wo wir mit einem größeren Netzwerk an Laboren zusammenarbeiten und wir haben goeasy.de, ist seit letztem Jahr eigentlich die neueste Plattform des medizinisches Cannabis, was ganz viele Indikationen anspricht

[00:23:22] und wie gesagt, goleiter.de ist das Adipositas-Thema, wo GLP-1 eine Behandlungsmöglichkeit, die verschrieben wird durch die Ärzte neben Digitaltherapien zum Beispiel. Wir bieten dort auch teilweise, tatsächlich hier auch durch die Krankenkasse stattbare Digitaltherapien an. Wie funktioniert das? und Ernährungsberatung. Digitaltherapie hier ist, also muss man auch wissen, nach der medizinischen Leitlinie her, darf oder sollte der Arzt eigentlich

[00:23:51] GLP-1 nur in Verbindung mit Lifestyle oder Habit veränderten Maßnahmen verschreiben? Ist für uns, sage ich mal, die Basislösung, dass wir Ernährungsberatung angeschlossen haben. Das heißt, wenn man bei uns eben hier ein GLP-1 Medikament durch eine Art verschrieben bekommt, wird auch gleichzeitig ein Ernährungsberater tätig, der dann einen Ernährungsplan erstellt für die jeweilige Person, um hier begleitend tätig zu sein. Allerdings

[00:24:21] zusätzlich dazu gibt es dann auch Digitaltherapien, was de facto Apps sind, die von also alles anbieten von Kalorien-Tracking bis oder auch generell auf einem Level über Meal-Tracking und einfach dafür sorgen sollten, dass man halt wirklich jeden Tag auch, sage ich mal, seine Ernährungsumstellung oder sportlichen Aktivitäten trackt und auch compliant ist, damit, dass man diesen Lifestyle-Change auch parallel macht. Weil, wie du richtig gesagt hast, Mois,

[00:24:51] man sollte jetzt GLP-1 nicht sein ganzes Leben nehmen. Und ich glaube, aus ärztlicher Sicht sollte man jetzt mindestens sechs, wenn nicht sogar zwölf Monate nehmen, weil es ungefähr so lange braucht, um auch, sage ich mal, seine Habits im Alltag so anzupassen, dass wenn man dann das Medikament absetzt, dass man dann, sage ich mal, mit den geänderten Habits dann nicht sofort einen Jojo-Effekt hat, sondern tendenziell eigentlich sein Gewicht dann auch halten kann. Erzähl doch mal, Sven, das ist ja ganz interessant, das ist ja einer der großen Kritikpunkte, die man immer wieder hört,

[00:25:20] dass Leute, die VEGOVI oder GLP-1s nehmen, absetzen, dann wieder auf ihr Originalgewicht zurückspringen und die Konsequenz daraus ist, zu sagen, okay, wenn ich auf dem Gewicht bleiben will, muss ich das quasi mein ganzes Leben lang nehmen, was der Pharmaindustrie natürlich ein phänomenales Geschäftsmodell ist, muss man sagen, aber aus Patientensicht vielleicht fraglich. Wie siehst du diesen Jojo-Effekt und was gibt es ansonsten für Kritikpunkte an den Medikamenten aus deiner Sicht aktuell? Also, guter Punkt, also grundsätzlich,

[00:25:50] wenn man jetzt einfach mal liest, was in den Beipackzetteln steht oder auch in den Studien, genau das, was du sagst und eigentlich ist die Empfehlung, das ist ein chronisches Medikament, so wie wenn du Diabetes hast oder ein Glutrohrdruck oder sowas und du nimmst es eigentlich für immer und dann macht es schon Sinn, das nochmal zu evaluieren nach einer Zeit und zu gucken, muss man die Dosis anpassen, dann können wir vielleicht runtergehen. Das Thema Off-Label-Use, was wir eben besprochen haben, ist was, also grundsätzlich hast du als Arzt oder Arzt das Recht,

[00:26:20] von irgendwelchen Leitlinien oder sonst was abzuweichen, du musst dabei in der Lage sein, das zu gründen. Also du kannst die Regeln bestellen, wie du die Regeln kennst sozusagen und du hast dann auch eine andere Verantwortung, wenn dann was schiefläuft und wir sagen, wie sollen sie das nicht so gemacht, bis vorgeschrieben ist, muss halt auch eine gute Antwort haben. Es kann natürlich auch sein, dass man sagt, ich habe das auch individuellen Patienten wurden schon gemacht, wir machen eine niedrige Dosis und so und da gibt es viele Ärzte und Ärzte, die einfach diskutieren und sagen, ich mache eine Erhaltungsdosis, die niedriger ist und das funktioniert für die Patientin oder wie auch immer. Also da gibt es schon noch einen Spielraum.

[00:26:50] Es gibt so eine gewisse Angst eigentlich immer vor Dingen, die man sich in den Körper spritzt. Das sieht man auch bei Impfstoffen und sowas, dass wir da sehr oft absolut emotional da rangehen, ohne dass sich der Blick Teil zu beschäftigen und bis hin zu in der ganzen Beschwörungstheorie haben wir ja eine ganze Bandbreite und Leute sind sehr verunsichert. Moritz, tut es weh, was du dir da reinspritzt? Das ist wie eine Thrombosespritze. Das weiß ich jetzt auch nicht, wie die ist. Ja, also du haust halt irgendwie so einen kleinen Pin irgendwo

[00:27:19] in den Bauch- oder Beinfalt rein und Ende. Okay, im Grunde ist das so ein Stift, den du auf die Haut aufsetzt und dann einen Klopf drückst, oder? Also ich würde es jetzt nicht zum Spaß machen, aber ich finde es jetzt auch nicht wahnsinnig unangenehm. also ich glaube, was ich, aber das fand ich einen schönen interessanten Punkt, Sven, was du da gerade gesagt hast, nämlich es geht um etwas, was sich injiziert wird, weil ich glaube, die Diskussion wäre eine ganz andere, wenn es einfach eine Tablette wäre. Oder? Also das wäre jetzt mein Gefühl aus Konsumentensicht,

[00:27:49] dass in dem Moment, wo etwas mit einer Nadel in einen Menschen indiziert wird, diese Diskussion immer viel emotionaler geführt wird, als wenn einfach irgendwo eine Tablette geschluckt wird. Auch wenn es dasselbe wir in anderen bewerten. Ja, ja, ja. Also, ich komme. Will? Bitte. Aus so medizinischer Sicht, wir haben jetzt schon relativ lange Datensätze, also jetzt deutlich über zehn Jahre, wo auch heute das länger nägelt. Und von dem, was wir wissen,

[00:28:20] finde ich, kann man von gut sagen, es ist ein sicheres Medikament, auch was jetzt mittelfristige, langfristige Wirkung angeht. Am Ende, manche Leute sagen dann, wer weiß, was dann in 30 Jahren kommt, ehrlicherweise kann man das nicht beantworten, es gibt keine Hinweise momentan darauf, dass es irgendwie langfristig geht. Und es ist auch, wir vergessen ja auch viele, dass das seit 2005 im Grunde im Einsatz ist, GOP-1 zumindest. Sampi kam 2017, glaube ich, VEGOVI für ab dem 2021 und ich glaube, da kam auch dieser ganze mediale Hype, deswegen nehmen viele das auch wahr, als dass das die neue,

[00:28:50] der neueste Shit zum Abnehmen, so sinngemäß. Aber auf der anderen Seite sieht man, das ist seit 20 Jahren erprobt und es gibt ja auch schon Studien, die bis dahin zurückgehen. Also war ja eigentlich, wie eben schon gesagt, primär für Diabetiker gedacht und hat man dann so quasi als Nebeneffekt das bemerkt zunehmend mehr. Dann war es so ein bisschen so der Geheimtipp, auch wieder Off-Level-Use in den Promi-Kreisen und sowas. Und zunehmend mehr sind da eben Daten aufgetaucht und dann hat man sich da mehr drauf diskutiert. Und mittlerweile gibt es natürlich viele Firmen und vielleicht, Moritz, können wir auch demnächst Tabletten erwarten. Also das ist schon auch in der Diskussion

[00:29:20] ein bisschen schwierig. Aber nicht nur vielleicht, also ich glaube, wir haben jetzt schon die ersten Phase 3 klinische Studien laufen in den USA zumindest bei der FDA. Also ich glaube, dass da Tabletten auch bald kommen. Okay, spannend. Auch super spannend, wenn wir gleich herausgefischt, dass sie schon auf einer 100 Millionen Runrate stehen mit oralen Präparaten

[00:29:50] gegen Anipositas beziehungsweise zum Abnehmen. Interessanterweise, und die sagen genau das Gleiche, sagen okay, es gibt einen Teil der Bevölkerung, die sind im Grunde cool damit, sich so eine Spritze reinzuhauen, aber viele haben da Ressentiments in verschiedensten Formen und die glauben auch, dass der Durchbruch in dem Mainstream deutlich unterstützt werden könnte durch eine Pillenform. Und vielleicht, wenn ich noch auf deine eigentliche Frage noch was sagen darf, zu den Risiken und der Kritik her. Es ist leider schon so, dass bei einem Großteil der Menschen,

[00:30:20] da gibt es jetzt auch einige Studien dazu, wenn die das nicht mehr einnehmen, wie da das Gewicht hoch geht. Und das liegt zum Teil daran, das ist jetzt ein bisschen auch meine subjektive Einschätzung, als jemand in der Klinik gearbeitet hat, viele Leute gehen an das Leben so ein bisschen so ran, dass die wollten, irgendjemand bedet damit einen Zauberstab oder irgendeine Zauberpille oder irgendwas und meine Probleme sind weg und sehen nicht, auch den Bedarf einer gewissen Eigenverantwortung für ihre eigene Gesundheit. Und das ist auch schon was, was uns hier auch oft angeht.

[00:30:50] Und bei Ernährung geht es ja nicht nur um Kalorien oder um Gewicht, sondern es geht auch darum, was du zu dir nimmst, dass du dich reichhaltig ernährst mit auch irgendwie guten Microlutrieren, so verschiedenen Termine, mannaststoffreich, hinreichend Proteine und sowas zu dir nimmst, damit du halt eine ausgewogene, gesunde Ernährung hast. Und das kann dir die Spritze nicht nehmen. Die kann dir halt diese Impulse nehmen, die kann dir nehmen, dass du zu viel isst und so weiter, aber trotzdem, deswegen machen wir das auch in der Ernährungsberatung dazu, trotzdem solltest du einfach auch dich um eine

[00:31:20] gesündere Ernährung bemühen und da auch aktiv an deinem Verhalten ändern. Wenn das Leute nicht machen, einfach nur denke, ich nehme jetzt halt diese Pille, um irgendwie abzunehmen und dann nehme ich die weg und dann falle ich wieder zurück, dann habe ich ein Problem. Es wird immer mehr studiert, wie man das schaffen kann, dass man solche Effekte verstetigen kann, auch wenn die Leute dann nicht mehr die Spritze oder Pille nehmen, indem man eben das wirklich verbindet mit Verhaltensänderungen. Bei Nico hat es geklappt. Ich kann mir vorstellen, bei Moritz klappt es auch, weil es grundsätzlich für ein Mensch ist, der, wenn er seinen Kopf

[00:31:50] in etwas fokussiert, das dann auch irgendwie umsetzt und so und dann ist das vielleicht eher so eine Starthilfe oder was ist nochmal, unterstützen kann. Aber da müssen wir noch ein bisschen mehr Forschung machen, wie sowas besser funktioniert und kann es mehr in die Breite gehen. Eine Gefahr ist natürlich, wenn du Gewicht verlierst und du machst nicht Sport dazu und du ernährst dich nicht proteinreich, ist das natürlich auch einen großen Teil Muskelmasse verlierst. Und wenn du anfängst wieder zu futtern und du machst immer noch keinen Sport, dann wirst du behältnismäßig mehr Fett zu dir nehmen,

