Sechs Jahre lang hat Yilmaz Köknar Superchat ohne Presse, Bühne oder Longform-Podcast auf 20 Millionen ARR aufgebaut. Jetzt gibt der Co-Founder und CEO sein erstes Longform-Podcast-Interview. Wir öffnen sein Go-to-Market-Playbook: von Google Maps und 100 bis 150 Anrufen am Tag über die erste Million ARR mit 15-Sekunden-Ads bis zu 10.000 Kunden.
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00:00 - Trailer & Intro
01:00 - Vom Wischmopp zur ersten Million ARR: die ersten Superchat-Ads
09:27 - Vom gescheiterten ersten Startup zu 20 Millionen ARR: erst verkaufen, dann bauen
24:53 - Von 100 auf 10.000 Kunden: Yilmaz' Go-to-Market-Masterclass
31:55 - Fundraising ohne Abschluss: der Eminem-Move und die Series A nach zwei Kaffees
45:03 - Wenn wichtige Mitarbeiter kündigen: Wie Gründer wieder handlungsfähig werden
01:05:52 - Co-Founder, Coffee Walk und Unternehmenskultur bei Superchat
01:15:37 - Pricing und Produktfokus: die 15-Minuten-Regel für neue Funktionen
01:30:28 - Lernen ohne Bücher, Fokus ohne Öffentlichkeit und Yilmaz' erstes Longform-Interview
01:39:30 - Vom Gründer als Bottleneck zur Krise mit einem wichtigen Partner
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[00:00:00] Wir haben gerade 20 Millionen ARA geknackt. Gib mir eine Masterclass zu GoToMarket. Die ersten 100 Kunden, die ersten 1000, die ersten 10.000, die du jetzt hast. Die ersten 100 Kunden waren einfach anrufen, Leute sprechen, LOI signen, Kunden onboarden. Wir haben alles immer sehr brute force gemacht. Wir hatten kein Pricing, keine Pakete, gar nichts. Nur Google Maps und ein Telefon. 100 bis 1000 Kunden dann. So 15 Sekunden. Und darüber haben wir mehr als die erste Mio ARA reingeholt.
[00:00:27] Okay, der Weg zu den 10.000 Kunden. Was musste sich ändern für dich als Founder? Es wird nie 100% perfekt sein, sondern du musst halt einfach pushen, um dann wieder neue Probleme zu finden, die du halt sorgen kannst. Das, was am Ende skaliert, ist, wenn du gute Leute um dich herum hast. Der Kiki danach war einfach...
[00:00:50] Die heutige Folge wird präsentiert von Konto, dem Geschäftskonto, auf dem ich alle meine Firmen laufen lasse. Und jetzt zur Folge mit Yilmaz von Superchat. Alright, Yilmaz. Ich will heute mal rausfinden, ob die Street Smartness den Business School MBA schlägt. Ja. Und habe dafür als erstes schon mal ein Foto mitgebracht. Ein Foto? Pass mal auf. Ah, krass. Hier ist ein Foto von dir. Wenn wir es nur zuhören, müssen wir es einmal kurz beschreiben. Du stehst hier in einem Büro, das relativ leer ist.
[00:01:19] Du hast so eine Art Wischmob in der Mitte auseinander gebrochen. Ja. Und oben mit Tape ein Mikrofon dran geklebt. Und jetzt ist meine Frage, wie hat dieser Wischmob zu einer Million neuem wiederkehrenden Jahresumsatz geführt? Geil, Phil. Ich glaube, die Story dazu ist so ein bisschen, wir haben irgendwann gecheckt, dass Performance Marketing oder in dem Markt, wo wir unterwegs sind, einfach Performance Marketing Kiki ist.
[00:01:44] Und so eine B2B, aber eigentlich eine D2C Motion gebaut, wo wir einfach sehr kurze Ads hatten, die dann halt auf eine Landingpage gegangen sind oder halt in Meta-Lead-Forms. Und wir darüber halt extrem viele Leads generiert haben, vor allem am Anfang. Und dann dachten wir uns so, okay, wie kriegen wir quick and dirty einfach viele Creatives immer raus? Und haben dann angefangen, einfach so 15 Sekunden Videos zu drehen. Damals mit Jonas, unserem Head of Growth.
[00:02:12] Und waren immer jedes Wochenende, das war glaube ich fast jeden Samstag, sah das so aus. Davor haben wir fairerweise immer eine Stunde lang das Mikrofon gesucht. Das haben wir auch jede Woche verloren. Und haben dann immer so 15 Sekunden kurze Videos gedreht. Immer ganz kurze Hook am Anfang. Problem, Lösung, hier klick da unten, sign dich ab, da rufen wir dich an und dann verkaufen wir die Superchat sozusagen. Aber wir haben alles immer sehr brute force gemacht. Das heißt, wir haben irgendwann gecheckt, so okay, nur mit Handy funktioniert nicht. Mikrofon anstecken sieht nicht cool aus.
[00:02:42] Irgendwie so einen Mikrostab hatten wir auch nicht. Und dann war die Wischmopp-Stange leider so unser Workaround. Aber es hat extrem gut funktioniert. Das war die Mikrostange. Du hast das Mikro dann quasi ins Bild reingehalten oder über das Bild oder wie? Ja, genau. Ich hatte das Handy in der einen Hand, dann die Stange in der anderen Hand. Haben es immer so versucht zu balancieren, damit es nicht im Bild drin ist. Ich glaube ein paar Ads ist sie sogar im Bild drin, aber es war uns auch egal. Und haben dann da halt einfach immer vor den Fernseher gestellt, weil das war immer so unser Go-To. Rechts eine Person, Fernseher daneben und dann irgendwie ein Bild vom Produkt.
[00:03:11] Und dann einfach 15 Sekunden Ads gedreht. Und darüber haben wir, ich denke mal mehr als die erste Mio ARA reingeholt am Anfang. Annual Recurring Revenue, die erste Millionenwiederkehrender Jahresumsatz. Geil. Du sagst, du hast dein Unternehmerwissen auf der Straße eingesammelt. Was heißt das? Ich sag's immer zum Spaß, weil ich glaube immer, es gibt so Street Smartness und Book Smartness. Und es ist beides glaube ich sehr gut.
[00:03:38] Aber ich würde sagen, ich bin so 90% Street Smart und 10% Book Smart. Weil ich einfach alles, was ich gelernt habe, immer so learning by doing war immer so mein Mindset. Immer einfach irgendwie quick and dirty was raushauen und dann extrem schnell iterieren und halt hyper selbst reflektiert sein. Dazu kann ich vielleicht später noch ein bisschen was erzählen, wie ich das mache. Aber das war immer so, ich hab immer gesagt, du kannst einfach so Sales, Unternehmertum, Performance Marketing einfach nicht in der Uni lernen.
[00:04:08] Weil das geht einfach nicht. Du musst, um Performance Marketing zu checken, musst du mal 100k spenden. Sehen, was funktioniert, was nicht funktioniert oder halt 50 Euro am Tag spenden. Oder halt einfach viel ausprobieren, um halt zu sehen, was klappt und was nicht klappt. Sales genauso mit Kunden sprechen, verkaufen und so weiter. Weil es funktioniert nicht, dass du das halt nur in einem Entrepreneurship-Studium lernst. Weil das ist alles sehr theoretisch. Und in der Praxis sieht es meistens dann immer sehr anders aus. Und du hast trotzdem studiert? Du kommst von der Code University hier in Berlin, Tech Hochschule, hast Product studiert.
[00:04:38] Du gehörst zu dieser Code Mafia an Startups, die da rausgekommen sind. Vielleicht gibt es irgendwann wie die PayPal Mafia, so eine Code Mafia. Aber Companies wie Combo zum Beispiel aus Berlin, super erfolgreich. Langdog, einer der größten deutschen AI-Erfolge wahrscheinlich. Prime Intellect hat gerade über 100 Millionen geraced. Du hast alles so deine Kohorte an Studis, die aus der Code University kamen. Was mischen die da ins Leitungswasser? Glaubst du, dass da solche Leute rauskommen und so eine Mafia entstanden ist? Ja, ein Moment, der glaube ich sehr prägend war so. Oder vielleicht nochmal ein Step back.
[00:05:08] Ich habe kurz angefangen an der TUM zu studieren, habe es dann da abgebrochen und bin dann an die Code gegangen. Warum? Ich glaube, das kann man so sehr, krasse Kontraste. TUM, hast du halt deine Skripte bekommen, auswendig gelernt, Multiple-Choice-Klausuren, warst so eine Nummer unter 700 Leuten im Jahrgang. Da habe ich wirklich sehr wenig gelernt, leider im Studium. Habe halt coole Leute kennengelernt, aber so im Studium. Dann habe ich Tom kennengelernt an der Code und Design-Initiative in München. Er meinte, hey, komm doch nach Berlin, erste Kohorte von der Code.
[00:05:36] Und du hattest einfach so eine Gruppe von, ich glaube, 88 Studenten in der ersten Kohorte, die sehr risikobereit waren, weil es war keine Uni zu diesem Zeitpunkt. Es gab keine Vorlesungen, wir waren in einem nicht beheizten Space an der Factory, die er sich eröffnet hatte. Der allererste Jahrgang von der Code. Aber du hattest halt 88 Leute mit einem sehr ähnlichen Mindset, die bereit waren, ein Risiko zu nehmen, Sachen zu bauen. Und dann werde ich nie vergessen, Roland, einer unserer Angels und auch Professor an der Code,
[00:06:06] der ist so in die Marketing-Vorlesung reingekommen. Da saßen zehn Leute, war ein sehr kleiner Jahrgang, kleiner Kurz, cooles Marketing-Vorlesung. Roland kommt rein und sagt, hey, wir starten jetzt und lernen was über Performance-Marketing. Wie machen wir das? Jeder von euch erstellt sich jetzt einen Google Ads Account, einen Facebook Ads Account und hier ist meine Kreditkarte. Reicht die einmal rum, hinterlegt die als Payment-Methode und dann schalten wir jetzt ein paar Ads. Hat er wirklich gemacht? Hat er wirklich gemacht. Ich glaube, er macht es immer noch. Aber das ist so der Moment, wo ich mir dachte, what the fuck? Also, was geht denn jetzt?
[00:06:36] Und dann das Lustigste war einfach noch, er hat das gemacht, dann sollten wir eine Domain kaufen, wo es ja eine Website-Landing-Page ist ja immer neben uns gekommen. Da meinte ich so, hey, Roland, welche Domain sind? Ich weiß nur, alle arme Studenten, die da in diesem Raum saßen, meinte so, hey, die kostet fünf Euro, die kostet 89 Euro, aber die ist, glaube ich, besser, weil die klingt einfach besser. Also, hä, kauf natürlich die. Tippt da wieder seine Kreditkarte ein, Domain gekauft, Landing-Page gelauncht. Zwei Wochen nach, das lief dann so drei, vier Wochen, zwei Wochen danach kam er irgendwann in die Vorlesung, meinte so, hey Leute, ich habe ja gesagt, ich weiß nicht mehr, was sein Budget war.
[00:07:05] Ich glaube, 50 oder 100 Euro am Tag meinte er so im Spenden. Und dann kam er so rein und meinte so, hey, Google hat mich gerade angerufen und hat gefragt, ob in den Kampagnen alles gut läuft. Und er meinte so, normalerweise rufen die nur an, wenn das Budget zu hoch ist oder irgendwas da nicht ist. Könnt ihr bitte mal alle in die Ad Manager reingehen und schauen, wo das Budget ist. Und das heißt, es ist einfach so komplett egal. Aber er war einfach so in der Lage, weil er davor auch was erfolgreich gegründet hat. Und er wusste einfach, bevor ich den jetzt hier irgendwie erkläre,
[00:07:33] wie so eine Kampagne funktioniert, Ads schalten, bla bla bla. Macht einfach mal. Einfach machen. Und es war ein mind-blowing Moment im ersten Jahrgang, glaube ich, so erster, zweiter Kurs, den ich da besucht habe an der Code. Okay, Shoutout an Roland Fassauer. Ja, 100% Unternehmer, hat mal Intershop mitgegründet, cooler Business Angel. Ja. Hat offensichtlich die Kreditkarte ohne Limit. Oder mit Limit. Aber das war, glaube ich, so zur Code noch so. Wir waren im sehr geschützten Rahmen so. Du hattest drei Jahre, wo du deinen Bachelor machen konntest,
[00:08:01] den wir dann am Ende leider auch nie fertig gemacht haben. Aber du hattest drei Jahre Zeit, deinen Bachelor zu machen. Und hattest halt coole Leute, von denen du lernen konntest. Roland hat so viel Feedback gegeben auf, glaube ich, keine Ahnung, 30 Pitch-Tags, die wir mal gebaut haben. So, Tom, konntest du immer approachable, du, weißt du, du hattest einfach so einen sehr geschützten Rahmen, konntest machen, was du willst, an Projekten arbeiten. Und hattest sehr erfahrene Leute, die halt immer hyper approachable waren, die einfach so die Shortcuts geliefert haben.
[00:08:29] Und ich würde sagen, das ist so das große Geheimnis, das große Anfahrt warnt, einfach von der Code. Werbung. Ich glaube, Unternehmertum ist die Kraft, die die Welt am meisten voranbringt. Deswegen wollen wir bei Founder Mode Unternehmertum feiern und noch mehr Leute dazu bringen, eine Firma zu gründen. Wenn du bei der Folge zuhörst und sagst, ich kann nicht stillsitzen, ich muss jetzt ein Startup gründen, dann mach das am besten von Anfang an auf Basis von Konto, dem digitalen Geschäftskonto. Alle Firmen, die wir als Founding-Investoren neu gründen, setzen Konto ein.
[00:08:58] Und das ist super einfach. Es gibt eine eigene IBAN, wo das Stammkapital eingezahlt wird. Unsere Notarin kriegt automatisch eine E-Mail, wenn die Gesellschafter einbezahlt haben, reicht zum Handelsregister ein und die letzten Gründungen, die wir so gemacht haben, haben weniger als zwei Wochen gedauert. Mit Konto kannst du dein Unternehmen schnell und einfach gründen. Konto übernimmt die Koordination für dich und du musst keinen Papierkram ausfüllen. Geh auf Konto.com, Konto mit Q, und nutze den Code Founder Mode, um das Produkt sechs Monate kostenlos zu testen. Und jetzt zurück zur Show mit Yilmaz Köknar. Werbung Ende.
[00:09:28] Du hast verschiedene Projekte durchgetestet. Du warst eine Weile in den USA, du bist so zurückgekommen, bist dann wir uns kennengelernt vor sechs Jahren. Und die Sachen haben nicht funktioniert. Ja. Was war dein innerer Dialog zu der Zeit, zu sagen, ich mach trotzdem immer weiter, ich probiere so lange Projekte aus, bis was klappt? Was hast du dir selber erzählt? Ja, es hat mir einfach immer sehr viel Spaß gemacht, Sachen zu bauen und dann halt so zu sehen, wie so ein Produkt entsteht. Und ich glaube, das war auch so am Anfang der größte Fehler, in Anführungsstrichen, den wir gemacht haben.
[00:09:57] Wir haben mit Mika davor zusammen eine andere Company gegründet. Mika ist mein Co-Founder jetzt. Genau, Mika ist mein Co-Founder. Und dann haben wir KIT gegründet. Das war so eine User Research Plattform, wenn wir eine Code gelernt haben, redet mit Kunden und mit potenziellen Usern, Kunden. Haben das gebaut, haben echt ein sehr cooles Produkt gebaut, haben sogar so als Studenten im dritten, vierten Semester von APX damals so 50k bekommen, hatten dann auf einmal ein Büro da mitten in Berlin. War alles irgendwie sehr crazy.
[00:10:26] Aber wir haben einfach sehr lange ein cooles Produkt gebaut und dann als es darum ging zu launchen und halt Kunden ranzuholen, waren wir so, okay, what the fuck, was machen wir jetzt? Und waren zu dem Zeitpunkt dann kurz in Amerika auch, wurden da nochmal komplett auseinandergenommen und waren dann aber, als wir zurückkommen sind, einfach burnt. Waren so, ach okay, wir haben jetzt dieses geile Produkt gebaut. Die dachten, jetzt rennen uns die Leute hier die Bude ein. Wir haben gelernt, so, Product muss geil sein, dann kommen die Kunden von alleine. Ist ja nicht passiert. Und dann dachten wir uns so, okay, krass,
[00:10:56] wie machen wir es einfach beim nächsten Mal komplett anders? Und ich glaube, das war so das Key Learning. So, das Bauen ist schon das Coole, das macht am meisten Spaß. Du kannst dich da so hundertprozentig drin verlieren, drei Webseiten launchen, Produkt achtmal umbauen, bevor du einen Kunden drauf hast. Aber so am Ende so Sales und Go-to-Market ist dann so, worauf es dann ankommt, um halt eine Real Company aus so einem Hobby dann zu machen. Ja, und ich erinnere mich gut. Ich meine, wir haben uns in der Zeit kennengelernt, so verschiedene Sachen gesprochen.
[00:11:26] Und bevor ihr Superchat gestartet habt, habt ihr erst mal angefangen, diese ganzen Immobilienmakler und Elektriker und Autohäuser und so anzurufen. Das war, glaube ich, genau das richtige Vorgehen, zu sagen, komm, wir verkaufen das Produkt zuerst, bevor es das überhaupt gibt und probieren den Markt zu testen, rauszufinden, ob man da überhaupt ein Problem löst und ob es aber auch eine Zahlungsbereitschaft gibt dafür. Ich erinnere mich, du kamst dann irgendwann an, und hast diese ganzen LOEs, diese Letters of Intent. Was ich so geil fand zu sagen, du rufst da so einen Immobilienmakler an oder ein Autohaus und erklärst, du willst jetzt ein LOI sein. Das Wort hat er ja noch nie gehört. Ein Letter of Intent,
[00:11:54] eine unverbindliche Bekundung, dass er das Produkt gerne nutzen würde. Und du hast die quasi eingesammelt, hast dann irgendwie 10, 15 von diesen Dingern. Ja. Das war quasi der Markttest. Ich glaube, das war einfach so Key Learning, so okay, diesmal bauen wir nichts, sondern starten halt einfach mit Sales, in Anführungsstrichen. Und da haben wir halt, als wir dann Superchat oder halt die Idee validieren wollten, hat Mika eine Learning-Patch gebaut, Figma-Prototypen. Und ich habe einfach Google Maps gescrapt, damals noch mit Phantom Buster.
