BAD1 Special: Warum autonomes Fahren das Endgame ist - mit Miles-CEO Oliver Mackprang
Founder Mode15. Juni 2026
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00:21:33

BAD1 Special: Warum autonomes Fahren das Endgame ist - mit Miles-CEO Oliver Mackprang

Konzerne haben es versucht und sind gescheitert - Oliver Mackprang macht Carsharing profitabel. Mit Miles fährt der gebürtige Kanadier über 200 Millionen Euro Umsatz und ist Jahr für Jahr um 100 % gewachsen. Wir packen aus, wie man in diesem Geschäftsmodell wirklich schwarze Zahlen schreibt. Du erfährst, warum autonomes Fahren das Endgame ist, was KI für Stahl auf der Straße bedeutet, und warum Olivers Contrarian Belief lautet: "Move slow and don't break things"


Timestamps:

00:00 - Intro

01:23 - MILFs statt Miles: Der absurde Aufkleber-Vandalismus 03:23 - Was sich im Carsharing gerade wirklich ändert

04:57 - Der Auslastungs-Algorithmus: Warum der Flughafen so tricky ist

06:40 - KI als Effizienzhebel: Chance statt Bedrohung

08:11 - Autonomes Fahren als Endgame – und warum Miles trotzdem gebraucht wird

11:00 - Über 200 Mio. Umsatz: Wie man im Carsharing profitabel wird

13:49 - Lukasz Gadowski als Sparringspartner, der „komplett in der Zukunft lebt"

15:50 - Was Oliver an Deutschlands Rahmenbedingungen ändern würde

19:37 - Contrarian Belief: „Move slow and don't break things"


Oliver Mackprang's Links:

💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/olivermackprang/

🚗 Miles: https://www.miles-mobility.com


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[00:00:07] Hi Oliver, ich sess dich. Du musst dir aufschließen und den Stein ziehen. Achso, jetzt verstehe ich. Balance. It's balance. We have to get going. Thank you so much. Okay Oliver, was hast du für einen Stein gekriegt? Hier war der Ben gerade, der ist glaube ich für die Kunst und für die spirituelle Seite der Konferenz zuständig. Und ich habe einen Stein gezogen, da steht Balance drauf. Bei mir steht Familie. Was bedeutet das für dich?

[00:00:36] Ja, ich bin mir relativ einfach zu beantworten und kürzlich Vater geworden, also vor einem Jahr. Ich auch, zweites Kind bei mir. Wann war es bei dir soweit? Februar 25. So ist man noch im Familienglück. Okay. How are you holding up? Wir sind gesegnet, weil wir haben so ein einfacher, also wir haben so ein Anfänger-Baby. Also das ist glaube ich in vielen Belangen ist ja natürlich herausfordernd, aber in vielen Belangen ist ja so...

[00:01:06] Wir hatten auch Anfänger-Baby und wir wissen das auch nur jetzt im Nachhinein, wo wir das Zweite haben, was nicht mehr so ist. Und jetzt hast du das Zweite, was natürlich eh schon doppelte Belastung ist, aber eigentlich ist es so die achtfache Belastung. Irgendwie potenziert sich so. Ja, ja. Okay. Hallo, du machst Miles. Ja, lass uns über Business reden. Wie viel Geld müsst ihr jedes Jahr in die Hand nehmen, um aus Milfs wieder Miles zu machen?

[00:01:34] Die Zahl kann ich dir nicht nennen. Es ist aber Teil eines standardisierten Prozesses. Wir haben so ein Standard, wie wir gerne hätten, dass unsere Fahrzeuge halt aussehen. Das hat was mit Schäden zu tun und so weiter. Es hat aber auch was natürlich mit der Wiedererkennbarkeit zu tun. Und da gibt es da wirklich so ein Tracking, so wie oft ist da ein Fahrzeug beschädigt worden oder nicht. Erst so eine Hilfsdatenbank.

