BAD1 Special: Saygin Yalcin darüber was Deutsche Unternehmer aus Dubai lernen können
Founder Mode21. Juni 2026
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00:18:39

BAD1 Special: Saygin Yalcin darüber was Deutsche Unternehmer aus Dubai lernen können

Saygin Yalcin ist mit dem Rucksack nach Dubai ausgewandert und baut heute den größten Technologie-Marktplatz der Region, mit Pre-IPO-Runde und Börsengang in 18 Monaten. Im Gespräch gehts darum, wie aus dem Autoankauf ein produktgetriebenes Wachstum mit Nummernschild-Bewertungen wurde, was Poker über Fokus lehrt und warum schwer Erreichbares im KI-Zeitalter mehr wert wird. Du erfährst, warum jeder Unternehmer Creator werden sollte.


Timestamps:

00:00 - Mit dem Rucksack nach Dubai, jetzt vor dem IPO

02:08 - Nummernschilder bewerten: produktgetriebenes Wachstum

05:38 - Was Deutsche sich beim Mindset abschauen können

06:09 - Fokus schlägt Bias to Action: Lektionen aus dem Poker

09:02 - Warum Dubai die Schulen für die KI-Zukunft umbaut

10:42 - Personal Brand: ohne Performance-Marketing wachsen

15:59 - Contrarian Belief: Schwer Erreichbares wird mehr wert


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[00:00:04] Schön, dass du da bist! Danke! Das sind die Leckrolyte, wenn du fit bleiben willst, kannst du auch gerne nehmen. Ich dachte, das hört sich gut an. Ist geil, das ist salzig. Ist das ein Sponsor? Kein Sponsor, das ist ein Buddy von mir, war auch ein Podcast, ne die Firma gehabt, mit André Schulle zusammen, weißt du, dem Fußballer. Okay, nice! Das ist für die Ultramarathon-Läufer, die nehmen das um Hydration zu machen. Aber geil! Geil! Ja? Ich könnte mich verstecken hinterm Mikro.

[00:00:34] Du kommst nach Dubai, da machst du dein Business. Du bist ja einer der größten Autoankäufer in der Region. Ja, ich komme aus Bremen, aber ich bin seit 17 Jahren in Dubai ansässig. Was war der Grund, warum du damals weg bist? Ja, ich hatte eine Geschäftsidee. Ich war ja direkt nach der WHU, bin ich quasi ausgewandert. Rucksack gepackt, weg? Korrekt, wirklich. Wortwörtlich mit Rucksack. Und dann habe ich ein Geschäftsmodell, also ein Online-Fashion-Business aufgebaut erst mal.

[00:01:01] Dann E-Commerce breit, also so ein Amazon-Modell und das haben wir an Amazon verkauft. Und zwischendurch habe ich einen Autohändler gegründet online. Der ist mittlerweile auch sehr groß geworden. Größer eigentlich noch als das Geschäft davor. Und jetzt sind wir mittlerweile wirklich so die größte Technologie-Marktplatz, der größte Technologie-Marktplatz-Operator. Also wir gehen jetzt, wir haben gerade unsere Pre-IPO-Runde geschlossen.

[00:01:26] 120 Millionen Cash, 100 Millionen kommen noch jetzt und dann in 18 Monaten sollten wir an der Börse sein. Und IPO willst du in der Region machen? Ja, der liquideste Markt ist in Saudi-Arabien. Also Dubai ist noch relativ klein dafür. Wir sind in 20 Ländern aktiv, in den Arabischen. Haben knapp 200 Millionen Nutzer im Jahr. Also schon groß geworden, ja. Krasses Rat. Kleines Baby, das groß geworden ist. Das ist so mit Rucksack angekommen und jetzt Imperium, Börse, gell?

[00:01:54] Ja, mit Rucksack angekommen. Mittlerweile habe ich immer noch einen Rucksack, aber halt viele Leute um mich herum. Erklär mir mal eine Sache, wenn ich auf deine Webseite gehe zum Auto verkaufen. So kennt man ja hier, was ich neu fand, war in Dubai, werde ich auch gefragt, willst du dein Nummernschild mitverkaufen? Ja. Ich denke, Nummernschild verkaufen? Wieso? Erklär mir das mal. Ja, das haben wir erfunden. Autoankaufsservice ist ja jetzt weltweit bekannt. Das ist unser Originalmodell am Anfang gewesen. Ich habe mich inspirieren lassen natürlich von anderen Ländern. In England wurde das zum ersten Mal WeBuyanyCar.com genannt.