[00:12:24] Das war so ein Tool, oder? Das war so ein Tool. Und habe damals Google Maps gescrapt, CSV-Dateien auch zu, es gab kein CRM, gar nichts, einfach eine Excel-Sheet. Und haben die einfach alle angerufen, Vertical by Vertical. Und ich erinnere mich gut dran, weil das auch so ein Moment ist, wo viele Faune sagen, ah, was mache ich jetzt? Ich mache jetzt eine komplizierte Outreach-Kampagne mit Lemlist oder was weiß ich und verschickt E-Mails und reiche die Leads davor an mit Clay oder irgendeinem Tool oder so. Es gibt ja auch Leute, die prokrastinieren dadurch, dass sie dann irgendwie da probieren, irgendeinen sophisticated Workflow zu bauen und du hast, Stichwort Street Smart,
[00:12:53] einfach gesagt, fuck it, komm, ich rufe die halt an. Und ich glaube, das war genau der richtige Ansatz. Ich glaube, das hilft am Ende alle Probleme. Einfach eine Hörerin in die Hand nehmen und dann Google Maps, keine Ahnung, findest ja alle Telefonnummer mittlerweile online, kannst die irgendwie oder die E-Mail-Adressen irgendwie die Telefonnummer raus oder durchtelefonieren zu der richtigen Person und einfach mal kurz so ein initiales Feedback bekommen, was die Leute davon halten. Ich weiß auch noch am Anfang, so hat man dann Wörtke bei Wörtke, habe ich mit dem Steuerberater angefangen, Elektriker und so weiter,
[00:13:23] da hab ich einfach alle angerufen und weißt du, wenn du einfach nett bist am Telefon. Wir haben immer fairerweise auch die Hook verwendet, hey, wir sind ein paar Studenten aus Berlin und sammeln so ein bisschen Feedback für unser Produkt. War jetzt auch nicht gelogen? War auch nicht gelogen, war auch, also war ja wirklich so. Es hat extrem gut funktioniert einfach so. Du musst halt dich durchbeißen, manche Leute sind auch einfach nicht nett, aber da haben am Tag einfach 100, 150 Calls gemacht und einfach sehr viel darüber gelernt, was du dein Markt will, was du die Leute davon halten, LOIs gesigned und das ist auch nur so,
[00:13:53] die LOIs auch gesigned, um halt so ein bisschen selber Selbstbewusstsein aufzubauen, dass das halt funktionieren kann. Ja, ja. Mich jetzt überzeugt, ich hab damals investiert, muss man auch disclosen, du bist heute dankbarer Shareholder, dass ich Teil der Reise sein darf. Erklär mal allen Superchat wie einem 10-Jährigen, was macht das Produkt heute? Wir bauen eine Kommunikationsplattform für kleine und mittelständische Unternehmen, ganz einfach gesagt so, weißt du, privat schreiben wir mit unseren Freunden und Familien per WhatsApp und wir ermöglichen es halt sozusagen
[00:14:22] den Unternehmen ein professionelles Tool zu haben, damit du, ich, jetzt auch unserem Zahnarzt einfach per WhatsApp schreiben können und die aber auf der anderen Seite nicht den ganzen Tag am Handy sitzen müssen und tippen müssen. Damit sind wir gestartet, auch so die ersten Jahre sehr, sehr erfolgreich gemacht und mittlerweile bauen wir sozusagen die Evolution aus dem, ist dann sozusagen KI-Agenten auf allen Kanälen mittlerweile auch Voice, nicht nur Chat, integriert halt in deine Systeme, damit du auch nicht mehr manuell schreiben musst auf der anderen Seite, sondern KI-Agenten hast, der jetzt sozusagen alles beantwortet, automatisiert wird.
[00:14:52] KI-Agent heißt, ich habe jetzt eine Zahnarztpraxis und früher habe ich da selber die Termine manuell vereinbart, heute macht das ein Agent, weil der Zugriff hat auf den Kalender. Und wenn du sagst Voice bedeutet das, dass früher das alles Text-Base war und WhatsApp zum Beispiel abgelaufen ist, aber heute auch übers Telefon stattfinden kann. Also ihr könnt auch anrufen mit AI. Genau, genau. Praxis, gutes Beispiel. Du rufst bei der Zahnarztpraxis an, sagst, hey, ich würde gerne einen Termin für morgen machen, die versucht dir schon am Telefon zu helfen, also der Agent versucht dir am Telefon zu helfen und dann sagt der, hey, kann ich dir per WhatsApp noch einen Follow-up schicken mit einem Link,
[00:15:21] du kannst da direkt einen Termin buchen, das ist einfacher, dann musst du deine Daten nicht am Telefon aufnehmen und das ist sozusagen ein Agent auf allen Kanälen, der den vollen Kontext immer hat für halt unterschiedliche Use Cases. Okay, gib mir mal ein kleines Shareholder-Update. Wie sind die Zahlen? Was sind die wichtigsten KPIs? Das läuft sehr gut. Wir haben gerade, ich glaube, das ist auch das erste Mal, dass ich das ausspreche, 20 Millionen ARA geknackt. Wirklich? 20 Millionen? Ja. Congrats.
[00:15:51] Major Announcement hier. Ja, 20 Millionen ist echt eine Großzahl. Ich denke mir immer so, also mein Number One Goal war es immer am Anfang so eine 100 Millionen ARA Company zu bauen. auch als ich nach Berlin gekommen bin, eingezogen bin in mein Studentenwohnheim da mit elf Quadratmetern, habe ich da so 100 Millionen an die, an das Whiteboard geschrieben und so eingerahmt und meinte so, ich verlasse diese Stadt nicht, bevor ich eine 100 Millionen ARA komme. Und jetzt ist so 20 Millionen geknackt. Die haben immer dann so Multiples gedacht, wie lange brauchen wir, um da hinzukommen.
[00:16:21] Und jetzt ist halt nur noch so eine Hand. Weißt du? Das ist einfach nur noch so ein 5x. Und mit jedem, mit jeder Million ARA und mit jedem happy Kunden, den wir da so adden, wird halt die, es ist halt einfach so reachable. Weißt du? Der Path ist da. Und es ist nicht mehr so, ah okay, du bist jetzt bei, keine Ahnung, jetzt 10 Kunden, die es cool finden, das ist fast unmöglich. Aber jetzt so, okay, 20 Millionen, 10.000 Kunden. Um auf 100 Millionen ARA zu kommen, brauchen wir halt ein paar mehr Kunden. Aber ist auf jeden Fall, der Weg ist auf jeden Fall da.
[00:16:50] Der Weg ist da. Wie denkst du darüber nach? Wie fühlt sich das an, wenn man so eine Zahl hittet? Ich glaube, für mich ist es einfach so, es zeigt einfach so ein bisschen so, wie krass viel Value man auf der anderen Seite geschaffen hat. Weißt du, es geht ja einfach so viel, die Leute bezahlen nicht dafür, dass sie dein Produkt nutzen können. Du schaffst ja unglaublich viel Wert, auch für die Kunden einfach. Und ich glaube, das ist auch das, was mir so viel Spaß macht. Wenn du durch unsere Kundenbasis gehst, so 10.000 Kunden, da ist halt alles dabei. Du hast eine Insel im Norden,
[00:17:20] die halt zweimal am Tag ein Update schickt, ob heute die Fähre fährt. Du hast irgendwie einen Schäfer, der zweimal im Jahr einen Newsletter verschickt, um seine Wolle zu verkaufen. Du hast aber auf der anderen Seite eine Apothekenkette mit 140 Standorten, die halt das für Support nutzt. Du hast so Unternehmen wie Auto1, Enpal, die halt das auch für Support nutzen. Schon einfach sehr cool zu sehen, was aus so einer Idee, die wir da mal hatten vor fünf, sechs Jahren, jetzt am Ende entstanden ist. Hast du da auch ein Stück weit Angst
[00:17:49] oder Respekt davor? Ja, hundertprozentig. Ich glaube auch so meine Rolle hat sich einfach über die Zeit extrem geändert. Es sind jetzt auch mittlerweile knapp 100 Mitarbeiter. Am Anfang war es einfach den ganzen Tag da sitzen, Sales machen, Kunden closeen, verstehen, was sie wollen, warum sie es wollen. Und jetzt ist so viel so, ah ok krass, jetzt hast du da so, wenn jetzt Superchat morgen down ist, dann processen wir glaube ich am Tag gerade so knapp über eine Million Nachrichten, die über Superchat rausgehen.
[00:18:18] Dann spüren wir das auf jeden Fall. Also wenn Superchat so fünf Minuten down ist, weil keine Ahnung irgendwas passiert ist, dann haben wir in den nächsten zehn Minuten auf jeden Fall keine Ahnung 100 Nachrichten. Ich kriege ja selbst schon welche. Also Leute wissen, dass ich irgendwie da involviert bin und euch kenne und da fragen die teilweise irgendwelche Supportfälle oder so. Da probiere ich natürlich zu helfen, kann ich nicht so gut. Aber ihr seid da schon ein Stück weit, also kritische Infrastruktur für die Kunden zum einen und für die Mitarbeiter natürlich.
[00:18:48] Ja, man merkt schon, dass da sehr viel passiert im Hintergrund. Ist auch eine große Verantwortung, ist auch einfach zu sehen, weißt du, Apotheken, Zahnärzte, Ärzte sind auf Superchat, Anwälte, Steuerberater. Und wenn das halt einmal nicht funktioniert, dann funktioniert halt der in Core Kommunikation mit den Kunden kurzweil nicht. Deswegen muss schon immer alles sehr gut funktionieren. Es funktioniert auch immer alles. Was sind coole Use Cases? Du hast gerade ein paar erwähnt, der Schärfer verschickt seine Newsletter. Was sind andere Use Cases, die man vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hat,
[00:19:17] aber die dich fasziniert haben? Boah, ich glaube, Use Cases, die extrem gut funktionieren, die ich auch nicht so gedacht habe, sind halt alles so sehr Sales-nahe Use Cases. Zum Beispiel haben wir einen Versicherungsmakler, der halt einen sehr geilen Funnel gebaut hat. Er ist sehr spezialisiert auf Tierversicherungen und bequalifiziert halt seine kompletten Leads über einen KI-Agenten von Superchat halt durch. Er fragt dich dann, wie heißt dein Hund, wie alt ist dein Hund, welche Rast hat er? Und dann kriegst du am Ende deine Personalized Versicherung komplett automatisiert per WhatsApp.
[00:19:48] Schon insane crazy, weil das wie so eine Maschinerie ist im Hintergrund, die halt einfach läuft. Facebook-Ads in den WhatsApp-Funnel und dann laufen darüber halt Sales. Und eine Automatisierung, die auch extrem gut funktioniert, ist so Geburtstagsreminder. Komplett automatisiert verschicken da ganz viele Unternehmen per WhatsApp an ihre Kunden gerade einfach Geburtstagsreminder. Und auf der anderen Seite ist halt eine Win-Win-Situation für beide. Weißt du, deine Makler, deine Fahrschule schickt den Geburtstagsreminder, ihr kommt wieder ins Gespräch
[00:20:16] und dann darüber baut sich wieder so eine Beziehung auf. Das sind schon immer sehr coole Use Cases. Das ist interessant. Das klingt so ein bisschen nach so Underpriced Attention. Du suchst ja Marketing immer nach Kanälen, die gerade noch unterbepreist sind, weil es noch nicht so viele verstanden haben. Wenn du mir sagst, hey, dein Autor ist gratuliert jetzt zum Geburtstag. Solche Messages habe ich jetzt noch nie bekommen. Also das WhatsApp ist ja noch sehr privat bei uns. Vielleicht ändert sich das in den nächsten Jahren, aber das spricht für mich dafür, dass da gerade ein Stück weit Underpriced Attention ist, dass die ersten Unternehmen, die das gut machen, entsprechend auch einen Vorteil haben
[00:20:45] gegenüber vielleicht in zehn Jahren, wenn das jede Company macht. Ja, hundert Prozent. Wir sagen auch immer so, weißt du, diese Stelle im Kontaktbuch von dem Kunden ist halt so unglaublich viel wert. Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel. Du hast eine Katze und orderst jetzt irgendwo Katzenfutter und du hast halt ein Unternehmen, die halt auf WhatsApp approachable sind, da orderst du halt immer Katzenfutter. Aber du bist halt so im Telefonbuch des Kunden, wird halt die ganze Zeit geschrieben, hey, ich hätte gerne nochmal mein Katzenfutter nächste Woche und so weiter.
[00:21:15] Und dieser Platz da drin ist so unglaublich. Du wirst jetzt nicht fünf irgendwie E-Commerce-Stars haben, die halt Katzenfutter machen, sondern du bist halt so direkt neben der Mama, dem Bruder und so weiter im Telefonbuch, in WhatsApp und hast da halt sozusagen diese Attention von dem Kunden. Und vor allem aber auch diese Bindung. Weil das ist so das Krasse. Du baust so eine deutlich andere Bindung zu deinen Kunden auf, wenn du halt per WhatsApp Personal mit denen schreibst. Und das ist gerade insane im Kommen. Ich sage auch immer so, weißt du, wir haben jetzt mittlerweile 8.000, 9.000 Kunden in DACH, also in Deutschland, Österreich, Schweiz.
[00:21:45] Aber wie oft habe ich persönlich mit einem Unternehmen per WhatsApp geschrieben? Leider noch nicht so oft. Ja, ist krass. Da merkt man aber einfach, wie gigantisch groß dieser Markt ist. Es gibt drei Millionen SMBs in der DACH-Region. Und wir sind halt nur so ein kleiner Tropfen in einem ganz großen Ozean. Aber die, die es halt früher kennen, haben dann halt so eine Anfair-Advantage hinten raus. Ja. Und ich finde es auch spannend im Kontext von AI. Ich meine, du hast die Agents erwähnt. Und die ganzen Daten, wenn die über WhatsApp laufen, sind sie natürlich auch einfacher auszuwerten. Ich habe gerade mit einem Buddy gesprochen,
[00:22:13] der ein Resort betreibt in Indonesien. Und sein ganzes Betriebssystem ist WhatsApp. Also die Steuerung der Mitarbeiter, aber natürlich auch die Kommunikation mit den Gästen. Und er meinte jetzt, es ist ganz interessant, dass er jetzt mit AI und Cloud Code da sitzt und halt den ganzen Tag die Gästekommunikation auswertet und halt ganz genau erfährt, wo ist gerade ein Issue, wo ist irgendwie eine Wasserleitung kaputt, wo muss man nochmal drauf schauen. Also der nutzt es eben auch als Puls für sein Business quasi. Ja, insane. Du hast halt so viele Daten einfach
[00:22:42] und jede Interaktion mit dem Kunden ist ja was wert. Und du hast sie halt einfach so hyper-personalized im WhatsApp drin und kannst damit insane viele Sachen machen. Ist sowas in Deutschland auch möglich oder sagen alle, ah, Datenschutz ist schwierig und da, da da. Ich kann mir vorstellen, in Indonesien ist das wahrscheinlich ein bisschen einfacher als hier. Wie habt ihr das gelöst? Ne, da haben wir schon immer von Anfang an sehr viel Wert drauf gelegt. Wir nutzen halt die offizielle WhatsApp-API, wo alles sehr shielded ist. Alle Server von uns sind in Deutschland. Mit allen großen Providern haben wir Contracts und so weiter. Also wir haben immer sehr viel Wert auf DSGVO-konform gelegt.
[00:23:12] Und es funktioniert auch sehr, sehr gut. Wie geht's weiter? What's next? Was sind spannende Themen für die Zukunft? Ihr macht immer so geile Jahresrückblicke. Da gibt's dann immer so eine Page. In der letzten wart ihr quasi wie so McDonalds-Owner dargestellt. Und dann gab's dann das Burger-Update von Superchat. Geil Design. Ich glaub, Mika macht das. Was steht im Jahresrückblick 2027? Wir rekorden jetzt in 2026. Also in 18 Monaten. Wenn wir zurückschauen, was ist passiert? Naja, wir expandieren gerade in weitere Länder. Das heißt, das ist so sehr, sehr spannend gerade. Wir gehen eigentlich so...
[00:23:41] UK war so das erste Land nach Dach. Jetzt sind wir Italien, Spanien. Als nächstes kommen noch ein paar Länder dazu. Und ich glaub, unser großes Goal ist gerade so einfach sehr, sehr stark in Europa zu sein. Dann ist einfach so, wir wollen so Vertical by Vertical einfach so den Markt nochmal sehr stark dominieren. Deswegen haben wir so ein paar coole Verticals die jetzt sehr gut funktionieren. Und da gehen wir halt sehr, sehr tief rein. Was sind Beispiele, die gut funktionieren? Versicherungsmakler, Reisebüros, Autohäuser.
[00:24:11] Das sind so unsere Top-Top-Verticals. Und wenn du sagst tief integrieren, dann bedeutet das, wie bei dem Hundeversicherungstypen zum Beispiel, dass er auch probiert, einen Teil der Business-Logik zu integrieren. Ja, ja, ja. Wir schauen uns gerade echt Sachen an, wo wir noch tiefer in der Customer Journey von dem Autohaus gehen. Einfach so, da noch das Signing, das Payment, aber auch vorne rum einfach so Top-of-Funnel-Marketing und so weiter. Immer mit dem Core halt Kommunikation, aber halt noch weiter ausbreiten, entlang der ganzen Journey. Okay, ich bleib dran.
[00:24:41] Wir beobachten das. Stichwort Go-to-Market. Du hast jetzt gesagt, am Anfang habe ich einfach diese Autohäuser angerufen. Das war Brute Force, so hast du es genannt. Gib mir eine Masterclass zu Go-to-Market und lass uns das ein bisschen segmentieren. Und zwar die ersten 100 Kunden, die ersten 1000, die ersten 10.000, die du jetzt hast. So, was war der Unterschied im Herangehen von dir selber als Founder, aber auch vom System, was du bauen musstest? Lass uns mal mit den ersten 100 Kunden anfangen.
[00:25:10] Ja, ich glaube, in den ersten 100 Kunden ist alles egal. Also da ist, glaube ich, so das Wichtigste, dass man sich nicht irgendwie darin versteift. Bei uns war das zumindest so, krasse Prozesse zu bauen, irgendwie ein ausgeklügeltes System, Crazy CRM, bla bla bla. Wir haben einfach gesagt, okay, wie sprechen wir jetzt einfach möglichst schnell mit möglichst vielen Leuten und close. Wir hatten kein Pricing, keine Pakete, gar nichts.
[00:25:37] Wir hatten eigentlich nur Google Maps und ein Telefon. Und ein Wischmob. Und ein Wischmob. Aber das war, würde ich sogar sagen, so die ersten 100 Kunden hatten wir das nicht mal so. Das kam, würde ich sagen, bei den ersten 1000 Kunden dazu. Die ersten 100 Kunden war einfach Brute Force anrufen, Leute sprechen, LOI signen, Kunden onboarden. Ich habe Leute von damals noch, die mich immer noch anrufen, weil wir einfach so eine Personal Beziehung aufgebaut haben.
[00:26:07] Zahnarzt zum Beispiel, der mich wirklich jedes halbe Jahr immer noch anrufen, sagen, hey, was geht, erzähl mir mal was Neues bei Superchat dazugekommen ist. Einfach Brute Force telefonieren, Hörern die Hand nehmen oder vorbeigehen und mit den Leuten sprechen. Die ersten 1000 Kunden, würde ich mal sagen, und da war so dann so das ganze Performance Marketing Game ist dann dazugekommen. Da haben wir dann versucht, so eine sehr Low-Touch-Motion und einen Prozess aufzubauen, wo wir einfach gesagt haben,
[00:26:33] okay, wir haben einfach Leads, die reinkommen über Performance Marketing. Wir haben uns sehr darauf optimiert, dass es auch so eine One-Stop-Demo ist danach. Also du hast einen Lead, der kommt rein, der hat theoretisch erstmal nur ein Grundinteresse für das Thema. Der sieht irgendwo, und es wird immer nur eine Hook, das war WhatsApp-Business, datenschutzkonform, mit halt Multiple-Usern, dass du im Team darin arbeiten kannst. Wie habt ihr das rausgefunden, dass das die Hook ist, die funktioniert? Über Telefonieren.
[00:27:00] Wir haben einfach die ersten 100 Leuten telefoniert und meinten so, hey, wir bauen eine Kommunikationsplattform, du kannst mit deinen Kunden chatten, findest du das spannend? Da meinten die so, ja, aber nicht per SMS, weil das nutzt ja keiner, ich würde gerne per WhatsApp mit denen reden, aber da ist das Problem ja Datenschutz und ich kann nur mit einer Person da drin arbeiten und dann werde ich halt die ganze Zeit ausgelockt auf dem anderen Gerät. Dann haben wir uns, ah, spannend, Datenschutzproblem und ausgelockt auf den gewittenen Personen,
[00:27:30] die teilweise ein WhatsApp-Handy im Unternehmen hatten. Da ist die Person in Urlaub gegangen, da mussten die, keine Ahnung, sich in der Mitte von Deutschland treffen, weil die eine saß im Neuen, die andere im Süden, haben das WhatsApp-Handy übergeben. Ist dein Ernst? Und dann halt für zwei Wochen hat die andere Person WhatsApp gehandelt. Und das waren so Learnings, die wir gemacht haben, weil wir halt Cold Calls gemacht haben den ganzen Tag, und den Leuten geredet haben. Und dann haben wir diese Hook herausgefunden, Datenschutzkonform Multiple User, also im Team arbeiten. Daraus haben wir dann Ads gemacht.