[00:02:03] Ja, wenn du so willst. Ja, aber nicht nur an dem einen Fahrzeug, sondern jedes Fahrzeug hat ja auch noch unterschiedliche Aufkleber. Also es kann ja sein, dass quasi an einem Aufkleber... Nur hinten, nur an der Seite. Genau. Und das ist so. Und irgendwann macht man sich halt dran. Hast du gedacht bei der Gründung, dass du da mal darüber Gedanken machen musst? Nee, natürlich nicht. Und man muss auch ehrlich sagen, natürlich das erste Mal, wo man es sieht, schmunzelt man vielleicht auch noch ein bisschen. Das erste Mal, wo man es aber gesehen hat, ist jetzt auch irgendwie so sieben Jahre zurück.

[00:02:31] Ja, zwei Jahre her. Wahrscheinlich erster Tag, nachdem so ein Auto in Berlin... Nee, nee, nee. Das hat wirklich so ein Moment gedauert. Ja, das war nicht so trendy sofort zu Beginn. Und irgendwann ist es dazu übergegangen. Und mittlerweile... Ja, mittlerweile nervt es mich natürlich ein bisschen. To be fair, es ist in einigen Städten ein größeres Problem internationales. Wollte gerade fragen, ist es ein Berliner Thema oder...?

[00:02:51] Ja, Berlin ist ja grundsätzlich einfach im Umgang mit unseren Fahrzeugen einfach jetzt nicht der beste Standort. Ja. Also da die Baden-Württemberger, die Hanseaten, die sind mir schon... Ja, also... Wir haben gelernt mit den Autos ordentlich umzugehen. Genau, aber man muss die Sachen so und so nehmen, ne? Der Stuttgarter beschwert sich halt auch darüber, dass ein Blatt von einem Baum irgendwie im Fußraum ist. Und wie sieht das Fahrzeug aus? Das glaube ich sofort.

[00:03:18] Der Berliner ist dann halt eher so im Part im Namen, ja? Also es hat alles so Kehrseiten. Ja. Nimm mich mit in deine Welt. Was tut sich im Carsharing gerade? Was sind Themen, mit denen du dich beschäftigst? Bei uns? Also immer wichtig und im Mittelpunkt stehen die Kunden. Also wir wollen einfach schauen, wie können wir das Produkt verbessern? Was wollen sie eigentlich? Wollen sie andere Fahrzeuge? Wollen sie andere Städte? Wollen sie andere Preise? Wollen sie mehr Flexibilität? Also mehr Planbarkeit?

[00:03:45] Also es sind immer so die Sachen, die einfach intensiv bei uns diskutiert werden. Was hat sich geändert in den letzten zwölf Monaten, würdest du sagen? Die zwölf Monaten? Für die Kunden meinst du jetzt? Aus der Kundenperspektive? Musanterweise oder tragischerweise, weiß nicht wie man sieht, gab es so deutlich weniger Ziehen nach Elektrofahrzeugen. Ah ja? Es gab eine Zeit, da war das relativ häufig so eine Frage. Ist das irgendwie so abgeebbt? Also wir haben auch Elektrofahrzeuge.

[00:04:15] Aber irgendwann, früher wird häufig häufiger gefragt, wann wir Gesamthaft elektrifizieren. Mittlerweile ist das irgendwie so nebensächlich geworden. Was die Kunden sich wünschen, ist eine bestimmte Belange eine bessere Planungssicherheit. Was heißt das? Also ich meine hier in Berlin an so einem Tag, wo irgendwie 30 Grad, Sonne scheint am Wochenende, nehmen relativ viele Leute Milesfahrzeuge und fahre raus. Ja, genau.

[00:04:41] Da denkt es keiner. Man kennt den Moment, man steht da und dann sieht man überall die Fahrzeuge um sich rum und denkt so, shit, ich bin verflucht, die Autos sind weg. Ja, und da irgendwie vernünftige Modelle zu entwickeln, wie man irgendwie eine Planungssicherheit reinbringen kann. Das war so ein wichtiges Thema. Was ist das Schwierigste daran, so eine Auslastung hinzukriegen? Weil ich stelle mir das tricky vor, du willst nicht zu viel, du willst nicht zu wenig, du willst die Dinge am richtigen Ort haben, du willst aber auch nicht 500 Leute, die den ganzen Tag rumfahren. Was ist das Schwierigste an diesem Algorithmus?