[00:32:19] was dann dafür zuhört, dass du ein ähnliches Licht hast. Weil dein Grundumsatz gesunken ist, dadurch, dass du weniger Muskeln hast. Genau. Und dann hast du halt einen höheren Fett an deinem Körper als das vorher ist und das ist natürlich the worst case sozusagen. Sag mal, Nico, du bist jetzt kein Arzt, aber du hast mit vielen Patienten zu tun und so anekdotisch hörst du viele solche Geschichten, die wie deine sind. Ich habe das sechs Monate genutzt, ich konnte meine Habits umstellen, ich trinke jetzt kein Bier, außer das Oktoberfest, habe ich verstanden. Aber hörst du viele solche Geschichten

[00:32:48] oder siehst du neuen Patientendaten? Also nee, dann bleiben die Leute da auch mehrere Jahre drauf und brauchen das auch, um die Wohlenheit. Also wir haben wie gesagt, wir haben 2022 die Plattform gelauncht und wir haben tatsächlich ein paar Patienten geworden, die auch zwei Jahre laufen. Ja. Allerdings noch auf dem alten Wirkstoff, wie du vorher gesagt hast. Es gab einen Vorwirkstoff, also Semaglutid heißt der Wirkstoff, der in OZM Pick und VEGOVI drin ist und der Vorkener Wirkstoff

[00:33:17] des eigenen Farbenunternehmens hieß Liraglutid. Der Unterschied war, dass von der Dosierung her so angelegt war, dass man sich täglich diesen Panel geben muss gegenüber eben jetzt OZM Pick beziehungsweise VEGOVI halt wöchentlich. Und da haben wir tatsächlich noch sicher zwei Jahre alte Patienten, die relativ klein sind. Wir sehen allerdings bei und wir haben unser RZ-Team und gerade auch unser Beiratsteam, was regelmäßig unsere Daten auswertet oder wo Sven dazu gehört,

[00:33:48] haben wir herausgefunden, dass du eigentlich zwei Arten von Patienten hast. Du hast die, die wirklich, sage ich mal, der Empfehlung treu bleiben und dann sechs bis zwölf Monate vor allem in der Behandlung bleiben und dann eben genau das Feedback ist, was du auch gerade Felix angesprochen hast. Ey, super, ich kann es jetzt nach drei, vier Monaten noch immer keinen Jujo-Effekt und ich esse noch immer nicht die Beilagen oder ich mache mehr Sport, meine sportliche Routine, habe nur noch beibehalten und kann es halten. Ich danke euch

[00:34:17] für immer und ewig, dass es so gut funktioniert. Dann hast du allerdings, würde ich schon sagen, eine sehr größere Gruppe von Patienten, das allerdings glaube ich auch mit dem Preis zu tun hat, nachdem es ja Selbstzahlende ist, weil das ist dann schon für, sage ich mal, den Durchständsbürgern ein hoher Bezrag, den man hier monatlich aufwenden muss. Erzähl vielleicht mal kurz, was kostet das dann? Naja, das ist, also es kostet im Schnitt, sag ich mal, all in mit Arzt und allem im Monat, im Monat zwischen 200 bis 300 Euro, ja, für die ersten Monate

[00:34:47] und dann ab Monat 5, ja, es liegt aber so, wie der Pharmahersteller halt dann die Medikation dann betrißt hat, sind es dann über 300 Euro. Ja, weil der Wirkstoff höher dosiert ist? Ist, nehme ich mal an die Begründung des Pharmaherstellers. Okay. Ist allerdings, natürlich, ich meine, wie gesagt, Übergewicht in einem Land wie Deutschland, wahrscheinlich in den meisten westlichen Ländern, ist negativ korreliert mit Haushaltsengen. Ja. Ich glaube, je weniger Geld,

[00:35:16] desto schlechter sind vielleicht auch die Erstgebohnheiten. Aus meiner Sicht ist aktuell der GLP1 jetzt gar nicht mal, weil es jetzt ein PEN ist, also eine Injektion gegenüber einer Pille, der Grund, warum man das eigentlich gar nicht massenmarktauglich machen kann. Sondern der Preis. Der Preis. Ja. Und da ist so halt den Effekt, das glaube ich, sehr viele Patienten, zumindest laut unseren Datensätzen, wenn sie die ersten Effekte spüren, die dann wirklich, ich meine, ich glaube, Moritz, du hast jetzt gerade von drei Kilo in einem Monat oder so gesprochen,

[00:35:46] so den richtigen Effekt, also das war jetzt bei mir aus meiner Erfahrung her, was man auch zum Patienten hört, so nach zwei bis drei Monaten merkst du, dass die Leute, die aus deinem Umfeld sagen, hey, wow, Nico, machst du mehr Sport oder habt ihr schon lange nicht mehr so in Shade gesehen, ja, oder so schlank gesehen und das ist dann meistens der Moment, wo dann sehr viele Patienten sagen, okay, cool, egal ob das Ziel erreicht, geht ihr oft dann auf ein extrinsisches Feedback, was noch die auch auf und dann will ich mir jetzt nicht mehr diese 300 Euro im Monat gönnen, ja, und hör auf.

[00:36:15] Und das sind allerdings dann die, wo wir dann auf das Feedback bekommen, vor allem über unsere Ärzte, die dann wirklich im Jojo-Effekt dann sofort nach einigen zwei Monaten dann schon auch drin sind. Weil du sagst, dass die Zeit nicht lang genug war, um die neuen gesunden Habits zu, in Stein zu meißeln sozusagen. Genauso für sich als Routine de facto zu etablieren. Wenn nicht, da mal, aber das ja in Ertlernste noch ist. Ja, also ich wollte nochmal einen Aspekt so aus Erfahrungen mit Leuten, die das genommen haben.

[00:36:46] Es gibt in der Psychologie diesen Begriff von Selbstwirksamkeitserwartung. Also wie hoch erwartest du, dass du, wenn du was machst, dass das dann auch irgendwie funktioniert, das oft auch irgendwie schon Kindheit geprägt und so weiter. Und viele Leute, die halt immer ein gewisses Übergewicht hatten, die haben halt irgendwo auch gelernt, ich kriege das auch eh nicht hin. Das bin ich halt irgendwie. Und wenn du dann auch immer das nimmst und du siehst, wie dein Körper sich verändert und du wirst so angesprochen, dann merkst du immer, ich kann es ja doch und das kann ja auch mein Körper sein. Und ich kenne einen, der ist sehr reflektiert, der hat dann auf einmal so gesagt,

[00:37:16] ich merke gerade mal, was dieses Gewicht, diese Masse um mich rum, der war jetzt nicht super übergewichtig, aber halt so in diesem Bereich irgendwo zwischen 28 und 30. Und auch schon ein bisschen trainiert und so, aber da ist halt Popper. Und er meinte so, ich bin halt nicht so ein großer Mann, auch nicht jetzt super klein, irgendwie so 1,75 oder sowas. Und er sagte so, und irgendwie hatte das für mich eine Bedeutung, dass ich halt da so ein bisschen mit mehr Masse durch den Raum laufe. Und jetzt, wo ich schlanker werde, merke ich erstmal auch, dass mir das gar nicht so voll berechtlich ist

[00:37:46] oder ich muss mich erst nochmal dran gedrucken. Hat es aber durchbrochen, hat sich dann damit wohlgefügt und dann gab es so Sachen, wie Nico gerade gesagt hat, dass man drauf an spielt, du siehst richtig fit aus und das Gesicht ist anders und sowas. Und dann merkt man so, eigentlich, das ist eine Identität auch, die ich auch haben will. Und es hat jetzt auch gar nichts mit Habits zu tun, sondern einfach so, wie sehe ich mich selbst als Mensch? Was ist mir wichtig? Was bedeutet das so für mich in dem Umgang mit anderen Menschen? Was halt sehr tief in einem steckt, immer oft gar nicht so genau versteht, aber ich glaube, da ist eine hohe emotionale Komponente dabei.

[00:38:17] Und immer Armut. Also das sagt hier natürlich keiner so offen. Ich kenne aber einige Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die sich zurückhaltender geben, wenn sie übergewichtige Leute als Bewerberinnen und Bewerber haben, weil die halt immer noch mit diesem Denkansatz kommen. Ja, die ist ja nicht diszipliniert. Die wird wahrscheinlich öfter krank sein wegen, keine Ahnung, Rückenschmerzen. Und so weiter und so weiter. Also gibt es auch ein hartes Stigma, was dann Leute in so einer Schleife lässt. Die sind wichtig, haben nicht so viel Geld,

[00:38:46] kriegen Absagen aus irgendwelchen Punkten, die nicht ehrlich sind oder auch haben im Alltag Probleme, dass sie nicht mit ihren Kindern auf dem Spielplatz richtig spielen können, oder wenn jetzt ein bisschen in größeren Übergewichtsbereich gehen, schneller erschöpft sind und sowas und auch teilweise auf der Straße irgendwie stigmatisiert werden. Fitte Sau, irgendwie so Sachen. Das ist ja immer noch leider auch ein Stück weit ein Thema. Und das wird dann auch Teil so ein bisschen von deiner Identität und deiner Lebenserfahrung und dann da auszubrechen, weil du vielleicht auch das gar nicht so richtig leisten kannst und sowas,

[00:39:15] lock dich halt dann da ein. Und wir sind jetzt recht hoffnungsvoll, weil ja dann auch bald für eines dieser Medikamente, der Patentschutz ausläuft, dass es dann auch günstiger wird. Ich kann mir vorstellen, warum das Second Order Effekt haben wird für die Gesellschaft, wenn es beide fügbar wird. Ja, weil das ist so ein bisschen das, was ich mich gerade frage, wenn ich euch dazu höre. Weil also ich habe mitgenommen. Erstens, Übergewicht korreliert linear negativ mit Bildung und Einkommen.

[00:39:45] Zweitens, wir verkaufen ein Produkt an Selbstzahler für 250 Euro im Monat, ergo 3000 Euro im Jahr. Also ein Premium, muss man ja so nennen. Dann etwas, was ich aus den USA mitbekommen habe. Es gibt von Scott Galloway diese Keynote, dass die Counties, wo am meisten verschrieben worden ist von GLP-One-Drugs irgendwie Upper East Side und Malibu, Kalifornien ist. Womit ja auch relativ klar ist eigentlich, was faktisch GLP-One-Drugs wahrscheinlich, also Nico, das gebe ich gleich an dich,

[00:40:15] dass du mich damit eines Besseren belehrst, überwiegend gerade sind. Nämlich, das sind Produkte für so Yuppies wie uns, die halt ihre letzten 5 bis 10 Kilos irgendwie loswerden wollen. Und jetzt nicht für die wirklich morbidly obese people im Durchschnitt. Jetzt lehre mich eines Besseren. Ja, also ich glaube, wo ich dir auf alle Fälle eines Besseren belehren will, ist, wie es bei GoLighter nämlich abläuft bei uns. Also bei uns, ich glaube, wir sind auch in Deutschland wahrscheinlich somit die einzige Plattform, die jetzt nicht nur einen Identitätsnachweis

[00:40:44] der Patienten online erfragt, sondern den vor allem damit verwendet, mit Ganzkörperbildern, die die Patienten auch Eid geben müssen. Erstens, dass es wirklich die Person ist, und dass die Person wirklich Übergewicht hat. Um eben, also wir wollen jetzt keine Yuppies ausschließen mit Übergewicht, aber ich glaube, wir wollen die Yuppies ausschließen, die de facto eigentlich nur ihren, sag ich mal, ihren Look optimieren wollen, obwohl sie eigentlich keinen medizinischen Need haben. Wo man auch sagen muss, dass natürlich, was mit Bildung

[00:41:13] positiv korreliert, ist glaube ich, dass Freunde und Bekannten im Netzwerk Ärzte sind. Ja. Und dass man dann über die dann sowieso dann an die Rezepte kommt. Ja, also ich glaube, gleichzeitig allerdings ist genau das, was du beschreibst, auch finde ich ein bisschen das Risiko dahinter, weil du schaffst hier schon eine gewisse Zweik-Klassen-Medizin, ja, dadurch, dass du eigentlich hier einen Wirkstoff hast, der ein unglaublich großes Problem in der Gesellschaft lösen könnte, was ein bisschen damit zu tun hat, was Sven gerade gesagt hat.