[00:27:56] Dann war einfach so, hey, du willst in deinem Unternehmen WhatsApp-Business Datenschutzkonform mit Multiple User nutzen, super, Chat ist die Lösung dafür, hier unten klicken und eintragen, da rufen wir dich an. Das waren dann die 15 Sekunden Ads, das waren dann die nächsten, das waren so 100-1000 Kunden dann. Da haben wir die alle angerufen, One-Stop-Demo. Das heißt, wir haben die immer angerufen, Demo geschedult, 45 Minuten mit denen geredet, über deren Problem, unsere Lösung präsentiert und dann gesagt, so wäre super Chat ein Shortcut für euch. Und wenn die spannend finden, haben wir dann gesagt,
[00:28:26] okay, du hast 30 Teile Geld-Zurück-Garantie. Das mussten wir damals noch machen. 30 Teile Geld-Zurück-Garantie, sonst 12 Monate Vertrag. Und hier ist ein Onboarding-Termin für dich, hast du Lust. Und dann rüber an CS, die haben die geonboardet und zwar alles dann immer an einem Tag fast. CS heißt Customer Success, also die, die dann die Kunden quasi übernehmen. Ja. Und erzähl mir nochmal dieser Inbound-Funnel. Was hat es da gekostet, ein Lead zu generieren? Wie viele konntet ihr kommentieren? Wie kann man sich die Mechanik am Anfang vorstellen von 100 auf 1000 Kunden? Nein.
[00:28:55] Die Leads waren am Anfang fairerweise schon sehr, sehr, sehr günstig. War auch eine gute Zeit damals, 2020, 2021. Da hat jetzt noch nicht jedes Software-Unternehmen über Facebook Leads eingekauft. Da hat es gerade angefangen, dass das ein Ding geworden ist. Ich glaube, wir hatten damals immer so eine Benchmark. Wir haben immer Ads gelauncht und dann wollten wir so am ersten Tag, halt so kurz nachdem wir die Dinger gelauncht haben, schon so die ersten Leads drin haben. Dann war so gut, ah okay, es funktioniert. Und wir haben die auch immer am Wochenende gelauncht, weil am Wochenende war auf Meta halt am meisten los.
[00:29:25] Das heißt, wir haben die meisten Leads eigentlich am Wochenende generiert, über diese Meta-Lead-Forms so. Unser Ziel war es immer so, ich glaube sogar unter 15 Euro pro Lead. Ja. Und darüber haben wir dann echt sehr viele Leads am Wochenende generiert und haben uns immer Montag hingesetzt, alle abtelefoniert und da ist schon ordentlich was bei rumgekommen. Was ist da eine gute Conversion-Rate, wenn da ein Lead reinkommt, zu den Closest, die dann so einen 12-Monats-Vertrag mit Geld-Zurück-Garantie machen? Wir hatten immer so knapp, am Anfang waren es so knapp 30 Prozent.
[00:29:55] Die konnten wir tatsächlich gerade auch immer noch halten. Also wenn die in eine Demo reinkommen, dann wurden davon so 30 Prozent geclosed. Insane hoch. Ja. Woran lag das? Ich glaube, es war einfach sehr, sehr straightforward. Weißt du, die Ads, die wir am Anfang gemacht haben, waren so bottom of the funnel, muss man fairerweise schon sagen. Weißt du, die Leute waren kurz vor Abschluss oder die wollten es wirklich kaufen? Sorry, die waren halt sehr tief schon im Problem drinnen. Weißt du, die haben davor schon mal WhatsApp-Business wahrscheinlich auf dem Handy genutzt,
[00:30:23] mit den Kunden gechattet und dann sind die auf dieses Problem gestoßen, dass sie nicht im Team damit arbeiten konnten. Und halt, dass es nicht datenschutzkonform war. Und dann haben die unsere Ad gesehen, sind halt zu uns gekommen und wir haben teilweise wirklich, wir haben jede Woche so Challenges gemacht. Und es war teilweise einfach so, okay, wer kann den größten Deal closen oder wer kann den schnellsten Deal closen. Ich glaube, der schnellste Deal, der geclosed wurde, war entweder von mir oder von jemand anderem, in einer ähnlichen Zeit, war neun Minuten.
[00:30:50] Weißt du, neun Minuten von Lead kommt rein, ich rufe den an, wir erklären ihm das Problem, er sagt ja, will ich haben. Und dann Zahlungsmethode drin und weiter geht's sozusagen jetzt auch. Was hast du über dich gelernt in dieser Phase, 100 bis 1000 Kunden? Ja, unterschiedlich. Ich glaube, ich habe einfach gelernt, dass mir Sales extrem viel Spaß macht. Und dass am Ende musst du einfach ein Problem lösen und halt begeistert sein von deinem Produkt.
[00:31:17] Weil ich glaube, diese Begeisterung, also dieses Storytelling mit einer extrem guten Lösung, das hat mir einfach extrem viel Spaß gemacht. Ich meine, ich kam ja davor, habe ich Product Management studiert, habe auch selber Sachen gebaut und so weiter. Und irgendwann habe ich gecheckt, so okay, Sales it is. Und ich liebe Sales. Ich würde auch immer noch sagen, Sales ist einer der Core Skills, die man braucht. Nicht, weil man irgendwelchen Leuten irgendwas aufschwatzen muss oder so, sondern es ist einfach so, muss einfach Begeisterung auslösen können so ein bisschen.
[00:31:45] Und ich glaube, damit funktioniert sehr viel. Wie hast du diesen Muskel trainiert, Begeisterung in anderen auszulösen? Also wie hast du diesen Skill angeeignet? Du hast keinen Sales Background. Wie hast du das gelernt? Ja, ja. Ich glaube Storytelling. Ich glaube, eine Sache, ich weiß gar nicht, ob du das weißt, aber ich weiß nur noch, als wir in dem ersten Office haben wir gemeinsam für Fundraising uns eine Storyline ausgedacht. In der Seat-Runde war das, glaube ich, noch. Und da, ich glaube zwei, zwei Sachen. Ich glaube, wir hatten einmal diesen Eminem-Moment.
[00:32:13] Da hast du, glaube ich, auch mal einen Blogpost darüber dann geschrieben. Ja. Das war sogar noch davor. Das war so in der Pre-Seat-Runde, so in der Angel-Runde. Aber dann in der VC-Runde, in der Seat-Runde, die wir dann gemacht haben, kurz danach, saßen wir beide in dem Raum, als wir entschieden haben, so okay, let's do it. Dann war so dein Ding so, okay, was ist die Story? Dann dachte ich mir so, ah, okay, krass, was ist die Story? Und dann haben wir uns so gemeinsam so eine Storyline ausgedacht, so, wie ich mich vorstelle, wie ich Superchat pitche und so weiter.
[00:32:42] Und fairerweise muss man sagen, es hat so extrem gut funktioniert, dass in der Zeit, weil es war so mein Ziel damals, dass niemand hinterfragt, was wir so gerade machen, weil wir haben Studenten keinen Abschluss gemacht, gar nicht so, wir hatten eigentlich so theoretisch nichts vorzuweisen, deswegen mussten wir halt mit Traction überzeugen. Nicht mit Lebenslauf, sondern nur mit Traction. Und dann haben wir uns gemeinsam so eine geile Story ausgedacht, das hat so eine Begeisterung auf der anderen Seite verursacht die ganze Zeit, in der Zeit, dass wir einfach gemerkt haben, so okay, krass. Das ist ja auch die Frage, die die anderen sich stellen, also gerade Business Angels,
[00:33:12] sind ja auch ein Stück weit entscheidender, emotionaler als jetzt ein Fund, der in der Series C investiert. Die gucken sich die Zahlen an, die Angels, die stellen sich im Grunde die Frage, glaube ich, dass die Person das gerissen kriegt? Also glaube ich, dass die Person es drauf hat? Am Ende merken wir uns immer nur die Story und weniger die Fakten. Ja, ja, ja. Und es hat extrem gut funktioniert. Die Series A haben wir dann nur mit einer Story geraced. Was war die Story? Einfach, dass wir, also zu dem Zeitpunkt von der Series A hatten wir einfach schon so valide
[00:33:39] Numbers, dass das halt funktioniert. Und dann war die Story in der Seed-Runde war das eher so, so okay, schau mal, die Jungs haben geprovet, dass sie das halt können. In der Series A war einfach so, hey, wir haben das geprovet, dass wir das halt können und wir haben den Markt verstanden. Dieser Markt ist gigantisch groß und ich kann dir alles über diesen SMB-Markt erklären. Und dann hatten wir zum Glück mit Alex damals jemanden an Bord, der halt gesehen hat, so okay, das hat in Amerika schon mal funktioniert. Er hat in zwei Companies da investiert, die in eh nicht im Markt reingehen. Und dann hat er einfach mit mir zweimal Kaffee getrunken,
[00:34:08] hat gecheckt, okay, der Typ ist sales-driven und der hat den Markt verstanden. Dann haben wir halt unsere Series A nach zwei Kaffees geklaufen. von Blossom Capital aus London, so da hat Alex davor gearbeitet. Jetzt ist er mittlerweile woanders, aber ist natürlich auch wieder gutes Learning, oder mein Learning daraus war, einen Investor zu treffen, der an diesen Case schon glaubt aus einer anderen Geographie, das erleichtert natürlich 90% der Reise. So, weil er hat die Mechanik verstanden, so der kennt das Problem der Kunden und so weiter, der weiß, dass es Zahlungsbereitschaft gibt. Also das war natürlich super.
[00:34:36] Ja, 100%, der wusste, der kannte den Markt, der wusste so ähnlich, also wusste, was das Produkt kann. Am Ende war einfach nur so die, dachte er sich glaube ich so, ist der Typ verrückt genug, dass ich ihm abkaufe, dass er das halt verkauft bekommt in diesem Markt. Checkt der was da so, also wie dieser Markt funktioniert. Und ich glaube, da dachte er sich so, ja, Sales haben die Kollegen. Bevor wir zu 10.000 Kunden kommen, nochmal kurz zum Open Loop zurück zu Eminem. Erzähl doch nochmal die Eminem-Geschichte, die wir angerissen haben.
[00:35:03] Die Eminem-Geschichte war so ein bisschen, ich weiß noch nicht, ob ich 100% noch zusammengehe, aber von 8 Miles, wo er dieses Rap-Battle macht und dann so seine Strategie, glaube ich, war, er sagt direkt am Anfang alle seine Schwächen. Er haut die einfach selber raus. Ja, ich lebe im Trailerpark, ja, meine Mom hat keinen Job, ja, ich bin White Boy und ihr seid alle irgendwie schwarz und nimmt quasi die ganzen Argumente vorweg.
[00:35:28] Ja, genau. Und das war so nach dem Motto, okay, dieses Rapper und danach hatte der Typ einfach so keine Argumente in diesem Battle, um ihn halt noch so zu fronten. Und das war so am Anfang, glaube ich, das war sogar noch vor der Seat-Runde, da hatten wir wirklich noch nicht mal Kunden, gar nichts. Und dann so unsere Strategie in diese Meetings reinzugehen und einfach so sagen, ja, wir sind Studenten, ja, wir haben, keine Ahnung, keinen Bachelor, wir haben davor noch nie was gegründet und so weiter. Aber, schaut mal, wir waren in der Lage, in sehr kurzer Zeit 10 LOIs zu signen, hier ein geiles Produkt hinzulegen,
[00:35:57] zu validieren, dass dieser Markt funktioniert und wir können das Ding bauen. Wir sind in der Lage, dieses Produkt zu bauen, wir sind in der Lage, Sales zu machen. Werte bereit uns, ich glaube, die Angel-Runde waren so 500k, halt da jeweils 50k zu geben. Und ich finde das geile Learning dabei, es suggeriert ja mehrere Sachen. Also, Arme ist authentisch und ein Stück weit reflektiert so, ja, ich weiß, ich bin jetzt irgendwie jung und kein Serial-Fauna mit irgendwie 100 Exits. Und ich weiß, was meine Limitationen sind, aber ich habe darauf eine Antwort. Also, ich habe diesen Drive.
[00:36:24] Also, es zeigt ja zwei Sachen quasi, so eine gewisse Humbleness und Reflexion, aber auch den Drive zu sagen, ja, okay, ich weiß, dass wir das zum ersten Mal machen, aber deswegen werde ich fünfmal so hart arbeiten wie jeder andere. So, und quasi aus dieser vermeintlichen Schwäche eine Stärke gemacht. Ich glaube auch bis heute so, weißt du, es kann uns niemand outworken. Und es war auch immer so unser Mindset von Anfang an. Wir sind einfach so Hyper-Underdogs, die einfach so unter dem Radar fliegen so. Und zwar auch immer so mein Mindset so.
[00:36:51] Ich fand es immer spannend, wenn Leute mich oder uns so unterschätzt haben. Einfach so gesagt haben, so, krall, ja, let's see, let's see. Und dann, boom, sechs Wochen danach haben wir es halt gemacht. Oder es war immer so das Ding, auch als wir die Seed-Runde geraced haben, immer so gesagt haben, so, hey, wir schicken euch Updates, so, das ist der Plan für die nächsten vier Wochen. Und dann haben wir halt over-delivered auf diesen Goals, so, weil wir halt einfach gesagt haben, es kann uns einfach niemand outworken. Und wir machen es einfach. Weißt du, egal, ob die anderen, es gab ja Companies zu dem Zeitpunkt, ähnlicher Space,
[00:37:20] doppelt so viel Geld geraced, hatten nur erfahrene Gründer, erfahrene Leute, Ex-Berater, doppelt so viele Leute und so weiter. Ich glaube, wir sind, keine Ahnung, sehr, sehr, sehr viel größer als die jetzt. Einfach nur, weil wir sehr humble, sehr authentisch und halt sehr underdog mentality an die Sache rangegangen sind, hyper aggressive Sales gemacht haben mit dem besten Produkt da draußen einfach. Was ging dir als Founder damals durch den Kopf, wenn du siehst, ah, da ist ein Competitor mehr geraced und super erfahren und tausend Leute von McKinsey und whatever?
[00:37:50] So wie ist dein innerer Dialog, wenn du da abends alleine im Bett liegst und drüber nachdenkst? Es hat mich schon immer eingeschüchtert so ein bisschen, weil ich mir dachte so, ach, krass, jetzt wird es gefährlich. Ich weiß auch noch so, du, ich weiß gar nicht mehr, wie die Company hieß. Es war mal geil, aber du hast uns auch mal irgendjemanden geschickt und dann meintest du so, hey, die haben gerade eine Runde geraced, das ist jetzt euer Endgegner. Und dann dachte ich mir so, ja, das ist unser Endgegner. Also, es war echt geil, dass du nicht mehr weißt, ich weiß auch nicht, wer das war. Ich weiß auch nicht. Es scheint ja ein Zwischengegner gewesen zu sein.
[00:38:19] Ja, und die waren, kamen auch einfach zu der gleichen Story irgendwas geraced, aber dann einfach so, ah, okay, krass, das kriegen wir hin. Wir müssen jetzt einfach nur härter arbeiten. Das hat mich angesprochen. Ja, das hat mich immer sehr hart angesprochen. Wir wollen Founder Mode gemeinsam zum besten Entrepreneurship-Podcast in Deutschland machen. Und ihr könnt uns helfen, indem ihr den Channel abonniert und eine Bewertung abgebt. Das hilft uns ungemein, weil die Episoden dadurch häufiger ausgespielt werden und wir noch spannende Gäste einladen können.
[00:38:48] Danke euch und viel Spaß. Okay, der Weg zu den 10.000 Kunden. Was musste sich ändern für dich als Founder? Auf 1.000 Kunden habe ich verstanden, Storytelling lernen als Skill, Performance Marketing als Kanal und dieser gestreamlinete Prozess. Aber was ist jetzt der Unterschied zu 1.000 Kunden? Ich glaube, der nächste Step war einfach zu checken, dass nicht nur, weil am Anfang haben wir ja nur selber gesailed und dann vielleicht so ein bisschen Support gehabt und dann so den Prozess gebaut.
[00:39:17] Und am Ende ist ja das, was am Ende skaliert, ist, wenn du gute Leute um dich herum hast, so ein Sales Team, den du halt beibringen kannst, wie man Kunden close, wie du onboardest und so weiter. Ich glaube, so der Key, Key, Key danach war einfach Hiring plus halt die Leute gut zu onboarden, zu motivieren, Incentives zu schaffen und so weiter.
[00:39:36] Danach war es einfach, glaube ich, nur noch ein reines People-Game, weil Prozess stand und wir mussten einfach nur herausfinden, wie bringen wir den Leuten, finden coole Leute und bringen den Leuten diesen Prozess bei und halten die halt einfach motiviert. Und das ist, glaube ich, jetzt gerade auch so die größte Challenge. Einfach sehr coole Leute da heilen, ein cooles Team haben, aber die gleichzeitig motiviert haben, performen lassen.
[00:39:57] Was musstest du, welche Gewohnheit oder welche Eigenschaft musstest du abgeben, um von Founder-Let-Sales ein System zu bauen, was auch ein Stück weit ohne dich funktioniert? Ja, ich glaube, du musst einfach akzeptieren, dass du einfach nicht alles kontrollieren kannst. Du musst einfach loslassen, was mir teilweise immer noch schwerfällt, würde ich sagen, aber man muss, glaube ich, einfach loslassen.
[00:40:20] Wenn du halt gute Leute um dich herum hast, denen halt so 100 Prozent vertraust, die sehr klare Ziele haben, dann machen die das am Ende auch teilweise besser als du. Weißt du, weil ich bin in so vielen Themen gleichzeitig drin, so viele Eindrücke, alle zehn Minuten sehe ich irgendwas Neues, fällt mir irgendwas Neues ein und dann ist immer gut, wenn so das Core-Business einfach nicht jeden Tag von mir monitort werden muss, aber ich immer noch meine Ideen reinbringen kann.
[00:40:45] Aber das war, glaube ich, so für mich so das Schwierigste, weil ich immer so sehr viel mache, mache, reingehe, Leute motivieren möchte, sehr ambitioniert bin, immer dann dabei bin. Und dann einfach zu sagen, okay, ihr macht das schon. Also weißt du, das läuft einfach gut, auch ohne mich und es läuft auch einfach sehr gut ohne mich. Oder halt in den einzelnen Departments, dann kann ich mich wieder auf andere Sachen fokussieren. Einfach Sachen abgeben. Du hast vorhin gesagt, ein wichtiges Element ist so dieses Feuer bei dir selber zu entfachen und auf andere zu übertragen.
[00:41:12] Jetzt bist du der Founder der Company. Klar, du brennst für das Thema, du hast dir das ja ausgesucht. Wie schaffst du das, dass dieses Feuer in der Organisation übergeht? Ich glaube, eine Sache, vor der ich am Anfang sehr viel Angst hatte, war auch so, ich glaube, am Anfang ist man einfach so unkomfortabel in so Situationen, wo du halt vor vielen Menschen reden musst. Aber am Ende habe ich dann irgendwann verstanden, dass das so der Moment ist, wo du ja am meisten bewegen kannst.
[00:41:37] Weil du sitzt da, alles so one to many, alle sitzen da, du stehst da und hast so die Chance, einfach so eine halbe Stunde was zu sagen. Und das beeinflusst, weil am Ende bewegst du, er sagt ich was und er verursacht so ganz viele Sachen im Hintergrund. Und wir haben halt einmal im Monat so einen Demo-Day, nennen wir das, wo wir halt einfach so ein Company-Update machen, sagen, was gerade gut läuft, was schlecht läuft, die Numbers und so weiter. Und das versuche ich mittlerweile und versuche da auch immer besser zu werden.
[00:42:05] Ich glaube, es ist auch noch nicht perfekt und es wird einfach immer besser, besser, hoffentlich jeden Monat. Versuche ich einfach zu nutzen, um so ein bisschen zu sagen, okay, das läuft gut, das läuft schlecht. Und dann aber auch so einen Outlook in die Zukunft zu haben und zu sagen, okay, Leute, das ist der Plan. Die Leute so ein bisschen zu motivieren, einzuschwören und zu sagen, okay, das machen wir jetzt. Und es funktioniert, glaube ich, schon cool. Und ich glaube, das darf man nicht unterschätzen. Das habe ich auch viel zu spät, glaube ich, erkannt, zu sagen, okay, wir haben ein All-Hands.
