BAD1 Special: Warum Lea-Sophie Cramer jetzt auf Sport-Communities setzt
Founder Mode18. Juni 2026
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00:20:18

BAD1 Special: Warum Lea-Sophie Cramer jetzt auf Sport-Communities setzt

Lea-Sophie Cramer ist Mitgründerin von Amorelie und baut heute mit Epix eine operative Holding für Europas Sport-Brands. Als Commercial Co-Founder steigt sie nach Product-Market-Fit bei den besten Local Heroes ihrer Sportart ein und geht über die Zeit in die Mehrheit. Im Gespräch geht es darum, warum sie der bewusste Anti-Case zum AI-Hype ist, welche Sportarten als nächstes kommen und warum sie ihren eigenen Durchschnittsgeschmack als Superpower nutzt. Du erfährst außerdem, warum Sport für sie der neue soziale Klebstoff ist.


Timestamps:

00:00 - Mit 30 zum ersten Mal Sport und sofort alle Sportarten auf einmal

03:36 - Epix erklärt: operative Holding statt Fonds

05:27 - Warum Fitnessstudios schneller bankable sind als Startups

06:14 - Die nächsten Sport-Trends: Krafttraining, MMA und Boxen für Frauen & Recovery

10:47 - „Ich bin nur Cheerleader" und der verlorene soziale Klebstoff

12:56 - Die absurdeste Nacht im Nightliner der Fast-&-Curious-Tour

14:57 - Dreimal die Woche Podcast: die Strategie dahinter 18:47 - Contrarian Belief: der Durchschnittsmensch als Superpower


Lea-Sophie Cramer's Links: 

💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lea-sophie-crame💻 Epix Sports: https://www.epix-sports.com 

🎧 Fast & Curious: https://fastandcurious.podigee.io 


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[00:00:04] Was sagst du heute, wenn Leute dich fragen, was du machst? Bist du Unternehmerin, Investorin, Podcasterin, Sportlerin? Was für Sport? Auf jeden Fall. Angehende Sportlerin. Wie kam es zu der Sportpassion? Also, es ist ein bisschen eine ungewöhnliche Geschichte, weil meine Eltern Sport nicht so auf der Platte hatten.

[00:00:32] Die sind beide eher ärmer aufgewachsen und wollten so diesen Generationenaufstieg schaffen. Und bei uns wurde deswegen ganz viel gearbeitet. Und die haben den auch grandios geschafft, vom Dorf hin zu... Mein Vater hat sich sozusagen über 35 Jahre hochgearbeitet bis zum CEO von Vattenfall irgendwann. Also, es ist Wahnsinn. Es ist wirklich so ein bisschen diese Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte. Und das hat aber sozusagen mein Leben total geprägt, weil bei uns immer gearbeitet wurde. Und deswegen Sport zum Beispiel war in unserer Familie gar nicht so ein Wert.

[00:00:59] Wurde gar nicht erkannt, ehrlicherweise. Ich habe Musik gemacht, aber kein Sport. Und ich habe natürlich normal wie im Schulsport, aber ich habe nichts anderes gemacht. Und dann habe ich zwei Kinder auch noch früh bekommen und so. Und dann habe ich mit 30 irgendwann gemerkt, oh Gott, ich glaube, Sport wäre eigentlich was, was dir total gut tun würde. Und dann habe ich wirklich mit 30 angefangen, alle Sportarten zu machen. Geil, du hast einfach alles probiert. Ich habe einfach alles angefangen, gleichzeitig. Und bin dementsprechend überall sauschlecht, aber mache alles mit und finde auch alles toll. Was macht dir am meisten Spaß?

[00:01:27] Ich würde sagen, gerade habe ich schon so eine krasse Paddle-Passion. Einfach weil es gut, weißt du, für Leute, die halt nicht daherkommen. Oder ich spiele auch Tennis. Tennis spiele ich sehr gerne, weil es irre viel Spaß macht. Ist aber eine schwierigere Lernkurve. Viel längere Lernkurve. Da bin ich aber auch schon länger daran. Und jetzt habe ich gerade so einen Moment, wo ich so denke, das klappt jetzt auch. Paddle, da kommt es halt viel schnell rein. Und ich habe jetzt so eine Gründerin-Mädelsgruppe, mit denen ich einmal die Woche spiele. Das ist einfach geil. Weißt du, es macht einfach so einen Spaß irgendwie. Es geht gar nicht ums Gewinnen, sondern einfach nur um Spaß zu haben. Finde ich total toll. Hätte ich nie gedacht. Ich habe angefangen so kraulen zu lernen, aber richtig auch mit Trainer und so.