[00:41:44] Du sagst, Menschen, die Übergewicht haben, vielleicht auch niedriges Einkommen haben, niedriges Bildungsniveau haben, eventuell auch Langzeitarbeitslos sind, das sind eigentlich genau diejenigen, die eigentlich so ein Medikament bräuchten, um auch, sage ich mal, aus einem Teufelskreis herauszukommen, ja, um auch ein Selbstwertgefühl auch für sich selber wieder aufzubauen, damit sie vielleicht generell auf gut Deutsch den Arsch bekommen, um sich wieder einen Job zu suchen oder bei Jobinterviews auch performen zu können, ja. Und genau denjenigen ist es de facto heute

[00:42:13] aus preislichen Gründen halt verwehrt oder sie werden diskriminiert, ja. Warum in den USA und das muss man sagen, da war HIMSS auch wieder Vorreiter in den USA, HIMSS hat eine Gesetzeslücke ausgenutzt, obwohl das Medikament ja noch patentgeschützt ist, ja. Es gibt im Moment auch ein zweites Fahnenunternehmen, was, glaube ich, teilweise sogar mehr Marktanteil hat als VEGOVI, aber immer noch, aber auch mindestens, wenn es sogar teurer ist als VEGOVI.

[00:42:42] Und HIMSS hat angefangen, das zu Compounden im Englisch, auf Deutsch heißt es, als Defektur in der eigenen Apotheke herzustellen. Ja, das heißt, in der, also in Deutschland ist es aufgrund von Patentschutz unmöglich, das zu machen. Da gibt es nicht gewisse Lücken wie den USA, aber jeder Apotheker hat das Recht, eigentlich eigene Arzneimittel herzustellen. Ja, vor allem Arzneimittel, die als Fertigarzneimittel auch im Markt schon erhältlich sind. Das kommt noch aus der Urursprung der Apotheke,

[00:43:12] dass ein Apotheker ja eigentlich ein Pharmazeut ist, der weiß, was er wie zusammen mischt, damit das eigentlich dann am Ende das Fertigarzneimittel ist. Und das hat HIMSS in den USA genommen, weil du halt nicht in jedem Bundesstaat genügend Supply, genügend Angebot von VEGOVI und so weiter hattest, gegenüber der Prävalenz von Übergewicht in den beiden Bundesstaaten. Da scheint es eine Gesetzeslücke in den USA zu geben, die jetzt auch die Pharmazeut Unternehmen glaube ich schließen wollen. Was habt ihr denn da

[00:43:41] gemacht mit den Apotheken? Haben die das dann gestreckt oder wie? Oder was haben die gemacht? Ne, die haben es halt selber zusammen gemischt. Die haben halt dann für sich selber halt die Rezeptur herausgeführt. Ach, die waren selber in der Lage? Okay. Wie es jetzt genau gemacht hat, da gibt es unterschiedliche, auch ganz wilde Thesen, auch also Thesen, also ja, es sind alles so Thesen, Thesen im Sinne von ganz günstig eben O2 und Pick in Südamerika eingekauft und einfach umgeschüttet. Bis hin halt, wie es eigentlich sag ich mal offiziell heißt, was ich glaube ich der bessere Weg ist, dass sie wirklich dann

[00:44:10] genau ein eigenes Generikum der Apotheke in der Apotheke halt zusammen mischt und dann halt in einer gewissen Charge halt dann verkauft. Aber sie haben, und da muss man auch wissen, in den USA ist Rigoby bei 1000 Euro pro Monat, äh 1000 Dollar, Entschuldigung, pro Monat betrizt und die haben halt dann das selber compounded Produkt halt für 200 Dollar. Und so haben die den Preis quasi undercuttet und neue, neues Angebot geschaffen und konnten damit Patienten gewinnen, weil sie überhaupt in der Lage waren zu liefern. Viele hatten ja überhaupt Lieferengpässe und konnten es

[00:44:40] gar nicht. Genau, ja, in den USA gab es jetzt nicht so die Lieferengpässe wie hier, weil es ist ja auch wieder, ich meine, so ein Farmenunternehmen stand natürlich global auf die Welt und sagt, okay, in Deutschland kann ich es für 250 bis 350 Euro verkaufen in den USA für 1000 Dollar. Für 1000 Dollar gehe ich mal lieber in die USA. Kostet nicht gleich viel, wo geht mein limitiertes Volumen hin? Wahrscheinlich zum Großteil in den USA in dem Sinne und nicht nach Deutschland, was glaube ich jetzt ja nach Zulassung zwei Jahre gebraucht habe, bis wir in Deutschland jetzt ein normales Volumen

[00:45:09] versuchbar haben. aber sie haben glaube ich das auch aufgezeigt, was ich vor Eingang schon mal gesagt oder ein paar Minuten gesagt habe, sie haben eine gewisse Demokratisierung reingebracht in diesen Markt, dass sie damit auch ganz andere Zielgruppen erreicht haben, weil ich glaube jetzt nicht, dass der Investmentbanker von der Upper East Side jetzt unbedingt das Compounded-Produkt nutzen will, was ja dazu jetzt nicht in so einem Pen kommt, sondern es muss in so einer Pulle selber ausziehen. Musst du wirklich selber spritzen, oder? Das ist die Hardcore-Variante. Exakt, genau. Der wird es natürlich nicht genommen haben, aber vielleicht,

[00:45:39] keine Ahnung, der aus Queens, der Übergewicht hat und sich 1000 Dollar nicht leisten konnte, konnte sich halt dafür jetzt aber dann die 200 Dollar leisten. Wer sind denn die User, die Patienten in Deutschland? Wie sind denn so die Demografien? Was seht ihr da? Also Einkommen wissen wir nicht. Das können wir mit unseren Daten zumindest jetzt nicht passiv rauslesen. Das können wir durch eine Aktiv-Servy oder vielleicht durch eine medizinische Studie mal betrachten. Aber wir sehen, dass wir das Verhältnis

[00:46:09] von Neupatientinnen sind, die wir außerhalb unseres Ökosystems nehmen, so 60, 40 Frauen Männer sind, also mehr Frauen als Männer. Und tatsächlich auch hier, was ja die Eingangsthese auch war, Frauen eher mittleren Alters, also Frauen, sag ich mal, 35 plus in erster Linie, wo jetzt, sag ich mal, von unserem Ärzte-Team die These ist, was jetzt auch durch die medizinische Studie auch gesagt werden soll, dass es dann sehr stark auch mit der eintretenden, oder erstens Symptome in einer eintretenden Venopause auch zu tun hat.

[00:46:40] Wir haben allerdings natürlich sehr, sehr viel von unserem Kundenstamm kommt aus unserem Erkunftstörungspatientenstamm, wo der Artis de facto über, sag ich mal, GLP1 und Digitalbegleitung dann auch Adipro-Übergewicht weiter behandelt. Und dadurch unser, sagen wir mal, unser Gesamtpatientenstamm sind es eher 50-50, was nicht immer wieder überrascht, aber das haben wir auch bei den anderen Plattformen, wie fast identisch die Normalverteilung

[00:47:09] geografisch über Deutschland ist. Also du hast relativ gesehen vom Gesamtanteil, genau den ähnlichen Anteil von Berlinern wie von Münchnern an der gesamten Bevölkerung, aber auch von Leuten, die halt, sag ich mal, aus dem Burgegebiet kommen oder aus dem ländlichen Bereich in Brandenburg oder wo auch immer. Okay, also es ist nicht nur Charlottenburg wie die Upper East Side, es ist auch Essen. Also du hast in Deutschland kein Stadt-Land-Gefälle, weil ich bei mir 100% die Sicherheit für ein Stadt-Land-Gefälle hätte. Haben wir interessanterweise nicht, haben wir auch bei den anderen Plattformen nicht. Kann natürlich auch

[00:47:39] stark in unseren Marktaktivitäten, weil wir sehr viel Brandmarketing machen, dafür alle erreichen. Was natürlich interessant wäre tatsächlich, so was du, Moritz, angesprochen hast, in den USA ist, das vielleicht auch so zu ökonomisch mal zu betrachten und zu schauen, was sie eigentlich für einen Bildungs- und Einkommenswintergrund haben, wo ich glaube ich die starke These natürlich ist, dass gerade in den letzten zwei Jahren, wo die Preise noch höher waren, weil einfach wenig Supply da war und man auch als Apotheke in der Supply sehr toll bei Einkaufen musste. Da haben wir dann eher vom Monat von 500 bis 800 Euro besprochen,

[00:48:09] dass wir da natürlich wahrscheinlich dann natürlich so zu ökonomisch sehr stark oben in der Pyramide unterwegs waren. Ist denn die Supply-Shortage überwunden? Also gibt es da mittlerweile genug Angebot? Also seit November letzten Jahres ist in Deutschland zumindest statistisch gesehen genügend Angebot anderen GTI1-Medikamenten, die es, sage ich mal, für die Verschreibungsrate der Ärzte in Deutschland nötig ist. Ich glaube, du hast jetzt nicht genug Angebot,

[00:48:38] um 16 Millionen Adipositas betroffen in Deutschland. Ich glaube, das ist nicht so, dass du die alle gleichzeitig behandeln kannst, aber zumindest wie es halt aktuell Verschreibungsverhalten ist und wahrscheinlich mit Wachstum ist genügend Angebot seit November letzten Jahres. Und es kann aber auch mehr Nachfrage kommen, oder? Also ich habe schon das Gefühl, viele Menschen kennen das, aber den Schritt zu wagen, A, aus preislichen Gründen und B, überhaupt quasi diese Überwindung mal einzugehen,

[00:49:08] haben noch nicht so viele gemacht, dass sie sich quasi beworben haben um so eine Subscription, würde ich sagen. Um mal den Bogen zu schlagen zu dieser Rural vs. City Diskussion. Was ich öfter mal erlebe, also einmal eben wegen dieser Webster-Rolle, aber auch, weil ich selbst Arzt bin, dass viele Leute auf mich zukommen und mich fragen, wie komme ich denn an das Medikament oder kannst du mir das mal verschreiben oder so? Und was sagst du denen, Sven? Ich sage, geh zu Webster.