[00:05:11] Also für uns gibt es ja so zwei Sachen, die dabei schwierig sind. Das eine sind so Momente, wo es in der Tat vielleicht schwierig ist und das andere sind Momente, wo es in der Tat einfach unmöglich ist. Also schwierig ist, wenn man so Peak-Auslastung hat, beidseitige Strömung, aber du nur für einen bestimmten Kundensegment, sage ich mal, bekannt bist. Was gibt es denn ein Beispiel? Gibt es denn ein Beispiel oder so? Ja, ja, Parade. Aber das ist eine Sache der Unmöglichkeit.

[00:05:40] Aber so eine Sache, die schwierig ist, ist sowas wie der Flughafen. Also Wochenendreisende oder sowas. Das Ding ist, dass Carsharing generell insbesondere in den Städten bekannt ist, wo es halt operiert wird. Das heißt, am Freitag optimalerweise fliegen ja so viele Leute auch los, wie Leute auch ankommen. Das Ding ist aber nur, dass die Leute, die wegfliegen oder überwiegend Miles kennen und die Leute, die ankommen, es nicht kennen, weil sie halt irgendwie aus dem Ausland kommen oder so weiter.

[00:06:09] Das heißt, du hast dann so eine Einwegströmung. Ja, und dagegen kannst du halt mit Education, Versuchskunden zu gewinnen und sowas, das kriegst du dann irgendwann ausbalanciert oder verbessert. Aber sage ich mal, wenn Hertha spielt und Olympiastadion irgendwie mal voll ist und auf einmal sind 70.000 Leute durch, ja gut. Also so viele Fahrzeuge können wir da gar nicht hinstellen, als dass du irgendwie das bedienen kannst. Und da gibt es auch keine Lösung für. Ich meine, selbst der ÖPNV ist ja so, dass da... Dass er voll ist. Ja, genau.

[00:06:40] Was bedeutet AI für dein Business Model? Wie denkst du darüber nach für die Zukunft? Das ist eine krasse Opportunität für uns. Für uns zum Glück weniger Bedrohung als Opportunity. Wir sind in der realen Welt unterwegs. Ist das schon mal gut? Genau. Und ob AI werden jetzt nicht euer Business? Ja, ich sehe jetzt irgendwie nicht, dass ich irgendeine Zeile Code by Cloud oder so eingeben kann und auf einmal Stahl auf der Straße bewegt wird, was bei uns einfach die Realität ist.

[00:07:05] Was es uns ermöglicht, das aber deutlich agiler, schneller mit großen Datenmengen zu analysieren. Also ich meine, bei uns ist es ja so, dass du überspitzt, wir wissen, wie oft eine Tür aufgemacht wird. Wir wissen, wie oft ein Fensterhebel betätigt wird oder so. Also die Frage ist, wann werden die Fahrzeuge gewartet? Wann hast du solche Intervalle? Und da versuchst du natürlich irgendwie, du willst ja nicht, dass ein Kunde einsteigt und eine Warnlampe angeht oder dass irgendein Issue mit dem Fahrzeug ist. Ja.

[00:07:35] So, da kannst du ja irgendwie statistisch auswenden, passiert das nach x Fahrten, passiert das nach x Kilometern oder was auch immer und versuchst natürlich genau vor der Fahrt, wo das Ding passiert, das Ding aufs Fahrzeug rauszunehmen und zu warten. Mit KI können wir solche Analysen, sage ich mal, deutlich agiler fahren. Das Business Intelligence Team bei uns ist, sage ich mal, deutlich fitter, deutlich schneller unterwegs. Die Teams kriegen sehr viel Eigenfähigkeiten irgendwie aufgegleist. Also das ist schon relativ cool.

[00:08:05] Automatisierung sowieso. Also das ist schon eine gute Option. Also ist schon bei uns ein Effizienzhebel. Glaubst du, dein Sohn wird noch einen Führerschein machen in 17 Jahren? Oder sind wir an dem Punkt, dass alles autonom ist und wir uns nur noch in so ein Ding reinsetzen und das Lenkrad gar nicht mehr anfassen? Ja, ich denke schon, ja. Also ich denke schon, dass er noch einen Führerschein machen wird. Ich denke und hoffe, dass es aber weniger aus Notwendigkeit ist, sondern mehr aus, dass er in Teilen der Welt irgendwie mal reisen will oder mal sehen will, wo es vielleicht irgendwie das noch nicht gibt.