[00:42:32] Da geht es eigentlich mehr darum, so die Leute zu motivieren, alle abzuholen und zu sagen, so Go-Time. Das ist, glaube ich, so schon ein sehr wichtiger Hebel immer. Wie nutzt du Storytelling bei diesen All-Hands-Meetings? Ja, es ist, glaube ich, immer unterschiedlich, so Case by Case. So jetzt ein sehr konkretes Beispiel war, als wir Voice gelauncht haben, war so, da haben wir die Leute auch davor einfach so ein bisschen da, ich sage mal, angezündet auf den Launch hin,
[00:43:01] dass wir gesagt haben, so, okay, Leute, it's coming, jetzt wird das ganze Ding rund, so. So, das ist das perfekte Feature einfach als Edition zu unserem Produkt. So, wir gehen da rein, wir gehen da rein, um den Markt zu übernehmen, nicht um einfach so ein Feature zu launchen. Das ist einfach ein sehr großer Markt und so weiter. Haben da Cases aufgezeigt, wo es jetzt schon gut funktioniert hat in der Kundenbasis und so. Das ist nochmal ein geiles Feature, ist auch für das Sales Team zu salen und so weiter. Einfach die Leute auf das Feature heiß zu machen und auf den Launch.
[00:43:30] Das war zum Beispiel jetzt sehr konkret. Bei mir, was so mein Learning war, ich habe in diesen All-Hands-Meetings dann immer überlegt, ja, was sind die Ziele der Company und dann wollen wir da 10 Millionen Umsatz hitten oder 20 Millionen oder wie auch immer. Und irgendwann haben die Leute auch gesagt, das interessiert uns alles nicht. Also ich habe irgendwann realisiert, fuck, diese Zahlen, die interessieren mich. Ich finde es geil, wenn die Company 10 Millionen Umsatz macht. So, für die Vertriebsleute oder die Customer Success-Leute heißt es eigentlich nur mehr Arbeit. Also so, ja, die Company geht voran, es gibt mehr Möglichkeiten, sich zu entwickeln und so weiter.
[00:43:57] Das hängt da dran, aber es hat mich immer mehr gekickt als die Leute. Und ich habe es dann irgendwann umgedreht und gesagt, nee, komm, von diesem ganz großen Ziel brechen wir es jetzt runter auf ganz klein. Wir reden nur über einen einzelnen Kunde. Und das war bei uns der Frank, das war der allererste Kunde, den wir bei RegioHelden hatten. Bei meiner Company war auch SMBs als Kunden. Und der Typ hat so ein Event-Technik-Unternehmen, hat die Schule abgebrochen, um das zu betreiben, seinen eigenen Namen da drauf geschrieben. Und ich habe die Geschichte von diesem Typen erzählt, so wie der in der Garage von seinen Eltern angefangen hat, mit einem Privatkredit und so weiter. Und jetzt sah er diese LKWs mit irgendwelcher Bühnentechnik durch die Gegend fährt und so. Und das fanden die Leute geil.
[00:44:27] Das ist wieder eine persönliche Geschichte, die halt super relatable ist. Dann haben wir den eingeladen ins Büro. Also dann war der halt auch präsent. Und diese Geschichte hat viel mehr verfangen als jede OKR-Session und jedes Umsatzziel und jede KPI. Am Ende ging es halt um diesen Typen, um den Frank. Für den stehen wir morgens auf und sorgen dafür, dass der halt Kunden kriegt. Das war unser Geschäftsmodell, Performance-Marketing. Und das hat über Jahre gezogen, interessanterweise. Das andere haben die meisten wieder vergessen, als das Meeting vorbei war wahrscheinlich. Ja, krass. Ja, weil es so sehr emotional ist einfach.
[00:44:56] Weißt du, du hilfst ihm einfach so sein Daily Business zu machen. Ja. Und das ist eine gute Übung für Founder zu überlegen, ja, wieso habe ich eine Company eigentlich gegründet? Was ist das Problem, was ich für die Kunden lösen will? Weil alles, was du im Service für andere machst, so ist ja erstmal ein besseres Ziel, als ja, ich will es hier irgendwie in Unicorn gründen und reich werden. Ja, maybe. Es ist für einen Founder was Tolles. Aber die Frage ist ja, wieso existiert die Firma? Ja. Was war der schmerzhafteste Rückschlag im Aufbau der Go-To-Market-Funktion? Boah, immer unterschiedliche Sachen, glaube ich.
[00:45:25] Alle paar Monate wird ja irgendwas an den Algorithmen geändert. Ja, dann gehen Leute, weißt du, es sind auch schon Key-Personen einfach gegangen, weil sie dann was Eigenes gründen wollen, nochmal eine andere Company rein wollen und so weiter. Ich glaube, das war immer schon so das Schmerzhafteste, wenn so Personen, mit denen ich sehr eng zusammengearbeitet habe, einfach gegangen ist. Immer mit sehr guten Gründen. Was ist dein innerer Dialog an der Stelle, wenn du sagst, ja, ich verstehe, wenn du dein eigenes Ding machen willst zum Beispiel so, aber es ist halt mega painful, dass du jetzt hier gehst?
[00:45:54] Ja, es war schon, ich sag dir echt, es war schon pure Verzweiflung. Ich glaube, das erste Mal, als das passiert ist, da war ich auch noch mit mir nach Hause gekommen, zu meiner Freundin Inki, und hab ihr dann auch noch gesagt, so, okay, krass, was machen wir jetzt? Und sie ist dann schon immer so sehr, eine gute Stütze, und sagt, naja, jetzt kriegen wir alles hin, alles gut, alles gut, es geht weiter. Aber es war schon krass. Das war so die erste Key-Person, die gegangen ist, da war ich, glaube ich, schon sehr, sehr traurig auch einfach,
[00:46:21] weil es ist auch eine sehr persönliche Person, mit der ich sehr lange zusammengearbeitet habe, und die halt einfach diese Company mit mir die ersten drei Jahre gebaut hat. Dann hab ich aber irgendwann gedacht, so, okay, das ist auch crazy, du musst eigentlich jeden Skill selber zu einem gewissen Grad können, um das halt abfangen zu können, so. Und dann war, glaube ich, so der Moment für mich, so, okay, krass, jetzt arbeite ich mich da einfach rein, und ich bin einfach so wie so ein Schwamm da hingegangen. Mein Ziel war einfach so, jegliche Informationen über diesen Space,
[00:46:48] über Performance-Marketing, über Meta-Ads aufzusaugen, und dann halt danach wieder auszuschütten an alle anderen die Welt danach. Wir haben danach einen sehr guten Head of Marketing geheilt, der das dann alles noch geiler, größer gemacht hat. Aber es war schon sehr hart, und deswegen würde ich auch immer allen sagen, ich glaube, es ist schon gut, so von allen Core-Themen am Anfang vor allem, sehr tief drin zu sein und auch selber zu verstehen, dass du im Notfall halt die Sachen abfangen kannst, so. Aber es war schon krass, und ich würde auch sagen, so,
[00:47:16] ich glaube, dieses People-Game ist eine Sache, die man halt, wenn du mit sehr coolen Leuten, sehr guten Leuten zusammenarbeitest, so, dann war das immer so für mich so das Schwierigste, wenn die halt weitergezogen sind, so. Ich habe mich immer sehr für die gefreut, aber es ist schon auch immer sehr traurig gewesen. Und wie bist du persönlich mit dieser Verzweiflung umgegangen? So das Gefühl haben wir viele, ich kenne das so zu gut, ich hatte genau das gleiche, eine Runde geraced, so, und die wichtigste Person, die von Anfang an dabei war, nach der ersten Finanzierungsrunde hat gekündigt, ist gegangen, ich dachte, fuck, da bricht eine Welt zusammen. Ich weiß heute noch, das ist so,
[00:47:44] keine Ahnung, zwölf, wie viel, 15 Jahre ist das her? Oh Gott. Also, lange her, und dann bin ich in Stuttgart über den Wilhelmsplatz gelaufen, so, und war den Tränen nahe, weil ich dachte, fuck, alles, was ich aufgebaut habe, so, das geht jetzt hier den Bach runter, weil die sind, und das hat mich persönlich auch verraten gefühlt, quasi, also, viele Fauner sind ja in so einer Situation. Wie bist du damit persönlich umgegangen? Ja, echt. Deine Freundin war eine Stütze, was gab's noch? Ja, du hast einfach, ich glaube, du hast einfach viel Angst in dem Moment, weil du dir halt einfach denkst, so, okay, krass,
[00:48:11] jetzt ist so schon ein wichtiger Core-Bestandteil dieser Company, was passiert jetzt? Ich habe eigentlich keinen Plan von dem Bereich, so, was passiert jetzt? Und da habe ich einfach so versucht, so Step-by-Step irgendwie Sicherheit aufzubauen. Ich glaube, mein Umfeld, meine Freundin war sehr wichtig, so auf Personal Level, so, wenn ich dann abends da war und verzweifelt war, einfach so kurz, mich da aufzufangen, und dann halt aber trotzdem im Business dann halt zu sagen, okay, wie baue ich da Sicherheit auf? Ich arbeite mich in die Themen ein, ich schaue mir halt Leute, also, wir schreiben eine Stelle aus,
[00:48:41] heiern Leute, sprichst mit Leuten, merkst du, ah, okay, das Wissen ist auch noch bei anderen Leuten und so weiter und dann holst du halt gute Leute rein und dann, beim ersten Mal war es wirklich sehr dramatisch und dann beim zweiten und dritten Mal war ich so, ah, okay, jetzt Gameplan, wir bauen Sicherheit auf, versuche Risiko rauszunehmen, aber es ist schon immer so auf People-Level schon sehr traurig. Das ist traurig und gleichzeitig ist es dann aber irgendwann auch, ist halt wieder so eine Situation, die wir auch gelöst kriegen. Ich erinnere mich auch genau an, bei mir auch diese zweite Person, wir haben dann Replacement geheirat, die war dann irgendwie ein, zwei Jahre da,
[00:49:10] die Person, hat dann gekündigt, gleiche Situation und ich war in Asien bei irgendeiner Konferenz mit anderen Foundern unterwegs und krieg diese Nachricht und ich weiß noch, dass ich am Tag davor in der Bar war mit diesen Unternehmern und meine Sonnenbrille da vergessen hab, so und dachte, fuck, ich hab jetzt zwei Probleme, meine Sonnenbrille muss ich irgendwie recovern und dieser Typ hat gekündigt und das war so, so equal, wo ich doch genau wusste, am ersten Mal, da hätte ich die Sonnenbrille wäre mir scheißegal gewesen, aber da hab ich gemerkt, okay, wenn das zum zweiten, dritten Mal passiert, gewinnst du ja einen gewissen Abstand und heute witzigerweise, ich hab grad vor zwei Wochen mit einer Company gesprochen,
[00:49:40] mit einem Founder, die durch diese Situation durchgegangen sind. Vertriebsperson geheirat, die allererste Person, hat gekündigt, Founder mega heartbroken, also und ich sag mir, Alter, das wird in der Karriere noch so oft passieren, entspann dich, also das ist auch interessant quasi, ich glaub, zum einen zu verstehen, das wird immer wieder passieren und beim ersten Mal fühlt es sich halt einfach zehnmal so schmerzhaft an, wie danach und sich dann Leute im Umfeld zu suchen, die das halt schon durchlaufen sind und einem so ein bisschen Stabilität geben. Ja, das hilft. Ich glaub, du weißt, das ist, glaub ich, auch so einer meiner Key Learnings,
[00:50:09] es passieren sehr verrückte Sachen immer, aber ich glaub, so mein Ding ist so, ich bin ein sehr ruhiger Mensch, versuche in so sehr stressigen Situationen auch einfach sehr ruhig zu entziehen und ich glaub, diese Ruhe kommt einfach darüber, dass man auch einfach irgendwann sehr viel gesehen hat, so wie bei dir, einfach alles mal gesehen, so da dreht jemand durch, da passiert irgendwas, da kündigt jemand, da geht irgendwas kaputt und so weiter, aber du kannst halt am Ende auch nur so viel tun und dann halt sehr strukturiert, sehr dedicatedes Problem solven
[00:50:38] und nicht in so einer puren Verzweiflung sein, so das ist glaub ich schon immer mein Core-Skill, einfach sehr ruhig zu bleiben in der Situation. Wie hast du den entwickelt? Zuschauerfrage von Mauri, von deinem Head of Customer Success und der hab ich gestern gesprochen und der meinte auch so, Alter, was bei uns da abgeht, so wie ich denke, mein eigener Stress, sagt er quasi aus der Mitarbeiter- und Teamleiterperspektive, so er kann sich gar nicht vorstellen, wie das bei dir eigentlich ist, so wie, wie kriegst du das hin, mit diesem Stress und diesem Druck umzugehen und trotzdem ruhig zu bleiben? Boah, ich weiß gar nicht, ich glaube, ich könnte jetzt hier irgendwie sagen, ist so mein Mental Model oder so dafür,
[00:51:07] aber ich glaube, ich bin einfach vom Wesen her schon immer sehr, sehr ruhig gewesen und hab halt immer so, glaube ich, so ein, zwei Plan B, Plan Cs in meinem Kopf gehabt für das, wenn was passieren könnte. Auf der anderen Seite ist, glaube ich so, ich versuche immer so hyper zu reflektieren, also ich versuche immer so herauszufinden, was hab ich falsch gemacht, also immer den Fehler auch bei mir selber zu suchen, so und dann halt immer nur meine eigenen Taten zu ändern, so, ich denke mir immer so, okay, da ist jetzt irgendwas kaputt gegangen, sowas hätte ich anders machen können. Ich glaube, eine Sache, ich glaube,
[00:51:36] ich habe schon ein paar Mal gesagt, ist so, dass ich, ich mache jeden Sonntag einen sehr langen Sonntagsspaziergang, das mache ich, glaube ich, seitdem ich in Berlin bin, jeden Sonntag den gleichen Spaziergang, immer vom Prenzlauer Berg oben, Kantianstadion, runter bis zum Schloss Bellevue an der Spree entlang und dann wieder zurück. Ich höre da immer einen Podcast, hin höre ich immer einen Podcast, zurück, nur Musik und sitze immer auf der gleichen Bank, gehe immer zum gleichen Café, hole mir einen Kaffee und versuche da einfach,
[00:52:06] wirklich sehr crazy zu reflektieren, was die Woche passiert ist, alles aufzuräumen, damit ich halt Montag sehr clean ins Office komme, so die nächste Woche zu planen, einfach so alles in meinem Kopf einmal aufzuräumen, damit ich halt einfach am Montag wieder neue Challenges tacklen kann, aber damit nichts so einfach so im Kopf bleibt und du dir so konstant Gedanken darüber machst, das ist, glaube ich, immer das Gefährlichste und dann hast du halt einfach so eine gewisse Ruhe. Ich glaube, nach so einem Sonntagsspaziergang, Inki sagt immer auch so, wenn ich so den Spaziergang mal so drei, vier Wochen nicht mache,
[00:52:36] dann merkt, also dann sieht man das bei mir so, dass da unaufgeräumte Sachen bei mir existieren und deswegen ist es immer so sehr wichtig, da einfach kurz einmal alles aufzuräumen, dann wieder die Ruhe reinzubekommen. Das ist ein geiles Golden Nugget, der Sonntagsspaziergang, um den Kopf einmal auszuräumen und die Woche hinter sich zu lassen. Ja, und ich glaube, über diesen Sonntagsspaziergang, ich glaube, viel vom Erfolg von Superchat ist von diesem Sonntagsspaziergang
[00:53:05] oder viele der Ideen, die da entstanden sind. Weil ich sitze da, wie ich mit meinen Apple Notes da, schreibe da alles runter, was mir einfällt, was will ich eigentlich, weil ich sitze da an der Spree mit einem Kaffee, laufe da rum und es ist einfach so eine gewisse Ruhe, die so einfach so komplett da nur entsteht, finde ich. Ist es die Ruhe? Was ist der Mechanismus, der da vonstatten geht? Ist es der Abstand, dass du nicht im Büro sitzt? Was glaubst du, was dazu führt, dass da gute Ideen kommen? Ruhe und ich glaube,
[00:53:35] ich bin einfach so sehr, ich bin so ein sehr bildlicher Mensch. Weißt du, ich stelle mir Sachen vor, ich denke so in Bildern und so weiter, denke so auch so in so Situationen. Das heißt, ich versuche schon mal so eine Situation zu spüren, bevor sie überhaupt eingetreten ist. Das heißt auch so, meinen mentalen State darauf vorzubereiten, was würde passieren, wenn das jetzt passiert? Was würde passieren, wenn das jetzt passiert? Wie würde ich mich fühlen? Und so weiter. Das heißt, ich weiß nicht, ob manifestieren ist das richtige Wort, aber ich stelle mir Situationen bei diesem Spaziergang vor,
[00:54:05] gehe sie durch, gehe sie mental durch, gehe Meetings durch, gehe Verhandlungsstrategien durch, gehe Gespräche durch und so weiter. Aber ich fühle sie dann tatsächlich so, als wäre sie wirklich real. Und das geht glaube ich nur, wenn du halt einfach so, ja, ich gehe da halt vier bis fünf Stunden spazieren und da geht halt in meinem Kopf dann einfach alles einmal durch und dann finde ich es so das Gefühl, du bist halt auf alles prepped. Du hast so jede Situation einmal durchdacht, du hast jedes Gefühl, was du in der Situation haben könntest, auch schon mal durchdacht.
[00:54:35] Jede Unterhaltung, die du führen könntest, auch mal durchdacht. Aber auch so das Gefühl schon mal gehabt, okay, was würde jetzt passieren, keine Ahnung, wenn jetzt morgen das passieren würde bei Superchat, wir raisen jetzt wieder eine Runde, wie fühle ich mich da, welche Situationen passieren da und so weiter. Das räumt viel auf, finde ich. Super faszinierend. Leistungssportler setzen das ja oft ein, so Visualisierung zu sagen, wenn ich die Schiebiste runterfahre, so stellen sie sich das ja genau vor und gehen das durch und du machst das ähnlich für die Business-Situation. Und ich glaube,
[00:55:04] das entkräftet ja auch diese Angst, du hast ja gesagt, viel hat mit Angst zu tun. Und Angst ist ja meistens nur im Wagen. Also viele Leute sagen, okay, ich habe Angst, wenn meine Firma fehlt oder wenn die Person geht oder so. Aber sobald du ins Spezifische gehst, zu sagen, ja, was genau passiert denn dann? Okay, also okay, da legt mir die Kündigung jetzt auf den Tisch. So, was ist der Worst Case? Ich mache es halt selber eine Weile, ich suche ein Replacement, jemand anderes aus dem Team übernimmt es. Also da merkt man relativ schnell, dass dann auch konkrete Lösungen da sind. Also ich glaube,
[00:55:33] die Angst kann man ein Stück weit entschärfen, wenn man es spezifisch runter bricht. Ja, ich glaube, diese Frage, was ist der Worst Case? ist, glaube ich, extrem wichtig. Weißt du, dass du da halt immer so, und das ist, glaube ich, auch so viel, worüber ich nachdenke, so im Positiven und im Negativen so. Weißt du, was ist der Worst Case, wenn das eintritt? Was mache ich dann? Wie fühle ich mich dabei? Und so weiter. Einfach so diesen Fahrplan durchgehen. Ja, und ich glaube, weißt du, so eine gesunde Naivität mit so einem gesunden Paranoia. Was bedeutet das?