[00:49:37] Das ist auch sehr gut verantwortlich für mich. Ich muss dann da die alle managen, dann haben die Nebenwirkungen, dann wollen die sich bei mir melden, dann muss ich dann einmal bebrochen mit denen zur Apotheke laufen irgendwie alle paar Wochen. Und ich habe ja allein als Arzt wegen dieser ganzen Leute, die mir irgendwie denken auf WhatsApp, ich bin jetzt eher privat, als weil wir uns bei der Party kennengelernt haben. Allein dafür habe ich eine Veränderung. Ich bin ja nicht mehr so klinisch tätig, aber ich habe eine Garantenpflicht, wenn auch an einem Staatsanagust passiert, kann ich nicht einmal vorbeilaufen und die Leute checken das nicht und denken halt, oh, Sven war doch witzig,

[00:50:07] stell dir mir jetzt mal hier meine ganzen Medizinfragen oder irgendwie so. Nein, also ich hasse mein WhatsApp. Dann kriegst du so einen Wunschzettel. Leute, die habe ich sieben Monate nicht mehr gesehen, irgendwie einmal kurz kennengelernt und dann denkt eine sehr, er hat jetzt sich an einem Schimmelstück und du musst mich jetzt anrufen oder so. Aber egal, aber was ich sagen will, ist, viele Menschen trauen sich nicht mit auch so einem Thema wie jetzt GLP1 zu ihrem Hausarzt zu dir oder ihrer Hausärztin, weil die halt

[00:50:36] oft denken, irgendwie erstens brauche ich drei Monate, bis ich einen Termin kriege. Ich will aber jetzt mich dann von zweitens das Wartezimmer voll mit Leuten, die halt wirklich krank sind in Anführungszeichen. Warum sollte ich die jetzt noch beländern mit so einem Thema? Das ist mir eigentlich peinlich, darüber zu sprechen und es gibt immer noch auch viele Ärzte und Ärzte, die sagen so, das mache ich nicht. Ich bin nicht dran, habe ich mich auseinandergesetzt und so. Und du hast ja einen Rapport zu einem Arzt, wenn das dein Hausarzt ist und sowas und dann willst du das nicht brechen. Ich glaube, ganz viele Leute,

[00:51:06] weil die mit diesem Legacy-Offline-System alleine halt nicht vorankommen, gehen dann eben zu uns zum Beispiel und gerade in den Lodellgebieten hast du ja meistens irgendwie nur einen Hausarzt oder einen Hausarzt in die Ecke und alles Weitere und musst du nochmal weiterfahren. Das ist dann nochmal dieses Kombinitz-Thema. In so einer Stadt hast du ja eine viel höhere Dichte an allen möglichen Leuten, die du dann noch aktivieren kannst, wenn du da was brauchst. Ich glaube, das ist vielleicht auch nochmal ein Teilaspekt, der das ein bisschen bründet. Und auf deinen zweiten Punkt

[00:51:36] mit diesem, so wird das nochmal wachsen. Ich glaube auch, dass zunehmend die Arzteschaft eben versteht, wie das funktioniert, da auch mehr Frauen ausbaut und rein medizinisch, also eine der größten Pandemien, die wir haben weltweit, die uns extrem viele Probleme macht, ist eben Übergewicht. Nicht nur, dass du Gelenkprobleme kriegst, das kann auch teilweise Tumorkrankungen erhöhen, das hat Auswirkungen auf Diabetes, Herzgesundheit und so weiter. Da sind einige Themen, die also erstens

[00:52:05] super belastend sind für die Patienten, die betroffen sind, aber auch natürlich gesellschaftlich hauptsächlich Geld kosten, die wir lösen könnten, indem wir dieses, also diese, auch Scott Galloway hat ein Übermaler und so mal gemacht, wo er über die Second Order Effekte spricht. Lass uns das parken, kommen wir gleich drauf, auf die Business Effekte, finde ich auch super spannend. Werden in zehn Jahren die Gyms alle zu sein, zum Beispiel. Lass uns das, Aber ich meine, ich glaube, das ist aus dem Aspekt, ich glaube,

[00:52:34] das wird zu einem Verhalten eher zu führen, was zu einem anderen Nachfragen. Schreibe gemacht. Glaubt ihr, also ich habe das Gefühl, in den USA ist das ein komplettes Lifestyle-Produkt. Zum einen darüber getrieben, dass das ja wirklich auch im Fernsehen beworben wurde. Kann man ja in Deutschland nicht machen, das ist ja glaube ich auch erstmal gut, dass verschreibungspflichtige Medikamente nicht beworben werden. Da dürfen Nico gleich mal seine Perspektive teilen. Macht das Marketing sicherlich ein bisschen schwieriger. Aber in den USA gibt es ja diese Werbespots, da gibt es diesen Jingle Oh, Oh, Oh, Oh, Zempick. Da kann man sich auf YouTube anschauen.

[00:53:04] Ich schreibe auf jeden Fall Oh, Oh, Oh, Oh, Zempick. Okay, Moritz hat es perfekt hier nochmal live eingesprochen. So, also ist glaube ich deutlich präsenter. Ich war neulich in New York und da war in jeder U-Bahn war Werbung von Rowe, die du glaube ich vorhin erwähnt hattest. Ich glaube, die hieß mal Roman, heißt jetzt nur noch Rowe und vermarkten das im Grunde als Lifestyle-Produkt. Also gehst du auf die Webseite, dann zahlst du deine 300 bis 500 Dollar wahrscheinlich in den USA und kannst es einfach kaufen. Ich habe das Gefühl, an dem Punkt sind wir

[00:53:34] in Deutschland ja noch nicht. Also ich habe es bei GoLighter probiert, ich bin im Funnel mal reingegangen, dann wurde ich erstmal rausgeschmissen, weil BMI falsch. Dann habe ich den BMI gelogen und mich ein bisschen dicker gemacht. Dann musste ich aber meine, dann musste ich angeben, was ich jetzt für eine Krankheit habe von Prädiabetes über hohes Cholesterin und da habe ich dann abgebrochen. Ich wollte es auch nur testen. Aber ich muss ja schon nachweisen, dass ich krank bin. So diesen Lifestyle-Yos, das kann man sagen, ist ja erstmal gut, scheint es ja noch nicht zu geben. Wie seht ihr das denn? Also sind wir auf dem Weg, dass dieser reine Lifestyle-Aspekt,

[00:54:04] ich will jetzt nochmal drei Kilo abnehmen, ansonsten bin ich eigentlich gesund. Zieht der irgendwann hier ein oder glaubt ihr das gerade nicht? Also ich glaube, dass es da schon eine Gruppe an Menschen gibt, die das schon so machen und die ist glaube ich auch sehr groß. Die würde halt bei uns dann spätestens, also spätestens die Lüge von deinem BMI wäre aufgefallen, wenn du halt ein Foto mit deinem Foto hättest, das hochladen müssen. Also nehme ich mal an, dass es bei dir dann nicht der Fall ist,

[00:54:34] dass du ein BMI über 30 hast. Aber ich glaube, die Gruppe ist schon da und ich glaube, die kommen schon daran heute. Ich glaube, du hast allerdings... Die besorgen sich das im Grunde irgendwo über eine Art, den sie kennen oder... Es gibt auch andere Plattformen, wo du solche Nachweise nicht machen musst. Ja, also auch ganz objektiv gesagt, ja, ist halt so. Oder eben über ein persönliches Netzwerk, weil sie halt Sven auf irgendeiner Partyketten geladen haben. So, ja. Und wir schreiben

[00:55:03] Sven's Handynummer in die Shownotes, also wenn ihr irgendwas braucht, das ist kein Problem. Dann sitzt du dann so vom Rechner mit so zwei Blöcken einmal so Sildapinier einmal aus dem Weg und attackend. Einfach nur noch so Blankoschecks, ihr schreibt selbst drauf, was ihr wollt. Gibt es übrigens den medizinischen Cannabis. Medizinischen Cannabis gibt es Plattformen in Deutschland, und da kann man sich das Rezept selber ausfüllen. Und dann geht es einfach nur auf den Kopf drückt. Es gibt auch viel Kritik rund um hier Dr. Ansei und so weiter. Gibt es da so ein paar Lichtgestalten,

[00:55:34] die es auch schon in die ARD-Mediathek geschafft haben mit durchaus kritischer Betrachtung. Ja, ich meine, da ist wiederum ein Risiko natürlich für Gesamt-Telemedizin in Deutschland, wenn solche, ja, wie auch immer. Aber du sagst, Lifestyle-Usage ist noch nicht quasi flächendeckend verfügbar. Leute, die es wollen, die finden ihren Weg. Wir zum Beispiel als Wellster oder ich glaube auch die Ärzteschaft an sich, die wollen den Lifestyle-User oder Userin ja gar nicht ansprechen. Weil als Arzt hast du ja auch eine gewisse Verantwortung,

[00:56:03] wirklich Menschen eine Behandlung zu geben, vor allem eine Behandlung, die nebenwirkungsbehaftet ist. Ja, wenn da wirklich ein medizinischer, sag ich mal, Grund dafür da ist und der medizinische Nutzen größer als das Nebenwirkungsrisiko ist. Und ich meine, ich kann Sven, du vielleicht nachher noch mal drauf eingehen, aber wir haben jetzt ja über, Gott sei Dank, Moritz, bei dir jetzt nur über Übelkeit oder sag ich mal das Gefühl, als hättest du ein Hangover in der Früh als Nebenwirkung gesagt, es gibt ja schon ein paar Nebenwirkungen, die jetzt nicht so lustig sind. Ja, in einer sehr geringen Prevalenz, und sei das Medikament

[00:56:32] ja nicht zugelassen worden, aber gibt es ja auch. Und das Risiko, glaube ich, sollte man nicht eingehen, weil man jetzt keinen medizinischen Grund dafür hat. Das war das eine. Das andere ist allerdings jetzt mal wieder rein opportunistisch als Startup oder Unternehmen gedacht. Ja, wir sind in Deutschland in einem Land, das kulturell natürlich ganz anders geprägt ist, als wir jetzt in den USA, wenn es um das Thema Gesundheit geht. Ich meine, einmal von der Regulatorik her, du hast schon angesprochen, die, sag ich mal, die Werberegulatorik, das heißt,

[00:57:02] wir machen Fernsehwerbung für goleiter.de, aber wir machen keine Fernsehwerbung für GLP1. Ihr dürft die Plattform bewerben, ihr dürft sagen, hey, wir haben diese Plattform und wenn ihr Übergewicht habt, dann könnt ihr da ein passendes Medikament finden, möglicherweise, aber ihr erwähnt nicht irgendwie einen Begriff wie Govi, Osempic, GLP1 und so weiter. Genau, nicht erwähnt und wird auch nicht angezeigt. Das ist halt, da gibt es in Deutschland eben das Heilmittelwerbegesetz, auch den Paragraf 10, der sich eben mit der Bewerbung von verschreibungspflichtigen

[00:57:32] Medikamenten beschäftigt und in Deutschland ist de facto jede Bewerbung zu einer verschreibungsverpflichtigen Präparat verboten. Was übrigens im medizinischen Kanälesbereich auch wieder die Absurdität ist, dass ihr da draußen nassig mit Bildern und keine Ahnung was wirbt, obwohl ein verschreibungspflichtiges hat. Und jetzt aber,

[00:58:02] jetzt ist es also ein Status eigentlich eines verschreibungspflichtigen Medikaments, wie eben GLP1. Das heißt, man darf eigentlich kein Bild anzeigen in der Werbung, man darf nicht aktiv sagen, was für ein Nutzen dahinter liegt. Ja, das heißt, der Weg, wie wir halt angehen im Funnel oder im oberen Teil eben des Funnels über TV zum Beispiel, dass wir eben hier vor allem eine Plattform bewerben, die medizinische, pharmazeutische Lösungen gegen Adipositas anbietet. Ja, und das funktioniert dann auch ganz okay.