[00:02:23] Hier wäre sowas wie Auto1, wir kaufen in Auto.de, kennt man. Genau, und so haben wir angefangen. Wir haben aber mehrere Geschäftsmodelle konsolidiert. Das heißt, wir haben nicht nur den Ankaufsservice gemacht, sondern wir haben auch das größte Auktionshaus online aufgebaut im Nahen Osten. Da sind 100.000 Händler jetzt registriert, die dann auf dein Auto bieten, während wir das kaufen. Das ist in Echtzeit oder wie funktioniert das? 15 Minuten. Also während du noch in unserer Filiale bist. Wenn ich da noch einen Kaffee trinke.

[00:02:49] Genau, da haben wir schon die Auktion durch und dann wissen wir schon, für wie viel wir es verkaufen können, sodass wir das Inventarrisiko nicht tragen müssen. Das ist schon ein geiles Geschiss. Genau das dachten wir. Ich habe drei Monate im Office geschlafen, um auf was Neues zu kommen. Das war ungefähr vor zwei Jahren. März 2024.

[00:03:09] Und dann habe ich gesagt, wir brauchen irgendwas, wo wir eine neue Marke aufbauen können. Wir hatten ja Sellanycar, wir haben Carnap, Kaijisha, aber wir hatten noch eine Marke, die ich noch nicht genutzt hatte. Und die hieß Buyanycar. Und dann dachte ich mir, was können wir damit machen, ohne mit Marketing ständig zu wachsen? Kann wir auch ohne Marketing wachsen? Also was ich damit meine, ist die bezahlte Werbung. Können wir sowas Virales kreieren, dass produktgetriebenes Wachstum wird?

[00:03:39] Und irgendwann kamen wir dann auf die Idee und haben gesagt, hier in diesen Regionen sind halt diese Kennzeichen der Autos sehr beliebt. Das ist schon wie so ein Investitions-Asset. Das ist ein Statussymbol, oder? Auch, aber auch ist eine gute Investition. Also ich zum Beispiel habe ein vierstelliges Kennzeichen. Wie ist das im Social Ranking? 5000 Euro kostet das. Ja, also ist jetzt nicht viel. Achso, hier hört sich das krank an, aber so 5000 Euro. Ich habe es damals für 1000 gekauft, vor 10 Jahren. Jetzt für 5000 könnte ich das sofort verkaufen.

[00:04:07] Und dann sage ich mir, hey, warum gehen wir nicht da rein und bewerten einfach jedes Kennzeichen, das es gibt. Wir haben historische Daten. Ach geil. Haben jetzt auch das mit in die Auktion mit eingebaut und die Händler sind auch Käufer von Kennzeichen. Und somit können wir jetzt auch jedes Kennzeichen innerhalb von 30 Minuten kaufen. Und jeder will wissen, was mein Kennzeichen wäre. Und das wurde halt auf dem Goldschatz vielleicht, weiß es gar nicht. 100 Millionen Views auf Social Media bekommen, weil alle gesagt haben, guck mal, es gibt was, womit du das herausfinden kannst, wie dein Kennzeichenwert ist.

[00:04:34] Alles Influencer, die wir auch nicht bezahlt haben, weil das einfach genial ist, sowas mal auszuprobieren. Und haben jetzt auch Liquidität. Also wir kriegen so ungefähr zweieinhalb Milliarden Dollar an Geboten von den Händlern. Wir haben genug Liquidität. Das sind ja 100.000 Leute. Das heißt also, wir können auch Kennzeichen jetzt kaufen. Was ist das wertvollste Kennzeichen, was verkauft wurde in letzter Zeit? Das kostet 55 Millionen Dirham. Da war ich sogar dabei. Also 18 Millionen Dollar. Ungefähr.

[00:05:04] Für ein Kennzeichen? Ja, doch. Ja, für ein Kennzeichen. Das ist auch noch nicht so ein besonderes. P7. Hab ich gelesen. P7, ja. Genau. So P7, was weiß ich mir gar nicht. Das war halt, weiß ich nicht, was das bedeutet. Aber geht auch nicht drum. Geht drum. Jemand hat da 18 Millionen dafür bezahlt oder 55 Millionen. Und sagt, okay. Ist halt wie ein Rolex. Ja, ich hab ja noch, ich bin in Bremen geboren. Ich denk wie so ein Hanseate teilweise und sag mir so, wie kann man für ein Kennzeichen so viel Geld ausgeben.