[00:56:03] Wenn man gesagt, so gesunde Naivität ist für mich einfach so, alles ist möglich. Wenn wir morgen irgendeine verrückte Sales-Idee haben, lass mal, keine Ahnung, da, weiß ich nicht, Plakate drucken oder sonst irgendwas, lass halt mal ausprobieren. Lass alles mal ausprobieren. Morgen irgendwie dem schreiben, dem schreiben, Cold Calls machen, Outreach machen, das, das, das. Lass alles mal ausprobieren. Ich glaube, du brauchst so eine gesunde Naivität, dass halt so keine Idee zu verrückt ist. Und auf der anderen Seite ist so dieses gesunde Paranoia, Speed sein, so was sich, glaube ich, so einfach so am Laufen hält oder mich so,
[00:56:33] weil ich dann immer denke, so okay, ja, irgendwie morgen könnte wieder alles vorbei sein, irgendjemand könnte es dir wegnehmen, irgendwie muss immer hart arbeiten, dranbleiben, Performance, so nichts ist given. Wie findet diese innere Dialog so zwischen Engelchen und Teufelchen bei dir statt? Das ist, glaube ich, phasenweise immer unterschiedlich. Je nachdem, was gerade so passiert, versuche ich halt immer so herauszufinden, so okay, jetzt kommt da wieder ein Player ins Game und dann ist so, oh geil, was machen wir da jetzt? So dieses gesunde Paranoia.
[00:57:03] Und auf der anderen Seite denke ich mir so, weißt du, was ich immer im Team sage, ist so, wir haben jetzt validiert, dass das funktioniert. Wir haben 10.000 Kunden, 20 Millionen ARA. es gibt einfach keinen Grund, weshalb wir nicht irgendwie morgen oder in einem halben Jahr 100.000 Kunden haben könnten. Es ist einfach nur Zeit. Weißt du, auf diese 100 Millionen ARA zu finden, ist einfach nur noch Zeit, weil es funktioniert, das Produkt ist da, das Team ist da, der Prozess funktioniert, es ist einfach Zeit. Unsere Number One Aufgabe
[00:57:32] ist einfach nur herauszufinden, wie verkürzen wir diese Zeit? Was sind Initiativen, die jetzt diese Zeit einfach verkürzen? Was sind verrückte Ideen? Wie erklären wir mehr Leuten? Superchat und so weiter. Und das ist einfach so, diese gesunde Naivität ist diese Ideen zu finden, um diese Zeit zu verkürzen und gleichzeitig halt hart zu arbeiten und dieses gesunde Paranoia zu haben, halt einfach Gas zu geben. Was ist der limitierende Faktor? Elon Musk spricht über limitierende Faktoren. Wenn du Interviews mit dem hörst, jeder zweite Satz beginnt mit the limiting factor.
[00:58:03] Also muss sehr stark bei dem verdrahtet sein und es gibt ja immer den einen limitierenden Faktor. Also was ist der limitierende Faktor? Also der wechselt natürlich dann über die Zeit, aber was glaubst du, was er ist, um auf 100.000 Kunden zu kommen? Boah, ich glaube gerade ist der limitierende Faktor herauszufinden, wie wir Superchat noch vor mehr Gesichter bekommen. Also mehr Leuten einfach zeigen, was wir können. Meistens ist schon einfach ein wirklicher No-Brainer. Man wird mit deinen Kunden kommunizieren über die Kanäle, die sie ja privat nutzen. Du brauchst ein Tool dafür,
[00:58:32] Superchat. Und jetzt ist unsere Challenge so, okay, wie transportieren wir diese Message halt vor die richtigen Leute, erklären es denen gut und so weiter. Und da arbeiten wir gerade sehr viel dran. Adspend skalieren, Ideen für gute, educational Content und so weiter. Das ist gerade so der limitierende Faktor. Zu Adspend habe ich was dabei. Dein LinkedIn-Post von vor einer Woche. Wir haben unseren Adspend eingefroren bei 50k im Monat. Ja.
[00:59:02] Zwei Jahre lang, weil ich Angst hatte, dass wenn ich zu viel pushe, dass was kaputt geht. Jetzt geben wir mittlerweile eine halbe Million pro Monat aus. Wenn ich zur 2023er-Version von Yilmaz sprechen könnte, würde ich ihm Folgendes sagen. Und dann erklärst du, was du ihm sagst. Da war fairerweise ich der limitierende Faktor, weil ich noch nicht die nötige Confidence einfach hatte. Ich wusste, okay, die Kunden kommen rein, das Produkt funktioniert, aber es gab halt
[00:59:32] an jeder Stelle Friction. Der Handover zu CS hat nicht so gut funktioniert, Sales hat ein paar Sachen gemacht, dann mussten wir die onboarden, sind ein paar Leute rausgedroppt und so weiter. Aber dann halt zu verstehen, dass du halt einfach so, das ist der Prozess, es wird nie 100% perfekt sein, sondern du musst halt einfach pushen, um halt dann wieder neue Probleme zu finden, die du halt solfen kannst. Und das habe ich dann irgendwann, glaube ich, verstanden, dass wir halt gesagt haben, der Prozess ist so, wie er gerade ist,
[01:00:01] ist perfekt genug, um das nochmal zu 10x. Und das war, glaube ich, so ein massive Unlock auch für uns. Fairerweise haben wir dann noch andere Kanäle, noch gefundene, besser so das Onboarding und den Closing-Prozess gemacht, besseren Handover und dann hatte ich einfach mehr Confidence darin, dass wir halt sagen können, so, ah, okay, das funktioniert, wir können da jetzt einfach mehr Gas geben, aber da war zum Beispiel ich der limitierende Faktor. Was ist die Lektion bei diesem Trade-off zwischen Speed, Brute Force,
[01:00:30] ich gebe einfach Gas und auf der anderen Seite ein Perfektionismus und man will, dass der Prozess gut ist, man will, dass das Produkt gut ist, man weiß, das eine Feature muss noch gebaut werden, da strugglen ja viele Founder damit zu sagen, ja, wenn ich das habe, dann kann ich bei Go-To-Market aus Gas drücken, also, wie gehst du mit diesem Konflikt um und auch der Erkenntnis zu sagen, ja, good enough ist good enough. Ja, es hat schon ein bisschen gedauert, weil wir hatten nie dieses Problem, dass wir gesagt haben, so, okay, nächstes Feature und dann drücken wir aufs Gas, wir haben einfach von Anfang an immer Sales gemacht, vier Wochen,
[01:01:00] nachdem wir gegründet haben oder sechs Wochen, nachdem wir gegründet haben, hatten wir zwei Engineers und zwei Sales Manager, ich habe Sales gemacht, Mika hat Produkt gebaut, so, das war von Anfang an so, aber wir haben immer halt gesagt, so, ah, okay, also es war am Anfang, glaube ich, auch einfach so eine gewisse Unsicherheit in dem, was wir machen und das baust du, glaube ich, nur über Zeit und über halt so Confidence in dein Team, Confidence in dein Produkt auf, im Nachhinein immer sagen, so, dieses Mentality von move fast and break things
[01:01:30] funktioniert schon, weißt du, weil dann bist du so, du bist halt so konstant in so einem Modus, wo du halt versuchst, so eine Rakete zum Mond zu bringen und gleichzeitig halt die Rakete zu fixen oder zu bauen, so, und ich glaube, das ist schon das Mindset, was du halt haben musst, um halt so eine Hyper-Growth-Company zu bauen, so, ich glaube, du musst einfach akzeptieren, dass halt on the way Sachen kaputt gehen und ich habe irgendwann dieses Akzeptieren, dass halt on the way Sachen kaputt gehen, habe ich halt irgendwie ein bisschen zu spät gemacht und da muss man halt fairerweise sagen, ist glaube ich auch einfach so dann Erfahrung, weißt du,
[01:01:59] du lernst halt mit den Monaten und den Jahren, dass halt dann, ah, okay, es gehen halt Sachen kaputt und man muss sich halt fixen, so wie das Problem von jemand kündigt und dann muss sich halt jemanden replace, hast du gelernt, da wegzuschauen ein Stück weit, zu sagen, ja okay, wenn es nicht der limitierende Faktor ist, dann ist es egal, wenn es nicht perfekt ist oder wie bist du damit umgegangen? Ja, wegschauen und aber auch einfach den Leuten, so weißt du, wenn du halt so gute Leute um dich herum hast und einfach den Leuten halt vertrauen, das ist halt part of the game, die fixen jeder, jeder ist so wie an so einem gut feingetunten Band
[01:02:30] bei BMW, jeder kümmert sich um seinen Teil und jeder macht seinen Teil extrem, extrem gut und wir machen das schon einfach zusammen, genau, das war dann so, einfach wegschauen, aber auch einfach vertrauen, dass so, it's part of the game und jeder löst halt seine Probleme in dem Prozess selber. Ich fand die Überschrift von dem LinkedIn Post so gut, so was würde ich dem 2023 Yilmaz sagen, der war ja genau auf der Hälfte von heute unter Gründung, 2020 hast du angefangen, jetzt sechs Jahre später,
[01:02:59] warst du quasi da genau bei der Hälfte, bei dem Struggle, ich habe überlegt, lass ein kleines Game spielen, ich habe ein paar Karten hier dabei für verschiedene Disziplinen, was würdest du 2023 Yilmaz sagen? Nicht der, der ganz am Anfang stand, sondern der, der genau in der Mitte war, der vielleicht schon tausend Kunden hatte, der vielleicht schon 30, 40 Mitarbeiter hatte oder so, was würdest du dem sagen? Willst du eine Karte aussuchen? Ja. Geografische Expansion. Ja. Was sagst du 2023 Yilmaz? Dass es anders ist überall.
[01:03:29] Was heißt das? Ich habe, am Anfang dachten wir so, ah okay, unsere Motion funktioniert im Dach sehr gut, lass die nach England bringen, nach Italien, nach Spanien. Motion heißt der Vertriebsprozess im Grunde, also so die Weise, wie du Leads generierst und die Demos machst und so weiter. Genau, genau. Das funktioniert da sehr gut, lass einfach genau das Gleiche überall machen. Und am Ende funktioniert es auch überall gleich, aber so die Details sind komplett anders und es hat sehr lange gedauert, bis wir das verstanden haben. Beispiel zum Beispiel, wir haben mal Ads in Dubai gelauncht.
[01:03:59] Da war so, ah okay, krass, die Ads sind sehr günstig, also das Marketing ist sehr günstig, die Leute kommen aber einfach nicht in die Termine rein. Die kommen nicht in die Termine rein, die sagen dir, hey so, lass morgen Abend hier treffen, was essen gehen, ist mir auch echt sehr komplett egal, was es kostet, 10k im Monat ist kein Problem, löst dieses Problem einfach für mich, findet geil, was ihr macht, aber lass morgen Abend hier einmal treffen und essen gehen. Und dann haben wir so, okay, das geht halt nicht, wir sitzen halt in Berlin, wie sollen wir das denn jetzt machen? Wir wollen ja auch jetzt kein Office
[01:04:29] in Dubai aufmachen und so weiter gerade, funktioniert nicht. Auf der anderen Seite haben wir dann Brasilien gelauncht, da war so, keiner ist auch in die Termine reingekommen, niemand. Die Demos wurden gebucht, No Shows am Fließband, aber die waren so, hey, ich will auch gar nicht mit euch reden, schickt mir einfach ein Video, ich kenne diesen Space schon, wir kennen ja je, alles läuft auf WhatsApp im Brasilien, ich will einfach nur das und das Problem gelöst haben, schickt mir ein Video, ich onboarde mich selber, aber es muss halt günstiger sein. Und es waren so komplett unterschiedliche Dynamiken,
[01:04:58] in Deutschland ist es ganz anders, in Deutschland, fünf Minuten bevor die Demo anfängt, sitzt da schon jemand im Meeting, fully prepped, perfekt, du gehst die Punkte mit dem durch, schickst dir eine Checkliste, Checkliste ist auch da, eine Meeting, so, und diese cultural differences, in diesen einzelnen Ländern herauszuarbeiten und die Motion, also die Vertriebsprozesse darauf anzupassen, hat ein bisschen gedauert, bis wir das gecheckt haben und da, 2023, waren wir gerade in der Phase, aber wir haben es ein bisschen zu sehr auf Bruteforce probiert und dachten uns,
[01:05:28] es muss funktionieren, so wie hier und jetzt ist so das Mindset, okay, wir müssen halt pro Land immer adaptieren, vor allem Leute heiern, die halt nur dieses eine Land bespielen, aus dem Land kommen, die Sprachen Native Speaker sind und so weiter. Aber in Berlin sitzen. Aber in Berlin sitzen und halt so diese cultural differences, die es überall gibt, einfach besser verstehen und besser mit dem Prozess umgehen können. Okay, ich zieh mal eine Karte. Was sagst du dem 2023 jemals
[01:05:58] Co-Founder Relationship? Ähm, genau so weitermachen. Was macht eure Relation gut zwischen Mika und dir? Wir sind einfach sehr gut befreundet, machen auch außerhalb von Superchat viel, da haben wir schon viel gereist zusammen immer. Ähm, und da auch, ich glaube, wir haben irgendwann gecheckt, so ganz am Anfang, was wir davor gemacht haben, haben wir einfach beide das Gleiche, wollten wir beide das Gleiche machen. Wir kamen beide aus dem Produkt, wir dachten uns so, lass mal ein Produkt machen, so und das hat immer,
[01:06:27] das hat zu Konflikten geführt, weil dann war so, ah, okay, wer macht jetzt was, warum machen wir das und so weiter. Und bei Superchat haben wir dann verstanden so, okay, wir splitten unseren, unseren Aufgabenbereich sehr krass. Ich mache alles, was mit Go-To-Market zu tun hat, Fundraising zu tun hat, Sales, Marketing, liegt alles bei mir. Mika macht Produkt, Design und Engineering und das funktioniert extrem gut, weil wir haben einfach Hyper-Ownership auf diesen beiden großen Topics und jeder führt einfach seine Reporting-Line sehr gut und gleichzeitig haben wir
[01:06:57] auch ein Ritual da, freitags 16 Uhr verlassen wir gemeinsam das Office. Eure Coffee Walk. Genau, machen ein Coffee Walk. Superchat Coffee Walk. Erzähl mal. Ja, wir machen ein Coffee Walk, auch seitdem es Superchat gibt, 16 Uhr jeden Freitag, verlassen das Office, es ist wirklich so hyper unstructured. Wir gehen einfach raus und dann steigen wir in den Aufzug und dann sagt einer von uns so, und was geht? Und dann erzählen wir einfach, was so die Woche passiert ist, was lief gut, was lief schlecht, wo haben wir gerade Sorgen,
[01:07:27] Ängste, Bedenken und so weiter. Holen uns immer bei Five Elephants in der Kolwitzstraße einen Kaffee, laufen bis einmal die Kolwitzstraße durch und dann wieder zurück und reden einfach sehr unstrukturiert, um einfach so ein bisschen Gefühl für den anderen zu bekommen, wie gerade der Vibe ist und so weiter. Und vor allem so alles Unausgesproche der Woche einmal kurz auszusprechen. Ich glaube, das ist so sehr gefährlich. Es bauen sich dann, glaube ich, immer so Sachen auf, so sehr viel unausgesprochene Unzufriedenheiten und so weiter. Das gibt es bei uns halt nicht, weil wir halt einfach
[01:07:56] jeden Freitag 16 Uhr versuchen, unser komplettes Herz einmal auszuschütten. Und das ist, glaube ich, sehr wichtig. Und das machen wir seitdem und deswegen, würde ich sagen, Co-Founder Relationship ist bei uns sehr, sehr gut. Was glaubst du, was passiert, wenn du das Ritual nicht etabliert hättest? Ja, es wäre einfach, glaube ich, schwierig gewesen, weil du hast immer so, es gibt ja immer Friction Points, so Sales oder auf Go-To-Market-Seite, wir brauchen das Feature, dann sagen die halt so, Sales oder Marketing, musst halt das pushen und so weiter. Und du sprichst es dann aber nicht aus, weißt du,
[01:08:25] du gehst halt dann in dein Department, redest dann darüber und so weiter. Und ich glaube, das Gefährlichste, was passieren kann, ist wirklich diese unausgesprochene Unzufriedenheit bei irgendwem. Und deswegen, ja, war es schon, es ist wie so ein Katalysator, weißt du, du lässt einfach einmal alles raus, so, ob gut oder schlecht und dann steht einfach nichts mehr zwischen dir und ich glaube, das ist einfach sehr wichtig. Interessant. Und du machst das einmal auf der, sozusagen, der kollektiven Ebene mit Co-Founder und machst es für dich separat nochmal zwei Tage später am Sonntag in deinem anderen Walk. Rituale, Rituale.
[01:08:54] Unicorn by Walking. Habits. Okay, was haben wir in der Karte? Culture. Unternehmenskultur. Ja, auch extrem wichtig, würde ich sagen. Was ich da dem Hörmers von 2023 sagen würde, wäre, glaube ich, so ein bisschen, weißt du, ich glaube, irgendwann verstehst du, dass du halt nicht mit allen Menschen befreundet sein kannst. Ich glaube,
[01:09:23] so der Core Super Chat so ist eine sehr eingeschworene, sehr coole Truppe. Das ist auch der Grund, weshalb wir, glaube ich, so hart pushen können. So, Maury, Inka, alle, Mika, Henrik, so alle Leute, die halt so sehr early dabei waren. Und dann halt den Kreis weitergemacht haben, so mit Max, Sarah und so weiter. ist so eine sehr coole Leadership-Truppe und ist auch ein sehr close, also sehr gute, also wir sind auch alle miteinander befreundet, würde ich sagen.
[01:09:53] Aber irgendwann musst du diesen Switch hinbekommen, so zu, okay, man ist sehr cool miteinander, aber auf der anderen Seite gibt es halt harte Goals, Performance, vor allem Sales. Und wenn die halt nicht gehittet werden, dann gibt es halt einen Performance-Improvement-Plan oder halt in eine andere Richtung, du bist ultra gut, dann wirst du halt schneller befördert und so weiter. Und dieser Personal-Bond ist dann teilweise ein bisschen schwierig. Und deswegen war ich am Anfang immer sehr distanziert, das haben auch immer alle zu mir gesagt, du hast eine sehr krasse Distanz, weil ich halt immer Angst
[01:10:22] davor hatte, dass du halt, wenn ich zu personal bin mit den Leuten, dass ich dann nicht mich in ein Meeting reinsetzen kann mit denen und sagen so, hey, das ist nicht gut gelaufen, das ist nicht gut gelaufen, wir müssen uns jetzt leider trennen. Aber irgendwann habe ich gecheckt und das ist, glaube ich, so dann diese Coach-Mentality, dass du halt schon beides machen kannst. Weißt du, und ich sehe das wie so ein Fußballtrainer, die sagst du ja auch manchmal, du bist so der Trainer, der halt so mit seinen Leuten cool sein muss. Weißt du, die Mannschaft, die du auf den Platz stellst, muss halt einfach die beste Mannschaft sein. Aber die Leute müssen halt einfach auch verstehen,
[01:10:52] wenn sie gerade nicht ihre beste Performance haben, dann wechselst du sie halt auch einfach manchmal aus oder du musst halt so mit denen, du arbeitest daran, dass sie halt besser werden, aber du willst denen ja nichts Böses. Aber du bist trotzdem eine sehr eingeschworene, gute Truppe und ich glaube, das ist hyper wichtig. Ich würde sagen, genau so weitermachende, aber trotzdem halt so Guardrails implementieren, Goals implementieren, Ziel implementieren, Konsequenzen implementieren und das halt so ein bisschen früher, damit halt auch so alles ein bisschen klarer ist auf der Ebene. Ich finde es ein gutes Bild, jetzt zu sagen,
[01:11:22] ein Startup-Team mit einer Sportmannschaft, kommt von Netflix, aus dem Culture Handbook von Netflix, die sagen so, wir sind keine Familie, wir sind kein Freundeskreis, weil eine Familie hat da keinen Zweck im Sinne von, wir wollen ein Ziel erreichen. Eine Sportmannschaft hat ein Ziel, so wir wollen hier gewinnen, sonst treten wir nicht an und jeder leistet dann natürlich einen Beitrag und wenn du den Beitrag nicht leistest, dann bist du irgendwann nicht mehr Teil der Mannschaft. Es gibt diesen Film Moneyball, ist das der über Baseball? Und dann gibt es auch diese Szene, wo dieser Junior irgendwann plötzlich einen der Spieler rausschmeißen muss. Ist das dieser Film oder ich bringe es durcheinander?