[00:01:57] Und kann jetzt kraulen, konnte ich früher nicht. Und habe gedacht, das ist das Langweiligste, was du machen kannst. Aber es ist für mich die perfekte Meditation. Du bist ein Hasser, du hast kein Handy, du kannst nicht mit jemandem reden. Du kannst keine Musik hören. Könntest du wahrscheinlich. Gibt sicherlich irgendwelche Lösungen. Mach ich aber nicht. Das heißt, es ist rotze langweilig, aber dadurch unfassbar meditativ. Und kein Mensch ist da. Es ist total geil. Und es ist ein Megasport. Also klar, für die Gelenke und so. Egal. Aber es ist trotzdem Megasport. Also dann habe ich jetzt Reformer Pilates natürlich angefangen. Klar, muss man machen.

[00:02:28] Fühlt kein Weg dran vorbei. Geht kein Weg dran vorbei. Das heißt, das ist jetzt auch so eine neue Passion. Da mag ich es halt total gern, weil ich mich da immer so hip und cool und so American fühle. Ich bin so mit meinem Matcha-Latte da rein und so weiter. Und für mich bin ich total fancy. Und die Story ist von der Solidcore-Gründerin. Hast du dir das mal angeschaut? Ähm, also ja. Ich habe mir die Gründer, also quasi die Gründerweg angeguckt. Aber gab es da irgendeine krasse, äh… Ja, das ist einfach so eine absolute Powerfassung. Das ist total. So wie ich es gemacht habe. Die hat sich auch mit diesen Typen angelegt. Es gibt ja diesen Franzosen, diesen Lagree, der das quasi nach Hollywood gebracht hat.

[00:02:57] Der ja auch ein bisschen Spinner ist. Und du musstest ja lizenzieren von dem. Und dann gab es eine Fight zwischen den beiden. Sie hat sich da losgelöst und so. Und ist am Ende Private Equity verkauft. Super, super inspirierende Story. Mhm. Die hat sich so richtig alles durchgekämpft. Ja, ja voll. Also mega, mega stark. Und das hast du aber hier auch. Also wir haben in eine Company investiert, YTTP, Maria, die Gründerin. Auch genau so eine Person. Von Kopf bis Fuß tätowiert. Drei Kids macht das irgendwie so krass. Geiles Team, weißt du?

[00:03:23] Die sind alle so aesthetic und die sind so stark alles, weil die unterschiedliche Sportarten machen. Aber es ist so… Es ist einfach faszinierend, so Menschen zu finden, die in ihrem eigenen Ding so krass aufgehen. Und so einfach so… Das ist me, all of it. Erklär mal euer Business Model. Ihr raise Geld, investiert das in solche Sportmenus? Wie funktioniert das? Naja. Also eigentlich ist es eine operative Holding, sag ich dazu. Also genau, es ist kein Fonds. Warum nicht?

[00:03:50] Weil wir vier Gründer sind und wir in Companies investieren und sind quasi für die athletischen Co-Founder die Commercial Co-Founder. Also wir sind sozusagen deren Counterpart. Und deswegen gehen wir da operativ auch mit rein und wir wollen diese Companies mit aufbauen. Wir gehen irgendwann in die Mehrheit, das wissen die Companies auch. Also über die Zeit sozusagen gehen wir in die Mehrheit. Es ist kein Roll-up-Game. Wir gehen da nicht super günstig für zwei bis dreimal EBIT da rein, schmeißen die Leute raus und konsolidieren das alles zusammen.

[00:04:17] Sondern im Gegenteil, wir wollen die besten Gründer investieren in die tollsten Local Heroes in ihrer Sportart und wollen denen helfen mit unserer kommerziellen Expertise das wirklich nochmal größer zu machen, sodass das nächste Solid Co-Founder nicht aus den USA kommt, sondern dass es hier in Europa entsteht und für den europäischen Markt ist. Wie früh investiert ihr? Wie? Wie früh investiert ihr? Immer nach Product Market Fit. Also du hast typischerweise bist du bei 1 bis 10 Millionen Umsatz. Du bist typischerweise irgendwas so rund um drei Jahre am Markt.