[00:08:35] Aber im Stadtkern, da wo wir uns bewegen, ist es sicherlich keine Notwendigkeit. Wie denkst du über autonomes Fahren nach im Kontext von eurem Businessmodel? Das ist natürlich der absolute Gamechanger. Also darauf warten ja alle. Die Zukunft ist elektrisch und autonom. Die Frage ist einfach nur, wann. Das ist so die große Wette, die jetzt alle... Autonom und natürlich dann geteilt wahrscheinlich auch, also dass du das Auto nicht mehr besitzen musst. Genau.

[00:09:04] Ob die Fahrt geteilt ist, weiß ich nicht. Aber das Auto auf jeden Fall. Und das sage ich mal so, das Endgame, worauf relativ viele ja irgendwie spekulieren und darauf hinarbeiten letztendlich. Und ich glaube, dass in so einer Welt Unternehmen wie unsere ja eine absolute Daseinsberechtigung und Notwendigkeit haben, weil wer soll denn diese ganzen Fahrzeuge bewirtschaften und pflegen? Also das ist ja nicht mehr... Also heute ist ja so, wenn du über Uber oder Co nachdenkst, die lagern ja relativ viel Verantwortung an den Fahrer raus.

[00:09:34] Was ist so... Also ob es jetzt irgendwie das Routing ist, ob es jetzt irgendwie die Identifizierung der Person am Straßenrand ist, wo bleibst du jetzt im fließenden Verkehr stehen, bist du es denn wirklich oder nicht, ist die Person angeschnallt, das Tanken, das Saubermachen des Fahrzeugs. Es passieren ja auch Unfälle, auch in einer autonomen Welt werden Unfälle noch passieren. Und ich habe morgen auch gedacht, dass ich hierher gefahren bin. Ich hatte so eine Uber-Fahrer mit 4,81. Kennst du die? Die sind ganz gefährlich. Also ich glaube... Rating, Rating, 4,8. Also ich glaube unter 4,8. Ich habe noch nie einen unter 4,8 gehabt.

[00:10:04] Ich glaube, da werden die einfach rausgeschmissen. 4,81. Wahrscheinlich so ganz kurz drüber. Aber ich lebe und ich habe es noch geschafft. Dann wäre ich wahrscheinlich lieber autonom gefahren, statt mit dem Typen. Ja, also ich meine, bist du schon mal autonom gefahren? Nee. Es ist schon... Also ich bin es mehrfach. Und es ist schon... Es gibt so Momente, da vergisst du, dass da einfach keiner... Kein Mensch drin ist. Wirklich so echt beeindruckend, wie gut das irgendwie... hinbekommt. Und dann gibt es natürlich diese Edge-Cases, wo du immer noch das Gefühl hast, also...

[00:10:34] So Entscheidungsmomente, so Nadelöhre, wo vielleicht irgendwie... nicht ganz klar ist, wer Vorfahrt hat, wo welche Baustelle ist. Dann merkst du, dann ist es sehr so... Man fühlt sich gar nicht unsicherer, sondern man merkt einfach, das Fahrzeug trifft nicht so bewusst der Entscheidung nach dem Motto, so ich fahre jetzt, sondern es ist dann so... Ist sich nicht ganz sicher. Aber das wird sich alles glätten, ja. Also safe. So bin ich hundertprozentig. Wie schwer ist es in dem Geschäftszone, profitabel zu werden? Ihr seid profitabel,

[00:11:03] Konzerne haben es probiert, ihr seid plus minus profitabel. Okay, erzähl mal. Nee, nee. Also bei uns ist es ja so, dass wir... Also wir sind ein wirtschaftliches Unternehmen, wir sind ein Startup, Brownup... Wie Umsatz macht ihr? Also über 200 Millionen und wir sind sehr stark gewachsen und das ist einfach so, dass du entweder sehr stark wachsen musst oder eine sehr starke Profitabilität einfach ausweisen musst, um Investoren einfach für dich zu gewinnen. Neuer Weg war das Wachstum?