[00:58:31] Allerdings hast du in Deutschland noch einen anderen kulturellen, sag ich mal, Hintergrund, der anders in den sächsischen Ländern ist und glaube ich, der, ich glaube, wir alle als Deutsche, glaube ich, da auch okay mit sind und auch das soll es gut finden, dass jetzt in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente nicht automatisch der Nummer eins Weg der Behandlung ist, sondern dass es hier eher der Behandlungsweg ist, weil vielleicht andere Sachen schon nicht angeschlagen haben. Oder, oder, sag ich mal, minimalinvasiv, weil wir Behandlungen halt einfach,

[00:59:01] sag ich mal, nicht, wie sagt man, geeignet sind für diese Behandlung jetzt zum Beispiel, sondern eher der Plan B eines Arztes ist. Während in den USA oft, dass der Plan A ist, hat auch mit dem Kosten und dem Gesundheitssystem zu tun. Und das Dritte allerdings in Deutschland, was in Deutschland, glaube ich, auch noch, oder faktisch, weil sich das auch anders ist als wir in anderen Ländern, in Deutschland ist die Ärzteschaft an sich sehr ideologisch segmentiert. Du hast in Deutschland, hast du, ich glaube, Sven,

[00:59:30] du hast es gerade kurz angerissen, du hast Ärzte, die würden dir niemals sowas verschreiben, weil die halt einfach 100 Prozent an Homo-Kreatie glauben. Ja, ähm, und in Deutschland, gerade in Gebieten, wo du dir, sag ich mal, nicht den Arzt unter 10 ausrufen kannst, bist du halt abhängig, was für eine Ideologie halt der, der Arzt in deiner, sag ich mal, deinem Landkreis oder deinem Kreis in den Dorf halt enthängt und wenn der Arzt halt gegen Schulmedizin ist, dann wirst du auch nie über diesen Arzt an ein Medikament kommen, obwohl es vielleicht das Einzige ist, was dir hilft.

[01:00:00] Was wir halt dann versuchen und das ja nicht nur wir, das glaube ich ja auch so generell eine der Grundthesen von Digitalisierung in der Medizin, ist, dass du halt hier wirklich rein unbiased, datenmäßig die Thematik angehst und halt sagst, wenn die Daten halt zeigen, dass das das einzige mögliche Medikament ist, dass der Arzt darauf basiert halt dann deine oder ihre Entscheidungen tritt und der nicht in der Ideologie anhaftet und dadurch die Entscheidung gekroffen wird.

[01:00:31] Ich würde gerne zu diesem Thema Heilmittelwerbegesetz nochmal einhaken, weil du hast das jetzt ja eben selber angesprochen. Ich bin ja selber Marketer von Haus aus und habe in meinem Leben schon ein paar Mal irgendwie mit Zappelmanns arbeiten dürfen oder mit anderen im weiteren Sinne. Nämlich diese Health Claims waren immer ein Mega-Pain. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, ich müsste jetzt für ein verschreibungspflichtiges Produkt Werbung machen, dann wäre das Erste, was ich machen würde, erstmal 10% des Performance-Marketing-Budgets für Rechtsstreitigkeiten zurückstellen.

[01:01:03] Und da, also eine ehrliche Frage jetzt, wie löst ihr das? Habt ihr da einen internen Compliance-Prozess? Gibt es überhaupt für euch eine Rechtssicherheit, was ihr sagen dürft und was nicht? Ist dieser Spielraum irgendwie ausdefiniert? Wie viel finanzielles Risiko hättet ihr denn eigentlich? Ja, und ich glaube, ich fange hinten an. Oder beziehungsweise das Allererste, was du gesagt hast. Und es war von uns damals, als wir 2019 gestartet sind, gerade in der Seed-Runde, also unsere erste Finanzierungsrunde, war das eigentlich so

[01:01:33] das Hauptthema mit unserem Investor damals. Das war HV, also Wolfsburg, Ventures damals noch, heute HV Capital, wo eigentlich alle einen Grundkonsens für uns gefunden haben, dass wir erst einmal für uns drei rote Linien definieren. Ja, also wir bauen hier keine Company auf. Ich meine, du hast bei der Roe erwähnt, Felix, die jetzt de facto versammelt sich Medikamente, die ihn, sag ich mal, wirklich als aktives Lifestyle gut im Markt reinverkauft. Aber gleichzeitig

[01:02:03] wir für uns ganz klar sagen, klar, wir wollen disruptieren, deswegen existieren wir ja. Aber wir ganz klar sagen, was sind die roten Linien, über die wir nicht hinübergehen und was sind die Areas, wo wir disruptieren. Und die drei roten Linien, mal kurz zusammengefasst, für uns ist ganz klar, mal eins, aber wir machen jetzt keine Claims, unabhängig von HBG oder nicht, keine Claims, die jetzt de facto faktisch nicht evidenzbasiert wahr sind. Also wir lügen jetzt uns schon gar nicht, dass wir Negativthemen verschleiern.

[01:02:32] Also uns wird aktiv immer auf Nebenwirkungen hingewiesen, auf die Risiken hingewiesen, in der Art und Weise, wie das machen darf. Weil man darf ja auch hier laut HBG nicht alles offen, das ist ja alles immer dann sehr kompliziert. Die andere rote Linie ist, dass wir auch nichts machen, was natürlich straftechtlich relevant ist oder die Berufsordnung der Ärzte oder Apotheker an sich verletzt. Sondern allerdings, was wettbewerbstechtlich ist, das HBG, da kann man jetzt natürlich sehr darüber streiten

[01:03:02] und da haben wir auch sehr viele Streitereien, ist, sind jetzt die HBG-Regeln immer zum Wohle der Gesundheit oder sind die oft auch einfach da, um eine gewisse Berufsgruppe vor Wettbewerb zu schützen? Und wir haben jetzt über den HBG-Paragraph 10 gesprochen, wo es um Bewerbungen von versagungsvollen Dekramenten geht, wo ich und glaube ich, wir alle der Meinung sind, ja, da geht es tatsächlich wahrscheinlich eher um die Gesundheit des Menschen. Und da gehen wir auch nicht dran.

[01:03:33] Zumindest nicht so, dass wir glauben, das ist falsch. Wir werden da hier natürlich hier und da wäschern, aber da haben wir übrigens jetzt auch noch nie irgendwas eingefangen. Die dritte rote Linie ist, wenn wir schon irgendwo eine einsteigende Verfügung haben und so weiter und verstoßen wir halt. Aber es gibt dann auch den Paragraph, der zumindest für uns oder für alle, sage ich mal, Telemedizin, Dienstleistungsanbieten in Deutschland relevant ist, und zwar den Paragraph 9 ein mit dem Werbegesetz. Da geht es um Bewerbung von Telemedizin. Und da gab es,

[01:04:02] als wir 2019 gestartet sind, nur einen Satz, der hieß, die Bewerbung von Telemedizin ist verboten. Der Grund, genau, der Grund, der Investor von der Seed-Runde, das finde ich nicht so gut. Genau, aber der Grund, warum wir die Seed-Runde doch abgeschlossen haben, ist, weil da damaliges Gesundheitsminister Jens Spahn ein Gesetz schon in Arbeit hatte, was im Laufe des 2019 dann auch umgesetzt worden ist, wo dieses Paragraph 9 mit dem Werbegesetz einen zweiten Satz

[01:04:32] bekommen hat. und der hieß oder heißt immer noch, Paragraph 1 wird nicht angewendet, also das ist nicht im selben Wortlaut, aber vom Sinne her, Paragraph 1, sorry, Satz 1 wird nicht angewendet, wenn Telemedizin für die zu behandelte Integration geeignet ist. Trinkt. Und da soll mal einer sagen, die Gesetzgebung wäre weltfremd. Weltfremd, aber vor allem auch in Deutschland, wo man ja sagt, ja, wir haben Code Law versus Case Law, das sind alles,

[01:05:02] das gibt sehr viel Spielraum für Interpretationen. Ja, diese ganzen Leitlinien und so weiter kommen übrigens aus einer Zeit, wo es noch keine Digitalisierung gab. Natürlich gibt es außer Dermatologie keine einzige Leitlinie, wo Telemedizin offiziell verankert ist. Und das hat natürlich von Unternehmen bei uns ein Riesenproblem gestellt. Und vielleicht, ich meine, wir haben das anders gelöst. Wir sind halt offiziell Online-Apotheken, also aus einer Plattform, wo wir auch eine eigene Online-Apotheke haben. Und dann haben wir das ein bisschen anders gelöst. Und dadurch existieren wir noch. Wir haben halt mehr Flexibilität in unserem Portfolio, was wir,

[01:05:32] sag ich mal, ans Frontend stellen können, was eher ein Background ist. Aber wir haben von Tag 1 eben in unseren Siedinvestoren schon heute noch, haben wir ausgemacht, dass wir einen Legal Overhead als Teil unserer Budgetplanung sind. Und selbst wenn der in einem nicht gezogen wird, wird er halt erklärt, es kommt. Und es kommt immer. Und es kommt nie, sondern es ist in unserem Fall, und wir haben schon sehr viele Gerichtsverfahren hinter uns, die ja bei Laufen, es kommt nie von Patientinnen, es kommt nie von Ärzten

[01:06:02] in unserem Fall zumindest. Es kommt immer nur von einer Berufskammer, die sich in Deutschland auferlegt hat, eigentlich die Digitalisierung von Gesundheit generell zu untergraben. Wenn wir jetzt mal kurz darüber nachdenken, wer benefited denn eigentlich von dem System, wie es ist, dann sind da Ärzte, ich glaube, es gibt in Deutschland 100.000 Ärzte, 120, irgendetwas, man dürfte davon ausgehen, dass es perspektivisch sinkt, wenn der Anteil an Telemedizin steigt. Also wenn du ein Arzt bist und Interesse daran hast,

[01:06:32] dass es was der Erste gibt, dann würde ich dagegen sein. Und das Zweite ist wahrscheinlich dann Apothek. So in Deutschland. Genau, und dann kann man auch sagen, Ärzte sind eher Förderer der digitalen Gesundheit, weil Ärzte haben ja in Deutschland ein Problem, dass Arzt mangelt. Die haben ja zu viel zu tun. Überhäufte, überhäufte Warteläume und ich glaube, wenn du mal den durchschnittlichen Urologen fragst, der will eigentlich bei sich im Wartraum gar nicht die Männer mit Direktionssteuerung haben, weil die kosten eben genauso viel Zeit, wie den,

[01:07:02] der eigentlich einen Posterterkrebs hat. Und er kann am Ende eh nichts machen, außer ihm halt eine Bejagung zu entscheiden. Genau, und aus dem Grund natürlich auch. Ist auch, ist ein Bias da. Jetzt hast du hier eine Kammer, die mit einer Anwaltskanzlei alles Angreifers in Deutschland Patient-Facing-Digitalisierung betrifft. Die befassen sich auch gar nicht inhaltlich groß damit, die gehen auch immer ins Hauptsache erfahren, damit man natürlich, egal ob sie Gewinnchancen haben oder nicht, ich glaube, die wollen einfach nur dann nagen, weil die natürlich ausgehen,

[01:07:31] dass mal Start-Up jetzt auch nicht das größte Budget hat für Anwälte und so weiter. Deswegen legt ihr Geld zurück. Genau, deswegen legt man auch von Tag an das Geld zurück und wir haben auch für den Early-Stage damals, wirklich sehr unüblich, wir haben uns auch einen General Counsel auch von Tag 1.2 geleistet, weil das halt einfach in Deutschland ein Damoktest-Schwert ist, das halt über einen schwebt. Und ich glaube, das muss ich mal fragen, warum ein E-Rezept in Deutschland so lange gebraucht hat. Warum ein Digital-Patienten-Akte

[01:08:02] auch lange Zeit jetzt gar nicht mal wegen einer Datenschutz-Thematik aus anderen Gründen nicht so angegangen ist. Und warum viele Start-ups aktiv und auch Investoren leider Gottes aktiv sagen, in Deutschland Digital-Gesundheit investiere ich nicht oder in Deutschland Digital-Gesundheit launche ich nicht. Und das liegt ja. Ich finde es eine gute Überleitung nochmal zum Business, zu der Business-View auf all das. Und das ist ja schon sehr faszinierend. Also der Hersteller

[01:08:32] von Nozempik und Vegovi Novo Nordisk kommt aus Dänemark, das wertvollste europäische Company am Aktienmarkt. Schenkt sich immer im Battle mit Louis Vuitton. Also entweder passt wieder zu Aperis-Zeit. In Ziergruppe scheinbar Aperis-Zeit. Passt zu Aperis-Zeit, genau. Also die neulich war LWM Aschmar wieder oben. Jetzt ist gerade, glaube ich, wieder Novo Nordisk. In den USA der Hersteller, Ila Lili ist fast eine Billion wert. Und auch HIMSS.