[01:11:52] Auf jeden Fall schwitzt er sich einen ab und muss quasi den Spieler feuern, weil er halt einfach nicht mehr seine Zahlen bringt und dann geht der da hin und sagt ihm, nachdem er sich irgendwie zwei Stunden erstmal überwinden musste, dann sagt er ihm so, hey, you're fired, und der Spieler sagt einfach nur, okay. Weil der natürlich auch versteht, dass wenn die Zahlen nicht stimmen, dass er woanders hin muss. Ist er in dem Team total klar. Das würdest du im familiären Umfeld jetzt nicht machen. Dein Onkel, der sich zweimal schlecht benommen hat bei der Weihnachtsfeier, den schmeißt er nicht aus der Familie raus.
[01:12:21] Deswegen so dieses Bild, wir sind eine große Familie, ist vielleicht schwieriger, als das zu sagen, nee, wir sind ein Sportsteam. Ja, hundertprozentig. Ich glaube, genauso funktioniert es auch. Weißt du, du spielst dann mal ein Turnier, das ist dann mal so ein Feature-Launch, alle sind so dabei, dann hast du so ein Goal, wo du hinarbeitest, aber dann ist wieder so, weißt du, du hast so, okay, wie werden wir zusammen besser? Es ist einfach, und vor allem auch so diese Dynamik so zwischen Trainern und Spielern oder halt so allgemein, ist ja immer noch sehr friendly, hart, aber fair, dass man halt sagt,
[01:12:51] ah, okay, wir sind eine Kule eingeschwollt. ich glaube, bei uns sind die Hierarchien extrem flach, also jeder ist sehr hyper-approachable, du kannst von jedem innerhalb der Company was lernen, aber es ist trotzdem immer noch so eine High-Performance-Culture. Bist du hart, aber fair? Ja. Ich würde sagen, ich bin sehr, sehr, sehr fair und auf der anderen Seite bin ich auch manchmal sehr, sehr, sehr hart und ich glaube, eine Sache, die ich auch gelernt habe, ist, man muss schon immer so das Warum mitgeben. Ich glaube,
[01:13:21] wenn du sehr fair bist und sehr hart, ist, glaube ich, auch immer wichtig zu checken, was so deine Gedanken dahinter sind und das versuche ich dann schon immer den Kontext immer mitzugeben. Gib mir ein Beispiel. Boah, ein sehr konkretes Beispiel. Wir haben gerade einfach nochmal so innerhalb unseres Sales-Themes ein paar Sachen umstrukturiert und wir einfach nochmal so sehr klare KPIs haben auf unterschiedlichen Ebenen, dann sehr klare Quotas,
[01:13:50] Konsequenzen und so weiter. Am Ende ist ja mein Ziel, dass es der Company gut geht. Der Company geht sehr gut, wenn die Sales-Manager möglichst viel closen und die Sales-Manager möglichst viel Geld verdienen. Weißt du? Also unsere Incentives sind da 100% allein. Ich will, dass du so viel Geld wie möglich verdienst, weil dann geht es der Company am allerbesten. Mir geht es gut, allen geht es gut. Aber wir brauchen auf der anderen Seite trotzdem Strukturen und halt Konsequenzen,
[01:14:19] wenn man halt sozusagen zum Beispiel Leads nicht sauber handelt oder halt irgendwas im Prozess untergeht und so weiter. Dann muss trotzdem das System funktionieren. Und wir haben halt in den letzten Monaten sehr viel am System gearbeitet, was hart war. Aber auf der anderen Seite bin ich auch sehr fair, dass ich halt immer sage, so hey, mein Number One Goal ist hier nicht irgendwie dich abzufacken oder sonst irgendwas. Mein Number One Goal ist, dass du mehr Geld verdienst und du weißt, dass du mehr Geld verdienen möchtest. Und ich gebe dir einfach nur die Mittel dafür und ich gebe dir dieses Handwerk
[01:14:49] und die Werkzeuge dafür und die Regeln und die Struktur dafür, dass du halt mehr Geld verdienen kannst, dass es dir besser geht, der Company besser geht und wir halt einfach ein sehr gutes Miteinander haben. Und es ist am Anfang immer sehr hart, aber ich glaube, die Leute checken es dann hinten raus und dann schaffen wir aber auch so Upside, weißt du, dass wir jetzt sagen, hey, die Top 3 diesen Monat kriegen halt nochmal 5% mehr Provi und so weiter, weißt du, in beide Richtungen halt. Stößt manchmal schon auf Widerstand, aber am Ende mag man sich trotzdem
[01:15:19] und geht trotzdem mit einer Luncheon oder macht trotzdem Sommerparty und so weiter. Also man muss das Grundverständnis dafür, warum wir das machen, ist schon immer da und muss man den Leuten auch immer mitgeben. Hat auch was Street Smartes zu sagen, gut, es gibt dir ein System, ich mag dich trotzdem. Geil. Was für eine Karte willst du nehmen? Pricing. Pricing, mein Lieblingsthema. Was hast du über Pricing gelernt in den letzten drei Jahren? Dass es sehr wichtig ist und wir zu wenig
[01:15:48] im Bereich Pricing machen, leider. Wir haben immer unser, gerade haben wir ein großes Pricing-Projekt, wo wir unser gesamtes Pricing nochmal anschauen, weil über Zeit ja einfach viel dazugekommen ist. Weißt du, am Anfang ist wir einfach gestartet und wir haben unser Core-Pricing fairerweise auch nie geändert. Also die einzelnen Pakete kosten genau, nachdem wir herausgefunden haben, wie viel wir dafür chargen wollen, kosten die immer noch genauso viel wie vor fünf Jahren. Wie habt ihr das rausgefunden? Zwei Sachen haben wir gemacht. Wir haben einfach geschaut,
[01:16:17] was für andere Tools kostene, haben das so ein bisschen gebenchmarkt und dann haben wir einfach getestet. Wir hatten mal eine Woche, wo wir einfach gesagt haben, okay, das sind jetzt die Pakete, nächste Woche sind das die Pakete und dann haben wir einfach geschaut, wo ist so die Hürde zwischen, ah, okay, die Leute sind bereit, es zu zahlen, aber es ist immer noch so on the edge einfach so und das hat sich dann irgendwann eingependelt, aber ich würde sagen, viel Benchmarking, also wir haben viel einfach geschaut, was so andere Tools in dem Bereich kosten.
[01:16:47] Die Base-Pakete haben wir dann tatsächlich auch nie geändert, weiß ich nicht, ob es ein Fehler ist oder halt nicht, aber das schauen wir uns gerade nochmal an. Was kostet Superchat für eine Referenz, wenn Sie mit interessiert? Das kleinste Paket kostet 89 Euro. Im Monat? Ja, da hast du halt eine Nummer, drei User, kannst schon gut damit arbeiten, ab 149 Euro im Monat hast du dann sozusagen noch den AI-Agent dabei und dann kommen größere Pakete mit Integrations und so weiter und dann kommt halt der Variable Faktor Usage Base, wo du halt sagen kannst, okay, ich will jetzt für meinen nächsten Standort noch eine weitere Nummer
[01:17:17] adden, eine weitere User adden, mittlerweile kommen Credits für Automations, dann noch WhatsApp-Kosten und so weiter dazu, ist halt einfach sehr viel organisch dazugewachsene und jetzt sind wir so in dem Modus, wo wir sagen, okay, lass uns das Ganze nochmal anschauen, vereinfacht, in dem Bereich sind wir gerade. Was ist dein mentales Modell im Pricing zwischen Bundling und Usage Base, also quasi eine Flatrate kannst du alles nutzen versus jede Nummer kostet mehr oder jeder Credit oder wenn der Agent da irgendwie den Arzttermin bucht,
[01:17:46] dann kostet es irgendwie X, also quasi Unbundling versus Bundling? Also wir versuchen immer zu schauen, okay, was ist so der Value Driver? Bei uns ist halt das Problem oder nicht das Problem, auch so zweischneidig aber du hast halt einfach, wir haben einfach eine sehr breite Masse an Companies da drin und sehr unterschiedliche Use Cases. Weißt du, du hast Sales, Support, Recruiting für einen Makler ist nochmal anders wie jetzt für irgendwie eine, keine Ahnung, einen Spa. Das heißt, die Value Drivers sind immer unterschiedlich
[01:18:16] und haben da immer geschaut, ich glaube, jetzt dieses Credit System funktioniert extrem gut, weil da ist einfach sehr viel involviert, also du kannst halt einfach Automations darüber abrechnen und so weiter und dann spürst du halt den Value und kriegst dann eine Notification von hey, du bist bei 80% von deinen Credits, jetzt nochmal top up, sonst pausen die Automations und so weiter. Das funktioniert extrem gut und in dem Bereich, da wollen wir halt einfach tiefer rein, dass wir jetzt sagen so, ah okay, krass, wir müssen einfach so sehr Credit Based, sehr Usage Based machen, aber es geht auch nicht nur, weil du brauchst schon einfach so, dass du halt sagst,
[01:18:46] okay, wie viele User sind in dem Paket enthalten, welches Paket möchtest du haben, diese Pakete machen es sehr einfach und dieses Usage Based macht es halt auch so sehr Value Driven. Um am Anfang Transparenz zu haben, brauchst du halt glaube ich schon Pakete, das ist so unser Mindset dafür. Der Einstieg einfach, aber wenn die Leute dann quasi komplizierte Sachen damit bauen und du merkst, okay, du wirst so kritisch in Infrastruktur und du schaffst einen massiven Wert in den Unternehmen, kannst du Usage Based auch mehr. Das ist ein neuer Trend, muss man auch sagen, durch die ganzen AI-Themen, dass du das Tokenpreise hast und so weiter und alle jetzt wieder okay damit sind, dass du quasi
[01:19:15] ein Guthaben auflädst und das verbrauchst. Das war in der SaaS-Welt lange nicht so. Es war ja immer Seed Pricing. Du hast pro User bezahlt, wenn du irgendwie HubSpot oder ein CRM oder Pipe Driver oder so immer gekauft hast. Die Logik war ja immer pro Person, die es benutzt, zahlst du 3x und jetzt in der AI-Welt hat sich das ja geändert. Es gibt den Developer, der zahlt 10.000 Euro im Monat an Tokens und es gibt irgendwie einen Customer Support-Menschen, der hat für 39 Euro ein Tool. Safe. In der Transition so gerade sind wir glaube ich mittendrin
[01:19:44] wie spielen wir das Game so. Weil ich glaube am Ende willst du einfach, dass das Pricing so einfach wie möglich für den Kunden zu verstehen ist. Aber auch auf der anderen Seite transparent und planbar ist. Und diese Transparenz schaffst du schon über diese Pakete. Planbarkeit schaffst du schon auch über diese Pakete. Aber es ist halt teilweise nicht einfach, weil du musst dann immer noch so Sachen dazu basteln. Und wenn du es nur Usage-Base machst, ist es zwar auch planbar und transparent ist dann halt so ein bisschen schwierig manchmal. Und diese zwei
[01:20:13] Welten versuchen wir gerade zusammenzuführen. Okay, ich nehme nochmal eine Karte. Product Expansion. Ja. 2023 hier immer. Der hat im Grunde eine Multi-User-WhatsApp-Inbox angeboten. Ja. Heute hast du Agents, Voice. Da würde ich auch sagen, ich glaube, unser Core-Skill war einfach immer sehr schnell zu iterieren. Das heißt, wir sind ja wirklich einfach mit einer GDPR-Compliant-Inbox gestartet. Dann haben wir so ein Newsletter geaddet, so ähnlich wie Mailchimp, Mailjet.
[01:20:41] Dann Workflows wie Klavio und jetzt halt Agents. Wir haben uns eigentlich so über Zeit immer neu erfunden. Das würde ich auf jeden Fall beibehalten. Und halt teilweise würde ich, glaube ich, aber immer noch schauen, so okay, was können wir für die einzelnen Verticals, das haben wir jetzt auch auf Go-To-Market-Seite erst relativ spät gemacht, so was können wir noch für die einzelnen Verticals an Tiefe schaffen. sehr horizontal, aber dann halt so sagen, so okay, was ist so das ERP-CRM-System in dem einen Vertical
[01:21:11] und lass da rein integrieren, so. Beispiel wäre, wenn du Reisebüros zum Beispiel hast, die haben ihre eigene Branchensoftware und dann kannst du überlegen, okay, mit wem muss ich dann in Partnerschaft eingehen, damit wenn da eine Anfrage eingeht und jemand seine Karibik-Reise über WhatsApp buchen will, hoffentlich in Zukunft, dass es dann direkt in das Reisebüro CRM oder ERP reingeht. Ja. Wann sind zu viele Produkte zu viel? Focus versus Diversifikation? Ich glaube, wenn du halt nicht mehr so in, sagen wir mal, 15 Minuten in einer Demo den Leuten das Produkt erklären kannst. Interessant.
[01:21:41] Dann wird es schwierig. Okay, du reverse-engineerst quasi von der Demo, dem Magic Moment, wo du dem Kunde zeigst, hey, guck mal, das kann das Tool und du überlegst, was passt da rein und wenn ich merke, okay, das wird irgendwann zu kompliziert, ich biete das auch Payments und Mitarbeitermanagement und was weiß ich an, dann merkst du, okay, es ist nicht mehr so einfach rüberzubringen. Ja, und dann versuchst du, glaube ich, einfach zu viele Probleme zu lösen und verzettelt sich da so ein bisschen. Bei uns war immer so, finde ich erstmal so ganz kurz ein Problem in der Demo, das sie haben und dann zeigt denen halt die Lösung dafür. Aber wenn halt dann
[01:22:10] nur halt Jumps, Jumps, Jumps, dann ist nicht so der rote Faden da. Das heißt, bei uns sind wir so, versuchst, in 15 Minuten musst du alles erklären können, was der Kunde braucht. Wir können nochmal die Karte mit Ad-Spend-Increasen, haben wir schon drüber gesprochen. Hast du noch ein Learning für den 2023er, Yilmaz, was die Marketingausgaben angeht? Ich würde einfach sagen, wenn du halt verstanden hast, dass was funktioniert, dann halt all in. Wird halt wirklich, also, das war im Nachhinein, weiß ich nicht, wieder da.
[01:22:40] Ich glaube, wir hatten einfach so zu viel Angst und Unsicherheit zu dem Zeitpunkt, was auch ein bisschen mit der Erfahrung da halt war. Also, weil wir halt einfach noch nicht wussten, wie das ganze Ding funktioniert. aber jetzt, weil, weißt du, wenn man so ein Funnel hat, der sehr gut funktioniert, da muss man, glaube ich, so aggressiv wie möglich da reingehen, im Positiven und es halt ausschöpfen, so gut es funktioniert. Keine Ahnung, Meta ändert was an der Algorithme, irgendwas funktioniert dann nicht mehr, irgendwas, drei Monate später, da sieht alles wieder anders aus.
[01:23:10] Deswegen würde ich schon immer so versuchen, es ans absolute Limit, das zu pushen. Und dann halt schnell zu iterieren. Aber dann halt in der Zeit auch einfach zu sagen, okay, was ist das nächste, was ist die nächste Welle, die wir reiten? Ich finde, es passt auch gut in unsere Überschrift Street Smart versus Booksmart. So Booksmart kannst du immer alles analysieren, kannst dir tausend Gründe irgendwie ausdenken, warum es irgendwie nicht geht oder nochmal irgendwie weitere Pfade aufzeigen, aber am Ende muss ich sagen, gut, wenn eine Sache klappt, dann halt auch aggressive reingehen und sich den Mut aneignen, da all in zu gehen. Ja, ja, ja.
[01:23:40] Und du hast ja am Ende nichts zu verlieren. Du hast so sehr wenig, die Downside ist einfach sehr klein, wenn du einfach aggressiver im positiven Sinne reingehst. Okay, was haben wir noch? Hiring. Hiring. Hast du wirklich mal eine Person eingestellt, weil sie eine Smartwatch getragen hat im Werbungsgespräch? Ja. Habe ich gehört von einem Freund. Der ist auch immer noch Erik. Erik, unser Erik Durse, unser legendärer Sales Manager. Freut sich auf bestimmt Grüße gehen raus. Grüße an Erik. Der,
[01:24:10] ja, das war auch lustig, Jonas, unser Head of Growth. Ich saß dann im Raum und dann war so, okay, wir brauchen einen Sales Manager. Nur wir beide haben zu dem Zeitpunkt Sales gemacht. Haben einen Sales Manager gebraucht und haben aber, lachten uns so, wir brauchen jetzt irgendeinen Shortcut. Wir können jetzt nicht irgendeinen Hiring-Prozess starten, wir brauchen den eigentlich morgen. Wir haben einfach zu viele Leads gerade. Und dann haben wir in der Company rum gefragt, hat einer von unseren Engineers gesagt so, hey, ich habe einen Kumpel von meinem Papa, der sucht gerade was.
[01:24:40] Max war der Ingenieur. Max, der Ingenieur. Shoutout, mittlerweile auch ein Startup. Shoutout. Und der hat dann uns Erik vorgestellt und dann habe ich mit Erik telefoniert. Ich weiß noch, der erste Satz, wer mal Erik kennt, weiß man, versteht man das auch alles so. Sein erster Satz war so ein bisschen so, ich kann dir jetzt meinen Lebenslauf schicken, aber der ist vier Seiten lang. Oh, er kann auch einfach kurz reden. Haben wir telefoniert und ich habe schon gemerkt, okay, weißt du, der hat was. Der hat so dieses
[01:25:09] ultra charismatische, wahrscheinlich doch so 99,9% Street Smartness. Der hat auf jeden Fall, haben wir ihn eingeladen am nächsten Tag ins Office. Das war noch in der Oranienburger Straße, da direkt am Hackischen Markt. Standen am Fenster, haben ihn gesehen, wie er reingekommen ist. Erik ist, muss man auch, Erik ist Mindset der jüngste Mensch, den wir haben so, auch der, immer noch der größte, also sehr positiv. Biologischen Alter war er aber locker mal
[01:25:38] irgendwie 20 Jahre älter als du. Genau, er ist jetzt glaube ich 54, also knapp über 50, aber sehr viel älter als wir, hat sich dann da hingesetzt und dann hat er Erik gemacht. Er saß dann da, tschakalaka, hat sehr authentisch, sehr charismatisch mit Jonas und mir geredet und Jonas und ich waren ja auch schon immer so sehr sales stream, wir haben uns dann so gegenseitig hochgeschaukelt und dann ist irgendwann in diesem Bewerbungsgespräch zu dritt so eine wirklich krasse Dynamik entstanden, so von let's go, geil, bla bla bla und dann ist irgendwann Erik rausgegangen und ich weiß noch wirklich,
[01:26:08] so wir standen da an diesem Fenster, haben ihn angeschaut, wie er so runtergelaufen ist im Office und dann habe ich Jonas angeschaut und meinte so, ach, was machen wir da? Ich meinte so, ich weiß nicht, ob er die Tech-Skills hat, jetzt halt da über Zoom Demos zu machen, weil das hat er da vorne noch nicht gemacht, er hat ein Restaurant auf Costa Rica, war der Manager von Sarah Connor, hat bei Radiosendern gearbeitet, hat Blumen auf der Straße verkauft, alles gemacht in seinem Leben, wirklich alles. Wenn Erik Storys erzählt, sind es die verrücktesten Storys, aber der hatte so dieses gewisse Etwas und dann hat glaube ich Jonas gesagt, er meinte so, ja, aber der hat doch
[01:26:37] eine Smartwatch an, so eine Galaxy, Samsung Smartwatch. Ich glaube, der erkannte schon, wenn er jetzt in dem Alter noch eine Smartwatch und das ist auch so dumm im Nachhinein, Smartwatch trinkt, dann wird der das schon hinbekommen. Und dann habe ich so angeschaut, wenn wir mit dem Nachflash und so, das ist ja, komm, lass ihn heilen, der kriegt sich schon hin, der hat eine Smartwatch an. Und seitdem, Erik, Top Closer, hat wirklich alles abgerissen, sehr viel Revenue reingeholt, sehr viel Geld verdient, ja. Jonas gibt dir übrigens Credits für die Smartwatch-Entscheidung.