[00:11:33] Genau, also es war das Thema und wir haben da über Jahre hinweg, sag ich mal, 100 Prozent, sind wir 100 Prozent im Jahr gewachsen, ja, Jahr für Jahr und haben dabei eine schwarze Null oder, sag ich mal, einstelligen Prozentbereich da Verluste gemacht, ob trotz des starken Wachstums. Und ich glaube, das ist immer so, jeder Gründer kennt das, es ist natürlich die Frage, vor der wir alle hier sitzen und denken so, bitte stellen wir diese Frage nicht, so der Profitabilität, aber es ist einfach die ernsthafte Frage und die muss man einfach

[00:12:02] mit Konfidenz beantworten, sondern auch umsetzen können, ist, könntet ihr profitabel sein, wenn dein Leben davon morgen abhängen würde? Und da brauchst du... ganze Organisation, nicht nur die eine Stadt? Ja, ja, und das ist so ein Thema, wo man einfach, glaube ich, insbesondere in einem Geschäft wie unseres, wo sehr viele Arbeitsplätze dranhängen, sehr viel Kapital da dran gebunden ist, musst du eine klare Antwort haben, wo du sagst, so mit den und den und den Hebeln kriege ich das übermorgen hin,

[00:12:32] mit den und den Hebeln kriege ich das vielleicht sogar morgen hin, mit den und den Hebeln kriege ich das heute hin, weil wenn ich in eine neue Stadt gehe und wir haben jetzt irgendwie vor einem Monat zwei Städte neu gelauncht, wir haben letztes Jahr auch wieder Städte gelauncht, das ist natürlich alles Investitionen in die Zukunft. Jetzt sind wir gut, naja, wenn ich die Städte wegrechne, und das muss man halt irgendwie immer vernünftig nicht nur vermitteln können, sondern auch wirklich auch sicherstellen, dass es auch die Tatsache ist. Glaubst du, bankt das? Seid ihr bankable? Ja, absolut, das ist ja das Ding, also ich meine,

[00:13:02] das ist ja, also wir haben ja mit Abstand ja nicht so viel, also wir haben ja mit Abstand ja nicht so viel Geld gesammelt, als dass wir diese Fahrzeuge finanzieren könnten, wenn wir nicht bankable wären. also das ist ja, also bei uns investiert ja keiner und wir gehen raus und kaufen eins zu eins so ein Auto. Also das ist ja genau das, bei uns ist ja die Bank und die Partner, die Leasingbanken und so. Oder kann ich die Hersteller, die ich im Zweifel auch von den Autos, oder ist das kein Thema? Oder die Banken der Hersteller. Okay. Es gibt ja auch irgendwie

[00:13:31] so unterschiedliche Einheiten bei denen, aber das sind schon so diejenigen, die einfach unser Geschäftsmodell verstehen müssen, wo auch partnerschaftlich mit umgegangen werden muss, also das ist jetzt nicht so, dass man da cowboyhaft so, das ist schon wichtig, dass da eine, dass da Erwachsene im Raum sind, sag ich mal, ja. Wie ist die Zusammenarbeit mit Lukas Skodowski? Der war neulich hier im Podcast. Das ist richtig geil. Und wir haben gar nicht viel über Miles geredet, obwohl es für ihn ja auch eine große, wichtige Beteiligung ist. Wie interagiert ihr?

[00:14:01] Also ich glaube, ich arbeite jetzt schon sehr lange mit Lukas zusammen, also und das ist, und das ist, das ist richtig gut. in dem Sinne, dass er, er challenges ja auch, auch richtigerweise auch an vielen Stellen, also das ist auch die Aufgabe, sag ich mal, von einem Beirat und so, da auch Ambition reinzusetzen. Man muss auch sagen, was ganz krass ist bei Lukas, er sieht einfach so viel. Ist ja crazy. Also ich meine,

[00:14:31] er sieht so viel um die ganze Welt an anderen? Ja, und auch so, er hat ja so ein richtiges Gespür für so, für Trends und so, also keine Ahnung, was er und sein Team für, wie viele Pitches die bekommen, ja, also und, also wie viele Beteiligungen er hat und das ist, das ist so relativ interessant, weil er einfach dadurch einen sehr, sehr vernünftigen Horizont hat und überträgt halt auch ganz oft so Sachen, die ja irgendwie, ob es im Bereich Flugtaxen sind, ob es im Bereich irgendwie Laserentwicklung ist