[01:09:01] Und also wenn man sagt, okay, es gibt die Pharmahersteller, die das Medikament produzieren und es gibt die Telemedizin-Provider. HIMSS finde ich super faszinierend. Ist auf all time high die Aktie. Das Dazusagen ist auch eine spannende Geschichte. HIMSS ist ein Company Building Projekt von einem amerikanischen Venture Studio von Atomic. Also wurde quasi aus einer Investorensicht initiiert vor einigen Jahren. Ist mit einem Speck an die Börse gegangen. Man sagt, okay, wie viele Speck-Börsengänge gibt es denn, die sehr erfolgreich sind. Im Nachhinein nicht so viele. HIMSS ist einer davon

[01:09:30] fast 10 Milliarden wert an der Börse. Sind da auf all time high, machen 1,6 Milliarden Umsatz gerade. Brutales Wachstum und anscheinend wohl auch stark getrieben durch das Abnehmen-Programm. Also wie ihr kommen die aus dem Bereich Männergesundheit und haben sich dann weiterentwickelt und so aus den Unterlagen die Splittons nicht genau auf. Aber im Grunde kann man schon annehmen, dass der größte Teil des Wachstums daherkommt. Jetzt in Deutschland die Frage, wie groß kann sowas werden? Also in der Theorie sehr, sehr groß.

[01:10:00] Ja, wie gesagt, man hat in Deutschland jetzt mal Adipuls, also wie gesagt, 16 Millionen. Ich glaube, dass allerdings in Deutschland, aber das, ich glaube, HIMSS, also vielleicht mal kurz zu HIMSS gesprochen, die haben wir glaube ich jetzt innerhalb von einem Jahr haben wir Market Cap verdoppelt. Ja. Ja, da zu sagen, dass da nicht nur Geld geeintet, getrieben, zumindest im Narrativ in der Stock Exchange. Und da ist ja schon sehr viel Zukunft eingeprived, was da noch alles möglich ist. In Deutschland, wie gesagt,

[01:10:31] allerdings auch in den USA, da hat HIMSS durch dieses, sag ich mal, Defektur, Compounding über die Apotheke und ein günstigeres eigenes Geld geeintet anbieten, geschafft. In Deutschland sehe ich nach wie vor, als die größte Barriere, sag ich mal, diese 16 Millionen in die Behandlung damit zu bringen, die preisliche Komponente, weil es wie gesagt für Krankenkassen nicht erstattbar ist. Und auch alle Diskussionen, die sich gerade um Erstartbarkeit drehen, dann eher wirklich die Härtefälle betreffen, also Menschen, die, sag ich mal, einen Audimars Index von 40 plus haben,

[01:11:00] was ja auch Sinn macht. Allerdings, das ist noch weit weg und hat natürlich auch was mit aktuellen solchen Krankenkassen und Einsparungen zu tun. Das ist, glaube ich, jetzt noch nicht morgen passiert. Aber in Deutschland sehe ich als einen großen Hebel der Zukunft eben, ich glaube, Sven hat es kurz gesagt, das ist ein Wirkstoff, der jetzt schon bei 20 Jahren da ist, den Patentschutz, sag ich mal, jetzt verloren hat mit 2025 und eher auf die ersten Generika-Produkte unseres Wissens nach auch schon in der Pipeline sind, in Deutschland

[01:11:30] gelauncht zu werden. Was zwar von der Applikation her ein bisschen, sag ich mal, unkomfortabel ist, weil man es halt einfach täglich machen muss, aber wenn man es täglich macht, genau den gleichen Effekt hat, medizinisch laut der Studie. Und da, glaube ich, hätte man die Chance, glaube ich, über ein Pricing hier mehr wirklich auch in die Massen heranzukommen, die das eventuell heute sich noch nicht leisten können, die dann aber hier neben dem reinen medizinischen Nutzen auch, glaube ich,

[01:11:59] einen sehr großen sozialen Nutzen davon hätten, weil sie Zugang zu dieser Art von Medikation hätten. Ich glaube, es ist auch eine super spannende Frage, wann da dieser Tipping-Point erreicht ist, also 250 Euro im Monat, ist ja schon noch ein Stück weit prohibitiv, haben wir vorhin darüber gesprochen. Auf der anderen Seite, ein Fitnessstudio in Berlin, gibt es mittlerweile auch welche, die 150, 200 Euro kosten, also irgendwie nähert sich es an und ich kann mir vorstellen, dass so ein Tipping-Point erreicht ist, wenn eine GLP-1 Subscription ein Stück weit günstiger ist als ein Fitnessstudio. Also ich sage,

[01:12:30] okay, gut, 100 Euro im Monat, so gebe ich für meinen Gym sowieso aus. Auf der anderen Seite könnte ich damit meinen Hunger reduzieren. Denkt ihr, so ein Preispunkt ist in fünf Jahren erreichbar? Also ja, ich glaube, im Generika-Bereich müssten eigentlich Preispunkte unter 100 Euro möglich sein. Unter 100 Euro möglich sein, theoretisch. auf den Monat. Die zweite Frage in Deutschland ist, ich komme ja selber aus einer Ärztefamilie und meine Beobachtung ist,

[01:12:59] viele Menschen in Deutschland sind immer noch nicht in Willens finanzielle Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen. Es ist halt, wenn die Kasse es nicht zahlt, wird es nicht gemacht. Insofern ist die sich anschließende Frage eigentlich, gibt es irgendwie einen absehbaren Horizont, ob zumindest die privaten oder auch gesetzlichen Kassen, die GAP-One-Drogs auf die eine oder andere Weise bezahlen werden? Also es gibt offizielle Diskussionen

[01:13:28] im gesetzlichen Krankenkassenbereich, wie gesagt, für eher wirklich Härtefälle, die dann wirklich massives Übergewicht haben, die dann wieder die Spitze des Eisberges ist. Im privaten Krankenkassenbereich weiß ich es nicht, ehrlich gesagt, ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man das eigentlich als Selektivleistung eigentlich anbieten sollte, wahrscheinlich sogar als private Krankenkasse, um sich zu differenzieren.

[01:13:58] Also als Lockmittel quasi. Genau, da hätte ich jetzt mal, wenn ich jetzt marketiert von irgendeiner PKV wäre, wäre das wahrscheinlich so, hey, wo ist eigentlich gerade der größte Hype, wie kann ich eigentlich hier ein Value generieren und wir haben ja unsere Selektivleistungen, die jetzt nur sie anbieten und zwei andere nicht und da könnte ich mir vorstellen, dass es da tendenziell auch früher oder später kommt. Okay, also mit anderen Worten, nicht in der Breite, was jetzt die gesetzliche

[01:14:28] Kasse angeht und bei der privaten Kasse ist es zumindest hinreichend attraktiv, dass irgendeiner gegebenenfalls irgendwann mal auf die Idee kommt. Genau, also wäre jetzt meine These, ja, lass mal so sagen, ich spreche es nur zu, nicht zu 100%, wenn man es vielleicht schaut in andere Märkte, jetzt gar nicht mal nur die USA, sondern vielleicht auch Großbritannien, die jetzt auch seit zwei Jahren schon keinen Lieferengpass haben, sondern wo der Markt seit zwei Jahren sich unter normalem Niveau

[01:14:57] entwickelt, hier tatsächlich sogar die Regierung Ende letzten Jahres, zwar im November, aber glaube ich der Arbeitsminister, den Namen weiß ich jetzt nicht, hat offiziell vorgeschlagen, dass man, dass die NHS das für Langzeitarbeitslose, die mit Übergewicht übernimmt, ja, um eben dieses soziale Problem, was wir vorher schon mal angesprochen haben, zu lösen, weil, aber da kann man auch davon ausgehen, dass die Diskussion in Großbritannien da ein bis zwei Jahre vor der deutschen Diskussion ist. Also es würde mich nicht überraschen, wenn wir diese Art von Diskussion bei sich dann so in einem Jahr circa haben,

[01:15:27] wo es wirklich dann auch um die sozialen Aspekte geht. Ja, also was du eigentlich auch für soziale Probleme in der Gesellschaft auch lösen kannst, wenn du eben Menschen hier durch Staat oder Kasse subventioniert Zugang gibst, die vielleicht sonst halt einfach in irgendeiner Art von Milieu gefangenen sind. Habt ihr schon mal gehört, dass es ein Arbeitgeber da Zuschüsse gibt? Also es gibt ja genug Arbeitgeber, die das Fitnessstudio jemand einen Zuschuss für seine ...

[01:15:59] Sehr gerne. Also es wäre aber dünnes Eis, oder? Also würde wahrscheinlich Arbeitgeber sind ja sehr eingeschränkt in dem, was die so gesundheitlich an Interventionen machen müssen. Du darfst eigentlich Primärprävention machen für diese Gesundheitsfürsorge, wo jemand da durchgeht und guckt irgendwie sind die Stühle gut oder sowas. Die dürfen nichts machen, was also Primärprävention heißt, ich verhindere Krankheit bevor sie auftritt. Sekundärprävention ist, ich erkenne eine Krankheit früh,

[01:16:29] Pertia ist, jemand hat eine Krankheit für Folgenschäden zu minimieren, Quartier ist, jemand hat Medikamente, ich versuche die Schäden von Medikamenten zu reduzieren. Du darfst eigentlich in diesem betrieblichen Kontext nur primär machen, wegen des potenziellen Stigmatisierungspotenzials und so weiter. Und da könnte ja dann auch irgendwie so ein Interessenkonflikt wahrgenommen werden, dass jemand sagt, wieder zu diesem Stigma-Thema von vorher, wer das nicht längst, kriegt vielleicht irgendwann seine Kündigung oder kriegt nicht die verantwortungsvollen Jobs, was auch immer so. Das ist halt

[01:16:59] immer, wie du gerade sagst, so ein Schmeckle. Was ich mir vorstellen kann, ist, also ich glaube schon, dass das irgendwann in den Versicherungen aufgenommen wird, einfach weil unten raus das auch starke Effekte hat. Und es gibt jetzt schon immer mehr Untersuchungen, was kann das eigentlich noch? eine Sache, die sehr deutlich wird, ist, dass es auch das Herz sich gut auswirkt bei bestimmten Erkrankungen. Also dort reduziert, selbst wenn du noch nicht die Gewichtsabnahmen gemessen hast, das scheint schon

[01:17:29] was zu sagen, was vorher relevant ist. Und das ist da immer noch nicht so weit, aber zum Beispiel auch für Alkoholprobleme oder sonstigen Substanzmissbrauch und sowas gibt es ein paar Suche zu schauen, kann man da irgendwie auch die Leute davon wegbringen. Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Zwischenstufe wäre, dass man sagt, für mehr Indikationen, also mehr krankheitsrelevante Themen, wird das dann sukzessive auch verschrieben und im nächsten Schritt sagt man vielleicht, okay, jeder,

[01:17:59] der jetzt quasi BMI über 27 hat, irgendwelche ersten Krankheiten sollte es eigentlich haben. Mit der Begründung hinten raus werden eben Folgekomplikationen massiv reduziert, rechtfertigt dann wahrscheinlich sogar die Kosten für die Therapie selbst. Ist nicht sogar Alzheimer im Gespräch? Ja, also das ist, also ja, ich bin gespannt, was kommt, das dauert immer lange, bis man in großen Studien und so, da würde ich sagen, einmal ist es total