[00:04:47] Okay. Du hast irgendwie rund um 20% EBITDA-Marge, hast 20% Wachstum, so mehr oder weniger so der Rage. Wahrscheinlich auch schon mehr als eine Location. Genau. Das solltest du schon bewiesen haben, dass du nicht in jetzt nur Berlin ein Studio geschafft hast, sondern meinetwegen Hamburg oder Köln auch schon aufgemacht hast. Genau. Und halt, wir brauchen Gründer, die starke Wachstumsambitionen haben und natürlich das Gefühl haben, wir können ihnen damit helfen. Weil das ist unser Case. Also so, wir wollen stark wachsen. Wir wollen sozusagen Locations expandieren.

[00:05:13] Das heißt, wir investieren hardcore auch in CapEx und glauben da aber absolut dran, gerade in der jetzigen Zeit. Aber es ist ein bisschen verrückt, weil natürlich das ganze Geld in AI geht und dann sagst du, okay, wir sind quasi der Anti-Case dazu. Und ist das nicht bankable im Sinne von, gehst du zur lokalen Sparkasse, die verstehen, wie ein Fitnessstudio funktioniert. Total. Wir haben ja auch von Lifted mal gesprochen, Kraftsport. Super. Die erste Location haben sie schon einen Kredit bekommen. Da dachte ich, das ist ja krass aus Perspektive von einem Startup. Aber klar. Das ist wirklich krass. Das ist sehr ungewöhnlich, weil meistens sagen die schon, du brauchst ein paar mehr

[00:05:43] Locations und auch ein paar mehr Jahre auf dem Buckel, dass sie das wirklich machen. Aber absolut, es ist relativ schnell bankable. Und deswegen ist unser quasi Edge auch nicht nur das Geld. Sondern unser Edge ist wirklich, dass wir sagen, wir sind vier Gründer. Also Lukas Brosseda, Olli Rosskopf, Johannes Kreibum kennt man alle. In der Szene haben alle schon eigene Sachen gebaut und verkauft. Sondern unser Case ist wirklich so, okay, du bist sozusagen Herr in deinem, Frau in deinem Sport und wir helfen dir, das Ding groß zu machen. Okay. Was sind die coolsten neuen Sportarten, die du entdeckt hast? Was kommt nach Reformer Pilates?

[00:06:11] Was ist eigentlich auf dem Radar von allen drauf? Das ist eine gute Frage. Also was ich gerade, ach, da gibt es so viel. Ich finde dieses ganze Thema, wo du gerade Lifted ansprichst, Krafttraining für Frauen, ist nochmal so, nobody has hit it yet. Lifted ist auf einem mega guten Weg, aber das ist natürlich auch erst eine Firma sozusagen, die genau darauf geht. Aber ich glaube, das Thema Krafttraining für Frauen ist noch ein Riesenthema. Ich glaube total an das Thema MMA und Boxing für Frauen. Ich könnte so ein Hidden Jam sagen, oder?

[00:06:38] Also Box Workouts, hab das Gefühl, das ist ein USA-Shop-Thema, was hier noch nicht so angekommen ist. Absolut, ja. Und da hast du auch, also du erfüllst mehrere Sachen, dieses Selbstbewusstsein, dich in der Domäne, die eigentlich sozusagen typisch männlich ist, so ein bisschen auch warm zu fühlen und dich da wohl einzufinden. Es ist ein mega Workout, es ist ein brutales Workout. Also du fängst ja immer an mit Seilspringen, also aus unserem Gründerteam, jeder macht unterschiedliche Sportarten. Olli macht Boxen seit einer ewigen Weile.

[00:07:07] Und wir machen jeden Monat zumindest mindestens eine neue Sportart miteinander. Und dann sind wir alle mit ihm boxen gegangen. Und dann ging es erst mal los mit Seilspringen. Hey, halleluja, wusste ich nicht, wie lange man Seilspringen kann und wie krass anstrengend das ist. Und dann auch eine ganze Stunde deine Arme hochzuhalten, ist krass anstrengend. Ich fand's mega, aber das hat richtig Spaß gemacht. Den spannendsten Case, den ich mir gerade angucke und wo ich noch keine Meinung mehr gebildet habe, ist der ganze Recovery Space.