[01:27:07] Ah geil. Man würde nie erfahren, wie es wirklich abgelaufen ist. Aber geil, also manchmal sind Entscheidungen halt auch irgendwie kompliziert, weil so viele Faktoren drin sind, dann kann man sich auf eine einfache Sache runterbrechen. Das ist so, das, was ich mitnehme. Ich glaube, am Ende, weißt du, zu Hiring, das ist echt, das ist so ein krasses Topic. Am Ende hat das, glaube ich, niemand so richtig gesolved, weil das ja so menschenbezogen ist. Die krassesten Leute, die wir geheiert haben, die jetzt einfach so Superchat auch drive, so, Mauri, Inka,
[01:27:38] weißt du, einfach so, Henrik, die haben da vorher nie was gemacht in dem Bereich. Weißt du, die sind teilweise als Interns gestartet und haben sich so einfach so earned their badges, so einfach so ihre, ihre Wins innerhalb von Superchat gehabt, Departments aufgebaut, Teams aufgebaut und so weiter. Alles so on the job halt gelernt. Ich glaube, ist schon beides möglich, auch Erfahrung reinzuheilen. Das machen wir gerade zum Beispiel. Wir heilen gerade zwei, drei Personen in unser Leadership Team rein,
[01:28:07] aber auch mit sehr viel Erfahrung und du merkst einfach sehr schnell, ich glaube, das ist so sehr abhängig vom Charakter der Leute. Wie humble sind die, wie gerne wollen die noch was lernen und so weiter und davon hängt es, glaube ich, sehr viel ab und du merkst, glaube ich, innerhalb so der ersten zwei Monate, ob das funktioniert oder nicht. Was sagst du 2023 jemals über Bauchgefühl? Weil viele fauna in der Situation sind und sagen, ja, ich heile da Leute und ich habe dann ein gewisses Bauchgefühl. Aber wie kann ich denn meinem Bauchgefühl vertrauen? Weil ich habe auch noch nicht 100 Leute geheiert. Weißt du, wenn du die dritte Person da hirerst, ist das Bauchgefühl auch vielleicht off. Who knows?
[01:28:36] Was sagst du dem jemals von vor drei Jahren dazu? Ich würde schon sagen, vertraue auf deinem Bauchgefühl. Weil ich glaube, da so, wir haben auch ein, zwei nicht so gute Hiring-Decisions gemacht und es war dann schon immer so, ich auch davor Bauchschmerzen hatte tatsächlich und mir dachte so, ah, weiß ich nicht, ob das jetzt funktioniert und zwar immer so, ah, okay, aber on paper sieht das wirklich, also der Lebenslauf sieht wirklich sehr gut aus das Muss funktionieren und es hat dann immer mich so gut funktioniert, weil es glaube ich so auf so People-Ebene nicht so gut funktioniert hat. Weißt du,
[01:29:06] weil die Leute dann halt reingekommen sind, sehr von oben herab, sehr Ego-Getriebene, dann halt versuchen, Sachen umzuschmeißen und dann ist das immer sehr schwierig, dann auch für die Teams, die sie dann halt geführt haben und die Menschen, die halt am besten einfach performt haben, waren wirklich so immer so humble, Learner, die halt sehr viel lernen wollten, sehr wissbegierig waren, davor schon Sachen ausprobiert haben und so weiter. Ja, zwar schon, Vertrau auf dein Bauchgefühl, aber halt so, mach auch so deine Hausaufgaben. Ich glaube so,
[01:29:36] Reference-Checks ist immer sehr, sehr wichtig, ist dann auch sehr spät immer angefangen dann zu machen, so, frag einfach mal so, hey, wie waren so die Leute, es muss ja nicht so dein letzter Arbeitgeber sein, aber so, keine Ahnung, wie waren so, wie lief dein letztes Projekt, kannst du mir da mal zwei Leute vorstellen, mit denen du da zusammengearbeitet hast, wie war es so, mit ihnen zu arbeiten und so weiter. Das in Kombination mit Bauchgefühl und so, die Core-Values einfach trotzdem abchecken. Es gibt diesen Satz, higher for attitude, trained for skills, also in der frühen Phase zu sagen,
[01:30:05] hol Leute aufgrund der Einstellung, die sie haben, nicht aufgrund der Vorerfahrung. Und das hört man immer wieder bei Faunern, dass sie sagen, ja gerade in der frühen Phase ist viel wichtiger, was du gesagt hast, Humbleness, Learning, Drive, stellen die richtigen Fragen. Ja. Zwei Karten haben wir noch. Self-Development als Founder. Das Wachstum des Founders ist oft der limitierende Faktor für das Wachstum der Company. Ja. Wie bist du über dich hinausgewachsen und was gibst du dem, hier haben wir es von vor drei Jahren dazu mit? Boah, ich habe meine,
[01:30:34] mein Key-Learning, ich habe einfach immer sehr viel, das ist jetzt auch so sehr Dinge, aber ich mag es einfach nicht zu lesen. Also Bücher lesen war nie so mein Ding. Ich bin da immer eingeschlafen und habe einfach viel zu ungeduldig, mir Sachen durchzulesen und irgendwie aus Büchern zu lernen. Ich habe einfach extrem viele Podcasts gehört und YouTube-Videos mir angeschaut. Und ich glaube, so dieses ganze Wissen ist da draußen. Dann habe ich sehr viele YouTube-Videos angeschaut, sehr viele Podcasts gehört
[01:31:04] und einfach sehr oft nach Hilfe gefragt. Weißt du, wenn ich irgendwas nicht wusste, so, keine Ahnung, es gab immer Leute, Mentoren, ich war mir nie zu schade oder ich weiß, dieses Ego-Game gab es immer nicht. Ich dachte einfach so, ich frage einfach mal nach Hilfe. So dich, Roland, Tom, weißt du, jeder, alle unsere Angels, Kai, Fabi und so weiter, die habe ich einfach immer nach Hilfe gefragt. Und das Schöne daran ist ja, so bin ich gerade auch, ich liebe es einfach einfach, auch Leuten zu helfen, es macht mir einfach Spaß.
[01:31:35] die meisten gehen mir auch einfach sehr gerne, ihr wisst einfach weiter. Also ich war schon immer so, ich habe immer von anderen Leuten versucht zu lernen, sehr viel aufgesaugt, sehr viel Learning, sehr viel nach Hilfe gefragt und aus YouTube-Videos und Podcasts. Da warst du ja der ersten Fauna, mit denen ich gearbeitet habe. Du hast immer gesagt, als erstes so, habe ich mir irgendwie so das SDR-Framework, also so quasi die Sales Development Representatives, das Playbook irgendwie aus den USA angeschaut, im YouTube-Video von dem HubSpot, Head of Sales oder whatever und das fand ich faszinierend.
[01:32:06] Jetzt ja auch wieder ein Stück weit normaler, aber so Business Education war ein Thema, was andere damals anders gemacht haben. Ja, und ich glaube, man muss sich auch einfach schon sehr oft eingestehen, dass man einfach von manchen Sachen keine Ahnung hat und dann so auf aggressive, nur weil man halt die Rolle, irgendwie den Titel hat oder sonst irgendwas zu versuche, so okay, das funktioniert. Das ist einfach von vielen Sachen, keine Ahnung. Und da halt dann rauszugehen, zu sagen so okay, ich habe jetzt einen Podcast dazu an, schaue mir YouTube-Videos darüber an,
[01:32:36] spreche vor allem, das ist schon cool immer, so in dem Netzwerk, in dem wir hier in Berlin unterwegs sind, so spreche mit einfach sehr vielen anderen Leuten, gehe lunchen, frag nach Hilfe, versuch so ein bisschen wie so ein Schwamm alles aufzusaugen und dann eine Entscheidung zu treffen. Ich glaube, das war auch immer so wichtig, einfach mal so eine Entscheidung treffen, egal ob sie gut oder schlecht ist. Wenn sie schlecht ist, dann wird sie on the way eh wieder korrigiert, wenn sie gut ist, dann Glück gehabt oder halt aus deinen ganzen Eindrücken die gute Entscheidung getroffen.
[01:33:04] Es war viel mit, ich glaube, Learning hat schon viel mit Entscheidungen treffen zu tun und nicht Angst davor haben. Und auch da kann Booksmart einem natürlich im Weg stehen, wenn man so einen Background hat und irgendwie zwei Master und einen PhD an der Whatever Business School machst und so ein bisschen aus so einem Umfeld kommt und bei irgendeiner großen Beratung war und denkst du, ja, ich bin ja derjenige, der alles weiß, kann man sich vielleicht im Weg stehen. Bei genau der Frage, ja gut, ich habe auch noch keinen Sales-Prozess irgendwie so im Detail aufgebaut oder das Incentive-Scheme für irgendwie
[01:33:33] das Customer Success-Team gebaut, dann frage ich doch mal lieber jemanden. Ja, ich finde da so ein geiles Beispiel, weil immer so, ich fand immer die Leute so von irgendwelchen Business-Unis und so weiter, also ich fand es auch, das war auch bei uns die schlimmste Phase, aber so, wenn ich dann immer so höre, so ja, okay, wir machen jetzt ein Jahr Ideation, da dachte ich mir immer so, boah, das ist eine taffe Zeit, leider. Und dann denke ich mir so, okay, kommt ihr zusammen, schaut euch unterschiedliche Märkte an, zerlegt jeden Markt, jede Idee ist nicht gut genug
[01:34:03] und dann da ist wieder, weißt du, du hast so einen Bereich, der eigentlich spannend ist und dann schaust du dir das drei Tage an, nimmst den komplett auseinander und findest es nicht spannend, aus den und den Gründen. Es gibt so jeder Sache oder da sind zu viele Competitor drin, da ist das nicht, da ist das nicht. Da denke ich mir so, Leute, also ich glaube, so wird es halt, also es gibt ja Leute, die ideaten dann zwei Jahre und gründen dann nichts. Da denke ich mir immer so, weißt du, wenn du irgendwie ein Unfair Knowledge hast über irgendwas oder einfach irgendeinen Bereich spannend findest, so, keine Ahnung,
[01:34:34] weiß ich nicht, Steuerberatersoftware, das sehe ich gerade bei uns, das ist irgendwie ein Problem, aber ich habe auch keine Ahnung dafür, wenn ich einfach mal 100 Steuerberater anrufe, so am Morgen und mal herausfinden, was belastet die denn gerade oder einfach mal Ads schalten, wo einfach nur auf der Ad steht, so hey, wir bauen Software für Steuerberater, hier Termin buchen, wir lösen halt das und das Problem, einfach mal sprechen, dann findest du on the way schon genug Probleme raus, die sie haben, die du sorgen kannst, wir jetzt dann halt versuchen, aus irgendwelchen Studies,
[01:35:03] Research Paper, sonst irgendwas, diese eigenen Probleme zu spinnen, von denen du am Ende ja auch keine Ahnung hast und dann zerlegst du die immer, weißt du, da waren wir auch mal kurz, diese gefährliche Dynamik von nichts ist gut genug, du zerlegst jede Idee, jedes Problem passt nicht und so weiter und da ist immer so, einfach mal iterieren, rausgehen, rausgehen, mit Leuten sprechen, das ist der street smarte Weg, vor allem heute in AI Zeiten, du kannst da mit Cloud und so weiter, bist den ganzen Tag am analysieren, kannst du jeden Markt und jeden Competitor und kriegst da tausend Sachen und hast ja dann das Gefühl,
[01:35:33] A, du bist gut informiert und B, es gibt ja alles irgendwie schon und hast dadurch dann so einen Confirmation Bias, dass deine anderen dann auch bestätigt werden, so du kriegst die AI immer dazu, dir irgendwie zuzustimmen auf die eine Weise, aber gleichzeitig mit Leuten zu sprechen, ersetzt es halt nicht. Ja, okay, letzte Karte, steht drauf, Fokus. Hat mir einer deiner frühen Wegbegleiter gesagt, also wenn ihr dieses Hype-Meeting hattet, und gesagt, ja, wir schaffen das, habt ihr euch 20 Initiativen überlegt und davon auch 19 umgesetzt. Hat mir der Jonas mit auf den Weg gegeben.
[01:36:03] Ich habe, ey, lustigerweise habe ich immer zu Jonas gesagt, Fokus, Fokus, Fokus. Ich glaube, wenn wir jetzt immer so, wenn wir darüber reden, dann war immer so hyper-fokus das Goal. Ja, ich glaube, das ist schwierig, aber das ist extrem wichtig, würde ich sagen. Ich glaube, das ist auch so ein Ding, was einfach so, du wirst halt den ganzen Tag von so neuen Eindrücken hin und her gezogen und dann halt aber trotzdem so zu 90% Nein zu sagen, ist, glaube ich, so das Schwierigste, was du machen kannst. Wie bist du jetzt besser geworden
[01:36:32] in den letzten drei Jahren darin? Ja, ich glaube, mittlerweile denke ich einfach so immer so ans Endgoal und an den Plan. Ich denke mir immer so, alles, was gerade halt, also nicht in dem Plan, den wir uns geschmiedet haben, enthalten war, hat schon irgendeinen Grund. Und versuchen einfach, den Plan jetzt zu executen, weil da wissen wir zu 90%, dass er halt funktioniert. Aber das kam halt, glaube ich, auch über Zeit. Am Anfang waren wir schon wie so ein Flummi, der halt da mal hin, da mal hin, wenn wir da Traction gesehen haben, da reingejumpt, da reingejumpt, was, glaube ich, auch wichtig war,
[01:37:03] aber auch Sachen verlangsamt hat und verkompliziert hat. Und ich würde jetzt sagen, das ist einfach so Hyperfokus, das Ding. Ich glaube, eine Sache, die wir schon sehr krass gemacht haben, wir waren immer sehr locked in, was ich immer gesagt habe, wir haben sehr viel Zeit im Office verbracht, wir waren einfach so nicht auf irgendwelche Konferenzen, nicht in irgendwelchen, ja, sind einfach nicht rumgelaufen und haben das Versuch, wir waren einfach sehr locked in, fokussiert im Office und haben da versucht, unser Ding zu machen, so. Aber haben uns auch viel ablenken lassen am Anfang
[01:37:32] und jetzt ist einfach immer so Stick to the plan, dass einfach so den Plan executen, den wir uns geschmiedet haben, weil da wissen wir, dass der funktioniert. Das finde ich faszinierend bei dir, so dass du diesen Fokus immer hattest, gerade bei Events, da kann man sich ja in Berlin da jede Woche irgendwie ablenken lassen von irgendwas auf jede Bühne irgendwie oder bei jedem Networking-Ding und so weiter, du hast alles abgesagt. Du hast nie Presse gemacht, also es gibt ja heute auch so dieses Modell, so Build in Public, erzählt jeden Tag da deine Geschichte und so, du bist für mich das Antibailspiel im positiven Sinne dazu. Ja, ich weiß nicht, es hat mir irgendwie nie was gegeben.
[01:38:01] Wir haben immer gesagt, weißt du halt nicht, ich war eh so jemand, ich glaube so einer meiner Core Beliefs im Leben ist schon so Humbleness. Ich wäre einfach so sehr easygoing, humble, einfach die Sachen machen. Und es hat nicht so mein Ego gefühlt, da jetzt auf irgendwelchen Bühnen zu stehen, irgendwie in Podcasts reinzugehen und so weiter. Hier macht es Spaß, weil es einfach mal mit dir, wir kennen schon so lange, einfach mal die Story zu erzählen. Erster Longform Podcast, mega. Sechs Jahre, geil. Es fühlt sich an wie eine natürliche Unterhaltung,
[01:38:31] weil wir uns auch einfach so, so oft unterhalten haben. Aber es hat nicht so mein Ego gefühlt, weißt du? Und dann dachte ich mir so, es ist einfach für die Company wichtiger, im Office zu sein, Kunden zu closen, Kunden zu betreuen und so weiter. Wie halt jetzt da für mein eigenes Ego rauszugehen. Ich glaube, manchmal macht es schon Sinn, wenn du halt wirklich darüber Kunden closen soll. Deswegen haben wir auch immer gesagt, wir gehen nicht auf irgendwie, es war dieses Jahr das erste Mal auf der OMR für eine Stunde, aber nur, weil wir in Hamburg einen Kunden besucht haben, per Zufall. Und da war so, wir gehen lieber
[01:39:00] auf eine Apothekermesse, wo wir zu einem Zeitpunkt halt Apotheken geclosed haben, wo es halt lieber sieht, aber reden halt mit vielen Apotheken und closen die, wie jetzt halt dann auf die OMR zu gehen. Und das war glaube ich auch schon wichtig, wir waren einfach immer sehr locked in, fokussiert, am Arbeiten, im Office, sehr unterm Radar geflogen, weil wir auch immer gesagt haben, okay, warum, warum sollen wir das eigentlich mal machen, so lass einfach ein geiles Business bauen, das macht am Ende mehr Spaß. Ja, es hat mir einfach nichts gegeben und deswegen habe ich es einfach nicht gemacht.
[01:39:30] Auf deinem Weg vom Product, Studi, Dropout zum CEO mit über 100 Leuten, du jetzt hast, welche Gewohnheit musstest du dir am schmerzhaftesten abtrainieren? Abtrainieren. Ich glaube am Ende ist wirklich so Loslassen das Wichtigste. Weißt du, wenn du jetzt so, ich kann nicht mehr in jedes Meeting, in jede Entscheidung involviert sein und das musste ich mir schon sehr abtrainieren. Weil irgendwann war ich
[01:39:59] einfach so das Bottleneck, weißt du, weil alles auf Go-To-Market-Seite durch mich durch, als die Entscheidung getroffen werden musste und jetzt haben wir einfach ein sehr gutes Leadership-Team, die halt sehr krass enabled sind so und da auch immer, ich sage immer so, lass einfach eine Entscheidung treffen, treff einfach die Entscheidung. Weil am Ende ist es schlimmer, die Entscheidung nicht zu treffen, wie sie halt zu treffen und wenn wir die falsche Entscheidung getroffen haben, wenn sie halt nicht unser gesamtes Business riskiert so, wenn du jetzt nicht morgen entscheidest,
[01:40:28] Chartspiel zu löschen, dann ist die Entscheidung auch gar nicht so, weißt du, die Downside ist nicht so groß und am Anfang war ich immer so, okay, ich muss jede Entscheidung treffen und ich muss halt sehr viel von dem halt machen. Ja, und das musste ich mir schon hart abtrainieren, einfach zu sagen so, hey, ich habe die besten Leute um mich herum, die kennen mein Mindset, die wissen, was unser Ziel ist und so, ich enable die Entscheidungen zu treffen und wenn die halt eine schlechte Entscheidung treffen, dann ist es auch kein Drama. Dann setzen wir uns hin
[01:40:58] und sagen so, hey, okay, warum war die Entscheidung jetzt nicht so gut und wie machen wir es halt beim nächsten Mal besser und einfach so über diese Iterationen von Entscheidungen treffen, mittlerweile treffen die die Entscheidungen besser als ich, weil die einfach mehr Kontext in dem Bereich haben, viel mehr wissen und ich lasse auch mittlerweile einfach die Entscheidung in manchen Bereichen einfach muss ich selber nicht mehr treffen, weil ich habe nicht den größten Kontext in dem Department. Hol gute Leute und lass sie machen, ist das eine Ende vom Spektrum, das andere ist Full-on-Founder-Mode, geh in die Details rein,
[01:41:28] beschäftige dich damit, geh in den Facebook-Ad-Manager und guck dir jede Zahl an, sozusagen, sei der Micromanager und also ist ein Spektrum und für mich sind es beides so Werkzeuge im gleichen Werkzeugkasten, also mal ist das eine sinnvoll, mal ist das andere sinnvoll, du hast beides schon gemacht, wie wählst du heute aus, welches Werkzeug du rausholst? Ich glaube, das ist immer sehr phasenweise und sehr projektbasiert, weißt du, es gibt auch so Zeiten, da gehe ich wirklich auch in den Ad-Manager rein, schau mir an, keine Ahnung, mit hat der Algorithmus geändert, wir müssen jetzt kurz checken, was da passiert,
[01:41:58] jetzt so müssen wir mehr Creatives pushen, eine Kampagne anders aufsetzen, Ad-Sets anders aufsetzen, weißt du, was ist so jetzt gerade das unfair advantage so und da liebe ich es aber auch so reinzugehen, die Details reinzugehen, mir alles anzuschauen, zu experimentieren und so weiter, aber dann, wenn wir es halt gemeinsam verstanden haben, auch immer so Peer Learning, dann halt die anderen wieder machen lassen, weil dann wird es auch ein bisschen anstrengend dann für die, wenn ich halt die ganze Zeit involviert bin und halt so Wartime Projects,
[01:42:28] weißt du, wir hatten so, keine Ahnung, mit einem Partner, der wollte von heute auf morgen irgendwie so die Preise verzehnfachen, aber der war ein sehr wichtiger Partner für uns und dann war so, okay, was machen wir jetzt und dann haben wir halt so eine sehr gute Strategie ausgearbeitet, gesagt so, okay, da gehen wir jetzt sehr tief rein, das exekuten wir end to end und ich hab halt so dieses ganze Team halt so mitgeleadet auf diesem Weg, dass wir halt da durchkommen, es hat auch am Ende gut funktioniert so, aber da war ich sehr tief involviert in diesem einen Projekt. Nämlich mit in so eine War Room Situation, wie sieht das aus?