[00:14:59] oder der überträgt ganz oft so Fragestellungen in diesen Märkten oder Potenziale und sagt, könnten wir nicht bei Miles auch folgendes oder jenes. Und das ist so ein jenes Gefühl, der lebt einfach komplett in der Zukunft. Ja, aber es liegt daran, weil er so viel sieht, ja, also das ist so, stell dir vor, so alle deutschen Health Startups oder Mobilitäts Startups würden dir irgendwie ihre Decks schicken. Ja, genau. Und nicht nur bei selber. Auch ständig in China unterwegs, ständig in den USA unterwegs, sprich mit den Leuten,

[00:15:28] die da ganz vorne sind in der Forschung. Das ist wirklich, das ist wirklich echt beeindruckend, dass er da das alles sieht. Das kriegt ja auch ganz gut uns gechallenged irgendwie in dem Sinne, so, dass wir uns diese Fragen halt auch stellen. Ich freue mich dann auch immer, wenn so ein bisschen Luft ist zwischen Fragestellung und Umsetzung, ja, also das würde ich auch sagen, aber das ist irgendwie da in dieser Kombination ganz gut, ja. Du kommst aus Kanada ursprünglich, du bist in Deutschland, wie siehst du die Rahmenbedingungen? Hast du noch eine Außenperspektive, wie du hier drauf schauen kannst?

[00:15:58] Also ich meine, wir sind jetzt hier auf einem Event, was ja irgendwie nach vorne blicken soll und irgendwie Berlin auch irgendwie in ein positives Licht irgendwie stellen möchte. Und ich sehe schon so, wir haben hier schon echt harte Rahmenbedingungen, ja. Also, Wenn du zwei Sachen ändern dürftest? Also ich würde die, würde die Regulierung zurückschrauben in allen Belangen. Also ich finde einfach, es gibt hier viel zu viel Regelwerk

[00:16:27] und ich würde damit die Verwaltung verschlangen, ja. Das sind so, ich glaube, diese zwei Sachen kombiniert könnten einfach so ein 10x nochmal geben in Sachen Geschwindigkeit, Innovationskraft, also das sind so die... Was sind Rahmenbedingungen, die eure Expansion hindern? Ihr expandiert in Städte wie Neuss, habe ich gesehen, auch interessant. München-Gladbach ist eine neue Stadt, glaube ich, bei euch. Also, was wäre, was wäre freundlich, um noch schneller in noch mehr Städte zu gehen oder was steht euch im Weg? Es ist ja nicht nur, dass es ja um neue Städte geht, es geht auch,

[00:16:57] also es geht um Komplexitäten wie, also ein Fahrzeug ist ja auch irgendwie ein hochreguliertes Gut, ne, also eine Zulassungsstelle, Geschwindigkeiten, ähm, wie geht man mit Ordnungswidrigkeiten um, ähm, Zulässigkeit der Fahrzeuge, Fahreridentifikation, also es ist schon so sehr so, auch richtigerweise, auch, ich steige geregelt, ja? Richtigerweise, ja, ich wollte neulich ein Auto anmelden und dann hat die Firma gesagt, ich soll meinen Personalausweis im Briefumschlag stecken und nach Frankfurt schicken, weil da irgendwie das Zentrum ist. Also kein Scan, kein Nichts,

[00:17:27] sondern ich muss, ich soll meinen Personalausweis in den Brief, ich hab gedacht, die machen einen Fehler, ich hab die angerufen, und gesagt, meint ihr das wirklich ernst? Ja, es gibt keinen anderen Prozess, als dass du physisch deinen Personalausweis, denk ich, ja, was soll ich denn hier machen, wenn ich den für irgendwas brauche? Äh, so sagen, ja, das dauert auch nur eine Woche oder zehn Tage, dann kannst du ihn zurück. Aber ich denke, ist das ja die bescheuert? Ich glaube, da ging es sicherlich einen digitalen Prozess zu, aber dennoch, ich kann mir vorstellen, dass da irgendwer einfach sitzt, ja, in der Geschäftsführung und er sagt, ich möchte mich dem Risiko halt nicht aussetzen.