[00:07:32] Weil wir wollen in Companies gehen und Sportarten gehen, die Frequency getrieben sind, also die zu deiner Identität werden. Also die du wirklich als Sport machst. Nicht so als Freizeitding, so Minigolf oder so. Oder Lasertag spielen oder Paintball oder sowas. Das wird ja nicht zu deiner Sportart, sondern das ist so ein bisschen, machst du mal. Sondern du wirst High Rocks. Sondern du wirst High Rocks Athlet. Genau, du wirst Reformer Maus. So, dass du identifizierst dich wirklich damit. Du wirst Paddelspieler, das ist so dein Ding.

[00:07:58] Und bei Recovery war es bisher auf jeden Fall so, zeigen auch die Zahlen, dass du halt mal in die Sauna gegangen bist. Du bist mal in Zwar Bali gegangen, aber wie oft einmal im Jahr oder so was? Zweimal im Jahr. So, jetzt gibt es aber die ersten Cases in den USA, auch in Kopenhagen ganz stark. Und das finde ich wirklich spannend. Ich komme ja sehr aus diesem Persönlichkeitsentwicklungsteil. Also ich liebe diesen Coaching-Teil so. Da hat mein Leben groß verändert. Und jetzt gibt es also die ersten Cases, wo du Sauna-Aufgüsse hast, Sauna-Sessions hast und dann gleichzeitig aber noch wie so früher in der Kirche fast so eine Predigt bekommst.

[00:08:27] Also es ist so ein bisschen wie so Coaching. Sitzt du halt dann da zu 15 drin, irgendwie 15 Minuten, 20 Minuten in der Sauna. Ja, so dann gibt es nur Inspirationen, dann leitet die sich so ein bisschen durch. Vielleicht auch nochmal eine Meditation, aber vor allen Dingen auch so durch, so heute reden wir mal über Konflikte oder sowas. Ja, und dann sitzt du da beim Saunieren und kriegst auch gleichzeitig so eine Coaching-Session. Das finde ich einen super, super spannenden Case. Und da ist es aber so, den gucken wir uns sehr intensiv an. Wird das wirklich Habit-Building in Deutschland? In Skandinavien? Ja, die haben auch eine ganz andere Sauna-Kultur.

[00:08:55] In Deutschland wird es wirklich so, dass ich nicht mein Eisband zu Hause mache, sondern dass ich irgendwo hingehe, routiniert mir eine Stunde Zeit nehme mit drei Kindern, wo ich sage, da gehe ich jetzt zum Recovery an, statt zum Sport. Ha! Das finde ich auf jeden Fall ultraspannend. Anderen Case, den ich natürlich total spannend finde, ist Pickleball. Gucken wir uns die ganze Zeit an. Was in Deutschland auch noch nicht so präsent ist? Noch ganz, ganz wenig. Und ich sehe auch noch nicht diese explosive Kurve. Aber den gucken wir uns die ganze Zeit an. Ich fände es total schön.

[00:09:22] Ich habe es am Anfang nicht so richtig verstanden, habe dann selber angefangen zu spielen. Es ist einfach, von der Altersrange her kannst du ab 6 bis 80 das spielen oder bis zum Ende kannst du spielen. Also du stellst meine Tochter dahin. Die Korts sind kleine Korts. Musst du dir vorstellen, eigentlich wie Tischtennis. Das ist so ein Klonkball mit so Löchern drin und auch so einer Tischtennis Schläger so fast. Also jetzt mal als Idee her. Es ist auf jeden Fall weniger, hat es mit Tennis zu tun, als mit Tischtennis. Und dann aber so ein großes Feld.

[00:09:49] Dann hast du da die Kitschen in der Mitte, wo du nicht rein darfst und dann spielst du die Bälle hinterher. Macht sehr schnell viel Spaß. Können viele Leute sofort irgendwie viel mit anfangen. Ist sicherlich ein Ticken vielleicht weniger Athletisch. Also es ist sehr athletisch, wenn du es als Leistungssport machst. Ich meine jetzt so für den generellen Falten-Sportler ist es wahrscheinlich ein bisschen weniger athletisch als jetzt so ein Paddle oder so. Paddle-Spieler sagen Pickleball ist ein Spiel, Paddle ist ein Sport.