[00:05:31] Finde ich immer noch viel. Also aber er wird das, glaube ich, sogar mit Gewinn irgendwann weiterverkaufen können. So ist das in Dubai. Was hast du über Mindset gelernt, wovon die Deutschen und die Berliner sich ein bisschen was abschneiden können? Die Deutschen bei mir was abschneiden? Nee, die deutschen Founder. Weißt du, alle, die hier sind, wir überlegen, hey, wie kann Deutschland, wie kann Berlin sich hier positionieren? Du schaust von außen drauf, du kommst von hier, aber siehst du die deutsche Außen. Ja, also ich bin ja seit 2003 wohne ich nicht mehr in Bremen und seit 17 Jahren nicht mehr in Deutschland.

[00:05:59] Ich sag dir eins, also als Disclaimer, keiner versteht Unternehmertum. Wir haben 20 Millionen Bücher über Unternehmertum, da muss man noch wohl viel debattieren, aber nur 50.000 Bücher über Physik und Gravitation. Also da sieht man, dass wenn was verstanden ist, dann redet man halt weniger drüber. Und Unternehmer reden halt sehr viel, wie Unternehmer funktioniert. Deswegen mein Rezept ist eine Version und ich sag nicht, dass ich das verstanden habe. Ich glaube, ich hab's auch noch nicht verstanden. Also damit wollte ich erstmal alle beruhigen, die sagen, hey, irgendwie kriegt das nicht hin.

[00:06:29] Ich krieg das meist auch nicht hin. Aber es gibt so bestimmte Regeln, die ich so gemerkt habe. Ich hab so drei Mentalitäten, so No Limit. Ich sag immer einfach, wenn ich was mache, soll es auch richtig groß werden. Und eine andere Mentalität ist so eine All-In-Mentalität. Das heißt, ich fokussiere mich drauf. Ich spiele so, einmal im Jahr spiele ich ein Turnier Poker, da hab ich mich mal erkundigt. Und 11,6 Prozent aller Hände machen 99 Prozent des Gewinns aus.

[00:06:57] Das sind Amateurfehler im Poker, viel zu viele Hände zu spielen auch. Genau. Das heißt also, Fokus wirkt. Du fokussierst dich einfach. Und das ist ja auch das Problem, dass man beim Poker vor allem, dass man so mal mehr spielen möchte. Und das ist bei Unternehmertum sehr ähnlich. Probier nicht so 70 Sachen gleichzeitig aus. Fokussier dich auf eine Problemlösung. Das zeigt sich im Poker, das zeigt sich auch überall anders. Die meisten haben viel zu viel Bias to Action im Sinne von viel machen, aber die Kunst ist, die wenigen guten Hände zu spielen. Und auch die richtigen Probleme lösen mit der richtigen Lösung.

[00:07:27] Also zum Beispiel ganz, was ich immer sage in Deutschland, gerade was ich sehe, das heißt, ich sage, wir wollen ja wie Kumpels reden. Wir wollen wie Kumpels reden. Ja, das ist ein Hoodie. Hoodie ist ein. Man kackt sich in die Hose und tauscht das T-Shirt. Also das ist trotzdem nicht eine Problemlösung. Das heißt, man muss sich wirklich auf das Problem fokussieren, aber dann auch Lösungsansätze haben, die wirklich das Problem lösen und nicht so tun. Hast du ein Beispiel von einem Problem, was verkleidet war als ein anderes?

[00:07:58] Es gibt viele. Also ich glaube, wenn wir über die Politik reden, dann würde ich sagen, ja, es gibt viele Sachen, wo wir uns eigentlich nicht drum kümmern müssten. Was nicht große Probleme sind, sondern andere. Ich glaube, wir haben sehr viele Probleme in der Digitalisierung und der Bürokratie in Deutschland. Wir haben die Digitalisierung verpasst mit den Investitionen. Wir haben uns teilweise auch auf Probleme fokussiert, die Probleme sind, aber vielleicht wo andere Probleme größer werden. Du bist das ja Dubai im Bürgerkrieg. Gerade mit der Energiekrise.