[01:18:29] schwierig, weil du weißt nie genau, wann hat das angefangen, das dauert manchmal auf Jahrzehnte, bis es dann wirklich richtig vermanifestiert und die Leute sind schon vermanifestiert, weil die vergessen dann auch mal Folgetermine und so, also das ist halt, Alzheimer ist echt so eine Königsdisziplin, was Wirksamkeitsnachweise angeht, aber ja, also ich glaube, ich glaube, da wird noch viel kommen und was man auch nicht vergessen darf, das wird ja jetzt aufgrund dieser Blockbuster, die jetzt entstanden sind, sind ja viele Pharmakonzerne überhaupt in dieser gesamten GLP-1-Welt

[01:18:58] rund umherum mega interessiert und was da ein Porsche-Kosten-Gel wird sehr gut vorstellen, dass wir eben also Tabletten jetzt sehen werden, aber vielleicht auch nochmal andere Kombis, Munjaro zum Beispiel ist ja nicht nur GLP-1, sondern ein anderes Motikül mit dabei und sowas, da mehr und mehr nochmal. Munjaro ist von Ida Lilly, von den Oricanern. Ja, sorry. Und also ich glaube, da ist einiges Spannende. Übrigens auch, was viele vergessen, es gibt ja auch nochmal andere Geschäftsmodelle

[01:19:27] nach dem Motto, wenn es Goldgräberstimmung gibt, verkaufe Schippen. Ja, lass mal darüber reden, was sind die Geschäftsmodelle, die man jetzt umsetzen sollte, was sind die Schippen in der Osempig-Welt? Wenn wir sagen, der Preis, der droppt auf 100 Euro oder die Kasse übernimmt einen Teil oder wer auch immer und das ist flächendeckend verfügbar, was sind die Geschäftsmodelle, die man auf der Plattform nehmen? Neben dem Welser-Konzept natürlich, also alles, was Komplementärgrüder sind dazu. Medizinisches Glas. Ich glaube, Gerritsheimer wird sich richtig freuen jetzt, weil die

[01:19:57] machen ja diese Flaschen und alles, das muss ja ein besonderes Glas sein, das Material dafür, die Injektionspensel, die Nadeln und so weiter, das ist ja auch Teil dieser... Also in der Supply Chain, wie kommt das eigentlich, es wird auch gekühlt versendet, oder Moritz? Das kommt bei dir in einem... Genau, ich habe mal so eine Saftkur bestellt gehabt, die kann man auch in so einer Kühlbox haben. In der Rapportbox, oder? Ja, genau, mit so einem Kühl... Kann man auch nachhaltiger und besser machen, was man woanders bestellt. Okay, aber was gibt es noch

[01:20:27] für Schaufeln im Abnehmen-Rausch? Also, was es in den USA gibt, und zumindest Walmart hat eine eigene Food-Linie gelauncht, eine eigene, sag ich mal, Prep-Meal, Line gelauncht, die von Menschen gemacht ist, die gilt wie eins nehmen. Die auch für sein Pick sind, also sprich, High-Protein und... Genau, Low-Carbs normalerweise, weil du hast am wenigsten Lust auf Carbs oder auch fleischlastige Sachen, aber willst ja gerade, wenn du parallel Sport machst, brauchst du ja trotzdem

[01:20:56] ja auch einen Intake in dem Gewissen. Es gibt eine eigene Line eben und glaube ich, für auch die unterschiedliche Zielgruppen, weil ich es auswendig richtig zusammenbringe, also sprich, jemand, der jetzt zum Beispiel geht wie eins in den Grundsport macht und beim Sport eher, sag ich mal, auf Ausdauer geht oder auf Muskelmasse auch nochmal unterschiedlich, dass man da halt dann auch, sag ich mal, beides gleichzeitig machen kann, also, ja, ich glaube, das ist definitiv etwas, was in Deutschland ich auch hier und da

[01:21:24] auch so aus der Startup-Bubble mitbekommen, dass ich da Parties mit beschäftigen, aber auch große Player meines Wissens nach aus dem Lebensmittelbereich in Deutschland da auch schon seit einem Jahr dran sind. Was glaubt, gibt es so Gruppencoachings, also ich meine Weight Watch ist darüber groß geworden, so Accountability Groups im Grunde, um quasi die Willensstärke mit einer Gruppe besser hinzukriegen, jetzt ist die Willensstärke nicht mehr so relevant, weil die wird durchs Medikament quasi erhöht, aber gerade für den Aspekt, um vom Medikament wieder runterzukommen, das hatte ich mich gefragt,

[01:21:54] also gibt es da einen Case, gibt es ein Business, um die Leute wieder wegzukriegen? Vielleicht da ganz dazu wissen, Weight Watchers hat in den USA eine eigene Plattform aufgebaut für GLP-1? Wie heißt der Sequence? Oder ich glaube, sie haben sie gekauft, als ich noch Early Stage war, haben sie die gekauft, aber mit der gleichen Logik, wie du gerade gesagt hast, im Sinne von, das ist eigentlich der Einschritt in das Weight Watchers-Universum und wenn du allerdings dann mit deiner GLP-1 bei anderen fertig bist, dann bist du von Weight Watchers de facto übernommen, um halt den nachhaltigen Effekt

[01:22:23] dann zu gewährleisten. Kann ich mir auf alle Fälle vorstellen, ich meine, wir wurden regelmäßig jetzt generell mit GoLiter von Fitnessstudios-Ketten angesprochen. Wirklich? Okay. Aber aus der gleichen Logik zu sagen, dass wir de facto die Patienten dann übergeben, die Jojo-Effekte halt zu vermeiden. Okay. Ja, fertig sind. Ja, das ist zum Beispiel das würde auch euer Problem ein Stück weit lösen,

[01:22:54] dass ihr den gesamten Lifestyle drumherum in der Indikation mitverkaufen müsst, dass ihr dann halt einen Deal haben würdet mit der RSG Group zum Beispiel, die den John Reed und andere Firmen gehören oder dem Urban Sports Club, dass ihr quasi flächendeckend den Leuten dann eben noch Bewegung zu verpüren stellen könnt. Exakt, exakt. Ich meine, heute tun wir das eben, wie gesagt, solche Digital-Therapie-Apps, die das, sage ich mal, ja, so mit, ja, sage ich mal, Körpergewichtstraining

[01:23:23] zu Hause machen und so weiter. Aber genau, genau, was du sagst, ich kann es mir gerade, wenn man jetzt davon auskennt, dass wir eher wohlhabende Patienten da haben, dann natürlich könnte man sich auch Personal Trainer-Konzepte überlegen. Es gibt ja auch eigene Gyms oder High Rocks. Also generell, das ist auch so ein Brand-Effect, wenn nachdem jeder gefühlt mit dem ich seit zwei Wochen mit rede, plötzlich nur das Wort High Rocks. Ein gutes Testimonial, wenn er erstmal sechs Monate Wellster und dann High Rocks Champion. Ja, das wäre eine

[01:23:53] Mega-Story, das wäre eine schöne Story. Ja, ich glaube, genau, was ihr gerade sagt, das ist ja irgendwie auch ein Teil, was einen Moment gibt zu einer größeren Bewegung, die man generell gerade bemerkt, aus meiner Sicht. Also klar, wir leben jetzt irgendwie auch in einer Bubble, ich verstehe das schon, aber neben dem High Rocks und irgendwie Supplements und dann hast du die ganzen Longevity-Trends, die gerade auftauchen und zunehmend mehr sehe ich auch Unternehmerinnen, die halt Lust haben, alkoholfreie Drinks zu machen und sowas oder sogar Hotels, die sagen, wir machen die noch alkoholfrei und sowas,

[01:24:22] weil sie sich da auch einstellen, dass das jetzt passiert. Ich glaube, das ist einerseits generell ein Trend, auf der anderen Seite auch das, was wir schon mal vorher besprochen haben, ich glaube, wenn du zum Beispiel gerade so ein G1 nimmst oder du bist nicht mehr so impulsbesteuert auf bestimmte Sachen oder deine vorigen Verhaltensmuster prägen dich nicht mehr so sehr, dann fängst du auch an zu denken, okay, wenn ich jetzt schon das Ganze mache, was esse ich denn jetzt eigentlich oder was trinke ich denn jetzt eigentlich, dann willst du ja auch nochmal Alternativen haben, vielleicht isst du auch weniger Schokolade oder sowas, das ist ja auch entscheidend, hat der Ferrero da

[01:24:52] riesen Angst und manchmal so munkeln hören, dass man dann halt überlegt, okay, was ist denn jetzt das, was da für die Leute dann auch interessant ist, dass sie in dieses Gesangkonzept reinpasst mit High Rocks und Co., also ich glaube generell ist da ein großes Momentum. Ja, Ferrero ist auch ein gutes Stichwort, also ich gebe da auch die Verliererseite, so wer ist denn potenziell negativ betroffen und da gibt es ja genau diese Theorien, also auch Scott Galloway in seiner Keynote

[01:25:22] sagt da im Grunde, es gibt Hedgefonds, die sich schon positionieren, um quasi gegen McDonalds, gegen Starbucks, gegen Nestlé, also gegen die ganzen Zuckerfirmen, muss man ja sagen, zu wetten. Warum? Weil sie sagen, wenn ein signifikanter Teil der Bevölkerung weniger Kalorien zu sich nimmt, dann fallen diese Kalorien auch da weg, wo halt am meisten gegessen wird und das ist im Zweifel eben McDonalds zum Beispiel in den USA, sie haben das durchgerechnet und da gibt es Szenarien, dass wenn McDonalds irgendwie plötzlich

[01:25:50] 10% weniger Kalorien verkauft, also kann man sich vorstellen, was da im EBIT passiert. Ja, das ist, also ich weiß nicht, ob das dann PR-Stories sind, aber es gab, glaube ich, vor einem halben Jahr oder sowas, vor einem Jahr schon mal die Statistik des Walmart irgendwie x-Prozent Umsatz einbußen hat, seitdem Vigobio, Monjaro in den USA normal in der Süßfahnenabteilung niemand mehr, die sind alle im Gemüseregal. Genau, Gemüseregal, da gehen halt dann vielleicht dann, ja, essen halt einfach

[01:26:20] weniger über den Tag hinweg, haben tatsächlich dann vielleicht nur drei Mal am Tag normale Mahlzeiten als sechs Mal oder immer die Anzahl, was die Leute essen. Ja, uns vor allem, ich kann mir vorstellen, nachdem mir Szenar schon gesagt hat, dass ja gerade auch geforscht wird, gilt ja eins, auf was alles anderes für Indikationen das auch einwirken wird, egal für was du es auch dann nimmst, wenn du es jetzt in der Theorie irgendwann mal gegen Alzheimer nimmst oder gegen irgendwie Herz-Kreislauf-Störungen, wirst du ja trotzdem diesen Zeit-Effekt haben, dass du weniger Appetit hast,

[01:26:50] ja, und auch mal gesagt nicht, das heißt, das heißt, umso mehr Negationen hast, wird du automatisch immer das als Nebeneffekt haben und dadurch automatisch die, sag ich mal, Industrien, die du gerade genannt hast, werden da eigentlich sich entweder irgendwie anpassen müssen, ja, oder werden eigentlich nachhaltig verlieren, umso mehr Prozent der Gesellschaft eigentlich diese Medikationen nehmen, und auch immer. Was denn, das können noch Verlierer sein? Also im Übrigen, meine These wird sein, also gerade McDonald's zum Beispiel hat sich als ausdrücklich resilient gezeigt

[01:27:19] über die Jahrzehnte, und die Leute haben dann ja nur keine Lust mehr auf dieses hochkalorische Essen, aber könnte es ja dasselbe irgendwie mit einem gebratenen Hähnchenwurst und sonst was mal gegessen wird immer noch, so ist ja nicht. Und auch an der Autobahnraststelle wird immer noch gegessen, insofern bin ich da der Meinung, der Meisterkzollens überlebt und bringt den Low Carb Burger. Wie Walmart das gemacht hat,

[01:27:47] so eine eigene Linie vielleicht für die Leute, die es nehmen, vielleicht so ein eigenes Happy Meal. Ja, Mars Protein. Ich glaube schon, dass da viel für das Expert ist. Ich denke, diese ganzen, diese traditionellen, es gibt ja diese Weight Loss Kurse, es gibt eine riesen Online-Industrie rund um Leute, die so diese Programme verkaufen, Influencer zu dem Thema und so, ich glaube, bei den Geschäftsmodellen würde ich mir am meisten Sorgen machen. Und so im Grunde so Nahrungsergänzungsprodukte zum Abnehmen, da gibt es ja auch ganz viel.