[00:10:10] Genau, kann ich auch mitgehen. Es ist aber ein Sport für auch ganz viele Kinder, für Menschen, die schon retired sind und so weiter, die ja auch ein wichtiger Teil der Zielgruppe sind. Und auch finde ich, Inklusion ist da irgendwie ganz wichtig, dass wir auch miteinander als Familie Sport machen können. Und deswegen finde ich es eigentlich einen spannenden Case-Fans irgendwie toll, wenn der kommen würde. Aber ich glaube, da muss noch sehr viel dazukommen, weil du brauchst auch teilweise so ein Popkultur-Momentum irgendwie, glaube ich. Die Lappity, die es macht und okay. Die dann krass Gas drauf gibt und sagt, das ist jetzt mein Ding.

[00:10:40] Was für das Bisschen ist? Ihr seid ja irgendeine Reihe von erfahrenen Foundern, ihr macht jeden Monat eine neue Sportart. Ich stelle mir das total cool vor, die Wissen zu machen. Ich bin ja in keiner Sportart quasi, habe ich ja vorhin am Anfang erzählt, ich bin in keiner Sportart sozusagen trustable. Also es wäre überhaupt nicht, also du würdest nicht in mich als Sportgründer investieren, als sozusagen, wenn ich jetzt meine eigene Sportart starten würde. Ich wüsste jetzt keine, wo ich sagen würde, da bin ich jetzt so gut, dass ich mir das zutraue. Ich überlege gerade, aber nein, mir fällt einfach gar keine einzige ein.

[00:11:09] Und deswegen kann ich über das machen, worin ich echt gut bin, meiner Meinung nach, und das ist so Gründerhandwerk, das ist halt sozusagen das, was ich einfach unfassbar gerne mache und kann halt Menschen helfen, die was machen, was ich so toll finde. Aber eher so von der Sideline, ich bin ja eher so Cheerleader. Ich finde es von der Sideline so cool, was die machen und bin so dankbar, dass ich denen helfen kann mit meinen Skills. Und die aber Skills haben, wo ich so denke, okay, ich gucke dir einfach so gern zu bei dem, was du da machst, weil es ist einfach Hammer, sowas aufbauen zu dürfen und da irgendwie Teil von zu sein.

[00:11:36] Gerade finde ich in einer gesellschaftlichen Situation, wo dieser soziale Klebstoff überall verloren geht und nötig ist und wo wir diese Third Spaces, sagt man ja auch immer, verloren gehen. Also du hast die Kirche nicht mehr, du hast das Büro ganz viel nicht mehr, du hast irgendwie zu Hause und Büro ist gemerged. Also wo kommst du noch mit, keine Ahnung, Studenten, sondern letztens habe ich wieder was ausgetestet. Ach ja, Clubathleten war ich da, genau.

[00:11:59] Und dann bist du sozusagen in so einer Bergheim-Studio in Kreuzberg und bist dann irgendwie da und bockst dann da irgendwie gegen Säcke. Und dann musst du dich in der Gruppe halt so aufteilen, in denen die halt da sind und machst mit denen so Squats und musst mit denen dann irgendwie so shaken, und so wer länger squatten kann und so weiter. Und dann war ich halt mit so einem Studi irgendwie so ein 19-jähriger Typ, ja. Hätte dich so nie kennengelernt, haben wir irgendwie gequatscht, während wir da ewig lang gesquattet haben und irgendwelche Handshake-Sachen gemacht haben.

[00:12:24] Und es macht aber Bock, weißt du, du hast so dieses Zusammengehörigkeitsgefühl mit nicht deiner Bubble, sondern mit einfach und beim Paddle genauso. Ich meine, da machst du ein Match auf, drei Leute kommen dazu, die kennst du ja vorher gar nicht. Ja, dann redest du und danach gehst du noch irgendwie... Genau. Oder auch nicht, darfst du auch nicht machen. Aber es ist einfach eine Möglichkeit schaffen, dass Leute wieder zusammenkommen, finde ich mega. Macht mir irre viel Spaß. Mega. Fast & Curious. Was ist das Unerwartetste, was in letzter Zeit passiert ist? Wir sind auf Tour gegangen mit Fast & Curious. Ich meine... Mit diesen Nightliner.