[01:42:58] Klebst du da ein Schild dran? Wer sitzt da im Raum? Und wie ist so ein Tag strukturiert, wenn gerade Wartime ist? Boah, ich glaub, da können wir jetzt echt sehr enthalten. Aber es war lustig, weil es war einfach so Freitag, 16 Uhr kam der Partner zu uns und meinte so, hey, wir verzehnfachen jetzt die Preise. Und du wolltest gerade deinen Coffee Walk machen. Das war aber lustigerweise, das war glaube ich sogar danach, vielleicht war es auch 17 Uhr, es war danach, es war echt spät am Freitag und wir haben Freitags immer Pizza bestellt, angefangen zu trinken, Spaß gehabt, also eine Woche gerecapt und dann kam so die Nachricht rein und dann dachte ich mir so, fuck,
[01:43:28] wir haben jetzt hier alle unsere Konten, alle unsere Businesses laufen durch diesen Account und wir müssen irgendwas machen, weil es verzehnfacht von irgendwie, keine Ahnung, 20k im Moment geht es jetzt ab in drei Monaten auf 200k hoch und die machen das ehrlich gesagt nicht aus einem guten Willen, sondern so ein bisschen, weil die gecheckt haben, dass wir zu groß werden und die wollen so ein bisschen Machtdynamiken checken nochmal. Und dann war so Hyperfokus wieder, da müssen sie auf einmal so on und dann war so, okay, was machen wir jetzt? Dann haben wir erstmal
[01:43:58] denen einfach ein paar Wochen nicht geantwortet, damit die einfach denken, damit die auch so ein bisschen im Ungewissen sind. Und man kann auch, glaube ich, manchmal so einfach so ein Deal, so eine Aussage einfach auf den Tisch lassen. Die wussten einfach nicht, hey, haben die diese Nachricht bekommen oder nicht so? War das jetzt so Panikmoment? Bei uns war halt so im Hintergrund theoretisch Panikmoment, aber wir haben einfach so alles auf den Tisch gelassen, so im Ungewissen und haben im Hintergrund den Plan geschmiedet und dann war ganz wichtig, wir haben dem Projekt einen Namen gegeben. Einen Namen kann ich jetzt nicht sagen, sonst kann man ein bisschen
[01:44:26] auf den Partner zurückführen und das ist jetzt auch im Nachhinein egal. Wir haben dem Projekt einen Namen gegeben und dann hieß es so, wir haben drei Monate Zeit, das ist der Name. Also wie so, wir haben die Leute dann da gegathert, wir haben Leute geheiert nur auf dieses Projekt, wir wussten einfach so, wir müssen jetzt migrieren, Inki hat das Projekt geleadet, wir wussten so, okay, das machen wir jetzt so, das ist der Plan, Check-in, Check-out und am Ende sind wir stärker aus der Sache rausgegangen, weil wir haben alle Accounts, 6000 Unternehmen, rüber migriert zu uns
[01:44:56] halt in einer sehr, sehr kurzen Zeit und sind halt dadurch nochmal Geld gespart, freier geworden, am Ende war es gut, aber es war ein dangerous Project zu dem Zeitpunkt und da war ich aber sehr, sehr tief drinnen und haben so ein Playbook geschrieben, was wir jetzt machen, die Leute in A-Bild, der Sache Namen gegeben, jeden Tag reingegangen, gepusht, dass wir da Gas geben und so weiter. Was hast du über dich als Person gelernt in der Zeit? Ruhe. Einfach diese Ruhe, Ruhe hat, glaube ich, die andere Seite
[01:45:26] sehr krass verunsichert und uns halt einfach Zeit erkauft und gleichzeitig einfach so dem Team auch, glaube ich, so gesagt, so hey, alles wird gut so, wir kriegen das auf jeden Fall hin und lass uns das mal lieber als Challenge, als Opportunity sehen, die wir hier gemeinsam einmal meistern und zu einem sehr geilen Team zusammenwachsen. Am Ende hat das schon sehr viel Positives verursacht, aber ich, wenn ich abends da saß, war auch ein Panic-Mod. Da habe ich mir so,
[01:45:56] fuck, fuck, fuck, jetzt alles geht kaputt, wir kriegen das nicht hin, warum machen die das und so weiter. Aber dann wieder Sonntag spazieren gegangen, aufgeräumt, jede Situation durchdacht, jedes Gespräch einmal durchdacht und dann geht es weiter. Interessant. Die Ruhe auch nach außen als Zeichen der Stärke. Ja. Ist auch so ein bisschen Street-Smart, so der Pate, der schreit ja nicht rum. Du weißt, dass der gefährlich ist, weil der wenig sagt. Oh mein Gott.
[01:46:26] Man kann sagen, du bist erfolgreich. Was hast du durch deinen Erfolg verloren? Ich glaube, es ist immer unterschiedlich so ein bisschen. Ich würde von mir selber glaube ich nie sagen, dass ich erfolgreich bin. Ich glaube, es ist immer noch so, der Weg ist das Ziel gerade. Ich finde immer noch, ich lebe immer noch meinen gleichen Lifestyle, wie ich ihn gelebt habe, als ich an der Coach studiert habe. Den Lifestyle nehme ich immer noch. Ich glaube, so ein bisschen so, was ich manchmal ein bisschen schade finde, ist so, wie Leute vor allem so in dieser Berlin-Bubble so dich kennenlernen. Weil du bist halt dann
[01:46:55] so nicht mehr so der Irmas, sondern es ist halt so immer so, ah okay, super Chat, man kennt super Chat, bla bla bla und dann ist schon so voreingenommen oder diese ganze Dynamik, wie du Leute kennenlernst, ist manchmal ein bisschen schwierig. Wie äußert sich das? Ich glaube, einfach so teilweise das Verhalten, positiv und negativ so. Deswegen, manchmal finde ich auch so lustig, ich sage auch manchmal gar nicht, meistens sage ich einfach so, wenn die mich nicht wirklich kennen, dann sage ich einfach immer so, ich mache Sales bei Super Chat.
[01:47:24] Stimmt auch. Es stimmt auch. Einfach nur, damit wir dieses Gesprächs immer jetzt nicht darauf lenken, dass die Company gegründet hat und so weiter. Ich finde es dann, also ich erzähle, ich bin auch stolz und ich erzähle es auch gerne, aber ich finde manchmal, verursacht das so ein Ungleichgewicht einfach in der Kommunikation oder in dem Kennenlernen einfach. Und sonst ist, glaube ich, einfach harter Hustle. Ich glaube so, ich habe halt nie irgendwie mal ein Jahr im Ausland verbracht
[01:47:54] oder sonst irgendwas gemacht, so aus der Uni bis jetzt, erst vier Jahre, sieben Tage die Woche gearbeitet, würde ich sagen, und jetzt halt so vom Montag bis Freitag, aber halt auch hart. Und man denkt, man ist so frei, aber man ist es eigentlich gar nicht. Du bist schon viel am Machen, am Tun, jeden Tag von neun bis neun im Office, auch manchmal länger, wenn es halt darauf ankommt und es dann schon,
[01:48:23] aber es macht auch Spaß. Also ich glaube, du schränkst dich halt bewusst selber, weil du es halt möchtest ein, aber du bist auch schon sehr eingeschränkt. Vermisst du was durch den Trade, dass du deine 20er quasi eingetauscht hast für Startup und Business Erfolg? Boah, ich glaube, irgendwann hätte ich schon noch mal Bock, einfach mal so ein Jahr rauszugehen und einfach mal alle drei Monate in einer anderen Region zu leben. Ich finde auch einfach, es gibt so viel auf diesem Planeten, was man noch entdecken kann. Weißt du, wir wollten eigentlich nach China,
[01:48:53] dann ging es mit der ganzen Situation gerade nicht. Einfach mal so zu sehen, was so in China passiert, weißt du, wie weit die sind, was die da so für Daily Technologies nutzen. Das finde ich einfach ultra spannend. Oder mal Brasilien, Lateinamerika anzuschauen. Und einfach so mit so neuen Eindrücken und Ideen zurückkommen. Also ich glaube, ich werde immer was bauen und immer was machen. Aber nochmal so ein Jahr Inspiration. Würde ich auf jeden Fall gerne schon nochmal machen.
[01:49:22] Wieso Inspiration? Ich glaube, ich finde es einfach cool, wenn ich im Urlaub bin, wir liegen dann am Strand und dann lese ich mir halt so, keine Ahnung, auf Twitter Sachen. Irgendwas beruhigt mich. Weißt du, das ist so meine Art von Entspannung, es einfach mal so neue Sachen herauszufinden. Ich habe jetzt zu Weihnachten von Inki die Meta-Ray-Bands bekommen. Die Brille mit der Kamera. Die Brille mit der Kamera. Ich dachte mir, what the fuck? Weißt du, was ist das für eine... Also die Software leider nicht so geil, aber ich dachte mir so,
[01:49:50] was ist das für eine geile Hardware? Das war nach dem iPhone so das erste Mal, wo ich mir dachte so, alter, krass. Und dann habe ich halt angefangen, meinen eigenen Jarvis zu bauen über Weihnachten, weil da hatte ich mal so Zeit. Weißt du, das war so, die Welt steht still und du kannst halt so Vibe coden. Habe angefangen, meine eigene Jarvis-App zu bauen zu halt den Meta-Ray-Bands. Und das war aber für mich... Das ist eine eigene Brillensoftware gebaut. Es gibt da die offizielle App von Meta, du hast gesagt, die ist kacke, ich baue mir meine eigene. Hast du mir erzählt? Ja. Ist so geil. Und das, ja, habe die dann end-to-end gebaut. Einfach mal rumexperimenten. Das ist aber dann für mich
[01:50:20] so Entspannung. Lerne ich wieder neue Sachen, schaue mir Sachen an, ja, chillen den Ball mit der Familie den ganzen Tag und so weiter. Und das ist schon, also einfach mal so ein Year of Learning, Inspiration und so weiter würde ich gerne schon irgendwann mal machen. Ja. Wovor hast du heute mehr Angst als in 2023? Boah, ich glaube, das hat gar nichts so mit dem Business zu tun, sondern eher so private. Weißt du, ich glaube,
[01:50:49] die Zeit verstreicht einfach so schnell. ist einfach insane. Ich bin jetzt schon so, also nächstes Jahr bin ich einfach zehn Jahre in Berlin. Ich bin nach Berlin gekommen, da habe ich mein Studium angefangen. Ich habe da mit meinem Bruder letztens drüber geredet und mit Freunden und meinte so, ich bin jetzt schon seit zehn Jahren in Berlin und die meinten auch so verrückt. Es kommt uns so vor, als wäre es gestern so, als wärst du gerade aus München weggezogen und jetzt halt zu sehen, so wie alle in meinem Umfeld
[01:51:18] einfach so älter werdende, meine Eltern, meine Großeltern, so mein Bruder hat jetzt seine Tochter bekommen. Jedes Mal, wenn ich da bin, sieht sie komplett anders aus. Weil da merkst du einfach so, wie sie so die Zeit verstreicht. Und jetzt einfach so, ich glaube, die nächste Herausforderung ist einfach so, weißt du, so Business aufbauen, aber auch gleichzeitig so live aufbauen. Weißt du, wir haben einfach mit Inki tolle Freundin, wir heiraten nächstes Jahr, holen uns einen Hund,
[01:51:48] einen Dackel und einfach so, einfach auch so live zu priorisieren, eine Family zu gründen irgendwann und so weiter. Es ist keine Angst, aber ich denke mir so oft so, okay, die Zeit verfliegt einfach so schnell. Man muss auch ein bisschen so Family und Eltern und so weiter. Davor habe ich manchmal, ich finde nicht Angst, aber es schockiert mich manchmal, wenn ich dann nach München komme und dann sage ich so, okay, krass, ich war jetzt wieder ein halbes Jahr nicht da oder so oder ich bin jetzt schon in zehn Jahren in Berlin, was hier alles passiert ist,
[01:52:18] das ist crazy. Und ich glaube, es ist ja auch eine Entwicklung über die Zeit so, dass das Leben als Founder bewusst ja auch sehr Single-Minded ist, auf ein Thema bezogen, ich erinnere mich bei mir, meine Freundinnen waren ja nur noch Founder irgendwann, ich habe nur über Business nachgedacht, wenn irgendjemand was anderes mit mir besprechen wollte, ich hatte keine Ahnung, ich habe keinen Fernseher geschaut, ich war nicht unterwegs, ich habe nur über Startup nachgedacht, das war komplett mein Leben und dann irgendwann zu sagen, es gibt ja noch ein paar andere Facetten, neulich hat mir jemand gesagt, das Leben ist ja
[01:52:47] irgendwie ein Zehnkampf und das macht für mich total Sinn, ja Business ist so eine Säule, die ist irgendwie wichtig, aber es gibt auch noch viele andere so, ich habe jetzt Kids und so weiter, Fitness ist ein Thema, Reisen, Inspiration, Spiritualität bei vielen, also es gibt dann auch diese anderen Disziplinen und ich glaube, gut in einer Disziplin sehr gut zu werden im Business, aber irgendwann auch zu realisieren, für mich war es dann so die Erkenntnis zu sagen, das Business soll ja meinem Leben dienen, nicht mein Leben, dem Business. Mein Leben ist ja dann am Ende auch mehr als nur die Firma und dann bin ich aber
[01:53:17] trotzdem total happy, dass ich meine 20er da investiert habe dafür und nichts anderes gemacht habe, sonst hätte es auch nicht funktioniert und jetzt denke ich mir, gut, ich muss halt gucken, dass man auch andere Sachen unter den Hut kriegt. Ja, ich bin auch sehr, sehr happy, ich fand immer das Spannendste so, immer wenn wir nach München gehen, da ist es so, alle meine Freunde aus der Kindheit sind noch da, mein Bruder, meine Eltern und so weiter und da ist es so gar nicht Thema. Weißt du, da so, also mein Vater findet es spannend so, findet Superchat spannend, fragt mich immer so,
[01:53:46] und wie läuft's, aber auch immer nur so, so sehr soft so, meine Mama ist so, dafür liebe ich sie auch einfach, die ist einfach so, die juckt es theoretisch nicht, weißt du, die sagt, die denkt sich halt immer so, ah, geht's meinem Sohn gut, macht er seinen Bachelor fertig und so weiter und da ist so, das Verrückteste war einfach, die hat auch nie gefragt, aber nicht aus so einer böswegen Situation, sondern sie denkt sich immer nur so, geht's hier gut, bla bla bla und das Krasse war, wir waren dann irgendwann mal, ich glaube im TechCrunch-Artikel nach der Series A oder so
[01:54:15] und bei Forbes 30, und dann ist es so rausgekommen und haben ihre Freundinnen sie darauf angesprochen und da war so für sie auch, glaube ich, so der erste Moment, so irgendjemand hat halt gesehen in München, hat seine Eltern erzählt, die sind alle da sehr connected, hat da meine Mama drauf angeguckt, dann hat sie mich so angerufen und meinte so, hä, ich weiß, das interessiert mich auch nicht so, ist einfach sehr cool, was du da machst, aber jetzt ist es ein bisschen komisch geworden, weil jetzt erklären die mir, was du machst, erzähl mir doch mal ganz kurz, was hier so abgeht, was so, wie es so läuft, da stehen so große Zahlen,
[01:54:45] so 15 Millionen Series A, was bedeutet das, bla bla bla, und das war so der Moment, aber dafür finde ich, das ist auch immer sehr wertvoll, weißt du, dass du dann so komplett raus aus dieser Bubble bist in Berlin, wo halt alles nur Fundraising, EAA, bla bla bla, und dann bist du so in München, bei deinen Eltern zu Hause, da geht es darum, so okay, ernähren wir uns gut, willst du irgendwann mal nochmal deinen Bachelor zu Ende machen, bitte mach das doch, was geht so, was ist der Plan für die nächsten Jahre, auch mit meinen Freunden immer, okay,
[01:55:14] lass irgendwas cooles machen, das ist so gar nicht Thema, und das tut dir auch schon immer gut. Sind deine Eltern stolz auf dich? Ich denke schon, ja. Können sie sein. Und ich habe dir damals gesagt, als wir angefangen haben, ich sehe das als meine persönliche Verantwortung, gegenüber deinen Eltern, dafür zu sorgen, dass du dein Bachelor hast, machst und hast das zwei, dreimal gesagt, weil es fehlt ja nur die Abschlussarbeit, oder? Du hast ja alles gemacht, ich glaube, du hättest dir irgendwie die These irgendwann schreiben müssen, und jetzt sechs Jahre später, muss ich sagen, ich habe die Hoffnung aufgegeben, aber es ist ja trotzdem gut gelaufen,
[01:55:43] also an die Eltern die Message, so ich glaube, ist okay, um den Bub muss man sich keine Sorgen mehr machen. Ich habe eigentlich noch versprochen, dass ich es dieses Jahr oder nächstes Jahr fertig mache. Einfach nur. Ich habe auch mit Tom und Reimer noch gesprochen, von der Code University? Irgendwann mache ich das Ding noch. Schreib das doch über deinen Jarvis, über deine Meta-Brille. Jelma, es war mir eine Freude, dass es dein allererster Longform-Podcast war. Es war auch alles dabei, ich glaube, Business, Private,
[01:56:14] die Story. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Sachen irgendwo erzählt. Sogar der Dackel kam vor. Ja. Wenn du die Hundeversicherung machen willst, dann weißt du, wem du im WhatsApp schreiben musst. Wo findet man dich online? Wer soll sich bei dir melden? Gerne bei LinkedIn. Ich finde es immer sehr cool, mit anderen jungen Gründern zu reden. Und du bist da sehr hilfsbereit. Das kann ich sagen. Wenn du eine Sache machst, du gehst auf keine Konferenz, du machst kein Media, du stehst auf keiner Bühne. Aber wenn Leute was wissen wollen zur Entrepreneurship,
[01:56:44] da hängst du dich rein. Das kann ich aus der Beobachtung bestätigen. Ja. Ja, safe. Also gerne bei LinkedIn melden. Das macht auch ultra Spaß. Ich helfe auch immer gerne, lass uns gerne zusammen mal lunchen gehen, irgendwo in Berlin. Machen wir mal lunchen gemeinsam, laden ein paar Freunde ein. Meldet euch bei den Kommentaren, wenn ihr Bock habt auf einen Lunch. So, dann machen wir das zusammen. Dann laden wir mal irgendwie zehn Leute ein. Ja, nice. Ins Borchert. Oder auch ins, weiß ich nicht, zur Stadtsalat. Umami, umami. Auch gut. Schön, dass du da warst jemals. Danke dir. Danke dir.