[00:08:27] Also ich glaube, sie ist da, aber ich glaube, wir haben uns da so ein bisschen ins Bein geschossen. Und das meine ich damit. Das heißt, wir haben genug Probleme. Man muss sich aber die richtigen aussuchen und dann auch mit der richtigen Lösung und nicht, wie gesagt, das T-Shirt austauschen, wenn man eigentlich die Hose austauschen sollte. Sinn ist das in Dubai im Bürgeramt quasi, wenn du öffentliche Prozesse machst, dass es da so NPS-Befragungen gibt, also die Zufriedenheit der Bürger quasi im Mittelpunkt? Das stimmt, ja. Und da kann ich dir viel zu erzählen.

[00:08:53] Ich möchte dir aber eine Sache sagen, dass ich gerade mit dem Minister von KI in Dubai besprochen habe. Da gibt es einen Minister von KI, das ist ja schon mal eine Information. Genau, aber er hat gesagt, hier, wir schauen uns das an, welche Jobs wird es in den nächsten zehn Jahren nicht mehr geben? Ja, und dann hat er gesagt, okay, hier sind alle Jobs, die es jetzt gibt und hier wird es in zehn Jahren, davon werden 30 Prozent nicht mehr existieren.

[00:09:19] Und dann ist er nämlich ans Bildungsministerium gegangen und hat gesagt, wir müssen den Lehrplan der Schüler ändern. Weil was bringt das denn, wenn wir jetzt den Kindern was beibringen, was in zehn Jahren irrelevant ist? Die Hauptspfälle auswendig lernen. Ich sag immer, wir bringen unseren Kindern bei, was vor 14 Milliarden Jahren passiert ist, aber nicht, wie sie in zehn Jahren Geld verdienen. Auf welche Skills würdest du setzen, wenn du eine junge Person bist, zu sagen, okay, da will ich in meine eigene Ausbildung investieren, weil das die Skills, die ich in Zukunft brauchen werde?

[00:09:46] Ich glaube, wir sehen ja, wo die Welt hingeht. Es gibt diese großen Revolutionen, die ändern halt die Regeln teilweise. Also KI ist eigentlich so der Elefant im Raum. Wir wissen, dass KI vieles ändern wird. Es ist nicht so, dass wir sagen, die ganze Welt wird jetzt schlechter. Ich glaube, sie wird sogar besser. Aber man muss sich auch dementsprechend dann auch positionieren für den Arbeitsmarkt.

[00:10:08] Das heißt also, es ist wichtig, dass wir die Sachen, die wir im Lehrplan heute haben, zu einem bestimmten Prozentsatz auch weiterführen. Aber es gibt auch einige Bereiche, die schon seit Jahren nicht mehr so relevant sind. Das merkt man auch an der Motivation der Schüler, dann vielleicht außerhalb der Schule selber sich was beizubringen. Ich möchte auch nicht direkt in einem bestimmten Bereich jetzt sagen, das solltest du machen, weil ich glaube, das ist immer noch so eine Leidenschaftssache von jedem persönlich, worin er oder sie gut ist.

[00:10:36] Aber denkt einfach, wenn ihr in die Schule denkt, denkt einfach, was das in zehn Jahren bedeutet. Erzählen wir über das Thema Personal Branding, Aufmerksamkeit. Du bist Operator, du bist Investor, du bist aber auch Creator. Auf der Weise, du hast eine große Audience, du hast über eine Millionen Follower auf YouTube alleine. Mega krass. Und das entspricht ja auch nicht so dem deutschen Mindset. Also viele starten hier eine Firma, sagen, ich muss mein Ding machen, ich will da gar nicht im Mittelpunkt stehen. Ich fühle mich auch nicht wohl, da in der Kamera irgendwas zu erzählen. Du bist einen anderen Weg gegangen.

[00:11:04] Was sind so unverhoffte Benefits davon, was du davor gar nicht gedacht hättest, was deine Personal Brand, deine Audience, welche Tür öffnet die? Auf jeden Fall Vertrauen. Man weiß einfach jetzt, wer hinter diesem Unternehmen steckt. Und ich kann direkt mit meiner Audience reden. Also ich kann mit meinen potenziellen Kunden reden. Ich kann auch ohne das über Journalisten zu machen. Früher war das ja so, da muss man immer irgendeine Zeitung sein oder einen Artikel haben und das wurde durchgefiltert. Ich glaube, das ist ein Riesenvorteil.