[00:12:54] Wie war das, in diesem Bus zu wohnen? Hast du das Gefühl für mich? Mit einem Nightliner mit unseren Gesichtern drauf. Weißt du, wir sind da durchgefahren mit unseren Gesichtern überall drauf. Das ist ein bisschen zu viel. Das war wirklich so krass. Vor allen Dingen hatten wir dann, wir haben ja drin geschlafen. Das wusste ich ja wieder nicht, ja. Ich habe gedacht, wir machen das große Rockstars. Die haben so einen Nightliner, ja. Was ich nicht wusste ist, die Mannschaft fährt mit dem Nightliner, die selber fahren mit der Bahn oder fliegen und sind im Hotel. Ach so? Die Rockstars schlafen nie in dem Bus. Ich dachte, die schlafen auch da. Die schlafen nicht in dem Bus, wusste ich aber auch nicht. Ich natürlich im Bus geschlafen, gedacht, um Gott, deswegen wie schlecht schläft man

[00:13:23] eigentlich in so einem Nightliner. Das ist Wahnsinn. Das ist sau laut. Es ruckelt die ganze Zeit. Wir haben auch Flecht, ja. Es ist ganz eng alles. Alle sind auf einem Haufen so. Und dann kam bei mir noch nachts Verena rüber, weil die nicht schlafen konnte. Wusste ich natürlich nicht. Ich war gerade irgendwie eingeschlafen. Dann hat Verena so eine Obsession mit ihrem Schlaf, ne. Das heißt, die hat so eine Augenbrille, Augenmaske auf. Dann hat die Ohrenschlipse, dann hat die auch Maustaping, macht die auch, ja. Das heißt, du musst dir vorstellen, ich hatte auch so eine Augenmaske. Komplett und komplett nicht effizient. Wusste nicht, dass sie kommen würde.

[00:13:50] Mitten in der Nacht weckt mich so eine Art Mumie auf. Ich liege da gerade mit meiner Augenmaske, ja. Weckt mich mitten in der Nacht auf. Sagt so, hallo. Mit so einem Mouth-Tape, mit so einem Kreuz vor dem Mund. Und dann hast du dich gerade entführt. Ich dachte, Scream 4 kommt jetzt und wartet auf mich. Das ist so der Film. Und dachte wirklich so, um Gottes Willen, was ist los? Und dann sie so, ich kann nicht schlafen. Rutsch, mach rüber. Nein, das kann jetzt nicht sein. Liebe dabei. So habe ich das Pro-Haus-Dich vorgestellt. Ich so, oh Gott.

[00:14:19] Und dann kommst du da völlig geredert an. Dann hast du natürlich da, da gibt es ja keine Dusche und nix, ne. Das heißt, du läufst dann wie beim Camping mit deinem kleinen Säckchen, mit deiner Zahnbürste und so weiter drin. Und musst dann erstmal warten, bis das Venue aufmacht, wo du dann abends auftrittst. Dass die dich halt dann irgendwo in eine Dusche lassen. Macht natürlich noch nicht auf, weil die müssen ja nicht morgens aufmachen für abends. Dann bist du also irgendwo in einem Restaurant und sagst, habt ihr auch eine Toilette? Versuch sich den da sofern nicht. Ist okay, ist inklammeröser als verdenktes Rockstar-Leben. Also, aber das war auf jeden Fall das Absurdeste,

[00:14:49] finde ich bisher, was der Podcast mit sich gebracht hat. Also ich hätte nie gedacht, dass ich mit irgendwas je auf Tour gehe. Mit dem Gesicht auf dem Bus. Mit dem Gesicht auf dem Bus. Niemals, niemals. Was passiert in den nächsten zwölf Monaten? Macht ihr so, okay, A-Sessions plant ihr nach vorne? Ist das so eher Go with the Flow? Äh, nee, wir machen schon immer Strategie-Sessions jedes Quartal. Du, wir haben gerade krass erhöht. Wir haben früher immer eine Donnerstags-Folge gehabt. Jetzt haben wir Dienstag, Donnerstag und Sonntag. Nach drei, oder? Genau, Donnerstag machen wir immer nur wir beiden. Dienstag machen wir mit einem Gast zu zweit.