[00:17:56] Dass jeder kommt, wenn das digital ist. Genau, und das sind so die Themen, wo einfach, hier finde ich an einigen Stellen so wenig Klarheit irgendwie herrscht. Lass uns nicht über die Regulatorik lästern, sondern nach vorne gucken, woher nimmst du deinen Optimismus? Grundsätzlich das, also wie viel leichter halt alles geworden ist. Also ich muss sagen, das ist für mich auch ein Grund, dass es einfach enorm wichtig ist, dass hier das Gründen einfach einfacher gemacht wird.

[00:18:25] Also wir leben in einer Zeit, es war noch nie besser, also es ist auch irgendwie so eine ganz typisch deutsche und mediale Themen, dass man irgendwie, das Panik, das verkauft sich besser, ja, aber es ist ganz klar, wenn ich heute irgendwie eine Krankheit halt haben würde. Es gibt nie, es gibt in der Geschichte der Menschheit nie einen besseren Zeitpunkt, um irgendwie krank zu sein als heute. Also vor 50 Jahren wäre, ne, und die ganzen Themen so, sei es irgendwie die Forschung, sei es irgendwie die Geschwindigkeit, der Auffindbarkeit von Themen, jetzt will ich nicht über Gesundheit nur sprechen,

[00:18:54] sondern auch das Thema Gründen, ja. also wie einfach es ist heute irgendwie, echt Output zu generieren, als Einzelperson oder als kleines Team. Die Hürden fallen. KI macht es ja noch mal einfacher, die Digitalisierung hat es noch mal einfacher gemacht und ich finde, das ist halt so ein Ding, wenn man das einfach mal alles zusammennimmt, es wird so viel darüber gesprochen, so One-Man, One-Woman-Unicorns. Also es gibt auch viele Beispiele von so Unternehmen, die einfach echt Wert schaffen

[00:19:24] in kurzer Zeit. Naja, aber dann sollten wir doch irgendwie es immer attraktiver machen für so Einzelpersonen so zu gründen und irgendwie Risiken auf sich zu nehmen und irgendwie der Gesellschaft was Gutes zu tun. Dafür sind wir jetzt auch die Mission vom Podcast, also quasi diese Geschichten, wie deine zu teilen, zu sagen, hey geil, da kommt ein Typ aus Kanada, so ist es im anderen Land, der baut hier eine Firma, so beschäftigt hunderte oder tausende von Leuten, hat die Autos auf der Straße und kämpft sich da durch. Geil. Letzte Frage, ein Wort stellen wir allen. Welche Überzeugungen hast du, die andere für falsch halten?

[00:19:53] Was ist dein Contrarian Belief? Boah, da hätte ich ein Heads-Up gebraucht. Contrarian Belief direkt, ja. Eine Sache, die du für wichtig hältst, die andere für nicht so wichtig halten. Ich weiß es nicht, ja. Aber das Wichtigste sind Leute, die widersprechen bei dem Thema.

[00:20:22] Also Sachen, die ich für wichtig halte, so normalerweise würden das andere auch schwierig, ja. Also, I'm sorry, habe, eine Sache, die dich als Gründer vorangebracht hat. Auch wenn sie nicht Contrarian ist. Ich glaube, in meiner Rolle, deswegen wollte ich sagen, ein Thema, was uns ja stark unterscheidet und ich glaube, dass ich einigen Investoren damit auf den Sack gegangen bin, ist,

[00:20:53] dass ich es oftmals für wichtig achte, Sachen richtig zu machen und ein Stück langsamer zu sein, als irgendwie bei großen Themen einfach zu schnell nach vorne zu gehen. Lasssamer zu sein, das ist Contrarian für hier. ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Es ist so an einigen Stellen, es gibt so Sachen, ich bin bei 99% der Fälle so fail fast, aber es gibt dann echt so ein paar Themen, wo man einfach sagt, so ey, da musst du... Du brauchst dir in Ruhe an. Ja, genau. Und ein bisschen Repetition drin haben, bevor du es gleich... Move slow and don't break things. Ja, ist doch Contrarian. Super.

[00:21:23] Geil, Oliver. Cool, dass du da warst. Vielen Dank. Vielen Dank, ja. Ciao. Ich freue mich.