[00:11:33] Generell auch, dass man eine Marke aufbauen kann, ohne diese Performance-Marketing-Kampagnen. Das kann das vorhin schon gesagt werden. Genau. Ein Stück weit unabhängig machen von, ich stecke immer mehr Geld in Meta, Google, wohin auch immer. 60% von dem VC, das geraced wurde vor AI, ohne diese Data Center Ausgaben, ging wieder zurück an drei Firmen. AWS, Meta und Google. Das heißt also, wir haben immer wieder das Geld zurückgeschossen, damit wir wachsen können. Das Problem ist, bei bezahlter Werbung irgendwann ist auch Schluss.

[00:12:03] Das heißt, jeder, der Grenzertrag des Marketing-Dollars, also jeder weitere Dollar, den du ausgibst, der gibt dir immer weniger zurück. Und irgendwann kannst du halt nicht 100 Millionen im Monat ausgeben für Marketing, da kommt weniger zurück. Das heißt, du kannst es nicht skalieren, wenn du nicht wirklich eine Marke aufbaust. Und eine gekaufte Marke, die ist halt meistens nicht profitabel. Und was ich auch noch mache, ist, ich versuche halt, Leute zu inspirieren.

[00:12:29] In Deutschland haben wir 2% Unternehmer, 9% Solopreneurs inklusive. Das heißt also, die meisten Menschen wollen einfach nicht was selber starten. Und ich möchte einfach ein bisschen mehr. Wenn ich Leute von 9 auf 11% bekommen würde, dann würde es Deutschland vielleicht ein bisschen besser gehen. Ich versuche, Leute zu inspirieren. Weil, die ist so ein bisschen mit dem Podcast auch, junge Leute, diese Optionen aufzumachen. Muss ja nicht jeder Unternehmer sein, aber zumindest den Weg mal gesehen haben. Man muss ja eine Antwort haben, wenn dein Sohn oder deine Tochter dich fragt, Papa, warum hast du das denn nicht wenigstens probiert?

[00:12:59] Dass wir wenigstens vielleicht finanziell unabhängig sein können. Und viele Menschen, ich würde das so bildlich darstellen, man hat ein gemütliches Leben. Und ich glaube, in Deutschland vor allem, weil man so ein soziales Netzwerk hat. Das Problem ist nur, dieses soziale Netzwerk, das basiert ja auf etwas. Da muss es ja eine wirtschaftliche Leistung dahinter geben, damit dieses Netzwerk existiert.

[00:13:23] Ich sage mal, die Maus, die stirbt in der Mausefalle, weil sie nicht weiß, warum der Käse kostenlos ist. Ja, das heißt, irgendwann ist dieser Käse, den Käse hat ja jemand dahin gepackt. Und das ist die wirtschaftliche Leistung. Wenn die wirtschaftliche Leistung wegbricht, dann ist der Käse auch weg. Was sind zwei, drei Sachen, die ich von dir lernen kann für YouTube aufbauen, Personal Brand aufbauen? Gib mir mal so ein paar actionable Items. So, ich bin ja so Junior Content Producer.

[00:13:50] Ich werde auch Unternehmer inspirieren und die erreichen. Was hat bei dir gut funktioniert? Ich glaube, so die Grundregel ist, what's in it for me? Das heißt also, wenn der Zuschauer zuhört, er will immer wissen, was habe ich davon? Ja, also wenn du diese Frage beantworten kannst und dich auch darauf fokussierst, zum Beispiel, ich höre dem Felix zu, ich werde, wenn ich ihm zuhöre, neue Geschäftsideen bekommen. Ich werde vielleicht Investoren kennenlernen.

[00:14:18] Weil meistens wissen die Leute nicht, wie sie an Investoren rankommen. Du sprichst mit denen, du präsentierst sie. Oder neue Startups, ja. Vielleicht kann ich mich bei denen bewerben. Vielleicht kann ich Unternehmer kennenlernen. Das habe ich davon. Deswegen höre ich dir zu. Ja, das ist zum Beispiel eine Sache. Man sagt ja auch immer relativ schnell genau das Kommunizieren. In den ersten drei Sekunden, vier Sekunden. Gerade auf Social Media. Weil sonst was schon weg ist. Ja, ich glaube, es gibt nicht eine Aufmerksamkeitsspanne, die limitiert ist. Also Leute schauen auch zwei Stunden Podcast oder sieben Stunden Podcast.