[00:15:17] Und dann Sonntag machen wir immer einer und einen Gast. Sonntag ist Solo-Folgen. Da dürfen wir machen, was wir wollen, einladen, wen wir wollen, was ich cool finde. Also so ohne auf ... Also zum Beispiel, Verena hat natürlich wesentlich mehr Interesse an Politik. Das ist einfach so, ne? Und auch wesentlich mehr Netzwerk da. Das heißt, sie kann da Politiker einladen, bis sie grün wird. Und ich habe wesentlich mehr Interesse und Coaching und Netzwerk ... Interesse und Netzwerk im Coaching. Im Prochentungsverdünnigkeitsentwicklung. Genau, so. Finde ich total toll. Sagt sie, ist ihr alles viel zu viel, ja? Diese ganzen Themen, Trauma und so weiter. Ja, ich finde das total spannend, ja.

[00:15:46] Charme, was bedeutet Charme? Ich finde das mega spannend. Sie denkt so, oh Gott, oh Gott, oh Gott, da dreht Lea völlig ab. Aber da gibt's auch, ja. Ja, und dann kann ich die halt alle da einladen, wie ich will, ne? Also das heißt, Sonntag ist so totaler Free-Flow, was echt cool ist. Machen wir einfach, was wir wollen. Und Donners, das ist immer unsere Zweier und dann, genau, Dienstag der Diebdorf. So, das ist erstmal krass, jetzt dreimal die Woche aufzunehmen. Würdest du sagen, das ist auch strategisch so? Einfach mehr Masse, mehr Reichweite. Ist das von der Reichweite getrieben? Ja, nee, nicht durch reiche Wette, aber es ist strategisch getrieben. Und zwar haben wir gemerkt, dass es Menschen gibt,

[00:16:16] die eigentlich nur uns beiden zuhören wollen. Die wollen da eigentlich gar keinen Gast drin haben. Die wollen einfach unsere Meinung, unsere Einschätzung, was uns bewegt, was wir als News der Woche finden und so weiter. Und dann gibt's Menschen, die hören super gerne einfach, dass wir Gäste interviewen. So. Und dann haben wir gemerkt, okay, dann entzerren wir das einfach und sagen, es gibt die, die das hören und die, die das hören. Und wenn ihr beides hören wollt, hört ihr euch halt beides an. Bisher wird das phänomenal angenommen. Also wir hätten es, ich hab's nicht so gedacht oder beziehungsweise,

[00:16:44] nee, ich hab schon gedacht, dass es mehr irgendwie Verlustgefühl gibt von diesem Donnerstagsformat, wie wir es hatten, weil es auch ungewöhnlich war, ja? Dass du so eine Art Freundinnen-Talk hast, dann auch Founder-Talk, Entrepreneur, Startup-Life, Mami, was auch immer. Lebens-Talk und dann noch das Interview. Aber es läuft extrem gut und macht auch viel Spaß. Es ist schon, und das, wir machen jetzt mal einen Offsite zusammen im August, da freue ich mich sehr drauf, nur Verena und ich mit einer Coach zu dem Podcast. Schlafst du in einem Bett wie im Nightliner? Ja? Schlafst du in einem Bett wie im Nightliner?

[00:17:14] Ja, hoffentlich nicht diesmal. Ich hoffe, Verena hat etwas anderes geboten. Aber was ich daran schon cool finde, ist, es ist halt als kreatives Hobbyprojekt gestartet, der Podcast, und es ist jetzt schon eine professionelle Produktion. Schon serious business. Es ist schon serious business. Und auch für OMR sind wir so der wichtigste Podcast nach OMR irgendwie. Also in den Top-Podcast auf jeden Fall für die. Und dadurch hängt natürlich da ein Team dran und Ressourcen und Menschen, die damit ihr Geld verdienen und so. Und dann fühlt sich das natürlich anders an, als wenn du so kreativ vor dich hin startest.