[01:28:18] Ja, und ich glaube, dass wir das, was du sagst, weil du hast natürlich bei so einem Thema, ist ja ein bisschen wie Erektionsstörung. Ich glaube, bevor Viagra erfunden worden ist, das war ja auch das Thema seit Tausenden von Jahren oder seitdem irgendwelche Menschen dann, wann ich mit der Kutsche von Dorf zu Dorf gezogen bin und irgendwelche Instituen ganz teuer verkauft haben, weil das halt ein riesiges Nietz war, weil da ist das ein Problem, was da war. Das Rino-Horn. Zum Beispiel, ja, würde auch interessieren, wenn das in China sich vom Marktanteil verändert hat. Aber ich glaube,

[01:28:48] genau das übergebe ich das Thema. Weil wir gesagt haben, es ist ja zumindest, seitdem wir in einer Rolzlandsgesellschaft leben, es ist ja ein prävalentes Thema und da haben sich massive Industrien drum gegeben, aber jetzt hast du das erste Mal wirklich ein Medikament, das Evidenz hat, das wirkt halt wirklich, wenn du es anwendest. Ja, und dadurch automatisch hast du, glaube ich, sehr viele Themen, die eher, ja, von der Marketing-Story sich gut verkaufen lassen, aber keine Wirkung haben, die automatisch abgeschaltet werden. Ja, und ich glaube, ich kann mir da vorstellen, dass der Nahrungsergänzungsmittel

[01:29:18] sicher NEM ein Bereich ist, wo zumindest die Heilversprechen immer weniger werden werden. Dann geht aber, dass die anderen begleiten sind. Dann andere Heilversprechen dann kommen, wenn es dann eher darum geht, dann eben dann die Long-Term-Habit zu halten oder auch Nährstoffe, die man vielleicht, weil man weniger isst. Ja, man hat ja auf generell, man hat ja auch die Gefahr, dass man vielleicht weniger Mineralien und Vitamine zu sich nimmt, weil man halt generell weniger isst. Auch geht, die man braucht. Ich glaube, da kannst du dann auch im NEM-Bereich aber wieder komplementär werden.

[01:29:48] Das Orthomol für die Vigobi-Patienten. Ach so, Problematärer darauf anzusetzen. Ist jetzt ein bisschen off-topic, aber so eine Zukunftsvision der Mike ist Rattel, das ist so ein Fitness-Influencer mit einem Parmidon-Pollowern, der ist gerade so promotet, der selbst spritzt sich auf die Testosteron ohne medizinische Indikationen, sagt er auch ganz offen, redet aber auch total offen über die tausend Probleme. Daher sagt er, ich komme mir manchmal vor, der hat eigentlich einen PhD in Exercise Physiology, war mal Professor und dann meinte, ich komme mir manchmal so richtig dumm vor, ich bin einfach nur

[01:30:17] auf die Welt und so, also der erzählt wirklich, warum es eigentlich dumm ist, das zu machen. Da gibt es so ein Interview, wo er sagt, what are the reasons not to do it? How much time do you have? Und dann randet er da so los. Aber er hat mal so einen Gedanken gespielt in einem Podcast, wo er sagt, er glaubt, irgendwann gibt es halt ultra viele so Enhancement-Drugs und du musst gar nicht mehr in den Gym gehen, weil du wirst einfach auch so mega bach und dann sparst du halt noch mal ein paar Stunden am Tag das so fortnehmen und so. Keine Ahnung, also gibt es jetzt, weil ich jetzt medizinisch nicht so die Hinweise,

[01:30:47] dass das jetzt irgendwie demnächst kommt, aber ich glaube, was ich so sehe, auch auf meinem Instagram-Feed und so, ist, dass Leute halt viel, viel, viel offener auch über nicht medizinisch indizierte, was wir jetzt nicht machen, aber auch so nicht medizinisch indizierte Anwendungen von allen möglichen Sprechen und das so ein bisschen auch krass nicht stark stigmatisiert wird, obwohl, gerade auch Testosteron, wenn du es halt nicht richtig machst, auch gefährlich sein kann. und ich habe schon den Eindruck, dass da auch jetzt so eine Riga der harten Selbstoptimierer gibt, die sich da mit allen möglichen

[01:31:16] nochmal aufbüren. Bin gespannt, wie sich das entwickelt. Ist jetzt nicht die breite Masse, aber eigentlich die Medizinerwelt ist so gedacht, dass du Medikamente entwickelst, Krankheiten zu behandeln. Die einzige Ausnahme ist eigentlich die Pille für die Frau. Die wurde als Verhütungsmittel entwickelt. Das wäre heute wahrscheinlich kaum möglich, ein Medikament auf dem Markt zu bringen, weil wir in allem von irgendwie diesem Spodiel, von dem Nico gesprochen hat, Phase 1, 2, 3 und so weiter. Du musst eine Ethikkommission haben,

[01:31:46] du musst begründen, warum du Leuten potenziell auch Risiken aussetzt und was der medizinische Mehrwert ist und was das erinnert aus dieser Krankheitswelt und deswegen in so einen Bereich kommen, wo Dinge auch einfach einen sehr starken gesundheitsfördernden Aspekt noch mithaben. Das ist gerade nochmal eine Bewegung, die ich finde so in den letzten zehn Jahren auch sehr oft geholfen ist und natürlich jetzt auch diese kosmetischen Sachen, wo man als Arzt einem bezahlt ein Punkt holen, weil du dann auch Body-Type-Probleme nochmal kennst

[01:32:16] und sowas, aber so auf Makro-Ebene sieht man sehr so einen starken switchen vielen Ebenen von Krankheitsbehandlung hin zu Gesundheitsförderung und auch auf ein Stück weit auch auf Medikamenten. Ich bin mal gespannt, ob das jetzt so nochmal stärker auch angetrieben wird, dass man immer mehr überlegt, präventive Sachen auch auf Medikationsebene zu machen, aber generell noch mal stärker in die Prävention zu gehen, was immer schon irgendwie so ein Prävention war, immer haben alle darüber gesprochen, ein bisschen eine Prävention machen,

[01:32:46] aber so richtig gelebt wird es ja eigentlich nicht von unserem normalen Gesundheitssystem. Ich glaube, dass nochmal auf einer anderen Ebene das so ein Impuls ist, der jetzt hier rausgestoßen wird, der teilweise sehr gute Ströben hat, teilweise aber auch Dinge hat, die wir uns kritisch und sehr genau anschauen müssen, die ich auch ein Stück weit gefährlich finde, gerade so als Trends. Aber Sven, damit kommt doch zumindest Stand jetzt die Logik von verschreibungspflichtigen Medikamenten an ihre Grenzen. Weil die verschreibungspflichtigen Medikamenten kommt aus der

[01:33:16] Denke, jemand ist krank, also die Gesundheit ist aktiv schlechter geworden, er bekommt etwas, dass es wieder besser wird. Wenn in dem Moment, wo ich zu einer Präventionsmedizin gehe, ist ja die Logik, du bist noch gar nicht kaputt, aber ich gebe dir trotzdem schon etwas. Und damit ist die gesamte Logik des verschreibungspflichtigen Medikamentes ja dazu gekommen. Naja, du könntest ja trotzdem sagen, es bleibt verschreibungspflichtig, weil die Idee, was ist eigentlich der Verschreibung? Das ist, du hast Pros und Cons und du brauchst irgendjemanden,

[01:33:46] der die abwägen kann. Und dich begleitet. Genau, und das Richtigste brauchst du halt, stand heute zumindest, ein Medizinstudium, was irgendwie sechseinhalb Jahre geht und relativ viel Berufserfahrung. Und du musst trotzdem auch noch überlegen, macht das für diese Person Sinn? Also, wenn du jetzt einen Bluthofflug hast, habe ich eine Palette von unterschiedlichsten Medikamenten, die ich dir verordnen kann. Und da gibt es welche, die nimmt man als erste Linie, jetzt mal in die dritte Linie, aber selbst bei der ersten Linie, kann ich die Frage eigentlich wirklich erst richtig gut beantworten, wenn ich verstanden habe, was dir wichtig ist und was du für

[01:34:16] Nebenerkraft hast. Also, daher kommt eigentlich dieser Gedanke, dass man jemanden hat, der für dich das Optimale findet Folgik, trifft eigentlich auch auf Präventionsgedanken zu. Aber du hast recht, so die Art, wie wir verschreiben, ist halt sehr auf, ich habe erstmal ein Problem und das muss ich fixen und weniger auf, da wird ein Problem auftauchen und ich möchte jetzt proaktiv sein oder nicht reaktiv. Das ist schon gut. Ja, und vielleicht redet sich's mit GLP-Oans, das ist auf jeden Fall, glaube ich, eine der bedeutendsten Erfindungen

[01:34:45] im medizinischen Bereich der letzten Zeit und hat diesen gesellschaftlichen Trend auch definitiv mit ausgelöst, der bei vielen Leuten deutlich, glaube ich, stärker in diese Präventionsrichtung geht. Ich danke euch, dass ihr dabei wart, ich fand's super, ich habe super viel gelernt, fand's extrem spannend. Wo kann man euch finden, wenn sich Zuhörer und Zuhörerinnen für mehr interessieren? Sven, deine Handynummer packen wir in die Show Notes, falls jemand ein Rezept braucht, das ist kein Problem.

[01:35:16] Nico, wo findet man euch? Wir sind tatsächlich direkt neben der Trenilienwiese in München, also, wenn ihr dann doch mal ein Bier mit mir trinken wollt, dann... Aber nur zur Wiesn. Genau, zur Wiesn. Naja, also wir sind in München, mich selber auf LinkedIn, ja. Verlinken wir. Gerne, gerne, gerne machen und ja, und sonst findet ihr uns dann im freien Internet, wenn ihr die Probleme habt, die wir behandeln können. Freien Internet, Moritz Max hier, golighter.de nächstes Mal.

[01:35:47] Aber vielen Dank, das hat mir sehr Spaß gemacht, auch mal in so einer Lock-in-Runde-Bild-Thematik zu reden, weil oft ist es dann sehr stark rein medizinisch, sehr stark rein Start-up und Business-mäßig, auch mal die Kombination zu haben, auch in so einer, fand ich sehr, sehr gut. Ja, freut mich, dass ihr auch zu zweit gekommen seid. Sven, wo findet man dich auch auf LinkedIn oder? LinkedIn, geht es am einfachsten, am aktivsten. Top. Immer so. Vielen Dank euch. Und schönen Tag. Vielen Dank. Bis dann. Ciao. Servus.