[00:14:48] Ich glaube, es gibt eine Evaluierungsspanne. Die Relief. Das heißt also, ich bewerte innerhalb der ersten drei bis fünf Sekunden, ob das was für mich ist. Oder nicht. Genau. Das musst du schnell rüberbringen. Aber dann hast du sie für zwei, drei Stunden. Oder auch jeden Tag. Das ist die Community, die dann aufbaut. Das ist interessant. Wir haben irgendwann diese Longformformate gemacht und irgendwann zwei Stunden rekordet, drei Stunden rekordet. Und ich dachte am Anfang, lade ich das jetzt hoch? Drei Stunden? Das war eine der besten Folgen. Genau. Wenn es den Leuten das bringt, dann bleibt es. Ich glaube sogar, je länger, desto besser.

[00:15:16] Irgendwann, ich habe einen Kumpel gehabt, der hat 17 Stunden Video hochgeladen. Dann dachte ich mir auch, irgendwann geh mal schlafen. Das ist auch ein Klang. Du gehörst ins Ben. Aber sonst, ich glaube genau das. Es ist die Aufmerksamkeit, haben wir. Und ich glaube, eines der wichtigen Sachen, gerade wenn jemand auch Creator werden möchte, ich glaube auch jeder Unternehmer sollte Creator werden, ist, dass du durch KI-Produktion fast schon demokratisiert hast. Also das ist eigentlich so wie so eine Commodity.

[00:15:44] Jeder kann jetzt produzieren, Content produzieren. Und du wirst einen riesen Vorteil haben, wenn du die Aufmerksamkeit schon hast. Ja. Weil wenn jetzt anstatt eine Million Videos im Jahr hochgeladen werden, 100 Millionen Videos hochgeladen werden. Dann ist es noch wichtiger, diese Aufmerksamkeit zu haben. Genau. Dass du schon bekannt bist, die Aufmerksamkeit hast, eine Marke hast. Und ich sage als Zusammenfassung, KI wird eine Sache ändern. Unter anderem. Aber eine Sache.

[00:16:10] Was früher schwierig war zu machen, ist nicht mehr viel wert. Es wird alles viel einfacher sein zu machen. Was aber viel wichtiger geworden ist, Sachen, die schwierig sind zu bekommen, die werden viel mehr wert. Ja, es war früher so, entweder du hast etwas, was keiner hat, also schwierig zu bekommen. Oder du hast etwas, was schwierig ist zu machen, zu produzieren. Ja, so programmieren, so Hightech-Sachen zu machen.

[00:16:39] Das ist weggefallen. Mittlerweile kann jeder 16-Jährige eine coole Software bauen. Aber was ist denn das, was schwierig ist zu bekommen? Ja.

[00:17:14] Keine Ahnung. Ich habe ein Video, der jetzt auch YouTube macht. Und viele meiner Partner haben gesagt, das ist doch für Kinder, das macht man nicht. Was sollst du? Mittlerweile ist das normal, dass man auf YouTube Content macht und auch ernst genommen wird. Jetzt sagen die gleichen Leute, ach wie smart, dass der so früh angefangen hat. Ja, genau. Oder ich habe darüber geredet, dass ich ein Content-Haus aufbauen möchte als Gebrauchtwagen hätte, da online. Und haben auch Leute, ich habe ein Musikstudio in meinem Office.

[00:17:38] Weil für mich Content sehr viel wert war, weil ich gesagt habe, hey, das hört sich komisch an. Das heißt auch gleichzeitig, du hast weniger Wettbewerb. Ich habe zum Beispiel, wenn du damals Dubai CEO oder Dubai Lifestyle geyoutubt hast, dann waren wir 8 der 10 Videos. Egal. Das heißt also, mittlerweile ist natürlich mehr dazugekommen, aber wir haben einen First Mover Advantage gehabt. Geil, dass du da warst.

[00:18:08] Ich würde gerne 2-3 Stunden mit dir sprechen. Heute reicht es nicht. Vielleicht kriegen wir es hin. Ich komme gerne mal nach Dubai, wenn du mal Lust hast. Mach da. Dass wir mal Deep Dive machen, weil ich glaube, da ist ja super viel Erfahrung für die nächste Generation dabei. Weil du machst es ja auch, Startup Hero können wir nochmal erwähnen. Deine Community, wo Leute sich mit der mehr beschäftigen können, wo du Content veröffentlichst. Aber wenn du Bock hast, komme ich gerne mal vorbei. Dann rekorden wir mal nicht 17 Stunden. 17 ist zu lang. 16. Vielleicht sagen wir 3. Danke. Danke. Hat mich gefreut. Vielen Dank.