[00:17:43] So, ich kann es jederzeit aufhören. Okay, das ist die Struktur und das hast du Ziele. Genau. Und da sprechen wir jetzt mal drüber im August. Da freue ich mich sehr drauf. Also einfach so, um zu gucken, wo soll es eigentlich hingehen? Weil du könntest natürlich, du könntest mit Fast & Curse jetzt auch so eine ganze Medienmarke machen. Du könntest ein Medienunternehmen, das ist schon ein Medienunternehmen. Du könntest jetzt auch sagen, ich will in TV-Shows rein, ich will irgendwie andere Podcast-Formate unter der Marke starten. Da habe ich auch ein paar Ideen zu und so. Aber dann baust du natürlich das Business auf versus dem, was ich jetzt eigentlich machen möchte. Und das ist halt Epics. Also, und was Verena macht.

[00:18:12] Und das ist natürlich viel, die macht ja ganz viel Ehrenamt, ne? Ich meine, ist irgendwie Vorsitzende unseres Startup-Verband. Die hat so eine gute Rede gehalten bei der Startup-Award. Was war, oder? Das ist ja ein Städt-Schaffer. Das kann sie überall. Den lassen wir noch eine Minute. Die Tür stehe also ganz schnell. Wir brauchen mehr Zeit für das Gespräch. Vielleicht kriegen wir uns irgendwann nochmal in den Kalender. Lass uns nochmal einen Verständnis zu treffen. Ich finde es auf jeden Fall jetzt. Wo bist du da? Bist du? Ne, du bist nicht auf Mallorca. Aber auch. Wir sind viel auf Mallorca. Ja, habe ich nicht gesehen. Wir machen Produktionen, wie mit Olli zum Beispiel auf Mallorca. Aber was einfacher in dem Fall zufällig. Ja.

[00:18:40] Sonst machen wir Produktionen hier in Berlin. Im Holzmarkt im Studio. Und die 25. Kriegen wir hin. Kriegen wir hin. Letzte Frage. Ein Satz, ein Wort. Was für Überzeugung hast du, die andere Leute nicht teilen? Was ist dein Contrarian-Belief? Was Startups angeht, meinst du? Ja. Oder dein Leben, dein Bereich. Vielleicht Sport. Boah, ich habe ja das Gefühl, dass das schon viele teilen, was ich immer so denke. Das ist, glaube ich, witzig. Also, vielleicht ist das mein Contrarian-Belief, ja?

[00:19:10] Dass du glaubst, dass du ganz der Contrarian bist? Nee, genau. Aber andere... Wirklich? Ich glaube, das ist mein Contrarian-Belief. Ich sage immer so, ich bin der absolute Durchschnittskunde. So. Und der Durchschnittsmensch, meiner Meinung nach. Okay. Da würde ich jetzt wahrscheinlich auch sagen, nee. Glaube ich nicht. Aber das ist wirklich mein eigenes Empfinden. Das heißt, jedes Mal, wenn ich denke, Mensch, das wäre doch geil zu machen, dann finden das auch sehr, sehr viele andere Menschen geil. Wenn ich denke, das finde ich spannend zu lesen, dann sind die Reichweiten dafür auch sehr, sehr hoch. Also, das heißt, ich habe so das Gefühl, ich repräsentiere, also Amorelie ja auch jetzt, ich glaube total an dieses N gleich 1 Ding.

[00:19:38] Also, Tim Ferriss hat das mal gemacht zu seinem Podcast apropos. Hat er gesagt, er guckt sich keine Zahlen an, er guckt sich keine Reichweiten an. Er macht das, was er N gleich 1 mega toll findet. Ja, 100% auch so. Genau. Und da glaube ich total dran. Und ich glaube aber auch, dass das ganz, ganz viele Leute toll finden. Also, dass ich absolut... Das ist mein Contrarian-Belief. Ich bin ein absoluter Durchschnittsmensch und das kann ich nutzen. Weil, wenn ich was cool finde, dann finden das auch sehr viele andere Leute cool. Da muss ich gar nicht so eine große Umfrage starten und so, sondern denke mir so, ah, okay, wenn ich denke, das sollte gegründet werden, dann sollte das auch gegründet werden.

[00:20:08] Mega cool. Lea, cool, dass du da warst. Hat richtig viel Spaß gemacht. Bischönen. Danke dir. Tschüss. Tschüss.